{"id":16886,"date":"2013-04-16T09:06:05","date_gmt":"2013-04-16T07:06:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16886"},"modified":"2013-04-16T10:52:28","modified_gmt":"2013-04-16T08:52:28","slug":"hinweise-des-tages-1859","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16886","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16886#h01\">Deutsche Bank Co-Chef Fitschen &uuml;bernimmt Spitze des Bankenverbandes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16886#h02\">Forderung von &Ouml;konomen: Verm&ouml;gende sollen mehr f&uuml;r Euro-Rettung zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16886#h03\">Und noch mal die Wettbewerbsf&auml;higkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16886#h04\">Wolfgang Hetzer, &ldquo;Finanzkrieg. Angriff auf den sozialen Frieden in Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16886#h05\">Vom Ern&auml;hrerlohn zum Familieneinkommen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16886#h06\">Konzerne versus Staaten: Mit Schiedsgerichten gegen die Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16886#h07\">IAQ: Jeder dritte ALG II-Empf&auml;nger stockt auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16886#h08\">1,025 Millionen Hartz IV-Sanktionen: Jede siebte in Berlin &ndash; Sanktionsoffensive<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16886#h09\">&Uuml;ber 5200 &ldquo;Multi-Jobber&rdquo; im Neckar-Odenwald-Kreis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16886#h10\">Tafel-Mythos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16886#h11\">Das billige Fleisch hat einen Preis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16886#h12\">Bundesregierung: Wohnungsprivatisierung in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16886#h13\">Sture von der Leyen siegt &uuml;ber die Kanzlerin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16886#h14\">NSU-Prozess verschoben &ndash; Erl&ouml;sung und Fiasko zugleich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16886#h15\">Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD) &ndash; Die deutschen Medien-Biederm&auml;nner und die Brandstifter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16886#h16\">Die Big Brother Awards 2013<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16886#h17\">Journalismus: Endstation Frankfurt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16886#h18\">Spanien: Alle 15 Minuten wird derzeit in Spanien eine Wohnung ger&auml;umt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16886#h19\">Pr&auml;sidentschaftswahl in Venezuela: Maduro gewinnt knapp &ndash; Opposition erkennt Ergebnis nicht an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16886#h20\">Rezension: Harald Schumann, &bdquo;Die Hungermacher&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16886#h21\">Kongress &bdquo;Umverteilen. Macht. Gerechtigkeit<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16886&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Deutsche Bank Co-Chef Fitschen &uuml;bernimmt Spitze des Bankenverbandes<\/strong><br>\nMitten in einer der gr&ouml;&szlig;ten Imagekrisen der deutschen Bankengeschichte wohl keine angenehme Aufgabe: J&uuml;rgen Fitschen, Co-Chef der Deutschen Bank, wird Pr&auml;sident des Bankenverbandes. Seine erste Aufgabe: Krisenbew&auml;ltigung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken\/deutsche-bank-co-chef-fitschen-uebernimmt-spitze-des-bankenverbandes\/8068418.html\">Handelsblatt<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Da wird also jemand Vorsitzender des Bankster-Vereins, dessen Bank in den USA in Verdacht steht <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/bilanztricksereien-bundesbank-knoepft-sich-deutsche-bank-vor-a-892408.html\">Milliardenverluste verschleiert zu haben<\/a>, die sich k&uuml;rzlich in Deutschland einer Gro&szlig;razzia wegen beim Emissionshandel unterschlagener Umsatzsteuer ausgesetzt sah und im <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15541#h02\">Verdacht von Geldw&auml;sche steht<\/a> und Fitschen selbst griff zum Telefon um sich beim hessischen Ministerpr&auml;sidenten &uuml;ber die Razzia zu beschweren.<\/em><br>\n<em>Ein Vorsitzender einer Bank, die offenbar im <a href=\"http:\/\/www.wallstreetjournal.de\/article\/SB10001424127887324081704578232690145109384.html\">Zusammenhang mit dem Libor-Skandal Kasse gemacht hat<\/a>. Der Co-Chef einer Bank die einem wegen mutma&szlig;licher Zinsmanipulationen entlassenen H&auml;ndler noch einen Bonus von 80 Millionen bezahlte und die trotz Massenentlassungen und &ouml;ffentlicher Bescheidenheits-Bekundungen haben die 35 gr&ouml;&szlig;ten Banken der Welt im Jahr 2012 so viel Geld wie noch nie an ihre Mitarbeiter ausgesch&uuml;ttet: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2013%2F03%2F23%2Fa0149&amp;cHash=5c50e90119dce31a8c133101e1917d4f\">275 Milliarden Euro<\/a>.<\/em><br>\n<em>Man k&ouml;nnte das S&uuml;ndenregister, genauer das Skandalregister der Deutschen Bank beliebig fortsetzen. Und deren Chef soll nun gerade das Image der Banker wieder aufpolieren.<\/em><br>\n<em>Klar, dass Fitschen, dessen Bank das gro&szlig;e Geld mit dem Investmentbanking machte schon bei seinem Amtsantritt gegen die Trennung des risikoreichen Investmentbankings vom klassischen Kundengesch&auml;ft eintrat. Und als erste Amtshandlung warnte er nat&uuml;rlich vor &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/verlorenes-vertrauen-in-banken-noch-nicht-ganz-zurueck-1997566.html\">&uuml;berzogener Regulierung der Kreditwirtschaft<\/a>&ldquo;. Prompt stimmte auch die Kanzlerin, die diesem Verein selbstverst&auml;ndlich ihre Aufwartung gemacht hat, in diese Melodie ein: Bei allen Regulierungsnotwendigkeiten m&uuml;sse man eine &Uuml;berforderung der Banken vermeiden, <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/neuer-bankenverbands-praesident-merkel-redet-fitschen-ins-gewissen\/8070618.html\">meinte Merkel<\/a>.<\/em> <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Forderung von &Ouml;konomen: Verm&ouml;gende sollen mehr f&uuml;r Euro-Rettung zahlen<\/strong><br>\nEine EZB-Studie facht den Streit &uuml;ber die Verm&ouml;gensverteilung in Europa an. Nun fordern f&uuml;hrende &Ouml;konomen im SPIEGEL: Reiche sollen st&auml;rker an der Euro-Rettung beteiligt werden. Sonst k&ouml;nnten deutsche Durchschnittsb&uuml;rger am Ende griechische Superreiche vor h&ouml;heren Steuern bewahren&hellip;<br>\nVor allem Verm&ouml;gende sollten st&auml;rker zur Kasse gebeten werden, sagte der Wirtschaftsweise Peter Bofinger dem SPIEGEL. Der Volkswirt riet den Regierungen S&uuml;deuropas zu einer Verm&ouml;gensabgabe. &ldquo;Die Reichen m&uuml;ssen dann zum Beispiel binnen zehn Jahren einen Teil ihres Verm&ouml;gens abgeben.&rdquo;<br>\nBofinger ist &uuml;berzeugt, dass eine Verm&ouml;gensabgabe deutlich besser geeignet ist als die Beteiligung von Sparern &ndash; wie zuletzt bei der Rettung Zyperns geschehen: &ldquo;Findige Reiche aus S&uuml;deuropa schaffen ihr Geld doch zu den Banken in Nordeuropa und entziehen sich damit dem Zugriff.