{"id":17297,"date":"2013-05-17T17:15:46","date_gmt":"2013-05-17T15:15:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17297"},"modified":"2013-05-17T18:34:28","modified_gmt":"2013-05-17T16:34:28","slug":"hinweise-des-tages-ii-108","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17297","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17297#h01\">Schmutzige Kriege: Wie die USA die Welt zum Schlachtfeld erkl&auml;rt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17297#h02\">Rafael Correa &ndash; Wege aus der Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17297#h03\">INSM: &ldquo;Gro&szlig;e Mehrheit gegen h&ouml;here Spitzensteuers&auml;tze&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17297#h04\">Das Rezept eines Drogendealers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17297#h05\">Thomas Fricke: Finanzkrise &ndash; Der Reformeifer geht am Kern des M&auml;rkteproblems vorbei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17297#h06\">Wettbewerb &uuml;ber alles<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17297#h07\">Apple soll Kongress seine Steuertricks erkl&auml;ren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17297#h08\">The Resistible Fall of Europe: An Interview with George Soros<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17297#h09\">Systemic Malfunctioning of the Labor and Financial Markets<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17297#h10\">Der Demografie-Traktor: Immer in Bewegung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17297#h11\">Dumpingpreise und Intransparenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17297#h12\">Atomfracht an Bord &ndash; Beinahekatastrophe am 1. Mai?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17297#h13\">Wie hast du`s mit der AfD?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17297#h14\">Sie ist ja eigentlich ganz nett<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17297#h15\">Wenn wir Kanzler w&auml;ren &hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17297#h16\">Erg&auml;nzende Anmerkung zu: &ldquo;Gerechtigkeit &ndash; Das &bdquo;Institut der deutschen Wirtschaft&ldquo; m&uuml;sste in den Medien jegliche Glaubw&uuml;rdigkeit verloren haben&rdquo; <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17297#h17\">Zu guter Letzt: Walulis sieht fern: Das typische Politmagazin<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17297&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Schmutzige Kriege: Wie die USA die Welt zum Schlachtfeld erkl&auml;rt<\/strong><br>\nG&auml;ste:<br>\nJeremy Scahill: Korrespondent f&uuml;r Nationale Sicherheit beim Magazin &ldquo;The Nation&rdquo;, Autor des New York Times Bestsellers &ldquo;Blackwater: The Rise of the World&rsquo;s Most Powerful Mercenary Army&rdquo;. Ausgezeichnet mit dem Georg Polk Award<br>\nRichard Rowley: Kriegsreporter, Regisseur von &ldquo;Dirty Wars&rdquo;<br>\nNoam Chomsky: Linguist am Massachusetts Institute of Technology, US-Kritiker und Dissident, Autor von zahlreichen B&uuml;chern, darunter &ldquo;Hegemony or Survival&rdquo; und &ldquo;Manufacturing Consent&rdquo;<br>\nAmy Goodman: Gr&uuml;nderin und Moderatorin der unabh&auml;ngigen Nachrichtensendung &ldquo;Democracy Now&rdquo;, erste Journalistin, die den Alternativen Nobelpreis (&ldquo;Right Livelihood Award&rdquo;) erhalten hat<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontext-tv.de\/node\/341\">Kontext TV<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Rafael Correa &ndash; Wege aus der Krise<\/strong><br>\nEcuadors Pr&auml;sident Rafael Correa zur Wirtschaftpolitik: