{"id":17303,"date":"2013-05-21T08:50:47","date_gmt":"2013-05-21T06:50:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17303"},"modified":"2013-05-21T08:50:47","modified_gmt":"2013-05-21T06:50:47","slug":"hinweise-des-tages-1882","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17303","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17303#h01\">Der Euro vor der Entscheidung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17303#h02\">AfD will nicht zur&uuml;ck zur D-Mark<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17303#h03\">Die uns&auml;gliche Debatte um die richtige Fiskalpolitik in Krisenzeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17303#h04\">Keine Mehrheiten f&uuml;r gespaltenes Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17303#h05\">Soziale Ungleichheit: Deutsche besser dran?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17303#h06\">Schwache Konjunktur  &ndash;  Inflation im Euroraum auf tiefstem Stand seit drei Jahren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17303#h07\">Kein Wandel in Sicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17303#h08\">Zentralbanker Weidmann liegt falsch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17303#h09\">Steuerparadies Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17303#h10\">Die Zuwanderungsl&uuml;ge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17303#h11\">Aufruf: Europa geht anders!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17303#h12\">Commerzbank &ndash; Ein Werbespot ver&auml;rgert die Banken-Branche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17303#h13\">Unheimliche Gesch&auml;fte &ndash; Die Skandale der Deutschen Bank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17303#h14\">Axel Troost: Bankenaufsicht &ndash; nie besser als die Regeln, die sie zu &uuml;berwachen hat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17303#h15\">Partei&uuml;bergreifende Mehrheit f&uuml;r h&ouml;here Steuern und mehr Bildungs- und Sozialausgaben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17303#h16\">verdi.TV &ndash; Wie wird man reich?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17303#h17\">Keine Zwei-Klassen-Justiz schaffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17303#h18\">Drohnenprojekt Euro Hawk Bundeswehr wusste seit 2004 von Zulassungsproblemen <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17303#h19\">Die Arbeiterpartei hat ihre Basis verloren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17303#h20\">Gabriel k&uuml;ndigt &bdquo;neue Agenda&ldquo; f&uuml;r Deutschland an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17303#h21\">Die Sprachlosigkeit der Kanzlerin macht sprachlos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17303#h22\">stoersender.tv &ndash; Brauner Dunst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17303#h23\">Zu guter Letzt: Holande, Cameron, Obama haben nie so richtig Agitation und Propaganda gelernt.<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17303&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Der Euro vor der Entscheidung<\/strong><br>\nHeiner Flassbeck, fr&uuml;herer Staatssekret&auml;r im Bundesministerium der Finanzen und bis Ende 2012 Chef-Volkswirt bei der UNO-Organisation f&uuml;r Welthandel und Entwicklung (UNCTAD) im Gespr&auml;ch mit weltnetz.tv &uuml;ber seine gemeinsam mit dem griechischen &Ouml;konom Prof. Costas Lapavitsas angefertigte Studie &laquo;The Systemic Crisis of the Euro &mdash; True Causes and Effective Therapies&raquo;. In der von der Rosa-Luxemburg-Stiftung gef&ouml;rderten Studie wird die Eurokrise analysiert, Handlungsoptionen zur Rettung der Eurozone erarbeitet und dabei auch die Option eines Ausstieges aus dem Euro untersucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/weltnetz.tv\/video\/478\">weltnetz.tv<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>AfD will nicht zur&uuml;ck zur D-Mark<\/strong><br>\nLucke: Nein, nicht Deutschland soll den Euro verlassen, sondern die s&uuml;deurop&auml;ischen Staaten. Das ist viel besser als ein Euro-Austritt Deutschlands. Dann haben die S&uuml;dl&auml;nder die M&ouml;glichkeit der Abwertung, was ihnen die Chance gibt, wettbewerbsf&auml;hig zu werden. Europa leidet an einer Wettbewerbskrise. In den s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;ndern sind die L&ouml;hne im Verh&auml;ltnis zur Produktivit&auml;t zu hoch. Die Firmen sind nicht wettbewerbsf&auml;hig, ihre Produkte damit kaum zu exportieren.<br>\nFAZ: Also nicht zur&uuml;ck zur D-Mark, sondern zur Drachme und Escudo?<br>\nLucke: Ja. Seit Einf&uuml;hrung des Euro haben alle s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;nder viel, viel mehr importiert als exportiert. Ihre Leistungsbilanzen sind immer defizit&auml;r. Zehn Jahre lang haben die Regierungen die M&ouml;glichkeit gehabt, dieser gef&auml;hrlichen Entwicklung entgegenzuwirken. Es ist ihnen nicht gelungen, oder sie waren nicht willens. Niedrige Produktivit&auml;t und hohe L&ouml;hne vertragen sich nicht. Die L&ouml;hne in S&uuml;deuropa sind um 30 bis 50 Prozent zu hoch. Eine Lohnsenkung in diesem Ausma&szlig; ist nicht zumutbar. So bleibt nur eine Abwertung, und daf&uuml;r braucht man eine eigene W&auml;hrung.<br>\nSnower: Ich teile Ihre Analyse, Herr Lucke, aber nicht Ihre L&ouml;sung. Die Einf&uuml;hrung einer eigenen W&auml;hrung h&auml;tte, wenn alles gutginge, nur einen kurzen Effekt. Preise glichen sich schnell wieder an. Die Wettbewerbsf&auml;higkeit eines Landes h&auml;ngt aber nicht von seinen monet&auml;ren Gr&ouml;&szlig;en ab, sondern von seinen komparativen Vorteilen: Was k&ouml;nnen sie besser als andere? Das h&auml;ngt von seiner Produktionsstruktur und seiner Innovationskraft ab. Wenn es schlecht liefe, k&ouml;nnte sich ein armes s&uuml;deurop&auml;isches Land mit einer schwachen W&auml;hrung die zum Aufbau einer neuen Produktionsstruktur n&ouml;tigen ausl&auml;ndischen Investitionsg&uuml;ter nicht mehr leisten. Die Regierung w&uuml;rde ihr Heil in der Inflation suchen, es w&uuml;rde ein W&auml;hrungschaos am Rande Europas entstehen. Wie das dazu f&uuml;hren soll, dass L&auml;nder wie Griechenland wettbewerbsf&auml;higer werden, verstehe ich beim besten Willen nicht&hellip;<br>\nSnower: Wir kommen zum Kern. Ich halte den von Ihnen propagierten Mechanismus der Euroaufl&ouml;sung f&uuml;r hochgef&auml;hrlich. Sie wollen die s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;nder de facto zwingen, den Euro aufzugeben. Das w&auml;re die Konsequenz, wenn Deutschland sich nicht mehr am europ&auml;ischen Rettungsfonds beteiligte. Die Geh&auml;ssigkeit gegen&uuml;ber den Deutschen ist jetzt schon gro&szlig; in S&uuml;deuropa, Frau Merkel wird in Nazi-Uniformen abgebildet. Ein erzwungener Ausstieg aber w&auml;re ein Horrorszenario: Sozial, einmal wegen der wachsenden Kluft zwischen reichen und armen L&auml;ndern und zum zweiten wegen der internen Kluft in den L&auml;ndern selbst zwischen denen, die Euros h&auml;tten, und denen, die nur Drachmen h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/raus-aus-dem-euro-afd-will-nicht-zurueck-zur-d-mark-12187441.html\">faz<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Typisch f&uuml;r die FAZ, da l&auml;sst sie zwei neoliberale &Ouml;konomen streiten. Beide sehen das Problem darin, dass die L&ouml;hne in S&uuml;deuropa zu hoch sind. Dass sie bei uns in Deutschland seit zwei Jahrzehnten zu niedrig sind, sehen sie nat&uuml;rlich nicht. Zu den wirklichen Ursachen der Krise (siehe oben Flassbeck) sagen sie kein Wort. Denn f&uuml;r beide ist klar, dass nur durch Lohndumping die &bdquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&ldquo; hergestellt werden kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die uns&auml;gliche Debatte um die richtige Fiskalpolitik in Krisenzeiten<\/strong><br>\nAu&szlig;erhalb der einschl&auml;gigen akademischen Zirkel wird das Versagen der herrschenden Volkswirtschaftslehre angesichts der &uuml;berw&auml;ltigenden Evidenz auch kaum noch bezweifelt<br>\n80 Jahre nachdem John Maynard Keynes und Friedrich v. Hayek sich auf die &ldquo;gro&szlig;e &ouml;konomische Debatte&rdquo; eingelassen haben, findet sich die daf&uuml;r zust&auml;ndige Wissenschaft in einer strukturellen Krise, die es unm&ouml;glich macht, sich auf wirksame L&ouml;sungen zu einigen &ndash; w&auml;hrend sich Keynes und Hayek gemeinsam wohl auf ein optimales Krisenmanagement einigen k&ouml;nnten.