{"id":17062,"date":"2013-04-29T08:43:35","date_gmt":"2013-04-29T06:43:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17062"},"modified":"2013-04-29T09:12:43","modified_gmt":"2013-04-29T07:12:43","slug":"hinweise-des-tages-1868","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17062","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17062#h01\">Uli Hoene&szlig;, Nike und Adidas &ndash; Casino Global<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17062#h02\">IMK Konjunkturforum: Finanzm&auml;rkte REVISITED<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17062#h03\">Lasst uns versuchen zu begreifen, warum andere so reagieren &hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17062#h04\">Litauens Pr&auml;sidentin Grybauskaite: &ldquo;Fr&uuml;her war Br&uuml;ssel die Zielscheibe, heute ist es Merkel&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17062#h05\">Weshalb Austerit&auml;t nicht funktioniert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17062#h06\">Willkommen in Weimar: Italiens &bdquo;einzig m&ouml;gliche Regierung&ldquo; ist eine Art Pr&auml;sidialregierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17062#h07\">Arm im Paradies: Merkel und der Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17062#h08\">Generation Vollbesch&auml;ftigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17062#h09\">Einzelhandel: Gretchenfrage Billiglohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17062#h10\">Niedersachsen: Rot-Gr&uuml;n will Stopp der Hartz-Strafen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17062#h11\">Ulrich Schneider &ndash; Wanted: Milliarden f&uuml;r eine soziale Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17062#h12\">Berliner Tafelmusik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17062#h13\">Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesch: Paradigmenwechsel ist n&ouml;tig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17062#h14\">Thomas de Maizi&egrave;re: Man kann nicht einfach wieder raus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17062#h15\">DGB: Der n&auml;chste Sommer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17062#h16\">Relevante Au&szlig;enseiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17062#h17\">Wahlprogramm der Gr&uuml;nen: Viele gute Vorschl&auml;ge, einige Probleme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17062#h18\">zu guter Letzt: Steinbr&uuml;ck rappt den Konjunktiv<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17062&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Uli Hoene&szlig;, Nike und Adidas &ndash; Casino Global<\/strong><br>\nNike sprach von einem &ldquo;Krieg ohne Kugeln&rdquo;. Im Jahr 2001 stach Adidas den Konkurrenten im Kampf um das Trikot und die Schuhe bei Bayern M&uuml;nchen aus. Und Uli Hoene&szlig; erhielt 20 Millionen Mark Spielgeld. Rekonstruktion eines Bombengesch&auml;fts&hellip;<br>\nAdidas siegte 2001, obwohl Nike, wie auch Hoene&szlig; betonte, mehr geboten hatte. Aber seit Jahrzehnten stand das mittelfr&auml;nkische Unternehmen in engster Verbindung zu den Bayern. Und Hoene&szlig; zahlte den Kredit an Dreyfus zur&uuml;ck und zockte weiter, ohne den deutschen Fiskus &uuml;ber seine Erfolge zu informieren.<br>\nDer zeitliche Zusammenhang zwischen dem Privatdarlehen und dem Gesch&auml;ftsabschluss ist auf den ersten &ndash; und eigentlich auch auf den zweiten Blick &ndash; verbl&uuml;ffend. Ein Geschm&auml;ckle hat die Angelegenheit auf jeden Fall und w&auml;re in der heutigen Wirtschaftswelt, die sich seit der Korruptionsaff&auml;re von Siemens Mitte des vergangenen Jahrzehnts dramatisch ver&auml;ndert hat, auch undenkbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/uli-hoeness-nike-und-adidas-casino-global-1.1658191\">SZ<\/a>\n<p><strong>Dazu: Chronologie: Deutsch-Schweizerisches Steuerabkommen, Ankauf Steuer-CD,<\/strong><br>\nProminente Steuers&uuml;nder<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/130429_hinweise_chronologie_zusammenstellung.pdf\">Christian Lange [PDF &ndash; 28.7 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>IMK Konjunkturforum: Finanzm&auml;rkte REVISITED<\/strong><br>\nSind seit der Finanzmarktkrise vern&uuml;nftige Regulierungsma&szlig;nahmen beschlossen und umgesetzt worden? W&auml;re der Fall Lehman Brothers auch heute noch m&ouml;glich? Steht uns die n&auml;chste Finanzkrise bevor? Was ist noch zu tun? Wie s&auml;he eine vern&uuml;nftige Regulierung der Banken in Europa aus? Wurden die versprochenen Regulierungsma&szlig;nahmen umgesetzt? Und waren das auch die richtigen? Was haben wir in der Zukunft zu erwarten? Kommt die n&auml;chste Krise bestimmt? Ist die Macht der Finanzm&auml;rkte ungebrochen? Die Urteile schwanken zwischen Skepsis und Hoffnung. Diese Fragestellungen werden aus verschiedenen Blickrichtungen diskutiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/35330_41945.htm\">IMK<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Inzwischen sind die Vortr&auml;ge von Gustav Horn (Begr&uuml;&szlig;ung und Einf&uuml;hrung), Harald Schumann (Zu gro&szlig; &hellip; Die Finanzmarktreformen und die Systemrelevanz), Sebastian Dullien (Finanzmarktreformen seit 2009: Ist mehr Haftung alleine die L&ouml;sung?), Christian Kopf (Wie kann staatliche Regulierung die Leistungsf&auml;higkeit des Finanzmarktes verbessern?), Stephan Schulmeister (Finanzalchemie, Arbeitslosigkeit und Staatsverschuldung) und die Podiumsdiskussion auf <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/playlist?list=PLRIU-ZP0fg53t84moFajW8vWTIG29X8-m\">YouTube anzuh&ouml;ren bzw. anzusehen<\/a>. Ulrike Hermann (taz) moderiert.