{"id":17200,"date":"2013-05-08T19:12:59","date_gmt":"2013-05-08T17:12:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17200"},"modified":"2013-05-08T19:12:59","modified_gmt":"2013-05-08T17:12:59","slug":"hinweise-des-tages-ii-106","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17200","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17200#h01\">&bdquo;Wider den undeutschen Geist&ldquo; &ndash; 10. Mai 1933 &ndash; vor achtzig Jahren wurden in Deutschland B&uuml;cher verbrannt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17200#h02\">Rainer Burchardt: &bdquo;Es herrscht Krieg in Europa&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17200#h03\">Hans-Werner Sinn &ndash; &bdquo;Die Argumente von George Soros stechen nicht&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17200#h04\">Ein Hauch von Bad Bank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17200#h05\">Vertreibung aus dem Steuerparadies<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17200#h06\">Raus aus dem Steuersumpf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17200#h07\">Oxfam-Berechnung: Finanzkonzerne machen 116 Millionen Euro mit Agrarspekulationen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17200#h08\">SPD-Fraktion: Regierung versagt beim Kampf gegen Armut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17200#h09\">Entschlie&szlig;ung des Bundesrates &ldquo;Gute Arbeit &ndash; Zukunftsf&auml;hige und faire Arbeitspolitik gestalten&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17200#h10\">Weniger Aufstocker in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17200#h11\">Die L&uuml;gen der Ministerin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17200#h12\">H&ouml;chste Zuwanderung in Deutschland seit 1995<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17200#h13\">Bankkonto f&uuml;r alle: Kommission macht einen l&auml;ngst &uuml;berf&auml;lligen Schritt hin zu einem sozialen Grundrecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17200#h14\">Regierung genehmigt Verkauf von Panzern nach Indonesien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17200#h15\">Keine blutigen Mobiltelefone mehr?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17200#h16\">Wenn Arbeit t&ouml;dlich endet!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17200#h17\">Krise treibt Amerikaner in den Selbstmord<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17200#h18\">Eiserne Lady aus dem Baltikum erh&auml;lt den Internationalen Karlspreis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17200#h19\">Auffanggesellschaft f&uuml;r entlassene Verwandte von CSU-Politikern gegr&uuml;ndet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17200#h20\">Zu guter Letzt: Martin Haase: Neu- und Nebelsprech in der Politik<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17200&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&bdquo;Wider den undeutschen Geist&ldquo; &ndash; 10. Mai 1933 &ndash; vor achtzig Jahren wurden in Deutschland B&uuml;cher verbrannt<\/strong><br>\nIn den sp&auml;ten Abendstunden des 10. Mai 1933 erhellten brennende Scheiterhaufen deutschlandweit die zentralen Pl&auml;tze der Universit&auml;tsst&auml;dte. Gro&szlig;e Menschenmengen waren aufmarschiert, um B&uuml;cher zu verbrennen. Studenten in SA-Uniform schleuderten Werke Hunderter Schriftsteller, Wissenschaftler und Publizisten in die Flammen. Die B&uuml;cherverbrennungen waren H&ouml;hepunkt der zentral gesteuerten Aktion &ldquo;Wider den undeutschen Geist&rdquo;.<br>\nBis heute steht das &ouml;ffentliche Gedenken an die B&uuml;cherverbrennung im Widerspruch zur wissenschaftlichen Aufarbeitung der &uuml;ber 70 nachweisbaren B&uuml;cherverbrennungen in Deutschland 1933. Zwar ist bekannt, dass die so genannten Autodaf&eacute;s unter dem Motto &ldquo;Wider den undeutschen Geist&rdquo; stattfanden. Dass es sich bei der &ldquo;Aktion wider den undeutschen Geist&rdquo; jedoch um eine mehrw&ouml;chige Kampagne handelte, in deren Verlauf die geistes- und innovationsfeindlichen Repressionen der entstehenden NS-Diktatur anfingen, ihre eigentliche Wirksamkeit zu entfalten, ist weitgehend unbeachtet geblieben&hellip;<br>\nKaum jemand wei&szlig;, dass die &ldquo;Aktion wider den undeutschen Geist&rdquo; aus dem &ldquo;Judenboykott&rdquo; vom 1. April 1933 hervorging und dass bei der Kampagne neben der &ldquo;Deutschen Studentenschaft&rdquo; weitere Akteure mitwirkten, deren jeweilige Rolle noch ungekl&auml;rt ist. Historisch kaum beachtet worden ist auch der Zusammenhang zwischen dem Berufsbeamtengesetz vom 7. April 1933 und dem studentischen Terror an den Universit&auml;ten. Die massive Vertreibung der deutsch-j&uuml;dischen und kritischen wissenschaftlichen Exzellenz setzte n&auml;mlich w&auml;hrend der &ldquo;Aktion wider den undeutschen Geist&rdquo; ein. Zum Gro&szlig;teil unausgewertet sind nicht zuletzt die Akten der Indizierungsaussch&uuml;sse, die im Fr&uuml;hjahr 1933 meist unabh&auml;ngig voneinander daran gingen, &ldquo;Schwarze Listen&rdquo; mit der auszusondernden Literatur zusammen zu stellen.<br>\n(Geleitwort von Werner Tre&szlig; zur Dokumentation &bdquo;Aktion wider den deutschen Ungeist&ldquo;)\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>&ldquo;Verbrennt mich!&rdquo;<\/strong><br>\nDas Programm war straff geplant. &ldquo;19.45 Uhr: Akademische Feier der NS-Revolution der Universit&auml;t. Ansprache der Rektoren: Professor Dr. Leo Ritter von Zumbusch und Professor Dr. Schachner (TH).