{"id":17523,"date":"2013-06-07T08:28:08","date_gmt":"2013-06-07T06:28:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17523"},"modified":"2013-06-07T08:28:08","modified_gmt":"2013-06-07T06:28:08","slug":"hinweise-des-tages-1895","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17523","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17523#h01\">IMK: Positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hat Ungleichheit bei Einkommen kaum korrigiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17523#h02\">Staatlicher Ausgleich fehlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17523#h03\">Warum es so schwer zu verstehen ist, dass in einer W&auml;hrungsunion die Reall&ouml;hne immer der Produktivit&auml;t folgen m&uuml;ssen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17523#h04\">Was machen Sie da eigentlich, Herr Rehn?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17523#h05\">Solidarisch mit Blockupy<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17523#h06\">Was sich Europa nicht leisten kann: Politiker wie Alexander Graf Lambsdorff<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17523#h07\">Wachstumsrhetorik und Lohn-Dumping &ndash; Die deutsch-franz&ouml;sische Initiative<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17523#h08\">DIW: H&ouml;here &bdquo;Reichensteuern&ldquo;: M&ouml;glichkeiten und Grenzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17523#h09\">Erfolgsfall Lettland?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17523#h10\">Austerity &ndash; The History of a Dangerous Idea<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17523#h11\">Die gef&auml;hrlichste Wette der Wall Street kehrt zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17523#h12\">Widerspr&uuml;che gegen Entscheidungen von SGB-II-Beh&ouml;rden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17523#h13\">Mindestlohn l&auml;uft dem Sozialstaatsprinzip zuwider<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17523#h14\">Stuttgart 21: Fatal schiefgelaufen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17523#h15\">SPD will Eigenst&auml;ndigkeit des Kultur- und Mediensektors bei Verhandlungen zu transatlantischem Handelsabkommen st&auml;rken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17523#h16\">Rankings der Wettbewerbsf&auml;higkeit: Lobbyismus in Nadelstreif und Sportgewand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17523#h17\">Die blamable Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17523#h18\">Air Merkel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17523#h19\">Stephan Hebel &ndash; Wahlkampf ohne Sinn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17523#h20\">Kleber vergleicht &ldquo;Tagesschau&rdquo; mit Nordkorea<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17523&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>IMK: Positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hat Ungleichheit bei Einkommen kaum korrigiert<\/strong><br>\nDie Ungleichheit der Einkommen ist seit 2005 nicht weiter angestiegen, besagen einige Statistiken. Angesichts der starken Besch&auml;ftigungszunahme w&auml;re dies keine &Uuml;berraschung, analysiert das Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung &ndash; und kein Indiz daf&uuml;r, dass sich problematische Verteilungstrends in Deutschland von selber korrigieren. &ldquo;Es ist zwar erfreulich, wenn sich die Einkommensschere nicht weiter &ouml;ffnet. Aber damit k&ouml;nnen wir uns unm&ouml;glich zufrieden geben&rdquo;, sagt Prof. Dr. Gustav A. Horn, der wissenschaftliche Direktor des IMK. &ldquo;Denn erstens sind die Daten nicht ganz eindeutig. Daher gibt es Indizien daf&uuml;r, dass dieser Zustand bestenfalls kurzfristig ist. Und zweitens hat Deutschland in den letzten beiden Jahrzehnten ein Ma&szlig; an Ungleichheit erreicht, das sowohl sozial als auch wirtschaftlich hoch problematisch ist. Das gilt f&uuml;r die Einkommensverteilung und noch viel st&auml;rker bei den Verm&ouml;gen. Daran &auml;ndert die zuletzt etwas ausgewogenere Tendenz wenig.