<\/em><br>\n<em>Wer die Zeit (3, 5 Stunden) nicht hat, sollte sich an ehesten die Podiumsdiskussion anh&ouml;ren. &ndash; Es versteht sich, dass die Themenstellung auch eine thematische Begrenzung definierte. Oder anders gesagt: Selbst wenn die Finanzkrise in Europa einer L&ouml;sung zugef&uuml;hrt werden w&uuml;rde, blieben unter Beibehaltung des realwirtschaftlichen &lsquo;status quo&rsquo; die realwirtschaftlichen Ungleichgewichte bestehen, ja w&uuml;rden sich versch&auml;rfen, welche die W&auml;hrungsunion im Kern bedrohen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Lasst uns versuchen zu begreifen, warum andere so reagieren &hellip;<\/strong><br>\nEin Gastbeitrag von Erhard Eppler und Hans-Jochen Vogel<br>\nDie Bundesrepublik steht in der Kritik. Bei den Griechen, den Italienern, den Belgiern, ja sogar den Franzosen. Wenn uns die Europ&auml;ische Union nicht um die Ohren fliegen soll, muss Deutschland ein Zeichen setzen. Sechs Milliarden Euro f&uuml;r arbeitslose Jugendliche w&auml;ren ein Anfang.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/zukunft-der-eu-sechs-milliarden-euro-fuer-europas-jugend-1.1660067\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung GG:<\/strong> Leider haben die Almosenverteiler Eppler und Vogel nichts begriffen. Ein Zeichen der Solidarit&auml;t setzen mit 6 Milliarden? Das ist doch nur noch peinlich.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Und was geschieht mit der Spreizung der Wettbewerbsf&auml;higkeit der EU-Partner? Warum fordern die Autoren nicht, die Niedriglohnpolitik ihres politischen Freundes G. Schr&ouml;der endlich aufzugeben? 6 Mrd. sind ein Strohfeuer. Wer den arbeitslosen jungen Menschen im S&uuml;den wirklich helfen will, muss daf&uuml;r sorgen, dass ihre Volkswirtschaften wieder atmen k&ouml;nnen und vor allem nicht weiter in die Krise getrieben werden &ndash; durch deutsche &bdquo;Reformen&ldquo; und Sparabsichtspolitik.<\/em> <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Litauens Pr&auml;sidentin Grybauskaite: &ldquo;Fr&uuml;her war Br&uuml;ssel die Zielscheibe, heute ist es Merkel&rdquo;<\/strong>\n<p>Die baltischen L&auml;nder haben ihre Schuldenkrise schon hinter sich, sie verzeichnen ordentliches Wachstum. Im Interview fordert Litauens Pr&auml;sidentin Dalia Grybauskaite weitere Sparanstrengungen von den S&uuml;deurop&auml;ern &ndash; und ist voll des Lobes f&uuml;r Merkels Krisenmanagement.<br>\nSPIEGEL ONLINE: Litauen will im Januar 2015 den Euro einf&uuml;hren &ndash; trotz der Euro-Krise. Warum?<br>\nGrybauskaite: Es ist keine Euro-Krise, sondern eine Schuldenkrise. Einige Staaten in der Euro-Zone, aber auch au&szlig;erhalb, sind wegen ihrer unverantwortlichen Wirtschafts- und Haushaltspolitik in Schwierigkeiten geraten.<br>\n&hellip;<br>\nSPIEGEL ONLINE: Wirklich? Freuen sich die Litauer darauf, andere L&auml;nder vor der Pleite zu retten?<br>\nGrybauskaite: Litauen ist ein kleines Land, unser Beitrag w&auml;re also nicht so gro&szlig;. Wir haben keine Angst vor der Verantwortung. Wir erhalten 25 Prozent unseres Staatshaushalts von der EU. Wir wissen, was Solidarit&auml;t bedeutet.<br>\nSPIEGEL ONLINE: Geld bekommen ist das eine, Geld &uuml;berweisen das andere.<br>\nGrybauskaite: Ich glaube nicht, dass sich unsere Haltung zur EU dadurch &auml;ndern w&uuml;rde. 70 Prozent der litauischen Bev&ouml;lkerung sind proeurop&auml;isch.<br>\n&hellip;<br>\nSPIEGEL ONLINE: W&uuml;rde Merkel eine gute EU-Ratspr&auml;sidentin abgeben?<br>\nGrybauskaite: Sie w&auml;re auf jedem Posten gut.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/litauens-praesidentin-grybauskaite-verteidigt-sparkurs-in-euro-krise-a-896614.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Nur interessant, weil an diesem Interview und an der Person der litauischen Pr&auml;sidentin sichtbar wird, wie die Propaganda der Rechten in Europa organisiert ist:  25% des Staatshaushaltes des Landes werden von der EU und damit von uns finanziert; unger&uuml;hrt davon, darf sie den Sparkurs Merkels unterst&uuml;tzen und Merkel &uuml;ber den gr&uuml;nen Klee loben. Und der einschl&auml;gig bekannte PR-Journalist Volkery h&auml;lt die Leiter.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Weshalb Austerit&auml;t nicht funktioniert<\/strong><br>\nEinstein soll einst gesagt haben, die beste Definition f&uuml;r Irrsinn sei, das Gleiche wieder und wieder zu tun und sich daraus unterschiedliche Resultate zu erhoffen.<br>\nGem&auml;ss dieser Definition sind Politiker und &Ouml;konomen irrsinnig, wenn sie heute fordern, die von an&auml;mischem Wachstum und hohen Schulden geplagten Staaten m&uuml;ssten mit der Umsetzung harter Austerit&auml;tsmassnahmen wieder auf die Beine kommen. Wieso das? Weil es kein Beispiel in der Geschichte gibt, in der mehrere gewichtige L&auml;nder gleichzeitig dank Austerit&auml;tspolitik &ndash; also K&uuml;rzungen von Staatsausgaben, um das Haushaltsbudget zu konsolidieren und Staatsschulden abzutragen &ndash; gesundet sind. Versucht wurde es mehrmals, aber funktioniert hat es nie. [&hellip;]<br>\nDas grunds&auml;tzliche Problem ist der Zustand der sogenannten Bilanzrezession, in der sich auch heute noch Volkswirtschaften wie Spanien, Grossbritannien, Japan, Portugal, Irland und teilweise auch die USA befinden. Das Ph&auml;nomen der Bilanzrezession haben wir in diesem Kommentar schon eingehend thematisiert, daher nur das Wichtigste in K&uuml;rze. Am deutlichsten sichtbar wird das Dilemma, wenn man sich vor Augen f&uuml;hrt, dass eine Volkswirtschaft nur aus vier Nachfragegruppen besteht:\n<ol>\n<li>Private Haushalte<\/li>\n<li>Private Unternehmen<\/li>\n<li>Der Staat<\/li>\n<li>Export (d.h. Nachfrage von Privaten und Staaten im Ausland)<\/li>\n<\/ol>\n<p>Der Zustand einer Bilanzrezession tritt in der Regel auf, wenn eine Volkswirtschaft einen von einem markanten privaten Schuldenaufbau getriebenen Boom (oftmals im Immobiliensektor) hinter sich hat und in einen heftigen Abschwung gekippt ist. Die privaten Individuen unter den Haushalten und Unternehmen sehen sich pl&ouml;tzlich mit einer &uuml;berschuldeten Bilanz konfrontiert. Jeder Einzelne tut in dieser Situation f&uuml;r sich das Vern&uuml;nftigste und versucht, zu sparen, seine Bilanz zu sanieren und Schulden abzubauen. Wenn das jedoch alle gleichzeitig tun, stellt sich das Sparparadoxon ein: Wenn alle gleichzeitig sparen, brechen Konsum und Unternehmensinvestitionen ein und die aggregierte Nachfrage in der Wirtschaft sackt zusammen. Dieser Zustand h&auml;lt so lange an, bis die privaten Bilanzen saniert sind &ndash; und das dauert meist Jahre.