{"id":17392,"date":"2013-05-28T08:54:16","date_gmt":"2013-05-28T06:54:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17392"},"modified":"2013-05-28T08:54:16","modified_gmt":"2013-05-28T06:54:16","slug":"hinweise-des-tages-1888","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17392","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17392#h01\">Schuldenlegenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17392#h02\">Interview mit Sahra Wagenknecht: &laquo;Was derzeit passiert, macht Europa kaputt&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17392#h03\">&Uuml;ber Flasssbeck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17392#h04\">Nicht um jeden Preis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17392#h05\">Stephan Schulmeister &ndash; Krisen-Navigatoren auf Untergangskurs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17392#h06\">Sinn-Krise bei Professor Sinn?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17392#h07\">EU-Plan zur Schuldenkrise: Deutschland beharrt auf Spardiktat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17392#h08\">Growing risk of inequality and poverty as crisis hits the poor hardest<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17392#h09\">Hartz IV: Buschkowky f&uuml;r Facebook-Ausforschung von Erwerbslosen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17392#h10\">Inge Hannemann: &ldquo;Hartz IV muss abgeschafft werden!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17392#h11\">R&uuml;stung au&szlig;er Kontrolle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17392#h12\">Die Verantwortungsl&uuml;ge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17392#h13\">EU l&auml;sst Waffenembargo gegen Syrien auslaufen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17392#h14\">Schleswig-Holstein: Kommunalwahlen und B&uuml;rgerschelte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17392#h15\">Deutschland-Stipendium: ein echter Ladenh&uuml;ter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17392#h16\">Was tun nach einem Studienabbruch?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17392#h17\">Nicht vergessen:  Neues aus der Anstalt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17392&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Schuldenlegenden<\/strong><br>\nMit der Interpretation der Krise als Schuldenkrise, genauer Staatsschuldenkrise, r&uuml;ckt der Schuldenbegriff in den Fokus der politischen Auseinandersetzung. Aber, was sind in einer Geldwirtschaft wie der unsrigen eigentlich Schulden? Und warum sind Staatshaushalte in aller Regel defizit&auml;r? Weshalb zahlt kein Staat jemals seine Schulden vollst&auml;ndig zur&uuml;ck, sondern wachsen diese vielmehr Jahr f&uuml;r Jahr, ohne dass die Staaten unter ihrer Schuldenlast zusammenbrechen w&uuml;rden?<br>\nDie hier formulierten Fragen ber&uuml;hren komplizierte volkswirtschaftliche Zusammenh&auml;nge. Ihre &ouml;konomisch qualifizierte Beantwortung vermag daher nicht jeden sofort zu &uuml;berzeugen. Auch erfordert diese mehr als popul&auml;re Schlagworte oder leicht eingehende Vergleiche wie den von der &bdquo;schw&auml;bischen Hausfrau&ldquo; oder dem &bdquo;vorsorglichen Hausvater&ldquo;, wie sie unsere Politiker gern verwenden, um auch noch den letzten B&uuml;rger und die letzte B&uuml;rgerin f&uuml;r ihr Wahlprogramm zu gewinnen. Man bedient sich daher einfacher Formeln und griffiger Losungen oder kn&uuml;pft einfach an popul&auml;re, nichtsdestotrotz zumeist aber unzutreffende Vorurteile an. Diese sprechen dann f&uuml;r sich und brauchen weder begr&uuml;ndet noch durch Fakten belegt zu werden. Ja, sie verselbst&auml;ndigen sich geradezu und nehmen den Charakter von Legenden an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2013\/05\/schuldenlegenden-25116.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a>\n<p><strong>dazu: Mythen des Sparens<\/strong><br>\nDieses Buch wendet sich an alle, die den Behauptungen der Sparwutb&uuml;rgerInnen fundierte Argumente entgegensetzen wollen, ohne daf&uuml;r ein &Ouml;konomiestudium absolvieren zu m&uuml;ssen.<br>\nDie Finanz- und Wirtschaftskrise ist l&auml;ngst zu einer Verschuldungskrise der Staaten geworden, zumindest wenn man den Mainstream-Medien und der Mehrzahl der Politikerinnen und Politiker Glauben schenkt: Sparen sei das Gebot der Stunde, an dem kein Ausweg vorbei zu f&uuml;hren scheint.