{"id":17096,"date":"2013-04-30T16:54:09","date_gmt":"2013-04-30T14:54:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17096"},"modified":"2013-04-30T16:54:09","modified_gmt":"2013-04-30T14:54:09","slug":"hinweise-des-tages-ii-105","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17096","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17096#h01\">Tag der Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17096#h02\">Eurozonenkrise &ndash; von falschen und richtigen Pr&auml;missen zu ihrer L&ouml;sung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17096#h03\">Arbeitsmarkt im April 2013<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17096#h04\">Das Europa der falschen Visionen in der Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17096#h05\">Erg&auml;nzung zum Hinweis #5 von heute morgen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17096#h06\">FAZ &uuml;ber Vollbesch&auml;ftigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17096#h07\">Krisenerkl&auml;rer Dirk M&uuml;ller: Die seltsame Welt des Mr. Dax<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17096#h08\">Sahra Wagenknecht &uuml;ber die neuen Euro-Rebellen: &ldquo;Die AfD hat in vielen Punkten recht&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17096#h09\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17096#h10\">EZB und Bundesbank duellieren sich per Rechtsgutachten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17096#h11\">Gutachten der &ldquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&rdquo; zu Umverteilung verh&ouml;hnt Krisenopfer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17096#h12\">Steuermythen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17096#h13\">Diskussionspapier zu Lobbyismus an Schulen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17096#h14\">Vom Bewunderer zum Feind Amerikas: Der Krieg gegen sich selbst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17096#h15\">Beruf des Politikers:  Idealisten sind sehr schnell frustriert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17096#h16\">Die Antiquiertheit der Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17096#h17\">Tipp: Sch&uuml;ler unter Einfluss &ndash; Lobbyisten im Klassenzimmer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17096#h18\">Das Allerletze: 88 Mio. Euro Abfindung: Die Ehrenhaftigkeit des Bankers<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17096&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Tag der Arbeit<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Aufruf des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Tag der Arbeit &ndash; Gute Arbeit. Sichere Rente. Soziales Europa.<\/strong><br>\n&hellip; Wir wollen f&uuml;r alle Menschen gute Arbeit, ein sicheres Auskommen und ein Leben in W&uuml;rde!<br>\nDaf&uuml;r brauchen wir eine neue Ordnung der Arbeit.<br>\nWir wollen:\n<ul>\n<li>die St&auml;rkung der Rechte der Besch&auml;ftigten, der Mitbestimmung und der Tarifautonomie<\/li>\n<li>Gute Arbeit statt perspektivloser Jobs<\/li>\n<li>einen fl&auml;chendeckenden gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro<\/li>\n<li>gleiches Geld f&uuml;r gleiche Arbeit in der Leiharbeit<\/li>\n<li>Schluss mit der Diskriminierung von Frauen &ndash; auch in der Bezahlung<\/li>\n<li>eine Rente, die zum Leben reicht. Deshalb: Sofortiges Ende der Rentenk&uuml;rzungen<\/li>\n<li>ein Investitions- und Konjunkturprogramm f&uuml;r ein sozial gerechtes Europa<\/li>\n<li>eine solide Finanzierung f&uuml;r einen handlungsf&auml;higen Staat, z. B. f&uuml;r Bildungsinvestitionen<\/li>\n<\/ul>\n<p>2013 ist kein Jahr wie jedes andere. Am 2. Mai vor achtzig Jahren wurde die freie deutsche Gewerkschaftsbewegung durch die Nationalsozialisten zerschlagen. Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter wurden von den Nazis verhaftet, verschleppt, gefoltert und ermordet. Unsere Geschichte verpflichtet uns zum Handeln gegen Rassismus, Antisemitismus und Intoleranz. Der 1. Mai ist unser Fest der Solidarit&auml;t und kein Ort f&uuml;r Nazis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/extra\/tag-der-arbeit-2013\">DGB<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>2. Mai 1933: Die Zerschlagung der freien Gewerkschaften<\/strong><br>\n2013 j&auml;hrt sich die Zerschlagung der deutschen Arbeiterbewegung durch die Nationalsozialisten zum 80. Mal.<br>\nNachdem die Nationalsozialisten 1933 die Macht ergriffen hatten, begannen sie umgehend mit dem Umbau des Staates. Systematisch bereiteten sie Massenmord und Angriffskrieg vor. Erst warfen sie die Kommunisten und Sozialdemokraten in die Gef&auml;ngnisse und die ersten KZs, dann beseitigten sie mit der so genannten Notverordnung zum Schutz von Volk und Staat sowie dem Erm&auml;chtigungsgesetz die demokratische Staatsordnung der Weimarer Republik.<br>\nDas Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums markiert die erste Etappe der organisierten Judenverfolgung. Mit der Zerschlagung der freien Gewerkschaften am 2. Mai 1933 zerst&ouml;rten die Nazis eines der letzten Bollwerke, das ihrer absoluten Machtergreifung noch h&auml;tte im Weg stehen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/uber-uns\/bewegte-zeiten\/geschichte-2-mai-1933\">DGB<\/a><\/li>\n<li><strong>Geschichte des 1. Mai: Vom Kampftag zum Feiertag<\/strong><br>\nDie Vorgeschichte begann zum Ende des B&uuml;rgerkriegs 1865, als die amerikanischen Gewerkschaften erstmals die Forderung nach der Einf&uuml;hrung des Acht-Stunden-Tags erhoben. Bis in die 1860er Jahre galten in den meisten US-Betrieben Arbeitszeiten von elf bis 13 Stunden, erst dann konnten sie den Zehn-Stunden-Tag als Regelarbeitszeit durchsetzen. Es sollten weitere beinahe zwanzig Jahre vergehen, bis sie 1884 die allgemeine und verbindliche Durchsetzung einer t&auml;glich achtst&uuml;ndigen Arbeitszeit in Angriff nahmen. Sie beschlossen, am 1. Mai 1886 daf&uuml;r einen mehrt&auml;gigen Generalstreik zu f&uuml;hren. Noch stand nicht der Termin, sondern die Forderung im Mittelpunkt.