{"id":17370,"date":"2013-05-27T08:54:47","date_gmt":"2013-05-27T06:54:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17370"},"modified":"2013-05-27T12:20:36","modified_gmt":"2013-05-27T10:20:36","slug":"hinweise-des-tages-1887","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17370","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17370#h01\">Euro-Hawk<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17370#h02\">Appell f&uuml;r Umverteilung &ndash; Internationaler Kongress fordert mehr Gerechtigkeit in Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17370#h03\">Steuerhochland Deutschland &ndash; f&uuml;r wen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17370#h04\">Merkels neue Zone<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17370#h05\">Merkel bekr&auml;ftigt Nein zum gesetzlichen Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17370#h06\">Hollande lobt Agenda 2010<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17370#h07\">Helga Spindler: Das System Hartz &ndash; und wie weiter?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17370#h08\">&ldquo;Ein-Euro-Job&ldquo; &ndash; und dann? &ndash; Forschungsergebnisse der Hochschule Koblenz vorgestellt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17370#h09\">Aktionsb&uuml;ndnis: US-Manager will griechische Wasserprivatisierung stoppen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17370#h10\">Schluss mit der Militarisierung der K&ouml;pfe!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17370#h11\">The Political and Cultural Subtext of the Bayern Munich &ndash; Borussia Dortmund UEFA Champions League Final<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17370#h12\">Der Krieg hinter den Kulissen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17370#h13\">Politiker zeigen sich selbstgef&auml;llig gegen&uuml;ber historisch niedriger Wahlbeteiligung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17370#h14\">Deutsche sehen SPD nicht als Arbeitnehmerpartei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17370#h15\">Jan Fleischhauer: Kennen Sie auch einen Klimaleugner?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17370#h16\">R&ouml;slers peinliche USA-Bilder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17370#h17\">Ein langweiliges Opportunistenleben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17370#h18\">Glosse: Rettet die deutsche Wirtschaft!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17370&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Euro-Hawk<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Drohnenpanne wird skurril<\/strong><br>\nDer US-R&uuml;stungskonzern Northrop Grumman erkl&auml;rt, alle Hawk-Drohnen h&auml;tten Antikollisionssysteme, beim Euro Hawk sei auf &ldquo;ausdr&uuml;cklichen Wunsch&rdquo; des Kunden keines eingebaut worden.<br>\nAngeblich, so hie&szlig; es, musste beim Euro-Hawk-Projekt der Bundeswehr die &ldquo;Rei&szlig;leine&rdquo; gezogen werden, weil die Drohnen des US-R&uuml;stungskonzerns Northrop Grumman wegen eines fehlenden Antikollisionssystems keine Zulassung im zivilen Luftraum erhalten w&uuml;rden. &Auml;hnlich k&ouml;nne die Lage beim europ&auml;ischen Global-Hawk-Projekt sein, wird vermutet, was die Kosten weiter in die H&ouml;he treiben w&uuml;rde.<br>\nNun erkl&auml;rt aber Tim Paynter, der Sprecher des US-R&uuml;stungskonzerns, dass das Verteidigungsministerium Northrop Grumman noch gar nicht den Ausstieg aus dem 1,2 Milliarden Projekt mitgeteilt hat. Die Gr&uuml;nde kenne man nur aus den Medien. Was man gelesen habe, so Paynter heute gegen&uuml;ber der ARD, sei &ldquo;v&ouml;llig haltlos&rdquo;. Damit meint er vor allem die Erkl&auml;rung, dass die Drohnen keine Antikollisionssysteme h&auml;tten. Es h&auml;tten aber alle Drohnen der Hawk-Familie die Technik. Sie sei nur auf &ldquo;ausdr&uuml;cklichen Wunsch&rdquo; nicht eingebaut worden. W&auml;hrend es hie&szlig;, dass der Einbau eines solchen Systems nochmal 500-600 Millionen Euro kosten w&uuml;rde, ist die Installation nach Paynter aber v&ouml;llig einfach und auch billiger, weil alle n&ouml;tigen Verkabelungen bereits vorhanden sind.<br>\nAls Grund, dem Bundesrechnungshof nicht alle Dokumente vorgelegt zu haben, hie&szlig; es aus dem Verteidigungsministerium, dies sei aus Geheimhaltungsgr&uuml;nden des Herstellers erforderlich gewesen. Paynter sagt wiederum, dass 4000 Dokumente mitsamt Baupl&auml;nen zug&auml;nglich gemacht wurden, es sei aber nie eine klare Anweisung von den Deutschen gekommen, welche Unterlagen ben&ouml;tigt wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/39\/39195\/1.html%20\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> In Bezug auf die Frage der Dokumentationserfordernisse <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/idw_dlf\/2118463\/\">sagte de Maizi&egrave;re im DLF<\/a>: &bdquo;Jedenfalls ist unsere Anforderung an Dokumentationen f&uuml;r Zulassungen strenger als die in den Vereinigten Staaten von Amerika&hellip;Da sind wir sehr gr&uuml;ndlich, wie wir Deutschen nun mal sind. Die Amerikaner nicht. Und daraus erwachsen strukturell Probleme, je komplizierter ein System ist umso mehr. Aber das l&auml;sst sich in Zusammenarbeit eben manchmal l&ouml;sen und manchmal erwachsen daraus gro&szlig;e Probleme.<\/em><br>\n<em>DLF: Aber Sie wissen, dass die Amerikaner in Sachen Hochtechnologie im Milit&auml;rbereich sozusagen Geheimniskr&auml;mer sind?<\/em><br>\n<em>de Maizi&egrave;re: Ja, Sie sprechen auch von einem Blackbox-System. Das ist dann, wenn man etwas sozusagen von der Stange kauft, was gut verwendbar ist, gut m&ouml;glich.&ldquo;<\/em><br>\n<em>Man darf also gespannt sein, ob die 4000 angeblich von Northrop Grumman zug&auml;nglich gemachten Dokumente nun als &bdquo;Blackbox-System&ldquo; bezeichnet werden k&ouml;nnen oder ob die deutsche Seite die notwendigen Dokumente schlicht nicht angefordert hat.