<br>\nNachdem die Arbeitslosigkeit praktisch &uuml;berall ansteigt und nirgendwo die Staatsschuldenquoten zur&uuml;ckgehen, kann am Scheitern der europ&auml;ischen Krisenpolitik kaum gezweifelt werden (allenfalls vielleicht wegen der mittlerweile ausgeglichenen Leistungsbilanzsalden, was aber ebenfalls hinterfragt werden muss). Dumm nur, dass die herrschende Lehre der Wirtschaftswissenschaften heute offenbar dieselben Probleme hat, eine Finanzkrise dieses Ausma&szlig;es zu analysieren, wie w&auml;hrend der &ldquo;Gro&szlig;en Depression&rdquo; der 1930er Jahre. (&hellip;)<br>\nDie &Uuml;bereinstimmung mit der aktuellen Situation ist frappant. So hatte Keynes die damalige &ldquo;klassische&rdquo; &Ouml;konomik kritisiert, weil in ihrem Theoriegeb&auml;ude ein Einbruch der Gesamtnachfrage, wie ihn die Weltwirtschaft in dieser Zeit erlebte, schlicht nicht m&ouml;glich war und daher auch nicht sinnvoll diskutiert werden konnte, wobei die damaligen Argumente genauso heute noch zu h&ouml;ren sind. Damals hatte Keynes seine methodologische Kritik auf einen blinden Fleck konzentriert, der aus einem irregeleiteten &ldquo;Glauben&rdquo; der traditionellen &Ouml;konomen an eine Handlungsrationalit&auml;t r&uuml;hre, den Keynes als &ldquo;Saysches Gesetz&rdquo; bezeichnet hatte. Demnach schaffe sich jedes Angebot selbst die n&ouml;tige Nachfrage, weil die daf&uuml;r erforderlichen Produktionsfaktoren bezahlt werden m&uuml;ssen, was zu zus&auml;tzlichen Einkommen f&uuml;hrt, die &ndash; in volkswirtschaftlichen Aggregaten gedacht &ndash; die f&uuml;r die Produktion zus&auml;tzlich erforderliche gesamtwirtschaftliche Nachfrage gew&auml;hrleisten. (&hellip;)<br>\n&hellip;obwohl Hayek unter anderem f&uuml;r eine Grundsicherung eintritt. Letztere sollte allerdings nur ein &ldquo;sehr niedriges Minimum &rdquo; garantieren, weil andernfalls &ldquo;die Motivation, unser System am Laufen zu halten&rdquo;, entfalle. Allerdings w&uuml;rde er Anspr&uuml;che nicht k&uuml;rzen bzw. es ignorieren, sollten die Bezieher etwas dazu verdienen.<br>\nW&auml;ren die beiden jetzt also auf einem W&ouml;lkchen versammelt und w&uuml;rden gemeinsam auf die Eurozonenkrise herabblicken, k&ouml;nnten sie sich vermutlich darauf einigen, dass der R&uuml;ckgang der Einkommen in der gegebenen Situation gestoppt werden muss. Vielleicht w&uuml;rde Keynes sich mit dieser Einsicht schon zufrieden geben und sofort alle Schleusen &ouml;ffnen, da &ndash; in Aggregaten gedacht &ndash; es ihm vielleicht wichtiger erschiene, sofort zu handeln, als die besten L&ouml;sungen zu sp&auml;t zu liefern. Das entspr&auml;che Keynes &uuml;berzeugender &ldquo;saldenmechanischer&rdquo; Betrachtungsweise, die von den &ldquo;New Monetary Economics&rdquo; wiederentdeckt wurde und mit der auch hier gerne argumentiert wird. Dabei wird die Wirtschaft in Sektoren geteilt, deren Bilanzen analysiert und gegen&uuml;bergestellt werden, weshalb sich freilich nur allgemeine Aussagen treffen lassen, Detailfragen aber ausgeklammert bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/39\/39118\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Keine Mehrheiten f&uuml;r gespaltenes Europa<\/strong><br>\nDas Projekt Europa &ndash; gibt es das eigentlich noch? Keine rhetorische Frage. &Ouml;konomisch ist die Europ&auml;ische Union und ihr Kern, der Euro-Club, tief gespalten. Und politisch hat die EU keine Mehrheit mehr hinter sich. Nur 45% der Bev&ouml;lkerung aus acht Mitgliedstaaten stehen dem Projekt heute noch positiv gegen&uuml;ber. Im vergangenen Jahr waren es noch 60% &ndash; ein Absturz, wie das PewResearchCenter in einer aktuellen repr&auml;sentativen Umfrage ausweist.<br>\nMehr noch: Am st&auml;rksten fiel der Absturz in Frankreich aus &ndash; um 19 Punkte auf 41% und damit unterhalb des Werts der traditionell europaskeptischen Briten! Umso krasser der Gegensatz zu Deutschland, das eine Sonderentwicklung aufweist: 60% Zutrauen zur EU &ndash; nur noch &uuml;bertroffen von Polen &ndash; mehrheitlich der Auffassung, dass die europ&auml;ische Integration der eigenen &ouml;konomischen Entwicklung f&ouml;rderlich ist, relative Stabilit&auml;t der politischen Elite&hellip;<br>\nDas Tempo des politischen Erosionsprozess wird vorgegeben von der Gro&szlig;en Krise. Ein Europa, dass seit eineinhalb Jahren nach einer nur kurzen Erholung in ein zweites Krisental (double dip) abgesackt ist, setzt zentrifugale Kr&auml;fte frei. W&auml;hrend die &ouml;konomischen Bedingungen in Deutschland von 75% der Bev&ouml;lkerung als &raquo;gut&laquo; eingesch&auml;tzt werden (im Vergleich 2007: 63%), liegen die Werte f&uuml;r Griechenland (1%), Italien (3%), Spanien (4%) und Frankreich (9%) im einstelligen Bereich. In Frankreich sehen nur noch 22% der Bev&ouml;lkerung, in Italien nur noch 11% &ouml;konomische Vorteile in der Integration &ndash; in Deutschland hingegen eine Mehrheit von 54%. Und das ist nicht das Ende der Fahnenstange. Organisationen wie der Internationale W&auml;hrungsfonds &ndash; zugleich Akteur in der Troika &ndash; und das Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung gehen davon aus, dass auch in der mittleren Frist bis 2018 Vorkrisenniveaus der gesellschaftlichen Reichtumsproduktion nicht erreicht sein werden. Ein verlorenes Jahrzehnt in Europa. (&hellip;)<br>\nNoch ein bemerkenswerter Befund. W&auml;hrend nun auch hierzulande innerhalb der Linken Euro-Ausstiegsmodelle als politische Option gehandelt werden, ist die deutliche Mehrheit der Bev&ouml;lkerung in Europa weiterhin daf&uuml;r, an der Gemeinschaftsw&auml;hrung festzuhalten.<br>\nNur Minderheiten &ndash; am st&auml;rksten noch in Deutschland und Frankreich &ndash; votieren f&uuml;r eine R&uuml;ckkehr zu einer nationalen W&auml;hrung. In Italien und Spanien ist die Zustimmung im Vergleich zum vergangenen Jahr sogar noch gestiegen, in Griechenland ist sie mit 69% weiterhin exorbitant hoch. Mit Ausstiegsszenarien wird die politische Linke nicht punkten, eher verlieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/keine-mehrheiten-fuer-gespaltenes-europa\/\">Sozialismus<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Soziale Ungleichheit: Deutsche besser dran?<\/strong><br>\nSchon vor Ausbruch der Gro&szlig;en Krise 2007ff. wurden in vielen OECD-L&auml;ndern H&ouml;chstmarken bei den Indizes, die den Grad an sozialer Ungleichheit messen, erreicht. Diese Tendenzen haben sich offenkundig verfestigt, wie aus soeben von der OECD ver&ouml;ffentlichen Daten zur Einkommensverteilung hervorgeht&hellip;<br>\nIm Durchschnitt der OECD-L&auml;nder ist es zu einem R&uuml;ckgang der Markteinkommen der Haushalte um 2% j&auml;hrlich gekommen. Dazu haben vor allem die h&ouml;here Arbeitslosigkeit und geringere reale Lohneinkommen beigetragen. Der Effekt der Arbeitslosigkeit war besonders gro&szlig; in Island, Griechenland, Estland, Mexiko, Spanien und Irland (5% und mehr pro Jahr). Auch geringere Kapitaleinkommen haben zur Erosion der Haushaltseinkommen beigetragen, vor allem in Island und Irland, aber der R&uuml;ckgang der Verm&ouml;genseinkommen spielte insgesamt nur eine untergeordnete Rolle.