{"id":17430,"date":"2013-05-31T09:06:11","date_gmt":"2013-05-31T07:06:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17430"},"modified":"2013-05-31T09:06:11","modified_gmt":"2013-05-31T07:06:11","slug":"hinweise-des-tages-1890","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17430","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17430#h01\">Heiner Flassbeck &ndash; &bdquo;Deutschland dr&uuml;ckt die anderen an die Wand&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17430#h02\">Wo sind die &Ouml;konomen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17430#h03\">Die Arbeitslosigkeit in Deutschland steigt im Mai 2013 im Rezessionstempo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17430#h04\">OECD korrigiert eigene Prognose f&uuml;r Deutschland nach unten &ndash; und begeht gleich n&auml;chsten Fehler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17430#h05\">Unertr&auml;gliche Begleitmusik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17430#h06\">Wolfgang M&uuml;nchau: Die Spur des Geldes: Gipfel der Verlogenheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17430#h07\">Zukunftsszenarien f&uuml;r die Eurozone &ndash; 15 Perspektiven zur Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17430#h08\">Kaufkraft der Deutschen ist deutlich gestiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17430#h09\">Zuallererst mit Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17430#h10\">Arbeitsmarktreformen: Wo Deutschland von Nachbarl&auml;ndern lernen kann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17430#h11\">Neue Strategien gegen Fachkr&auml;ftemangel: Zuwanderer dringend gesucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17430#h12\">Pflege jenseits des Rechts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17430#h13\">&Ouml;ffentliche Haushalte im Kontext von Unterfinanzierung und Schuldenbremse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17430#h14\">Hans-Ulrich J&ouml;rges: Oettinger lag sein ganzes Leben daneben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17430#h15\">Drohnen-Aff&auml;re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17430#h16\">Wer sind die 99%?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17430#h17\">Gastarbeiter und Volksego<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17430#h18\">Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) und die legend&auml;re Bargeldspende &ndash; Interview mit Rob Savelberg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17430#h19\">Neuer WDR-Intendant Tom Buhrow &ndash; Hoffen auf den Merkel-Effekt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17430#h20\">&ldquo;Anti-Gesch&auml;ftsmodell des Journalismus&rdquo;: Huffington wettert gegen D&ouml;pfners Kritik<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"www.nachdenkseiten.de\/?p=17430&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Heiner Flassbeck &ndash; &bdquo;Deutschland dr&uuml;ckt die anderen an die Wand&ldquo;<\/strong><br>\nWenn von Euro-Krise die Rede ist, geht es meist um S&uuml;deuropa. Doch f&uuml;r Heiner Flassbeck steht fest: Das wahre Problem ist Deutschland. Die Deutschen m&uuml;ssen ihr Wirtschaftsmodell radikal &auml;ndern, fordert der Top-&Ouml;konom.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/heiner-flassbeck-im-interview-deutschland-drueckt-die-anderen-an-die-wand\/8270040.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wo sind die &Ouml;konomen?<\/strong><br>\nEuropa erlebt die schwerste Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten. Die Bundesregierung aber l&auml;sst sich vor allem von Juristen beraten. [&hellip;]<br>\nWas sagt es &uuml;ber die Politik aus, wenn das Land in einer der gr&ouml;&szlig;ten Wirtschaftskrisen aller Zeiten ohne Wirtschaftsexperten regiert wird? Und was sagt es &uuml;ber die &Ouml;konomie aus, wenn es den Deutschen doch zugleich so gut geht wie lange nicht mehr?