<br>\nDer Grund f&uuml;r die Terminwahl war ein v&ouml;llig banaler und wenig zur Mythenbildung geeignet: Der 1. Mai galt in den USA traditionell als &ldquo;Moving day&rdquo;, als Stichtag f&uuml;r den Abschluss oder die Aufhebung von Vertr&auml;gen, h&auml;ufig verbunden mit Arbeitsplatz- und Wohnungswechsel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++d199d80c-1291-11df-40df-00093d10fae2\">DGB<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Eurozonenkrise &ndash; von falschen und richtigen Pr&auml;missen zu ihrer L&ouml;sung<\/strong><br>\n&bdquo;Deutschland spart zu viel&ldquo;. Eine solche Aussage h&auml;tte man bisher eher von deutschen Minderheits&ouml;konomen erwartet. Sie kommt aber von Marcel Fratzscher, dem neuen Pr&auml;sidenten des DIW, in der Su&#776;ddeutschen Zeitung vom 15. April 2013. Und das ist nicht alles. &bdquo;Das Beste, was Spanien, Griechenland oder Italien passieren k&ouml;nnte, w&auml;re natu&#776;rlich ein gro&szlig;es, fiskalisches Paket.&ldquo; Und Deutschland? Soll seinen Leistungsbilanzu&#776;berschuss von derzeit 7% des BIP auf ein bis zwei Prozent abbauen. Ein Teil dieser Differenz von umgerechnet 130 Mrd. Euro soll im eigenen Land investiert werden, statt sie weiter in &bdquo;dubiose amerikanische Subprime-Immobilienkredite oder marode Banken&ldquo; zu ste<br>\ncken. Das &ndash; so Fratzscher weiter &ndash; k&ouml;nnte in Deutschland das Wachstumspotenzial steigern und damit zu mehr Besch&auml;ftigung und h&ouml;heren L&ouml;hnen fu&#776;hren. Die Finanzierung?<br>\nDer deutsche Staat k&ouml;nne derzeit fu&#776;r eigene und auch zur F&ouml;rderung privater Investitionen so gu&#776;nstig Schulden machen wie nie zuvor. Zudem habe Deutschland finanziellen Spielraum, &bdquo;und den sollten wir auch nutzen.&ldquo; (&hellip;)<br>\nDass die bisherige Austerit&auml;ts-Strategie gescheitert ist, d&auml;mmert inzwischen auch ihren Protagonisten. So l&auml;sst sich EU-Kommissionschef Barroso vernehmen, dass die gegenw&auml;rtige Spar&ndash; und Reformpolitik &bdquo;in vielerlei Hinsicht ihre Grenzen erreicht habe&ldquo;. Es sei unerl&auml;sslich, kurzfristige Ma&szlig;nahmen zu ergreifen, um Jobs zu schaffen und Unternehmen zu unterstu&#776;tzen, so Barroso, aber auch EU-Ratspr&auml;sident von Rompuy lt. SD vom 24. April 2013. Der deutsche Finanzminister sieht dagegen keinen Anlass, den eingeschlagenen Kurs, Haushalte zu sanieren und Strukturreformen anzupacken, zu &auml;ndern.<br>\nDie Bundeskanzlerin sagte im gleichen Bericht, Wachstum sei auch fu&#776;r sie wichtig. &bdquo;Ich m&ouml;chte nur nicht, dass es auf falschen Pr&auml;missen aufgebaut wird.&ldquo; Was aber sind die richtigen? Die Antwort geben die Zahlen: seit Jahren Depression, schockartiger Anstieg der Arbeitslosigkeit, kein nachhaltiger Fortschritt bei der Haushaltskonsolidierung und das alles trotz dramatischer Einschnitte in das soziale Netz und in die Lohnfindung in den Su&#776;dl&auml;ndern. Wann endlich lernen die Politiker, wenn schon nicht vorausschauend, dann wenigstens aus den katastrophal pathologischen Ergebnissen ihrer bisherigen Politik, was die falschen und was die richtigen Pr&auml;missen fu&#776;r eine erfolgreiche L&ouml;sung der Krise in der Eurozone sind?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/eurozonenkrise-von-falschen-und-richtigen-pramissen-zu-ihrer-losung\/\">Flassbeck Economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt im April 2013<\/strong>\n<ul>\n<li>5,304 Millionen &ldquo;Arbeitslosengeld-Empf&auml;nger\/innen&rdquo; (SGB III und SGB II)<\/li>\n<li>4,452 Millionen Arbeitslosengeld II-Empf&auml;nger\/innen &ndash; 55.000 (1,2%) weniger als im April 2012<\/li>\n<li>3,020 Millionen registrierte Arbeitslose &ndash; 57.000 (1,9%) mehr als im April 2012<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ver&auml;nderungsraten (registrierte Arbeitslose) in den L&auml;ndern (April 2012 &ndash; April 2013):<\/p>\n<ul>\n<li>M&auml;nner und Frauen: &ndash;3,4% in Berlin und Sachsen bis +13,2% im Saarland<\/li>\n<li>Frauen &ndash;7,0% in Sachsen bis +10,2% im Saarland (Bund: -0,6%)<\/li>\n<li>M&auml;nner: -3,4% in Berlin bis +15,7% im Saarland (Bund: +4,1%)<\/li>\n<li>unter 25 Jahre: -9,3% in Berlin bis +24,7% im Saarland (Bund: +2,9%)<\/li>\n<li>66,8% der Arbeitslosen sind im Rechtskreis SGB II (Hartz IV) registriert (April 2012: 69,9%)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Im April 2013 wurden von der Statistik der BA insgesamt 3,020 Millionen Arbeitslose registriert, 57.000 bzw. 1,9% mehr als im April 2012. Von den 3,020 Millionen Arbeitslosen waren 1,001 Millionen (34,2%) im Rechtskreis SGB III und 2,019 Millionen (66,8%) im Rechtskreis SGB II (Hartz IV) registriert.<br>\nAls Arbeitsuchende waren im April 2013 insgesamt 5,061 Millionen Frauen und M&auml;nner registriert, 116.000 (2,3%) mehr als im April 2012. Die von der Statistik der BA ermittelte &bdquo;Unterbesch&auml;ftigung ohne Kurzarbeit&ldquo; betrug im April 2013 3,989 Millionen, 6.900 (0,2%) weniger als im April 2012.