{"id":17559,"date":"2013-06-11T09:08:36","date_gmt":"2013-06-11T07:08:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17559"},"modified":"2013-06-11T09:08:36","modified_gmt":"2013-06-11T07:08:36","slug":"hinweise-des-tages-1897","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17559","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17559#h01\">Weidmanns gef&auml;hrliches Spiel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17559#h02\">Japans Wirtschaft w&auml;chst schneller als gedacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17559#h03\">Europa war gestern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17559#h04\">Edward Snowden: the whistleblower behind the NSA surveillance revelations<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17559#h05\">Die Frankfurt-Istanbul-Connection<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17559#h06\">Griechenland scheitert mit Privatisierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17559#h07\">Niedrige Zinsen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17559#h08\">Mark Blyth: Austerity &ndash; The History of a Dangerous Idea<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17559#h09\">Debunking the myths about the Tobin tax<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17559#h10\">Nothilfe f&uuml;r Hochwasseropfer nach dem SGB II \/ SGB III \/ SGB XII<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17559#h11\">Unzureichende Betreuung von Suizidpatienten?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17559#h12\">Vernichtendes Urteil f&uuml;r rot-gr&uuml;ne Verm&ouml;gensteuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17559#h13\">Produktionsausf&auml;lle: Flut verl&auml;ngert Rezession in Ostdeutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17559#h14\">Jede zweite Rente war 2012 niedriger als Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17559#h15\">Ein Lobbyist als Kontrolleur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17559#h16\">Stephan Hebel &ndash; Drohnen-Aff&auml;re des Thomas de Maizi&egrave;re: &Ouml;ffentliche Peinlichkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17559#h17\">Frankreichs Linken-Chef l&auml;stert &uuml;ber Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17559#h18\">Katja Kipping kritisiert Oskar Lafontaine &ndash; &ldquo;R&uuml;ckkehr zum Nationalstaat w&auml;re unmarxistisch&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17559#h19\">Verteilungsgerechtigkeit statt K&uuml;rzungsdiktat<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17559&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Weidmanns gef&auml;hrliches Spiel<\/strong><br>\nBei der jetzt anstehenden Verhandlung des Bundesverfassungsgerichts zu den Klagen &uuml;ber den ESM und das EZB-Anleihekaufprogramm kommt der Deutschen Bundesbank eine zentrale Rolle zu. In ihrer schriftlichen Stellungnahme hat sie keinen Hehl daraus gemacht, dass die von der EZB ank&uuml;ndigten Anleihek&auml;ufe &ldquo;kritisch zu bewerten&rdquo; seien.<br>\nDie Bundesbank r&auml;umt dabei zwar ein, dass der Erwerb von Staatsanleihen durch Notenbanken eine g&auml;ngige Praxis darstelle, aber im Fall der Vereinigten Staaten, Japans oder Gro&szlig;britanniens w&uuml;rden nur Anleihen gekauft, die eine hohe Bonit&auml;t aufwiesen. Die EZB hingegen beabsichtige, Anleihen &ldquo;schlecht bewerteter Mitgliedstaaten&rdquo; zu kaufen, um damit deren hohe Risikopr&auml;mie zu senken.<br>\nDabei &uuml;bersehen die Frankfurter W&auml;hrungsh&uuml;ter geflissentlich, dass die Haushaltsdefizite und der Schuldenstand der genannten drei L&auml;nder teilweise erheblich h&ouml;her sind als in den Probleml&auml;ndern des Euro-Raums. Die &ldquo;hohe Bonit&auml;t&rdquo; ist dort also nicht Ausdruck von Haushaltsdisziplin. Sie ist allein darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, dass sich die betreffenden Notenbanken in den letzten Jahren zu einem massiven Ankauf von Anleihen entschieden haben, um den Marktteilnehmern ganz deutlich zu signalisieren: Es wird f&uuml;r die USA, Japan und Gro&szlig;britannien nie zu einem Liquidit&auml;tsproblem auf den Anleihem&auml;rkten kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/in-der-euro-frage-geht-es-fuer-die-bundesbank-auch-um-macht-a-904754.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Japans Wirtschaft w&auml;chst schneller als gedacht<\/strong><br>\nH&ouml;heres Wachstum, steigende Kreditvergabe: Der umstrittene Wirtschaftskurs von Ministerpr&auml;sident Shinzo Abe bringt Japan wieder in Schwung. Die drittgr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft wuchs im ersten Quartal mit 1,0 Prozent so schnell wie kein anderes Industrieland, wie die Regierung am Montag mitteilte. Eine fr&uuml;here Sch&auml;tzung hatte ein Plus von 0,9 Prozent ergeben. Zum Vergleich: Deutschland schaffte ein Wachstum von 0,1 Prozent, die USA von 0,6 Prozent.