<br>\nDieses Buch zeigt auf, dass es sich hierbei nur um einen weiteren wirtschaftspolitischen Mythos handelt. Doch warum kommen diese Mythen so gut bei den Menschen an? Und welche Auswirkungen haben die Sparma&szlig;nahmen auf die Bev&ouml;lkerung, die Wirtschaft und sogar auf die Demokratie?<br>\nDie Autorinnen und Autoren stellen die wichtigsten Mythen zu &raquo;Schulden&laquo; und &raquo;Sparen&laquo; dar. Diese werden kritisch hinterfragt und die dahinterstehenden &ouml;konomischen Zusammenh&auml;nge erkl&auml;rt. Auch die Ebene der EU-Politik und der dort kursierenden Mythen kommt nicht zu kurz.<\/p>\n<p>Mythen des Sparens<br>\nAntizyklische Alternativen zur Schuldenbremse<br>\nHerausgegeben vom Beirat f&uuml;r gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen<br>\n144 Seiten | Mai 2013 | EUR 11.80<br>\nISBN 978-3-89965-555-1<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Interview mit Sahra Wagenknecht: &laquo;Was derzeit passiert, macht Europa kaputt&raquo;<\/strong><br>\nGlauben Sie, dass Angela Merkel Kanzlerin bleiben wird?<br>\nDa Merkel mit Steinbr&uuml;ck keinen ernst zu nehmenden Herausforderer hat, ist sie die Gewinnerin der Situation. Ich bin &uuml;berzeugt, Merkel ist nicht wegen ihrer Positionen so beliebt. Besonders ihre Europapolitik wird durchaus kritisch gesehen. Aber am Ende geben die Leute noch lieber Merkel die Stimme als Steinbr&uuml;ck, weil sie den deutlich h&ouml;heren Sympathiebonus hat.<br>\nDie Pers&ouml;nlichkeit ist wichtiger als die Positionen?<br>\nDas Problem ist, dass sich Steinbr&uuml;cks Positionen von denen Merkels kaum unterscheiden. Die SPD hat ja selbst als Opposition bei entscheidenden Fragen immer mit der Kanzlerin gestimmt. Das betrifft die K&uuml;rzungsdiktate f&uuml;r Krisenl&auml;nder ebenso wie den Bankenrettungsschirm ESM und den Fiskalpakt, der das Zeitalter von Demokratie und Sozialstaat in ganz Europa begraben soll. Steinbr&uuml;ck ist bis heute stolz auf die Agenda 2010, also auf Niedrigl&ouml;hne, die Absenkung des Rentenniveaus, steigende Verbrauchssteuern und Steuergeschenke f&uuml;r Reiche. Wer die Kanzlerin erfolgreich herausfordern will, muss ein alternatives Profil haben, sonst ist der Misserfolg vorprogrammiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sonntagonline.ch\/ressort\/menschen\/aktuell\/\">schweiz am sonntag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&Uuml;ber Flasssbeck<\/strong><br>\nUnd dann denken wir einmal kurz dar&uuml;ber nach, was wohl gewesen w&auml;re, wenn Lafontaine mit seinem Adjutanten Flassbeck noch l&auml;nger an der Macht geblieben w&auml;re. Egal was man heute &uuml;ber Lafontaine denkt (&uuml;ber seinen Charakter, &uuml;ber seine politischen Vorstellungen)&hellip; Wie besch&auml;mend ist es eigenlich f&uuml;r seine alte Partei, einen fr&uuml;heren Vorsitzenden nicht einmal zum Festakt von 150 Jahren SPD einzuladen? Und wenn Wirtschaft immer Krieg ist, kann man auch einmal dar&uuml;ber nachdenken, dass ein missgl&uuml;cktes Attentat im Leben wohl mehr als genug ist. Und dann kann man auch mal seinen Frieden mit einem Abtr&uuml;nnigen finden &ndash; wenigstens f&uuml;r zwei Stunden&hellip;<br>\nAber zur&uuml;ck zu Flassbeck, wenn wir uns seinen Text aus dem Jahr 2000 durchlesen, k&ouml;nnen wir uns ganz gut vorstellen, dass in diesem Land in den vergangenen Jahren vielleicht etwas weniger schief gelaufen w&auml;re&hellip; So m&uuml;ssen wir uns mit dem Koffertr&auml;ger aus dem damaligen Finanzministerium begn&uuml;gen, der es mittlerweile bis in die F&uuml;hrung der EZB geschafft hat&hellip; und dummerweise wohl bald Bundesfinanzminister wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weitwinkelsubjektiv.com\/2013\/05\/25\/stutzelianer-flassbeck\/\">WeitwinkelSubjektiv<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Nicht um jeden Preis<\/strong><br>\nDie Art und Weise der Diskussion ist in Anbetracht der Vorgeschichte erstaunlich: Die eine Vorg&auml;ngerpartei von Die Linke, die PDS, hat im April 1998 die Einf&uuml;hrung der gemeinsamen W&auml;hrung unter dem Slogan &raquo;Euro &ndash; so nicht&laquo; abgelehnt. Im Bundestag f&uuml;hrte Gregor Gysi damals aus, Deutschland wolle mit dieser Art von Gemeinschaftsw&auml;hrung seine Exporte erh&ouml;hen &raquo;und damit die Industrie in Portugal, Spanien und anderen L&auml;ndern