{"id":16964,"date":"2013-04-22T09:04:19","date_gmt":"2013-04-22T07:04:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16964"},"modified":"2013-04-22T09:04:19","modified_gmt":"2013-04-22T07:04:19","slug":"hinweise-des-tages-1863","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16964","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16964#h01\">K&uuml;rzungen, Sozialabbau und Verelendung &ndash; Europa in der Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16964#h02\">Portionierte Armut, Blackbox Reichtum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16964#h03\">Gerechte Armut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16964#h04\">B&ouml;se Kontakte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16964#h05\">Robert Misik &ndash; Ist unsere Politik noch zu retten? Teil 1 &ndash; 3 jetzt auf Video<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16964#h06\">Rudolf Hickel: Stellungnahme zur Anh&ouml;rung zum Gesetzentwurf zur Abschirmung von Risiken und zur Planung der Sanierung und Abwicklung von Kreditinstituten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16964#h07\">Austerity is against European common values!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16964#h08\">Entschlie&szlig;ungsantrag der Fraktion DIE LINKE zum Zypern-Antrag der Bundesregierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16964#h09\">UBS-Hilfe zur Steuerhinterziehung: Frankreich musste gemolken werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16964#h10\">Steuerpolitik &ndash; Der Merkel-Missstand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16964#h11\">Euro-Zone erzielt Handelsrekord dank deutscher Exportexzesse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16964#h12\">Deutschland braucht den Euro oder eine v&ouml;llig andere wirtschaftspolitische Strategie &ndash; die Anti-Euro Partei findet aber keinen neuen Weg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16964#h13\">Steinbr&uuml;ck\/Eurokrise\/Jugendarbeitslosigkeit: SPD-Kanzlerkandidat will Eurokrise mit Aufstockern bek&auml;mpfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16964#h14\">Sklavenmarkt Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16964#h15\">Hartz IV verletzt Grundrechte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16964#h16\">Die Explosion der Ungleichheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16964#h17\">Was in Syrien wirklich geschieht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16964#h18\">Der Medien-Terror ist zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16964#h19\">Amtsmitarbeiter sammelten Daten f&uuml;r Buschkowsky-Buch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16964#h20\">Flassbeck, Davidson, Galbraith, Ghosh, Koo: Handelt jetzt! Das globale Manifest zur Rettung der Wirtschaft<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16964&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>K&uuml;rzungen, Sozialabbau und Verelendung &ndash; Europa in der Krise<\/strong><br>\nDie handelnden Personen in Berlin und Br&uuml;ssel scheinen ihrer Sache sicher zu sein: Die Eurokrise, so sagen sie, sei eine Schuldenkrise und m&uuml;sse daher durch &bdquo;sparen&ldquo; angegangen werden. Doch ein Blick zur&uuml;ck zeigt, dass nicht alles so einfach und eindeutig ist, wie es scheint.<br>\nSchauen wir auf das Jahr 1932. Damals erreichte eine globale Rezession ihren H&ouml;hepunkt, die durch den Zusammenbruch der New Yorker B&ouml;rse 1929 ausgel&ouml;st wurde. Hunderte Millionen Menschen in aller Welt verloren ihre Existenzgrundlage. Mehr als sechs Millionen Menschen waren im Februar 1932 im Deutschen Reich arbeitslos gemeldet. Mit einer Quote von 44 Prozent war dies die weltweit h&ouml;chste Arbeitslosigkeit. Die Arbeitslosenunterst&uuml;tzung reichte kaum zu Leben. Lange Schlangen vor Lebensmittel-Ausgabestellen waren vor allem in Gro&szlig;st&auml;dten nichts Ungew&ouml;hnliches.<br>\nNach dem Ausbruch der Krise 1929 wollte man durch Steuererh&ouml;hungen f&uuml;r die Masse der Bev&ouml;lkerung sowie durch Ausgabenk&uuml;rzungen einen ausgeglichenen Haushalt herbeif&uuml;hren. Staatliche Leistungen etwa f&uuml;r Millionen von Arbeitslosen, von Rentnerinnen und Rentnern wurden drastisch gek&uuml;rzt. Den Besch&auml;ftigten wurden Senkungen ihrer L&ouml;hne und Geh&auml;lter diktiert. Die Folge war ein Verlust volkswirtschaftlicher Nachfrage und ein Zusammenbruch der gesamten Wirtschaft.<br>\nEigentlich sollte man aus dem Jahr 1932 gelernt haben. Und tats&auml;chlich: Nach dem Zweiten Weltkrieg setzten die westlichen Staaten bis in die 1970er Jahre auf strikte Marktregulierung, auf sozialen Ausgleich und auf hohe L&ouml;hne. Dies erm&ouml;glichte hohe Gewinne, umfangreiche Investitionen und Wachstum und sorgte damit f&uuml;r allgemeinen Wohlstand. Auf Konjunkturschw&auml;chen und Wirtschaftskrisen reagierte man gerade nicht mit K&uuml;rzungen, sondern erfolgreich mit Lohnsteigerungen und Mehrausgaben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1135\">annotazioni<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Portionierte Armut, Blackbox Reichtum<\/strong><br>\nWie kommentieren Journalisten Armut und Reichtum? Sehr unterschiedlich und trotzdem mit problematischen gemeinsamen Tendenzen, sagt unsere Medienstudie.<br>\nOb sie von der Bundesregierung, der Bundesbank oder von Wohlfahrtsverb&auml;nden in Auftrag gegeben werden, macht kaum noch einen Unterschied: Berichte zur Lebenslage der Bev&ouml;lkerung werden auch in Deutschland wieder als Armuts- und Reichtumsberichte geschrieben. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie der Journalismus als bedeutende &ouml;ffentliche Stimme die soziale Ungleichheit kommentiert. Untersucht wurden die Ausgaben der Jahre 2008 bis 2012 der Tageszeitungen Berliner Zeitung und Tagesspiegel, SZ und FAZ sowie der Wochenmedien Der Spiegel und Die Zeit; bei diesen die gesamte Printausgabe, bei den Tageszeitungen die redaktionellen Kommentare.