{"id":16909,"date":"2013-04-18T08:37:59","date_gmt":"2013-04-18T06:37:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16909"},"modified":"2013-04-18T08:48:46","modified_gmt":"2013-04-18T06:48:46","slug":"hinweise-des-tages-1861","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16909","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16909#h01\">Geld schl&auml;gt Recht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16909#h02\">Wolfgang M&uuml;nchau: Warum die Anti-Euro-Partei Merkels Sieg gef&auml;hrdet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16909#h03\">Wer keine verl&auml;sslichen Daten hat, trifft falsche Prognosen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16909#h04\">ver.di zieht f&uuml;rs Streikrecht vor das Bundesverfassungsgericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16909#h05\">Personal gesucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16909#h06\">80 Jahre Zerschlagung der deutschen Gewerkschaften &ndash; Erfahrungen, Lehren, Erinnerungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16909#h07\">Hartz IV verletzt Grundrechte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16909#h08\">Zehn Jahre unsoziale Politik.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16909#h09\">Pkw-Markt unter Druck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16909#h10\">Den Versuch war&rsquo;s wert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16909#h11\">Ursula von der Leyen: Die Angreiferin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16909#h12\">Wohl eher Pressefeigheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16909#h13\">Schuldenfalle Studium<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16909#h14\">UN-Ausschuss r&uuml;gt Umgang mit Sarrazins Thesen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16909#h15\">Zu guter Letzt: Volker Pispers &ndash; Brot und Spiele<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16909&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Geld schl&auml;gt Recht<\/strong><br>\nBei der Euro-Rettung entwickelt sich ein hochgef&auml;hrliches Prinzip: Je mehr Geld im Spiel ist, umso weniger gelten rechtliche Regeln. Am Donnerstag stimmt nun der Bundestag &uuml;ber die Zypern-Hilfe ab. Weil die Folgen eines Neins unabsehbar w&auml;ren, k&ouml;nnen die Parlamentarier das Rettungspaket nur noch abnicken. Das ist nicht recht&hellip;<br>\nAm Beispiel des ESM, des Europ&auml;ischen Stabilit&auml;tsmechanismus, wird das erschreckend deutlich. Dieser Mechanismus ist nicht irgendetwas Finanztechnisches, sondern ein Vertrag, der vom Bundestag als Gesetz beschlossen wurde, Gesetzeskraft hat und vom Bundesverfassungsgericht am 12. September 2012 in einem &ldquo;Ja, aber&rdquo;-Urteil gebilligt wurde. Am Donnerstag steht nun im Bundestag die Zypern-Hilfe, ein neues ESM-Rettungspaket, zur Abstimmung. Bei dieser Zypern-Hilfe zeigt sich, dass die EU- Rettungsmechaniker sich weder um die vom Verfassungsgericht formulierten Einschr&auml;nkungen noch um das Vertragswerk selbst viel scheren. Das Karlsruher Gericht hat versucht, die Rechte des Bundestages zu st&auml;rken; es hat versucht, Regeln aufzustellen, die eine Vogel-friss-oder-stirb-Situation im Parlament vermeiden&hellip;<br>\nZur Abstimmung steht n&auml;mlich nicht nur ein Grundsatzbeschluss, Zypern zu helfen; zur Abstimmung stehen auch schon alle von der EU-Troika fertig ausgehandelten Auflagen. Damit entsteht ein ungeheuerer Zustimmungsdruck; das Parlament kann nur noch nicken (oder sich, mit unabsehbaren Folgen, verweigern).