<\/em>  <\/p><\/li>\n<li><strong>De Maizi&egrave;re: &bdquo;Das wird sicherlich eine Lehre sein&ldquo;<\/strong><br>\nDLF: Nun wird die Arbeitsgruppe Ergebnisse, wie Sie sagen, bis zum 5. Juni vorlegen. Sie wird Fragen rund um das Projekt aufarbeiten, Fragen, von denen Sie eigentlich bei der Gr&ouml;&szlig;enordnung des Projekts h&auml;tten wissen m&uuml;ssen, dass sie kommen. Warum hatten Sie diesen Bericht nicht in der Schublade, als der Ausstieg &ouml;ffentlich wurde?<br>\nde Maizi&egrave;re: Das ist ausgeschlossen bei den Gr&ouml;&szlig;enordnungen und Dimensionen, die wir haben. Sie m&uuml;ssen sich vorstellen, wir haben &uuml;ber f&uuml;nf Milliarden Euro j&auml;hrlich an Beschaffungsvorhaben, die wir j&auml;hrlich ausgeben. Die Projekte dauern zum Teil &uuml;ber Jahre. Wir haben in vielen dieser Projekte Verz&ouml;gerungen. Wir haben auch in vielen dieser Projekte Probleme. Deswegen ist ja Gegenstand der Neuausrichtung auch ein neues Verfahren. Wir haben ja nicht ohne Grund das entsprechende Beschaffungsamt vollst&auml;ndig neu aufgestellt, wegen dieser Probleme, die es bei ganz vielen R&uuml;stungsprojekten gibt, nicht nur wegen der Probleme, die die Industrie hat, sondern auch wegen der Probleme, die die Bundeswehr selber hervorgerufen hat, durch Ver&auml;nderungen der Anforderungen und &Auml;hnliches. Und deswegen ist ausgeschlossen, dass &uuml;ber Beschaffungsvorg&auml;nge, die zehn, zwanzig Jahre dauern, im Ministerium eine Chronologie &uuml;ber die Abl&auml;ufe auf Vorrat da ist. Das geht gar nicht&hellip;.<br>\nde Maizi&egrave;re: Die Frage ist, wann wir &uuml;ber R&uuml;stungsprobleme den Ausschuss unterrichten sollen. Das war in der Praxis wenig der Fall. Ich bin entschlossen, das f&uuml;r die Zukunft zu &auml;ndern. Wir k&ouml;nnen gerne jedes Quartal, jedes halbe Jahr einen Statusbericht &uuml;ber alle gr&ouml;&szlig;eren Beschaffungsvorhaben mit allen Problemen geben. Das wird dann nicht geheim bleiben, das wird zu gewaltigen Diskussionen f&uuml;hren, aber wenn der Ausschuss das m&ouml;chte, bin ich dazu bereit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/idw_dlf\/2118463\/\">DLF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Da werden also j&auml;hrlich f&uuml;nf Milliarden f&uuml;r Beschaffungsvorhaben ausgegeben und dann ist es &bdquo;in der Praxis wenig der Fall&ldquo;, dass der Ausschuss &uuml;ber Probleme unterrichtet wird oder dass der Ausschuss nach Problemen fragt. Das ist das Eingest&auml;ndnis, dass das Beschaffungswesen der Bundeswehr demokratischer Kontrolle weitgehend entzogen ist oder sich die Parlamentarier nicht ausreichend kontrollieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Ich leide unter dem Druck, den ich aushalten muss&ldquo;<\/strong><br>\nImmer mehr offene Fragen tauchen zum gescheiterten Projekt der Aufkl&auml;rungsdrohne &bdquo;Euro-Hawk&ldquo; auf. Bisher gibt de Maizi&egrave;re zu, er sei &uuml;ber &bdquo;R&uuml;stungsprobleme&ldquo; zu wenig informiert worden. Alle Einzelheiten zu den verschwendeten Steuermillionen will er aber erst in seinem Bericht f&uuml;r den Bundestag am 5. Juni vorlegen.<br>\nKann man wirklich so lange schweigen? Thomas de Maizi&egrave;re: &bdquo;Ich leide unter dem Druck, den ich aushalten muss. Ich w&uuml;rde gern reden, aber ich habe mir Schweigen auferlegt. Ich verstehe die Kritik.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/thomas-de-maiziere\/ich-leide-unter-dem-druck-30553608.bild.html\">bild.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin M.G.:<\/strong> Dieser letzte Satz ist so skrupellos dreist &ndash; das es einem fast die Sprache verschl&auml;gt ! Mir f&auml;llt dazu nur noch folgendes ein: &ldquo;Omert&agrave;<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu:<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130527_01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikatur_4876.html\">Stuttmann Karikaturen<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Appell f&uuml;r Umverteilung &ndash; Internationaler Kongress fordert mehr Gerechtigkeit in Europa<\/strong><br>\nF&uuml;r eine gerechte Verm&ouml;gensverteilung und einen politischen und sozialen Kurswechsel in Europa haben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Abschluss des dreit&auml;gigen Kongresses &bdquo;Umverteilen. Macht. Gerechtigkeit&ldquo; in Berlin in einem Appell ausgesprochen. &ldquo;Ein Europa, in dem die Menschen ihre Existenzgrundlage gef&auml;hrdet sehen, wird zwangsl&auml;ufig scheitern. Doch Europa hat alle Ressourcen, Kraft und materiellen Reichtum, f&uuml;r eine Zukunft in Wohlstand f&uuml;r alle zu sorgen&rdquo;, hei&szlig;t es in der Abschlusserkl&auml;rung des Kongresses.<br>\n&ldquo;Zur Durchsetzung einer Politik f&uuml;r mehr Gerechtigkeit hat dieser Kongress ein Signal gesetzt. Gewerkschaften, Sozialverb&auml;nde und zivilgesellschaftliche Organisationen wie Attac haben sich zusammengefunden, um gemeinsam die Schuldigen an der sozialen Misere in Deutschland und Europa zur Rede zu stellen. In weiteren Aktionen werden wir zu den Bundestagswahlen und dar&uuml;ber hinaus daf&uuml;r k&auml;mpfen, dass ein Politikwechsel stattfindet&rdquo;, sagte Hugo Braun vom Attac-Koordinierungskreis.<br>\n&ldquo;Wir brauchen eine fairere Verteilung in Europa. Wenn die Besitzer gro&szlig;er Verm&ouml;gen und reiche Erben, die in der Finanzkrise um den Preis hunderter Milliarden Euro Schulden von den Steuerzahlern vor Verm&ouml;genssch&auml;den bewahrt wurden, st&auml;rker herangezogen werden, ist dies ein Akt ausgleichender Gerechtigkeit&rdquo;, betonte Frank Bsirske, Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di).<br>\nEin anderes Europa sei n&ouml;tig und m&ouml;glich. Nach &Uuml;berzeugung der Mitwirkenden des dreit&auml;gigen Kongresses an der Technischen Universit&auml;t Berlin geh&ouml;ren dazu existenzsichernde Einkommen und gute Arbeit f&uuml;r alle, eine verl&auml;ssliche soziale Infrastruktur sowie ein europaweites Programm f&uuml;r sozial-&ouml;kologischen Umbau statt der aktuell praktizierten einseitigen K&uuml;rzungspolitik zu Lasten der Schw&auml;chsten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/presse\/detailansicht\/datum\/2013\/05\/26\/appell-fuer-umverteilung\/?cHash=40a81c35b9047e03b226812b64d66a7d\">attac<\/a>\n<p><strong>dazu: Weiter so &ndash; und rette sich, wer kann<\/strong><br>\nEr sollte ein sichtbares Zeichen gerade f&uuml;r den Bundestagswahlkampf setzen &ndash; der Kongress &raquo;Umverteilen.Macht.Gerechtigkeit&laquo;, der von Freitag bis Sonntag in Berlin stattfand. Ausgerichtet hatte ihn ein breites B&uuml;ndnis unter anderem aus Sozialverb&auml;nden, Gewerkschaften und parteinahen Stiftungen. (&hellip;)<br>\nDennoch sprechen Sie vom &raquo;Post-Neoliberalismus&laquo;, wenn auch mit Fragezeichen. Was ist darunter mit Blick auf L&auml;nder wie Deutschland oder &Ouml;sterreich zu verstehen?