{"id":17238,"date":"2013-05-14T08:39:24","date_gmt":"2013-05-14T06:39:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17238"},"modified":"2015-08-08T10:31:48","modified_gmt":"2015-08-08T08:31:48","slug":"rauchmelderpflicht-lobbyisten-sichern-lukrative-profitquelle-fur-ihre-klientel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17238","title":{"rendered":"Rauchmelderpflicht: Lobbyisten sichern lukrative Profitquelle f\u00fcr ihre Klientel"},"content":{"rendered":"<p>W&auml;hrend H&auml;user heutzutage &uuml;berwiegend aus Beton gebaut und kaum mehr mit Holz geheizt werden und R&ouml;hrenbildschirme durch Flachbildschirme abgel&ouml;st werden, wird in Deutschland eine Rauchmelderpflicht eingef&uuml;hrt. Zwar sind elektrische Ger&auml;te immer noch eine h&auml;ufige Brandursache, beispielsweise durch Kurzschluss, Kontaktfehler oder &uuml;berm&auml;&szlig;ige Beanspruchung, doch statt auf Pr&auml;vention, die auf Sicherheitsregeln im Umgang mit elektrischen Ger&auml;ten abzielte und die B&uuml;rger &uuml;ber den richtigen Umgang mit elektrischen Ger&auml;ten aufkl&auml;rte, setzt das &bdquo;Forum Brandrauchpr&auml;vention&ldquo; auf eine fl&auml;chendeckende Rauchmelderpflicht. Das ist auch nicht verwunderlich, denn hinter dem &bdquo;Forum Brandrauchpr&auml;vention&ldquo; verbirgt sich eine Lobbyvereinigung, die mit der Kampagne &bdquo;Rauchmelder retten Leben&ldquo; 12 Jahre lang auf eine fl&auml;chendeckende gesetzliche Rauchmelderpflicht in Deutschland hingewirkt hat. Von <strong>Christine Wicht<\/strong><br>\n<!--more--><br>\nGesundheitsschutz-, Umweltschutz-, Pr&auml;ventionsma&szlig;nahmen oder Terrorismusbek&auml;mpfung werden inflation&auml;r f&uuml;r gesetzliche Ma&szlig;nahmen verwertet, um die Notwendigkeit unpopul&auml;rer Gesetze zu unterstreichen und ein kritisches Hinterfragen der B&uuml;rger zu unterminieren. Oft werden &Auml;ngste in der Bev&ouml;lkerung gesch&uuml;rt, um eine Akzeptanz f&uuml;r Gesetze zu erwirken. Als flankierende Ma&szlig;nahme leisten Agenturen im Vorfeld werbetechnisch ausgekl&uuml;gelte &Uuml;berzeugungsarbeit. Geschickte, subtile Marketingkampagnen von Lobbyvereinen, stimmen die B&uuml;rger in den Medien unbemerkt &uuml;ber Jahre hinweg auf die Notwendigkeit solcher Gesetze ein. Die Profiteure dieser Gesetze werden allerdings selten thematisiert, dabei sollte vor allem beleuchtet werden, wer von welchem Gesetz profitiert.<\/p><p><strong>Wer profitiert vom Rauchmeldergesetz?<\/strong><\/p><p>Das Rauchmeldergesetz war keine einfache Zielsetzung, denn Brandschutz ist L&auml;ndersache. Gesetze zur Rauchmelderpflicht m&uuml;ssen in den einzelnen Landtagen verfasst und abgestimmt werden, bevor sie in die Landesbauordnung eines Bundeslandes aufgenommen werden. Inzwischen existiert in nahezu allen Bundesl&auml;ndern eine Rauchmelderpflicht. Auch der bayerische Landtag wird als eines der letzten Bundesl&auml;nder noch vor der Sommerpause einen <a href=\"http:\/\/www.google.de\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=bayerisches%20gesetz-%20und%20verordnungsblatt%20nr.