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/zypern-hilfe-im-bundestag-geld-schlaegt-recht-1.1651613\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wolfgang M&uuml;nchau: Warum die Anti-Euro-Partei Merkels Sieg gef&auml;hrdet<\/strong><br>\nInteressanterweise ist die AfD auch f&uuml;r bestimmte Euro-Bef&uuml;rworter attraktiv. F&uuml;r diejenigen n&auml;mlich, die glauben, dass man den Euro nur durch einen Austritt Deutschlands retten kann. Die AfD steht schlie&szlig;lich nicht f&uuml;r die Abschaffung des Euro, sondern lediglich f&uuml;r die freie Wahl eines Landes, die W&auml;hrungsunion zu verlassen. Wenn Deutschland austritt, w&uuml;rde der Rest-Euro abwerten. Genau das ist notwendig, um dem S&uuml;den einen Wachstumsschub zu verleihen, der dann schnell die Schuldenquoten dr&uuml;cken wird.<br>\nIm Gegenzug w&uuml;rde die neue Mark aufwerten. Deutschlands unanst&auml;ndig hohe Handels&uuml;bersch&uuml;sse w&uuml;rden dahinschmelzen. ..<br>\nDas deutsche Wirtschaftswunder der f&uuml;nfziger und sechziger Jahre hatte weniger mit Ludwig Erhard zu tun als mit der einfachen Tatsache, dass Deutschland von einem System fester Wechselkurse profitierte und mit relativer Lohnzur&uuml;ckhaltung seine Wettbewerbsf&auml;higkeit auf Kosten anderer sicherte. Genau dasselbe ist im Euro-Raum erneut passiert. Der Euro brachte den Wettbewerbserfolg, nicht die Reformen von Gerhard Schr&ouml;der. Wenn der Wechselkurs wieder wild herumspringt, dann verpuffen diese Reformen komplett.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/muenchau-ueber-afd-warum-die-partei-so-gefaehrlich-ist-fuer-angela-merkel-a-894861.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wer keine verl&auml;sslichen Daten hat, trifft falsche Prognosen<\/strong><br>\nDer Arbeitskreis &bdquo;Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der L&auml;nder&ldquo; hat dabei zum Teil erhebliche Korrekturen der Berechnungen f&uuml;r die Jahre 2010 und 2011 gemeldet. Das Niveau der Produktion in den einzelnen ostdeutschen Fl&auml;chenl&auml;ndern wurde f&uuml;r die beiden Jahre (mit Ausnahme von Sachsen-Anhalt f&uuml;r 2011) jeweils um rund 1 % bis 3 % angehoben.<br>\nWas dann rein statistisch in der Folge ein st&auml;rkeres Wachstum unmittelbar nach dem Krisenjahr 2009, aber ein Abbremsen im darauffolgenden Jahr ergibt.<br>\n(Das) macht dabei aber auch deutlich, auf welchem schwankenden Grund in Deutschland und anderswo eigentlich wirtschaftliche Wachstumsprognosen getroffen werden. Und das oft zu einem Zeitpunkt, zu dem noch nicht einmal die Abschlussdaten f&uuml;r das vergangene, geschweige denn das laufende Jahr vorliegen&hellip;<br>\nAlso empfiehlt sich ein gesunder Abstand der Entscheidungstr&auml;ger von der Zahlengl&auml;ubigkeit im &ouml;ffentlichen Raum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.l-iz.de\/Politik\/Kassensturz\/2013\/04\/Falsche-Prognosen-wegen-fehlender-Daten-47701.html\">Leipziger Internet Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>ver.di zieht f&uuml;rs Streikrecht vor das Bundesverfassungsgericht<\/strong><br>\nver.di hat gegen die Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts (BAG) zum kirchlichen Arbeitsrecht Verfassungsbeschwerde eingelegt. &bdquo;Weil das Bundesarbeitsgericht beim Arbeitskampfrecht als eine Art Ersatzgesetzgeber fungiert, halten wir es f&uuml;r zwingend notwendig, die vom BAG vorgenommene Einschr&auml;nkung des Streikrechts f&uuml;r mehr als 1,2 Millionen Besch&auml;ftigte verfassungsrechtlich &uuml;berpr&uuml;fen zu lassen&ldquo;, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske in Berlin. Das BAG hatte in seinem Urteil im November 2012 das kirchliche Selbstordnungsrecht &uuml;ber das Grundrecht auf Streik gestellt. &bdquo;Auch wenn ver.di aktuell in kirchlichen Einrichtungen streiken darf, wird uns das Streikrecht bei der Umsetzung der vom BAG festgelegten Bedingungen f&uuml;r den Dritten Weg dauerhaft bestritten&ldquo;, so der ver.di-Vorsitzende.