<br>\nKonjunkturdaten n&auml;hren die Hoffnung, dass sich der Aufschwung im Fr&uuml;hjahr fortsetzt. Die Kreditvergabe der Banken zog im Mai mit 1,8 Prozent so stark an wie seit August 2009 nicht mehr. Experten werten das als Signal daf&uuml;r, dass die Unternehmen angesichts des dank der Notenbank reichlich vorhandenen billigen Geldes wieder mehr investieren. Bisher hatten sich die Unternehmen zur&uuml;ckgehalten. Sie fordern, die &ldquo;Abenomics&rdquo; mit Reformen zu untermauern &ndash; etwa mit dem Umbau der Unternehmensbesteuerung und einem flexibleren Arbeitsmarkt. Auch die Stimmung der Verbraucher bessert sich. Das Barometer kletterte im Mai um 1,2 auf 45,7 Punkte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1369363159891\/Japans-Wirtschaft-waechst-schneller-als-gedacht\">Standard<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Sollte den &bdquo;Abenomics&ldquo; nachhaltiger Erfolg beschert sein, w&auml;re dies ein Desaster f&uuml;r die neoliberalen Austerit&auml;tsdogmatiker in Bundesregierung, EZB und EU-Kommission.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu auf den NachDenkSeiten:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17398\">Abenomics vs. Merkeltilismus &ndash; Japans drei Pfeile gegen die Krise<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Europa war gestern<\/strong><br>\nDer deutsche Liberalismus treibt merkw&uuml;rdige Bl&uuml;ten. Fr&uuml;her, in der sozialliberalen &Auml;ra, stand er f&uuml;r wirtschaftliche und politische Freiheit. Handel wurde nicht als Wert an sich, sondern als Motor des (demokratischen) Wandels verstanden.<br>\nUnter FDP-Chef R&ouml;sler und CDU-Kanzlerin Merkel gelten andere Gesetze. Pl&ouml;tzlich ist der unbeschr&auml;nkte Kommerz mit dem staatskapitalistischen China wichtiger als die Regeln, die die Welthandelsorganisation WTO und die EU aufgestellt haben. Wandel durch Handel gilt nicht mehr, Export ist zum Selbstzweck geworden.<br>\nWer das nicht glaubt und immer noch der offiziellen Menschenrechtsrhetorik vertraut, wurde diese Woche eines Besseren belehrt. Im Handelsstreit zwischen der EU und China hat sich Berlin auf die Seite Pekings geschlagen. Nachdem sie den neuen chinesischen Premier Li zu einer milliardenschweren Shoppingtour nach Berlin geladen hatte, sprach sich Merkel gegen EU-Sanktionen aus. Mehr noch: Die Bundesregierung organisierte sogar eine Abwehrfront gegen Br&uuml;ssel. Nicht nur Deutschland, sondern 16 weitere EU-L&auml;nder seien gegen die Strafz&ouml;lle auf chinesische Solarpaneele, wurde in Berlin gestreut. Dass das ganze Verfahren von einer deutschen Firma &ndash; der einst gefeierten Solarworld &ndash; angesto&szlig;en worden war, sagte man lieber nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Debatte-EU-Deutschland-und-China\/!117721\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Auch hier wird wieder die v&ouml;llige &ouml;konomische Blindheit von Merkel sichtbar, wenn sie glaubt mit der Anbiederung an China der deutschen Exportindustrie etwas Gutes zu tun. Merkel sollte nicht vergessen, dass gerade, die mit massiver staatlicher Unterst&uuml;tzung aufgebaute chinesische Solarindustrie, der einst f&uuml;hrenden deutschen,  mit den Hals gebrochen hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Edward Snowden: the whistleblower behind the NSA surveillance revelations<\/strong><br>\nThe 29-year-old source behind the biggest intelligence leak in the NSA&rsquo;s history explains his motives, his uncertain future and why he never intended on hiding in the shadows<br>\nThe individual responsible for one of the most significant leaks in US political history is Edward Snowden, a 29-year-old former technical assistant for the CIA and current employee of the defence contractor Booz Allen Hamilton. Snowden has been working at the National Security Agency for the last four years as an employee of various outside contractors, including Booz Allen and Dell.<br>\nThe Guardian, after several days of interviews, is revealing his identity at his request. From the moment he decided to disclose numerous top-secret documents to the public, he was determined not to opt for the protection of anonymity. &ldquo;I have no intention of hiding who I am because I know I have done nothing wrong,&rdquo; he said.