{"id":17438,"date":"2013-05-31T09:56:52","date_gmt":"2013-05-31T07:56:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17438"},"modified":"2019-07-11T15:03:58","modified_gmt":"2019-07-11T13:03:58","slug":"marktbereitung-im-bildungssystem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17438","title":{"rendered":"Marktbereitung im Bildungssystem"},"content":{"rendered":"<p>In wenigen Tagen trifft sich die BildungsGEWerkschaft zu ihrem <a href=\"http:\/\/www.gew-gewerkschaftstag.de\/Gewerkschaftstag_2013.html\">Gewerkschaftstag<\/a>. Diskussionen um die bildungspolitischen Leitlinien f&uuml;r die n&auml;chsten Jahre stehen auf der Tagesordnung. So unter anderem eine Debatte &uuml;ber die Kommunalisierung von Bildung im Allgemeinen und &uuml;ber so genannte &bdquo;Kommunale Bildungslandschaften&ldquo; im Besonderen. In einem der <a href=\"http:\/\/www.gew-gewerkschaftstag.de\/Binaries\/Binary96601\/3_01_001_3.1_gew.pdf\">vorliegenden Antr&auml;ge [PDF &ndash; 93.4 KB]<\/a> zu diesem Thema wird &ndash; demokratietheoretisch begr&uuml;ndet &ndash; die Aufhebung der Trennung in innere und &auml;u&szlig;ere Schulangelegenheiten gefordert. Demokratie wird hier vor allem als <a href=\"http:\/\/www.bertelsmannkritik.de\/oekonomisierung.htm#ressourcenverwaltung\">Dezentralisierung<\/a> verstanden. Worin allerdings &ndash; zumal in Zeiten immer knapper werdender &ouml;ffentlicher Mittel &ndash; das &ldquo;Demokratisierungspotential&ldquo; eines &bdquo;kommunalisierten&ldquo; Bildungssystem genau liegen soll, verbleibt nebul&ouml;s. Ist Demokratie etwa einfach nur &bdquo;Mitbestimmung&ldquo; &ndash; und zwar gerade da, wo es qualitativ kaum irgendetwas &bdquo;mitzubestimmen&ldquo; gibt? Oder handelt es sich nicht vielmehr, so die These dieses Beitrags, um eine &bdquo;marktkonforme&ldquo; Anpassung der Schule, in der demokratische Mitbestimmung am Ende kaum mehr Platz finden wird und  eine Art &bdquo;Modernisierung&ldquo; der Legitimation zunehmender sozialer Ungleichheit (vgl.: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/linkslog\/index.php?itemid=153\">Der B&uuml;rgerhaushalt &ndash; Zwischen Partizipation und Ruhigstellung<\/a>)? Von <strong>Jens Wernicke<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDie Debatte um eine wie auch immer geartete &bdquo;Kommunalisierung&ldquo; von Bildung und Bildungsverantwortung wird seit L&auml;ngerem gef&uuml;hrt. So forderte zum Beispiel bereits 2004 die Arbeitsgemeinschaft f&uuml;r Jugendhilfe (AGJ)[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">i<\/a>], dass &bdquo;St&auml;dte und Gemeinden die Zust&auml;ndigkeiten und Ressourcen zur Gestaltung einer kommunalen Bildungslandschaft &uuml;bertragen bekommen&ldquo; sollen. <\/p><p>Damit zielte die Debatte in ihrer Historie bereits sehr fr&uuml;h auf eine Dezentralisierung von Bildungsverantwortung und Ressourcen sowie m&ouml;glicherweise sogar der Inhalten ab. <\/p><p>Ein SPD-Beschluss aus 2006 macht diese (urspr&uuml;ngliche) Intention exemplarisch deutlich:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Wenn sich das Modell bew&auml;hrt, sollen bis 2018 <strong>alle allgemein bildenden Schulen in die vollst&auml;ndige Tr&auml;gerschaft der Gemeinden, St&auml;dte und Kreise &uuml;bergehen<\/strong>; auch bei berufsbildenden und F&ouml;rderschulen sollen die Schultr&auml;ger die M&ouml;glichkeit erhalten, sie vollst&auml;ndig zu &uuml;bernehmen.