{"id":17374,"date":"2013-05-27T09:53:40","date_gmt":"2013-05-27T07:53:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17374"},"modified":"2015-08-08T10:57:57","modified_gmt":"2015-08-08T08:57:57","slug":"wer-gutes-tut-ist-auch-gut-in-der-schule","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17374","title":{"rendered":"&#8220;Wer Gutes tut, ist auch gut in der Schule&#8221;"},"content":{"rendered":"<p>behauptet, der Entwicklungspsychologe Richard Lerner in einem Interview mit der <em>ZEIT<\/em>[<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17374#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]. Er erkl&auml;rt gesellschaftliches Engagement zum Bildungsziel[<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17374#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] und hebt dessen pers&ouml;nlichkeitsst&auml;rkenden Aspekt hervor &ndash; was unbestritten ist. Nur &ndash; warum sollte dieses Engagement gesteuert werden, und wer zieht dabei die F&auml;den?<br>\nVon <strong>Sabine Kruse<\/strong>[<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17374#foot_0\" name=\"note_0\">*<\/a>]<br>\n<!--more--><br>\nIn Deutschland hat sich die Schullandschaft seit den 90er Jahren stark ver&auml;ndert. Kontakte zu sozialen Einrichtungen und zur Wirtschaft sind fester Bestandteil des Unterrichts geworden. Projekte wie beispielsweise <em>Schulsanit&auml;ter<\/em>, <em>Girl&rsquo;s Day<\/em>, <em>Schulhofgestaltung<\/em> oder <em>Sch&uuml;ler Helfen Leben<\/em> geh&ouml;ren zu unserem Schulprogramm[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]. Es handelt sich dabei durchweg um Aktivit&auml;ten, die pers&ouml;nlichen Einsatz erfordern und f&ouml;rdern und die mit hohem Ansehen verbunden sind. Deshalb f&auml;llt es vielen schwer, solche Einrichtungen kritisch zu hinterfragen.<\/p><p>Es ist bekannt, dass (auch) unser Bildungswesen seit dem Anschluss der DDR und durch das Fehlen des konkurrierenden Gesellschaftssystems einschneidende Ver&auml;nderungen erfahren hat. <em>Neoliberalismus<\/em> und der angebliche Druck der <em>Globalisierung<\/em> haben weite Bereiche der Gesellschaft wirtschaftlichem Denken und Handeln unterworfen. Die Folgen der Privatisierung im Gesundheitswesen und bei sozialen Einrichtungen sind un&uuml;bersehbar. Zu wessen Vorteil diese Entwicklung betrieben wird, ist ebenfalls kein Geheimnis mehr. Die Ver&auml;nderungen im Bildungswesen dagegen begannen eher schleichend, so dass sie von den meisten Betroffenen erst wahrgenommen wurden, als die Weichen l&auml;ngst gestellt waren und der Zug der Privatisierung bereits Fahrt aufgenommen hatte. Heute klagen wir &uuml;ber zu gro&szlig;e Klassen, mangelnde technische Ausstattung und ausgebrannte Lehrkr&auml;fte. Aber die &ouml;ffentlichen Kassen sind leer. F&uuml;r Bildung und Soziales ist kein Geld da. Da trifft es sich gut, dass es private Stiftungen gibt, die in die Bresche springen[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>] und viele Projekte erst m&ouml;glich machen. Allerdings werden sie damit auch der &ouml;ffentlichen Kontrolle entzogen. <\/p><p>In welchem Umfang sich der Einfluss gro&szlig;er Stiftungen &uuml;ber die demokratische Kontrolle hinwegsetzt, ja sie konterkariert, zeigen diverse Publikationen[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>]. Wolfgang Lieb beschreibt den Zusammenhang von Bertelsmann AG und Bertelsmann Stiftung und zeigt auf, wie dadurch wesentlich die ver&ouml;ffentlichte Meinung in Deutschland gepr&auml;gt wird[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>].  