<br>\nZwei Befunde nennt die Studie im Titel: &bdquo;Portionierte Armut, Blackbox Reichtum&ldquo;. Die Kommentare thematisieren Armut &ndash; nicht besonders h&auml;ufig, doch immer wieder einmal. Sie setzen sich aber nicht mit dem Problem der Armut auseinander, sie l&ouml;sen es auf in Problemgruppen. Kommentarpraxis ist es, Armut zu zerlegen in Kinder-, Alters-, Migranten-, Langzeitarbeitslosen-, Schwerbehinderten-, Hartz-IV- und Alleinerziehenden-Armut; Frauen sind in den untersuchten Texten nur als M&uuml;tter arm. Nachdem die Verarmung so portioniert wurde, empfehlen die Kommentatoren den einzelnen Gruppen, sie m&ouml;gen sich bilden und engagiert auf die Suche nach einer guten Arbeitsstelle begeben. Wer sich bildet, hat bessere Chancen auf eine gute Arbeit und wer Arbeit hat, der kann Armut hinter sich lassen &ndash; auch in Anbetracht unver&auml;ndert millionenfacher Arbeitslosigkeit und zunehmender Fragilit&auml;t der Arbeitsverh&auml;ltnisse wird dieser Rat als Dogma vorgetragen; kritisch befragt oder gar relativiert wird er &ouml;fter in der Berliner Zeitung, in den anderen Tageszeitungen selten bis gar nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/carta.info\/56965\/portionierte-armut-blackbox-reichtum\/\">Carta<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Gerechte Armut<\/strong><br>\nAlle Parteien versprechen, nach der Bundestagswahl f&uuml;r mehr Gerechtigkeit zu sorgen. Nun versuchen Arbeitgeber zu zeigen, dass der Begriff nichts mit h&ouml;heren L&ouml;hnen und Umverteilung zu tun hat.<br>\nDie Gerechtigkeitsdebatte ist in vollem Gange. Alle Parteien versprechen, nach der Bundestagswahl f&uuml;r mehr Gerechtigkeit zu sorgen. SPD, Gr&uuml;ne und Linkspartei stellen Mindestl&ouml;hne und h&ouml;here Steuern f&uuml;r Besserverdiener in Aussicht, auch in der CDU sind solche Ideen kein Tabu mehr. Die Arbeitgeber wollen all das nicht und mischen sich energisch in die Debatte ein. Die von den Metall-Arbeitgeberverb&auml;nden finanzierte Denkfabrik &bdquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&ldquo; (INSM) hat vor Wochen eine Kampagne gestartet. Die PR-Profis versuchen, ihre Definition von Gerechtigkeit in den K&ouml;pfen der B&uuml;rger zu verankern. Tenor: Umverteilung ist nicht n&ouml;tig. Gerecht ist, wenn alle gleiche Chancen haben.<br>\nGerechtigkeit ist ein Begriff mit vielen Bedeutungen. So zielt die Verteilungsgerechtigkeit tendenziell auf die Angleichung der Einkommen, ungleiche Einkommen lassen sich wiederum mit dem Verweis auf Leistungsgerechtigkeit rechtfertigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/arbeit---soziales\/gerechtigkeitsdebatte-gerechte-armut,1473632,22533850.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>B&ouml;se Kontakte<\/strong><br>\nWER MIT WEM? Eine Studie will die gef&auml;hrliche N&auml;he zwischen Journalisten und Eliten aus der Politik aufzeigen (&hellip;)<br>\nEs sind steile Thesen, die der Medienforscher Uwe Kr&uuml;ger aufstellt. In einer Studie hat Kr&uuml;ger die Berichterstattung deutscher Spitzenjournalisten untersucht (&ldquo;Meinungsmacht. Der Einfluss von Eliten auf Leitmedien und Alpha-Journalisten&rdquo;). Danach positionierten sich Leitmedien zu Themen wie Kriegen nicht nur auf Linie mit der politischen Elite, sie marginalisierten auch Gegenmeinungen.<br>\nKr&uuml;ger volontierte bei der Leipziger Volkszeitung und arbeitete freiberuflich als PR-Texter. Seit Oktober 2012 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut f&uuml;r Kommunikations- und Medienwissenschaft der Uni Leipzig. F&uuml;r seine Promotion &uuml;berpr&uuml;fte er die Netzwerke von 219 Journalisten 21 gro&szlig;er Medien (auch der taz) zu &ldquo;Positionseliten&rdquo; aus Politik und Wirtschaft. (&hellip;)<br>\nVon den untersuchten Medienvertretern w&auml;hlte Kr&uuml;ger vier Journalisten aus, die &uuml;ber enge Verflechtungen &ldquo;im US- und Nato-affinen Milieu&rdquo; verf&uuml;gten: Stefan Kornelius (S&uuml;ddeutsche Zeitung), Klaus-Dieter Frankenberger (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Michael St&uuml;rmer (Die Welt) und Josef Joffe (Die Zeit). Alle vier nahmen regelm&auml;&szlig;ig an der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz teil. Zudem engagierten sie sich in der Atlantik-Br&uuml;cke und in der &ldquo;geheimen Bilderberg-Konferenz, bei der sich nordamerikanische und europ&auml;ische Eliten austauschen&rdquo;. (&hellip;)<br>\nVon den Journalisten Joffe, Frankenberger, Kornelius und St&uuml;rmer fand Kr&uuml;ger 83 relevante Artikel. Darin habe er eine Korrelation zwischen ihren Nato- und US-nahen Netzwerken und der Argumentation entdeckt: &ldquo;Sie verwendeten unkritisch den ,erweiterten Sicherheitsbegriff&rsquo; und argumentierten f&uuml;r ein st&auml;rkeres milit&auml;risches Engagement Deutschlands vor allem in Afghanistan, das von der Nato und den USA gew&uuml;nscht, von der deutschen Bev&ouml;lkerung jedoch mehrheitlich abgelehnt wird.&rdquo; 2008 etwa seien 53 Prozent der B&uuml;rger der Ansicht gewesen, Deutschland solle sich aus den Konflikten heraushalten. Diese Haltung der B&uuml;rger sei teils diffamiert und der Bundesregierung eine bessere &Uuml;berzeugungsarbeit empfohlen worden. &ldquo;Eine Auseinandersetzung mit Einw&auml;nden und Kritik fand nicht statt.&rdquo; Den Vorschlag, ihre Sicht der Dinge im Anhang der Studie darzulegen, h&auml;tten Joffe, Frankenberger, Kornelius und St&uuml;rmer abgelehnt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/archiv\/?dig=2013\/04\/19\/a0095\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Robert Misik &ndash; Ist unsere Politik noch zu retten? Teil 1 &ndash; 3 jetzt auf Video<\/strong><br>\nSeit Anfang April halte ich ja wieder meine fast schon &ldquo;traditionelle&rdquo; Vortragsreihe an der VHS-Ottakring. Diesmal lautet das Thema: &ldquo;Ist unsere Politik noch zu retten? &ndash; &Uuml;ber die Ohnmacht der Politik und Auswege aus der Wutb&uuml;rger-Sackgasse.&rdquo;<br>\nAm kommenden Mittwoch, den 24. April, gibt&rsquo;s dann das gro&szlig;e Finale:<br>\nM&Uuml;SSEN NUR WOLLEN!<br>\nEine progressive Reformbewegung f&uuml;r das 21. Jahrhundert.<br>\nKlarerweise sind auch wieder alle eingeladen, die bisher noch noch den Weg in die VHS-Ottakring gefunden haben. Und f&uuml;r die gibt es hier alle Videos der ersten drei Abende gesammelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.misik.at\/sonstige\/ist-unsere-politik-noch-zu-retten-teil-1---3-jetzt-auf-video-1.php\">Robert Misik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Sehr sehenswert!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Rudolf Hickel: Stellungnahme zur Anh&ouml;rung zum Gesetzentwurf zur Abschirmung von Risiken und zur Planung der Sanierung und Abwicklung von Kreditinstituten<\/strong><br>\nEs fehlt an einem ordnungspolitisch mutigen Zielmodell zugunsten eines dienenden Bankensystems. Die instrumentelle Implementierung gleicht eher einem Prozess des &bdquo;muddling through&ldquo;.