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>(SPD Niedersachsen: Zukunft der Bildung. Beschluss des Landesvorstandes vom 3. Februar 2006[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">ii<\/a>])<\/p><p>Gr&ouml;&szlig;ere &ouml;ffentliche Aufmerksamkeit fand das Thema dann jedoch erst 2007 durch eine &bdquo;Weinheimer Initiative&ldquo;[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">iii<\/a>] der <a href=\"http:\/\/www.freudenbergstiftung.de\">Freudenberg Stiftung<\/a>, welche das Thema &bdquo;Kommunalisierung&ldquo; unter dem Schlagwort &bdquo;Lokale Verantwortungsgemeinschaften&ldquo; zusammenfasste. In dieser Initiative hei&szlig;t es unter anderem: <\/p><ul>\n<li>&bdquo;Das <em><strong>Engagement der lokalen Wirtschaft<\/strong><\/em> dient zugleich der Sicherung und dem Ausbau der eigenen zuk&uuml;nftigen qualifizierten Mitarbeiterschaft. Diese Investition in die eigene Zukunft bildet die wirksame Basis f&uuml;r lokale und regionale Kooperation.&ldquo;<\/li>\n<li>&bdquo;Kommunale Koordinierung kann ohne das <strong><em>Engagement von Organisationen und Initiativen der B&uuml;rgergesellschaft<\/em><\/strong> und einzelner B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger nur schwer die volle Integrationswirkung entfalten [&hellip;].&ldquo;<\/li>\n<li>&bdquo;[Lokale Verantwortungsgemeinschaften] [&hellip;] verdeutlichen den Jugendlichen aber auch, dass die &ouml;rtliche Verantwortungsgemeinschaft Bereitschaft und Engagement der Jugendlichen selbst erwarten kann. Die Verantwortungsgemeinschaft schlie&szlig;t in diesem Sinne die Jugendlichen mit ein; es entstehen vom Grundsatz her <strong><em>gegenseitige Vereinbarungen mit Rechten und Pflichten<\/em><\/strong> auf allen Seiten.&ldquo;<\/li>\n<li>&bdquo;Eine <em><strong>eigenst&auml;ndige kommunale Ausbildungspolitik<\/strong><\/em> ist unerl&auml;sslich. Die Kommune sollte die Verantwortung f&uuml;r die Koordinierung aller Ma&szlig;nahmen vor Ort &uuml;bernehmen.&ldquo;\n<\/li><\/ul><p>Es folgte noch ein Papier des &bdquo;Deutschen Vereins f&uuml;r &ouml;ffentliche und private F&uuml;rsorge e.V.&ldquo; (<a href=\"http:\/\/www.deutscher-verein.de\">Deutsche Vereine<\/a>)[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">iv<\/a>] sowie eine weitere Stellungnahme des <a href=\"http:\/\/www.staedtetag.de\">Deutschen St&auml;dtetags<\/a>[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">v<\/a>]. Beide Verlautbarungen sorgten daf&uuml;r, dass eine breite &ouml;ffentliche Debatte ausgel&ouml;st wurde, die bis heute anh&auml;lt.\n<\/p><p>Der &bdquo;Deutsche Verein&ldquo;, ein Zusammenschluss der &ouml;ffentlichen und freien Tr&auml;ger sozialer Arbeit, formuliert unter anderem:<\/p><ul>\n<li>&bdquo;Eine Kommunale Bildungslandschaft entsteht, wenn alle am Prozess der Bildung, Erziehung und Betreuung beteiligten Akteure ihre Angebote miteinander verschr&auml;nken und zu einem konsistenten Gesamtsystem zusammenf&uuml;hren: Familie, Kindertageseinrichtung, Kinder- und Jugendhilfe, Schule, <em><strong>Wirtschaft und Betriebe<\/strong><\/em> etc.&ldquo;<\/li>\n<li>&bdquo;Um diesen Prozess voranzutreiben und zu steuern bedarf es einer Weiterentwicklung der Kooperationskultur mit <em><strong>verbindlichen Kontrakten der beteiligten Organisationen unter &ouml;ffentlicher Verantwortung<\/strong><\/em>.&ldquo;<\/li>\n<li>&bdquo;Ein <em><strong>umfassendes Bildungsmonitoring<\/strong><\/em> als integriertes Berichtswesen von Bildungsverl&auml;ufen vor Ort sind Grundvoraussetzung f&uuml;r eine Integration von Schulentwicklungs- und Jugendhilfeplanung und ein Qualit&auml;tssicherungsinstrument Kommunaler Bildungslandschaften.&ldquo;<\/li>\n<li>&bdquo;Der Deutsche Verein hat mit seinem gemeinsam mit der Deutschen Bank Stiftung durchgef&uuml;hrten bundesweiten Praxisforschungsprojekts &bdquo;Coole Schule: Lust statt Frust am Lernen&ldquo; (2002-2005) bereits deutlich gemacht, dass es zur <em><strong>Zusammenarbeit vor allem der Bereiche Jugendhilfe, Schule und Wirtschaft im Bildungsbereich keine Alternative<\/strong><\/em> gibt.