{"id":17311,"date":"2013-05-22T08:57:52","date_gmt":"2013-05-22T06:57:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17311"},"modified":"2013-05-22T08:57:52","modified_gmt":"2013-05-22T06:57:52","slug":"hinweise-des-tages-1883","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17311","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17311#h01\">Neue soziale Gerechtigkeit?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17311#h02\">Ingo Schulze &ndash; Die Fragen kommen aus dem Heute<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17311#h03\">Steuerflucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17311#h04\">Euro-Exit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17311#h05\">Umstrittene Ausbildungs-Initiative<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17311#h06\">Die Weisheit der M&auml;rkte gab es nie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17311#h07\">ORF-Radiokolleg: John Maynard Keynes &ndash; Der Retter des Kapitalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17311#h08\">Excess German Savings, not Thrift, Caused the European Crisis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17311#h09\">Unheimliche Gesch&auml;fte &ndash; Die Skandale der Deutschen Bank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17311#h10\">Die sogenannte Integrationsquote K2 der 410 Jobcenter &ndash; 2012 (2011)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17311#h11\">Burger King &ndash; &bdquo;Der haut alles kurz und klein&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17311#h12\">Luxuswohnungen statt Pflegeheime<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17311#h13\">Unbesetzte Lehrstellen S&uuml;deurop&auml;ische Azubis f&uuml;r Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17311#h14\">Es gibt ein &Uuml;berangebot an Gas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17311#h15\">Totalschaden mit Ansage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17311#h16\">Sehr wohl der Rede wert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17311#h17\">Das Problem des positiven Nationalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17311#h18\">Hier k&ouml;nnen Familien Kaffee kochen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17311#h19\">J&uuml;rgen Roth: Spinnennetz der Macht &ndash; Wie die politische und wirtschaftliche Elite unser Land zerst&ouml;rt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17311#h20\">Zu guter Letzt: Da wo alle dasselbe denken, da wird nicht viel gedacht<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17311&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Neue soziale Gerechtigkeit?<\/strong><br>\nDie &ldquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&rdquo; propagiert eine neue Art der Markt-Gerechtigkeit. Diese Gerechtigkeit ist jedoch sch&auml;dlich und zerst&ouml;rt unsere Demokratie<br>\nVorsicht, Gerechtigkeit kann t&ouml;dlich sein! Das sollte man in fetten schwarzen Buchstaben als Warnhinweis unter oder besser &uuml;ber die Werbeplakate der neuen Anzeigenkampagne der &bdquo;Initiative Neuen Sozialen Marktwirtschaft&ldquo; schreiben, die seit etwa zwei Wochen nicht nur in vielen Bahnh&ouml;fen der Republik h&auml;ngen, sondern auch im Internet und in vielen gro&szlig;en Tageszeitungen verbreitet werden. Der Name der Initiative ist dabei nicht mehr als ein billiger Euphemismus, hinter dem sich statt sozialer Gerechtigkeit purer Marktradikalismus in seiner H&ouml;chstform verbirgt. Mit einem Jahresetat von 6,97 Millionen Euro versucht die Lobbyvereinigung, hinter der die Arbeitgeberverb&auml;nde der Metall- und Elektroindustrie stehen, durch &Ouml;ffentlichkeitsarbeit die Menschen zu marktliberalem Denken umzuerziehen. Dabei unternimmt sie den Versuch, die Gerechtigkeitsdebatte, die sich in Deutschland nicht zuletzt dank der Steuererh&ouml;hungspl&auml;ne von SPD und Gr&uuml;nen gerade entfacht hat, neu zu besetzen und zu ihren Gunsten zu beeinflussen. So ist es sicher kein Zufall, dass sich auch eine Anzeige der Initiative (&bdquo;Sind die Arbeitsmarktreformen der Agenda 2010 gerecht?&ldquo;, Antwort: Ja) in der S&uuml;ddeutschen Zeitung vom 17.05. befindet &ndash; auf derselben Doppelseite, auf der auch &uuml;ber die SPD und deren Gerechtigkeitsvorstellungen berichtet wird. In Zeiten des Finanzkapitalismus und dem immer st&auml;rkeren Auseinanderdriften der Superreichen und der abgeh&auml;ngten Unterschicht m&uuml;sse die SPD sich an August Bebel erinnern und die Sisyphusarbeit des Gerechtigkeits-Kampfes wieder aufnehmen, schreibt Heribert Prantl dort. Und nebenan wird von Aufstiegschancen durch Arbeitsmarktreformen gefaselt. Platter h&auml;tte man den Versuch der &bdquo;INSM&ldquo; kaum darstellen k&ouml;nnen. Sozial ist die Gerechtigkeit der sogenannten &ldquo;Neuen Sozialen Marktwirtschaft&rdquo; jedoch keineswegs, sondern marktradikal. Und so sollte vor ihr gewarnt werden &ndash; denn Neoliberalismus t&ouml;tet Demokratie und Menschen!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/imre-joel\/neue-soziale-gerechtigkeit\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ingo Schulze &ndash; Die Fragen kommen aus dem Heute<\/strong><br>\n[&hellip;] ND: Warum lassen wir uns so viel gefallen?