&rdquo; Es folgte die Festrede von Kultusminister Hans Schemm &ldquo;&uuml;ber die Entwicklung und Umwandlung des vergangenen Maschinen- und Verstandeszeitalters in ein Seelen-, Gem&uuml;ts- und Rassenzeitalter&rdquo;. Nach dem Gesang &ldquo;nationaler Lieder&rdquo; gingen die Studenten und Professoren mit Fackeln durch das n&auml;chtliche M&uuml;nchen, vorbei an der geschm&uuml;ckten Feldherrenhalle, zum K&ouml;nigsplatz. Zum Scheiterhaufen.<br>\n&ldquo;Gegen Klassenkampf und Materialismus, f&uuml;r Volksgemeinschaft und idealistische Lebenshaltung!&rdquo;, lautete der erste der neun Feuerspr&uuml;che, die deutsche Studenten in die Nacht des 10. Mai 1933 ausriefen, w&auml;hrend sie die Schriften von Heinrich Mann, Emil Ludwig, Erich Maria Remarque und weiterer Autoren verbrannten. &ldquo;Der Jude kann nur j&uuml;disch denken. Schreibt er deutsch, dann l&uuml;gt er&rdquo;, hie&szlig; es in den &ldquo;12 Thesen wider den undeutschen Geist&rdquo;, mit denen die angehenden Akademiker ihren barbarischen Kulturbruch begr&uuml;ndeten.<br>\nEiner dieser Vergessenen wehrte sich.<br>\nIn Wien sa&szlig; der linke bayerische Schriftsteller Oskar Maria Graf am 10. Mai 1933 in einer kleinen Wohnung in der Siebensterngasse 42 im Siebten Bezirk.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2013%2F05%2F08%2Fa0089&amp;cHash=f44be1df21c481f4be52326a474dc6a6\">taz<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Bertolt Brecht &ndash; Die B&uuml;cherverbrennung<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2013%2F05%2F08%2Fa0091&amp;cHash=e6f521c3cb87d8ac757e7368352776f0\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Rainer Burchardt: &bdquo;Es herrscht Krieg in Europa&ldquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/media.ndr.de\/download\/podcasts\/gzz162\/AU-20130503-1543-2342.mp3\">Audiopodcast NDR [MP3]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Hans-Werner Sinn &ndash; &bdquo;Die Argumente von George Soros stechen nicht&ldquo;<\/strong><br>\nDeutschland kann Eurobonds nicht akzeptieren. Der Gro&szlig;investor Soros fordert also faktisch das Ende des Euro. Doch selbst wenn Deutschland austr&auml;te, h&auml;tten die s&uuml;dlichen L&auml;nder ein erhebliches Wettbewerbsproblem. [&hellip;]<br>\nSelbst wenn Deutschland austr&auml;te, h&auml;tten die s&uuml;dlichen L&auml;nder immer noch ein erhebliches Wettbewerbsproblem im Vergleich zu den anderen verbleibenden n&ouml;rdlichen L&auml;ndern, und der Prozess der realen Abwertung durch Austerit&auml;tsprogramme bliebe ihnen nicht erspart. Die meisten L&auml;nder des Euroraums sind nach wie vor wettbewerbsf&auml;hig. Nur in einigen L&auml;ndern liegen die L&ouml;hne und Preise so weit &uuml;ber dem Gleichgewicht, dass eine L&ouml;sung durch ein Zur&uuml;ckbleiben bei der Inflation und nur moderate Preis- und Lohnsenkungen nicht mehr m&ouml;glich ist. [&hellip;]<br>\nSoros&rsquo; Anschuldigung, Deutschland betreibe eine Austerit&auml;tspolitik, ist falsch und unfair. Die Austerit&auml;t, also der Zwang zum Ma&szlig;halten, kommt von den M&auml;rkten, nicht von jenen L&auml;ndern, die die Mittel zur Minderung der Austerit&auml;t zur Verf&uuml;gung stellen. [&hellip;]<br>\nDabei sind die unbegrenzten Garantien der EZB f&uuml;r die Staatspapiere S&uuml;deuropas im Rahmen des OMT-Programms, die zu Lasten der Steuerzahler der bislang noch gesunden L&auml;nder Europas abgegeben wurden, noch nicht gerechnet. Sollte der Euro zerbrechen und die GIPSIC-L&auml;nder in Konkurs gehen, verl&ouml;re Deutschland 545 Milliarden Euro, also fast die H&auml;lfte der genannten Summe, denn die Bundesbank hat die meisten der Nettozahlungen zugunsten der GIPSIC-L&auml;nder geleistet, die durch die Target-Forderungen gemessen werden. [&hellip;]<br>\nDie Argumente von Soros stechen also nicht. Wenn jemand aus dem Euroverbund austreten sollte, dann sind es die L&auml;nder, die mit dem Euro nicht mehr zurechtkommen. Es ist nicht sinnvoll, die deutsch-franz&ouml;sische Achse zu spalten und den Euro insgesamt aufzugeben, um diese L&auml;nder wieder wettbewerbsf&auml;hig zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/europas-schuldenkrise\/gastbeitrag-von-hans-werner-sinn-die-argumente-von-george-soros-stechen-nicht-12175742.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Dieser Aufsatz ist mal wieder ein typischer &bdquo;Sinn&ldquo;. Mit keinem Wort erw&auml;hnt Sinn, dass es Deutschland ist, das durch seine zu niedrigen Lohnerh&ouml;hungen ganz ma&szlig;geblich zu den Ungleichgewichten innerhalb der Eurozone beigetragen hat. F&uuml;r Sinn ist die Austerit&auml;tspolitik alternativlos. Wie die s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;nder mit einer ins bodenlose fallenden Konjunktur ihre Schulden bedienen sollen (nicht nur die Staatsschulden) verr&auml;t uns Sinn nicht. Stattdessen wiederk&auml;ut er zum tausendsten Male seine fachlich haneb&uuml;chenden Target-2-Thesen, &uuml;ber die die internationale Fachwelt schon lange lacht. Drollig ist seine Aussage, nicht Deutschland, sondern die M&auml;rkte verordneten Europa die Austerit&auml;tspolitik. Sitzen die M&auml;rkte etwas an den Verhandlungstischen? Haben die M&auml;rkte die Memoranden der Troika aufgesetzt? Waren es die M&auml;rkte, die den Fiskalpakt vorangetrieben und verabschiedet haben? Da kann man nur sagen: Die Argumente von Hans-Werner Sinn stechen nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ein Hauch von Bad Bank<\/strong><br>\nEZB-Chef Draghi will Unternehmen besser mit Krediten versorgen &ndash; etwa indem sie die Rahmenbedingungen f&uuml;r verbriefte Kredite verbessert. Nun kommen Spekulationen auf, die EZB k&ouml;nnte wom&ouml;glich selbst solche Papiere kaufen. Zur Erinnerung: Verbriefte Hypothekenkredite hatten die Finanzkrise in den Vereinigten Staaten ausgel&ouml;st.