{"id":17243,"date":"2013-05-14T09:20:11","date_gmt":"2013-05-14T07:20:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17243"},"modified":"2013-05-14T09:20:11","modified_gmt":"2013-05-14T07:20:11","slug":"hinweise-des-tages-1878","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17243","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/B)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17243#h01\">Sch&auml;uble zum Thema &bdquo;Euro- und EU-Finanzministertreffen: Wie weiter sparen?&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17243#h02\">Exzessive Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse Deutschlands: Kommission muss jetzt handeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17243#h03\">Peter Bofinger: &bdquo;Die Schuldenbremse ist pervers&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17243#h04\">Entmachtet die Bundesbank!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17243#h05\">Alternativen zur Sparpolitik &ndash; Klotzen wie Keynes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17243#h06\">&bdquo;Uns droht Troika f&uuml;r alle&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17243#h07\">Stress am Arbeitsplatz als ernstes Problem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17243#h08\">DGB-Expertise: Ausbildungsbetriebe besser kontrollieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17243#h09\">Regierung: Deutschland f&uuml;r Arbeitskr&auml;fte aus Rum&auml;nien und Bulgarien attraktives Zielland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17243#h10\">Unions-Mittelstand will bei &auml;lteren Arbeitslosen k&uuml;rzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17243#h11\">Die Endlagerl&uuml;ge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17243#h12\">Deutsche Bank wegen Landraub in der Kritik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17243#h13\">Enquete-Kommission &bdquo;Wachstum, Wohlstand, Lebensqualit&auml;t&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17243#h14\">Freihandelsabkommen bedroht Kultur-Vielfalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17243#h15\">Merkel bei Kino-Vorf&uuml;hrung: Am&uuml;siert in Reihe f&uuml;nf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17243#h16\">Antwort der Bundesregierung zu Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen in Forschung und Wissenschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17243#h17\">Sparpl&auml;ne: Springer will bei &ldquo;Bild&rdquo;-Gruppe bis zu 200 Stellen streichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17243#h18\">Heftige Kritik an Anti-AdBlocker-Kampagne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17243#h19\">Veranstaltungshinweis: Massenarbeitslosigkeit in Europa &ndash; Auswege aus der Krise<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17243&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Sch&auml;uble zum Thema &bdquo;Euro- und EU-Finanzministertreffen: Wie weiter sparen?&ldquo;<\/strong><br>\nSch&auml;uble &auml;u&szlig;erte sich zuversichtlich, dass die Euro-Finanzminister heute Hilfen f&uuml;r Griechenland und Zypern freigeben. Nat&uuml;rlich h&auml;tten beide L&auml;nder &bdquo;erhebliche Schwierigkeiten. Sonst w&auml;ren sie ja nicht in die Lage gekommen, in der sie sind.&ldquo;<br>\nSch&auml;uble:.. Ja gut, in Slowenien hat ja die neu gew&auml;hlte Regierung gesagt, sie wolle kein Programm beantragen. Sie schaffe das aus eigener Kraft. Das kann Slowenien auch schaffen. Dazu muss es allerdings auch einige schmerzhafte Sanierungseingriffe machen. Das ist in jedem Fall notwendig, mit oder ohne Programm [&hellip;] Wir haben es auch gerade wieder beim Treffen der G7-Finanzminister in London in der vergangenen Woche ja gesehen. Es stimmen eigentlich alle &uuml;berein &hellip;<br>\nLueb: Aber es gibt unterschiedliche Ans&auml;tze. Der Chef&ouml;konom der UNO-Konferenz f&uuml;r Handel und Entwicklung, Flassbeck, fordert etwa, dass Deutschland auf ein St&uuml;ck  Wettbewerbsf&auml;higkeit verzichtet. Konkret meint er, die L&ouml;hne in Deutschland sollten &uuml;ber Jahre hinweg stark ansteigen. Das sei besser, als die L&ouml;hne in Frankreich und Italien zu senken. Kann Deutschland die derzeit Schw&auml;cheren in der EU so mitnehmen oder ist das in Ihren Augen sozialistisches Geschw&auml;tz?<br>\nSch&auml;uble: Schauen Sie, es gibt unterschiedliche Meinungen. Aber Herr Flassbeck war nun wirklich der Chef&ouml;konom von Oskar Lafontaine. Und was der angerichtet hat Anfang der rot-gr&uuml;nen Regierungszeit haben wir ja noch ungef&auml;hr in Erinnerung. Selbst Sozialdemokraten wissen das. Deswegen ist der nun nicht die beste Quelle, um sich darauf zu berufen auf seine &ouml;konomischen Ansichten [&hellip;] Wir halten dies f&uuml;r falsch, ja. Wir m&uuml;ssen nat&uuml;rlich darauf achten, dass Deutschland wettbewerbsf&auml;hig bleibt. Europa wird ja nicht geholfen, wenn Deutschland schw&auml;cher wird, sondern Europa ist nur zu helfen, wenn wirklich viele L&auml;nder stark sind. Und nat&uuml;rlich brauchen wir Solidarit&auml;t. Das muss man miteinander verbinden. Aber nun zu glauben, man muss nur mehr Geld ausgeben und dann hat man keine Probleme auf der Welt. Die Katastrophe haben wir ja erlebt vor einigen Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/swr2\/programm\/sendungen\/tagesgespraech\/-\/id=11233664\/property=download\/nid=660264\/8sa845\/swr2-tagesgespraech-20130513.pdf\">SWR 2 [PDF &ndash; 110 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Sch&auml;uble ist derart gefangen in seinem ideologischen Geh&auml;use, dass man geradezu von einem Gefangenensyndrom sprechen muss. Alles was seiner der Wirklichkeit enthobenen Denkwelt nicht entspricht, wird verharmlost oder nicht mehr wahrgenommen. Da werden die nur noch als katastrophal zu bezeichnenden Verh&auml;ltnisse in Griechenland, als &bdquo;erhebliche Schwierigkeiten&ldquo; abgetan oder er spricht in Slowenien von &bdquo;einigen schmerzhaften Sanierungseingriffen&ldquo;, gerade so als ging es um die Operation einer Geschwulst.<br>\nDa wird der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17215#h02\">Aufstand gegen Deutschlands Spardiktat bei G 7-Finanzministertreffen<\/a> geleugnet: &ldquo;Es stimmen eigentlich alle &uuml;berein.