<br>\nIngo Schulze:  Es wird uns bewusst erschwert, die Zusammenh&auml;nge zu durchschauen. So ist es, glaube ich, unter anderem eine Aufgabe von Intellektuellen, die Wahrnehmung zu differenzieren. Das beginnt bei einzelnen Worten: marktkonforme Demokratie, Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Globalisierung. Da hat sich Ideologie schon so strukturell verfestigt, dass man sie kaum noch bemerkt. Deshalb muss man Wort f&uuml;r Wort attackieren. Der j&uuml;ngste Sprach-Clou ist die Wortsch&ouml;pfung: Leistungsverdichtung. Es bedeutet, dass die Arbeit, die fr&uuml;her zehn machten, jetzt sechs machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/epaper.neues-deutschland.de\/eweb\/media\/nd\/2013\/05\/17\/pdf\/17_05_2013_b_3_1f05ec1037.pdf\">Neues Deutschland [PDF &ndash; 329 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Steuerflucht<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Schwieriger Kampf gegen Steuerflucht<\/strong><br>\nIm Kampf gegen Steuerhinterziehung kommt die EU zu keinem Ergebnis. Immer noch sperren sich einige L&auml;nder gegen verbindliche Regelungen. Die Banken zeigen sich kooperativer, da sie auf Marktzugang angewiesen sind. Doch der mangelnde politische Wille in der EU bremst eine schnelle L&ouml;sung aus&hellip;<br>\nDen gr&ouml;&szlig;ten Einfluss auf den Bewusstseinswandel von Europas Finanzministern aber hat das zunehmend harte Vorgehen der US-amerikanischen Regierung gegen Steueroasen &ndash; und der erstaunliche Erfolg dieser ruppigen Gangart.<br>\nZum Beispiel in der Schweiz. Seit die US-Beh&ouml;rden vor sechs Jahren &uuml;berraschend eine Steuer-Untersuchung gegen die Schweizer Gro&szlig;bank UBS eingeleitet haben, hat Washington den Druck auf die eidgen&ouml;ssischen Banken kontinuierlich erh&ouml;ht. Am Ende zahlte die UBS 780 Millionen Dollar Strafe und musste zudem die Namen von 4450 US-B&uuml;rgern herausr&uuml;cken, die ihr Geld in der Schweiz angelegt hatten. Den Erfolg hatte ein Strategiewechsel gebracht: Statt wie bisher auf die Regierung einzuwirken, hatten die US-Fahnder die Banken direkt ins Visier genommen&hellip;<br>\nF&uuml;r das Gesch&auml;ft in Europa hofft die Regierung in Bern dagegen weiterhin auf die Uneinigkeit der EU-L&auml;nder bei ihrem Versuch, sich &auml;hnlich harter Bandagen zu bedienen wie die USA. Viele Schweizer Bankvorst&auml;nde sind da l&auml;ngst weiter. Es habe keinen Sinn, weiterhin zu mauern&hellip;<br>\nIn Luxemburg und &Ouml;sterreich aber bleiben Kontoinhaber weiterhin geheim. Die beiden L&auml;nder erheben lediglich eine Quellensteuer und f&uuml;hren diese pauschal an die Heimatl&auml;nder ihrer Kundschaft ab. Wo das angelegte Geld im Einzelnen herkommt, das bleibt damit weiter im Dunkeln.<br>\nDie britische Regierung setzte ihrerseits durch, dass nur Zinsen im engeren Sinne gemeldet werden m&uuml;ssen. Dividenden aus Wertpapieren und Gewinne aus Finanzgesch&auml;ften werden mit R&uuml;cksicht auf die Londoner City nicht erfasst. F&uuml;r die Kanalinseln wie Jersey und Guernsey und f&uuml;r die Isle of Man erreichte die britische Regierung einen besonders lukrativen Zwitterstatus. Die Inseln geh&ouml;ren zwar der englischen Krone und d&uuml;rfen deshalb am europ&auml;ischen Binnenmarkt teilnehmen. Steuertechnisch aber sind sie aus Sicht Gro&szlig;britanniens selbstst&auml;ndig und, so die Darstellung der Regierung in London, k&ouml;nnten deshalb nicht zur Kundenauskunft verpflichtet werden. Die Inseln bilden seither ein Steuer-Biotop, in dem lichtscheue Konten besonders gut gedeihen.<br>\nF&uuml;r die EU-Kommission in Br&uuml;ssel ist die Versch&auml;rfung der EU-Zinssteuerrichtlinie ein wichtiger, aber nur ein erster Schritt auf dem Weg zu mehr Steuergerechtigkeit. Im n&auml;chsten Schritt soll endlich Transparenz bei den Eigent&uuml;mern von Kapitalanlagen und Investitionen geschaffen werden. Gerade die ganz gro&szlig;en Geldanlagen werden oft von Treuhandgesellschaften, Trusts und Scheinfirmen verwaltet, von denen niemand wei&szlig;, wer wirklich dahinter steckt.<br>\nAllein auf den Kanalinseln verstecken sich 95 Prozent der Anleger hinter solchen Trusts und Scheinfirmen. Die dortigen Beh&ouml;rden behaupten bislang, sie w&uuml;ssten selbst nicht, wer hinter diesen Firmenkonstrukten stehe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/hintergrundpolitik\/2114907\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><strong>Steuerflucht auf dem EU-Gipfel: Schluss mit der Aufschieberei der Mitgliedsstaaten!<\/strong><br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2013\/steuerflucht-auf-dem-eu-gipfelschluss-mit-der-aufschieberei-der-mitgliedsstaaten\/\">Sven Giegold<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/130522__ep-bericht_ueber_bekaempfung_von_steuerflucht.pdf\">Europ&auml;isches Parlament, Bericht &uuml;ber die Bek&auml;mpfung von Steuerbetrug, Steuerflucht und Steueroasen [PDF &ndash; 587.3 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Sven Giegold:<\/strong> Der Entwurf der Schlussfolgerungen des EU-Gipfels zeigt: Es gibt viele Vorschl&auml;ge und blumige Reden gegen Steuerflucht, aber das Zur&uuml;ckrudern seit den Offshore-Leaks-Ver&ouml;ffentlichungen hat bereits begonnen. Es gibt keine Unterst&uuml;tzung der gemeinsamen K&ouml;rperschaftssteuerbemessungsgrundlage. Der Fehler der Finanzminister, die Reform der Zinsrichtlinie zu verschieben, wollen die Staatschefs nicht korrigieren. &Uuml;ber die Versch&auml;rfung des Verhaltenskodex zur Bek&auml;mpfung unfairen Steuerwettbewerbs soll nur &ldquo;reflektiert&rdquo; werden.<\/em><br>\n<em>L&auml;nderbezogene Transparenzpflichten f&uuml;r transnationale Konzerne:<\/em><br>\n<em>Fehlanzeige. Und bei keinem Punkt, der sich auf Steueroasen bezieht, gibt es eine Festlegung eine Frist, bis wann Reformen beschlossen sein sollen.<\/em><br>\n<em>F&uuml;r Aufschieberei von Konflikten und Ma&szlig;nahmen gegen Steuerflucht haben wir jedoch weder Zeit noch Geld.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Euro-Exit<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Werner R&uuml;gemer: Euro-Ausstieg?<\/strong><br>\nich begr&uuml;&szlig;e sehr die Euro-Debatte, die wir leider lange Zeit nicht gef&uuml;hrt haben.<br>\nMir dr&auml;ngt sich in Kurzform folgende Analyse auf:<br>\nSowohl die Forderung &ldquo;raus aus dem Euro&rdquo; ebenso wie die Kanzlerin-Position &ldquo;den Euro mit allen Mitteln erhalten&rdquo; haben die gleiche nicht vorhandene analytische Tiefensch&auml;rfe: sie blenden beide die mit der W&auml;hrung Euro verbundenen Regularien aus. Ich bin &hellip; der Meinung, dass &ldquo;&uuml;ber den Euro reden&rdquo; vor allem bedeutet: &uuml;ber Arbeitseinkommen und -situation, Arbeitslosigkeit, Demokratie, ausbeuterisches Kreditregime, auch milit&auml;rische Produktion\/Export\/Intervention u.