Schon diese Medienmacht alleine stelle eine Bedrohung f&uuml;r die Meinungsvielfalt in Deutschland dar. Bertelsmann &uuml;be aber dar&uuml;ber hinaus eine politische Gestaltungsmacht aus, die weit &uuml;ber den Einfluss von Verb&auml;nden, Kirchen, Gewerkschaften, ja sogar von Parteien hinausgingen &ndash; und das geschehe durch die Bertelsmann Stiftung[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>]. Durch die &Uuml;bertragung von 76,9 Prozent des Aktienkapitals an die Stiftung konnte der Konzern Millionen Euro an Erbschafts- und Schenkungssteuer &ldquo;sparen&rdquo;. Die j&auml;hrliche Dividenden-Zahlung an die Stiftung ist  steuerlich beg&uuml;nstigt, was bedeutet, dass die j&auml;hrlichen Ausgaben der Stiftung niedriger sind als die gesparten Steuern[<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>]. Die &ldquo;Reformwerkstatt&rdquo; wird also &uuml;ber die SteuerzahlerInnen mitfinanziert[<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>]. Lieb nennt f&uuml;r den Wirkungskreis Bertelsmann zahlreiche Angebote (Projekte, Unterrichtsmaterial) speziell f&uuml;r Schulen, aber auch f&uuml;r viele andere gesellschaftliche Probleml&ouml;sungen[<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>]. Horst Bethge, einer der Hauptredner auf dem Anti-Bertelsmann-Kongress 2005 in Hamburg, bettet die schulpolitischen Aktivit&auml;ten des Konzerns ein in die Privatisierung des Bildungswesens, beschreibt, wie sich die Schulen in die Gesellschaft &ouml;ffnen und Kontakte zu Betrieben herstellen. &ldquo;&hellip; lobenswerte Bestrebungen, die jedoch schon etwas deutlicher die Ausrichtung der Bildung auf ihre Nutzbarmachung durch die Wirtschaft zeigte&rdquo;[<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>]. Dabei begann die Einflussnahme des Konzerns scheinbar harmlos: mit der gro&szlig;z&uuml;gigen F&ouml;rderung der Filme von Reinhard Kahl &uuml;ber Schulen der Zukunft, &ndash; unter anderen: <em>Im Wendekreis der P&auml;dagogik<\/em> &ndash; die Begeisterung hervorriefen[<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>]. Des Weiteren wurden Preise vergeben, die den Wettbewerb f&ouml;rdern sollten. (Was gleichzeitig beinhaltet, dass Gruppen oder Schulen in Konkurrenz zueinander treten.) Konzernleiter Reinhard Mohn trat 1995 selbst der &ldquo;Reform-Kommission&rdquo; <em>Zukunft der Bildung &ndash; Schule der Zukunft<\/em> bei[<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>]. In dem Artikel <em>Die schleichende Revolution des Kapitals &ndash; Bertelsmann und Schule<\/em>[<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>] beschreibt Bethge das Netzwerk von Initiativen, die gef&ouml;rdert werden, wie der &ldquo;Bertelsmann-Konzern in alle Bereiche staatlichen und &ouml;ffentlichen Handelns eingreift&rdquo;[<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>]  und warum Schulbeh&ouml;rden, Lehrer, Eltern und Sch&uuml;ler den Einfluss der Bertelsmann Stiftung zulassen. <\/p><p>An folgenden Beispielen aus unserem Schulalltag soll aufgezeigt werden, wie stringent unser schulisches Wirken von der scheinbar gemeinn&uuml;tzigen Unterst&uuml;tzung &ldquo;kanalisiert&rdquo; wird[<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>].<\/p><p><strong>Girl&rsquo;s Day<\/strong><\/p><p>Er geh&ouml;rt inzwischen zum allgemeinen Schulprogramm, bedeutet Abwechslung und f&uuml;hrt bei den Kindern meistens zu neuen Erkenntnissen &uuml;ber Berufst&auml;tigkeit. Seit 2003 beteiligt sich auch die Bertelsmann AG am <em>Girl&rsquo;s Day<\/em>. 