{"id":17079,"date":"2013-04-30T08:53:04","date_gmt":"2013-04-30T06:53:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17079"},"modified":"2013-04-30T09:40:59","modified_gmt":"2013-04-30T07:40:59","slug":"hinweise-des-tages-1869","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17079","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17079#h01\">Ein ewiges Lied: Die FAZ mit Zahlentricks gegen h&ouml;here Steuern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17079#h02\">Wie ist der Euro noch zu retten?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17079#h03\">Memorandum 2013 &ndash; Umverteilen &ndash; Alternativen der Wirtschaftspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17079#h04\">Erfolgsgeheimnisse des Onlinehandels<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17079#h05\">M&uuml;nchhausen-Check: Weltmeister der Ungerechtigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17079#h06\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17079#h07\">Sparen allein schafft kein Wachstum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17079#h08\">Steuersch&auml;tzung des IMK: Einnahmen nehmen 2013 moderat um zwei Prozent zu &ndash; strukturelle Unterfinanzierung bleibt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17079#h09\">&bdquo;Das Geld ist nicht weg, es hat nur ein anderer&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17079#h10\">Lohnt es sich, f&uuml;r 498.356,88 Euro zu arbeiten?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17079#h11\">Asklepios gegen Verfasser von Leserbriefen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17079#h12\">Bienensterben: &bdquo;Vollst&auml;ndiges Verbot gef&auml;hrlicher Pestizide &uuml;berf&auml;llig!&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17079#h13\">Panzer f&uuml;r das Kalifat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17079#h14\">Bev&ouml;lkerungspolitik &ndash; Malthus&rsquo; langer Schatten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17079#h15\">Giftgaseinsatz in Syrien durch Aufst&auml;ndische?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17079#h16\">Regierung: 35 Kommunen und 180 Stiftungen sind Teil der Initiative &ldquo;Lernen vor Ort&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17079#h17\">Leben wir in einer Wissensgesellschaft?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17079#h18\">Deutsche HuffPost: Sie kommt, sie kommt nicht, sie kommt!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17079&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ein ewiges Lied: Die FAZ mit Zahlentricks gegen h&ouml;here Steuern<\/strong><br>\nAm vergangenen Wochenende haben die Gr&uuml;nen beschlossen, sich f&uuml;r deutliche Steuererh&ouml;hungen einzusetzen; von SPD und Linken liegen &auml;hnliche Beschl&uuml;sse vor. Anlass genug f&uuml;r einen Aufschrei des Entsetzens im konservativen und neoliberalen Bl&auml;tterwald. Nicht immer wird dabei redlich und sauber argumentiert, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) einmal mehr anschaulich und beispielhaft zeigt. &ndash; Ein Beitrag &uuml;ber Zahlentricks und Manipulationen.<br>\nIn dem am gestrigen Montag erschienenen Artikel &bdquo;EU-Kommission bef&uuml;rchtet Steuerflucht: Deutscher Spitzensteuersatz weit &uuml;ber EU-Durchschnitt&ldquo; nehmen die Autoren Hendrik Kafsack und Joachim Jahn inhaltlich einen Dreischritt vor:<br>\nSie wollen beweisen, dass die Steuern in Deutschland ohnehin schon &uuml;berdurchschnittlich hoch seien, dazu greifen sie auf eine Pressemitteilung von Eurostat zur&uuml;ck,<br>\nsie erg&auml;nzen Ihren &bdquo;Beweis&ldquo; durch zahlreiche &ndash; insgesamt sehr einseitige &ndash; Stellungnahmen und Zitate aus der deutschen Wirtschaft, unter anderem dem so genannten &bdquo;Bund der Steuerzahler&ldquo;,<br>\nund schlie&szlig;en mit der Warnung eines Mitarbeiters der EU-Kommission vor Steuerflucht wegen einer zu hohen Steuerbelastung.<br>\nDabei argumentieren sie allerdings gleich in mehrfacher Hinsicht unredlich: &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1167\">annotazioni<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wie ist der Euro noch zu retten?<\/strong><br>\nZu Gast: Dr. Heiner Flassbeck, &Ouml;konom und Buchautor<br>\nPortugal, Griechenland, Zypern &hellip; Die Liste der schw&auml;chelnden Eurostaaten wird immer l&auml;nger. Wer ist der n&auml;chste? Wie viele milliardenschwere Rettungsschirme kann die EU noch aufspannen? Diese Fragen stellen sich immer mehr besorgte EU-B&uuml;rger, auch nach der umstrittenen Rettungsaktion f&uuml;r Zypern, bei der erstmals auch die Sparer zur Kasse gebeten werden.<br>\n&ldquo;Der Euro war eigentlich eine gute Idee, nur zu wenige haben sie verstanden&rdquo;, sagt Heiner Flassbeck. Der Wirtschaftswissenschaftler und Buchautor war bis Ende 2012 Chefvolkswirt der UNCTAD, der UNO-Organisation f&uuml;r Welthandel und Entwicklung in Genf. Seit Jahren warnt der streitbare &Ouml;konom vor dem Auseinanderbrechen der Eurozone und nimmt dabei besonders Deutschland ins Visier. Wir Deutschen glaubten, dass wir die Musterknaben der Finanzkrise seien. In der Tat sei Deutschland am besten durch die Krise gekommen, aber nur, in dem wir uns folgenschwere Wettbewerbsvorteile erkauft h&auml;tten: durch eine rigide Sparpolitik, wettbewerbsverzerrende Dumpingl&ouml;hne &ndash; und damit durch eine hohe Exportquote. Wir lebten bewusst &ldquo;unter unseren Verh&auml;ltnissen&rdquo;, g&auml;ben Kredite an die Defizitl&auml;nder, deren M&auml;rkte einbr&auml;chen &ndash; eine verh&auml;ngnisvolle Schuldenspirale: &ldquo;In der Krise wird der Gl&auml;ubiger stark und der Schuldner schwach; der Gl&auml;ubiger diktiert, was der Schuldner zu schaffen hat und begreift nicht, dass er der Teil des Prozesses ist.&rdquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/imgespraech\/2086254\/\">Deutschlandradio Kultur<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2013\/04\/27\/drk_20130427_0905_bed715fd.mp3\">Teil I [Audio &ndash; mp3]<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2013\/04\/27\/drk_20130427_1005_3edbce0c.mp3\">Teil II [Audio &ndash; mp3]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Memorandum 2013 &ndash; Umverteilen &ndash; Alternativen der Wirtschaftspolitik<\/strong><br>\nNichts Neues beim Euro? Doch, die Grundprobleme der Eurozone haben sich versch&auml;rft. Auf der politischen Ebene wird wieder dem Mythos der selbstheilenden Marktkr&auml;fte vertraut. Etliche Mitgliedsl&auml;nder der Europ&auml;ischen Union setzen auf Lohnsenkungen zur Erh&ouml;hung ihrer Wettbewerbsf&auml;higkeit. Zugleich werden den &ouml;ffentlichen Haushalten mit dem europ&auml;ischen Fiskalpakt und damit mit der Schuldenbremse enge Fesseln angelegt. W&auml;hrend die Regierungen so ihre eigenen Handlungsspielr&auml;ume einengen, sind sie weit weniger bereit, den immer noch kriselnden Banken und den Finanzsektor mit &auml;hnlich harten Restriktionen zu konfrontieren.<br>\nSo kann der Neoliberalismus kurz nach der Finanzkrise auch in Europa seine Wiederauferstehung feiern. Es zeigt sich, dass der neue Marktoptimismus kein nachhaltiges Wirtschaftswachstum in der EU schafft. Vielmehr kommt es zu Verdr&auml;ngungsprozessen und somit zu weiteren Verteilungskonflikten. Gleichzeitig werden die Zentrifugalkr&auml;fte innerhalb der EU gest&auml;rkt.<br>\nDie Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik betont seit Jahren, dass die deutsche Strategie, die auf eine Verstetigung der Umverteilung von unten nach oben setzt, kein nachhaltiges sozial-&ouml;kologisches Entwicklungsmodell ist. Wird diese Strategie jetzt als Politikmodell nach Europa exportiert, dann werden die Schw&auml;chen und Gefahren der neoliberalen Umverteilungspolitik noch deutlicher zutage treten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.alternative-wirtschaftspolitik.de\/veroeffentlichungen_der_arbeitsgruppe\/memorandum_2013\/index.html\">Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Erfolgsgeheimnisse des Onlinehandels<\/strong><br>\nWas vielfach als Innovation im Handel bezeichnet wird, stellt sich in der t&auml;glichen Praxis manchmal als einfache Umgehung und Vermeidung von Steuern und Abgaben heraus<br>\nSo manchem Hotelgast erscheinen auch die dank FDP noch verbliebenen 7% MwSt. auf den &Uuml;bernachtungspreis in einem deutschen Hotel zu hoch. Um Kosten zu sparen wird das Hotel deshalb &uuml;ber ein Hotel-Buchungsportal beispielsweise in den USA gebucht und vorab bezahlt. Da das US-amerikanische Angebot keine MwSt. enth&auml;lt, f&auml;llt es auf den ersten Blick g&uuml;nstiger aus, als das mit der MwSt. beaufschlagte Angebot des gleichen deutschen Hotels auf dessen eigener Website. Aufgrund dieser Konstruktion erh&auml;lt der Hotelgast auch keinen deutschen Beleg f&uuml;r die Hotel-Rechnung. Was sich als Schn&auml;ppchen anbietet, ist nach deutschem Recht jedoch so nicht vorgesehen, da die MwSt. dort bezahlt werden muss, wo die Leistung erbracht wird. Nach einer Gesch&auml;ftsreise wird dies bei der Abrechnung der Reisekosten einer aufgeweckten Buchhaltung ins Auge springen. Sp&auml;testens bei einer Betriebspr&uuml;fung folgen unsch&ouml;ne Fragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/38\/38982\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Amazon und die Strategie der t&ouml;dlichen Umarmung<\/strong><br>\n&hellip; ein Quasi-Monopolist wie Amazon d&uuml;rfte in einer Marktwirtschaft, die Regeln wie dem Kartellrecht unterliegt, eigentlich gar nicht erst entstehen. Die Schlussfolgerung kann dann aber nur lauten: W&auml;chst die Marktmacht eines Unternehmens zu sehr an, muss die Politik einschreiten und gegebenenfalls sogar das Wettbewerbsrecht versch&auml;rfen.<br>\nIm Ergebnis geht es in dem Fall Amazon um weit mehr als nur um die Monopolisierung des Online-Buchhandels, n&auml;mlich um die Ausschaltung s&auml;mtlicher alternativer Handelsmodelle im Internet. Gelingt es daher nicht, den Einfluss Amazons einzuschr&auml;nken, steht der freie Markt im Netz in G&auml;nze zur Disposition.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2013\/april\/amazon-und-die-strategie-der-toedlichen-umarmung\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>M&uuml;nchhausen-Check: Weltmeister der Ungerechtigkeit<\/strong><br>\n&ldquo;Nirgendwo ist die Ungleichheit so schnell gestiegen wie in Deutschland&rdquo;, verteidigten die Gr&uuml;nen auf dem Parteitag ihre Steuerpl&auml;ne. SPIEGEL ONLINE und die Dokumentationsjournalisten des SPIEGEL machen den Faktencheck: Liegt Deutschland bei der Ungerechtigkeit wirklich ganz vorn? Die OECD-Studie &ldquo;An Overview of Growing Income. Inequalities in OECD Countries: Main Findings&rdquo; (2011) hat die Ver&auml;nderungen in den Einkommensverteilungen ihrer Mitgliedsl&auml;nder in den Jahren von 1985 bis 2008 untersucht und gelangte zu dem Ergebnis, dass, gemessen am Gini-Koeffizienten, in den meisten Staaten die Ungleichheit zugenommen hat. Exakten Aufschluss dar&uuml;ber verschafft uns der Tabellenanhang der Studie, der die der