{"id":1699,"date":"2006-08-22T16:30:03","date_gmt":"2006-08-22T14:30:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/v2\/?p=1699"},"modified":"2006-09-06T17:01:01","modified_gmt":"2006-09-06T15:01:01","slug":"hinweise-des-tages-202","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1699","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Alle bei Kurt und Kurt bei allen<\/strong><br>\nWeniger als in der CDU ist derzeit klar, mit welchen Inhalten die SPD nach der gro&szlig;en Koalition gerne Akzente setzen w&uuml;rde. Ihr aktuelles Beruhigungsgef&uuml;hl, nach den Schr&ouml;derjahren jetzt besser aufs pragmatische Regieren eingestellt zu sein als die z&ouml;gerlich-entscheidungsschwache Union, ist tr&uuml;gerisch. Perspektiven wachsen daraus nicht. Und es gibt verbreitet die These, dass dieser Vorsitzende f&uuml;r gro&szlig;koalition&auml;re Zeiten wie gemacht ist, aber nicht unbedingt mit vergleichbarer Souver&auml;nit&auml;t neue Konstellationen wird vorbereiten k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <em>FR &ndash; Nicht mehr erreichbar (06.09.2006)<\/em><\/li>\n<li><strong>Merkel lobt Schr&ouml;ders Leistung<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/focus.msn.de\/politik\/deutschland\/bundeskanzlerin_nid_34030.html\">FOCUS<\/a>\n<p><em>Kommentar: &ldquo;Das wird Ihnen ja nun besonders gut gefallen&rdquo; &ndash; schreibt unser Nutzer. Warum nicht? Wir haben die beiden nicht anders eingesch&auml;tzt und die N&auml;he immer gesehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Die Wir-Koalition&rdquo;<\/strong><br>\nVizekanzler und Arbeitsminister Franz M&uuml;ntefering, 66, &uuml;ber sein neues Rollenverst&auml;ndnis, die Tr&auml;gheit in der SPD und seine Pl&auml;ne f&uuml;r eine Reform der Hartz-Reform.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/0,1518,432505,00.html\">SPIEGEL ONLINE<\/a><\/li>\n<li><strong>Mehrkosten von 300 Euro pro Kopf<\/strong><br>\nH&ouml;here Abgaben und die K&uuml;rzung von Steuerverg&uuml;nstigungen: Im kommenden Jahr drohen jedem Bundesb&uuml;rger Mehrbelastungen von 300 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/artikel\/175\/83092\/print.html\">sueddeutsche.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Hartz-Reform raubt Kindern Chancen<\/strong><br>\nVerb&auml;nde: Mehr Minderj&auml;hrige leben von Sozialhilfe<br>\nTRIER. (ik) Kinderschutzbund und Wohlfahrtsverb&auml;nde schlagen Alarm: Seit der Einf&uuml;hrung von Hartz IV hat sich die Zahl der Kinder, die auf Sozialhilfeniveau leben, mehr als verdoppelt. Auch in der Region Trier sind viele Familien betroffen.<br>\nQuelle: <em>&ldquo;Trierischer Volksfreund&rdquo; &ndash; Nicht mehr erreichbar (06.09.2006)<\/em><\/li>\n<li><strong>T&uuml;rkei ist Paradies f&uuml;r Manager<\/strong><br>\nStudie der internationalen Unternehmensberatung: Wenn Kaufkraft und Lebenshaltungskosten mit einbezogen werden, liegen die L&ouml;hne f&uuml;r F&uuml;hrungskr&auml;fte in Schwellenl&auml;ndern wie der T&uuml;rkei, Indien oder Russland deutlich h&ouml;her als in Westeuropa und den USA. In dem Vergleich von 29 L&auml;ndern schnitten deutsche Manager mit Platz acht relativ gut ab.