2004 war Liz Mohn[<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>] Schirmherrin. Aus G&uuml;tersloh, dem Hauptsitz der Bertelsmann AG, erfahren wir, dass sich 35 Sch&uuml;lerinnen am <em>Girl&rsquo;s Day bei Mohn Media, Arvato Logistics Services<\/em> und weiteren Sparten des Konzerns informieren konnten[<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>]. Die Verflechtung bekannter Massenmedien mit Bertelsmann ist in der &Ouml;ffentlichkeit wenig bekannt. Thomas Barth[<a href=\"#foot_19\" name=\"note_19\">19<\/a>] nennt u.a. die Fernsehsender der RTL-Gruppe, <em>Gruner &amp; Jahr (Stern, Capital, Geo)<\/em>, den weltgr&ouml;&szlig;ten Buchverlag <em>Random House<\/em>,  den Logistik- und Online-Dienstleister <em>Arvato<\/em>, ebenfalls Verbindungen zu <em>SPIEGEL<\/em> und <em>ZEIT<\/em>[<a href=\"#foot_20\" name=\"note_20\">20<\/a>]. <\/p><p>Gleichsam spielerisch lernen die Kinder Bereiche der Wirtschaft kennen, in einem Alter, in dem sie intellektuell noch gar nicht in der Lage sind, wirtschaftspolitische Zusammenh&auml;nge zu reflektieren. <\/p><p><strong>Sch&uuml;ler Helfen Leben &ndash; Sozialer Tag<\/strong><\/p><p>&ndash; auch ein fester Bestandteil unseres Schuljahrs. (<a href=\"http:\/\/www.schueler-helfen-leben.de\/de\/home\/sozialer_tag.html\">Der n&auml;chste Soziale Tag findet am 13. Juni statt<\/a>) Das Engagement der Kinder und Jugendlichen sei ein gro&szlig;artiges Beispiel gelebter Solidarit&auml;t &ndash; so das allgemeine Fazit. Dem w&auml;re nicht zu widersprechen, wenn dieser Einsatz unabh&auml;ngig von politischen Interessen stattf&auml;nde.<\/p><p>Tats&auml;chlich sollen die Kinder und Jugendlichen mit ihrem Einsatz die finanziellen Mittel bereitstellen, die die kriegerischen Zerst&ouml;rungen und Verwerfungen wie z.B. in Ex-Jugoslawien lindern helfen. Der damalige Au&szlig;enminister Joseph Fischer sagte 1995: &ldquo;Bekommt Deutschland jetzt, nachdem es friedlich und zivil geworden ist und mit dem Ende des kalten(!) Krieges seine Einheit im internationalen Einvernehmen zur&uuml;ckerhalten hat, als das, was ihm Europa, ja die Welt, in zwei gro&szlig;en Kriegen erfolgreich verwehrt hat, n&auml;mlich eine Art &gt;sanfter Hegemonie&lt; &uuml;ber Europa, Ergebnis seiner Gr&ouml;&szlig;e, seiner wirtschaftlichen St&auml;rke und seiner Lage und nicht mehr seines milit&auml;rstrategischen Potentials?\"[<a href=\"#foot_21\" name=\"note_21\">21<\/a>] 1999 kam es dann zum Krieg gegen Jugoslawien (Schr&ouml;der, Fischer, Scharping), der &ldquo;humanit&auml;re Intervention&rdquo; genannt wurde. Kanzler Schr&ouml;der damals: &ldquo;Wir f&uuml;hren keinen Krieg&rdquo;[<a href=\"#foot_22\" name=\"note_2\">22<\/a>]. Die aggressive deutsche Au&szlig;enpolitik und ihr neues und altes Hegemoniestreben waren in den Massenmedien kein Thema kritischer Auseinandersetzung.<\/p><p>Firmen und politische Amtstr&auml;ger, die von der Zerst&ouml;rung des Landes profitiert haben beziehungsweise Verantwortung daf&uuml;r tragen, treten beim <em>Sozialen Tag<\/em> als Schirmherrn oder Sponsoren auf, zum Beispiel <em>NOKIA<\/em>. &ldquo;Gesellschaftliches Engagement ist ein elementarer Aspekt unserer Firmenphilosophie. Im Mittelpunkt stehen dabei Programme und Institutionen, die die Entwicklung Jugendlicher und ihrer Ausbildungschancen f&ouml;rdern. Vor diesem Hintergrund passt <em>Sch&uuml;ler Helfen Leben<\/em> ideal zu uns&hellip;&rdquo;, so Michael B&uuml;ltmann, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer <em>NOKIA<\/em> Deutschland[<a href=\"#foot_23\" name=\"note_23\">23<\/a>]. Gar nicht in diese Firmenphilosophie passt die Verantwortung f&uuml;r die ArbeiterInnen des <em>NOKIA<\/em>-Werkes in Bochum. In der Sendung <em>MONITOR<\/em> vom 24.3.2012 war zu erfahren, dass das Werk in Bochum geschlossen wurde, weil es sich nicht mehr rentierte. Statt 2000 Euro musste man in Rum&auml;nien nur 250 und in Indien dann nur noch 125 Euro Monatslohn zahlen. In Planung: ein Werk in Vietnam. Das ist noch billiger.