{"id":17032,"date":"2013-04-25T19:09:04","date_gmt":"2013-04-25T17:09:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17032"},"modified":"2015-08-07T10:56:42","modified_gmt":"2015-08-07T08:56:42","slug":"fortsetzung-des-blicks-auf-die-uns-umstellenden-manipulationen-durch-falschinformation-pr-weglassen-nachlassigkeit-usw","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17032","title":{"rendered":"Fortsetzung des Blicks auf die uns umstellenden Manipulationen durch Falschinformation, PR, Weglassen, Nachl\u00e4ssigkeit, usw."},"content":{"rendered":"<p>Am 15. April hatten wir Sie <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16880\">wieder einmal<\/a> auf eine Reihe der &uuml;blichen Irref&uuml;hrungen hingewiesen und die Fortsetzung insbesondere zum Thema &bdquo;Wir sind die Guten, die Russen sind die B&ouml;sen&ldquo; angek&uuml;ndigt. Auch beim Gebrauch des Wortes Sparen und der so genannten Staatsschuldenkrise und im Fall Hoene&szlig; wird &uuml;ber weite Strecken manipuliert, gezielt desinformiert, verschwiegen. Manchmal ist die Manipulation nicht nur die Folge gezielter PR Strategien sondern der Nachl&auml;ssigkeit von eigentlich zur Aufkl&auml;rung geneigten Zeitgenossen. Von <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong><br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Die g&auml;ngige Praxis, die Sparabsichtspolitik Sparpolitik zu nennen, und die Finanzkrise in eine Staatsschuldenkrise umzudeuten.<\/strong>\n<p>Angela Merkel und Wolfgang Sch&auml;uble versuchen auch in der Auseinandersetzung mit jenen Kritikern ihrer Politik, die bisher auf ihrer Seite standen &ndash; so mit Barroso von der EU-Kommission &ndash; , die Behauptung durchzuhalten, ihre Austerit&auml;tspolitik habe Sparerfolge erzielt. Das hat sich als tr&uuml;gerische Hoffnung erwiesen; die zur Austerit&auml;tspolitik und Sozialabbau gezwungenen L&auml;nder sind mit der von Deutschland bestimmten Linie nicht nur in tiefe Wirtschaftskrisen mit hoher Arbeitslosigkeit getrieben worden &ndash; aus Spanien wird gerade gemeldet, dass die Arbeitslosigkeit einen neuen H&ouml;chststand erreicht hat -, sie konnten wegen des Einbruchs der realen Produktion auch ihre Finanzlage nicht verbessern, im Gegenteil. <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/mehr-zeit-fuer-die-krisenlaender-eu-chef-barroso-sieht-sparpolitik-an-der-grenze_aid_968530.html\">&bdquo;EU-Chef Barroso sieht Sparpolitik an der Grenze&ldquo;<\/a> meldet Focus und <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/staatsverschuldung\/athen-mit-10-statt-6-6-prozent-staatsdefizit-krisenland-griechenland-reisst-wieder-einmal-die-prognosen_aid_967924.html\">&bdquo;Athen mit 10 statt 6,6 Prozent Staatsdefizit&ldquo;<\/a>.<\/p>\n<p>Der nachl&auml;ssige Gebrauch der Worte Sparpolitik oder Sparkurs wird nicht nur Barroso zugeschrieben, auch Journalisten und selbst Wissenschaftler, die seit Beginn Kritiker der Austerit&auml;tspolitik sind und an die Weltwirtschaftskrise von 1929 erinnern, gebrauchen den Begriff. So zum Beispiel Robert von Heusinger in der <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/wege-aus-der-euro-krise-der-sparkurs-blamiert-deutschland,1472602,22533526.html\">Frankfurter Rundschau vom 20. April<\/a>. Dort hei&szlig;t es in der &Uuml;berschrift &bdquo;Der Sparkurs blamiert Deutschland&ldquo; und im Einleitungstext: &bdquo;Die Sparpolitik von Merkel und Sch&auml;uble ist gescheitert.