<br>\nDer Begriff soll signalisieren, dass nach den beiden Wellen des Neoliberalismus &ndash; der Thatcher-Reagan-Welle der 1980er Jahre und der im Zeichen der &raquo;Globalisierung&laquo; durchgesetzten Welle der 1990er Jahre &ndash; nun etwas Neues beginnen wird, dessen Konturen aber noch undeutlich sind. Es gibt aber auch Kontinuit&auml;ten. Ich sehe gegenw&auml;rtig vier Projekte: erstens das Durchwursteln wie bisher, wobei Regierungen dabei auch gern zu autorit&auml;ren Mitteln greifen. Zweitens gibt es Vorschl&auml;ge wie den &raquo;Green New Deal&laquo;, die mittelfristig eine &ouml;kologisch reformierte kapitalistische Neuformation anstreben. Doch w&uuml;rde diese auf einige Sektoren begrenzt bleiben, Ausschl&uuml;sse produzieren und die bestehenden Machtverh&auml;ltnisse nicht hinterfragen. Drittens gibt es dezidiert rechte &raquo;L&ouml;sungen&laquo;, zum Beispiel in Ungarn. Und viertens die von mir gew&uuml;nschte Variante einer sozial-&ouml;kologischen, emanzipatorisch-demokratischen Transformation.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/822522.weiter-so-und-rette-sich-wer-kann.html\">Neues Deutschland<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Steuerhochland Deutschland &ndash; f&uuml;r wen?<\/strong><br>\nInnerhalb der Europ&auml;ischen Union gab es im zur&uuml;ckliegenden Jahrzehnt einen Wettlauf um Steuersenkungen, in dem die Bundesrepublik dabei einen vorderen Platz belegte.<br>\nInsgesamt sank die Steuerquote &ndash; das Verh&auml;ltnis des gesamten Steuer- und Abgabenaufkommens zum produzierten Bruttoinlandsprodukt im Euroraum  &ndash; von 40,9  Prozent im Jahr 2000 auf 39,5 Prozent im Jahr 2011.<br>\nIn der Bundesrepublik fiel die Senkung dieser Steuerquote noch bedeutend h&ouml;her aus &ndash; sie fiel von 41,7 Prozent auf 39,1 Prozent im gleichen Zeitabschnitt und blieb seit 2010 unter dem Durchschnitt des Euroraums.<br>\nMit der Steuerquote des Jahres 2000 w&auml;re hier in Deutschland im Jahr 2011 an Stelle von 590Milliarden Euro 657 Milliarden Euro in die &ouml;ffentlichen Haushalte des Landes geflossen, ein betr&auml;chtlicher Batzen mehr f&uuml;r den Finanzminister&hellip;<br>\nInzwischen ist die Umsatzsteuer und nicht die Lohnsteuer zur ergiebigsten und sichersten Steuerquelle in der Bundesrepublik geworden. Dazu beigetragen hat besonders der durch die schwarz-rote Bundes-regierung eingef&uuml;hrte abrupte Erh&ouml;hung des allgemeinen Mehrwertsteuersatzes von 16 auf 19 Prozent ab dem Jahr 2007.<br>\nVollkommen entgegengesetzt verlief in Deutschland der entsprechende implizierte Steuersatz auf Kapitaleink&uuml;nfte.<br>\nW&auml;hrend in der Eurozone dieser so berechnete Steuersatz von29,9 Prozent im Jahr 2000 auf 28,9 Prozent nur etwas geringf&uuml;gig zur&uuml;ckging, verminderte sich dieser Satz im gleichen Zeitraum in der Bundesrepublik von 27 Prozent auf 22 Prozent. Derartig niedrige Besteuerungss&auml;tze auf Kapitaleink&uuml;nfte haben neben den Niederlanden im EU-Gebiet nur noch die ehemaligen sozialistischen L&auml;nder.<br>\nDiese rasante Senkung der Steuers&auml;tze in Deutschland spiegelt sich im Aufkommen an K&ouml;rperschaftsteuer &ndash; der Steuer auf das Einkommen von inl&auml;ndischen juristischen Personen<br>\nwie beispielsweise Kapitalgesellschaften, Genossenschaften oder Vereinen &ndash; deutlich wider. 2000 flossen davon noch 24 Milliarden Euro in die Steuerkasse, 2012 waren es ein Drittel weniger &ndash; nur noch 16,9 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www2.alternative-wirtschaftspolitik.de\/uploads\/m1413.pdf\">Arbeitsgruppe alternative Wirtschaftspolitik [PDF &ndash; 46.2 KB]<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Das Jazzduo zahlt, Ronaldo nicht<\/strong><br>\nTop-Fu&szlig;baller wie Cristiano Ronaldo, Lionel Messi oder Wayne Rooney zahlen bei Spielen in Deutschland mit ihren Mannschaften keine Steuern. So will es das Bundesfinanzministerium. Der Erlass gilt f&uuml;r Spiele aller Mannschaftssportarten im Rahmen europ&auml;ischer Vereinswettbewerbe.<br>\nAnfang April hob die Beh&ouml;rde &ndash; versteckt in einem mehrseitigen Schreiben &ndash; die Besteuerung von ausl&auml;ndischen Sportlern, Mannschaften und Dachverb&auml;nden auf. Der Arbeitslohn, den Spieler etwa von Real Madrid oder dem FC Barcelona bei Spielen in Deutschland im Rahmen der Champions-League erzielen, bleibt demnach vom deutschen Fiskus unangetastet. Das gilt auch f&uuml;r die Pr&auml;mien und TV-Erl&ouml;se, die die Vereine oder Verb&auml;nde bei ihren Auftritten in Deutschland erhalten. Bisher mussten die Vereine ihre Einnahmen und Ausgaben beim Finanzamt anmelden. J&ouml;rg Holthaus ist Fachmann f&uuml;r internationales Steuerrecht. (&hellip;)<br>\nK&uuml;nstler und Sportler werden im Steuerrecht gleich behandelt. Doch der neue Erlass ist nur f&uuml;r den Sport g&uuml;ltig, nicht f&uuml;r die Kultur.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/sport\/2120019\/\">Deutschlandfunk<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Merkels neue Zone<\/strong><br>\nDie Bundesregierung plant neue Hilfen f&uuml;r die Euro-Krisenl&auml;nder. Laut n-tv erw&auml;gt Finanzminister Sch&auml;uble, die staatliche F&ouml;rderbank KfW in Portugal und Spanien einzusetzen. Wie Kanzlerin Merkel beruft er sich dabei auf gute Erfahrungen nach der Wiedervereinigung &ndash; wird S&uuml;deuropa zur neuen Treuhand-Zone?