schw&auml;chen&laquo;. Genau so ist es gekommen, politisch umgesetzt durch die rot-gr&uuml;ne Agenda 2010. Der luxemburgische Premierminister Jean-Claude Juncker nannte das zutreffend &raquo;Lohn- und Sozialdumping&laquo;. &hellip;<br>\nDie katastrophalen Folgen dieser Politik sind jetzt in der Euro-Krise zu sehen. Die wachsenden Export&uuml;bersch&uuml;sse Deutschlands mu&szlig;ten in den Abnehmerl&auml;ndern mit zus&auml;tzlichen Schulden finanziert werden. Dazu kamen noch die betr&auml;chtlichen Kosten von Finanzkrise und Bankenrettungen. All das hatte f&uuml;r die Defizitl&auml;nder unappetitliche Refinanzierungskosten in Gestalt stark gestiegener Zinsen zur Folge. Deutschlands Regierung diktierte die Therapie: Lohn- und Sozialdumping. Die Verarmungs- und Rezessionspolitik wurde im Detail in den &raquo;Anpassungsprogrammen&laquo; f&uuml;r die Krisenl&auml;nder festgeschrieben und durch die Troika (EU-Kommission, Europ&auml;ische Zentralbank und IWF) &uuml;berwacht. So stellen sich Angela Merkel und die EU-Kommission die marktkonforme Demokratie f&uuml;r ganz Europa vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/05-27\/022.php\">junge welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Stephan Schulmeister &ndash; Krisen-Navigatoren auf Untergangskurs<\/strong><br>\nDie nur auf die Effekte antizyklischer Budgetstrategien zielende Kritik an Keynes missachtet seine systemische Grundbotschaft: Eine Politik, die sich r&uuml;ckhaltlos den freien Finanzm&auml;rkten ausliefert, schafft st&auml;ndig falsche Anreize und muss Schiffbruch erleiden. In der EU schrumpft die Wirtschaft wieder, S&uuml;deuropa ist schon in einer Depression. Gleichzeitig steigen die Aktienkurse von einem Hoch zum n&auml;chsten. Das passt doch nicht zusammen? Und wie das zusammenpasst, es ergibt sich aus den Leitlinien der herrschenden Navigationskarte.<br>\nLeitlinie 1: Freiheit allen M&auml;rkten. Also hat man Anfang der 1970er- Jahre die Finanzm&auml;rkte ent-fesselt, Dollarabwertungen f&uuml;hrten zu &Ouml;lpreisschocks und den ersten Rezessionen, die Hochzinspolitik schob das Zinsniveau &uuml;ber jenes der Wachstumsrate, die Unternehmen verlagerten ihr Gewinnstreben von Real- zu Finanzinvestitionen, Finanzderivate erleichterten die selbstreferenzielle Geldvermehrung, Arbeitslosigkeit und Staatsverschuldung nahmen zu.<br>\nLeitlinie 2: Der Staat st&ouml;rt den freien Markt, er ist an seiner Verschuldung selbst schuld. Also hat man 1992 die Maastricht-Kriterien beschlossen, der Sozialstaat wurde geschw&auml;cht, trotz Millionen nunmehr prek&auml;r Besch&auml;ftigter stieg die Arbeitslosigkeit immer weiter, die Wirtschaft wuchs kaum mehr, &ldquo;die M&auml;rkte&rdquo; boomten umso mehr (darunter versteht man nur mehr die Finanzm&auml;rkte).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1369361817365\/Krisen-Navigatoren-auf-Untergangskurs\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Sinn-Krise bei Professor Sinn?<\/strong><br>\nProf. Dr. Hans-Werner Sinn leitet das ifo Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung, das &uuml;ber der H&auml;lfte aus Zuwendungen der &ouml;ffentlichen Hand finanziert wird und gerne die jeweiligen Bundesregierungen ber&auml;t. Dar&uuml;ber hinaus lehrt er National&ouml;konomie und Finanzwissenschaft an der Ludwig-Maximilians- Universit&auml;t M&uuml;nchen. Die gut alimentierten Jobs lassen ihm scheinbar viel Zeit, um immer wieder einmal B&uuml;cher zu schreiben. Aktuell erscheint im Redline-Verlag seine Publikation &bdquo;Verspielt nicht eure Zukunft!&ldquo;. Dabei stellen Sinn(?)freie Thesen in acht Punkten die Ideologie eines Zukunftsprogramms f&uuml;r Deutschland dar.<br>\nThese Nr. 1, der wir uns hier widmen, erz&auml;hlt von Sinns brennenden Wunsch nach einer m&ouml;glichst breiten Ausweitung des bereits bestehenden Niedriglohsektors. Damit h&auml;ngt sich der &Ouml;konom an die in Politikerkreisen g&auml;ngige Vorstellung, Deutschlands Wettbewerbsf&auml;higkeit sei unter anderem mit der seit Bestehen der Agenda 2010 betriebenen Niedriglohnkultur und einem dramatischen Ausbau des gr&ouml;&szlig;ten Niedriglohnsektor Europas zu sichern.<br>\nSo erkl&auml;rt Sinn: &bdquo;Es ist ein gro&szlig;er Fehler, dem Zeitgeist folgend, Mindestl&ouml;hne beziehungsweise Lohnuntergrenzen abzunicken. Damit verl&auml;sst man den Weg zu einer strukturellen Gesundung des Arbeitsmarkts und gef&auml;hrdet den Niedriglohnsektor, der Deutschland in den letzten Jahren so viel wirtschaftliche Dynamik gebracht hat.