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.tagesanzeiger.ch\/nevermindthemarkets\/index.php\/12629\/weshalb-austeritat-nicht-funktioniert\/\">blog.tagesanzeiger.ch<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Willkommen in Weimar: Italiens &bdquo;einzig m&ouml;gliche Regierung&ldquo; ist eine Art Pr&auml;sidialregierung<\/strong><br>\nWas geschieht, wenn das gesamte politische Establishment eines Landes beim Krisenmanagement versagt und das Vertrauen in der Bev&ouml;lkerung verspielt hat? Demokratische Wahlen erbringen keine regierungsf&auml;higen Mehrheiten mehr, und die etablierten Parteien sind unf&auml;hig, sich auf eine gemeinsame Politik zu verst&auml;ndigen. Das ist in Italien der Fall &ndash; so, wie es seinerzeit auch in der Weimarer Republik der Fall war. (&hellip;) Das Problem dabei: Nur etwa zehn Prozent der W&auml;hler haben bei der Parlamentswahl in Italien f&uuml;r die Krisenpolitik des Noch-Premiers und ehemaligen EU-Wettbewerbskommissars Mario Monti gestimmt. Staatspr&auml;sident Napolitano hat sich jetzt praktisch dar&uuml;ber hinweggesetzt und durchgesetzt, dass dieser Kurs dennoch fortgesetzt wird, und die Tatsache, dass er die nach seinen W&uuml;nschen geformte Regierung als &bdquo;einzig m&ouml;gliche Regierung&ldquo; bezeichnet, ist de facto nichts anderes als das, was die Staats- und Regierungschefs der Euro-Gruppe bisher immer getan haben: die in allen europ&auml;ischen Krisenstaaten bisher durchgesetzte Austerit&auml;tspolitik f&uuml;r alternativlos zu erkl&auml;ren. (&hellip;) Es ist allerdings kaum anzunehmen, dass das viel helfen wird und schon gar nicht, dass damit das Problem der Uneinigkeit der Parlamentarier in Italien &uuml;berwunden worden ist. Eine Regierung, die den krisenpolitischen Kurs Italiens nahezu unver&auml;ndert fortsetzt, w&auml;re definitiv nicht das, was die Mehrheit der italienischen W&auml;hler mit ihrem Votum entschieden hat. Vor diesem Hintergrund steht die neue italienische Regierung unter keinem guten Stern. Neue Proteste im Land und neuer Streit im Parlament sind vorprogrammiert. Die Frage ist, wohin das f&uuml;hren wird.<br>\nItalien schrammt bedrohlich nahe an Weimarer Verh&auml;ltnissen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/willkommen-in-weimar-italiens-einzig-mogliche-regierung-ist-eine-art-prasidialregierung\/\">querschuesse<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Arm im Paradies: Merkel und der Mindestlohn<\/strong><br>\nEin Mindestlohn sei mit ihr nicht zu bekommen, sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel. Das ist eine innenpolitische und au&szlig;enpolitische Botschaft: Drei Millionen working poor sind in Deutschland von Armut bedroht, obwohl sie einer regelm&auml;&szlig;igen Arbeit nachgehen. Doch Merkel wei&szlig;: &raquo;Ein Arbeitsplatz sch&uuml;tzt am ehesten vor Armut.&laquo; Die Forderung aus etlichen EU-Staaten, endlich Mindestl&ouml;hne einzuf&uuml;hren, beeindruckt Merkel nicht. Stattdessen stimmt sie das Hohelied der beispielhaften deutschen Wirtschaft an: &raquo;Viele haben doch genau deshalb eine viel h&ouml;here Arbeitslosigkeit als wir, weil L&ouml;hne und Leistung bei ihnen zu weit auseinander klaffen.&laquo; Kassieren, aber nichts tun &ndash; selbst schuld, die S&uuml;dl&auml;nder. Unterst&uuml;tzung erhielt sie ausgerechnet von Hoene&szlig;, der in der Sendung von G&uuml;nther Jauch verlauten lie&szlig;, dass Deutschland verglichen mit den Krisenl&auml;ndern ein &raquo;Paradies&laquo; sei. Hinsichtlich der &Uuml;bermacht seines Vereins warnte Hoene&szlig; j&uuml;ngst vor &raquo;spanischen Verh&auml;ltnissen&laquo; in der Bundesliga. Er forderte Ma&szlig;nahmen, die dem Leistungsgef&auml;lle, wie es in der spanischen Primera Division zu beobachten ist, entgegenwirken. Angesichts einer Arbeitslosenquote &uuml;ber 26 Prozent in dem s&uuml;deurop&auml;ischen Land f&uuml;rchtet Merkel offensichtlich ebenfalls die spanischen Verh&auml;ltnisse. Nur ist von ihr ebenso wenig wie von Hoene&szlig; zu erwarten, dass sie freiwillig die Vormachtstellung des eigenen Vereins in Europa aufgeben m&ouml;chte, um die Lage zu verbessern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2013\/17\/47577.html\">Jungle World<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Generation Vollbesch&auml;ftigung<\/strong><br>\nSie sind begehrt und gut vorbereitet f&uuml;r die Arbeitswelt. Doch die Abiturienten einer Frankfurter Schule sind seltsam pessimistisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/vollbeschaeftigung\/schwerpunkt-arbeit-fuer-alle-generation-vollbeschaeftigung-12164861.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Zum Fremdsch&auml;men. Die Jugendlichen sehen die Welt offensichtlich viel realistischer als die FAZ-Propagandisten.<\/em><br>\n<em>Im &Uuml;brigen kann ich mich gut erinnern, da&szlig; vor zehn Jahren dieselben Vollbesch&auml;ftigungsphantasien f&uuml;r in zehn Jahren &ndash; also f&uuml;r heute &ndash; verbreitet wurden. Und vor 15 Jahren f&uuml;r 2008&hellip; Fallen die FAZ-Leser weiter auf denselben Bl&ouml;dsinn herein?