<br>\nNach vorl&auml;ufigen, hochgerechneten Daten hatten im April 2013 961.000 (arbeitslose und nicht arbeitslose) Frauen und M&auml;nner Anspruch auf das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld (SGB III) und 4,452 Millionen Anspruch auf Arbeitslosengeld II. Bereinigt um die Zahl der etwa 109.000 sog. Aufstocker\/&ldquo;Parallelbezieher&ldquo; (Bezug von Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II) hatten im April 2013 etwa 5,304 Millionen erwerbsf&auml;hige Frauen und M&auml;nner Anspruch auf Arbeitslosengeld (SGB III) bzw. Arbeitslosengeld II, 53.000 mehr ein Jahr zuvor. (vgl. BA-Monatsbericht, S. 19)<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2013-04-30_alo0413t.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe e.V. (BIAJ) [PDF &ndash; 452 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/statistik.arbeitsagentur.de\/Statischer-Content\/Arbeitsmarktberichte\/Monatsbericht-Arbeits-Ausbildungsmarkt-Deutschland\/Monatsberichte\/Generische-Publikationen\/Monatsbericht-201304.pdf\">Bundesagentur f&uuml;r Arbeit Monatsbericht April 2012 [PDF &ndash; 1,5 MB]<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2013-04-30_alo0413t.pdf\">&bdquo;Arbeitslosenzahl im April 2013 wieder gesunken &ndash; Arbeitslosenzahl sinkt im Mai 2013 weiter&ldquo; [PDF &ndash; 452 KB]<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Das Europa der falschen Visionen in der Krise<\/strong><br>\nAls die Maastrichter Vertr&auml;ge geschlossen wurden, standen die Kritiker Schlange. Mancher hatte Unrecht, mancher aber auch Recht. Letztere wiesen darauf hin, dass eine rein monet&auml;re Integration ohne gemeinsame Wirtschaftspolitik bei unterschiedlichen Wirtschaftsstrukturen, Sozialstandards und Steuers&auml;tzen nicht funktionieren kann. Denn mit der Einf&uuml;hrung des Euro &auml;nderte sich ein entscheidender Punkt: Jede Volkswirtschaft konnte bisher durch Abwertung der eigenen W&auml;hrung Produktivit&auml;ts- bzw. Leistungsbilanzdefizite ausgleichen. Durch die Einf&uuml;hrung des Euro war es damit vorbei. Da die Staaten sich nun nicht mehr &uuml;ber die eigene Zentralbank refinanzieren konnten, setzten sie sich bei Anleihek&auml;ufen &ndash; vergleichbar einem Privathaushalt &ndash; den Bonit&auml;tspr&uuml;fungen des Finanzmarktes aus. Bis zum Krisenjahr 2007 als die US-Regierung Lehmann fallen lie&szlig;, wurde dies von vielen Experten und fast allen Politikern ignoriert. Mit der Lehmann-Pleite und den notwendigen Eingriffen zur Stabilisierung des eigenen Bankensystems mussten sich einige Staaten wie Irland, Spanien und Griechenland massiv verschulden. Es begann eine neue Zeitrechnung und die Folgen der Refinanzierungsproblematik waren nicht mehr zu &uuml;bersehen.<br>\nDie Boulevard-Medien wie auch der Mainstream der deutschen Politik deuteten mit der Behauptung, verantwortungslose Regierungen h&auml;tten ihre L&auml;nder verschuldet, die Bankenkrise zur Schuldenkrise der Staaten um, doch das entsprach nicht den Fakten. Zwischen 2002 und 2007 fiel die Schuldenquote der Eurozone um insgesamt 7,4%. In Italien um 9%, in Irland und Spanien sogar um 42%. Nur in Deutschland (6,6%), Griechenland (11,7%), Frankreich (8,5%) und Portugal (26%) stieg damals die Verschuldung. Erst die Rettung der Banken trieb die Haushaltsdefizite auf bisher unbekannte H&ouml;hen. In Griechenland und Portugal um 50%, in Irland und Spanien um 100%!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/occupy99.de\/2013\/04\/das-europa-der-falschen-visionen-in-der-krise\/\">Occupy Saarland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Erg&auml;nzung zum Hinweis #5 von heute morgen<\/strong><br>\nUnser Leser L.N. schreibt uns:<br>\n<em>Liebe Nachdenkseiten,<\/em><br>\n<em>auf Spiegel Online erschien j&uuml;ngst ein uns&auml;glicher Faktencheck, der dem Gr&uuml;nenabgeordneten <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/faktencheck-die-gruenen-und-die-ungleichheit-a-897134.html\">Sven Giegold unwahre Behauptungen unterstellt<\/a>.<\/em><br>\n<em>So sei die soziale Ungleichheit in Deutschland nicht st&auml;rker gewachsen als in anderen L&auml;ndern. Die beiden Redakteure von Spiegel Online legen dabei ihrer Untersuchung einfach einen von ihren selbst definierten Bezugszeitraum (1985-2008) zugrunde, obwohl es klare Aussagen der OECD gibt, die Sven Giegolds Aussagen entsprechen. Aus meiner Sicht eignet sich der so genannte Faktencheck von Spiegel Online f&uuml;r Ihre Rubrik Manipulation des Monats.<\/em><br>\n<em>Hier mein Leserbrief an die Redaktion:<\/em><br>\n<em>Sehr geehrte Redaktion von Spiegel Online,<\/em><br>\n<em>das Ergebnis Ihres M&uuml;nchhausen-Checks kann ich nicht nachvollziehen. Herr Giegold hat sich nicht explizit auf die von Ihnen zitierte Studie der OECD bezogen. Diese legt ja eine sehr weite Zeitspanne zugrunde. Interessant ist aber vor allem die Entwicklung im letzen Jahrzehnt. Hier kommt die OECD zu folgender Aussage:<\/em><br>\n<em>&bdquo;Seit dem Jahr 2000 haben in Deutschland Einkommensungleichheit und Armut st&auml;rker zugenommen als in jedem anderen OECD Land. Der Anstieg zwischen 2000 und 2005 &uuml;bertraf jenen in den gesamten vorherigen 15 Jahren (1985 &ndash; 2000).&ldquo;<\/em><br>\n<em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/berlin\/41531752.pdf\">OECD [PDF &ndash; 67.7 KB]<\/a><\/em>\n<p><em>Die Aussage von Sven Giegold ist somit f&uuml;r den Zeitraum 2000 &ndash; 2005 absolut korrekt. Mir ist nicht bekannt, dass Herr Giegold in seiner Rede einen konkreten anderen Zeitraum benannt hat. Ihre Bewertung seiner Aussage als &ldquo;falsch&rdquo; ist somit falsch.