{"id":16898,"date":"2013-04-17T09:07:55","date_gmt":"2013-04-17T07:07:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16898"},"modified":"2013-04-17T09:07:55","modified_gmt":"2013-04-17T07:07:55","slug":"hinweise-des-tages-1860","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16898","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16898#h01\">Lucas Zeise: Arme Deutsche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16898#h02\">Weltwirtschaft und Finanzm&auml;rkte: M&auml;rkte reagieren rasch auf japanische Lockerung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16898#h03\">George Soros:  Wie man die Europ&auml;ische Union vor der Eurokrise retten kann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16898#h04\">Draghi liest die Leviten &ndash; anhand irref&uuml;hrender Daten!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16898#h05\">Franz&ouml;sischer Minister &ndash; Deutschland muss L&ouml;hne anheben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16898#h06\">Kein Wettbewerb zwischen Staaten!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16898#h07\">Sven Giegold:  Im Steuersumpf Europas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16898#h08\">Kontroverse um &ouml;ffentlich gef&ouml;rderte Besch&auml;ftigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16898#h09\">Portionierte Armut, Blackbox Reichtum. Die Angst der Journalismus vor der sozialen Kluft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16898#h10\">Ein bisschen mehr Niedriglohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16898#h11\">K&uuml;nstlersozialkasse &ndash; Aus Mangel an Kontrolle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16898#h12\">Monopoly-Spiele mit der Gesundheit der Bev&ouml;lkerung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16898#h13\">Vorsicht Pflege-Bahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16898#h14\">Arbeitsrecht 1, 2, 3 &ndash; vom Elend der Rechtsschulungen f&uuml;r Betriebsr&auml;te<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16898#h15\">Wasserversorgung wird ausgeschrieben &ndash; Regierung h&auml;lt privat f&uuml;r billiger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16898#h16\">Steuereinnahmen: Deutschland kann mit enormen Haushalts&uuml;bersch&uuml;ssen rechnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16898#h17\">Staatsversagen. Wie Engagierte gegen Rechtsextremismus im Stich gelassen werden. Ein Report aus Westdeutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16898#h18\">Einheimische Helfer der Bundeswehr: In Afghanistan bedroht &ndash; in Deutschland unerw&uuml;nscht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16898#h19\">Die Partei der reinen Leere<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16898#h20\">Auf dem Weg zur Kanzlerin-D&auml;mmerung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16898#h21\">Alternative f&uuml;r Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16898#h22\">Das Allerletzte: &bdquo;Alles Gute&ldquo; w&uuml;nschte Plasberg der Verteidigerin von Beate Zsch&auml;pe<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16898&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Lucas Zeise: Arme Deutsche<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) hat eine Stichprobe der Verm&ouml;gensverh&auml;ltnisse der Privathaushalte in den Euro-L&auml;ndern durchgef&uuml;hrt und am vergangenen Dienstag ver&ouml;ffentlicht. Das Ergebnis war &uuml;berraschend. Das Verm&ouml;gen des mittleren deutschen Haushalts war mit 51000 Euro unter allen Eurol&auml;ndern das niedrigste und erheblich geringer als das des spanischen (183000), zypriotischen (267000) oder Luxemburger (398000). (Der Mittelwert oder Median ist nicht der Durchschnitt, sondern der Wert, der sich genau in der Mitte der ermittelten Verm&ouml;gen befindet.)  Was lernen wir daraus? Einer, der es uns sagt, ist Holger Stelzner. Er ist unter den f&uuml;nf Herausgebern der FAZ derjenige, der den Wirtschaftsteil verantwortet. Er vertritt in der Euro-Krise mit Vehemenz die Position, den S&uuml;dl&auml;ndern keine Hilfskredite zu geben und ihre Staatsanleihen nicht zu st&uuml;tzen. Die Deutschen, welche die &Auml;rmsten sind, haften &raquo;in unvorstellbarem Ausma&szlig; f&uuml;r Staatsschulden S&uuml;deuropas, in denen die Privathaushalte viel reicher sind&laquo;, emp&ouml;rte sich der FAZ-Mann. Ganz anders als sonst, wenn er den Armen r&auml;t, den G&uuml;rtel enger zu schnallen, damit sie dadurch reicher werden, setzt er sich in diesem Fall f&uuml;r die &Auml;rmeren und gegen die Reichen ein. Wenn es ums Nationale geht, kann eben sogar der Erz- und Neoliberale Anwandlungen von Gerechtigkeitsgef&uuml;hlen &auml;u&szlig;ern &ndash; vielleicht sogar empfinden, wer wei&szlig;? [&hellip;]<br>\nDass die Zahlen f&uuml;r Luxemburg und Zypern besonders hoch sind, hat damit zu tun, dass eine ganze Reihe Ausl&auml;nder sich und ihr Verm&ouml;gen dort angesiedelt haben. Was uns den Medien zufolge so beklagenswert arm macht, ist die Neigung der reichen deutschen Familienclans (einschlie&szlig;lich des sagenhaften Mittelstandes), die Gewinne aus ihren erfolgreichen Unternehmen auf h&uuml;bsche Inseln wie die Bermudas oder Cayman Islands, und damit ganz aus dem Euro-Land heraus, zu transferieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/04-13\/030.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Leider geht Lucas Zeise nicht auf die zentrale These im Titel ein, die Deutschen seien arm. Die Befragung der EZB gibt das mitnichten her. Jens Berger hat nicht nur beispielhaft aufgezeigt, dass die Daten aus L&auml;ndern mit einem sehr hohen Hausbesitzeranteil &hellip;  nicht mit den deutschen Daten vergleichbar&rdquo; sind. Ebenso macht die Nichteinbeziehung von Rentenanspr&uuml;chen die Ergebnisse  einzelner L&auml;nder nicht vergleichbar. Auch w&uuml;rden beim Abstellen auf die Verm&ouml;gen der Haushalte die unterschiedlichen Haushaltsgr&ouml;&szlig;en vernachl&auml;ssigt. &ldquo;Deutschland weist einen doppelt so hohen Anteil an Singlehaushalten im Vergleich zu den s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;ndern auf &hellip; Die hohe Jugendarbeitslosigkeit in S&uuml;deuropa f&uuml;hrt so paradoxerweise dazu, dass die Haushalte dieser L&auml;nder auf dem Papier &lsquo;verm&ouml;gender&rsquo; werden. Schlie&szlig;lich k&ouml;nnen sich die arbeitslosen jungen Menschen schlicht keinen eigenen Haushalt leisten und sind gezwungen, weiterhin im Elternhaushalt zu leben.&rdquo; Ebenso f&auml;llt die ganz unterschiedliche Ausstattung mit <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16819\">&ldquo;&Ouml;ffentlichen G&uuml;tern&rdquo; unter den Tisch.<\/a><\/em><br>\n<em>Roger Strassburg hat mich darauf hingewiesen, dass Paul De Grauwe durchgerechnet hat, wie die Situation aussieht, wenn nicht Haushalte als Indikator herangesogenen werden. Grauwe benutzt als Ma&szlig; des Reichtums den Kapitalstock pro Kopf und siehe da, der Reichtum pro Kopf ist in den nordeurop&auml;ischen L&auml;ndern mehr als doppelt so hoch als in s&uuml;dlichen L&auml;ndern wie Griechenland und Portugal. Nimmt man nicht nur den inl&auml;ndischen Kapitalstock, sondern zieht diesen plus die Netto-Auslandsverm&ouml;gensposition gegen&uuml;ber dem Rest der Welt hinzu, so belegen Holland und Deutschland die Spitzenposition beim Pro-Kopf-Verm&ouml;gen in der Eurozone. Es dr&auml;ngt sich die Ahnung auf, dass sich im Gegensatz zu FAZ, WSJ, FT u.a. die Forderungen nach Transfers &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.voxeu.org\/article\/are-germans-really-poorer-spaniards-italians-and-greeks\">on the richer part of the German households and the corporate sector<\/a>&rdquo; richten sollten.