&rdquo;<br>\nVor dem Hintergrund der &ldquo;enorm guten Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt&rdquo; w&auml;re f&uuml;r die letzten Jahre &ldquo;ein deutlich sichtbarer R&uuml;ckgang&rdquo; bei der Einkommens-Ungleichheit das erwartbare Ergebnis gewesen, konstatieren Ulrike Stein, PhD, und Dr. Kai Daniel Schmid. Die beiden Forscher am IMK haben den neuen Verteilungsmonitor des Instituts aufgebaut. Weil viele Arbeitslose eine bezahlte Besch&auml;ftigung gefunden haben, h&auml;tten die Einkommensdifferenzen in Deutschland erheblich abnehmen m&uuml;ssen, so die Wissenschaftler. Nach Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP), einer von vielen Forschern genutzten, j&auml;hrlich wiederholten Befragung von rund 12.000 Haushalten, hat die Ungleichheit seit 2005 nicht weiter zugenommen. Der zuletzt beobachtete R&uuml;ckgang sei statistisch aber nicht signifikant, hat das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung festgestellt.<br>\nAls einen wichtigen Indikator f&uuml;r die Einkommensunterschiede verwendet das IMK, das ebenfalls mit dem SOEP arbeitet, den so genannten Gini-Koeffizienten. Er kann Werte zwischen Null und Eins annehmen, wobei Null f&uuml;r eine vollst&auml;ndig egalit&auml;re Verteilung steht und Eins f&uuml;r maximale Ungleichheit &ndash; in diesem Fall entfallen alle Einkommen auf eine Person. In Deutschland ist der Gini-Koeffizient der bedarfsgewichteten Haushaltsnettoeinkommen von 1992 bis 2005 von 0,25 auf 0,29 gestiegen. Bis zum Jahr 2010 ist er wieder um ein Hundertstel gesunken &ndash; gemessen an der Verschiebung der Einkommensrelationen in den 15 Jahren zuvor eine bescheidene Korrektur, so die Verteilungsexperten (siehe auch die Infografik; Link unten).<br>\nZudem weist das IMK darauf hin, dass ein anderer Trend nicht gebrochen ist: Die Umverteilung durch Sozial- und Steuerpolitik geht zur&uuml;ck. Seit Ende der 1990er-Jahre l&auml;sst der soziale Ausgleich nach, &ldquo;besonders deutlich seit 2003&rdquo;. Im Jahrzehnt vor der Jahrtausendwende war dies noch anders. Die zunehmende Ungleichheit der Markteinkommen schlug damals dank Umverteilung nicht wesentlich auf die Differenzen der Nettoeinkommen durch (siehe Grafik).<br>\nDass die Ungleichheit der Markteinkommen hierzulande zwischen 2007 und 2010 nicht weiter zugenommen hat, liegt OECD-Statistiken zufolge auch daran, dass die Summe der Lohneinkommen in den Krisenjahren deutlich st&auml;rker gewachsen ist als die der Kapitaleink&uuml;nfte. Langfristig, so Stein und Schmid, spreche jedoch einiges f&uuml;r eine Verfestigung der Einkommensungleichheit. So verharrt die Armutsrisikoquote seit Jahren auf einem hohen Niveau und die Tendenz einer sinkenden Lohnquote h&auml;lt an. Daneben nimmt die Lohnspreizung nach Angaben des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), das sich auf die Besch&auml;ftigtenstatistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit st&uuml;tzt, bei Vollzeitbesch&auml;ftigten weiter zu. Zudem ist der Niedriglohnsektor laut Arbeitsagentur von 1999 bis ins Jahr 2010 &ndash; mit nur einer einzigen Ausnahme im Krisenjahr 2009 &ndash; kontinuierlich gewachsen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/imk_pj_verteilungsmonitor.pdf\">Kai Daniel Schmid, Ulrike Stein, Rudolf Zwiener: IMK Verteilungsmonitor, Einkommensverteilung in Deutschland 1991-2010 [PDF &ndash; 117 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Staatlicher Ausgleich fehlt<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130607_01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Bei der Entwicklung der Ungleichheit ist keine nachhaltige Wende in Sicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/hbs_showpicture.htm?id=43208&amp;chunk=1\">Infografik zum Download im B&ouml;ckler Impuls 10\/2013<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Warum es so schwer zu verstehen ist, dass in einer W&auml;hrungsunion die Reall&ouml;hne immer der Produktivit&auml;t folgen m&uuml;ssen<\/strong><br>\nViele argumentieren gegen die von uns hier vertretene Lohnregel (Reall&ouml;hne m&uuml;ssen wie die Produktivit&auml;t steigen), auch in einer W&auml;hrungsunion m&uuml;sse es doch m&ouml;glich sein, eine nationale Lohnpolitik im Sinne der Neoklassik zu betreiben (also durch Lohnzur&uuml;ckhaltung oder anders geartete &bdquo;Flexibilisierung&rdquo; des Arbeitsmarktes), wenn die Arbeitslosigkeit in den L&auml;ndern der W&auml;hrungsunion unterschiedlich hoch sei. W&auml;re das nicht so, sei doch die ganze Idee einer W&auml;hrungsunion (oder absolut fester Wechselkurse) von vorne herein hinf&auml;llig und dann sei nur ein System flexibler Wechselkurse geeignet, eine nationale Besch&auml;ftigungspolitik zu erlauben. Das klingt auf den ersten Blick einleuchtend, aber die Dinge sind leider nicht so einfach.