&ldquo;<\/li>\n<li>&bdquo;Der Deutsche Verein spricht sich daher nachdr&uuml;cklich daf&uuml;r aus, dass <em><strong>alle Bildungsakteure, von der Familie &uuml;ber die Schule, Jugendhilfe bis zu Betrieben aufeinander bezogen arbeiten<\/strong><\/em>&ldquo;<\/li>\n<li>&bdquo;Wenn Kommunale Bildungslandschaften das b&uuml;rgerschaftliche Engagement f&ouml;rdern wollen, <em><strong>muss interessierten Personen und Gruppen die M&ouml;glichkeit der Bet&auml;tigung gegeben werden<\/strong><\/em>.&ldquo;<\/li>\n<li>&bdquo;Dies unterstreicht die Notwendigkeit, Bildung zuk&uuml;nftig als eine im &ouml;ffentlichen Interesse liegende Aufgabe zu sehen, in der alle kommunalen Akteure, <em><strong>vom b&uuml;rgerschaftlichen Engagement bis hin zu Unternehmen, Stiftungen, Einzelpers&ouml;nlichkeiten und anderen Organisationen und B&uuml;ndnissen<\/strong><\/em> (z.B. Das B&uuml;ndnis f&uuml;r Familien) einbezogen und mobilisiert werden.&ldquo;<\/li>\n<li>&bdquo;Zur Sicherstellung bzw. Erh&ouml;hung der Effektivit&auml;t von Kommunalen Bildungslandschaften ist eine <em><strong>kontinuierliche Evaluation<\/strong><\/em> erforderlich.&ldquo;<\/li>\n<li>&bdquo;Ferner geht mit der Einbeziehung von nonformalen Angeboten, Orten und Modalit&auml;ten der Bildung in das Gesamtkonzept auch die <em><strong>verst&auml;rkte Einbeziehung ehrenamtlich T&auml;tiger<\/strong><\/em> einher.&ldquo;<\/li>\n<li>&bdquo;Gleichwohl ist dieses Engagement weiterhin durch den Dualismus der Zust&auml;ndigkeiten gepr&auml;gt. Diese, nach den Schulgesetzen der L&auml;nder zwischen Land und Kommunen existente, Trennung in innere und &auml;u&szlig;ere Schulangelegenheiten f&uuml;hrt in der Praxis immer wieder zu erheblichen Problemen, die einer gelingenden Kooperation entgegenlaufen k&ouml;nnen. Den Kommunen wird durch diese Trennung der konsequente Aufbau eines bildungspolitischen Gesamtkonzeptes erschwert, weil sie &ndash; bezogen auf die Schule &ndash; in der Regel bislang nur Schultr&auml;ger sind und grunds&auml;tzlich keine Einflussm&ouml;glichkeiten auf die konkrete Gestaltung und die Qualit&auml;t der Bildungsprozesse in der Schule und den Umgang mit den in erster Linie personellen Ressourcen haben. [&hellip;] Neben einer erweiterten Selbstst&auml;ndigkeit der Schule bedarf es zuk&uuml;nftig daher letztlich einer st&auml;rkeren kommunalen Verantwortung f&uuml;r Schule insgesamt. Erst wenn die Kommunen durch erweitere Zust&auml;ndigkeiten tats&auml;chlich auch <em><strong>&uuml;ber inhaltliche und personelle Gestaltungsm&ouml;glichkeiten verf&uuml;gen<\/strong><\/em>, werden sie in die Lage versetzt, die systemimmanenten wie die weiteren &ouml;rtlichen Ressourcen im Interesse der jungen Menschen und im Sinne ihres bildungspolitischen Gesamtkonzeptes miteinander verbinden zu k&ouml;nnen&ldquo;<\/li>\n<\/ul><p>Gefordert wird unter dem Namen &bdquo;Kommunale Bildungslandschaften&ldquo; also von Anbeginn an unter anderem:<\/p><ul>\n<li>die <em><strong>&Ouml;ffnung des Bildungssystems f&uuml;r wirtschaftliche Interessen<\/strong><\/em>, ja, die kontraktgem&auml;&szlig;e Anbindung der Bildungsinstitutionen an die Interessen der lokalen Wirtschaft;<\/li>\n<li>eine <em><strong>Deprofessionalisierung im Bildungsbereich<\/strong><\/em>;<\/li>\n<li>die <em><strong>Ausweitung prek&auml;rer Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse<\/strong><\/em>;<\/li>\n<li>den <em><strong>Kommunen die Verantwortung &uuml;ber alle Schulressourcen<\/strong><\/em> (einschlie&szlig;lich der Lehrerarbeitsverh&auml;ltnisse) <em><strong>sowie &uuml;ber Bildungsinhalte zu &uuml;berantworten<\/strong><\/em>.<\/li>\n<\/ul><p>Auch in einem Folgepapier herrschte derselbe Tenor. Der Deutscher St&auml;dtetag, gr&ouml;&szlig;ter kommunaler Spitzenverband in Deutschland, formuliert:<\/p><ul>\n<li>&bdquo;Die in den L&auml;ndern eingeleiteten Reformen in Schule und Bildung gehen in die richtige Richtung. Bundesweite Bildungsstandards, Lernstandserhebungen und zentrale Pr&uuml;fungen sichern Vergleichbarkeit und Qualit&auml;t, <em><strong>erm&ouml;glichen Wettbewerb<\/strong><\/em> und die notwendige Mobilit&auml;t.