<\/em><br>\n<em>Nat&uuml;rlich liegt Zeise neben dem Missbrauch der EZB-Erhebung durch bestimmte Medien ein anderes Anliegen am Herzen. Und auch hierauf geht Grauwe ein, denn der Vergleich des Medians und des Mittelwerts der Verm&ouml;gen verr&auml;t etwas &uuml;ber die Verteilung des Reichtums in den einzelnen L&auml;ndern. Der gr&ouml;&szlig;te Unterschied zwischen Mittelwert und dem Median f&auml;llt in Deutschland an. In Deutschland ist das mittlere Verm&ouml;gen der privaten Haushalte fast viermal gr&ouml;&szlig;er als der Median, w&auml;hrend in den meisten  L&auml;ndern dieses Verh&auml;ltnis zwischen 1,5 und 2 liegt. Das Verm&ouml;gen der privaten Haushalte ist in Deutschland an der Spitze der Verteilung konzentriert. Best&auml;tigt wird dieses Ergebnis, wenn man das Verm&ouml;gen der untersten 20 Prozent mit dem der obersten 20 Prozent vergleicht. In Deutschland besitzen die 20 Prozent Haushalte an der Spitze 149 Mal mehr Verm&ouml;gen als die unteren 20 Prozent. Auch in der ungleichen Verteilung des Reichtums stellt Deutschland die Top-Position in der Eurozone.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Die Formulierung, die hohen Werte Zyperns und Luxemburgs h&auml;tten, &bdquo;damit zu tun, dass eine ganze Reihe Ausl&auml;nder sich und ihr Verm&ouml;gen dort angesiedelt haben&ldquo;, ist unsauber formuliert. Bei diesen beiden L&auml;ndern sind jeweils die &ndash; teils absurd &ndash; hohen Immobilienpreise der entscheidende Faktor f&uuml;r den daraus abgeleiteten hohen Wohlstand der Bev&ouml;lkerung. Freilich ist es so, dass die Immobilienpreise &ndash; vor allem auf Zypern &ndash; auch durch Ausl&auml;nder in diese H&ouml;hen getrieben wurden. Luxemburgs Werte unterscheiden sich nicht gro&szlig;artig von teuren deutschen Gro&szlig;st&auml;dten wie Frankfurt, M&uuml;nchen oder Hamburg, samt deren &bdquo;Speckg&uuml;rtel&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Weltwirtschaft und Finanzm&auml;rkte: M&auml;rkte reagieren rasch auf japanische Lockerung<\/strong><br>\nIn typischer Weise rasch haben die M&auml;rkte auf die Lockerung der japanischen Geldpolitik reagiert. Sie erwarten Kapitalzufl&uuml;sse nach Europa und in die Vereinigten Staaten. Diese Auslandanlagen d&uuml;rften zur (gew&uuml;nschten) Schw&auml;chung des Yen gegen&uuml;ber Dollar und Euro beitragen. Sinkende Yen-Kurse wirken sich auch auf die Euro-Zone aus. Sie erschweren vor allem die Versuche Deutschlands, die Exporte nach Asien auszubauen, um den sinkenden Export&uuml;berschuss mit den von Austerit&auml;t gezeichneten Euro-L&auml;ndern auszugleichen. Intensivere internationale Konkurrenz versch&auml;rft die Folgen der Austerit&auml;t. An einem zu strikten Sparkurs findet der US-Finanzminister im &Uuml;brigen auch keinen Gefallen. W&auml;hrend sein deutscher Kollege, Wolfgang Sch&auml;uble, Austerit&auml;t als Basis f&uuml;r nachhaltiges Wachstum ansieht, w&uuml;nscht Lew eine das Wachstum nicht behindernde Finanzpolitik. &ndash; Das Euro-Paket f&uuml;r Zypern verursacht Nachwehen. F&uuml;r David Kotok von Cumberland Advisors ver&auml;ndert der Bail-in von Deposit&auml;ren und Sparern die Einsch&auml;tzung der Sicherheit von Bankeinlagen markant. Bankkunden mit gr&ouml;&szlig;eren Barbest&auml;nden m&uuml;ssten sich intensiv &uuml;ber die Bonit&auml;t ihres Instituts informieren &ndash; was aber aufgrund der Komplexit&auml;t des Bankgesch&auml;fts fast unm&ouml;glich sei. Ein Trend zu einer Aufteilung gr&ouml;&szlig;erer Betr&auml;ge auf mehrere Banken werde die Folge sein. Gleichzeitig m&uuml;ssten Banken ihr Gesch&auml;ftsmodell anpassen und eine h&ouml;here Liquidit&auml;t anstreben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/uebersicht\/boersen_und_maerkte\/maerkte-reagieren-rasch-auf-japanische-lockerung-1.18064238\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>George Soros:  Wie man die Europ&auml;ische Union vor der Eurokrise retten kann<\/strong><br>\nVortrag vom 9. April 2013, gehalten im Center for Financial Studies der Goethe-Universit&auml;t in Frankfurt am Main.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/george-soros-wie-man-die-europaeische-union-vor-der-eurokrise-retten-kann-12146506.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Auch wenn sich <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/europas-zukunft\/ein-gespraech-mit-george-soros-das-wichtigste-thema-ueberhaupt-12147686.html\">Soros aus den Tagesgesch&auml;ft zur&uuml;ckgezogen hat<\/a>, sollten diejenigen, die Eurobonds zugeneigt sind, nicht vergessen, dass Eurobonds f&uuml;r sein Privatverm&ouml;gen, f&uuml;r seine Stiftungen wie auch f&uuml;r die Anleger bei Soros Fund Management eine halbe Ewigkeitsgarantie sind. Die Ironie an der Geschichte ist, dass Soros Eurobonds an die Einhaltung des Fiskalpaktes kn&uuml;pft. Nun ist eigentlich auf den NachDenkSeiten bereits alles zum Fiskalpakt gesagt worden. Der Witz an der Argumentation von Soros ist, dass sein Beispielland Italien zwar durch Eurobonds weniger Kosten bei der Bedienung seiner bestehenden Staatsanleihen h&auml;tte und damit einen Austerit&auml;tskurs vermeiden k&ouml;nnte, aber bereits die Einhaltung des Fiskalpaktes, also der Maastrichtkriterien, zwingt Italien und andere L&auml;nder zu einem Austerit&auml;tskurs.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Draghi liest die Leviten &ndash; anhand irref&uuml;hrender Daten!<\/strong><br>\nHarald Schuhmann vom Tagesspiegel hatte vor 2 Tagen in einem Kommentar &ldquo;Der deutsche Irrweg&rdquo; auf die Methoden der EZB, in Gestalt des obersten Zentralbankers, Mario Draghi hingewiesen.<br>\n&hellip;dem EZB-Chef (unterlieg) dabei ein gravierender Patzer.<br>\nDie pr&auml;sentierten Charts zeigten u.a. die gravierenden Anstiege in der S&uuml;dschiene der Eurozone bei den Arbeitnehmerentgelten je Besch&auml;ftigten (Compensation per Employee) und setzten diese in Relation zum lauen Anstieg der Produktivit&auml;t (GDP per Employee)&hellip;<br>\nDumm nur oder Absicht, dass diese Charts eine blamable Verzerrung pr&auml;sentieren, denn die Produktivit&auml;t (BIP je Besch&auml;ftigten) wird real dargestellt, also nach Abzug der BIP-Preisfaktoren, aber die Arbeitnehmerentgelte je Besch&auml;ftigten nominal, ohne Ber&uuml;cksichtigung der Preisfaktoren. Was f&uuml;r ein Schnitzer und egal ob unbeabsichtigter Fehler oder bewusste Irref&uuml;hrung, dies zeigt die Inkompetenz oder eben die verbr&auml;mte ideologische Motivation der Handelnden. Wenn bereits die Analysen nicht stimmen, braucht man sich &uuml;ber nicht zielf&uuml;hrende Ma&szlig;nahmen zur Behebung der Krise nicht wundern.<br>\nSetzt man den Daten zur preisbereinigten Produktivit&auml;t, die realen Arbeitnehmerentgelte entgegen, jeweils je Besch&auml;ftigten, stellt sich das Bild nicht unerwartet etwas anders dar! Dann ist nicht nur die S&uuml;dschiene zu kritisieren, sondern auch Deutschland m&uuml;sste sein Fett weg bekommen und davon ORDENTLICH. Dies ist ja auch logisch, die deutsche Wettbewerbsf&auml;higkeit fiel nicht vom Himmel, sondern ist vor allem Ergebnis einer miesen Partizipation der Arbeitnehmer an den Produktivit&auml;tsfortschritten.