<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Nun ist wieder von Vollbesch&auml;ftigung die Rede<\/strong><br>\nDie FAZ fabuliert in einer aktuellen Serie &uuml;ber die bevorstehende Vollbesch&auml;ftigung. Arbeit f&uuml;r Alle hei&szlig;t der radaktionelle Unsinn, bei dem der verantwortliche Redakteur f&uuml;r Wirtschaft Online, Patrick Bernau (Jahrgang 1981), glaubt, anhand von 10 Punkten belegen zu k&ouml;nnen, warum es Vollbesch&auml;ftigung geben wird und die Einw&auml;nde gegen diese &ldquo;optimistische Prognose&rdquo; haltlos sind. Was dann aber folgt, ist &uuml;belste Vulg&auml;r&ouml;konomie.<br>\nZun&auml;chst einmal stellt der Autor fest, dass ja eine Menge Menschen demn&auml;chst in den Ruhestand wechseln werden. Das hei&szlig;t, Arbeitspl&auml;tze werden frei, die folglich von der viel kleineren j&uuml;ngeren Generation besetzt werden k&ouml;nnen. So als ob Arbeitspl&auml;tze, die ihren Besitzer verlieren, einem Naturgesetz folgend automatisch wieder besetzt werden m&uuml;ssen. Scheinbar hat der Autor noch nie etwas von Stellen geh&ouml;rt, die ersatzlos wegfallen k&ouml;nnen, weil Unternehmen schlie&szlig;en oder die vorhandene Arbeit auf die noch verbliebenen Mitarbeiter verteilt wird. Auf der anderen Seite steigt nat&uuml;rlich die Zahl der Besch&auml;ftigten, was Bernau als Beleg f&uuml;r seine These anf&uuml;hrt. Doch ignoriert er ganz bewusst die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden, die trotz Zunahme der Besch&auml;ftigung nahezu unver&auml;ndert blieb. Das wiederum hei&szlig;t, dass die Besch&auml;ftigungszunahme auf Kosten regul&auml;rer Vollzeitstellen zustande gekommen sein muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/tautenhahn.blog.de\/2013\/04\/28\/vollbeschaeftigung-rede-15801529\/\">Andr&eacute; Tautenhahn<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Einzelhandel: Gretchenfrage Billiglohn<\/strong><br>\nDie Branche steht vor der h&auml;rtesten Tarifauseinandersetzung seit Jahren &ndash; die Arbeitgeber stellen die gesamte Lohnstruktur in Frage. &Uuml;berraschend k&uuml;ndigte der HDE Ende Januar in allen Bundesl&auml;ndern nicht nur die Lohn- und Entgelt-, sondern auch die Manteltarifvertr&auml;ge. Sie regeln Urlaubsanspr&uuml;che, Arbeitszeiten oder Zuschl&auml;ge der Besch&auml;ftigten und werden in den Tarifrunden meist nicht angetastet. Statt also, je nach Bundesland, f&uuml;r 6,5 Prozent oder 1 Euro mehr Lohn zu streiten, muss Ver.di daf&uuml;r sorgen, dass der Fl&auml;chentarifvertrag, der vor allem im Lebensmitteleinzelhandel noch verbreitet ist, nicht durchl&ouml;chert wird. Heribert J&ouml;ris, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des HDE, will die Aufregung d&auml;mpfen. &ldquo;Ver.di macht Panik&rdquo;, sagt er. Er sagt aber auch: &ldquo;Einfache T&auml;tigkeiten m&uuml;ssen sich in eine vern&uuml;nftige Zahlungshierarchie einordnen.&rdquo; Dass Kassiererinnen teilweise mehr verdienen als eine Fachkraft an der K&auml;setheke, findet J&ouml;ris falsch. Auch Verr&auml;umt&auml;tigkeiten seien zu hoch bezahlt, sagt er. Gro&szlig;e player wie Rewe, Edeka oder Netto greifen deswegen auf Fremdfirmen zur&uuml;ck. So best&uuml;cken mittlerweile mindestens 50.000 Besch&auml;ftigte per Werkvertrag f&uuml;r 6 oder 6,50 Euro die Regale, dazu rund 170.000 Leiharbeiter. F&uuml;r J&ouml;ris genug Gr&uuml;nde f&uuml;r eine neue Entgeltordnung, &ldquo;sonst steigen noch mehr Arbeitgeber aus der Tarifbindung aus, so wie Globus k&uuml;rzlich.&rdquo;<br>\n&ldquo;Die Arbeitgeber wollten Besch&auml;ftigte realit&auml;tsfremd tiefer eingruppieren, dazu waren wir und die Betriebsr&auml;te nicht bereit&rdquo;, sagt R&uuml;diger Wolff, Einzelhandelsexperte bei Ver.di. Die Gewerkschaft verlangt, dass die alten Manteltarifvertr&auml;ge unver&auml;ndert in Kraft gesetzt werden. &ldquo;Wir verhandeln erst &uuml;ber h&ouml;here L&ouml;hne und danach &uuml;ber eine neue Entgeltstruktur&rdquo;, so Wolff. F&uuml;r Reinhard Bispinck von der gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung zeigt das Vorgehen des HDE, dass die Arbeitgeber mit ihrer Auslagerungsstrategie an Grenzen sto&szlig;en. &ldquo;Sie haben ein Imageproblem, weil die &Ouml;ffentlichkeit die Billigl&ouml;hne ablehnt, und sie haben rechtliche Probleme. Kassiererinnen sind legal kaum als Werkvertragsnehmer zu besch&auml;ftigten, da m&uuml;ssten die Fremdfirmen schon eigene Kassen mitbringen.&rdquo; Die Tarifrunde finde nun unter maximalem Druck statt. &ldquo;Die kann auch mal ein Jahr dauern.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a2&amp;dig=2013%2F04%2F27%2Fa0154&amp;cHash=ec7d58a4e79933ee65df8854292c7a88\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Niedersachsen: Rot-Gr&uuml;n will Stopp der Hartz-Strafen<\/strong><br>\nSPD-Sozialministerin Rundt k&uuml;ndigt Bundesratsinitiative f&uuml;r ein Sanktionsmoratorium an<br>\nDie nieders&auml;chsische SPD-Sozialministerin Cornelia Rundt hat ein Moratorium f&uuml;r Strafen gegen Hartz-IV-Empf&auml;nger gefordert. Nach Bekanntwerden des starken Anstiegs der Sanktionen gegen Langzeiterwerbslose in dem Bundesland sagte die Politikerin gegen&uuml;ber der &bdquo;Hannoverschen Allgemeinen&ldquo;, die Zahlen w&uuml;rden &bdquo;belegen, wie dringend wir ein Moratorium oder vergleichbare Ma&szlig;nahmen brauchen&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/820090.niedersachsen-rot-gruen-will-stopp-der-hartz-strafen.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Wie im Streit um Atom-Endlager setzt sich die nieders&auml;chsische SPD von der Bundes-SPD ab. Man darf gespannt sein, wer sich hier durchsetzen wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ulrich Schneider &ndash; Wanted: Milliarden f&uuml;r eine soziale Politik<\/strong><br>\nDie Deutsche Steuer- und Haushaltspolitik steht unzweifelhaft vor einem Scheideweg. Auf der einen Seite eine Schuldenbremse, die zu strukturell ausgeglichenen Haushalten zwingt. Auf der anderen Seite dr&auml;ngender Reformbedarf von der Pflege bis zur Bildung, den kein Politiker ernsthaft bestreiten wollte. Die Herausforderungen sind gro&szlig;. Wir brauchen eine Reform der Pflegeversicherung, die mehr ist als ein Placebo und f&uuml;r alle Menschen dauerhaft eine Pflege sicherstellt, die der W&uuml;rde des Menschen entspricht.