<br>\n&ldquo;Ich halte die Situation in einigen EU-Mitgliedstaaten durchaus mit der damaligen Situation Deutschlands f&uuml;r vergleichbar&rdquo;, erkl&auml;rt Sch&auml;uble einem &ldquo;Spiegel-Bericht&rdquo; zufolge in einem Schreiben an den FDP-Vorsitzenden R&ouml;sler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/unsere-neue-zone\/\">Lost in EUrope<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der neue Spiegel berichtet, dass die Bundesregierung vom Spardiktat f&uuml;r S&uuml;deuropa abr&uuml;cke. Die deutsche Regierung wolle ausgew&auml;hlten Krisenl&auml;ndern direkt beispringen und nicht mehr darauf warten, dass andere L&auml;nder mitmachten. Motiv: Einer Exportnation, die zwei Drittel ihrer Ausfuhren an andere europ&auml;ische Staaten verkaufe, k&ouml;nne ihr Image nicht egal sein. Zun&auml;chst solle ein Wachstumskonzept f&uuml;r Spanien ausgearbeitet werden. Die KfW solle dabei eine Schl&uuml;sselrolle spielen. Die KfW k&ouml;nne sich g&uuml;nstig Geld verschaffen, einen Teil solle sie an die notleidende spanische Wirtschaft weitergeben. Die KfW k&ouml;nne ein sogenanntes Globaldarlehen an ihr spanisches Schwesterinstitut ICO geben und sich an einem Risikokapital-Fonds mit einem Volumen von 1,2 Milliarden Euro beteiligen. Berlin wolle sich auch f&uuml;r eine Lockerung der Beihilferichtlinien, mit der man beim Aufbau Ost gute Erfahrungen gemacht habe, stark machen.<\/em><br>\n<em>Das ist typisch Merkel: Man dr&uuml;ckt mit aller Macht eine verheerend wirkende Austerit&auml;tspolitik durch und um das Image wieder aufzubessern, stellt man ein Lockangebot ins Schaufenster. Besonders zynisch ist dabei, dass man die Zinsgewinne, die man aus der selbst herbeigef&uuml;hrten Euro-Krise erzielt, nun mit einem winzigen Teil als Kredite an das zinsgebeutelte Spanien (und nur an Spanien) weitergeben will.<\/em><br>\n<em>Das ist reine Wahlkampftaktik. Das zeigt sich schon daran, dass Sch&auml;uble diesen Vorsto&szlig; mit der Aufbauhilfe Ost vergleicht.<\/em><br>\n<em>Man kann fast sicher sein, dass Merkel mit diesem wahltaktischen Man&ouml;ver als humanit&auml;re Retterin stilisieren. Dabei ist sie allenfalls eine &bdquo;heilige Johanna der Schlachth&ouml;fe&ldquo;.<\/em>  <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Merkel bekr&auml;ftigt Nein zum gesetzlichen Mindestlohn<\/strong><br>\nImmer wieder werden in der Union Stimmen f&uuml;r einen gesetzlichen Mindestlohn laut. Doch Angela Merkel bleibt hart, hat den Forderungen aus den eigenen Reihen erneut eine Absage erteilt.<br>\nDie CDU-Vorsitzende k&uuml;ndigte aber bei der 35. Bundestagung der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) an, sich nach der Bundestagswahl in m&ouml;glichen Koalitionsverhandlungen f&uuml;r tarifliche Mindestl&ouml;hne stark zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/tagung-in-muenster-merkel-bekraeftigt-nein-zum-gesetzlichen-mindestlohn\/8253832.html\">Handelsblatt<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Komisch, wenn man das Medienecho in den elektronischen Medien an diesem Wochenende verfolgt hat, dann konnte man &uuml;berall h&ouml;ren, dass sich Merken f&uuml;r den &bdquo;Mindestlohn&ldquo; einsetze. Dem Handelsblatt sei f&uuml;r die Klarstellung Dank. Was Merkel und die CDU vorschlagen hat mit einem Mindestlohn nichts zu tun. Das ist ein Scheinangebot, das an der Entlohnung in den betroffenen Branchen wenig bis gar nichts &auml;ndert. Selbst in tarifgebunden Branchen schaffen es die Gewerkschaften nicht, L&ouml;hne weit unter 8,50 Euro zu verhindern. Wie sollen die Gewerkschaften in nicht tarifgebundenen Bereichen in &bdquo;Kommissionen&ldquo; zusammen mit Arbeitgebern etwa bei Wachleuten oder Fris&ouml;rinnen in Ostdeutschland zu Verhandlungsergebnissen kommen, wo doch die Gewerkschaften keinerlei Verhandlungsmacht (Druckmittel) besitzen.<\/em> <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Hollande lobt Agenda 2010<\/strong><br>\nDer franz&ouml;sische Pr&auml;sident Francois Hollande hat die deutsche Arbeitsmarktreform Agenda 2010 gew&uuml;rdigt. Der Fortschritt bestehe auch aus mutigen Entscheidungen, sagte Hollande am Donnerstag in Leipzig bei der Feier zum 150. Geburtstag der SPD. Die habe der damalige SPD-Kanzler Gerhard Schr&ouml;der getroffen, und das erlaube es Deutschland, im Wettbewerb die Nase vor anderen L&auml;ndern vorn zu haben. Zur &Uuml;berwindung der Euro-Staatsschuldenkrise fordert unter anderem Deutschland, die Krisen-L&auml;nder m&uuml;ssten ihre Wettbewerbsf&auml;higkeit steigern. Die Agenda 2010 gilt als einer der wesentlichen Gr&uuml;nde f&uuml;r die derzeitige wirtschaftliche St&auml;rke Deutschlands. Hollande hob den Realit&auml;tssinn der SPD hervor und erw&auml;hnte das Godesberger Programm, mit dem sich die deutsche Sozialdemokratie von sozialistischen Dogmen gel&ouml;st hatte. Mit Blick auf Frankreich sagte Hollande aber auch, nicht alles sei &uuml;bertragbar, die L&auml;nder seien unterschiedlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/domesticNews\/idDEBEE94M03220130523\">reuters<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> &ldquo;Hollande lobt Agenda 2010&rdquo; &ndash; diese &Uuml;berschrift der Nachrichtenagentur Reuters findet sich in dieser oder &auml;hnlicher Form in zahlreichen deutschen Leitmedien. So ist es diesen gelungen, selbst das 150-j&auml;hrige Jubil&auml;um der deutschen Sozialdemokratie unter neoliberale Vorzeichen zu stellen. Die hiesigen Leitmedien r&uuml;cken den bisher zumeist mit H&auml;me und Kritik &uuml;berzogenen franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Hollande urpl&ouml;tzlich in ein positives Licht. Hollandes Politik, mittels h&ouml;herer Besteuerung der Spitzeneinkommen auch die wohlhabenden franz&ouml;sischen B&uuml;rger an den Kosten der Finanz- und Eurokrise zu beteiligen, wurden vom hiesigen Medienmainstream hingegen nahezu geschlossen abgewatscht. Auch versteht es sich beinahe von selbst, dass sich der weit &uuml;berwiegende Teil der deutschen Leitmedien weigert, zur Kenntnis zu nehmen, dass sich die franz&ouml;sischen Lohnst&uuml;ckkosten seit Ende der 90er Jahre nahezu exakt am Zielkriterium einer produktivit&auml;tsorientierten Lohnpolitik orientiert haben, w&auml;hrend hierzulande massiv Lohndumping und Sozialdumping (v.a. mittels &ldquo;Agenda 2010&rdquo;) betrieben wurde. Es bleibt jedoch ein R&auml;tsel, warum auch durch Hollande und seine politischen Berater das deutsche Lohn- und Sozialdumping und dessen desastr&ouml;se Auswirkungen innerhalb der Eurozone kaum mehr thematisiert wird. Noch im franz&ouml;sischen Pr&auml;sidentschaftswahlkampf wies Hollande beispielsweise auf folgenden Tatbestand hin: &ldquo;Deutschland exportiert Milch nach Frankreich. Das hat nichts mit einem technologischen Vorsprung der deutschen Milchwirtschaft zu tun.