{"id":17194,"date":"2013-05-08T09:04:28","date_gmt":"2013-05-08T07:04:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17194"},"modified":"2013-05-08T09:04:28","modified_gmt":"2013-05-08T07:04:28","slug":"hinweise-des-tages-1875","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17194","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17194#h01\">Rede von Ingo Schulze bei der 171. Montagsdemo gegen Stuttgart 21<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17194#h02\">Mindestlohn-Debatte &ndash; Staat muss immer &ouml;fter L&ouml;hne aufstocken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17194#h03\">Lucas Zeise: Was die EZB noch tun wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17194#h04\">Sahra Wagenknecht &ndash; Merkel zerst&ouml;rt die deutsch-franz&ouml;sische Freundschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17194#h05\">The Debt We Shouldn&rsquo;t Pay<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17194#h06\">Am deutschen Wesen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17194#h07\">&ldquo;B&ouml;rsenboom&rdquo; ohne Substanz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17194#h08\">Frust bei der Arbeit &ndash; Jeder Zweite ist unzufrieden mit seinem Job<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17194#h09\">Gesetzesvorhaben: Regierung droht Finanzmanagern mit Gef&auml;ngnis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17194#h10\">EU-Petition gegen Wasserprivatisierung nimmt letzte H&uuml;rde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17194#h11\">Kongo: Es wird eng auf dem Holzweg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17194#h12\">Blumen f&uuml;r einen Hungerlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17194#h13\">Rudolf Dre&szlig;ler: Unbequeme Fragen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17194#h14\">EU verh&auml;ngt Z&ouml;lle auf chinesische Solarmodule<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17194#h15\">Prechts pauschale Bildungsrevolution<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17194#h16\">Bildungsfinanzierung im f&ouml;deralen Magerstaat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17194#h17\">Die Inflationsl&uuml;ge<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17194&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Rede von Ingo Schulze bei der 171. Montagsdemo gegen Stuttgart 21<\/strong><br>\n&raquo;Schwimmen zwei junge Fische des Weges und treffen zuf&auml;llig einen &auml;lteren Fisch, der in die Gegenrichtung unterwegs ist. Er nickt ihnen zu und sagt: &raquo;Morgen, Jungs. Wie ist das Wasser?&laquo; Die zwei jungen Fische schwimmen eine Weile weiter, und schlie&szlig;lich wirft der eine dem anderen einen Blick zu und sagt: &raquo;Was zum Teufel ist Wasser?&laquo; &raquo;Was zum Teufel ist Wasser?&laquo; ist eine Frage, die Ihnen wom&ouml;glich vom Tenor her bekannt vorkommt. Was Tag f&uuml;r Tag verk&uuml;ndet und praktiziert wird, was allt&auml;glich, was selbstverst&auml;ndlich ist, wird als gegeben und unver&auml;nderlich wahrgenommen, als alternativlos.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/130508_Rede_171%20MoDemo_Ingo_Schulze_2013-05-06.pdf\">Ingo Schulze [PDF &ndash; 35 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Mindestlohn-Debatte &ndash; Staat muss immer &ouml;fter L&ouml;hne aufstocken<\/strong><br>\nDie Daten d&uuml;rften die aktuelle Mindestlohn-Debatte befeuern: Immer mehr Menschen in Deutschland arbeiten in Voll- oder Teilzeit und sind sozialversichert &ndash; und ben&ouml;tigen dennoch Hilfe aus &ouml;ffentlichen Kassen. Die neueste Statistik, die der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo; vorliegt, zeigt auch: Verst&auml;rkt trifft es Singles.<br>\nImmer mehr Menschen in Deutschland mit einem Vollzeit- oder Teilzeitjob verdienen zu wenig, um allein davon leben zu k&ouml;nnen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer, die mehr als 800 Euro brutto im Monat nach Hause bringen, aber zur Sicherung des Existenzminimums die staatliche Grundsicherung (Hartz IV) ben&ouml;tigen, ist in den vergangenen vier Jahren kontinuierlich gestiegen. Dies geht nach Informationen der S&uuml;ddeutschen Zeitung aus neuen Statistiken der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) hervor.<br>\nDie Daten d&uuml;rften die aktuelle Mindestlohn-Debatte befeuern: Nach den BA-Angaben gab es 2012 im Jahresdurchschnitt etwa 323.000 Haushalte mit einem sogenannten Hartz-IV-Aufstocker, der ein sozialversicherungspflichtiges Bruttoeinkommen von mehr als 800 Euro bezieht. 2009 waren es noch etwa 20.000 weniger.<br>\nNoch deutlicher ist der Anstieg bei den Singles mit einem entsprechenden Verdienst, wie eine Sonderauswertung der BA zeigt: Die Zahl dieser auf Hartz IV angewiesenen, alleinstehenden Vollzeit- oder Teilzeit-Jobber kletterte im gleichen Zeitraum um 38 Prozent auf zirka 75 600. Arbeitnehmer, die ihren Lohn aufstocken m&uuml;ssen, arbeiten vor allem im Handel, in der Gastronomie, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie als Leiharbeiter. Insgesamt waren 2012 durchschnittlich etwa 1,3 Millionen Hartz-IV-Bezieher erwerbst&auml;tig, etwa genauso viele wie 2009. Knapp die H&auml;lfte von ihnen hatten nur einen Mini-Job.