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/warum-es-so-schwer-zu-verstehen-ist-dass-in-einer-wahrungsunion-die-reallohne-immer-der-produktivitat-folgen-mussen\/\">Flassbeck Economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Was machen Sie da eigentlich, Herr Rehn?<\/strong><br>\nDisziplin und Sparen: Das Rezept, das der Eurozone seit Beginn der Krise verschrieben wurde, halten viele nicht mehr f&uuml;r richtig. Doch leider k&ouml;nnen die W&auml;hler nicht mitentscheiden. In dieser Frage haben nach wie vor nicht gew&auml;hlte Vertreter das Wort, allen voran EU Wirtschafts- und W&auml;hrungs-Kommissar Olli Rehn. [&hellip;]<br>\nDer Tenor der Debatte ist sowohl sehr technisch als auch sehr politisch. Im Grunde handelt es sich darum, herauszufinden, um wie viele Punkte das Bruttoinlandsprodukt eines Landes mit jeder Haushaltsk&uuml;rzung sinkt. Das kann sehr kompliziert anmuten, ist es aber eigentlich nicht: Je nach dem Wert des sogenannten Fiskalmultiplikators k&ouml;nnen Haushaltsk&uuml;rzungen eine Volkswirtschaft retten oder ruinieren [&hellip;]<br>\nWas k&ouml;nnen wir dieser Auseinandersetzung entnehmen? Wenn wir davon ausgehen, dass alle Experten in gutem Glauben handeln, und ber&uuml;cksichtigen, dass der Wirtschaftswissenschaft, die keine harte Naturwissenschaft ist wie die Physik oder die Chemie, Grenzen gesetzt sind, kommen wir zwingend zum Schluss, dass es berechtigte Zweifel an der Angemessenheit der von Br&uuml;ssel (Europ&auml;ische Kommission, Eurogruppe und Zentralbank) diktierten Politik gibt. [&hellip;]<br>\nUnsere Verwirrung wird noch gr&ouml;&szlig;er, wenn wir zusehen, wie die Europ&auml;ische Kommission und der IWF, die beide zur Troika geh&ouml;ren, in aller &Ouml;ffentlichkeit immer wieder &uuml;ber die Sparpolitik streiten. Wir haben eine Organisation geschaffen und an deren Spitze nicht demokratisch gew&auml;hlte technokratische Beh&ouml;rden gestellt, weil wir dachten, dass sie Fachkenntnisse besitzen und wissen, wie das Wirtschaftswachstum gef&ouml;rdert und Arbeitspl&auml;tze geschaffen werden k&ouml;nnen [&hellip;]<br>\nRehn ist nicht wirklich ein Technokrat, sondern ein aktiver Politiker (Abgeordneter und stellvertretender Vorsitzender der finnischen Zentrumspartei von 1988 bis 1994 und dann Abgeordneter der liberalen ELDR im Europ&auml;ischen Parlament von1995 bis 1998). Der EU-Kommissar promovierte an der Universit&auml;t Oxford in Politwissenschaften, was sehr l&ouml;blich ist, ihm allerdings nicht mehr statistische oder empirische Gewissheit &uuml;ber Fiskalmultiplikatoren verschafft, als Sie und ich besitzen.<br>\nDennoch liegt die Zukunft eines Landes (Spanien) mit mehr als 6 Millionen Arbeitssuchenden und einer Arbeitslosenquote von bald 27 Prozent in seinen H&auml;nden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.presseurop.eu\/de\/content\/article\/3705361-was-machen-sie-da-eigentlich-herr-rehn?xtor=RSS-10\">El Pais via Presseurop<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Solidarisch mit Blockupy<\/strong><br>\nWo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht, hei&szlig;t es in einem Aufruf zur Demo am Samstag. DGB, SPD, Gr&uuml;ne und Linke solidarisieren sich.<br>\nSozialdemokraten, Gr&uuml;ne, Linke und Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) rufen zur Teilnahme an der Solidarit&auml;tsdemonstration f&uuml;r Blockupy am Samstag, 8. Juni, auf. Der DGB-Vorsitzende f&uuml;r Frankfurt und Rhein-Main, Harald Fiedler, hat der Blockupy-Bewegung auch angeboten, zu sprechen.<br>\nDie Demo beginnt um 11.30 Uhr auf dem Baseler Platz. Sie folgt der Route, die am vergangenen Samstag geplant war, bevor die Polizei den Zug stoppte. Auf Facebook haben sich unter dem Namen S&uuml;ndenblock bereits 1200 Unterst&uuml;tzer zur Demonstration bekannt. Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht, hei&szlig;t es in diesem Aufruf. Die Mitnahme von politischem Regenschutz wie beschrifteten Regenschirmen wird begr&uuml;&szlig;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/frankfurt\/blockupy-solidarisch-mit-blockupy,1472798,23141546.