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>FAZ &uuml;ber Vollbesch&auml;ftigung<\/strong><br>\nDie FAZ schreibt &uuml;ber Vollbesch&auml;ftigung. Das ist so, als ob Ptolem&auml;us &uuml;ber das kopernikanische Weltbild schreibt: Es k&ouml;nnte lustig sein, wenn sie wenigstens gute Schreiber h&auml;tten. Die Nachdenkseiten haben dazu schon vieles gesagt, ich will nur einen Punkt anf&uuml;gen, der leider &uuml;berall zu kurz kommt, unseres Erachtens aber der mit Abstand wichtigste ist und den wir hier schon einige Male angesprochen haben. Der Arbeitsmarkt funktioniert nicht wie ein normaler Markt, weil am Arbeitsmarkt, anders als am Kartoffelmarkt, Angebot und Nachfrage nicht unabh&auml;ngig voneinander sein k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/faz-uber-vollbeschaftigung\/\">Flassbeck Economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Krisenerkl&auml;rer Dirk M&uuml;ller: Die seltsame Welt des Mr. Dax<\/strong><br>\nAls Mr. Dax wurde Dirk M&uuml;ller bekannt, als Wirtschaftserkl&auml;rer katapultierte er sich in Bestsellerlisten und &ouml;ffentlich-rechtliche Talkshows. Sogar im Bundestag ist sein Rat gefragt. Dabei strotzt sein neues Buch &ldquo;Showdown&rdquo; nur so vor abenteuerlichen Verschw&ouml;rungstheorien.<br>\nEigentlich war das alles so nicht geplant. Bis vor wenigen Jahren war M&uuml;ller ein normaler Makler an der Frankfurter B&ouml;rse. Er nahm Angebote von K&auml;ufern und Verk&auml;ufern entgegen und versuchte beide zusammenzuf&uuml;hren &ndash; kein einfacher Job, aber sicher auch keiner, der dazu pr&auml;destiniert, einem ganzen Land die Krise des Kapitalismus zu erkl&auml;ren.<br>\nM&uuml;ller ist ein Produkt der Medien. Anlegermagazine wie &ldquo;Focus Money&rdquo; lieben die deftigen Worte des Crash-Propheten. Richtig bekannt und salonf&auml;hig gemacht haben M&uuml;ller aber die &ouml;ffentlich-rechtlichen Fernsehsender. Sie st&ouml;ren sich offenbar nicht an den steilen Thesen, die der Mann in seinen B&uuml;chern und auf Podien verbreitet.<br>\nAuch zur Buchvorstellung am Montagabend ist wieder ein Team der ARD ins Frankfurter Hotel gekommen &ndash; es geht um einen Beitrag f&uuml;r ein regionales Kulturmagazin. Praktischerweise wird die Pr&auml;sentation auch von einem ARD-Mann moderiert. Er bem&uuml;ht sich sichtlich, keine kritischen Fragen zu stellen und liefert lieber Steilvorlagen, die M&uuml;ller nur noch verwandeln muss. &ldquo;Griechenland ist gar nicht arm&rdquo;, stellt der Moderator fest &ndash; und gibt M&uuml;ller das Stichwort f&uuml;r die Kerngeschichte seines Buchs.<br>\nGriechenland sitze auf riesigen &Ouml;l- und Gasvorkommen, die seinen gesamten Finanzschlamassel l&ouml;sen k&ouml;nnten, behauptet der vermeintliche Experte. Das Land k&ouml;nne &ldquo;seine Schulden problemlos nicht nur finanzieren, sondern sogar zur&uuml;ckzahlen&rdquo;. Und die Amerikaner st&uuml;nden schon bereit, um sich einen Anteil der Gewinne unter den Nagel zu rei&szlig;en. Die Europ&auml;er dagegen lie&szlig;en sich von den USA &uuml;ber den Tisch ziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/dirk-mueller-stellt-sein-buch-showdown-in-frankfurt-vor-a-897294.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dieser Artikel ist unfreiwillig komisch. Die Kritik M&uuml;ller sei ein Produkt der Medien gerade auf SPON zu lesen ist schon witzig. Ist nicht gerade die Spiegel-Journaille immer ganz vorne mit dabei wenn es darum geht etwa Personen des politischen Geschehens hoch und wieder runter zuschreiben? Bestes Beispiel der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbr&uuml;ck, der im Verbund mit anderen Leitmedien (ZEIT, Bild) erst der SPD aufgeschwatzt wurde, um ihn und der SPD danach gen&uuml;sslich jeden Tritt ins Fettn&auml;pfchen um die Ohren zu schreiben.<\/em><br>\n<em>Auch die Kritik M&uuml;llers Job als Makler an der Frankfurter B&ouml;rse sei keiner, der dazu pr&auml;destiniert, einem ganzen Land die Krise des Kapitalismus zu erkl&auml;ren,  ist putzig. Und was pr&auml;destiniert eigentlich Spiegel-Journalisten dazu? Au&szlig;er vielleicht im Sinne der herrschenden Eliten die &bdquo;richtige&ldquo; Gesinnung vulgo die neoliberale Ideologie unter das Volk zu bringen. Auch ihm Verschw&ouml;rungstheorien zu unterstellen ist nicht minder originell. Die Erg&uuml;sse, die im Spiegel zu lesen sind, wie etwa der Aufmacher vergangener Woche &ldquo;Die Armutsl&uuml;ge &ndash; Wie Europas Krisenl&auml;nder ihr Verm&ouml;gen verstecken&rdquo;, unterscheiden sich hier qualitativ und inhaltlich nicht fundamental. Allerdings mit wesentlich fataleren Konsquenzen. W&auml;hrend man M&uuml;llers kruden Theorien glauben kann oder nicht, und diese im Prinzip niemanden schaden, verfestigt der Spiegel mit seiner publiszistischen Unterst&uuml;tzung der merkelschen Politik den katastrophalen Austerit&auml;tskurs in den s&uuml;deurop&auml;ischen EU-L&auml;ndern und das damit verursachte millionenfachen Elend. Offenbar &auml;rgert sich die Spiegel-Journaille nur dar&uuml;ber, dass ihnen hier jemand die Deutungshoheit &uuml;ber die Finanzkrise streitig macht.