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/mindestlohn-debatte-staat-muss-immer-oefter-loehne-aufstocken-1.1667996\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Lucas Zeise: Was die EZB noch tun wird<\/strong><br>\nDas ist der niedrigste Zins, den eine Notenbank in diesen Breiten den Banken f&uuml;r Kredit je in Rechnung gestellt hat. Es ist das Eingest&auml;ndnis, da&szlig; Notstand herrscht. Alles, was die Notenbank bisher unternommen hat, um die Kreditvergabe, die Investitionen und die Endnachfrage anzukurbeln, hat wenig oder nichts gefruchtet.  Unver&auml;ndert treibt EU-Europa tiefer in die Rezession. Es ist die zweite Etappe der 2007 ausgebrochenen Weltwirtschaftskrise, die durch die sinnlos brutalen Sparauflagen f&uuml;r mittlerweile die Mehrheit der Euro-L&auml;nder noch verst&auml;rkt wird. Kanzlerin Angela Merkel trug vor ein paar Tagen im Wahlkampfmodus vor dem Sparkassentag Sinniges und Unsinniges zum Thema Zinsen bei. Sie beneide EZB-Pr&auml;sident Mario Draghi nicht um seine schwierige Aufgabe. Erstens seien die Zinsen f&uuml;r die deutsche Volkswirtschaft angesichts ihrer St&auml;rke eher schon zu niedrig, zweitens aber m&uuml;sse die EZB f&uuml;r die armen S&uuml;dl&auml;nder mehr tun, als nur die Zinsen zu senken. Von wegen Aufschwung in Deutschland! Die Investitionen gehen zur&uuml;ck. Der Verbrauch stagniert, und sogar der Export zeigt Schw&auml;chen. Lediglich die Unternehmensgewinne bleiben auf Rekordniveau.<br>\nWoran liegt es, da&szlig; Unternehmer und Verbraucher in Spanien dreimal so hohe Zinsen zahlen m&uuml;ssen wie Unternehmer und Verbraucher in Deutschland? Die Frage ber&uuml;hrt den Kern der Euro-Krise. Die L&auml;nder der W&auml;hrungsunion treten gem&auml;&szlig; den Euro-Vertr&auml;gen als Wettbewerber um die Gunst des Kapitals auf. Die Schwachen m&uuml;ssen, wie es am Finanzmarkt unter Banken und Kaufleuten &uuml;blich ist, hohe Zinsen zahlen, die Starken erhalten Kredit jederzeit und zu g&uuml;nstigen Konditionen. Einige Notenbanker sinnen tats&auml;chlich auf Abhilfe.  Die Zentralbank k&ouml;nnte den Finanzmarkt bei der Kreditsch&ouml;pfung ein klein wenig umgehen, k&ouml;nnte selbst zinsg&uuml;nstige Darlehen an Kleinunternehmer in den Krisenl&auml;ndern anbieten. Das w&auml;re vermutlich zu sozialistisch. Deshalb w&uuml;rde man, ganz so wie es jetzt staatliche F&ouml;rderbanken wie die KfW tun, den privaten Geldh&auml;usern solche zinsg&uuml;nstigen Kredite billig refinanzieren. Noch m&uuml;ssen neoliberale Dogmatiker und Praktiker &uuml;ber diesen Vorschlag streiten. Doch erzwingt die aktuelle Misere, das w&uuml;ste Walten des freien Finanzmarktes ein ganz klein wenig einzuschr&auml;nken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/05-04\/023.php\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nat&uuml;rlich ist zu bedenken, dass die Massenkaufkraft in den Krisenl&auml;ndern durch die Auflagen der Troika bishin zu Lohnk&uuml;rzungen massiv einbrach und die Unternehmen darauf nicht mit Investitionen reagieren &ndash; egal wie niedrig die Kreditzinsen liegen. Dennoch ist davon auszugehen, dass viele KMU auch in der Peripherie funktionieren und daf&uuml;r auch Kredite nachfragen. Ohne den EZB-Niedrigzins g&auml;be es wahrscheinlich noch weniger Kredit f&uuml;r die Wirtschaft des S&uuml;dens, da die Banken von anderen Banken oder auch Kunden kein Geld mehr geliehen bekommen.  Allerdings erh&auml;lt jedes neunte kleine oder mittelst&auml;ndische Unternehmen in der Eurozone laut EZB kein Bankdarlehen. Um den Kreditzugang f&uuml;r diese Unternehmen zu erleichtern, ist der Vorschlag Zeises durch bedenkenswert. Mit dem Hinweis auf die sehr erfolgreiche KfW zeigt er m.E. einen Weg auf, der den kaum zu kontrollierende Umweg &uuml;ber die privaten Banken vermeidet. Zumal sich der Bankensektor der europ&auml;ischen Peripherie nach wie vor in der Restrukturierung befindet. So k&ouml;nnte die Europ&auml;ische Investitionsbank (EIB) bzw. der Europ&auml;ische Investitionsfonds (EIF) verst&auml;rkt zinsg&uuml;nstige Kredite an  kleine und mittlere Unternehmen der Europeripherie anbieten, welche von der EZB billig refinanzieren w&uuml;rden.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Zeises Idee mag nett sein, leider ist sie jedoch nicht sonderlich realistisch. Die KfW hat mehr als 5.000 Mitarbeiter und verf&uuml;gt &uuml;ber jahrzehnte gewachsene Strukturen. So was kann man nicht kurzfristig aus dem Boden stampfen. Die EZB hat &uuml;berhaupt keine Mitarbeiter, die Kreditantr&auml;ge von KMU pr&uuml;fen k&ouml;nnten und &ndash; so banal es klingt &ndash; noch nicht einmal eine Filiale, bei der spanische Unternehmer ihre Kreditw&uuml;nsche mit den Bankern besprechen k&ouml;nnten. Selbst wenn es den politischen Willen g&auml;be, die EZB mit einer europaweiten F&ouml;rderbank zu erg&auml;nzen, w&auml;re dies ein sehr langfristiges Unterfangen. Machen wir uns aber nichts vor. Der &bdquo;Bundesbank-Fl&uuml;gel&ldquo; innerhalb der EZB ist bereits gegen jegliches Mandat, das &uuml;ber die reine Liquidit&auml;tsverwaltung und Inflationsbek&auml;mpfung hinausgeht. Es w&auml;re also eine echte &bdquo;Notenbankrevolution&ldquo; n&ouml;tig, um Zeises Vorschl&auml;ge umzusetzen. Eine solche &bdquo;Notenbankrevolution&ldquo; setzt jedoch &ndash; vor allem in Deutschland &ndash; eine 180&deg;-Wende voraus. Und wenn es eine 180&deg;-Wende geben sollte, w&auml;re auch ein Ende der Austerit&auml;tspolitik und der Beginn einer koordinierten Konjunkturpolitik m&ouml;glich. Dann w&uuml;rde die Wirtschaft wachsen und eine europaweite F&ouml;rderbank w&auml;re u.U. nicht einmal notwendig, da das Kreditausfallrisiko sinken w&uuml;rde und der Bankensektor wieder Kredite zu vern&uuml;nftigen Konditionen vergeben k&ouml;nnte.