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130417_01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130417_02.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Wie auch immer, die nominalen Arbeitnehmerentgelte je Besch&auml;ftigten mit der Arbeitsproduktivit&auml;t aus reales BIP je Besch&auml;ftigten zu vergleichen ist grob irref&uuml;hrend und zeugt von wenig Kompetenz beim L&ouml;sen der Probleme in der Eurozone, sondern von viel plakativ verzerrender Interpretation der wirklichen Zusammenh&auml;nge. Es gruselt regelrecht zu sehen, dass solche Analysen Basis der Ma&szlig;nahmen in der Eurozone sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/draghi-liest-leviten-anhand-irrefuhrender-daten\/\">Querschuessse<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Franz&ouml;sischer Minister &ndash; Deutschland muss L&ouml;hne anheben<\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaft habe sich &uuml;ber viele Jahre mit Lohnzur&uuml;ckhaltung einen Wettbewerbsvorteil verschafft und heute einen gewaltigen Export&uuml;berschuss gegen&uuml;ber seinen Partnern, sagte der sozialistische Politiker der &ldquo;Rheinischen Post&rdquo; vom Dienstag. Dieses Ungleichgewicht sei auf Dauer &ouml;konomisch unhaltbar und gef&auml;hrlich. Frankreich dringe daher darauf, &ldquo;dass es hier zu einer Angleichung zwischen den L&auml;ndern kommt&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/domesticNews\/idDEBEE93F01K20130416\">Reuters<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kein Wettbewerb zwischen Staaten!<\/strong><br>\nSicht auf die W&auml;hrungsunion. Die Bundesregierung versteht den gemeinsamen W&auml;hrungsraum &ndash; wie &uuml;brigens ihre Vorg&auml;ngerregierungen auch &ndash; immer noch als eine Wettbewerbsgemeinschaft von Staaten. In diesem Wettbewerb m&uuml;ssen sich einzelne L&auml;nder als wirtschaftlich &uuml;berlebensf&auml;hig erweisen, um legitime Mitglieder der W&auml;hrungsunion zu sein&hellip;<br>\nDie Ma&szlig;nahmen haben den Euro-Raum in eine z&auml;he Rezession gest&uuml;rzt, in der sich weder die Arbeitslosigkeit noch die Staatsschulden in absehbarer Zeit verringern lassen&hellip;<br>\nWas l&auml;sst sich daraus lernen?<br>\nErstens: Eine Wirtschaftspolitik, die ausschlie&szlig;lich auf verbesserte Bedingungen auf der Angebotsseite setzt, muss in einem Umfeld schwacher Nachfrage scheitern. Ohne eine hinreichende Nachfrage kann sich kein Unternehmen durchsetzen, so g&uuml;nstig es auch produzieren mag&hellip;.<br>\nDie zweite Lektion ist allerdings viel grunds&auml;tzlicher. Es ist ein Grundfehler, in einer W&auml;hrungsunion souver&auml;ner Staaten das Modell privatwirtschaftlichen Wettbewerbs auf Staaten zu &uuml;bertragen. W&auml;hrend Wettbewerb zwischen Unternehmen zu gesamtwirtschaftlich w&uuml;nschenswerten Resultaten f&uuml;hrt, ist Wettbewerb zwischen Staaten unproduktiv, ja sogar sch&auml;dlich. Der Grund daf&uuml;r ist simpel: Wenn Unternehmen konkurrieren, entstehen neue Produkte und effizientere Produktionsverfahren &ndash; mithin neue Quellen des Wohlstands. Stehen Staaten in Konkurrenz zueinander, wird Wohlstand verringert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2013-04\/europa-waehrungsunion-wettbewerb\/\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Sven Giegold: Im Steuersumpf Europas<\/strong><br>\nIn Portugal hat das Verfassungsgericht Sparreformen verworfen, weil sie wenig mit einer gerechten Lastenverteilung zu tun haben. Dabei k&ouml;nnte die portugiesische Regierung Ma&szlig;nahmen beschlie&szlig;en, die f&uuml;r Steuergerechtigkeit sorgen. Noch immer erlaubt das europ&auml;ische Steuersystem den Eliten, sich ihrer Verantwortung zu entziehen. Insbesondere Gro&szlig;unternehmen bietet sich eine breite Palette, ihre Besteuerung in Portugal zu minimieren&hellip;.<br>\n1.000 Milliarden Euro Steuereinnahmen versinken nach Sch&auml;tzungen j&auml;hrlich in diesem Sumpf aus Steuerhinterziehung, aggressiver Steuervermeidung und Schwarzarbeit. So verlieren Einsparungen ihre Legitimation, wenn Gro&szlig;unternehmen und Verm&ouml;gensbesitzer einseitig weiterhin von ihren Pflichten befreit sind. Steuerkooperation in der EU muss daher zum Thema der europ&auml;ischen Krisenpolitik werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2013%2F04%2F16%2Fa0084&amp;cHash=ca39980a18665b50d53123b51165e69c\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Kontroverse um &ouml;ffentlich gef&ouml;rderte Besch&auml;ftigung<\/strong><br>\nDas von den Oppositionsfraktionen verfolgte Ansinnen, durch eine dauerhafte &ouml;ffentliche F&ouml;rderung von Besch&auml;ftigung zu einem &bdquo;sozialen Arbeitsmarkt&ldquo; zu gelangen, st&ouml;&szlig;t bei Experten auf ein geteiltes Echo. Das wurde bei eine &ouml;ffentlichen Anh&ouml;rung des Ausschusses f&uuml;r Arbeit und Soziales am Montag deutlich. Arbeitgebervertreter &auml;u&szlig;erten Kritik an entsprechenden Antr&auml;gen von SPD- (17\/11199) und Linksfraktion (17\/12377) sowie am Gesetzentwurf der Gr&uuml;nen (17\/11076), Wohlfahrtsverb&auml;nde unterst&uuml;tzten die Initiativen hingegen. Aus Sicht der Gewerkschaft ist &ouml;ffentlich gef&ouml;rderte Besch&auml;ftigung zumindest &bdquo;mittelfristig&ldquo; unverzichtbar.<br>\nDie Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde (BDA) bewertet &ouml;ffentlich gef&ouml;rderte Besch&auml;ftigung sehr kritisch. &bdquo;Wir sehen erhebliche Gefahren f&uuml;r den regul&auml;ren Arbeitsmarkt&ldquo;, machte ein BDA-Vertreter deutlich. Gerade f&uuml;r die Gering-Qualifizierten k&ouml;nne die &ouml;ffentliche Besch&auml;ftigung attraktiver sein als der erste Arbeitsmarkt, so dass es keine Anreize gebe. Mit dem Entstehen neuer Arbeitspl&auml;tze rechne er nicht, sagte der Arbeitgeber-Vertreter. Vielmehr bestehe die Gefahr, dass &bdquo;der Arbeitsmarkt f&uuml;r einfache Arbeiten in einen Arbeitsmarkt f&uuml;r &ouml;ffentlich gef&ouml;rderte Arbeit umgewandelt wird&ldquo;. Auch aus Sicht des Deutschen Industrie- und Handelstages (DIHK) sind dauerhafte Strukturen abzulehnen. &bdquo;Wir brauchen neben dem Ein-Euro-Job keinen zweiten Arbeitsmarkt&ldquo;, sagte der DIHK-Vertreter. Wenn man &uuml;berhaupt &ouml;ffentlich f&ouml;rdere, m&uuml;sse dies auf eine bestimmte Zielgruppe beschr&auml;nkt sein und kurzfristig erfolgen. Eine langfristig gef&ouml;rderte &ouml;ffentliche Besch&auml;ftigung k&ouml;nne das Entstehen normaler Arbeitspl&auml;tze verhindern, sagte auch der Vertreter des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in N&uuml;rnberg. Es m&uuml;sse also immer wieder gepr&uuml;ft werden, ob es einer weiteren F&ouml;rderung bedarf.<br>\nEine &ouml;ffentlich gef&ouml;rderte Besch&auml;ftigung ben&ouml;tige Kontrolle und &Uuml;berwachung, damit es nicht zu unerw&uuml;nschten Nebeneffekten kommt, sagte ein Vertreter des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Ebenso wie die BDA bef&uuml;rwortet auch der DGB die Einf&uuml;hrung eines Vetorechts f&uuml;r die Tarifvertragspartner. Die Gefahr eines Missbrauchs des Vetorechts durch die Arbeitgeber, wie Wohlfahrtsverb&auml;nde angemerkt h&auml;tten, sehe er nicht, machte der Gewerkschaftsvertreter deutlich und nannte es richtig, die &ouml;ffentlich gef&ouml;rderte Besch&auml;ftigung im privaten Sektor mittels Lohnzusch&uuml;ssen anzusiedeln. &bdquo;Das schafft mehr Arbeitsmarktn&auml;he&ldquo;, sagte er.