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Was sich Europa nicht leisten kann: Politiker wie Alexander Graf Lambsdorff<\/strong><br>\nGerade hat der IWF das Scheitern seiner Krisenpolitik und das der EU-Kommission und der EZB eindrucksvoll unter Beweis gestellt, freilich ohne die richtigen Schlussfolgerungen daraus zu ziehen, da meldet sich der Adel aus Br&uuml;ssel auf Spiegel online zu Wort, womit der Spiegel einmal mehr beweist, dass f&uuml;r ihn nicht der Inhalt, sondern der Name z&auml;hlt.<br>\nLambsdorff erweist sich gleich im ersten Absatz als ma&szlig;loser Zyniker. Er nennt die drastischen Ausgaben- und Lohnk&uuml;rzungen, die er den Krisenl&auml;ndern mit verordnet hat, &ldquo;ma&szlig;volle Sparpolitik&rdquo;. Allein daf&uuml;r sollte man ihn auf die Stra&szlig;e setzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/06\/was-sich-europa-nicht-leisten-kann-politiker-wie-alexander-graf-lambsdorff\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wachstumsrhetorik und Lohn-Dumping &ndash; Die deutsch-franz&ouml;sische Initiative<\/strong><br>\nWahrgenommen werden Angela Merkel und der franz&ouml;sische Staatspr&auml;sident seither als die beiden Pole verschiedener Strategien. Die eine will Haushaltskonsolidierung, der andere will Wachstum&hellip;<br>\nDie Kernbotschaft des ersten Abschnittes des Konzeptes lautet: &raquo;Wir werden aktiv f&uuml;r Wachstum und Besch&auml;ftigung.&laquo; Gefordert werden eine Jugendbesch&auml;ftigungsgarantie, f&uuml;r die 6 Mrd. Euro EU-Mittel bereitgestellt werden sollen, eine F&ouml;rderung privater Investitionen durch Strukturfondsmittel und die Europ&auml;ische Investitionsbank und ein &raquo;Pakt f&uuml;r Wachstum und Besch&auml;ftigung&laquo; mit einem Volumen von 120 Mrd. Euro. All das ist l&auml;ngst beschlossen und zudem chancenlos. Es wird nichts nutzen, allen Jugendlichen eine Stelle zu garantieren, wenn mehr als 60% arbeitslos sind und die wirtschaftlichen Perspektiven mau aussehen. Die EU-Mittel sind ein Tropfen auf den hei&szlig;en Stein. Bei den Investitionen handelt es sich in vielen F&auml;llen um schlichte buchhalterische Umwidmungen bereits bestehender, wirkungsarmer Mittel und Konzepte.<br>\nEs geht also um schlichte Symbolpolitik&hellip;<br>\nAlles in allem bleibt festzuhalten, dass die deutsch-franz&ouml;sische Initiative zwar wenig neues auf den Tisch bringt, wohl aber eine Art Interessensausgleich beinhaltet, der beide Regierungen st&auml;rken k&ouml;nnte. Die VerliererInnen der Initiative sind die ArbeitnehmerInnen der Eurozone.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.axel-troost.de\/article\/7175.wachstumsrhetorik-und-lohn-dumping-die-deutsch-franzoesische-initiative.html\">Axel Troost<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>DIW: H&ouml;here &bdquo;Reichensteuern&ldquo;: M&ouml;glichkeiten und Grenzen<\/strong><br>\n&hellip;Verm&ouml;gensbezogene Steuern weisen in beiden L&auml;ndern ein im internationalen Vergleich weit unterdurchschnittliches Gewicht auf, das gegen den internationalen Trend gesunken ist: W&auml;hrend im Durchschnitt der OECD (EU-15) verm&ouml;gensbezogene Steuern 2010 1,8 Prozent (1,9 Prozent) des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausmachten, waren es in Deutschland lediglich 0,8 Prozent und in &Ouml;sterreich gar nur 0,5 Prozent. Dass Deutschland wie &Ouml;sterreich im OECD-Vergleich auf den hinteren R&auml;ngen rangieren, ist Ergebnis der Abschaffung beziehungsweise langfristigen Erosion verm&ouml;gensbezogener Steuern. Eine allgemeine Verm&ouml;gensteuer wird in &Ouml;sterreich seit 1994 und in Deutschland seit 1997 nicht mehr erhoben. Die Wertpapiersteuer wurde in Deutschland 1965, in &Ouml;sterreich 1995 abgeschafft; die B&ouml;rsenumsatzsteuer folgte 1991 beziehungsweise 2000. Seit Mitte 2008 werden in &Ouml;sterreich Erbschaften und Schenkungen nicht mehr besteuert. Die deutsche Erbschaft- und Schenkungsteuer wurde nach mehreren Anl&auml;ufen 2009 grundlegend reformiert. Die sehr gro&szlig;z&uuml;gigen Ausnahmen vor allem f&uuml;r betriebliche Verm&ouml;gen stellen jedoch die Legitimit&auml;t und Verfassungskonformit&auml;t dieser Steuer in Frage und erlauben nur ein moderates Aufkommen. In beiden L&auml;ndern speist sich daher inzwischen das Aufkommen an verm&ouml;gensbezogenen Steuern haupts&auml;chlich aus Grund- und Grunderwerbsteuer, wobei die Grundsteuerbelastung aufgrund von veralteten Einheitswerten gering ist. Dazu erheben beide L&auml;nder seit 2011 eine Bankenabgabe.