<\/em><\/p>\n<p><em>siehe dazu auf den NachDenkSeiten (auch wenn der Titel es nicht unbedingt vermuten l&auml;sst): <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17158\">Der SPIEGEL und die Altersvorsorge &ndash; eine publizistische Bankrotterkl&auml;rung<\/a><\/em><\/p>\n<p>passend dazu: <strong>Geldabwurf aus dem Helikopter: Suche nach neuen monent&auml;ren Instrumenten<\/strong><br>\nDie enorme Ausweitung der Bilanzen der grossen Zentralbanken ist ein Ph&auml;nomen, das Kommentatoren der Finanzm&auml;rkte immer wieder fasziniert. Die Resultate dieser monet&auml;ren Expansion sind umstritten. Man kann argumentieren, dass sie (zusammen mit anderen Eingriffen wie insbesondere den Rettungsmassnahmen in der Euro-Zone) eine noch heftigere Intensit&auml;t der Finanzkrise verhindert hat. Auch sei sie hilfreich gewesen, um negative, die wirtschaftliche Entwicklung bremsende Folgen der zur Sanierung der Staatshaushalte eingeleiteten Sparpolitik aufzufangen. Aber sie setzt die Finanzm&auml;rkte ausser Kraft, f&uuml;hrt zu Fehlbewertungen von Aktien und Anleihen und n&uuml;tzt vor allem Banken. W&auml;hrend Zentralbanken in anderen L&auml;ndern wie den USA und Japan die monet&auml;re Expansion fortsetzen, konzentriert sich die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) auf andere Instrumente. Auf gewisses Interesse ist aber die Bemerkung von EZB-Pr&auml;sident Mario Draghi gestossen, ein negativer Zinssatz f&uuml;r Einlagen der Gesch&auml;ftsbanken bei der Notenbank sei &laquo;technisch machbar&raquo;. Theoretisch w&uuml;rde ein Negativzins die Gesch&auml;ftsbanken veranlassen, parkiertes Geld abzuziehen und f&uuml;r die Kreditvergabe bereitzustellen. Negative Zinss&auml;tze f&uuml;r Einlagen bei der EZB k&ouml;nnen aber auch kontraproduktive Folgen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/uebersicht\/boersen_und_maerkte\/suche-nach-neuen-monentaeren-instrumenten-1.18076808\">NZZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Sahra Wagenknecht &ndash; Merkel zerst&ouml;rt die deutsch-franz&ouml;sische Freundschaft<\/strong><br>\n&ldquo;Angela Merkel hat den Motor der europ&auml;ischen Integration abgew&uuml;rgt. Die von ihr diktierten Lohn- und Sozialk&uuml;rzungen zerst&ouml;ren die deutsch-franz&ouml;sische Freundschaft und versch&auml;rfen die Krise. Statt die franz&ouml;sische Regierung zu unsozialen &lsquo;Reformen&rsquo; zu n&ouml;tigen, m&uuml;sste Deutschland die Agenda 2010 zur&uuml;cknehmen und die Binnennachfrage ankurbeln&rdquo;, kommentiert Sahra Wagenknecht den deutsch-franz&ouml;sischen Wirtschaftsrat, der heute in Berlin tagt. Die Erste Stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter:<br>\n&ldquo;Sowohl der deutsche Aktienindex DAX als auch die Massenarbeitslosigkeit in der Eurozone haben ein Allzeithoch erreicht. Wenn die Bundesregierung keinen anderen wirtschaftspolitischen Kurs einschl&auml;gt, werden die wachsenden Ungleichgewichte Europa zerrei&szlig;en. N&ouml;tig w&auml;ren die R&uuml;cknahme der Hartz IV-Reformen, ein fl&auml;chendeckender Mindestlohn von zehn Euro in der Stunde, sowie ein gro&szlig;es Zukunftsinvestitionsprogramm, finanziert durch eine Million&auml;rssteuer auf Verm&ouml;gen. Au&szlig;erdem m&uuml;ssten die europ&auml;ischen K&uuml;rzungsdiktate beendet, der Finanzsektor streng reguliert und verbindliche Regeln gegen Lohn- und Steuerdumping erlassen werden. Zu einem neoliberalen Europa unter deutscher Vorherrschaft, in dem die Bev&ouml;lkerung ausgepresst wird, damit Banken gerettet werden k&ouml;nnen, kann DIE LINKE hingegen nur Nein sagen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sahra-wagenknecht.de\/de\/article\/1603.merkel-zerstoert-die-deutsch-franzoesische-freundschaft.html\">Sahra Wagenknecht<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>The Debt We Shouldn&rsquo;t Pay<\/strong><br>\nAt the heart of the argument about how to revive a depressed economy is the question of debt. When political leaders and economists debate the subject, they refer mostly to public debt. To conservatives, the economy&rsquo;s capacity for recovery is impaired by too much government borrowing. These escalating obligations, they claim, will be passed along to our children and grandchildren, leaving America a poorer country. Liberal economists, such as Paul Krugman and Joseph Stiglitz, have replied that only faster growth rates and higher gross domestic product will reduce the relative weight of past debts. Budget austerity, in their view, will shrink demand and slow growth, making the debt burden that much heavier. As important as this debate is, there&rsquo;s something missing. Public debt was not implicated in the collapse of 2008, nor is it retarding the recovery today. Enlarged government deficits were the consequence of the financial crash, not the cause. It was private speculative debts&mdash;exotic mortgage bonds financed by short-term borrowing at very high costs&mdash;that produced the crisis of 2008. The burden of private debts continues to hobble the economy&rsquo;s potential. In the decade prior to the collapse of 2008, private debts grew at more than triple the rate of increase of the public