&ldquo;<br>\nJeder alternative Gedanke wird polemisch abgewehrt: &bdquo;Flassbeck war nun wirklich der Chef&ouml;konom von Oskar Lafontaine.&ldquo; Eine St&auml;rkung der Binnennachfrage durch h&ouml;here L&ouml;hne und damit eine wirtschaftspolitische Umkehr von der Exportabh&auml;ngigkeit und dem Niederkonkurrieren der europ&auml;ischen Nachbarl&auml;nder h&auml;lt Sch&auml;uble schlicht &bdquo;f&uuml;r falsch&ldquo;.<br>\nDer Fetisch der &bdquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&ldquo; h&auml;lt ihn und die Bundesregierung in ihrem Bann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Exzessive Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse Deutschlands: Kommission muss jetzt handeln<\/strong><br>\nEine aktuelle Ver&ouml;ffentlichung der Bundesbank zu Deutschlands Leistungsbilanzstatistiken korrigierte den deutschen Leistungsbilanz&uuml;berschuss deutlich nach oben. Deutschland hat weit mehr exportiert als noch im letzten Jahr angenommen. Im Zuge der Reform des Stabilit&auml;ts- und Wachstumspaktes (sog. &ldquo;Sixpack&rdquo;) wurde ein Verfahren gegen makro&ouml;konomische Ungleichgewichte eingef&uuml;hrt, das aus einem Fr&uuml;hwarnsystem aus zehn Indikatoren besteht. Stellt die Kommission bei &Uuml;berschreiten der Schwellenwerte ein starkes Ungleichgewicht in einem Mitgliedsstaat fest, kann die Beh&ouml;rde ein Verfahren zum Abbau exzessiver Ungleichgewichte (Excessive Imbalance Procedure) vorschlagen. Dann muss der betroffene Mitgliedsstaat einen genauen Aktionsplan vorlegen, um zu zeigen, wie er das Problem in den Griff bekommen will. Setzt der Mitgliedsstaat die Kommissionsempfehlungen nicht ausreichend um, drohen ihm finanzielle Sanktionen.<br>\nBislang konnte Deutschland im Dreijahresdurchschnitt immer knapp unter oder ganz knapp &uuml;ber dem Schwellenwert des Fr&uuml;hwarnsystems von 6% bleiben und so eine versch&auml;rfte Untersuchung und &Uuml;berwachung mit m&ouml;glichen Sanktionen durch die Kommission vermeiden. Laut j&uuml;ngsten Zahlen der Bundesbank ergibt sich f&uuml;r Deutschland ein Dreijahresdurchschnitt des Leistungsbilanz&uuml;berschusses von 6,5% des BIP.\n<table>\n<tr>\n<th>Jahr<\/th>\n<th>Leistungsbilanz&uuml;berschuss<\/th>\n<th>BIP (in Milliarden Euro)<\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>2010<\/td>\n<td>155,99<\/td>\n<td>2496,2<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>2011<\/td>\n<td>161,2<\/td>\n<td>2592,6<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>2012<\/td>\n<td>185,43<\/td>\n<td>2643,9<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>3-Jahresdurchnitt: 6,499864%<\/p>\n<p>Quelle 1: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/ZahlenFakten\/GesamtwirtschaftUmwelt\/VGR\/Inlandsprodukt\/Tabellen\/Gesamtwirtschaft.html\">Bruttoinlandsprodukt: Statistisches Bundesamt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bundesbank.de\/Redaktion\/DE\/Downloads\/Statistiken\/Aussenwirtschaft\/Zahlungsbilanz\/sdds_zb_revisionen_2012.pdf?__blob=publicationFile\">Leistungsbilanz&uuml;berschuss: Deutsche Bundesbank [PDF &ndash; 25 KB]<\/a><\/p>\n<p>Sven Giegold, wirtschafts- und finanzpolitischer Sprecher der Gr&uuml;nen im Europaparlament, kommentiert die Ver&ouml;ffentlichung der Leistungsbilanzstatistiken:<\/p>\n<blockquote><p>[&hellip;]<\/p>\n<p>&Uuml;ber Jahre hinweg hat sich Deutschland mit starker Lohnzur&uuml;ckhaltung einen Exportvorteil gegen&uuml;ber anderen EWU Mitgliedsstaaten gesichert. Diese Politik ist nicht nur unsolidarisch und gegen&uuml;ber den Arbeitnehmern unfair, sondern fu&szlig;t darauf, dass man sich nicht an getroffene Vereinbarungen gehalten hat: W&auml;hrend heutige Krisenstaaten &uuml;ber die vereinbarte 2% Kerninflationsrate hinaus geschossen sind, stiegen die Preise in Deutschland nur um ca. 1%. Die Krisenstaaten haben damit prim&auml;r sich selbst geschadet. Deutschlands Politik war Gift f&uuml;r alle anderen Mitgliedsstaaten, deren Wirtschaft durch verbilligte Erzeugnisse aus Deutschland unter Druck gesetzt wurde.<\/p>\n<p>Bis heute verschlie&szlig;t die deutsche Regierung die Augen davor, dass krisengebeutelte Staaten nur eine Chance haben, den geforderten Aufschwung zu schaffen, wenn man ihnen Raum f&uuml;r Exporte l&auml;sst. Die Kommission muss dieses europ&auml;ische Interesse vertreten und damit aufh&ouml;ren den gro&szlig;en Fisch Deutschland im europ&auml;ischen Teich unbehelligt zu lassen. Bei kleinen Krisenstaaten ziert man sich nicht, Warnungen auszusprechen und Reformen zu verlangen. Es ist allerdings nicht zu erkl&auml;ren, dass man kleinen Staaten, wie etwa Slowenien, die unter stark angestiegener privater und &ouml;ffentlicher Verschuldung leiden, ein Ungleichgewichtsverfahren aufbrummt und vor den deutschen &Uuml;bersch&uuml;ssen die Augen verschlie&szlig;t.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2013\/exzessive-leistungsbilanzuberschusse-deutschlands-kommission-muss-jetzt-handeln\/\">Sven Giegold<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Peter Bofinger: &bdquo;Die Schuldenbremse ist pervers&ldquo;<\/strong><br>\nWenn die Probleml&auml;nder weiter mitten in der Rezession die Staatsausgaben k&uuml;rzen, wird das ihren Niedergang und die Arbeitslosigkeit so versch&auml;rfen, dass die Regierungen weitere Sparprogramme nicht mehr durchsetzen k&ouml;nnen &ndash; und dann wird es zum Schwur kommen &hellip;<br>\nEntweder sie scheiden freiwillig aus dem Euro aus, weil sie lieber eine neue, eigene W&auml;hrung 20 Prozent abwerten, als noch einmal 20 Prozent Lohnsenkung durchzusetzen &hellip;<br>\nOder man muss sie &ndash; wenn es beim bisherigen Kurs bleibt &ndash; rauswerfen, indem man sie insolvent gehen l&auml;sst &hellip;<br>\nBei uns hei&szlig;t es immer, man k&ouml;nne Schulden nicht mit Schulden bek&auml;mpfen. Das ist falsch. Das Problem ist die exzessive private Geldersparnis, die der Wirtschaft Nachfrage entzieht und alles bremst. Die Amerikaner bek&auml;mpfen das richtigerweise mit einer h&ouml;heren Staatsverschuldung. Wenn der private Sektor seine Ausgaben normalisiert, kann der Staat das Defizit zur&uuml;ckfahren.