<br>\nDie Schere in der Verteilung der Markteinkommen hat sich in dieser ersten Phase der Krise in den meisten OECD L&auml;ndern noch weiter ge&ouml;ffnet. Gemessen am Gini-Koeffizienten&hellip; ist die Ungleichheit in der Verteilung im Durchschnitt der OECD-L&auml;nder um 1,4% gestiegen. (&hellip;)<br>\nDie Ungleichheit in der Einkommensverteilung zeigt sich auch und besonders an den Einkommenspolen. Im Vergleich der obersten und untersten 10% der Bev&ouml;lkerung f&uuml;r die Jahre 2007 und 2010 haben die untersten Einkommen entweder deutlich mehr Einkommen verloren oder weniger vom einsetzenden Wirtschaftsaufschwung profitiert. So war im Durchschnitt der OECD-L&auml;nder das verf&uuml;gbare reale Haushaltseinkommen der obersten 10% 2010 in etwa auf dem Niveau von 2007, w&auml;hrend die Einkommen der untersten 10% gegen&uuml;ber 2007 um j&auml;hrlich 2% gesunken sind&hellip;<br>\nNun ist unbestritten, dass die Berliner Republik eine im europ&auml;ischen Vergleich g&uuml;nstige &ouml;konomische Entwicklung durchlaufen hat. Der damit verbundene Aufbau von oft allerdings prek&auml;rer Besch&auml;ftigung hat dazu beigetragen, dass die Einkommensschere sich nur ma&szlig;voll weiter ge&ouml;ffnet hat. Gleichwohl besteht zur Sch&ouml;nf&auml;rberei, wie wir sie beim Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft, Michael H&uuml;ther, finden, vorrangig aus drei Gr&uuml;nden kein Anlass&hellip;\n<ul>\n<li>Obwohl das BIP um 3,9% wuchs, stieg auch die Armut um 4,1%. Damit hat sich die Dynamik der sozialen Spaltung in 2011 deutlich verst&auml;rkt&hellip;<\/li>\n<li>Die guten statistischen Erfolge in der Arbeitsmarktpolitik werden mit einer &raquo;Amerikanisierung&laquo; des Arbeitsmarktes, dem Ph&auml;nomen der &raquo;working poor&laquo;, erkauft&hellip;<\/li>\n<li>Kleinere Einkommen werden st&auml;rker belastet als hohe Einkommen&hellip;<\/li>\n<li>das Schrumpfen der mittleren Einkommensschichten (hat) sich in den letzten Jahren fortgesetzt&hellip;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/soziale-ungleichheitdeutsche-besser-dran\/\">Sozialismus<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Schwache Konjunktur  &ndash;  Inflation im Euroraum auf tiefstem Stand seit drei Jahren<\/strong><br>\nDie Inflation im Euroraum ist wegen sinkender Benzinpreise auf dem R&uuml;ckmarsch. Die Teuerungsrate fiel im April auf 1,2 Prozent (verglichen mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum) und damit auf den tiefsten Stand seit dem Februar des Jahres 2010, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Im M&auml;rz erh&ouml;hte sich das Preisniveau noch um 1,7 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/konjunktur\/schwache-konjunktur-inflation-im-euroraum-auf-tiefstem-stand-seit-drei-jahren-12184918.html\">FAZ<\/a> \n<p><strong>Dazu: Die Eurozone steckt in der l&auml;ngsten Rezession ihrer Geschichte<\/strong><br>\nNoch nie steckte die Wirtschaft der Eurol&auml;nder so lange in der Rezession fest. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte von Januar bis M&auml;rz bereits das sechste Quartal in Folge. Die Lage in den Krisenl&auml;ndern im &Uuml;berblick.<br>\nDas Bruttoinlandsprodukt in der Eurozone schrumpfte von Januar bis M&auml;rz um 0,2 Prozent und damit doppelt so stark wie von &Ouml;konomen erwartet. Fortschritte gibt es nur wenige. Die Krisenl&auml;nder im &Uuml;berblick.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/konjunktur\/krisenlaender-die-eurozone-steckt-in-der-laengsten-rezession-ihrer-geschichte-12183766.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Warum die Amerikaner nerv&ouml;s werden<\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaft stagniert faktisch und die Euroraum-Wirtschaft schrumpft abermals. Im Vergleich haben die Vereinigten Staaten die globale Wachstumsdelle seit der zweiten Jahresh&auml;lfte 2012 besser &uuml;berstanden. Das gilt auch dann, wenn die Daten wirklich vergleichbar (und f&uuml;r Amerika nicht annualisiert) sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blogs.faz.net\/fazit\/2013\/05\/15\/warum-die-amerikaner-nervos-werden-1683\/\">FAZ<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das sind also die beeindruckenden Erfolge der Merkelnomics!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kein Wandel in Sicht<\/strong><br>\nDie zweitgr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft Europas muss nun endg&uuml;ltig zu den Krisenstaaten gerechnet werden. Die Leistung der franz&ouml;sischen Wirtschaft (BIP) ist in drei von vier Quartalen (geringf&uuml;gig) zur&uuml;ckgegangen&hellip;<br>\nHollande wei&szlig;, dass die Spannungen in seiner Partei und seinem Kabinett gegen&uuml;ber der Austerit&auml;tspolitik zunehmen&hellip;Hollande wei&szlig;, dass eine Kabinettsumbildung diese Spannungen nicht l&ouml;sen kann und schl&auml;gt Teile aus dem Gallois-Report zur Realisierung vor: Kopplung der bisherigen Arbeitslosenunterst&uuml;tzung an die Teilnahme an Weiterbildung, Aufnahme des Dialogs mit den Gewerkschaften &uuml;ber die demografische Entwicklung und das Rentensystem, Mobilisierung der (in Frankreich bedeutsamen) genossenschaftlichen Lebensversicherung als Risiko-Kapital. Im Kern wird der Niedriglohnsektor ausgebaut, die automatische Stabilisierung der Nachfrage durch die abgesenkte Altersversorgung besch&auml;digt und die private Ersparnis ohne Regulierung der Kapitalm&auml;rkte zum Einsatz in den Finanzkasinos enteignet.<br>\nDem Unternehmenssektor verspricht Hollande keine weiteren Steuererh&ouml;hungen zur &Uuml;berwindung des Haushaltsdefizits und Entlastung der Unternehmen durch eine Steuerstundung im Volumen von 20 Mrd. Euro. Ein industrieller Wachstumspfad, der die franz&ouml;sische Exportschw&auml;che beheben oder kompensieren k&ouml;nnte, ist bei alldem nicht erkennbar.<br>\nSolange seine Mission in Europa keinen Widerhall findet, bleibt Hollandes Politik eine unsoziale Sparpolitik, die durch Besch&auml;digung der Binnennachfrage die Auswirkungen der Krise auf die Akkumulation eher noch versch&auml;rfen wird&hellip;<br>\nZu den unruhiger werdenden Zeiten geh&ouml;rt auch die Tatsache, dass Hollande die vier Millionen W&auml;hlerInnen &raquo;der Linken der Linken&laquo; &ndash; also derjenigen, die im ersten Wahlgang M&eacute;lenchon ihre Stimme gaben und im zweiten Wahlgang zu ihm stie&szlig;en &ndash; &raquo;nicht als Teil der Mehrheit&laquo; betrachtet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/kein-wandel-in-sicht\/\">Sozialismus<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zentralbanker Weidmann liegt falsch<\/strong><br>\nBundesbankchef Weidmann stimmte als einziges Ratsmitglied gegen die Leitzinssenkung der Europ&auml;ischen Zentralbank Anfang Mai. Statt sinnvolle Ma&szlig;nahmen gegen die drohende Rezession mitzutragen, verlangt Weidmann rigoroses Sparen in der Eurozone. Damit gef&auml;hrdet er das Kernziel der EZB: die Preisstabilit&auml;t&hellip;<br>\nWeidmanns Forderung nach rigorosem Sparen gef&auml;hrdet au&szlig;erdem das von ihm selbst gepriesene Kernziel der EZB: Die Preisstabilit&auml;t. Denn in Krisenl&auml;ndern bahnt sich eine Deflation mit st&auml;ndig sinkenden Preisen an. Der Grund: Durch Ausgaben-, Lohn-, Renten- und Sozialk&uuml;rzungen sinken Einkommen, Konsum und &ouml;ffentliche Investitionen. Die Unternehmen verkaufen weniger und unterbieten sich mit Preisnachl&auml;ssen. Griechenland steckt bereits in einer Deflation. In der Eurozone insgesamt lag die Preissteigerung im April bei nur noch 1,2 % im Vergleich zum Vorjahr&hellip;\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130521_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++40b049a6-bedb-11e2-b53e-00188b4dc422\">DGB<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Steuerparadies Europa<\/strong><br>\nGesch&auml;ftsleute verschieben Millionen ins Ausland, berichtet der Spiegel in seiner Printausgabe (21\/2013, S. 66ff.). BASF zum Beispiel habe eine gro&szlig;e Steuerabteilung, deren Aufgabe darin bestehe, Gelder zwischen den Kontinenten hin und her zu schieben.<br>\nBelgien sei ein solches Steuerparadies, wo der Steuersatz auf die Millionengewinne 2011 bei nur 2,6 Prozent gelegen habe.<br>\nDer nordrhein-westf&auml;lische Finanzminister Norbert Walter-Borjans sch&auml;tzt, dass dem deutschen Fiskus durch Steuerhinterziehung und Steuervermeidung 160 Milliarden Euro verloren gingen. Der gr&ouml;&szlig;ere Teil durch Manipulationen internationaler Konzerne.<br>\nIn Belgien k&ouml;nnten z.B. Unternehmen Zinsen auf das Eigenkapital des Unternehmens geltend machen. V&ouml;llig legal k&ouml;nnten deutsche Konzerne Eigenkapital nach Belgien schaffen und sp&auml;ter die Gewinne steuerfrei nach Deutschland zur&uuml;ckschleusen. So konnte der Pharmakonzern Bayer seine Steuerquote auf 4,25 Prozent senken.<br>\nDer Spiegel bietet dazu eine Grafik der Steuerlast deutscher Firmen in Belgien:\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130521_02.