Aufschwung und sozialer Ausgleich statt Rezession und Sparprogramme [&hellip;]<br>\nAls wir 2007 die Regierung &uuml;bernommen haben, nahmen wir uns eine Strategie vor, um den Druck der Verschuldung auf den Staatshaushalt und die &ouml;ffentlichen Finanzen zu lindern und die dringendsten Bed&uuml;rfnisse der Bev&ouml;lkerung mit frischen Geldmitteln zu befriedigen. Wir gingen mit Entschiedenheit und St&auml;rke die Schaffung einer Kommission zur &Uuml;berpr&uuml;fung der &ouml;ffentlichen Schulden an. Die Ergebnisse dieser wertvollen Arbeit sind in einem Bericht zusammengefasst, der um die Welt ging: der 2008 vorgelegte Abschlussbericht der &ldquo;Kommission f&uuml;r die &Uuml;berpr&uuml;fung der &ouml;ffentlichen Schulden&rdquo; (Comisi&oacute;n para la Auditoria Integral del Cr&eacute;dito P&uacute;blico).<br>\nAuf der Grundlage dieses Berichtes und durch eine sehr intelligente und technisch strenge Handhabung konnte Ecuador acht Milliarden US-Dollar beim Schuldendienst einsparen.[&hellip;]<br>\nZus&auml;tzlich zu unserer Auslandsschuld haben wir auch die Erd&ouml;lvertr&auml;ge neu ausgehandelt und wir haben die Steuereinnahmen mehr als verdoppelt, da wir dabei keine Steuerflucht mehr tolerieren. Das hat es uns erlaubt, die &ouml;ffentliche Investition zum Hauptinstrument der Entwicklung des Landes zu machen. Ecuador hat heute das h&ouml;chste Niveau an &ouml;ffentlichen Investitionen in Lateinamerika erreicht. [&hellip;]<br>\nDie Neuverhandlung der Auslandsschulden, die Erd&ouml;lvertr&auml;ge und das Anwachsen der Steuereinnahmen haben uns ebenfalls erm&ouml;glicht, wichtige Ressourcen f&uuml;r die Bezahlung der wichtigsten Schuld, der sozialen Schuld, freizugeben. W&auml;hrend 2004 f&uuml;r den sozialen Bereich 4,3 Prozent des BIP eingesetzt wurden, waren es 2012 fast elf Prozent. Das bedeutet in absoluten Zahlen, dass heute 5,1-mal mehr in Bildung investiert wird als 2004, im Gesundheitswesen ist es 4,5-mal mehr. [&hellip;]<br>\nWarum wird nicht das Selbstverst&auml;ndliche getan? Das Kapital will nicht verlieren. Alles soll dem Finanzkapital gem&auml;&szlig; geschehen. Die Machtverh&auml;ltnisse stehen zugunsten des Kapitals &ndash; ideologisches Get&ouml;se ist festzustellen. Die Menschen glauben, dass &ldquo;es so sein muss.&rdquo; So muss es aber NICHT sein. Bei aller Bescheidenheit: Das haben wir in Ecuador gezeigt. Es ist ein Problem der Politischen &Ouml;konomie: Wer in der Gesellschaft entscheidet, die Menschen oder das Kapital.<br>\nDie Herausforderung: Menschen sind wichtiger als das Kapital, Gesellschaften sind wichtiger als M&auml;rkte. Auf der Ebene der Wirtschaftswissenschaften: R&uuml;ckkehr zur Politischen &Ouml;konomie, Befreiung der realen &Ouml;konomie von der Unterjochung durch die Finanzwirtschaft; Gesellschaften mit M&auml;rkten, nicht f&uuml;r M&auml;rkte. Dies ist die gr&ouml;&szlig;te Herausforderung f&uuml;r all die jungen Menschen: Gesetze festzulegen, damit das Gerechte, wie es bereits Thrasymachos vor mehr als dreitausend Jahren sagte, nicht nur dem St&auml;rksten zutr&auml;glich sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/Praesident_Correa_in_TU_Berlin_16042013.pdf\">Rafael Correa [PDF &ndash; 140 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>INSM: &ldquo;Gro&szlig;e Mehrheit gegen h&ouml;here Spitzensteuers&auml;tze&rdquo;<\/strong><br>\n[&hellip;] Gefragt zum Steuerkonzept der Gr&uuml;nen sind &ldquo;63 Prozent der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rge gegen eine solche Steuererh&ouml;hung f&uuml;r die Mittelschicht. Nur halb so viele (32 Prozent) sind eher daf&uuml;r.