{"id":17275,"date":"2013-05-16T09:05:17","date_gmt":"2013-05-16T07:05:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17275"},"modified":"2013-05-16T09:09:01","modified_gmt":"2013-05-16T07:09:01","slug":"hinweise-des-tages-1880","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17275","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17275#h01\">Knapp der Rezession entgangen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17275#h02\">Inflation &ndash; Eine deutsche Obsession<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17275#h03\">Tarifergebnis f&uuml;r die Metall- und Elektroindustrie: Ein Plus f&uuml;r uns &ndash; das passt!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17275#h04\">Jobkahlschlag: ThyssenKrupp streicht 3000 Stellen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17275#h05\">Experten wollen private Kassen abschaffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17275#h06\">Von wegen russische Oligarchen bei zypriotischen Banken&hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17275#h07\">Ausl&auml;nderhass in Griechenland: Gepr&uuml;gelt wie ein Hund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17275#h08\">Europa geht anders<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17275#h09\">Norman Birnbaum: Soziale Utopien &ndash; Das Scheitern meiner Generation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17275#h10\">Der permanente Alarmzustand und seine Folgen f&uuml;r die Seele<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17275#h11\">Einwanderungsziel: Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17275#h12\">Klimaabgabe f&uuml;r Fluggesellschaften<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17275#h13\">AfD-Chef will NPD-W&auml;hler gewinnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17275#h14\">Kretschmanns Himmelfahrt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17275#h15\">CSU-Abgeordnete Dagmar W&ouml;hrl: &Auml;u&szlig;erst verdienstvoll<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17275#h16\">Viele Lehrstellen unbesetzt und trotzdem: Jeder dritte Bewerberin findet keinen Ausbildungsplatz!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17275#h17\">Hochschulpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17275#h18\">Syrien\/T&uuml;rkei: Rasend schnell<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17275#h19\">Bahrein: Gro&szlig;es Zauberwort Iran<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17275#h20\">Tracker: Spione kommen hier nicht rein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17275#h21\">&ldquo;Massenarbeitslosigkeit in Europa &ndash; Auswege aus der Krise&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17275&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Knapp der Rezession entgangen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Deutsche Gesamtwirtschaft w&auml;chst im ersten Quartal nur um 0,1 Prozent<\/strong><br>\nTrotz positiver Konjunkturindikatoren ist die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal nur wenig gewachsen. Unter anderem wird der kalte Winter daf&uuml;r verantwortlich gemacht. In Frankreich sieht es noch schlechter aus.<br>\nDas magere Wachstum der deutschen Wirtschaft im ersten Quartal hat viele Volkswirte entt&auml;uscht, sie hatten mit mehr gerechnet als nur einem Plus von 0,1 Prozent gegen&uuml;ber dem letzten Quartal&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/wirtschaftundgesellschaft\/2109070\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><strong>Bruttoinlandsprodukt im 1. Quartal 2013 leicht gestiegen<\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaft nimmt nur langsam wieder Fahrt auf: Um 0,1 % war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal 2013 &ndash; preis-, saison- und kalenderbereinigt &ndash; h&ouml;her als im Vorquartal. Bei diesem schwachen Wachstum zum Jahresbeginn spielte allerdings auch die extrem winterliche Witterung eine Rolle. Im Schlussquartal 2012 hatte die deutsche Wirtschaft nach neuesten Berechnungen mit &ndash; 0,7 % einen kr&auml;ftigen D&auml;mpfer erhalten. F&uuml;r das gesamte Jahr 2012 ergibt sich beim BIP keine &Auml;nderung im Vergleich zu den bisher ver&ouml;ffentlichten Werten (+ 0,7 %, kalenderbereinigt + 0,9 %), teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit.<br>\nPositive Impulse kamen im Vorquartalsvergleich nach vorl&auml;ufigen Berechnungen fast ausschlie&szlig;lich von den privaten Haushalten, die ihre Konsumausgaben zum Jahresbeginn erh&ouml;hten. Allerdings waren die Ausgaben im Schlussquartal 2012 nach neuesten Berechnungen zur&uuml;ckgegangen. Bei den Investitionen setzte sich der negative Trend des Jahres 2012 fort: Es wurde wiederum weniger investiert als im vorangegangenen Quartal. Der Au&szlig;enbeitrag hatte im ersten Quartal 2013 kaum Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum: Zwar wurden deutlich weniger Waren importiert als im Schlussquartal 2012, die Exporte waren aber ebenfalls r&uuml;ckl&auml;ufig.<br>\nIm Vorjahresvergleich sank das preisbereinigte BIP im ersten Quartal 2013 um 1,4 %.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2013\/05\/PD13_163_811.html;jsessionid=681B3CB2DBC3106C9C3EFA2DB2697F28.cae3\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Typisch mal wieder die besch&ouml;nigende &Uuml;berschrift des Statistischen Bundesamtes.<\/em><\/p>\n<p>Siehe dazu auch: <strong>Thorsten Hild, Nichts ist in Ordnung<\/strong><br>\nSo sehen also &ndash; vorhersehbar und nicht &uuml;berraschend &ndash; die Ergebnisse einer Politik aus, die, wie es die deutsche Bundesregierung unternimmt &ndash; allen L&auml;ndern der Eurozone eine Radikalkur nach dem deutschen Modell der Agenda 2010 vorschreibt und dieser Ideologie auch im eigenen Land weiter verpflichtet ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/05\/15\/konjunkturdeutschland-nichts-ist-in-ordnung\/\">www.wirtschaftundgesellschaft.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Wirtschaft in der Krise<\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaft steckt in der Krise. So m&uuml;ssten die Schlagzeilen heute eigentlich lauten. Doch nach Ver&ouml;ffentlichung der Quartalszahlen zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts lauten sie anders. Deutschland entgeht nur knapp der Rezession, Neuer deutscher Optimismus verhindert Rezession usw. Dabei ist die deutsche Wirtschaft nach einem heftigen Einbruch im Schlussquartal 2012 (-0,7 Prozent) in den ersten drei Monaten des neuen Jahres gerade mal um mickrige 0,1 Prozent gewachsen. Schaut man sich die Gesamtentwicklung an, kann man gut und gerne von einer Stagnation sprechen. Seit dem zweiten Quartal 2012 gibt es kaum noch positive Impulse.