&rdquo; Das nun von Hollande ausgesprochene Lob f&uuml;r die &ldquo;Agenda 2010&rdquo; oder seine Hinweise auf m&ouml;gliche K&uuml;rzungen in den franz&ouml;sischen Sozialsystemen werden nun von den hiesigen Leitmedien mit gro&szlig;er Zufriedenheit kommentiert. Dies zeigt &uuml;berdeutlich, welche Interessen die privatwirtschaftlichen Medienkonzerne sowie gro&szlig;e Teile der &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien bedienen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Helga Spindler: Das System Hartz &ndash; und wie weiter?<\/strong><br>\nDie &bdquo;Sozialreformen&rdquo; liefen f&uuml;r die betroffenen B&uuml;rger auf zwei Ebenen ab: Einmal um die Senkung des Existenzminimums f&uuml;r Arbeitslose, Behinderte und Alte in den beiden Sozialgesetzb&uuml;chern und um die von au&szlig;en gut getarnte, aber stetig vorangetriebene Senkung der Regels&auml;tze seit 2003 und sp&auml;ter um die geplante Senkung der Unterkunftskosten. Das Ganze sollte bewirken, dass auch immer niedrigere L&ouml;hne, Renten usw. akzeptiert werden. Und zweitens ging es um die Entrechtung von Erwerbslosen auf verschiedenen Ebenen zum Zwecke der &ldquo;Aktivierung&rdquo;. Ein interessanter Vortrag von Prof. em. Dr. Helga Spindler, vor allem auch f&uuml;r Verteidiger dieses Systems. Aufgenommen im Rosa-Luxemburg-Gespr&auml;chskreis K&ouml;ln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?feature=player_embedded&amp;v=wTXnAkBvO4E\">Auf Youtube<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&ldquo;Ein-Euro-Job&ldquo; &ndash; und dann? &ndash; Forschungsergebnisse der Hochschule Koblenz vorgestellt<\/strong><br>\nDie Forscher gingen der Frage nach, welche Auswirkungen &bdquo;Ein-Euro-Jobs&ldquo; auf die teilnehmenden Menschen haben und was es f&uuml;r sie bedeutet, wenn ihre F&ouml;rderung ausl&auml;uft und sie wieder in die Arbeitslosigkeit entlassen werden. Das Besondere der Studie: Die Betroffenen kamen zu Wort. Denn &bdquo;was als soziale Teilhabe oder Ausgrenzung wahrgenommen wird, k&ouml;nnen nur die Teilnehmenden selbst beantworten&ldquo;, erl&auml;uterte Sell.<br>\n&bdquo;F&uuml;r die Mehrzahl der Teilnehmer bedeutet der Ein-Euro-Job eine positive Ver&auml;nderung, das zeigt die Studie ganz deutlich&ldquo;, so Kathrin Schultheis, eine der Wissenschaftlerinnen. Vielfach berichteten die Teilnehmer sie w&uuml;ssten nun, warum sie morgens aufstehen. Das vorhergehende, teilweise bis zu zehn Jahre andauernde Fehlen einer Berufst&auml;tigkeit habe bei einigen Teilnehmern zu Erkrankungen, vorrangig psychischen Leiden, gef&uuml;hrt. In ihrem &bdquo;Ein-Euro-Job&ldquo; sch&ouml;pften sie neuen Lebensmut, so die Sozialwissenschaftlerin.<br>\n&bdquo;Mit dem Ende der F&ouml;rderung gehen die wenigsten Ein-Euro-Jobber in ein regul&auml;res Arbeitsverh&auml;ltnis &uuml;ber&ldquo;, erkl&auml;rt Tim Obermeier, Mitglied des Forscherteams. Was dann mit ihnen geschehe, lasse sich anhand von drei Typen erkl&auml;ren: &bdquo;Sie werden zu Stabilisierten, Wartenden oder Resignierten&ldquo;, so der Sozialwissenschaftler. Stabilisierten gel&auml;nge es, die positive Wirkung des &bdquo;Ein-Euro-Jobs&ldquo; durch die Aufnahme einer sinnstiftenden T&auml;tigkeit aufrecht zu erhalten. Bei Wartenden sei das nicht der Fall. Sie hofften deshalb noch auf eine Anschlussf&ouml;rderung. Resignierte hingegen seien perspektivlos in die Arbeitslosigkeit entlassen worden. &bdquo;Sie bezweifeln, jemals wieder eine Chance auf dem regul&auml;ren Arbeitsmarkt zu bekommen und ziehen sich zur&uuml;ck.&ldquo;<br>\nHintergrund des Forschungsprojektes sind die Instrumentenreform vom April 2012 und die K&uuml;rzungen der Gelder f&uuml;r arbeitsmarktpolitische Ma&szlig;nahmen um fast 50 Prozent in den letzten f&uuml;nf Jahren. &bdquo;Die Resignierten f&uuml;hren uns vor Augen, welche Folgen es hat, wenn die Politik die Probleme langzeitarbeitsloser Menschen ignoriert&ldquo;, betonte Prof. Dr. Stefan Sell.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news534868\">idw<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.rheinahrcampus.de\/fileadmin\/institute\/ibus\/Aktuelles\/IST-Studie_ibus_end.pdf\">Endstation Arbeitsgelegenheit!? Teilhabeperspektiven in &bdquo;Ein-Euro-Jobs&ldquo; &ndash; &ndash; Die Sicht der Betroffenen &ndash; Kurzfassung der IST-Studie [PDF &ndash; 3.6 MB]<\/a> <\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Aktionsb&uuml;ndnis: US-Manager will griechische Wasserprivatisierung stoppen<\/strong><br>\nIn der griechischen Hafenstadt Thessaloniki hat sich ein ungew&ouml;hnliches B&uuml;ndnis gegen die geplante Wasserprivatisierung formiert: B&uuml;rger wollen mit Hilfe des US-Gesch&auml;ftsmanns Bob Apfel den Versorger vergesellschaften &ndash; und orientieren sich dabei an Beispielen aus Gro&szlig;britannien. (&hellip;)<br>\nSeit zwei Jahren ist die Bewegung bereits aktiv. Experten schenkten ihr jedoch zun&auml;chst nur wenig  Aufmerksamkeit. Doch pl&ouml;tzlich geriet sie ins Rampenlicht. Dank Bob Apfel. Der amerikanische Gesch&auml;ftsmann ist Chef der Bondholder Communications Group, einer Firma, die die Kommunikation mit Wertpapier-Besitzern erleichtern soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/griechen-wollen-wasserprivatisierung-stoppen-a-900604.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Sicher ist es gut, wenn sich Widerstand gegen die Privatisierung des Wassers in Griechenland formiert. Ob jedoch ein Mikrodarlehen der Gates-Stiftung tats&auml;chlich eine Hilfe darstellt, kann bezweifelt werden. Schlie&szlig;lich muss es irgendwann zur&uuml;ckgezahlt werden. M&ouml;chte die Gates-Stiftung den griechischen B&uuml;rgern das Geld nicht spenden? Das w&auml;re eine echte, sozialvertr&auml;gliche Investition.