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/ejournals.duncker-humblot.de\/doi\/pdf\/10.3790\/vjh.82.1.5\">DIW Einleitung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/sixcms\/detail.php?id=diw_01.c.422113.de\">Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung,1 \/ 2013, H&ouml;here &ldquo;Reichensteuern&rdquo;: M&ouml;glichkeiten und Grenzen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Erfolgsfall Lettland?<\/strong><br>\nHier einige Indizien. Wir haben den Zeitpunkt vor Ausbruch der Krise (2007) gleich 100 gesetzt, um erkennen zu k&ouml;nnen, wie &ldquo;eindrucksvoll&rdquo; die Austerit&auml;tspolitik der lettischen Regierung tats&auml;chlich war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/06\/kurz-nachgeschaut-erfolgsfall-lettland\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die in Thorsten Hilds Artikel angebotenen Schaubilder sagen mehr als tausend Worte.<\/em> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Zudem ist zu bedenken, da&szlig; neben Deutschland auch Lettland seit vielen Jahren seine Arbeitsmarktprobleme durch den Export von Arbeitslosigkeit auf Kosten seiner Handelspartner (sprich: durch hohe Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;sse) zu l&ouml;sen versucht. <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1152\">Im Blog Annotazioni hei&szlig;t es<\/a> hierzu erg&auml;nzend:<\/em><br>\n<em>&ldquo;Von linker Seite wurde dem &bdquo;Vorbild Lettland&ldquo;-Argument zumeist entgegnet, dass Lettland als kleines Land sehr stark auf Export setzen k&ouml;nne und sein Wirtschaftsaufschwung vor, aber gerade auch nach der Krise (immerhin wuchs das Bruttoinlandsprodukt um 5,5 Prozent in 2011 und 5,6 Prozent in 2012) daher auf Kosten anderer Volkswirtschaften erzielt werde. Dieses Argument ist durchaus richtig &ndash; &uuml;bersieht allerdings, dass insbesondere der j&uuml;ngste R&uuml;ckgang der Arbeitslosigkeit in Lettland keineswegs auf der exportgetriebenen Erholung der Wirtschaft beruht. Es ist dies zudem eine Erholung, die nach einem Einbruch des Bruttoinlandsprodukts um 17,7 Prozent in 2009 ohnehin von einem sehr niedrigen Niveau ausgeht.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Die offizielle Arbeitslosenquote Lettlands hat sich in den Jahren 2011 und 2012 zwar reduziert, befindet sich jedoch noch immer deutlich oberhalb des Niveaus der Vorkrisenzeit (2007). Als eigentlichen Grund f&uuml;r den R&uuml;ckgang der offiziell ausgewiesenen lettischen Arbeitslosigkeit in den Jahren 2011 und 2012 verweist der Blog Annotazioni auf die dortige Auswanderungswelle:<\/em><br>\n<em>&ldquo;Tats&auml;chlich l&auml;sst sich mittlerweile kaum mehr leugnen, dass nicht Wachstum, Exportorientierung und wirtschaftlicher Aufschwung, sondern die massenhafte Auswanderung von Arbeitskr&auml;ften die Arbeitslosenzahlen in Lettland nach unten dr&uuml;ckten. Lettland hatte 2012 insgesamt 340.000 Einwohner weniger als im Jahr 2000. Bei einer Bev&ouml;lkerungszahl von knapp 2,4 Mio. Menschen in 2000 und etwas mehr als 2 Mio. in 2012 entspricht dies einem R&uuml;ckgang der Bev&ouml;lkerung um 14,2 Prozent (alle Zahlen: Eurostat). Das Gros dessen erfolgte nach 2009, also nach Beginn der Krise und der Austerit&auml;ts- und K&uuml;rzungspolitik.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Austerity &ndash; The History of a Dangerous Idea<\/strong><br>\nGovernments today in both Europe and the United States have succeeded in casting government spending as reckless wastefulness that has made the economy worse. In contrast, they have advanced a policy of draconian budget cuts &ndash; austerity &ndash; to solve the financial crisis. We are told that we have all lived beyond our means and now need to tighten our belts. This view conveniently forgets where all that debt came from. Not from an orgy of government spending, but as the direct result of bailing out, recapitalizing, and adding liquidity to the broken banking system. Watch Professor Mark Blyth disucss the main themes of his latest book at Google Talks: Austerity &ndash; The History of a Dangerous Idea<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.social-europe.eu\/2013\/06\/austerity-the-history-of-a-dangerous-idea\/\">Social Europe Journal<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die gef&auml;hrlichste Wette der Wall Street kehrt zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDie Wall Street hat wieder Lust auf ein Risikoinvestment, das ma&szlig;geblich zur massiven Finanzkrise vor f&uuml;nf Jahren beigetragen hat: den synthetischen CDO. Angesichts der mauen Zinsen, die mit anderen Finanzprodukten zu erwirtschaften sind, suchen renditehungrige Investoren nun nach Risiken. J.P. Morgan Chase und Morgan Stanley  wollen in London das Gesch&auml;ft mit den sogenannten synthetischen Collateralized Debt Obligations wieder aufleben lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wallstreetjournal.de\/article\/SB10001424127887323844804578526754263780388.html\">Wall Street Journal<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Widerspr&uuml;che gegen Entscheidungen von SGB-II-Beh&ouml;rden<\/strong><br>\nIm Oktober 2012 lagen den Jobcentern circa 186.000 Widerspr&uuml;che gegen Entscheidungen von SGB-II-Beh&ouml;rden vor. Zu selben Zeit wurde ein Bestand von ungef&auml;hr 202.000 Klagen aus dem Bereich der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitssuchende ermittelt. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (17\/13449) auf eine Kleine Anfrage (17\/13232) der Fraktion Die Linke. Daraus geht auch hervor, dass 53 Prozent der im Oktober 2012 abschlie&szlig;end bearbeiteten Widerspr&uuml;che zur&uuml;ckgewiesen und zehn Prozent der Klagen abgewiesen wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2013_06\/2013_307\/04.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Mindestlohn l&auml;uft dem Sozialstaatsprinzip zuwider<\/strong><br>\nWas in der Debatte um den Mindestlohn &uuml;bersehen wird: Mit dem Grundgesetz ist er schwer vereinbar, weil er dem Sozialstaatsprinzip widerspricht. Wie soll man einem Arbeitnehmer erkl&auml;ren, dass er seinen Job verliert, weil der Arbeitgeber keine 8,50 Euro in der Stunde bezahlen kann. Der Staat darf die Sicherung menschenw&uuml;rdiger Existenzen nicht auf die Unternehmer abw&auml;lzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/grundgesetz-der-mindestlohn-laeuft-dem-sozialstaatsprinzip-zuwider-1.1689577\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers O.L.:<\/strong> Wenn der Verfasser meint, Arbeitnehmer seien dem Lohndumping nicht schutzlos ausgeliefert, weil es gebe ja das Verbot des Lohnwuchers und Gewerkschaften, die f&uuml;r einen angemessenen Lohn eintreten w&uuml;rden,  so ist das realit&auml;tsfremd und nicht geeignet, einer Verfassungswidrigkeit des Mindestlohns das Wort zu reden. Der Lohnwucher wird angesichts der allenthalben niedrigen L&ouml;hne selten in praxi nicht vorkommen. Und die Gewerkschaften? Sie k&ouml;nnen den Besch&auml;ftigten schon deshalb nicht helfen, weil im Niedriglohnbereich  der entsprechende Organisationsgrad sehr d&uuml;rftig ausfallen wird. Wenn der Verfasser zudem meint, das Sozialstaatsprinzip richte sich nur an den Staat, so verkennt er, dass der Grundrechtekanon auch auf privatrechtliche Beziehungen mittelbar im Wege der Auslegung durchschlagen kann. Freilich ist die Privatautonomie und die daraus resultierende Vertragsfreiheit ein sehr hohes Rechtsgut, allerdings gilt sie nicht absolut. Im Gegenteil: Man denke nur an die Regelungen im B&uuml;rgerlichen Recht oder Arbeitsrecht, wo mitunter im Interesse des gegenseitigen Ausgleichs die Privatautonomie Rechte der einzelnen Vertragspartner mehr oder weniger beschnitten oder zumindest begradigt werden. Kurzum: Jedes juristische Argument kann je nach Interessenlage, Parteipr&auml;ferenz  und Staatsauffassung unterschiedlich betrachtet werden.  Der hiesige Versuch aber, den Mindestlohn mit dem Verfassungsrecht zu attackieren, reiht sich unverhohlen in die neoliberale Phalanx derer ein, die einig im Chor rufen: &bdquo;Der Markt wird&rsquo;s schon richten!&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Stuttgart 21: Fatal schiefgelaufen<\/strong><br>\nMit gro&szlig;em Eifer feiert die SPD ihre 150-j&auml;hrige Geschichte. Edzard Reuter (85) hat sie ein Leben lang begleitet. Ein Fazit lautet: Altbackene Traditionen wie der blinde Glaube an den Fortschritt, siehe Stuttgart 21, d&uuml;rfen ihren Weg nicht mehr bestimmen. Sein Gru&szlig;wort &uuml;berschreibt er selbst mit &ldquo;Versp&auml;tete Gedanken&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/denkbuehne\/114\/stuttgart-21-fatal-schiefgelaufen-470.