&ldquo;<\/li>\n<li>&bdquo;Die <em><strong>Verantwortung der St&auml;dte in der Bildung<\/strong><\/em> muss deshalb gest&auml;rkt werden.&ldquo;<\/li>\n<li>&bdquo;Als Grundlage f&uuml;r regionale Steuerung und Qualit&auml;tssicherung sollte ein <em><strong>umfassendes Bildungsmonitoring<\/strong><\/em> als integriertes Berichtswesen von Bildungsverl&auml;ufen vor Ort gemeinsam von Kommunen und L&auml;ndern entwickelt werden.&ldquo;<\/li>\n<li>&bdquo;Die L&auml;nder werden aufgefordert, kommunale Steuerungsm&ouml;glichkeiten insbesondere im Schulbereich zu erweitern und <em><strong>die Zust&auml;ndigkeiten im Bereich der inneren und &auml;u&szlig;eren Schulangelegenheiten zugunsten der Kommunen neu zu ordnen<\/strong><\/em>.&ldquo;<\/li>\n<\/ul><p>Auch hier das gleiche Strickmuster: &bdquo;Kommunale Bildungslandschaft&ldquo; bedeutet die &Uuml;berwindung der Trennung in &auml;u&szlig;ere und innere Schulangelegenheiten; gefordert wird somit eine &Uuml;bertragung der Zust&auml;ndigkeiten f&uuml;r Ressourcen (einschlie&szlig;lich der Lehrerarbeitsverh&auml;ltnisse) und Bildungsinhalte an die Kommunen.<br>\n<strong>Allein schon wegen der sehr unterschiedlichen Finanzlage der Kommunen d&uuml;rfte dies zu einem massiven Auseinanderdriften von Bildungsqualit&auml;t, Bildungsinhalten, L&ouml;hnen und Arbeitsbedingungen in den einzelnen Kommunen f&uuml;hren. <\/strong><br>\nWas das konkret bedeuten w&uuml;rde, verdeutlicht exemplarisch ein Forderungspapier, das wenig sp&auml;ter vom Hessischen Landkreistages[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">vi<\/a>] ver&ouml;ffentlicht wurde. In diesem hei&szlig;t es:<\/p><ul>\n<li>&bdquo;Technische Vorgaben f&uuml;r die Ausstattung von Schulgeb&auml;uden in Deutschland m&uuml;ssen auf den Pr&uuml;fstand gestellt werden. Wer sich im europ&auml;ischen Ausland umschaut, wird zur Kenntnis nehmen m&uuml;ssen, dass sich Deutschland <em><strong>maximale Ausstattungsstandards<\/strong><\/em> leistet, bei inhaltlichen Leistungsvergleichen, wie der PISA-Studie aber schlecht abschneidet. In Deutschland muss m&ouml;glich sein, was in vielen europ&auml;ischen L&auml;ndern Realit&auml;t ist: Schuleinrichtungen m&uuml;ssen zwar sicher sein, Kindern und Jugendlichen kann jedoch <em><strong>das allgemeine Lebensrisiko<\/strong><\/em>, das sie auch au&szlig;erhalb der Schule betrifft, nicht abgenommen werden.&ldquo; <\/li>\n<\/ul><p>In einem neueren Papier des Deutschen Vereins[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">vii<\/a>] wird noch deutlicher. Dort hei&szlig;t es unter anderem: <\/p><ul>\n<li>&bdquo;Gerade hier d&uuml;rften funktionierende Kommunale Bildungslandschaften [&hellip;] <em><strong>Synergieeffekte auch f&uuml;r die finanziellen Ressourcen<\/strong><\/em> freisetzen.&ldquo;<\/li>\n<li>&bdquo;Gerade in d&uuml;nner besiedelten Regionen scheitern Gewerbeansiedlungen mit einem <em><strong>spezifischen Arbeitskr&auml;ftebedarf<\/strong><\/em> h&auml;ufig daran, dass die notwendigen Arbeitskr&auml;fte weder bereits vor Ort sind, noch mit vern&uuml;nftigem Aufwand &bdquo;angelockt&ldquo; werden k&ouml;nnen. Hier zahlen sich Bem&uuml;hungen um eine Gestaltung und Weiterentwicklung der kommunalen Bildungsinfrastruktur durch die jeweilige Kommune sp&auml;testens mittelfristig im Wettbewerb mit anderen Standorten aus.