<br>\nSnowden will go down in history as one of America&rsquo;s most consequential whistleblowers, alongside Daniel Ellsberg and Bradley Manning. He is responsible for handing over material from one of the world&rsquo;s most secretive organisations &ndash; the NSA.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/world\/2013\/jun\/09\/edward-snowden-nsa-whistleblower-surveillance\">The Guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Es ist sehr erfreulich, dass es noch Menschen gibt, die die demokratischen Werte auch dann gegen einen immer autorit&auml;rer werdenden Staat verteidigen, wenn sie sich selbst dadurch in h&ouml;chste Gefahr bringen. Ich ziehe den Hut vor Menschen wie Edward Snowden und w&uuml;nsche ihm, dass er schon bald ein angenehemes Land finden, dass ihm Asyl gew&auml;hrt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Frankfurt-Istanbul-Connection<\/strong><br>\nAm vergangenen Wochenende haben die CDU und ihre Vollstrecker im Polizeipr&auml;sidium bzw. im Wiesbadener Innenministerium weit &uuml;ber zehntausend B&uuml;rgern und B&uuml;rgerinnen den Krieg erkl&auml;rt. Die wollten in Frankfurt gegen die Zerst&ouml;rung der Lebensgrundlagen von Millionen europ&auml;ischer B&uuml;rger und gegen die verantwortlichen Banken, insbesondere die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) demonstrieren. Sie wollten &ndash; aber sie durften nicht.<br>\nEs fand, wie schon ein Jahr zuvor in Frankfurt, eine Demontierung der demokratischen Versammlungsfreiheit statt. Und wieder wurde die Polizei zum B&uuml;ttel (teils mit Schaum vorm Mund, aber auch mit Tr&auml;nen der Ohnmacht in den Augen) der hessischen CDU-Machtclique und einer paranoiden Frankfurter Polizeif&uuml;hrung.<br>\nZur gleichen Zeit jubelten in Istanbul die Demonstranten von Occupy Gezi, weil sich die Polizei &ndash; sicher hemmungsloser und brutaler als in Frankfurt, aber immerhin nicht vermummt &ndash; zur&uuml;ckgezogen hatte.<br>\nPremierminister Erdogan denunzierte die Demonstranten als Chaoten. Und was sagte die hessische CDU (ber&uuml;chtigt f&uuml;r schwarze Kassen und Psychiatrisierung kritischer Steuerfahnder) zu Frankfurt: &bdquo;Potenziell gewaltbereite Chaoten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Kolumne-Gehts-noch\/!117722\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Griechenland scheitert mit Privatisierung<\/strong><br>\nBei den Privatisierungsbem&uuml;hungen kommt Griechenland nur schwer voran. Eine MIlliarde Euro sollte der Verkauf des des staatlichen Erdgaskonzerns Depa bringen. Doch zum Ablauf der Bieterfrist an diesem Montag sei es nicht gelungen, Interessenten zu &uuml;berzeugen, ein verbindliches Angebot abzugeben, sagte ein Insider am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Der griechische Leitindex fiel in der Folge um mehr als f&uuml;nf Prozent.<br>\nAls einziger ernsthafter Interessent war am Ende der russische Gazprom-Konzern verblieben. Die Frist f&uuml;r Offerten lief am Montagvormittag aus. An Depa h&auml;lt die griechische Regierung 65 Prozent, Hellenic Petroleum den Rest. Der Verkauf von Staatsbesitz ist eine entscheidende Vorgabe der internationalen Geldgeber f&uuml;r weitere Hilfen an das krisengesch&uuml;ttelte Land.<br>\nAllein f&uuml;r dieses Jahr sind Einnahmen aus Verk&auml;ufen im Volumen von 2,6 Milliarden Euro geplant. Die Trennung von der Beteiligung am Lotterie-Betreiber OPAP  sp&uuml;lte rund 650 Millionen Euro in die Kassen. Nun setzt der Staat seine Hoffnungen auf den Gasnetzbetreiber Desfa. F&uuml;r den gab den Kreisen zufolge Socar aus Aserbaidschan ein Gebot ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/europas-schuldenkrise\/griechenland\/schuldenkrise-griechenland-scheitert-mit-privatisierung-des-staatlichen-erdgaskonzerns-12216586.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Gazprom withdraws interest for Greek gas firm DEPA on deadline day, say reports<\/strong><br>\nRussian energy giant Gazprom did not submitt a binding offer for Greek natural gas firm DEPA before Monday&rsquo;s deadline, reports said.<br>\nGazprom was expected to be the only major bidder for DEPA but both capital.gr and Reuters reported that the Russian firm did not declare its interest.<br>\nCapital.gr reported that a disagreement over the price at which Gazprom would supply gas to Greek households led to the firm withdrawing its interest. Greece currently pays about 30 percent more than the European Union average for the natural gas it imports from Russia.