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Auch die Niederlande seien attraktiv. Die Firmenzentralen gr&uuml;ndeten dort Briefkastenfirmen, an die die Zentrale sog. Lizenzgeb&uuml;hren abf&uuml;hre, die dort steuerfrei seien.<br>\nDie europ&auml;ischen Finanzminister und die EU-Kommission redeten zwar viel &uuml;ber die Schlie&szlig;ung solcher Steuerschlupfl&ouml;cher, aber bisher ohne Erfolg. Es werde vielleicht am Ende mehr Transparenzgeben, aber nichts deute darauf hin, dass der &bdquo;aggressive Steuerwettbewerb unter den Mitgliedsstaaten aufh&ouml;ren wird&ldquo;.<br>\nQuelle: Der Spiegel, Printausgabe, 21.\/2013 <\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Europ&auml;er schaffen Steuertricks f&uuml;r globale Konzerne<\/strong><br>\nRealit&auml;t und Rhetorik klaffen bei der Besteuerung von global t&auml;tigen Konzernen auseinander. W&auml;hrend hartes Vorgehen gegen Steuerflucht gefordert wird, sind die Regierungen dabei oft hilfreich.<br>\nAnfang November machten Abgeordnete des britischen Parlaments Google, Starbucks und Amazon noch die H&ouml;lle hei&szlig;, weil die Internetriesen ihre Milliardengewinne in Steuerparadiese verschoben haben. Nicht mal einen Monat sp&auml;ter k&uuml;ndigte Schatzkanzler George Osborne an, die Unternehmenssteuer von 28 Prozent auf 21 Prozent zu senken &ndash; unter die entsprechenden S&auml;tze in Deutschland und Frankreich.<br>\nEinen Monat sp&auml;ter legte die britische Regierung nach und verringerte den Steuersatz auf Gewinne von Auslandst&ouml;chtern, die anderen Konzerngesellschaften Kredite gew&auml;hren, auf weniger als sechs Prozent&hellip;<br>\nDie Niederlande haben ein komplexes System von Steuerabkommen und Regelungen, die Unternehmen genutzt haben, um bis zu 13 Billionen Dollar im Jahr durch Ableger in dem Land in Steueroasen weiterzuleiten. Dazu z&auml;hlen unter anderem Google, Yahoo, Dell, Merck, Cisco und Microsoft&hellip;<br>\nIm Dezember hat die EU-Kommission der Steuerflucht und Steuerhinterziehung &ndash; die pro Jahr einen Verlust von sch&auml;tzungsweise 1000 Milliarden Euro verursachen &ndash; den Krieg erkl&auml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article116346149\/Europaeer-schaffen-Steuertricks-fuer-globale-Konzerne.html\">welt.de<\/a> <\/p>\n<p><strong>Dazu noch: Gro&szlig;konzerne nutzen belgisches Steuerschlupfloch<\/strong><br>\nBelgien lockt mit allerlei sch&ouml;nen Dingen: die edle Schokolade, die vielen verschiedenen Biere, die Architektur. Auch f&uuml;r Unternehmen hat der Staat etwas im Angebot &ndash; den fiktiven Eigenkapitalzinsabzug. Der Trick mit dem schwierigen Namen hilft Konzernen, ihre Steuern zu dr&uuml;cken. Das Gesetz biete eine &ldquo;der innovativsten Ma&szlig;nahmen der Steuerverg&uuml;nstigungen&rdquo;, wirbt Belgien auf einer Website, die sich an ausl&auml;ndische Investoren richtet.<br>\nEin offizieller Werbeprospekt rechnet vor, wie ein Unternehmen seine Steueranteil von 33,99 Prozent, dem Standardwert, auf 8,5 Prozent dr&uuml;cken kann. Der Trick dahinter klingt ziemlich ungew&ouml;hnlich: Konzerne d&uuml;rfen f&uuml;r ihr Eigenkapital fiktive Zinsen in H&ouml;he von 3,0 Prozent berechnen. Den entsprechenden Betrag darf das Unternehmen dann als Kosten gegen echte Gewinne gegenrechnen &ndash; voil&agrave;, weniger Geld ist zu versteuern. Die Unternehmensberater von PricewaterhouseCoopers (PwC) nennen den Trick &ldquo;attraktiv und leicht umzusetzen&rdquo;, er f&uuml;hre zu &ldquo;substantiellen Steuerersparnissen&rdquo;. Diese Konstruktion sei zudem eine sch&ouml;ne Alternative, um Zuk&auml;ufe in Europa steuerg&uuml;nstig zu managen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/fiktive-kosten-grosskonzerne-nutzen-belgisches-steuerschlupfloch-1.1675225\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Zuwanderungsl&uuml;ge<\/strong><br>\nWir Deutsche, aber auch andere reiche L&auml;nder behalten uns heute vor, nur diejenigen in unser Land zu lassen, die uns wirtschaftlich voranbringen, sprich: unseren Wohlstand zu bewahren versprechen. Green- und Blue-Card sind die Begriffe daf&uuml;r. Es geht also nur in Extremf&auml;llen (Genozide, V&ouml;lkermord, Kriege etc.) darum, Menschen aus der Not zu helfen. Vielmehr glaubt man mit gezielter Abwerbung auf der einen und massiver Abwehr auf der anderen Seite nur die &bdquo;Guten ins T&ouml;pfchen&ldquo; zu bekommen. Hochkar&auml;tige Wissenschaftler aus Indien, Kenia oder Malaysia beschreiben die eine, Lampedusa die andere Seite der Medaille.<br>\nMit der Eurokrise ist die Problematik um einen neuen Aspekt erweitert worden. Aus den L&auml;ndern mit besonders hoher Jugendarbeitslosigkeit (Spanien, Italien, Griechenland etc.) str&ouml;men vor allem junge, gut ausgebildete Menschen nach Deutschland. Denen kann die Wanderung innerhalb der EU nicht verwehrt werden, und schlie&szlig;lich wollen sie auch nichts anderes als anst&auml;ndig arbeiten und Geld verdienen. Niemand kann schlie&szlig;lich frei sein und eine Familie gr&uuml;nden oder ern&auml;hren, wenn er keinen Job hat. Letzteres gilt freilich auch f&uuml;r viele Deutsche. Hinzukommt, dass Millionen andere, die sehr wohl eine Job haben, in &auml;hnlichen Fangstricken h&auml;ngen. Denken wir nur an Leiharbeiter, Menschen in Billigjobs oder Werkvertr&auml;gen. Genau genommen stehen etwa 7 Millionen frustrierte Deutsche mehr als eine Millionen Einwanderer pro Jahr gegen&uuml;ber, wobei die Zahl der zuziehenden Europ&auml;er im Jahre 2012 besonders stark, <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2013\/05\/PD13_156_12711.html\">n&auml;mlich um ca. 18 %, gewachsen ist<\/a>.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stoerfall-zukunft.de\/blog\/529-die-zuwanderungsluege\">stoerfall-zukunft<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Zu ber&uuml;cksichtigen ist allerdings auch, dass zwar &uuml;ber eine Million Menschen nach Deutschland zugezogen, aber 712.000 Personen fort zogen. Darunter knapp 580.000 ausl&auml;ndische Personen und 133.000 deutsche. Tatsache bleibt allerdings, dass die sog. &bdquo;Reservearmee&ldquo; der Arbeitskr&auml;fte gr&ouml;&szlig;er wurde und damit die Nachfragebedingungen der Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt nicht besser werden.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Vom Nutzen der Krise<\/strong><br>\n&ldquo;Merkel wirbt um Arbeitskr&auml;fte aus Euro-Krisenl&auml;ndern&rdquo;, meldet die FAZ, online am 14. Mai 2013, gedruckt am 15. Mai. Die sind in Folge der Krise auch deutlich billiger geworden als deutsche Arbeitskr&auml;fte. Deutschland biete gute Bedingungen f&uuml;r Zuwanderer, habe aber einen schlechten Ruf, beklagte Merkel dem Bericht zufolge auf dem &ldquo;Demographiegipfel&rdquo; am 14. Mai 2013.<br>\n&ldquo;Sollte das Euro-Abenteuer am Ende gut ausgehen, dann g&auml;be es einen eindeutigen Gewinner: den deutschen Staat.&rdquo; Das stellte die WirtschaftsWoche vorsichtig am 9. Oktober 2012 fest. Griechenland, Spanien, Portugal und den anderen von der Krise am meisten betroffenen L&auml;ndern hat das &ldquo;Abenteuer&rdquo; wachsende soziale Probleme gebracht. Dazu tr&auml;gt die angebliche Anti-Krisen-Politik der &ldquo;Troika&rdquo; und der Bundesregierung bei, die den schwachen L&auml;ndern Sparprogramme verordnet, die sie noch mehr schw&auml;chen. &ldquo;Deutschland saniert sich auf Kosten seiner Nachbarn&rdquo;, titelte Cicero am 21. Januar 2013 und stellte fest: &ldquo;Finanziell, wirtschaftlich und sogar demographisch profitierte Deutschland von der schwersten Krise seit Gr&uuml;ndung der W&auml;hrungsunion.