<br>\nDurch die mit dem Gesetzentwurf geplante Abschirmung gegen&uuml;ber dem Kredit- und Einlagengesch&auml;ft einer Bank wird lediglich das Investmentbanking in ein rechtliches und wirtschaftliches selbst&auml;ndiges Finanzhandelshaus umgelenkt. Hinzukommt das Handelsgesch&auml;ft auf eigene Rechnung in den CRR-Kreditinstituten unterhalb der Schwellenwerte. Schlie&szlig;lich verschafft die prinzipielle Beibehaltung auch des kurzfristigen, spekulativen Market-Makings weiterhin M&ouml;glichkeiten f&uuml;r den Eigenhandel mit Finanzinstrumenten. Das eigentliche Ziel der Politik, zur Vermeidung des &bdquo;too big to fail&ldquo;, Banken schrumpfen zu lassen und die hierin schlummernde Krisenanf&auml;lligkeit zu reduzieren, wird verpasst. Mit einer Ausweitung des Risikopotenzials zu Lasten der Finanzmarktstabilit&auml;t sowie des Staats ist zu rechnen. Es steht zu vermuten, h&auml;tten diese Regelungen fr&uuml;her bestanden, w&auml;re die Finanzmarktkrise nicht verhindert worden. Schlie&szlig;lich ist der Hinweis wichtig, dass es nicht vorrangig die Universalbanken, sondern die selbst&auml;ndigen Investmentbanken waren, die  in den USA die Finanzmarktkrise erzeugt haben. Deshalb m&uuml;ssen unbedingt Ma&szlig;nahmen zur Regulierung der Spekulationsgesch&auml;fte mit Finanzinstrumenten f&uuml;r Kunden ebenso wie auf eigene Rechnung der Bankh&auml;user ergriffen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/130422_Hinweise_Rudolf_Hickel_Finanzausschuss.pdf\">Rudolf Hickel, Institut Arbeit und Wirtschaft, Universit&auml;t Bremen [PDF &ndash; 210 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Austerity is against European common values!<\/strong><br>\nA lot has been written in recent years since the crisis started about values and the European Social Model. Although funnily enough, most of these are the same values as they were over a century ago in the progressive movement and are still very relevant today. The European Union states six core values in its Charter of fundamental rights: Dignity, Freedom, Equality, Solidarity, Citizens&rsquo; rights and Justice. To be noted here, that is the fundamental rights and not the fundamental values of the EU. Nevertheless these are all widely accepted as the being the basis for European society.<br>\nHowever, there is a clear difference between values, rights and principles. When progressives define their values, they speak on the three core values of equality, solidarity and freedom.<br>\nThus, we have to distinguish this from principles and rights. For instance, equality is a value but equality of opportunities is a principle. Values are generally sets of beliefs about good and bad, right and wrong, and about many other aspects of living and interacting in the society with others. Principles can be described as rules or laws that are universal in nature.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/fepsfreshthinking.blogactiv.eu\/2013\/04\/18\/austerity-is-against-european-common-values\/\">FEPS<\/a>\n<p>passend dazu: <strong>Debunking austerity claims makes no difference to Europe&rsquo;s monks and zealots<\/strong><br>\nYet another pillar of the austerity edifice has crumbled. As many readers will have seen, fresh research has refuted the famous Reinhart-Rogoff paper showing a cliff-edge fall in growth to minus 0.1pc once public debt reaches 90pc of GDP. This was the paper seized upon by Tea Party Republicans, scorched-earth Schaublerians and Rehnites in Europe, our own dear Chancellor George Osborne, and Austro-liquidationists the world over, to back calls for draconian, pro-cyclical, fiscal tightening. A team of economists from the University of Massachusetts has gone for the jugular. Part of the Reinhart-Rogoff error is due to a surreal Excel slip. A handful of countries were accidentally left out. Far too much weight was given to an almost irrelevant episode in New Zealand in 1951.<br>\nIn fact the average growth rate for the 20 developed countries in the study is plus 2.2pc. Big difference. The greater conceptual error was to conflate correlation and cause, or at least to construct the argument in such a way that politicians with an axe to grind and little grasp of history could misuse the data.<br>\nIs it high debt that slows growth? Or is slow growth that causes high debt? Or both?<br>\nI know Carmen Reinhart and Kenneth Rogoff. They are both outstanding IMF\/Harvard economists. Their integrity is beyond question. So the saga saddens me. Yet I never really believed in such a mechanical linkage in the first place.<br>\nBritain&rsquo;s public debt was 260pc of GDP in 1816 at the end of near perma-wars: Seven Years War, American War of Independence, and the Napoleonic Wars. This was whittled down to 24pc over the next century by the magical compound effects of economic growth.<br>\nThe debt reached 220pc in 1945, the price for defeating fascism. This was certainly a drag on the post-War recovery, but it did not stop debt falling to 36pc by the mid-1990s.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130422chart.jpg\" alt=\"Debunking austerity claims makes no difference to Europe's monks and zealots\" title=\"Debunking austerity claims makes no difference to Europe's monks and zealots\"><\/p>\n<p>Interestingly, the UK debt the rose after the First World War, from 129pc to 158pc by the end of the 1920s, because the government pursued an extreme austerity and deflation strategy to restore Britain to the Gold Standard at pre-war parity. It was self-defeating on its own terms. America&rsquo;s debt was 120pc of GDP in 1945. That too plummeted.