{"id":17592,"date":"2013-06-14T08:58:59","date_gmt":"2013-06-14T06:58:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17592"},"modified":"2013-06-14T10:49:12","modified_gmt":"2013-06-14T08:49:12","slug":"hinweise-des-tages-1900","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17592","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17592#h01\">Georg Schramm: &bdquo;Ich bin m&uuml;de&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17592#h02\">Steffen Lehndorff: Die Furcht der Eliten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17592#h03\">Fall Mollath &ndash; Freiheitsberaubung durch Unterlassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17592#h04\">Michael Schlecht &ndash; Merkel gef&auml;hrdet Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17592#h05\">Griechischer Staatsfunk &ndash; Einfach abschalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17592#h06\">An das Bundesverfassungsgericht: Es gibt kein richtiges Recht innerhalb einer falschen &ouml;konomischen Diagnose<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17592#h07\">Spanien: Der ganz normale Wahnsinn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17592#h08\">Rechenfehler bei der Sparpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17592#h09\">Arbeiten ohne Ende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17592#h10\">OECD: International Migration Outlook 2013<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17592#h11\">Unsere Toten in Bangladesch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17592#h12\">Wir schn&uuml;ffeln zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17592#h13\">&bdquo;Das stimmt so nicht&ldquo; &ndash; Falscher Presse-Hype um Monsanto-R&uuml;ckzug aus Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17592#h14\">Schluss mit PISA?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17592#h15\">Noch 4 Tage: Lobbyismus an Schulen zur&uuml;ckdr&auml;ngen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17592#h16\">Von der Plagiatsdiskussion zu den Arbeitsverh&auml;ltnissen in der Promotion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17592#h17\">Twitter &ndash; Mit Tweets gegen Autokraten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17592&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Georg Schramm: &bdquo;Ich bin m&uuml;de&ldquo;<\/strong><br>\nEin aktuelles TV-Interview mit Georg Schramm &ndash; in Liechtenstein.<br>\nIch bin eigentlich ein kleiner &auml;ngstlicher Sozialdemokrat&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/mcmac\/ich-bin-muede\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Steffen Lehndorff: Die Furcht der Eliten<\/strong><br>\nDa bei n&uuml;chterner Betrachtung deshalb vieles auf ein Auseinanderbrechen des Euro hindeutet, sind Kritiker der herrschenden Politik nat&uuml;rlich gut beraten, verschiedene Szenarien gedanklich durchzuspielen. Auch einige Bef&uuml;rworter der Ausstiegsoption weisen richtigerweise auf die enormen Risiken einer Euroaufl&ouml;sung f&uuml;r alle Beteiligten hin &ndash; also nicht allein f&uuml;r die deutsche Wirtschaft, die bei einem Scheitern des Euro am meisten zu verlieren h&auml;tte, sondern auch und vor allem f&uuml;r die heutigen Krisenl&auml;nder. Wenn deren W&auml;hrungen abgewertet w&uuml;rden, sind keineswegs alle Probleme gel&ouml;st. Gerade deswegen pl&auml;dieren Heiner Flassbeck und Costas Lapavitsas in ihrer Ausstiegsstudie f&uuml;r die Rosa-Luxemburg-Stiftung oder Jens Berger (taz vom 24. 5.) f&uuml;r eine &ldquo;geordnete&rdquo; Aufl&ouml;sung der W&auml;hrungsunion. Allerdings bleibt v&ouml;llig im Dunkeln, wer oder was denn die europ&auml;ischen Hauptakteure zu einem solchen schier unvorstellbaren Ausma&szlig; an wirtschaftspolitischer Vernunft bewegen k&ouml;nnte.