<\/p><p>Sch&uuml;lerInnen, die sich sozial engagieren wollen, k&ouml;nnen es neben der Schule und in ihrer direkten Umgebung tun, nicht nur an einem einzigen Schultag. Es ist zynisch, ihre Opferbereitschaft und ihren Idealismus f&uuml;r politische und wirtschaftliche Zwecke auszunutzen. <\/p><p><strong>Cui bono? &ndash; Wer hat Vorteile davon?<\/strong><\/p><p>Die gef&ouml;rderten Projekte scheinen alle ausnahmslos sinnvoll und hilfreich zu sein: Suppenk&uuml;chen einrichten[<a href=\"#foot_24\" name=\"note_24\">24<\/a>], Sucht bek&auml;mpfen, Gewalt vorbeugen, KITAs unterst&uuml;tzen, im Altenheim helfen&hellip; Aber warum stellen wir nicht die Frage nach dem WARUM? Warum &hellip; gibt es &uuml;berhaupt Suppenk&uuml;chen? &hellip; gibt es so viele S&uuml;chtige? &hellip; breitet sich Gewalt aus? &hellip; fehlt es an Betreuung in KITAs und Altenheimen? <\/p><p>Bei der Beantwortung dieser und &auml;hnlicher Fragen kommen wir nicht nur ins Gr&uuml;beln, sondern wir entwickeln Vorstellungen von einer anderen, besseren Gesellschaft, in der Bildung und Wohlergehen der Kinder und Jugendlichen im Mittelpunkt unseres t&auml;glichen Engagements stehen &ndash; dazu fiele uns eine Menge ein! Aber wer sollte das finanzieren? Diese Frage sollte sich in einem der reichsten L&auml;nder eigentlich gar nicht stellen. Und doch ist es die entscheidende Frage, deren Beantwortung vernebelt wird. Es ist die Frage nach der Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums, eines kulturellen und wirtschaftlichen Reichtums, der von vielen Generationen erarbeitet worden ist und auf den alle nachgeborenen Menschen Anspruch haben &ndash; nicht nur einige Wenige.<\/p><p>Deshalb ist die Privatisierung des Bildungswesens, die Bildung zur Ware macht, nicht nur der falsche Weg, sondern eine Vers&uuml;ndigung an allen jungen Menschen. Ihnen helfen keine Sozialprojekte aus der Not. Die Gesellschaft, nicht private Stiftungen, muss daf&uuml;r Sorge tragen, dass ein Leben in sozialer Sicherheit m&ouml;glich ist: ohne Angst vor Gewalt, Hunger, Krankheit, Verlust des Arbeitsplatzes &ndash; und dass allen Menschen gleicherma&szlig;en der Zugang zu Kultur und Bildung offensteht. F&uuml;r ein Leben mit gleichen Rechten k&auml;mpfen Menschen seit Jahrhunderten. Beispiele gibt es in der &auml;lteren und j&uuml;ngeren Geschichte zuhauf. Und hier schlie&szlig;t sich der Kreis: Was wissen wir &uuml;berhaupt noch &uuml;ber diese Gesellschaftsentw&uuml;rfe? Warum ist so wenig bekannt, woran sie gescheitert sind? Wie ein Baum nur eine kr&auml;ftige Krone entwickeln kann, wenn seine Wurzeln nicht gekappt werden, so kann eine Gesellschaft ihre Zukunft nur gestalten, wenn sie auf Erfahrungen (aus der Vergangenheit) aufbauen kann.<\/p><p>Deshalb wollen wir unsere Kinder nicht ausrichten f&uuml;r die globale Wirtschaft zum Wohle gro&szlig;er Konzerne und im Konkurrenzkampf der Gesellschaftssysteme, sondern wir wollen sie bei ihrem Streben nach Gl&uuml;ck begleiten[<a href=\"#foot_25\" name=\"note_25\">25<\/a>].  <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_0\" name=\"foot_0\">&laquo;*<\/a>] Sabine Kruse ist Oberstudienr&auml;tin und unterrichtet Musik, Franz&ouml;sisch und Geschichte an einem Gymnasium in L&uuml;beck.