Grafik unterliegenden numerischen Werte ausweist: In Deutschland, wie gesagt, stieg der Gini-Koeffizient im Untersuchungszeitraum um 4,5 Prozentpunkte, ebenso in Israel, in Finnland um 5,3 Prozentpunkte, in Neuseeland um 5,9 und in Schweden gar um 6,2 Prozentpunkte. Die Aussage des Gr&uuml;nen-Politikers Sven Giegold ist also falsch. Nach 2005, so zeigt eine DIW-Studie aus dem Oktober 2012, konnte in Deutschland diese Entwicklung dann zumindest angehalten werden. So bedenklichSo bedenklich die Entwicklung der hiesigen Einkommensverteilung zwischen 1985 bis 2008 auch ist, der Satz, die Ungleichheit sei in Deutschland st&auml;rker gewachsen als in allen anderen OECD-Staaten, ist einfach falsch. auch ist, der Satz, die Ungleichheit sei in Deutschland st&auml;rker gewachsen als in allen anderen OECD-Staaten, ist einfach falsch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/faktencheck-die-gruenen-und-die-ungleichheit-a-897134.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Mein Gott wie erb&auml;rmlich! Da wird Sven Giegold mit einem von der Sache her absolut vernachl&auml;ssigbaren Fehler in die Pfanne gehauen. Wirklich wichtig und richtig ist, dass die Entwicklung der hiesigen Einkommensverteilung zwischen 1985 bis 2008, wie der Spiegel schreibt, &ldquo;bedenklich&rdquo; ist. Skandal&ouml;s hei&szlig;t das richtige Wort.  Und lassen wir doch die Kirche im Dorf, bleiben wir in Europa. Dann haben die Finnen und Schweden in Einkommensungleichheit in diesem Zeitraum st&auml;rker als Deutschland zugelegt, aber ihr Ginikoeffizient liegt immer noch unter den deutschen, d.h. die Einkommensungleichheit ist immer noch geringer ausgepr&auml;gt. Dar&uuml;ber verliert der Spiegel kein Wort. Und wie belesen sind die &ldquo;Checker&rdquo;, haben sogar den DIW-Bericht &ldquo;Keine weitere Erh&ouml;hung der Einkommensungleichheit seit 2005?&rdquo; zur Kenntnis genommen. Nur h&auml;tten sie schon etwas genauer hinschauen sollen. Da steht nicht nur, dass kein R&uuml;ckgang des Armutsrisikos zu verzeichnen ist, sondern auch der Halbsatz: &ldquo;wobei f&uuml;r die Zeit nach 2010 auf Basis der SO-EP-Daten derzeit noch keine Aussagen m&ouml;glich sind&rdquo;. Peinlicherweise kommt das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) im Verein mit dem INSM Zum Ergebnis: &ldquo;Die Betrachtung der Entwicklung des Gini-Koeffizienten im zeitlichen Verlauf zeigt, dass die Ungleichheit der Einkommen in der Krise zugenommen hat &hellip; &rdquo; Das IW hat halt f&uuml;r 2012 einen Sch&auml;tzwert f&uuml;r 0,3 errechnet. &ndash; Tja, It&rsquo;s Statistik.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Dieser Artikel reiht sich m&uuml;helos in eine ganze Reihe von &bdquo;Gr&uuml;nen-Bashing-Artikel&ldquo; bei SPIEGEL Online ein. Wer Steuererh&ouml;hungen fordert, darf in Deutschland offenbar nicht auf die Gnade der Leitartikler hoffen. Ein l&ouml;bliche Ausnahme von der Regel stellt wieder <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/jakob-augstein-ueber-steuersuender-und-die-steuerplaene-der-gruenen-a-897088.html\">einmal Jakob Augstein dar<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Gr&uuml;ne r&uuml;cken nach links<\/strong><br>\nKonkret beschlossen die Gr&uuml;nen in ihrem Wahlprogramm: Auf Verm&ouml;gen von &uuml;ber einer Million Euro muss eine Abgabe von 1,5 Prozent pro Jahr f&uuml;r zehn Jahre gezahlt werden. Danach soll die Abgabe durch eine Verm&ouml;genssteuer ersetzt werden.<br>\nDer Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer wird auf 8700 Euro erh&ouml;ht. Ab einem Einkommen von 80.000 Euro wird der Spitzensteuersatz von 42 auf 49 Prozent erh&ouml;ht, Einkommen unter 60.000 Euro werden entlastet. Subventionen wie bei der Dienstwagenbesteuerung oder bei den Ausnahmen bei der &Ouml;kosteuer werden abgeschmolzen. Die Kfz-Steuer wird zugunsten von Elektro- und Hybridautos novelliert. Das Ehegattensplitting wird schrittweise zugunsten der Kinderf&ouml;rderung ersetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/bundestagswahl-2013\/parteitag-der-gruenen--gruene-ruecken-nach-links,20886784,22607076.html\">FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man sollte, bevor man vollmundig einen Linksrutsch bei den Gr&uuml;nen konstatiert, nicht vergessen, dass der Spitzensteuersatz selbst unter Kohl noch bei 53% lag. War Kohl also ein Linker? Und die Gr&uuml;nen haben sich ebenso wie die SPD bisher nicht von der auch von ihnen mitgetragenen Agenda 2010 distanziert. Dies zeigt wie gut es den Neoliberalen gelungen ist die politische Perspektive zu verschieben, wenn eine Anhebung des Spitzensteuersatzes nicht einmal auf das Niveau der Kohlregierung bereits als &bdquo;links&ldquo; qualifiziert wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Krisenfaktor niedrige L&ouml;hne<\/strong><br>\n&bdquo;Die Kommission r&auml;t Deutschland, die heimische Nachfrage durch h&ouml;here L&ouml;hne anzuregen und auf breiter Front Mindestl&ouml;hne einzuf&uuml;hren&ldquo;, sagte EU-Sozialkommissar Laszlo Andor der S&uuml;ddeutschen Zeitung. Auf diese Weise soll die Eurozone stabilisiert werden. Mit dieser Forderung hat der &Ouml;konom Recht. Denn verantwortlich f&uuml;r die Eurokrise sind nicht nur Fehlentwicklungen in Spanien oder Griechenland. Auch Deutschland hat seinen Teil dazu beigetragen. In s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;ndern sind die Einkommen &uuml;ber Jahre stark gestiegen, das hat ihre preisliche Wettbewerbsf&auml;higkeit verschlechtert. Sie haben weniger exportiert als importiert