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ekathimerini.com\/4dcgi\/_w_articles_wsite2_1_10\/06\/2013_503603\">ekathimerini.com<\/a><\/p>\n<p><strong>passend daze: Analysis: Euro bailout Troika nears end of road with patchy record<\/strong><br>\nIf the Troika that handles bailouts of distressed euro zone countries were a soccer team, it would probably be looking for a new manager after achieving a track record of one win, one loss and one draw.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.reuters.com\/article\/2013\/06\/10\/us-eurozone-troika-idUSBRE95904420130610\">Reuters<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Niels Kadritzke:<\/strong> Bei dem Artikel handelt es sich um eine sehr detaillierte Analyse der Differenzen innerhalb der Troika (nicht nur in Sachen Griechenland) und der fundamentalen Rechenfehler &uuml;ber die griechischen Entwicklung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Niedrige Zinsen<\/strong>\n<p>[&hellip;]<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130611_01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130611_01_small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Selbst beim derzeitigen Zinsniveau sparen selbst in Deutschland ALLE volkswirtschaftlichen Sektoren mehr sparen als sie investieren.<br>\nNachdem seit ca. 2002 die Unternehmen aufgeh&ouml;rt haben ein Finanzierungsdefizit auszuweisen, wies zuletzt sogar der Staat einen &Uuml;berschuss aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/oekobeo.blogspot.co.at\/2013\/05\/niedrige-zinsen.html\">Der &Ouml;konomie-Beobachter<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Mark Blyth: Austerity &ndash; The History of a Dangerous Idea<\/strong><br>\nGovernments today in both Europe and the United States have succeeded in casting government spending as reckless wastefulness that has made the economy worse. In contrast, they have advanced a policy of draconian budget cuts&ndash;austerity&ndash;to solve the financial crisis. We are told that we have all lived beyond our means and now need to tighten our belts. This view conveniently forgets where all that debt came from. Not from an orgy of government spending, but as the direct result of bailing out, recapitalizing, and adding liquidity to the broken banking system. Through these actions private debt was rechristened as government debt while those responsible for generating it walked away scot free, placing the blame on the state, and the burden on the taxpayer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=JQuHSQXxsjM\">AtGoogleTalks via YouTube<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Debunking the myths about the Tobin tax<\/strong><br>\nThose opposed to a financial transaction tax, or Tobin tax, have been pushing myths about in an attempt to discredit the tax, argues Suleika Reiners. One of these myths is that businesses oppose the tax.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.euractiv.com\/infosociety\/ngo-opponents-tobin-tax-calm-analysis-528330\">EurActiv<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Nothilfe f&uuml;r Hochwasseropfer nach dem SGB II \/ SGB III \/ SGB XII<\/strong><br>\nDa es die Zentrale der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, nach eMail Aussage vom heutigen Tage, nicht f&uuml;r n&ouml;tig empfindet Dienstanweisungen zum sozialrechtlichen Umgang mit dem Hochwassergesch&auml;digten zu erlassen, im Gegenzug bei Beratungsstellen die Telefone mit dahingehenden Fragen nicht stillstehen, haben wir uns entschlossen die wichtigsten Eckpunkte zu sozialrechtlichen Anspr&uuml;chen von Hochwassergesch&auml;digten aufzuzeigen. Mit diesem auf die Schnelle zusammengeschriebenen Papier soll versucht werden die wichtigsten Sozialleistungsanspr&uuml;chen aufzuzeigen und somit die Not zumindest teilweise zu lindern.<br>\nEs ist zudem ein Leitfaden f&uuml;r die vielen Beratungsstellen und Anwaltskanzleien die jetzt f&uuml;r die Durchsetzung von sozialrechtlichen Anspr&uuml;chen der Gesch&auml;digten Sorge zu tragen haben.<br>\nVielleicht st&ouml;&szlig;t es auch das eine oder andere Amt an, Ermessen im Sinne des Gesetztes zum Wohle der Antragsteller auszulegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.harald-thome.de\/media\/files\/Nothilfe-f-r-Hochwasseropfer-nach-dem-Sozialrecht---10.6.2013.pdf\">Harald Thom&eacute; [PDF &ndash; 132 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Unzureichende Betreuung von Suizidpatienten?<\/strong><br>\nAssistenz&auml;rzte der G&ouml;ttinger Asklepios Fachklinik f&uuml;r Psychiatrie und Psychotherapie bem&auml;ngeln in einem offenen Brief die dortige Patientenbetreuung.