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Dirk M&uuml;ller hat erkannt, dass man mit steilen &ndash; und teils ziemlich l&auml;cherlichen &ndash; Thesen sehr viel Geld verdienen kann. Seine B&uuml;cher geh&ouml;ren hinter denen Thilo Sarrazins wohl zu den meistgekauften Sachb&uuml;chern des Landes. M&uuml;ller hat zwar keinen Verlag hinter sich, geh&ouml;rt jedoch auch als Solist de facto zu den Meinungsmachern des Landes. Und das ist in diesem konkreten Fall keinesfalls problemlos, nimmt M&uuml;ller doch &ndash; absichtlich oder nicht &ndash;  eine gewichtige Rolle im Verbl&ouml;dungskonzert ein, indem er die kritische Gegen&ouml;ffentlichkeit mit seinen kruden Thesen verwirrt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Sahra Wagenknecht &uuml;ber die neuen Euro-Rebellen: &ldquo;Die AfD hat in vielen Punkten recht&rdquo;<\/strong><br>\nIst die AfD eine Gefahr f&uuml;r &ldquo;Die Linke&rdquo;? Pl&ouml;tzlich wirbt eine zweite Partei um die Gegner der Eurorettung. Sahra Wagenknecht kritisiert die neuen Rivalen im Gespr&auml;ch mit n-tv.de nur zur&uuml;ckhaltend. Trotzdem hat die Lebensgef&auml;hrtin von Oskar Lafontaine eine Bef&uuml;rchtung: Droht mit der AfD eine deutsche Tea-Party-Bewegung? [&hellip;]<br>\nWagenknecht: Ich denke, es ist noch nicht ausgemacht, in welche Richtung sich die Partei entwickelt. In der AfD gibt es zum einen renommierte Professoren wie Joachim Starbatty, die die Initiative mit gegr&uuml;ndet haben und deren Fachkompetenz au&szlig;er Zweifel steht. Wie wir kritisieren sie die Europapolitik der Kanzlerin. Da gibt es viele &Uuml;berschneidungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Die-AfD-hat-in-vielen-Punkten-recht-article10546126.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Es ist unverst&auml;ndlich, warum Sahra Wagenknecht derart konziliant mit der AfD umgeht. Die &bdquo;renommierten Professoren&ldquo; sind fast ausnahmslos <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16524\">Vertreter eines weitreichenden Marktliberalismus<\/a>, deren &bdquo;Fachkompetenz&ldquo; zwar vorhanden ist, deren ideologische Ausrichtung einer Politikerin der Linken jedoch die Haare zu Berge stehen lassen m&uuml;sste. Es ist klar, dass Linke und AfD zumindest zum Teil um das gleiche W&auml;hlerpotential streiten. Alles andere als eine klare Abgrenzung zu den populistischen Positionen der AfD macht die Linke jedoch unglaubw&uuml;rdig.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Zypern im W&uuml;rgegriff<\/strong><br>\nNun l&auml;&szlig;t auch Wolfgang Sch&auml;uble die Katze aus dem Sack. F&uuml;r den deutschen Finanzminister bildet das Krisendiktat, das hierzulande immer noch unter dem Begriff &raquo;Zypern-Rettung&laquo; firmiert, eine Blaupause f&uuml;r k&uuml;nftige derartige Interventionen der EU. Dann sollen auch in anderen betroffenen Staaten Sparer zur Kasse gebeten werden, um den Bankensektor zu sanieren: &raquo;Die Beteiligung von Eigent&uuml;mern, nachrangigen Anleihegl&auml;ubigern und dann ungesicherten Anlegern mu&szlig; der Normalfall sein, wenn ein Finanzinstitut in eine Schieflage ger&auml;t&laquo;, erkl&auml;rte Wolfgang Sch&auml;uble in einem am 20. April publizierten Interview mit der Wirtschaftswoche.<br>\nWelche Konsequenzen dieses &raquo;vorbildhafte&laquo; Herangehen Berlins und Br&uuml;ssels auf der Mittelmeerinsel haben wird, umri&szlig; Anfang April der dortige Regierungssprecher Christos Stylianides. Demnach wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Zyperns in diesem Jahr viel st&auml;rker einbrechen, als in den urspr&uuml;nglichen Kalkulationen vorhergesagt. Aber auf denen beruhen die Auflagen der Troika aus Europ&auml;ischer Zentralbank (EZB), Internationalem W&auml;hrungsfonds (IWF) und EU-Kommission. &raquo;2013 wird die wirtschaftliche Kontraktion nicht bei 8,7 Prozent stehenbleiben, wie kalkuliert, sondern bis zu 13 Prozent erreichen&laquo;, so Stylianides. Die Troika ging in ihrer Prognose davon aus, da&szlig; nach einem diesj&auml;hrigen R&uuml;ckgang des BIP um rund acht Prozent die Wirtschaft Zyperns im kommenden Jahr nur noch um drei Prozent schrumpfen w&uuml;rde. Ab 2015 sollte das Land demnach wieder ein Wirtschaftswachstum verzeichnen&hellip;<br>\nDieser Einsch&auml;tzung der &raquo;EU-Sparkommissare&laquo; wird in vielen Analysen widersprochen. Die sehen einen BIP-R&uuml;ckgang von bis zu 20 Prozent binnen der n&auml;chsten drei Jahre voraus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/04-29\/007.php?sstr=Zypern\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Sparprogramme alleine werden uns umbringen&rdquo;<\/strong><br>\nItalien k&auml;mpft wirtschaftlich ums &Uuml;berleben, so sieht es Enrico Letta, der neue Ministerpr&auml;sident. Dementsprechend drastisch sind die Vergleiche, die er in seiner ersten Regierungserkl&auml;rung w&auml;hlt. &ldquo;Sparprogramme alleine werden uns umbringen&rdquo;, sagt Letta. Das hoch verschuldete Land m&uuml;sse sich sofort auf Wachstum ausrichten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/italiens-neuer-regierungschef-letta-sparprogramme-alleine-werden-uns-umbringen-1.1661633\">SZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>EZB und Bundesbank duellieren sich per Rechtsgutachten<\/strong><br>\nDer Streit zwischen EZB und Bundesbank um die richtige Strategie bei der Bew&auml;ltigung der Schuldenkrise wird zu einem Schlagabtausch der Juristen.