{"id":17544,"date":"2013-06-10T08:37:30","date_gmt":"2013-06-10T06:37:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17544"},"modified":"2013-06-10T08:37:30","modified_gmt":"2013-06-10T06:37:30","slug":"hinweise-des-tages-1896","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17544","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17544#h01\">Blockupy<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17544#h02\">Prism<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17544#h03\">Einkommen in Deutschland &ndash; &ldquo;Problematisches Ma&szlig; an Ungleichheit&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17544#h04\">Austerit&auml;t funktioniert nicht &ndash; Europa steckt nach wie vor in einer Rezession<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17544#h05\">Geheimes Parallelrecht &ndash; Wie Gro&szlig;konzerne politische Entscheidungen attackieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17544#h06\">Schwache US-Daten befeuern den Dax<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17544#h07\">Bahrs Pflegepolitik ist gescheitert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17544#h08\">Was Verk&auml;ufer\/innen im Einzelhandel verdienen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17544#h09\">Mehr Licht ins Dunkel der Rohstoffbranche &ndash; Die Transparenz-Initiative der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17544#h10\">Telekom: Das erdrosselte Internet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17544#h11\">Trotz Haftstrafe: Baufirma Strabag will Skandalbanker Gribkowsky einstellen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17544#h12\">Urteil: Br&uuml;ssel darf Industrie an Geheimverhandlungen beteiligen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17544#h13\">Fall Mollath: Der Stolperstein der Beate Merk<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17544#h14\">Gesummse unter der Berliner K&auml;seglocke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17544#h15\">Alternative f&uuml;r Deutschland: Eine Alternative zur Demokratie?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17544#h16\">zu guter Letzt: Inside the United States<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17544&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Blockupy: So war es nicht! Gegen die Ausgrenzung gesellschaftlicher Opposition durch Polizei und Teile der Medien<\/strong><br>\nWir, politisch und sozial aktive Menschen aus dem Rhein-Main-Gebiet und TeilnehmerInnen der Demonstration des Blockupy-B&uuml;ndnisses am 01.06.2013 in Frankfurt am Main, sehen uns angesichts der Darstellung der Polizei und ihrer teilweise immer noch unkritischen Verbreitung zu einer Stellungnahme veranlasst. Wir widersprechen den Klischees, wonach die Polizei durch einige &bdquo;Chaoten&ldquo; und &bdquo;Randalierer&ldquo; gezwungen gewesen sei, Ma&szlig;nahmen zur Herstellung von &ouml;ffentlicher Ordnung, Gesetz und Sicherheit zu ergreifen. Auch wenn sich erfreulicherweise einige Tageszeitungen diesem Tenor nicht anschlie&szlig;en, entsteht vor allem durch Verlautbarungen der Polizei und deren unkritische Verbreitung in Teilen der &Ouml;ffentlichkeit doch wieder dieses Bild. Aber es entspricht nicht den Tatsachen. Wir, die VerfasserInnen und UnterzeichnerInnen dieses Briefes, haben an unterschiedlichen Orten an der Demonstration teilgenommen und &uuml;ber Stunden das Geschehen direkt verfolgt und teilweise dokumentiert. (&hellip;)<br>\nEs geht hier nicht nur um das Recht auf freie Meinungs&auml;u&szlig;erung und Demonstration. Dar&uuml;ber hinaus geht es um das Recht auf k&ouml;rperliche Unversehrtheit derjenigen, die sich f&uuml;r gesellschaftliche Ver&auml;nderungen engagieren und demonstrieren. Auf der Demonstration insgesamt, und insbesondere unter den betroffenen Eingekesselten und Verletzten, finden sich viele junge Menschen, jene also, die bekannterma&szlig;en von den aktuellen sozialen Entwicklungen in Europa (Stichwort Jugendarbeitslosigkeit) besonders hart getroffen sind. Diese jungen Menschen &ndash; und mit ihnen viele andere Demonstrierende &ndash; auf das Klischee der irrationalen St&ouml;rer zu reduzieren, ist nicht nur konkret unangemessen, es ist insgesamt politisch fahrl&auml;ssig. Es verunglimpft Menschen, die sich um die krisenhaften Entwicklungen in unseren Gesellschaften in Europa sorgen und die sich deshalb engagieren. Und es behindert und diffamiert die dringend notwendige gesellschaftliche Debatte &uuml;ber eine Neuausrichtung der europ&auml;ischen Politik in der Perspektive sozialer Partizipation und demokratischer Inklusion.