<br>\nIm G&ouml;ttinger Asklepios Fachkrankenhauses f&uuml;r Psychiatrie und Psychotherapie werden laut den dortigen Assistenz&auml;rzten Patienten unzureichend betreut. Das geht aus einem offenen Brief hervor, den Assistenz&auml;rzte der Klinik geschrieben haben. Die Klinik geh&ouml;rt seit 2007 zu dem Klinikunternehmen Asklepios und ist von der Gewerkschaft Ver.di und verschiedenen Lokalpolitikern in den letzten Wochen bereits mehrfach wegen angeblicher K&uuml;rzungen bei Personal und Therapien kritisiert worden.<br>\nDie Assistenz&auml;rzte schreiben, dass vor allem K&uuml;rzungen beim pflegerischen und &auml;rztlichen Personal die Gesundheit der Patienten bedrohten. So w&uuml;rden selbstmordgef&auml;hrdete Patienten teilweise unzureichend beaufsichtigt, obwohl sie nach Einsch&auml;tzung des Personals einzeln betreut werden m&uuml;ssten. Das sei &bdquo;aber aufgrund von Personalmangel nicht realisierbar&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Schreiben. Daneben gebe es auch weniger drastische Auswirkungen, sagt ein Arzt, der anonym bleiben will: &bdquo;Ich mache unglaublich viele &Uuml;berstunden. Unter solchen Arbeitsbedingungen ist eine vern&uuml;nftige therapeutische Beziehung zum Patienten nicht m&ouml;glich.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/Sparen-an-der-Gesundheit\/!117862\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Vernichtendes Urteil f&uuml;r rot-gr&uuml;ne Verm&ouml;gensteuer<\/strong><br>\nSpitzen&ouml;konomen warnen vor den Folgen f&uuml;r den Standort Deutschland, sollten die Pl&auml;ne der Opposition f&uuml;r eine Verm&ouml;genssteuer umgesetzt werden. Es drohen Kapitalflucht und Arbeitsplatzverluste<br>\nSPD, Gr&uuml;ne und Linke wollen im Falle eines Wahlsiegs die 1997 abgeschaffte Verm&ouml;genssteuer wieder einf&uuml;hren. Mit den Mehreinnahmen wollen sie die Ungleichheit in Deutschland abschw&auml;chen, mehr Geld f&uuml;r Bildung ausgeben und den Staatshaushalt konsolidieren.<br>\nDoch es ist fraglich, ob die Steuer die Mehreinnahmen in zweistelliger Milliardenh&ouml;he bringt, die sich SPD und Gr&uuml;ne versprechen. Das geht aus einer 200 Seiten starken Analyse des Zentrums f&uuml;r Europ&auml;ische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen hervor, der &ldquo;Welt&rdquo; exklusiv vorliegt und in der die Forscher den Pl&auml;nen der Opposition ein vernichtendes Zeugnis ausstellen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article116999170\/Vernichtendes-Urteil-fuer-rot-gruene-Vermoegensteuer.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.S.:<\/strong> Springer trommelt, um die Botschaft der Lobbyvertretung &ldquo;Stiftung Familienunternehmen&rdquo;, die Verm&ouml;gensteuer sei &ouml;konomisch sch&auml;dlich oder unn&uuml;tz, unters Volk zu bringen. F&uuml;r die Verbreitung dieser Botschaft m&uuml;ssen dann sog. &lsquo;Spitzen&ouml;konomen&rsquo; herhalten. Ernstzunehmende &Ouml;konomen &ndash; wie die OECD &ndash; stellen eher fest, dass in Deutschland die verm&ouml;gensbezogenen Steuern so niedrig wie in keinem anderen OECD-Land sind. Dass derartige Verm&ouml;gensteuern oder Verm&ouml;gensabgaben hohe Milliardenbetr&auml;ge erzielen, die in Infrastruktur oder Bildung flie&szlig;en k&ouml;nnten, ist &uuml;berhaupt nicht fraglich. 1996 erzielte die damalige Verm&ouml;gensteuer in der BRD 9 Milliarden DM. Die Verwaltungskosten betrugen (entgegen anderslautender Aussagen) nur 3 %. (<a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/13\/059\/1305975.asc\">Quelle<\/a>) Mit 1 Milliarde Euro j&auml;hrlich k&ouml;nnten z.B. &uuml;ber 25 000 Lehrer eingestellt werden. Aber daf&uuml;r ist kein Geld da &hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Produktionsausf&auml;lle: Flut verl&auml;ngert Rezession in Ostdeutschland<\/strong><br>\nDer Wirtschaft im Osten Deutschlands droht wegen des Hochwassers eine l&auml;ngere Rezession. Produktionsausf&auml;lle in Landwirtschaft, Industrie und am Bau sorgen f&uuml;r einen R&uuml;ckgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 Prozent &ndash; der Wiederaufbau d&uuml;rfte aber f&uuml;r einen Schub sorgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/produktionsausfaelle-wegen-flut-verlaengern-rezession-im-osten-a-904885.