<br>\nQuelle: <em>BerlinOnline &ndash; Nicht mehr erreichbar (06.09.2006)<\/em><\/li>\n<li><strong>Nordamerikanische Ford-Misere wird immer schlimmer<\/strong><br>\nUrspr&uuml;nglich wollte der Ford-Chef bis 2012 insgesamt 14 nordamerikanische Fabriken schlie&szlig;en und bis zu 30 000 Mitarbeiter nach Hause schicken. Angesichts des Absatzeinbruchs auf dem heimischen Markt d&uuml;rften zus&auml;tzliche und beschleunigte Werksschlie&szlig;ungen und noch umfangreichere Entlassungen angek&uuml;ndigt werden.<br>\nDie Ford-Aktien sind am Freitag um 2,08 Prozent auf 8,00 Dollar gefallen und lagen damit um 21,6 Prozent unter ihrem Zw&ouml;lfmonatshoch. Das traditionsreiche Unternehmen, das im Juli erstmals seine Position als zweitgr&ouml;&szlig;ter US- Autoanbieter auch im heimischen Markt an Toyota verloren hatte, ist damit nur noch rund 15 Milliarden Dollar wert.<br>\nQuelle: <em>FR &ndash; Nicht mehr erreichbar (06.09.2006)<\/em><\/li>\n<li><strong>Deutsche wollen l&auml;nger arbeiten<\/strong><br>\nEine Mehrheit der Deutschen w&uuml;nscht sich die M&ouml;glichkeit, l&auml;nger arbeiten zu k&ouml;nnen. Eine aktuelle Umfrage der Financial Times und des Meinungsforschungsinstitut Harris zeigt, dass gut 65 Prozent der Deutschen sowie 52 Prozent der Franzosen staatliche Eingriffe in die Arbeitsdauer ablehnen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/106272.html?mode=print\">FTD<\/a><br>\nQuelle 2: <em>HarrisInteractive &ndash; Nicht mehr errreichbar (06.09.2006)<\/em>\n<p><em>Kommentar:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li>Die Fragestellung war so angelegt, dass das gew&uuml;nschte Ergebnis herauskam:<br>\n      (1) W&auml;ren Sie bereit l&auml;nger als 40 Stunden in der Woche zu arbeiten, wenn nur dadurch Ihr Arbeitsplatz gesichert werden k&ouml;nnte und Sie am Ende des Monat deutlich mehr in der Tasche h&auml;tten?<br>\n      (2) W&uuml;rden Sie sich staatliche Eingriffe w&uuml;nschen, die das dann verbieten?<\/li>\n<li>&Auml;rgerlich und manipulativ ist die Verkn&uuml;pfung der Pr&auml;sentation der Meinungsumfrage mit der Forderung Pischetsrieders (VW) an die Gewerkschaften, einer Aufstockung der Arbeitsdauer ohne Lohnausgleich zu akzeptieren. In der Umfrage geht es aber um die Begrenzung von bezahlter Mehrarbeit durch den Staat.<\/li>\n<\/ul>\n<p><\/p>\n<p>Ironischer Weise pr&auml;sentiert die Financial Times unmittelbar nach diesem Artikel die n&auml;chste Umfrage mit dem Titel: &ldquo;Familienplanung scheitert oft an Arbeitszeiten&rdquo;, in welcher u.a. die finanzielle Besserstellung gefordert wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/90673.html?mode=print\">FTD<\/a><\/p>\n<p>Und noch eine Beobachtung zum Schmunzeln, bei den Suchbegriffen : &bdquo;Umfrage Arbeitszeiten Financial Times&rdquo; in der Suchmaschine Google kam als 6!!ter Eintrag ein Hinweis der nachdenkseiten auf eine Manipulation des Monats der FTD bez&uuml;glich eines Beitrages &uuml;ber die Staatsschulden.<\/p>\n<p><strong>An dieser Stelle m&ouml;chte ich anmerken, dass Sie und wir in der Redaktion zum Beispiel die zuvor genannten Hinweise den Nutzern der NachDenkSeiten verdanken. Alleine k&ouml;nnten wir so viel nicht recherchieren und aufbereiten.<br>\nDeshalb ist bei dieser Gelegenheit ein dickes Dankesch&ouml;n f&auml;llig.