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/bip_preisbereinigt.gif\" alt=\"BIP Preisbereinigt\" title=\"BIP Preisbereinigt\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/tautenhahn.blog.de\/2013\/05\/15\/wirtschaft-krise-15986152\/\">Tautenhahn Blog<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Komisch allerdings das gewerkschaftsnahe IMK sieht die Rezensionsgefahr als <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/imk\">sehr gering an<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Inflation &ndash; Eine deutsche Obsession<\/strong><br>\nDie gr&ouml;&szlig;te Gefahr f&uuml;r unseren Wohlstand ist nicht die Inflation selbst, sondern die Angst vor ihr, schreibt Mark Schieritz in einem lesenswerten Buch. (&hellip;) Aber ein Problem haben wir in Europa nicht: das Inflationsproblem. Nur die deutsche Politik und deutsche Medien glauben, die Inflationsgefahr w&auml;re unser Hauptproblem. Die &bdquo;Geldschwemme&ldquo;, f&uuml;r die die Europ&auml;ische Zentralbank sorge, w&uuml;rde unser Geld &bdquo;aufweichen&ldquo;, ist da zu lesen. Bald, wird hier der Teufel an die Wand gemalt, w&uuml;rde es Hyperinflation geben. Dann ist das Geld nichts mehr wert, die Sparer sind &bdquo;kalt enteignet&ldquo;. Die Inflation ist so ein bisschen eine deutsche Obsession. Mark Schieritz, Zeit-Redakteur und einer der gescheitesten Wirtschaftsjournalisten des Landes, hat jetzt ein instruktives kleines Buch geschrieben, in dem er klar macht: All das ist nicht blo&szlig; Obskurantismus &ndash; sondern gef&auml;hrlicher Obskurantismus. &bdquo;Die gr&ouml;&szlig;te Gefahr f&uuml;r unseren Wohlstand ist im Moment nicht die Geldentwertung selbst &ndash; sondern die Angst vor ihr. Sie verleitet zu Fehlentscheidungen und tr&uuml;bt den Blick f&uuml;r die wahren Herausforderungen unserer Zeit.&ldquo; Denn wer auf eine eingebildete Inflationsgefahr starrt, wie das Kaninchen auf die Schlange, neigt zu falschen Entscheidungen. Der senkt Staatsausgaben, damit nicht &bdquo;zu viel Geld&ldquo; in die Wirtschaft gepumpt wird, und w&uuml;rgt das Wachstum ab. Wenn aber das schwache Wachstum das eigentliche Problem ist, Inflation aber nicht, dann hat einen solchen Politiker seine Inflationsparanoia zu einer fatalen Fehlentscheidung. getrieben. Genau so etwas ist schon mal geschehen, im Deutschland zu Beginn der Drei&szlig;iger Jahre.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/eine-deutsche-obsession\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Tarifergebnis f&uuml;r die Metall- und Elektroindustrie: Ein Plus f&uuml;r uns &ndash; das passt!<\/strong><br>\nDas Ergebnis im Detail: Die aktuellen Entgelttabellen gelten f&uuml;r 2 Monate weiter (Mai\/Juni 2013). Zum 1. Juli 2013 werden die Entgelte um 3,4 Prozent f&uuml;r 10 Monate (bis 30. April 2014) erh&ouml;ht. Zum 1. Mai 2014 werden die Entgelte um weitere 2,2 Prozent f&uuml;r 8 Monate (bis 31. Dezember 2014) erh&ouml;ht. Damit hat die IG Metall eine Erh&ouml;hung der Entgelttabellen um insgesamt 5,6 Prozent durchgesetzt. Eine Differenzierung des Tarifergebnisses haben wir verhindert. Eine entsprechende Erh&ouml;hung der Ausbildungsverg&uuml;tungen und in Bayern die Anbindung an die Eckentgeltgruppe 5 B. Die Gesamtlaufzeit des Tarifvertrages betr&auml;gt 20 Monate. Laufzeitende ist der 31. Dezember 2014. Der Tarifvertrag zum Flexiblen &Uuml;bergang in die Rente wurde wieder in Kraft gesetzt. Die Gegenfinanzierung und die R&uuml;ckstellungsbedarfe wurden gekl&auml;rt. Die Schieds- und Schlichtungsvereinbarung bleibt unver&auml;ndert g&uuml;tig. Die Friedenspflicht endet am 28. Januar 2015.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.igmetall.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-F79367DA-1B9FFD48\/internet\/style.xsl\/tarifergebnis-fuer-die-metall-und-elektroindustrie-11801.htm\">IG Metall<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser B.S.:<\/strong> Der Tarifabschluss, sein Zustandekommen und die Art, wie er von der IG Metall verkauft wird, zeigt, wie sehr das Selbstbewusstsein der Gewerkschaften in den in den letzten Jahren gelitten hat. Da wird ein Abschluss als &ldquo;fairer Kompromiss&rdquo; bezeichnet, der kaum mehr als den Inflationsausgleich bringen wird und meilenweit von dem entfernt liegt, was die IG Metall anfangs gefordert hatte. Einen nennenswerten Anstieg der Binnennachfrage und eine nachhaltig sp&uuml;rbare Verbesserung f&uuml;r die Besch&auml;ftigten werden derartige Tarifabschl&uuml;sse leider nicht bewirken.<br>\nUnter dem Gesichtspunkt der Meinungsmache ist aber ein anderer Aspekt interessant. Bereitwillig wird in den Medien der Ausspruch von Gesamtmetall-Pr&auml;sident Rainer Dulger zitiert, dass man &ldquo;ohne verstaubte Rituale&rdquo; ausgekommen sei. Klar, die Arbeitgeberseite ist froh, dass sie einen moderaten Tarifabschluss erreichen konnte und noch nicht einmal in den Arbeitskampf gehen musste. Dass das Mittel des Streiks &ndash; ein von der Rechtsordnung vorgesehenes, wichtiges und zeitloses Mittel der Tarifauseinandersetzung &ndash; von der Arbeitgeberseite diskreditiert werden soll, ist nicht &uuml;berraschend. Traurig ist, dass der Ausspruch von den deutschen Medien (Bild, Spiegel Online, Welt, Deutschlandradio&hellip;) kritiklos &uuml;bernommen und brav nachgeplappert wird. Streik ist so was von 20. Jahrhundert, so lautet die Botschaft. Na dann Willkommen im 21. Jahrhundert, wo man &ldquo;so was nicht mehr macht&rdquo;, sondern sich die L&ouml;hne am besten vom Arbeitgeber diktieren l&auml;sst.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Jobkahlschlag: ThyssenKrupp streicht 3000 Stellen<\/strong><br>\nThyssenKrupp versch&auml;rft sein Sparprogramm. Der angeschlagene Industriekonzern streicht in den kommenden Jahren 3000 Stellen in der Verwaltung, die H&auml;lfte davon in Deutschland. Die Finanzlage des Unternehmens wird nach erneuten Abschreibungen immer bedrohlicher &hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/thyssenkrupp-streicht-3000-arbeitsplaetze-in-der-verwaltung-a-899892.html\">Spiegel-Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Experten wollen private Kassen abschaffen<\/strong><br>\nHat die private Krankenversicherung ausgedient? Verbrauchersch&uuml;tzer und Bertelsmann Stiftung sehen das so. Sie fordern eine Einheitsversicherung und haben sogar schon einen konkreten Plan entwickelt.<br>\nDie neue Krankenversicherung soll k&uuml;nftig von allen Kunden frei w&auml;hlbar sein und sich an der heutigen gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) orientieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/versicherung\/reform-der-krankenversicherung-experten-wollen-private-kassen-abschaffen-2010365.html\">stern.