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blogs.telegraph.co.uk\/finance\/ambroseevans-pritchard\/100024122\/debunking-austerity-claims-makes-no-difference-to-europes-monks-and-zealots\/\">Telegraph<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Entschlie&szlig;ungsantrag der Fraktion DIE LINKE zum Zypern-Antrag der Bundesregierung<\/strong><br>\n(&hellip;) Im Memorandum der Troika aus IWF, EZB und EU-Kommission mit der zyprischen Regierung, das ma&szlig;geblichen durch den Druck der Bundesregierung zustande kam, werden bis ins Detail Ma&szlig;nahmen der Sozial-, Renten-, und Lohnk&uuml;rzung festgelegt. So sollen die Geh&auml;lter im &ouml;ffentlichen Dienst neben einer Arbeitszeitverl&auml;ngerung um bis zu 12,5 Prozent gek&uuml;rzt, die automatische Angleichung der L&ouml;hne an die Preisentwicklung ausgeh&ouml;hlt, die Renten bei gleichzeitiger Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters reduziert und die &ouml;ffentliche Gesundheitsversorgung u.a. durch eine Erh&ouml;hung der Geb&uuml;hren f&uuml;r medizinische Leistungen um 30 Prozent und die Abschaffung von Verg&uuml;nstigungen f&uuml;r sozial Schwache zur&uuml;ckgeschraubt werden. Profitable Staatsunternehmen wie die zyprische Telekom (Cyta), die Elektrizit&auml;tserzeuger (EAC) und die H&auml;fen (CPA) sollen privatisiert werden. Land- und Immobilienbesitz in &ouml;ffentlicher Hand soll in gro&szlig;en Stil ver&auml;u&szlig;ert werden. Bis 2018 soll der zyprische Staat durch Privatisierungen mindestens 1,4 Mrd. Euro einnehmen. Indes zeigen die Erfahrungen aus Griechenland, dass Privatisierungen zu denen ein Staat gezwungen ist, zu &auml;u&szlig;erst niedrigen Verkaufspreisen f&uuml;hren. Demnach wird in Zypern ein sehr weitreichendes Privatisierungsprogramm erforderlich werden um die Vorgaben der Troika zu erf&uuml;llen. Nicht einmal existenzielle Bereiche wie die Wasserversorgung werden vom Privatisierungszwang ausgenommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.axel-troost.de\/article\/7064.entschliessungsantrag-zum-antrag-der-bundesregierung-auf-zustimmung-zu-finanzhilfen-nach-dem-esmfing-fuer-zypern.html\">Axel Troost (Download)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>UBS-Hilfe zur Steuerhinterziehung: Frankreich musste gemolken werden<\/strong><br>\nDie ehemalige Superbank, einst Aush&auml;ngeschild der Alpenrepublik, soll sich nach Angaben von Pariser Beh&ouml;rden in Frankreich illegal um reiche Kundschaft bem&uuml;ht haben &ndash; offenbar mit dem Ziel das Kapital der Steuer zu entziehen. Sollten sich die Vermutungen bewahrheiten, droht dem Schweizer Bankhaus ein neuer Skandal. Es geht immerhin um eine Gesamtsumme von rund 850 Millionen Euro und der Ruf der UBS ist bereits durch die Steueraff&auml;re von Ex-Minister J&eacute;r&ocirc;me Cahuzac besch&auml;digt. Zudem haben sich zwei Pariser Ermittlungsrichter des Falles angenommen, nachdem die Staatsanwaltschaft bereits im Dezember 2012 ersten Hinweisen auf merkw&uuml;rdige Praktiken der UBS-Bank nachgegangen war. Gegen drei Verantwortliche der franz&ouml;sischen UBS-Filialen wird bereits ermittelt: Den Unterlagen zufolge, schreibt &ldquo;Le Monde&rdquo;, h&auml;tten die flei&szlig;igen Banker aus der Schweiz &ldquo;ein System zum systematischen Anwerben franz&ouml;sischer Verm&ouml;gen&rdquo; installiert. Bei ihren Nachforschungen stellten die Richter fest, dass die UBS-Filialen in Frankreich ein Netz von &ldquo;Events&rdquo; auslegten, um beg&uuml;terte B&uuml;rger zu k&ouml;dern: Sie wurden zu Golfturnieren, Opernkonzerten oder Regatten eingeladen, die nur dem Zweck dienten mit den verm&ouml;genden Franzosen anzubandeln. Bei solchen Gelegenheiten reisten die Vertreter aus der Schweiz ein, um die m&ouml;glichen Kandidaten &ndash; im Gesch&auml;ftsjargon &ldquo;prospects&rdquo; genannt &ndash; zu hofieren und dann Vorschl&auml;ge zur &ldquo;Restrukturierung&rdquo; ihrer Anlagen zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/wie-die-ubs-reichen-franzosen-angeblich-beim-steuersparen-hilft-a-895271.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Steuerpolitik &ndash; Der Merkel-Missstand<\/strong><br>\nEs war das einstige Kernthema der schwarz-gelben Koalition, doch Union und FDP setzen nun nicht einmal mehr im Wahlkampf auf die Steuerpolitik. Kanzlerin Merkel ist zu keiner Reform bereit. Doch Gering-, Durchschnitts- und Besserverdiener zahlen zu hohe Steuern und Abgaben, wirklich Reiche hingegen zu wenig. Das muss sich &auml;ndern. [&hellip;]<br>\nSeit dem Jahr 2000 hat sich das Einkommen der Deutschen aus Kapital- und Firmengewinnen um die H&auml;lfte erh&ouml;ht, das Einkommen aus Arbeit dagegen nur um ein Viertel. 350.000 Million&auml;rshaushalte gibt es mittlerweile. Die n&auml;chstliegende Idee ist der Gr&uuml;nen-Vorschlag einer Verm&ouml;gensteuer, die jedoch ein gro&szlig;es Problem hat: Eine Verm&ouml;gensteuer belastet immer wieder den gleichen, schon mehrfach besteuerten Besitz, im Zweifel so lange, bis er aufgebraucht ist. Das ist nicht Besteuerung, das ist Enteignung.<br>\nDas Verm&ouml;gen muss vielmehr in dem Moment zur Finanzierung von Kindergartenpl&auml;tzen, besseren Schulen, Jugendzentren und einer menschenw&uuml;rdigen Altenpflege herangezogen werden, in dem es den Besitzer wechselt, im Erbfall also. Wer erbt, zumal &uuml;ber eine Generation hinweg, dem flie&szlig;t ohne jedes eigene Zutun Geld zu. Mit welchem Recht aber verlangt der Staat dem Arbeitnehmer mit 60.000 Euro Verdienst Steuerzahlungen ab, w&auml;hrend sein Nachbar die f&uuml;nffache Summe als Erbe steuerfrei einstreicht? [&hellip;]<br>\nIn einem zweiten Schritt muss die Politik die Abgeltungsteuer schlichtweg abschaffen und Kapitalertr&auml;ge wieder mit dem individuellen Einkommensteuersatz jedes B&uuml;rgers belegen. Die Privilegierung des Kapitalanlegers gegen&uuml;ber dem Arbeitnehmer w&auml;re damit endlich vorbei.<br>\nFast 190 Milliarden Euro hat der Staat 2012 an Lohn- und Einkommensteuer eingenommen. Die Abgeltung- und die Erbschaftsteuern brachten mit acht beziehungsweise vier Milliarden Euro zusammen gerade einmal ein F&uuml;nfzehntel dieser Summe ein. Der Missstand ist offenkundig. Dennoch ist Angela Merkel, das zeigen ihre j&uuml;ngsten &Auml;u&szlig;erungen, zu keiner Steuerreform bereit. Aber Angela Merkel hat ja auch in der laufenden Wahlperiode schon keine Steuerpolitik betrieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/steuerpolitik-der-merkel-missstand-1.1654168\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Immer noch zur&uuml;ckhaltend. Dennoch sind die Feststellung der grotesken Schieflage bei der Besteuerung und die Forderung nach einer h&ouml;heren Steuer auf Erbschaften und Kapitalertr&auml;ge in der durchg&auml;ngig neoliberalisierten SZ geradezu revolution&auml;r.