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/europaeische-zentralbank-ein-hauch-von-bad-bank-1.1668098\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Man muss die EZB-Strategie nicht unbedingt guthei&szlig;en, aber die Begr&uuml;ndung der SZ ist schon eigenwillig. Unterschwellig schwingt hier wieder einmal mit, dass der Steuerzahler f&uuml;r m&ouml;gliche EZB-Verluste haftet. Zur Erinnerung f&uuml;r die SZ: Als England Deutschland 1914 den Krieg erkl&auml;rte, waren mit sofortiger Wirkungen s&auml;mtliche Forderungen britischer Banken gegen&uuml;ber deutschen Vertragspartnern de facto hinf&auml;llig. Was hat die Bank of England gemacht? Sie hat den britischen Gl&auml;ubigern diese &ndash; im wahrsten Sinne des Wortes &ndash; Schrottpapiere zum Nennwert abgekauft. Dadurch konnte sie einen Finanzkrise verhindern. Hat der britische Steuerzahler die Verluste bezahlt? Nat&uuml;rlich nicht. Die Papiere verschwanden stattdessen in der Bilanz der Bank of England, wo sie &ndash; versteckt in einem Sonderbuchungsposten &ndash; wahrscheinlich heute noch bilanziert sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Vertreibung aus dem Steuerparadies<\/strong><br>\n&Ouml;ffentliche Banken sind in Steueroasen unterwegs. Die FDP m&ouml;chte das verbieten. Dass sie ausgerechnet in D&uuml;sseldorf ein Exempel statuieren will, hat seinen Grund: Hier war einst Steinbr&uuml;ck f&uuml;r die Landesbank zust&auml;ndig &hellip;<br>\nIn D&uuml;sseldorf, dem Sitz der fr&uuml;heren WestLB, st&ouml;&szlig;t die FDP mit ihrem Vorhaben auf harsche Kritik. &bdquo;Wenn Herr Kubicki verd&auml;chtige Gesch&auml;fte in Steueroasen nur bei Landesbanken verbieten will und nicht bei der privaten Konkurrenz, muss er sich den Vorwurf gefallen lassen, auf dem einen Auge blind zu sein&ldquo;, sagte NRW-Finanzminister Walter-Borjans Handelsblatt Online. &bdquo;Der FDP-Spruch &ldquo;Privat vor Staat&rdquo; darf nicht zum Freifahrtschein f&uuml;r unseri&ouml;se Gesch&auml;fte von den nicht-&ouml;ffentlichen Banken werden.&ldquo; &hellip;<br>\nNRW-Finanzminister Walter-Borjans unterstrich zudem: &bdquo;F&uuml;r Landesbanken gelten die gleichen Spielregeln wie f&uuml;r private Banken: Sie m&uuml;ssen sich an Gesetze halten. Jede Beihilfe zur Steuerhinterziehung ist verboten, bei der Beratung von Kunden in Deutschland wie in den Steueroasen.&ldquo; &hellip;<br>\nFinanzpolitiker der Berliner Koalition sehen den Vorgang jedoch noch lange nicht als erledigt an. Im Wahlkampf wittern sie Morgenluft und fragen nach der Verantwortung des SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbr&uuml;ck, der als einstiger Landesfinanzminister auch f&uuml;r die WestLB zust&auml;ndig war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/fdp-geht-landesbanken-an-vertreibung-aus-dem-steuerparadies\/8174616.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Selbst der Herausgeber das Handelsblatts, Gabor Steingart meint, dass sich hier der Bock (FDP) f&uuml;r die Stelle des G&auml;rtners bewerbe.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Das hat Kraft nun davon<\/strong><br>\nNRW-Institute in der Karibik? Was braucht es mehr, um die D&uuml;sseldorfer Opposition auf Touren zu bringen? Noch h&auml;rter zur Sache geht die Steuergewerkschaft. Ihr Chef Eigenthaler fordert von der Steuerfahndung und der Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistung eine Sonderpr&uuml;fung. Es gebe hinreichenden Verdacht, &bdquo;dass die WestLB Angebote f&uuml;r Steuergestaltungs-Akrobatik unterhalten hat&ldquo;. Der Tatbestand der Beihilfe zur Steuerhinterziehung k&ouml;nnte erf&uuml;llt sein. Die Erfahrung lehre: &bdquo;Wer sich solcher Konstruktionen bedient, hat etwas zu verbergen.&ldquo; Warum schie&szlig;t er so massiv gegen Kraft? Sie hat die j&uuml;ngste Tariferh&ouml;hung im &ouml;ffentlichen Dienst an viele Beamte nicht weitergereicht und die Oberfinanzdirektion M&uuml;nster abgeschafft. Das hat Kraft nun davon.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/post-von-horn.de\/2013\/05\/06\/das-hat-kraft-nun-davon\/\">Post von Horn<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Raus aus dem Steuersumpf<\/strong><br>\nBarbara H&ouml;ll, Sprecherin f&uuml;r Steuerpolitik, &uuml;ber die aktuelle Steuersch&auml;tzung f&uuml;r Deutschland, fehlende Transparenz im Kampf gegen internationale Steuerhinterziehung, den Fall Uli Hone&szlig; und die Versprechen der SPD, die sich nicht mit ihrem Abstimmungsverhalten im Bundestag decken.