%2023%2F2012%20vom%2017.12.2012%20&amp;source=web&amp;cd=1&amp;ved=0CDAQFjAA&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.verkuendung-bayern.de%2Ffiles%2Fgvbl%2F2012%2F23%2Fgvbl-2012-23.pdf&amp;ei=MYgBUaOQMcWk4gT8soC4CQ&amp;usg=AFQjCNHRowmDjw2WfeOC08kMvP-rxeEvLw&amp;bvm=bv.41524429,d.Yms&amp;cad=rja\">Gesetzentwurf dazu verabschieden [PDF &ndash; 2 MB]<\/a>.<\/p><p>Die Gesetzes&auml;nderung zu Rauchwarnmeldern wurde bereits im Bayerischen Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 23\/2012 \/S. 636 bekanntgegeben:<\/p><blockquote><p>&bdquo;In Wohnungen m&uuml;ssen Schlafr&auml;ume und Kinderzimmer sowie Flure, die zu Aufenthaltsr&auml;umen f&uuml;hren, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder m&uuml;ssen so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch fr&uuml;hzeitig erkannt und gemeldet wird. Die Eigent&uuml;mer vorhandener Wohnungen sind verpflichtet, jede Wohnung bis zum 31. Dezember 2017 entsprechend auszustatten. Die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft obliegt den unmittelbaren Besitzern, sei denn, der Eigent&uuml;mer &uuml;bernimmt diese Verpflichtung selbst.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Mit dem Slogan, &bdquo;Rauchmelder retten Leben&ldquo;, hat die Werbeagentur <a href=\"http:\/\/www.eobiont.de\/\">eobiont GmbH<\/a> f&uuml;r den Verein Brandrauchpr&auml;vention in einer 12-j&auml;hrigen Kampagnen- und &Uuml;berzeugungsarbeit die Notwendigkeit von Rauchmeldern ins Bewusstsein der B&uuml;rger und der Politik gebracht. Dazu hat die Agentur &ndash; eigenen Angaben zufolge &ndash; mit tausenden lokalen Feuerwehren zusammengearbeitet, ein Marketingvideo ver&ouml;ffentlicht sowie Flyer, Plakate und Promotion-Materialien entworfen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, die Ausstattung der Haushalte mit Rauchmeldern ist um das Siebenfache gestiegen, vor allem aber der Erlass neuer gesetzlicher Regelungen zur obligatorischen Installation von Rauchmeldern <a href=\"http:\/\/eobiont.de\/de\/2010\/06\/01\/10-jahre-spater\/\">in nahezu allen Bundesl&auml;ndern<\/a>. Die Agentur bietet unter anderem einen 13-min&uuml;tigen Beitrag &uuml;ber Rauchmelder im Wissensbeitrag der &bdquo;Sendung mit der Maus&ldquo; an. Das &bdquo;Forum Brauchrauchpr&auml;vention in der vfdb&ldquo; erhielt die Rechte f&uuml;r 1000 DVD&rsquo;s zur Abgabe an Feuerwehren, die dieses Material zu Schulungszwecken <a href=\"http:\/\/www.sicherheitserziehung-nrw.de\/uploads\/media\/BeBa_01.pdf\">benutzen sollen [PDF &ndash; 3 MB]<\/a>. Dar&uuml;ber hinaus haben auch die Schauspieler Marie-Luise Marjan (Lindenstra&szlig;e) und Erol Sander als Werbetr&auml;ger zur Popularisierung des Themas im Film &ldquo;Das fliegende Klassenzimmer&rdquo; <a href=\"http:\/\/eobiont.de\/de\/2010\/06\/01\/10-jahre-spater\/\">beigetragen<\/a>. Anhand dieser Beispiele wird deutlich wie unterschwellig das Bewusstsein der Fernsehzuschauer in den Medien manipuliert wird, um f&uuml;r ein Produkt zu werben. Werbepsychologie wird hier mit Wirtschaftspsychologie gepaart, um eine klassische Konditionierung zu erreichen, in der &Auml;ngste aufgebaut werden.<\/p><p><strong>Was ist eigentlich Brandrauchpr&auml;vention?