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jensewernicke.wordpress.com\/2013\/06\/08\/blockupy-so-war-es-nicht-gegen-die-ausgrenzung-gesellschaftlicher-opposition-durch-polizei-und-teile-der-medien\/\">Jens Wernicke<\/a>\n<p><strong>Dazu: Mehrere Tausend demonstrieren gegen Polizeikessel<\/strong><br>\nMehr als 6.000 Menschen haben in Frankfurt\/Main gegen den Polizeieinsatz bei der Blockupy-Demonstration vor einer Woche protestiert. Die Polizei sprach von 6.500 Teilnehmern, die Veranstalter von bis zu 12.000. Am vergangenen Samstag waren rund 1.000 Menschen stundenlang eingekesselt worden. Demonstranten und auch Journalisten hatten den Polizeieinsatz als zu hart kritisiert. Hessens Innenminister Rhein, CDU, bezeichnete das Vorgehen dagegen als angemessen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/nachrichten\/201306082300\/2\">Deutschlandfunk<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Prism<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gespr&auml;ch mit Frank Rieger vom CCC. Der Zugriff auf die Informationen ist total<\/strong><br>\nJetzt wird es amtlich: Der amerikanische Geheimdienst NSA greift in gro&szlig;em Stil auf Telefonverbindungen und auf die Daten der Internetkonzerne zu. Die geben sich ahnungslos. Sollen wir ihnen glauben? (&hellip;)<br>\nDie &bdquo;Washington Post&ldquo; berichtet, dass sich die amerikanische Regierung in gro&szlig;em Ausma&szlig; Zugriff auf Telefon- und Internetdaten verschafft. Das entsprechende Projekt hei&szlig;t &bdquo;Prism&ldquo;. Ist die Existenz einer solchen &Uuml;berwachungsma&szlig;nahme eine &Uuml;berraschung?<br>\nNicht wirklich. Ger&uuml;chte dar&uuml;ber gibt es schon sehr lange. Die Russen und die Chinesen haben ihre B&uuml;rger immer wieder gewarnt und gesagt: Passt auf, wenn ihr amerikanische Internetunternehmen benutzt, dann landen die Daten auch bei den Geheimdiensten. Und wenn man sich die Historie der National Security Agency NSA anguckt, ist das erst recht keine &Uuml;berraschung. Die Vorl&auml;uferorganisation &bdquo;Black Chamber&ldquo;, die nach dem Ersten Weltkrieg von Herbert Yardley ins Leben gerufen wurde, hat dasselbe mit den Telegraphen-Unternehmen gemacht. Da wurden nachts die Telegramme kopiert. Das verdeutlicht, dass es sich hier um einen normalen modus operandi handelt, den der amerikanische Geheimdienst seit Beginn seiner Existenz pflegt. (&hellip;)<br>\nM&uuml;ssen wir davon ausgehen, dass es in Europa, dass es in der Bundesrepublik einen &auml;hnlichen Zugriff der Geheimdienste auf den Online-Datenverkehr gibt?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/gespraech-mit-frank-rieger-vom-ccc-der-zugriff-auf-die-informationen-ist-total-12213355.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>What&rsquo;s the Matter with Metadata?<\/strong><br>\nDianne Feinstein, a Democrat from liberal Northern California and the chairman of the Senate Select Committee on Intelligence, assured the public earlier today that the government&rsquo;s secret snooping into the phone records of Americans was perfectly fine, because the information it obtained was only &ldquo;meta,&rdquo; meaning it excluded the actual content of the phone conversations, providing merely records, from a Verizon subsidiary, of who called whom when and from where. In addition, she said in a prepared statement, the &ldquo;names of subscribers&rdquo; were not included automatically in the metadata (though the numbers, surely, could be used to identify them). &ldquo;[&hellip;] So how bad could it be?<br>\nThe answer, according to the mathematician and former Sun Microsystems engineer Susan Landau, whom I interviewed while reporting on the plight of the former N.S.A. whistleblower Thomas Drake and who is also the author of &ldquo;Surveillance or Security?,&rdquo; is that it&rsquo;s worse than many might think.<br>\n&ldquo;The public doesn&rsquo;t understand,&rdquo; she told me, speaking about so-called metadata. &ldquo;It&rsquo;s much more intrusive than content.&rdquo; She explained that the government can learn immense amounts of proprietary information by studying &ldquo;who you call, and who they call. If you can track that, you know exactly what is happening&mdash;you don&rsquo;t need the content.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.newyorker.com\/online\/blogs\/newsdesk\/2013\/06\/verizon-nsa-metadata-surveillance-problem.html?mbid=nl_Daily%20%28260\">The New Yorker<\/a><\/li>\n<li><strong>Polizeigewerkschaft sieht US-&Uuml;berwachung als Vorbild<\/strong><br>\nDer Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, hat sich positiv &uuml;ber das NSA-&Uuml;berwachungsprogramm Prism ge&auml;u&szlig;ert. Laut Berichten hat der Geheimdienst seit Jahren bei Microsoft, Yahoo, Google, Facebook, Youtube, Skype, AOL und Apple direkten Zugriff auf die Daten der Nutzer.