&rdquo;<br>\nHintergrund der Forderung ist der Verm&ouml;gensbericht der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB), der in der vergangenen Woche ver&ouml;ffentlicht wurde. Demnach verf&uuml;gen die Haushalte in den Euro-Krisenstaaten im Schnitt &uuml;ber deutlich h&ouml;here Verm&ouml;gen als die Deutschen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/reiche-sollen-mehr-fuer-euro-rettung-bezahlen-a-894243.html\">Spiegel Online<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Jetzt wird immer deutlicher welchen politischen Stellenwert der Verm&ouml;gensbericht der EZB hat. Siehe dazu: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16819\">Arme Deutsche? Wie eine Statistik zur Meinungsmache verbogen wird<\/a>&ldquo; und &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/die-vermogenden-armen-oder-warum-sich-immanuel-kant-im-grabe-umdreht-2\/\">Die verm&ouml;genden Armen oder warum sich Immanuel Kant im Grabe umdreht<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Und noch mal die Wettbewerbsf&auml;higkeit<\/strong><br>\nDie Bedeutung der Wettbewerbsf&auml;higkeit f&uuml;r unser Land, die EWU und Europa bleibt ein spannendes und offenbar weiterhin noch wenig verstandenes Thema. Folgende Leserfrage erreichte uns:<br>\n&ldquo;Was Sie fordern, ist doch nichts anderes, als dass Deutschland seine Wettbewerbsf&auml;higkeit auf das Niveau der europ&auml;ischen S&uuml;dl&auml;nder hinunternivelliert. Kann das wirklich die L&ouml;sung sein? Die Folgen w&auml;ren nicht nur f&uuml;r Deutschland, sondern f&uuml;r die ganze EU katastrophal. Was w&auml;re die EU noch ohne Deutschland? Gleichzeitig beschwichtigen Sie, was das Thema China betrifft. Dabei wird es &ndash; oft dank staatlich gest&uuml;tzter Preise &ndash; in immer mehr Bereichen zum Weltmarktf&uuml;hrer, auch gegen&uuml;ber Deutschland.&rdquo;<br>\nDer entscheidende Haken an diesem Einwand ist, dass Deutschland seine Wettbewerbsf&auml;higkeit gar nicht auf das derzeitige Niveau der s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;nder absenken kann, weil &ndash; man kann es nicht oft genug wiederholen &ndash; Wettbewerbsf&auml;higkeit keine absolute Gr&ouml;&szlig;e ist, sondern eine&nbsp;relative.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/und-noch-mal-die-wettbewerbsfahigkeit\/\">flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wolfgang Hetzer, &ldquo;Finanzkrieg. Angriff auf den sozialen Frieden in Europa<\/strong><br>\nDie internationalen Kapitalm&auml;rkte haben ganze Staaten ins Visier genommen; sie verfolgen ihre Strategien der Gewinnmaximierung mit fast kriegswissenschaftlicher Pr&auml;zision. Dabei nehmen sie das Risiko in Kauf, dass sich die friedensstiftende Ordnung der Nachkriegszeit allm&auml;hlich aufl&ouml;st.<br>\nL&auml;sst sich diese explosive Situation wieder in den Griff bekommen? Ist dieser Kapitalismus zu einer Bedrohung der Stabilit&auml;t des Weltwirtschaftssystems geworden? K&ouml;nnen oder wollen die politisch Verantwortlichen nicht einschreiten?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/pcast.sr-online.de\/play\/sr2-fragen-klassiker\/2013-04-10_klassiker_hetzer_finanzmafia_17_7_2011.mp3\">SR 2 Kulturradio <\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Vom Ern&auml;hrerlohn zum Familieneinkommen?<\/strong><br>\n&hellip;Die Ergebnisse zeigen, dass der traditionelle Ern&auml;hrerlohn &ndash; nimmt man das Lohnniveau berufsfachlich qualifizierter Vollzeitbesch&auml;ftigter in der Metallindustrie als Referenzpunkt &ndash;von den Besch&auml;ftigten, vor allem in den frauendominierten sozialen Dienstleistungen und generell auch in Ostdeutschland, kaum erreicht wird. Einen mittleren Lebensstandard k&ouml;nnen selbst westdeutsche m&auml;nnliche Erwerbst&auml;tige heute vielfach nur noch erwarten, wenn es ein weiteres Einkommen im Haushalt gibt. Geht es um Armutssicherung f&uuml;r Familien, so sind Partnereinkommen und Sozialtransfers ohnehin unabdingbar. Deutschland schneidet hier im internationalen Vergleich, gerade bei der Sicherung neuer Familienformen wie etwa Alleinerziehende, angesichts einer nach wie vor am traditionellen Ern&auml;hrermodell ausgerichteten Sozialpolitik besonders schlecht ab.<br>\nVor diesem Hintergrund stehen die Tarifparteien vor der Herausforderung, mit Nachdruck auf den Abbau geschlechtsspezifischer Lohndifferenzen innerhalb, aber auch zwischen den Branchen hinzuwirken. Insbesondere bei dem durch &ouml;ffentliche Arbeitgeber gekennzeichneten Bereich sozialer Dienstleistungen geht es auch um die Frage, was uns diese gesellschaftlich notwendigen Arbeiten wert sind. Dar&uuml;ber hinaus steht die Frage auf der Tagesordnung, ob die ausschlie&szlig;liche Orientierung an individuell existenzsichernden L&ouml;hnen auf Basis der traditionellen Vollzeitnorm ausreichend ist. Bei der Bestimmung von (Mindest-)Lohnstandards scheint vielmehr eine neue Ern&auml;hrer- und Arbeitszeitnorm gefordert, die ber&uuml;cksichtigt, dass Frauen wie M&auml;nner als Erwerbst&auml;tige potenziell auch Eltern und Sorgende mit entsprechendem finanziellem und zeitlichem Bedarf sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/wsimit_2013_03_Editorial.pdf\">WSI Mitteilungen 3\/2013 [PDF &ndash; ]69.3 KB<\/a>\n<p>Siehe auch des Inhaltsverzeichnis des neuen Heftes der <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/wsi_42644.htm\">WSI Mitteilungen<\/a>.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Konzerne versus Staaten: Mit Schiedsgerichten gegen die Demokratie<\/strong><br>\nNach der Atomkatastrophe von Fukushima beschloss die deutsche Bundesregierung den Atomausstieg. Im gleichen Jahr f&uuml;hrten Uruguay und Australien drastische Warnhinweise vor den gesundheitlichen Folgen des Rauchens auf Zigarettenpackungen ein. Die kanadische Provinz Quebec schlie&szlig;lich forderte nach einem Bericht &uuml;ber die Umweltrisiken der unkonventionellen Gasf&ouml;rderung ein Moratorium f&uuml;r die als Fracking bekannte Tiefenbohrtechnik.<br>\nAll diese politischen Entscheidungen aus dem Jahr 2011 haben eines gemeinsam: Sie sind derzeit Gegenstand von Konzernklagen vor privaten, internationalen Schiedsgerichten. Der schwedische Energieriese Vattenfall verklagt Deutschland, der Marlboro-Hersteller Philip Morris Australien sowie Uruguay und ein &Ouml;l- und Gaskonzern namens Lone Pine den kanadischen Staat auf Schadensersatz.<br>\nRechtsgrundlage dieser Klagen sind internationale Investitionsabkommen. &Uuml;ber 3000 dieser Vertr&auml;ge sind derzeit in Kraft, bei einem Gro&szlig;teil handelt es sich um bilaterale Abkommen zwischen zwei Staaten (Bilateral Investment Treaties, BITs). Sie erm&ouml;glichen ausl&auml;ndischen Investoren, gegen Staaten zu klagen &ndash; und zwar gegen jede politische Entscheidung, die ihre Eigentumstitel und die geplanten Gewinne aus ihren Investitionen bedroht, sei es wegen Gesundheits- und Umweltschutzauflagen oder durch die Sozial- und Wirtschaftspolitik&hellip;<br>\nDie deutsche und europ&auml;ische Investitionspolitik ist &hellip; gerade dabei, das anti-demokratische Gesch&auml;ft der Politikbek&auml;mpfung durch Schiedsgerichte weiter auszuweiten. Insbesondere auf Dr&auml;ngen Deutschlands verabschiedeten EU-Kommission und Rat in den letzten zwei Jahren eine Reihe konzernfreundlicher Leitlinien und Mandate f&uuml;r zuk&uuml;nftige EU-Investitionsvertr&auml;ge &ndash; mit L&auml;ndern wie Kanada, Indien und den Staaten des arabischen Fr&uuml;hlings sowie demn&auml;chst auch mit China und den USA. Diese sollen allesamt eigene Konzernklagerechte in internationalen Schiedsverfahren beinhalten. Auch das Europ&auml;ische Parlament tr&auml;gt diesen Kurs leider weitgehend mit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2013\/april\/konzerne-versus-staaten-mit-schiedsgerichten-gegen-die-demokratie\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>IAQ: Jeder dritte ALG II-Empf&auml;nger stockt auf<\/strong><br>\nImmer mehr Hartz IV- Empf&auml;nger  stocken  ihr Erwerbseinkommen auf. Rund 1,3 Millionen Menschen &ndash; das ist fast jeder dritte ALG II-Bezieher &ndash; sind es, w&auml;hrend es vor f&uuml;nf Jahren noch 23 Prozent waren. Das zeigen Auswertungen der offiziellen Arbeitsmarktstatistik, die das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universit&auml;t Duisburg-Essen (UDE) jetzt im Informationsportal <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\">www.sozialpolitik-aktuell.de<\/a> ver&ouml;ffentlicht hat.