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.verdi.de\/themen\/nachrichten\/++co++d13d4de2-a5af-11e2-8644-52540059119e\">ver.di<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Personal gesucht<\/strong><br>\nVerdi prangert Arbeits&uuml;berlastung in Krankenh&auml;usern an und fordert gesetzliche Mindestbesetzungen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/04-17\/053.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>80 Jahre Zerschlagung der deutschen Gewerkschaften &ndash; Erfahrungen, Lehren, Erinnerungen<\/strong><br>\nEin Tagungsbericht einer Veranstaltung des Instituts f&uuml;r soziale Bewegungen der Ruhr-Universit&auml;t Bochum&hellip;<br>\nDie Gewerkschaftsgeschichte als Organisationsgeschichte kann mittlerweile in der Tat als gut erforscht gelten. Gerade die Zerschlagung der Gewerkschaften am 2. Mai 1933 haben sich Historiker der Arbeiterbewegung ausf&uuml;hrlich gewidmet. Die Realiengeschichte dieser Tage, der ihn umgebenden Wochen und die lange Vorgeschichte, die bis in die Zeit des Kaiserreichs zur&uuml;ckreicht und einen wichtigen Teil der Geschichte der Weimarer Republik umfasst, ist leidlich bekannt. Dagegen ist die Erinnerungsgeschichte dieses Tages so gut wie unbekannt. Wenn der amerikanische Kulturwissenschaftler Andreas Hussen mit seiner Annahme Recht hat, das die Vergangenheit die F&auml;higkeit besitzt, das Bewu&szlig;tsein unserer Gegenwart zu durchdringen, dann stellt sich f&uuml;r die Gewerkschaftsgeschichte die Frage, welchen Einflu&szlig; die Erinnerung an den 2. Mai 1933 auf das Bewu&szlig;tsein verschiedener Zeitschichten seit diesem Ereignis genommen hat. Welche Aspekte des 2. Mai wurden durch institutionalisierte Formen von Erinnerung ritualisiert? Welche anderen Aspekte wurden vergessen oder vernachl&auml;ssigt? Wie werden Erinnerungen mit der Zeit &uuml;berschrieben und verdr&auml;ngt durch andere Erinnerungen und wie schaffen es Historiker, diese verschiedenen Schichten der Erinnerung wie bei einem Palimpsest wieder freizulegen, um die jeweilige Zeitgebundenheit von Erinnerung ebenso wie ihre Beweglichkeit &uuml;ber die Zeit hin zu veranschaulichen und zu demonstrieren. Das wird f&uuml;r die Zukunft eine zentrale Herausforderung f&uuml;r die Gewerkschaftsgeschichte sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hsozkult.geschichte.hu-berlin.de\/tagungsberichte\/id=4756\">HSozuKult<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Hartz IV verletzt Grundrechte<\/strong><br>\nWas kritisieren Sie an den Hartz-IV-Gesetzen?<br>\nSie schr&auml;nken die Grundrechte der Menschen ein und stellen somit eine in ihrem Kern demokratiefeindliche Gesetzgebung dar. Die Leistungsberechtigten sind erpressbar durch die Sanktionen. Sie d&uuml;rfen ihre Stadt nicht verlassen, sie werden gezwungen, fast jeden Job anzunehmen. Der in der Verfassung festgeschriebene Sozialstaat wird durch Hartz IV abgebaut, das betrifft uns alle &ndash;egal, ob wir erwerbslos sind oder erwerbst&auml;tig. Jeder dieser Einzelpunkte gef&auml;hrdet die Errungenschaften des Grundgesetzes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/im-wortlaut\/hartz-4-verletzt-grundrechte\/\">Linksfraktion<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zehn Jahre unsoziale Politik.<\/strong><br>\nVon Christoph Butterwegge. Reihe &laquo;Analysen&raquo;.