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Angesichts der schwieriger werdenden Situation der privaten Krankenversicherungen geht es wohl eher um eine Gleichschaltung der gesetzlichen mit den privaten Krankenversicherungen, zwischen denen dann frei gew&auml;hlt werden kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Von wegen russische Oligarchen bei zypriotischen Banken&hellip;<\/strong><br>\nVor allem in einigen nordeurop&auml;ischen L&auml;ndern ist es herrschende Meinung, dass Zypern seinen Finanzsektor zu dem Zweck aufgebaut habe, russischen Oligarchen und Gro&szlig;unternehmern illegale Operationen zu erm&ouml;glichen. Diese Wahrnehmung ist schlicht falsch. Denn die Entscheidung der politischen und &ouml;konomischen Elite der Republik Zypern, das Land in ein regionales Finanz- und Wirtschaftszentrum zu verwandeln, wurde bereits in den 1980er Jahren getroffen. Diese wirtschaftspolitische Neuorientierung zielte schon deswegen nicht auf das russische Kapital, weil es so etwas gar nicht gab. Schlie&szlig;lich existierte damals noch die Sowjetunion.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2013\/04\/12.mondeText.artikel,a0007.idx,1\">Le Monde Diplomatique<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ausl&auml;nderhass in Griechenland: Gepr&uuml;gelt wie ein Hund<\/strong><br>\nGriechenland hat nicht nur mit seinen Staatsschulden zu k&auml;mpfen. In dem Land w&auml;chst die Fremdenfeindlichkeit, doch gewaltsame &Uuml;bergriffe werden kaum registriert oder bestraft. Das darf Europa nicht ignorieren &ndash; auch Deutschland nicht&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/auslaenderhass-in-griechenland-gepruegelt-wie-ein-hund-1.1670977\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Europa geht anders<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Am Anfang war ein &bdquo;Nein&ldquo;<\/strong><br>\nEnde Juni soll am Europ&auml;ischen Rat die Grundsatzentscheidung &uuml;ber die Pakte f&uuml;r Wettbewerbsf&auml;higkeit fallen. Worum es dabei geht?<br>\n&bdquo;Troika und Strukturreformen f&uuml;r alle!&ldquo; lautet die zugespitzte Antwort: Die Einschnitte in das Sozialsystem, die im s&uuml;deurop&auml;ischen Laboratorium erprobt wurden, sollen verallgemeinert werden. Erst ein klares &bdquo;Nein&ldquo; &ndash; wie es etwa die Initiative &bdquo;Europa geht anders&ldquo; fordert &ndash; wird den Raum f&uuml;r Alternativen &ouml;ffnen &hellip;<br>\nIn Pakten f&uuml;r Wettbewerbsf&auml;higkeit, so die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, sollen sich die Mitgliedstaaten vertraglich gegen&uuml;ber der Europ&auml;ischen Kommission zur Deregulierung ihres Arbeitsrechts, zur &bdquo;Reform&ldquo; ihrer Pensionssysteme und zur Senkung ihrer L&ouml;hne verpflichten. Um politischen Widerstand zu &uuml;berwinden, so die Kommission, wird Zuckerbrot und Peitsche in Position gebracht: Wenn die Ma&szlig;nahmen zeitgerecht umgesetzt werden, gibt es daf&uuml;r ganz nach dem in den Krisenl&auml;ndern zur Anwendung kommenden Modell eine finanzielle Unterst&uuml;tzung. Andernfalls drohen Verwarnungen und Sanktionen in Form von Geldbu&szlig;en. Geht es nach dem Europ&auml;ischen Rat, dem politischen Steuerungsgremium der EU, in welchem die Staatschefs der Mitgliedstaaten vertreten sind, sollen durch die Pakte &bdquo;alle dem Euro-W&auml;hrungsgebiet angeh&ouml;rende Mitgliedstaaten&ldquo; gebunden werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/europa-geht-anders-am-anfang-war-ein-nein\/\">Arbeit &amp; Wirtschaft<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu den Aufruf <a href=\"http:\/\/www.europa-geht-anders.eu\/\">&bdquo;Europa geht anders&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Alternativen f&uuml;r eine gerechte und solidarische europ&auml;ische Wirtschafts- und Finanzpolitik<\/strong><br>\nEs gibt einen gerechten, solidarischen Ausweg aus der europ&auml;ischen Finanz- und&nbsp; Schuldenkrise. Ein Positionspapier des Instituts Solidarische Moderne zeigt, dass es politische Alternativen zur bisherigen Krisenpolitik gibt. Das Papier benennt konkrete politische Ma&szlig;nahmen, die sofort umgesetzt werden k&ouml;nnen. Das Papier zeigt au&szlig;erdem, dass auch f&uuml;r die L&ouml;sung der europ&auml;ischen Finanz- und Wirtschaftskrise progressive Konzepte vorliegen, die partei&uuml;bergreifend in der politischen Linken mehrheitsf&auml;hig sind.<br>\nDas Papier des Instituts Solidarische Moderne benennt die strukturellen Ursachen der Krise &ndash; die falsch konstruierte W&auml;hrungsunion, die deregulierte Finanzwirtschaft und die bisher getroffenen unsozialen Ma&szlig;nahmen und stellt dem eine progressive Antwort in Form eines Ma&szlig;nahmenkatalogs gegen&uuml;ber: 10 konkrete Ma&szlig;nahmen nennt das Papier, die sofort und innerhalb der bestehenden EU-Vertr&auml;ge umgesetzt werden k&ouml;nnten, wenn dies politisch gewollt ist. Es b&uuml;ndelt konstruktive L&ouml;sungsans&auml;tze aus Wissenschaft, Politik, Gewerkschaften und sozialen Bewegungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.solidarische-moderne.de\/de\/article\/364.alternativen-fuer-eine-gerechte-und-solidarische-europaeische-wirtschafts-und-finanzpolitik.html\">Institut Solidarische Moderne<\/a><\/li>\n<li><strong>Soziale Ungleichheit und die Krise<\/strong><br>\nDie gro&szlig;e Krise der 1930er Jahre und die gro&szlig;e Krise ab 2007 haben eines gemeinsam: Ihnen ging eine drastische Polarisierung der Einkommen voraus. Eine Lehre aus den 1930er Jahren war die Abkehr von radikal-liberalen Denkmodellen. Wer heute die Krise ernsthaft bek&auml;mpfen m&ouml;chte, wird an der gleichen Konsequenz nicht vorbeikommen: Es gilt, mit der v&ouml;llig ausgeuferten sozialen Ungleichheit die grundlegendste Ursache der Krise zur Kenntnis zu nehmen. Es gilt, diese Ungleichheit umzukehren. Es gilt, mit Neoliberalismus und Marktfundamentalismus zu brechen.<br>\nUnd dazu gilt es wiederum, radikal von oben nach unten umzuverteilen: Durch eine andere Lohnpolitik, die auf h&ouml;here L&ouml;hne f&uuml;r untere und mittlere Einkommensgruppen setzt, sowie durch eine andere Steuerpolitik, die h&ouml;here Steuern auf hohe Einkommen, gro&szlig;e Verm&ouml;gen und Unternehmensgewinne vorsieht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1011\">annotazioni<\/a><\/li>\n<li><strong>Leben in einer auf den Kopf gestellten Welt<\/strong><br>\nDie Lage ist nicht allt&auml;glich, und sie ist widerspr&uuml;chlich: Die Aktienkurse steigen, als ob die Wirtschaft sich in einer Aufschwungphase bef&auml;nde, und gleichzeitig sind die Kapitalmarktzinsen auf niedrige Niveaus gefallen, die eigentlich eine Rezession signalisieren. Zwischen den auf einer Flutwelle von Liquidit&auml;t reitenden Finanzm&auml;rkten und der realen Wirtschaft ist ein ausgepr&auml;gter Kontrast entstanden. F&uuml;r Europa und Japan bedeute dies eine Fortsetzung schwachen Wachstums und hoher Arbeitslosigkeit, w&auml;hrend