<br>\nDie Gruppe der Aufstocker setzt sich sehr unterschiedlich zusammen: 44 Prozent sind sozialversicherungspflichtig besch&auml;ftigt, 36 Prozent &uuml;ben einen Minijob aus, und zehn Prozent arbeiten selbstst&auml;ndig. Mehr als die H&auml;lfte dieser sozialversichungspflichtig Besch&auml;ftigten arbeitet Vollzeit (57,7 Prozent). Dennoch verdienen sie so wenig, dass sie den Lebensunterhalt f&uuml;r sich und ihre Familie nicht aus eigener Kraft bestreiten k&ouml;nnen. Selbst Kindergeld, Kinderzuschl&auml;ge und Wohngeld verhindern nicht, dass sie auf Unterst&uuml;tzung angewiesen sind. Vor allem in den neuen Bundesl&auml;ndern ist dies h&auml;ufig der Fall &bdquo;Hier werden Niedrigl&ouml;hne, von denen man nicht leben kann, aus Steuermitteln subventioniert&ldquo;, kritisiert Prof. Dr. Gerhard B&auml;cker vom IAQ.<br>\n&Auml;hnliches stellt der Sozialwissenschaftler bei den  Selbstst&auml;ndigen fest. Sie z&auml;hlen immer &ouml;fter zu den Aufstockern, weil ihr Einkommen nicht ausreicht. &bdquo;Das Gesch&auml;ftsmodell einer nicht existenzsichernden Selbst&auml;ndigkeit wird hier staatlich gef&ouml;rdert!&ldquo;.<br>\nMinijobs bieten einen willkommenen, aber nicht &uuml;ppigen Zuverdienst f&uuml;r Arbeitslose und z.B. f&uuml;r Alleinerziehende mit kleinen Kindern, die wegen Pflege und Betreuung nur wenige Stunden arbeiten k&ouml;nnen. Von dem 400 Euro Zuverdienst (2012) f&uuml;r eine geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigung bleiben nach K&uuml;rzung noch 160 Euro &uuml;brig, um das Familieneinkommen  aufzubessern.<br>\nTrotz der positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt sind die Zahlen der Hartz IV-Empf&auml;nger in den letzten f&uuml;nf Jahren nur schwach gesunken, stellt Prof. B&auml;cker fest. So waren im Jahresschnitt 2012 immer noch mehr als 6,1 Millionen Menschen auf Arbeitslosengeld II und Sozialgeld angewiesen, weil das Einkommen zu gering war. 72,3 Prozent von ihnen gelten laut Statistik als erwerbsf&auml;hig, die &uuml;brigen 27,7 Prozent als &bdquo;nicht erwerbsf&auml;hig&ldquo; &ndash; im Wesentlichen sind das die Kinder unter 15 Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.iaq.uni-due.de\/aktuell\/presse\/2013\/130415.php\">Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ)<\/a>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120416_hwt_bild01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120416_hwt_bild01_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/tl_files\/sozialpolitik-aktuell\/_Politikfelder\/Sozialstaat\/Datensammlung\/PDF-Dateien\/abbIV81b.pdf\">Sozialpolitik aktuell [PDF &ndash; 131 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>1,025 Millionen Hartz IV-Sanktionen: Jede siebte in Berlin &ndash; Sanktionsoffensive<\/strong><br>\nDie Jobcenter in der Bundesrepublik Deutschland stellten 2012 insgesamt 1,025 Millionen Sanktionen neu fest, nahezu 300.000 mehr als 2009 bzw. nahezu 100.000 mehr als 2011. Jede siebte dieser 1,025 Millionen Sanktionen wurde von einem Berliner Jobcenter festgestellt. Zum Anstieg der Sanktionen seit 2009 (dem Amtsantritt der Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen) haben die Berliner Jobcenter rechnerisch nahezu jede vierte Sanktion beigetragen, zum Anstieg 2012 (Vorjahresvergleich) sogar nahezu jede zweite Sanktion.<br>\nDie (nicht von allen) gefeierte Berliner &ldquo;Joboffensive&rdquo; (Berlins &ldquo;Hartz IV-Exportschlager&rdquo;) wird durch eine Sanktionsoffensive begleitet. (&ldquo;Joboffensive plus&rdquo;)  Der &ldquo;Erfolg&rdquo; im L&auml;ndervergleich 2012: In Berlin wurden wesentlich mehr neu festgestellte Sanktionen registriert als sogenannte Integrationen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2013-04-15_sanktionen-sgb2-2007-2012.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) [PDF &ndash; 142 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&Uuml;ber 5200 &ldquo;Multi-Jobber&rdquo; im Neckar-Odenwald-Kreis<\/strong><br>\nImmer mehr Menschen im Neckar-Odenwald-Kreis brauchen einen Zweit-Job: Mehr als 5210 Berufst&auml;tige waren im vergangenen Jahr auf einen Mini-Job als zus&auml;tzliche Einnahmequelle angewiesen. Das geht aus einer Untersuchung hervor, die das Pestel-Institut in Hannover im Auftrag der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastst&auml;tten (NGG) gemacht hat.<br>\nDemnach ist die Zahl derjenigen, die neben ihrer Hauptbesch&auml;ftigung noch einen Mini-Job als Nebenjob haben, in den vergangenen Jahren im Neckar-Odenwald-Kreis drastisch gestiegen: &ldquo;Blickt man zehn Jahre zur&uuml;ck, so hat es eine Zunahme von mehr als 124 Prozent gegeben&rdquo;, sagt Studienleiter Matthias G&uuml;nther vom Pestel-Institut. Im vergangenen Jahr h&auml;tten sich rund acht Prozent der Besch&auml;ftigten im Neckar-Odenwald-Kreis mit einem 400-Euro-Job nebenher etwas dazuverdient.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rnz.de\/\/HP_Mosbach\/00_20130415060000_103619081_Aeber_5200_Multi_Jobber_im_Kreis_.php\">Rhein-Neckar-Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Tafel-Mythos<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>20 Jahre Tafel-Mythos<\/strong><br>\nVor 20 Jahren er&ouml;ffnete in Berlin die erste Tafel nach dem Vorbild der US-amerikanischen Foodbanks. Seither hat sich die Tafel-Bewegung, die Lebensmittel&uuml;bersch&uuml;sse an Bed&uuml;rftige verteilt, zu einem parallelen Versorgungssystem f&uuml;r Menschen entwickelt, die durch prek&auml;re Arbeitsverh&auml;ltnisse, Jobverlust, niedrige Grundsicherung oder Hartz IV in Armut geraten sind.