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Schluss mit der Militarisierung der K&ouml;pfe!<\/strong><br>\nDietrich Schulze &uuml;ber die gr&ouml;&szlig;er werdende Bedeutung der Milit&auml;rforschung an deutschen Universit&auml;ten und die wachsende Bedeutung der Zivilklauselbewegung.<br>\nUnd worum geht es bei den Zivilklauseln an Hochschulen genau? Wie viele machen schon mit?<br>\nDietrich Schulze: Wenn das Ausma&szlig; an Militarisierung und Anpassung betrachtet wird, muss es erstaunen, dass in den letzten drei Jahren sieben neue Hochschulen mit Zivilklauseln zu den zuvor bereits vorhandenen f&uuml;nf dazu gekommen sind. Eine abrechenbare und wirklich ermutigende Zwischenbilanz der Zivilklauselbewegung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/39\/39165\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>The Political and Cultural Subtext of the Bayern Munich &ndash; Borussia Dortmund UEFA Champions League Final<\/strong><br>\nNow it is no secret that sports, soccer in particular, have been massively intertwined with nationalism.<br>\nGermany is certainly no exception here. But still, if one looks at the other three cases in which teams from the same country contested the Champions League final &mdash; Real Madrid and Valencia from Spain in 2000; Juventus and AC Milan from Italy in 2003; and Manchester United and Chelsea from England in 2008 &mdash; there appears little, if any, of this nationalization of an international event. No Spanish, Italian and English publication of Kicker&rsquo;s standing declared the trophy &ldquo;ours.&rdquo; And the national themes and overtones in the pre-game buildup that have been so overwhelming in the current German case were much more muted in the other three instances. Assuming that Germans are in no way more nationalistic than Spaniards, Italians or Englishmen, what then are the reasons for this difference in tone and demeanor?&hellip;<br>\nLastly, one cannot separate the forthcoming intra-German showdown from the current overtones of intra-European politics and culture in which many Germans &mdash; most certainly the country&rsquo;s governing elites &mdash; believe that nobody does a better job in running an economy soundly and properly than the Germans and that others would do well to emulate them.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.huffingtonpost.com\/andrei-markovits\/the-political-and-cultural-subtext_b_3306495.html\">Huffinton Post<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> So sehr man den Bayern oder Dortmund den sportlichen Erfolg geg&ouml;nnt hat, so sehr sollte man darauf achten, dass dieser Erfolg nicht f&uuml;r ganz andere Zwecke politische Zwecke missbraucht wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der Krieg hinter den Kulissen<\/strong><br>\nUnbemerkt von der &Ouml;ffentlichkeit und mithilfe fragw&uuml;rdiger Methoden f&uuml;hren die USA einen Schattenkrieg. Unter Pr&auml;sident Obama wird die geheime Kriegsf&uuml;hrung ausgeweitet.<br>\nJahrelang hat der Journalist Jeremy Scahill hinter den Kulissen des Afghanistan-Krieges recherchiert. Bekannt wurde er durch sein Buch &bdquo;Blackwater&rdquo;, in dem er &uuml;ber Praxis der gleichnamigen Privatarmee recherchiert hat, die im Irak und anderswo f&uuml;r die USA Krieg f&uuml;hrt. Das Buch l&ouml;ste gro&szlig;e Diskussionen in den USA aus, stand auf der Bestsellerliste der New York Times.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wissen.dradio.de\/usa-der-krieg-hinter-den-kulissen.37.de.html?dram:article_id=247345\">DRadio Wisssen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Kriegsf&uuml;hrungen sind eines Friedens-Nobelpreistr&auml;gers nicht w&uuml;rdig; f&uuml;r US-Pr&auml;sidenten leider jedoch &uuml;bliche Praxis.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kommunalwahl\/Schleswig-Holstein\/Wahlbeteiligung: Politiker zeigen sich selbstgef&auml;llig gegen&uuml;ber historisch niedriger Wahlbeteiligung<\/strong><br>\nImmerhin, anders als bei anderen Wahlen thematisiert die Politik diesmal die niedrige Wahlbeteiligung. Bei der Kommunalwahl in Schleswig-Holstein war sie so erschreckend niedrig, rund 46 Prozent, dass die Politik ihr wohl nicht l&auml;nger ausweichen konnte. Wie sich Politiker der SPD und CDU allerdings hierzu &auml;u&szlig;erten, l&auml;sst Zweifel &uuml;ber ihr eigenes Demokratieverst&auml;ndnis aufkommen.<br>\nCDU-Landeschef Reimer B&ouml;ge begn&uuml;gte sich damit, festzustellen, dass &ldquo;wir offenkundig das Problem (haben), dass sich die Menschen immer weniger f&uuml;r Politik interessieren.&rdquo; Ministerpr&auml;sident Torsten Albig (SPD) meint die Wahlbeteilgung &uuml;ber die Stimmabgabe im Internet erh&ouml;hen zu k&ouml;nnen. Die Worte von SPD-Landeschef Ralph Stegner klangen gar nach Vorwurf an die Nicht-W&auml;hler. Verschiedene Zeitungen berichten, dass &ldquo;nach Einsch&auml;tzung Stegners die niedrige Wahlbeteiligung mit mangelnder Wertsch&auml;tzung f&uuml;r politische Parteien zu tun (hat), aber auch mit dem Zeitgeist, dass viele nur an sich d&auml;chten und nicht an das Gemeinwesen.&rdquo; (Hamburger Abendblatt\/Kieler Nachrichten)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/05\/kommunalwahlschleswig-holsteinwahlbeteiligung-politiker-zeigen-sich-selbstgefallig-gegenuber-historisch-niedriger-wahlbeteiligung\/\">Wirtschaft und Gesellschaf<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Deutsche sehen SPD nicht als Arbeitnehmerpartei<\/strong><br>\nDie Mehrheit der B&uuml;rger nimmt die SPD nicht mehr als Sprachrohr der Arbeitnehmer wahr. 150 Jahre nach Begr&uuml;ndung der Partei sind 59 Prozent sind der Meinung, dass die Partei nicht mehr die politischen Interessen der Arbeitnehmer vertritt. Nur 35 Prozent sehen das laut dem aktuellen ARD-Deutschlandtrend anders. Von den SPD-Anh&auml;ngern glauben allerdings noch zwei Drittel (66 Prozent) an die urspr&uuml;ngliche Ausrichtung ihrer Partei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2013-05\/SPD-Umfrage-Deutschlandtrend?utm_medium=referral&amp;utm_source=pulsenews\">Zeit Online<\/a> \n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130527_02.