<br>\nHier wird ein grunds&auml;tzliches Problem dieser Argumentation deutlich: Die linke Exit-Debatte ist eine Diskussion ohne Adressaten&hellip;<br>\nNeoliberale Politik wurde schon vor dem Euro betrieben, und sie kann auch nach einem Ausstieg aus dem Euro fortgesetzt werden. Der Euro ist nicht der Ursprung dieser zerst&ouml;rerischen Politik, sondern in seiner jetzigen Konstruktion ein ihr dienender Mechanismus&hellip;<br>\nDie deutsche Linke sollte in einer solchen Situation die Forderungen der betreffenden Krisenl&auml;nder solidarisch unterst&uuml;tzen. Wenn dann der Euro scheitert, tragen daf&uuml;r die heutigen Machthaber in der EU die Verantwortung. Linke und soziale Bewegungen aber d&uuml;rfen sich diesen Schuh nicht anziehen. Ihre Vorschl&auml;ge zur Schadensbegrenzung bei einem Auseinanderbrechen der Eurozone sollten sie dann, und zwar erst dann, einbringen.<br>\nBis dahin muss alle Aufmerksamkeit auf Schadensvermeidung konzentriert werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2013%2F06%2F13%2Fa0083&amp;cHash=5c2544e0db317ef559a9cbb0f13f36dd\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Fall Mollath &ndash; Freiheitsberaubung durch Unterlassen<\/strong><br>\nIm Fall Gustl Mollath liegen offenkundig mehrere Rechtsfehler vor. Nach sieben Jahren in der Psychiatrie bringen die zwei Wiederaufnahmeantr&auml;ge ein wenig Hoffnung. Doch das zust&auml;ndige Gericht reagiert seit Monaten nicht darauf und zeigt damit: Es ist nicht unabh&auml;ngig, sondern taub. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r die Wiederaufnahme gen&uuml;gt ein einziger triftiger Wiederaufnahmegrund; es liegen etliche solcher Gr&uuml;nde auf dem Tisch. Die Justiz muss daf&uuml;r einstehen, dass ein Justizopfer nicht noch weiter leiden muss, wenn ein Versagen justizieller Kontrollen, ein Systemversagen also, in der Geschichte des Falles bereits offenkundig ist. Die Justiz muss daf&uuml;r sorgen, dass sich ihre Fehler nicht noch potenzieren; sie darf nicht auch noch Folgefehler machen, die sich auf die alten Fehler st&uuml;tzen. Es geht nicht darum, Gnade zu gew&auml;hren, sondern dem Grundwert der Freiheit seinen Rang zu geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/fall-mollath-freiheitsberaubung-durch-unterlassen-1.1696091\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Michael Schlecht &ndash; Merkel gef&auml;hrdet Europa<\/strong><br>\nDie deutsche Regierung mit Merkel an der Spitze treibt in Europa eine brutale Austerit&auml;tspolitik voran. Massive Sozial- und Lohnk&uuml;rzungen f&uuml;hren nicht nur zu sozialen Verschlechterungen, wie zum Beispiel dem Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland und Spanien auf um die 60 Prozent. Diese Politik zerr&uuml;ttet auch die wirtschaftliche Entwicklung. Die Sozialkosten steigen trotz K&uuml;rzungen und die Steuereinnahmen brechen weg. Die Staatsverschuldung steigt weiter.<br>\nTiefer liegendes Problem sind die dramatischen Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;sse Deutschlands, die sich seit 2000 auf mittlerweile 1,5 Billionen Euro summieren. Sie f&uuml;hren zu einer entsprechenden Verschuldungsposition in anderen L&auml;ndern. Ursache ist das Lohndumping &ndash; in Deutschland liegen auch heute noch die durchschnittlichen Reall&ouml;hne unter dem Niveau des Jahres 2000.<br>\nDie richtigen Schritte um eine Kehrtwende einzuleiten sind: Stopp der Austerit&auml;tspolitik, Aufbauprogramme f&uuml;r die Krisenl&auml;nder, eine st&auml;rkere binnenwirtschaftliche Ausrichtung der deutschen &Ouml;konomie mit deutlich h&ouml;heren L&ouml;hnen und dem Zukunftsprogramm.