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/hans-springstein\/vom-nutzen-der-krise\">Freitag<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu passt wieder einmal: Rekordbesch&auml;ftigung f&uuml;r Akademiker<\/strong><br>\nWer den Abschluss einer Universit&auml;t oder einer Fachhochschule in der Tasche hat, muss sich in Deutschland nur wenig Sorgen auf der Suche nach einem Arbeitsplatz machen. Die gute wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahre hat die Nachfrage nach Hochqualifizierten auf ein Rekordniveau getrieben. Zwischen 2001 und 2011 stieg die Zahl der Erwerbst&auml;tigen in dieser Gruppe um 2,5 Millionen oder knapp 50 Prozent auf 7,7 Millionen. Die Arbeitslosenquote unter Akademikern betr&auml;gt trotz eines geringen Anstiegs gerade mal 2,4 Prozent. Damit herrscht nach g&auml;ngiger Definition Vollbesch&auml;ftigung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/arbeitsmarkt-rekordbeschaeftigung-fuer-akademiker-12186809.html\">FAZ<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Langsam kann man es nicht mehr h&ouml;ren,  wenn wieder vom vermeintlichen Fachkr&auml;ftemangel die Rede ist. Man fragt sich, sind viele Schreiberlinge der Mainstreampresse einfach nur d&auml;mlich indem sie die Phrasen der Arbeitgeberverb&auml;nde nachplappern oder bezahlte Propagandisten, die bewusst die &ouml;ffentliche Meinung durch Verbreitung von L&uuml;gen manipulieren?<\/em><br>\n<em>Als Ingenieur mit langj&auml;hriger Berufserfahrung kenne ich die aktuelle Arbeitsmarktlage aus eigener Anschauung und vermutlich besser als jeder Zeitungsredakteur. Ich kenne inzwischen leider genug ehemalige Kommilitonen und Kollegen, die infolge des Shareholder Value Wahnsinns, Opfer der permanenten betrieblichen Cost-Reduction-Ma&szlig;nahmen geworden sind. Und gerade f&uuml;r Arbeitnehmer &uuml;ber 45 ist es in Deutschland unglaublich schwierig wieder eine ad&auml;quate Anstellung zu finden.<\/em><br>\n<em>Die Suche nach einer neuen Festanstellung kann sich dabei bis zu einem Jahr oder l&auml;nger hinziehen. Und es handelt sich wohlgemerkt um gestandene Ingenieure mit teilweise 20 Jahren Berufserfahrung und exzellentem Fachwissen. Glaubt man etwa der neoliberalen Journaille, die wie in der FAZ von Vollbesch&auml;ftigung schwadroniert, m&uuml;ssten sich Firmen um diese Arbeitskr&auml;fte reisen. Dies ist aber definitiv nicht der Fall!<\/em><br>\n<em>Oft werden Leuten mit der oben genannten Vita nur Jobs mit einem Gehalt auf Absolventenniveau angeboten. Und hier landen wir dann zwangsl&auml;ufig bei der Agenda 2010 und Hartz IV. Die Firmen wissen nat&uuml;rlich, dass den Betroffenen nach 12 Monaten, wenn der Bezug des ALG I ausl&auml;uft, das Wasser bis zum Hals steht. Und Arbeitnehmer &uuml;ber 50 haben oft nur noch die Chance bei Zeitarbeitsfirmen mit entsprechenden niedrigen Geh&auml;ltern zu arbeiten. Hier wird einem wieder bewusst, dass Deutschland in der Tat massives Lohndumping betreibt. Ganz zu schweigen von einem realistischen Renteneintrittsalter von 67.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung WL:<\/strong> Was bei dieser Jubelmeldung &uuml;ber die Arbeitsmarktlage von Akademikern unterschlagen wird, ist deren Besch&auml;ftigungssituation.<\/em><br>\n<em>Von jungen Akademikerinnen und Akademikern mit bis zu einem Jahr Berufserfahrung haben rund 34 Prozent eine befristete Besch&auml;ftigung. Bei den Akademikern mit zwei bis drei Jahren Berufserfahrung geht der Anteil der befristet Besch&auml;ftigten auf rund 18 Prozent zur&uuml;ck. In der Gesamtgruppe der akademisch Ausgebildeten mit bis zu drei Jahren Berufserfahrung hat jeder vierte einen befristeten Vertrag. Hochschulen und andere Wissenschaftseinrichtungen haben die h&ouml;chste Quote: Hier sind 81 Prozent der akademisch ausgebildeten Berufsanf&auml;nger mit bis zu drei Jahren Berufserfahrung befristet besch&auml;ftigt. Ebenfalls sehr hoch ist der Anteil bei &ldquo;Sonstiger Erwachsenenbildung und Unterricht&rdquo; mit 72 Prozent, in Krankenh&auml;usern mit 60 Prozent und im Bereich &ouml;ffentliche Verwaltung\/Sozialversicherung mit 54 Prozent.<\/em><br>\n<em>Auch &uuml;ber das Einkommen sagt der Beitrag nichts.<\/em><br>\n<em>Bei den Einkommen sind die befristet Besch&auml;ftigten deutlich im Nachteil. Das monatliche Durchschnittseinkommen der akademischen Berufseinsteiger mit befristetem Vertrag betr&auml;gt rund 2.940 Euro. Es f&auml;llt damit gut 19 Prozent niedriger aus als das <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/pm_ta_2013_01_24.pdf\">Einkommen von unbefristet besch&auml;ftigten Berufseinsteigern mit 3.640 Euro [PDF &ndash; 92.9 KB]<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Aufruf: Europa geht anders!<\/strong><br>\nDemokratie und Soziale Sicherheit in Europa statt weiterer Sozialabbau durch &bdquo;Wettbewerbspakt&ldquo;!<br>\nEuropa kommt nicht aus der Krise. Die Menschen in Europa befinden sich in der Mitte eines verlorenen Jahrzehnts. Mit jedem Jahr seit Krisenbeginn verschlechtern sich die Nachrichten. Die Arbeitslosigkeit in der Europ&auml;ischen Union erreicht Rekordniveaus: 26 Millionen Menschen haben keinen Arbeitsplatz, rund 10 Millionen mehr als vor der Finanzkrise. Monat f&uuml;r Monat steigt die Zahl der Erwerbslosen um fast 200.000. In Spanien und Griechenland betr&auml;gt die Arbeitslosenquote unter Jugendlichen bereits fast 60 Prozent. In den meisten L&auml;ndern sinken seit Jahren die Reall&ouml;hne. In Zahlen l&auml;sst sich das damit verbundene menschliche Elend nicht fassen: In Athen sind hunderttausende Menschen auf Suppenk&uuml;chen angewiesen, in Spanien kommt es trotz leerstehender Wohnungen zu massenhaften Zwangsr&auml;umungen. Heizen k&ouml;nnen sich viele Menschen im Winter nicht mehr leisten. Das sind Verh&auml;ltnisse, die in Europa als l&auml;ngst &uuml;berwunden galten!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.europa-geht-anders.eu\/aufruf\">europa-geht-anders<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Commerzbank &ndash; Ein Werbespot ver&auml;rgert die Banken-Branche<\/strong><br>\nIm aktuellen Werbespot der Commerzbank pr&auml;sentiert sich das Geldhaus als ethisch gel&auml;utert. Dass sich ausgerechnet jene Bank so inszeniert, die vom Steuerzahler mit Milliardenbetr&auml;gen aufgefangen werden musste, sorgt in der Branche f&uuml;r Unmut.<br>\nZentraler Vorwurf: Da erhebt sich einer moralisch &uuml;ber die Konkurrenz, profiliert sich auf deren Kosten. Motto: Auch wir waren b&ouml;se, aber jetzt geloben wir, uns zu bessern: Keine Spekulation mit Nahrungsmitteln! Mehr Geld f&uuml;r gr&uuml;ne Energien! Und was der Zeitgeist sonst noch an kapitalismuskritischen Forderungen bereith&auml;lt.<br>\n&bdquo;Das ist eine der erfolgreichsten Kampagnen, die die Bank je gemacht hat&ldquo;, sagt der f&uuml;rs Marketing zust&auml;ndige Bereichsvorstand Richard Lips: &bdquo;Die Akzeptanz bei den Kunden ist extrem hoch. Und die Kampagne mobilisiert auch die eigenen Mitarbeiter.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/commerzbank-ein-werbespot-veraergert-die-banken-branche-12187876.html\">FAZ<\/a> \n<p><strong>Dazu passt: Bund verliert mit der Commerzbank 2,5 Milliarden Euro<\/strong><br>\nDer Staat hat Aktien der Commerzbank mit einem hohen Verlust verkauft und damit seinen Anteil an der Bank kurzfristig auf 10 Prozent gesenkt. Der staatliche Rettungsfonds Soffin verkaufte am Mittwochmorgen gut 89 Millionen Commerzbank-Aktien zum Preis von 7 Euro an institutionelle Investoren au&szlig;erhalb der B&ouml;rse. Anschlie&szlig;end stieg der um das Bezugsrecht bereinigte Kurs in der Spitze um 18 Prozent auf 8,20 Euro.<br>\nDie 89 Millionen Aktien hatte der Soffin seit November 2008 in mehreren Schritten zum Durchschnittspreis von 34,70 Euro erworben. Der Rettungsfonds realisierte also einen Verlust von rund 2,5 Milliarden Euro. Dabei ist zu beachten, dass die Commerzbank vor kurzem zehn Aktien zu einer zusammengelegt hat. Diese Kapitalherabsetzung ist in den Kursen (&bdquo;mal zehn&ldquo;) und der Zahl der Aktien r&uuml;ckwirkend ber&uuml;cksichtigt.<br>\nSeit seiner Auflegung im Oktober 2008 hat der Soffin in seinen Jahresbilanzen Verluste von 23 Milliarden Euro angeh&auml;uft. F&uuml;r diese Verluste verantwortlich sind auch Abschreibungen auf Commerzbank-Aktien gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/rettungsfonds-soffin-bund-verliert-mit-der-commerzbank-2-5-milliarden-euro-12184246.html\">FAZ<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dass sich andere Bankster &uuml;ber die verlogene Werbung der Commerzbank echauffieren darf als Marginalie betrachtet werden. Es ist nur erstaunlich, dass sich &uuml;ber die Milliardenverluste, die die Commerzbank den Steuerzahlern beschert hat niemand aufregt. Noch erstaunlicher, dass die Werbemasche offenbar zieht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Unheimliche Gesch&auml;fte &ndash; Die Skandale der Deutschen Bank<\/strong><br>\nIst der Deutschen Bank der Gewinn wichtiger als Recht und Moral? Seit Monaten wird Deutschlands gr&ouml;&szlig;te Bank von einer Reihe von Skandalen ersch&uuml;ttert. Mehrfach wurden B&uuml;ros wichtiger Mitarbeiter von der Polizei durchsucht, zahlreiche Prozesse laufen. Die Bank ist in einen Hypothekenskandal verstrickt, in eine Aff&auml;re um mehrere hundert Millionen Euro unterschlagener Mehrwertsteuer, sie muss sich mit Vorw&uuml;rfen der Bilanzf&auml;lschung und der Zinsmanipulation auseinandersetzen. Was ist los mit der einst so angesehenen und stolzen Bank?