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spreezeitung.de\/6633\/sinn-krise-bei-professor-sinn-thesen-fuer-ein-besseres-deutschland\/\">spreezeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Im Beitrag der Spreezeitung hei&szlig;t es weiter: &ldquo;Schlie&szlig;lich kann es die vermeintliche Konkurrenz &ndash; ob in Asien oder hierzulande &ndash; immer noch ein wenig billiger.&rdquo; Hinzu kommt: Der Gedanke, die asiatischen L&ouml;hne und Geh&auml;lter mit jenen in Deutschland zu vergleichen, greift ohnedies zu kurz. Deutschland weist im Vergleich zu den asiatischen Staaten eine h&ouml;here Produktivit&auml;t auf, wodurch hierzulande eine h&ouml;here Entlohnung &ouml;komomisch rechtfertigt ist. H&auml;tten die asiatischen Staaten auch unter Ber&uuml;cksichtigung der Produktivit&auml;t niedrigere Lohnkosten (exakter: niedrigere Lohnst&uuml;ckkosten) und somit preisliche Wettbewerbsvorteile gegen&uuml;ber Deutschland, dann w&uuml;rden diese im Falle einer eigenst&auml;ndigen deutschen W&auml;hrung durch Aufwertungen der asiatischen W&auml;hrungen egalisiert werden. Deutschland ist jedoch hinsichtlich seiner preislichen Wettbewerbsf&auml;higkeit Nutznie&szlig;er seiner Mitgliedschaft in der Eurozone: Wegen der Wirtschaftskrise in zahlreichen Staaten der Eurozone wird der Euro-Umtauschkurs auf ein f&uuml;r die deutsche Exportwirtschaft sehr vorteilhaftes Niveau nach unten gedr&uuml;ckt. Trotz dieses preislichen Wettbewerbsvorteils f&uuml;r die hiesigen Exportunternehmen werden die L&ouml;hne und Geh&auml;lter der asiatischen Staaten von unseren neoliberalen Medien, Politikern und wirtschaftsnahen Institutionen immer wieder als Kn&uuml;ppel gegen aus volkswirtschaftlicher Sicht durchaus angemessene L&ouml;hne und Lohnsteigerungen instrumentalisiert. Das Ifo-Institut des Professors Sinn steht hier mit in vorderster Reihe.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>EU-Plan zur Schuldenkrise: Deutschland beharrt auf Spardiktat<\/strong><br>\nSparen oder wachsen? Europa ringt um den richtigen Kurs aus der Wirtschaftskrise. Die EU-Kommission will die strikten Vorgaben aufweichen. In Deutschland sieht man darin schon das Ende der Sparpolitik &ndash; und k&auml;mpft mit vereinten Kr&auml;ften dagegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/vorschlag-der-eu-kommission-deutschland-kaempft-um-den-sparkurs-a-902198.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Wie Griechenland weniger Staat macht<\/strong><br>\nErstmals seit 1912 sollen Beamte entlassen werden. Die Griechen wehren sich gegen den Tabubruch und versuchen, f&uuml;r sich zu retten, was zu retten ist [&hellip;]<br>\nWeil Athen nach den Vorgaben der Kreditgeber handeln muss, sind die Staatsgeh&auml;lter seit 2010 um fast die H&auml;lfte gek&uuml;rzt worden, auf durchschnittlich etwa 1 000 Euro pro Monat. Dennoch beharrt die Troika darauf, den Staatsapparat von 2010 bis 2015 um 150 000 Besch&auml;ftigte zu verkleinern. Dabei schrumpft der Apparat seit drei Jahren &ndash; und zwar ohne Entlassungen. Der Staat stellt kaum neues Personal ein; die mit der Troika vereinbarte Quote von einer Neueinstellung pro f&uuml;nf Pensionierungen wird sogar unterschritten. Die Beobachter sind sich einig: Das Ziel des Personalabbaus im Staatssektor bis Ende 2015 kann allein durch Fluktuation erreicht werden.<br>\nWeshalb dann das Gezerre um das Reizthema Entlassungen? &bdquo;Die Troika will Blut sehen&ldquo;, sagt Ilias Iliopoulos von der Beamtengewerkschaft Adedy. In seinem B&uuml;ro in der Athener Fillelinon-Stra&szlig;e h&auml;ngt ein Dutzend Protestplakate gegen die Troika. Iliopoulos legt noch nach: &bdquo;Unsere Regierung ist schwach. Sie muss sich f&uuml;gen.&ldquo; Wem? &bdquo;Angela Merkel.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/schuldenkrise\/sparpolitik-eurokrise-wie-griechenland-weniger-staat-macht,1471908,22869760.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Growing risk of inequality and poverty as crisis hits the poor hardest<\/strong><br>\nIncome inequality increased by more in the first three years of the crisis to the end of 2010 than it had in the previous twelve years, before factoring in the effect of taxes and transfers on income, according to new OECD report and data.