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.F.:<\/strong> Ich lebe in einer Stadt, die akut vom Hochwasser betroffen ist, und angesichts dieser Meldung geht mir aus mehreren Gr&uuml;nden die sprichw&ouml;rtliche Hutschnur hoch. Pr&auml;ziser formuliert:<\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em>Der Scheitel der Flutwelle hat den Norden Sachsen-Anhalts noch nicht erreicht, da f&uuml;hlt sich das IWH (das zum Beraterkreis der Bundesregierung geh&ouml;rt) schon bem&uuml;&szlig;igt, mit Prognosen bez&uuml;glich der wirtschaftlichen Folgen an die &Ouml;ffentlichkeit zu gehen. Konkret: minus 0,2 Prozent des ostdeutschen BIP. Dabei hei&szlig;t es am Ende des Artikels:<\/em><br>\n<em>&ldquo;Das genaue Ausma&szlig; der Sch&auml;den [&hellip;] gilt derzeit als noch nicht absehbar&rdquo;. Man muss wirklich kein Genie, Journalist oder &Ouml;konom sein, um das einzusehen. Wozu also dieser Quatsch mit einer Stelle nach dem Komma?<\/em><\/li>\n<li><em>Trotzdem meint der IWH-Experte Udo Ludwig: &ldquo;Ohne Dauerregen und Hochwasser w&uuml;rde es zu einer schwarzen Null reichen&rdquo;. Interessant. Die eine Prognose (+\/- 0) kann ohnehin nicht mehr best&auml;tigt oder widerlegt werden, da sich die Umst&auml;nde gerade radikal ge&auml;ndert haben, und die andere Prognose (- 0,2 Prozent) ist zum jetzigen Zeitpunkt reinste Kaffeesatzleserei (siehe Punkt 1). Dennoch ist sich der Experte nicht zu schade, beide miteinander zu vergleichen. Am Ende bleibt die Botschaft, dass eine &ldquo;schwarze Null&rdquo; irgendwie eine gute Nachricht gewesen w&auml;re&hellip;<\/em><\/li>\n<li><em>Genau so wertvoll ist die Erkenntnis des Experten, dass private und staatliche Investitionen in den Wiederaufbau die Konjunktur stimulieren w&uuml;rden. Nein, wirklich? Zu den Privathaushalten sagt er zum Beispiel: &ldquo;Sie werden vor allem langlebige G&uuml;ter wie Waschmaschinen und K&uuml;hlschr&auml;nke kaufen, wie die Erfahrungen des Hochwassers von 2002 lehren.&rdquo; Also wenn dieser Mann keinen Wirtschafts-Nobelpreis verdient hat, wer dann?!<\/em><\/li>\n<li><em>Aber Spiegel Online w&auml;re nicht Spiegel Online, wenn sie diesen Artikel nicht noch mit einem wohlgef&auml;lligen Sahneh&auml;ubchen garnieren w&uuml;rden: DIHK-Chefvolkswirt Alexander Schumann darf das f&uuml;r Gesamtdeutschland erwartete Wachstum von 0,5 Prozent im 2. Quartal der Vollst&auml;ndigkeit halber mit den Worten &ldquo;Das sieht ordentlich aus&rdquo; kommentieren.<\/em><\/li>\n<li><em>Das IWH sitzt in Halle\/Saale &ndash; mitten im Hochwassergebiet &ndash; und scheinbar in der obersten Etage eines sehr hohen Elfenbeinturms. Dort sind wohl keine nassen F&uuml;&szlig;e und auch sonst keinerlei Kontakte mit der allt&auml;glichen Realit&auml;t zu bef&uuml;rchten: In Halle, in Magdeburg und in ganz Sachsen-Anhalt wurden schon zehntausende Einwohner evakuiert und zehntausende Freiwillige schuften sich nach wie vor die Buckel krumm, um das Schlimmste zu verhindern. Darunter zahllose Studierende, die von ihren Rektoren eigens zum Hochwassereinsatz freigestellt worden sind. Das alles l&auml;sst sich schwerlich in &ouml;konomische Kennzahlen fassen &ndash; es sei denn, man sieht die ausgefallenen Arbeits- und Ausbildungsstunden der Hochwasseropfer und -helfer als einziges Kriterium.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Soweit w&uuml;rde ich dem IWH noch einen gewissen, berufsbedingten &ldquo;Autismus&rdquo; zugutehalten. Was ich aber absolut nicht verstehe, ist, warum es das IWH ausgerechnet jetzt f&uuml;r notwendig erachtet, mit diesen halbgaren, wenn nicht sogar l&auml;cherlichen, Statements an die &Ouml;ffentlichkeit zu gehen. <\/em><br>\n<em>Dar&uuml;ber, dass Spiegel Online so etwas praktisch unkommentiert ver&ouml;ffentlicht, rege ich mich schon gar nicht mehr auf.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Jede zweite Rente war 2012 niedriger als Hartz IV<\/strong><br>\nDie gesetzliche Rente allein sichert f&uuml;r viele Ruhest&auml;ndler kaum das n&ouml;tigste zum Leben. Laut einer Statistik der Deutschen Rentenversicherung belief sich im vergangenen Jahr fast jede zweite Rente auf weniger als 700 Euro, wie die &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung (Dienstag) berichtet. 48,21 Prozent der Alters- und Erwerbsunf&auml;higkeitsrentner erhielten demnach 2012 weniger als die Summe, die Senioren im Schnitt als Grundsicherung im Alter inklusive Miete und Heizung zusteht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/fruehaufsteher\/ruhestand-jede-zweite-rente-war-2012-niedriger-als-hartz-iv-12217302.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Ein Lobbyist als Kontrolleur<\/strong><br>\nEs kommt nicht h&auml;ufig vor, dass Tausende Menschen gegen einen Abteilungsleiter in einem Bundesministerium unterschreiben. Es kommt auch nicht h&auml;ufig vor, dass Bundestagsabgeordnete mehr &uuml;ber diesen Abteilungsleiter wissen wollen und dazu einen zw&ouml;lfseitigen Fragekatalog an die Regierung richten.