<br>\nDoch diese Form des zivilgesellschaftlichen Engagements ist nicht unumstritten. Es habe weniger zur &Uuml;berwindung der Armut als vielmehr zu ihrer Verfestigung beigetragen, meinen Kritiker wie Stefan Selke. Er spricht von einer &ldquo;Almosen&ouml;konomie&rdquo;, in der Arme zu Objekten der privat organisierten F&uuml;rsorge wohlhabender B&uuml;rger in der &Uuml;berflussgesellschaft geworden sind. F&uuml;r den renommierten Soziologen sind Tafeln &ldquo;Verharmlosungsagenturen&rdquo;, die den Staat entlasten, den Markt der Barmherzigkeit und das Bed&uuml;rfnis nach Verdr&auml;ngung des Armutsproblems bedienen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/wissen-kultur\/ttt\/sendung\/wdr\/sendung-vom14-04-2013-tafeln-100.html\">daserste<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.G.:<\/strong> Dass die Tafeln in der Gesellschaft so positiv gesehen werden, ist h&ouml;chstens eines der Glanzst&uuml;cke gelungener PR-Arbeit, das w&auml;re das einzig Anerkennungsw&uuml;rdige. Besonders zynisch ist bei den Tafeln n&auml;mlich die Tatsache, dass dieses Konzept eine Strategiearbeit aus der Feder von McKinsey ist und Mckinsey hat &uuml;brigens auch  im Auftrag von SPD- Schr&ouml;der  an der AGENDA 2010 in der Hartz- Kommission mitgearbeitet. Und Hartz hat die Armut erst richtig herbeigef&uuml;hrt, die jetzt bei den Tafeln betteln m&uuml;ssen. Wie &ldquo;edel&rdquo; ist es doch, dass McKinsey sich auch noch um die verarmendenen Opfer seiner Strategiearbeit mit einem passendem Konzept engagiert hat und alle machen mit und finden es ganz prima&hellip;.Wer es  nicht fassen kann, oder nicht glauben kann, einfach mal googeln: Siehe etwa <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!39830\/\">taz<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.schweizertafel.ch\/jmuffin\/upload\/Bulletin%20Nr.%203,%202006.pdf\">Schweizer Tafeln [PDF &ndash; 1.6 MB]<\/a> oder <a href=\"http:\/\/kirchensite.de\/aktuelles\/kirche-heute\/kirche-heute-news\/datum\/2009\/10\/06\/wissenschaftler-kritisieren-massiv-das-tafel-prinzip\/\">kirchen site<\/a>.<\/em> <\/p>\n<p><strong>Siehe dazu auch:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><strong>Stefan Selke: Schamland &ndash; Die Armut mitten unteruns <\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ullsteinbuchverlage.de\/econ\/buch.php?id=42390&amp;page=buchaz&amp;auswahl=a&amp;pagenum=1\">Ullstein-Buchverlag<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Absolut treffende Kritik am neoliberalen Tafelkonzept der privaten Armutsverwaltung, das in keiner Weise nach den gesellschaftlichen und &ouml;konomischen Gr&uuml;nden der Armut fragt, sondern hilft, das durch die Agenda 2010 etablierte System von Hartz IV und prek&auml;rer Besch&auml;ftigung weiter zu verfestigen. Und das Sozialleistungen als willk&uuml;rliche Almosen statt als gesicherter Rechtsanspruch verkauft. Und nicht von ungef&auml;hr steht die ber&uuml;chtigte Berater- und Rationalisierungsfirma McKinsey dem Bundesverband der Tafeln seit vielen Jahren helfend zur Seite.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die W&uuml;rde des Menschen ist unauffindbar<\/strong><br>\nZur Reise eines &ouml;ffentlichen Soziologen durch das Land der Tafeln und Suppenk&uuml;chen&hellip;<br>\nF&uuml;r viele ist Hartz-IV die existentielle Entlassungsurkunde aus der Mehrheitsgesellschaft. Fr&uuml;her oder sp&auml;ter &uuml;berschreiten sie eine magische Grenze, hinter der sich die Tafeln als vermeintlich letzte L&ouml;sung aufdr&auml;ngen. Gerne werden deshalb Hartz-IV-Empf&auml;nger von Beh&ouml;rden auf die Tafeln verwiesen. Doch allein beim Gedanken an eine Tafel legen die meisten einen inneren Schalter um. Das eigene Leben rattert durch die imagin&auml;re Rechenmaschine des sozialen Vergleichs. Am Ende wird ein tristes Ergebnis ausgespuckt: versagt!<br>\nDie Tafeln m&ouml;gen ein logistisches Erfolgsmodell sein, weil sie es schaffen, Lebensmittel von A nach B zu transportieren und auszugeben. Aber trotz all dieser Bem&uuml;hungen wird konsequent &uuml;bersehen, dass Tafeln zu einem Symbol des sozialen Abstiegs geworden sind, das den gesellschaftlichen Misserfolg derjenigen schonungslos offenlegt, die bei Tafeln euphemistisch &ldquo;Kunden&rdquo; genannt werden. Und diese Menschen &uuml;berlegen sich dann, was eigentlich mit ihnen passiert ist. Immer wieder h&ouml;rte ich diese Klage: Wir stehen vor der Tafel, aber wir stehen auch vor dem Abgrund unseres eigenen Lebens.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/38\/38915\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Das billige Fleisch hat einen Preis<\/strong><br>\nDie deutsche Fleischindustrie ger&auml;t wegen der Besch&auml;ftigung tausender Arbeiter aus Osteuropa zu nach hiesigem Empfinden miserablen Bedingungen gleichwohl zunehmend in die Kritik &ndash; politisch, medial, seitens der Nachbarstaaten. Denn jenseits von Mindestlohnregelungen arbeiten hierzulande Rum&auml;nen, Ungarn oder Bulgaren als Akkordarbeiter und tragen so das enorme Produktions- und Exportwachstum der Branche mit. Sie lebten in engen Unterk&uuml;nften, etwa mit acht Mann in einem Vierbettzimmer &ndash; von denen dann vier tags&uuml;ber, vier in der Nachtschicht am Flie&szlig;band Putenteile zerlegen. Diese Lebens- und Arbeitsbedingungen kritisiert mittlerweile nicht nur die Gewerkschaft NGG, sondern auch die rot-gr&uuml;ne Regierung des gr&ouml;&szlig;ten Fleischerzeugerlandes Niedersachsens, wie auch Teile der CDU. Viele Aussagen der Arbeiter zeigen deutliche Missst&auml;nde. Die Arbeiter werden nicht von den Schlacht- oder Verarbeitungsunternehmen angestellt, sondern &uuml;ber Werkvertr&auml;ge von Subunternehmern. Gegen diese gibt es zahlreiche Vorw&uuml;rfe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/lebensmittel\/arbeitsbedingungen-auf-schlachthoefen-das-billige-fleisch-hat-einen-preis-12148647.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bundesregierung: Wohnungsprivatisierung in Deutschland <\/strong><br>\nIm ersten Halbjahr 2012 wurden insgesamt rund 120 000Wohneinheiten in gro&szlig;en Transaktionen (&uuml;ber 800 Wohnungen) gehandelt. R&auml;umlicher Schwerpunkt der Transaktionst&auml;tigkeit waren die Bundesl&auml;nder Berlin mit einem Anteil von 32 Prozent an allen verkauften Wohnungen und Baden-W&uuml;rttemberg mit einem Anteil von 18 Prozent. Weitere L&auml;nder mit Verk&auml;ufen gr&ouml;&szlig;erer Wohnungsbest&auml;nde waren Sachsen (10 Prozent), Nordrhein-Westfalen (9 Prozent), Niedersachsen (7 Prozent), Brandenburg (7 Prozent), Th&uuml;ringen (6 Prozent) und Sachsen-Anhalt (4 Prozent). In den &uuml;brigen Bundesl&auml;ndern lag der Anteil der verkauften Wohnungen an den Gesamtverk&auml;ufen jeweils unter 3 Prozent&hellip;<br>\nInternationale Finanzinvestoren kauften in der ersten Jahresh&auml;lfte 2012 rd. 45 000 Wohnungen, was einem Anteil von 37 Prozent an allen gehandelten Wohnungen entspricht.  Auf der Verk&auml;uferseite lag der Anteil der internationalen Investoren im ersten Halbjahr 2012 bei etwa 61 Prozent (rd. 73 000 verkaufte Wohnungen)&hellip;<br>\nIn den letzten Jahren wurden vermehrt bereits gehandelte Portfolios verkauft.<br>\nDie Bundesregierung geht davon aus, dass die Wiederverk&auml;ufe weiterhin einen hohen Anteil an den Transaktionen ausmachen werden. Anfang 2013 hat ein Goldman-Sachs-Fonds rund die H&auml;lfte der Aktien der LEG Immobilien an die B&ouml;rse gebracht. Die Deutsche Annington zieht nach Medienberichten einen B&ouml;rsengang f&uuml;r 2013 in Betracht&hellip;<br>\nMit Aufwertungen von Wohnungsbest&auml;nden werden von privaten Investoren i. d. R. Steigerungen der nachhaltig erzielbaren Einnahmen verfolgt. Modernisierungen werden daher grunds&auml;tzlich nur dann vorgenommen, wenn diese als rentabel eingesch&auml;tzt werden oder zur Sicherung der Vermietbarkeit f&uuml;r als notwendig erachtet werden. In Einzelf&auml;llen sind Konflikte mit Mietern bei Modernisierungen bekannt&hellip;<br>\nDie Ausgaben f&uuml;r Bestandsinvestitionen werden vielfach reduziert oder auf niedrigem Niveau gehalten. Kurzfristig f&uuml;hrt eine gewisse Reduzierung von Instandhaltungsinvestitionen nur zu geringen negativen Auswirkungen. Auf l&auml;ngere Sicht k&ouml;nnen sich diese allerdings zu Problemen entwickeln. In einzelnen Teilbest&auml;nden lassen sich Verschlechterungen der Qualit&auml;t beobachten, die auch zu h&ouml;heren Leerst&auml;nden gef&uuml;hrt haben.