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/m.zdf.de\/ZDF\/zdfportal\/xml\/object\/27989440\">ZDF<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Sendetermin: Dienstag 21.05.2013, 20:15 &ndash; 21:00 Uhr<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Axel Troost: Bankenaufsicht &ndash; nie besser als die Regeln, die sie zu &uuml;berwachen hat<\/strong><br>\nDie j&uuml;ngsten Schritte auf dem Weg zur Finanzmarktregulierung &#8209; Ihre Meilensteine von gestern, das beschlossene Paket zu Basel III &#8209; reichen bei weitem nicht aus, um einer europ&auml;ischen Bankenaufsicht den n&ouml;tigen Respekt zu verschaffen. Ohne eine entsprechende Regulierung wird es aber keine Ver&auml;nderung geben&hellip;<br>\nIhr Trennbanken-Light-Gesetz ist nicht nur theoretisch recht mutlos, sondern geht auch an den praktischen Problemen vorbei&hellip;<br>\nIm Prinzip gibt es drei verschiedene Modelle. Ihr Modell lautet: Wir sortieren ein bisschen um, lassen aber letztlich alles zusammen, auch alle Verbindungen, und dann l&auml;uft alles so weiter. Das Modell von SPD und Gr&uuml;nen sieht vor: Wir f&uuml;hren eine wirkliche Trennung herbei, der eine Turm bleibt eine Bank und der andere Turm wird als Spielbank umfirmiert; aber beide bleiben voll am Markt. Das Modell der Linken lautet: Wir sortieren um. Von den beiden T&uuml;rmen schlie&szlig;en wir den einen Turm vollst&auml;ndig. Die Zockerei h&ouml;rt auf. Das gef&auml;hrliche Gesch&auml;ft wird vom Markt genommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.axel-troost.de\/article\/7139.bankenaufsicht-nie-besser-als-die-regeln-die-sie-zu-ueberwachen-hat.html\">Axel Troost<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Partei&uuml;bergreifende Mehrheit f&uuml;r h&ouml;here Steuern und mehr Bildungs- und Sozialausgaben<\/strong><br>\nEine &bdquo;geradezu &uuml;berw&auml;ltigende Zustimmung f&uuml;r einen Richtungswechsel in der Steuer- und Ausgabenpolitik&ldquo; belegt eine Studie des Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverbandes auf Basis einer repr&auml;sentativen Erhebung von TNS Infratest Politikforschung, die der Verband heute in Berlin vorstellte. Der Verband forderte alle Parteien auf, diesem klaren Mehrheitsvotum in der Bev&ouml;lkerung im anstehenden Wahlkampf und dar&uuml;ber hinaus Rechnung zu tragen.<br>\nNach der vorgelegten Studie sprachen sich mehr als die H&auml;lfte der Befragten f&uuml;r mehr Investitionen in den Sozialbereich und sogar &uuml;ber drei Viertel f&uuml;r mehr Investitionen in Bildung aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-paritaetische.de\/index.php?eID=tx_nawsecuredl&amp;u=0&amp;file=uploads\/media\/130516_steuergerchtigkeit_2013.pdf&amp;t=1369755981&amp;hash=dd18295397f4c7af156402a8666c06164d36d35a\">Deutscher Parit&auml;tischer Wohlfahrtsverband [PDF &ndash; 1.3 MB]<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17287\">Die Propagandaagenturen der herrschenden Eliten sehen das nat&uuml;rlich anders<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung WL:<\/strong> Nat&uuml;rlich hat auch die Propagandaagentur der Arbeitgeber eine Umfrage in Auftrag gegeben. Sie kommt zum Ergebnis, dass eine <a href=\"http:\/\/www.insm.de\/insm\/Presse\/Pressemeldungen\/Emnid-Umfrage-Spitzensteuersatz.html\">gro&szlig;e Mehrheit gegen h&ouml;here Spitzensteuers&auml;tze ist<\/a>.<\/em><br>\n<em>(Wir werden  uns mit dieser Umfrage noch besch&auml;ftigen.) <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>verdi.TV &ndash; Wie wird man reich?<\/strong><br>\nImmer mehr Menschen sehen nicht mehr ein, warum die Reichen immer reicher und die Armen immer &auml;rmer werden. ver.di, Attac, viele andere Nichtregierungsorganisationen und zehntausende Menschen fordern, Reichtum zu besteuern, weil Umverteilen Gerechtigkeit schafft. Warum die Reichen immer reicher werden, zeigt unser Film.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.verdi.de\/verditv?mivstoredata=816140d681YToyOntzOjc6ImNtZF92aWQiO2k6NDk0NjgwO3M6MTE6ImNtZF9leGVjdXRlIjtpOjE7fQ%2C%2C\">verdi<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Keine Zwei-Klassen-Justiz schaffen<\/strong><br>\nDie Prozess- und Verfahrenskostenhilfe soll reformiert werden. Gegen die Gesetzesentw&uuml;rfe regt sich bei Gerichten und Anw&auml;lten jedoch Widerstand. Sie warnen davor, finanziell Schwache mit einer h&ouml;heren Eigenbeteiligung davon abzuhalten, von ihrem Recht Gebrauch zu machen. (&hellip;)<br>\nDie Ausgaben f&uuml;r die Prozess- und Verfahrenskostenhilfe belaufen sich insgesamt auf etwa 500 Millionen Euro j&auml;hrlich. Die L&auml;nder starteten in den vergangenen Jahren zwei Bundesratsinitiativen, mit denen sie diese Kosten begrenzen wollten&hellip;<br>\nMorgen wird das &ldquo;Kostenmodernisierungsgesetz&rdquo;, wie es im Beamtendeutsch hei&szlig;t, im Rechtsausschuss beraten. Wenn die Beratung zum Abschluss kommt, wird das Gesetz am Donnerstag im Bundestag in zweiter und dritter Lesung verabschiedet.<br>\nZiel der neuen Regeln ist es, die Prozess- und Verfahrenskostenhilfe und die Beratungshilfe effizienter zu gestalten. Ob das gelingt, wird sich erst in der Praxis erweisen. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger:<br>\n&ldquo;Nat&uuml;rlich sind das am Ende Hilfen, die auch der Staat, sprich der Steuerzahler, bezahlt. Aber es geh&ouml;rt einfach in unseren Rechtsstaat, dass der, der es sich nicht leisten kann, auch wirklich recht bekommen kann. Es kann nie der Anspruch sein, &uuml;ber m&ouml;glichst Eind&auml;mmung von Prozesskostenhilfe jetzt die Justiz sich selbst tragen zu lassen. Das kann nicht funktionieren, und das w&uuml;rde auch unserem Rechtsstaatsgedanken nicht Rechnung tragen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/hintergrundpolitik\/2107515\/\">dradio<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Der Grundsatz &bdquo;Das Recht ist f&uuml;r alle da&ldquo; ist wesentlich f&uuml;r einen sozialen Rechtsstaat. Vielleicht sollten einige Politiker das Grundgesetz &ndash; insbesondere Art. 20 und Art 28 &ndash; genau nachlesen.<\/em><br>\n<em>Im Widerspruch zur Aussage der Bundesjustizministerin stehen die Aussagen des &bdquo;Welt&ldquo;-Artikel &bdquo;Fast jede zweite Hartz-IV-Klage ist erfolgreich&ldquo;, in dem u.a. zu lesen ist:<\/em><br>\n<em>&bdquo;Ein von der FDP vorgelegter Gesetzentwurf sieht vor, die bisherigen Freibetr&auml;ge abzusenken, nach denen geregelt wird, ob Betroffenen Prozesskostenhilfe zusteht. Auch die H&ouml;he der R&uuml;ckzahlung soll neu geregelt werden.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><strong>Siehe dazu: Fast jede zweite Hartz-IV-Klage ist erfolgreich<\/strong><br>\nHunderttausende von Hartz-IV-Empf&auml;ngern wehren sich juristisch gegen Bescheide der Jobcenter &ndash; viele mit Erfolg. Die Linke fordert gar, im Zweifelsfall immer f&uuml;r die Arbeitslosen zu entscheiden&hellip;<br>\nIm April 2012 z&auml;hlt die aktuelle Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit 198.886 Widerspr&uuml;che und 202.800 Klagen. Zwar wurden im April 54.000 Widerspr&uuml;che und rund 10.000 Klagen abgearbeitet &ndash; es kam aber nahezu die gleiche Zahl an neuen Widerspr&uuml;chen und Klagen hinzu&hellip;<br>\nVor diesem Hintergrund plant die Bundesregierung, die Prozesskostenhilfe einzuschr&auml;nken. Ein von der FDP vorgelegter Gesetzentwurf sieht vor, die bisherigen Freibetr&auml;ge abzusenken, nach denen geregelt wird, ob Betroffenen Prozesskostenhilfe zusteht. Auch die H&ouml;he der R&uuml;ckzahlung soll neu geregelt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article116345738\/Fast-jede-zweite-Hartz-IV-Klage-ist-erfolgreich.html\">welt.