<br>\n&ldquo;Ich habe die gro&szlig;e Hoffnung, dass wir uns in Deutschland nicht l&auml;nger auf unser Gl&uuml;ck verlassen, sondern der Bev&ouml;lkerung klipp und klar sagen, was zur Verbesserung polizeilicher Analysekompetenz n&ouml;tig ist&rdquo;, sagte Wendt Handelsblatt Online. Das &ldquo;wertvollste&rdquo; B&uuml;rgerrecht sei der Schutz vor Terror und Kriminalit&auml;t. &ldquo;Pr&auml;sident Barack Obama argumentiert mutig, entschlossen und er hat fachlich hundertprozentig recht&rdquo;, betonte Wendt. &ldquo;Diese Politik w&uuml;nschte ich mir auch in Deutschland und Europa.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.golem.de\/news\/prism-polizeigewerkschaft-sieht-us-totalueberwachung-als-vorbild-1306-99694.html\">golem<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Der &bdquo;Polizei-Chef&ldquo; im DBB scheint einen Skandal noch toppen zu wollen. Deswegen und auch wegen seiner Verteidigung des Polizei-Einsatzes bei den Blockupy-Protesten (siehe hier: <a href=\"http:\/\/www.dpolg.de\/front_content.php?idcatart=1276&amp;lang=1&amp;client=1\">DPolG: Polizei handelte richtig und konsequent bei den Blockupy-Protesten<\/a>) sollte er &uuml;ber seinen R&uuml;cktritt nachdenken.<\/em><br>\n<em>Wer &bdquo;sehr wahrscheinlich&ldquo; eine Straftat begehen wolle, hat also noch keine begangen. Das erinnert sehr an &bdquo;minority report&ldquo; von Philip K. Dick.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Einkommen in Deutschland &ndash; &ldquo;Problematisches Ma&szlig; an Ungleichheit&rdquo;<\/strong><br>\nTrotz guter Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hat sich die Lage der Geringverdiener hierzulande seit 2005 nicht wesentlich verbessert. Einer aktuellen Studie zufolge liegt Deutschlands Niedriglohnsektor im EU-Vergleich auf Platz sieben &ndash; &ldquo;sowohl sozial als auch wirtschaftlich hochproblematisch&rdquo;, wie die Verantwortlichen der Untersuchung sagen.<br>\n&ldquo;Der deutsche Niedriglohnsektor ist einer der gr&ouml;&szlig;ten in der EU. Ein substanzieller Mindestlohn und die Stabilisierung des Tarifsystems k&ouml;nnten das &auml;ndern.&rdquo; Was das Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung auf ihrer Homepage als Quintessenz einer neuen Studie angibt, ist besorgniserregend.<br>\n22,2 Prozent aller Besch&auml;ftigten mussten nach der aktuellsten europ&auml;ischen Lohnstrukturerhebung im Jahr 2010 mit einem Niedriglohn auskommen, berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe. Sie verdienten weniger als zwei Drittel des mittleren Stundenlohns, also im Westen knapp 11 Euro und im Osten 8,30 Euro. Damit hat die Bundesrepublik den siebtgr&ouml;&szlig;ten Niedriglohnsektor in der EU, zwischen sechs und acht Millionen Menschen sind betroffen. H&ouml;her war der Anteil der niedrig bezahlten Arbeitnehmer nur in den drei baltischen Staaten, in Rum&auml;nien, Polen und Zypern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/einkommen-in-deutschland-problematisches-mass-an-ungleichheit-1.1692034\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Austerit&auml;t funktioniert nicht &ndash; Europa steckt nach wie vor in einer Rezession<\/strong><br>\nDas sechste Quartal in Folge steckt Europa in einem Zustand der wirtschaftlichen Rezession. Die j&uuml;ngsten von Eurostat bekanntgegebenen Zahlen zeigen, dass im ersten Quartal 2013 das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Eurozone (EU-17) um 0,2 Prozent gesunken ist, verglichen mit dem Vorquartal. In den 27 Staaten der Europ&auml;ischen Union insgesamt ist das BIP um 0,1 Prozent gesunken. Neun der siebzehn L&auml;nder, die der Eurozone angeh&ouml;ren, befinden sich momentan in einer Rezession.<br>\nSogar in Deutschland, dem Motor der europ&auml;ischen Wirtschaft, beginnt sich das Wachstum deutlich zu verlangsamen. Im ersten Quartal 2013 betrug es gerade noch armselige 0,1 Prozent &ndash; schlechter, als es Expertinnen und Experten erwartet hatten. Die Krise trifft alle Staaten, auch die traditionell st&auml;rkeren.<br>\nEs handelt sich um die l&auml;ngste Phase einer wirtschaftlichen Rezession seit der Einf&uuml;hrung der einheitlichen europ&auml;ischen W&auml;hrung. Verglichen mit dem Vorjahr betrug der R&uuml;ckgang des BIP ein Prozent. Die Folge war ein Anstieg der Arbeitslosenrate, die im M&auml;rz 2013 in der Eurozone das Rekordniveau von 12,1 Prozent erreichte (10,9 Prozent in der EU-27). Dies entsprach einem Anstieg um 0,1 Prozent gegen&uuml;ber dem Vormonat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1213\">annotazioni<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Geheimes Parallelrecht &ndash; Wie Gro&szlig;konzerne politische Entscheidungen attackieren<\/strong><br>\nEs geht um den Einfluss gro&szlig;er multinationaler Konzerne, die Entmachtung der Politik und um geheime Verfahren, die uns Steuerzahler sehr viel Geld kosten k&ouml;nnen. Klingt wie eine Verschw&ouml;rungstheorie, ist aber politische Realit&auml;t. Die Rede ist von so genannten &bdquo;Investitionsschutzabkommen&ldquo;. Internationale Vertr&auml;ge, mit denen Gro&szlig;konzerne ihre Interessen gegen&uuml;ber Staaten, an Gerichten vorbei, durchsetzen k&ouml;nnen. Oft geht es dabei um Milliardenbetr&auml;ge, um die hinter verschlossenen T&uuml;ren verhandelt wird. Die &Ouml;ffentlichkeit bekommt davon meist nichts mit. Und selbst Politiker staunen, wie ihnen hier die Macht des Handelns aus der Hand genommen wird. Stefan Stuchlik und Frauke Steffens bringen Licht ins Dunkel.