&ldquo;<\/p>\n<p>Bitte halten Sie mich nicht f&uuml;r penetrant. Aber wenn wir wie im konkreten Fall mit der Sprache so schlampig umgehen, dann k&ouml;nnen Sch&auml;uble und Merkel ihre folgenschwere Politik der Manipulation und der Krisenversch&auml;rfung zulasten von Millionen Menschen weiter durchhalten. Wahrscheinlich glaubt die Mehrheit der Deutschen immer noch, die Politik der deutschen Bundesregierung erziele Sparerfolge in den s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;ndern.<\/p><\/li>\n<li><strong>Fall Hoene&szlig;<\/strong>\n<p>Aus dem weiten Feld der Debatte zu diesem Thema nur zwei Hinweise auf die auffallende Unterschlagung von wichtigen Fragen und Informationen:<\/p>\n<ul>\n<li>Es wird penetrant nur von &bdquo;Steuerhinterziehung&ldquo; im Fall Hoene&szlig; und angewandt auf die anderen Zehntausenden von F&auml;llen in Deutschland gesprochen. Die Frage, unter welchen Umst&auml;nden und mit welchen Abmachungen z.B. das Geld vom Chef vom Adidas dem Pr&auml;sidenten Hoene&szlig; f&uuml;r Spekulationen in der Schweiz gegeben worden ist &ndash; offensichtlich in bar und teilweise als Geschenk? &ndash; wird nahezu nicht diskutiert. Hat das mit Auftr&auml;gen des FC Bayern an Adidas zu tun? Welchen Einfluss darauf hatte der Pr&auml;sident usw.? Welche anderen Wirtschaftsbeziehungen des Clubs gab es, die sich m&ouml;glicherweise auf dem Konto bei der Bank in Z&uuml;rich niedergeschlagen haben k&ouml;nnten? Siehe dazu unsere Beitr&auml;ge <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16959\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16976\">hier<\/a>.<\/li>\n<li>&Uuml;ber mehrere Tage hinweg hat uns der Pr&auml;sident des FC Bayern im Glauben gelassen, er h&auml;tte sich selbst angezeigt und schon Geld an das Finanzamt gezahlt. Das sei alles. Dass gegen ihn ein Haftbefehl erlassen worden ist und er gegen Kaution frei herumlaufen darf, erfahren wir beil&auml;ufig. Hoene&szlig; hatt die &Ouml;ffentlichkeit nicht unterrichtet. Auch der bayerische Ministerpr&auml;sident und die Vertreter der Justiz in Bayern, die sich zum Fall Hoene&szlig; ge&auml;u&szlig;ert hatten, haben dieses schwerwiegende Faktum verschwiegen. &ndash; Noch bemerkenswerter: als dann die Existenz des Haftbefehls bekannt wurde, gab es keine Diskussion darum, wie die &Ouml;ffentlichkeit durch Unterschlagung dieses Faktums an der Nase herum gef&uuml;hrt worden ist. Dazu h&auml;tten die Medien doch Fragen stellen m&uuml;ssen.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Die b&ouml;sen Russen und die Wiederbelebung des kalten Krieges<\/strong>\n<p>Mein politisches Interesse entz&uuml;ndete sich in jugendlichem Alter am Thema der Wiederbewaffnung der Bundesrepublik Deutschland und des damit verbundenen Anheizens der Konfrontation. Letzteres wurde in den f&uuml;nfziger Jahren vor allem dadurch bewirkt, dass die Russen oder &ndash; in der Sprechweise von Bundeskanzler Adenauer &ndash; die &bdquo;Soffjets&ldquo; zu gef&auml;hrlichen Personen, eigentlich zu Untermenschen gemacht wurden. Das folgende Plakat ist typisch f&uuml;r die damalige Indoktrination des alles beherrschenden Feindbildes. <\/p>\n<blockquote><p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hdg.de\/lemo\/objekte\/pict\/JahreDesAufbausInOstUndWest_plakatCDUAlleWegedesMarxismus1953\/index.jpg\" alt=\"Alle Wege des Marxismus f&uuml;hren nach Moskau! Darum CDU\" title=\"Alle Wege des Marxismus f&uuml;hren nach Moskau! Darum CDU\"><\/p>\n<p><strong>Alle Wege des Marxismus f&uuml;hren nach Moskau! Darum CDU<\/strong><br>\nAntisowjetisches Plakat der CDU zum Bundestagswahlkampf 1953.