L&auml;nder wie die USA zwar genesen w&uuml;rden, aber zu wenig schnell, um &laquo;Fluchtgeschwindigkeit&raquo; zu erreichen. Aufstrebende L&auml;nder mit gesunder Wirtschaft w&uuml;rden dagegen weiter wachsen. Diese Situation k&ouml;nne geraume Zeit, aber nicht permanent anhalten. In der Euro-Zone gebe es Erm&uuml;dungstendenzen: Die Gl&auml;ubigerstaaten wollten nicht ewig neue Checks ausstellen, und die Schuldnerl&auml;nder seien des Austerit&auml;tskurses &uuml;berdr&uuml;ssig. Die Region werde harte Entscheide nicht umgehen k&ouml;nnen und w&auml;hlen m&uuml;ssen zwischen reduzierter Mitgliederzahl, um wieder wachsen zu k&ouml;nnen, oder anhaltender Fragmentierung. &ndash;  Ohne harte Entscheide sieht auch der Chef&ouml;konom der Citibank, Willem Buiter, keine Zukunft f&uuml;r die Euro-Zone, die unter einer von Zombie-Banken verursachten &laquo;Bilanzrezession&raquo; leide. Nur eine rasche, umfassende Restrukturierung der Schulden k&ouml;nne ein &laquo;Implodieren&raquo; der Region verhindern. Die Entschuldung sei nicht durch Wachstum zu erreichen, da die Region erst nach erfolgreichem &laquo;deleveraging&raquo; zu Wachstum zur&uuml;ckkehren k&ouml;nne. Die Hauptinstrumente best&uuml;nden deshalb in der Vergemeinschaftung von Staatsschulden und Bankverlusten sowie zus&auml;tzlichem &laquo;Bail-in&raquo; der Anteilseigner von Banken und aller Gl&auml;ubiger einschlie&szlig;lich der nichtgesicherten Deposit&auml;re. Eine fr&uuml;he Abwicklung sei einer wirtschaftlich kostspieligen und politisch nicht aufrechtzuerhaltenden Austerit&auml;t oder einer fortgesetzten zwecklosen Finanzierung zu weichen Bedingungen vorzuziehen. Die Verluste w&uuml;rden so geringer ausfallen als bei weiterer Verz&ouml;gerung. &ndash; Auch f&uuml;r den Co-Chef der Saxo Bank, Lars Seier Christensen, steht die Euro-Zone vor tiefgreifenden Entscheiden und Entwicklungen. Als politisches Konstrukt, dessen Gefahren der Delors-Kommission in den neunziger Jahren bekannt gewesen seien, habe sie die Hoffnungen auf eine St&auml;rkung Europas und Disziplinierung der Mitglieder nicht erf&uuml;llt. Innere Widerspr&uuml;che durch allzu gro&szlig;e Unterschiede bez&uuml;glich Kultur, Wirtschaft und Bev&ouml;lkerung verhinderten eine effiziente Integration. &Uuml;ber kurz oder lang werde sich die Region spalten, weil entweder die schw&auml;cheren oder die st&auml;rkeren L&auml;nder austreten w&uuml;rden. Ohne eine derartige Restrukturierung werde die Rezession nicht &uuml;berwindbar sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/uebersicht\/boersen_und_maerkte\/leben-in-einer-auf-den-kopf-gestellten-welt-1.18080276\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nat&uuml;rlich trifft Andreas Uhlig nur eine Auswahl an Analystenmeinungen, allerdings trifft er die Stimmung an den M&auml;rkten immer recht gut. Und die Prognose f&uuml;r ein &Uuml;berleben der Eurozone fallen denkbar schlecht aus. Denn auch die Vorschl&auml;ge des Chef&ouml;konomen der Citibank, Willem Buiter, Vergemeinschaftung von Staatsschulden und Bankverlusten sowie zus&auml;tzlichem &laquo;Bail-in&raquo; der Anteilseigner von Banken und aller Gl&auml;ubiger einschlie&szlig;lich der nichtgesicherten Deposit&auml;re, leiden an der wenig wahrscheinlichen Umsetzung. So trifft sich der Markt, vielleicht nicht in der Ausgangsanalyse, aber in der Folgerung des Nicht-mehr- Aufrechterhaltens der W&auml;hrungsunion, mit &Ouml;konomen wie Flassbeck oder Politikern wie Lafontaine.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Norman Birnbaum: Soziale Utopien &ndash; Das Scheitern meiner Generation<\/strong><br>\nWas ist aus unseren Idealen geworden? Wir stellten uns eine sich selbst regierende B&uuml;rgerschaft vor, sogar oder gerade in der Wirtschaft und im Rahmen einer auf Partizipation ausgerichteten Demokratie. Wir glaubten, eine immer besser gebildete Arbeitnehmerschaft werde sich in unseren Texten wiedererkennen. Wir versuchten, den Gang der Geschichte zu beschleunigen, indem wir unsere F&auml;higkeiten in den Dienst sozialdemokratischer und christlicher Parteien stellten. Am Ende sahen wir uns selbst im Bildungswesen, im Staat, in den freien Berufen und in der Wissenschaft als Ersatz f&uuml;r deren W&auml;hler, als eine nicht gew&auml;hlte, aber erkennbare Avantgarde. Wir glaubten, wir w&auml;ren auf dem Weg, einen Anteil an der Lenkung und Gestaltung der Gesellschaft zu erlangen. Wir wurden von Bankern und Industriellen, Politikern, Verlegern und selbst von ansonsten skeptischen Gewerkschaftern geh&ouml;rt. In den Vereinigten Staaten schickte das Milit&auml;r uns Offiziere, damit sie bei uns studierten. Konservative klagten, Harvard und Princeton h&auml;tten eine ganze Generation von Gener&auml;len verweichlicht. Wir verwechselten Aufmerksamkeit mit Zustimmung, Anerkennung als Darsteller mit Billigung des Dargestellten. Gewiss, die Menschen w&uuml;nschten sich Fairness, ein gewisses Minimum an Respekt und einen ordentlichen Anteil am Volkseinkommen. Ihre Begeisterung f&uuml;r Sport und Urlaub war deutlich st&auml;rker ausgepr&auml;gt als ihr Streben nach wirtschaftlicher Mitbestimmung. Sie wollten keine neue Gesellschaft, sondern mehr Lohn in der bestehenden. Unsere weitergehende Kritik des zeitgen&ouml;ssischen Daseins ber&uuml;hrte sie nicht. Die Eliten, die uns so wohlwollend behandelten, bewiesen ideologisches noblesse oblige, aber sie machten uns nicht den Vorschlag, die Macht mit uns zu teilen.<br>\nUnsere Nachfolger und Studenten s&auml;kularisierten den Keynesianismus und die Sozialdemokratie und ersetzten Visionen durch Verwaltungstechniken. Der Dritte Weg vereinte Demokraten unter Clinton und eine Reihe von Europ&auml;ern (Blair, d&rsquo;Alema, Jospin, Piersson, Schr&ouml;der) in einem neuen Klassenkompromiss, dessen Hauptmerkmal ein eklatantes Versagen im Blick auf die Konsultierung der F&uuml;hrer einer im Niedergang befindlichen organisierten Arbeiterschaft bildete. Dem schrumpfende Anteil der arbeitenden Bev&ouml;lkerung am Volkseinkommen und den Einschr&auml;nkungen des Sozialstaats folgte die Krise, die der neue Kapitalismus angeblich unm&ouml;glich gemacht hatte. Amerikanische Demokraten und europ&auml;ische Sozialdemokraten hielten den Profit f&uuml;r das wichtigste Instrument wirtschaftlichen Wachstums und landeten prompt in der Rezession.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/bilder-und-zeiten\/soziale-utopien-das-scheitern-meiner-generation-12170856.