&ldquo;<br>\nProzesse im Hinterzimmer. Firmen gegen Staaten. Gro&szlig;konzerne wie Chevron, Philip Morris und Vattenfall. Es geht um Milliarden und um gro&szlig;e Politik. Kaum jemand wei&szlig; von diesen geheimen Verfahren, zu denen die &Ouml;ffentlichkeit keinen Zugang hat. Die Verhandlungsgrundlage: So genannte Investitionsschutzabkommen. Sie wei&szlig;, was sich dahinter verbirgt: Pia Eberhardt forscht seit Jahren &uuml;ber solche internationalen Vertr&auml;ge. Auch Deutschland hat diese Vertr&auml;ge abgeschlossen, eigentlich um deutsche Firmen im Ausland vor Enteignung zu sch&uuml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/sendungen\/2013\/0606\/recht.php5\">WDR Monitor<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Schwache US-Daten befeuern den Dax<\/strong><br>\nDer Jubel war gro&szlig;, nachdem die US-Arbeitsmarktdaten ver&ouml;ffentlicht wurden. Entgegen der Prognosen der Experten, die von einer Arbeitslosenquote von 7,5 Prozent ausgegangen waren, stieg die Quote auf 7,6 Prozent. Was schlecht f&uuml;r die Konjunktur ist, ist derzeit gut f&uuml;r die B&ouml;rsen. Der Dax, der bis dahin im Minus verweilte und sich zwischenzeitlich sogar gef&auml;hrlich nahe der 8.000 Punkte-Marke n&auml;herte, stieg im Anschluss an die Arbeitsmarktzahlen deutlich ins Plus. Am Ende reichte es f&uuml;r ein sattes Plus von 1,9 Prozent auf 8.255 Punkte &ndash; das gr&ouml;&szlig;te Tagesplus seit fast sechs Wochen. (&hellip;) Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank &auml;u&szlig;erte sich positiv. &bdquo;Der Stellenzuwachs ist f&uuml;r einen deutlichen Abbau der Arbeitslosenquote zu schwach. F&uuml;r eine vorschnelle Drosselung der monatlichen Wertpapieraufk&auml;ufe der Fed bietet das keine Grundlage&ldquo;, sagte der Experte. Die Finanzm&auml;rkte sollten sich freuen, denn die moderate Erholung der US-Wirtschaft setze sich fort und die US-Notenbank d&uuml;rfte vorerst bei ihrem eingeschlagenem Kurs bleiben. Seit Monaten profitieren die Aktienm&auml;rkte von den niedrigen Zinsen, die viele andere Anlagen unrentabel machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/boerse-maerkte\/marktberichte\/boerse-frankfurt-schwache-us-daten-befeuern-den-dax\/8313716.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Man kann es zynisch nennen, aber &ldquo;moralisches Verhalten&rdquo; geh&ouml;rt nun einmal nicht zu den handlungsleitenden Motiven der Aktienh&auml;ndler: Die US-Arbeitsmarktdaten fielen schlechter aus als von den sog. Experten erwartet, &ldquo;der Jubel&rdquo; an den Aktienm&auml;rkten in Europa und den USA sei jedoch &ldquo;gro&szlig;&rdquo; gewesen, so das Handelsblatt. Was sich in dieser Reaktion der Aktienm&auml;rkte widerspiegele, sei die Hoffnung auf ein auch in den kommenden Monaten niedriges Zinsniveau, wodurch verzinsliche Kapitalanlagen unrentabel seien.<\/em><br>\n<em>Die <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/boerse-maerkte\/marktberichte\/boerse-frankfurt-dax-mit-hoechstem-schlusskurs-aller-zeiten\/8156942.html\">Handelsblatt-Berichterstattung<\/a> zu den aktuellen US-Arbeitsmarktdaten und deren Auswirkungen auf die B&ouml;rsenentwicklung zeigt einmal mehr, mit welch windigen Methoden die &ldquo;Argumente&rdquo; f&uuml;r die Entwicklungen an den Aktienm&auml;rkten  so zurechtgebogen werden, da&szlig; sie diese scheinbar rational erkl&auml;ren. Denn die US-Arbeitsmarktdaten zeigten vor 5 Wochen (am 3.5.2013) im Vergleich zu den aktuellen US-Arbeitsmarktdaten in die genau entgegengesetze Richtung: sie fielen Anfang Mai besser aus als von den &ldquo;Experten&rdquo; erwartet. Das Handelsblatt schrieb zum damaligen Zeitpunkt unter der &Uuml;berschrift &ldquo;Dax mit h&ouml;chstem Schlusskurs aller Zeiten&rdquo; &ndash; man mag es unter Ber&uuml;cksichtigung der aktuellen Handelsblatt-Agrumentation kaum glauben: &ldquo;Ein unerwartet starker US-Arbeitsmarktbericht hat dem Dax kr&auml;ftig Schwung verpasst. Bis zum Allzeithoch fehlen nur wenige Punkte. Die Wall Street feiert schon neue Rekorde.