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Euro-Zone erzielt Handelsrekord dank deutscher Exportexzesse<\/strong><br>\nAn deutschen Stammtischen (und unter einigen orthodoxen &Ouml;konomen) geh&ouml;rt es ja zum guten Ton, unseren s&uuml;deurop&auml;ischen Nachbarn mangelnden Reformwillen zu attestieren. Die FTD hat immer gegen ungerechtfertigte Ressentiments angeschrieben. Und mit neuen Daten von Eurostat wird einmal mehr deutlich, welcher Radikalkur sich die Volkswirtschaften S&uuml;deuropas unterziehen.<br>\nDie damit einhergehenden menschlichen Opfer (Agenda 2010 und Hartz IV scheinen ein schlechter Witz gegen die Verarmung gro&szlig;er Bev&ouml;lkerungsschichten in Griechenland, Spanien, Portugal und Italien; von der grassierenden Perspektivlosigkeit unter den Jungen ganz zu schweigen) soll dieser Text nicht behandeln. Vielmehr wird aber immer klarer: Die Umw&auml;lzungen in S&uuml;deuropa sind entscheidend mitverantwortlich, dass die Euro-Zone strukturell wieder obenauf ist &ndash; als ganzes erwirtschaftete der W&auml;hrungsraum im Februar den h&ouml;chsten Handels&uuml;berschuss jemals, wie Eurostat nun meldete. (&hellip;)<br>\nDas hei&szlig;t: Per Saldo m&uuml;ssen sich diese L&auml;nder also nicht mehr verschulden, um ihre Ausgaben f&uuml;r Konsum und Investitionen zu finanzieren. Eigentlich m&uuml;sste man meinen, dass damit auch die dramatischen deutschen &Uuml;bersch&uuml;sse zur&uuml;ckgehen &ndash; verkaufte Deutschland doch vor der Krise vor allem nach S&uuml;deuropa.<br>\nDoch Fehlanzeige: Die Schieflage der hiesigen Wirtschaft ist heute mindestens ebenso hoch wie vor der Finanzkrise, wie die heutigen Eurostat-Daten zeigen. Ende 2012 lag der &Uuml;berschuss mit knapp 54 Mio. Euro auf dem Niveau des absoluten Rekordwerts von Ende 2007. (&hellip;)<br>\nUnd zieht man die saisonbereinigten Daten der Bundesbank heran, wird klar: Bereits im Herbst vergangenen Jahres erreichte der &Uuml;berschuss mit 50,3 Mrd. Euro erstmals ein neues Allzeithoch. Es scheint, als k&ouml;nne die deutsche Wirtschaft nicht anders, als immer wieder neue Exportexzesse anzusteuern &ndash; zu schlecht sind hierzulande noch immer Konsum- und Investitionsumfeld und damit die Binnenwirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weitwinkelsubjektiv.com\/2013\/04\/19\/euro-zone-erzielt-handelsrekord-dank-deutscher-exportexzesse\/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=euro-zone-erzielt-handelsrekord-dank-deutscher-exportexzesse\">WeitwinkelSubjektiv<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Deutschland braucht den Euro oder eine v&ouml;llig andere wirtschaftspolitische Strategie &ndash; die Anti-Euro Partei findet aber keinen neuen Weg<\/strong><br>\nDie neue, mit vielen &Ouml;konomen als Gr&uuml;ndern best&uuml;ckte Partei, die &bdquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&ldquo; (AfD) wirbt mit einem einfachen Slogan: &bdquo;Deutschland braucht den Euro nicht. Anderen L&auml;ndern schadet der Euro.&ldquo;<br>\nDas ist eine steile These, da Deutschland, wie wir vielfach gezeigt haben, extrem abh&auml;ngig vom Au&szlig;enhandel ist und der Euro mit seinen schwachen Mitgliedsl&auml;ndern f&uuml;r Deutschland wie ein Schutzschirm gegen eine allf&auml;llige Aufwertung gewirkt hat. Wer einen Augenblick dar&uuml;ber nachdenkt, wird schnell feststellen, dass eine Partei, die mit einem solchen Slogan wirbt, eine &auml;u&szlig;erst krude &ouml;konomische Theorie vertreten muss. [&hellip;]<br>\nWer heute so tut, als w&uuml;rde sich Deutschland mit einer eigenen W&auml;hrung ohne gro&szlig;e Kosten einfach in ein Schneckenhaus zur&uuml;ckziehen und weitgehend friktionslos eine rein binnenwirtschaftliche Strategie verfolgen k&ouml;nnen, bel&uuml;gt die W&auml;hler genauso wie der, der so tut, als h&auml;tten die anderen alles falsch und nur Deutschland alles richtig gemacht. Zwischen diesen beiden Polen bewegt sich vermutlich das Spektrum dieser neuen Partei. Wenn aber schon die Pole nicht stimmen, kann auch das, was dazwischen liegt, nicht &uuml;berzeugend sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/deutschland-braucht-den-euro-oder-eine-vollig-andere-wirtschaftspolitische-strategie-die-anti-euro-partei-findet-aber-keinen-neuen-weg\/\">flassbeck economics<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Schwere Vorw&uuml;rfe gegen Chef der Anti-Euro-Partei<\/strong><br>\nBernd Lucke hat ma&szlig;geblich zum Erfolg der neuen Anti-Euro-Partei beigetragen. Doch nun holt ihn seine Vergangenheit ein. Ein f&uuml;hrender &Ouml;konom wirft ihm vor, einst krisenversch&auml;rfende Thesen vertreten zu haben.<br>\nDer Direktor des gewerkschaftsnahen Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK), Gustav Horn, hat schwere Vorw&uuml;rfe gegen den Chef der eurokritischen Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD), Bernd Lucke, erhoben. &bdquo;Es ist bemerkenswert, dass f&uuml;hrende Mitglieder dieser Partei in der Vergangenheit wirtschaftspolitische Vorschl&auml;ge gemacht haben, deren Umsetzung ma&szlig;geblich zum Entstehen der Krise des Euroraums beigetragen haben&ldquo;, sagte Horn Handelsblatt Online.<br>\n&bdquo;So ist Professor Bernd Lucke Mitinitiator des sogenannten Hamburger Appells von 2005, in dem die Bundesregierung zu einer Politik aufgefordert wurde, die am Ende zu den Handelsungleichgewichten beigetragen hat, die am Beginn der Euro Krise stehen.&ldquo; Vor allem die Forderung nach Lohnzur&uuml;ckhaltung und die Darstellung Irlands und Gro&szlig;britanniens als Vorbilder wirkten vor dem Hintergrund der Krisen der vergangenen Jahre &bdquo;etwas merkw&uuml;rdig&ldquo;.<br>\nDen Hamburger Appell hatten seinerzeit 240 deutsche Wirtschaftsprofessoren unterzeichnet, darunter auch der Pr&auml;sident des M&uuml;nchner Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (Ifo) Hans-Werner Sinn, der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael H&uuml;ther, sowie der Leiter des Hamburgischen Weltwirtschafts-Instituts (HWWI), Thomas Straubhaar. Konkret forderten die &Ouml;konomen damals &auml;u&szlig;erste Lohnzur&uuml;ckhaltung, einen strikten Sparkurs und weit reichende Einschnitte in die sozialen Sicherungssysteme.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/krisenverschaerfende-forderungen-schwere-vorwuerfe-gegen-chef-der-anti-euro-partei\/8094078.html\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Sch&ouml;n, dass das Handelsblatt dieses Thema aufgreift. Neu sind diese &bdquo;schweren Vorw&uuml;rfe&ldquo; aber <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16524\">nicht<\/a> und sie betreffen nicht nur Lucke, sondern rund die H&auml;lfte der F&uuml;hrungsriege der AfD.