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>SPD will Eigenst&auml;ndigkeit des Kultur- und Mediensektors bei Verhandlungen zu transatlantischem Handelsabkommen st&auml;rken<\/strong><br>\nDie SPD begr&uuml;&szlig;t die Einrichtung eines Handelsabkommens zwischen den USA, der EU und den europ&auml;ischen Mitgliedstaaten. Audiovisuelle und kulturelle Dienstleistungen sollen dabei jedoch ausgenommen werden. In einem Antrag (17\/13732) begr&uuml;nden die Abgeordneten dies damit, dass diese Dienstleistungen nicht nur Wirtschafts-, sondern auch Kulturg&uuml;ter seien, die die Identit&auml;t eines jeden einzelnen Mitgliedstaates widerspiegeln w&uuml;rden. Die Sozialdemokraten kritisieren, dass sich der bisherige Mandatsentwurf allein auf die Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) st&uuml;tze. Dabei w&uuml;rde nicht ber&uuml;cksichtigt werden, dass mit der Unterzeichnung des UNESCO-Abkommens &uuml;ber den Schutz und die F&ouml;rderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen bereits entsprechende Verpflichtungen eingegangen worden seien. Es best&uuml;nde daher die Gefahr, dass Verpflichtungen aus beiden Vertr&auml;gen miteinander kollidieren w&uuml;rden und dass der europ&auml;ische Konsens, Kulturg&uuml;ter nicht allein der Macht des Marktes zu &uuml;berlassen, nicht ausreichend ber&uuml;cksichtigt werden w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2013_06\/2013_306\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Rankings der Wettbewerbsf&auml;higkeit: Lobbyismus in Nadelstreif und Sportgewand<\/strong><br>\nJedes Jahr machen Wettbewerbs-Rankings Schlagzeilen und l&ouml;sen politische Debatten um die Sicherung des Standortes aus. Der seri&ouml;se Nadelstreif der Organisationen, die Rankings durchf&uuml;hren, gemeinsam mit dem sportlichen Gewand der L&auml;nderlisten t&auml;uschen allzu leicht dar&uuml;ber hinweg, dass sie mehr von Willk&uuml;r als von wissenschaftlicher Seriosit&auml;t gepr&auml;gt sind.<br>\nDie Rankings basieren auf willk&uuml;rlichen Annahmen, einer intransparenten Auswahl sowie Gewichtung der Ma&szlig;zahlen, und mangelhafter statistischer Methodologie. Dennoch spielen sie in der politischen Debatte immer wieder eine Rolle. So f&uuml;hren die politischen Wunschlisten von ManagerInnen und statistische Fehlanalysen zu politischen Argumenten gegen Sozialpartnerschaft und das Sozialsystem. Was stattdessen ben&ouml;tigt wird, ist eine sachliche Debatte &uuml;ber die Ziele der Wirtschaftpolitik, eine Abw&auml;gung von Zielkonflikten, und eine kritische  Analyse von empirisch sauber erhobenen Fakten zu den jeweiligen Fragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/rankings-der-wettbewerbsfahigkeit\/\">Arbeit &amp; Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die blamable Demokratie<\/strong><br>\nWenn sich Aussch&uuml;sse, Konferenzen oder Parteitage nicht einigen k&ouml;nnen, spricht der Journalismus h&auml;ufig unbedacht von einer Blamage. Das ist jedoch nicht weniger als die Sprache der Postdemokratie.<br>\nZuletzt sprachen einige Radio- und Fernsehanstalten von einer Blamage f&uuml;r die europ&auml;ischen Au&szlig;enminister, weil sie keine Einigung im Hinblick auf das Waffenembargo gegen Syrien erzielen konnten. Und schon vor vielen Jahren schrieb die taz mal, dass sich die Linke blamiert h&auml;tte, weil es ihr nicht gel&auml;nge, die Positionen von WASG und PDS zu vereinigen. Der Spiegel schreibt indes regelm&auml;&szlig;ig zu SPD-Parteitagen, dass sich diese Partei nachhaltig blamiere, weil sie die Forderungen des linken Fl&uuml;gels nicht mit den Seeheimern zu einer Einheit verschmelze, sprich: mundtot macht.<br>\n&bdquo;Keine Einigung gleich Blamage&ldquo; ist eine journalistische Formel und Schlussfolgerung, die das Wesen eines demokratischen Diskurses nicht erfasst hat. Sie ist ein sensationsl&uuml;sterner Ausspruch, der das demokratische Gepr&auml;ge hinter sich gelassen hat, der also nach-, der postdemokratisch greift.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/823624.die-blamable-demokratie.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Air Merkel<\/strong><br>\nAls Bundeskanzlerin darf Angela Merkel auf Kosten des Steuerzahlers mit dem Regierungsflieger abheben. Geht sie als CDU-Vorsitzende in die Luft, um etwa im Stuttgarter OB-Wahlkampf ihren Kandidaten Sebastian Turner zu unterst&uuml;tzen, muss ihre Partei den Trip bezahlen. Tut sie aber nicht. F&uuml;r Kritiker ein Fall von illegaler Parteienfinanzierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/macht-markt\/114\/air-merkel-474.