<br>\nAngesichts eines seit langem nicht ausgeglichenen Bundeshaushalts, laut neuester Sch&auml;tzung sinkenden Steuereinnahmen sowie der immer noch starken Ungleichverteilung von Einkommen und Verm&ouml;gen hat der Finanzminister meines Erachtens keinen Grund zur Freude. Im Jahr 2014 werden nach Sch&auml;tzungen des Finanzministeriums rund drei Milliarden Euro weniger an Steuereinnahmen eingenommen, gegen&uuml;ber der Prognose vom 31. Oktober 2012. Auch die enormen Risiken f&uuml;r den Haushalt sind da noch nicht ber&uuml;cksichtigt. Einen Grund zur Freude h&auml;tte der Finanzminister, wenn er f&uuml;r eine l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llige steuerliche Entlastung unterer und mittlerer Einkommen sorgen w&uuml;rde. Das Ganze gegenfinanziert durch eine moderat st&auml;rkere Belastung hoher und sehr hoher Einkommen sowie einer Abschaffung der Abgeltungsteuer &hellip;<br>\nDer Anteil am Steueraufkommen sagt aber noch lange nichts &uuml;ber die Steuerbelastung aus. Seit Mitte der neunziger Jahre konnten die rund 5.000 Haushalte mit den h&ouml;chsten Einkommen ihren Anteil am Gesamteinkommen um rund 50 Prozent steigern, die Einkommenszuw&auml;chse korrespondierten aber nicht mit einem zunehmenden Anteil am Steueraufkommen dieser Spitzenverdiener. Dieser blieb weitestgehend konstant. Die massiven Einkommenszuw&auml;chse, verbunden mit einem stagnierenden Anteil am Steueraufkommen bedeuten im Umkehrschluss, dass die reale Steuerbelastung der Reichen in Deutschland gesunken ist. Dementsprechend ist der hohe Anteil der hohen Einkommen am Aufkommen der Einkommensteuer Ausdruck der starken und wachsenden Ungleichheit in der Verteilung von Einkommen und Verm&ouml;gen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/interview-der-woche\/raus-steuersumpf\/\">Fraktion die Linke<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Oxfam-Berechnung: Finanzkonzerne machen 116 Millionen Euro mit Agrarspekulationen<\/strong><br>\nDie Spekulation mit Nahrungsmitteln ist umstritten, aber rentabel: Laut der Hilfsorganisation Oxfam haben allein deutsche Banken und Versicherungen mehr als 100 Millionen Euro durch Wetten auf Preise von Agrarrohstoffen verdient. Auch f&uuml;r Anleger lohnt sich das Gesch&auml;ft.<br>\nWie die Allianz h&auml;lt aber auch die Deutsche Bank an den Rohstofffonds fest. Oxfam wirft dem gr&ouml;&szlig;ten deutschen Geldhaus zudem Wortbruch vor. So habe die Deutsche Bank ihre Zusage nicht eingehalten, so lange keine neuen Fonds aufzulegen, bis eine Untersuchung des Hungerrisikos abgeschlossen sei. Oxfam zufolge gr&uuml;ndete die Deutsche Bank 2012 f&uuml;nf neue Fonds und nahm mehr als 40 Millionen Euro mit der Verwaltung der Nahrungsmittelfonds ein.<br>\nInsgesamt h&auml;tten die Kunden deutscher Geldh&auml;user mehr als 11,6 Milliarden Euro in Wetten auf Preise von Agrarrohstoffen wie Mais und Weizen investiert. Oxfam fordert die Banken und Versicherungen auf, die Gesch&auml;fte zu beenden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/deutsche-bank-allianz-spekulation-mit-nahrungsmitteln-a-898454.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Zur Zur&uuml;ckweisung der Vorw&uuml;rfe durch die Allianz und die Deutsche Bank siehe Jens Berger <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14325\">&lsquo;Lebensmittelspekulation: &bdquo;Wenn Wirtschaftsethiker der Unmoral das Wort reden&ldquo;&rsquo;<\/a> und Heiner Flassbeck <a href=\"http:\/\/www.flassbeck.de\/wordpress\/spekulation-mit-rohstoffen-aus-unhaltbaren-argumenten-wird-niemals-ein-haltbarer-standpunkt\/#sthash.Ecp85tH0.dpuf\">&bdquo;Spekulation mit Rohstoffen: Aus unhaltbaren Argumenten wird niemals ein haltbarer Standpunkt&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>SPD-Fraktion: Regierung versagt beim Kampf gegen Armut<\/strong><br>\nDie SPD-Fraktion &uuml;bt massive Kritik an der Armuts- und Reichtumsberichterstattung der Bundesregierung. In ihrem Antrag (17\/13102) wirft sie der Regierung vor, im aktuellen 4. Armuts- und Reichtumsbericht eine &bdquo;gesch&ouml;nte Pr&auml;sentation der sozialen Verh&auml;ltnisse&ldquo; der &bdquo;n&uuml;chternen Analyse&ldquo; vorgezogen zu haben. Dadurch schaffe es der Bericht nicht, konkrete Handlungsoptionen &bdquo;f&uuml;r ein Umsteuern in der Verteilungsfrage hin zu einem gerechteren sozialen Ausgleich&ldquo; zu formulieren, lautet der Vorwurf der Abgeordneten. Die Qualit&auml;tsm&auml;ngel zeigten sich besonders im Berichtsteil zum Reichtum, in dem sich die Daten- und Erkenntnislage mit Blick auf besonders hohe private Einkommen kaum verbessert habe. Ein &bdquo;Skandal&ldquo; sei es, dass die Genderfrage &bdquo;nicht hinreichend&ldquo; thematisiert wird. Ferner gehe der Bericht nicht auf verdeckte Armut ein und gebe keine Perspektiven zur Armutsbek&auml;mpfung in Bezug auf steigende Energiepreise, die &Uuml;berschuldung privater Haushalte oder die unsoziale Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt, hei&szlig;t es in dem Antrag weiter &hellip;<br>\nAls Antwort auf den 4. Armuts- und Reichtumsbericht bed&uuml;rfe es au&szlig;erdem endlich &bdquo;geeigneter politischer Instrumente zur Vermeidung und Beseitigung von Armut, zur St&auml;rkung der Eigenverantwortung und zur Verminderung von Polarisierungen zwischen Arm und Reich&ldquo;, so die SPD-Fraktion. Dazu geh&ouml;re ein fl&auml;chendeckender gesetzlicher Mindestlohn, der Kampf gegen prek&auml;re Besch&auml;ftigung und ein besseres Angebot von Qualifizierungsma&szlig;nahmen f&uuml;r Arbeitslose. Eine umverteilende Steuerpolitik m&uuml;sse unter anderem die st&auml;rkere Besteuerung gro&szlig;er Verm&ouml;gen und einen h&ouml;heren Spitzensteuersatz enthalten. In der Sozialpolitik sollten zum Beispiel private Haushalte bei den Energiekosten entlastet und der soziale Wohnungsbau ausgebaut werden. Im Bildungsbereich verlangen die Abgeordneten mehr Angebote zur Ganztagsbetreuung, die Geb&uuml;hrenfreiheit von der Kita bis zum Studium und einen Rechtsanspruch auf berufliche Qualifikation und Weiterbildung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2013_05\/2013_251\/02.