<br>\nBundesgesch&auml;ftsstelle der CDU<br>\nBonn, 1953<br>\nDruck<br>\n85 x 60,2 cm<br>\nHaus der Geschichte, Bonn<br>\nEB-Nr.: 1994\/05\/0085<br>\n&copy; Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland<\/p><\/blockquote>\n<p>Die damalige Propaganda gr&uuml;ndete zum gro&szlig;en Teil auf der Propaganda, die schon am Ende des Ersten Weltkriegs und dann vor allem von den Nazis in Deutschland betrieben worden ist.<\/p>\n<p>Erst die sp&auml;tere Entspannungspolitik &ndash; auch Vers&ouml;hnungspolitik genannt &ndash; konnte einen Teil der vorhandenen Ressentiments abbauen. Das ging so weit, dass im Berliner Grundsatzprogramm der SPD aus dem Jahre 1989 das Ende beider Bl&ouml;cke in Europa gefordert wurde, also ein Ende von Warschauer Pakt und NATO. In Europa sollte eine gemeinsame Friedensordnung aufgebaut werden.<\/p>\n<p>Mit dieser erfreulichen Entwicklung verbunden war damals auch die Einsicht, dass Kriege nicht die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln darstellen und alles getan werden muss, um diese zu vermeiden<br>\nHeute sind wir wieder weit von diesen Einsichten entfernt. Die NATO ist erhalten geblieben. Sie f&uuml;hrt Kriege. Die Russen m&uuml;ssen wieder daf&uuml;r herhalten, um Feindbilder aufzubauen und den Westen in sch&ouml;nem Glanz erscheinen zu lassen.<\/p>\n<p>Gleichzeitig wird versucht, die Erfolge der Entspannungspolitik vergessen zu machen und den Eindruck zu verbreiten, das vorl&auml;ufige Ende des Ost-West-Konfliktes sei allein das Ergebnis von Volkserhebungen in L&auml;ndern des damaligen Ostblocks und der Erfolg der Politik der St&auml;rke und der R&uuml;stung auf westlicher Seite. <\/p>\n<p>Gleichzeitig wird die russische F&uuml;hrung im schlechtesten Licht dargestellt. Es wird so getan, als sei die Demokratie und die Freiheit kleingeschrieben, und es wird im Vergleich zum Westen alles &uuml;ber den gr&uuml;nen Klee gelobt, was bei uns wie auch in den USA und anderen L&auml;ndern geschieht. Es so auch eingetrichtert werden, dass es die so genannte &Auml;quidistanz zwischen uns und den USA einerseits und den Russen andererseits grunds&auml;tzlich nicht geben k&ouml;nne.<\/p>\n<p>Zwischenbemerkung: Ich habe nicht die Absicht, die Verh&auml;ltnisse in Russland zu besch&ouml;nigen. Russland ist nicht musterg&uuml;ltig demokratisch und rechtsstaatlich. Und es gibt viel zu kritisieren. Aber geht es immer demokratisch und rechtsstaatlich in den USA zu oder bei uns in Europa? Bei uns herrscht ein Einheitsstrom der Meinungsbildung gerade in der Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik, den man nicht mehr als demokratisch bedeuten kann. In den USA werden die Menschenrechte vieler Menschen mit F&uuml;&szlig;en getreten. In Ungarn, in Italien und anderen Mitgliedern der Europ&auml;ischen Union gibt es h&ouml;chst zweifelhafte antidemokratische Tendenzen nach rechts. Die NSU-Morde und die &uuml;ber zehnj&auml;hriger Unf&auml;higkeit den T&auml;tern auf die Spur zu kommen, sind alles andere als ein Ausweis demokratischer Verh&auml;ltnisse. Egoismus, Kommerz und Gewaltkultur pr&auml;gen viele westliche Gesellschaften mehr als Demokratie und schlossen Gleichheit.<\/p>\n<p>Auf die Anwendung des &bdquo;Zweierlei Ma&szlig;&ldquo; in der Berichterstattung &uuml;ber Russland und die USA hat Walter van Rossum dankenswerter Weise in einem Dossier f&uuml;r den Deutschlandfunk, das am 1.3.2013 ausgestrahlt wurde, hingewiesen. <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/Dossier\/1992509\/\">Bitte nachlesen<\/a>, wenn sie sich daf&uuml;r interessieren. Wir hatten in den NachDenkSeiten schon darauf hingewiesen.