&rdquo;<\/em><br>\n<em>F&auml;llt die US-Arbeitsmarktentwicklung besser aus als von &ldquo;Experten&rdquo; erwartet (Anfang Mai 2013), wird dies vom Handelsblatt (und nicht nur von diesem) als Begr&uuml;ndung f&uuml;r starke Kursanstiege an den Aktienm&auml;rkten herangezogen, f&auml;llt diese Entwicklung schlechter aus als erwartet (Anfang Juni 2013), wird dies ebenfalls als Ursache f&uuml;r kr&auml;ftige Kursgewinne genannt. Das tonangebende Prinzip dieser Art von Aktienmarkt-Berichterstattung scheint die Beliebigkeit zu sein. Die Motivation f&uuml;r derart willk&uuml;rliche &ldquo;Argumentationen&rdquo;: Der &Ouml;ffentlichkeit soll stets mit scheinbar logischen &ldquo;Argumenten&rdquo; eine scheinbare &ldquo;Rationalit&auml;t&rdquo; der Aktienmarkt-Entwicklungen vorgespielt werden.<\/em><br>\n<em>Der im aktuellen Handelsblatt-Beitrag genannte Grund f&uuml;r die starken Kursgewinne am vergangenen Freitag d&uuml;rfte jedoch der eigentlichen Ursache sowohl Anfang Mai als auch Anfang Juni recht nahe kommen: der Niedrigzinspolitik der Notenbanken. Anfang Mai wurden die Leitzinsen von der EZB um 0,25 Prozentpunkte gesenkt. Aktuell &ndash; hier ist dem Handelsblatt zuzustimmen &ndash; erwecken die schlechten US-Arbeitsmarktdaten bei den &ldquo;Marktteilnehmern&rdquo; die Hoffnung auf ein Fortdauern der weltweiten Niedrigzinspolitik und damit auf eine auch weiterhin nur geringe Attraktivit&auml;t verzinslicher Kapitalanlagen. Dies auch vor dem Hintergrund, da&szlig; die Kreditnachfrage insbesondere von Seiten der Unternehmen nur schwach ausgepr&auml;gt ist: Die staatliche Austerit&auml;tspolitik, Einschnitte in die sozialen Sicherungssysteme sowie Reallohnsenkungen f&uuml;hren in zahlreichen Staaten zu Nachfrager&uuml;ckg&auml;ngen durch die privaten Haushalte und damit sowohl zu einer Verschlechterung der Absatzperspektiven als auch &ndash; in deren Gefolge &ndash; zu einer schwachen Investitionsneigung bei den Unternehmen. Dieses negative Zusammenspiel von r&uuml;ckl&auml;ufiger Nachfrage der Privathaushalte und daraus resultierender Eintr&uuml;bung bei den Unternehmensinvestitionen steht einer Verbesserung der wirtschaftlichen Perspektiven und damit einem Anstieg des Zinsniveaus im Wege. In der Konsequenz bedeutet dies dar&uuml;ber hinaus: An den Aktienm&auml;rkten drohen wegen der &ldquo;Flucht&rdquo; aus niedrig verzinslichen Kapitalanlagen in scheinbar h&ouml;her rentierliche Aktien neue Spekulationsblasen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bahrs Pflegepolitik ist gescheitert<\/strong><br>\nMehr Geld aus der Pflegeversicherung f&uuml;r Demenzkranke? Der Bericht des Pflegebeirats wird nicht konkret und bel&auml;sst es bei der bleibenden Leistungsungerechtigkeit.<br>\nDemenzkranke in Deutschland werden weiterhin vertr&ouml;stet. Mit h&ouml;heren Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung k&ouml;nnen sie jedenfalls vorerst nicht rechnen: Der Pflegebeirat der Bundesregierung hat beschlossen, keinerlei konkrete Finanzierungsszenarien zu empfehlen, mit denen sich die derzeitige Ungleichbehandlung von geistigen gegen&uuml;ber k&ouml;rperlichen Einschr&auml;nkungen im Leistungsrecht abschaffen lie&szlig;e.<br>\nDas geht aus einem vertraulichen Entwurf f&uuml;r den &bdquo;Bericht des Expertenbeirats zur konkreten Ausgestaltung des neuen Pflegebed&uuml;rftigkeitsbegriffs&ldquo; hervor, der am Freitag an die mehr als 50 Mitglieder des Beirats verschickt wurde und nun auch der taz vorliegt. W&ouml;rtlich hei&szlig;t es in dem 218-seitigen Papier: &bdquo;Die Beispielsrechnungen verstehen sich (&hellip;) als analytische Werkzeuge zur Unterst&uuml;tzung der gesetzgeberischen Entscheidung &uuml;ber ein neues Leistungsrecht, ohne dass der Expertenbeirat sich ausdr&uuml;cklich f&uuml;r ein Beispiel oder eine Kombination entscheidet.&ldquo; Das Problem der Leistungsgerechtigkeit innerhalb der Pflegeversicherung bleibt damit ungel&ouml;st.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Hilfe-fuer-Demenzkranke\/!117755\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Was Verk&auml;ufer\/innen im Einzelhandel verdienen<\/strong><br>\nDas Bruttomonatseinkommen von Verk&auml;uferinnen und Verk&auml;ufern im Einzelhandel betr&auml;gt auf Basis einer 38-Stunden-Woche ohne Sonderzahlungen durchschnittlich 1.890 Euro. Zu diesem Ergebnis kommt eine Online-Umfrage des Internetportals <a href=\"http:\/\/www.lohnspiegel.de\">Lohnspiegel<\/a>, das vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut, dem WSI-Tarifarchiv der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung betreut wird. An der Umfrage haben sich rund 1.400 Verk&auml;uferinnen und Verk&auml;ufer beteiligt. &bdquo;Unsere Daten zeigen eine gro&szlig;e Unzufriedenheit der Besch&auml;ftigten mit ihrem Einkommen&ldquo;, sagt WSI-Tarifexperte Reinhard Bispinck: &bdquo;62 Prozent der Befragten geben an, dass sie mit ihrer Bezahlung &uuml;berhaupt nicht zufrieden bzw. eher unzufrieden sind.