&Auml;. zu reden.<br>\nEinzelne &ldquo;Austritte&rdquo; bzw. Ausschl&uuml;sse aus dem &ldquo;Euro&rdquo; k&ouml;nnen keine nachhaltige Verbesserung bringen, wenn die Regularien d.h. die begleitenden Beherrschungs- und Enteignungspraktiken weiterbestehen.<br>\nIch m&ouml;chte aus Anlass der Studie von Flassbeck\/Lapavitsas auf eine historisch-systematische Dimension aufmerksam machen, weil die Autoren meinen, das Ende des Bretton-Woods-Systems habe das &ldquo;Ende der US-dominanz&rdquo; eingeleitet (Seite 39). Ich meine, dass dies nicht zutrifft. Das Ende des dollargef&uuml;hrten W&auml;hrungssystems und die Etablierung des Euro haben die US-Dominanz nicht beendet: der IWF, der zum Bretton-Woods-System geh&ouml;rte, mit seinem in den &ldquo;Entwicklungs&rdquo;l&auml;ndern praktizierten, zerst&ouml;rerischen Kreditregime besteht nach wie vor und regiert bekanntlich mit gleichen Praktiken in der EU mit; das Wall Street-Kreditregime wurde von europ&auml;ischen Banken &uuml;bernommen; das US-Ratingsystem wurde vom &ldquo;Rest der Welt&rdquo; und auch von der EU ohne jegliche Einschr&auml;nkung &uuml;bernommen; angloamerikanische Investoren sind eine wirksame Lobby in der EU und inzwischen Miteigent&uuml;mer aller wichtigen deutschen und europ&auml;ischen Banken und Konzerne; Private-Equity-Investoren sind Miteigent&uuml;mer der meisten f&uuml;hrenden Mittelstandsunternehmen in Deutschland und in der EU; Goldman Sachs ist bei weitem der wichtigste Berater der gegenw&auml;rtigen BRD-regierung in Sachen &ldquo;Euro-Krise&rdquo;, weit vor Commerzbank, Deutscher Bank, UBS oder Barclays (siehe die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Partei Die Linke im Bundestag 1\/2013) usw. das ist zu ber&uuml;cksichtigen, wenn es um den Realgehalt des Euro, um die notwendigen &Auml;nderungen und um die Formen und Strategien des europaweiten Widerstands geht.<br>\nQuelle: Werner R&uuml;gemer, Mitteilung an den attac-Beirat (nicht im Netz)<\/li>\n<li><strong>K&auml;mpfen f&uuml;r den &bdquo;Grexit&ldquo;<\/strong><br>\nSie hei&szlig;en &ldquo;Plan B&rdquo; und &ldquo;Drachme f&uuml;nf Sterne&rdquo; und sie haben dasselbe Ziel: den Austritt Griechenlands aus der Eurozone. Auch mit anderen Eurogegnern in Europa sind sie schon vernetzt &ndash; in Italien und auch Deutschland&hellip;<br>\nAn vorderster Front der neuen Anti-Euro-Partei steht Alekos Alavanos. Der Ex-Syriza-Chef sieht die R&uuml;ckkehr zur&uuml;ck zur Drachme als einzigen Weg f&uuml;r Griechenland&hellip;<br>\nDie R&uuml;ckkehr zur Drachme fordert auch der Wirtschaftsprofessor Thodoros Katsanevas. Viele Jahre war er als Mitglied der sozialistischen Pasok Abgeordneter im griechischen Parlament. Mit seiner neuen Partei &ldquo;Drachme f&uuml;nf Sterne&rdquo; will er nun vor allem entt&auml;uschte Mitte-links-W&auml;hler &uuml;berzeugen&hellip;<br>\nNoch ist die Anti-Euro-Bewegung zweigeteilt: Zu unterschiedlich sind die politischen Milieus, aus denen die neuen Parteien entsprungen sind: &ldquo;Plan B&rdquo; rekrutiert Kommunisten und Radikallinke, die &ldquo;Drachme 5 Sterne&rdquo; Sozialisten und Konservative. Trotzdem schlie&szlig;en die Parteien eine Zusammenarbeit f&uuml;r die Zukunft nicht aus. Und mit Anti-Euro-Parteien aus dem Ausland, wie Beppe Grillos &ldquo;5-Sterne-Bewegung&rdquo; und der Partei &ldquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&rdquo; kn&uuml;pft Thodoros Katsanevas jetzt schon Kontakte. Seine Hoffnung: dass die Anti-Euro-Front bei der n&auml;chsten Europa-Parlamentswahl 2014 in Ganz-Europa Einfluss gewinnt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/europaheute\/2114167\/\">DLF<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Umstrittene Ausbildungs-Initiative<\/strong><br>\nSpanien und Deutschland wollen bei der beruflichen Bildung enger zusammenarbeiten. Die Arbeitsministerinnen haben eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Kritiker werfen den beiden Regierungen jedoch vor, bei der Partnerschaft rein politisch motiviert zu handeln&hellip;<br>\nZiemlich illusionslos klingt dagegen die Analyse, der spanischen Tageszeitung El Mundo &ndash; es gehe vor allem darum, aus der tragischen Lage eine &ldquo;Win-win-Situation&rdquo; f&uuml;r die Regierungen zu machen, schreibt sie, und der sarkastische Unterton ist nicht zu &uuml;berlesen: Spanische Jugendliche sollten deutsche Renten zahlen und die Rajoy-Regierung sei vor allem froh &uuml;ber jeden Arbeitslosen, der aus der Statistik getilgt werde&hellip;<br>\nDie meisten Spanier allerdings s&auml;hen den europ&auml;ischen Gedanken besser gef&ouml;rdert, wenn die Bankenunion st&auml;rker vorangetrieben w&uuml;rde und Deutschland, statt weiter einseitig an der Spardoktrin festzuhalten, die Rufe nach mehr EU-Impulsen f&uuml;r die Wirtschaft erh&ouml;ren w&uuml;rde. Denn angesichts von gut zwei Millionen Jugendlichen, die in Spanien keinen Job finden, sind 5000 Chancen in Deutschland bestenfalls ein Tropfen auf den hei&szlig;en Stein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/2114700\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Weisheit der M&auml;rkte gab es nie<\/strong><br>\nKorruptionsexperte &uuml;ber die &ldquo;Kriegserkl&auml;rung&rdquo; des Finanzkapitalismus an die ehrliche Arbeit<br>\nWolfgang Hetzer im Gespr&auml;ch mit J&ouml;rg Degenhardt<br>\nDie Steueraff&auml;re von Uli Hoene&szlig; sei zwar &ldquo;gesellschaftssch&auml;dlich und &auml;rgerlich&rdquo;, meint der Buchautor Wolfgang Hetzer. Doch das eigentliche Problem seien die Finanzm&auml;rkte und das &ldquo;Geldunwesen&rdquo;, die den sozialen Frieden gef&auml;hrdeten.