<\/strong><\/p><p>Nat&uuml;rlich kann man sagen, Rauchmelder seien eine gute Sache, sie k&ouml;nnten ja, wie das &bdquo;Forum Brandrauchpr&auml;vention&ldquo; behauptet,  j&auml;hrlich 500 Menschen in Deutschland, die an Br&auml;nden bzw. an Rauchvergiftung sterben, das Leben retten. Aber: Zum einem nutzt, &uuml;berspitzt gesagt, einem Blitzschlagopfer oder einem Autounfallopfer ein Brandmelder wenig &ndash; die auch in die Brandopferstatistik einflie&szlig;en &ndash; und zum anderen schlagen Rauchmelder erst Alarm, wenn ein Brand bereits ausgebrochen ist.<\/p><p>Wirkliche Pr&auml;vention setzt aber bei den Ursachen und nicht bei den Auswirkungen an. Das Institut f&uuml;r Schadensverh&uuml;tung und Schadensforschung (eine Institution der &ouml;ffentlichen Versicherer) moniert, dass es leider keine Statistik gebe, die sowohl auf fundierter Schadenanalyse beruht als auch repr&auml;sentativ f&uuml;r das gesamte Schadengeschehen ist. Das Institut gibt in einer Statistik f&uuml;r 30% der Br&auml;nde <a href=\"http:\/\/www.ifs-ev.org\/\">Elektrizit&auml;t als Ursache<\/a> an und 16% der Br&auml;nde seien auf menschliches Fehlverhalten <a href=\"http:\/\/www.ifs-kiel.de\/08_titel\/2012\/IFS%20Brandursachenstatistik%202011.pdf\">zur&uuml;ckzuf&uuml;hren [PDF &ndash; 27 KB]<\/a>. <\/p><p><strong>Warum liegt aber der Schwerpunkt gerade auf einer Rauchmelderpflicht?<\/strong> <\/p><p>Vielleicht weil Brandaufkl&auml;rung kein lukrativer Markt w&auml;re, zumindest nicht f&uuml;r Ablesefirmen und Rauchmelderhersteller, Rauchmelderzertifizierer usw. Da ist es weitaus lukrativer ein Rauchmeldergesetz mit einem ganzen Rattenschwanz an umsatztr&auml;chtigen &Uuml;berpr&uuml;fungspflichten und Folgekosten zu forcieren. Durch die gesetzliche Verpflichtung muss nicht nur jeder Haushalt, je nach Gr&ouml;&szlig;e, mit mindestens einem Rauchmelder ausgestattet sein, diese m&uuml;ssen obendrein j&auml;hrlich inspiziert und gewartet werden, zum Beispiel von Brandschutzfirmen, Kaminkehrern, Hausmeisterdiensten und Ablesebetrieben, m&ouml;glicherweise gemeinsam mit der j&auml;hrlichen W&auml;rme- und Wasserablesung. Diese &Uuml;berwachungspflichten kritisiert z.B. auch der Verband der Berlin-Brandenburgische Wohnungsunternehmen, e.V. (BBU). Nach Meinung des Verbandes verhindern Rauchmelder keine Br&auml;nde, viel wichtiger sei die Pr&auml;vention. Br&auml;nde sollen gar nicht erst entstehen. Wichtig w&auml;re au&szlig;erdem, dass die Menschen wissen, wie sie sich im Brandfall richtig verhalten, <a href=\"http:\/\/www.bbu.de\/publicity\/bbu\/internet.nsf\/index\/de_pressespiegel.htm?OpenDocument&amp;333DA983FAD3FC05C1257A39002BFCA4\">sagte BBU-Vorstandsmitglied Maren Kern<\/a>. Obendrein kritisiert der BBU die enormen Kosten der Rauchmelderpflicht, die Installation der Ger&auml;te koste allein die BBU-Unternehmen sch&auml;tzungsweise rund 84 Millionen Euro, die Wartung pro Jahr au&szlig;erdem <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/berlin\/brandschutz-in-berlin-debatte-ueber-rauchmelderpflicht,10809148,16608564.html\">rund acht Millionen Euro<\/a>.