<br>\nRund um das 10. Agenda-2010-Jubil&auml;um ist eine richtige Schlacht um die Deutungshoheit im Hinblick darauf entbrannt, ob die Agenda-Politik ein Segen f&uuml;r Deutschland und seinen Arbeitsmarkt oder ein umfassendes Regierungsprogramm zur Pauperisierung, Prekarisierung und sozialen Polarisierung war. Die sozialdemokratischen Hauptrepr&auml;sentanten der Agenda 2010, etwa Gerhard Schr&ouml;der, von manchen als &laquo;Gazprom-Gerd&raquo; verh&ouml;hnt, und Wolfgang Clement, mittlerweile zum FDP-Wahlk&auml;mpfer herabgesunken, tourten quer durch die Bundesrepublik und deren Medienlandschaft, um sich daf&uuml;r selbst zu loben und ihre angeblichen Erfolge im Rahmen des Agenda-2010-Jubil&auml;ums noch einmal gemeinsam mit den m&auml;chtigsten und feinsten Kreisen der Gesellschaft, die von ihren Reformen teilweise in barer M&uuml;nze profitiert haben, zu feiern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rosalux.de\/publication\/39386\/gerhard-schroeders-agenda-2010.html\">Rosa-Luxemburg-Stiftung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Pkw-Markt unter Druck<\/strong><br>\nAuto-Zulassungen gehen dramatisch zur&uuml;ck<br>\nDie Deutschen lassen immer &ouml;fter das Auto stehen &ndash; und zwar beim H&auml;ndler. Auch in den anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern schrumpft der Markt rapide. Das liegt nicht nur an der Krise auf dem Kontinent. Das Auto als Statussymbol hat ausgedient.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/pkw-markt-unter-druck-auto-zulassungen-brechen-dramatisch-ein-1.1650876\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Woran das wohl liegt? Schlie&szlig;lich wird uns die GfK vermelden, dass die Konsumneigung und die Bereitschaft, Geld f&uuml;r langlebige Wirtschaftsg&uuml;ter auszugeben, noch nie so hoch war wie heute. Und da ja auch die Einkommen in Deutschland alle Rekorde brechen (kleiner Scherz), m&uuml;ssen andere Erkl&auml;rungen herhalten&hellip; &ldquo;Das Auto als Statussymbol hat ausgedient&rdquo;, &ldquo;Carsharing&rdquo;, &ldquo;Unterhaltungselektronik&rdquo; &ndash; all das mag einen Beitrag leisten, aber solche mittelfristig wirkenden Trends k&ouml;nnen mehr als zweistellige R&uuml;ckg&auml;nge nicht erkl&auml;ren. Benzin ist auf Jahresfrist sogar billiger geworden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Den Versuch war&rsquo;s wert<\/strong><br>\nAnmerkungen zur Enquete-Kommission &bdquo;Internet und digitale Gesellschaft&ldquo; des Deutschen Bundestages.<br>\nSeit Anfang April liegen alle 12 Zwischenberichte und der Schlussbericht auf <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/internetenquete\">der Homepage vor<\/a>. Ohne jedes einzelne dieser Dokumente hier angemessen w&uuml;rdigen zu k&ouml;nnen, l&auml;sst sich summarisch feststellen, dass sie in ihren Analyseteilen sorgf&auml;ltige und materialreiche Bestandaufnahmen auf der H&ouml;he der Zeit enthalten und in ihren &ndash; h&auml;ufig kontrovers ausgefallenen &ndash; Empfehlungen nicht nur die Dringlichkeit des netzpolitischen Handlungsbedarfs erkennen lassen, sondern auch die Konfliktlinien zwischen unterschiedlichen Lagern und Parteien.<br>\n&hellip;sie hat die Unterschiede deutlich gemacht, wie eine Netzpolitik, die den Namen auch verdient, durch die jeweiligen Brillen der Beteiligten aussehen k&ouml;nnte. Vor allem aber hat sie eines gezeigt: wie viel Arbeit noch vor dem Parlament und k&uuml;nftigen Regierungen liegt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/20-2013\/++co++0ea5ca04-a373-11e2-a382-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ursula von der Leyen: Die Angreiferin<\/strong><br>\nSie ist eine K&auml;mpferin: Arbeitsministerin Ursula von der Leyen hat Angela Merkel im Streit &uuml;ber die Frauenquote herausgefordert und einen Kompromiss durchgesetzt. Nun fragen sich viele in der Union: Will sie die Kanzlerin beerben?