<br>\n&hellip; wir m&uuml;ssten endlich den Mut haben, den Konstruktionsfehler des Euro zu beseitigen, n&auml;mlich dass alle 17 L&auml;nder eine rein nationale Fiskalpolitik machen. Man h&auml;tte l&auml;ngst sagen m&uuml;ssen: Wenn ihr den Euro wollt, dann m&uuml;ssen wir die Integration so organisieren, dass das System stabil wird &hellip;<br>\nWir brauchen die gemeinschaftliche Haftung. Gemeinsam sind die Euro-Staaten genauso stark wie die USA. Darum haben wir als Sachverst&auml;ndigenrat Ende 2011 einen Schuldentilgungspakt vorgeschlagen, mit dem alle Schulden &uuml;ber 60 Prozent der jeweiligen nationalen Wirtschaftsleistung in einen Fonds &uuml;bertragen w&uuml;rden, f&uuml;r den gemeinschaftlich gehaftet wird. Damit w&uuml;rden wir das Insolvenzrisiko f&uuml;r einzelne Staaten aus der Welt schaffen, das bisher alles durcheinanderbringt &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/zukunft-des-euro-die-schuldenbremse-ist-pervers\/8189020.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Entmachtet die Bundesbank!<\/strong><br>\nWie w&uuml;rden wir heute &uuml;ber die Schuldenkrise, die Euro-Krise sprechen, wenn die Gr&uuml;ndungsv&auml;ter des Euro konsequent gewesen w&auml;ren &ndash; und die nationalen Notenbanken abgeschafft h&auml;tten? An ihre Stelle w&auml;ren Notenbankdistrikte getreten, wie in den USA, die wenig bis nichts gemein haben mit den Bundesstaaten beziehungsweise in unserem Fall, den Nationalstaaten. [&hellip;]<br>\nWelche Vorteile h&auml;tte die Abschaffung der nationalen Notenbanken? Ich sehe sieben:<br>\nDie EZB w&uuml;rde viel unabh&auml;ngiger agieren k&ouml;nnen und das Notwendige zum Funktionieren der W&auml;hrungsunion tun, denn die m&auml;chtigen nationalen Hauptst&auml;dte w&uuml;rden bei einer Aufteilung in f&uuml;nf Distrikte wenig Drohpotenzial aufbauen k&ouml;nnen.<br>\nDeutschland m&uuml;sste sich nicht vor k&uuml;nftiger Inflation f&uuml;rchten, wie die S&uuml;dl&auml;nder nie eine Allianz gegen die Nordl&auml;nder bilden k&ouml;nnten.<br>\nZahlungs- und Leistungsbilanzsalden verl&ouml;ren ihren Schrecken, wie es sich f&uuml;r eine echte W&auml;hrungsunion geh&ouml;rt.<br>\nDie enge Verzahnung zwischen nationalem Bankensystem und der nationalen Staatsschuld w&auml;re geringer.<br>\nDie ganze Target-Debatte g&auml;be es gar nicht, weil die Salden nie nationalisiert w&uuml;rden.<br>\nDie Idee, wieder nationale W&auml;hrungen einzuf&uuml;hren, w&auml;re noch abwegiger.<br>\nDie AfD w&auml;re nie gegr&uuml;ndet worden.<br>\nWelche Nachteile? Ich sehe keine. Sie etwa?<br>\nAlso lasst uns die Bundesbank abschaffen!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2013\/05\/13\/entmachtet-die-bundesbank-2_6036\">ZEIT Herdentrieb<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Alternativen zur Sparpolitik &ndash; Klotzen wie Keynes<\/strong><br>\nSparen, sparen, sparen. Das verschlimmert die Probleme der hochverschuldeten Krisenstaaten, sagen viele Experten. Sie alle berufen sich auf den britischen &Ouml;konomen John Maynard Keynes, der in der Gro&szlig;en Depression der 1930er Jahre empfahl, in Zeiten der Krise gerade nicht zu sparen. Aber wie w&uuml;rde eine Politik &agrave; la Keynes in der heutigen Situation konkret funktionieren?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/alternativen-zur-sparpolitik-klotzen-wie-keynes-1.1365413\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&bdquo;Uns droht Troika f&uuml;r alle&ldquo;<\/strong><br>\nNicht nur die S&uuml;deurop&auml;er sollen L&ouml;hne k&uuml;rzen. Auch f&uuml;r die anderen L&auml;nder habe die EU-Kommission solche Pl&auml;ne, warnt Tarifexperte Thorsten Schulten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Tarifexperte-ueber-Folgen-der-Krise\/!116104\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Stress am Arbeitsplatz als ernstes Problem<\/strong><br>\nBelastungen am Arbeitsplatz f&uuml;hren immer &ouml;fter zu psychischen Erkrankungen bei Arbeitnehmern und sind somit zu einem Problem geworden, auf das auch der Gesetzgeber Antworten finden sollte. Diese Meinung vertrat eine Mehrheit von Sachverst&auml;ndigen in einer Anh&ouml;rung des Ausschusses f&uuml;r Arbeit und Soziales am Montagnachmittag.<br>\nGegenstand der Anh&ouml;rung waren vier Antr&auml;ge zu psychischen Belastungen in der Arbeitswelt. Die drei Antr&auml;ge der Oppositionsfraktionen konzentrieren sich vor allem darauf, eine &bdquo;Anti-Stress-Verordnung&ldquo; zu fordern, mit der Regelungsl&uuml;cken im Arbeits- und Gesundheitsschutz geschlossen werden k&ouml;nnen. Sie begr&uuml;nden ihre Initiativen mit der steigenden Zahl psychischer Erkrankungen bei den Besch&auml;ftigten. Die Verordnung m&uuml;sse, so hei&szlig;t es im SPD-Antrag (17\/12818), einen verbindlichen Bezugsrahmen f&uuml;r Betriebe und Aufsichtsbeh&ouml;rden schaffen. Faktoren wie Arbeitsorganisation, Gestaltung der Arbeitsaufgabe und Arbeitszeit sollten darin ber&uuml;cksichtigt werden, schreiben die Sozialdemokraten. Sie werfen der Bundesregierung vor, den Handlungsbedarf angesichts der Zunahme arbeitsbedingter psychischer Belastungen zu ignorieren. B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen stellen in ihrem Antrag (17\/10867) fest, dass in Deutschland zwar Arbeitsschutzgesetze existierten, es aber ein &bdquo;Umsetzungsdefizit&ldquo; auf betrieblicher und gesetzgeberischer Ebene gebe. So fehlten vielen Betrieben Gef&auml;hrdungsbeurteilungen, die aufzeigen, welche gesundheitlichen Belastungen auftreten und wie sie vermieden werden k&ouml;nnen. Die Fraktion Die Linke betont, dass es entscheidend sei, dass Besch&auml;ftigte ihre Arbeitsbedingungen st&auml;rker mitgestalten k&ouml;nnen. Stress entstehe haupts&auml;chlich dann,<br>\nwenn ein hoher Verantwortungsumfang mit nur einem geringen Handlungsspielraum bei der Gestaltung des Arbeitsprozesses einhergeht, schreibt die Fraktion in ihrem Antrag (17\/11042). Die Abgeordneten von CDU\/CSU und FDP verlangen in ihrem Antrag (17\/13088) von der Bundesregierung, durch mehr &Ouml;ffentlichkeitsarbeit bei Unternehmen, Verwaltungen und Belegschaften f&uuml;r mehr betriebliche Gesundheitsf&ouml;rderung zu werben. Au&szlig;erdem m&uuml;ssten der Zusammenhang zwischen Arbeitsbedingungen und psychischen Erkrankungen besser erforscht werden, hei&szlig;t es in dem Antrag. Grunds&auml;tzlich betonen beide Fraktionen jedoch das Prinzip der freiwilligen L&ouml;sungen f&uuml;r die Betriebe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2013_05\/2013_259\/02.