<\/p><p><strong>R&uuml;ckgang der Brandopfer, auch ohne Rauchmelder<\/strong><\/p><p>Laut Statistischem Bundesamt ist die Anzahl von Brandtoten in Deutschland zwischen 1980 und 2008 (auch ohne Rauchmelder) <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Datei:Brandtote_in_Deutschland_von_1980_bis_2008.svg\">deutlich gesunken<\/a>. Auch die Wirtschaftswoche hat in ihrer Onlineausgabe im November 2012 darauf hingewiesen, dass die Zahl der Brandopfer r&uuml;ckl&auml;ufig ist und zwar v&ouml;llig <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/deutschland\/brandschutz-die-starke-lobby-der-rauchmelderhersteller\/7334810.html\">unabh&auml;ngig von Rauchmeldergesetzen<\/a>. Die Mehrzahl der Landtagsabgeordneten  befasst sich wohl nicht mit Statistiken sondern glaubt anscheinend blind der Botschaft einer Lobbyvereinigung. Der Abgeordnete Klaus Voussem (CDU), hat den Artikel in der Wirtschaftswoche offenbar gelesen und sich am 13.12.2012 im Landtag NRW zu den r&uuml;ckl&auml;ufigen Zahlen der Brandopfer ge&auml;u&szlig;ert, Plenarprotokoll 16\/18, S.1350-1354:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Nennen m&ouml;chte ich an dieser Stelle die Ausgabe 46 der &bdquo;Wirtschaftswoche&ldquo; vom 12. November 2012. Darin sind alle Bundesl&auml;nder mit und ohne Installationspflicht sowie die Entwicklung der Anzahl der Todesf&auml;lle aufgelistet. Ergebnis: Fast &uuml;berall sind die Zahlen r&uuml;ckl&auml;ufig. Das ist erfreulich. Weiteres Ergebnis: Die Zahlen sind unabh&auml;ngig davon r&uuml;ckl&auml;ufig, ob Rauchmelderpflicht besteht oder nicht. Es gibt also die eindeutige Tendenz der Verbesserung sowohl in L&auml;ndern mit einer gesetzlichen Vorschrift als auch in L&auml;ndern ohne Vorschrift. Welche Gr&uuml;nde daf&uuml;r verantwortlich sind und ob daraus Konsequenzen f&uuml;r eine &Auml;nderung oder vielleicht sogar Ablehnung des Gesetzentwurfs erwachsen, muss im Rahmen dieses Gesetzgebungsverfahrens gekl&auml;rt werden. Als weiterer noch zu kl&auml;render und zu verbessernder Punkt ist die Kontrolle zu nennen. Denn ein Gesetz kann seine Wirkung nur entfalten, wenn entsprechend kontrolliert wird. Also stellt sich die Frage: Wer kontrolliert die Einhaltung des Gesetzes? Beim Neubau ist das in der Tat kein Problem. Das kann man durch die Bauabnahme regeln. Das Problem liegt unserer Auffassung nach eher im Bestand. Wer stellt sicher, dass die Rauchmelder tats&auml;chlich installiert werden? Wer stellt sicher, dass installierte Ger&auml;te funktionsf&auml;hig gehalten werden? Hierbei muss nach Auffassung der CDU im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens &uuml;ber Verbesserungen beraten werden. Vor diesem Hintergrund k&uuml;ndige ich schon heute an, dass wir eine Anh&ouml;rung beantragen werden, die diese Fragen hoffentlich kl&auml;ren wird.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>MdL Klaus Voussem stellt die Frage, wie die Einhaltung des Gesetzes kontrolliert werden kann? W&uuml;rde jede Wohnung nicht nur was die Heizungsanlage oder die Z&auml;hler von Wasser, Strom und Gas anbetrifft, sondern was die einzelnen Zimmer betrifft einer staatlichen Kontrolle unterliegen, w&auml;re dieses Gesetz ein tiefer Eingriff in die Privatsph&auml;re. Also muss die Einhaltung des Gesetzes auf anderem Wege gesichert werden. Eine M&ouml;glichkeit w&auml;re die Eingrenzung des Versicherungsschutzes, auch eine Ordnungsstrafe w&auml;re denkbar oder, dass bei der Heizungsablesung der Rauchmelder angemahnt und damit Druck erzeugt wird.