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Steinbr&uuml;ck\/Eurokrise\/Jugendarbeitslosigkeit: SPD-Kanzlerkandidat will Eurokrise mit Aufstockern bek&auml;mpfen<\/strong><br>\nLaut Deutschlandfunk soll der Kanzlerkandidat der SPD tats&auml;chlich &ldquo;Lohnzusch&uuml;sse gegen Jugendarbeitslosigkeit in Europa&rdquo; gefordert haben. Die besonders hohe Jugendarbeitslosigkeit in Europa ist, wie die insgesamt stark angestiegene Arbeitslosigkeit, eine direkte Folge der Eurokrise und der zu ihrer L&ouml;sung erzwungenen Lohn- und Ausgabenk&uuml;rzungen in den Krisenl&auml;ndern, die einen massiven Nachfrageeinbruch zur Folge haben. Als begeisterter Vertreter der Agenda 2010 und damit auch von Hartz IV ist Steinbr&uuml;ck jedoch mit seinem Vorschlag nur konsequent. Wie schrieb der DGB Ende vergangenen Jahres: &ldquo;Arm trotz Arbeit: Aufstocker sind wesentlicher Teil des Hartz IV-Systems&ldquo;. Dort hei&szlig;t es v&ouml;llig richtig:<br>\n&ldquo;Wirtschaftspolitisch ist es verheerend, wenn Hartz IV faktisch als Kombilohn von Unternehmen missbraucht wird. Hartz IV-Leistungen wirken auf diese Weise wie ein unbefristeter Lohnkostenzuschuss, der dann besonders hoch ist, wenn die Unternehmen niedrige L&ouml;hne zahlen. Durch Dumpingl&ouml;hne wird aber der Wettbewerb zu Lasten fair zahlender Mitbewerber verzerrt. Eine Beendigung des Missbrauchs von Hartz IV durch das Aufstockerunwesen ist zugleich ein Beitrag f&uuml;r mehr Ordnung und Wettbewerbsgleichheit am Arbeitsmarkt.&rdquo;[&hellip;]<br>\nWenn Steinbr&uuml;ck sinnvoll bei den L&ouml;hnen ansetzen will, dann muss er es hier in Deutschland tun. W&uuml;rde er hier endlich f&uuml;r eine verteilungsneutrale Lohnpolitik eintreten &ndash; was nicht vorstellbar ist, ohne an die Agenda-Gesetze heranzugehen, die er und seine Genossen gerade noch einmal kr&auml;ftig gefeiert haben &ndash; und f&uuml;r sp&uuml;rbare Ausgaben&uuml;bersch&uuml;sse zur Ankurbelung der Konjunktur hier und in der Eurozone, w&auml;re dies ein Ansatz, der eine Alternative zur Austerit&auml;tspolitik der Bundesregierung durchblicken lie&szlig;e. So aber zeigt sich Steinbr&uuml;ck genauso borniert und gefangen in seiner angebotspolitischen Vorstellung vom Arbeitsmarkt &ndash; die von den Unternehmen gezahlten L&ouml;hne m&uuml;ssen nur niedrig genug sein, dann stellen sie schon ein &ndash; wie die Bundesregierung. Wer das in seiner Funktion bis heute nicht begriffen hat, ist, daran kann kein Zwiefel bestehen, ein hoffnungsloser politischer Fall.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/04\/21\/steinbruckeurokrisejugendarbeitslosigkeit-spd-kanzlerkandidat-will-eurokrise-mit-aufstockern-bekampfen\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Sklavenmarkt Deutschland<\/strong><br>\nEin Feature zum WDR 5 Thementag &ldquo;Arbeit auf Zeit &ndash; Ausweg oder Sackgasse?&rdquo;<br>\nLohndumping ist &uuml;berall. Millionen Geringverdiener arbeiten in prek&auml;ren Verh&auml;ltnissen. Nur etwa 60 Prozent der Erwerbst&auml;tigen haben noch einen unbefristeten Vollzeitjob. Das Heer der Ein-Euro-Kr&auml;fte und Mini-Jobber w&auml;chst.<br>\nFast eine Million Leiharbeiter bekommen oft deutlich weniger als ihre festangestellten Kollegen. Viele sind &bdquo;Aufstocker&ldquo;, das hei&szlig;t, sie brauchen trotz Arbeit Hartz-IV. &bdquo;Die Arbeitswelten driften auseinander&ldquo;, sagen Experten. Die Ausbeutung nimmt zu. Ganz unten: Die Schattenwelt der Saisonarbeiter und Illegalen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/dok-5\/s\/d\/21.04.2013-11.05.html\">WDR 5<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Hartz IV verletzt Grundrechte<\/strong><br>\nWarum haben Sie vor einem Jahr begonnen, &uuml;ber Ihre Arbeit im Internet zu berichten?<br>\nInge Hannemann: Jahrelang habe ich versucht, mit meinen Vorgesetzten &uuml;ber die Probleme zu sprechen, die ich t&auml;glich erlebe. Ich habe mich sogar an die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit gewandt. Weil das alles nichts brachte, habe ich schlie&szlig;lich die &Ouml;ffentlichkeit gesucht.<br>\nWas kritisieren Sie an den Hartz-IV-Gesetzen?<br>\nSie schr&auml;nken die Grundrechte der Menschen ein und stellen somit eine in ihrem Kern demokratiefeindliche Gesetzgebung dar. Die Leistungsberechtigten sind erpressbar durch die Sanktionen. Sie d&uuml;rfen ihre Stadt nicht verlassen, sie werden gezwungen, fast jeden Job anzunehmen. Der in der Verfassung festgeschriebene Sozialstaat wird durch Hartz IV abgebaut, das betrifft uns alle &ndash;egal, ob wir erwerbslos sind oder erwerbst&auml;tig. Jeder dieser Einzelpunkte gef&auml;hrdet die Errungenschaften des Grundgesetzes.<br>\nSie beschreiben, wie die Arbeit in Jobcentern die dort Besch&auml;ftigten krank macht.<br>\nEs ist anstrengend, jeden Tag mit dem Leid anderer Menschen konfrontiert zu sein. Zudem der Druck durch unz&auml;hlige Handlungsanweisungen, Bestimmungen und st&auml;ndig neue &Auml;nderungen. Jeder Arbeitsvermittler muss ein Pensum erf&uuml;llen: etwa vier bis f&uuml;nf Gespr&auml;che am Tag. Das Problem ist, dass wir auch Eintr&auml;ge schreiben und Antr&auml;ge verfassen m&uuml;ssen. Letztlich bleiben kaum 15 Minuten f&uuml;r das pers&ouml;nliche Gespr&auml;ch. Das ist f&uuml;r den einzelnen Erwerbslosen zu wenig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ingehannemann.de\/presse\/\">Inge Hannemann Blog<\/a>\n<p>dazu: <strong>Offener Brief an die Kolleginnen und Kollegen<\/strong><br>\nLiebe Kolleginnen und Kollegen in den Jobcentern. Seit nunmehr sieben Wochen sorge ich mit meiner &ouml;ffentlichen Kritik f&uuml;r Wirbel. Ich bin erstaunt, dass es schon sieben Wochen sind. Mir kommt es vor, als w&auml;re es erst gestern oder vorgestern gestartet. Wochen mit Hochs und Tiefs. Aber auch Wochen, in denen ich sehr viel, vor allem intellektuell, gelernt habe. Erfahrungen, die ich nicht mehr missen m&ouml;chte, und die mich sicher mein Leben lang begleiten werden. Ich habe sehr viel Zuspruch erhalten, aber nat&uuml;rlich auch Ablehnung. Das war mir im Vorfeld bewusst und ich bin auch f&uuml;r die Kritik aus den eigenen Reihen dankbar. Konstruktive Kritik, sofern sie eine ist, ist bereichernd und sollte durchaus diskutiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/altonabloggt.wordpress.com\/2013\/04\/20\/offener-brief-an-die-kolleginnen-und-kollegen\/\">altonabloggt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Explosion der Ungleichheit<\/strong><br>\nAuch eine Einkommensanalyse, die 1995 40 Millionen Steuerpflichtige (dank der Computerhilfe mit imponierender Vollst&auml;ndigkeit) f&uuml;r den Ersten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung erfasst hat, best&auml;tigt die eklatante Ungleichverteilung. Danach bezogen zehn Prozent der Erwerbst&auml;tigen etwa 35 Prozent des Nettogesamteinkommens, das entspricht dem 28fachen dessen, was die untersten zehn Prozent verdienten.