<\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Mindestlohn schadet Tarifautonomie<\/strong><br>\nArbeitgeberpr&auml;sident Dieter Hundt warnt im FR- Interview vor Arbeitsplatzverlusten durch gesetzliche Mindestl&ouml;hne<br>\nQuelle: <em>FR &ndash; Nicht mehr erreichbar (06.09.2006)<\/em>\n<p><em>Kommentar: Nur zur Information, um im Bild zu sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Menschen entschieden wirtschaftliche Fragen auch aus Faulheit, Gewohnheit oder Stolz, sagte Selten beim Treffen der Nobelpreistr&auml;ger f&uuml;r Wirtschaft in Lindau. Der Homo oeconomicus ist f&uuml;r den 75 Jahre alten Professor aus Bonn ausgestorben: &bdquo;Die Wirtschaftswissenschaft muss in dieser Hinsicht umdenken.&ldquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/data\/2006\/08\/20\/1004491.html\">DIE WELT<\/a>\n<p><em>Kommentar: Dass Menschen sich nicht immer rational &ouml;konomisch, im Sinne der betriebswirtschaftlichen Theorien entscheiden, dass Gewohnheiten eine Rolle spielen, dass Menschen unsicher sind, dass sie nicht ihr gesamtes Leben &uuml;berblicken und deshalb in Ungewissheit entscheiden, ist doch nichts neues. Die Tatsache zum Beispiel, dass vor vielen Jahrzehnten eine gesetzliche Rentenversicherung eingef&uuml;hrt wurde, dass die Gemeinschaft den einzelnen jungen Menschen damit also gezwungen hat, f&uuml;rs Alter vorzusorgen, ist der Erfahrung entsprungen, dass sie in diesem Alter normalerweise nicht &uuml;berblicken k&ouml;nnen, dass die Vorsorge f&uuml;rs Alter notwendig ist. Wenn ein Nobelpreistr&auml;ger jetzt auf diese Idee kommt, ist das immerhin besser, als wenn er nicht darauf k&auml;me. Dass diese Einsicht eine Nachricht wert ist, Donnerwetter.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Steueroase mit Billigung der SPD<\/strong><br>\nDie komplette Steuerfreiheit f&uuml;r Gewinne garantiert Bundesfinanzminister Peer Steinbr&uuml;ck (SPD) deutschen Investoren in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Finanz&auml;mter verlieren Einnahmen in Millionenh&ouml;he, kritisieren Gr&uuml;ne. Fonds profitieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2006\/08\/21\/a0096.1\/textdruck\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Wieviel Armut vertr&auml;gt eine Gesellschaft?<\/strong><br>\nProf. Dr. Christoph Butterwegge &uuml;ber die j&uuml;ngste Reform der Hartz IV-Reform\n<p>ND: Herr Butterwegge, Anfang August trat eine Reform der so genannten Hartz IV-Reform in Kraft. Kernpunkt: den Langzeitarbeitslosen die Daumenschrauben anlegen und die Ausgaben minimieren. Was halten Sie davon?<br>\nButterwegge: Offen gesagt: gar nichts&hellip;<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.nd-online.de\/artikel.asp?AID=95733&amp;IDC=3&amp;DB=\">Neues Deutschland<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Immer mehr Eltern schicken ihre Kinder auf eine Privatschule<\/strong><br>\nNeue Rekordzahl erreicht \/ B&ouml;ger f&uuml;r bayerische Verh&auml;ltnisse<br>\nQuelle: <em>BerlinOnline &ndash; Nicht mehr erreichbar (06.09.2006)<\/em>\n<p><em>Kommentar: Eine L&ouml;sung ist das nicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Hetze gegen die Arbeitslosen<\/strong><br>\nAnstatt sich der eigentlichen Missst&auml;nde anzunehmen, machte