<\/p><p><strong>Das Forum Brandrauchpr&auml;vention war erfolgreich<\/strong><\/p><p>Das Forum Brandrauchpr&auml;vention kommt als eingetragener Verein und unverd&auml;chtig daher, es ist aber tats&auml;chlich eine Lobbyvereinigung, in der sich diverse Dachverb&auml;nde zusammengetan haben, unter anderem der Zentralinnungsverband der Schonsteinfeger (ZIV), der Bundesverband der Hersteller- und Errichterfirmen von Sicherheitssystem (BHE), der Zentralverband der Elektotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI), der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV), der deutsche Feuerwehrverband (DFV) und andere mehr.<\/p><p>Das Forum war seit 2000 unter dem Dach des ZVEI untergebracht und sp&auml;ter als Adhoc-Gruppe in der vfdb (Vereinigung zur F&ouml;rderung des Deutschen Brandschutzes e.V.) aktiv. <a href=\"http:\/\/www.vfdb.de\/Korporative-Mitglieder-stellen-sich-vor.120.0.html\">Zur vfdb geh&ouml;ren<\/a> beispielsweise Unternehmen wie DEKRA, Siemens, BC-Brandschutzsysteme. Am 12.06.2012 gr&uuml;ndete das &bdquo;Forum Brandrauchpr&auml;vention&ldquo; <a href=\"http:\/\/www.rauchmelder-lebensretter.de\/brandrauchpraevention.html\">einen eigenen gemeinn&uuml;tzigen Verein<\/a>. Vorstand des Forums ist Christian Rudolph von der <a href=\"http:\/\/www.hekatron.de\/unternehmen\/\">Hekatron GmbH<\/a>, einem f&uuml;hrenden Spezialisten in  der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von Systemen des anlagentechnischen Brandschutzes. Christian Rudolph wollte mit der Kampagne die gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliche Verbreitung von Rauchwarnmeldern in Deutschland durch eine fl&auml;chendeckende, gesetzliche Verpflichtung erreichen, sowie die maximale Funktionsbereitschaft der Melder durch den Einsatz von qualitativ hochwertigen Rauchwarnmeldern <a href=\"http:\/\/www.google.de\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=mike%20bohl%20detectomat%20rauchmelderpflicht&amp;source=web&amp;cd=9&amp;ved=0CF8QFjAI&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.hekatron.de%2Fmedia%2Fpresse1_1%2Fdatei%2F99_rrl_pr.doc&amp;ei=YcYGUfDWHe774QTY74HgDw&amp;usg=AFQjCNGO4NqkRKuBOEfFTDDgZesWGhrd0g&amp;cad=rja\">sicherstellen [Download WORD-Dokument]<\/a>. <\/p><p>In einer <a href=\"http:\/\/www.hekatron.de\/media\/presse1_1\/datei\/166_rauchmelder_retten_leben.doc\">Pressemeldung von Hekatron [Download WORD-Dokument]<\/a> im Jahr 2010 &auml;u&szlig;erte sich Christian Rudolph dazu deutlich:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Zehn Jahre haben Feuerwehren, Schornsteinfeger, Versicherungen und Fachhandel zusammen mit der Industrie kontinuierliche Aufkl&auml;rungs- und &Uuml;berzeugungsarbeit geleistet. 2000 hatten wir, wie oben erw&auml;hnt, einen Ausstattungsgrad von nur 5%. Das wir heute bei 40% liegen, haben wir nur der Tatsache zu verdanken, dass mittlerweile 9 von 16 Bundesl&auml;nder eine gesetzliche Einbaupflicht haben. Ich bin &uuml;berzeugt davon, dass wir mittelfristig eine Einbaupflicht bekommen werden. F&uuml;r mich gibt es kein &uuml;berzeugendes Argument, auf eine Einbaupflicht zu verzichten. Nach den Erbhebungen der FORSA-Umfrage besitzen aktuellen 2\/3 Drittel aller Einwohner in Baden-W&uuml;rttemberg keine Rauchwarnmelder. Auch die von Politikern immer wieder aufgeworfene Frage der &Uuml;berpr&uuml;fung der Rauchwarnmelder ist l&auml;ngst gekl&auml;rt. So zeigen Erfahrungen aus anderen Bundesl&auml;ndern, dass die &Uuml;berpr&uuml;fung durch Messdienstleister und Schornsteinfeger eine g&auml;ngige Praxis sein k&ouml;nnen.