<br>\nWenige Wochen vor einer ersten Anh&ouml;rung vor dem Bundesverfassungsgericht verteidigte die Europ&auml;ische Zentralbank jetzt ihr Vorgehen. Nachdem am Freitag die Bundesbank in einer Stellungnahme f&uuml;r das Gericht kein gutes Haar an der Rettungspolitik der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) gelassen hatte, rechtfertigte Europarechtler Frank Schorkopf die umstrittenen EZB-Operationen (OMT): &ldquo;Die Europ&auml;ische Zentralbank handelt (&hellip;) innerhalb ihres Mandates und erf&uuml;llt auch ihr Mandat&rdquo;. Um ihr Ziel der Geldwertstabilit&auml;t zu gew&auml;hrleisten, m&uuml;sse sie auch f&uuml;r Finanzstabilit&auml;t sorgen, hei&szlig;t es in einem am Montag vom &ldquo;Handelsblatt&rdquo; in Ausz&uuml;gen ver&ouml;ffentlichten Gutachten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/domesticNews\/idDEBEE93S03L20130429\">Reuters<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gutachten der &ldquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&rdquo; zu Umverteilung verh&ouml;hnt Krisenopfer<\/strong><br>\nAttac bewertet das heute von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) vorgestellte Rechtsgutachten zur Besteuerung von Verm&ouml;gen als einseitig. &ldquo;Wenn ein im Auftrag einer neoliberalen Lobbyorganisation erstelltes Gutachten zu dem Schluss kommt, dass juristisch nicht sein darf, was politisch nicht sein soll &ndash; n&auml;mlich eine Umverteilung von Reich zu Arm &ndash;, &uuml;berrascht das wenig&rdquo;, sagte Roman Denter vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis.<br>\n&Uuml;berraschend ist dagegen die Behauptung, die Voraussetzungen f&uuml;r eine Verm&ouml;gensabgabe seien nicht gegeben, weil keine notstandsartige Situation bestehe. Das ist mehr als zynisch: Mit einer solchen Aussage werden die Opfer der Finanzkrise und K&uuml;rzungsdiktate, die in Griechenland, Portugal und Spanien t&auml;glich um ihre Existenz k&auml;mpfen, regelrecht verh&ouml;hnt.<br>\nDie durch die entfesselten M&auml;rkte verursachte europ&auml;ische Finanzkrise, die ganze Volkswirtschaften in den Abgrund gerissen hat, wird in dem Gutachten einfach ignoriert&hellip;<br>\nDass eine einmalige Abgabe, mit der Verm&ouml;gende an den Kosten der Finanzkrise beteiligt werden, durchaus mit dem Grundgesetz vereinbar ist, geht aus einem Gutachten des Rechtswissenschaftlers Joachim Wieland, Professor f&uuml;r &Ouml;ffentliches Recht, Finanz- und Steuerrecht der Universit&auml;t Speyer, im Auftrag der Gewerkschaft Verdi und der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung vom Sommer 2012 hervor.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/neuigkeiten\/detailansicht\/datum\/2013\/04\/30\/gutachten-der-initiative-neue-soziale-marktwirtschaft-zu-umverteilung-verhoehnt-krisenopfer\/?no_cache=1\">attac<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/pm_2012_08_17_wieland.pdf\">Joachim Wieland Verm&ouml;gensabgaben im Sinne von Art. 106 Abs. 1 Nr. 5 GG [PDF &ndash; 503 KB]<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.insm.de\/insm\/Presse\/Pressemeldungen\/Gutachten-von-Prof--Kube-zu-Vermoegensteuer.html\">Hanno Kube, Gutachten im Auftrag der INSM<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Steuermythen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.steuermythen.de\/mythen\/\">Steuermythen.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Eine interessante Infoseite aus dem Umfeld der Parteilinken innerhalb der SPD.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Diskussionspapier zu Lobbyismus an Schulen<\/strong><br>\nLobbyismus macht auch vor der Schult&uuml;re nicht halt. Wir haben untersucht, mit welchen Methoden Lobbyisten Einfluss auf den Unterricht nehmen und welche Motive dahinter stecken. Das alarmierende Ergebnis haben wir in unserem Diskussionspapier &bdquo;Lobbyismus an Schulen&ldquo; ver&ouml;ffentlicht. Es zeigt: Die Einflussnahme auf Kinder und Jugendliche wird professionell organisiert und ist Teil langfristiger und umfassender Lobbystrategien.<br>\nMit einem offenen Brief an die Bildungsminister protestieren wir gegen diese Einflussnahme auf Kinder und Jugendliche.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/2013\/04\/jetzt-veroffentlicht-diskussionspapier-zu-lobbyismus-an-schulen\/\">LobbyControl<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/schule.dgb.de\/++co++d1aa55be-6152-11e2-bfe1-00188b4dc422\">DGB fordert Pr&uuml;fstelle f&uuml;r Unterrichtsmaterialien<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Vom Bewunderer zum Feind Amerikas: Der Krieg gegen sich selbst<\/strong><br>\nWie wird man vom Bewunderer Amerikas zu dessen Feind? Der pakistanische Autor Mohsin Hamid hat diese Frage in einem Roman erforscht, den man nicht lesen kann, ohne an die Br&uuml;der Tsarnaev zu denken. Ein Gespr&auml;ch: &ldquo;&hellip;. Wir glauben ja oft, dass die Erfahrung von Immigranten durch die Zur&uuml;ckweisung durch das Aufnahmeland gepr&auml;gt wird. Aber es gibt auch eine Schattenseite davon: Man kann auch die Akzeptanz des Gastlandes zur&uuml;ckweisen. Denn diese Akzeptanz bedeutet immer auch eine Spur von Kapitulation. Wenn man versucht, das zu bek&auml;mpfen, bedeutet das eine enorme psychologische Selbstverletzung, weil man einen Teil von sich selbst bek&auml;mpft. &hellip; Wenn man Schwierigkeiten hat, diese gegens&auml;tzlichen Impulse auszuhalten, die Zur&uuml;ckweisung und die Akzeptanz, dann kann einen eben auch Best&auml;tigung aus dem Gleichgewicht bringen. Es w&auml;re unter Umst&auml;nden viel einfacher, nur abgelehnt zu werden. Dann w&auml;re wenigstens klar: Das war&rsquo;s. Ich geh&ouml;re nicht dazu. Aber beide Kr&auml;fte auszuhalten, wenn man schon innerlich zerrissen ist, das &ouml;ffnet einen Spalt. Und wegen dieses Spalts k&ouml;nnen Menschen zerbrechen. &hellip; Jede Pers&ouml;nlichkeit ist eine Sammlung unterschiedlicher Identit&auml;ten. Die