debt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nybooks.com\/articles\/archives\/2013\/may\/09\/debt-we-shouldnt-pay\/?page=1\">New York Review of Books<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die etwas sp&auml;te Rezension des Buches von  David Graeber, &ldquo;Schulden: Die ersten 5000 Jahre&rdquo;, durch Robert Kuttner  ist vor allem deshalb interessant, weil hier ein amerikanischer Journalist schreibt, was auf den Nachdenkseiten zwar Konsens ist, aber in der ver&ouml;ffentlichten Republik bzw. in Europa kaum: &ldquo;Nicht die Staatsschulden verantworteten den Kollaps von 2008, noch die die Verz&ouml;gerung der Erholung heute. H&ouml;here &ouml;ffentliche Schulden waren die Folgen der  Finanzkrise, nicht die Ursache. Tats&auml;chlich spricht viel daf&uuml;r, dass staatlichen Defizite eine schw&auml;chelnde Wirtschaft vor einer tieferen Rezession bewahrt haben.&rdquo; &Uuml;ber Gewichtung der folgenden Aussage mag man streiten, aber sie verweisen in die richtige Richtung: &ldquo;Es waren die privaten, spekulativen Schulden &ndash; exotische Hypothekenpapiere, finanziert durch kurzfristige Schulden &ndash;, welche die Krise von 2008 hervorbrachten.&rdquo; &ndash; Das Buch von Graeber ist durchaus lesenswert und fand Beachtung von konservativer Seite bis ganz links &ndash; siehe z.B. die Rezension von  Frank Schirrmacher in der <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/kapitalismus\/eurokrise-und-vergib-uns-unsere-schulden-11527296.html\">FAZ<\/a> oder auf <a href=\"http:\/\/www.wildcat-www.de\/wildcat\/93\/w93_bb_graeber.html\">Wildcat<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Am deutschen Wesen<\/strong><br>\nEine aktuelle Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung best&auml;tigt den finanziellen Nutzen des Euro f&uuml;r Deutschland. Der Analyse zufolge kann die Bundesrepublik dank der EU-Einheitsw&auml;hrung in den n&auml;chsten zw&ouml;lf Jahren einen volkswirtschaftlichen Profit von rund 1,2 Billionen Euro erwarten, auf den sie mit der D-Mark verzichten m&uuml;sste. Insbesondere k&ouml;nne sie hoffen, im Jahr 2025 ein um bis zu 170 Milliarden Euro h&ouml;heres Bruttoinlandsprodukt zu schaffen als ohne die europ&auml;ische W&auml;hrung. Gleichzeitig weisen Kritiker &ndash; zum wiederholten Male &ndash; darauf hin, dass der ma&szlig;geblich nach deutschen Pl&auml;nen geformte Euro zwar der Bundesrepublik Vorteile garantiert, diese aber strukturell nicht auf alle L&auml;nder der Eurozone &uuml;bertragbar sind. So urteilt der Wirtschaftswissenschaftler Mark Blyth in der renommierten US-Fachzeitschrift Foreign Affairs, es sei schlicht unm&ouml;glich, dass alle EU-Staaten das lukrative deutsche Exportmodell nachahmten &ndash; es gebe dann ja nicht gen&uuml;gend K&auml;ufer. Scharfe Kritik hat zuletzt auch der franz&ouml;sische Publizist Luc Rosenzweig ge&auml;u&szlig;ert. Mit dem Amtsantritt der rot-gr&uuml;nen Bundesregierung im Jahr 1998 habe die Bundesrepublik begonnen, ihre Interessen international hart und ohne R&uuml;cksichten durchzusetzen &ndash; bis hin zu den aktuellen Spardiktaten, schreibt Rosenzweig und vergleicht das aktuelle Auftreten Berlins mit der Machtpolitik des Deutschen Kaiserreichs.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58593\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&ldquo;B&ouml;rsenboom&rdquo; ohne Substanz<\/strong><br>\nSeit Tagen sind die Wirtschaftsredaktionen nun schon aus dem H&auml;uschen. Beispielhaft daf&uuml;r zuletzt Spiegel online: B&ouml;rsenboom: Dax springt auf neues Rekordhoch. Leider, leider nur hat &ndash; anders als vielleicht in den USA, die eine ganz andere, auf Ausgaben&uuml;bersch&uuml;sse, stimulierende Wirtschaftspolitik verfolgen &ndash; dieser &ldquo;Boom&rdquo; so gar keine Substanz. Denn, was sollen die deutschen Unternehmen denn mit all ihrem Geld machen? F&uuml;r produktive Investitionen, die eine dauerhafte Wertsteigerung versprechen und dem &ldquo;Boom&rdquo; Substanz verleihen w&uuml;rden, spricht in Deutschland so rein gar nichts zur Zeit. Denn dank der ma&szlig;geblich von Deutschland erzwungenen Ausgabenk&uuml;rzungen und der auf diesen fu&szlig;enden Rezession in der Eurozone und dank &ldquo;ma&szlig;voller&rdquo; Lohnabschl&uuml;sse auch hierzulande, ist es auch nicht gut bestellt um den Auslastungsgrad der deutschen Industrie, der sich angesichts schleppender Nachfrage nach unten bewegt. Die Auslastung liegt bereits unter dem Niveau des Rezessionsjahres 2003, in dem Deutschland ein negatives reales Wirtschaftswachstum von -0,3 Prozent auswies. Sie sinkt bereist das sechste Quartal in Folge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/05\/07\/borsenboom-ohne-substanz\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Frust bei der Arbeit &ndash; Jeder Zweite ist unzufrieden mit seinem Job<\/strong><br>\nDie Bezahlung ist lausig, der Abteilungsleiter ein Soziopath und das Arbeitsklima niederschmetternd: 48 Prozent der deutschen Arbeitnehmer hadern mit ihrem Job. Eine andere Stelle wollen die meisten aber trotzdem nicht suchen.<br>\nJeder zweite Arbeitnehmer in Deutschland ist unzufrieden mit seinem Job.<br>\nUnd nur 30 Prozent w&uuml;rden ihren Freunden empfehlen, beim eigenen Arbeitgeber anzufangen. Das geht aus einer repr&auml;sentativen Umfrage des Marktforschungsinstitut YouGov im Auftrag des Personalvermittlers Manpower hervor.