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Drohnenprojekt Euro Hawk Bundeswehr wusste seit 2004 von Zulassungsproblemen<\/strong><br>\n&nbsp;Die Zulassungsprobleme, die zum Scheitern des Drohnenprojekts Euro Hawk f&uuml;hrten, waren der Bundeswehr seit mindestens neun Jahren bekannt. Dies ergaben Recherchen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Zudem verschwieg das Verteidigungsministerium Pannen beim &Uuml;berf&uuml;hrungsflug 2011<br>\n(..) Dagegen hatte das Verteidigungsministerium den Mitgliedern im Verteidigungsausschuss des Bundestages mitgeteilt, dass es erst Ende 2011 die Erkenntnis gegeben habe, dass eine Musterzulassung der Drohne nur mit erheblichem Mehraufwand von 500 bis 600 Millionen Euro zu erreichen sei. Verteidigungsminister Thomas de Maizi&egrave;re (CDU) hatte die Beschaffung von vier weiteren Drohnen daraufhin am Mittwoch gestoppt. Die Gesamtkosten f&uuml;r Entwicklung, Erprobung und weitere Investitionen betragen 660 Millionen Euro.<br>\nWeitere F.A.S.-Recherchen ergaben, dass das Verteidigungsministerium gravierende Zwischenf&auml;lle bei der &Uuml;berf&uuml;hrung des Euro Hawk im Juli 2011 aus Kalifornien nach Bayern dem Bundestag verschwiegen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/drohnenprojekt-euro-hawk-bundeswehr-wusste-seit-2004-von-zulassungsproblemen-12187463.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Die Arbeiterpartei hat ihre Basis verloren<\/strong><br>\nDie SPD feiert ihren Gr&uuml;ndungstag vor 150 Jahren. Damals war sie eine Arbeiterpartei. Heute wei&szlig; sie nicht mehr so genau, f&uuml;r wen sie da ist&hellip;<br>\nFragt sich nur, auf was sich die heutige SPD einigen soll. Seit Willy Brandt haben es gro&szlig;e Ideen bei Sozialdemokraten eher schwer. Helmut Schmidt empfahl Leuten mit Visionen, einen Arzt aufzusuchen. Und das letzte gr&ouml;&szlig;ere Projekt der SPD einte nicht, sondern zerriss die Partei: Gerhard Schr&ouml;ders Hartz-Reformen. Eine Reparaturma&szlig;nahme am Sozialstaat, bei der schon der Name kalt und technisch klang: Agenda 2010. F&uuml;r viele Genossen waren die Gesetze schlicht Verrat an den Idealen. Notwendig? Vielleicht. Aber nicht sozialdemokratisch&hellip;<br>\nErst seit der Finanzkrise ahnen manche, dass es nicht so einfach ist, dass Ungerechtigkeit sich nicht einfach aufl&ouml;st, wenn die Wirtschaft nur brummt. Eigentlich sind es ideale Zeiten f&uuml;r eine Partei, die mehr Gerechtigkeit will. Wenn sie denn ein &uuml;berzeugendes Konzept h&auml;tte.<br>\nHat sie aber nicht. Und woher soll es auch kommen. Die Ortsvereine? Nur noch wenige, meist alte Mitglieder. Die Parteizentrale? Eine intellektuelle W&uuml;ste. Die Funktion&auml;re? Die SPD m&uuml;sse sich &auml;ndern, rief der Parteivorsitzende Sigmar Gabriel den Funktion&auml;ren zu. 2009 war das, nach der Niederlage bei der Bundestagswahl. Gabriels Lieblingsidee: Auch Nicht-Genossen sollten mitbestimmen, etwa bei der Auswahl von Bundestagskandidaten. Die Partei war emp&ouml;rt und lehnte ab. Es blieb bei Ref&ouml;rmchen. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/150-jahre-spd-die-arbeiterpartei-hat-ihre-basis-verloren,1472596,22791002.html\">fr-online<\/a> \n<p><strong>dazu: 150 Jahre SPD: Keine Linken, nirgends!<\/strong><br>\nF&uuml;r die SPD ist 2013 das Jahr der gro&szlig;en Feierlichkeiten: die Gr&uuml;ndung der Partei, der Todestag des &ldquo;Arbeiterkaisers&rdquo; August Bebels, der Geburtstag des magischen Willy Brandt &ndash; alles j&auml;hrt sich heuer rund und sch&ouml;n. Es gibt f&uuml;r einen Sozialdemokraten viele Gr&uuml;nde, stolz sein. Das Problem ist nur: Die meisten liegen in einer weit entfernten Vergangenheit. Die sozialdemokratische Gegenwart ist deprimierend.<br>\nDie Partei kann weitermachen wie bisher (derzeit 29 Prozent in den Umfragen!) und sich damit begn&uuml;gen, dass die Wahlen k&uuml;nftig ausgew&uuml;rfelt werden, so wie neulich in Niedersachsen&hellip;<br>\nOder die Partei besinnt sich darauf, was Sozialdemokratie eigentlich bedeutet: Emanzipation. Die SPD muss sich das emanzipatorische Projekt unserer Zukunft suchen. Und da gibt es nur eine Antwort: Europa! Die gerechte Wirtschaft, die zivile Gesellschaft, der friedliche Staat &ndash; das wird es f&uuml;r uns nur in Europa geben&hellip;Es ist nicht nur die Chance der SPD im Wettstreit mit Merkel, dass die Kanzlerin die Bedeutung Europas nicht versteht &ndash; es ist die Verantwortung der Sozialdemokratie. Ohne die Deutschen wird Europa nicht werden. Und mit Merkel gewisslich nicht. Eine sozialistische Vision von Europa &ndash; ja, das w&auml;re das, was Brandts Freund Richard L&ouml;wenthal einst absch&auml;tzig einen &ldquo;romantischen R&uuml;ckfall&rdquo; nannte. Umso besser. August Bebel w&auml;re diesen Weg gegangen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/jakob-augstein-ueber-150-jahre-spd-keine-linken-nirgends-a-900785.html\">spiegel<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ich kann nicht verstehen, warum Jakob Augstein von einer &bdquo;CDU-light&ldquo; spricht oder davon dass die Kanzlerin kein &bdquo;konservatives Haar an der CDU&ldquo; lie&szlig;e. Merkel betreibt doch einen geradezu knochen-konservativen wirtschaftspolitischen Kurs nicht nur in Deutschland sondern jetzt auch noch f&uuml;r ganz Europa. Schade, dass selbst Jakob Augstein mit dem Mainstream schwimmt, der Merkel eine &bdquo;Sozialdemokratisierung&ldquo; der Union zuschreibt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Gabriel k&uuml;ndigt &bdquo;neue Agenda&ldquo; f&uuml;r Deutschland an<\/strong><br>\nSPD-Chef Sigmar Gabriel hat eine &bdquo;neue Agenda&ldquo; f&uuml;r Deutschland angek&uuml;ndigt. Diese m&uuml;sse vier Dinge in den Mittelpunkt stellen: &bdquo;Bildung, damit wir genug Fachkr&auml;fte haben. Faire L&ouml;hne, damit sich Anstrengung und Leistung lohnen. Die B&auml;ndigung der Finanzm&auml;rkte, damit das marktwirtschaftliche Prinzip wieder gilt, nach dem Haftung und Risiko in einer Hand liegen. Und ein funktionsf&auml;higes Energiesystem, weil es das Herz-Kreislauf-System der deutschen Volkswirtschaft ist&ldquo;, sagte Gabriel im Interview mit dem Handelsblatt (Freitagausgabe). Es m&uuml;sse zudem ein Programm durchgesetzt werden, das wirtschaftliche St&auml;rke wieder an soziale Verantwortung binde: &bdquo;Ein Programm f&uuml;r die arbeitende Mitte.&ldquo;<br>\nGabriel betonte, er sei stolz auf Teile der Agenda 2010, etwa &bdquo;das verr&uuml;ckte System von Arbeitslosenhilfe- und Sozialhilfe&ldquo; beendet zu haben. Der Ausbau des Niedriglohnsektors sei jedoch falsch gewesen. &bdquo;Er zerst&ouml;rt das Arbeitsethos unserer Gesellschaft. Grundlage f&uuml;r den Wohlstand muss die &Uuml;berzeugung sein, dass sich Anstrengung und Arbeit lohnen&ldquo;, sagte Gabriel. (&hellip;)<br>\nDer eigentliche Gegner der Sozialdemokratie ist aus Sicht von Gabriel das Ohnmachtsgef&uuml;hl in Teilen der SPD-W&auml;hlerschaft&hellip;<br>\nEinem rot-rot-gr&uuml;nem B&uuml;ndnis erteilte Gabriel eine klare Absage. Auf Bundesebene seien zwei Parteien hinter dem gemeinsamen Etikett &bdquo;Die Linke&ldquo; verborgen. &bdquo;Mit einer in sich tief gespaltenen Partei zu regieren, hie&szlig;e Deutschland in ein Abenteuer f&uuml;hren. Das hat die SPD in ihrer 150-j&auml;hrigen Geschichte noch nie getan&ldquo;, sagte Gabriel.<br>\nLinksparteichef Bernd Riexinger reagierte mit scharfer Kritik. Ihn &auml;rgere, &bdquo;dass die SPD in einer schweren Krise die Spaltung der Arbeiterbewegung lustvoll zelebriert&ldquo;, sagte Riexinger Handelsblatt Online. &bdquo;Das ist ein schwerer Fehler, der nur dem organisierten gro&szlig;en Geld nutzt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/spd-wirtschaftspolitik-gabriel-kuendigt-neue-agenda-fuer-deutschland-an-seite-all\/8219540-all.html\">handelsblatt<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Es sind solche &Auml;u&szlig;erungen des SPD-Bundesvorsitzenden, die vielen (auch ehemaligen) Sozialdemokraten nicht lediglich das Gef&uuml;hl der Ohnmacht, sondern das des Zorns aufkeimen l&auml;sst:<\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em>Scheinbar wei&szlig; Gabriel nicht, dass durch das Zusammenlegen von Arbeitslosen- und Sozialhilfe zum Arbeitslosengeld II die Leistungen faktisch gek&uuml;rzt wurden. Immerhin gab es in der fr&uuml;heren Sozialhilfe u.a. Einmalzahlungen und die Arbeitslosenhilfe orientierte sich noch am letzten Entgelt.