<br>\nThe analysis says that the welfare state has cushioned the blow for many but warns that further social spending cuts in OECD countries risk causing greater inequality and poverty in the years ahead.<br>\nAfter taxes and transfers, the richest 10 per cent of the population in OECD countries earned 9.5 times the income of the poorest 10 per cent in 2010, up from 9 times in 2007. The gap is largest in Chile, Mexico, Turkey, the United States and Israel, and lowest in Iceland, Slovenia, Norway and Denmark.<br>\n&ldquo;These worrying findings underline the need to protect the most vulnerable in society, especially as governments pursue the necessary task of bringing public spending under control,&rdquo; said OECD Secretary-General Angel Gurr&iacute;a.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/els\/soc\/growing-risk-of-inequality-and-poverty-as-crisis-hits-the-poor-hardest-says-oecd.htm\">OECD<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Der wahre Skandal &ndash; Soziale Ungleichheit untergr&auml;bt die Demokratie<\/strong><br>\nManche Enth&uuml;llungen zeigen nur, was wir schon wussten. Haben wir gerade erst erfahren, dass politisch Verantwortliche Geld m&ouml;gen und die N&auml;he derer suchen, die es haben? Dass sie sich zusammen manchmal wie eine Kaste verhalten, die &uuml;ber dem Gesetz steht? Dass der Fiskus sehr verm&ouml;gende Steuerzahler mit Samthandschuhen anfasst? Dass der freie Kapitalverkehr ihnen erm&ouml;glicht, ihren Reichtum in Steueroasen zu verstecken?<br>\nJenseits verfr&uuml;hter Nachrufe und ungewisser Niederk&uuml;nfte zeichnen sich drei gro&szlig;e Tendenzen ab, deren Bilanz zun&auml;chst einmal zu ziehen ist: Die massive Zunahme der sozialen Ungleichheit, die Aush&ouml;hlung der politischen Demokratie und das Schwinden der nationalen Souver&auml;nit&auml;t. Jeder &ldquo;Skandal&rdquo; ist ein Symptom dieses dreifachen Krankheitsbilds und zeigt, wo dessen einzelne Elemente auftreten und wie sie ineinanderpassen. Der Hintergrund, vor dem sich das alles abspielt, ist, knapp zusammengefasst, folgender: Die Regierungen machen sich in erster Linie von der Einsch&auml;tzung einer privilegierten Minderheit abh&auml;ngig (die investiert, spekuliert, einstellt, entl&auml;sst, Geld leiht) und lassen dadurch zu, dass sich in der Politik immer mehr oligarchische Strukturen ausbreiten. Und wenn sie sich str&auml;uben, das ihnen vom Volk &uuml;bertragene Mandat zu missachten, macht sie der weltweite Druck des organisierten Geldes gef&uuml;gig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2013\/05\/10.mondeText1.artikel,a0011.idx,0\">le monde diplomatique<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Hartz IV: Buschkowky f&uuml;r Facebook-Ausforschung von Erwerbslosen<\/strong><br>\nUngeachtet der Kritik von Datensch&uuml;tzern spricht sich der Bezirksb&uuml;rgermeister von Berlin-Neuk&ouml;lln, Heinz Buschkowsky (SPD), f&uuml;r die gezielte Suche der Beh&ouml;rden nach angeblichen Hartz-IV-Betr&uuml;gern via Facebook aus. &bdquo;Bei den sozialen Netzwerken wie Facebook Datenschutz geltend zu machen, ist nahezu absurd&ldquo;, sagte Buschkowsky der &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung.<br>\nZuvor hatte der Bundesbeauftragte f&uuml;r den Datenschutz, Peter Schaar, Jobcenter und Beh&ouml;rden davor gewarnt, Leistungsbezieher in sozialen Netzwerken auszuschn&uuml;ffeln. Beh&ouml;rden-Mitarbeiter d&uuml;rften sich &bdquo;keinesfalls zur gezielten Recherche in soziale Netzwerke einloggen oder sich gar unter falscher Flagge mit den Betroffenen ,befreunden&lsquo;, um so an deren Daten zu gelangen&ldquo;, so Schaar.<br>\nDem widersprach nun der umstrittene SPD-Politiker Buschkowsky. &bdquo;Zur &Ouml;ffentlichkeit geh&ouml;ren nun einmal auch Beh&ouml;rden mit einem gesetzlichen Auftrag, Missbrauch festzustellen und zu verhindern&ldquo;, sagte er. &bdquo;Wer im Netz mit Verm&ouml;gen und Schwarzarbeit prahlt, ist nicht besonders schlau und darf sich nicht wundern, wenn das Jobcenter sich f&uuml;r die Info bedankt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/822491.hartz-iv-buschkowky-fuer-facebook-ausforschung-von-erwerbslosen.html\">neues deutschland<\/a>\n<p><strong>dazu: Blockwart Buschkowsky<\/strong><br>\nEin besonders Eifriger bei der Verfolgung der Verlierer des kapitalistischen Wettbewerbs ist Heinz Buschkowsky, dessen Mentalit&auml;t von der eines faschistischen Denunzianten nicht zu unterscheiden ist. Er braucht S&uuml;ndenb&ouml;cke, stigmatisiert ganze Bev&ouml;lkerungsgruppen und will sie verfolgt sehen.