<br>\nGro&szlig;e Hoffnungen in eine dauerhaft &ouml;ffentlich gef&ouml;rderte Besch&auml;ftigung setzt die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege. Es k&ouml;nne gelingen, Menschen aus langj&auml;hriger Arbeitslosigkeit in den Arbeitsmarkt zur&uuml;ckzuholen, wenn man die Instrumentarien dazu erhalte, sagte deren Vertreter. In der aktuellen Sozialgesetzgebung gebe es diese jedoch nicht. Eine Neuregelung k&ouml;nne einhundert- bis zweihunderttausend Menschen zugutekommen, f&uuml;gte er hinzu.<br>\nDie Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) fordert einen ganzheitlichen Ansatz zur Bek&auml;mpfung der Langzeitarbeitslosigkeit von schwer vermittelbaren Personen. Dazu geh&ouml;rten professionelle Beratung ebenso wie &bdquo;intelligent verzahnte Eingliederungsleistungen&ldquo; und gemeinsame Aktionen in Netzwerken zum Durchbrechen verfestigter Arbeitslosigkeitsstrukturen. Wichtig sei es auch, Unternehmen zu finden, die bereit sind, diese Personen auch einzusetzen. Davon gebe es sehr viele, sagte ein Vertreter von der BA Mannheim. Insbesondere Unternehmen, die von Menschen mit Migrationshintergrund gef&uuml;hrt werden, seien hier sehr offen. &bdquo;Wir haben da gute Erfahrungen gemacht&ldquo;, sagte Genz.<br>\nGegen den Vorwurf, T&auml;tigkeiten im Bereich der &ouml;ffentlich gef&ouml;rderten Besch&auml;ftigung seien sinnentleert, wandte sich die Sozialwissenschaftlerin Alexandra Wagner. Die Evaluation des &ouml;ffentlich gef&ouml;rderten Sektors in Berlin habe gezeigt, dass die &uuml;berwiegende Zahl der T&auml;tigkeiten &bdquo;tats&auml;chlich gesellschaftlich gebraucht wird&ldquo;. Professor Stefan Sell von der Universit&auml;t Koblenz machte deutlich, dass Leiharbeitsunternehmen von der &ouml;ffentlich gef&ouml;rderten Besch&auml;ftigung ausgeschlossen werden sollten. Es gehe schlie&szlig;lich darum, die Menschen in die Betriebe einzubetten, was bei solchen Unternehmen nicht m&ouml;glich sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2013_04\/2013_201\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Portionierte Armut, Blackbox Reichtum. Die Angst der Journalismus vor der sozialen Kluft<\/strong><br>\nEine Studie von Hans-J&uuml;rgen Arlt und Wolfgang Storz.<br>\nDie Studie stellt die Frage nach dem journalistischen Gebrauch der Pressefreiheit im Umgang mit Reichtum und Armut. Die Antwort: Es handelt sich um einen Fall von Pressefeigheit. Eklatant beim Thema Reichtum, der weitgehend als Blackbox behandelt wird. Fahrl&auml;ssig beim Thema Armut, die zwar mit Sorge registriert, aber in Einzelteile zerlegt und so ihrer gesellschaftlichen Brisanz beraubt wird. Fahrl&auml;ssig auch im Umgang mit den normativen Grundlagen der Chancengleichheit und der Sozialpflichtigkeit des Eigentums, die, wenn &uuml;berhaupt, nur als untergegangene Ideale, nicht als ernst zu nehmende Anspr&uuml;che geltend gemacht werden.<br>\nEs gibt eine Blackbox Reichtum. Eine Auseinandersetzung mit der Macht privater Gro&szlig;verm&ouml;gen, die ihre Interessen ohne Worte zur Geltung bringen k&ouml;nnen, findet nicht statt. Der riesige Reichtum in den H&auml;nden weniger wird entweder &uuml;berhaupt nicht kommentiert oder selbst dann nicht genauer durchleuchtet, wenn er kritisch bewertet wird. Reichtum wird nur aufgerufen als Gegenpart von Armut und als Indikator sozialer Ungleichheit. Als Zentrum gesellschaftlichen Einflusses auf alle Lebensbereiche &ndash; die Politik, die Wissenschaft, die Kunst, den Sport etc. &ndash; und als wirtschaftlicher Weichensteller mit seinen Anlage-, Verlagerungs- und Spekulationsentscheidungen kommt er in den journalistischen Meinungsbeitr&auml;gen nur beil&auml;ufig vor.<br>\nDie Sorge dar&uuml;ber, dass sich Armut ausbreitet, nimmt in den Medienbeitr&auml;gen breiten Raum ein. Das Armutsproblem wird also keineswegs &uuml;bergangen, im Gegenteil. Aber durchg&auml;ngige Kommentarpraxis ist es, Armut zu zerlegen, sie aufzul&ouml;sen in Kinder-, Alters-, Migranten-, Langzeitarbeitslosen-, Schwerbehinderten-, Hartz-IV- und Alleinerziehenden-Armut. Frauen sind, das f&auml;llt auf, nur als M&uuml;tter arm. Armut wird portioniert und Verarmung auf diese Weise nie in einer grunds&auml;tzlichen Dimension behandelt&hellip;<br>\nDas Problem sind eher die Leute, weniger die Bedingungen, mit welchen sie konfrontiert sind. Die Bedingungen werden, Stichwort Globalisierung, &uuml;berwiegend als Sachzw&auml;nge dargestellt.<br>\nDass die Wirtschaft, wie hoch die Gewinne auch sein m&ouml;gen, an L&ouml;hnen und Steuern so sehr sparen muss, dass noch jede verbindliche Untergrenze als Wettbewerbsgefahr ausgeflaggt wird, gilt den einen Kommentaren als Grundgesetz, die anderen reizt es selten zum Widerspruch; dieser &laquo;Sachzwang&raquo; wird weithin akzeptiert. Den Individuen wird Anpassung empfohlen&hellip;<br>\nBildung ist hier nur ein anderes Wort f&uuml;r Arbeit, denn sie wird nur als Weg zur Erwerbsarbeit eingefordert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rosalux.de\/fileadmin\/rls_uploads\/pdfs\/Veranstaltungen\/2013\/Auszug_Studien_Portionierte_Armut.pdf\">Rosa Luxemburg Stiftung Auszug aus der Studie &bdquo;Portionierte Armut, Blackbox Reichtum. Die Angst der Journalismus vor der sozialen Kluft. Von Hans-J&uuml;rgen Arlt und Wolfgang Storz [PDF &ndash; 138 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ein bisschen mehr Niedriglohn<\/strong><br>\nDie Streiks des Sicherheitspersonals auf den Flugh&auml;fen sind beigelegt.<br>\nErstmals gelingt es, mehr Gehalt in einer schlecht bezahlten Branche zu erstreiten. [&hellip;]<br>\nEin St&uuml;ck weit ist das gegl&uuml;ckt, Ver.di spricht bereits von einer neuen Tarifpolitik und verweist auf Gehaltssteigerungen von bis zu 22 Prozent.<br>\nIn NRW, wo am Montag die Besch&auml;ftigten endg&uuml;ltig den Schlichterspruch annahmen, geht es dabei um die gesamte Wach- und Sicherheitsbranche.<br>\nJenseits der Flugh&auml;fen steigt der Lohn f&uuml;r rund 24.000 Wachleute in zwei Stufen von 8,15 Euro brutto auf neun Euro in der Stunde (ab 2014).<br>\nAuf den Flugh&auml;fen wiederum gibt es gleichfalls eine Zweistufenl&ouml;sung.<br>\nDort erhalten die Frachtkontrolleure schlie&szlig;lich ab 2014 statt 9 Euro<br>\n12,05 Euro brutto Stundenlohn. F&uuml;r die Luftsicherheitsassistenten, die Passagiere abtasten und Gep&auml;ck durchleuchten, steigt der Lohn von 12,36 Euro auf 14,70 Euro. Betroffen sind rund 2.000 Besch&auml;ftigte. [&hellip;]<br>\nDas zeigt, wie zersplittert die Branche ist. Wo fr&uuml;her gut bezahlte Bundespolizisten hoheitliche Sicherheitsaufgaben &uuml;bernahmen, schaffen heute Sicherheitsfirmen wie K&ouml;tter, Securitas oder die Deutsche Schutz und Wachdienst GmbH das Personal ran, das vielfach in sechsw&ouml;chigen Kursen auf seine Aufgabe vorbereitet wird. Dann hei&szlig;t es in Schichtsystemen arbeiten, der Flughafenbetrieb beginnt in Hamburg um vier Uhr morgens und endet um 23 Uhr. &bdquo;Viele Kollegen klagen, dass sie ihre Zeit schlecht einteilen k&ouml;nnen und zu wenig Lohn f&uuml;r die Familie haben&ldquo;, sagt Luftsicherheitsassistent Charles Reyes. Die wenigsten bek&auml;men Vollzeitvertr&auml;ge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Tarifabschluss-bei-Flughafensicherheit\/!114660\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Ich will den Erfolg von Ver.di nicht kleinreden, aber die genannten 9 Euro pro Stunde &ldquo;f&uuml;r rund 24.000 Wachleute&rdquo; &ldquo;jenseits der Flugh&auml;fen&rdquo; (anscheinend die &uuml;bergro&szlig;e Mehrheit der Wachleute) sind leider immer noch Niedriglohn.