&ldquo;<\/li>\n<li>&bdquo;Kommunales Bildungsmonitoring muss sich kontinuierlich [&hellip;] &uuml;ber Ergebnisse und <em><strong>Ertr&auml;ge von Bildungsprozessen st&uuml;tzen k&ouml;nnen<\/strong><\/em>. [&hellip;] Die zentrale Herausforderung der n&auml;chsten Jahre wird darin liegen, <em><strong>die konkreten Bildungsertr&auml;ge<\/strong><\/em> eines verbindlich und partizipativ strukturierten kommunalen Bildungsmanagements <em><strong>empirisch erfassbar<\/strong><\/em> zu gestalten&ldquo;<\/li>\n<li>&bdquo;Denkbar w&auml;re auch die <em><strong>Einrichtung eines kommunalen Bildungsfonds<\/strong><\/em> oder Bildungsbudgets. In einen solchen Fonds k&ouml;nnten [&hellip;] sowohl &ouml;ffentliche F&ouml;rdermittel als <em><strong>auch Eigenmittel der weiteren beteiligten Akteure, Spenden, Zuwendungen von Stiftungen und andere Mittel<\/strong><\/em> einflie&szlig;en.&ldquo;<\/li>\n<\/ul><p>Es fehlt eigentlich nur noch die Forderung, die Tr&auml;gerschaft aller beteiligten Bildungseinrichtungen an derlei &bdquo;Fonds&ldquo; oder &bdquo;Stiftungen&ldquo;, die sie ja nun auch (mit-) finanzieren, zu &uuml;bertragen. Diese Forderung wird in manchen Kreisen durchaus schon ausgesprochen. <\/p><p>Es kann daher grunds&auml;tzlich festgehalten werden: Wer sich positiv auf &bdquo;Kommunale Bildungslandschaften&ldquo; bezieht, verleiht damit einem Konzept Legitimation, das von Anfang an in jedem Falle gegen die beruflichen Standards und damit gegen die Interessen der im Bildungssystem Besch&auml;ftigten ausgerichtet war &ndash; und es in aller Regel auch heute noch ist: Der materielle Kern der so genannten Bildungslandschaften ist ferner nicht, wie oft behauptet wird, eine &bdquo;Verbesserung der Lernbedingungen f&uuml;r die Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler&ldquo; etc. pp., sondern die <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10333\">Diversifizierung (&bdquo;Kommunalisierung&ldquo;) von Schule und Lebenswelt<\/a>, die mittelfristig auf eine Deregulierung der schulischen Bildung selbst, aber auch auf eine Lockerung von Sicherheits- und Arbeitsstandards sowie auf eine Aufsplitterung von Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen und somit auf Deprofessionalisierung und Prekarisierung abzielt. Langfristig scheint auch dieses Konzept f&uuml;r die M&ouml;glichkeit einer weitgehenden Entstaatlichung und funktionalen Privatisierung von Schule zumindest anschlussf&auml;hig zu sein.<\/p><p>In Bayern, wo mehrere Gro&szlig;st&auml;dte seit L&auml;ngerem bereits berufliche Schulen in eigener Tr&auml;gerschaft halten, schlie&szlig;t sich dieser Kreis bereits: Nachdem der Verband der Berufsschullehrer aufgrund der Finanznot der Kommunen schon vor fast einem Jahrzehnt titelte &bdquo;Kommunale Schulen vor dem Kollaps?&ldquo;, ist die Entwicklung heute bereits einen Schritt weiter.<\/p><p>Der lokalen Presse war hier vor einiger Zeit beispielsweise zu entnehmen: &bdquo;Der Landkreis [Aschaffenburg] steigt in Gespr&auml;che mit der gemeinn&uuml;tzigen Caritas Schulen GmbH ein, die sich f&uuml;r eine &Uuml;bernahme der Tr&auml;gerschaft der Aschaffenburger Fachakademie f&uuml;r Sozialp&auml;dagogik interessiert&ldquo;. Und weiter: &bdquo;Nicht m&ouml;glich sei [&hellip;] eine Verstaatlichung [&hellip;] [derselben]. Dann h&auml;tten rund 300 weitere [kommunale] Schulen in Bayern ebenfalls das Anrecht darauf, und das sei &sbquo;f&uuml;r den Freistaat [&hellip;] nicht tragbar&lsquo;. Obwohl [&hellip;] [derselbe] auch bei Privatschulen das Geld aus seiner Kasse zuschie&szlig;t, sieht [&hellip;] [das Bayerische Kultusministerium hier] einen klaren Unterschied: [&hellip;] Finanziell sei eine Differenz etwa bei den Verwaltungskosten gegeben.&rdquo; Das hei&szlig;t: Die kommunalen Schulen werden aufgrund der Lage der &ouml;ffentlichen Kassen bereits heute privatisiert. F&uuml;r die &ouml;ffentliche Hand erscheint das logisch wie effizient zugleich.<br>\nDas Label &ldquo;Kommunale Bildungslandschaften&rdquo; eignet sich daher in keiner Weise als Bezugspunkt f&uuml;r die Entwicklung gewerkschaftlicher Programmatik und Politik.