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Und die <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/news\/standards\/bild-kommentar\/burn-outnicht-schon-wieder-eine-verordnung-30343786.bild.html\">Bild-Zeitung ver&ouml;ffentlicht zur Anti-Stress-Verordnung<\/a> mal wieder einen &bdquo;Heile-Heile-G&auml;nschen&ldquo;-Kommentar und f&uuml;hrt ihre Hauptlesergruppe mit Arbeitgeberparolen an der Nase herum. Ein BMW-Manager meinte in der Anh&ouml;rung: &bdquo;Die Kommunikation mit den Mitarbeitern spiele dabei eine entscheidende Rolle und sollte idealerweise 30 Prozent der F&uuml;hrungsaufgaben ausmachen.&ldquo; Bild dient als Sprachrohr der Arbeitgeber: &bdquo;Vor allem sollten alle miteinander reden &ndash; dann brauchen wir im Land mit der geringsten europ&auml;ischen Arbeitslosenquote keine Anti-Stress-Verordnung vom Staat.&ldquo;<br>\nWas die Arbeitslosenquote allerdings mit Stress am Arbeitsplatz zu tun hat, kann man allerdings nur noch d&uuml;mmlicher Regierungspropaganda erkl&auml;ren.<br>\nSiehe zum Stress am Arbeitsplatz aus der <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/karriere\/anti-stress-verordnung-dem-kopf-soll-es-besser-gehen-1.1664142\">S&uuml;ddeutschen Zeitung<\/a>: &bdquo;52 Millionen Fehltage wegen psychischer Leiden gab es 2011. Die Kosten daf&uuml;r gehen in den zweistelligen Milliardenbereich. Jetzt wollen die L&auml;nder gegensteuern &ndash; und die Arbeitgeber gesetzlich dazu verpflichten, ihre Angestellten vor Stress zu sch&uuml;tzen&hellip; Nach Angaben der L&auml;nder werden die Kosten psychischer Erkrankungen auf insgesamt &uuml;ber 43 Milliarden Euro gesch&auml;tzt. 2011 seien durch psychische Leiden insgesamt 52 Millionen Arbeitsunf&auml;higkeitstage angefallen &ndash; die Zahl ist in den vergangenen f&uuml;nf Jahren um etwa 80 Prozent angestiegen. Psychische Erkrankungen seien zudem inzwischen die Hauptursache f&uuml;r Fr&uuml;hverrentungen. Die Betroffenen seien dabei mit durchschnittlich 48 Jahren relativ jung.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>DGB-Expertise: Ausbildungsbetriebe besser kontrollieren<\/strong><br>\nEine schlechte Ausbildungsqualit&auml;t bescheinigt der DGB den Branchen, die Schwierigkeiten haben, ihre Ausbildungspl&auml;tze zu besetzen. &bdquo;Gerade die Branchen, die lautstark &uuml;ber einen Bewerbermangel klagen, haben die schlechtesten Ausbildungsbedingungen. Viele Betriebe sind schlicht nicht ausbildungsreif: Sie halten viele &Uuml;berstunden, unregelm&auml;&szlig;ige Arbeitszeiten und eine niedrige Verg&uuml;tung f&uuml;r normal&ldquo;, beklagt die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock &hellip;<br>\nDer DGB hat die Schwierigkeiten der Betriebe bei der Besetzung von Ausbildungspl&auml;tzen untersucht und auf der Grundlage des Berufsbildungsberichts 2013 die Studie &bdquo;Hohe Abbrecherquoten, geringe Verg&uuml;tung, schlechte Pr&uuml;fungsergebnisse &ndash; Viele Betriebe sind nicht ausbildungsreif&ldquo; ver&ouml;ffentlicht. Danach haben wesentlich mehr BewerberInnen (insgesamt 76.000) einen Ausbildungsplatz gesucht als Pl&auml;tze (33.600) unbesetzt blieben. Rechnerisch h&auml;tte somit jede offene Stelle mehr als zweimal besetzt werden k&ouml;nnen. Gleichzeitig ist aber die Zahl der Betriebe, die ihre Ausbildungspl&auml;tze nicht besetzen k&ouml;nnen, signifikant gestiegen.<br>\nW&auml;hrend 76.000 Jugendliche noch dringend einen Ausbildungsplatz suchen, haben viele Betriebe zunehmend Probleme, BewerberInnen f&uuml;r ihre Pl&auml;tze zu finden. Der Berufsbildungsbericht 2013 zeigt dabei deutliche Ungleichgewichte auf dem Ausbildungsmarkt: W&auml;hrend  einige Berufe sehr gefragt waren, gab es bei den Berufen Restaurantfachmann\/-frau, Fachmann\/-frau f&uuml;r Systemgastronomie, Klempner\/- in, Fachverk&auml;ufer\/-in im Lebensmittelhandwerk, B&auml;cker\/-in und Fachkraft im Gastgewerbe wie auch in den Vorjahren viele unbesetzte Stellen.<br>\nW&auml;hrend die Spitzenverb&auml;nde der Wirtschaft oft eine &bdquo;mangelnde Ausbildungsreife&ldquo; der Jugendlichen beklagen, fehlt in der &ouml;ffentlichen Debatte ein systematischer Blick auf die &bdquo;Ausbildungsreife der Betriebe&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++d5a3e2f0-bbbd-11e2-a7b3-00188b4dc422\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Regierung: Deutschland f&uuml;r Arbeitskr&auml;fte aus Rum&auml;nien und Bulgarien attraktives Zielland<\/strong><br>\nEnde vergangenen Jahres haben sich in Deutschland gut 205.000 rum&auml;nische und knapp 119.000 bulgarische Staatsb&uuml;rger aufgehalten. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung (17\/13322) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (17\/12895) hervor. Danach hielten sich Ende 2011 mehr als 159.000 Rum&auml;nen und fast 94.000 Bulgaren in der Bundesrepublik auf.<br>\nWie die Regierung schreibt, waren nach vorl&auml;ufigen Angaben der Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) im Dezember vergangenen Jahres 109.549 rum&auml;nische und bulgarische Staatsangeh&ouml;rige in Deutschland sozialversicherungspflichtig oder ausschlie&szlig;lich geringf&uuml;gig besch&auml;ftigt. F&uuml;r beide L&auml;nder zusammen bedeute dies im Vorjahresvergleich eine Steigerung um 24.900 Besch&auml;ftigte (plus 29,4 Prozent). Die Besch&auml;ftigten aus den zwei L&auml;ndern machten mit rund 0,3 Prozent aller Besch&auml;ftigten nur einen kleinen Teil der Arbeitskr&auml;fte in Deutschland aus.<br>\nDie gestiegene Zahl sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigter aus beiden L&auml;ndern zeigt laut Bundesregierung, &bdquo;dass Deutschland vor allem auch f&uuml;r Arbeitskr&auml;fte aus Rum&auml;nien und Bulgarien ein attraktives Zielland darstellt&ldquo;. Die aktuellen Zahlen zu den Zu- und Fortz&uuml;gen lie&szlig;en zudem erkennen, &bdquo;dass diese Arbeitskr&auml;fte nach Beendigung ihrer Besch&auml;ftigungsphasen (beispielsweise als Saisonarbeitskr&auml;fte) das Land oftmals auch wieder verlassen&ldquo;.