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein ziemlich resignativer Text,&nbsp; wie schon der Titel verspricht. Scheitern!? Aber wann haben schon Intellektuelle Kraft ihrer Gedanken eine &ldquo;neue Gesellschaft&rdquo; erschaffen. Ist das nicht schon eine Vorstellung nahe der Hybris? Die Intellektuellen haben, jeder in seiner Generation in seiner Kultur, ihr Tagwerk verrichtet: Fragen an das Etablierte gestellt, sich um Erkenntnisse bem&uuml;ht und gestritten und&nbsp;je nach Verm&ouml;gen versucht, diese ihren Mitb&uuml;rgern zu vermitteln. Und sie haben nicht zuletzt anderen, die sich am etablierten System rieben, das Gef&uuml;hl gegeben, nicht allein zu sein. Und nat&uuml;rlich laufen alle Gefahr, sich allzu sehr anzupassen, ja sich korrumpieren zu lassen. Norman Birnbaum sollte sich dennoch fragen, was denn gewesen w&auml;re, wenn er und seine Mitstreiter nicht existiert h&auml;tten. Wie s&auml;he dann die heutige Welt aus? Die 68er sind ohne deren Vorarbeit nicht zu denken. &ndash;&nbsp; In jeder Generation rollt Sisyphos den Felsbrocken den Berg hoch. &ldquo;Doch wenn er ihn &uuml;ber die Kuppe werfen wollte, so drehte ihn das &Uuml;bergewicht zur&uuml;ck: von neuem rollte dann der Block, der schamlose, ins Feld hinunter&rdquo; (Homer, Odyssee).&nbsp; Lass gut sein Norman, andere werden den Kampf gegen den alten Adam in uns aufnehmen. Jeder auf seine Weise, in seiner Zeit und sich erinnern, nie allein zu sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Der permanente Alarmzustand und seine Folgen f&uuml;r die Seele<\/strong><br>\nEltern bereiten ihre Kinder auf das Leben vor, indem sie sie mit Urvertrauen ausstatten. Also dem Glauben daran, dass sie, was auch geschehen mag, dem Strudel, der sie ins Ungl&uuml;ck zieht, entkommen. Das Gef&uuml;hl absoluter Sicherheit ist freilich immer eine Illusion. Aber es ist eine der wichtigsten Illusionen &uuml;berhaupt, weil Illusionen als Schutzmechanismen fungieren. Erst das System illusorischer &Uuml;berzeugungen erlaubt es uns ja, in der Welt zu funktionieren, sie als stabil, sicher und vorhersehbar zu erleben. (&hellip;) Was passiert, wenn vermeintliche Gewissheiten von allen Seiten akut bedroht werden, liegt auf der Hand: Unser inneres Sicherheitsger&uuml;st bekommt Risse. Anfangs sind sie ganz fein, mit der Zeit jedoch werden sie gr&ouml;&szlig;er und gr&ouml;&szlig;er. Im schlimmsten Fall bricht das Ger&uuml;st irgendwann zusammen. Permanente Alarmiertheit ist Gift f&uuml;r die Psyche. Das ist nicht nur ein individuelles Problem, es ist auch ein soziales und politisches. (&hellip;) Auf der Website der Internationalen Arbeitsorganisation hei&szlig;t es: &bdquo;Feste Vollzeitanstellungen, wie sie f&uuml;r vorangegangene Generationen zumindest in den Industriel&auml;ndern als normal galten, sind f&uuml;r viele Jugendliche unerreichbar geworden. Der Zuwachs von befristeter und Teilzeitarbeit seit dem Ausbruch der globalen Krise zeigt, dass dies oft die einzige M&ouml;glichkeit f&uuml;r Jugendliche darstellt, &uuml;berhaupt Arbeit zu finden.&ldquo; Der Soziologe Hartmut Rosa hat den flexiblen Menschen einmal als Wellenreiter bezeichnet. Aber heutige Mediennutzer denken da gleich an einen alles &uuml;berrollenden Tsunami, in dem ein Surfbrettchen wenig hermacht. &bdquo;Wir sind Getriebene&ldquo;, schreibt Katharina Nocun. In solchen Gef&uuml;hlswelten hei&szlig;t die einzige Konstante Vorl&auml;ufigkeit. Anders formuliert: Man sitzt innerlich auf gepackten Koffern, fortw&auml;hrend auf dem Sprung zum n&auml;chsten Lebensentwurf. Wer sollte da auf die Idee kommen, sich festzulegen? Wer sollte den Mut aufbringen, eine Familie zu gr&uuml;nden? Wer sollte Kinder kriegen? So treffen die gro&szlig;en globalen Alarmnachrichten auf ein fragiles individuelles Sorgenumfeld der jungen Erwachsenen, denen der Mut zum Wagnis, auch zum kreativen Wagnis verlorengeht. Und damit versch&auml;rft sich die Krise so richtig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/im-zeitalter-der-unsicherheit-der-permanente-alarmzustand-und-seine-folgen-fuer-die-seele-12181699.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Einwanderungsziel: Deutschland<\/strong><br>\nIm vergangenen Jahr sind so viele Einwanderer nach Deutschland gekommen, wie seit rund 20 Jahren nicht mehr. Besonders aus den s&uuml;deurop&auml;ischen Krisenstaaten w&auml;chst dabei die Zahl der neu Zugezogenen kr&auml;ftig an. Das zeigen vorl&auml;ufige Berechnungen, die das Statistische Bundesamt am Dienstag ver&ouml;ffentlicht hat. Danach zogen 2012 rund 1.081.000 Personen hierher, w&auml;hrend gleichzeitig 712.000 Menschen Deutschland den R&uuml;cken kehrten. Daraus ergibt sich ein Zuwanderungsplus von fast 370.000 Personen. Das Einwanderungsplus von 370.000 Personen liegt noch ein bisschen h&ouml;her, als die Statistiker in ihrer letzten Sch&auml;tzung vorausgesagt hatten. Hinter diesen Zahlen verbergen sich ganz unterschiedliche Lebenswege: Sowohl anerkannte Fl&uuml;chtlinge als auch Personen, die f&uuml;r einen begrenzten Arbeitsaufenthalt hierherkommen, sind darunter, aber auch Menschen, die langfristig nach Deutschland migrieren. Die Statistiker k&ouml;nnen dabei nur erfassen, wer sich bei einer Meldebeh&ouml;rde an- oder abgemeldet hat. Die neueren Entwicklungen machen hingegen deutlich: Die Attraktivit&auml;t Deutschlands als Einwanderungsland w&auml;chst parallel zur Ausweitung der Wirtschaftskrise in Europa. Mehr Einwanderer kamen 2012 im Vergleich zu 2011 vor allem aus Spanien (+ 9.000 Personen bzw. 45 Prozent), Griechenland (+ 10.000 Personen bzw. 43 Prozent), Portugal (+ 4.000 Personen bzw. 43 Prozent) und Italien (+ 12.000 Personen bzw. 40 Prozent). So attraktiv Deutschland f&uuml;r die einen, so unattraktiv ist es f&uuml;r die anderen. Rund 712.000 Menschen kehrten 2012 diesem Land den R&uuml;cken, darunter 133.000 Deutsche. Letztere zog es vor allem in die Schweiz, in die USA oder nach &Ouml;sterreich. Von den ausl&auml;ndischen Personen, die genug von Deutschland hatten, packten die meisten ihre Koffer mit dem Reiseziel Polen, gefolgt von Rum&auml;nien und Bulgarien.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!115911\/\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2013\/05\/PD13_156_12711.html\">destatis.