<br>\nDie Suche nach einer Antwort beginnt im Bundesministerium der Finanzen. In den sechziger und siebziger Jahren standen Volkswirte wie Karl Schiller und Helmut Schmidt an der Spitze der Beh&ouml;rde. Als die rot-gr&uuml;ne Bundesregierung Ende der neunziger Jahre ihr Amt antrat, baute Oskar Lafontaine das Haus zu einem makro&ouml;konomischen Superministerium aus. Er holte sich die Grundsatzabteilung aus dem Wirtschaftsministerium, engagierte gleichgesinnte &Ouml;konomen und nahm sich als eine seiner ersten Amtshandlungen gleich eine &ndash; sp&auml;ter gescheiterte &ndash; Reform des Weltw&auml;hrungssystems vor.<br>\nHeute sind die Volkswirte auf dem R&uuml;ckzug. Wolfgang Sch&auml;uble ist Jurist, genau wie sein f&uuml;r W&auml;hrungen, Finanzm&auml;rkte und Europa zust&auml;ndiger Staatssekret&auml;r Thomas Steffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2013\/23\/europa-wirtschaftskrise-oekonomen\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Mark Schieritz beobachtet vollkommen korrekt. Wenn man sich die ideologisch-dogmatische Ausrichtung der meisten deutschen Volkswirte anschaut, w&uuml;nscht man sich jedoch, dass diese Personen m&ouml;glichst weit weg von den politischen Gremien sind. Die Lage ist hoffnungslos. Einerseits br&auml;uchte die Politik dringend makro&ouml;konomischen Sachverstand, andererseits sind die meisten einflussreichen deutschen Makro&ouml;konomen fest in einer Ideologie verfangen, die nicht geeignet ist, den Weg aus der Krise zu weisen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Arbeitslosigkeit in Deutschland steigt im Mai 2013 im Rezessionstempo<\/strong><br>\n&bdquo;Lange mussten Arbeitslose in diesem Jahr auf den Fr&uuml;hjahrsaufschwung warten &mdash; erst der Mai sorgte f&uuml;r sinkende Zahlen.&ldquo; So beginnt Spiegel-Online (SPON) seine Geschichte &uuml;ber die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Mai 2013 und die &Uuml;berschrift lautet: &bdquo;Fr&uuml;hjahrsaufschwung &ndash; Arbeitslosenzahl sinkt unter drei Millionen&ldquo;. Der Chef der Bundesagentur Frank-J&uuml;rgen Weise sagte, der Arbeitsmarkt zeige sich &ldquo;weiter in einer guten Grundverfassung und entwickelt sich solide in dem schwierigen konjunkturellen Umfeld&rdquo;. So also verkauft man die schlechteste Entwicklung in einem Monat, die seit Beginn der Verd&uuml;sterung am Arbeitsmarkt &mdash; und das ist der Beginn des Jahres 2012 &mdash; zu verzeichnen ist. Seit mehr als einem Jahr steigt &ndash; nat&uuml;rlich saisonbereinigt &ndash; die Zahl der Arbeitslosen fast kontinuierlich und erreicht mit einer Zunahme von 21 000 (nach der Definition der Bundesagentur) im Mai 2013 fast wieder das Niveau, das sie vor genau zwei Jahren hatte (Schaubild). Die richtige &Uuml;berschrift bei SPON h&auml;tte lauten m&uuml;ssen: Die Zahl der Arbeitslosen steigt rasch wieder in Richtung drei Millionen, auch die Zahl der offenen Stellen geht stetig zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/die-arbeitslosigkeit-in-deutschland-steigt-im-mai-2013-im-rezessionstempo\/\">Flassbeck-Economics<\/a>\n<p><strong>dazu: Arbeitsmarkt im Mai 2013<\/strong><br>\n5,203 Millionen &ldquo;Arbeitslosengeld-Empf&auml;nger\/innen&rdquo; (SGB III und SGB II).<br>\n4,464 Millionen Arbeitslosengeld II-Empf&auml;nger\/innen &ndash; 24.000 (0,5%) weniger als im Mai 2012<br>\n2,937 Millionen registrierte Arbeitslose &ndash; 82.000 (2,9%) mehr als im Mai 2012.<br>\nVon den 2,937 Millionen Arbeitslosen waren 935.000 (31,8%) im Rechtskreis SGB III und 2,002 Millionen (68,2%) im Rechtskreis SGB II (Hartz IV) registriert.<br>\nAls Arbeitsuchende waren im Mai 2013 insgesamt 5,029 Millionen Frauen und M&auml;nner registriert, 108.000 (2,2%) mehr als im Mai 2012. Die von der Statistik der BA ermittelte &bdquo;Unterbesch&auml;ftigung ohne Kurzarbeit&ldquo; betrug im Mai 2013 3,898 Millionen ,  4.700 (0,1%) weniger als im Mai 2012.<br>\nNach vorl&auml;ufigen, hochgerechneten Daten hatten im Mai 2013 842.000 (arbeitslose und nicht arbeitslose) Frauen und M&auml;nner Anspruch auf das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld (SGB III) und 4,464 Millionen Anspruch auf Arbeitslosengeld II. Bereinigt um die Zahl der etwa 103.000 sog. Aufstocker\/&ldquo;Parallelbezieher&ldquo; (Bezug von Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II) hatten im Mai 2013 etwa 5,203 Millionen erwerbsf&auml;hige Frauen und M&auml;nner Anspruch auf Arbeitslosengeld (SGB III) bzw. Arbeitslosengeld II, 24.000 mehr ein Jahr zuvor. (vgl. BA-Monatsbericht, S. 20)<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2013-05-29_alo0513t.