[10] Die reichsten f&uuml;nf Prozent besa&szlig;en sogar ein Einkommen, das 95 Prozent aller Einkommensbezieher zusammengenommen nicht erreichten.<br>\nBereits in der NS-Zeit hatte sich f&uuml;r die Spitzengruppe von 0,01 Prozent der Erwerbst&auml;tigen das Einkommen dank der satten Gewinne in der R&uuml;stungsindustrie fast verdoppelt.[11] Auch seit dem &bdquo;Wirtschaftswunder&ldquo; wies das oberste Dezil im Nu h&ouml;here Einkommen auf als dieselbe Einkommensklasse in anderen Industriel&auml;ndern. So ergab etwa 2005 ein exakter wirtschaftswissenschaftlicher Vergleich der Spitzeneinkommen unter anderem in Deutschland, dass bis etwa 1990 die deutschen &bdquo;Superreichen&ldquo; wegen der geringen Erbschaftssteuer sogar vor den amerikanischen Super Rich lagen, ehe deren vehementer Vorsto&szlig; in der Wirtschaftspolitik sie seit der Reaganschen Wende unanfechtbar an die Spitze trug.<br>\nDie Einkommenshierarchie ist einer der wichtigsten &bdquo;Indikatoren der sozialen Differenzierung&ldquo;[12] von Ungleichheit. Wie eine neue OECD-Studie von 2011 festgestellt hat, w&auml;chst in Deutschland die Ungleichheit vor allem wegen der Teilzeitarbeit und der Mini-Jobs an, denn seit 1984 ist es in diesem Bereich zu einem Anstieg von drei auf mehr als acht Millionen Besch&auml;ftigte gekommen. Aber die Einkommen der Vollbesch&auml;ftigten drifteten in den letzten 15 Jahren ebenfalls auseinander: Die Lohnschere zwischen dem Einkommen des oberen zweiten Quintils und dem oberen Saum des f&uuml;nften Quintils hat sich um ein F&uuml;nftel geweitet. (&hellip;)<br>\nDie gro&szlig;e offene Frage bleibt, warum sich bisher so wenig Widerstand gegen diese ma&szlig;lose Einkommens- und Verm&ouml;genssteigerung ge&auml;u&szlig;ert hat. Immerhin stellen die Gewerkschaften die H&auml;lfte der Sitze in den Aufsichtsr&auml;ten, wo Gehaltsfragen und Bonizahlungen durchweg, wie gern betont wird, im Konsens entschieden werden. Hei&szlig;t das, dass diese heiklen Entscheidungen einfach abgenickt werden &ndash; vielleicht in der Hoffnung auf eine im Vergleich immer nur bescheidene Bonuszahlung f&uuml;r die Belegschaft? Und auf den Aktion&auml;rsversammlungen kommt gew&ouml;hnlich eine 90prozentige Zustimmung der Teilnehmer zustande, obwohl damit doch auch &uuml;ber ihre eigene Gewinnspanne entschieden wird. Kritiker der Gesch&auml;ftsberichte genie&szlig;en gew&ouml;hnlich den Ruf neiderf&uuml;llter Pedanten oder exotischer Au&szlig;enseiter.<br>\nDaneben gibt es in Deutschland offenbar eine politisch flei&szlig;ig kultivierte Scheu, Reichtum korrekt zur Besteuerung vorzulegen. Sie wird durch die Einkommenspolitik und die Steuerpolitik mit ihrem Verzicht auf h&ouml;here S&auml;tze bei Spitzeneinkommen, nicht zuletzt mit ihrer extremen Zur&uuml;ckhaltung gegen&uuml;ber einer neuen Verm&ouml;gensteuer noch unterst&uuml;tzt. Angesichts der herrschenden Defizite der Verm&ouml;gensteuerstatistik bleibt die von den Parteien so gepriesene Verteilungsgerechtigkeit g&auml;nzlich auf der Strecke. (&hellip;)<br>\nKurzum: Die Frage nach der sozialen Gerechtigkeit gewinnt eine neue Dringlichkeit, so sehr auch &uuml;berzeugende Kriterien des Zustands, wann sie denn verwirklicht sei, zu bestimmen sind und so umstritten ihre normativen Grundlagen auch sein m&ouml;gen. Soziale Gerechtigkeit &ndash; dieser Topos wird zum &bdquo;Dauerbrenner&ldquo; der innenpolitischen Diskussion in den kommenden Jahren aufsteigen.<br>\nW&auml;hrend dieser Debatte geht es zum einen darum, mit allen Kr&auml;ften und mit Hilfe aller Ressourcen das Dauerph&auml;nomen der aufklaffenden sozialen Ungleichheit auf ein ertr&auml;gliches Ma&szlig; abzumildern. Daran muss sich auch die Gestaltungsf&auml;higkeit der parlamentarischen Demokratie bew&auml;hren, die sich freilich als Interventions- und Sozialstaat einer &auml;u&szlig;erst schwierigen Aufgabe gegen&uuml;ber sieht. Ihre L&ouml;sung verlangt ein au&szlig;erordentliches Ma&szlig; an Lernf&auml;higkeit und Entscheidungskraft. Werden sie vorhanden sein? Das ist die entscheidende Frage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2013\/april\/die-explosion-der-ungleichheit\">Bl&auml;tter<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Was in Syrien wirklich geschieht<\/strong><br>\nEiner der Hauptgr&uuml;nde f&uuml;r den B&uuml;rgerkonflikt in Syrien ist der Aufstand eines Teils der Bev&ouml;lkerung gegen eine feudale Schicht, die sie vollkommen unterjocht hatte. Den Gro&szlig;teil der aufst&auml;ndischen Sunniten treibt der Wunsch nach sozialer Gerechtigkeit und Rache an jenen Feudalisten viel mehr an als konfessionelle Befindlichkeiten. &Uuml;brigens geh&ouml;ren auch die &ldquo;Feudalisten&rdquo; unterschiedlichen Konfessionen an. Die Akteure in all diesen Bereichen sehen sich keineswegs in einen &ldquo;sinnlosen B&uuml;rgerkrieg&rdquo; involviert. Vielmehr begreifen sie sich als Teil eines demokratischen Prozesses. Anzuerkennen, dass es in Syrien Ans&auml;tze eines B&uuml;rgerkriegs gibt, schlie&szlig;t nicht aus, zu erkennen, dass dort eine Revolution stattfindet. ihre elende Lage zu beenden, wobei genau dieses Streben &ndash; in seinen unterschiedlichen Phasen &ndash; Formen eines B&uuml;rgerkriegs einschlie&szlig;en kann. Allgemeiner ausgedr&uuml;ckt: Stets steht ein Teil der Bev&ouml;lkerung auf der Seite des repressiven Staates oder verharrt in Neutralit&auml;t. Revolutionen ohne Gewalt, Revolutionen ohne Verlierer, ohne die notorisch Unentschiedenen, ohne Opportunisten und M&auml;rtyrer gibt es nicht. Daher steht es den Revolution&auml;ren auch unter keinen Umst&auml;nden zu, die sichtbaren Ans&auml;tze zum B&uuml;rgerkrieg in Syrien zu leugnen. Ebenso wenig wie die akut zunehmende konfessionelle F&auml;rbung des Aufstands. Trotzdem ist das, was derzeit in Syrien geschieht, eben kein &ldquo;sinnloser