<br>\nIm Februar 2013 gab es laut Vorlage insgesamt 7.478 Arbeitslose mit rum&auml;nischer und 5.846 Arbeitslose mit bulgarischer Staatsangeh&ouml;rigkeit. &bdquo;Damit waren insgesamt rund 0,4 Prozent aller Arbeitslosen (3.156.242 im Februar 2013) aus Rum&auml;nien oder Bulgarien&ldquo;, hei&szlig;t es in der Antwort weiter. Nach Berechnungen des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) auf Grundlage von Angaben der Statistik der BA habe sich die Arbeitslosenquote &ndash; berechnet auf Basis der abh&auml;ngig zivilen Erwerbst&auml;tigen &ndash; der Bulgaren und Rum&auml;nen im Dezember 2012 auf 9,6 Prozent belaufen. Sie sei damit &bdquo;signifikant niedriger als bei den Ausl&auml;ndern insgesamt (16,4 Prozent)&ldquo; gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2013_05\/2013_256\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Unions-Mittelstand will bei &auml;lteren Arbeitslosen k&uuml;rzen<\/strong><br>\nIn der Union gibt es Bestrebungen, die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I generell auf zw&ouml;lf Monate zu beschr&auml;nken. Eine solche Reform w&uuml;rde vor allem &auml;ltere Arbeitslose treffen. &ldquo;Der Fachkr&auml;ftemangel kann nicht nur international beseitigt werden, vielmehr gilt es, auch national das Potential, das in Teilzeitbesch&auml;ftigten, &auml;lteren Mitb&uuml;rgern und Arbeitslosen existiert, f&uuml;r den Arbeitsmarkt zu gewinnen&rdquo;, hei&szlig;t es in den Empfehlungen des Parlamentskreises Mittelstand in der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion f&uuml;r das Wahlprogramm der Unionsparteien. Die Forderung ist politisch brisant. Zwar ist die Bezugsdauer f&uuml;r die meisten ALG-I-Empf&auml;nger derzeit ohnehin auf ein Jahr beschr&auml;nkt. Ausnahmen gibt es jedoch vor allem f&uuml;r &auml;ltere Arbeitslose, die besonders lange besch&auml;ftigt waren. Diese Regelung hatte 2006 der damalige Ministerpr&auml;sident Nordrhein-Westfalens, J&uuml;rgen R&uuml;ttgers, nach hitzigem Streit in der CDU durchgesetzt. Seitdem kann das Arbeitslosengeld beispielsweise f&uuml;r Menschen, die &auml;lter als 58 Jahre sind, bis zu zwei Jahre lang ausgezahlt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/vorab\/unions-mittelstand-will-bei-aelteren-arbeitslosen-kuerzen-a-899282.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Innerhalb der SPD war es seinerzeit Kurt Beck, der die Verl&auml;ngerung des Arbeitslosengeldbezuges f&uuml;r &auml;ltere Arbeitslose gegen den Widerstand des &ldquo;Sozialdemokraten&rdquo; M&uuml;ntefering durchgesetzt hatte. Diese geringf&uuml;gige Zur&uuml;cknahme bei der &ldquo;Agenda 2010&rdquo; erfolgte seinerzeit v.a. wegen der Furcht vor einem weiteren Anwachsen der Linkspartei. Nun mu&szlig; bei der Union als Argument zur Beseitigung des angeblichen &ldquo;Facharbeitermangels&rdquo; neben dem freudig begr&uuml;&szlig;ten Anstieg bei der Zuwanderung auch die K&uuml;rzung des ALG I f&uuml;r &auml;ltere Arbeitslose daf&uuml;r herhalten, den Druck auf die hiesigen L&ouml;hne und Geh&auml;lter auch in den kommenden Jahren aufrechtzuerhalten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Endlagerl&uuml;ge<\/strong><br>\n&hellip; Eine solche L&uuml;ge ist hierzulande seit Jahrzehnten konstituierender Bestandteil der politischen Auseinandersetzungen um die Langfristlagerung von Atomm&uuml;ll, und sie besteht in der stereotypen Verwendung des Terminus&lsquo; Endlager durch die politischen Entscheidungstr&auml;ger und ihre wissenschaftliche, mediale und atomindustrielle Entourage. Der Kern der L&uuml;ge ist dabei bereits im Begriff manifest &ndash; denn&hellip;There is no such thing as final disposal of nuclear waste &ndash; so etwas wie Endlagerung von Atomm&uuml;ll gibt es nicht. Der Grund daf&uuml;r ist ebenso simpel wie unumst&ouml;&szlig;lich: Radioaktivit&auml;t, radioaktive Stoffe k&ouml;nnen nicht &bdquo;entsorgt&ldquo; werden. (Die fr&uuml;here Idee, Atomm&uuml;ll ins Weltall zu verklappen, wurde aus naheliegenden Gr&uuml;nden gar nicht erst erprobt.) Radioaktivit&auml;t kann sich nur selbst beseitigen &ndash; auf dem Wege des nat&uuml;rlichen Zerfalls ihrer Tr&auml;gerelemente (Uran, Plutonium, C&auml;sium, Jod und andere). Das Ma&szlig; der Dinge ist dabei die sogenannte Halbwertzeit. Das ist jene Spanne, die vergeht, bis die gegebene Masse einer radioaktiven Substanz sich durch Zerfalls- beziehungsweise Umwandlungsprozesse unter Freisetzung von Strahlung halbiert hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2013\/05\/die-endlagerluege-24874.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Deutsche Bank wegen Landraub in der Kritik<\/strong><br>\nErneut ger&auml;t der Branchenprimus wegen ethisch fragw&uuml;rdiger Gesch&auml;fte in die Schlagzeilen: &Uuml;ber eine Tochterfirma soll das Kreditinstitut in Landgrabbing in Laos und Kambodscha verstrickt sein. Dem Bericht zufolge wurde das Land oft ohne Kenntnis der Dorfbewohner verkauft. Viele Einheimische wurden vertrieben, sie leiden nun unter Nahrungs- und Wasserknappheit. &ldquo;Wir haben 60 Prozent unserer Reisfelder verloren &ndash; das Unternehmen hat alles umgepfl&uuml;gt. Sie haben uns keine Entsch&auml;digung gegeben&rdquo;, klagt ein Dorfbewohner im Guardian. Die Ausma&szlig;e des Engagements sind freilich gering: Global Witness behauptet, dass die IFC derzeit 14,95 Millionen Dollar in einen vietnamesischen Fonds investiert, der mit fast 5 Prozent an Hagl beteiligt ist. Die Deutsche Bank bes&auml;&szlig;e Hagl-Aktien f&uuml;r 4,5 Millionen US-Dollar sowie Aktien der Konzerngesellschaft Dong Phu der VRG im Wert von 3,3 Millionen US-Dollar. W&auml;hrend die IFC best&auml;tigt, diese Anteile zu besitzen, wies die Deutsche Bank die Vorw&uuml;rfe zur&uuml;ck. Man sei nur als Verwalter f&uuml;r Hagl t&auml;tig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2013%2F05%2F14%2Fa0067&amp;cHash=cc001a6e9eae6eb05af8e93d7a17a9ae\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nun ja, wir wissen, woran wir mit den global agierenden Banken dieser Welt sind. Sie verwalten viel, wohl auch &hellip; manch R&auml;uberbande. Wirklich erschreckend ist, dass Kambodscha, fast drei Viertel seiner anbauf&auml;higen Landesfl&auml;che f&uuml;r industrielle Landwirtschaft verpachtet und davon wiederum 80 Prozent in Kautschukplantagen umgewandelt wurden. Kambodscha liefert sich damit einer fragw&uuml;rdigen Monokultur aus, das u. a. Selbstversorgung mit Reis gef&auml;hrdet. Kautschuk ist neben der Textilproduktion ein wichtiges Exportprodukt. Allerdings werfen diese Investitionen nur minimale Steuerertr&auml;ge ab, und der Verkaufserl&ouml;s geht in diesem hochkorrupten Land weitgehend in die Taschen der staatlichen F&uuml;hrungsebene in Politik und Armee.