<\/em> <\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung WL:<\/strong> Die Entlohnung der sog. &bdquo;Fummelkr&auml;fte&ldquo; ist ein typisches Beispiel daf&uuml;r, was passiert, wenn sich der Staat aus einem Bereich, hier der Flugsicherheit, zur&uuml;ckzieht und diese Aufgabe &bdquo;privatisiert&ldquo; wird.<\/em> <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>K&uuml;nstlersozialkasse &ndash; Aus Mangel an Kontrolle<\/strong><br>\nAls im neuen Jahrtausend mehr und mehr Mitglieder in die KSK str&ouml;mten, belastete dies die Kasse stark. Gleichzeitig zahlten viele der potenziellen Verwerter, die Betreiber von Theatern, Verlagen, Galerien oder Filmproduktionsgesellschaften nicht, weil niemand sie dazu aufforderte oder sie schlichtweg nichts von ihren Pflichten wussten. So kletterte der Abgabensatz f&uuml;r diejenigen, die zahlten, bis auf 5,8 Prozent im Jahr 2005. Die Wirtschaft protestierte. Die Politiker suchten eine L&ouml;sung. Neue Kontrollen waren n&ouml;tig. Seit 2007 soll deshalb die gesetzliche Rentenversicherung im Rahmen ihrer &uuml;blichen Betriebspr&uuml;fungen das Thema K&uuml;nstlersozialabgabe einbeziehen. Sie soll kontrollieren, ob die derzeit etwa 150.000 Verwerter den Obolus auch wirklich zahlen, und gegebenenfalls nicht &uuml;berwiesene Betr&auml;ge einfordern.<br>\nDas hat am Anfang gut geklappt. Allein von Juni 2007 bis Juli 2009 trieb die Rentenversicherung bei 24.000 Betrieben 62 Millionen Euro zus&auml;tzlich ein, obwohl sie nur bei den Arbeitgebern nachhakte, die vermutlich laut Gesetz abgabepflichtig sind. Das zust&auml;ndige Bundesarbeitsministerium konnte deshalb die Abgabe bis auf 3,9 Prozent im Jahr 2010 senken. Seit 2010 l&auml;sst der Eifer bei den Pr&uuml;fungen jedoch nach, in zw&ouml;lf Monaten kamen bei gut 6.000 Pr&uuml;fungen nur noch 16 Millionen Euro an Nachforderungen zusammen. 2011 waren es gerade einmal 560.000 Euro, obwohl die Ums&auml;tze der potenziellen Verwerter bereits auf 137 Milliarden Euro j&auml;hrlich gewachsen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.journalist.de\/aktuelles\/meldungen\/aus-mangel-an-kontrolle-der-kuenstlersozialkasse-droht-das-ende.html\">journalist online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Monopoly-Spiele mit der Gesundheit der Bev&ouml;lkerung<\/strong><br>\nDie Gesundheitsreformen der vergangenen Jahre haben nicht in jedem Fall zu einer besseren Versorgung der Patienten beigetragen. Ein pensionierter Arzt schildert seine Sicht auf das System&hellip;<br>\n&bdquo;Ich habe noch nie gesehen, dass Parlamentarier so belogen und so get&auml;uscht und so ausgetrickst werden wie bei diesem Gesetz&ldquo;, sagte Wolfgang Wodarg, kurz danach nicht mehr Abgeordneter der SPD. Er war einer von wenigen Abgeordneten der gro&szlig;en Koalition, die mit Nein gestimmt haben bei der Abstimmung zu dem auch vom Kartellamt scharf kritisierten &bdquo;GKV-Wettbewerbsst&auml;rkungs-Gesetz&ldquo;&hellip;<br>\nDas Ergebnis dieses &bdquo;Gesundheitsmonopoly&ldquo; ist absehbar: Eine mit gro&szlig;er Wahrscheinlichkeit schlechtere, in Konzernkliniken und deren Versorungszentren unpers&ouml;nlichere und ganz sicher f&uuml;r B&uuml;rger, Patienten und Steuerzahler deutlich teurere Medizin als heute.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.cicero.de\/kapital\/monopoly-spiele-mit-der-gesundheit-der-bevoelkerung\/54164\">Cicero<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Vorsicht Pflege-Bahr<\/strong><br>\nDie Stiftung Warentest r&auml;t vom neuen staatlich gef&ouml;rderten &bdquo;Pflege-Bahr&ldquo; ab. Die neuen Tarife reichten bei weitem nicht aus, um die Finanzierungsl&uuml;cke im Pflegefall zu schlie&szlig;en, teilten die Verbraucherexperten mit. [&hellip;]<br>\nTarife ohne staatliche Zulage k&ouml;nnen sich dagegen laut Stiftung Warentest mehr lohnen. Allerdings habe eine solche Versicherung nur Sinn, &bdquo;wenn jemand so wohlhabend ist, dass er die Beitr&auml;ge auf Dauer zahlen kann&ldquo;, schreiben die Tester. Unter den 23 getesteten  Angeboten gibt es demnach gro&szlig;e Leistungsunterschiede: Sie machen im Alter zum Teil &uuml;ber 1000 Euro im Monat aus. Mit einem Monatsbeitrag von rund 55 Euro f&uuml;r 45-j&auml;hrige Neukunden und 85 Euro f&uuml;r 55-J&auml;hrige sichern die &bdquo;sehr guten&ldquo; und &bdquo;guten&ldquo; Tarife laut  Stiftung Warentest das finanzielle Pflegerisiko in allen Pflegestufen ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/meine-finanzen\/vorsicht-pflege-bahr-stiftung-warentest-raet-von-staatlich-gefoerderten-pflege-tarifen-ab-12151123.html\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Gem&auml;&szlig; dem Vorschlag der Stiftung Warentest und unter der Annahme eines durchschnittlichen Bruttoeinkommens von etwa 3.000 Euro pro Monat m&uuml;ssen Menschen mittleren Alters f&uuml;r eine bedarfsdeckende zus&auml;tzliche Pflegeversicherung einen Anteil von etwa 1,8 bis 2,8% vom Bruttoeinkommen aufbringen. F&uuml;r j&uuml;ngere Menschen w&auml;re der Beitragssatz dementsprechend niedriger. Eine Erh&ouml;hung des &ndash; parit&auml;tisch finanzierten &ndash; Beitrags zur Pflegeversicherung von 1% bis maximal 1,5 Prozentpunkte vom Lohn d&uuml;rfte also zur Deckung des zus&auml;tzlichen Bedarfs v&ouml;llig gen&uuml;gen; aber wir wissen nat&uuml;rlich, dass die dann auf die Arbeitgeber entfallenden zus&auml;tzlichen 0,5 bis 0,75 Prozentpunkte bei der Sozialversicherung die deutsche Wettbewerbsf&auml;higkeit zerst&ouml;ren und die Arbeitgeber umbringen w&uuml;rden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Arbeitsrecht 1, 2, 3 &ndash; vom Elend der Rechtsschulungen f&uuml;r Betriebsr&auml;te<\/strong><br>\n&ldquo;Nach dem Betriebsverfassungsgesetz haben Betriebsr&auml;te die Aufgabe, dar&uuml;ber zu wachen, dass die zugunsten der Arbeitnehmer geltenden Gesetze im Betrieb eingehalten werden. Gesetzeskontrolle kann nur aus&uuml;ben, wer das Gesetz kennt. Doch Betriebsr&auml;te haben nicht nur Kontrollrechte sondern auch Beteiligungsrechte. In zahlreichen Angelegenheiten des Personalmanagements muss die Zustimmung des Betriebsrates eingeholt werden. Geschieht dieses nicht, so bleibt der Arbeitnehmervertretung meist nur der Weg zum Arbeitsgericht. Eine kollektive Durchsetzung von Interessen, etwa durch Arbeitsniederlegung, ist den Betriebsr&auml;ten grunds&auml;tzlich verwehrt.