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) [PDF &ndash; 458 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/statistik.arbeitsagentur.de\/Statischer-Content\/Arbeitsmarktberichte\/Monatsbericht-Arbeits-Ausbildungsmarkt-Deutschland\/Monatsberichte\/Generische-Publikationen\/Monatsbericht-201305.pdf\">Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, Arbeits- und Ausbildungsmarkt in Deutschland Mai 2013 [PDF &ndash; 1.4 MB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>OECD korrigiert eigene Prognose f&uuml;r Deutschland nach unten &ndash; und begeht gleich n&auml;chsten Fehler<\/strong><br>\nDie OECD hat ihre Wachstumsprognose f&uuml;r Deutschland leicht von 0,6 auf 0,4 Prozent nach unten korrigiert. In ihrer Analyse sind jedoch gleich mehrere Aussagen problematisch.<br>\nZum einen ist es schlichtweg unseri&ouml;s bei einem &ldquo;Wachstum&rdquo; von 0,1 Prozent im ersten Quartal von einem &ldquo;moderaten Wachstum&rdquo; zu sprechen, wie es die OECD in ihrem Wirtschaftsausblick f&uuml;r Deutschland unternimmt. Zum anderen geht auch die OECD, wie die deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute, davon aus, dass &ldquo;steigende L&ouml;hne und expansive Finanzierungsbedingungen die Binnennachfrage ankurbeln werden&rdquo;. &ldquo;Die Belebung der Binnennachfrage&rdquo;, so die OECD, &ldquo;d&uuml;rfte die Hauptwachstumsquelle darstellen&rdquo;. Die OECD stellt sogar eine steigende Kapazit&auml;tsauslastung fest. Weder aber sprechen die in diesem Jahr erzielten Lohnabschl&uuml;sse daf&uuml;r, dass der gesamtwirtschaftliche Verteilungsspielraum (Produktivit&auml;t+Inflationsziel der EZB) ausgesch&ouml;pft wurde, noch sind die Finanzierungsbedingungen &ndash; gemessen an der Differenz zwischen Wirtschaftswachstum und Zinsen &ndash; expansiv. Der Auslastungsgrad ist wiederum sehr niedrig. Die Ums&auml;tze im Einzelhandel und im Gastgewerbe zeigten zuletzt erneut ein kr&auml;ftiges Minus. Auch ist eine &ldquo;Expansion des Wohnungsbaus&rdquo; zurzeit noch nicht erkennbar.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/05\/oecd-korrigiert-eigene-prognose-fur-deutschland-nach-unten-und-begeht-gleich-nachsten-fehler\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.oecd-ilibrary.org\/economics\/oecd-wirtschaftsausblick-ausgabe-2013-1_eco_outlook-v2013-1-de\">OECD Wirtschaftsausblick<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Unertr&auml;gliche Begleitmusik<\/strong><br>\nGestern noch haben die deutschen Mustersch&uuml;ler selbst nur m&uuml;de &uuml;ber die Vorschl&auml;ge aus Br&uuml;ssel lachen k&ouml;nnen. Nun regen sich dieselben Fuzzis, die keinen Funken Verstand in der Birne haben, &uuml;ber die Reaktion des franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten auf, der sich eine Einmischung der EU-Kommission in innere Angelegenheiten verbat. Das ganze Theater &uuml;berschattet den Paris-Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel, schreiben die Medien. Wohl mit Bedacht, damit es nicht so auff&auml;llt, wenn die Bleierne mal wieder mit leeren H&auml;nden nach Hause kommt. Die Reise von Merkel ist ja gestern mit der Schlagzeile &ldquo;N&auml;chste Schritte bei der L&ouml;sung der Eurokrise&rdquo; verkn&uuml;pft worden. Das klingt nach Substanz. Doch in Wirklichkeit dient der Arbeitsbesuch nur als Vorbereitung f&uuml;r einen weiteren belanglosen Gipfel, dessen Ergebnis wir ja schon heute kennen. Deshalb r&uuml;lpsen Merkels Claqueure aus der Fraktion vorsorglich ein paar unfl&auml;tige Bemerkungen &uuml;ber den Schlagbaum nach Westen. Jeder Fraktionsvizekasperkopf darf mal ran. Michael Fuchs &auml;tzt etwa: &bdquo;Wenn ein Land in der EU und der Euro-Zone glaubt, sich nicht an Verabredungen halten zu m&uuml;ssen, ist dies besorgniserregend.