&rdquo; Korrekt m&uuml;sste es auch im ersten Satz hei&szlig;en, dass sie &ldquo;eher&rdquo; gegen die Steuerpl&auml;ne sind. Geschickt wurde hier wie schon in der ersten Frage, die Anhebung des Spitzensteuersatzes und der Reichensteuer verkn&uuml;pft. Vermutlich w&uuml;rde, wenn gesondert nach der Erh&ouml;hung des Spitzensteuersatzes ab 80.000 Jahreseinkommen gefragt worden w&auml;re, die Zahl der Gegner eher weniger werden. Der Wortlaut der Frage:<br>\nBisher gilt f&uuml;r Singles ein Steuersatz von 45 Prozent ab 250.000 Euro Jahreseinkommen. Die Gr&uuml;nen wollen einen Steuersatz von 45 Prozent bereits ab 60.000 Euro Jahreseinkommen erheben. Jahreseinkommen ab 80.000 Euro sollen 49 Prozent zahlen. Was ist Ihre Meinung dazu? [&hellip;]<br>\nVon der INSM wurde auch eine Kampagne zum Thema der Gerechtigkeit gestartet, wobei es letztlich wiederum darum geht, die Steuern nicht zu erh&ouml;hen. Man findet es ungerecht, wenn der Staat so viel Steuern einzieht, will nicht noch mehr geben (&ldquo;Der Staat hat mehr Geld denn je &ndash; er gibt es nur an falscher Stelle aus&rdquo;) oder es wird mehr fr&uuml;hkindliche Erziehung gefordert, damit dann &ldquo;alle Kinder gleicherma&szlig;en gute Startbedingungen haben &ndash; und damit Defizite, die durch die unterschiedliche soziale Herkunft entstehen ausgleichen&rdquo;. So etwas nennt man Ideologie, wenn man so tut, als w&auml;ren mit Bildung alle &uuml;brigen Privilegien kompensiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/39\/39151\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu: <strong>Gute Reichensteuer, schlechte Reichensteuer<\/strong><br>\nZwei Umfragen, zwei Ergebnisse &ndash; und wunderbarerweise entsprechen sie jeweils ganz der Position ihrer Auftraggeber. Der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband pr&auml;sentierte am Donnerstag eine Infratest-Erhebung, wonach die Deutschen mit deutlicher Mehrheit und &uuml;ber alle Parteigrenzen hinweg, eine st&auml;rkere Besteuerung hoher Einkommen und Verm&ouml;gen fordern. Die wirtschaftsnahe Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft behauptete das glatte Gegenteil &ndash; und hat ebenfalls ein seri&ouml;ses Meinungsforschungsinstitut im R&uuml;cken. [&hellip;]<br>\nBekommt vor der Wahl jeder das Umfrageergebnis, das er haben m&ouml;chte? Vieles d&uuml;rfte mit der Fragestellung zusammenh&auml;ngen. Bei Infratest ist es denkbar, dass die Begeisterung f&uuml;r Steuererh&ouml;hungen niedriger ausgefallen w&auml;re, wenn man nicht nur pauschal nach &bdquo;sehr hohen Einkommen und sehr gro&szlig;em Verm&ouml;gen&ldquo; gefragt h&auml;tte. Wer sich selber nicht zu den Reichen z&auml;hlt, kann f&uuml;r sie leicht h&ouml;here Belastungen fordern. Aber auch die Emnid-Zahlen d&uuml;rften mit Vorsicht zu genie&szlig;en sein. Dass nur 14 Prozent die aktuellen Steuers&auml;tze f&uuml;r zu niedrig halten, aber 32 Prozent die Erh&ouml;hungspl&auml;ne der Gr&uuml;nen begr&uuml;&szlig;en, ist jedenfalls logisch nicht ganz nachvollziehbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/zwei-umfragen-zwei-ergebnisse-gute-reichensteuer-schlechte-reichensteuer\/8218774.html\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Das Rezept eines Drogendealers<\/strong><br>\nAlles gut und sch&ouml;n. Die deutschen Firmen sind also seit 1996 von Jahr zu Jahr wettbewerbsf&auml;higer geworden. Sie haben ihre Arbeitskosten gesenkt und dadurch mehr und mehr auf der ganzen Welt verkauft. Deutsche Exporteure setzen mittlerweile ihre Waren und Dienstleistungen auf der Welt (und in Europa) im Schnitt um ein Drittel g&uuml;nstiger ab als noch Mitte der 1990er Jahre. Und die reale Abwertung will gar nicht mehr aufh&ouml;ren.