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2007\/19\/C-Interview-Lerner\">Zeit<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] <a href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\">Carl Bertelsmann-Preis 2007<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] <a href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\">Menschen bewegen &ndash; Zukunft gestalten. mitWirkung &ndash; eine Initiative zur St&auml;rkung der Kinder- und Jugendbeteiligung<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Werner Biermann\/Arno Kl&ouml;nne, Agenda Bertelsmann. Ein Konzern stiftet Politik K&ouml;ln 2007\/2008, S. 48\/49<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Thomas Barth (Hg.), Bertelsmann: Ein globales Medienimperium macht Politik Hamburg 2006<br>\n&ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1443\">25.7.2006 &ndash; Albrecht M&uuml;ller, &ldquo;Krake Bertelsmann&rdquo; &ndash; eine Dokumentation<\/a><br>\n&ndash; ders., Die Rolle der Bertelsmann Stiftung beim Abbau des Sozialstaates und der Demokratie oder: Wenn ein Konzern Politik stiftet &ndash; zum gemeinen Nutzen?, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5228\">Nachdenkseiten<\/a> 15.4.2010<br>\n&ndash; Wolfgang Lieb, Ist die Bertelsmann Stiftung gemeinn&uuml;tzig? <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6589\">Nachdenkseiten<\/a>, 26.8.2010<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] Albrecht M&uuml;ller, Meinungsmache. Wie Wirtschaft, Politik und Medien uns das Denken abgew&ouml;hnen wollen, M&uuml;nchen 2009, darin Kap.16: Wolfgang Lieb, Der st&auml;rkste Motor beim Zerst&ouml;rungswerk &ndash; die Bertelsmann Stiftung, S. 256: &ldquo;Die Zeitungen, Zeitschriften, Fernseh- und Radiosender und nicht zuletzt die Verlage des Konzerns beeinflussen nicht nur die Meinungsbildung, sondern auch die gesamte Stimmungslage und die Befindlichkeiten in Deutschland.&rdquo;<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] ebd.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] Biermann\/Kl&ouml;nne, S.40<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6589\">Lieb, Ist die Bertelsmann Stiftung gemeinn&uuml;tzig?<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4721\">Lieb, Der st&auml;rkste Motor, S.256 ff<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] Horst Bethge, Bertelsmann macht Schulpolitik, in: Thomas Barth, Bertelsmann S. 49\/50<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] ders. S.49<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] ebd.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] Horst Bethge, Die schleichende Revolution des Kapitals &ndash; Bertelsmann und Schule Datum? S. 1-9<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] ebd.<br>\nBertelsmann Stiftung (Hg.), Strategisch. Praktisch. Gut.<br>\nStrategie-Kompass f&uuml;r nichtstaatliche und gemeinn&uuml;tzige Organisationen, 2010<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6589\">Lieb, Ist die Bertelsmann Stiftung gemeinn&uuml;tzig? S.3<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] ders., S.1: Liz Mohn:&rdquo; Der anonyme Wohlfahrtsstaat hat ausgedient, an seine Stelle tritt der soziale Staat, der vom b&uuml;rgerlichen Engagement und vom solidarischen Verhalten aller lebt. Dass m&ouml;glichst viele verantwortungsvoll ihr K&ouml;nnen in den Dienst der Gemeinschaft stellen, das macht den Staat auf Dauer lebensf&auml;hig.&rdquo; (Financial Times Deutschland vom 5.12.2006, Gastkommentar)<br>\nM&uuml;ller, Die Rolle der Bertelsmann Stiftung, S.3: Immer geht es um ein Zur&uuml;ckdr&auml;ngen des Staates und um die Senkung der Steuerlast f&uuml;r die Unternehmen. Reinhard Mohn 1996 in einem Stern-Interview: &ldquo;Es ist ein Segen, dass uns (dem Staat, S.K.) das Geld ausgeht. Anders kriegen wir das notwendige Umdenken nicht in Gang.&rdquo;<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] <a href=\"http:\/\/www.bertelsmann.de\/\">Girl&rsquo;s Day &ndash; M&auml;dchen informieren sich &uuml;ber Berufe<\/a>.