<br>\nEine wirkliche Kehrtwende ist in Deutschland von Innen heraus kurzfristig kaum absehbar. Wenn die Krisenl&auml;nder jedoch gemeinsam auftreten und sich gegen die vor allem von Deutschland ausgehende Austerit&auml;tspolitik wehren w&uuml;rden, best&uuml;nden Chancen f&uuml;r eine &Auml;nderung der deutschen Politik. Es gibt ein Drohpotenzial: Die Krisenl&auml;nder k&ouml;nnten Deutschland mit Ausschluss aus dem Euro drohen oder mit dem gemeinsamen Austritt und der Neugr&uuml;ndung einer gemeinsamen W&auml;hrung.<br>\nBeides liefe auf das Gleiche hinaus: Die Krisenl&auml;nder drohten aus dem W&auml;hrungsgef&auml;ngnis auszubrechen. Dies h&auml;tte schwerwiegende Folgen denn eine faktische neue deutsche W&auml;hrung w&uuml;rde massiv aufwerten und die Exportf&auml;higkeit kollabieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/130614_merkel-gefaehrdet-europa.pdf\">Michael Schlecht [PDF &ndash; 820.6 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Griechischer Staatsfunk &ndash; Einfach abschalten<\/strong><br>\nMeinungsfreiheit h&auml;ngt gerade nicht am Staatsfunk. Das sei allen gesagt, die sich schockiert zeigen, dass die griechische Regierung die &ouml;ffentlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten vor&uuml;bergehend stillgelegt hat. Die Erkl&auml;rung von Ministerpr&auml;sident Antonis Samaras f&uuml;r diesen drastischen Schritt klingt nicht abwegig. Ziel sei es, den Staatsfunk stark zu verkleinern, als Teil der Sparma&szlig;nahmen, zu denen das Land wegen der Finanzmisere gezwungen ist.<br>\nDas mag nicht die ganze Wahrheit sein. Vermutlich entledigt man sich auf diese Weise auch unliebsamer politischer Seilschaften in den Sendern. Vielleicht brauchte es auch noch ein Opfer, um die in Athen weilende &bdquo;Troika&ldquo; zu beeindrucken. Sie &uuml;berwacht, ob die Griechen die Reformauflagen f&uuml;r die Euro-Krisenhilfe einhalten. Was immer Samaras bewogen hat &ndash; sich mit dem Staatsfunk anzulegen, erfordert Mut.<br>\nEin wenig von diesem Mut w&uuml;nschte man sich auch in Deutschland. Hier haben die &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender finanzielle Dimensionen erreicht, die jeder Beschreibung spotten. Einfach abschalten und kleiner neu starten? Man darf ja mal tr&auml;umen. Wie gesagt, die Informationsvielfalt und Meinungsfreiheit h&auml;ngen nicht am Staatsfunk.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/griechischer-staatsfunk-einfach-abschalten-12219110.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein &uuml;bles St&uuml;ck. Wo sieht Heike G&ouml;bel bei den Privatsendern differenzierte und kritische Berichterstattung, die bei den &ouml;ffentlich-rechtlichen Sendern durchaus noch vorhanden ist, siehe z.b. kritische Reportagen auf arte, 3sat oder die Features des Deutschland Radios. Wie man sieht, existieren bei den Neoliberalen hierzulande durchaus autorit&auml;re Phantasien. Aber mit dem Finger auf Erdogan zeigen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>An das Bundesverfassungsgericht: Es gibt kein richtiges Recht innerhalb einer falschen &ouml;konomischen Diagnose<\/strong><br>\nWenn ein Rettungssanit&auml;ter einen Rettungswagen steuert und dabei Geschwindigkeitsvorschriften missachtet, wird man ihn deswegen weder anzeigen noch gar verurteilen, ohne nach dem Grund seines &uuml;berh&ouml;hten Fahrtempos zu fragen. Handelt der Fahrer so, weil er zu einem Unfallort mit Bewusstlosen gerufen worden ist, und verh&auml;lt er sich auf der Fahrt so verantwortungsbewusst wie m&ouml;glich, d.h. gef&auml;hrdet er keine Dritten, wird die Verletzung der Verkehrsvorschriften nicht nur hingenommen, sondern sogar als notwendig angesehen. Denn es geht um das in diesem Fall gegen&uuml;ber allgemeinen Verkehrsvorschriften schwerer wiegende wohlverstandene Interesse der