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Enquete-Kommission &bdquo;Wachstum, Wohlstand, Lebensqualit&auml;t&ldquo;<\/strong><br>\nDie Politik soll sich nicht mehr allein an der Steigerung der Wirtschaftsleistung, sondern verst&auml;rkt auch an &ouml;kologischen Erfordernissen und der sozialen Balance ausrichten. St&uuml;tzen soll sich ein solches Umdenken auf das von der Enquetekommission &ldquo;Wachstum, Wohlstand, Lebensqualit&auml;t&rdquo; entworfene &ldquo;W3 Indikatoren&rdquo;-Modell, das Lebensqualit&auml;t nicht nur &uuml;ber das am Wachstum orientierte Bruttoinlandsprodukts (BIP) definiert und misst, sondern auch anhand der Kriterien &ldquo;&Ouml;kologie&rdquo; sowie &ldquo;Soziales und Teilhabe&rdquo;. Das Gremium pocht darauf, dass sich Parlament und Regierung k&uuml;nftig regelm&auml;&szlig;ig mit der Entwicklung der auf diese Weise ermittelten Lebensqualit&auml;t befassen. So lautet eine zentrale Botschaft des Abschlussberichts der 17 Abgeordneten und 17 Wissenschaftler, den jetzt der Deutsche Bundestag als Drucksache 17\/13300 ver&ouml;ffentlicht hat &hellip;<br>\nWichtigstes Ergebnis der &uuml;ber zweij&auml;hrigen Arbeit ist das &ldquo;W3&rdquo;-Konzept, dessen Gr&ouml;&szlig;en &ldquo;Materieller Wohlstand&rdquo;, &ldquo;Soziales und Teilhabe&rdquo; sowie &ldquo;&Ouml;kologie&rdquo; Auskunft geben sollen, wie es um die Wohlfahrt im Land steht. Aufgeschl&uuml;sselt werden diese drei Kriterien durch zehn &ldquo;Leitindikatoren&rdquo; wie etwa BIP, Einkommensverteilung, Besch&auml;ftigungsquote, Artenvielfalt oder Emissionen von Treibhausgasen sowie durch neun &ldquo;Warnlampen&rdquo; und eine &ldquo;Hinweislampe&rdquo; &ndash; wobei es sich bei Letzteren unter anderem um Arbeitsqualit&auml;t oder Weiterbildung dreht. Die Politik soll eingreifen, sobald &ldquo;W3&rdquo; Alarm schl&auml;gt &ndash; wenn beispielsweise das Besch&auml;ftigungsniveau sinkt, der materielle Wohlstand abnimmt oder sich der Zustand der Umwelt wegen der Treibhausgase verschlechtert.<br>\nDer Bericht offenbart, dass auch f&uuml;rderhin umstritten bleiben wird, welchen Stellenwert Wachstum konkret haben soll. Die Fraktionen von CDU\/CSU und FDP bestehen auf einem positiven Verst&auml;ndnis von Wachstum: Dieses schaffe finanzielle und technisch-innovative Mittel, um Nachhaltigkeit zu f&ouml;rdern, Umwelt- und Finanzkrisen zu meistern oder Schuldenabbau, Sozialleistungen und Besch&auml;ftigung zu erm&ouml;glichen. F&uuml;r die Opposition ist indes die Wachstumspolitik mitverantwortlich f&uuml;r &ouml;kologische und wirtschaftliche Krisen, weswegen eine &ldquo;Neujustierung der sozialen Marktwirtschaft&rdquo; mit einer aktiven Rolle des Staats n&ouml;tig sei. Mit der Idee einer &ldquo;sozial&ouml;kologischen Transformation&rdquo; scheiterten Abgeordnete von SPD, Linken und Gr&uuml;nen freilich an der Koalition.<br>\nVon diesem Gegensatz ist auch das Kapitel &uuml;ber &ldquo;Nachhaltig gestaltende Ordnungspolitik&rdquo; gepr&auml;gt. Union und FDP bef&uuml;rworten eine pragmatische Anpassung der sozialen Marktwirtschaft, die ihre &ldquo;Anpassungsf&auml;higkeit&rdquo; schon h&auml;ufig bewiesen habe, an die Erfordernisse der Nachhaltigkeit. Die Opposition hingegen h&auml;lt weitreichende &Auml;nderungen f&uuml;r n&ouml;tig. Der Staat solle nicht alles dekretieren, aber entsprechende Regulierungsrahmen setzen. Bei den dramatischen Krisen handele es sich &ldquo;nicht nur um einen Betriebsunfall&rdquo;, weshalb &ldquo;kleinere pragmatische Anpassungen&rdquo; nicht gen&uuml;gten.<br>\nTrotz solcher Unterschiede verst&auml;ndigte man sich auf Vorschl&auml;ge zur Stabilisierung des Bankensystems. Dazu z&auml;hlt eine St&auml;rkung des Haftungsprinzips &uuml;ber eine gr&ouml;&szlig;ere Eigenkapitalausstattung der Kreditinstitute und &uuml;ber &ldquo;Verg&uuml;tungssysteme, die das Risikobewusstsein sch&auml;rfen&rdquo;. Schattenbanken m&uuml;ssten effizienter kontrolliert werden, auch eine wirkungsvolle europ&auml;ische Finanzaufsicht sei geboten.<br>\nKonsens herrscht, dass die Politik die &ouml;kologischen Grenzen des Planeten akzeptieren m&uuml;sse. In manchen Bereichen wie dem Aussto&szlig; von Klimagasen, dem R&uuml;ckgang der Artenvielfalt oder der &Uuml;berlastung des Stickstoffkreislaufs seien diese Grenzen schon heute &uuml;berschritten. Deshalb m&uuml;sse der Umwelt- und Ressourcenverbrauch gesenkt werden. &Uuml;ber konkrete Forderungen zur Reduzierung des Rohstoffkonsums konnte man sich jedoch nicht einigen. Die Koalition sieht dies als Aufgabe der k&uuml;nftigen Regierung an. Ein Sondervotum der Opposition macht zahlreiche Vorschl&auml;ge, etwa ein Wertstoffgesetz, eine effizientere Kreislaufwirtschaft mit h&ouml;heren Recyclingquoten oder eine Abgabe auf Stickstoff.<br>\nAuch zu einer zukunftsf&auml;higen Arbeitswelt war &ldquo;ein fraktions&uuml;bergreifender Konsens nicht herzustellen&rdquo;. Der Bericht pr&auml;sentiert lediglich als Basis k&uuml;nftiger Debatten drei unterschiedliche Modelle. Ein Konzept, das Union und FDP zuzuordnen ist, macht sich f&uuml;r eine Ausdehnung der Erwerbsarbeit und f&uuml;r mehr Flexibilisierung stark. Ein von der SPD favorisierter Entwurf zielt auf &ldquo;qualitativ wertvolle Arbeit&rdquo;, lehnt eine Ausdehnung des gesamten Arbeitsvolumens ab und will die Arbeitszeit zwischen Frauen und M&auml;nnern ausgeglichener verteilen. Linke und Gr&uuml;ne verlangen, soziale Sorgearbeit und b&uuml;rgerschaftliches Engagement st&auml;rker mit Erwerbsarbeit zu verkn&uuml;pfen.<br>\nEinhellig pl&auml;diert die Kommission f&uuml;r eine Ausweitung der Erwerbst&auml;tigkeit von Frauen und deshalb f&uuml;r eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Zum umstrittenen Mindestlohn nimmt der Bericht nicht Stellung. Lediglich ein Sondervotum dreier Sachverst&auml;ndiger aus dem Oppositionslager setzt sich f&uuml;r den Mindestlohn ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2013_05\/2013_259\/04.