<br>\nZugleich erfordern jedoch die Tatsachen, dass die Kommunen zunehmend zum Ort bildungspolitischer Aktivit&auml;ten und Gestaltung werden und dass Kommunale Spitzenverb&auml;nde auf Landes- und Bundesebene eigenst&auml;ndige und teils eigenwillige Positionen in der Bildungspolitik beziehen vor dem Hintergrund der oben genannten widerspr&uuml;chlichen Entwicklungen, dass die Gewerkschaften sich dem Arbeitsfeld der &ldquo;kommunalen Bildungspolitik&rdquo; verst&auml;rkt zuwenden.<br>\n&bdquo;Bildung ist Menschenrecht!&ldquo;, sollte dabei die Devise lauten. &bdquo;Um die Menschen zu selbstst&auml;ndigem Urteilen und Handeln in einem politischen Gemeinwesen zu bef&auml;higen, ist eine verallgemeinerte Bildung &ndash; &uuml;ber die Grenzen der einzelnen Disziplinen hinweg &ndash; unabdingbar. <strong>Jedoch beruht demokratische Bildung auch auf materiellen Voraussetzungen: Nur Formen des Lehrens und Lernens, die frei von &ouml;konomischen Imperativen sind, erm&ouml;glichen autonomes Denken und das Gestalten einer demokratischen Gesellschaft&ldquo;<\/strong>, wie es in einer Streitschrift zur <a href=\"http:\/\/linkswaerts.de\/publikationen\/demokratische-bildung\/\">Gr&uuml;ndung eines Instituts f&uuml;r demokratische Bildung<\/a> so treffend hei&szlig;t. Dies muss stets mitbedacht werden, wenn wieder einmal &ndash; wie zuletzt in Bezug auf die &bdquo;Autonome Hochschule&ldquo;, die &bdquo;Selbstst&auml;ndige Schule&ldquo; oder den &bdquo;B&uuml;rgerhaushalt&ldquo; &ndash; Demokratie bem&uuml;ht wird, um systemkonforme Modernisierungen zu legitimieren, die, so wage ich zu behaupten, eher das Gegenteil des Behaupteten forcieren: eine &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ZXyhWTnOk7Y\">marktkonforme Demokratie<\/a>&ldquo; n&auml;mlich, die gewisse Dinge immer mehr und mehr wirklicher Mitsprache und -bestimmung entzieht. <\/p><p>Weiterlesen: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/Jens_Wernicke_Vortrag_Paedagogische_Woche-Stand_02112010.pdf\">Auf dem Weg zur kommunalen Schule Offene und verdeckte Privatisierung im Bildungssystem &ndash; Jens Wernicke [PDF &ndash; 2.7 MB]<\/a><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;i<\/a>] <a href=\"http:\/\/bildungsklick.de\/pm\/1980\/forderung-nach-kommunalisierung-der-schule\/\">Bildungsklick &ndash; F&ouml;rderung der kommunalisierung der Schule<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;ii<\/a>] <a href=\"http:\/\/www.spdnds.de\/imperia\/md\/content\/spdlandesverbandniedersachsen\/spdnds\/zukunftderbildung.pdf\">Zukunft der Bildung &ndash; Sozialdemokratische Perspektiven zur Bildungspolitik in Niedersachsen [PDF &ndash; 327 KB]<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;iii<\/a>] 2007: <a href=\"http:\/\/www.weinheimer-initiative.de\/Portals\/7\/Dokumente\/WEINHEIMER_Erkl%C3%A4rung%202007.pdf\">Lokale Verantwortung f&uuml;r Bildung und Ausbildung. Arbeitsgemeinschaft &bdquo;Weinheimer Initiative&ldquo; [PDF &ndash; 119 KB]<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;iv<\/a>] 2007: <a href=\"http:\/\/www.deutscher-verein.de\/05-empfehlungen\/empfehlungen_archiv\/empfehlungen2007\/pdf\/Diskussionspapier_des_Deutschen_Vereins_zum_Aufbau_Kommunaler_Bildungslandschaften.pdf\">Diskussionspapier des Deutschen Vereins zum Aufbau Kommunaler Bildungslandschaften [PDF &ndash; 98.3 KB]<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;v<\/a>] 2007: <a href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/education\/migration\/germany9_de.pdf\">Aachener Erkl&auml;rung des Deutschen St&auml;dtetages anl&auml;sslich des Kongresses &bdquo;Bildung in der Stadt&ldquo; am 22.