und Leistungsbilanzdefizite verbucht. Um dies zu finanzieren, haben sie sich verschuldet. So etwas geht auf Dauer nicht gut. Mittlerweile haben die Krisenstaaten schmerzhafte Anpassungsprozesse eingeleitet, zu denen sie die EU-Kommission ebenso wie Deutschland gedr&auml;ngt haben. (&hellip;) Und Deutschland? Hierzulande sind die Einkommen &uuml;ber Jahre zu wenig gestiegen. (&hellip;) Die Folge: Die deutsche Industrie hat sich preisliche Wettbewerbsvorteile verschafft. Deutschland hat mehr exportiert als importiert und Leistungsbilanz-&Uuml;bersch&uuml;sse erwirtschaftet. Diese &Uuml;bersch&uuml;sse waren nur m&ouml;glich, weil andere L&auml;nder Defizite verbuchten und sich verschuldeten, um ihre Importe zu bezahlen &ndash; siehe oben. Deutschland ist also mitverantwortlich f&uuml;r die Ungleichgewichte in Europa. Und deswegen ist es nur logisch, wenn die EU-Kommission nun fordert, dass sich auch hierzulande etwas &auml;ndern muss. Konkret bedeutet dies: Die Einkommen m&uuml;ssen st&auml;rker steigen als fr&uuml;her.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/eurokrise-krisenfaktor-niedrige-loehne-,1472780,22614650.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Krise als Erfolgsmodell<\/strong><br>\n&Uuml;berall in der Euro-Zone quietscht und kracht es, das europ&auml;ische Sozialmodell ger&auml;t aus den Fugen, nur die deutsche Wirtschaft kann vor Kraft nicht laufen. Deutschland setzt auf Export und schafft es, einen Gro&szlig;teil des in Berlin angezettelten sozialen Desasters in andere L&auml;nder auszulagern. Krise war gestern, in der Bundesrepublik kehrt Systemvertrauen zur&uuml;ck. Meinungsforscher liefern die Beweise. Immer mehr verschwimmen die Grenzen von Krise und Prosperit&auml;t: Die Finanzkrise von 2007\/2008 wurde erfolgreich in eine Staatsschuldenkrise transformiert. Die &raquo;M&auml;rkte&laquo; sind aus dem Schneider und die &ouml;ffentlichen Kassen leer. Die kommunalen Sachinvestitionen gingen 2012 um elf Prozent zur&uuml;ck, sie lagen bei nur noch 21,0 Milliarden Euro. Das sind ungef&auml;hr zwei Drittel der Summe, die der deutsche Staat f&uuml;rs Milit&auml;r ausgibt. &raquo;Bei Schulen, Stra&szlig;en und &ouml;ffentlichen Geb&auml;uden wird seit Jahren eher geflickt als grundlegend renoviert&laquo;, hei&szlig;t es beim Deutschen St&auml;dte- und Gemeindebund. Der Investitionsr&uuml;ckstand liegt bei rund 100 Milliarden Euro. Das ist eine Summe, die man sich kaum vorstellen kann, aber sie wird noch &uuml;bertroffen vom Schuldenberg der 133 Milliarden Euro, den die Kommunen vor sich herschieben. Man kann es aber auch anders sehen: &raquo;Noch nie hatten die staatlichen Haushalte soviel Geld zur Verf&uuml;gung wie heute&laquo;, hei&szlig;t es in einem aktuellen Thesenpapier des Hamburger Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), das, wir ahnen es, im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft erstellt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/beilage\/art\/3081\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Da&szlig; die deutsche Wirtschaft &ldquo;vor Kraft nicht laufen kann&rdquo;, ist ein Bild, da&szlig; uns von unseren Mainstreammedien gerne suggeriert wird. Angesichts eines Mini-Wachstums von 0,7 Prozent im vergangenen Jahr und prognostizierten ca. 0,5 Prozent im laufenden Jahr ist diese hochtrabende Formulierung jedoch v&ouml;llig unangebracht, zumal die weitere Wirtschaftsentwicklung angesichts ung&uuml;nstig sich entwickelnder Wirtschaftsindikatoren auch f&uuml;r Deutschland zumindest ungewiss ist. Schaut man dar&uuml;ber hinaus hinter die Kulissen des von der Bundesregierung und den Leitmedien immer wieder bejubelten &ldquo;Jobwunders&rdquo; bzw. &ldquo;Arbeitsmarktwunders&rdquo;, dann zeigt sich, da&szlig; die Erwerbst&auml;tigkeit hierzulande seit dem Jahre 2000 zwar um &uuml;ber 2 Millionen zugenommen hat, die Erwerbst&auml;tigkeit in Vollzeit&auml;quivalenten jedoch gerade einmal um gut 200.000 angestiegen ist. Gut bezahlte und zumeist sichere Vollzeitarbeitarbeitspl&auml;tze wurden seit dem Jahre 2000 mithin in gro&szlig;er Zahl in zumeist schlecht bezahlte und unsichere Minijobs und Teilzeitjobs umgewandelt. Ber&uuml;cksichtigt man dar&uuml;ber hinaus den massiven Anstieg bei der Leiharbeit sowie bei den zeitlich befristeten Arbeitsvertr&auml;gen, dann wird das ganze Ausma&szlig; der wirtschaftlichen und sozialen Verwerfungen auf dem hiesigen Arbeitsmarkt deutlich, zumal das dieser Entwicklung zu Grunde liegende Lohndumping ma&szlig;geblich f&uuml;r die &ouml;konomischen Schieflagen innerhalb der Eurozone Verantwortung tr&auml;gt. Die schwarz-gelbe Bundesregierung schickt sich nun &ndash; unterst&uuml;tzt von unseren Leitmedien &ndash; an, diese &ldquo;Reformen&rdquo; den Bev&ouml;lkerungen europaweit aufzuzwingen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Sparen allein schafft kein Wachstum<\/strong><br>\nEU-Sozialkommissar L&aacute;szl&oacute; Andor fordert von Deutschland einen radikalen Kurswechsel in der Euro-Krise. Er pl&auml;diert f&uuml;r eine Abkehr vom Exportmodell und Mindestl&ouml;hne &ndash; und warnt vor einer Massenmigration aus dem S&uuml;den Europas.<br>\nEU-Sozialkommissar L&aacute;szl&oacute; Andor fordert die Bundesregierung zu einem radikalen Kurswechsel in der Euro-Krise auf. &ldquo;Sparen allein schafft kein Wachstum. Dazu braucht es zus&auml;tzliche Investitionen und Nachfrage&rdquo;, sagt Andor in einem Interview mit der S&uuml;ddeutschen Zeitung. L&auml;nder wie Spanien, Italien oder Frankreich sollten mehr Zeit bekommen, ihre Defizite zu reduzieren, damit sie mehr investieren.