<br>\nVergleichen wir das Jahr 2012 mit 2001, als Deutschland praktisch eine ausgeglichene Leistungsbilanz auswies. Man k&ouml;nnte auch sagen, das Land befand sich im au&szlig;enwirtschaftlichen Gleichgewicht. Aufwertung und Leistungsbilanzdefizite nach der deutschen Einheit waren l&auml;ngst vergessen. Nach Berechnungen der EU-Kommission war Deutschland vergangenes Jahr gegen&uuml;ber 36 wichtigen Volkswirtschaften (inklusive EU und China) rund 5 Prozent unterbewertet &ndash; siehe gr&uuml;ne Linie in der folgenden Grafik. In Europa waren es sogar noch 10 Prozent (blaue Linie).\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130514-DE-LOHNVERZICHT3.gif\" alt=\"Deutschland auf dem Kriegspfad\" title=\"Deutschland auf dem Kriegspfad\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.weitwinkelsubjektiv.com\/2013\/05\/16\/das-rezept-eines-drogendealers\/\">Weitwinkelsubjektiv<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Thomas Fricke: Finanzkrise &ndash; Der Reformeifer geht am Kern des M&auml;rkteproblems vorbei<\/strong><br>\nDie Liberalisierung der globalen Finanzm&auml;rkte hat ihr Ziel verfehlt, f&uuml;r mehr Stabilit&auml;t und Wirtschaftswachstum zu sorgen. Stattdessen folgt seit 30 Jahren eine Krise auf die andere. Jetzt werden etliche Bankenreformen diskutiert, um die Finanzm&auml;rkte krisensicherer zu machen. Dabei verfehlen sowohl Trennbankensysteme als auch die Begrenzung von Banker-Boni nach dem Urteil von Thomas Fricke ihre Wirkung. Er sieht den Kern des Problems in der prozyklischen Dynamik der M&auml;rkte. Dagegen w&uuml;rden neben einer Finanztransaktionssteuer vor allem deutlich h&ouml;here und antizyklisch sich anpassende Eigenkapitalquoten f&uuml;r Banken helfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ftdwirtschaftswunder.files.wordpress.com\/2013\/05\/wdmai2013bankenausstiegfricke.pdf\">Wirtschaftsdienst [PDF &ndash; 100 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wettbewerb &uuml;ber alles<\/strong><br>\nVor wenigen Wochen erst wurde in London mit gro&szlig;em Pomp Maggie Thatcher unter die Erde gebracht. Doch ihr Programm neoliberalen Staatsumbaus feiert in modernisierter Form in Europa derzeit fr&ouml;hliche Urst&auml;nd.<br>\nOrientiert am Fetisch Wettbewerbsf&auml;higkeit verfolgen ein Teil der EU-Kommission und Bundeskanzlerin Angela Merkel einen Vorsto&szlig;, der sich gewaschen hat. Um Europa im globalen Konkurrenzkampf besser zu positionieren, sollen hart erk&auml;mpfte Arbeitnehmerrechte und Sozialstandards geschleift werden &ndash; und zwar in allen L&auml;ndern. Arbeitslosengeld k&uuml;rzen, K&uuml;ndigungsschutz abbauen, Renten runter, M&ouml;glichkeiten f&uuml;r befristete Vertr&auml;ge ausweiten, Tarifvertragssysteme und Gewerkschaften schw&auml;chen, das sind nur einige der Ideen, die auf dem Tisch liegen. Die EU-L&auml;nder sollen sich dazu verpflichten, ihre Arbeits- und Sozialsysteme marktkonform umzubauen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a1&amp;dig=2013%2F05%2F16%2Fa0033&amp;cHash=c818bab1bd21154ada7a5124119314a6\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Apple soll Kongress seine Steuertricks erkl&auml;ren<\/strong><br>\nIn der Debatte &uuml;ber globale Steuertricks von Gro&szlig;konzernen wollen US-Politiker nun auch Apple-Chef Tim Cook vor einen Ausschuss zitieren. Das Unternehmen best&auml;tigte am Donnerstag, dass Cook am Dienstag im Kongress zum Thema befragt werden solle.