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/interview\/2089625\/\">Deutschlandfunk<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2013\/04\/29\/drk_20130429_0649_a44b6c9c.mp3\">Podpast [Audio &ndash; mp3]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>ORF-Radiokolleg: John Maynard Keynes &ndash; Der Retter des Kapitalismus<\/strong><br>\nMit dem 1936 ver&ouml;ffentlichten Werk &ldquo;Allgemeine Theorie der Besch&auml;ftigung, des Zinses und des Geldes&rdquo; legte der Namensgeber des Keynesianismus den Grundstein f&uuml;r die soziale Marktwirtschaft. In Krisenzeiten haben Keynes Ideen wieder Hochkonjunktur. Immer wieder wird der Ruf nach einem &ldquo;neuen Keynes&rdquo; laut. Damit ist ein Kopf gemeint, der eine andere Sicht auf die Welt und die Wirtschaft hat. Denn der britische &Ouml;konom John Maynard Keynes revolutionierte die Wirtschaftswissenschaften. Er zog die bis dahin vorherrschende Laissez-faire-Politik in Zweifel. Durch die Erfahrungen der Weltwirtschaftskrise in den 1930er Jahren war der Glaube an die Selbstheilungskr&auml;fte des freien Marktes ersch&uuml;ttert. Keynes forderte die staatliche Bek&auml;mpfung der Arbeitslosigkeit und die Ausdehnung der Staatsausgaben in Krisenzeiten. Der Wirtschaftsprofessor an der Cambridge Universit&auml;t wollte allerdings nicht, wie ihm oft angekreidet wird, den Kapitalismus abschaffen. Ganz im Gegenteil verstand er sich als dessen Retter. Man m&uuml;sse den Kapitalismus nur in den richtigen Rahmen einbetten, damit er sich nicht selbst zerst&ouml;re. Mit seinem 1936 ver&ouml;ffentlichten Hauptwerk &ldquo;Allgemeine Theorie der Besch&auml;ftigung, des Zinses und des Geldes&rdquo; legte der Namensgeber des Keynesianismus den Grundstein f&uuml;r Jahrzehnte sozialer Marktwirtschaft &ndash; bis das Pendel in den sp&auml;ten 1970er Jahren abermals umschlug. In Krisenzeiten wie jetzt haben Keynes Ideen wieder Hochkonjunktur.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/oe1.orf.at\/artikel\/259973\">ORF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Dieser vierteilige Beitrag (Dauer: ca. 55 Minuten) wurde vom ORF bereits im Jahre 2009 ausgestrahlt, ist jedoch nach wie vor hochaktuell.<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Paul Davidson &ndash; The Keynes Solution<\/strong><br>\nVital economic debate is alive and well in Chicago.<br>\nPost-Kenyesian economist Paul Davidson recently was invited to the University of Chicago to give a lecture on Keynes&rsquo;s solutions to current economics crises &ndash; solutions that are very much at odds with the traditional approaches associated with Chicago School economics.<br>\nIn his talk titled &ldquo;The Keynes Solution: The Path to Global Economic Prosperity via a Serious Monetary Theory,&rdquo; Davidson discusses the failures of orthodox economics and explores how Keynes would have addressed them.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rwer.wordpress.com\/2013\/05\/18\/paul-davidson-at-university-of-chicago-economics-department-seminar\/\">Real World Economics Review<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Excess German Savings, not Thrift, Caused the European Crisis<\/strong><br>\nOne of the reasons that it is been so hard for a lot of analysts, even trained economists, to understand the imbalances that were at the root of the current crisis is that we too easily confuse national savings with household savings. By coincidence there was recently a very interesting debate on the subject involving several economists, and it is pretty clear from the debate that even accounting identities can lead to confusion.<br>\nThe difference between household and national savings matters because of the impact of national savings on a country&rsquo;s current account, as I discuss in a recent piece in Foreign Policy. In it I argue that we often and mistakenly think of nations as if they were simply very large households. Because we know that the more a household saves out of current income, the better prepared it is for the future and the more likely to get rich, we assume the same must be true for a country. Or as Mr. Micawber famously insisted:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.economonitor.com\/blog\/2013\/05\/excess-german-savings-not-thrift-caused-the-european-crisis\/\">EconoMonitor<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Unheimliche Gesch&auml;fte &ndash; Die Skandale der Deutschen Bank<\/strong><br>\nIst der Deutschen Bank der Gewinn wichtiger als Recht und Moral? Seit Monaten wird Deutschlands gr&ouml;&szlig;te Bank von einer Reihe von Skandalen ersch&uuml;ttert.<br>\nMehrfach wurden B&uuml;ros wichtiger Mitarbeiter von der Polizei durchsucht, zahlreiche Prozesse laufen. Die Bank ist in einen Hypothekenskandal verstrickt, in eine Aff&auml;re um mehrere hundert Millionen Euro unterschlagener Mehrwertsteuer, sie muss sich mit Vorw&uuml;rfen der Bilanzf&auml;lschung und der Zinsmanipulation auseinandersetzen. Was ist los mit der einst so angesehenen und stolzen Bank?<br>\n&ldquo;ZDFzeit&rdquo;-Autor Ulrich Stein geht den Vorw&uuml;rfen gegen die Deutsche Bank auf den Grund. So berichtet einer der Beteiligten im Mehrwertsteuer-Skandal &uuml;ber die Hintergr&uuml;nde des Gesch&auml;fts mit CO2-Emissionsrechten, in das auch die Deutsche Bank verwickelt ist. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft wurde der Staat dabei um hunderte Millionen Euro Mehrwertsteuer betrogen.<br>\nMit weiteren schwerwiegenden Vorw&uuml;rfen sieht sich die Deutsche Bank in den USA konfrontiert. Ein ehemaliger Mitarbeiter der Deutschen Bank wirft dem Geldhaus vor, Bilanzen gef&auml;lscht zu haben. Immer wieder habe er seine Vorgesetzten auf die falschen Zahlen hingewiesen &ndash; man lie&szlig; ihn offenbar abblitzen. Jetzt packt er vor der Kamera Einzelheiten aus. Ebenso umstritten sind Gesch&auml;fte der Deutschen Bank mit europ&auml;ischen Kommunen, Unternehmen und Privatinvestoren. Kunden beklagen, von Managern der Deutschen Bank in &uuml;bergro&szlig;e Risiken gelockt worden zu sein &ndash; und dabei viel Geld verloren zu haben.