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Stephan Hebel &ndash; Wahlkampf ohne Sinn<\/strong><br>\nMerkels &ldquo;Wahlgeschenke&rdquo; sind nicht nur teuer und unglaubw&uuml;rdig, wie die Opposition nun klagt. Sie sind auch ungerecht. Fragt sich nur, warum SPD und Gr&uuml;ne das nicht lauter sagen. [&hellip;]<br>\nie CDU-Vorsitzende m&ouml;chte Kindergeld und steuerlichen Kinderfreibetrag gleicherma&szlig;en erh&ouml;hen. Das hei&szlig;t: Wer gut verdient, profitiert &uuml;ber seine Steuererkl&auml;rung mindestens so stark wie der geringer verdienende Empf&auml;nger von Kindergeld, eher st&auml;rker. Die SPD dagegen konzentriert die eingesetzten Mittel ganz auf das Kindergeld. Mit anderen Worten: Sie hat sich f&uuml;r genau jene Umverteilung von oben nach unten entschieden, also f&uuml;r die Schaffung von etwas mehr Gerechtigkeit, die Union und FDP verweigern.<br>\nWarum prangern SPD und Gr&uuml;ne nicht oder nur im Vor&uuml;bergehen die soziale Schieflage an, die bei Merkel selbst dort noch herrscht, wo sie Sozialleistungen verspricht?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/angela-merkel-wahlkampf-ohne-sinn,1472602,23139980.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Kleber vergleicht &ldquo;Tagesschau&rdquo; mit Nordkorea<\/strong><br>\nNachdem Claus Kleber die &ldquo;Tagesschau&rdquo; bereits in der Zeit als &ldquo;gerade &uuml;berlebt&rdquo; kritisiert hatte, legt der &ldquo;heute-journal&rdquo;-Anchor jetzt nach: &ldquo;Aber ich sage auch, das trockene Nachrichtenablesen gibt es heutzutage nur noch um 20 Uhr und im koreanischen Fernsehen&rdquo;, sagte Kleber bei einer Veranstaltung der Kreissparkasse Waiblingen. Auch Sat.1-News-Anchor Marc Bator kritisiert das Konzept seines ehemaligen Arbeitgebers &ldquo;Tagesschau&rdquo;. Manche Meldungen seien schlicht unverst&auml;ndlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/fernsehen\/kleber-vergleicht-tagesschau-mit-nordkorea\/2013\/06\/06.html\">Meedia<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Es soll in diesen Anmerkungen nicht um die Frage gehen, ob die Aufmachung der &ldquo;Tagesschau&rdquo; noch zeitgem&auml;&szlig; ist, sondern um die Art der Kritik des &ldquo;heute-journal&rdquo;-Sprechers Claus Kleber am Nachrichtenformat des Konkurrenzsenders. F&uuml;r die Qualit&auml;t einer Nachrichtensendung sollte es entscheidend sein, die Fernsehzuschauer m&ouml;glichst sachgerecht und objektiv zu informieren. Erst nachgelagert d&uuml;rfte es eine Rolle spielen, die Nachrichtensendung in einem ansprechenden Rahmen zu pr&auml;sentieren. Ob bei der &ldquo;Tagesschau&rdquo; bzw. den &ldquo;Tagesthemen&rdquo; das Hauptkriterium &ndash; die m&ouml;glichst sachgerechte und objektive Information &ndash; erf&uuml;llt ist, sei dahin gestellt. Zahlreiche Moderationen etwa des bisherigen &ldquo;Tagesthemen&rdquo;-Sprechers Tom Buhrow lassen diesbez&uuml;glich eher Zweifel aufkommen. Was nun jedoch die Moderationen des &ldquo;heute-journal&rdquo;-Sprechers Claus Kleber anbelangt, so sind diese ein recht eindeutiger Beleg daf&uuml;r, da&szlig; selbst das ansprechendste Styling einer Nachrichtensendung inhaltliche Defizite nicht wettmachen kann. Denn das smarte Auftreten Klebers kann nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, da&szlig; dieser sich h&auml;ufig als Propagandist zu Gunsten des schwarz-gelben Lagers bzw. der neoliberalen Ideologen bet&auml;tigt. Beispiele hierf&uuml;r lassen sich &uuml;ber die Suchfunktion der NachDenkSeiten finden. Claus Kleber sollte daher achtgeben, da&szlig; der von ihm gezogene Nordkorea-Vergleich nicht auf ihn selbst zur&uuml;ckf&auml;llt. Im &uuml;brigen zeigt auch der Veranstaltungsrahmen, in dem er seine &Auml;u&szlig;erung get&auml;tigt hat (eine Sparkassen-Veranstaltung), welchen Interessen Claus Kleber sich vor allem verpflichtet f&uuml;hlt: den Interessen der wirtschaftsnahen Institutionen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-17523","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17523","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=17523"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17523\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17526,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17523\/revisions\/17526"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=17523"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=17523"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=17523"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}