<br>\nIn einem Interview der &ldquo;Washington Post&rdquo; k&uuml;ndigte der Apple-Chef an, er wolle dem Senatsausschuss ein paar Kompromissvorschl&auml;ge unterbreiten. So bezeichnete er den gegenw&auml;rtigen Steuersatz von 35 Prozent f&uuml;r Ertr&auml;ge, die Unternehmen aus dem Ausland zur&uuml;ck in die USA &uuml;berweisen, als sehr hoch. &ldquo;Wir schlagen nicht vor, dass es null Prozent sein m&uuml;ssen&rdquo;, sagte Cook. Aber ein niedrigerer Steuersatz w&auml;re in diesem Fall vern&uuml;nftiger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1363711346259\/Cook-soll-Kongress-Apples-Steuertricks-erklaeren\">derStandard.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Apple, Amazon, Google und Co. sind offenbar der Meinung, dass sie &uuml;ber dem Gesetz stehen. Wenn ein Konzern meint, seinen Steuersatz frei mit dem Staat aushandeln zu k&ouml;nnen, ist dies ein untr&uuml;gliches Zeichen f&uuml;r ein seltsam verschobenes Selbstbild.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>The Resistible Fall of Europe: An Interview with George Soros<\/strong><br>\nOn May 12, George Soros was awarded the Tiziano Terzani Prize for his 2012 book Financial Turmoil published in Italy by Hoepli. The following interview is adapted from a press conference held in Udine, Italy, on that occasion.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/the-resistible-fall-of-europe--an-interview-with-george-soros\">Project Syndicate<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Systemic Malfunctioning of the Labor and Financial Markets<\/strong><br>\nDr. Heiner Flassbeck: Government has to step in and correct the imbalances of low wages and unregulated financial markets or a deeper recession and crisis is inevitable<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/therealnews.com\/t2\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=31&amp;Itemid=74&amp;jumival=10173\">The Real News<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Der Demografie-Traktor: Immer in Bewegung<\/strong><br>\nDer demografische Wandel wird seit langem intensiv diskutiert. Scheinbar nimmt er einen fast unheimlichen Einfluss auf alles, was heute passiert und in der Zukunft geschehen wird. So ein wichtiges Thema musste dann auch f&uuml;r den &bdquo;Demografiegipfel&ldquo; der Bundesregierung herhalten, die daraus ein hohles Theater machte. Die Rede Angela Merkels zu Beginn des Gipfels macht das deutlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/10001\/der-demografie-traktor-immer-in-bewegung?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+DerSpiegelfechter+%28Der+Spiegelfechter%29\">Der Spiegelfechter<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Dumpingpreise und Intransparenz<\/strong><br>\nDer Energieversorger Care Energy bietet &Ouml;kostrom zum Tiefstpreis an und ger&auml;t damit zusehends in die Kritik. Angeblich k&ouml;nnen die Preise die Kosten f&uuml;r die Produktion gar nicht decken. Verbraucherzentralen warnen au&szlig;erdem vor undurchsichtigen und komplexen Vertr&auml;gen des Unternehmens.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/umwelt\/2109746\/\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> W&auml;hrend jede &bdquo;Ich AG&ldquo; ein schl&uuml;ssiges Gesch&auml;ftsmodell vorlegen muss, darf ein Stromanbieter, der nach Eigendefinition gar kein Stromanbieter ist, offenbar eine viertel Million Kunden &uuml;ber intransparente Strukturvertriebsmodelle k&ouml;dern, ohne den Aufsichtsbeh&ouml;rden ein schl&uuml;ssiges Kostenmodell nennen zu k&ouml;nnen. Der Markt wird es schon regeln und die arglosen Kunden sind wieder einmal die Dummen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Atomfracht an Bord &ndash; Beinahekatastrophe am 1. Mai?