<br>\nM&uuml;ller, Die Rolle der Bertelsmann Stiftung, S.2: &ldquo;Unter dem Stichwort &ldquo;Moderner Staat&rdquo; bietet Arvato s&auml;mtliche Servicemodule f&uuml;r das Management von Kunden- und B&uuml;rgerbeziehungen zur &ouml;ffentlichen Hand aus einer Hand an. Arvato managt z. B. in Gro&szlig;britannien schon ganze Kommunen, erhebt Geb&uuml;hren und zieht Steuern ein. Mit dem Projekt &ldquo;W&uuml;rzburg integriert&rdquo; fiel 2007 der Startschu&szlig; f&uuml;r die Zusammenarbeit von Arvato und &ouml;ffentlicher Verwaltung in Deutschland. Mit diesem Pilotprojekt sollen die Servicequalit&auml;t verbessert und Verwaltungsabl&auml;ufe beschleunigt werden.&rdquo;<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_19\" name=\"foot_19\">&laquo;19<\/a>] Thomas Barth, Staunen &uuml;ber einen unsichtbaren Medien-Moloch in: Barth, Bertelsmann, S.10<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_20\" name=\"foot_20\">&laquo;20<\/a>] ebd.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_21\" name=\"foot_21\">&laquo;21<\/a>] Biermann\/Kl&ouml;nne, S.130<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_22\" name=\"foot_22\">&laquo;22<\/a>] WDR-Film vom 8.2.2001: Die Kosovo-L&uuml;ge. &ldquo;Es begann mit einer L&uuml;ge&rdquo;<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_23\" name=\"foot_23\">&laquo;23<\/a>] <a href=\"http:\/\/www.schueler-helfen-leben.de\">Sch&uuml;ler-helfen-leben<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_24\" name=\"foot_24\">&laquo;24<\/a>] <a href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\">Lokales Projekt im Rahmen des Carl Bertelsmann-Preises 2007<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_25\" name=\"foot_25\">&laquo;25<\/a>] Jacques Roux (Priester) 1792: Das Recht auf Gl&uuml;ck. Das war eine der Forderungen der Enrag&eacute;s w&auml;hrend der Franz&ouml;sischen Revolution. In: Jean Ziegler, Das Imperium der Schande. Der Kampf gegen Armut und Unterdr&uuml;ckung, M&uuml;nchen 2005, S.16\/17<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>behauptet, der Entwicklungspsychologe Richard Lerner in einem Interview mit der <em>ZEIT<\/em>[<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17374#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]. Er erkl&auml;rt gesellschaftliches Engagement zum Bildungsziel[<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17374#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] und hebt dessen pers&ouml;nlichkeitsst&auml;rkenden Aspekt hervor &ndash; was unbestritten ist. Nur &ndash; warum sollte dieses Engagement gesteuert werden, und wer zieht dabei die F&auml;den?<br \/> Von <strong>Sabine Kruse<\/strong>[<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17374#foot_0\" name=\"note_0\">*<\/a>]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[151,129,160],"tags":[232,377],"class_list":["post-17374","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bildungspolitik","category-lobbyorganisationen-und-interessengebundene-wissenschaft","category-markt-und-staat","tag-bertelsmann","tag-bildung-als-ware"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17374","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=17374"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17374\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27101,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17374\/revisions\/27101"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=17374"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=17374"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=17374"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}