<br>\nDie neue F&uuml;hrung der Deutschen Bank um Anshu Jain und J&uuml;rgen Fitschen weist die Vorw&uuml;rfe zur&uuml;ck. Und doch ist sie &uuml;ber den Schaden, der ihr durch die Skandale an Gewinn und Image entsteht, besorgt. Die neuen Vorstandsvorsitzenden versprechen einen &ldquo;Kulturwandel&rdquo;.<br>\nDer Film von Ulrich Stein geht auch der Frage nach, ob die bisherigen Korrekturen ausreichen oder ob drastischere Ma&szlig;nahmen notwendig sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/zeit.zdf.de\/ZDF\/zdfportal\/programdata\/554e767c-004d-36a6-9be7-ceec661f1b5a\/20160156?generateCanonicalUrl=true\">ZDF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die sogenannte Integrationsquote K2 der 410 Jobcenter &ndash; 2012 (2011)<\/strong><br>\nIm Rahmen des sogenannten &bdquo;Kennzahlenvergleichs&ldquo; der Jobcenter (&sect; 48a SGB II) wurden von der Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit f&uuml;r 2012 insgesamt 1,130 Millionen &bdquo;Integrationen&ldquo; in sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung (ohne &bdquo;&ouml;ffentlich gef&ouml;rderte Besch&auml;ftigung&ldquo;), in voll qualifizierende berufliche Ausbildung oder in eine selbst&auml;ndige T&auml;tigkeit gez&auml;hlt.<br>\nDies waren 11,1 Prozent weniger als die 1,271 Millionen &bdquo;Integrationen&ldquo; im Vorjahr 2011. Die sog. &bdquo;Integrationsquote&ldquo; (K2), die &bdquo;Integrationen&ldquo; in Bezug zum durchschnittlichen Bestand der erwerbsf&auml;higen Leistungsberechtigten in den 12 Vormonaten, sank im Bundesdurchschnitt von 27,4 Prozent in 2011 auf 25,4 Prozent in 2012, die der M&auml;nner (K2_M) von 34,7 auf 30,9 Prozent, die der Frauen (K2_F) von 20,4 auf 20,2 Prozent.<br>\nAuf Jobcenter-Ebene reichen die &bdquo;Integrationsquoten&ldquo; (K2) in 2012 von 13,6 bis 49,9 Prozent (2011: von 16,5 bis 55,3 Prozent), die der M&auml;nner (K2_M) von 16,3 bis 68,9 Prozent (2011: von 20,1 bis 81,2 Prozent) und die der Frauen von 10,6 bis 40,0 Prozent (2011: von 12,0 bis 42,8 Prozent).<br>\nDer Aussagegehalt der Kennzahl K2 (&bdquo;Integrationsquote&ldquo;) und der dieser Kennzahl zugrunde liegenden Jahressumme der &bdquo;Integrationen&ldquo; wird nicht selten falsch und irref&uuml;hrend dargestellt.<br>\nSiehe dazu die folgenden Anmerkungen:<br>\nNicht selten vergessen wird der statistische Hinweis: &bdquo;Die Kennzahl gibt &hellip;nicht wieder, wie viele verschiedene Personen im vergangenen Jahr in ein Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis (oder eine Ausbildung oder selbst&auml;ndige T&auml;tigkeit; der Verfasser) integriert wurden, sondern die Anzahl der Integrationen bezogen auf den durchschnittlichen Bestand an erwerbsf&auml;higen Leistungsberechtigten.&ldquo;&hellip;Deshalb ist es denkbar, dass &ndash; statistisch betrachtet &ndash; ein und dieselbe Person bis zu zw&ouml;lf Mal pro Jahr in ein Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis integriert wird.&ldquo;<br>\nAuch die folgenden Hinweise der Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit werden h&auml;ufig vergessen:<br>\n&bdquo;Eine Integration in ein Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis oder eine Ausbildung oder in eine selbstst&auml;ndige Er- werbst&auml;tigkeit muss nicht zwangsl&auml;ufig einen Abgang aus der Hilfebed&uuml;rftigkeit zur Folge haben, da m&ouml;glicherweise nicht unmittelbar oder kein bedarfsdeckendes Einkommen erzielt werden kann.&ldquo;<br>\nUnd: &bdquo;Weiterhin ist zu ber&uuml;cksichtigen, dass die Kennzahl nicht abbildet, wie viele erwerbsf&auml;hige Leistungsberechtigte dauerhaft in ein Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis oder selbstst&auml;ndige Erwerbst&auml;tigkeit integriert wurden.&ldquo;<br>\nUnd nicht abgebildet wird auch, ob die Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse der Qualifikation der erwerbsf&auml;higen Leistungsberechtigten entsprechen, die Arbeitszeit und die H&ouml;he des Arbeitsentgelts&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2013-05-21_k2-integrationen-m-w-jobcenter-2012.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) [PDF &ndash; 358 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Burger King &ndash; &bdquo;Der haut alles kurz und klein&ldquo;<\/strong><br>\nDie Fast-Food-Kette Burger King wirbt derzeit mit dem Slogan: Nur ein gegrillter Burger ist ein guter Burger. Im &uuml;bertragenen Sinne gegrillt werden derzeit offenbar die Rechte von 3 000 Mitarbeitern der Burger King GmbH, die Anfang des Monats von der Yi-Ko Holding GmbH &uuml;bernommen wurde. Hinter dem fern&ouml;stlich anmutenden Firmennamen verbergen sich der t&uuml;rkischst&auml;mmige Erg&uuml;n Yildiz aus Stade sowie der Russe Alexander Kobolov, der in seiner Heimat ein Netz von Burger-King-Filialen aufgebaut hat.<br>\nDie neuen Herren, nunmehr auch Franchisenehmer f&uuml;r 91 der bundesweit 677 Burger-King-Filialen, h&auml;tten mit dem hiesigen Betriebsverfassungsgesetz und h&ouml;chstrichterlicher Rechtsprechung nichts im Sinn&hellip;<br>\nInterne Anweisungen der neuen Gesch&auml;ftsleitung, die dieser Zeitung vorliegen, zeigen, dass die Vorw&uuml;rfe der Gewerkschaft keineswegs aus der Luft gegriffen sind. Ab sofort, hei&szlig;t es da, w&uuml;rden s&auml;mtliche Betriebsvereinbarungen gek&uuml;ndigt, Dienstpl&auml;ne ohne Mitsprache des Betriebsrats erstellt, die Umkleidezeiten nicht mehr als Arbeitszeit entgolten, die Anzahl der Freigetr&auml;nke begrenzt und Mitarbeiter an der Kasse f&uuml;r Fehlbetr&auml;ge oberhalb von 45 Cent haftbar gemacht. Zudem h&auml;tten Betriebsr&auml;te ihre Aufgabe als Belegschaftsvertreter k&uuml;nftig au&szlig;erhalb der gestempelten Arbeitszeiten &ndash; und damit unbezahlt &ndash; zu erledigen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/burger-king--der-haut-alles-kurz-und-klein-,1472780,22815622.