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/tautenhahn.blog.de\/2013\/05\/30\/unertraegliche-begleitmusik-16073550\/\">Tautenhahn<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wolfgang M&uuml;nchau: Die Spur des Geldes: Gipfel der Verlogenheit<\/strong><br>\nDer EU-Plan zur Aufweichung des Sparkurses ist weder politisch, rechtlich noch moralisch akzeptabel &ndash; er l&ouml;st nicht einmal das Problem der Krise. Die neuen Taschenspielertricks aus Br&uuml;ssel sind der H&ouml;hepunkt der Verlogenheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/wolfgang-muenchau-eu-plaene-zum-sparkurs-helfen-nicht-a-902505.html\">Spiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Zukunftsszenarien f&uuml;r die Eurozone &ndash; 15 Perspektiven zur Eurokrise<\/strong><br>\nDie schwerste Krise der WWU l&auml;sst vier unterschiedliche Zukunftsszenarien bis ins Jahr 2020 m&ouml;glich erscheinen: Die Eurozone bleibt ein Haus ohne sch&uuml;tzendes Dach, das Euro-Haus zerbricht, es kommt zur Ausbildung eines Kerneuropas in Form eines kleinen und stabilen, doch exklusiven Euro-Hauses oder zur Erg&auml;nzung des Daches der W&auml;hrungsunion durch eine fiskalische und politische Union. Experten in 15 europ&auml;ischen St&auml;dten haben eine pan-europ&auml;ische Perspektive f&uuml;r die Zukunft der gemeinsamen W&auml;hrung erarbeitet und er&ouml;ffnen so einen alternativen und richtungsweisenden Blick auf die aktuelle Krise.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/10042.pdf\">FES Internationale Politikanalyse, Juni 2013 [PDF &ndash; 2.3 MB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=RAQ4Lycbu2A&amp;feature=youtu.be\">Eine Kurzfassung der Studie steht als Animationsvideo zur Verf&uuml;gung.<\/a> <\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Kaufkraft der Deutschen ist deutlich gestiegen<\/strong><br>\nDie Kaufkraft der Deutschen ist in 20 Jahren um 9 Prozent gestiegen &ndash; f&uuml;r einen modernen Fernseher zum Beispiel m&uuml;ssen sie heute statt 78 nur noch 28 Stunden arbeiten. Dienstleistungen sind jedoch teurer geworden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/konsum-kaufkraft-der-deutschen-ist-deutlich-gestiegen\/8274340.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Volksverdummung. Selbst wenn die &ndash; ziemlich fragw&uuml;rdige &ndash; Berechnung stimmt, mussten die 9 Prozent schon &uuml;ber 20 Jahre kumuliert werden, um halbwegs imposant zu klingen. (In der &bdquo;Wirtschaftswunderzeit&ldquo; ist die Kaufkraft zeitweise um 9 Prozent pro Jahr gestiegen!) 9 Prozent in 20 Jahren ergeben, selbst wenn die Zahl stimmt, aber nur 0,43 Prozent pro Jahr bei einer Steigerung der Produktivit&auml;t um 1,3-1,5 Prozent pro Jahr. M. a. W. liefert die IW-Berechnung selbst den besten Beweis daf&uuml;r, dass den Deutschen seit 20 Jahren j&auml;hrlich 1 Prozent Kaufkraft vorenthalten wird. &Uuml;ber die 20 Jahre kumuliert sind das satte 24 Prozent, das Mehrfache des angeblichen Kaufkraftgewinns.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Zuallererst mit Deutschland<\/strong><br>\nVor dem heutigen Besuch der deutschen Kanzlerin in Paris stellt die franz&ouml;sische Wirtschaftspresse ein Ende des franz&ouml;sischen Aufbegehrens gegen deutsche Krisendiktate in Aussicht. Staatspr&auml;sident Hollande habe mittlerweile begriffen, dass man in der EU nur gemeinsam mit Deutschland vorankommen k&ouml;nne, hei&szlig;t es; nun demonstriere die Regierung in dieser Woche Einigkeit mit Berlin. Vorausgegangen waren schwere Auseinandersetzungen, die zum Teil &ouml;ffentlich gef&uuml;hrt wurden. Auf harte Vorw&uuml;rfe aus Paris hatte letzte Woche unter anderem eine Frankreich-Spezialistin der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Ausw&auml;rtige Politik (DGAP) geantwortet. Es m&uuml;ssten in Zukunft, wenn Frankreich &ldquo;seine Rolle in Europa&rdquo; spielen wolle, &ldquo;deutschlandfeindliche Entgleisungen&rdquo; unterbleiben, hie&szlig; es in der Stellungnahme. Au&szlig;erdem seien wirtschaftspolitische &ldquo;Zweideutigkeiten&rdquo;, die Frankreichs Loyalit&auml;t gegen&uuml;ber der deutschen Austerit&auml;tspolitik in Frage stellten, zu unterlassen. Franz&ouml;sische Hoffnungen, eine eventuelle Regierungsbeteiligung der SPD nach den Bundestagswahlen im September k&ouml;nne eine Abkehr von den Spardiktaten erm&ouml;glichen, entbehrten jeder Grundlage: Die Austerit&auml;tspolitik, erl&auml;utert die DGAP-Expertin, sei in Deutschland &uuml;berparteilicher Konsens.