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Leider konzentriert sich die &ldquo;taz&rdquo; wie auch viele andere Zeitungen allzu sehr auf die Einwanderung aus S&uuml;deuropa. Die Zuwanderung aus Osteuropa liegt viel h&ouml;her: Rum&auml;nien (21 000 Personen) Polen und Ungarn (jeweils 13 000 Personen) oder aus Nicht- EU-&nbsp; aber europ&auml;ischen L&auml;ndern (16 000 Personen). Auch werden die Zahlen kaum analysiert. So w&auml;ren schon einige Gedanken dar&uuml;ber angebracht, was der &lsquo;brain drain&rsquo; f&uuml;r den Erholungsprozess S&uuml;deuropas aber auch den Entwicklungsprozess Osteuropas bedeutet. Es stellt sich die Frage, ob das Binnenmarktrojekt nicht eher f&uuml;r gleichranginge Volkswirtschaften Vorteile bringt. Die erfolgreichen &lsquo;Aufholer&rsquo; wie Japan, S&uuml;dkorea, Taiwan und zuletzt China haben zun&auml;chst nicht auf den freien Markt gesetzt. &ndash; Bemerkenswert ist die hohe Zuwanderung aus Italien. Obwohl Italien in der Krisendebatte noch nicht im Mittelpunkt der Krise steht, empfinden die Italiener das anders. &ndash; Schade, dass das Statistische Bundesamt nicht &uuml;ber die Altersstruktur oder auch den Ausbildungsgrad der Zugewanderten berichtet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Klimaabgabe f&uuml;r Fluggesellschaften: Wie Airbus Chinas Regierung geholfen hat<\/strong><br>\nMonatelang hatte China keine Auftr&auml;ge mehr an den europ&auml;ischen Flugzeughersteller Airbus vergeben. Der Grund: Die EU wollte Fluggesellschaften dazu verpflichten, CO2-Emissionszertifikate f&uuml;r Fl&uuml;ge von und nach Europa zu erwerben. Der Kaufstopp war die Strafe f&uuml;r die europ&auml;ische Politik. Hinter den Kulissen hat sich Airbus offenbar massiv daf&uuml;r eingesetzt, das umstrittene CO2-Vorhaben zu beerdigen &ndash; jedenfalls zeigt das ein jetzt bekanntgewordenes Schreiben an die chinesische Regierung.&nbsp; Schon im Herbst 2012 unterstrich der Flugzeughersteller in dem Brief seinen Anteil daran, dass die Klimaschutzabgabe auf Eis gelegt wurde. Ziel war es, die blockierten Milliardenauftr&auml;ge der Volksrepublik freizugeben. &ldquo;Ich hoffe, wir bei Airbus konnten unsere starke Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die chinesische Luftfahrt deutlich unter Beweis stellen&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Brief von Firmenchef Fabrice Br&eacute;gier, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters. Das Schreiben richtete sich an Li Jiaxiang, Chinas obersten Regierungsbeauftragten f&uuml;r die zivile Luftfahrt. Br&eacute;giers Unterschrift ist auf den 16. November 2012 datiert. Nur vier Tage zuvor hatte die EU-Kommission die zu Beginn 2012 eingef&uuml;hrte Pflicht zum Erwerb von CO2-Verschmutzungsrechten f&uuml;r Fl&uuml;ge von und nach Europa f&uuml;r ein Jahr ausgesetzt. In dem Zeitraum soll in internationalen Verhandlungen eine globale L&ouml;sung erreicht werden. Dem Einlenken der EU folgte eine wohlwollende Reaktion der chinesischen F&uuml;hrung. Von den insgesamt 45 auf Eis gelegten Airbus-Bestellungen billigte die Volksrepublik im Rahmen eines Besuchs des franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Fran&ccedil;ois Hollande im vergangenen Monat 18 Orders im Wert von zusammen etwa vier Milliarden Dollar. Ob auch die &uuml;brigen Auftr&auml;ge freigegeben werden, h&auml;ngt allerdings davon ab, was die internationalen Verhandlungen &uuml;ber eine Klimaschutzabgabe der Luftfahrt ergeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/airbus-half-china-im-kampf-gegen-klimaabgabe-fuer-fluggesellschaften-a-899522.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>AfD-Chef will NPD-W&auml;hler gewinnen<\/strong><br>\nDie &bdquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&ldquo; hofft auf den Einzug in den Bundestag. Parteichef Bernd Lucke k&uuml;ndigt im Interview mit dem Handelsblatt an, auch auf Stimmen vom rechten Rand zu setzen.<br>\n&bdquo;Grunds&auml;tzlich ist es gut, wenn jemand uns w&auml;hlt und nicht die NPD&ldquo;, sagte Lucke, der der &bdquo;Sprecher&ldquo; der Partei ist. Lucke sieht im Einbinden rechter Protestw&auml;hler eine Funktion der AfD, denn diese seien nicht von vornherein extremistisch. &bdquo;Ohne uns&ldquo;, so der AfD-Chef, &bdquo;g&auml;be es die Gefahr, dass entt&auml;uschte W&auml;hler, die eigentlich gar nicht rechts sind, aus Protest extremistische Parteien w&auml;hlen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/wahlkampf-afd-chef-will-npd-waehler-gewinnen\/8209858.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>CDU-Konservative warnen Merkel: &bdquo;AfD kann uns entscheidende Stimmen kosten&ldquo;<\/strong><br>\nDie CDU-interne Kritik am Umgang der Parteispitze mit der neuen Partei Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD) rei&szlig;t nicht ab. &bdquo;Wir m&uuml;ssen die AfD ernst nehmen. Die Vogel-Strau&szlig;-Taktik, Kopf in den Sand stecken und hoffen, dass alles an uns spurlos vor&uuml;berzieht, w&auml;re brandgef&auml;hrlich&ldquo;, sagte der der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Barei&szlig; Handelsblatt Online.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/cdu-konservative-warnen-merkel-afd-kann-uns-entscheidende-stimmen-kosten\/8204340.html\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die beiden Meldungen zeigen: Deutschland rutscht politisch nach rechts.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Kretschmanns Himmelfahrt<\/strong><br>\nDie Leute fragen, was sich unter Gr&uuml;nrot ver&auml;ndert hat im Land? Sie werden es nicht glauben: vieles. Sie haben es nur nicht bemerkt, weil ihnen der Glaube an das Gute fehlt. Sie m&uuml;ssten einfach, wie Winfried Kretschmann, an Wunder glauben. Oder Hannah Arendt f&uuml;r Praxis halten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/pulsschlag\/111\/kretschmanns-himmelfahrt-438.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>CSU-Abgeordnete Dagmar W&ouml;hrl: &Auml;u&szlig;erst verdienstvoll<\/strong><br>\nAls Bundestagsabgeordnete erh&auml;lt Dagmar W&ouml;hrl 24.756 Euro im Quartal, als Verwaltungsr&auml;tin einer Schweizer Bank deutlich mehr &ndash; und das ist nicht ihr einziger Posten. Da fragt sich blo&szlig;, was hier eigentlich der Haupt- und was der Nebenjob ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/csu-abgeordnete-dagmar-woehrl-aeusserst-verdienstvoll-1.1672539\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Viele Lehrstellen unbesetzt und trotzdem: Jeder dritte Bewerberin findet keinen Ausbildungsplatz!<\/strong><br>\n&bdquo;Davon, dass keine Lehrlinge mehr zu finden sind, kann keine Rede sein. Jeder dritte Bewerber, der nach den Kriterien der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) ausbildungsreif ist, hat keinen Ausbildungsplatz bekommen. Diese Jugendlichen werden in Warteschleifen &ndash; wie Praktika, Einstiegsqualifizierungen, schulischen oder berufsvorbereitenden Ma&szlig;nahmen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit &ndash; &sbquo;geparkt&rsquo;. Immerhin 76.000 dieser jungen Menschen suchen trotz &sbquo;Warteschleife&rsquo; weiter aktiv einen Ausbildungsplatz. Rein rechnerisch h&auml;tte somit jede offene Lehrstelle doppelt besetzt werden k&ouml;nnen. Wer Jugendlichen suggeriert, sie bewegten sich auf einem entspannten Ausbildungsmarkt, macht ihnen falsche Hoffnungen.<br>\nVor allem junge Hauptsch&uuml;ler haben es schwer. Die H&auml;lfte der Ausbildungsberufe ist f&uuml;r Menschen mit Hauptschulabschluss faktisch abgeschottet. Die Unternehmen m&uuml;ssen deshalb ihr Einstellungsverhalten &auml;ndern und jungen Menschen mit schlechteren Startbedingungen echte Chancen einr&auml;umen.