<br>\nDie Zusammenarbeit von Kommunen mit ausl&auml;ndischen Investoren, sofern diese keine ausreichende lokale Organisation vorhalten, gestaltet sich meist schwieriger als mit &ouml;rtlichen Wohnungsunternehmen&hellip;<br>\nIm Zeitraum 1999 bis Ende des 1. Halbjahres 2012 t&auml;tigten insgesamt rund 135 private Investoren K&auml;ufe von Wohnungsbest&auml;nden. Bei ca. 70 Akteuren handelt es sich dabei um internationale Finanzinvestoren. Dementsprechend liegt der Anteil der internationalen Finanzinvestoren an der Gesamtzahl der kaufenden Privatinvestoren bei etwa 52 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/17\/129\/1712950.pdf\">Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion &bdquo;Wohnungsprivatisierung in Deutschland&ldquo; [PDF &ndash; 135 KB]<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Interessant ist ferner, dass die mittlere &bdquo;Haltedauer von Wohnungsportfolios&ldquo; in den letzten zehn Jahren zwischen 27 und 58 Monaten (!) lag. Finanzinvestoren verfolgten nur eine zeitlich begrenzte Haltedauer.<\/em><br>\n<em>Es sei darauf hinzuweisen, dass es ab einer gewissen Gr&ouml;&szlig;enordnung bei Verk&auml;ufen von 100 Prozent der Anteile an einem Wohnungsunternehmen markt&uuml;bliche Praxis (und rechtlich zul&auml;ssig) ist, sogenannte RETT-Blocker Strukturen &hellip; einzusetzen, bei denen h&auml;ufig zwei (ggf. zu einem Konzern geh&ouml;rige Gesellschaften) 94,9 Prozent bzw. 5,1 Prozent der Anteile erwerben, um somit den Anfall von Grunderwerbsteuer zu vermeiden.<\/em><br>\n<em>Bemerkenswert ist, dass es nach dem europ&auml;ischen Beihilferecht untersagt ist, dass die &ouml;ffentlichen Verk&auml;ufer au&szlig;erhalb eines offenen Bieterverfahrens mit regionalen Wohnungsunternehmen oder Genossenschaften in gesonderte Verkaufsverhandlungen zu treten.<\/em><br>\n<em>Die Antwort der Bundesregierung macht deutlich, dass die Privatisierung von &ouml;ffentlichen Wohnungsbest&auml;nden dazu f&uuml;hrt, dass diese Wohnungen zum reinen Renditeobjekt von Finanzinvestoren werden, die im Regelfall gehandelt werden etwa wie Aktien.<\/em> <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Sture von der Leyen siegt &uuml;ber die Kanzlerin<\/strong><br>\nDie CDU will die Frauenquote bis zum Jahr 2020 ins Wahlprogramm aufnehmen. Sonst h&auml;tte Arbeits- und Sozialministerin Ursula von der Leyen am Donnerstag im Bundestag mit der Opposition gestimmt&hellip;<br>\nDie CDU &ndash; und die CSU gleich mit &ndash; schreiben zum ersten Mal die Forderung nach einer echten Frauenquote in ihr Wahlprogramm. Ab dem Jahr 2020 sollen die Aufsichtsr&auml;te der b&ouml;rsennotierten und mitbestimmten Unternehmen in Deutschland zu 30 Prozent mit Frauen besetzt werden.<br>\n&hellip; eigentlich hatte sich die Partei auf das Gegenkonzept &ldquo;Flexi-Quote&rdquo; festgelegt. Dies sieht vor, dass sich Unternehmen selbst Ziele f&uuml;r ihren Frauenanteil setzen k&ouml;nnen. Das soll nun, nach dem neuen &ldquo;Kompromiss&rdquo;, zwar weiter f&uuml;r Vorst&auml;nde gelten, f&uuml;r Aufsichtsr&auml;te aber nur noch &ldquo;&uuml;bergangsweise&rdquo;.<br>\nDieses Kuddelmuddel wird nicht zu halten sein&hellip;<br>\n&hellip; es ist die dritte schwere Niederlage f&uuml;r die 35-j&auml;hrige junge Mutter (Kristina Schr&ouml;der) in wenigen Wochen: Erst nominierte sie ihr Landesverband (Hessen) nicht auf seinem Spitzenplatz f&uuml;r die Bundestagswahl, dann blockierte die FDP ihr Projekt einer &ldquo;Gro&szlig;elternzeit&rdquo;, schlie&szlig;lich beginnt die CDU mit dem Ausstieg aus ihrer Flexi-Quote, bevor diese auch nur in die N&auml;he eines Gesetzes kommt. Schr&ouml;der lebt jetzt politisch nur noch von der Gnade ihrer Kanzlerin und Parteivorsitzenden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article115308977\/Sture-von-der-Leyen-siegt-ueber-die-Kanzlerin.html\">Welt.de<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Mit diesem &bdquo;mehrfach gebogene Kompromiss&ldquo; (FAZ) ist einem weiteren Wahlkampfthema der SPD die Spitze genommen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>NSU-Prozess verschoben &ndash; Erl&ouml;sung und Fiasko zugleich<\/strong><br>\nDiese Verschiebung ist Erl&ouml;sung und Fiasko zugleich. Sie ist erstens ein Fiasko, weil sie das wochenlange Versagen des Oberlandesgerichts offenkundig macht und zumal den Angeh&ouml;rigen der Opfer neue Beschwernisse auferlegt &ndash; die hatten ihren Aufenthalt in M&uuml;nchen l&auml;ngst organisiert. Und sie ist zweitens eine Erl&ouml;sung, weil hektische Ma&szlig;nahmen und hastige Korrekturen die Gefahr neuer Fehler heraufbeschworen h&auml;tten; das Scheitern w&auml;re perpetuiert worden. Das Gericht nimmt sich eine sinnvolle Auszeit. Das ist besser, als immer neue, nachgeschobene und verquere Sicherheitsverf&uuml;gungen zu erlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/nsu-prozess-verschoben-erloesung-und-fiasko-zugleich-1.1649424\">SZ<\/a> \n<p>Hier noch der <a href=\"http:\/\/www.bundesverfassungsgericht.de\/pressemitteilungen\/bvg13-024.html\">Beschluss des Bundesverfassungsgerichts<\/a>.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD) &ndash; Die deutschen Medien-Biederm&auml;nner und die Brandstifter<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Eine Alternative f&uuml;r Deutschland?<\/strong><br>\nDeutschland hat eine neue Partei: Alternative f&uuml;r Deutschland. Man muss kein Freund der Eurogegner sein, um zu der Einsch&auml;tzung zu kommen, dass diese der Europadebatte und der Demokratie gut tun k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/lob-der-eurokritik-eine-alternative-fuer-deutschland\/8069350.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Offizielle Gr&uuml;ndung der Anti-Euro-Partei: Deutschlands neue Protest-Truppe<\/strong><br>\nRaus aus dem Euro &ndash; mit dieser Botschaft will die &ldquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&rdquo; im Herbst in den Bundestag einziehen. Bei der offiziellen Gr&uuml;ndung in Berlin herrscht gro&szlig;e Euphorie. Die Anti-Euro-Bewegung ist sich sicher: Die anderen Parteien zittern schon.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/anti-euro-parteitag-der-alternative-fuer-deutschland-in-berlin-a-894290.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&ldquo; &ndash; Partei der Experten<\/strong><br>\nSo tritt die AfD daf&uuml;r ein, dass &bdquo;auch unkonventionelle Meinungen im &ouml;ffentlichen Diskurs&ldquo; diskutiert werden, wenn sie innerhalb der Grenzen des Grundgesetzes bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/alternative-fuer-deutschland-partei-der-experten-12147925.