<br>\nViele haben vergessen, dass die Rechte der Betriebsr&auml;te eingerahmt sind durch spezielle Pflichten und Verbote&hellip;&rdquo;<br>\n &ldquo;&hellip; Seit langem befindet sich die gewerkschaftliche Bildungsarbeit wieder in einer tiefen Krise. Kaum noch jemand redet heute vom &bdquo;Erfahrungsansatz&ldquo;. Durchg&auml;ngige Konzepte gibt es nicht. Im Bereich der Rechtsschulungen findet man l&auml;ngst keine ideologiekritischen Ans&auml;tze mehr. Weniger denn je verstehen sich Rechtschulungen als Teil der Gewerkschaftsarbeit. Es wird Fachwissen durch Experten vermittelt. Es geschieht also das, was es schon einmal vor den 1970er Jahren gab. Allerdings auf &bdquo;kleiner Flamme&ldquo;. Zahlreiche Gewerkschaftsschulen wurden inzwischen geschlossen. Das Honorar f&uuml;r Referenten wurde kontinuierlich gesenkt. Auf vielen Seminaren treffen die Betriebsr&auml;te inzwischen auf Jurastudenten und andere interessierte junge Juristen. Diese sind zwar motiviert und oft auch engagiert. Aber es fehlt ihnen jegliche betriebliche und jegliche forensische Erfahrung, von einer wissenschaftlichen Durchdringung des Stoffes einmal ganz zu schweigen. Dies wiederum hat zu einer Art schleichender &bdquo;Privatisierung&ldquo; der Rechtsschulungen gef&uuml;hrt. (&hellip; ) Mit dem Vormarsch der privaten Veranstalter griff die Entpolitisierung der Bildungsarbeit f&uuml;r Betriebsr&auml;te immer mehr um sich. Wie selbstverst&auml;ndlich jonglieren Betriebsr&auml;te inzwischen selbst mit solchen Begriffen wie &bdquo;Arbeitsrecht 1&ldquo;, &bdquo;Arbeitsrecht 2&ldquo; oder &bdquo;Betriebsverfassung 1&ldquo;usw. usf. Manche Betriebsr&auml;te glauben allen Ernstes, dass sich hinter diesen Begriffen irgendeine Art von &bdquo;Kenntnisniveau&ldquo; verbirgt, das &ndash; &auml;hnlich wie beim Schulbesuch &ndash; ein fachlich erstrebenswertes Ziel sei. (&hellip;) Die Gewerkschaften haben damit einen gro&szlig;en Teil der Betriebsratsarbeit aufgegeben. Sie agieren allenfalls noch als Dienstleister f&uuml;r Betriebsr&auml;te, betrachten die Betriebsratsarbeit aber nicht mehr als integralen Bestandteil gewerkschaftlicher Arbeit und Identit&auml;t. Gewisserma&szlig;en durch die Hintert&uuml;r ist damit das erreicht worden, was das eingangs beschriebene Ziel der Adenauer-Regierung war: Die Trennung der Betriebsratsarbeit von der allgemeinen politischen Arbeit der Gewerkschaften und die Entpolitisierung der Betriebsratsarbeit selbst. (&hellip;) Es gibt keinen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/geffken_brschulung.pdf\">Grundsatz-Papier zum Thema &ldquo;Betriebsratsschulungen &amp; Arbeitsrecht&rdquo; von Rolf Geffken [PDF &ndash; 44.1 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wasserversorgung wird ausgeschrieben &ndash; Regierung h&auml;lt privat f&uuml;r billiger<\/strong><br>\nNach einer neuen EU-Richtlinie m&uuml;ssten drei Viertel der gr&ouml;&szlig;ten St&auml;dte in Deutschland ihre Wasserversorgung ausschreiben. H&ouml;here Preise drohen&hellip;<br>\nTrotz dieser Angaben geht die Regierung weiterhin davon aus, dass sich durch die Richtlinie f&uuml;r die Kommunen bei der Wasserversorgung &bdquo;kein Zwang zur Beauftragung Dritter&ldquo; ergibt. Doch auch wenn es dazu kommen sollte, sieht das Finanzministerium kein Problem.<br>\n&bdquo;Der Bundesregierung liegen keine Informationen vor, die darauf schlie&szlig;en lie&szlig;en, dass eine Beteiligung von privaten Unternehmen an der Wasserversorgung generell zu h&ouml;heren Preisen und zu geringerer Qualit&auml;t des Trinkwassers gef&uuml;hrt h&auml;tte&ldquo;, schreibt FDP-Staatssekret&auml;r Bernhard Heitzer in einer Antwort (pdf) auf eine kleine Anfrage der Gr&uuml;nen (pdf). &bdquo;In der Regel f&uuml;hrt mehr Wettbewerb auch zu einem besseren Preis-Leistungs-Verh&auml;ltnis.&ldquo;<br>\nDas steht im Gegensatz zu Erfahrungen etwa in Paris, wo die Wasserversorgung nach massiven Preissteigerungen wieder kommunalisiert wurde, oder in Berlin, wo das Bundeskartellamt den teilprivatisierten Wasserbetrieben eine Senkung ihrer &uuml;berh&ouml;hten Geb&uuml;hren vorgeschrieben hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Wasserversorgung-wird-ausgeschrieben\/!114645\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Wenn die Wasserversorgung an ein privates Unternehmen geht, liegt doch nicht &ldquo;mehr Wettbewerb&rdquo;, sondern wieder ein Monopol vor. Erfahrungen zu deren sch&auml;dlichen Resultaten sind bekannt. Die Realit&auml;t ist also v&ouml;llig irrelevant f&uuml;r die Betrachtungen der FDP &ndash; die reinsten Sprechautomaten, die die immer gleichen Phrasen unter allen beliebigen Umst&auml;nden von sich geben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Steuereinnahmen: Deutschland kann mit enormen Haushalts&uuml;bersch&uuml;ssen rechnen<\/strong><br>\nSteigende Geh&auml;lter und die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt sorgen f&uuml;r Mehreinnahmen in den Staatskassen: Forscher rechnen f&uuml;r 2017 mit einem &Uuml;berschuss von 28 Milliarden.<br>\nWirtschaftsexperten erwarten in den kommenden Jahren wegen der guten Arbeitsmarktlage enorme Haushalts&uuml;bersch&uuml;sse f&uuml;r Deutschland. Im Jahr 2017 sei in den &ouml;ffentlichen Haushalten mit einem Jahres&uuml;berschuss von 28 Milliarden Euro zu rechnen, berichtete das Handelsblatt unter Berufung auf Berechnungen des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW).<br>\nUrsache f&uuml;r die hohen Einnahmen ist nach Angaben des DIW die gesamtwirtschaftliche Lohnsumme, die Bruttosumme aller L&ouml;hne und Geh&auml;lter. Der Prognose zufolge d&uuml;rfte diese Summe zwischen 2012 bis 2017 pro Jahr um durchschnittlich 3,25 Prozent steigen. Im Zeitraum 2008 bis 2012 stieg sie j&auml;hrlich um nur 2,25 Prozent.<br>\nDie steigenden Geh&auml;lter lassen die Lohnsteuereinnahmen des Fiskus und die Beitr&auml;ge der Sozialkassen wachsen. &ldquo;Insgesamt werden die Sozialkassen von 2012 bis 2017 einen &Uuml;berschuss von rund 50 Milliarden Euro anh&auml;ufen&rdquo;, sch&auml;tzt das DIW. Bei Bund, L&auml;ndern und Gemeinden d&uuml;rfte zusammen ein &Uuml;berschuss in &auml;hnlicher Gr&ouml;&szlig;enordnung auflaufen.<br>\nDie Prognose des DIW bezieht sich auf das Ende der mittelfristigen Planungsperiode unter dem derzeit geltenden Steuerrecht. Die von den Oppositionsparteien SPD, Gr&uuml;nen und Linken geforderten Steuererh&ouml;hungen sind hierbei noch nicht ber&uuml;cksichtigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2013-04\/diw-prognose-haushalt\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> 28 Milliarden Euro &Uuml;berschuss (gegen&uuml;ber was?) h&ouml;ren sich toll an &ndash; verteilt man sie auf die f&uuml;nf (?) Jahre des Betrachtungszeitraums, dann sind es lediglich 5 Milliarden Euro pro Jahr oder 0,2% des BIP. Sehr d&uuml;rftig, und dann d&uuml;rfen auch kein Konjunktureinbruch, der leider extrem wahrscheinlich ist, und keine Eurokrise, die wir schon haben, die Prognose verhageln.<\/em><br>\n<em>Die Message des &ndash; durch Fratzscher wieder klar neoliberal dominierten &ndash; DIW liegt auf der Hand:<\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em>Die Einnahmen bei Steuern und Sozialversicherungen sind so hoch wie nie &ndash; Steuererh&ouml;hungen sind &uuml;berfl&uuml;ssig.<\/em><\/li>\n<li><em>Die Konjunktur l&auml;uft richtig rund, und die Arbeitnehmer profitieren in zunehmendem Ma&szlig;e. (F&uuml;r die Zukunft kann man ja einfach mal die &ldquo;starken Lohnsteigerungen&rdquo; &ndash; hier &uuml;brigens wohl nominal, d. h. immer noch &bdquo;unterhalb&ldquo; des verteilungsneutralen Spielraums &ndash; vorhersagen, die Fratzscher sonst wegen der nachlassenden deutschen Wettbewerbsf&auml;higkeit ablehnt.)<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Cui bono? Wem soll diese &ldquo;Untersuchung&rdquo; (Propaganda) n&uuml;tzen? Der aktuellen Regierung etwa? Oder der Kampagne gegen die Erh&ouml;hung der Steuer f&uuml;r Verm&ouml;gen und f&uuml;r Spitzeneinkommen?