<br>\nWir brauchen Hilfen f&uuml;r alle Langzeitarbeitslose, auch f&uuml;r die rund 400.000, von denen wir wissen, dass sie kaum noch auf den ersten Arbeitsmarkt vermittelbar sind. Sie brauchen mehr als die N&uuml;rnberger Angebote von der Stange, sie brauchen soziale Hilfen und im Zweifel auch l&auml;ngerfristig &ouml;ffentlich gef&ouml;rderte, sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung, weil ihnen kein anderer Weg zur Arbeit offensteht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/debattiersalon.de\/wanted-milliarden-fur-eine-soziale-politik\/\">debatiersalon<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Berliner Tafelmusik<\/strong><br>\nDarf das denn wahr sein? Die Berliner Tafel bedankt sicht in einer Anzeige (abgedruckt im &bdquo;Freitag&ldquo; vom 17. Oktober) bei sich selber &bdquo;f&uuml;r 15 Jahre Engagement&ldquo; &ndash; und h&auml;ngt dann noch den unglaublichen Satz an: &bdquo;Wir freuen uns auf die n&auml;chsten 15 Jahre!&ldquo;<br>\nWie bitte?<br>\nWar den Damen und Herren von der Berliner Not-Einrichtung f&uuml;r die &Auml;rmsten der Armen nicht klar, was sie damit zu Papier gebracht haben? Neben Eigenlob &ndash; das bekanntlich stinkt! &ndash; die Hoffnung, dass es mit diesem Hartz-IV-Elend noch mindestens f&uuml;nfzehn Jahre weitergehen m&ouml;ge?<br>\nIch will diesen &bdquo;engagierten&ldquo; Menschen deren G&uuml;te nicht absprechen und schon gar nicht diesen Tafeln ihre derzeitige Notwendigkeit. Aber geht das mit dieser Art Herzensw&auml;rme und mit dieser Art Stolz auf sich selber nicht doch ein bi&szlig;chen zu weit? Deshalb n&auml;mlich, weil man mit dieser Nachweism&ouml;glichkeit f&uuml;r die eigene N&auml;chstenliebe den Arbeitslosen gleich f&uuml;nfzehn weitere Almosenjahre an den Hals w&uuml;nscht? Sollte den BetreiberInnen von der Berliner Tafel verborgen geblieben sein, dass ihre Einrichtung zur Zeit zwar bitter notwendig ist, doch eines eben nicht zu leisten vermag: Die Not zu wenden?<br>\nRobert Walser, der Schweizer Schriftsteller, notierte einmal: &bdquo;Hilfe ohne Herz ist Dem&uuml;tigung.&ldquo; Und was ist diese Hilfe ohne Hirn? &ndash; Mir scheint: schreckenerregender Edel-Narzi&szlig;mus!<br>\nNicht auszuschliessen, diese Gutmenschen der Berliner Tafel feiern ihr Jubil&auml;um sogar mit Tafelmusik. Nicht ausgeschlossen, sie spielen sich selber dabei sogar zum Tanz auf. Den Hilfsbed&uuml;rftigen aber spielen sie mit dieser &uuml;belw&uuml;nschenden N&auml;chstenliebe nur &uuml;bel mit!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/2013\/04\/25\/berliner-tafelmusik\/#more-12058\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: &bdquo;Eine Form von Dem&uuml;tigung&ldquo;<\/strong><\/p>\n<p>Peter Grottian sieht in Armenspeisungen ein Versagen des Sozialstaats. Nun macht er in Berlin gegen &bdquo;20 Jahre Tafel&ldquo; mobil. (&hellip;)<br>\nSie wollen also die Tafeln abschaffen, damit die Politik wieder verantwortlich handelt?<br>\nEs geht darum, eine Grundsicherung zu institutionalisieren, die Tafeln weitgehend &uuml;berfl&uuml;ssig macht. Wie k&ouml;nnen die politisch Verantwortlichen angesichts von 1,5 Millionen Menschen, die auf Tafeln angewiesen sind, ernsthaft sagen, dass sich am Sozialstaat nichts &auml;ndern muss? Das Verh&auml;ltnis von Sozialstaat zu Armut ist v&ouml;llig verdreht. Die Vertafelung der Gesellschaft ist eine weitere Form von Dem&uuml;tigung.<br>\nGlauben Sie, dass Menschen, die auf die Tafeln angewiesen sind, diese Ansicht teilen?<br>\nFragen Sie die Menschen, ob sie weiter zur Tafeln gehen wollen oder ob sie lieber bessere Eckregels&auml;tze h&auml;tten, mit denen sie selbst entscheiden k&ouml;nnen, was sie essen wollen.<br>\nWas muss sich konkret &auml;ndern?<br>\nEs m&uuml;sste zun&auml;chst eine menschenrechtsgem&auml;&szlig;e Grundsicherung geben, eine Summe von 1.000 Euro w&auml;re da angemessen und auch finanzierbar. Anderseits geht es auch um selbsterm&auml;chtigende Arbeitspl&auml;tze.<br>\nWas bedeutet das?<br>\nEs geht um die Frage, was kann und will eine Mensch in einer Gesellschaft leisten. Es ist ja Arbeit zu Hauf da, die getan werden muss, aber f&uuml;r die es angeblich keine Gelder gibt.<br>\nZum Beispiel &hellip;<br>\n&hellip; im ganzen Non-Profit-Sektor.<br>\nWie soll das finanziert werden?<br>\nEin gesellschaftlich sinnvoller Arbeitsplatz, der vielleicht 10.000 bis 15.000 Euro im Jahr kostet, ist m&ouml;glicherweise sinnvoller als Hartz IV. Wenn man sich dieser Debatte ernsthaft stellt, dann kommt man zu dem Schluss, dass eine geringere Zahl an Tafeln angesagt ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Politologe-Grottian-ueber-Armentafeln\/!115183\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Eine ablehnende Haltung des taz-Interviewers kommt zum Ausdruck. Das wundert nicht, da die taz ja den Gr&uuml;nen nahesteht, die als Teil der Politik die tafel-Arbeit &ndash; wo Grottian zurecht drauf hinweist &ndash; instrumentalisieren. Ob allerdings ein Arbeitsplatz mit so niedrigen Kosten von 10.000 bis 15.000 &euro; im Jahr tats&auml;chlich gesellschaftlich sinnvoll w&auml;re, kann bezweifelt werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesch: Paradigmenwechsel ist n&ouml;tig<\/strong><br>\nNiema Movassat von der Partei Die Linke fordert nach dem Einsturz einer Textilfabrik in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka, bei dem mehr als 200 Menschen starben und etwa 1.500 verletzt wurden, einklagbare Mindeststandards f&uuml;r im Ausland t&auml;tige deutsche