\/23. November 2007 [PDF &ndash; 20.6 KB]<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;vi<\/a>] 2008: <a href=\"http:\/\/www.hlt.de\/fileadmin\/user_upload\/Downloads\/HLT_Strategiepapier_I_Kurzfassung.pdf\">Strategiepapier des Hessischen Landkreistages zur Fortentwicklung des Schulwesens in Hessen f&uuml;r die 17. Wahlperiode des Hessischen Landtages (2008 &ndash; 2013) [PDF &ndash; 48.3 KB]<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;vii<\/a>] 2009: <a href=\"http:\/\/www.deutscher-verein.de\/05-empfehlungen\/empfehlungen_archiv\/2009\/pdf\/DV%2019-09.pdf\">Empfehlungen des Deutschen Vereins zur Weiterentwicklung Kommunaler Bildungslandschaften [PDF &ndash; 72.5 KB]<\/a>.\n<\/p>\n<\/div><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist positiv zu bewerten, wenn dar&uuml;ber nachgedacht wird, die Bildung in der Schule etwa mit Angeboten der Jugendhilfe zu verbinden. Auch Kindertagesst&auml;tten und Grundschule sollten als Teil der Primarerziehung besser kooperieren. Aber selbst wenn die Kommunen finanziell in der Lage w&auml;ren, Schulbildung besser zu finanzieren, dann best&uuml;nde die Gefahr, dass im Rahmen ihrer jeweiligen Budgets ganz unterschiedliche Priorit&auml;ten gesetzt w&uuml;rden. Welchen Stellenwert h&auml;tte dann die nur langfristig wirkende schulische Bildung gegen&uuml;ber dem st&auml;ndig aktuellen Druck wirtschaftlicher F&ouml;rderung? Wie s&auml;he es dann mit einer weiteren Zersplitterung der ohnehin immer un&uuml;bersichtlicheren schulischen Bildung aus? Wo bliebe der Verfassungsgrundsatz &bdquo;gleichwertiger Lebensverh&auml;ltnisse&ldquo;? Wie s&auml;he es mit der gleichen Bezahlung der Lehrkr&auml;fte aus? W&uuml;rden sich nicht nur &ndash; wie schon heute die L&auml;nder untereinander &ndash; die reichen Kommunen den &auml;rmeren die Lehrkr&auml;fte gegenseitig abwerben?<\/em><br>\n<em>Kommunale Demokratie ist wichtig, aber schon heute, regieren in vielen Kommunen die Sparkommissare. Ohne eine grundlegende &Auml;nderung der Finanzverteilung f&uuml;hrte eine &bdquo;Kommunalisierung&ldquo; der Schule nur zu noch mehr privaten Schulen und zu weiterer Entdemokratisierung.<\/em><br>\n<em>Interessant w&auml;re ein Blick in unser Nachbarland, die Schweiz.<\/em><br>\n<em>In dieser Diskussion sollte man nicht &uuml;bersehen, dass das Engagement der Bundesregierung f&uuml;r den Aufbau &bdquo;kommunaler Bildungslandschaften&ldquo; vor allem aus einer Umgehungsstrategie der fehlenden Zust&auml;ndigkeit des Bundes in der Bildungs- und Schulpolitik resultiert. Der Bund erhoffte sich durch das Engagement auf kommunaler Ebene, die Zust&auml;ndigkeit der L&auml;nder f&uuml;r die Schulpolitik umgehen zu k&ouml;nnen. Ohne eine Kooperation von Bund, L&auml;ndern und Kommunen wird Schulpolitik zur Kirchturmpolitik &ndash; und das in einem offenen Europa!<\/em><\/p><p><strong>Nachtrag Jens Wernicke:<\/strong><\/p><p>Zur Vermeidung von Missverst&auml;ndnissen&hellip;<\/p><p>Es ist sinnvoll:<\/p><ul>\n<li>Schulen zu demokratisieren und Sch&uuml;lern, Eltern und Lehrern und Schultr&auml;gern generell mehr Mitbestimmung zu erm&ouml;glichen &ndash; unter anderem in Bezug auf Personalentscheidungen;<\/li>\n<li>die Rechtsanspr&uuml;che von Kindern, Jugendlichen und Eltern sowie Kommunen bzw. Schultr&auml;gern und Schulen gegen&uuml;ber den L&auml;ndern und Landkreisen auszubauen und aufzuwerten und bspw.:\n<ul>\n<li>den Schultr&auml;gern ein grunds&auml;tzliches Recht auf Schulgr&uuml;ndungen (von IGSen im echten Ganztag und ohne Zwang zur &auml;u&szlig;eren Fachleistungsdifferenzierung) zu gew&auml;hren;<\/li>\n<li>den Schultr&auml;gern einen grunds&auml;tzlichen Anspruch auf bedarfsgerechte Landeszuweisungen (mindestens im Rahmen des Konnexit&auml;tsprinzips) zuzusprechen;<\/li>\n<li>Schulschlie&szlig;ungen nur im Einvernehmen mit den betroffenen Kommunen sowie ggf. Eltern, Sch&uuml;lern und Lehrern vorzunehmen;<\/li>\n<li>Eltern &ndash; wie in Finnland &ndash; einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung f&uuml;r Kleinstkinder in unmittelbarer Wohnortn&auml;he zu gew&auml;hren usw. usf.;<\/li>\n<li>Sch&uuml;lern