<\/p>\n<p><strong>J&ouml;rg Sch&ouml;nenborns Kalte-Kriegs-Revitalisierungsversuche<\/strong><\/p>\n<p>Wie wir in Richtung Feindseligkeit gegen&uuml;ber den Russen, in Richtung Wiederbelebung des kalten Krieges und zum Vergessen der vers&ouml;hnenden Leistungen der russischen und sowjetischen F&uuml;hrung  getrimmt werden, will ich schlaglichtartig an zwei Beobachtungen mit einem einzigen Journalisten, einem m&auml;chtigen Journalisten, sichtbar machen: dem Chefredakteur des Westdeutschen Fernsehens und Presseclubmoderators J&ouml;rg Sch&ouml;nenborn.<\/p>\n<p>Er hat am 24. M&auml;rz 2013 den Presseclub moderiert. Dabei ging es um einen R&uuml;ckblick auf 50 Jahre Weltspiegel der ARD. In den ersten Minuten <a href=\"http:\/\/mediathek.daserste.de\/sendung-verpasst\/13848224_presseclub\/13848238_vom-kalten-krieg-zum-grenzenlosen-kapitalismus-?datum=20130324\">dieser Sendung<\/a> sagte Sch&ouml;nenborn dem Sinne nach folgendes: Die 50 Jahre des Weltspiegel von 1963-2013 lie&szlig;en sich ziemlich genau in der Mitte aufteilen in zwei Epochen der Zeitgeschichte. Die ersten 25 Jahre, also von 1963 bis 1988, seien die Zeit des kalten Krieges gewesen. Dann habe im Fr&uuml;hjahr 1988 mit dem Erheben der Solidarnosc in Polen das Br&ouml;keln der Konfrontation zwischen Ost und West begonnen.<\/p>\n<p>Fritz Pleitgen, der ist eindeutig besser wei&szlig;, sa&szlig; mit am Tisch des Presseclub und ist nicht aufgestanden angesichts dieser ungeheuren Geschichtsf&auml;lschung. Die Entspannungspolitik einschlie&szlig;lich der Kooperation der damaligen Sowjetunion und der anderen Warschauer-Pakt-Staaten soll offensichtlich aus der Geschichte entsorgt werden. Hier liegt Sch&ouml;nenborn voll auf der Linie von Joachim Gauck und Angela Merkel. Insbesondere Sch&ouml;nenborn und Gauck m&ouml;chten das Feindbild aufrechterhalten und zugleich auch innenpolitisch die Leistungen der sozialliberalen Koalition unter Kanzler Brandt und Kanzler Schmidt entsorgen. <\/p>\n<p><strong>Zur Erinnerung an die Entspannungspolitik in der ersten H&auml;lfte der Existenz des Weltspiegel:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Genau im Jahr der Gr&uuml;ndung des Weltspiegel, also im Jahr eins der Zeitrechnung von Herrn Sch&ouml;nenborn, hielt Egon Bahr, damals enger Mitarbeiter des Regierenden B&uuml;rgermeisters von Berlin und SPD-Vorsitzenden Willy Brandt, eine Rede in Tutzing und f&uuml;hrte dabei zwei Jahre nach dem Bau der Mauer die Formel &bdquo;Wandel durch Ann&auml;herung&ldquo; ein. Das war die Formel f&uuml;r eine der wenigen gro&szlig;en und langfristig geplanten Strategien der deutschen Geschichte: Abbau der Spannungen zwischen Ost und West und damit die Chance er&ouml;ffnen, dass sich die Sowjetunion und ihre Satelliten im Innern ver&auml;ndern k&ouml;nnen.<\/li>\n<li>Schon drei Jahre sp&auml;ter, im Dezember 1966, holte sich der gerade zum Au&szlig;enminister der gro&szlig;en Koalition gewordene Willy Brandt die Zustimmung der Westm&auml;chte zur beginnenden Entspannungspolitik bei einer Konferenz in Reykjavik.<\/li>\n<li>1968 beschloss die SPD bei ihrem Parteitag in N&uuml;rnberg die Anerkennung der Oder-Nei&szlig;e-Grenze. Nebenbei: Ohne diese Anerkennung h&auml;tte es vermutlich Solidarnosc gar nicht gegeben, jedenfalls nicht mit dem durch die Entspannungspolitik erk&auml;mpften Spielraum.<\/li>\n<li>Wiederum drei Jahre sp&auml;ter, im Jahr 1970, begann eine Serie von Vertragsabschl&uuml;ssen unter der F&uuml;hrung des 1969 gew&auml;hlten Bundeskanzlers Willy Brandt mit Moskau, mit Warschau, mit Prag.<\/li>\n<li>Es gab in der gleichen Zeit die Besuche Willy Brandts in Erfurt und der Besuch des DDR Staatsratsvorsitzenden Stoph in Kassel.