<\/em><br>\n<em>Warum kann das DIW eigentlich nicht aus der eigenen Ver&ouml;ffentlichung den Schlu&szlig; ziehen, dass die Sozialkassen schlicht am Lohn h&auml;ngen und die Geschichte von der Unbezahlbarkeit der Sozialversicherungen (&ldquo;wegen der &Uuml;beralterung&rdquo;), eine vern&uuml;nftige Lohnentwicklung vorausgesetzt, ein M&auml;rchen ist? Und f&auml;llt eigentlich niemandem auf, dass die Unternehmenssteuern &uuml;berhaupt nicht in der Rechnung auftauchen, wohl weil sie schon heute &ndash; trotz Rekordgewinnen &ndash; fast vernachl&auml;ssigbar sind? Dass also fast die gesamte Steuerlast auf den Lohnsteuer- und Mehrwertsteuerzahlern liegt?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Staatsversagen. Wie Engagierte gegen Rechtsextremismus im Stich gelassen werden. Ein Report aus Westdeutschland<\/strong><br>\nReport der Amadeu Antonio Stiftung. . Das Fazit: die Verharmlosung durch die Beh&ouml;rden macht es den Rechtsextremen allzu leicht.<br>\n&Uuml;ber viele Jahre wurde der Rechtsextremismus systematisch untersch&auml;tzt und allenfalls reflexhaft der Osten als &bdquo;braun&ldquo; wahrgenommen. Der Report &bdquo;Staatsversagen&ldquo; untersucht nun beispielhaft die Zust&auml;nde in zehn Orten aus sechs westdeutschen Bundesl&auml;ndern. Viel st&auml;rker noch als im Osten dokumentiert er die Bagatellisierung der allt&auml;glichen rechten Gewalt durch Polizei, Justiz und Politik. Dem gegen&uuml;ber steht das jahrelange beispielhafte Engagement von zahlreichen Initiativen gegen Rechtsextremismus. Doch diese werden allein gelassen und diskreditiert. Betroffene werden nicht ernst genommen, Beh&ouml;rden ermitteln einseitig. Der Terror des NSU kann und darf nicht ohne diesen Kontext betrachtet werden&hellip;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.amadeu-antonio-stiftung.de\/aktuelles\/staatsversagen\/\">Amadeu Antonio Stiftung Pressemitteilung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.amadeu-antonio-stiftung.de\/w\/files\/pdfs\/staatsversagen.pdf\">der Report [PDF &ndash; 15 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Einheimische Helfer der Bundeswehr: In Afghanistan bedroht &ndash; in Deutschland unerw&uuml;nscht<\/strong><br>\nRund 1600 Afghanen arbeiten derzeit f&uuml;r deutsche Einrichtungen, davon etwa 1350 f&uuml;r die Bundeswehr. L&auml;nder wie die USA und Kanada haben umfangreiche Aufnahmeprogramme f&uuml;r ihre Mitarbeiter aufgelegt; Afghanen, die f&uuml;r das US-Milit&auml;r arbeiten, bekommen vertraglich zugesichert, dass sie nach ein paar Jahren in den USA leben d&uuml;rfen. F&uuml;r Deutschland erhalten viele Afghanen nicht einmal mehr ein einfaches Visum. &ldquo;Man muss immer mehr Dokumente einreichen, Dinge, die belegen, dass man nicht auf Dauer in Deutschland bleiben will&rdquo;, sagt Frozan Siddiqi, 32. Dieses Misstrauen der Deutschen empfindet sie als verletzend. Siddiqi arbeitet seit elf Jahren beim Goethe-Institut in Kabul und spricht flie&szlig;end Deutsch. Kaum jemand ahnt, was passiert, wenn die Nato-Truppen abziehen. &ldquo;Welche Rechte werden wir Frauen haben, wenn die Taliban an Einfluss gewinnen?&rdquo;, fragt Siddiqi. Was, wenn wieder Krieg ausbricht zwischen den Taliban und den unterschiedlichen nicht-paschtunischen Gruppen? Wird die Nordallianz an einem Strang ziehen oder sich gegenseitig zerfleischen? Werden Indien und Pakistan in Afghanistan einen Stellvertreterkrieg f&uuml;hren? Wie werden andere M&auml;chte wie Iran, China, Russland ihren Einfluss in dem Land geltend machen? &ndash; Die Bundesrepublik steckt in einem Dilemma: Verweigert sie den afghanischen Mitarbeitern ein Leben in Deutschland, liefert sie sie wom&ouml;glich den Extremisten aus. Verteilt sie gro&szlig;z&uuml;gig Einreisegenehmigungen, ist das ein Eingest&auml;ndnis, in Afghanistan gescheitert zu sein. Eine Niederlage am Hindukusch aber will niemand zugeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/afghanische-helfer-koennen-kaum-auf-asyl-in-deutschland-hoffen-a-891974.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Sollte der Bundesregierung wirklich entgangen sein, dass 40 Prozent aller Diplomaten, Hunderte von afghanischen Regierungsbeamten, Journalisten, Sportler und zahlreiche Studenten nicht von ihren Auslandsaufenthalten zur&uuml;ckkehren. Minister haben ihre Familien im Ausland untergebracht, aber diejenigen, die weniger privilegiert sind, aber ebenso gef&auml;hrdet sind, sollen bleiben. Sie k&ouml;nnten zur &ldquo;nachhaltigen Entwicklung&rdquo; und zum &ldquo;wirtschaftlichen Wiederaufbau Afghanistans&rdquo; beitragen. Man wolle den Ortskr&auml;ften vor allem dabei helfen, &ldquo;alternative Besch&auml;ftigungen in Afghanistan zu finden.&rdquo; Wann werden die verantwortlichen Politiker sich endlich dieser Lebensl&uuml;ge stellen, sie h&auml;tten Deutschlands Sicherheit am Hindukusch und noch erfolgreich verteidigt. Oder wie verquer muss es in den K&ouml;pfen anderer aussehen, damit zu leben, der &Ouml;ffentlichkeit etwas vorzugaukeln, was sie schon l&auml;ngst besser wissen. Man w&uuml;nschte ihnen fast die Traumata vieler Soldaten, die sie in diese unm&ouml;gliche Mission geschickt haben. Vielleicht w&uuml;rden sie dann ein St&uuml;ck Humanit&auml;t wiedergewinnen und diejenigen, die uns in diesem fremden Land geholfen haben, nicht im Stich zu lassen und ihnen Obhut zu gew&auml;hren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Die Partei der reinen Leere<\/strong><br>\nMehr oder weniger laut nachgedacht wird nur &uuml;ber die Folgen dieser oder jener Entscheidung f&uuml;r die Wahlergebnisse der eigenen Partei. &bdquo;Auf Sicht fahren&ldquo;, nennt man das im parteipolitischen Betrieb. Nach dem Motto: Debatten m&ouml;gen andere f&uuml;hren, du, gl&uuml;ckliche Union, regiere!&hellip;<br>\nEs gibt keinen intellektuell gef&uuml;hrten Diskurs in der Union. Immer wenn es um grundlegende Fragen geht, immer wenn es eigentlich angebracht w&auml;re, ein politisches Problem einmal zu durchdringen und nach grunds&auml;tzlichen Antworten zu suchen, herrscht bei der Union das Schweigen im Walde&hellip;<br>\nDie Kanzlerin selbst ist in ihrem Desinteresse an allen Fragen, die &uuml;ber das politische Tagesgesch&auml;ft hinausgehen, vermutlich un&uuml;bertreffbar&hellip; Unter Merkel hat diese Verweigerungshaltung der Union gegen das grunds&auml;tzliche Denken und den intellektuellen Diskurs extreme Ausma&szlig;e angenommen. Aber sie begann nicht mit ihr&hellip;.<br>\nNicht nur die Parteigremien, sondern auch die Konrad-Adenauer-Stiftung h&auml;lt sich aus allem raus, was irgendwie mit einer offenen Diskussion der gro&szlig;en Zukunftsfragen des Landes und dem Versuch zu tun hat, die Antworten darauf zu pr&auml;gen&hellip;<br>\nRegieren ohne nachzudenken. Eine Zeitlang mag das funktionieren. Eine Zeitlang kann eine politische Organisation auf Sicht fahren, wenn sie eine Angela Merkel an der Spitze hat, die den Laden pragmatisch zusammenh&auml;lt, und genug Kauders und Pofallas, die bei jedem Kanzlerwort die Hacken zusammenschlagen, ohne Fragen zu stellen. Aber wenn eine Partei, die mal ein Vehikel f&uuml;r konservative, christlich-soziale und freiheitliche &Uuml;berzeugungen und entsprechende politische Ziele war, nur noch eine leere H&uuml;lle ist, weil noch der letzte Rest vom einstigen Inhalt als Ballast abgeworfen wurde, f&auml;llt sie irgendwann in sich selbst zusammen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/deutschland\/cdu-die-partei-der-reinen-leere\/7900492.html\">Wirtschaftswoche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Kritik von Ferdinand Knau&szlig; kommt zwar von konservativer Seite, doch in der Sache ist sie zutreffend.