<br>\nEs langt ihm und seinesgleichen nicht mehr, Menschen zu beschimpfen, die aus der &ouml;konomischen Verwertungskette fallen. Er muss ihnen nachstellen und sie drangsalieren. Der faschistische Kleingeist ist seit jeher so vorgegangen: Zuerst werden Assoziationen gebildet, bestimmte Eigenschaften und T&auml;tigkeiten in einem Atemzug mit einer &lsquo;Sorte&rsquo; Mensch genannt. Das geht ganz einfach, ich gebe ein Beispiel aus pers&ouml;nlicher Erfahrung:<br>\nIn einer Kneipe fabulierte jemand laustark &uuml;ber &ldquo;kriminelle Ausl&auml;nder&rdquo;, die man nat&uuml;rlich abzuschieben h&auml;tte und wunderte sich, als ich ihm deutlich machte, dass ich einen solchen Schei&szlig; nicht h&ouml;ren wollte. Schon die Kombination ist n&auml;mlich der Zweck der Rede: Wenn man nur oft genug &ldquo;kriminell&rdquo; und &ldquo;Ausl&auml;nder&rdquo; in einen Satz packt, verfestigt sich diese Assoziation. Genau das ist bereits erw&uuml;nscht. Als n&auml;chstes kommt dann die &lsquo;Ma&szlig;nahme&rsquo;, die der Volksverstand ja nur bef&uuml;rworten k&ouml;nne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/feynsinn.org\/?p=18231\">feynsinn<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> &ldquo;Saubermann&rdquo; Buschkowsky h&auml;tte eigentlich allen Grund, den Dreck vor der eigenen T&uuml;r zu kehren &ndash; siehe den Tagesspiegel-Beitrag &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16964#h19\">Amtsmitarbeiter sammelten Daten f&uuml;r Buschkowsky-Buch<\/a>&ldquo;. <\/em><br>\n<em>Buschkowsky und Konsorten verfahren stets nach der gleichen Masche: Mal versuchen sie, mit zumeist kr&auml;ftiger Medienunterst&uuml;tzung die Mittelschicht gegen die Unterschicht aufzuhetzen (so z.B. gegen die &ldquo;faulen&rdquo; Arbeitslosen), mal versuchen sie, die Mittel- und Unterschicht gemeinsam gegen bestimmte Bev&ouml;lkerungsgruppen (z.B. Ausl&auml;nder, &ldquo;Zigeuner&rdquo;) aufzustacheln. Den so erzeugten medialen Windschatten nutzen diese Herrschaften, um ihre politischen Ziele durchzudr&uuml;cken sowie sich selbst auch weiterhin &ndash; mit legalen Methoden (z.B. durch ein sie pr&auml;ferierendes Steuersystem) sowie teilweise auch durch politische Korruption &ndash; ungeniert die Taschen zu f&uuml;llen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Inge Hannemann: &ldquo;Hartz IV muss abgeschafft werden!<\/strong><br>\nEin Interview mit Inge Hannemann &uuml;ber das Hartz-IV-System. Sie ist kritische Mitarbeiterin in einem JobCenter in Hamburg. Als Journalistin schreibt sie &uuml;ber die Abl&auml;ufe in den JobCentern und macht die Missst&auml;nde in ihrem kritischen Hartz-IV-Blog &ouml;ffentlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1196\">annotazioni<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>R&uuml;stung au&szlig;er Kontrolle<\/strong><br>\nDer Verteidigungsminister beendet Eurohawk &ndash; das Vorhaben einer europ&auml;isierten U.S.-Gro&szlig;drohne zur elektronischen Aufkl&auml;rung. Die Opposition im Bundestag erkl&auml;rt, mit Eurohawk seien fast 700 Millionen Euro &bdquo;verbrannt&ldquo; worden. Die Zust&auml;ndigen h&auml;tten die Rei&szlig;leine viel fr&uuml;her ziehen m&uuml;ssen, denn es sei ihnen schon l&auml;ngst bekannt gewesen, dass der Betrieb der Drohne nicht ohne weiteres mit den Regeln des europ&auml;ischen Luftverkehrs vereinbar sein w&uuml;rde. Dem Minister wird der Vorwurf gemacht, das Parlament get&auml;uscht zu haben. Die Kritik ist lautstark. Es k&ouml;nnte der Eindruck entstehen, eine lebendige Volksvertretung bem&uuml;he sich energisch um Kontrolle. Doch weit gefehlt! Dass die Opposition aufmuckt, ist in erster Linie dem anlaufenden Wahlkampf geschuldet, also eine Ausnahme.<br>\nOb der Minister Projekte abbl&auml;st, verschleppt oder trotz gr&ouml;&szlig;ter Bedenken &uuml;ber die Runden bringt: Das wird von vielen Abgeordneten aus allen Lagern mehr oder weniger kritiklos hingenommen. Eine parlamentarische Kontrolle der R&uuml;stungsplanung gibt es nicht. Und auch im Rahmen der Exekutive findet sich kein Gremium, das diesen Bereich &ndash; von Sachkriterien geleitet &ndash; wirkungsvoll durchleuchtet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2013\/05\/ruestung-ausser-kontrolle-25084.