<\/strong><br>\nWie knapp ist Hamburg am 1. Mai an einer Katastrophe vorbeigeschrammt? Kurz nach dem Er&ouml;ffnungsgottesdienst zum Kirchentag brannte im Hafen der Frachter &bdquo;Atlantic Cartier&ldquo;. Eine Gr&uuml;nen-Anfrage deckt jetzt auf: An Bord waren neben Munition mehr als 20 Tonnen radioaktive Stoffe, davon 9 Tonnen hochgef&auml;hrliches Uranhexafluorid. Geeignetes L&ouml;schmittel war in Norddeutschland nicht auf Lager.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gruene-fraktion-hamburg.de\/wirtschaft-hafen\/16-05-2013\/atomfracht-bord-beinahekatastrophe-am-1-mai\">Gr&uuml;ne B&uuml;rgerschaftsfraktion Hamburg<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wie hast du`s mit der AfD?<\/strong><br>\nDie Gr&uuml;ndung der AfD hat nicht nur das parlamentarische System einmal mehr aufgemischt, sondern auch die Euro-Debatte in Deutschland weiter angeheizt. Gewonnen haben damit aber nur die Marktradikalen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/le-bohemien.net\/2013\/05\/16\/die-afd-die-linke-und-der-euro\/\">le Boh&eacute;mien<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Sie ist ja eigentlich ganz nett<\/strong><br>\nDie Bildzeitung bringt Jugendbilder der Kanzlerin. Bei RTL sitzt sie vor eine Gruppe von Frauen, beantwortet Fragen zu M&auml;nnern und Haushalt. Doch bei der Berichterstattung aus Merkels &bdquo;unbekannten DDR-Leben&ldquo; geht es um mehr als unpolitische Menschelei der Klatschpresse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/821773.sie-ist-ja-eigentlich-ganz-nett.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wenn wir Kanzler w&auml;ren &hellip;<\/strong><br>\nFrust statt Lust, Lobby statt Logik &ndash; das Ansehen der Politik im Lande hat schwer gelitten, von Elan und Schwung ist wenige Monate vor der Wahl weit und breit wenig zu sehen. Der Philosoph, Journalist und Satiriker Peter Zudeick setzt jetzt einen Kontrapunkt: In seinem neuen Buch &ndash; es tr&auml;gt den pr&auml;gnant schlichten Titel &ldquo;Das alles und noch viel mehr w&uuml;rden wir machen, wenn wir Kanzler von Deutschland w&auml;r&rsquo;n&rdquo; &ndash; versammelt er Fachmenschen, die die dringlichsten und wichtigsten Fragen f&uuml;r das Land stellen. Antworten geben. L&ouml;sungen anbieten. Und von der Politik ganz einfach fordern: Macht es! Tut das, was richtig und notwendig ist, ohne Vorbehalte und Ausfl&uuml;chte. Packt es an. Ob es um Finanzen, Milit&auml;r, Klima oder Altwerden geht. Entstanden ist eine Sammlung von Sachverstand mit Positionen zum Streiten, Zustimmen, Aufregen, Kopfsch&uuml;tteln, Teilen oder Ablehnen. Auf jeden Fall zur Therapie von Politverdruss geeignet, meint West ART.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/westart\/dienstag\/sendungsbeitraege\/2013\/0514\/index.jsp\">WDR West Art<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung zu: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17009#h08\">&ldquo;Gerechtigkeit &ndash; Das &bdquo;Institut der deutschen Wirtschaft&ldquo; m&uuml;sste in den Medien jegliche Glaubw&uuml;rdigkeit verloren haben&rdquo;<\/a><\/strong><br>\nUnsers Leser G.K. schreibt uns hierzu: \n<blockquote><p>Zu der IW-Behauptung &ldquo;Die Armutsquoten liegen im oberen Mittelfeld&rdquo;:<\/p>\n<p>Nach den j&uuml;ngsten Angaben des Statistischen Bundesamtes gelten 15,8 % der Bev&ouml;lkerung, womit jeder Sechste in Deutschland als armutsgef&auml;hrdet gilt. EU-weit waren es nur geringf&uuml;gig mehr Menschen, die armutsgef&auml;hrdet sind, n&auml;mlich 16,9%. Diese Daten beziehen sich auf das Basisjahr 2010. Der EU-Durchschnitt