<br>\nIm Vorjahr hatten noch 63 Prozent der befragten Arbeitnehmer gesagt, sie seien &ldquo;insgesamt zufrieden mit den Arbeitsbedingungen&rdquo;. In der aktuellen Umfrage sagen dies nur noch 52 Prozent. Trotz der wachsenden Unzufriedenheit planen aber nur 43 Prozent der Befragten in diesem Jahr einen Jobwechsel &ndash; vier Prozentpunkte weniger als 2012. Die Auftraggeber der Studie sehen dies als Beweis f&uuml;r die wachsende Unsicherheit der<br>\nArbeitnehmer: In Zeiten von Entlassungen und Sparprogrammen halte man eher an einem ungeliebten, aber sicheren Job fest.<br>\nDie Ursachen f&uuml;r die Unzufriedenheit sind vielf&auml;ltig. Mit Abstand am h&auml;ufigsten genannt wurde schlechte Bezahlung: 24 Prozent aller Befragten streben eine Besch&auml;ftigung an, bei der sie mehr verdienen. 15 Prozent m&ouml;chten mehr Anerkennung f&uuml;r ihre Leistung bekommen. Dass ihnen ihre aktuelle T&auml;tigkeit keinen Spa&szlig; macht, sagen elf Prozent. Weitere Gr&uuml;nde f&uuml;r Frust am Arbeitsplatz sind, dass es den Mitarbeitern an Abwechslung mangelt (zehn Prozent), das Arbeitsklima schlecht ist (ebenfalls zehn Prozent), dass die Befragten lieber in einer anderen Region oder einem anderen Land arbeiten w&uuml;rden (neun Prozent) oder mit ihren Vorgesetzten nicht klar kommen (f&uuml;nf Prozent).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/berufsleben\/job-umfrage-jeder-zweite-arbeitnehmer-ist-unzufrieden-mit-der-arbeit-a-898510.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gesetzesvorhaben: Regierung droht Finanzmanagern mit Gef&auml;ngnis<\/strong><br>\nIn der Banken- und Versicherungsbranche geht die Angst vor einem Gesetzespaket um, mit dem die Bundesregierung Risiken f&uuml;r die Finanzm&auml;rkte durch waghalsige Gesch&auml;fte von systemrelevanten Geldinstituten eind&auml;mmen will. Nicht nur die Pl&auml;ne zur Trennung von Spareinlagen und B&ouml;rsenspekulationen bringen Unruhe. Besondere Sorge bereitet ein ganz neuer Straftatbestand, der die Vorst&auml;nde von Kreditinstituten, Finanzdienstleistern und Versicherern mit f&uuml;nf Jahren Gef&auml;ngnis bedroht, wenn sie ihr Unternehmen in eine Schieflage man&ouml;vrieren. &bdquo;Die Grenzen des Rechtsstaats werden &uuml;berschritten, wenn das Gesetz so kommt, wie es derzeit geplant ist&ldquo;, sagte Wolfram Wrabetz, Vorstandsvorsitzender der Helvetia International AG, der F.A.Z. Die Strafvorschrift baue auf den Bestimmungen zum Risikomanagement im Aufsichtsrecht auf, den sogenannten &bdquo;MaRisk&ldquo; und &bdquo;Solvency II&ldquo;: &bdquo;Diese sind aber so komplex, dass man nie hundertprozentig sicher sein kann, dass alle Anforderungen l&uuml;ckenlos erf&uuml;llt werden.&ldquo; Dass der Gesamtvorstand hafte und nicht nur das zust&auml;ndige Vorstandsmitglied, f&uuml;hre zu einer Kollektivschuld, kritisierte Wrabetz. Noch deutlicher &auml;u&szlig;ern sich hinter vorgehaltener Hand die Chefjustitiare weiterer gro&szlig;er Banken und Versicherer. So &bdquo;hypersensibel&ldquo;, wie Staatsanw&auml;lte heutzutage im Wirtschaftsstrafrecht seien, sei in einer Krise st&auml;ndig mit Durchsuchungen und Anklagen zu rechnen, hei&szlig;t es dort &ndash; schlie&szlig;lich sei &bdquo;Gro&szlig;wildjagd&ldquo; auf Vorst&auml;nde inzwischen popul&auml;r. &hellip;. Sollte das Gesetz so in Kraft treten, wollen mehrere Unternehmensleiter dem Vernehmen nach beim Bundesverfassungsgericht eine Beschwerde einlegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/gesetzesvorhaben-regierung-droht-finanzmanagern-mit-gefaengnis-12173258.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man w&uuml;rde schon ganz gerne den Text der Vorlage kennen. Was hei&szlig;t denn &ldquo;in eine Schieflage man&ouml;vrieren&rdquo;? Ist hier Fahrl&auml;ssigkeit oder gar Absicht gemeint? Solches nachzuweisen, d&uuml;rfte, wie die amerikanischen Erfahrungen zeigen, nicht einfach sein. &ndash; Abgesehen davon ist Ganze nat&uuml;rlich nicht mehr als ein Schachzug im Wahlkampf. Immerhin wird damit die M&ouml;glichkeit solcher Gesetze einmal ausgesprochen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>EU-Petition gegen Wasserprivatisierung nimmt letzte H&uuml;rde<\/strong><br>\nMindestzahl an Unterschriften in acht Mitgliedsl&auml;ndern erreicht<br>\nAm Freitag gab die Europ&auml;ische B&uuml;rgerinitiative (EBI) Right 2 Water bekannt, dass sie die f&uuml;r eine offizielle Anerkennung notwendige Mindestzahl an Unterschriften in acht L&auml;ndern erreichte. Die f&uuml;r eine Behandlung ihres Anliegens durch die EU-Kommission zus&auml;tzlich notwendige Gesamtmindestzahl von einer Million Unterschriften hatte die EBI bereits im Februar &uuml;berschritten.<br>\nInsgesamt haben mittlerweile fast eineinhalb Millionen Europ&auml;er unterzeichnet. Der weitaus gr&ouml;&szlig;te Teil dieser Unterschriften kommt aus Deutschland und &Ouml;sterreich. Die restlichen sechs L&auml;nder in denen die jeweils unterschiedlich hohe Mindestzahl an Unterschriften erreicht wurde, sind Belgien, Slowenien, die Slowakei, Luxemburg, Litauen und Finnland. Besonders wenig Unterschriften gibt es bislang anteilsm&auml;&szlig;ig in Griechenland, Gro&szlig;britannien und &uuml;berraschenderweise auch in Frankreich, wo gro&szlig;e Probleme mit privatisierten Wasserwerken auftraten. Bei den deutschen Initiatoren f&uuml;hrt man dieses Missverh&auml;ltnis unter anderem auf franz&ouml;sische Gewerkschaften zur&uuml;ck, die auch Interessen des Veolia-Konzerns verteidigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/39\/39076\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Kongo: Es wird eng auf dem Holzweg<\/strong><br>\nFrieden in der Demokratischen Republik Kongo erfordert vieles. Man muss in der Lage sein, Probleme zu erkennen und durch Interessenausgleich zu l&ouml;sen. Man muss das Wohl der Bev&ouml;lkerung f&ouml;rdern, nicht die eigene Geltungssucht. Man muss Zur&uuml;ckhaltung bei der Wahl der Mittel walten lassen. In all diesen Punkten legen die auf Waffengewalt fixierten Rebellen der Bewegung 23. M&auml;rz (M 23) und in noch viel h&ouml;herem Ma&szlig;e die auf ihre Autorit&auml;t fixierte Regierung von Pr&auml;sident Joseph Kabila erhebliche Defizite an den Tag. So ist es nur logisch, dass die kriselnden Friedensgespr&auml;che jetzt tats&auml;chlich zusammenzubrechen scheinen. Erschwerend kommt allerdings hinzu, dass alle Seiten daf&uuml;r jetzt die UNO verantwortlich machen k&ouml;nnen. Die Ende M&auml;rz vom UN-Sicherheitsrat beschlossene Entsendung einer &ldquo;Interventionsbrigade&rdquo;, die die M 23 und andere bewaffnete Gruppen jagen und entwaffnen soll, ist in der aktuellen Situation komplett kontraproduktiv. Die UNO m&uuml;sste den schw&auml;chelnden Friedensprozess voranbringen, nicht untergraben. Jetzt aber haben beide Seiten einen Grund, sich auf Krieg vorzubereiten, statt auf Frieden. Nach zwanzig Jahren des gesellschaftlichen Zerfalls, in denen jede Familie im Ostkongo Krieg erlitten hat, ist das Ph&auml;nomen der &ldquo;bewaffneten Gruppen&rdquo; integraler Bestandteil von Politik und Gesellschaft geworden. Man kann diesen Zustand nicht durch Hinzuf&uuml;gen weiterer Bewaffneter beenden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2013%2F05%2F03%2Fa0111&amp;cHash=2cf91e5cada654a45e808bf0127d11a3\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Nichtfachmann d&uuml;rfte in den 3 Kongokriegen den &Uuml;berblick &uuml;ber die Parteiungen und Interessengruppen, die weit &uuml;ber die Grenzen des eigentlichen Landes reichen (z.B. Ruanda und Uganda),  l&auml;ngst verloren haben. Festzuhalten bleibt, dass die DR Kongo seit dem ersten Kongokrieg 1996\/1997 von einer mit Unterbrechungen bis heute andauernden Serie von Kriegen heimgesucht wird. Vor allem der bewaffnete Konflikt im Ostkongo dauert in unterschiedlicher Intensit&auml;t bis heute an. Festzuhalten bleibt auch, dass die internationale Gemeinschaft sich um diesen Kriegsschauplatz viel zu wenig k&uuml;mmert. Die DR Kongo ist an Fl&auml;che der zweitgr&ouml;&szlig;te und an Bev&ouml;lkerung der viertgr&ouml;&szlig;te Staat Afrikas (70 Mio. Einwohner). Im Mittelpunkt westlicher Berichterstattung stehen die Massenvergewaltigungen von Frauen und M&auml;dchen sowohl durch Rebellentruppen wie auch <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!111004\/\">durch die Armee<\/a>. Hinzuweisen w&auml;re aber auch darauf, dass eine gro&szlig;e Zahl der Opfer, in einem Artikel auf der Seite der Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung wird die Zahl der Opfer der Kongokriege wird auf 4 bis 5,4 Mio. <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/internationales\/weltweit\/innerstaatliche-konflikte\/54628\/kongo\">gesch&auml;tzt<\/a>, nicht direkte Gewaltopfer waren, sondern in der Folge  der zerst&ouml;rten Lebensgrundlage durch die Kriege starben. Was bleibt den &Uuml;berlebenden, nachdem marodierende Truppen z.B. das Dorf abgefackelt haben? Seit &uuml;ber einem Jahrzehnt ist die UNO mit Soldaten und zivilen Experten vor Ort und kann nicht einmal die humanit&auml;re Hilfe der NGOs absichern, geschweige denn die Menschenrechtssituation im Lande verbessern.  Menschenrechtsverbrechen wie auch die illegale Ausfuhr von Rohstoffen erfolgen immer wieder unter den Augen der UN-Soldaten. Man sollte von den USA, der EU sowie der UNO mehr erwarten. UN-Generalsekret&auml;r Ban Ki Moon &auml;u&szlig;erte letzten Donnerstag die Hoffnung, die neue Eingreiftruppe biete einen neuen Ansatz, &ldquo;um die tief liegenden Ursachen der Instabilit&auml;t im Osten der Demokratischen Republik Kongo anzugehen&rdquo;. Dabei wird ignoriert, dass zu den tief liegenden Ursachen auch die Reformunwilligkeit der Regierung Kabila und das dazugeh&ouml;rige Klientelsystem geh&ouml;ren, welche wie auch andere Gruppierungen vor allem an der Ausbeutung reichen Bodensch&auml;tze des Landes interessiert sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Blumen f&uuml;r einen Hungerlohn<\/strong><br>\nDie Firma D&uuml;mmen aus Nordrhein-Westfalen verkauft hierzulande Millionen Geranien. Arbeiterinnen in El Salvador erhalten daf&uuml;r angeblich nur 30 Cent pro Stunde.  Maik Pflaum spricht bestens Spanisch. In Zusammenarbeit mit Gewerkschaften und Menschenrechtsorganisationen war der 43-J&auml;hrige schon h&auml;ufig in Lateinamerika. Lange hat er pers&ouml;nlich mit Arbeiterinnen der D&uuml;mmen-Plantage Las Mercedes in El Salvador geredet. F&uuml;r das deutsche Unternehmen pflegen, beschneiden und verpacken sie kleine Pflanzen, die unter anderem von hiesigen G&auml;rtnereien und Baum&auml;rkten verkauft werden. Wer jetzt Geranien in seinen Blumenkasten pflanzt, hat gute Chancen, welche aus D&uuml;mmens Treibh&auml;usern zu bekommen. Millionen Stecklinge produzieren die 1.000 meist weiblichen Besch&auml;ftigten in Las Mercedes pro Jahr. Pflaums Angaben zufolge erhalten viele 3,50 US-Dollar am Tag, was auf etwa 40 US-Cent pro Stunde hinausl&auml;uft. Das entspricht 2,69 Euro beziehungsweise 30 Eurocent. Der Lohn f&uuml;r einen Monat summiere sich auf 105 Dollar brutto, bei hoher Akkordleistung auch auf 150 Dollar. El Salvador ist ein armes Land. Aber auch dort kostet das Leben Geld. Den Grundbedarf einer vierk&ouml;pfigen Familie bezifferte die staatliche Statistikbeh&ouml;rde f&uuml;r 2009 auf 762 Dollar pro Monat.