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58611\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> &ldquo;Deutschlandfeindliche Entgleisungen&rdquo;: Von &ldquo;frankreichfeindlichen Entgleisungen&rdquo; in der deutschen Politik und den deutschen Medien wird in der Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Ausw&auml;rtige Politik nicht gesprochen. Wie war das noch mal mit der Redewendung von dem Balken und dem Splitter im Auge? Man darf gespannt sein, ob sich die franz&ouml;sische Regierung bereit finden wird, gegen minimale Zugest&auml;ndnisse Merkels einem Durchmarsch der neoliberalen Ideologie in Europa den Weg zu bereiten. Zum aktuellen Diskussionsstand in Frankreich siehe auch Heiner Flassbecks Beitrag &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/kein-wirtschafts-gott-in-frankreich-ni-a-gauche-ni-a-droite\/\">Kein Wirtschafts-Gott in Frankreich, ni &agrave; gauche ni &agrave; droite<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Arbeitsmarktreformen: Wo Deutschland von Nachbarl&auml;ndern lernen kann<\/strong><br>\nTrotz der positiven Entwicklung bei Besch&auml;ftigtenzahlen und Arbeitslosigkeit ist der deutsche Arbeitsmarkt reformbed&uuml;rftig. Das gilt vor allem mit Blick auf die deutlich gesunkene Tarifbindung sowie den hohen Anteil atypischer Arbeitsverh&auml;ltnisse wie Teilzeitarbeit, befristete Besch&auml;ftigung, Leiharbeit und Minijobs. Bei einer Neuordnung des Arbeitsmarktes kann sich die deutsche Politik in vielen Einzelaspekten an Regelungen in anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern orientieren, sagt Prof. Dr. Brigitte Unger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/14_43101.htm\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung &ndash; WSI<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Neue Strategien gegen Fachkr&auml;ftemangel: Zuwanderer dringend gesucht<\/strong><br>\nDer Bundesrepublik gehen die Fachkr&auml;fte aus. Nun soll die neue Generation von Migranten aus S&uuml;deuropa helfen. Aber Deutschland arbeitet noch an seinen Strategien, die qualifizierten Zuwanderer zu locken und zu halten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/fachkraeftemangel-zuwanderung100.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Diese Meldung ist eine Kombination aus verschiedenen Elementen &uuml;blicher Meinungsmanipulation. Sehr viele Unternehmen bilden unzureichend aus und beschweren sich dann &ouml;ffentlichkeitswirksam &uuml;ber zu wenige Fachkr&auml;fte. Arbeitslose erfahrene Fachkr&auml;fte im Inland werden aber nicht eingestellt. Schuld ist dann in der Meinungsmache nat&uuml;rlich die Demografie und es ist schon erstaunlich, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=249\">dass nicht auch noch die Lohnnebenkosten<\/a> und die Wettbewerbsf&auml;higkeit hineingepackt werden; die Globalisierung ist zwischen den Zeilen zu erkennen. Wie &uuml;blich wird eine Prognose &uuml;ber die fehlenden Fachkr&auml;fte im Jahr 2030 unreflektiert &uuml;bernommen. (Test: Stellen Sie sich bitte vor, wir h&auml;tten 1932 und sollten eine glaubw&uuml;rdige Prognose &uuml;ber eine wirtschaftliche Prognose &ndash; in dem Fall Fachquoten &ndash; f&uuml;r das Jahr 1949 abgeben.) Werden dann mal gezielt Fachkr&auml;fte im europ&auml;ischen Ausland gesucht, stellt die betreffende deutsche Kommune von <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/arbeitslose160.html\">15.000 portugiesischen Bewerberinnen und Bewerber nur 40 ein<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers X.L.:<\/strong> Also da hab ich auch nicht schlecht gestaunt dieses mal, als die Tagesschau selbst die Absurdit&auml;t und Widerspr&uuml;chlichkeit der Argumentation unserer Regierung in Sachen Fachkr&auml;ftemangel &ndash; wohl mehr zuf&auml;llig und ungewollt &ndash; aber umso trefflicher aufzeigte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Pflege jenseits des Rechts<\/strong><br>\nAnfang M&auml;rz klagte Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) gegen&uuml;ber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) &uuml;ber illegale Praktiken in der Pflegebranche und sprach sich daf&uuml;r aus, Abrechnungsbetrug bei ambulanten Pflegediensten konsequent zu verfolgen. Das Ausma&szlig; des Betrugs auf Bundesebene konnte er allerdings nicht beziffern. Schon