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em>Siehe jedoch dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Hartz IV\/Aufstocker\/SPD: Was die SPD als &ldquo;Unterst&uuml;tzung&rdquo; wertet, ist in Wahrheit ihre Schuld<\/strong><br>\nWir d&uuml;rfen uns in unseren bisherigen Analysen zur SPD best&auml;tigt f&uuml;hlen. Im Handelsblatt ist heute dieser Satz zu lesen: &ldquo;Die SPD wertet die Zahlen als Unterst&uuml;tzung f&uuml;r ihre Forderung nach einem fl&auml;chendeckenden Mindestlohn von 8,50 Euro.&rdquo; Die Rede ist von den heute ver&ouml;ffentlichen Zahlen &uuml;ber die Menschen, die trotz Arbeit ihr Gehalt mit Hartz IV &ldquo;aufstocken&rdquo; m&uuml;ssen. 1,3 Millionen Menschen. Dass die SPD dies als &ldquo;Unterst&uuml;tzung&rdquo; f&uuml;r ihre Forderung nach einem nicht armutsfesten Mindestlohn von 8,50 betrachtet, unterstreicht noch einmal, dass ihre Spitze unf&auml;hig ist, eine Ursachenanalyse vorzunehmen. Das zeigt nicht zuletzt auch ihr Bundestagswahlprogramm, in dem die SPD ausdr&uuml;cklich nur den &ldquo;Missbrauch&rdquo; der von ihr zu verantwortenden Gesetzgebung &ldquo;korrigieren&rdquo;, nicht aber die Gesetzgebung selbst zur&uuml;cknehmen will und immer noch meint, &ldquo;die Voraussetzungen f&uuml;r den wirtschaftlichen Erfolg unseres Landes sind von der SPD-Bundesregierung mit Gerhard Schr&ouml;der gelegt worden&rdquo;.<br>\nDass rot-gr&uuml;n mit der Agenda 2010, insbesondere Hartz IV, das Kr&auml;fteverh&auml;ltnis zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften nachhaltig zu Ungunsten der Arbeitnehmer verschoben hat, ist f&uuml;r die SPD bis heute kein Thema. Hartz IV ist f&uuml;r sie auch kein Wahlkampfthema &ndash; weil die SPD nach wie vor hinter dieser Arbeitsmarkt-&rdquo;Reform&rdquo; steht, ja, ihr Kanzlerkandidat sogar &ldquo;stolz&rdquo; auf sie ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/05\/08\/hartz-ivaufstocker-spd-was-die-spd-als-unterstutzung-wertet-ist-in-wahrheit-ihre-schuld\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Entschlie&szlig;ung des Bundesrates &ldquo;Gute Arbeit &ndash; Zukunftsf&auml;hige und faire Arbeitspolitik gestalten&rdquo;<\/strong><br>\nDer Bundesrat fordert die Bundesregierung und den Bundestag auf, umfassende gesetzliche Ver&auml;nderungen mit den folgenden Elementen zu initiieren und umzusetzen:\n<ol>\n<li>Sicherung ausk&ouml;mmlicher L&ouml;hne, insbesondere durch Einf&uuml;hrung eines fl&auml;chendeckenden allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns in H&ouml;he von mindestens 8,50 Euro brutto in Deutschland durch Umsetzung des Bundesratsbeschlusses vom 1. M&auml;rz 2013 (BR Drucksache 136\/13 (Beschluss));<\/li>\n<li>Sicherstellung des equal-pay-Grundsatzes in der Leiharbeit (&ldquo;Gleiche Arbeit &ndash; Gleiches Geld&rdquo;) sp&auml;testens nach einer kurzen Einarbeitungszeit sowie R&uuml;ckf&uuml;hrung der Leiharbeit auf ihre eigentliche Kernfunktion der Abdeckung von Auftragsspitzen und Vertretungsf&auml;llen;<\/li>\n<li>Verhinderung der Umgehung von Arbeitnehmerschutzrechten durch (Schein-) Werkvertr&auml;ge;<\/li>\n<li>Beseitigung von Fehlanreizen und bessere Durchsetzung der Arbeitnehmerrechte im Bereich der Minijobs;<\/li>\n<li>Unterbindung des Missbrauchs von Praktikantenvertr&auml;gen;<\/li>\n<li>Senkung des Anteils der befristeten Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse an allen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen insbesondere durch Abschaffung der sachgrundlosen Befristung gem&auml;&szlig; &sect; 14 Absatz 2 Teilzeit- und Befristungsgesetz;<\/li>\n<li>M&ouml;glichkeit der Befristung von familienbedingter Teilzeitbesch&auml;ftigung und erleichterter R&uuml;ckkehranspruch auf Vollzeit beziehungsweise die urspr&uuml;ngliche Arbeitszeit;<\/li>\n<li>Herstellung von Entgeltgleichheit zwischen M&auml;nnern und Frauen;<\/li>\n<li>Wiedereinf&uuml;hrung der Regelungen zum erleichterten Bezug von Kurzarbeitergeld;<\/li>\n<li>Schaffung einer Rechtsverordnung zum Schutz der Besch&auml;ftigten vor Gef&auml;hrdungen durch psychische Belastung bei der Arbeit.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.bundesrat.de\/cln_350\/nn_2372724\/SharedDocs\/Drucksachen\/2013\/0301-400\/343-13_28B_29,templateId=raw,property=publicationFile.pdf\/343-13%28B%29.pdf\">Deutscher Bundesrat [PDF &ndash; 55 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Angesichts dieser Beschlusslage der L&auml;nderkammer ist es nicht verst&auml;ndlich, warum die Gewerkschaften nicht daran ankn&uuml;pfend gerade im Wahljahr nicht eine massive Kampagne f&uuml;r eine gesetzlich geregelte Gleichbezahlung von Leiharbeitnehmer starten, sondern &bdquo;in aller Stille&ldquo; Verhandlungen mit die Leiharbeitsarbeitgeberverb&auml;nden <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/03-15\/020.php\">f&uuml;hrt<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Weniger Aufstocker in Deutschland<\/strong><br>\nGleichzeitig arbeiten und Hartz IV bekommen: Das trifft weniger Leute als vor einem Jahr. Die Situation entspannt sich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/armut-und-reichtum\/arbeiten-und-hartz-iv-weniger-aufstocker-in-deutschland-12176605.