Unternehmen. Freiwillige Selbstverpflichtungen der Industrie sind ungef&auml;hr so wirksam, wie einem Kleinkind eine T&uuml;te Gummib&auml;rchen in die Hand zu dr&uuml;cken, ihm aber das Versprechen abzunehmen, nicht zu viele auf einmal zu essen. Trotzdem setzt die Bundesregierung bei sozialen, &ouml;kologischen und arbeitsrechtlichen Mindeststandards f&uuml;r im Ausland t&auml;tige deutsche Unternehmen immer noch ausschlie&szlig;lich auf Freiwilligkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a2&amp;dig=2013%2F04%2F27%2Fa0156&amp;cHash=18ee35578fab59a42f6c988f3535f236\">taz<\/a>\n<p><strong>Siehe auch: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/panorama\/nach-einsturz-von-textilfabrik-in-bangladesch-retter-bergen-weitere-ueberlebende-1.1660380\">Retter bergen weitere &Uuml;berlebende in der SZ<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>Dazu: ver.di fordert Textileinzelhandel auf, endlich Verantwortung zu &uuml;bernehmen<\/strong><br>\nBei einem Gespr&auml;ch mit Markus L&ouml;ning, dem Beauftragten der Bundesregierung f&uuml;r Menschenrechte, wies Amin darauf hin, dass in den letzten Jahren &uuml;ber 700 Menschen in Fabriken seines Landes bei Br&auml;nden zu Tode gekommen seien, die im gro&szlig;en Umfang f&uuml;r Textileinzelh&auml;ndler auch in Deutschland produzierten.<br>\nEs bed&uuml;rfe deshalb der Unterst&uuml;tzung f&uuml;r ein Internationales Brandschutzabkommen, wie es von den Firmen PVH und Tchibo unterzeichnet worden sei, so der Gewerkschafter aus Bangladesch. Auch bei den Entsch&auml;digungszahlungen an die Hinterbliebenen und vielen Verletzten bat Amirual Haque Amin die deutsche Politik, Einfluss auf die Auftraggeber zu nehmen. So weigert sich die Firma C&amp;A noch immer, f&uuml;r die 115 Toten und Hunderten von Verletzten des Brandes vom September letzten Jahres bei Tazreen Fashion, die f&uuml;r C&amp;A produziert haben, angemessene Entsch&auml;digungen zu bezahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.verdi.de\/presse\/pressemitteilungen\/++co++bf6d4f6e-acc0-11e2-ae8b-52540059119e\">ver.di<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Thomas de Maizi&egrave;re: Man kann nicht einfach wieder raus<\/strong><br>\n&hellip; Ich mahne ja stets, dass wir in Deutschland &ndash; jenseits der Expertenzirkel &ndash; mehr &uuml;ber Krieg, Frieden und Sicherheitspolitik diskutieren sollten. Jetzt haben wir am Beispiel der Kampfdrohne eine solche Debatte, da werde ich dar&uuml;ber nicht meckern. Im Gegenteil, ich begr&uuml;&szlig;e diesen Diskurs &hellip;. Wir m&uuml;ssen aber lernen, auseinanderzuhalten, dass der Besitz von bewaffneten Drohnen nicht identisch ist mit der Art, wie sie derzeit mit hoher medialer Aufmerksamkeit von den Amerikanern angewendet werden. Diese Art des Einsatzes &ndash; die gezielten T&ouml;tungen von Gegnern etwa in Pakistan &ndash; k&auml;me f&uuml;r uns nicht infrage. &hellip; Wir haben ein konditioniertes Angebot abgegeben, das auf den bisherigen Nato-Planungen basiert. Diese gehen von 8.000 bis 12.000 Soldaten insgesamt ab 2015 aus. Diese sollen au&szlig;er in Kabul auch in Norden, Osten, S&uuml;den und Westen vertreten sein, deshalb reden wir von einem &ldquo;Speichenmodell&rdquo; mit der Hauptstadt Kabul als Nabe. Wir haben jetzt fr&uuml;hzeitig, vorausschauend und ermutigend gesagt, mit wie viel Kr&auml;ften wir auch im Norden Verantwortung zu &uuml;bernehmen bereit sind. Wenn nun aber die USA, Italien oder andere von diesem Modell abr&uuml;cken, werden wir auch nicht dabeibleiben k&ouml;nnen. Wir werden nicht als einziges Land au&szlig;erhalb Kabuls pr&auml;sent sein. &hellip; Das Mandat lautet ab 2015 Beratung, Unterst&uuml;tzung, Hilfe &ndash; f&uuml;r eine begrenzte Zahl und einen noch zu bestimmenden hohen Rang der afghanischen Kr&auml;fte. F&uuml;r Schutz und Logistik braucht man nat&uuml;rlich auch noch Kr&auml;fte. Aber das m&uuml;ssen ja nicht alles die Deutschen machen. &hellip; Die Nato hat gelernt, wie wichtig es ist, dass die Hubschrauber miteinander funken k&ouml;nnen und die Krankentragen in alle Fahr- und Flugzeuge passen m&uuml;ssen. Auch ist klar geworden: Je weiter man weg ist, umso mehr braucht man Partner vor Ort. Man muss Andersheit von Kultur ber&uuml;cksichtigen. Ziele m&uuml;ssen realistisch sein, nicht &uuml;berschw&auml;nglich. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2013%2F04%2F24%2Fa0087&amp;cHash=ed31366595070350179207653244152f\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Leider hat die &ldquo;taz&rdquo; den Minister nicht gefragt, <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/bundeswehr-laesst-afghanische-aufstaendische-mit-drohnen-toeten-a-889352.html\">was an der Spiegelmeldung dran ist<\/a>, dass die Bundeswehr Aufst&auml;ndische in Afghanistan mithilfe einer US-Drohne t&ouml;ten lie&szlig;.<\/em><br>\n<em>Wenn der Spiegel Recht hat, und mir ist keine Gegendarstellung der Bundeswehr bzw. des Ministers bekannt, dann ist die grunds&auml;tzliche Verneinung von gezielten T&ouml;tungen durch Drohnen eine T&auml;uschung der B&uuml;rger, eine L&uuml;ge. Nat&uuml;rlich geh&ouml;rt der Einsatz von Kampfdrohnen diskutiert. Dann sollte der Minister damit anfangen &ndash; in seinem Interview ist davon nichts zu lesen. Was hei&szlig;t denn konkret, man bliebe bei &ldquo;vom Deutschen Bundestag mandatierten Eins&auml;tzen im grundgesetzlichen Rahmen&rdquo;? Das sind diese Alles-oder-Nichts-Aussagen von Politikern. Hier w&auml;r doch der Ort zu erkl&auml;ren, warum Kampfdrohnen notwendig sind. Dann k&ouml;nnte man z.B.  jenseits aller Ethik fragen, wie effizient gezielte T&ouml;tungen von gegnerischen Anf&uuml;hrern ist. Das wird selbst in Israel diskutiert, das viel unmittelbarer bedroht ist als Deutschland. <\/em><br>\n<em>Und nat&uuml;rlich ist die Bundeswehr mit seinem Angebot von 800 Mann vorschnell vorgeprescht. De Maizi&egrave;re spricht doch selbst von der M&ouml;glichkeit, dass trotz bisheriger NATO-Planungen &ldquo;die  USA, Italien oder andere von diesem Modell abr&uuml;cken&rdquo; k&ouml;nnten und dann &ldquo;werden wir auch nicht dabeibleiben k&ouml;nnen.