&ldquo; So definiert Christian Rudolph das Ziel einer fl&auml;chendeckenden Rauchwarnmelderpflicht in Deutschland!&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Stellvertreter von Christian Rudolph im &bdquo;Forum Brandrauchpr&auml;vention&ldquo; ist Mike Bohl. Er ist Verkaufsleiter von detectomat, einem Unternehmen das unter anderem <a href=\"http:\/\/www.detectomat.de\/startseite\/detectomat\/unternehmen.html?PHPSESSID=e102259036b6b8440d1c9270e601c445\">Brandmeldesysteme herstellt<\/a>. Mike Bohl <a href=\"http:\/\/www.git-sicherheit.de\/topstories\/brandschutz\/brandschutz-eduard-j-jo-und-mike-bohl-sprechen-ueber-detectomat-firmengeschic\">erkl&auml;rt<\/a> den Sinn des Forums Brandpr&auml;vention:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Durch die Gesetzgebungen in den einzelnen Bundesl&auml;ndern ist die Akzeptanz der Rauchwarnmelder in Deutschland und damit der Bedarf gestiegen. Wir sind seit Gr&uuml;ndung des Arbeitskreises innerhalb des ZVEI in diesem Gremium vertreten und k&ouml;nnen auf gro&szlig;e Erfolge zur&uuml;ckblicken. Mit der Marktentwicklung in den letzten zwei Jahren stieg die Mitgliederzahl von 9 auf 23. Dies ist ein deutliches Signal f&uuml;r die Wichtigkeit dieser Arbeitsgruppe.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p><strong>Haftungsfragen<\/strong><\/p><p>Die <a href=\"https:\/\/www.allianz.de\/ratgeber\/2012_08\/2012-08-17-brand-mythen.html\">Allianz-Versicherung weist<\/a> zwar darauf hin, dass die Rauchmelderpflicht keinen Einfluss auf den Versicherungsschutz bei der Hausrat- oder Wohngeb&auml;udeversicherung hat und Versicherte keine Nachteile bef&uuml;rchten m&uuml;ssen. <\/p><p>Aber mit dem Rauchmeldergesetz kommen auf Eigent&uuml;mer und Vermieter erhebliche Pflichten zu: Der Eigent&uuml;mer hat die Pflicht zur Installation und er muss daf&uuml;r sorgen, dass die Rauchwarnmelder zu jeder Zeit betriebsbereit sind. Die Kontrolle kann er selbst durchf&uuml;hren oder einer Fachfirma &uuml;bertragen. Die Rauchmelder m&uuml;ssen j&auml;hrlich &uuml;berpr&uuml;ft und die &Uuml;berpr&uuml;fung protokolliert werden. Der Vermieter kann in einer Zusatzklausel zum bestehenden Mietvertrag die Verantwortung auf den Mieter &uuml;bertragen, dann m&uuml;ssen Batteriewechsel und Funktionspr&uuml;fung vom Mieter &uuml;bernommen werden. Der Vermieter ist aber dann immer noch nicht aus dem Schneider, er muss beweisen, dass der Mieter zur fachgerechten Ausf&uuml;hrung der Installation\/Wartung in der Lage war und diese ordentlich erledigte. Andernfalls haftet der Vermieter wegen Verletzung seiner Sorgfaltspflichten. Wenn der Vermieter die Haftung mit einiger Sicherheit abw&auml;lzen will, so die Allianz-Versicherung, sollte er eine Fachfirma zu beauftragen und die DIN 14676 zur Installation von Rauchwarnmeldern beachten. Wenn keine Rauchwarnmelder installiert wurden und dadurch der Sachschaden gr&ouml;&szlig;er wurde, kann der Versicherungsnehmer eine K&uuml;rzung der Entsch&auml;digung nicht ausschlie&szlig;en. Die Bayerische Versicherungskammer weist darauf hin, dass bei Personensch&auml;den straf- und haftungsrechtliche Ermittlungen m&ouml;glich sind und deshalb ein Nachweis &uuml;ber Installation und Wartung <a href=\"http:\/\/www.vkb.de\/web\/html\/pk\/service\/schadenmeldung\/sicherheit\/rauchmelder\/rauchmelderpflicht\/\">bedeutsam sein kann<\/a>.