<br>\nDieser Abteilungsleiter hei&szlig;t Gerald Hennenh&ouml;fer, ist zust&auml;ndig f&uuml;r die Sicherheit deutscher Atomreaktoren und bekannt f&uuml;r seine mehrfachen Seitenwechsel: Atomaufsicht, Atomkonzern, Atomaufsicht. Jetzt &uuml;berwacht er wieder jene Industrie, die ihn einst bezahlte. Die SPD-Umweltpolitikerin Ute Vogt bezeichnet ihn als &bdquo;Chefverwalter der deutschen Atomlobby&ldquo;.<br>\nVor wenigen Tagen ist der 65-J&auml;hrige zum obersten Strahlensch&uuml;tzer der Europ&auml;ischen Union geworden, oder korrekt: zum Vorsitzenden der Gruppe der Leiter der europ&auml;ischen Atomaufsichtsbeh&ouml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/felix-werdermann\/ein-lobbyist-als-kontrolleur\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Stephan Hebel &ndash; Drohnen-Aff&auml;re des Thomas de Maizi&egrave;re: &Ouml;ffentliche Peinlichkeit<\/strong><br>\nThomas de Maizi&egrave;res Auftreten ist zur offensichtlichen Peinlichkeit verkommen. Er handelt nach dem von manchem Vorg&auml;nger bekannten Drehbuch: Erst gar nichts zugeben und dann immer nur das, was sich nicht mehr bestreiten l&auml;sst. Da sieht man doch, was f&uuml;r ein einsichtiger Mensch unser Verteidigungsminister ist: Von &bdquo;Ich wurde unzureichend eingebunden&ldquo; bis &bdquo;Ich h&auml;tte nachfragen m&uuml;ssen&ldquo; brauchte Thomas de Maizi&egrave;re nur ein paar Tage und eine weitere Sitzung des Ausschusses. Wenn es in diesem Tempo weitergeht, dann dauert es h&ouml;chstens noch ein Dutzend mehrst&uuml;ndiger Ausschusstermine, und schon wird der Minister zugeben, dass er f&uuml;r Vertuschung und Chaos in seinem Ministerium die Verantwortung tr&auml;gt. Nur dass das Ganze k&uuml;nftig Untersuchungsausschuss hei&szlig;t. De Maizi&egrave;res Auftreten ist zur offensichtlichen Peinlichkeit verkommen. Er handelt nach dem von manchem Vorg&auml;nger bekannten Drehbuch: Erst gar nichts zugeben und dann immer nur das, was sich nicht mehr bestreiten l&auml;sst. Bis auch die Kanzlerin merkt, dass sich zu viel angesammelt hat, um den gesch&auml;tzten Minister noch zu halten, und ihn zum R&uuml;cktritt verdonnert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/drohnen-affaere-des-thomas-de-maizi-re-oeffentliche-peinlichkeit,1472602,23220422.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Frankreichs Linken-Chef l&auml;stert &uuml;ber Deutschland<\/strong><br>\nDer franz&ouml;sische EU-Abgeordnete und Co-Chef der Linkspartei, Jean-Luc M&eacute;lenchon, hat Deutschland mit bei&szlig;endem Spott &uuml;berzogen. &ldquo;Von denen, die Lust am Leben haben, will niemand Deutscher sein&rdquo;, sagte er am Sonntagabend in einer Sendung auf Radio France Inter. Hintergrund ist die deutlich niedrigere Geburtenrate im Nachbarland. &ldquo;Wir sind immerhin zufrieden, Kinder zu haben. In 15 Jahren sind wir zahlreicher als die Deutschen&rdquo;, sagte der f&uuml;r seine markigen Spr&uuml;che bekannte Politiker. Das &ldquo;deutsche Modell&rdquo; sei nichts f&uuml;r die Lebenslustigen, fuhr M&eacute;lenchon fort. Die Deutschen seien &ldquo;&auml;rmer als der Durchschnitt, sie leben nicht so lange wie die anderen, sie haben keine Kinder, und die Ausl&auml;nder suchen das Weite, weil sie nicht l&auml;nger mit ihnen leben wollen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/frankreichs-linken-chef-melenchon-laestert-ueber-deutschland-a-904847.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Jean-Luc M&eacute;lenchon gibt in seinem Interview in der f&uuml;r ihn typischen Deutlichkeit wider, was hierzulande gerne mit dem Satz &ldquo;Die Franzosen arbeiten, um zu leben, und die Deutschen leben, um zu arbeiten&rdquo; umschrieben wird. Im &uuml;brigen nehmen unsere Medien f&uuml;r sich ganz selbstverst&auml;ndlich in Anspruch, den europ&auml;ischen Krisenstaaten sowie Frankreich &ldquo;Faulheit&rdquo;, &ldquo;Tr&auml;gheit&rdquo; oder sonstige negative Eigenschaften an den Kopf zu werfen, reagieren ihrerseits aber stets sehr pickiert, wenn es aus diesen Staaten jemand wagt, die &ldquo;deutsche Mentalit&auml;t&rdquo; mit holzschnittartigen Stereotypen zu karikieren. In den pauschalisierenden Vorw&uuml;rfen M&eacute;lenchons d&uuml;rfte sich vieles von dem widerspiegeln, was sich in zahlreichen europ&auml;ischen Staaten in den vergangenen Jahren an Frust &uuml;ber die dort empfundene Arroganz, &Uuml;berheblichkeit und Besserwisserei der deutschen Politik- und Medienlandschaft angeh&auml;uft hat. Das Frankreich-Bashing geh&ouml;rt ja beinahe schon zum &ldquo;guten Ton&rdquo; unserer Leitmedien.  