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> W&auml;hrend SZ, SPIEGEL und die &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien melden, die Zahl der Aufstocker sei gestiegen, meldet die FAZ das Gegenteil. Wer hat denn nun Recht? Alle, es kommt nur darauf an, wie man &bdquo;Aufstocker&ldquo; definiert. Wenn man sich die Zahl aller Menschen anschaut, die aufstocken mussten, also auch Teilzeitbesch&auml;ftigte und Gelegenheitsjobber, dann ist die Zahl der Aufstocker in der Tat gesunken. Betrachtet man jedoch nur die Vollzeitbesch&auml;ftigten, die mehr als 800 Euro verdienen, dann ist die Zahl dieser Aufstocker gestiegen. Da es bei der Diskussion um Niedrigl&ouml;hne aber vor allem um Vollzeitbesch&auml;ftigte geht, muss man der FAZ schon den Vorwurf machen, die Zahlen ein wenig eigenwillig zu interpretieren.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die L&uuml;gen der Ministerin<\/strong><br>\nUrsula von der Leyen pr&auml;sentiert sich gerne als soziales Gewissen der schwarz-gelben Regierung. Neulich, auf dem Evangelischen Kirchentag, erkl&auml;rte die Arbeits- und Sozialministerin, das Einkommen einer Vollzeitstelle m&uuml;sse reichen, &bdquo;dass man davon leben kann.&ldquo;<br>\nStundenl&ouml;hne &bdquo;von drei, f&uuml;nf oder sechs Euro&ldquo; d&uuml;rfe es nicht geben, t&ouml;nte von der Leyen. Die CDU sorgt sich auch um die Existenzn&ouml;te kleiner Leute, lautete die Botschaft, und sie achtet darauf, dass, wer flei&szlig;ig ist, Armut nicht zu f&uuml;rchten braucht. So weit die Inszenierung. [&hellip;]<br>\nEntscheidend aber ist die andere, die perfide Seite des Ph&auml;nomens. Manche Betriebe zahlen ihren Angestellten absichtlich Niedrigstl&ouml;hne, um die eigenen Gewinne zu maximieren. Und sie legen die Kosten auf die Allgemeinheit um, wohlwissend, dass der Staat das Schlimmste verhindert. Die Stundenl&ouml;hne, die von der Leyen lautstark f&uuml;r unmoralisch erkl&auml;rt, existieren in vielen Branchen. Eine ausgebildete Friseurin in Mecklenburg-Vorpommern bekommt 4,51 Euro die Stunde. Nach Tarif und brutto, versteht sich. Ein Geb&auml;udereiniger in Hessen bekommt 5,80 Euro in der Stunde. Die Liste lie&szlig;e sich fortf&uuml;hren.<br>\nUnd die CDU? Fl&uuml;chtet sich in Schaufensterpolitik, anstatt endlich die deutsche Realit&auml;t zu akzeptieren, dass die Schicht der &bdquo;Working Poor&ldquo; seit Jahren w&auml;chst. Von der Leyen und Co. blockieren weiter einen gesetzlichen Mindestlohn, der Lohndr&uuml;cker stoppen w&uuml;rde. Stattdessen bieten sie einen unwirksamen Schein-Mindestlohn an, der Ausrei&szlig;er nach unten akzeptiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Kommentar-Hartz-Aufstocker\/!115951\/\">taz<\/a>\n<p><em>Dazu auch noch:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>H&ouml;chste Zuwanderung in Deutschland seit 1995<\/strong><br>\nDeutschland entwickelt sich immer mehr zum Einwanderungsland: 2012 kamen mehr als eine Million Zuwanderer &ndash; so viel wie seit 1995 nicht mehr. Ministerin von der Leyen spricht von einem &ldquo;Gl&uuml;cksfall&rdquo; &hellip;<br>\nArbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sagte der &ldquo;Welt&rdquo; zu den gestiegenen Zahlen: &ldquo;Das hilft unserem Land, macht es j&uuml;nger, kreativer und internationaler.&rdquo; Es gehe nicht nur um die Zahl, betonte die Ministerin. &ldquo;Vor allem die neue Qualit&auml;t der Zuwanderung ist ein Gl&uuml;cksfall.&rdquo; Die Zuwanderer br&auml;chten frische Impulse und mehr Wettbewerbsf&auml;higkeit. Im Idealfall werde der europ&auml;ische Arbeitsmarkt zur Drehscheibe f&uuml;r Berufswissen und Wohlstand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article115955880\/Hoechste-Zuwanderung-in-Deutschland-seit-1995.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Zuwanderung aus den s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;ndern ein &bdquo;Gl&uuml;cksfall&ldquo;?<br>\nHier zeigt sich wieder einmal der brutale Zynismus von &bdquo;R&ouml;schen&ldquo; von der Leyen. Da treibt die deutsche Regierung mit ihrem dogmatischen Austerit&auml;tskurs die Jugendlichen ins Elend und sieht darin einen &bdquo;Gl&uuml;cksfall&ldquo;, dass sie nach Deutschland auswandern und hier die Reservearmee an Arbeitskr&auml;ften vergr&ouml;&szlig;ert und damit der Druck auf die L&ouml;hne verst&auml;rkt und die Arbeitslosigkeit nicht abgebaut wird. Da werden den europ&auml;ischen L&auml;ndern gerade solche gut ausgebildeten Arbeitskr&auml;fte abgezogen, die sie dringend brauchten um aus der wirtschaftlichen Misere wieder herauszukommen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Bankkonto f&uuml;r alle: Kommission macht einen l&auml;ngst &uuml;berf&auml;lligen Schritt hin zu einem sozialen Grundrecht<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Kommission hat heute ihren Vorschlag zum &ldquo;Bankkonto f&uuml;r alle&rdquo; vorgelegt. Eine Richtlinie soll allen B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern das Recht auf ein einfaches Bankkonto einr&auml;umen, damit alle vom Binnenmarkt profitieren k&ouml;nnen. Au&szlig;erdem will die Kommission den Wechsel von einer Bank zur anderen erleichtern. Banken sollen dazu verpflichtet werden, transparente und leicht vergleichbare Angaben zu Geb&uuml;hren und Vertragsbedingungen zu machen &hellip;<br>\nDie schwarz-gelbe Merkel-Regierung tritt in diesem Punkt auf die Bremse: Anstatt eines Anrechts gibt es in Deutschland bisher nur einen Verhaltenskodex der Finanzinstitute, wonach sie solche Konten anbieten sollen. Eine Gesetzesinitiative der rot-gr&uuml;nen Landesregierung aus Nordrhein-Westfalen zur Verbriefung des Rechts auf ein Basis-Girokonto hat die Bundesregierung zur&uuml;ckgewiesen und damit eine sinnvolle nationale L&ouml;sung im Keim erstickt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2013\/bankkonto-fur-alle-kommission-macht-einen-langst-uberfalligen-schritt-hin-zu-einem-sozialen-grundrecht\/\">Sven Giegold<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Regierung genehmigt Verkauf von Panzern nach Indonesien<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat dem Verkauf von 164 deutschen Panzern nach Indonesien zugestimmt. Darunter sind 104 schwere &ldquo;Leopard&rdquo;-Kampfpanzer, 50 kleinere Sch&uuml;tzenpanzer &ldquo;Marder&rdquo; sowie insgesamt zehn Berge-, Br&uuml;ckenlege- und Pionierpanzer.