&rdquo; Auch das &ldquo;Speichenmodell&rdquo; mit der Hauptstadt Kabul als Nabe ist das Blatt Papier nicht wert, auf dem es entworfen wurde, wenn wie angek&uuml;ndigt die USA Nationen wie Deutschland nach 2014 nicht mehr mit bisher dringend gebrauchten Sanit&auml;tshelikoptern unterst&uuml;tzen werden. In der Vergangenheit haben nur die USA eine funktionierende Sanit&auml;tskette f&uuml;r Verwundete gew&auml;hrleisten k&ouml;nnen.<\/em><br>\n<em>Wir haben in Afghanistan gelernt, dass &ldquo;die Hubschrauber miteinander funken k&ouml;nnen und die Krankentragen in alle Fahr- und Flugzeuge passen m&uuml;ssen.&rdquo; L&auml;cherlich! Wir haben gelernt, was Egon Bahr bez&uuml;glich Afghanistan schon 2008 formulierte: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/es-konnte-sein-dass-die-aufgabe-in-afghanistan-nicht-losbar-ist\">Es k&ouml;nnte ja sein, dass die Aufgabe objektiv nicht l&ouml;sbar ist.<\/a>&rdquo; <\/em><br>\n<em>Wir sollten das gelernt haben, muss man leider wohl immer noch sagen. Afghanistan ist verloren. Im Gegensatz zur offiziellen Rhetorik des Westens sch&auml;tzen die Afghanen selbst die Situation, wie der Exodus von Funktionstr&auml;gern zeigt, als verheerend ein. Der Krieg in Afghanistan wird in einen B&uuml;rgerkrieg &uuml;bergehen, in dem die Taliban vermutlich siegen werden. Die Taliban brauchen ihre Guerillastrategie gegen das Regime Karzai nur fortzuf&uuml;hren. Die afghanische Armee ist, wenn sie sich nicht von selbst aufl&ouml;st, ohne westliche Unterst&uuml;tzung nicht in der Lage, die Taliban milit&auml;risch zu besiegen. Bereits in wenigen Monaten werden der Westen und S&uuml;den Afghanistans  unter Kontrolle der Taliban stehen, welche &uuml;brigens von den Erfahrungen der wieder angewachsenen Zahl von internationalen Dschihadisten im Irak profitieren &ndash; von wegen &ldquo;Al-Qaida&rdquo; ist besiegt. Und wenn die Taliban klug sind, werden sie mit den Warlords im Norden verhandeln.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>DGB: Der n&auml;chste Sommer<\/strong><br>\nFast der gesamte Vorstand des DGB wird jetzt ausgewechselt &ndash; und Reiner Hoffmann folgt 2014 als neuer Vorsitzender.<br>\nHoffmann spricht lieber &uuml;ber die Krisenpolitik in Europa: Wachstumsprogramm, Steuerharmonisierung, aktive Industriepolitik. Das sind die Themen, die dem Landesbezirksleiter Nordrhein der IG Bergbau, Chemie, Energie am Herzen liegen. Und das sind die Themen, die er im Herbst auf der gro&szlig;en B&uuml;hne spielen will. Bereits zum 1. Juni wechselt Elke Hannack von Verdi in den DGB-Vorstand, wo sie die stellvertretende Vorsitzende Ingrid Sehrbrock abl&ouml;st.  Sehrbrock hat nie auch nur ann&auml;hernd die Au&szlig;enwirkung ihrer Vorg&auml;ngerin Ursula Engelen-Kefer erreicht, von der wiederum Hannack sagt, sie sei immer ein Vorbild f&uuml;r sie gewesen. &bdquo;So pr&auml;sent wie mit Engelen-Kefer war der DGB nie wieder&ldquo;, meint Hannack. Hannack ist eine Frau und dazu noch CDU-Mitglied. Eine ebenso seltene wie attraktive Kombination in den Gewerkschaften und vor allem in der F&uuml;hrung der Gewerkschaften. Die CDU h&ouml;rt man Hannack nicht an. Sie ist ganz entschieden f&uuml;r einen gesetzlichen Mindestlohn und f&uuml;r equal pay in der Leiharbeit vom ersten Tag an. Dass dann diese Form der flexiblen Besch&auml;ftigung f&uuml;r viele Betriebe unattraktiv wird, k&uuml;mmert sie nicht. &bdquo;Die Leiharbeit ist keine Br&uuml;cke in den ersten Arbeitsmarkt, und wenn ganz normale T&auml;tigkeiten von Leiharbeitern abgedeckt werden, dann brauchen wir so ein Instrument nicht mehr.&ldquo; &Auml;hnlich entschieden ist Hannack beim Thema Befristung: Jeder Zweite werde nach der Ausbildung nur befristet eingestellt und habe dann wom&ouml;glich erst mit Mitte 30 einen sicheren Job. &bdquo;Und dann wundert sich die Regierung, dass die keine Kinder wollen&ldquo;, wundert sich das CDU-Mitglied &uuml;ber die schwarz- gelben Koalition&auml;re. Das gilt auch f&uuml;r die Rentenpolitik. Von Lebensleistungsrenten oder andere Ideen gegen Altersarmut h&auml;lt Hannack nichts. &bdquo;Die Altersarmut wird kommen, davon bin ich absolut &uuml;berzeugt.&ldquo; Weil die Verh&auml;ltnisse auf dem Arbeitsmarkt keine ausk&ouml;mmlichen Rentenbeitragszahlungen zulie&szlig;en. Die Sozialpolitik betreut Annelie Buntenbach, die als einziges der aktuellen f&uuml;nf DGB-Vorstandsmitglieder noch nicht in Rente geht. Das Gremium wird von f&uuml;nf auf vier Personen verkleinert, zu Hoffmann, Hannack und Buntenbach kommt noch Stefan K&ouml;rzell, bislang Vorsitzender des DGB-Bezirks Hessen-Th&uuml;ringen.  Der Maschinenschlosser K&ouml;rzell ist, wie auch Hoffmann, Mitglied der SPD; er ist gut vernetzt, eine farbige Figur mit Ambitionen. K&ouml;rzell kann reden und Zusammenh&auml;nge auf den Punkt bringen: &bdquo;Die einen wissen nicht, wo sie ihr Geld zinsbringend anlegen sollen, w&auml;hrend die anderen sich fragen, wo sie Pfandflaschen suchen sollen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/der-naechste-sommer\/8132982.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Relevante Au&szlig;enseiter<\/strong><br>\nGeorg F&uuml;lberth &uuml;ber die Piraten und die Alternative f&uuml;r Deutschland<br>\nAm 14. April war Gr&uuml;ndungsparteitag der &raquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&laquo;, im Mai treffen sich die Piraten. Beider Umfragewerte haben gegenl&auml;ufige Tendenz. Die Piraten sind ziemlich weit unter die F&uuml;nf-Prozent-Grenze gefallen, der sich die &raquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&laquo; mittlerweile nach oben hin n&auml;hert. Manche r&auml;umen ihr Chancen ein. [&hellip;]<br>\nEs ist eine b&uuml;rgerliche Partei, die Schwarz-Gelb auf Trab bringen will. Eine superharte deutsche W&auml;hrung ist schlecht f&uuml;r den Export. Soll dieser Nachteil kompensiert werden, m&uuml;ssen L&ouml;hne, Sozialabgaben und Steuern in der Bundesrepublik noch mehr gedr&uuml;ckt werden. Dass dies zu Lasten der arbeitenden Menschen geht, d&uuml;rfte klar sein.