<br>\n&ldquo;Wachstum l&auml;sst sich anregen, wenn L&auml;nder mehr Zeit zur Defizitsenkung bekommen, damit sie mehr investieren k&ouml;nnen&rdquo;. In den vergangenen Jahren habe es eine &ldquo;aggressive Kampagne gegen Nachfrage&rdquo; gegeben, die Sparpolitik habe die Wirtschaft der Krisenl&auml;nder hart getroffen. Bedenken Deutschlands und anderer Helferstaaten, die Krisenl&auml;nder k&ouml;nnten sich wieder exzessiv verschulden, wischt Andor weg: &ldquo;Die Frage ist doch: Wie lassen sich die Schulden reduzieren? Wenn man kein Wachstum zul&auml;sst, sehe ich nicht, wie der Schuldenstand sinken soll.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/eu-sozialkommissar-sparen-allein-schafft-kein-wachstum-1.1660992\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Sollte nicht nur in Italien langsam die politische Vernunft zur&uuml;ckkehren? Was wohl Merkel und Sch&auml;uble zu diesen geradezu blasphemischen &Auml;u&szlig;erungen sagen werden?<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: F&uuml;r die Bundeskanzlerin ist Austerit&auml;t nichts anderes als solides Wirtschaften<\/strong><br>\nDie Bundeskanzlerin hat auf dem Sparkassentag letzte Woche eine Reihe bemerkenswerter Sachen gesagt, und wir werden noch einige kommentieren. Unter anderem sagte sie dies:<br>\n&bdquo;Ich habe im Verlauf der letzten f&uuml;nf Jahre zwei Worte kennengelernt, die ich vorher nie benutzt hatte. Das erste war &bdquo;Realwirtschaft&ldquo;, als es um die Finanzkrise ging. Und das zweite war &bdquo;Austerit&auml;t&ldquo;. Bis dahin hie&szlig; das &bdquo;Haushaltskonsolidierung&ldquo;, &bdquo;solides Wirtschaften&ldquo; oder &bdquo;keine Schulden machen&ldquo;. Jetzt hei&szlig;t das &bdquo;Austerit&auml;t&ldquo;, was sich ja schon als Wort so anh&ouml;rt, als ob ein Feind auf uns zuk&auml;me. Ich sage ganz einfach einmal: Die Lage, in der wir jetzt sind, ist ja nicht durch Austerit&auml;t entstanden, sondern die ist daraus entstanden, dass wir irgendwann feststellen mussten, dass Griechenland ein Defizit von 15 Prozent hatte, und international jeder gesagt hat: Wir glauben nicht, dass das reduziert werden kann.&ldquo;<br>\nIch vermute, sie glaubt das auch genau so, wie sie es sagt. Was bedeutet, sie (bzw. ihr wirtschaftspolitischer Berater) hat den Zusammenhang zwischen privaten Ausgaben und staatlichen Ausgaben in ihrer Wirkung auf die Gesamtwirtschaft einfach nicht kapiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/fur-die-bundeskanzlerin-ist-austeritat-nichts-anderes-als-solides-wirtschaften\/\">flassbeck-economics<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Steuersch&auml;tzung des IMK: Einnahmen nehmen 2013 moderat um zwei Prozent zu &ndash; strukturelle Unterfinanzierung bleibt<\/strong><br>\nWegen der schw&auml;cheren Konjunktur werden die Steuereinnahmen von Bund, L&auml;ndern und Gemeinden in diesem Jahr nur moderat auf gut 612 Milliarden Euro steigen. Das sind gut 12 Milliarden oder zwei Prozent mehr als 2012. Damit setzt sich die abgeschw&auml;chte Entwicklung aus der zweiten H&auml;lfte des vergangenen Jahres fort. Sie f&uuml;hrte bereits dazu, dass die optimistischen Sch&auml;tzungen vom Herbst vergangenen Jahres nicht ganz erreicht wurden, die f&uuml;r 2012 mit Steuereinnahmen von deutlich &uuml;ber 600 Milliarden Euro rechneten. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Steuersch&auml;tzung des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung&hellip;<br>\n&ldquo;Nach dem Ende der zwischenzeitlich herrschenden Euphorie und der dadurch mancherorts geweckten unhaltbaren Steuersenkungsphantasien sieht sich die Steuerpolitik gegenw&auml;rtig mit zentralen Grundsatzentscheidungen konfrontiert&rdquo;, erkl&auml;ren die Forscher. Sie k&ouml;nne &ldquo;der Frage nicht mehr ausweichen, wie mittelfristig die Vorgaben der Schuldenbremse eingehalten, die staatliche Handlungsf&auml;higkeit gesichert und zudem die nach wie vor dringend ben&ouml;tigten Zukunftsinvestitionen in den Bereichen Bildung, Forschung und (&ouml;kologische) Infrastruktur finanziert werden sollen.&rdquo; Angesichts dieser steigenden Anforderungen empfehlen sie gezielte Erh&ouml;hungen der Steuern auf hohe Einkommen und Verm&ouml;gen. Solche Reformen k&ouml;nnten auch dabei helfen, die einseitige Verteilungsentwicklung zu Gunsten Wohlhabender zu korrigieren&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/2728_42826.htm\">IMK<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&bdquo;Das Geld ist nicht weg, es hat nur ein anderer&ldquo;<\/strong><br>\nVerkaufstricks, Sexreisen, Ego-Shows: Ein ehemaliger Top-Finanzvermittler packt aus. Seine Beichte wirft einen verst&ouml;renden Blick auf Versicherer, Bausparkassen und Banker.<br>\nJeder Mensch, ob S&auml;ugling oder Greis, wird heute von der Finanzindustrie als potenzielles Opfer betrachtet. Eine Heerschar von Beratern versuchen, den Kunden auf Teufel komm raus Finanzprodukte aufs Auge zu dr&uuml;cken, egal ob diese Produkte Sinn machen, oder nicht. Ich war einer von ihnen. Hauptsache, die eigene Kasse stimmt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/vorsorge-versicherung\/ratgeber-hintergrund\/beichte-eines-vertreters-das-geld-ist-nicht-weg-es-hat-nur-ein-anderer\/8116804.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> s. auch: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14457\">Es muss nicht immer Budapest sein<\/a>&ldquo;;<\/em><br>\n<em>dieses Interview war eher unfreiwillig  und inofiziell &hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Lohnt es sich, f&uuml;r 498.356,88 Euro zu arbeiten?