<br>\nDie Firma D&uuml;mmen stellt die Angelegenheit mithilfe der von ihr engagierten Kommunikationsfirma Steink&uuml;hler-Com so dar: In der Tat betrage &ldquo;das Basisgehalt 105 Dollar&rdquo;. Mit Zuschl&auml;gen w&uuml;rden die Besch&auml;ftigten jedoch &ldquo;durchschnittlich 140 Dollar&rdquo; erhalten. Im &Uuml;brigen verwende Kritiker Pflaum den falschen Ma&szlig;stab. Das offizielle &ldquo;Existenzminimum in El Salvador&rdquo; betrage gegenw&auml;rtig &ldquo;pro Familie 126 Dollar&rdquo;. Der Lohn der Arbeiterinnen w&uuml;rde insgesamt also deutlich &uuml;ber dieser Grenze liegen. &ldquo;Falsch&rdquo;, entgegnet Pflaum. Der Warenkorb, den D&uuml;mmen heranziehe, beschreibe kein Existenzminimum, sondern nur die notwendigen Kosten f&uuml;r wenige Grundnahrungsmittel. Der erweiterte Warenkorb von &uuml;ber 700 Dollar hingegen enthalte auch die f&uuml;r Unterkunft, Gesundheit, Kleidung und Bildung n&ouml;tigen Ausgaben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2013%2F05%2F07%2Fa0078&amp;cHash=88e3f5b473512b0b5dee9d5a954f021c\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Rudolf Dre&szlig;ler: Unbequeme Fragen<\/strong><br>\nWarum muss sich die Sozialdemokratische Partei fragen lassen, ob ihr von einem Bundesparteitag einstimmig beschlossenes Wahlprogramm mehr ist als linke Rhetorik? Warum fragen sich politisch Interessierte, was der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbr&uuml;ck im Blick hat, wenn er sagt, seine Partei wolle &raquo;f&uuml;r ein neues soziales Gleichgewicht bei guter wirtschaftlicher Entwicklung sorgen&laquo;?<br>\nDie Erinnerung an sozialdemokratische Regierungsergebnisse und der st&auml;ndige rhetorische Stolz auf diese Resultate sind Ursache f&uuml;r diese Fragen. Es darf nicht verwundern: Wer ein neues soziales Gleichgewicht ank&uuml;ndigt und das alte, selbst geschaffene Ungleichgewicht immer wieder lobt, hat ein Glaubw&uuml;rdigkeitsproblem. Dieses Glaubw&uuml;rdigkeitsproblem legt sich wie Mehltau auf alle Aktivit&auml;ten, die so etwas wie Kampagnenf&auml;higkeit in den Vorwahlkampf bringen sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/820543.unbequeme-fragen.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>EU verh&auml;ngt Z&ouml;lle auf chinesische Solarmodule<\/strong><br>\nIm Durchschnitt soll sich der Zoll auf 46 Prozent belaufen. Letztlich wird der Zollsatz f&uuml;r jedes einzelne Unternehmen individuell festgelegt. Im Einzelfall k&ouml;nne er auch sp&uuml;rbar &uuml;ber die 46 Prozent hinausgehen, hie&szlig; es. Offiziell verk&uuml;ndet und inkrafttreten wird der Zoll wohl erst am 5. Juni, wenn die Frist f&uuml;r die Anti-Dumping-Untersuchung der Kommission abl&auml;uft. Das Verfahren gegen China gilt angesichts des Importvolumens von 21 Milliarden Euro f&uuml;r Solarprodukte als gr&ouml;&szlig;ter Dumping-Fall der europ&auml;ischen Geschichte. Besonders deutsche Unternehmen, die fr&uuml;her als Weltmarktf&uuml;hrer in diesem Bereich galten, leiden schon seit langem unter der billigeren Konkurrenz aus China. Die EU folgt mit der Verh&auml;ngung der Z&ouml;lle den Vereinigten Staaten, die schon seit Fr&uuml;hjahr vergangenen Jahres Anti-Dumping-Z&ouml;lle von mehr als 30 Prozent auf Solarpaneele gro&szlig;er Anbieter wie Suntech oder Trina Solar erheben. Die Z&ouml;lle gelten zun&auml;chst sechs Monate. Um im Anschluss daran dauerhafte Anti-Dumping-Z&ouml;lle f&uuml;r einen Zeitraum von dann f&uuml;nf Jahren festlegen zu k&ouml;nnen, ben&ouml;tigt die Kommission die Zustimmung der Mitgliedstaaten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/groesster-dumpingfall-in-europa-eu-verhaengt-zoelle-auf-chinesische-solarmodule-12175672.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man darf gespannt sein, wie China reagiert. H&auml;ufig antwortete China seinerseits mit Z&ouml;llen auf bestimmte Produkte. Nat&uuml;rlich wissen alle, dass China trotz WTO-Beitritt alle M&ouml;glichkeiten von offener bis versteckter Protektion nutzt, geistige Eigentumsrechte ignoriert, die Arbeitsbedingungen der Arbeiterschaft missachtet und selbst schlichteste Umweltstandards vor sich herschiebt, um Ihre Industrie weltmarktf&auml;hig zu machen. Solange in der Kosten-Nutzen-Analyse der westlichen Industrie, meist des Gro&szlig;kapitals, die Profite im Absatzmarkt China &uuml;berwiegen, interessiert das hierzulande oder in den USA und Japan kaum. Andererseits, wenn Deutschland  schl&uuml;sselfertige Maschinenparks an China, Korea oder Taiwan verkauft, damit dort Solaranlagen produziert werden k&ouml;nnen, d&uuml;rfen wir uns nicht wundern, dass wir gerade in der Massenproduktion von Solarmodulen beachtliche Marktanteile wenn nicht gar den Markt verlieren. China hat die &Uuml;bernahme der gesamten solaren Wertsch&ouml;pfungskette in seinem letzten F&uuml;nf-Jahres-Plan festgeschrieben. China hat von Japan und S&uuml;dkorea gelernt, wie man vom Plan zum Markt gelangt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Prechts pauschale Bildungsrevolution<\/strong><br>\nDer Philosoph, Publizist und Medienliebling Richard David Precht schl&auml;gt in seinem Buch &bdquo;Anna, die Schule und der liebe Gott&ldquo; eine Revolution des Bildungssystems vor. Seine Ideen greifen aber viel zu kurz. Mit seinen spitzen Aussagen trifft er die Falschen. Einem Philosophen sollte man eigentlich gr&ouml;&szlig;eres Denkverm&ouml;gen zutrauen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wasbildetihrunsein.de\/2013\/05\/07\/precht-pauschale-bildungsrevolution\/\">Was bildet ihr uns ein?