<br>\nPraktisch hat von der Leyen f&uuml;r Frauen in Aufsichtsr&auml;ten nichts erreicht. Konkret aber hat sie f&uuml;r viel Wirbel gesorgt. So viel Aufregung war lange nicht mehr in der schwarz-gelben Koalition, vor allem in der CDU. Viele in der Koalition zweifeln, dass es von der Leyen &uuml;berhaupt um die Sache ging. Sie glauben, die eigentliche Frage der vergangenen Tage, die da ausgefochten wurde, drehte sich um ein anderes, viel gr&ouml;&szlig;eres Zukunftsprojekt &ndash; um die Nachfolge Merkels. Von der Leyen habe Merkel die Stirn zeigen wollen. So k&auml;mpfe wohl nur jemand, der sich zu H&ouml;herem berufen f&uuml;hlt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/merkels-sprecher-nennt-von-der-leyen-engagierte-ministerin-a-894892.html\">Spiegel Online<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dieser Beitrag ist sachlich nicht weiter interessant, bemerkenswert ist vielmehr wie hier wieder einmal von einem &bdquo;Leidmedieum&ldquo; (kein Schreibfehler) personalpolitische Kampagnen angesto&szlig;en werden. Die Zeit zieht auf ihrer <a href=\"http:\/\/leserservice.zeit.de\/die-zeit-diese-woche\/?r=titel&amp;bmMailId=Q4RFAKQ-Q4MWS48-3S1770&amp;pa=0\">Titelseite diese Woche gleich mit<\/a>.<\/em><br>\n<em>Man erinnere sich noch daran, wie die gleichen Medien damals Steinbr&uuml;ck als Kanzlerkandidat aufgebaut, oder sollte man besser sagen der SPD aufgedr&auml;ngt haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wohl eher Pressefeigheit<\/strong><br>\nEine Studie vergleicht, wie vier Tageszeitungen und zwei Wochenmagazine mit den Themen Armut und Reichtum umgehen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/04-18\/026.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Schuldenfalle Studium<\/strong><br>\nAls Mante vor f&uuml;nf Jahren ihr Bachelorstudium in Medienwissenschaften begann, nahm sie einen Studienkredit bei der Dresdner Bank auf. H&ouml;chstens 34.000 Euro sollte Mante inklusive Zinsen zur&uuml;ckzahlen, so war es mit der Bank vereinbart. &ldquo;Flexi-Studienkredit&rdquo; nannte sich das Angebot f&uuml;r Studenten, das die Dresdner Bank von 2006 bis 2009 im Portfolio hatte. Das &ldquo;Flexi&rdquo; im Namen stand f&uuml;r volle Flexibilit&auml;t, die R&uuml;ckzahlungskonditionen blieben bei Abschluss des Kreditvertrages offen. Erst bei F&auml;lligkeit nach einer Karenzzeit von einem Jahr sollte vereinbart werden, zu welchem Zinssatz, in wie vielen Raten und in welcher H&ouml;he der Kredit zur&uuml;ckgezahlt werden w&uuml;rde. Die Berufsanf&auml;nger sollten die Tilgungsbedingungen so ihrem Einkommen nach dem Studium angleichen k&ouml;nnen. Da Mante an einer privaten Medienakademie w&auml;hrend ihres Bachelor-Studiums allein um die 20.000 Euro Studiengeb&uuml;hren zahlte, war sie auf solch einen Kredit angewiesen: &ldquo;Ohne das Geld w&auml;re das Studium f&uuml;r mich niemals m&ouml;glich gewesen&rdquo;, sagt die 26-J&auml;hrige. W&auml;hrend Mante noch studierte, schluckte die Commerzbank 2009 die Dresdner Bank und &uuml;bernahm damit auch die Flexi-Studienkredite. Als f&uuml;r Anna Mante im Oktober vergangenen Jahres die R&uuml;ckzahlung anstand, war von der versprochenen Flexibilit&auml;t nicht mehr viel &uuml;brig: Zun&auml;chst informierte die Commerzbank die Studentin &uuml;berhaupt nicht &uuml;ber die F&auml;lligkeit des Darlehens. Monate sp&auml;ter forderte das Institut dann