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Luxuswohnungen statt Pflegeheime<\/strong><br>\nDas Paulusheim in Bonn soll geschlossen und das Grundst&uuml;ck verkauft werden. Eine B&uuml;rgerinitiative wehrt sich dagegen. Deren Teilnehmer f&uuml;rchten, dass ihre Angeh&ouml;rigen in Heime in unattraktiver Lage abgeschoben werden sollen, um Luxuswohnungen Platz zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/\">ZDF Report<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Unbesetzte Lehrstellen S&uuml;deurop&auml;ische Azubis f&uuml;r Deutschland<\/strong><br>\nIn Deutschland bleiben viele Ausbildungspl&auml;tze unbesetzt, in den europ&auml;ischen Krisenl&auml;ndern ist die Jugendarbeitslosigkeit hoch. Deshalb sollen neben Fachkr&auml;ften auch Lehrlinge aus S&uuml;deuropa angelockt werden. Im Herbst soll es soweit sein. [&hellip;]<br>\nViele Abbrecher in der Gastronomie<br>\n33.000 Lehrstellen blieben im vergangenem Jahr hierzulande unbesetzt, vor allem im Lebensmittelhandwerk und in der Gastronomie. Zudem ist hier die Zahl der Ausbildungsabbrecher hoch, bei den K&ouml;chen zum Beispiel wird etwa jeder zweite Lehrvertrag vorzeitig gel&ouml;st. &bdquo;Ich stelle schon immer mehr junge Leute ein&ldquo;, berichtet Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Dirk D&ouml;tsch vom Bonner Restaurant &bdquo;Rheinaue&ldquo;, der sich nun f&uuml;r Kandidaten aus Barcelona interessiert.<br>\nDie Anwerbung von Lehrlingen ist Teil des Mobilit&auml;tsprogramms &bdquo;MobilPro-EU&ldquo;, mit dem die Bundesregierung auch Fachkr&auml;fte aus anderen EU-L&auml;ndern gewinnen will. Bundesweit ist das Programm in der Startphase, vor allem in Baden-W&uuml;rttemberg gibt es Vorreiter. Einen Massenansturm gab es trotz der prek&auml;ren Arbeitsmarktlage f&uuml;r Jugendliche in S&uuml;deuropa bislang nicht. Rund 400 Antr&auml;ge von Bewerbern auf F&ouml;rderung liegen aktuell bei der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (ZAV) in Bonn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/beruf-chance\/arbeitswelt\/unbesetzte-lehrstellen-suedeuropaeische-azubis-fuer-deutschland-12189775.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wenn ich das richtig verstehe, wird hier mti vielen Millionen Euro der v&ouml;llige Irrsinn gef&ouml;rdert:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Viele der wirklich schlechten Arbeitspl&auml;tze in Deutschland, d. h. die richtig schlecht bezahlten mit miserablen Arbeitszeiten und schlechten Perspektiven im Lebensmittelhandwerk und der Gastronomie, k&ouml;nnen nicht mehr zu den gebotenen Konditionen von Inl&auml;ndern besetzt werden. Dasselbe gilt dann f&uuml;r die dazugeh&ouml;rigen Lehrpl&auml;tze.<\/em><\/li>\n<li><em>Anstatt nun bessere Arbeitsbedingungen bei Lohn und Arbeitszeiten bieten zu m&uuml;ssen, d&uuml;rfen diese Firmen mit ihren Dumpingl&ouml;hnen weiterarbeiten und erhalten auf Steuerzahlerkosten (!) das Full-Service-Paket: Der Bund zahlt Sprachkurse, einen Teil der Reisekosten und Praktikums- und Ausbildungsverg&uuml;tung.<\/em><\/li>\n<li><em>F&uuml;r die vielen hunderttausend arbeitslosen spanischen Jugendlichen ist das ein winziger Tropfen auf dem hei&szlig;en Stein&hellip;<\/em><\/li>\n<li><em>&hellip;und die arbeitslosen Jugendlichen in Deutschland werden als Bodensatz &uuml;ber Bord gekippt.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Aber von der Leyen kann sich wieder als soziale Mutter der Nation inszenieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Es gibt ein &Uuml;berangebot an Gas<\/strong><br>\nDie europ&auml;ischen Gas-Potenziale seien vermutlich noch geringer, als man ohnehin schon dachte, sagt Claudia Kemfert vom Deutschen Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung. Problematisch beim Fracking sei vor allem, dass die zust&auml;ndigen Unternehmen nicht offenlegen, welche Chemikalien f&uuml;r den Gasgewinn in die Erde gepumpt werden&hellip;<br>\nInsgesamt hat Europa viel weniger Potenziale als Amerika und insofern wird es hier keinen Gasrausch geben und auch keine Einfl&uuml;sse auf die Preise&hellip;Aber ich glaube, wenn man bohrt, wird man feststellen, dass die Potenziale vermutlich noch geringer sind, als man ohnehin schon dachte&hellip;<br>\nEs gibt ein &Uuml;berangebot an Gas auf den internationalen M&auml;rkten. Wir haben russisches Gas, was zugegebenerma&szlig;en sehr teuer ist, aber auch da gibt es ausreichende Angebote. M&uuml;ssen wir wirklich in Europa noch zus&auml;tzlich fracken? Und da, denke ich, wird man den Menschen erkl&auml;ren m&uuml;ssen, warum wir das &uuml;berhaupt brauchen, wenn man die Umweltgefahren in den Griff bekommen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/umwelt\/2114248\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Totalschaden mit Ansage<\/strong><br>\nWas haben Peter Struck, Franz Josef Jung, Karl-Theodor zu Guttenberg gemeinsam? Alle drei waren Verteidigungsminister und alle drei haben das Debakel um die Aufkl&auml;rungsdrohne Euro-Hawk nicht kommen sehen, weil sie blind auf Empfehlungen der Luftwaffenexperten vertraut haben. Dass nun der amtierende Verteidigungsminister Thomas de Maiziere (CDU) den Unmut &uuml;ber das eingetretene Desaster zu sp&uuml;ren kommt, ist Schicksal, aber auch zu einem Gro&szlig;teil selbst verschuldet. Denn auch de Maiziere hat das Projekt treiben lassen, bis er es dann wegen der fehlenden Zulassung f&uuml;r den deutschen Luftraum in der vergangenen Woche gestoppt hat &ndash; nach Investitionen in H&ouml;he von rund 562 Millionen Euro.