Wenn M&eacute;lenchon auf die deutlich h&ouml;here Geburtenrate in Frankreich verweist, dann sei er jedoch daran erinnert, da&szlig; die Bev&ouml;lkerungsdichte (Einwohner je Quadratkilometer) hierzulande nahezu doppelt so hoch wie in Frankreich ist.<\/em><\/p>\n<p><em>Im &ldquo;Spiegel&rdquo;-Beitrag hei&szlig;t es dar&uuml;ber hinaus: &ldquo;M&eacute;lenchon geh&ouml;rt zu den sch&auml;rfsten franz&ouml;sischen Kritikern einer marktwirtschaftlich orientierten Spar- und Reformpolitik, als deren europ&auml;ischer Vorreiter die Bundesregierung gilt. W&auml;hrend Berlin seinen wirtschaftlichen Vorsprung gegen&uuml;ber Paris in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut hat, geh&ouml;rt Frankreich bei der Lebenserwartung und bei der Geburtenrate seit langem zu den Spitzenreitern in Europa.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p><em>Der Terminus &ldquo;marktwirtschaftlich orientierte Spar- und Reformpolitik&rdquo; ist eine grob besch&ouml;nigende Umschreibung dessen, was die schwarz-gelbe Bundesregierung insbesondere den Bev&ouml;lkerungen in den europ&auml;ischen Krisenstaaten an Reallohnk&uuml;rzungen, Einschnitten in die sozialen Sicherungssysteme, &ldquo;Strukturreformen&rdquo; und Austerit&auml;tspolitik aufzwingen m&ouml;chte. Was der Spiegel-Beitrag verschweigt: Die ma&szlig;gebliche Ursache daf&uuml;r, da&szlig; &ldquo;Berlin seinen wirtschaftlichen Vorsprung gegen&uuml;ber Paris in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut hat&rdquo;, ist das von Deutschland betriebene Lohndumping und Sozialdumping (v.a. Hatz IV). Obwohl Frankreich sich seit 1999 als nahezu einziger Staat der Eurozone am Zielkritierium einer produktivit&auml;tsorientierten Lohnpolitik orientiert hat, wurde auch die franz&ouml;sische Wirtschaft von der deutschen Dumpingpolitik in ihrer preislichen Wettbewerbsf&auml;higkeit an die Wand konkurriert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Katja Kipping kritisiert Oskar Lafontaine &ndash; &ldquo;R&uuml;ckkehr zum Nationalstaat w&auml;re unmarxistisch&rdquo;<\/strong><br>\nLinken-Chefin Katja Kipping spricht im Interview mit dem Tagesspiegel &uuml;ber volkswirtschaftlich unvern&uuml;nftige Argumente ihres Vorvorg&auml;ngers Oskar Lafontaine sowie &uuml;ber sture Sozialdemokraten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/katja-kipping-kritisiert-oskar-lafontaine-rueckkehr-zum-nationalstaat-waere-unmarxistisch\/8321378.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> An welcher Stelle hat Oskar Lafontaine denn bitte eine &bdquo;R&uuml;ckkehr zum Nationalstaat&ldquo; gefordert? Offenbar hat sich Frau Kipping Merkels Mantra, dass wenn der Euro scheitert auch Europa gescheitert w&auml;re, schon zu eigen gemacht. Und was soll im Jahr 2013 bitte das Argument, irgendetwas sei &bdquo;unmarxistisch&ldquo;?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Verteilungsgerechtigkeit statt K&uuml;rzungsdiktat<\/strong><br>\nEine der zentralen Ursachen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise ist das extreme und anhaltende Auseinandergehen der Verteilungsschere. In einzelnen L&auml;ndern sowie auf europ&auml;ischer Ebene reagiert die Politik mit radikalen Ausgabenk&uuml;rzungen auf diese Krise und versch&auml;rft sie dadurch. Die Folgen sowohl f&uuml;r Leib und Leben der einzelnem B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger als auch f&uuml;r demokratische Entscheidungsprozesse und Rechte sind schwerwiegend.<br>\nDie Alternativen zur neoliberalen K&uuml;rzungspolitik, die andauernd von &ldquo;unten nach oben&rdquo; umverteilt, sind u.a. eine europaweit koordinierte Verm&ouml;gensabgabe, die im Wesentlichen von &ldquo;privat zu &ouml;ffentlich&rdquo; verteilt werden soll, eine solidarische B&uuml;rgerversicherung, die Regulierung und Schrumpfung der Finanzm&auml;rkte und eine Neuausrichtung des Welthandels.\n<p>Bruno Marcon \/ Steffen Stierle<br>\nUmverteilen: von oben nach unten<br>\nVerteilungsgerechtigkeit statt K&uuml;rzungsdiktat<br>\nAttacBasisTexte 44<br>\n96 Seiten | Mai 2013 | EUR 7.00<br>\nISBN 978-3-89965-565-0<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-17559","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17559","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=17559"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17559\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17562,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17559\/revisions\/17562"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=17559"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=17559"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=17559"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}