innerhalb von wenigen Wochen die Tilgung der gesamten Kreditsumme &ndash; f&uuml;r die Masterstudentin ohne geregeltes Einkommen kaum realisierbar. Mittlerweile sind hohe &Uuml;berziehungszinsen angefallen und Anna Mantes Schuld bel&auml;uft sich auf mehr als 39.000 Euro. Wie sie das Geld sofort zur&uuml;ckzahlen soll, dies wei&szlig; sie nicht. &ndash; &Auml;hnlich geht es vielen Studenten, deren &ldquo;flexible&rdquo; Kreditvertr&auml;ge von der Commerzbank &uuml;bernommen wurden. Schon im vergangenen Jahr berichteten vermehrt Studierende, dass die Bank sie &uuml;ber das Auslaufen der Darlehen nicht rechtzeitig in Kenntnis gesetzt hatte. Die Commerzbank forderte ohne Vorwarnung entweder die sofortige R&uuml;ckzahlung des gesamten Kredites &ndash; in manchen F&auml;llen mit &Uuml;berziehungszinsen von bis zu 18 Prozent &ndash; oder die Aufnahme eines neuen Kredites zu ebenfalls hohen Zinss&auml;tzen. Der Kieler Rechtsanwalt Helge Petersen, der allein 2012 mehr als 90 F&auml;lle in dieser Sache betreute, &hellip; vermutet hinter dem Verhalten der Bank System: &ldquo;Bei sehr vielen Vertragsverh&auml;ltnissen mit Betr&auml;gen im Bereich von 30.000 bis 50.000 Euro ist das f&uuml;r die Bank nat&uuml;rlich auch ein gutes Gesch&auml;ft. Das ist mit Sicherheit kein Zufall&rdquo;. &ndash; Beim staatlichen Studienkredit des Marktf&uuml;hrers, der als studentenfreundlich geltenden KfW-Bank, lag der Zinssatz in den vergangenen Jahren noch nie oberhalb von 6,5 Prozent. Obwohl die Studiengeb&uuml;hren bereits in fast allen Bundesl&auml;ndern abgeschafft worden sind, verzeichnet die KfW-Bank von Jahr zu Jahr mehr ausgegebene Darlehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bildung\/commerzbank-kuendigt-studienkredite-schuldenfalle-studium-1.1645112\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>UN-Ausschuss r&uuml;gt Umgang mit Sarrazins Thesen<\/strong><br>\nMit der Niederschlagung einer Klage wegen volksverhetzender &Auml;u&szlig;erungen des ehemaligen Bundesbankers und Berliner Wirtschaftssenators Thilo Sarrazin hat Deutschland gegen die Antirassismuskonvention der UNO versto&szlig;en. Zu diesem Urteil gelangte der st&auml;ndige Ausschuss zur &Uuml;berwachung dieser Konvention (Committee on the Elimination of Racial Discrimination, CERD) in Genf jetzt nach einer &uuml;ber dreij&auml;hrigen Untersuchung. Nach einem im Herbst 2009 erschienenen Interview Sarrazins in der Zeitschrift Lettre International hatte der T&uuml;rkische Bund Berlin (TBB) Strafantrag wegen Volksverhetzung und Beleidigung gestellt. Die Berliner Staatsanwalt stellte das Verfahren aber ein. Der Widerspruch des TBB blieb erfolglos. In dem Interview hatte Sarrazin behauptet, ein Gro&szlig;teil der in Berlin lebenden T&uuml;rkInnen habe &ldquo;keine produktive Funktion&rdquo; au&szlig;er f&uuml;r den Obst- und Gem&uuml;sehandel. Sie seien &ldquo;weder f&auml;hig noch willens&rdquo; zur Integration und hielten an einer kollektiven, traditionellen und aggressiven Mentalit&auml;t fest. Sarrazin erkl&auml;rte, die T&uuml;rken w&uuml;rden Deutschland mittels ihrer h&ouml;heren Geburtenrate erobern, so wie die Kosovaren das Kosovo. Er h&auml;tte nichts dagegen, wenn es sich nicht um T&uuml;rken, sondern um osteurop&auml;ische Juden handeln w&uuml;rde, die einen 15 Prozent h&ouml;heren Intelligenzquotienten als die Deutschen h&auml;tten. Mit diesen Aussagen habe Sarrazin &ldquo;die Ideologie rassischer &Uuml;berlegenheit und von Rassenhass verbreitet&rdquo; und zu &ldquo;rassistischer Diskriminierung angestiftet&rdquo;, stellte das CERD fest. Ebendies hatte die Berliner Staatsanwaltschaft verneint