<br>\nDas Problem an dem Projekt ist nicht, dass es &uuml;berhaupt gestartet wurde. Im Gegenteil: Das rot-gr&uuml;ne Lager ist sich mit dem schwarz-gelben bis heute einig, dass ein solches Aufkl&auml;rungsflugzeug gebraucht wird. Das Problem ist, dass das Zulassungsproblem nicht fr&uuml;hzeitig erkannt wurde und dass selbst dann noch eineinhalb Jahre vergingen, ehe Konsequenzen gezogen wurden. In den Vertrag von 2007 wurde zudem keinerlei Absicherung gegen diese Risiken eingebaut. Ein dreistelliger Millionenbetrag ist damit ganz einfach futsch&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/ruestungsflops-der-bundeswehr-totalschaden-mit-ansage\/8232292.html\">Handelsblatt<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Franz Josef Jung musste Amt als Verteidigungsminister aufgeben, weil er &uuml;ber einen Luftangriff in Kunduz mit 142 zivilen Toten, das Parlament versp&auml;tet und unvollst&auml;ndig unterrichtet hat. Vermutlich hatte er noch nicht einmal bessere Kenntnisse. Zu Guttenberg musste gehen, weil er bei seiner Doktorarbeit abgeschrieben hat. Auch Bildungsministerin Schavan musste wegen eines Plagiats in ihrer Dissertation zur&uuml;cktreten. Und selbst der Bundespr&auml;sident musste abtreten, weil er nicht den n&ouml;tigen Abstand zu &bdquo;Freunden&ldquo; aus der Wirtschaft gewahrt hatte. Aber  de Maiziere, der noch bis vor wenigen Tagen an dem Drohnen-Projekt festhielt, mit dessen politischen &bdquo;Absturz&ldquo; nun eine halbe Milliarde Steuergelder versenkt wurde, darf nun erst einmal ein paar Wochen schweigen. Es zeigt sich einmal mehr, dass man politisch noch so schwerwiegende Fehler machen kann, dar&uuml;ber regt sich die Politik und die ver&ouml;ffentlichte Meinung weniger auf, als &uuml;ber &ndash; daran gemessen &ndash; harmloses pers&ouml;nliches Fehlverhalten.<\/em><br>\n<em>Was muss man eigentlich noch politisch falsch machen, um die politische Verantwortung zu &uuml;bernehmen und seinen Hut zu nehmen?<\/em><br>\n<em>De Maiziere agiert wie ein &bdquo;lautloser Panzer&ldquo;: Er ist nicht nur ein gl&uuml;hender Verfechter des Einsatzes von Drohnen und hat nach Spiegel-Meldungen in Afghanistan auch schon mit US-Drohnen t&ouml;ten lassen. Der in seinem Verantwortungsbereich liegende Milit&auml;rische Abschirmdienst f&uuml;hrte den NSU-Untersuchungsausschuss an der Nase herum. Er verteidigt R&uuml;stungsexporte nach Saudi Arabien verteidigt und will R&uuml;stungsexportgenehmigungen aus &bdquo;hochpolitischen Erw&auml;gungen&ldquo; weiter geheim halten. Er will Bundeswehreins&auml;tze in  Pakistan, Jemen, Somalia oder Sudan <a href=\"http:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/bundeswehr180.html\">nicht ausschlie&szlig;en<\/a>. Er hat vollends mit der grundgesetzlichen Bindung der Bundeswehr als &bdquo;Verteidigungsarmee&ldquo; gebrochen und den Einsatz der Bundeswehr im Ausland als <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/de-maiziere-im-f-a-z-gespraech-toeten-und-sterben-gehoeren-dazu-17203.html\">Instrument der Au&szlig;enpolitik erkl&auml;rt<\/a>. Er lie&szlig; mit dubioser Begr&uuml;ndung Patriot-Raketen an der syrisch-t&uuml;rkischen Grenze stationieren. Seine Bundeswehrreform ger&auml;t immer mehr zum Desaster.<\/em><br>\n<em>Doch der Verteidigungsminister bleibt (bisher noch) Merkels Liebling. Mal sehen, wie lange noch.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Sehr wohl der Rede wert<\/strong><br>\nIch selber bin Pfarrerskind und habe zwei Schwestern. Keiner Pfarrerstochter wurde Anfang der Achtzigerjahre im Arbeiter- und Bauernstaat noch zugemutet, auch nicht an der Akademie der Wissenschaften, wider eigenen Willen die FDJ-Sekret&auml;rin f&uuml;r SED-Agitation und Propaganda abzugeben. Frau Merkel hat das getan &ndash; und sicher war das f&uuml;r Platzerhalt und Fortkommen n&uuml;tzlich&hellip;<br>\nWir wissen es doch nicht erst seit der Wende: Die DDR ist nicht einen einzigen Tag ihrer 40-j&auml;hrigen Existenz ein demokratisch legitimierter Rechtsstaat gewesen. Die Mitl&auml;uferin, Hinterherl&auml;uferin, Umfallerin als Chefin meiner Republik? Ja, dies wird heute als Cleverness, Coolness, Dynamik, Flexibilit&auml;t geadelt. W&auml;re ich Frau Merkel vor 30 Jahren in Leipzig oder Adlershof begegnet, politische Alltagsachtung h&auml;tte ich ihr nicht entgegenbringen k&ouml;nnen. Daran hat sich bislang nichts ge&auml;ndert &ndash; was freilich nicht an mir liegt.<br>\nUnvermeidlichkeit des Mittelma&szlig;es: Lassen wir Frau Merkel noch eine dritte Legislaturperiode &bdquo;an der Macht&ldquo; &ndash; ihr Geschick wird mehrheitlich anerkannt und belohnt. Ob &uuml;berhaupt noch einmal Aufrichtigkeit, Verl&auml;sslichkeit, Standhaftigkeit einer Politikerin, eines Politikers der Rede wert sein werden?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/sehr-wohl-der-rede-wert\/8225670.html\">Tagesspiegel<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der Leserbriefschreiber ist der Ehemann der verstorbenen brandenburgischen Sozialministerin Regine Hildebrandt. Ich habe Merkel 1990 als Sprecher der NRW-Landesregierung, die an den Einigungsvertragsverhandlungen beteiligt war, als Sprecherin der damaligen Regierung der DDR kennengelernt. Meine berufliche &bdquo;Alltagsachtung&ldquo; hat sie sich damals auch nicht erworben. Merkel hat sich professionell schlicht unfair, um nicht zu sagen hinterh&auml;ltig verhalten. Als ich erst viel sp&auml;ter erfuhr, dass sie FDJ-Sekret&auml;rin f&uuml;r Agitation und Propaganda war, wurde mir ihr Verhalten nachvollziehbar: Gelernt, ist eben gelernt. Das galt und gilt auch f&uuml;r Merkel. &bdquo;Mitl&auml;uferin, Hinterherl&auml;uferin, Umfallerin&ldquo; das sind durchaus treffende Beschreibungen von Herrn Hildebrandt. Dazu kommt bei Merkel ein untr&uuml;gliches Gesp&uuml;r daf&uuml;r, wie man sich nach oben durchboxt, m&ouml;gliche Kritiker ausschaltet und das unglaubliche Geschick sich aus der Verantwortung f&uuml;r Fehler und Fehlverhalten herauszuwinden.