im Herbst 2011 bezeichnete der damalige Sozialstadtrat von Berlin-Neuk&ouml;lln und heutige Staatssekret&auml;r f&uuml;r Soziales im Berliner Senat, Michael B&uuml;ge (CDU), diese Strukturen als &bdquo;mafi&ouml;s&ldquo;. Allein in der Hauptstadt w&uuml;rde etwa ein Drittel der 560 ambulanten Pflegedienste systematisch betr&uuml;gen und dabei rund 100 Millionen Euro im Jahr zu Unrecht abrechnen. Die Pflegeverb&auml;nde reagierten sofort, beschworen pflichtschuldig die Null-Toleranz-Grenze f&uuml;r kriminelles Handeln von Pflegeunternehmen, wiesen jedoch zugleich jeden Generalverdacht gegen die Branche zur&uuml;ck. Ende letzten Jahres berichteten dann die Medien &uuml;ber einen kriminellen Unternehmer, der bundesweit mehrere ambulante Dienste betrieb und von den Pflegekassen Betr&auml;ge im zweistelligen Millionenbereich f&uuml;r fiktive Patientenbesuche kassierte. Der Betrug flog offensichtlich auf, weil eine ambulante Pflegerin in Bremen bei der Kasse 15 Patientenbesuche innerhalb von vier Stunden abrechnete. Dazu h&auml;tte sie in dieser Zeit allerdings 219 Kilometer zur&uuml;cklegen m&uuml;ssen, so berichtete SPIEGEL Online s&uuml;ffisant.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/big-business-crime\/pflege-jenseits-des-rechts\">BIG Business Crime &uuml;ber Freitag Community<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&Ouml;ffentliche Haushalte im Kontext von Unterfinanzierung und Schuldenbremse<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130531_01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130531_02.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/130531_vortrag_kongress_umverteilen_25_05_2013.pdf\">Power-Point-Folien eines  von Birger Scholz auf dem Kongress &bdquo;Umverteilen. Macht. Gerechtigkeit.&ldquo; Am 25. Mai in Berlin. [PDF 868 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion-niedersachsen.de\/fileadmin\/Linksfraktion\/Texte\/Download\/Steuergutachten%20Vollversion.pdf\">Auswirkungen der Steuerpolitik des Bundes seit 1998 auf die Landes- und Kommunalfinanzen in Niedersachsen [PDF &ndash; 835 KB]<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.bmgev.de\/mieterecho\/archiv\/2013\/me-single\/article\/steuerpolitik-umverteilung-und-die-verschuldung-berlins.html\">Steuerpolitik, Umverteilung und die Verschuldung Berlins<\/a> <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Hans-Ulrich J&ouml;rges: Oettinger lag sein ganzes Leben daneben<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.radioeins.de\/programm\/sendungen\/der_schoene_morgen\/kommentar\/hans_ulrich_joerges.html\">rbb radio eins<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> H&ouml;renswert!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> Aber dem SPD-Vorsitzenden Gabriel ist es nicht zu peinlich, diesem Mann zuzustimmen und <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/spd-chef-gabriel-stuetzt-oettingers-europa-schelte-a-902823.html\">ihn in die Parteizentrale einzuladen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Drohnen-Aff&auml;re<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die unendliche Geschichte der Drohne<\/strong><br>\nFr&uuml;he Probleme mit den USA, keine Ausschreibung &ndash; auch keine Haftung? Die gestoppte Euro-Hawk-Drohne wird zur unendlichen Geschichte. Recherchen des stern enth&uuml;llen neue Details im Debakel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/euro-hawk-debakel-die-unendliche-geschichte-der-drohne-2016740.html\">Stern<\/a><\/li>\n<li><strong>De Maizi&egrave;re liefert Daten-CD zur Drohnen-Aff&auml;re<\/strong><br>\nAlle f&uuml;nf Bundestagsfraktionen haben umfangreiches Datenmaterial zur &bdquo;Euro-Hawk&ldquo;-Projekt erhalten. Die Dokumente befinden sich auf einer CD und stammen aus dem B&uuml;ro von Verteidigungsminister de Maizi&egrave;re. Das &auml;lteste Dokument stammt noch aus der Zeit der rot-gr&uuml;nen Bundesregierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/debatte-um-euro-hawk-de-maizire-liefert-daten-cd-zur-drohnen-affaere-1.1684435\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><strong>SPD-Kanzlerkandidat Steinbr&uuml;ck im Sog der Drohnen-Aff&auml;re<\/strong><br>\nDas Bundesfinanzministerium verzichtete beim Kauf der unbemannten Milit&auml;rflugk&ouml;rper auf eine Ausschreibung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/154339\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Hans-Christian Str&ouml;bele: &ldquo;Die Waffenhersteller rufen und die Politik folgt&rdquo;<\/strong><br>\nWaffenhandel und Panzer-Deals stehen bei der Bundesregierung im Geheimhaltungs-Modus. Wesentliche Export-Entscheidungen werden im Bundessicherheitsrat entschieden. Die &Ouml;ffentlichkeit, aber auch das Parlament tappen im Dunkeln. Ist das demokratisch legitimiert? Im Gespr&auml;ch mit Hans-Christian Str&ouml;bele (Gr&uuml;ne).