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>Und sogar Heribert Prantl reiht sich in die Riege der Verharmloser ein:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><strong>AfD lehrt CDU das F&uuml;rchten<\/strong><br>\nDas Originellste an der neuen Partei ist der Name. &ldquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&rdquo;: Das ist die Antwort darauf, dass Angela Merkel ihre Politik immer wieder als &ldquo;alternativlos&rdquo; bezeichnet hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/neue-partei-afd-lehrt-cdu-das-fuerchten-1.1648884\">SZ<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung J.K:<\/strong> Kein Wort &uuml;ber die &auml;u&szlig;erst zweifelhafte Gr&uuml;ndungsriege der AfD verloren. Kein Wort &uuml;ber die teils sozialdarwinistischen Ansichten ihrer wesentlichen Protagonisten. Offenbar macht sich kein Journalist mehr die M&uuml;he, im Gegensatz zu Jens Berger, einmal etwas genauer hin zuschauen. Sollte die Springer-Presse auf den Zug aufspringen k&ouml;nnte es lustig werden.<\/em><br>\n<em>Siehe: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10924\">Von der deutschen Tea Party zur Henkel-Partei (I) &ndash; Rechtspopulist Hans Olaf Henkel spielt mit den &Auml;ngsten der Bev&ouml;lkerung<\/a>&ldquo; oder &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10973\">Von der deutschen Tea Party zur Henkel-Partei (II) &ndash; Der rechte Ritt auf der Welle der Emp&ouml;rung<\/a>&ldquo; oder &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14670\">Wahlalternative 2013 &ndash; aus den Freien W&auml;hlern sollen freie (Markt-)Radikale werden<\/a>&ldquo; oder &bdquo;K&ouml;nnen Marktradikale und Nationalchauvinisten eine &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16524\">Alternative f&uuml;r Deutschland&ldquo; sein?<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p>Siehe dazu: <\/p>\n<p><strong>Axel Troost: Euro-Kritiker proklamieren eine b&uuml;rgerliche Alternative<\/strong><br>\nGenauso wie die Euro-Einf&uuml;hrung, bei der dramatische politische Fehler gemacht wurden, so ist auch der Ausstieg aus einer W&auml;hrung eben keine Lehrbuchoperation, sondern ein tiefer Eingriff in die gesellschaftliche Dynamik. Wenn man aus der falschen Konstruktion der W&auml;hrungsunion eines lernen kann, dann dies: Eine W&auml;hrung ist eine viel zu wichtige Sache, als dass man sie mal kurzerhand im kurzlebigen Medienspektakel einer Bundestagswahl wechselt.<br>\nDenn die eigentlichen Ursachen der Finanz- und Eurokrise wie soziale Unterschiede, politisch verantwortungslose Finanzmarkt- und Bankenderegulierung sowie unzureichende Rahmenbedingungen f&uuml;r gesellschaftliche Wertsch&ouml;pfungsprozesse werden von der Protestpartei kaum oder &uuml;berhaupt nicht angesprochen.<br>\nViele B&uuml;rgerInnen d&uuml;rften der Kritik der europ&auml;ischen Politik einiges abgewinnen k&ouml;nnen; aber nur gegen das Europa und den Euro von heute zu sein, ist noch lange kein Konzept f&uuml;r ein besseres Europa von morgen. Die Existenz der AfD erkl&auml;rt sich wohl am Besten aus dem verbreiteten Unbehagen innerhalb der wirtschaftlichen und politischen Eliten mit dem europ&auml;ischen Einigungsprozess.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/130416_troost_euro-kritiker_proklamieren_eine_buergerliche_alternative.pdf\">Axel Troost [PDF &ndash; 16 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die BigBrotherAwards 2013<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Arbeitswelt: Apple Retail Germany GmbH<\/strong><br>\nDer BigBrotherAward 2013 in der Kategorie Arbeitswelt geht an die Apple Retail Germany GmbH in M&uuml;nchen f&uuml;r die umfassende Video&uuml;berwachung von Besch&auml;ftigten. Siehe Begr&uuml;ndung und Laudatio von Peter Wedde<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bigbrotherawards.de\/2013\/.lab\/\">Big Brother Awards.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Globales Datensammeln: Google Inc.<\/strong><br>\nIn der Kategorie &bdquo;Globales Datensammeln&ldquo; geht der BigBrotherAward an Google Inc., Mountain View, USA. Unter dem Deckmantel einer Suchmaschine und anderen Gratis-Diensten wie Maps, Docs und YouTube sammelt der Werbekonzern Google auf Schritt und Tritt Echtzeit-Daten &uuml;ber alles und jeden und kategorisiert Menschen f&uuml;r seinen Werbeprofit. Siehe Begr&uuml;ndung und Laudatio von Rena Tangens &amp; padeluun<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bigbrotherawards.de\/2013\/.hoard\">Big Brother Awards.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Wirtschaft: Deutsche Post Adress GmbH und Co KG<\/strong><br>\nDer BigBrotherAward 2013 in der Kategorie Wirtschaft geht an die Deutsche Post Adress GmbH und Co KG. In tausenden Postfilialen und im Internet geben j&auml;hrlich Millionen Menschen in Deutschland Ihre Adress- und Umzugsdaten an. Diese bilden den Grundstock f&uuml;r die st&auml;ndige Aktualit&auml;t des Adressdatenbestands der Deutschen Post Adress GmbH. Und die verkauft ihre landesweite Ortskenntnis an zahlende Kunden weiter.<br>\nSiehe Begr&uuml;ndung und Laudatio von S&ouml;nke Hilbrans<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bigbrotherawards.de\/2013\/.biz\">Big Brother Awards.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Beh&ouml;rden &amp; Verwaltung: Bundespolizei (Publikumspreis)<\/strong><br>\nDer BigBrotherAward 2013 in der Kategorie Beh&ouml;rden &amp; Verwaltung geht an die Bundespolizei, vertreten durch ihren Pr&auml;sidenten Dieter Romann, f&uuml;r Polizeikontrollen, bei denen Personen aufgrund ihres &auml;u&szlig;eren Erscheinungsbildes (Hautfarbe oder andere biologische Merkmale, ethnische Zugeh&ouml;rigkeit, nationale Herkunft, Religion, Sprache) gezielt aus einer Menschenmenge herausgegriffen werden, um ihre Personalien festzustellen und sie zu &uuml;berpr&uuml;fen. Diese verbreitete Praxis rassistischer Rasterungen nennt man &bdquo;Racial&ldquo; oder &bdquo;Ethnic Profiling&ldquo;; auf verd&auml;chtiges Verhalten oder objektive Indizien als Verdachtsmomente kommt es bei dieser Kontrollpraxis nicht an. Siehe Begr&uuml;ndung und Laudatio von Rolf G&ouml;ssner<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bigbrotherawards.de\/2013\/.gov\">Big Brother Awards.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Politik: Ministerpr&auml;sidenten der deutschen Bundesl&auml;nder<\/strong><br>\nDer BigBrotherAward in der Kategorie Politik geht an die Ministerpr&auml;sidenten der 16 deutschen Bundesl&auml;nder f&uuml;r die Einrichtung des Gemeinsamen Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio als Nachfolger der GEZ. Seit Anfang Januar sind Rundfunkbeitr&auml;ge nicht mehr f&uuml;r Ger&auml;te, sondern pro Wohnung zu entrichten. Dabei haben die Autoren des Rundfunkbeitragsstaatsvertrages die Chance verpasst, eindeutige, personenunabh&auml;ngige Regelungen zu entwickeln. In der mehrj&auml;hrigen &Uuml;bergangsphase verarbeitet der neue Beitragsservice sogar viel mehr Daten als zuvor die GEZ. Die rechtliche Grundlage der Datenverarbeitung ist f&uuml;r Juristen zumindest zweifelhaft. Siehe Begr&uuml;ndung und Laudatio von Frank Rosengart<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bigbrotherawards.de\/2013\/.pol\">Big Brother Awards.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Tadelnde Erw&auml;hnungen: Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistungsaufsicht, Bundesregierung &ndash; Telekommunikationsbestandsdatenauskunft, Landkreis Peine, EU-&Uuml;berwachungssystem EUROSUR, Die Firma Regis24 und andere sogenannte Adressmittler, Deutscher Musikrat GmbH, Palm WebOS, Polizei Frankfurt (Oder), Mordkommission sowie Tadel &amp; R&uuml;ckblick: Facebook &ndash; siehe die Begr&uuml;ndungen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bigbrotherawards.de\/2013\/.reprimands\">Big Brother Awards.