<br>\nRegierungssprecher Steffen Seibert begr&uuml;ndete die Genehmigung mit dem tiefgreifenden Wandel hin zu einem demokratischen System, den das s&uuml;dostasiatische Land in den vergangenen 15 Jahren vollzogen habe. Die Linke kritisierte das Gesch&auml;ft wegen der Menschenrechtslage in Indonesien. Die Gr&uuml;nen forderten eine Erkl&auml;rung der Kanzlerin vor dem Bundestag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/web.de\/magazine\/nachrichten\/deutschland\/17410814-regierung-genehmigt-verkauf-panzern-indonesien.html#.A1000145\">web.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Keine blutigen Mobiltelefone mehr?<\/strong><br>\nSpezialmetalle aus Ostkongo sind f&uuml;r digitale Produkte weltweit wichtig &ndash; die Gesch&auml;fte in dieser von Warlords gepr&auml;gten Region (was keineswegs bedeutet, die Gegend sei international &bdquo;vergessen&ldquo; oder so etwas &auml;hnliches) sind oft genug blutig. Andrerseits: F&uuml;r viele Menschen ist der &bdquo;autonome Bergbau&ldquo; eine wichtige Art, sich und ihren Familien den Lebensunterhalt zu sichern, und ein Boykott etwa w&uuml;rde sie hart treffen. &bdquo;Nyabibwe, 90 Kilometer n&ouml;rdlich von Bukavu &uuml;ber dem Kivusee gelegen, ist ein Bergbaust&auml;dtchen wie andere in der ostkongolesischen Provinz S&uuml;dkivu. Es lebt von der nahen Zinnmine am Fl&uuml;sschen Kalimbi, die von handwerklich arbeitenden Mineuren ausgebeutet wird. Die Gegend ist h&auml;ufig in Nebel geh&uuml;llt; im April trieft das Regenwasser von den Tropenb&auml;umen, die bis zum Bergkamm wachsen. Laut Wabunga Singa Z&eacute;b&eacute;d&eacute;, dem zust&auml;ndigen Distriktchef, bilden die 800 Bergm&auml;nner den wirtschaftlichen R&uuml;ckhalt des St&auml;dtchens, dazu kommen N&eacute;gociants (Zwischenh&auml;ndler) f&uuml;r das Zinnerz, Transporteure, Dienstleister und &uuml;berdurchschnittlich viele Prostituierte&rdquo; &ndash; so beginnt die Reportage &ldquo;Ordnung machen in einer kongolesischen Zinnmine&rdquo; von Markus M. Haefliger am 03. Mai 2013 in der NZZ, die sich mit den Aussichten der Initiative f&uuml;r eine Zertifizierung &ldquo;konfliktfrei&rdquo; befasst<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/international\/ordnung-machen-in-einer-kongolesischen-zinnmine-1.18075169\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wenn Arbeit t&ouml;dlich endet!<\/strong><br>\nWo viele leiden, machen wenige satte Gewinne: In Bangladesch einige wenige Fabrikbesitzer. In den Industriestaaten viele Mode- und Handelsketten mit riesigen Gewinnmargen. Auch die Verbraucher freuen sich &uuml;ber niedrige Preise. Doch diese Spirale aus Niedrigl&ouml;hnen, Dumpingpreisen und t&ouml;dlichen Arbeitsbedingungen muss beendet werden!<br>\nAls erstes m&uuml;ssen die westlichen Mode- und Handelsketten unverz&uuml;glich Soforthilfe und Entsch&auml;digungszahlungen f&uuml;r Hinterbliebene, schwer verletzte Besch&auml;ftigte und deren Familien leisten. Es m&uuml;ssen aber auch alle westlichen Modeketten das unter Einbeziehung der Gewerkschaften in Bangladesh erarbeitete Abkommen f&uuml;r Brandschutz und Geb&auml;udesicherheit endlich unterzeichnen und sich f&uuml;r bessere und sichere Arbeitsbedingungen einsetzen, die durch unabh&auml;ngige und notfalls westliche Inspektionen gepr&uuml;ft werden. Firmenbetreiber, die dies ignorieren, m&uuml;ssen ge&auml;chtet werden. Die westlichen Unternehmen sind in der Pflicht, ihre gesamte Wertsch&ouml;pfungskette zu kontrollieren. Das verlangen die UN-Leitprinzipien f&uuml;r Wirtschaft und Menschenrechte und die OECD-Leits&auml;tze. Und schlie&szlig;lich brauchen wir bei uns h&ouml;here L&ouml;hne, Renten und Transferzahlungen und eine nachhaltige Konsumkultur. Denn Geiz ist nicht clever, sondern gef&auml;hrdet Menschenleben.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130508_arbeitskosten_textilbranche.gif\" alt=\"Wenn Arbeit t&ouml;dlich endet\" title=\"Wenn Arbeit t&ouml;dlich endet\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/130508_klartext_Wenn-Arbeit-toedlich-endet.pdf\">DGB Klartext [PDF &ndash; 130 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Krise treibt Amerikaner in den Selbstmord<\/strong><br>\nDie offiziellen Zahlen sind besorgniserregend &ndash; und die Dunkelziffer ist wahrscheinlich viel h&ouml;her: In den USA nehmen sich immer mehr Menschen das Leben. Eine Altersgruppe ist besonders betroffen &hellip;<br>\nDie Zahl der Selbstm&ouml;rder ist steil nach oben geschnellt. Vor allem M&auml;nner in ihren F&uuml;nfzigern scheiden freiwillig aus dem Leben &ndash; die Zahl der Selbstm&ouml;rder hat sich hier von 1999 bis 2010 verdoppelt (30 von 100.000 Amerikanern mittleren Alters begehen heute Selbstmord).