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spreezeitung.de\/6741\/hans-christian-stroebele-gruene-die-waffenhersteller-rufen-und-die-politik-folgt\/\">Spreezeitung<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wer sind die 99%?<\/strong><br>\nEine empirische Untersuchung der Occupy-Proteste<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.otto-brenner-shop.de\/uploads\/tx_mplightshop\/Arbeitspapier_06_Occupy.pdf\">Otto-Brenner-Stiftung (49 Seiten) [PDF &ndash; 740 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Gastarbeiter und Volksego<\/strong><br>\nLetzte Woche flatterte das Ergebnis einer Bertelsmann-Studie durch die Medien. Danach seien Zuwanderer oft besser ausgebildet als Deutsche. Das SWR-Radio fragte deshalb in einem Feature &bdquo;kritisch&ldquo; nach. Schon die erste Frage an eine nicht n&auml;her vorgestellte Expertin &auml;rgerte mich.<br>\nDie Moderatorin fragte tats&auml;chlich, ob denn das klassische Bild vom Gastarbeiter, der nur Hilfsarbeitert&auml;tigkeiten &uuml;bernahm, noch gelte. Dies ist die allgemeine Legende, nicht nur beim SWR glaubt man an den s&uuml;dl&auml;ndischen HiWi, der nichts war, nichts konnte, in Deutschland als Handlanger aber eine gn&auml;dige Chance bekam.<br>\nEs ist genau diese deutsche Arroganz, mit der Gastarbeiter in diesem Lande viele Jahrzehnte zu ringen hatten. Doch weder waren die Leute, die in den Sechzigerjahren nach Deutschland kamen, unausgebildet oder gar dumm, noch waren deutsche Arbeitnehmer haushoch &uuml;berlegen in ihrer Fachkompetenz. Die Studie aus dem Hause Bertelsmann kann man sicher, wie jede Studie und &uuml;berdies wie jede Studie aus dem Hause Bertelsmann, kritisieren. Dass aber selbst &ldquo;kritische Nachfrager&rdquo; ihre ganze Verachtung einflechten, zeigt doch eindr&uuml;cklich, wie unzufrieden man mit Resultaten ist, die nicht das allgemeine Weltbild bauchpinseln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/822953.gastarbeiter-und-volksego.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) und die legend&auml;re Bargeldspende &ndash; Interview mit Rob Savelberg<\/strong><br>\nWolfgang Sch&auml;uble (CDU) wurde gerade 70 Jahre alt. Seine dubiose Spenden-Schubladen-Aff&auml;re blieb bis heute ungekl&auml;rt. Daran &auml;nderte auch die hartn&auml;ckige Nachfrage des holl&auml;ndischen Journalisten Rob Savelberg auf der legend&auml;ren Pressekonferenz im Jahr 2009 mit Kanzlerin Merkel nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spreezeitung.de\/3547\/wolfgang-schaeuble-cdu-und-die-legendaere-bargeldspende-interview-mit-rob-savelberg\/\">Spreezeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Ein wirklich lesenswertes Interview mit dem niederl&auml;ndischen Journalisten Rob Savelberg von De Telegraaf, das bereits im September 2012 in der Spreezeitung erschienen ist. Einmal mehr zeigt dieses Interview sehr deutlich die fehlende Glaubw&uuml;rdigkeit unseres politischen F&uuml;hrungspersonals (Merkel, Sch&auml;uble) sowie die Autorit&auml;tsh&ouml;rigkeit der Journalisten in unseren Leitmedien. Doch lesen Sie selbst.