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Journalismus: Endstation Frankfurt?<\/strong><br>\nDie London-Korrespondentin der &ldquo;Frankfurter Allgemeinen Zeitung&rdquo; will vor Gericht kl&auml;ren lassen, ob sie wegen ihrer Haltung versetzt wird.<br>\nSelten werden Grundsatzstreits in Redaktionen publik &ndash; so wie jetzt bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vor dem Arbeitsgericht Frankfurt.<br>\nVerhandelt wird dort &uuml;ber den Fall von Bettina Schulz, die f&uuml;r die FAZ aus London berichtet. Nun, nach 20 Jahren, soll sie zur&uuml;ck nach Frankfurt. Weil sie daf&uuml;r bestraft werden solle, dass sie die Berichterstattung &uuml;ber die Finanzkrise intern kritisiert habe, sagt sie.<br>\nWeil die FAZ sparen m&uuml;sse und es das gute Recht von Redaktionen sei, Korrespondenten zur&uuml;ckzubeordern, sagt ihr Arbeitgeber.<br>\nBettina Schulz will, dass ein Gericht dar&uuml;ber urteilt, wer Recht hat.<br>\nSie hat ihren Arbeitgeber verklagt. S&auml;mtliche Herausgeber der FAZ sollten als Zeugen vor Gericht erscheinen, so hatte es die Kammer beschlossen. Kommen m&uuml;ssen sie vorerst zwar nicht, aber vom Tisch ist das Thema damit nicht, wenn der Prozess am Dienstag weitergeht.<br>\nWorum geht es? Der f&uuml;r Wirtschaft zust&auml;ndige Herausgeber Holger Steltzner warnt in seinen Kommentaren zum Euro vor zu viel gemeinsamer Haftung und zu eiliger Rettung. Die Europ&auml;ische Zentralbank riskiert in seinen Augen durch ihre freiherzige Politik eine Geldschwemme und betreibt &uuml;ber Anleihek&auml;ufe eine Staatsfinanzierung, die ihr eigentlich verboten ist. Manche Redakteure sehen die Rettungspolitik positiver.<br>\nAuch Bettina Schulz teilt die Meinung ihres Chefs nicht. Wenn sie Kommentare mit abweichender Meinung vorgeschlagen habe, sei sie regelm&auml;&szlig;ig &raquo;abgeblitzt&laquo;, sagte sie bei der ersten Verhandlung Mitte Februar.<br>\nDamit habe sie sich abgefunden. Doch zuletzt sei auch die nachrichtliche Berichterstattung zunehmend auf die Meinung des Herausgebers eingeschr&auml;nkt worden, behauptete sie weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2013\/15\/faz-korrespondentin-versetzung\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Spanien: Alle 15 Minuten wird derzeit in Spanien eine Wohnung ger&auml;umt<\/strong><br>\nDas s&uuml;dspanische Andalusien macht ernst, um nicht immer mehr Familien obdachlos werden zu lassen, weil sie ihre Hypotheken wegen extremer Arbeitslosigkeit nicht bezahlen k&ouml;nnen. Seit Ausbruch der Krise 2007 kam es allein in dieser Region zu knapp 90.000 R&auml;umungen und in ganz Spanien etwa 400.000. Allein 2012 wurden mehr als 100.000 Verfahren eingeleitet und 50.000 vollstreckt. K&uuml;rzlich hat der Kontrollrat f&uuml;r Justizgewalt (CGPJ) einen neuen Rekord ermittelt. Alle 15 Minuten wird derzeit in Spanien eine Wohnung ger&auml;umt.<br>\n&ldquo;Bis hier und nicht weiter!&rdquo;, sagte deshalb die andalusische Wohnungsbauministerin Elena Cort&eacute;s zur Tatsache, dass es bisher t&auml;glich allein in Andalusien zu knapp 50 R&auml;umungen kam. Das entsprechende Dekret, das auch &ldquo;tempor&auml;re Enteignungen&rdquo; zul&auml;sst, wurde im Eilverfahren am Mittwoch beschlossen und schon am Donnerstag im Gesetzesblatt ver&ouml;ffentlicht.<br>\nDie Regionalregierung aus Sozialisten (PSOE) und der Vereinten Linken (IU),der Cort&eacute;s angeh&ouml;rt, will nicht l&auml;nger zusehen, dass immer mehr Wohnungen leer stehen, w&auml;hrend immer mehr Familien auf Antrag von Banken oder Sparkassen aus ihren Wohnungen geworfen werden, die oft sogar mit Steuermilliarden gerettet wurden. (Spanien stellt Nothilfe-Antrag). Da die Arbeitslosigkeit in Andalusien extrem hoch ist, sind dort auch besonders viele Menschen von R&auml;umungen betroffen. Im Durchschnitt sind fast 34 Prozent der Bev&ouml;lkerung arbeitslos und in einigen Provinzen wie Jaen oder Granada schon fast 40 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/38\/38921\/1.html\">heise.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Pr&auml;sidentschaftswahl in Venezuela: Maduro gewinnt knapp &ndash; Opposition erkennt Ergebnis nicht an<\/strong><br>\nInterimspr&auml;sident Nicol&aacute;s Maduro hat die Pr&auml;sidentschaftswahl in Venezuela gewonnen, der Vorsprung war jedoch deutlich knapper als vorher prognostiziert. Nach Angaben der Wahlbeh&ouml;rde erhielt Venezuelas Interimspr&auml;sident Nicol&aacute;s Maduro am Sonntag 50,66 Prozent der Stimmen, der Oppositionskandidat Henrique Capriles 49,07 Prozent. Maduro, der vom verstorbenen Pr&auml;sidenten Hugo Ch&aacute;vez zum Wunschnachfolger erkl&auml;rt worden war, siegte damit deutlich knapper als erwartet. Den Angaben zufolge lag die Wahlbeteiligung bei 78,71 Prozent. Auf Maduro entfielen 7.505.338 Stimmen, auf Capriles 7.270.403 Stimmen. Maduros Sieg fiel deutlich knapper aus als vorhergesagt. In Umfragen vor der Wahl hatte er einen Vorsprung von 10 bis 20 Prozent gehabt. Ch&aacute;vez hatte Maduro vor seinem Tod am 5. M&auml;rz zum Wunschnachfolger erkoren. Der unterlegene Oppositionskandidat Henrique Capriles wollte das Ergebnis nicht anerkennen. &bdquo;Der heutige Verlierer sind Sie&ldquo;, sagte Capriles an die Adresse des offiziellen Wahlsiegers Nicol&aacute;s Maduro gerichtet. &bdquo;Wir werden das Resultat so lange nicht anerkennen, wie nicht jede Stimme gez&auml;hlt wurde&ldquo;, sagte er auf einer Pressekonferenz. Capriles hatte vor der Bekanntgabe des Wahlausgangs vor Manipulationen gewarnt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/praesidentschaftswahl-in-venezuela-maduro-gewinnt-knapp-opposition-erkennt-ergebnis-nicht-an\/8065870.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wer vermag schon von Europa aus zu beurteilen, was an diesen Wahlen irregul&auml;r gewesen sein k&ouml;nnte. Echter Wahlbetrug sieht eigentlich anders aus. Da h&auml;tte man schon daf&uuml;r gesorgt, dass der Wahlausgang deutlicher ausgefallen w&auml;re. Allerdings wirft der &auml;u&szlig;erst knappe Sieg Maduros durchaus einige Fragen auf.&nbsp; Wie der Tagesspiegel einr&auml;umt, ist die Armutsquote&nbsp; in Venezuela&nbsp; w&auml;hrend der 14-j&auml;hrigen Regierungszeit&nbsp; Ch&aacute;vez von 50 auf 29 Prozent gedr&uuml;ckt werden. Warum aber der unglaubliche Anstieg der Gewaltkriminalit&auml;t? Das Argument von Hugo Ch&aacute;vez, auf diese Frage angesprochen, dass halt immer noch eine gro&szlig;e Armut im Lande herrsche, &uuml;berzeugt angesichts der gesunkenen Armutsquote nicht.&nbsp; Einer venezolanischen Quelle ist zu entnehmen, dass die Mordrate in Venezuela seit 1999 von 19 Morden pro 100.000 Einwohner zu &uuml;ber <a href=\"http:\/\/infovenezuela.org\/encuesta-INE-inseguridad.pdf\">60 Morden pro 100.000 Einwohner in 2009 gestiegen ist [PDF &ndash; 4.4 MB]<\/a>.<\/em><br>\n<em>J&uuml;rgen Vogt schreibt in der taz, dass die h&ouml;chste Mordquote in Lateinamerika nicht mit Armut zu erkl&auml;ren sei, sondern mit der Straflosigkeit.