<br>\nEs ist richtig: einzelne Branchen haben gro&szlig;e Schwierigkeiten, ihre Ausbildungspl&auml;tze zu besetzen. Dies gilt insbesondere f&uuml;r das Hotel- und Gastst&auml;ttengewerbe. Gerade in dieser Branche aber findet man auch die schlechtesten Ausbildungsbedingungen. Fast jeder zweite Ausbildungsvertrag wird hier gel&ouml;st, Azubis verdienen besonders wenig Geld und fallen &uuml;berdurchschnittlich oft durch die Pr&uuml;fungen. Branchen, die f&uuml;r Jugendliche aber wieder attraktiv werden wollen, m&uuml;ssen ihnen gute Ausbildungsbedingungen, eine bessere Bezahlung und gute Perspektiven bieten.&ldquo;<br>\nZur Information:<br>\nDie unten stehende Statistik zeigt, dass von den 824.626 jungen Menschen, die im Laufe des Berichtsjahres 2012 ein ernsthaftes Interesse an einer Ausbildung hatten &ndash; und als &bdquo;ausbildungsreif&ldquo; deklariert wurden &ndash; lediglich 551.271 einen Ausbildungsvertrag unterschrieben haben. Damit haben nur 66,9 Prozent dieser jungen Menschen einen Ausbildungsplatz gefunden.\n<table style=\"margin-bottom: 10px\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\"><strong>Berichtsjahr 2012<\/strong><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n          Junge Menschen mit Ausbildungsvertrag\n        <\/td>\n<td>\n          551.271\n        <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n          Bewerber in Warteschleifen mit Vermittlungsauftrag\n        <\/td>\n<td>\n          &nbsp; 60.379\n        <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n          Bewerber in Warteschleifen ohne Vermittlungsauftrag\n        <\/td>\n<td>\n          107.393\n        <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n          Bewerber, deren Verbleib nicht bekannt ist\n        <\/td>\n<td>\n          &nbsp; 89.933\n        <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n          Offiziell unversorgte Bewerber\n        <\/td>\n<td>\n          &nbsp; 15.650\n        <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n          <strong>INSGESAMT AUSBILUNGSINTERESSIERTE<\/strong>\n        <\/td>\n<td>\n          <strong>824.626<\/strong>\n        <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++3b91c20e-bd57-11e2-b97c-00188b4dc422\">DGB<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dort auch zum Download:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>DGB-Expertise: Hohe Abbrecherquoten, geringe Verg&uuml;tung, schlechte Pr&uuml;fungsergebnisse &ndash; Viele Betriebe sind nicht ausbildungsreif<\/em><\/li>\n<li><em>Votum der Gruppe der Beauftragten der Arbeitnehmer zum Entwurf des Berufsbildungsbericht 2013<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Hochschulpolitik<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>HRK-Generalsekret&auml;r: Bund muss sich st&auml;rker engagieren<\/strong><br>\n&hellip; dieser Wettbewerb hat selbstverst&auml;ndlich Auswirkungen &ndash; Auswirkungen in vielerlei Hinsicht. Nicht nur, dass Hochschulen also im Kampf um Reputation und Mittel sich versuchen gegenseitig zu &uuml;berbieten, sondern auch im Hinblick darauf, dass sich Interessensverb&uuml;nde bilden &hellip;<br>\nStrukturell unterfinanziert bedeutet, dass sie ihren Aufgaben in Lehre, Forschung, Weiterbildung, Gleichstellung, Internationalisierung und so weiter gar nicht mehr in vollem Umfang nachkommen k&ouml;nnen, denn dazu fehlen ihnen die Ressourcen. Deswegen gibt es in der Hochschulrektorenkonferenz ja schon seit Langem die Forderung, dass der Bund angesichts von Schuldenbremse, von dem Auslaufen der Pakte und so weiter st&auml;rker im Hochschulbereich sich engagieren sollte. Deshalb fordern wir eine &Auml;nderung des 91b, Grundgesetz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/2108903\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><strong>3000 Professoren w&auml;ren &bdquo;nur ein Tropfen auf den hei&szlig;en Stein&ldquo;<\/strong><br>\nZur Finanzierung der deutschen Hochschulen soll der Bund in die Pflicht genommen werden. Thomas Kath&ouml;fer, Generalsekret&auml;r der Hochschulrektorenkonferenz, ist &uuml;berzeugt, dass 3000 Bundesprofessoren auch ohne &Auml;nderung des Grundgesetzes m&ouml;glich seien.<br>\nDie Forderung der Hochschulrektorenkonferenz nach Bundesprofessoren unterst&uuml;tzt Michael Hartmer vom DHV &ldquo;voll und ganz&rdquo;, aber 3000 Professoren allein w&uuml;rden nicht ausreichen. Denn das Betreuungsverh&auml;ltnis von Lehrkr&auml;ften zu Studenten sei im internationalen Vergleich &ldquo;absolut unterdurchschnittlich&rdquo;.<br>\n&hellip;wenn wir sehen, dass wir auf hohem Plateau von 2,6, 2,7 Millionen Studierenden mit 25.000 Universit&auml;tsprofessoren arbeiten m&uuml;ssen, das ist ein Betreuungsverh&auml;ltnis von 1 zu 60, wenn wir nur die Universit&auml;ten anschauen, was international absolut unterdurchschnittlich ist, um es ganz vorsichtig zu sagen &ndash; also eigentlich international gerade f&uuml;r Spitzenuniversit&auml;ten unvergleichbar schlecht ist&hellip;wir haben immer davon gesprochen, dass wir 6500 bis 7000 Professuren eigentlich br&auml;uchten, um zu halbwegs vern&uuml;nftigen Betreuungsrelationen allein bei den Universit&auml;ten zu kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/2108906\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><strong>SPD legt Antrag zur Bologna-Reform vor<\/strong><br>\nNach zehn Jahren zeigt sich nach Ansicht der SPD, dass der Bologna-Prozess noch nicht als europ&auml;ische Erfolgsgeschichte bezeichnet werden kann. Insbesondere sei eine &Uuml;berarbeitung der &bdquo;Studierbarkeit&ldquo; unverzichtbar &hellip;<br>\nDie SPD fordert die Bundesregierung in ihrem Acht-Punkte-Plan unter anderem dazu auf, daf&uuml;r zu sorgen, dass die soziale Situation der Studenten verbessert und damit die Bildungschancen ausgeweitet werden. Die soziale &Ouml;ffnung der Hochschulen soll forciert werden.<br>\nFerner soll sich die Bundesregierung daf&uuml;r einsetzen, dass die Kapazit&auml;ten der Hochschulen weiter ausgeweitet und damit die Zulassungsbeschr&auml;nkungen wie NCs zur&uuml;ckgedr&auml;ngt werden. Dazu solle die Bundesregierung mit den L&auml;ndern sofort in Gespr&auml;che &uuml;ber die Vereinbarung eines &bdquo;Hochschulpakt-Plus&ldquo; eintreten. Ferner sollen die Fachhochschulen den wesentlichen Teil der Hochschullandschaft und diesen besonders &bdquo;erfolgreichen Motor&ldquo; des Bologna-Prozesses st&auml;rken.