<\/strong><br>\nUnd damit kommen wir zu Thomas Gottschalk. Er werde in den Vereinigten Staaten bisweilen gefragt, ob es sich denn angesichts der deutschen Steuers&auml;tze das Arbeiten noch lohne. Gute Frage! Ein durchschnittlicher lediger Arbeitnehmer mit einem Brutto-Jahreseinkommen von 30.000 Euro kann den steuerlichen Grundfreibetrag in H&ouml;he von 8004 Euro und die Werbekostenpauschale in H&ouml;he von 1000 Euro in Anspruch nehmen. Auf dieser Basis muss er 21.000 Euro versteuern. Ihm bleiben als Kirchenmitglied 17.597,06 Euro. Also bezahlt er 3402,94 Euro Steuern. Bleiben wir sportlich und nehmen einen eher durchschnittlichen Fu&szlig;ball-Profi als Vergleich. Als Arbeitnehmer bei einem mittelm&auml;&szlig;igen Bundesligaverein verdient er 1.000.000 Euro. Keine unrealistische Summe. Unter den gleichen Bedingungen wie bei Otto (oder Erna) Normalverdiener muss er 991.000 Euro versteuern. Er zahlt zwar 492.643,12 Euro an den Fiskus. Ihm bleiben aber 498.356,88 Euro f&uuml;r den Konsum.<br>\nDas ist die Preisfrage, die Gottschalk am Sonntagabend stellte: Lohnt es sich f&uuml;r 498.356,88 &euro; zu arbeiten? Die Grundsicherung, etwa f&uuml;r Rentner, ist unwesentlich geringer &ndash; daf&uuml;r m&uuml;ssen sie allerdings ebenfalls die Mehrwertsteuer bezahlen, worauf Gottschalk hinwies. F&uuml;r den Fu&szlig;ball-Profi ist sie wohl eher zu verschmerzen. Aber Gottschalk kann wohl kein Fu&szlig;ball spielen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/faz-net-fruehkritik\/faz-net-fruehkritik-guenther-jauch-lohnt-es-sich-fuer-498-356-88-euro-zu-arbeiten-12166355.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Asklepios gegen Verfasser von Leserbriefen<\/strong><br>\nDer Krankenhauskonzern Asklepios setzt seine Kritiker weiterhin unter Druck. Jetzt sind sogar die Verfasser von Leserbriefen ans G&ouml;ttinger Tageblatt betroffen.<br>\nSo erhielt Dirk-Peter Harling aus Barterode ein Schreiben von Asklepios-Anw&auml;lten mit der Aufforderung, eine Unterlassungserkl&auml;rung zu unterzeichnen. Harling hatte einen Leserbrief verfasst, in dem es um die Unterbringung von Hamburger Asklepios-Mitarbeitern in den G&ouml;ttinger Kliniken ging. Der Leserbrief sei &bdquo;eine Verletzung des Rechts unserer Mandantin an ihrem eingerichteten und ausge&uuml;bten Gewerbebetrieb&ldquo;, erkl&auml;rt eine Kanzlei nun.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.goettinger-tageblatt.de\/Nachrichten\/Goettingen\/Uebersicht\/Asklepios-gegen-Verfasser-von-Leserbriefen\">G&ouml;ttinger Tageblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bienensterben: &bdquo;Vollst&auml;ndiges Verbot gef&auml;hrlicher Pestizide &uuml;berf&auml;llig!&ldquo;<\/strong><br>\nDie Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten hat sich heute f&uuml;r ein Teil-Verbot von drei umstrittenen Pestiziden ausgesprochen. 15 EU-L&auml;nder, darunter auch Deutschland, stimmten in Br&uuml;ssel f&uuml;r den Vorschlag der EU-Kommission. Zwei der Wirkstoffe, Imidacloprid und Clothianidin, werden von Bayer CropScience produziert.<br>\nHierzu erkl&auml;rt Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG): &bdquo;BAYER-Chef Marijn Dekkers hat noch am Freitag geleugnet, dass Pestizide f&uuml;r den R&uuml;ckgang der Bienenpopulationen in aller Welt mitverantwortlich sind. Leider hat es bei BAYER Tradition, dass die Risiken gef&auml;hrlicher Produkte bis zum letzten Moment abgestritten werden &ndash; so war es einst bei Heroin oder bei HIV-belasteten Blutprodukten, und so ist es heute bei Pestiziden oder hormonaktiven Kunststoffen wie Bisphenol A.&ldquo;<br>\nDie CBG fordert ein vollst&auml;ndiges Verbot von Imidacloprid und Clothianidin sowie eine Haftung der Hersteller f&uuml;r die entstandenen Sch&auml;den. &bdquo;Seit 1998 fordern wir ein Verbot von Pestiziden aus der Substanzklasse der Neonicotinoide wegen ihrer Sch&auml;dlichkeit f&uuml;r Bienen. BAYER und SYNGENTA haben mit den Pr&auml;paraten in der Zwischenzeit Milliarden verdient. Es darf nicht sein, dass die Firmen die Gewinne einsacken, die Allgemeinheit hingegen f&uuml;r die entstandenen Sch&auml;den aufkommen muss&ldquo;, so Mimkes weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.cbgnetwork.org\/2556.html\">Pressemitteilung des Netzwerks Coordination gegen BAYER-Gefahren (CGB)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Panzer f&uuml;r das Kalifat<\/strong><br>\nDurch Haushaltsk&uuml;rzungen im Verteidigungsministerium brechen bei der deutschen R&uuml;stungswirtschaft die Gewinne ein. Die Bundeswehr kann sich die neueste Version des Leopard-Panzers nicht mehr leisten. Saudi Arabien hingegen hat davon gleich 270, Katar 200 Exemplare geordert &ndash; mit Zustimmung des Bundessicherheitsrates. Beide L&auml;nder f&ouml;rdern den Dschihadismus und unterdr&uuml;cken die Arabische Rebellion in den eigenen L&auml;ndern. Nichts als Gesch&auml;ft &ndash; oder f&uuml;gt sich Deutschland nur in einen l&auml;ngst konzipierten Paradigmenwechsel der NATO ein? Vordenker der US-Verteidigungspolitik setzen sich bereits explizit f&uuml;r Allianzen mit radikalislamischen K&auml;mpfern ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/web.ard.de\/radio\/radiofeature\/#awp\">WDR Radiofeature<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bev&ouml;lkerungspolitik &ndash; Malthus&rsquo; langer Schatten<\/strong><br>\nIn der Vormoderne kannte Europa weder eine systematische pronatalistische noch antinatalistische Politik, abgesehen von der Verfolgung von Randgruppen. Noch gab es &laquo;die Bev&ouml;lkerung&raquo; als statistisch erfasste, zu manipulierende Masse nicht. &hellip;<br>\nMit der Entstehung des Nationalstaats und der Industrialisierung wendet sich das Blatt. Diese bringt neuen Wohlstand, aber auch massenhaft verarmte Menschen hervor. 