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.infratest-dimap.de\/umfragen-analysen\/bundesweit\/umfragen\/aktuell\/mehrheit-zweifelt-an-spd-als-politischer-vertreterin-der-arbeitnehmerinteressen\/\">Infratest dimap<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Jan Fleischhauer: Kennen Sie auch einen Klimaleugner?<\/strong><br>\nMan muss vielleicht nicht so weit gehen wie Henryk Broder, der das Vorgehen des Umweltbundesamts mit dem der Reichskulturkammer der Nazis verglich, aber es ist jedenfalls ziemlich lange her, dass eine staatliche Institution in Deutschland erkl&auml;rte, welche Meinungen in diesem Land haltbar sind und welche nicht&hellip;<br>\nIch dachte bislang immer, dass wir mit der Energiewende einen substantiellen Beitrag zum Klimaschutz leisten w&uuml;rden. Jetzt lese ich beim Statistiker Bj&oslash;rn Lomborg, dass wir den globalen Temperaturanstieg in den kommenden 87 Jahren damit bestenfalls um 16 Tage hinausz&ouml;gern. Man muss sich das mal vorstellen: Wir bauen wie die Irren Windr&auml;der, und alles, was wir bis Armageddon erreichen, ist ein Aufschub von zwei Wochen&hellip;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/fleischhauer-kolumne-kennen-sie-auch-einen-klimaleugner-a-901386.html\">Spiegel Online, Der schwarze Kanal<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.umweltdaten.de\/publikationen\/fpdf-l\/4419.pdf\">Und sie erw&auml;rmt sich doch, Umweltbundesamt [PDF &ndash; 3.3 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser P.S.:<\/strong> Aus Fleischhauers Blog&hellip;habe ich den Hinweis auf die UBA Brosch&uuml;re, die zurzeit wegen der Anprangerung von klimawandelskeptischen Journalisten diskutiert wird.<\/em><br>\n<em>Schaut man sich die Brosch&uuml;re einmal an, was Fleischhauer offenbar nicht getan hat, sonst h&auml;tte er in der Sache Klimawandel nicht so argumentieren k&ouml;nnen, sieht man, dass es sich im ersten Teil A um eine recht gute Bestandsaufnahme der Diskussion und Auseinandersetzung mit den skeptischen Argumenten handelt. Im zweiten Teil B setzen die Autoren sich mit Kritikern (Organisationen und Personen) selbst auseinander, die sie nicht f&uuml;r seri&ouml;s halten. Das ist an sich OK. Es ist aber ein Fehler, dies zusammen mit Teil A zu machen. Nicht nur Broder und Fleischhauer solidarisieren sich  mit Miersch und Maxeiner und schreiben dazu in Welt und Spiegel. Umweltminister Altmaier muss sich zu der Anprangerung &auml;u&szlig;ern. So kommt es,  dass die wenigen Abs&auml;tze &uuml;ber die deutschen Journalisten und die Aussagen zur fachlichen Inkompetenz von Skeptikern in den Vordergrund r&uuml;cken und den guten ersten Teil &uuml;berschatten. Im ersten Teil sind ja gerade die Argumente behandelt!<\/em><br>\n<em>Miersch und Maxeiner haben ein leichtes Spiel, wobei sie auf Verwirrungstaktiken zur&uuml;ckgreifen, die Fachkompetenz der UBA-Mitarbeiter angesichts derer Biografien in Frage stellen etc.<\/em><br>\n<em>Die internationale Klimapolitik ist auf einem Tiefpunkt, gerade wenn Ma&szlig;nahmen n&ouml;tiger sind denn je, angesichts dessen, dass die 400 ppm Marke in diesem Mai 2013 &uuml;berschritten wurde.<\/em><br>\n<em>Die neue Masche der Anw&auml;lte f&uuml;r emissionsintensive Projekte (wie die keystone pipeline die von den Athabasca &Ouml;ls&auml;nden gef&uuml;ttert wird) ist, zu zeigen, dass  das Projekt keine &ldquo;significant&rdquo;  d.h. &rdquo; erhebliche&rdquo; THG Emissionen verursacht. Das wird dann im Weltma&szlig;stab gemessen, also wie viel Prozent die Projektemissionen an den Gesamtemissionen der Welt ausmachen. Das sind dann minimale Anteile von unter 0,01 Prozent.<\/em><br>\n<em>Wenn man das Argument akzeptiert,  k&ouml;nnen wir alle gerade so weiter machen und auf die 4 bis 6 Grad Erw&auml;rmung zusteuern. Es handelt sich um Myriaden von Einzelentscheidungen bzw. Projekten die anders (low carbon) ausfallen m&uuml;ssten, um im 2Grad Scenario zu bleiben, 99% davon noch mit viel kleinerer &ldquo;Signifikanz&rdquo;.<\/em><br>\n<em>Bj&oslash;rn Lomborg, der seit Jahrzehnten als Selbstvermarkter herumgeistert und <a href=\"http:\/\/webpaper.nzz.ch\/2013\/04\/21\/wissen\/K9BGN\/warum-der-schutz-des-globalen-klimas-sinnlos-ist?guest_pass=110dd13ffe:K9BGN:4ab5337ccfed44e6ec7c69ca0f21e9beebf14292\">Zugang zur  NZZ<\/a> und anderen internationalen Zeitungen hat, nimmt die deutsche Energiewende in &auml;hnlicher Weise aufs Korn. Sie wurde nur das Erreichen der Klimaschwelle um wenige Tage nach hinten verschieben. Die deutsche Energiewende war, das wei&szlig; er selbst sicher auch, hatte nie den Anspruch das Weltklima zu retten. Das kann nur funktionieren, wenn die allermeisten L&auml;nder etwas &Auml;hnliches machen. (Fleischhauer l&auml;sst sich dieses Argument nat&uuml;rlich nicht entgehen,)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>R&ouml;slers peinliche USA-Bilder<\/strong><br>\nVier Jahre Minister, zwei Jahre Merkels Vize und FDP-Chef. Philipp R&ouml;sler ist l&auml;nger da, als viele geglaubt haben. Seine Art, Politik zu machen, bleibt widerspr&uuml;chlich. Bei seiner USA-Reise fehlt ihm ein Fr&uuml;hwarnsystem f&uuml;r heikle Momente. Die Bilder der Reise sind peinlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/t.news.de.msn.com\/politik\/r%c3%b6sler-peinliche-usa-bilder?noredir=1\">msn nachrichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Man fragt sich beim Lesen dieses MSN-Beitrages (basierend auf dpa- und afp-Material) unwillk&uuml;rlich, was hier &ldquo;peinlich&rdquo; ist: Die offenkundige N&auml;he R&ouml;slers zur Bildzeitung oder die Tatsache, dass diese politische N&auml;he von R&ouml;sler nun ins Rampenlicht der &Ouml;ffentlichkeit geraten ist? Doch der MSN-Redakteur betreibt prompt wieder Schadensbegrenzung zu Gunsten von Schwarz-Gelb, indem er bestrebt ist, Westerwelle und v.a. Merkel als R&ouml;sler-Kontrast positiv in Szene zu setzen: &ldquo;Viele Politiker, wie etwa Guido Westerwelle, laufen, um sich in ihrem Knochenjob fit zu halten. Der FDP-Au&szlig;enminister, der 2011 den Parteivorsitz an R&ouml;sler verlor, k&auml;me aber nicht auf die Idee, jedes Mal einen Kameramann oder Fotografen mitzunehmen. (&hellip;) R&ouml;sler spricht die ganze Zeit Englisch. Fehlt ihm eine Vokabel, fragt er die Dolmetscherin, die neben ihm sitzt. Angela Merkel hatte bei ihrem Besuch 2010 in Stanford klugerweise durchgesetzt, alle Fragen auf Deutsch zu beantworten. In einer Fremdsprache ein intellektuell geschultes Publikum mitzurei&szlig;en, ist keine leichte Aufgabe. (&hellip;) W&uuml;rde Angela Merkel jemals vor Publikum, an einer der renommiertesten Hochschulen der Welt, Witze rei&szlig;en, wenn ihr pers&ouml;nlich und dem Regierungsamt Respekt gezollt wird?