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.verdi.de\/themen\/nachrichten\/++co++16933116-cf83-11e2-92cf-0019b9e321cb\">ver.di<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Mehr Licht ins Dunkel der Rohstoffbranche &ndash; Die Transparenz-Initiative der EU<\/strong><br>\nAm 10. Juni wird das Europaparlament ein Gesetz verabschieden, das f&uuml;r mehr Transparenz auf dem globalen Rohstoffmarkt sorgen soll. Lange Zeit hatten EU-Kommission, NGOs und Entwicklungsl&auml;nder darauf gedrungen. Allein ein EU-Staat hatte die Initiative monatelang blockiert: Deutschland.<br>\nIm Hochland Papua Neuguineas stehen Ruben und Maria am Watut- Fluss und diskutieren, wie man sauberes Trinkwasser in die D&ouml;rfer bringen kann. Milchig braunes Wasser des Watuts fliesst tr&auml;ge an den beiden vorbei. Nur einige Kilometer flussaufw&auml;rts leitet die australische Hidden Valley Gold Mine ihren Abraum direkt in den Fluss. Das aufgebrochene Sediment der Mine enth&auml;lt Schwermetalle und Gifte. Die Verseuchung des Wassers hat das Leben der Menschen in dieser Region drastisch ver&auml;ndert, sagt Ruben.<br>\n&ldquo;Als 2005 die Planung und der Aufbau der Hidden Valley Goldmine begann hat niemand mit uns gesprochen. Wir waren bei den Verhandlungen nicht dabei. Seit 2008 ist die Mine in Betrieb und seitdem sind viele Menschen hier an sehr merkw&uuml;rdigen Krankheiten gestorben. Wir haben uns zu einer Watut-River-B&uuml;rgerinitiative zusammengeschlossen, um uns zu wehren.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/hintergrundpolitik\/2135519\/\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Telekom: Das erdrosselte Internet<\/strong><br>\nRen&eacute; Obermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom, hat nach eigenen Angaben mit Protest gegen die Drosselungspl&auml;ne seines Unternehmens gerechnet: Fortan ist in DSL-Vertr&auml;gen der Telekom eine Obergrenze f&uuml;r das enthaltene Datenvolumen festgeschrieben. Sobald diese erreicht wird, reduziert das Unternehmen die Geschwindigkeit des Breitbandanschlusses auf ein Minimum. Dass sich die Kritik daran in k&uuml;rzester Zeit zu einem veritablen, &uuml;ber Wochen andauernden Shitstorm ausweiten w&uuml;rde, d&uuml;rfte Obermann dann allerdings doch &uuml;berrascht haben.<br>\nDabei hat sich die Telekom allergr&ouml;&szlig;te M&uuml;he gegeben, die Vertragsanpassungen f&uuml;r Festnetzvertr&auml;ge, die seit dem 2. Mai dieses Jahres greifen, m&ouml;glichst harmlos klingen zu lassen. Europas gr&ouml;&szlig;tes Telekommunikations- und Internet-Unternehmen argumentiert mit den hohen Kosten f&uuml;r den Netzausbau. Und mit Fairness: Wer viel verbraucht, soll entsprechend mehr zahlen. Der Durchschnittshaushalt w&uuml;rde derzeit nicht mehr als 20 Gigabyte im Monat nutzen, beschwichtigt die Telekom. Ausschlie&szlig;lich drei Prozent der Nutzer, die die Telekom als &bdquo;Vielsurfer&ldquo; bezeichnet, w&auml;ren demnach von der Drosselung betroffen. Wollen diese wieder schneller surfen, m&uuml;ssen sie Datenpakete hinzubuchen &ndash; ganz so, wie es im Mobilfunkbereich bereits der Fall ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2013\/juni\/telekom-das-erdrosselte-internet\">Bl&auml;tter<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Trotz Haftstrafe: Baufirma Strabag will Skandalbanker Gribkowsky einstellen<\/strong><br>\nAus dem Bau an den Bau: Der &ouml;sterreichische Baukonzern Strabag will den verurteilten Ex-BayernLB-Manager Gerhard Gribkowsky anstellen. Er solle im Finanzbereich des Konzerns unterkommen &ndash; vermutlich in der Projektfinanzierung, sagte eine Strabag-Sprecherin am Freitag und best&auml;tigte damit einen Bericht der &ldquo;Wirtschaftswoche&rdquo;.<br>\nDas M&uuml;nchner Landgericht hatte Gribkowsky im Juni 2012 wegen Bestechlichkeit und Untreue zu einer Freiheitsstrafe von achteinhalb Jahren verurteilt &ndash; rund ein Viertel davon hat er bereits durch die Untersuchungshaft verb&uuml;&szlig;t.<br>\nStrabag will allerdings nicht warten, bis Gribkowsky aus der Haft entlassen wird. Der Konzern hofft darauf, dass der Ex-Banker Freigang bekommt. Das m&uuml;sse die Justiz entscheiden. Davon sei auch sein m&ouml;glicher Dienstantritt bei dem Baukonzern abh&auml;ngig, sagte die Sprecherin.<br>\nDer scheidende Strabag-Chef und Gro&szlig;aktion&auml;r Hans Peter Haselsteiner steht voll hinter dem Schritt. &ldquo;Ich glaube nicht, dass er mich betr&uuml;gen wird&rdquo;, zitierte ihn die &ldquo;Wirtschaftswoche&rdquo;. Er halte nichts davon, jemanden, der einen Fehler gemacht habe, lebensl&auml;nglich an den Pranger zu stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/baufirma-strabag-will-skandalbanker-gribkowsky-einstellen-a-904455.