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Freihandelsabkommen bedroht Kultur-Vielfalt<\/strong><br>\nAm 30.5.2013 wird das EU-Parlament &uuml;ber die Ausgestaltung der zwischen EU und USA geplanten Freihandelsabkommen (Transatlantic Trade and Investment Partnership TTIP) abstimmen, das bislang unter Federf&uuml;hrung des BMWI hinter verschlossenen T&uuml;ren ausgehandelt wird. Es ist geplant, der EU-Kommission ein Verhandlungsmandat zu erteilen, das wichtige kulturwirtschaftliche Weichenstellungen vornehmen soll, und den bisher durch V&ouml;lkerrecht gesicherten Schutz der kulturellen Vielfalt durch Handelsrecht aush&ouml;hlt &hellip;<br>\nDas Verhandlungs-Mandat bezieht sich allein auf die WTO-Regeln &ndash; ohne R&uuml;cksicht auf die mit der Unterzeichnung des UNESCO-Abkommens zur kulturellen Vielfalt eingegangenen Verpflichtungen &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.pankower-allgemeine-zeitung.de\/2013\/05\/11\/freihandelsabkommen-bedroht-kultur-vielfalt\/\">Pankower Allgemeine Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Merkel bei Kino-Vorf&uuml;hrung: Am&uuml;siert in Reihe f&uuml;nf<\/strong><br>\nWenn die Kanzlerin &uuml;ber alte DDR-Zeiten plaudert, wird&rsquo;s lustig: Bei einer Kino-Vorf&uuml;hrung in Berlin schwelgte Angela Merkel in Erinnerungen an Kohle&ouml;fen, Ost-Pop und ihre Nebent&auml;tigkeit als Bardame. Einen geschickten politischen Nebeneffekt hatte der Auftritt zudem.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/kino\/kanzlerin-merkel-gastauftritt-bei-kino-vorfuehrung-a-899407.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Human-Touch-PR f&uuml;r Merkel l&auml;uft auf Hochtouren, wenn auch beim Spiegel mit s&uuml;ffisantem Unterton. Mit dem Besuch des Films &ldquo;Die Legende von Paul und Paula&rdquo; l&auml;sst sich &uuml;ber Merkels Vergangenheit als fr&uuml;here &bdquo;Sekret&auml;rin f&uuml;r Agitation und Propaganda&ldquo; locker hinweg l&auml;cheln. Man hat im Wahlkampagnen-Team von Merkel wohl erkannt, dass Merkel zu kalt und emotionslos wahrgenommen wird, deshalb &bdquo;Muttitag&ldquo; bei der Truppe in Afghanistan, deshalb Merkel beim <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/merkel-im-brigitte-talk-schweigen-um-klug-reden-zu-koennen-2006324.html\">&bdquo;Brigitte-Talk&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Antwort der Bundesregierung zu Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen in Forschung und Wissenschaft<\/strong><br>\nBei der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e. V. (HGF) seien zum Jahresende 2010 62,7 Prozent der Wissenschaftler befristet besch&auml;ftigt gewesen, bei der Fraunhofer-Gesellschaft (FhG) habe der Anteil zum 31. Dezember 2010 bei 71 Prozent gelegen. Beim Max-Planck-Institut seien 71,7 Prozent der wissenschaftlichen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse befristet gewesen und bei der Leibniz-Gemeinschaft seien es 69,9 Prozent gewesen.<br>\nDie Linke hatte kritisiert, dass die Zahl der beamteten Professoren trotz steigender Studentenzahlen in den vergangenen Jahren kaum gestiegen sei. Gleichzeitig habe aber die Zahl der Angestellten und frei- und nebenberuflich Besch&auml;ftigten an Hochschulen stark zugenommen. Angestelltes Personal in Hochschulen sei zu fast 90 Prozent befristet besch&auml;ftigt, hatte die Linke in ihrer Kleinen Anfrage geschrieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2013_05\/2013_257\/03.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist zwar nicht zu bestreiten, dass viele der befristeten Stellen, solche Stellen sind, auf denen sich der wissenschaftliche Nachwuchs zeitlich befristet qualifizieren soll. Und es zeigt sich auch in dem hohen Anteil der Befristungen, die Problematik der zunehmenden Drittmittelforschung. Was &ndash; im Gegensatz zu vielen wissenschaftlich durchaus erfolgreichen L&auml;ndern &ndash; fehlt, ist eine Personalentwicklungsplanung und die Schaffung von unbefristeten Stellen f&uuml;r junge Wissenschaftler. Es ist nicht erstaunlich, dass viele hochqualifizierte junge Wissenschaftler ihr Heil in der Flucht an ausl&auml;ndische Hochschulen suchen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Sparpl&auml;ne: Springer will bei &ldquo;Bild&rdquo;-Gruppe bis zu 200 Stellen streichen<\/strong><br>\nDie &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung macht Gewinn, trotzdem plant der Axel-Springer-Verlag massive Einschnitte bei dem Boulevardblatt. 20 Millionen Euro will der Konzern sparen, bis zu 200 Stellen sind nach SPIEGEL-Informationen bei der &ldquo;Bild&rdquo;-Gruppe von der Streichung bedroht &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/axel-springer-verlag-will-bei-bild-gruppe-bis-200-stellen-streichen-a-899307.html\">Spiegel-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dass die &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung schrumpft, ist medienpolitisch eine erfreuliche Nachricht. Die Mitarbeiter k&ouml;nnen einem nat&uuml;rlich leidtun.<\/em><\/p>\n<p>Dazu passt: <strong>Digitalsparte: Die Axel Springer AG<\/strong><br>\nJedes Quartal macht Mathias D&ouml;pfner deutlich, wohin die Reise des Journalismus f&uuml;hrt. Einer muss es ja tun. Danke! Es ist niedlich, wie Axel-Springer-Vorstandschef Mathias D&ouml;pfner versucht, die Ver&auml;nderungen zu verkaufen: Nat&uuml;rlich bleibe Springer ein &ldquo;Haus des Journalismus&rdquo;, nach wie vor sei man zuerst ein &ldquo;Inhalteanbieter&rdquo;, und auch das Unwort des Zeitungskrisenjahrzehnts, &ldquo;Qualit&auml;tsjournalismus&rdquo;, nimmt er in den Mund. Dabei wei&szlig; er genau, dass die gerade vorgelegten Quartalszahlen etwas v&ouml;llig anderes sagen: Axel Springer macht bereits die H&auml;lfte seines Gewinns im Digitalen, zwei Drittel der Werbeerl&ouml;se werden dort generiert. Der Umsatz der Digitalsparte stieg im Vergleich zum Vorjahr um 21 Prozent auf 318,2 Millionen Euro. Der Umsatz der Sparte Zeitungen national sank zeitgleich um 10 Prozent auf 249 Millionen. Das Digitale hat das Papier-Gesch&auml;ft l&auml;ngst in allen Parametern &uuml;berfl&uuml;gelt. Und es ist nicht die hinter einer Paywall versteckte Webseite der Welt, die das Geld reinbringt. Es sind Immobilien- und Jobportale. Inhalte? Klar: 56 qm, vollsaniert, Wannenbad, Balkon, sofort bezugsfertig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2013%2F05%2F11%2Fa0216&amp;cHash=71ee818a15e6b5b0d566ba370b5846be\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Heftige Kritik an Anti-AdBlocker-Kampagne<\/strong><br>\nBerechtigte Bitte oder ein &ldquo;PR-Desaster&rdquo;? In einer gemeinsamen Kampagne rufen Spiegel, Zeit und SZ ihre Web-Leser dazu auf, auf AdBlocker zu verzichten. Durch diese gingen wichtige Werbeeinnahmen verloren. Statt breiter Zustimmung, st&ouml;&szlig;t die Verlags-Bitte vor allem auf Ablehnung und Kritik. Viele Nutzer schreiben, sie h&auml;tten den Werbeblocker schnell wieder eingeschaltet, da die Anzeigen zu aufdringlich seien. Andere betonen, dass sie lieber f&uuml;r ein werbefreies Angebot zahlen w&uuml;rden.