<\/em> <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Problem des positiven Nationalismus<\/strong><br>\nAls Beate Zsch&auml;pe in der vergangenen Woche beim ersten Prozesstag der NSU-Prozesse den Gerichtssaal betrat, brachen Presse und Beobachter in kollektives Erstaunen aus. So sieht also eine Nazibraut aus? Die sieht ja aus wie eine von uns! (&hellip;)  Der Grund daf&uuml;r ist, dass gewaltt&auml;tiger Rassismus in unserer Gesellschaft zwar verp&ouml;nt ist &ndash; so ein bisschen &bdquo;guter&ldquo; Nationalismus allerdings nicht. Und die Grenzen zwischen beidem sind nicht ganz so scharf, wie das viele vorgeben oder sich w&uuml;nschen. (&hellip;) Wenn man sich auf so eine affirmative Art und Weise mit dem zuf&auml;lligen Ort seiner Geburt identifiziert und darauf stolz sein m&ouml;chte, obwohl das alles mit der eigenen Person doch erst einmal gar nichts zu hat &ndash; immerhin ist man ja nicht die Reinkarnation von Goethe und Papst war bisher auch nur ein Deutscher und nicht wir alle, und der war es nicht, WEIL er Deutscher war, sondern weil er neben vielen anderen Dingen eben auch noch Deutscher ist &ndash; dann ist es nicht weit zu dem Schritt, die eigene Nation, auf die man stolz ist, &uuml;ber andere zu erheben. Die Griechen sind faul und die Spanier machen zu lange Siesta, brachte man uns in den vergangenen beiden Jahren der Eurokrise bei. Diese Ansichten wurden keineswegs von der braunen Presse vertreten, sondern von der b&uuml;rgerlichen, von den Politikern selbst. Hier schimmert er durch, der positive Nationalismus. Deutschland steht in der Krise auch nur deshalb so gut dar, weil die Deutschen so flei&szlig;ig sind. Jede Aufwertung der eigenen Nation bedeutet in ihrer Konsequenz eine Abwertung aller anderen, und diese Abwertung ist keine Machenschaft der Rechtsradikalen, sie findet sich bis in die Spitzen der Politik. Diese Art und Weise der Darstellung ist in der Krise &uuml;brigens ein tolles Mittel, um zu verhindern, dass der deutsche Arbeiter vielleicht auf die Idee kommt, dass ihn mit dem spanischen Arbeiter mehr verbindet als mit dem deutschen Banker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diefreiheitsliebe.de\/allgemein\/das-problem-des-positiven-nationalismus\">Die Freiheitsliebe<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Hier k&ouml;nnen Familien Kaffee kochen<\/strong><br>\nMorgen w&auml;re die Sozialdemokratie 150 Jahre alt geworden.<br>\nSie wurde als synthetische Idee zwischen Revolutionsgeist und Stillstand geboren. Den Marsch durch die Institutionen ging sie schon Jahrzehnte vor denen an, die Ende der Sechzigerjahre diese Parole aufbrachten. B&ouml;se Zungen behaupten, sie seien in den Institutionen h&auml;ngengeblieben, wie sp&auml;ter die Gr&uuml;nen &ndash; und wenn man so in die Geschichtsb&uuml;cher blickt, an Kriegskredite, an Noske denkt, dann mag man dem beipflichten. Dennoch war die Sozialdemokratie lange Jahre eine Alternative im Kapitalismus, war es der &Uuml;berbegriff f&uuml;r die, die es etwas besser, etwas aufgekl&auml;rter, etwas menschlicher machen wollten. 150 Jahre alt w&auml;re diese kleine Alternative morgen geworden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2013\/05\/hier-konnen-familien-kaffee-kochen.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>J&uuml;rgen Roth: Spinnennetz der Macht &ndash; Wie die politische und wirtschaftliche Elite unser Land zerst&ouml;rt<\/strong><br>\nWeil es zeitlich nicht mehr m&ouml;glich war, eine Rezension zu verfassen, haben wir J&uuml;rgen Roth gebeten, uns den Abdruck einer Passage seines neuen Buches &bdquo;Spinnennetz der Macht. Wie die politische und wirtschaftliche Elite unser Land zerst&ouml;rt&ldquo; zu gestatten, das im Econ Verlag Berlin erschienen ist. Selbstverst&auml;ndlich kann ein solcher Auszug die Rezension nicht ersetzen, aber zumindest dar&uuml;ber informieren, dass Roth in seinem neuen Werk, gerade im Wahljahr 2013, ein vielen Menschen unter den N&auml;geln brennendes Thema aufgegriffen hat. Man k&ouml;nnte es auf die Formel bringen: Die drohende Zerst&ouml;rung unserer Demokratie durch angebliche Verteidiger der Demokratie. Dem von Roth f&uuml;r BIG Business Crime ausgew&auml;hlten Ausschnitt kann man entnehmen, worum es dem Autor grunds&auml;tzlich geht und wo seine gr&ouml;&szlig;ten Bef&uuml;rchtungen liegen. Und wie von J&uuml;rgen Roth erwartet werden darf: Er wird im Buch sehr konkret, nennt Ross und Reiter und erz&auml;hlt ersch&uuml;tternde Geschichten &uuml;ber Opfer unseres angeblichen Rechtsstaats. Wir hoffen mit ihm, dass die Metapher, mittels derer der Schriftsteller Heiner M&uuml;ller erkl&auml;rt hat, woran Demokratien zugrunde gehen k&ouml;nnen, n&auml;mlich an der von den aus der Sklaverei Befreiten verinnerlichten Sklavenexistenz, viele Menschen wachr&uuml;ttelt und daran erinnert, dass Freiheit t&auml;glich vor den &Uuml;bergriffen der M&auml;chtigen verteidigt und in harten K&auml;mpfen erweitert werden muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/big-business-crime\/spinnennetz-der-macht\">BIG Business Crime &uuml;ber Freitag Community<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Da wo alle dasselbe denken, da wird nicht viel gedacht<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130522_zgL.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.freidenker-galerie.de\/\">Freidenker Galerie<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-17311","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17311","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=17311"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17311\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17316,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17311\/revisions\/17316"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=17311"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=17311"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=17311"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}