<\/li>\n<li>Dann folgten ab 1973 und auch getragen vom n&auml;chsten sozialdemokratischen Bundeskanzler Helmut Schmidt die Konferenzen f&uuml;r Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE). Damit wurden die Spielr&auml;ume f&uuml;r die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger in den Ostblock-Staaten erweitert.<\/li>\n<li>Und dann gab es Gorbatschow. Der Wandel war m&ouml;glich geworden.<\/li>\n<li>Usw.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Es ist faszinierend, dass die Manipulationsbreite und Tiefe inzwischen schon so weit fortgeschritten ist, dass sich der Chefredakteur eines gro&szlig;en &ouml;ffentlich-rechtlichen Senders die skizzierte Geschichtsf&auml;lschung leisten kann. Weil es in sein politisches Kalk&uuml;l passt, den Konflikt zwischen West und Ost neu anzuheizen und zu diesem Zweck den Russen ein Etikett zu verpassen, dass zu dem oben abgebildeten Plakat passt.<\/p>\n<p>In dieses Bild passt das zweite Ereignis mit J&ouml;rg Sch&ouml;nenborn. Er hat am 5.4.2013 Wladimir Putin interviewt. Wir hatten am 8. April in den Hinweisen schon darauf aufmerksam gemacht. Hier ist die Quelle von <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/das-erste\/reportage-dokumentation\/putin-stellt-sich?documentId=14009886\">&bdquo;Putin stellt sich. Der russische Pr&auml;sident im Gespr&auml;ch mit J&ouml;rg Sch&ouml;nenborn&ldquo;<\/a> und die <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/putininterview104.pdf\">Abschrift der Simultan&uuml;bersetzung [PDF &ndash; 35 KB]<\/a>.<\/p>\n<p>Dieses Interview ist von beachtlicher Flachheit und Unterstellungen des Fragenden gepr&auml;gt. Durchgehender Grundzug: Wir hier im Westen sind gut, die russische F&uuml;hrung ist rundum undemokratisch &ndash; einfach aus einer anderen Welt. Hier wird nicht der Geist des Verst&auml;ndnisses von gemeinsamer Sicherheit. Es wird versucht, die R&uuml;ckkehr zum kalten Krieg einzul&auml;uten.<\/p>\n<p>Das hat viel zu tun mit anderen Entwicklungen. Zum Beispiel mit Syrien. Typisch, dass dies auch im Interview eine Funktion hatte. Davon aber mehr bei anderer Gelegenheit.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 15. April hatten wir Sie <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16880\">wieder einmal<\/a> auf eine Reihe der &uuml;blichen Irref&uuml;hrungen hingewiesen und die Fortsetzung insbesondere zum Thema &bdquo;Wir sind die Guten, die Russen sind die B&ouml;sen&ldquo; angek&uuml;ndigt. Auch beim Gebrauch des Wortes Sparen und der so genannten Staatsschuldenkrise und im Fall Hoene&szlig; wird &uuml;ber weite Strecken manipuliert, gezielt desinformiert, verschwiegen.<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17032\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,123,12,156,138],"tags":[423,1488],"class_list":["post-17032","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-kampagnentarnworteneusprech","category-manipulation-des-monats","category-schulden-sparen","category-steuerhinterziehungsteueroasensteuerflucht","tag-austeritaetspolitik","tag-hoeness-uli"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17032","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=17032"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17032\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17038,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17032\/revisions\/17038"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=17032"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=17032"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=17032"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}