<\/p><p><strong>Kapitalisierbare Sicherheit<\/strong><\/p><p>Die gesamte Gesellschaft wird zum Zweck des fl&auml;chendeckenden Verkaufs, zur Installation und Kontrolle von Rauchmeldern per Gesetz mobilisiert. Zum einen macht sich der Staat zum Handlanger wirtschaftlicher Interessen und zum anderen kann der Staat den B&uuml;rgern vermitteln, dass er sich um ihre Sicherheit sorgt und sie sch&uuml;tzt. Die Balance zwischen Sicherheit, Freiheit und Selbstbestimmung wird zugunsten einer kapitalisierbaren Sicherheit verschoben. <\/p><p>Das zeigt sich u.a. auch deutlich an den &uuml;berdimensionierten &Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen, die letztendlich ein Megagesch&auml;ft f&uuml;r die IT-Branche sind. Der franz&ouml;sische Philosoph Michel Foucoult hat schon vor fast 30 Jahren festgestellt, dass der Markt selbst zum organisierenden und regulierenden Prinzip des Staates wird. Anders gesagt, Umweltschutz oder Gesundheitspolitik sind nur dann interessant, wenn daraus ein Gesch&auml;ft wird. <\/p><p>Die folgenden Beispiele zeigen, wie erfolgreich die Industrie neue M&auml;rkte geschaffen hat:<\/p><ul>\n<li>Zwar hat sich der Feinstaub nicht wesentlich reduziert, daf&uuml;r haben die Umweltzonen der Automobilbranche einen neuen Markt verschafft, die Abwrackpr&auml;mie kam flankierend hinzu. Der enorme Wasser-, Energie und Ressourcenverbrauch f&uuml;r die Herstellung eines Fahrzeugs wurde nie thematisiert.<\/li>\n<li>Die Abschaffung der Gl&uuml;hbirne, die durch eine buchst&auml;bliche Giftbirne ersetzt wurde, wurde mit dem Klimaschutz begr&uuml;ndet. Das Sonderm&uuml;llproblem und die die hohen elektrischen und magnetischen Feldbelastungen der Energiesparlampen kamen erst Jahre sp&auml;ter <a href=\"http:\/\/www.maes.de\/5%20ENERGIESPARLAMPEN\/maes.de%20ENERGIESPARLAMPE%20DIE%20DUNKLEN%20SEITEN.PDF\">ans Licht [PDF &ndash; 315 KB]<\/a>.<\/li>\n<li>Otto Schily beispielsweise war w&auml;hrend seiner Amtszeit als deutscher Innenminister an der Einf&uuml;hrung des biometrisch gesicherten Reisepasses (ePass) beteiligt. Nach diesem Amt war er Aufsichtsratsmitglied der Biometric Systems AG und der SAFE IT Solutions AG (Insolvenz 2011), beides Anbieter f&uuml;r Identit&auml;tsmanagement und Ausweissysteme.<\/li>\n<li>Ein anderes Feld ist der Einfluss der Versicherungsbranche auf die Zerst&ouml;rung der gesetzlichen Rente, um die Riester-Rente mit massiven Werbeaufwand zu forcieren.