&nbsp; Er zitiert den Leiter des Observatorio Venezolano de Violencia , der darauf hinweist, dass in 84 Prozent der F&auml;lle das Mordopfer arm sei und &ldquo;2010 wurde bei 91 von 100 Mordf&auml;llen niemand verhaftet.&rdquo; Es h&auml;tte sich eine Mafia aus Polizei, Anw&auml;lten und Richtern gebildet, die weniger an der Verfolgung der <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2013%2F04%2F12%2Fa0158&amp;cHash=06e4043bd066ab041619355a4c3aa06b\">T&auml;ter als am Gesch&auml;ft mit ihnen interessiert sei<\/a><\/em>.<br>\n<em>Da unter dieser Gewaltkriminalit&auml;t vor allem die sozial am st&auml;rksten benachteiligten Schichten zu leiden haben, d&uuml;rfte es naheliegend sein, dass selbst die Stammw&auml;hlerschaft von Ch&agrave;vez die Herrschaft der Straflosigkeit und Korruption&nbsp; leid ist und dies, nachdem der Commandante tot ist, auch zeigt. Nat&uuml;rlich bleibt da die urspr&uuml;ngliche Botschaft von Ch&aacute;vez, den Reichtum des Landes der ganzen Bev&ouml;lkerung zu kommen zu lassen. Eine Botschaft, die sich gleich nach Regierungsantritt in der Einf&uuml;hrung von kostenloser medizinischer Grundversorgung, der Rente ab 65, eines verbesserten K&uuml;ndigungsschutz, der Begrenzung der Wochenarbeitszeit auf 42 Stunden usw. niederschlug. Wie nachhaltig diese&nbsp; Umverteilung des Reichtums des Landes wirkte, zeigt darin, dass Henrique Capriles sowohl im Wahlkampf 2012 wie auch 2013 ausdr&uuml;cklich betonte, dass er die sozialen Projekte als dauerhalten Bestandteil Venezuelas verstehe. &ndash; Nur darf man nie vergessen, dass die Finanzierung der Sozialprogramme durch das Erd&ouml;l gesichert wurde. Erd&ouml;l bzw. sein Preis bestimmt bis heute das Schicksal Venezuelas.&nbsp; Auch der Sozialdemokrat Carlos Andr&eacute;s P&eacute;rez versuchte in seiner ersten Amtszeit von (1974&ndash;1979) mit dem gestiegenen Erd&ouml;lpreis mit sozialen Projekten das Land zu stabilisieren. Mit dem Verfall des &Ouml;lpreises&nbsp; brachen diese Eink&uuml;nfte weg und derselbe P&eacute;rez lie&szlig; auf dem H&ouml;hepunkt der Krise 1989 den landesweiten Aufruhr und die Hungerrevolten vor allem in den Armenvierteln von Caracas zusammenschie&szlig;en. In die darauffolgende Phase des Scheiterns der etablierten Parteien und der zunehmenden Machtverschiebung hin zum Milit&auml;r machte Ch&aacute;vez mit seinem Putsch auf sich aufmerksam. An die Regierung kam er zum Tiefpunkt des &Ouml;lpreises (bei ca. 20 Dollar pro Barrel). H&auml;tte sich Ch&aacute;vez bei diesem Erd&ouml;lpreis halten k&ouml;nnen? Ch&aacute;vez hatte mit seiner politischen Botschaft das Gl&uuml;ck, dass er seine Sozialprogrammen &uuml;ber den Anstieg des Erd&ouml;lpreises bis auf mehr als 100 Dollar pro Barrel heute finanzieren konnte.&nbsp; Das Ungl&uuml;ck bestand und besteht darin, dass Ch&aacute;vez von &Ouml;konomie wenig verstand bzw. auch in seiner Umgebung kaum &ouml;konomische Kompetenz zu finden war. So verst&auml;ndlich es ist, dass Ch&aacute;vez nach seinem Regierungsantritt die Erwartungen der Bev&ouml;lkerung, n&auml;mlich die konkrete Verbesserung der desolaten Lebenssituation der Leute verwirklichen wollte, so kurzsichtig war es, es bei schlichten Umverteilung der Erd&ouml;lprofite zu belassen: Fast ein Viertel der 23 Millionen Venezolaner erh&auml;lt staatliche Unterst&uuml;tzung oder ist beim Staat angestellt. Die importierten Nahrungsmittel werden weit unter dem Einkaufspreis verkauft. Ein Liter Benzin kostet 0,02 Euro. Aber in die langfristige Entwicklung des Entwicklungslandes wurde kaum investiert. Die Infrastruktur ist marode, selbst die F&ouml;rdertechnologie ist so marode, dass die &Ouml;lproduktion von 2,8 Millionen Barrel pro Tag (1999) auf 2,3 Millionen Barrel schrumpfte. Benzin muss eingef&uuml;hrt werden, da Wartung und Reinvestition in die Raffinerien vernachl&auml;ssigt wurden. Die ganze Warenproduktion ist zur&uuml;ckgegangen. Kurzum, trotz seines &Ouml;lreichtums ist Venezuela in der Entwicklung zu einer modernen Industrienation weit unter seinen M&ouml;glichkeiten geblieben. Schauen wir auf die Exportstruktur Venezuelas, so hat es au&szlig;er seiner endlichen Ressource Erd&ouml;l wenig zu bieten. Laut UN- Comtrade (2010) exportiert Venezuela zu 93,4 Prozent) Erd&ouml;l und Erd&ouml;lprodukte und lediglich&nbsp; 2, 9 Prozent&nbsp; Fertigwaren (manufactured goods). Womit will Venezuela dereinst Maschinen und Fahrzeuge (38,4 Prozent), Chemikalien und verwandten Erzeugnisse (20,3 Prozent und Lebensmittel (13,7 Prozent) bezahlen? Auf den Nachfolger von Ch&aacute;vez kommen gewaltige Aufgaben zu: Die Sicherung seiner Position innerhalb seiner eigenen Partei; die Einbindung der 49 Prozent, die ihn nicht gew&auml;hlt haben; die Eind&auml;mmung der Gewaltkriminalit&auml;t und neben der Neuverhandlung von Krediten und der Bek&auml;mpfung der Inflation der Aufbau einer wettbewerbsf&auml;higen Volkswirtschaft jenseits des Erd&ouml;lsektors. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Rezension: &bdquo;Die Hungermacher&ldquo; Ein foodwatch &ndash; Buch von Harald Schumann kl&auml;rt die brutalen Hintergr&uuml;nde  der Spekulation mit Nahrungsmitteln auf<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/130416_schumann.pdf\">Marianne B&auml;umler [PDF &ndash; 73.3 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Kongress &bdquo;Umverteilen. Macht. Gerechtigkeit.&ldquo; 24. &ndash; 26. Mai 2013, Berlin<\/strong><br>\nGigantischer privater Reichtum und wenige Superreiche auf der einen, dramatisch zunehmende Armut und leere &ouml;ffentliche Kassen auf der anderen Seite &ndash;  diese Wirklichkeit gef&auml;hrdet unsere Gesellschaft und ist die Lunte am Pulverfass der Eurokrise. &Uuml;ber diese Entwicklungen m&uuml;ssen wir sprechen.<br>\nIm Angesicht der Krise regiert der Rotstift: &Ouml;ffentliche Ausgaben, Investitionen in Bildung, Gesundheit, Infrastruktur oder Umwelt, aber auch demokratische Entscheidungswege werden gestrichen. L&ouml;hne und Renten werden gek&uuml;rzt, und die Arbeitsbedingungen f&uuml;r diejenigen, die &uuml;berhaupt noch in Arbeit sind, verschlechtern sich dramatisch.<br>\nIn allen Eurol&auml;ndern gilt der Kampf einer angeblich laxen Haushaltspolitik. Finanzm&auml;rkte als Krisenausl&ouml;ser verschwinden im Hintergrund. Hochriskante Finanzmarktspekulationen bleiben unreguliert. Doch damit wird die Krise nicht &uuml;berwunden, die weltweite Armut w&auml;chst weiter und der Demokratieabbau versch&auml;rft sich.<br>\nDen Prozess der Umverteilung &bdquo;von unten nach oben&ldquo; gilt es umzukehren; ein radikaler Kurswechsel ist notwendig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.umverteilen-macht-gerechtigkeit.eu\/\">Umverteilen. Macht. Gerechtigkeit.<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-16886","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16886","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=16886"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16886\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16897,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16886\/revisions\/16897"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=16886"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=16886"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=16886"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}