enth&auml;lt selbstverst&auml;ndlich auch die Armutsquoten der europ&auml;ischen Krisenstaaten, mithin jener Staaten, die seit Ende der 90er Jahre in besonderem Ma&szlig;e vom deutschen Lohn-, Sozial- und Unternehmensteuerdumping in ihrer preislichen Wettbewerbsf&auml;higkeit gegen die Wand konkurriert wurden. Sollen &ldquo;wir Deutsche&rdquo; uns nun dar&uuml;ber freuen, da&szlig; wir als &ldquo;reiches Land&rdquo; hinsichtlich der Armutsgef&auml;hrdung nur knapp unterhalb des EU-Durchschnitts liegen, obwohl dieser EU-Durchschnitt auch als Folge der deutschen Dumpingpolitik nach oben gedr&uuml;ckt wird? Sollen &ldquo;wir Deutsche&rdquo; uns in drei Jahren (wenn die Armutsquoten f&uuml;r das Jahr 2013 vorliegen werden) dar&uuml;ber freuen, wenn sich der Abstand der hiesigen Armutsquote zum EU-Durchschnitt wegen der Folgen der ma&szlig;geblich von den deutschen &ldquo;Eliten&rdquo; diktierten Kaputtsparpolitik nochmals vergr&ouml;&szlig;ert haben wird?<\/p>\n<p>Auf die von den deutschen Leitmedien verbreitete M&auml;r vom deutschen &ldquo;Jobwunder&rdquo; fallen nicht nur wegen der statistischen Tricks zur Sch&ouml;nung der offiziellen Arbeitslosenquote sowie der massiven Verschlechterung der Arbeitsplatzqualit&auml;t lange Schatten. Eine k&uuml;rzlich vom WSI (auf Basis von Daten der europ&auml;ischen Statistibeh&ouml;rde Eurostat) ver&ouml;ffentlichte Untersuchung zur Armutsgef&auml;hrdung Arbeitsloser innerhalb der EU kommt zu dem erschreckenden Ergebnis, da&szlig; in keinem Land der EU die Armutsgef&auml;hrdung Arbeitsloser so hoch ist wie in Deutschland. Im EU-Durchschnitt betr&auml;gt dieser Wert rund 46 Prozent, in Deutschland hingegen 67,7%. Zu den Ursachen dieser gewaltigen L&uuml;cke hei&szlig;t es in der WSI-Mitteilung: &ldquo;Dies habe mit der vierten Hartz-Reform zu tun, erkl&auml;rt WSI-Forscher Seils. Langzeitarbeitslose seien seit der Abschaffung der Arbeitslosenhilfe schlecht gegen Armut abgesichert. Nach einem Jahr &ndash; einer im Vergleich zu etlichen Nachbarl&auml;ndern relativ kurzen Frist &ndash; erhalten Arbeitslose kein einkommensabh&auml;ngiges Arbeitslosengeld I (ALG I) mehr, sondern nur noch das niedrigere ALG II als Grundsicherung. Und das reiche oft nicht mehr, um das Haushaltseinkommen &uuml;ber der Armutsgrenze zu halten. Da die Langzeitarbeitslosen vom Besch&auml;ftigungsaufbau der vergangenen Jahre am wenigsten profitiert haben, fielen sie statistisch zunehmend ins Gewicht, so Seils: &ldquo;Der Anstieg des Armutsrisikos unter Arbeitslosen stellt gewisserma&szlig;en die Schattenseite der in den vergangenen Jahren gesunkenen Arbeitslosigkeit dar.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Walulis sieht fern: Das typische Politmagazin<\/strong><br>\nDramatische Musik, schlimme Schicksale und verfremdete Stimmen: Philipp Walulis hat sich auf die Spur investigativer Politmagazine begeben. Hier das Ergebnis seiner brisanten Recherche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/fernsehen\/extra5367.html\">NDR extra3<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-17297","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17297","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=17297"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17297\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17301,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17297\/revisions\/17301"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=17297"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=17297"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=17297"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}