&rdquo;<\/em><br>\n<em>Ist Merkel wirklich das gro&szlig;e &ldquo;Vorbild&rdquo;, als das der MSN-Redakteur sie den Lesern nahebringen m&ouml;chte? Erinnern Sie sich z.B. noch am Merkels USA-Reise im Vorfeld des von Bush und der &ldquo;Koalition der Willigen&rdquo; v&ouml;lkerrechtswidrig vom Zaun gebrochenen Irakkrieges? Die damalige Oppositionspolitikerin Merkel lieb&auml;ugelte seinerzeit mit der Vorstellung, Deutschland in diesen Krieg, dem mittlerweile laut einer k&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlichten Untersuchung (IPPNW-Report &ldquo;Body Count &ndash; Opferzahlen nach zehn Jahren Krieg gegen den Terror Irak &ndash; Afghanistan &ndash; Pakistan&rdquo;) bereits ca. 1,5 Millionen Iraker zum Opfer gefallen sind, hineinzuziehen (wer nach Ursachen f&uuml;r islamistischen Terrorismus sucht, darf auch vor solchen Opferzahlen nicht die Augen verschlie&szlig;en). Merkel machte w&auml;hrend ihrer USA-Reise &uuml;ber Zeitungsanzeigen in US-Medien gegen die Entscheidung der damaligen Bundesregierung Stimmung, sich einer aktiven Beteiligung Deutschlands an diesem Krieg zu verweigern. Es d&uuml;rfte ein in der Nachkriegsgeschichte der Bundesrepublik einmaliger Vorgang gewesen sein, dass ein Oppositionsf&uuml;hrer auf einer Auslandsreise den Versuch unternommen hat, die Au&szlig;en- und Verteidigungspolitik der eigenen Regierung &ndash; die im Falle es Irak-Krieges zudem von einer &uuml;berw&auml;ltigenden Mehrheit der deutschen Bev&ouml;lkerung mitgetragen wurde &ndash; derart massiv zu hintertreiben. Erinnern Sie sich z.B. noch an die Sause, die Merkel anl&auml;sslich des Geburtstags des damaligen Deutsche Bank-Chefs Ackermann diesem im Kanzleramt geschmissen hatte?<\/em><br>\n<em>Die neoliberale Politik Merkels und R&ouml;slers sowie die offenkundige N&auml;he insbesondere Merkels zu den m&auml;chtigen deutschen Medienkonzernen (z.B. Springer, Bertelsmann) sind wesentlich bedenklicher als die pubert&auml;ren Dummheiten des Bundeswirtschaftsministers w&auml;hrend seiner USA-Reise. Im Gegensatz zu R&ouml;sler gelingt es Merkel jedoch deutlich besser, sich in der &Ouml;ffentlichkeit ein positives Image zu geben. Mit etwas Zynismus kann man auch sagen: R&ouml;sler mangelt es an der Merkelschen Ausbildung in Agitation und Propaganda.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Ein langweiliges Opportunistenleben<\/strong><br>\noder Der ideologisch aufgeladene Ingrimm zweier Konservativer.<br>\nObgleich beide Autoren eng mit der Axel Springer AG verbandelt sind, ist Das erste Leben der Angela M. ein lesbares, weil durchaus informatives Buch. Denn es ist mehr als ein Buch nur &uuml;ber Merkel &ndash; auch, weil diese Frau bis 1990 kaum etwas hergab, wor&uuml;ber es sich zu berichten lohnte. Das ist zugleich auch eine der Schw&auml;chen dieser DDR-Biographie der Kanzlerin. Die auf Sensation getrimmte Berichterstattung rund ums Buch ist mit dem Inhalt kaum vereinbar. Weder ist Merkels &ldquo;erstes Leben&rdquo; besonders spannend, noch ist sie dort, obgleich sie vielleicht durchaus linientreu war, nachdr&uuml;cklich aufgefallen. Und nebenher wird nichts aufgedeckt, was nicht ohnehin schon mehr oder weniger bekannt war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2013\/05\/ein-langweiliges-opportunistenleben.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Glosse: Rettet die deutsche Wirtschaft!<\/strong><br>\nBekanntlich befindet sich unsere Wirtschaft neuerdings in einer Phase der Rezession. Um dieser bedrohlichen Entwicklung Einhalt zu gebieten, plant der Bundesfinanzminister, eine neue Steuer einzuf&uuml;hren: die sogenannte Wirtschaftssteuer. Wie aus ungew&ouml;hnlich gut unterrichteten Kreisen zu erfahren war, soll diese Steuer, &auml;hnlich wie die Lohnsteuer, von s&auml;mtlichen Arbeitnehmern eingezogen werden und allen an der B&ouml;rse notierten Kapitalgesellschaften im Wege von Subventionen zugutekommen. Dadurch verspricht man sich in absehbarer Zeit eine Wiederbelebung der Konjunktur und die Bereitstellung neuer Arbeitspl&auml;tze.<br>\nMinisterialdirigent Schimmelzent aus dem Finanzministerium erl&auml;uterte das Vorhaben wie folgt: &bdquo;Die Einnahmen aus der Wirtschaftssteuer werden einem Sonderfonds zuflie&szlig;en, aus dem nach einem bestimmten Zuweisungsschl&uuml;ssel Zusch&uuml;sse direkt an die in Frage kommenden Wirtschaftsunternehmen zu zahlen sind.&ldquo;<br>\nGerade in den letzten Wochen und Monaten hat sich die Dringlichkeit einer solchen St&uuml;tzungsma&szlig;nahme gezeigt, mit der den Unternehmensvorst&auml;nden die Erhaltung vorhandener und Bereitstellung neuer Arbeitspl&auml;tze und dar&uuml;ber hinaus neue Investitionsaktivit&auml;ten schmackhaft gemacht werden k&ouml;nnen. Dem Vernehmen nach wird auch die Zahlung von Boni aus Steuermitteln an besonders erfolgreiche Vorst&auml;nde und Aufsichtsr&auml;te in Erw&auml;gung gezogen.<br>\nWie weiter verlautet, sollen aus dem zu errichtenden Sonderfonds au&szlig;erdem sogenannte Kaufpr&auml;mien f&uuml;r die Erzeugnisse der durch Konjunktureinbr&uuml;che besonders stark betroffenen Branchen gezahlt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=19066\">nrhz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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