M&uuml;ntefering jetzt noch einmal deutlich, worum es der gro&szlig;e Koalition bei der &Uuml;berarbeitung von Hartz IV wirklich geht: Geld sparen, und zwar auf Kosten der Langzeitarbeitslosen. Zum Einen will man sie sch&auml;rfer kontrollieren. Daf&uuml;r &ndash; und nicht etwa f&uuml;r eine effektivere Vermittlung &ndash; schafft die Bundesagentur 448 neue Stellen. Kosten: 20 Millionen Euro im Jahr. Zum Anderen sollen die Zuverdienstm&ouml;glichkeiten f&uuml;r Empf&auml;nger von Arbeitslosengeld II, sie wurden gerade erst ausgeweitet, wieder eingeschr&auml;nkt werden. Die Zwischent&ouml;ne, die in den &Auml;u&szlig;erungen M&uuml;nteferings mitschwingen, sind den Betroffenen hinreichend bekannt. Es ist der immer wieder von Politikern erhobene Pauschalvorwurf, sie missbrauchten Steuergelder und machten es sich bequem. Das ist keine Arbeitsmarktpolitik, sondern sozialpolitische Hetzerei.<br>\nQuelle: <em>BerlinOnline &ndash; Nicht mehr erreichbar (06.09.2006)<\/em><\/li>\n<li><strong>Terrorgefahr<\/strong><br>\nWovor uns ein handwerklicher Fehler bewahrte<br>\nVon Henryk M. Broder<br>\nDie geplanten Anschl&auml;ge auf zwei Regionalz&uuml;ge sind gescheitert, ein Verd&auml;chtiger ist gefasst. Wir sind noch einmal davongekommen. Aber was w&auml;re passiert, wenn die Bombenbauer geschickter gewesen w&auml;ren? Zwei Szenarien eines ver&auml;nderten Landes.<br>\nDie Amerikaner haben ihre Terrortaufe hinter sich, auch die Briten, die T&uuml;rken, die Spanier, die Australier, die Indonesier, die Jordanier, die &Auml;gypter und die Inder. Die Israelis sowieso. Und wir &ndash; wir sind eben mit dem Schrecken davon gekommen. Nicht, weil ER diesmal g&ouml;ttliche Gnade walten lie&szlig;, sondern weil die Bombenbauer &ldquo;handwerkliche Fehler&rdquo; begangen hatten. W&auml;ren die Bomben, wie geplant, vor der Einfahrt der Z&uuml;ge in die Bahnh&ouml;fe Dortmund und Koblenz explodiert, h&auml;tte es Tote und Verletzte in ungeahnter Zahl gegeben, und Deutschland, die &ldquo;mittlere Friedensmacht Deutschland&rdquo; (Gerhard Schr&ouml;der), h&auml;tte sich innerhalb von Sekunden in einen Kriegsschauplatz verwandelt, eine weitere Location in einem &ldquo;asymmetrischen Krieg&rdquo;, der am 11. September 2001 begann und dessen Ende nicht abzusehen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,432692,00.html\">SPIEGEL ONLINE<\/a>\n<p><em>Kommentar: Das sollte man lesen, jedenfalls &uuml;berfliegen, um zu begreifen, dass einige unserer Zeitgenossen es als einen wichtigen Sieg betrachten, dass jetzt auch Deutschland von Terror bedroht ist und dass wir in vielerlei Kriege hineingezogen wurden. Von der Politik sollte man verlangen, dass sie konfliktmindernd arbeitet statt zu eskalieren. Mit Broder wird der Spiegel weiter anheizen. So viel ist gewiss.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-1699","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1699","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1699"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1699\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1699"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1699"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1699"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}