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Auf dem Weg zur Kanzlerin-D&auml;mmerung<\/strong><br>\nFriede Springer und Angela Merkel sollen befreundet sein. Das hindert Springers Bild-Zeitung nicht daran, die Kanzlerin in Verlegenheit zu bringen&hellip;<br>\nDen ersten Sto&szlig; erhielt die Kanzlerin, als Diekmann Guttenberg zum Medienstar machte und zu ihrem Kronprinzen aufbauschte&hellip;<br>\nDiekmann machte Wulff, den Merkel installiert hatte, nach allen Regeln des Kampagne-Journalismus nieder und trieb ihn in den R&uuml;cktritt&hellip;<br>\nDabei hat er offenbar den Bogen ein wenig &uuml;berspannt. Er wurde zu einer Bildungsreise an die Westk&uuml;ste der USA verbannt, weit weg von Berlin&hellip;<br>\nInzwischen setzt ihr sein Laufbursche Nikolaus Blome zu, stellvertretender Chefredakteur von Bild&hellip;<br>\nEr schreibt, was mancher in Berlin denkt, bisher jedoch nicht &auml;u&szlig;ern mochte. Auf dem H&ouml;hepunkt ihrer Popularit&auml;t und kurz vor der Wahl thematisiert Blome Merkels Abschied. Er sagt ihn f&uuml;r 2015 voraus&hellip;<br>\nBisher rangen die Bild-Zeitung und Merkel um den R&uuml;cktritt anderer, um Guttenberg und Wulff. Nun geht es pl&ouml;tzlich um den Abschied der Kanzlerin. Ihre D&auml;mmerung ist noch nicht da. Sie wird aber schon beschworen. Los wird Merkel das Abschiedsthema nicht mehr&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/post-von-horn.de\/2013\/04\/17\/auf-dem-weg-zur-kanzlerin-dammerung\/?utm_source=Neolox+Mailings&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=Merkel+und+die+Bild-Zeitung+und+Nebenbei&amp;utm_content=Mailing_5852872\">Post von Horn<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Alternative f&uuml;r Deutschland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Alternative f&uuml;r Deutschland<\/strong><br>\nWas besonders auff&auml;llt an der AfD Plattform ist, dass man so tut wie eine R&uuml;ckkehr zur DM alle Problem l&ouml;sen w&uuml;rde, man aber nicht sagt warum und wie das geschehen w&uuml;rde. Sprechen wir es doch aus: Deutschland muss &uuml;ber die Exporte daf&uuml;r bezahlen. W&uuml;rden n&auml;mlich die Wechselkurmechanismen wirken, hei&szlig;t das nichts anderes, als das die DM gegen&uuml;ber den anderen W&auml;hrungen aufgewertet w&uuml;rde (wegen Inflation, Zinsdifferenzen oder gezielten Devisengesch&auml;ften anderer Zentralbanken). Das w&uuml;rde hei&szlig;en, dass deutsche Exporte sich f&uuml;r das Ausland verteuern (unter Umst&auml;nden sogar massiv).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/scienceblogs.de\/zoonpolitikon\/2013\/04\/16\/die-alternative-fur-deutschland\/\">ScienceBlogs<\/a><\/li>\n<li><strong>Alternative f&uuml;r Deutschland: Applaus f&uuml;r die Oberfl&auml;che<\/strong><br>\nDie &bdquo;Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD)&ldquo; scheint den Nerv der Menschen zu treffen. Entsprechend beliebt ist die neue Partei der Euro-Gegner. Doch was steckt eigentlich dahinter? Und wer unterst&uuml;tzt die &bdquo;AfD&ldquo;? Viel Prominenz, wie der Presse zu entnehmen ist. Also eine nette, sympathische Partei mit Leuten wie du und ich?<br>\nDie Grundsatzrede von Bernd Lucke auf dem Gr&uuml;ndungsparteitag der &bdquo;AfD&ldquo; am 14. April 2013 war eine knappe Stunde lang. Abziehen muss man den Applaus, der nach fast jedem Satz Luckes eine kurze Redepause notwendig machte. Vorgestellt wurde nicht weniger als das Programm der Partei. Mehr allerdings auch nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/9628\/alternative-fur-deutschland-applaus-fur-die-oberflache\">Der Spiegelfechter<\/a><\/li>\n<li><strong>AfD: Wahlrecht f&uuml;r Arbeitslose abschaffen?<\/strong><br>\nKonrad Adam wurde&hellip; zusammen mit Bernd Lucke und Frauke Petry zum Vorstand der neuen rechten Partei Alternative f&uuml;r Deutschland gew&auml;hlt. Damit haben wir nun erstmals ein Parteivorstandsmitglied, welches das <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print-welt\/article159946\/Wer-soll-waehlen.html\">Wahlrecht f&uuml;r Arbeitslose anzweifelt<\/a>:<br>\n&bdquo;Vor diesem Hintergrund klingt die Anregung, den Inaktiven und Versorgungsempf&auml;ngern das Wahlrecht abzuerkennen, provokativer, als sie tats&auml;chlich ist. Die F&auml;higkeit, sich selbst und den Seinen den Lebensunterhalt zu verdienen, galt in der Theorie der europ&auml;ischen Verfassungsbewegung als eine selbstverst&auml;ndliche Voraussetzung f&uuml;r die Gew&auml;hrung des Wahlrechts.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/andreaskemper.wordpress.com\/2013\/04\/15\/afd-wahlrecht-fur-arbeitslose-abschaffen\/\">Andreas Kemper<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Situation ist noch viel schlimmer: Man braucht den Arbeitslosen gar nicht mehr das Wahlrecht abzuerkennen, sie gehen &uuml;berwiegend ohnehin nicht mehr zur Wahl. Weil sie keinen Sinn mehr darin sehen.<\/em> <\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Das Allerletzte: &bdquo;Alles Gute&ldquo; w&uuml;nschte Plasberg der Verteidigerin von Beate Zsch&auml;pe &hellip;<\/strong><br>\nDass es bei dieser Berichterstattung um Sensationsgier und nicht um juristische Aufkl&auml;rung geht, wird schon daran deutlich, dass &uuml;ber die &uuml;brigen Angeklagten kaum eine Berichterstattung erfolgt, obwohl die diesen gemachten Vorw&uuml;rfe zumindestens teilweise schwieriger zu beweisen sein werden als die Vorw&uuml;rfe gegen Frau Zsch&auml;pe.<br>\nDie Monstr&ouml;sit&auml;t der Verbrechen verschwindet auch v&ouml;llig, wenn Frank Plasberg dann in seiner Sendung &ldquo;Hart aber fair&rdquo; vom 15. 04. 2013 die Verteidigerin Anja Sturm interviewt, die erkl&auml;rt, sie habe von Anfang an das Verfahren &uuml;bernehmen wollen, sie habe auch gleich ein gutes Vertrauensverh&auml;ltnis zu Frau Zsch&auml;pe aufgebaut und sie h&auml;lt die Anklage der Bundesanwaltschaft f&uuml;r &uuml;bertrieben. Es ist schon eine interessante Frage, wie man das Vertrauen zu einer Person aufbaut, die kurz vor ihrer Festnahme ein Haus angez&uuml;ndet hat und dabei billigend den Tod einer Neunzigj&auml;hrigen sowie von Handwerkern in Kauf genommen hat und dann auch noch das Bekennervideo &uuml;ber die Mordtaten verschickte. Es gibt offenbar gen&uuml;gend Rechtsanw&auml;lte, die sich im Medieninteresse sonnen, unabh&auml;ngig davon, was und wen sie eigentlich verteidigen.<br>\nDass aber Plasberg dann der Verteidigerin &bdquo;alles Gute&ldquo; w&uuml;nscht, ist nun wirklich ein Schlag ins Gesicht der Opfer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blog-rechtsanwael.de\/alles-gute-wunschte-plasberg-der-verteidigerin-von-beate-zschape\/\">die Schneeflocke<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-16898","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16898","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=16898"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16898\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16902,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16898\/revisions\/16902"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=16898"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=16898"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=16898"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}