Idee eines einzigen, einheitlichen Selbst ist einfach falsch. Das kann man an dem Mann, der seine Familie liebt und gleichzeitig seine Geliebte, genauso sehen wie an dem Typ, der mit einem Job, den er hasst, viel Geld verdient und sein Leben verachtet. Das ist alles absolut nicht ungew&ouml;hnlich. Aber die Art und Weise, wie wir &uuml;ber das Selbst reden, ber&uuml;cksichtigt nicht, wie unser Selbst funktioniert. Wir sind alle zu einem bestimmten Grad schizophren. Die meisten haben eine gewisse Balance, eine Art Immunsystem, das uns hilft, die Krankheit zu ertragen. Aber ich w&uuml;rde sagen: Wir sind alle infiziert. &hellip; Ich glaube, dass der Zustand der Hybridit&auml;t der Naturzustand ist, es ist die Norm. Aber es wurden enorme soziale Konstruktionen aufgebaut, um das zu leugnen. Das Problem ist, dass wir darauf konditioniert werden, etwas Bestimmtes zu sein, national, ethnisch, religi&ouml;s. Der gro&szlig;e kulturelle Wandel, den wir hinkriegen m&uuml;ssen, ist es, Hybridit&auml;t als etwas dem Menschen Wesentliches anzuerkennen. Unsere Politik, unsere Spiritualit&auml;t, unsere Wirtschaft, was auch immer, m&uuml;sste auf dieser Idee aufbauen. &hellip; Die Konflikte, die wir heute sehen, zwischen Islam und Amerika, zwischen West und Ost, zwischen all diesen imagin&auml;ren Begriffen, beruhen darauf, dass wir Hybridit&auml;t ablehnen. Deswegen bek&auml;mpfen wir uns. Wir bek&auml;mpfen uns, weil ein paar Muslime nicht wollen, dass ihre Gesellschaften amerikanisiert werden, und weil Amerikaner und Europ&auml;er nicht wollen, dass sie islamisiert werden. Alle wollen eine vermeintliche Reinheit erhalten. Daher kommt der Extremismus. Wenn es einen Feind gibt, dann ist das f&uuml;r mich diese Haltung. Sie ist unmenschlich, gegen unsere Natur. Aber es gibt sie in jedem Land. Beim amerikanischen Milit&auml;r, bei den Rechtsradikalen in Deutschland, in pakistanischen Moscheen, &uuml;berall. Es gibt keinen Clash der Zivilisationen. Es gibt ein andauerndes Mischen der Zivilisationen, ein andauerndes &Uuml;berschneiden, eine st&auml;ndige Kontamination. Und diese Dinge sind gut! Aber es gibt so viele, die uns erz&auml;hlen, dass sie schlecht sind. &hellip; &rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/vom-bewunderer-zum-feind-amerikas-der-krieg-gegen-sich-selbst-12165103.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Mag sein, dass die &ldquo;Hybridit&auml;t der Naturzustand&rdquo; des Menschen ist, aber bedarf es wirklich einer zus&auml;tzlichen Konditionierung, etwas &ldquo;Bestimmtes zu sein, national, ethnisch, religi&ouml;s.&rdquo; Gilt nicht auch, dass wir in komplexen, nicht mehr &uuml;berschaubaren bedrohlichen Situationen der Vereinfachung zuneigen, erliegen: Der Deutsche ist schuld, der Grieche ist schuld, der Islam ist schuld, der Westen ist schuld usw. Nat&uuml;rlich ist dann noch ein ungeheuerlicher Schritt notwendig, um zur Gewalt zu greifen. Mohsin Hamid versucht sich dankenswerterweise, der Komplexit&auml;t der Ausgangsposition solcher Menschen zu n&auml;hern. &ndash; Leider sind gerade angesichts des Anschlags in Boston wieder die gro&szlig;en Vereinfacher unterwegs, die da meinen die Oberfl&auml;che, der ethnische oder religi&ouml;se Hintergrund der beiden T&auml;ter, erkl&auml;re alles. Wir Deutschen sollten eigentlich ein Grundgef&uuml;hl daf&uuml;r entwickelt haben, dass den Vereinfachern nicht zu trauen ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Beruf des Politikers:  Idealisten sind sehr schnell frustriert<\/strong><br>\nWas macht die Politik aus Menschen? Das hat der Soziologe Vincenz Leuschner Bundestagsabgeordnete aller Parteien gefragt. Ein Gespr&auml;ch &uuml;ber entt&auml;uschte Erwartungen &ndash; und die Erkenntnis, dass man ohne Taktieren nicht weiterkommt: &ldquo;Zun&auml;chst einmal konnte ich bei meinen Interviews insbesondere mit jungen Bundestagsabgeordneten feststellen, dass eigentlich alle mit idealistischen Motiven starten, die Laufbahn nicht aus karriereorientierten Gr&uuml;nden w&auml;hlen. Sie wollen etwas bewirken, sich f&uuml;r eine Entwicklung zum Guten einsetzen. Egal, ob sie nun von den Jusos, der Jungen Union oder einer anderen Partei-Nachwuchsorganisation kommen. Dann machen sie die Erfahrung, sich in einem &ldquo;Kampffeld&rdquo; zu befinden. &hellip; Ein unerfahrener Abgeordneter neigt zu dem Glauben, wenn er einen Antrag formuliere, reiche es, eine gute Argumentation zu finden. Und ist &uuml;berrascht, wenn er sp&auml;ter damit scheitert. Das ist sozusagen die &ldquo;Einsteigervariante&rdquo;. Ein ehemaliger stellvertretender Fraktionsvorsitzender erkl&auml;rte mir dagegen, dass die H&auml;lfte der Arbeit in der Kommunikation im Vorfeld bestehe. Bevor es zu dem &ldquo;Schaulaufen&rdquo; in der &ouml;ffentlichen Sitzung kommt, gibt es diverse Absprachen wie etwa: Du stimmst jetzt f&uuml;r meinen Fraktionsantrag, daf&uuml;r w&auml;hle ich dich sp&auml;ter in ein f&uuml;r dich wichtiges Gremium. Das ist strategisches Handeln, das zwar nicht in der &Ouml;ffentlichkeit stattfindet, aber weder kriminell noch illegal ist. &hellip; Politiker m&uuml;ssen eine pr&auml;zise Unterscheidungsf&auml;higkeit besitzen. Diese zu entwickeln, ist mitunter ein schwieriger Prozess, der mit schmerzhaften Erfahrungen einhergeht. Politiker m&uuml;ssen unterscheiden k&ouml;nnen, auf welcher Ebene sie angesprochen werden, sozusagen ein professionelles Misstrauen entwickeln: Werde ich jetzt pers&ouml;nlich angesprochen? Oder aus strategischer Gesinnung oder gar von einem Konkurrenten, der es ausnutzt, wenn ich zu offen bin? Das setzt ein pr&auml;zises Verst&auml;ndnis der eigenen Rolle voraus. &hellip; ist der Fall Christian Wulff ein sehr sch&ouml;nes Beispiel. Es scheint, dass er diese Unterscheidungsf&auml;higkeit nicht in ausreichendem Ma&szlig;e besa&szlig; &ndash; sagen wir, sein Balancierungsgef&uuml;hl hat nicht ausgereicht.