<\/li>\n<\/ul><p><strong>Alles nur eine Frage der gut gemachten Kampagne<\/strong><\/p><p>Es ist auch nichts Neues, dass positiv besetzte Begriffe kreativ ausgelegt werden. George Orwell hat in seinem Buch &bdquo;1984&ldquo; eindrucksvoll gezeigt, wie das Denken durch die Sprache manipuliert werden kann. Es werden Gesetze verabschiedet, um dem B&uuml;rger zu suggerieren &bdquo;uns ist eure Gesundheit, Eure Sicherheit oder Euer Leben wichtig&ldquo;. Was den B&uuml;rgern aber nicht gesagt wird, das ist, dass dahinter h&auml;ufig eine starke Lobby steckt, die an der Einf&uuml;hrung der Gesetze verdient. Lobbyisten versuchen kontinuierlich, auf politisch h&ouml;chster Ebene, nachdr&uuml;cklich ihre wirtschaftlichen Interessen mit allem Mitteln der Einflussnahme durchzusetzen. Sie wirken auf Entscheidungstr&auml;ger und Entscheidungsprozesse durch gezielte Informationen ein, arbeiten in Ministerien Gesetzestexte aus, beeinflussen Politiker durch pers&ouml;nliche Kontakte sowie Verg&uuml;nstigungen und pr&auml;gen die &ouml;ffentliche Meinung &uuml;ber gezielt platzierte Artikel, Kampagnen und Fernseh- und Rundfunkbeitr&auml;ge.<\/p><p>Seit Jahren findet eine kontinuierliche Verschiebung hin zu staatlicher &Uuml;berwachung, Bevormundung und Kontrolle statt. Dabei birgt der Sicherheitsmarkt  noch erhebliches Potential. Die Rauchmelderpflicht ist nur ein Mosaikstein  im ausbauf&auml;higen Sicherheitsmarkt. Sehr lukrativ w&auml;re beispielsweise die obligatorische fl&auml;chendeckende Installation von Feuerl&ouml;schern, die nach zwei Jahren kontrolliert, gewogen und aufgef&uuml;llt werden m&uuml;ssen. Mit der n&ouml;tigen Verunsicherung und dem Aufbau eines Angstszenarios kann so ein Bewusstsein f&uuml;r die Notwendigkeit von Feuerl&ouml;schern in der Bev&ouml;lkerung geschaffen werden. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. So k&ouml;nnte etwa im Rahmen der &bdquo;&Uuml;beralterungs&ldquo;-debatte k&ouml;nnte eine GPS-Wohnungsnotrufsystem-Pflicht f&uuml;r &auml;ltere B&uuml;rger ein eintr&auml;gliches Gesch&auml;ft werden.<\/p><p>Es ist nur eine Frage, ob sich die jeweils interessierten Branchen zu einer gut gemachten Kampagne zusammenfinden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W&auml;hrend H&auml;user heutzutage &uuml;berwiegend aus Beton gebaut und kaum mehr mit Holz geheizt werden und R&ouml;hrenbildschirme durch Flachbildschirme abgel&ouml;st werden, wird in Deutschland eine Rauchmelderpflicht eingef&uuml;hrt. Zwar sind elektrische Ger&auml;te immer noch eine h&auml;ufige Brandursache, beispielsweise durch Kurzschluss, Kontaktfehler oder &uuml;berm&auml;&szlig;ige Beanspruchung, doch statt auf Pr&auml;vention, die auf Sicherheitsregeln im Umgang mit elektrischen Ger&auml;ten abzielte<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17238\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[123,129,150],"tags":[],"class_list":["post-17238","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kampagnentarnworteneusprech","category-lobbyorganisationen-und-interessengebundene-wissenschaft","category-verbraucherschutz"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17238","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=17238"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17238\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17244,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17238\/revisions\/17244"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=17238"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=17238"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=17238"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}