<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Bildungsfinanzierung im f&ouml;deralen Magerstaat<\/strong><br>\nDie &ouml;ffentlichen Bildungsausgaben in Relation zum BIP sind in Deutschland rund 20% geringer als in den meisten anderen Industriel&auml;ndern. Im Vergleich zu Skandinavien betr&auml;gt der Abstand sogar teilweise mehr als 50% &hellip;<br>\nEin wichtiger Baustein in der Architektur dieses Versagens ist im f&ouml;deralen Staatsaufbau Deutschlands zu suchen: Die Bundesl&auml;nder verf&uuml;gen seit der F&ouml;deralismusreform &uuml;ber (fast) alle Kompetenzen im Bildungssystem, gleichzeitig k&ouml;nnen sie ohne Zustimmung der Bundesebene keine zus&auml;tzlichen Steuereinnahmen generieren. Letzteres erwies sich als Achillesferse: Es gab weder ein Verfahren noch eine Vereinbarung, wie die Finanzierung der zus&auml;tzlichen Bildungsausgaben sichergestellt werden sollte &hellip;<br>\nNach den Berechnung von Piltz (2011) besteht ein zus&auml;tzlicher j&auml;hrlicher Finanzbedarf von rund 56,8 Milliarden Euro sowie ein einmaliger Investitionsbedarf von ca. 45,3 Milliarden Euro, der durch die &ouml;ffentlichen Haushalte finanziert werden muss &hellip;<br>\nMit dem Versprechen, mehr Geld f&uuml;r die Bildung bereitzustellen, bei gleichzeitigem K&uuml;rzungsdruck durch die Schuldenbremse, sind auch die Parteien gezwungen, in ihren Wahlprogrammen Vorschl&auml;ge zur Gegenfinanzierung anzubieten. Offeriert werden dabei vor allem von CDU und FDP &ndash; aber auch von SPD und Gr&uuml;nen &ndash; die klassisch neoliberalen Ans&auml;tze: die so genannte Aufgabenkritik, Entb&uuml;rokratisierung und Privatisierung. Bei der &raquo;Aufgabenkritik&laquo; geht es in erster Linie um die Reduzierung der bisher vom Land wahrgenommenen Aufgaben &hellip;<br>\nDie kosmetischen Korrekturen am Steuersystem, die von SPD und Gr&uuml;nen vorgeschlagen werden, sind viel zu gering. Es bedarf deutlich umfangreicherer Finanzmittel, um das deutsche Bildungssystem auf den internationalen Standard anzuheben &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.axel-troost.de\/article\/7096.bildungsfinanzierung-im-foederalen-magerstaat.html\">Axel Troost<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die Inflationsl&uuml;ge<\/strong><br>\nMein Buch ist da: Die Inflationsl&uuml;ge, erschienen bei Droemer Knaur, 140 Seiten, 7 Euro. F&uuml;r alle Leser des Blogs ein kleiner Auszug daraus:<br>\n&ldquo;Am 13. Oktober 1931 gibt Reichskanzler Heinrich Br&uuml;ning im Berliner Reichstag eine Regierungserkl&auml;rung ab. Br&uuml;ning betreibt eine eiserne Sparpolitik. Er hebt die Steuern an und k&uuml;rzt staatliche Leistungen, er k&uuml;rzt L&ouml;hne und Geh&auml;lter. Die Generalaussprache im Reichstag aber hat praktisch nur ein Thema: die Inflation. Der Abgeordnete Johann Leicht von der Bayerischen Volkspartei dankt Br&uuml;ning daf&uuml;r, dass er &raquo;unter keinen Umst&auml;nden einer neuen Inflation die Wege ebnen&laquo; werde. Joseph Joos von der Zentrumspartei meint: &raquo;Legen Sie uns die h&auml;rtesten Ma&szlig;nahmen auf, aber lassen Sie das nicht zu.&laquo;<br>\nDas war im Jahr 1931, wohlgemerkt. Damals waren in Deutschland bereits 4,5 Millionen Menschen ohne Arbeit &ndash; und die Preise sanken um 8,1 Prozent. F&uuml;r den Historiker Knut Borchardt ist klar, dass &raquo;in der Weltwirtschaftskrise in Deutschland eine Inflationsangst verbreitet war, die den Handlungsspielraum der wirtschaftspolitischen Instanzen eingeschr&auml;nkt hat&laquo;. Diese Angst hat zum Beispiel dazu gef&uuml;hrt, dass besch&auml;ftigungspolitische Ma&szlig;nahmen bewusst knapp dimensioniert wurden, um nicht den Verdacht aufkommen zu lassen, sie sch&uuml;rten die Inflation.<br>\nZwei Jahre nach Br&uuml;nings Rede war die Weimarer Republik am Ende. Nicht die Hyperinflation der zwanziger, sondern die schwere Wirtschaftskrise der drei&szlig;iger Jahre hat Hitler an die Macht gebracht. Die Demokratie in Deutschland ist heute gefestigt, dennoch zeigen die Debatten der damaligen Zeit, wie gef&auml;hrlich die Furcht vor Inflation sein kann. Sie geh&ouml;rt zu den Konstanten der deutschen Wirtschaftspolitik &ndash; und sie ist in Zeiten einer Krise, die die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) wie in diesen Tagen wieder zu au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Ma&szlig;nahmen zwingt, von erheblicher Bedeutung f&uuml;r die Zukunft des Kontinents. Jedenfalls ist die Inflation heute wie damals ein Dauerthema. Um ihr Erspartes in Sicherheit zu bringen, kaufen die Bundesb&uuml;rger heute Gold und Immobilien, als g&auml;be es kein Morgen mehr, selbst feuchte Kellerl&ouml;cher gehen zu H&ouml;chstpreisen weg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2013\/05\/05\/die-inflationsluge_5986\">ZEIT Herdentrieb<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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