<br>\nDie Lehre an den Hochschulen und ihre Grundfinanzierung m&uuml;sse verbessert werden, fordert die SPD. Ferner geht es nach Auffassung der Sozialdemokraten darum, die Struktur und Studierbarkeit der Studieng&auml;nge gemeinsam mit den L&auml;ndern und Hochschulen zu optimieren. Zu diesem Zweck soll eine &bdquo;Nationale Bologna-Konferenz&ldquo; auf zun&auml;chst f&uuml;nf Jahre eingerichtet und institutionalisiert werden. Auch schl&auml;gt die SPD vor, einen Gesetzentwurf zur &Auml;nderung des Grundgesetzes vorzulegen, der die zu schaffenden verfassungsrechtlichen M&ouml;glichkeiten zur Bildungszusammenarbeit von Bund, L&auml;ndern und Kommunen &bdquo;in Anbetracht dieser bildungspolitischen Herausforderungen ausreichend ber&uuml;cksichtigt&ldquo;, hei&szlig;t es im Antrag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bildungsklick.de\/pm\/87802\/spd-legt-antrag-zur-bologna-reform-vor\/\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Syrien\/T&uuml;rkei: Rasend schnell<\/strong><br>\nAufkl&auml;rung und erste Gest&auml;ndnisse nach den Anschl&auml;gen im t&uuml;rkischen Grenzort Reyhanli sind eine Sache weniger Stunden. Danach passt alles perfekt. Zu perfekt.<br>\nSchon drei Stunden nach den Anschl&auml;gen im Grenzort Reyhanli pr&auml;sentieren die t&uuml;rkischen Beh&ouml;rden Aufkl&auml;rung und Hinweise auf die T&auml;ter. Es dauert noch einmal etwa genauso lange, bis die Nachricht kursiert, es g&auml;be die ersten Verhaftungen und Gest&auml;ndnisse gleich dazu. Wohl dem, der in einem Staat lebt, dessen Sicherheitskr&auml;fte mit solch beeindruckender Effektivit&auml;t arbeiten. Und das in einer Region, die un&uuml;bersichtlicher kaum sein kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lutz-herden\/rasend-schnell\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Bahrein: Gro&szlig;es Zauberwort Iran<\/strong><br>\nSicherheitsberater aus den USA, Polizisten aus Pakistan &ndash; das K&ouml;nigshaus traut dem eigenen Volk nicht. Das protestiert weiter. &ldquo;Opposition hatte f&uuml;r mich nichts Konfessionelles&rdquo;, sagt Rula Saffar. Ihr sei es um Meinungsfreiheit gegangen. Sie erlebte, wie das Regime vornehmlich Schiiten verfolgt und dabei den Iran vorschiebt. Erst im Gef&auml;ngnis stellte ich fest: Alle, die hier sitzen, sind Schiiten.&rdquo; Pfleger, &Auml;rzte, Krankenwagenfahrer, die, wie die Medizinerin Rula Saffar, w&auml;hrend der Unruhen verletzte Demonstranten versorgt hatten. Sie alle wurden gleicherma&szlig;en beschuldigt, Umst&uuml;rzler zu sein, Agenten des Iran, darum bem&uuml;ht, im K&ouml;nigreich Bahrain die Herrschaft der schiitischen Religionsgelehrten zu errichten. Die Prinzessin und Polizeioffizierin Nura al-Khalifa, ein Spr&ouml;ssling der Herrscherfamilie, k&uuml;mmerte sich pers&ouml;nlich um die F&auml;lle, schlug die Gefangenen, folterte sie mit Elektroschocks, lie&szlig; Frauen mit Vergewaltigung bedrohen und am Ende mit verbundenen Augen ein Gest&auml;ndnis unterzeichnen, in dem sie sich als Helfershelfer des Iran bezichtigten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2013%2F05%2F13%2Fa0076&amp;cHash=33c7b591504c080f4d66e346c02123eb\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es geh&ouml;rt zu den unergr&uuml;ndlichen Schizophrenien der USA, wie eine so alte Demokratie in dieser Region Staaten unterst&uuml;tzt, die Demokratie und Menschenrechte mit F&uuml;ssen treten. Ist ein Luft- und Flottenst&uuml;tzpunkt soviel wert?&nbsp;Dazu geh&ouml;rt auch das Verh&auml;ltnis zum Hauptverb&uuml;ndeten Bahrains Saudi Arabien, das mit seiner extremen, fundamentalistischen Auslegung des sunnitischen&nbsp; Islam, dem Wahhabismus, den weltweiten Dschihadismus nicht nur geistig, sondern auch materiell erm&ouml;glichte. Unbegreiflich wie ein Land, das einen &ldquo;Krieg gegen den Terror&rdquo; f&uuml;hrt, diese Hauptst&uuml;tze der Ideologie dieser Terroristen nie in Frage stellt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Spione kommen hier nicht rein<\/strong><br>\nStellen Sie sich vor, Sie gehen auf die Website einer gro&szlig;en deutschen Tageszeitung, und 70 Unbekannte lesen mit. Sp&auml;her, die wissen wollen, f&uuml;r welche Themen Sie sich interessieren, wann und wie oft Sie auf der Seite sind. Und die Ihre Vorlieben mit Ihrem Kaufverhalten bei Amazon oder Ihren Wissensl&uuml;cken auf Gutefrage.net abgleichen. Je umfangreicher das Surferprofil, desto kostbarer die Daten f&uuml;r die Werbeindustrie. Deshalb platzieren sogenannte Trackerfirmen ihre Spione auf so vielen Internetseiten wie m&ouml;glich. Der dreisteste Schn&uuml;ffler ist der Onlinemarketingdienst DoubleClick, der seit 2008 Google geh&ouml;rt. DoubleClick sammelt auf 260 der deutschen Top 500 Internetseiten Daten. Das verr&auml;t ein Eingeweihter, der nicht genannt werden m&ouml;chte.<br>\nAnstatt einzelne Zugriffsmethoden wie Cookies oder Flashcookies zu blockieren, hat das Fraunhofer-Institut die Tracker selbst ins Visier genommen. Dazu entwickelten die Forscher des SIT einen Webcrawler: ein Programm, das die wichtigsten deutschen Internetseiten nach Trackingmethoden durchforstet. Damit konnten die Tracker selbst ermittelt &ndash; und deren Domains erfasst werden. Die sogenannte Tracking Protection List (TPL), die seit November frei zur Verf&uuml;gung steht, kann man auf der Institutsseite herunterladen. Einmal installiert, unterbindet die Liste jeglichen Datentransfer zu mehreren hundert Trackern. Und jede Woche kommen mehr hinzu. Der Vorteil der Liste gegen&uuml;ber den oben erw&auml;hnten Programmen ist, dass der Nutzer sich um nichts mehr k&uuml;mmern muss. Der Browser l&auml;dt alle drei Tage die aktuelle Liste nach. Der einzige Haken an der Sache: Nur der Browser Internet Explorer setzt den Mechanismus um. Mozilla Firefox oder Google Chrome wollen die Technologie nicht umsetzen, weil sie selbst mit der Schaltung personalisierter Werbung Geld verdienen. Unter den Top-50-Trackern geh&ouml;ren 17 zum Google-Imperium.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=hi&amp;dig=2013%2F05%2F11%2Fa0204&amp;cHash=25b6ffac3b54d0003131d86f5092192e\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>&ldquo;Massenarbeitslosigkeit in Europa &ndash; Auswege aus der Krise&rdquo;<\/strong><br>\nAm 16. Mai 2013 um 18:00 Uhr h&auml;lt Dr. Heiner Flassbeck im Gewerkschaftshaus in Braunschweig den Vortrag<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.braunschweig-spiegel.de\/index.php\/politik\/-allgemein\/3729-vorankuendigung-heiner-falssbeck-kommt-nach-braunschweig\">www.braunschweig-spiegel.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-17275","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17275","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=17275"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17275\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17282,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17275\/revisions\/17282"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=17275"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=17275"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=17275"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}