<\/em> <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Neuer WDR-Intendant Tom Buhrow &ndash; Hoffen auf den Merkel-Effekt<\/strong><br>\nIst er doch besser als erwartet? Kaum ist Tom Buhrow zum neuen WDR-Intendanten gek&uuml;rt, erscheint der im Vorfeld der Wahl so oft angezweifelte Kandidat als Heilsbringer. Denn er soll den Sender nun gef&auml;lligst auch herausf&uuml;hren aus der Krise, die ihn seit Jahren l&auml;hmt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/neuer-wdr-intendant-tom-buhrow-hoffen-auf-den-merkel-effekt-1.1683869\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Mit einem Jahresgehalt von &uuml;ber 300.000 Euro d&uuml;rfte es Buhrow jetzt nicht mehr n&ouml;tig haben lukrative Nebent&auml;tigkeiten etwa f&uuml;r die Deutsche Bank anzunehmen, <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/nebentaetigkeiten-von-moderatoren-boese-scheine-1.90986\">weswegen er ins Gerede gekommen war<\/a>. Eine journalistische Distanz zur Regierungspolitik oder zur Br&uuml;sseler Kommission hat ihn als Tagesthemenmoderator nie ausgezeichnet. Ob der &bdquo;nette&ldquo; Tom Buhrow dem zunehmend von Marketing-Beratern gesteuerten, glattgeb&uuml;gelten und quotenorientierten Sender wieder mehr Profil verleihen kann, ob er dringend notwendige Innovationen ansto&szlig;en kann und ob er das miese Klima im Sender wieder verbessern kann ist  &auml;u&szlig;erst fraglich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>&ldquo;Anti-Gesch&auml;ftsmodell des Journalismus&rdquo;: Huffington wettert gegen D&ouml;pfners Kritik<\/strong><br>\nIst das Gesch&auml;ftsmodell der &ldquo;Huffington Post&rdquo; legitim, ihre Plattform haupts&auml;chlich mit Inhalten anderer Medien zu f&uuml;llen? Nein, findet Springer-Chef D&ouml;pfner. Aber ja doch!, antwortet ihm jetzt Namensgeberin Arianna Huffington im &ldquo;Handelsblatt&rdquo;. Ihr Portal soll im September in Deutschland starten.<br>\nNoch nie habe ihre Website Beschwerden dar&uuml;ber gehabt, dass sie sich fremder Inhalte bedient habe. &ldquo;Das m&ouml;gen theoretische Bedenken sein, in der Praxis kommt das nicht vor&rdquo;, sagte Huffington in dem zweiseitigen Interview. &ldquo;Wenn Sie eine starke Geschichte haben, wollen Sie, dass wir Sie aggregieren und auf Ihre Geschichte mit einem Link verweisen. Wir verschaffen Ihnen so mehr Klicks. Und jeder Journalist will doch, dass er von so vielen Leuten wie m&ouml;glich gelesen wird, oder?&rdquo;&hellip;<br>\nIn Deutschland startet sie im September &ndash; &ldquo;auf jeden Fall noch vor der Bundestagswahl&rdquo;, wie der SPIEGEL in seiner aktuellen Ausgabe berichtet. Sie soll in Kooperation mit der M&uuml;nchner Tomorrow Focus AG erscheinen, die zu fast 60 Prozent dem Burda-Verlag geh&ouml;rt&hellip;<br>\nAuch in den Vereinigten Staaten mehren sich kritische Stimmen am Gesch&auml;ftsmodell &agrave; la Huffington. Denn als die Online-Zeitung f&uuml;r 315 Millionen Dollar von AOL gekauft wurde, gingen die Blogger des Portals leer aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/interview-im-handelsblatt-huffington-wehrt-sich-gegen-doepfner-a-902480.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die HuffPo ist in der Tat nur ein Internet-Zeitungs-Gesch&auml;ftsmodell.<\/em><br>\n<em>Die Kooperation mit Focus\/Burda ist der beste Beleg daf&uuml;r.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Zitat Ariana Huffington: &bdquo;Und jeder Journalist will doch, dass er von so vielen Leuten wie m&ouml;glich gelesen wird, oder?&rdquo;&hellip;&ldquo; Oder? Jeder Journalist will vor allem erst einmal morgens genug Geld im Portemonnaie haben, um sich seine Br&ouml;tchen kaufen zu k&ouml;nnen. Gesch&auml;ftsmodelle wie die Huffington Post, die voll und ganz auf kostenlosen Content setzen, sorgen daf&uuml;r, dass immer weniger Journalisten sich morgens von ihrer eigenen H&auml;nde Arbeit Br&ouml;tchen leisten k&ouml;nnen. Und Frau Huffington soll bitte nicht so tun, als ginge es ihr um Informationen, Journalismus oder Geschichten. Ihr geht es nur das Geld, sonst nichts &ndash; um das Geld, das normalerweise zu einem Teil auch den Autoren zustehen sollte.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-17430","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17430","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=17430"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17430\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17435,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17430\/revisions\/17435"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=17430"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=17430"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=17430"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}