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Ein starkes St&uuml;ck, das zeigt wie v&ouml;llig entr&uuml;ckt die herrschende Elite inzwischen ist. Rechtsstaatliche Urteile haben offenbar keine Relevanz f&uuml;r diese Herrschaften. Man bestimmt selbst ob jemand kriminell ist oder nicht. Wen k&uuml;mmern da Gerichtsentscheidungen. Rechtsnormen sind nur f&uuml;r den P&ouml;bel, der wegen Petitessen schon einmal fristlos gek&uuml;ndigt wird.<\/em><br>\n<em>Zu den Aussagen von Strabag-Chef Haselsteiner wieder eine kleine pers&ouml;nliche Impression: Als Normalsterblichen wird einem etwa bei einem Vorstellungsgespr&auml;ch jede auch noch so kleine Ungereimtheit im Lebenslauf unter die Nase gerieben. In den oberen Etagen ist man mit seinesgleichen da offenbar etwas gro&szlig;z&uuml;giger.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Urteil: Br&uuml;ssel darf Industrie an Geheimverhandlungen beteiligen<\/strong><br>\nDer privilegierte Zugang von Wirtschaftsvertretern zu den Geheimverhandlungen eines Freihandelsabkommens verst&ouml;&szlig;t nicht gegen EU-Recht. Das hat die 8. Kammer des Europ&auml;ischen Gerichts am Freitag in Luxemburg entschieden und damit die Klage der Organisation Corporate Europe Observatory (CEO) abgewiesen.<br>\nCEO bem&uuml;ht sich seit 2009 um Zugang zu Informationen &uuml;ber das geplante Freihandelsabkommen der EU mit Indien. Unter anderem hatte die Organisation von der Kommission w&auml;hrend der Verhandlungen des Abkommens mit Indien die Herausgabe von Protokollen zahlreicher Treffen von Kommissionsbeamten und Industrievertretern gefordert, aber nur teilweise erhalten.<br>\nIn ihrer 2011 angestrengten Klage hatte die Organisation auch den Standpunkt vertreten, eine fortgesetzte Geheimhaltung sei nicht zu rechtfertigen, wenn Dokumente an Verb&auml;nde mit mehreren tausend Mitglieder weiter gegeben w&uuml;rden.<br>\nDie achte Kammer widersprach dem und folgte insgesamt der Argumentation der Kommission. Die Industrievertreter seien als &bdquo;Experten&ldquo; in die Arbeiten zu dem Abkommen eingebunden. Vorab sei Stillschweigen vereinbart worden, auch wenn ausgetauschte Dokumente nicht offiziell als &bdquo;geheim&ldquo; oder &bdquo;vertraulich&ldquo; klassifiziert seien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Urteil-Bruessel-darf-Industrie-an-Geheimverhandlungen-beteiligen-1885092.html\">Heise<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Fall Mollath: Der Stolperstein der Beate Merk<\/strong><br>\nDie bayerische Justizministerin zwischen Paralleljustiz, einem g&auml;hnenden H&uuml;ndchen und einem Zwangspsychiatrisierten<br>\nBeate Merk hat im Fall Mollath versagt. Als Politikerin, als Justizministerin, als Mensch. Ihr Handeln hat einen &Ouml;ffentlichkeitsgau provoziert. Sie muss durch ihr Verhalten mit die Verantwortung daf&uuml;r tragen, dass die bayerische Justiz einem ungeheuerlichen Verdacht ausgesetzt und ihr Ruf schwer besch&auml;digt ist. Die beiden Wiederaufnahmeantr&auml;ge von Rechtsanwalt Gerhard Strate und der Regensburger Staatsanwaltschaft, bringen auf formaler Ebene auf den Punkt, was seit Monaten die Spatzen von den M&uuml;nchner D&auml;chern pfeifen: Gustl Mollath wurde &uuml;bel mitgespielt. Doch Merk redet, ob in Interviews, im Rechtsausschuss oder im Landtag, unaufh&ouml;rlich von der &ldquo;Gef&auml;hrlichkeit&rdquo; des Zwangspsychiatrisierten. Nun hat sich Merk wieder zu Wort gemeldet, wehrt sich, spricht gar von Verleumdung. Deutlich wird: Merk agiert in ihrer eigenen Sinnprovinz. Merk erkennt nicht, dass der Fall Gustl Mollath l&auml;ngst ihren Fall eingel&auml;utet hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/39\/39284\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Gesummse unter der Berliner K&auml;seglocke<\/strong><br>\nWer drinnen ist, glaubt sich bedeutend. Wer drau&szlig;en ist, kann sich nur wundern. Unter der K&auml;seglocke des Berliner Politbetriebs f&auml;llt es leicht zu glauben, das alllt&auml;gliche Gesummse sei wichtig, sei gar das Leben selbst. Das Kompetenzteam der SPD ist ein hervorragendes Beispiel f&uuml;r die Schaffung von Ereignissen, die so wirken, als w&auml;ren sie Realit&auml;t.<br>\nViele Menschen au&szlig;erhalb von Berlin nehmen kaum wahr, was die Besatzung der Berliner Polit-K&auml;seglocke so t&auml;glich treibt. Andererseits glauben nicht wenige jener, die innerhalb der K&auml;seglocke Politik machen oder sie im weiteren Sinne beeinflussen wollen oder auch nur &uuml;ber sie reden, dass sie den Mittelpunkt wenn nicht der Welt, so doch den Deutschlands bilden. (Es ist nicht schwer, diesem Gef&uuml;hl zu verfallen, wie der Autor dieser Zeilen aus eigener Erfahrung wei&szlig;.)