<br>\nBei den Frauen wiederum sind besonders jene betroffen, die zwischen 60 und 64 Jahre alt sind; hier stieg die Quote um 60 Prozent (auf sieben Suizide pro 100.000). Die bevorzugte Selbstmordwaffe ist immer noch das Gewehr oder die Pistole &hellip;<br>\nSandra Cohen, die in New York als Psychiaterin arbeitet, findet die Zahlen eigentlich nicht erstaunlich. &ldquo;&Ouml;konomische Krisenzeiten werden immer von steigenden Selbstmordraten begleitet&rdquo;, erkl&auml;rt sie, und die Krise der amerikanischen Wirtschaft dauert jetzt schon seit 2008 an &hellip;<br>\nDiese M&auml;nner, so Cohen, litten gleich doppelt und dreifach: Sie f&uuml;hlten sich gedem&uuml;tigt und verraten, sie h&auml;tten keine Hoffnung, jemals wieder einen ordentlichen Job zu kriegen, und sie seien einsam, weil sie keinen Grund mehr s&auml;hen, morgens aufzustehen, sich zu rasieren und ins B&uuml;ro zu gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article116002611\/Krise-treibt-Amerikaner-in-den-Selbstmord.html\">Die Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Eiserne Lady aus dem Baltikum erh&auml;lt den Internationalen Karlspreis<\/strong><br>\n&ldquo;2009 mussten wir sehr scharfe Sparma&szlig;nahmen durchsetzen&rdquo;, erz&auml;hlt sie im Interview. &ldquo;Sonst h&auml;tten uns die M&auml;rkte kein Geld mehr geliehen.&rdquo; In Litauen wurden zw&ouml;lf Prozent der Wirtschaftsleistung in nur zwei Jahren eingespart, die &ouml;ffentlichen Geh&auml;lter um 20 Prozent, die Renten um zehn Prozent gek&uuml;rzt &hellip;<br>\nIhre heutige Botschaft an die s&uuml;deurop&auml;ischen Krisenl&auml;nder: &ldquo;Wer sich nicht selbst hilft, dem ist nicht zu helfen. F&uuml;r uns war es damals undenkbar, um internationale Finanzhilfen zu bitten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.general-anzeiger-bonn.de\/news\/politik\/Eiserne-Lady-aus-dem-Baltikum-erhaelt-den-Internationalen-Karlspreis-article1046439.html\">General Anzeiger<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Mit dem Internationalen Karlspreis zu Aachen sollen angeblich Pers&ouml;nlichkeiten ausgezeichnet werden, die sich um Europa und die europ&auml;ische Einigung verdient gemacht haben. Nun soll &bdquo;Europas schw&auml;bischste Hausfrau&ldquo; (Stuttgarter Nachrichten) ausgezeichnet werden. Sie k&uuml;rzten die Beamtengeh&auml;lter um ein F&uuml;nftel und strich die Renten um 10 Prozent zusammen, die Arbeitslosigkeit stieg auf &uuml;ber 18 Prozent. Jeder zw&ouml;lfte Litauer verlie&szlig; das Land auf der Suche nach Lohn und Brot. Die Freitodrate ist mit die h&ouml;chste der Welt.<br>\nDie diesj&auml;hrige Preisverleihung reiht sich ein in die Reihe von <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13275\">Sch&auml;uble (2012)<\/a> oder Angela Merkel (2008) und viele andere neoliberale Politiker, wie Javier Solana, Jean-Claude Juncker, Tony Blair.<br>\nDass man nun ein der zynischsten neoliberalen Politikerinnen und Spalterinnen der Eurozone mit einem Preis f&uuml;r ihre Verdienste um die europ&auml;ische Einigung ehrt, zeigt, dass es bei diesem Preis nicht mehr um die Einigung Europas, sondern um eine Propagandaveranstaltung f&uuml;r die neoliberale Ideologie und f&uuml;r den Austerit&auml;tskurs geht.<\/em><\/p>\n<p><em>Wie spottete doch Heinrich Heine so herrlich:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Zu Aachen, im alten Dome, liegt<br>\nCarolus Magnus begraben.<br>\n(Man muss ihn nicht verwechseln mit Karl<br>\nMayer, der lebt in Schwaben.)<br>\nIch m&ouml;chte nicht tot und begraben sein<br>\nAls Kaiser zu Aachen im Dome; &hellip;<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Die Glosse: Auffanggesellschaft f&uuml;r entlassene Verwandte von CSU-Politikern gegr&uuml;ndet<\/strong><br>\nDer bayerische Landtag hat heute in einer eilends anberaumten Dringlichkeitssitzung die Gr&uuml;ndung einer Auffanggesellschaft f&uuml;r arbeitslose Verwandte von CSU-Politikern beschlossen. Dies wurde n&ouml;tig, weil nach Bekanntwerden der Amigo-Aff&auml;re im Freistaat zehntausende Ehegatten, Kinder und Geschwister entlassen werden mussten, die in der freien Wirtschaft wohl kaum eine Chance haben.<br>\nIn verschiedene Qualifizierungsma&szlig;nahmen sollen die Politiker-Verwandten in den n&auml;chsten Jahren fit gemacht werden, damit sie wieder in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden k&ouml;nnen. Dazu lernen sie &ndash; bei voller Lohnfortzahlung nat&uuml;rlich -, wie man als Normalsterblicher ohne &ldquo;Vitamin B&rdquo; Stellenanzeigen durchsucht, Initiativ-Bewerbungen schreibt und Praktika absolviert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2013\/05\/auffanggesellschaft-fur-entlassene.html\">Der Postillon<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Martin Haase: Neu- und Nebelsprech in der Politik<\/strong><br>\nDer Professor f&uuml;r Romanistik und Allgemeine Sprachwissenschaft setzt sich mit der Sprache in der Politik auseinander: &bdquo;Die Koalition setzt sich aber aktiv und ernsthaft daf&uuml;r ein&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=baU3o4LQ3Uw\">CCCdeVideos<\/a>\n<p><em>Siehe auch:<\/em> <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=EEG1_iBcfRI\">Die Wahrheit, was wirklich passierte und was in der Zeitung stand<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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