B&uuml;rgerkrieg&rdquo;. Es ist eine Revolution, mit allen dazugeh&ouml;rigen M&uuml;hen und Schmerzen und unterschiedlichen Phasen. Es ist der l&auml;ngste und steinigste aller Wege, die Freiheit zur&uuml;ckzuerlangen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2013%2F04%2F20%2Fa0176&amp;cHash=56fd410e2408b191a5ae5c6fd97ca338\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Der Medien-Terror ist zur&uuml;ck<\/strong><br>\nEndlich kommt Bewegung in die Sache mit den Bombenanschl&auml;gen von Boston. Zwei Verd&auml;chtige sind ausgemacht, einer schon tot. Da die Spur offenbar in den Kaukasus f&uuml;hrt, ist f&uuml;r viele ein islamistischer Hintergrund nun wahrscheinlich. Die Beh&ouml;rden in Amerika schlie&szlig;en das zumindest nicht aus und berufen sich auf verd&auml;chtige &Auml;u&szlig;erungen im Internet wie &ldquo;Meine Religion ist der Islam&rdquo;, die den beiden zugerechnet werden. Seit dieser Woche ist der hysterische Medien-Terror zur&uuml;ck. (&hellip;)<br>\nKurz nach dem Anschlag sprach Obama zur Entt&auml;uschung vieler nicht gleich vom Terrorismus. Das &auml;nderte sich erst, nachdem er sich einen Tag sp&auml;ter mit dem FBI Direktor, der Heimatschutzministerin und seinem pers&ouml;nlichen Terrorismus-Experten beriet. Dabei hatte sich an der Sachlage nichts ge&auml;ndert. Obama gab weiterhin an, nichts &uuml;ber den Tathergang zu wissen. Doch aus Sicht vieler, auch deutscher Medien, war l&auml;ngst klar, der Terror ist zur&uuml;ck. Die Frage ist nur, um welche Art von Terror es sich handelt. Ist es der islamistische oder ein inl&auml;ndischer Terror. Egal, Hauptsache Terror.<br>\nDie Festlegung auf den Begriff Terror ist einfach, weil er endlose Analysen &uuml;ber Motive und T&auml;ter erlaubt oder aber dabei hilft, wie im Falle NSU das Versagen der Beh&ouml;rden und der &Ouml;ffentlichkeit zu verschleiern. ZDF-Terrorismusexperte Elmar Theve&szlig;en ist da nur ein Beispiel. Er wusste schon in der Nacht kurz nach den Anschl&auml;gen in Boston aus Null-Informationen spannende Geschichten zu spinnen. Anderswo explodieren t&auml;glich Bomben und rei&szlig;en Menschen in den Tod, doch niemanden interessiert das. Vielleicht weil die M&auml;rkte nur auf einen bestimmten Terrorismus reagieren oder hiesige Journalisten offenbar nur bei bestimmten Anschl&auml;gen in den Betroffenheitsmodus verfallen k&ouml;nnen.<br>\nDahinter steckt die Gier nach weiteren Sensationsmeldungen. Ein Selbstl&auml;ufer, wenn alle mitspielen. Ach &uuml;brigens, in dem vermeintlichen Terror-Brief an Bundespr&auml;sident Gauck war doch kein Sprengstoff. Jetzt verstehe ich auch, warum die kontrollierte Sprengung im Park von Schloss Bellevue von keinem der Mitarbeiter bemerkt worden war. Diese mussten n&auml;mlich, so erfuhr ich vom ernsthaft dreinblickenden Gerd von Fallois auf Phoenix, per Rundschreiben von dem Vorfall informiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/tautenhahn.blog.de\/2013\/04\/19\/medien-terror-zurueck-15770600\/\">Andr&eacute; Tautenhahn<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Amtsmitarbeiter sammelten Daten f&uuml;r Buschkowsky-Buch<\/strong><br>\nF&uuml;r das umstrittene Buch &bdquo;Neuk&ouml;lln ist &uuml;berall&ldquo; von Bezirksb&uuml;rgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) sind entgegen offiziellen Angaben aus der Beh&ouml;rde Amtsmitarbeiter auch w&auml;hrend ihrer Dienstzeit herangezogen worden. Das geht aus internen Dokumenten des Bezirksamts hervor, die dem Tagesspiegel vorliegen. Danach sollten Bedienstete im vergangenen Jahr &bdquo;Neuk&ouml;llner Highlights&ldquo; sammeln, damit der B&uuml;rgermeister in seinem geplanten Buch dar&uuml;ber berichten k&ouml;nne. Auch sollen nach Tagesspiegel-Informationen Mitarbeiter direkt angesprochen worden sein, um Recherchen f&uuml;r das Buch zu &uuml;bernehmen. (&hellip;)<br>\nUnter Mitarbeitern des Neuk&ouml;llner Amts herrscht Unmut &uuml;ber das Vorgehen der Beh&ouml;rde. So sei bei Anfragen nicht deutlich geworden, dass man f&uuml;r ein privates Projekt eingebunden werden sollte. &bdquo;Der B&uuml;rgermeister schreibt ein Buch&ldquo; sei die Vorgabe gewesen, das Projekt sei im Bezirksamt &bdquo;breit bekannt&ldquo; gewesen. Man habe daher gedacht, es handele sich um eine amtliche Ver&ouml;ffentlichung. &bdquo;Das war wohl ein Missverst&auml;ndnis&ldquo;, hei&szlig;t es.&#8232;Sollte Buschkowsky die Arbeiten selbst veranlasst haben, w&auml;re dies der Innenverwaltung von Senator Frank Henkel (CDU) zufolge untersagt gewesen: Bezirksb&uuml;rgermeister seien &bdquo;nicht befugt, im Rahmen ihrer dienstlichen Funktion und der daraus resultierenden Weisungskompetenz Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen ihres Dienstverh&auml;ltnisses f&uuml;r eigene private Nebent&auml;tigkeiten zu beanspruchen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/neukoelln-ist-ueberall-amtsmitarbeiter-sammelten-daten-fuer-buschkowsky-buch\/8092970.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Wenn der Inhalts des Tagesspiegel-Berichts den Tatsachen entsprechen sollte und Herr Buschkowsky Mitarbeiter des Bezirksamts f&uuml;r sein Buch eingesetzt hat, erinnert das an den Fall des Herrn von und zu Guttenberg, der Mitarbeiter des Deutschen Bundestages f&uuml;r seine Dissertation eingesetzt haben soll.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Flassbeck, Davidson, Galbraith, Ghosh, Koo: Handelt jetzt! Das globale Manifest zur Rettung der Wirtschaft<\/strong><br>\nHandelt jetzt! Das globale Manifest zur Rettung der Wirtschaft<br>\nHeiner Flassbeck, Paul Davidson, James K. Galbraith, Richard Koo, Jayati Ghosh<br>\nEs muss sich etwas &auml;ndern.<br>\nJetzt! Sofort!<br>\nF&uuml;nf der weltweit wichtigsten und anerkanntesten &Ouml;konomen fordern mit ihrem Manifest eine internationale Zusammenarbeit ein, die f&uuml;r die Teilhabe aller Menschen am Fortschritt sorgt und die strikt am Allgemeinwohl ausgerichtet ist. Eine Neuordnung der Priorit&auml;ten in der Wirtschaftspolitik steht dabei ebenso an, wie die Beendigung der einseitigen Konzentration auf den Handel. Ein Weltbuch f&uuml;r alle, die wollen, dass sich endlich etwas &auml;ndert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?feature=player_embedded&amp;v=t1TyDb9CPsA#!\">Westend Verlag via YouTube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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