1798 publiziert der englische Pfarrer und &Ouml;konom Thomas Malthus seinen &laquo;Essay on the Principle of Population&raquo;, in welchem er darlegt, dass die Nahrungsmittelproduktion nie und nimmer mit dem exponentiellen Wachstum der Bev&ouml;lkerung Schritt halten k&ouml;nne. Zur Begrenzung der &laquo;&Uuml;berbev&ouml;lkerung&raquo; fordert er die Erh&ouml;hung des Heiratsalters, sexuelle Enthaltsamkeit und die Abschaffung der ohnehin nur rudiment&auml;ren Armenf&uuml;rsorge. &hellip;  Die Vorstellung, die Vermehrung angeblich minderwertiger Menschen systematisch zu verhindern, wird salonf&auml;hig.<br>\nDiese Menschen sind im 19. Jahrhundert die Armen und Faulen, die Vaganten und Schwachsinnigen. Viele Eliten der entstehenden Nationalstaaten f&uuml;hlen sich von ihnen bedroht: Reduziere man ihre Geburtenziffer nicht, verwahrlose die Gesellschaft.<br>\nDie Bev&ouml;lkerungspolitik hat heute ihr Gesicht ver&auml;ndert: Sie tritt nicht mehr als Zwang auf, sondern als Anleitung zur optimalen reproduktiven Selbstf&uuml;hrung. Doch noch immer gilt: Nicht alle Menschen sind gleich viel wert. Manche pflanzen sich besser nicht fort, im Interesse der Allgemeinheit und nat&uuml;rlich auch in ihrem eigenen und dem ihrer ungezeugten Kinder.<br>\nQuele: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/wissen\/bildung\/malthus-langer-schatten-1.18072762\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Solche T&ouml;ne sind gerade heute wieder &auml;u&szlig;erst &bdquo;salonf&auml;hig&ldquo; &ndash; Sarrazin und AfD lassen gr&uuml;&szlig;en.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Giftgaseinsatz in Syrien durch Aufst&auml;ndische?<\/strong><br>\nDie Nachrichtendienste der USA, Englands, Frankreichs und Israels sind sich einig, dass geringe Mengen von Sarin im syrischen B&uuml;rgerkrieg eingesetzt worden sind. Und die meisten westlichen Medien sind sich auch einig, dass das syrische Regime daf&uuml;r verantwortlich sein muss, weil es &uuml;ber umfangreiche Chemiewaffen verf&uuml;gt.<br>\nDoch wer kann von dem Einsatz von Chemiewaffen profitieren? Sicherlich nicht die syrische Regierung! Es ist h&ouml;chst unwahrscheinlich, dass das Regime in der gegenw&auml;rtigen Situation zu einer solchen Ma&szlig;nahme greift, die zum Erreichen milit&auml;rischer Ziele irrelevant ist und mit dem &Uuml;berschreiten der von Pr&auml;sident Obama gesetzten &bdquo;roten Linie&ldquo; nur ein massives Eingreifen westlicher Staaten provozieren w&uuml;rde. Der Einsatz von chemischen Kampfstoffen ist genau das Signal, auf das die Aufst&auml;ndischen seit langem gewartet haben, um ihren Forderungen nach Waffenlieferungen Nachdruck zu verschaffen. Damit ist offensichtlich, dass der Sarin-Einsatz allein den Aufst&auml;ndischen n&uuml;tzt, die Position des syrischen Regimes dagegen gravierend schw&auml;cht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/9755\/giftgaseinsatz-in-syrien-durch-aufstandische\">Der Spiegelfechter<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Regierung: 35 Kommunen und 180 Stiftungen sind Teil der Initiative &ldquo;Lernen vor Ort&rdquo;<\/strong><br>\nKommunen auf dem Land sollen laut einer Antwort der Bundesregierung (17\/13093) in den Bereichen Bildung und Kultur im Vergleich zu St&auml;dten nicht benachteiligt werden. Mit der Initiative &bdquo;Lernen vor Ort&ldquo; unterst&uuml;tze deshalb das Bundesministerium f&uuml;r Bildung und Forschung seit 2009 Kreise und kreisfreie St&auml;dte dabei, ein &bdquo;integriertes datenbasiertes Bildungsmanagement aufzubauen, das durch die Etablierung geeigneter Kooperations- und Abstimmungsstrukturen auf der kommunalen Ebene lokale beziehungsweise regionale Verantwortungsgemeinschaften f&uuml;r Bildung erm&ouml;glicht.&ldquo; Aktuell w&uuml;rden insgesamt 35 Kommunen gef&ouml;rdert und rund 180 Stiftungen als Partner mitwirken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2013_04\/2013_239\/04.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Von insgesamt &uuml;ber 11.000 Kommunen werden 35 gef&ouml;rdert. Das nennt die Bundesregierung einen Erfolg.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Leben wir in einer Wissensgesellschaft?<\/strong><br>\nDas Zeitalter der Industrialisierung, der sozialen Ordnung der Industriegesellschaft und der F&auml;higkeiten und Fertigkeiten, die n&ouml;tig waren, um es zu bew&auml;ltigen, steht vor seinem Ende. Die Grundlagen der sich am Horizont abzeichnenden Gesellschaftsordnung basieren auf Wissen.&rdquo;[1] So beschrieb Anfang des 21. Jahrhunderts Nico Stehr, einer der zentralen Theoretiker der Diagnose &ldquo;Wissensgesellschaft&rdquo;, das Aufscheinen einer neuen Gesellschaftsordnung.[2] Verbunden damit seien neue Formen des Arbeitens, der Lebensstile und der Partizipation an demokratischen Prozessen. Sollte inzwischen nicht deutlicher erkennbar sein, ob dieser prognostizierte Wandel stattgefunden hat? Ist es so weit? Leben wir in einer Wissensgesellschaft?