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a>\n<p><strong>dazu: Deutsche R&uuml;stungsfirmen verdoppeln Kleinwaffen-Exporte<\/strong><br>\nDeutsche R&uuml;stungsfirmen verdienen am Export von Kleinwaffen so gut wie nie in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten. Der Wert der Ausfuhren 2012 war doppelt so hoch wie im Vorjahr, berichtet die &ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo;. Die Bundesregierung genehmigte danach Exporte von Kleinwaffen und Kleinwaffenteilen in H&ouml;he von 76,15 Millionen Euro. Das Blatt beruft sich auf eine Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion.<br>\nDanach ist die Exportsumme h&ouml;her als alle Vergleichswerte, die seit Ende der neunziger Jahre in den Exportberichten der Bundesregierung erfasst werden. Der zweith&ouml;chste Betrag aus dem Jahr 2009 lag laut dem Bericht bei 70,4 Millionen Euro. Danach sank der Wert der Exportgenehmigungen bis auf 37,9 Millionen Euro im Jahr 2011.<br>\n2012 genehmigte die Bundesregierung Kleinwaffenexporte nach Saudi-Arabien in H&ouml;he von 6,5 Millionen Euro. Dies entspreche mehr als der H&auml;lfte des Werts f&uuml;r den Nahen Osten und Nordafrika.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/deutsche-ruestungsfirmen-verdoppeln-kleinwaffen-exporte-a-902023.html\">SPON<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die Verantwortungsl&uuml;ge<\/strong><br>\nMit Blick auf die von Staat und eingebetteten Medien lancierten Kampagnen kann man feststellen: Eigenverantwortung wird immer dann angemahnt, wenn uns jemand dazu zwingen will, Verschlechterungen unserer Lebenssituation hinzunehmen. Jeder Widerstand w&auml;re ja dann gleichbedeutend mit der Regression auf ein unreifes Entwicklungsstadium. Eigenverantwortung wird von denen angemahnt, die sich aus der Verantwortung zur&uuml;ckziehen wollen, obwohl sie gut daf&uuml;r bezahlt werden, diese zu tragen. Ein Beispiel: Bei der &laquo;Bankenrettung&raquo; 2008 wurde klar, dass Banken zwar ungeniert mit Milliardensummen zockten, aber nicht einsahen, warum sie die Verluste selbst tragen sollten. Daf&uuml;r hat man ja den Steuerzahler. &laquo;Eigenverantwortung&raquo; ist heute vor allem der Kampfbegriff der Unverantwortlichen. (&hellip;)<br>\nDer US-amerikanische B&uuml;rgerrechtler Noam Chomsky schreibt: &laquo;Die Menschheit soll denken, sie sei wegen zu wenig Intelligenz, Kompetenz oder Bem&uuml;hungen die einzig Schuldige ihres Nicht-Erfolgs. Das &sbquo;System&rsquo; wirkt also einer Rebellion der Bev&ouml;lkerung entgegen, indem dem B&uuml;rger suggeriert wird, dass er an allem &Uuml;bel schuld sei und mindert damit sein Selbstwertgef&uuml;hl.&raquo; (&hellip;)<br>\nHaben Sie sich schon einmal gefragt, warum es so beliebt ist, zu sagen: &laquo;Ich fange lieber mit kleinen Ver&auml;nderungen bei mir selbst an&raquo;? Es ist einfach bequemer, Fairtrade-Rosen f&uuml;r 3 Euro zu kaufen, als auf die Stra&szlig;e zu gehen und sich mit der Macht anzulegen. Das erstere verschafft ein wohliges Gef&uuml;hl, auf der richtigen Seite zu stehen. Das letztere verursacht Angst, ist riskant. Es ist oft mit Selbstzweifeln verbunden oder bedeutet z&auml;hes Ringen mit Mitstreitern um den richtigen Weg. Gerade dies w&auml;re aber wirkliche Eigenverantwortung ohne falsche Schuldgef&uuml;hle und Gr&ouml;&szlig;enfantasien. Ja, die Ver&auml;nderung muss bei jedem Einzelnen anfangen. Aber sie darf nicht dort aufh&ouml;ren. Wir haben Verantwortung, aber sie besteht zun&auml;chst darin, zu erkennen, wof&uuml;r wir nicht verantwortlich sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/z-b-saar.cwsurf.de\/?p=55535\">z-b-saar<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>EU l&auml;sst Waffenembargo gegen Syrien auslaufen<\/strong><br>\nDie EU-Staaten k&ouml;nnen sich in der Frage des Waffen-Embargos gegen Syrien nach langen Verhandlungen nicht einigen. Damit l&auml;uft dieses automatisch aus, ab Samstag k&ouml;nnen Waffen an die Rebellen geliefert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/eu-waffenembargo-gegen-syrien-laeuft-am-30-mai-aus-a-902091.html\">Spiegel Online<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Frage ist, an welche Gruppierungen unter den sog. &bdquo;Rebellen&ldquo; die Franzosen und Briten nun ihre Waffen liefern