<br>\nIn der neuen Kampagne bitten SpOn, Zeit und SZ, FAZ.net, Golem.de und RP Online ihre Leser: &ldquo;Schalten Sie bitte den AdbBlocker auf unseren Seiten ab!&rdquo;. Immerhin sollen bei den Nachrichten-Portalen mittlerweile bei rund 25 Prozent aller Seitenabrufe ein Werbeblocker eingeschaltet sein. &ldquo;Ziel der Kampagne ist es, das Bewusstsein der Leser zu sch&auml;rfen und damit eine Basis daf&uuml;r zu schaffen, auch zuk&uuml;nftig m&ouml;glichst umfassende Nachrichtenangebote im Internet anbieten zu k&ouml;nnen&rdquo;, hei&szlig;t es in einer gemeinsamen Erkl&auml;rung der Nachrichten-Portale. [&hellip;]<br>\nAuch Adblock Plus, ein bekannter Adblocker, meldete sich zum Thema zu Wort. [&hellip;] &ldquo;Wir rufen daher alle Websites, Verlage, Advertiser und Ad-Networks auf, sich dem Dialog zu stellen und Werbung nicht gegen, sondern f&uuml;r den Nutzer zu machen. Nur so k&ouml;nnen Menschen im Internet erreicht werden&rdquo;, ist in der Stellungnahme abschlie&szlig;end zu lesen, gefolgt von dem Hinweis, dass die entsprechenden Anzeigen gegen Adblocker nun vom Adblocker ausgeblendet w&uuml;rden. [&hellip;]<br>\nMedien-Berater Thomas Koch sieht in der Kampagne der beteiligten Nachrichtenseiten einen &ldquo;Bumerang&rdquo;. Er twittert: &ldquo;Der Witz bei &lsquo;No Ad-Blocker, please&rsquo; ist, dass jetzt endlich alle wissen, wie man die bescheuerte Werbung abstellt&hellip;&rdquo; Weiter schreibt er: &ldquo;Hab ja immer behauptet, Verlage verstehen Print nicht mehr. Jetzt verstehen sie nicht mal mehr das Internetz&hellip;&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/internet\/heftige-kritik-an-anti-adblocker-kampagne\/2013\/05\/13.html?utm_campaign=NEWSLETTER_ABEND&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email\">Meedia<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Dieses heikle Thema muss man unter zwei verschiedenen Perspektiven betrachten:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><strong>Nutzerfreundlichkeit\/&Auml;sthetik\/Performance<\/strong><br>\nW&uuml;rden die gro&szlig;en Online-Plattformen die Werbung &auml;sthetisch in ihr Angebot einbetten, h&auml;tten wohl die meisten Nutzer auch kein Problem mit der Werbung. Gerade bei SPON und Co. ist jedoch das genaue Gegenteil der Fall. Riesige blinkende Flash-Animationen, die vom Inhalt ablenken und &auml;ltere Rechner in die Knie zwingen sind hier die Regel. Das die Leser diese Form von Werbung ablehnen, ist absolut verst&auml;ndlich.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Unterst&uuml;tzung\/Finanzierung<\/strong><br>\nEs ist richtig, dass Adblocker den Content-Anbietern herbe finanzielle Einschnitte bringen. Daher sollte auch jeder Adblock-Nutzer seine eigenen Filter erstellen und Seiten, die er unterst&uuml;tzen will, von der Adblock-Filterung ausnehmen. Nun geh&ouml;ren SPON und Co. aber nicht unbedingt zu den Angeboten, die unterst&uuml;tzenswert ist. Ich hatte mir heute morgen mal den Spa&szlig; gemacht und den Adblocker f&uuml;r SPON deaktiviert. Das Ergebnis sehen Sie hier:<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/spon_screen130514.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/spon_screen130514_th.jpg\" alt=\"Werbung der INSM auf SPIEGEL Online\" title=\"Werbung der INSM auf SPIEGEL Online\"><\/a><\/p>\n<p><em>Als aufgekl&auml;rter Leser will ich aber &ndash; wenn es sich vermeiden l&auml;sst &ndash; keine Werbung der INSM sehen und Angebote wie SPON nicht unterst&uuml;tzten. Daher ist es auch vollkommen legitim, f&uuml;r solche Seiten einen Adblocker einzusetzen. Anbieter wie SPON sollten sich lieber auch ihr inhaltliches Angebot konzentrieren. Wenn das Angebot &uuml;berzeugt, schalten die Nutzer auch den Adblocker aus und SPON kann mehr Geld verdienen. Geld f&uuml;r Propaganda und schlechten Journalismus gibt es aber nicht.<\/em><\/p>\n<p><em>p.s.: Zum Schmunzeln regt freilich der Kommentar des zitierten &bdquo;Medien-Beraters&ldquo; Thomas Koch an. Selbstverst&auml;ndlich sehen nur Adblock-Nutzer die &bdquo;No-Ad-Blocker-Please&ldquo; Fenster, vollkommen bl&ouml;d sind die Online-Plattformen ja auch nicht. Das zeigt aber wieder einmal, wer sich heute so alles &bdquo;Medien-Berater&ldquo; nennen darf.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Veranstaltungshinweis: Massenarbeitslosigkeit in Europa &ndash; Auswege aus der Krise<\/strong><br>\n14. Mai 2013, 17.30 Uhr,  Uni Hannover, Conti-Campus, Niedersachsensaal K&ouml;nigsworther Platz 1<br>\nProf. Dr. Heiner Flassbeck<br>\nMassenarbeitslosigkeit in Europa &ndash; Auswege aus der Krise<br>\nDie L&auml;nder der Europ&auml;ischen Union befinden sich in der tiefsten Wirtschaftskrise seit 1945: Die Arbeitslosigkeit hat in der EU einen H&ouml;chststand erreicht. Durch die Rettung von Banken wurden  die &ouml;ffentlichen Haushalte massiv belastet. Die gerade auch von der deutschen Bundesregierung vorangetriebene Sparpolitik hat die Situation weiter versch&auml;rft. L&ouml;hne, Renten und Rechte von Gewerkschaften werden massiv beschnitten. Die Armut nimmt rasant zu &ndash; auch in Deutschland: Unsichere und schlecht bezahlte Arbeitsverh&auml;ltnisse greifen um sich. Ein Kurswechsel in der Wirtschafts- und Besch&auml;ftigungspolitik ist daher dringend n&ouml;tig.<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/B)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-17243","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17243","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=17243"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17243\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17247,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17243\/revisions\/17247"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=17243"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=17243"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=17243"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}