<\/em><\/li>\n<li><em>In welcher Koalition m&ouml;chte Gabriel denn seine &bdquo;neue Agenda&ldquo; umsetzten, wenn es f&uuml;r ein rot-gr&uuml;nes B&uuml;ndnis alleine nicht reichen sollte?<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Es k&ouml;nnte sich nun auch r&auml;chen, nach der verlorenen Bundestagswahl 2009 am nahezu selben Personal festgehalten zu haben: Kann eine Partei wie die SPD Glaubw&uuml;rdigkeit und Vertrauen der W&auml;hlerschaft (zur&uuml;ck)gewinnen, wenn sie in Regierungsverantwortung die &bdquo;Hartz&ldquo;-Gesetze realisiert hatte und nun in der Opposition angekommen vermeintlich links blinkend, aber mit diesem F&uuml;hrungspersonal die &bdquo;Agenda 2010&ldquo; immer wieder lobt und sogar feiert?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung WL:<\/strong> Die Zusammenf&uuml;hrung von Arbeitslosenhilfe- und Sozialhilfe als Erfolg zu feiern, das ist der Strohhalm an dem die SPD-F&uuml;hrung ihre Verteidigung der Hartz-Gesetze festh&auml;lt. Dabei ist das nur ein Selbstbetrug. Mit der &bdquo;Arbeitslosenhilfe&ldquo; wurde eine f&uuml;r Millionen Menschen existenziell wichtige Sozialleistung abgeschafft. Wer ein Jahr arbeitslos ist, obwohl er lange Jahre gearbeitet hat, wurde damit zum Sozialhilfeempf&auml;nger degradiert und musste sich den Schikanen der &bdquo;Bed&uuml;rftigkeit&ldquo; unterziehen. Ohne gleichzeitige Einf&uuml;hrung eines gesetzlichen Mindestlohns ist damit einer Abw&auml;rtsspirale bei den L&ouml;hnen in Gang gesetzt worden. Ohne diese Spirale h&auml;tte es keine Ausuferung des Niedriglohnsektors und den Verlust des &bdquo;Arbeitsethos&ldquo; gegeben, dass sich &bdquo;Anstrengung und Arbeit lohnen&ldquo;. Gerade diese Zusammenlegung hat zu millionenfacher Ausgrenzung und Verelendung gef&uuml;hrt. Menschen die ihren Arbeitsplatz verloren haben, wurden zu &bdquo;Schmarotzern&ldquo; und &bdquo;Parasiten&ldquo; (Clement) abgestempelt.<\/em><br>\n<em>Gabriel hat ja sogar Recht, dass der eigentliche Gegner der Sozialdemokratie das Ohnmachtsgef&uuml;hl in Teilen der SPD-W&auml;hlerschaft ist. Indem er aber die Linke einmal mehr f&uuml;r nicht koalitionsf&auml;hig erkl&auml;rt, verstellt sich die SPD nicht nur die einzig klare Perspektive auf eine Kanzlermehrheit, sondern er verbaut damit auch die einzige Konstellation, mit der ein grundlegender Politikwechsel m&ouml;glich w&auml;re, ins Wolkenkuckucksheim.<\/em><br>\n<em>Damit bleibt f&uuml;r die W&auml;hlerinnen und W&auml;hler das Gef&uuml;hl der Ohnmacht und damit auch der Gleichg&uuml;ltigkeit, denn eine fehlende Machtoption hinterl&auml;sst die entmutigende Stimmung, die man so beschreiben k&ouml;nnte: Egal wie die Wahl ausgeht, die gr&ouml;&szlig;te Wahrscheinlichkeit ist, dass Merkel mit welcher Koalition auch immer dran bleibt.<\/em><br>\n<em>Weil nach durchg&auml;ngiger Erfahrung die bestehende Regierung, zumal durch den &bdquo;Kanzlerbonus&ldquo;, wenn nicht noch etwas Gravierendes passiert &ndash; und darauf setzt Merkel erkennbar ihre Hoffnung &ndash; bei den unentschiedenen W&auml;hlerinnen und W&auml;hlern immer einen leichten (Stimmen-)Vorteil genie&szlig;t und die SPD eben &ndash; wegen einer fehlenden realistischen Machtoption &ndash; nicht auf einen plausiblen Mitl&auml;ufereffekt (Bandwagon- oder Go-With-the-Winner-Effekt) setzen kann, darf man sich von den Last-Minute-W&auml;hlern &ndash; und das werden immer mehr &ndash; nicht allzu viel versprechen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Die Sprachlosigkeit der Kanzlerin macht sprachlos<\/strong><br>\nDie Kanzlerin sitzt vermeintlich fest im Sattel. Dabei profitiert sie von einer wohlgesonnen Medienlandschaft und resignierten B&uuml;rgern, die kaum noch etwas hinterfragen. Rechtfertigungen zu Entscheidungen finden kaum statt. Merkel schweigt hierzu so beharrlich, wie zu ihrer Vergangenheit. (&hellip;) Sollte man es wagen, das vermeintlich &uuml;berragende Image der Kanzlerin anzukratzen oder kritische &Auml;u&szlig;erungen zur Vergangenheit als ehemalige DDR-Staatsb&uuml;rgerin doch lieber unter den Tisch des Schweigens kehren? (&hellip;) Freiheitlich demokratische Verh&auml;ltnisse unterliegen einem schleichenden Prozess der politischen Intransparenz, vermeintlich alternativlosen Entscheidungsfindungen und einer drastisch zunehmenden und erschreckenden G&auml;ngelung der B&uuml;rger. (&hellip;) Statt konstruktiv kritischer Begleitung der Staatsfrau in der ersten Reihe, vermitteln die meisten Medien sch&ouml;ne Bilder und suggerieren politische Erfolge, die bei n&auml;herer Betrachtung schnell in sich zusammenfallen. (&hellip;) Das Jobwunder steht auf wackligen Stelzen wie etwa Dumpingl&ouml;hne, Werkvertr&auml;ge, Leiharbeit und anderen defizit&auml;re Arbeitsverh&auml;ltnisse. Innovation, Flei&szlig; und Engagement sind kein Garant mehr f&uuml;r Erfolg, obwohl genau solche Kriterien mittel- und langfristig f&uuml;r Wettbewerbsf&auml;higkeit sorgen. Existenzielle Sicherung der B&uuml;rger verliert stetig an Priorit&auml;t. (&hellip;) Eine besorgniserregende Entwicklung bahnt sich kaum wahrnehmbar und doch existent den Weg. Dabei profitiert die Kanzlerin von einer wohlgesonnen Medienlandschaft und resignierten B&uuml;rgern, die nichts mehr hinterfragen. Die Sprachlosigkeit der Kanzlerin macht sprachlos.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spreezeitung.de\/6496\/die-sprachlosigkeit-der-kanzlerin-macht-sprachlos\/\">Spreezeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Man sollte unsere Kanzlerin sowie unsere Medien nicht mit unwichtigen Fragen belasten. Schlie&szlig;lich gibt es f&uuml;r diese wichtigere Themen, beispielsweise das &ldquo;Brigitte&rdquo;-Interview mit Merkel, dem sich die Nachrichtenagenturen afp und dpa angenommen haben &ndash; siehe deren via MSN ver&ouml;ffentlichte Meldung &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17131#h03\">&ldquo;Ich mag M&auml;nner mit sch&ouml;nen Augen&rdquo; &ndash; Die uckerm&auml;rkische Entertainerin &ndash; Angela Merkel im Brigitte-Interview<\/a>&ldquo;. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>stoersender.tv &ndash; Brauner Dunst<\/strong><br>\nIn Episode 4 geht es um die Frage, wie viel Verfassungsschutz (von der Sorte, die wir haben,) eine Demokratie vertr&auml;gt. Mit Luise Kinseher, Urban Priol, Dieter Hildebrandt, vier Aktivisten, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren bei AIDA, der Aussteigerhilfe Bayern, der Endstation Rechts und dem Verein M&uuml;nchen ist bunt.<br>\nDie Autorin von &ldquo;Wer wir sind&rdquo;, Sabine Friedrich, schildert im St&ouml;rsender-Interview Parallelen und Unterschiede zwischen den 1920er Jahren und unserer Krisenzeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stoersender.tv\/Sendungen.html\">stoersender.tv<\/a><br>\nSollten Sie noch kein Abo gebucht haben auch <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Rsi_Q8vpcA0\">hier<\/a>)<\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Holande, Cameron, Obama haben nie so richtig Agitation und Propaganda gelernt.<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130521_03.gif\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikatur_4867.html\">Stuttmann Karikaturen<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(CR\/JK\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-17303","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17303","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=17303"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17303\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17309,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17303\/revisions\/17309"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=17303"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=17303"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=17303"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}