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/karriere\/beruf-des-politikers-idealisten-sind-sehr-schnell-frustriert-1.1659795\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Leider ist das eigentliche Thema  Vincenz Leuschners die politische Freundschaft, &uuml;ber die er seine Dissertation geschrieben hat. Dabei w&auml;re es mindestens ebenso interessant, der Frage nachzugehen, was aus denn Politiker samt ihren Idealen wird, nachdem sie im politischen &ldquo;Kampffeld&rdquo; &uuml;berlebt haben.  Wenn Leuschner sagt, dass sie &ldquo;mit idealistischen Motiven starten&rdquo;, hei&szlig;t das doch, dass das sp&auml;tere Funktionieren im politischen Kampffeld mit diesen Idealen in der Regel nicht mehr zu vereinbaren ist. Das ist gar nicht so b&ouml;se gemeint, wie es klingt. Es stellt sich einfach die Frage, ob ein Politiker, wenn er denn eine bestimmte Machtposition erlangt hat, nicht Opfer bestimmter f&uuml;r den Machtkampf notwendiger Verhaltensweisen und Handlungsweisen geworden, nicht so deformiert wurde, dass ihm die Ideale, ja sogar die Ideen abhanden kommen. Den Verlust von Idealen verk&ouml;rpert Helmut Schmidt in dem ber&uuml;hmten Satz: &ldquo;Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.&rdquo; Das ist im Grunde die &ldquo;d&eacute;formation professionelle&rdquo;, die den Sprung vom Machtpolitiker zum Staatsmann\/frau verunm&ouml;glicht &ndash; der\/die im idealen Fall von Idealen angetrieben Ideen entwickelt, die das Gemeinwohl (die &lsquo;polis&rsquo;) erh&auml;lt und f&ouml;rdert. Die Tugenden, die dabei gepflegt werden m&uuml;ssen, sind seit Jahrhunderten die gleichen: Klugheit (prudentia), Gerechtigkeit (iustitia), Tapferkeit (fortitudo) und M&auml;&szlig;igung (temperantia).<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Antiquiertheit der Demokratie<\/strong><br>\nHaben Sie schon diese neusten Wirtschaftsfakten verinnerlicht? Laut Michael Spence, dem Wirtschafts-Nobelpreistr&auml;ger von 2001, soll ein &ldquo;wohlwollend autorit&auml;res System&rdquo; die optimalen Voraussetzungen f&uuml;r langfristiges Wirtschaftswachstum bieten, da Demokratien innerhalb eines &ldquo;zu kurzen Zeithorizonts&rdquo; agieren. Solche vordergr&uuml;ndig ketzerischen Ideen k&ouml;nnen inzwischen tats&auml;chlich &Ouml;konomen, die Hohepriester des Kapitalkultes, am ehesten &ouml;ffentlich artikulieren, ohne breiten Widerspruch zu ernten.<br>\nDoch auch der kanadische Philosoph Daniel A. Bell sieht inzwischen in der repr&auml;sentativen Demokratie westlicher Pr&auml;gung nicht mehr den besten &ldquo;Weg, um ein politisches System zu organisieren&rdquo;. Stattdessen solle eine strikte Auslese der F&uuml;hrungselite nach &ldquo;intellektuellen F&auml;higkeiten und moralischen Standards&rdquo; stattfinden. Innerhalb einer solchen Meritokratie  k&ouml;nnte auch eine neue Stimmgewichtung etabliert werden, erl&auml;uterte der in Peking lehrende Philosoph: &ldquo;Denkbar w&auml;ren mehr Stimmen f&uuml;r Menschen mit besserer Erziehung.&rdquo; &Uuml;berdies seien Wahlen nur auf lokaler Ebene sinnvoll, wo &ldquo;falsche Entscheidungen nicht so sehr ins Gewicht&rdquo; fielen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/38\/38928\/1.html?utm_medium=twitter\\%3butm_source=twitterfeed%3bfrom-classic=1\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Da befindet sich die AfD ja in bester Gesellschaft<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Tipp: Sch&uuml;ler unter Einfluss &ndash; Lobbyisten im Klassenzimmer<\/strong><br>\nHeute Abend in <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/Frontal-21\/Die-Themen-der-Sendung-vom-30.-April-27699206.html\">Frontal21<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Allerletze: 88 Mio. Euro Abfindung: Die Ehrenhaftigkeit des Bankers<\/strong><br>\nAlfredo S&aacute;enz ist zur&uuml;ckgetreten. Der Vizepr&auml;sident der Banco Santander wird an seinem letzten Amtstag eine grosse Aktentasche mitbringen m&uuml;ssen, damit alle Scheinchen Platz haben: Er geht mit einer Abfindung von 88,17 Millionen Euro und einer Lebensversicherung in H&ouml;he von 11,1 Mio. Euro. Doch das ist noch lange nicht alles, was diese Geschichte &uuml;beraus interessant macht.<br>\nAlfredo S&aacute;enz ist ein verurteilter Straft&auml;ter. Wegen falscher Beschuldigung war er zu drei Monaten Gef&auml;ngnis verurteilt worden. Die sozialdemokratische Regierung von Premierminister Zapatero hatte den Banker jedoch in den letzten Tagen der vergangenen Legislaturperiode begnadigt mit der kuriosen Formulierung: &ldquo;&hellip; so dass alle juristischen und sonstigen Auswirkungen der Verurteilung ausser Kraft gesetzt werden, einschliesslich allem, was die Besch&auml;ftigung im Bankensektor verhindern k&ouml;nnte.&rdquo; &ndash; Der letzte Teil dieses Satzes war und ist eine echte &Uuml;berraschung, denn so etwas hatte es in Spanien nie zuvor gegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/uhupardo.wordpress.com\/2013\/04\/29\/88-mio-euro-abfindung-die-ehrenhaftigkeit-des-bankers\">Uhupardo<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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