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/apuz\/158659\/leben-wir-in-einer-wissensgesellschaft\">Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser D.K.:<\/strong> Der Beitrag macht deutlich, dass der Begriff der &bdquo;Wissensgesellschaft&ldquo; vor allem neoliberal konnotiert gebraucht wird und noch ein Schlagwort mehr ist, das &bdquo;zur Legitimation sich verschlechternder Verh&auml;ltnisse herangezogen wird und Politiken der Deregulierung und des Sozialabbaus damit faktisch unterst&uuml;tzt&ldquo;, das sich &bdquo;in der Regel affirmativ auf die kapitalistische Ordnung bezieht und diese als einzig m&ouml;gliche aller Welten argumentativ unterst&uuml;tzt&ldquo; (beide Zitate nach dem Beitrag von Kajetzke \/ Engelhardt S. 34).<\/em><br>\n<em>Schon diese Verquickung von &bdquo;Wissensgesellschaft&ldquo; und dem &bdquo;alternativlosen&ldquo; Status quo unserer &bdquo;sch&ouml;nen neoliberalen Welt&ldquo; ist unseri&ouml;s, denn eine &bdquo;Wissensgesellschaft&ldquo; &ndash; d. h. eine Gesellschaft, die vor allem auf &bdquo;Wissen&ldquo;, intellektuellen und geistigen F&auml;higkeiten, &bdquo;soft skills&ldquo; beruht  &ndash;  ist v&ouml;llig unabh&auml;ngig von irgendeinem wirtschaftlichen \/ sozialen System denkbar: in einem sozialdarwinistischen wie dem unseren, in einer sozialen Marktwirtschaft, einem planwirtschaftlichen oder sonst einem anderen.<\/em><br>\n<em>Man kann generell in Zweifel ziehen, ob es &uuml;berhaupt sinnvoll ist, eine &bdquo;Wissensgesellschaft&ldquo; &ndash; zur Unterscheidung von anderen wie der angeblich unserer Zeit vorausgegangenen und mittlerweile vergangenen &bdquo;Industriegesellschaft&ldquo; &ndash; gegen&uuml;berzustellen. Keine menschliche Gesellschaft ist ohne &bdquo;Wissen&ldquo; denkbar, auch nicht die vergangene &bdquo;Industriegesellschaft&ldquo;, noch nicht einmal eine Gesellschaft von J&auml;gern und Sammlern. Wie lange h&auml;tten etwa die Buschm&auml;nner der Kalahari ohne das Wissen von Jagdtechniken, Spurenlesen im Sand, Auffinden von Wasserstellen, Finden von Knollen in der Erde, N&uuml;ssen usw. &uuml;berleben k&ouml;nnen?<\/em><br>\n<em>Die Charakterisierung unserer Zeit als einer angeblichen &bdquo;Wissensgesellschaft&ldquo;, die eine &bdquo;Industriegesellschaft&ldquo; abgel&ouml;st habe, blendet v&ouml;llig aus, dass wir im Grunde mehr &bdquo;Industriegesellschaft&ldquo; sind als je zuvor. Wir verbrauchen mehr industriell hergestellte G&uuml;ter als jede Zeit vor uns. Der Unterschied ist nur, dass im Zuge der &bdquo;Globalisierung&ldquo; die Produktion von uns weg ausgelagert wurde (jetzt werden eben die Arbeiterinnen in Bangla Desh versch&uuml;ttet oder verbrennen, f&uuml;r unsere Klamotten). Bei uns blieben vor allem Planung, Logistik und Verwaltung (und, nebenbei, das gro&szlig;e Abkassieren) &uuml;brig. Diese Art der Arbeitsteilung spielte sich fr&uuml;her gr&ouml;&szlig;tenteils innerhalb der Grenzen eines Landes ab. So war etwa ein mittelalterliches Kloster mit seinen gelehrten M&ouml;nchen im Gegensatz zu den arbeitenden Bauern au&szlig;enherum genauso eine &bdquo;Wissensgesellschaft&ldquo; wie Deutschland angeblich heute.<\/em><br>\n<em>Fazit: Der Begriff &bdquo;Wissensgesellschaft&ldquo; ist vor allem eine Leerformel. Warum wird er dann so oft gebraucht? Dazu siehe die Zitate im ersten Satz meines Kommentars.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Deutsche HuffPost: Sie kommt, sie kommt nicht, sie kommt!<\/strong><br>\nWieder gibt es Ger&uuml;chte um das ambitionierteste Online-Projekt des Landes. Seit Ende 2011 sucht die Huffington Post nach einem deutschen Partner. Nun scheint sie einen gefunden zu haben.<br>\nDie Huffington Post hat &ndash; nach eigenen Angaben &ndash; rund 70 Millionen &ldquo;Unique Visitors&rdquo; im Monat. Angeblich arbeiten f&uuml;r das Portal 500 Reporter und Redakteure und mehr als 30.000 Blogger (vermutlich werden die Angeh&ouml;rigen mitgerechnet). Dieses stehende Heer in Divisionsst&auml;rke publiziert t&auml;glich (!) 1600 Geschichten, Spiegel Online etwa 100. Das Tollste aber: Die HuffPost ist gratis und finanziert sich allein durch Werbung. [&hellip;]<br>\nAber wo will die Redaktion 1000 Blogger hernehmen, die f&uuml;r lau und gleichzeitig f&uuml;r den Milliard&auml;r Burda arbeiten wollen? Auch ist keineswegs sicher, dass der Klatsch aus Babelsberg die News aus Hollywood ersetzen kann. Und die wenigsten werden nach Dietls Zettl-Desaster in Berlin-Mitte ernsthaft glauben, dass die deutsche Hauptstadt mehr Kir Royal-Geschichten ausspuckt als in eine schmale Zeitungsspalte passen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/carta.info\/57207\/deutsche-huffpost-sie-kommt-sie-kommt-nicht-sie-kommt\/\">CARTA<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die NachDenkSeiten kommen auf rund ein Zehntel der Besucherzahlen der HuPo- und dies mit rund einem Tausendstel des Content und einem Zehntausendstel der Belegschaft. Diese Zahlenhuberei ist irgendwie albern. Wolfgang Michal trifft mit seinem Seitenhieb auf das (Selbst)Ausbeutungsmodell, ohne das die HuPo nie funktionieren k&ouml;nnte, voll ins Schwarze.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-17079","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17079","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=17079"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17079\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17089,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17079\/revisions\/17089"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=17079"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=17079"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=17079"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}