einen Rechtsanspruch auf qualitativ hochwertige Beschulung bis zum Erwerb der allgemeinen Hochschulreife in unmittelbarer Wohnortn&auml;he zu gew&auml;hren;<\/li>\n<li>die p&auml;dagogischen Freiheiten der Lehrer zu erweitern, sie bspw. auf Noten verzichten zu lassen etc.;<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Transparenz f&uuml;r Entscheidungen an und &uuml;ber Schule herzustellen;<\/li>\n<li>Bildungsangebote vor Ort besser miteinander zu vernetzen und aufeinander abzustimmen;<\/li>\n<li>kommunale Bildungszust&auml;ndigkeiten zu konzentrieren (1 Amt statt 4 oder 5);<\/li>\n<li>vor Ort AnsprechpartnerInnen und Beratungsangebote zu schaffen;<\/li>\n<li>LehrerInnen besser auszubilden, zu coachen etc. pp.<\/li>\n<\/ul><p><strong>Wirklich sp&uuml;rbare, qualitative Verbesserungen im Bildungssystem sind jedoch nur m&ouml;glich, wenn immense Mehrausgaben get&auml;tigt werden. Freiheit f&uuml;r gute P&auml;dagogik und Qualit&auml;t von Unterricht haben materielle Voraussetzungen!<\/strong><\/p><p>Nicht sinnvoll ist es hingegen:<\/p><ul>\n<li>viel M&uuml;he in die Unterst&uuml;tzung von Projekten einzubringen, die unter der Pr&auml;misse stehen, dass mit stagnierenden oder sogar sinkenden Mitteln die Qualit&auml;t im Bildungssystem gesteigert werden k&ouml;nnte (in der Regel &bdquo;Durchsetzungsrhetorik&ldquo; f&uuml;r andere Ziele);<\/li>\n<li>Schulen zu Betrieben umzubauen;<\/li>\n<li>Schulleiter als Unternehmensleiter oder &bdquo;Schulmanager&ldquo; einzusetzen;<\/li>\n<li>Schulen untereinander in Wettbewerb zu setzen;<\/li>\n<li>Schulen entsprechend der Nachfrage und\/oder ihrer messbaren &bdquo;Leistungen&ldquo; zu finanzieren;<\/li>\n<li>Personalhoheit oder Schulaufsicht von der Landesebene weg zu verlagern (Deregulierung durch Dezentralisierung; Aufgabe des Grundgesetzauftrages der Sicherung &bdquo;gleichwertiger Lebensverh&auml;ltnisse&ldquo; durch horizontale  Ausdifferenzierung des Schulsystems; Freigabe der L&ouml;hne sowie f&uuml;r &bdquo;hire and fire&ldquo;; eine der letzten Formen endogener Privatisierung);<\/li>\n<li>die p&auml;dagogischen Freiheiten durch betriebswirtschaftliche Steuerung,  Leistungskennzahlen und Zielvereinbarungen sowie &bdquo;Total Quality Management&ldquo;, die allesamt Qualit&auml;t in Effizienz umdefinieren, sukzessive abzuschaffen.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In wenigen Tagen trifft sich die BildungsGEWerkschaft zu ihrem <a href=\"http:\/\/www.gew-gewerkschaftstag.de\/Gewerkschaftstag_2013.html\">Gewerkschaftstag<\/a>. Diskussionen um die bildungspolitischen Leitlinien f&uuml;r die n&auml;chsten Jahre stehen auf der Tagesordnung. So unter anderem eine Debatte &uuml;ber die Kommunalisierung von Bildung im Allgemeinen und &uuml;ber so genannte &bdquo;Kommunale Bildungslandschaften&ldquo; im Besonderen. In einem der <a href=\"http:\/\/www.gew-gewerkschaftstag.de\/Binaries\/Binary96601\/3_01_001_3.1_gew.pdf\">vorliegenden Antr&auml;ge [PDF &ndash; 93.4 KB]<\/a> zu<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17438\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[34],"tags":[430,1173,561],"class_list":["post-17438","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bildung","tag-bildungsausgaben","tag-kommunale-schule","tag-privatschulen"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17438","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=17438"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17438\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":53329,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17438\/revisions\/53329"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=17438"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=17438"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=17438"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}