<br>\nH&auml;lt man sich als Politiker, Lobbyist, Agenturmensch, Journalist oder sonstiger Adabei den &uuml;berwiegenden Teil seiner Zeit unter der Glocke respektive unter den Bewohnern der Glocke auf, glaubt man sehr schnell, dass das, wor&uuml;ber man dauernd mit den Immergleichen redet, das Wichtige, gar das Leben sein k&ouml;nnte. Je mehr man Teil, gar Mitgestalter dieses sich t&auml;glich selbst reproduzierenden Gespr&auml;chs geworden ist, desto mehr ist man einerseits von der Bedeutung des Inner-Glocken-Gesummes &uuml;berzeugt und andererseits auch davon, dass man selbst wichtig ist, weil man summt.<br>\nDie Bedeutung in der Inner-Glocken-Hierarchie l&auml;sst sich nicht nur an Titeln ermessen (Minister, B&uuml;roleiterin, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer), sondern auch an Dingen wie der Wer-hat-wessen-Handynummer-Frage sowie, nat&uuml;rlich und auch noch im Jahre 15 n. Chr., also nach Christiansen, der Fernsehpr&auml;senz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/steinbrueck-und-das-spd-kompetenzteam-gesummse-unter-der-berliner-kaeseglocke-1.1691618\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres J.-H. S.:<\/strong> Liebe Vierte Gewalt: Bitte mehr von diesem hinterfragenden Journalismus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Alternative f&uuml;r Deutschland: Eine Alternative zur Demokratie?<\/strong><br>\nDer Soziologe und Autor Andreas Kemper zu den antidemokratischen Zielen der AfD, der ersten &ldquo;Facebook-Partei&rdquo; Deutschlands<br>\nHerr Kemper, in Ihrem neuen Buch klassifizieren Sie die Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD) als im Grunde anti-demokratisch. Wie kommen Sie zu dieser deutlichen Einsch&auml;tzung?<br>\nAndreas Kemper: Ich w&uuml;rde die AfD nicht als generell anti-demokratisch klassifizieren. Sehr wohl aber treten f&uuml;hrende Parteifunktion&auml;re und Repr&auml;sentanten f&uuml;r eine &ldquo;Reform der politischen Entscheidungsstrukturen&rdquo; ein, die auf eine Reduzierung der Beteiligungsm&ouml;glichkeiten von sozial benachteiligten Gruppen hinausl&auml;uft.<br>\nDas begann bereits 2005, als Partei-Repr&auml;sentant Hans-Olaf Henkel bedauerte, dass es in Deutschland kein Mehrheitswahlrecht g&auml;be, k&ouml;nnte dieses doch ein Linksb&uuml;ndnis verhindern; als Partei-Gr&uuml;nder Konrad Adam im Artikel &ldquo;Wer soll w&auml;hlen?&rdquo; diskutierte, das Wahlrecht f&uuml;r Arbeitslose abzuschaffen; als Roland Vaubel, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der AfD, &Uuml;berlegungen anstellte, der &ldquo;Unterschicht&rdquo; das passive Wahlrecht zu entziehen etc. pp.<br>\nZudem haben Herrmann Behrendt aus dem Landesvorstand NRW und J&ouml;rn Kruse vom wissenschaftlichen Beirat der AfD Alternativkonzepte f&uuml;r unser parlamentarisches System entwickelt. Dabei will Behrendt unter anderem das Parlament abschaffen und &auml;u&szlig;ert beispielsweise, dass es darum gehen m&uuml;sse, f&uuml;r &ldquo;falsche Migranten&rdquo; und &ldquo;Arbeitsscheue&rdquo; die Interessenvertretung einzuschr&auml;nken. Kruses Vorschl&auml;ge sind demgegen&uuml;ber deutlich moderater, er spricht jedoch auch davon, dass es darum gehe, unbeliebte &Auml;nderungen im Wirtschafts- und Steuersystem durchzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/39\/39244\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Inside the United States<\/strong><br>\nGlobalPost goes inside the United States to uncover the regime&rsquo;s dramatic descent into authoritarian rule and how the opposition plans to fight back.<br>\nThis is satire. Although the news is real, very little actual reporting was done for this story and the quotes are imagined. It is the first installment of an ongoing series that examines the language journalists use to cover foreign countries. What if we wrote that way about the United States?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.globalpost.com\/dispatch\/news\/regions\/americas\/united-states\/130607\/what-if-journalists-covered-us-like-they-cover-world\">Global Post<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-17544","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17544","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=17544"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17544\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17546,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17544\/revisions\/17546"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=17544"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=17544"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=17544"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}