wollen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Schleswig-Holstein: Kommunalwahlen und B&uuml;rgerschelte<\/strong><br>\nAm 26. Mai haben in Schleswig-Holstein Kommunalwahlen stattgefunden. Ein Jahr nach der Landtagswahl, bei der knapp 900.000 B&uuml;rgerInnen von ihrem Wahlrecht keinen Gebrauch gemacht und damit die Wahlbeteiligung auf 60,1% gedr&uuml;ckt hatten, ist die Wahlbeteiligung wiederum gesunken. Lag sie bei der Kommunalwahl 2008 bei 49,4% (2003: 54,4%), sank sie nun erneut auf 46,7%. In Zahlen: Von 2.350.518 Wahlberechtigten haben nur noch 1.098.778 B&uuml;rgerInnen abgestimmt. &Uuml;ber 1,25 Mio. B&uuml;rgerInnen sahen keinen Sinn darin, sich an der Ermittlung des gesellschaftlichen Kr&auml;fteverh&auml;ltnisses zu beteiligen.<br>\nDie politische Klasse zeigt sich entt&auml;uscht: &raquo;Es macht mich traurig, wenn nur noch ein Drittel der B&uuml;rger zur Wahl geht&laquo;, so der sozialdemokratische Ministerpr&auml;sident Torsten Albig. &raquo;Wie glaubt Ihr, soll Politik funktionieren, wenn Ihr nicht hingeht?&laquo;, mault er die Nichtw&auml;hlerInnen an. Die Oberb&uuml;rgermeisterin der Landeshauptstadt Kiel, Susanne Gaschke (SPD), geht noch weiter und demonstriert ein bezeichnendes  Demokratieverst&auml;ndnis: &raquo;Wer nicht mitfeiern will, darf sich sp&auml;ter auch nicht beschweren. Wahlen sind Feste der Demokratie. Aber ob die Leute feiern wollen, das ist schon ihre eigene Sache. Wenn die Wahlbeteiligung nicht so hoch ist, kann das auch hei&szlig;en: Der Leidensdruck ist nicht so gro&szlig;.&laquo;<br>\nQuelle <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/schleswig-holstein-kommunalwahlen-und-buergerschelte-1\/\">Sozialismus<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Deutschland-Stipendium: ein echter Ladenh&uuml;ter<\/strong><br>\nMit dem Deutschland-Stipendium wollte die Bundesregierung eine neue Stipendienkultur schaffen. Seit 2011 k&ouml;nnen Studierende, die als besonders begabt ausgew&auml;hlt wurden, unabh&auml;ngig vom Eltern-Einkommen 300 Euro monatlich erhalten &ndash; je zur H&auml;lfte vom Bund und von privaten Geldgebern finanziert. Doch nicht einmal ein Prozent der Studierenden erh&auml;lt die F&ouml;rderung. Die k&uuml;nftige Bundesregierung sollte das Programm auslaufen lassen, sagt DGB-Bildungsexperte Matthias Anbuhl im Interview.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++5454224c-c472-11e2-a9f1-00188b4dc422\">DGB<\/a><br>\nQuelle 2: Dort auch zum Download, Das Deutschland-Stipendium &ndash; eine Zwischenbilanz nach zwei Jahren.<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Was tun nach einem Studienabbruch?<\/strong><br>\nDie Zahl der Studienabbrecher ist seit Jahren konstant hoch. Oft wird der &ldquo;Abbruch&rdquo; dabei, zumal, wenn er unfreiwillig erfolgte, als pers&ouml;nliches Versagen erlebt &ndash; und vermag man vor lauter Verzweifeltsein l&auml;ngere Zeit der Zukunft kaum Positives abzuringen. Doch auch jene, die ein Studium vorzeitig abbrechen, sind gern gesehene Kollegen. Es gibt inzwischen sogar einige Ausbildungsprojekte, die sich speziell an Studienabbrecher wenden.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130528_01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/Karriere\/neustart-studienabbruch.php\">studis online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Nicht vergessen:  Neues aus der Anstalt<\/strong><br>\nUrban Priol und Erwin Pelzig haben diesmal f&uuml;r Christian Ehring, Andreas Rebers und Arnulf Rating einen Therapieplatz in der &ldquo;Anstalt&rdquo; reserviert.<br>\nDienstag, 28. Mai 2013 um 22:15 Uhr, ZDF<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/anstalt.zdf.de\/ZDF\/zdfportal\/programdata\/48409cd1-0e01-372a-9221-8610f49452aa\/20162833?doDispatch=1\">zdf<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-17392","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17392","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=17392"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17392\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17394,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17392\/revisions\/17394"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=17392"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=17392"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=17392"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}