<br>\nHier geht es um eine Durchbruchsstrategie mit Risiko: Bleibt die &raquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&laquo; unterhalb der f&uuml;nf Prozent, k&ouml;nnten die an sie verlorenen Stimmen den Parteien der gegenw&auml;rtigen Koalition fehlen. Kommen die feinen Wutb&uuml;rger in den Bundestag, geht es ab nach rechts.<br>\nPiraten und &raquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&laquo; m&ouml;gen Au&szlig;enseiter sein, aber sie haben Relevanz: erstere durch ihre Themen, letztere durch ihre taktische Funktion im Parteiensystem.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/820073.relevante-aussenseiter.html?sstr=F%FClberth\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Auf hoher See &ndash; Vermessung der Piratenpartei<\/strong><br>\nDie Konrad-Adenauer-Stiftung hat im Herbst 2012 in einer repr&auml;sentativen Umfrage grundlegende politische Einstellungen in Deutschland untersucht. Diese Umfrage l&auml;sst R&uuml;ckschl&uuml;sse auf Einstellungen und Werte verschiedener politischer Gruppen zu, darunter die Sympathisanten der Piratenpartei&hellip; Die zentralen<br>\nErgebnisse der Untersuchung sind:<br>\nDie Piratenpartei gilt als Internetpartei, weil sie sich thematisch &uuml;berwiegend mit Fragen befasst, die die Nutzung des Netzes betreffen. Das gro&szlig;e Interesse insbesondere junger W&auml;hler an den Piraten jedoch einzig &uuml;ber diesen Themenschwerpunkt zu erkl&auml;ren, ist d&uuml;nnes Eis&hellip;<br>\nMenschen, die sich f&uuml;r die Piratenpartei begeistern k&ouml;nnten, sind gut ausgebildet und ihre Einstellungen zu den abgefragten Werten lassen einen eher b&uuml;rgerlichen Lebensstil vermuten. Es sind also keine Internetjunkies, sondern ganz normale Menschen mit dem Wunsch nach einem gesicherten Einkommen und einer fairen Bezahlung f&uuml;r gute Arbeit.<br>\nEs gibt ihn nicht, den &bdquo;Pirat&rdquo;. Es gibt W&auml;hler. Und nach unserer Umfrage k&ouml;nnten sich zw&ouml;lf Prozent von ihnen vorstellen, die Piratenpartei zu w&auml;hlen.<br>\nDie Piratenpartei ist deshalb &ndash; trotz aller M&auml;ngel &ndash; ein ernstzunehmender Faktor. Denn sie trifft einen Nerv der Menschen: Den Wunsch nach einer transparenten, nachvollziehbaren Politik, die die B&uuml;rger einbezieht und alle Bev&ouml;lkerungsgruppen anspricht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kas.de\/wf\/doc\/kas_34164-544-1-30.pdf?130425101007\">Konrad-Adenauer-Stiftung [PDF &ndash; 392 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Wahlprogramm der Gr&uuml;nen: Viele gute Vorschl&auml;ge, einige Probleme<\/strong><br>\nIn zwei Punkten f&auml;llt das Wahlprogramm jedoch hinter die eigenen Beschl&uuml;sse von fr&uuml;heren Parteitagen und im Bundestag vorgebrachten Positionen zur&uuml;ck:\n<ol>\n<li>Zu den Nebent&auml;tigkeiten von Abgeordneten hei&szlig;t es lediglich vage, man wolle &ldquo;die Transparenzregeln &uuml;ber Nebeneink&uuml;nfte von Abgeordneten verbessern&rdquo;. Verbesserung sind in der Tat n&ouml;tig. Aber was die Gr&uuml;nen in ihrem Wahlprogramm darunter verstehen, bleibt offen. Dabei forderte die gr&uuml;ne Bundestagsfraktion in dieser Legislaturperiode bereits zwei Mal per Antrag, Nebeneink&uuml;nfte auf Euro und Cent genau zu ver&ouml;ffentlichen. Wenn die Gr&uuml;nen zu dieser Forderung auch nach der Wahl stehen, sollten sie das auch in ihrem Wahlprogramm so formulieren.<\/li>\n<li>Bei den Parteispenden weicht der Programmentwurf sichtbar von bisher Beschlossenem ab. Auf der Kieler BDK von 2011 forderten die Gr&uuml;nen unter anderem &ldquo;eine Parteienfinanzierung, die Unabh&auml;ngigkeit garantiert durch ein Verbot von Spenden juristischer Personen und der Begrenzung von Spenden nat&uuml;rlicher Personen&rdquo;. Im Dezember 2012 brachten die Gr&uuml;nen im Bundestag einen entsprechend lautenden Gesetzesentwurf ein.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Im Programmentwurf ist nun jedoch von einem Verbot f&uuml;r Spenden juristischer Personen keine Rede mehr. Dort hei&szlig;t es: &ldquo;Wir wollen Abh&auml;ngigkeiten vorbeugen durch eine Begrenzung von Spenden juristischer Personen [&hellip;]&rdquo; (Herv.d.A.)<br>\nAus unserer Sicht ist damit unklar, was die Gr&uuml;nen eigentlich wollen: Per Gesetzentwurf ein Verbot von Spenden juristischer Personen &ndash; also von Verb&auml;nden und Unternehmen &ndash; fordern, dann aber im Wahlprogramm nur auf eine Begrenzung dieser Spenden setzen &ndash; das ist inkonsistent. Ob das so bleibt, wird sich auf der BDK an diesem Wochenende herausstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/2013\/04\/wahlprogramm-der-grunen-viele-gute-vorschlage-einige-probleme\/\">LobbyControl<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Steinbr&uuml;ck rappt den Konjunktiv<\/strong><br>\n&ldquo;Zuletzt noch fett im Meinungstief, jetzt schon satt im Konjunktiv&rdquo;: Kanzlerkandidat Peer Steinbr&uuml;ck legt seine Interview-Bl&uuml;te &ldquo;H&auml;tte, h&auml;tte &ndash; Fahrradkette&rdquo; als Musikvideo auf. Die Berliner SPD-Stars unterst&uuml;tzen seinen Coup im ARD-Morgenmagazin als Background-S&auml;nger. Und auch die Kanzlerin rappt mit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/schlusslicht\/schlusslicht2574.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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