und in Sarrazins &Auml;u&szlig;erungen keine Gef&auml;hrdung des &ouml;ffentlichen Friedens erkennen wollen. Mit dieser Entscheidung &ldquo;hat Deutschland seine Verpflichtung aus der Antirassismuskonvention verletzt, eine eventuelle Gef&auml;hrdung des &ouml;ffentlichen Friedens effektiv zu untersuchen&rdquo;, moniert der UN-Ausschuss. Die nationale Gesetzgebung Deutschlands entspreche bislang nicht den v&ouml;lkerrechtlichen Verpflichtungen aus der Antirassismuskonvention. &ndash; Der CERD empfiehlt Deutschland, &ldquo;seine Politik und Verfahren mit Blick auf die Verfolgung mutma&szlig;licher rassendiskriminierender &Auml;u&szlig;erungen sowie der Behauptung rassischer &Uuml;berlegenheit zu &uuml;berpr&uuml;fen&rdquo; und in Einklang zu bringen mit den Bestimmungen der UNO-Konvention. Zudem wird Berlin &ldquo;aufgefordert&rdquo;, das Urteil des CERD &ldquo;breit zu ver&ouml;ffentlichen und es &ldquo;insbesondere den Staatsanwaltschaften und Gerichten bekannt zu machen&rdquo;. Der UN-Ausschuss erwartet binnen 90 Tagen einen Bericht der Bundesregierung zur Umsetzung seiner Empfehlung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2013%2F04%2F18%2Fa0058&amp;cHash=6de256a0f1e5fbf776cbc2ac64cb87a3\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man darf gespannt sein, wie unsere &ldquo;staatstragenden&rdquo; Leitmedien reagieren werden. Bis jetzt kann von einer &ldquo;breiten Ver&ouml;ffentlichung&rdquo; und Kommentierung weder seitens der Regierung noch der Medien die Rede sein &ndash; mit Ausnahme der &ldquo;taz&rdquo;. Was man nicht genug hervorheben kann.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Das b&ouml;se R-Wort<\/strong><br>\nWas ist Rassismus? Dar&uuml;ber besteht in Deutschland offenbar noch Unklarheit. Seltsamerweise hat auch die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit nicht dazu gef&uuml;hrt, bei allen das Gef&uuml;hl f&uuml;r den allt&auml;glichen Rassismus zu sch&auml;rfen, der Minderheiten heute entgegenschl&auml;gt. Denn vielen f&auml;llt es schwer, eine rassistische Gesinnung zu erkennen, wenn sie statt in Bomberjacke und Springerstiefeln in Anzug und Krawatte daherkommt. Menschenrechtler und Migrantenverb&auml;nde fordern schon lange, Rassismus in all seinen Facetten ernster zu nehmen, und nicht nur seine rechtsextreme Spielart. &ndash; In Nachbarl&auml;ndern wie Frankreich ist zumindest die Justiz schon weiter. Dort wurde auch eine Prominente wie Brigitte Bardot zu einer Geldstrafe wegen Volksverhetzung verurteilt, nachdem sie schwadroniert hatte, Muslime w&uuml;rden &ldquo;ihr Land zerst&ouml;ren&rdquo;. Davon kann Deutschland lernen. Denn solche Urteile k&ouml;nnen eine zivilisierende Wirkung haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2013%2F04%2F18%2Fa0100&amp;cHash=5e6e20cb87dd38becbe4681519a6bf06\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Volker Pispers &ndash; Brot und Spiele<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr2.de\/unterhaltung\/kabarett\/volker_pispers102.html\">WDR2<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-16909","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16909","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=16909"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16909\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16915,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16909\/revisions\/16915"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=16909"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=16909"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=16909"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}