Bewusstlosen, m&ouml;glichst rasch Hilfe zu bekommen. Werden Dritte gef&auml;hrdet, wird immer noch eine Abw&auml;gung der Umst&auml;nde vorgenommen werden, bevor der Sanit&auml;ter angeklagt oder gar als schuldig bezeichnet w&uuml;rde. Au&szlig;erdem w&auml;re die Frage zu kl&auml;ren, ob die gef&auml;hrdeten Dritten den Rettungswagen nicht etwa behindert haben, z.B. trotz Martinshorn nicht rechtzeitig an den Rand der Fahrbahn ausgewichen sind und insofern eine Mitschuld tragen. Kurzum, immer muss man sich ein umfassendes Bild der konkreten Situation machen, bevor man sie beurteilen kann. Nur den Versto&szlig; gegen ein Gesetz festzustellen, reicht zur Urteilsfindung nicht aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/an-das-bundesverfassungsgericht-es-gibt-kein-richtiges-recht-innerhalb-einer-falschen-okonomischen-diagnose\/#sthash.eOt2z2q0.dpuf\">Flassbeck Economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Spanien: Der ganz normale Wahnsinn<\/strong><br>\nViele junge Spanier sind auf Jobsuche, drei davon haben ihr Gl&uuml;ck im Ausland versucht. Juan, 25 und Psychologe, jobbte als Verk&auml;ufer in einem Sportgesch&auml;ft. Dann versuchte er sein Gl&uuml;ck in Deutschland und arbeitete als Kellner, um nebenbei Deutsch zu lernen. Doch das war nicht von Dauer. Borja, 28, Ingenieur f&uuml;r erneuerbare Energien, ist seit einem Jahr arbeitslos und wohnt wieder bei seinen Eltern. Er arbeitete schon in Polen, war auf Jobsuche in London und wartet jetzt auf Antwort. Die drei jungen Spanier vermuten, dass die hohe Arbeitslosigkeit nicht allein durch die Euro-Krise, sondern auch durch Missmanagement, Vetternwirtschaft und Korruption verursacht wird. Sie wollen sich f&uuml;r die Erneuerung Spaniens engagieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2013\/06\/07\/dradiowissen_jugendarbeitslosigkeit_20130607_ef5bede6.mp3\">Deutschlandradio [Audio &ndash; mp3]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Rechenfehler bei der Sparpolitik<\/strong><br>\nSparprogramme haben in einigen Eurostaaten zu Rezession und Massenarbeitslosigkeit gef&uuml;hrt. Der IWF hat inzwischen zugegeben, dass er sich verrechnet hat, weil der so genannte Multiplikator-Effekt erheblich gr&ouml;&szlig;er ist als bisher angenommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/das-erste\/plusminus\/rechenfehler-bei-der-sparpolitik?documentId=15163008\">ARD Plusminus<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Arbeiten ohne Ende<\/strong><br>\nMittlerweile haben all diese Gesellschaften mehr oder weniger weitreichende &ldquo;Reformen&rdquo; ihrer Alterssicherungssysteme in Angriff genommen. Sie laufen allesamt darauf hinaus, das Rentenzugangsalter zu erh&ouml;hen, das Leistungsniveau der &ouml;ffentlichen Zuwendungen zu senken und die j&uuml;ngeren Menschen verst&auml;rkt zu privater Altersvorsorge anzuhalten.<br>\nZudem vollzieht sich grenz&uuml;bergreifend &ndash; und ma&szlig;geblich angetrieben durch die auf europapolitischer Ebene propagierte Losung des &ldquo;active ageing&rdquo; &ndash; eine allm&auml;hliche Umdeutung des Alters: Eine Lebensphase sp&auml;ter Freiheit wird zu einem Lebensabschnitt fortgesetzter Produktivit&auml;t. W&auml;hrend dieses neue Bild eines &ldquo;jungen&rdquo;, aktiven und produktiven Alters in der Realit&auml;t zur Rechtfertigung des R&uuml;ckbaus materieller Alterssicherungen dient, reklamieren seine Propagandisten in Politik, Medien und Wissenschaft zugleich ein hehres normatives Ziel f&uuml;r sich, das in der g&auml;ngigen EU-Sprache das fr&ouml;hliche Etikett &ldquo;adding life to years&rdquo; erhalten hat. Das soll suggerieren, die F&ouml;rderung von verl&auml;ngerter Erwerbsbeteiligung und b&uuml;rgerschaftlichem Engagement der &Auml;lteren sei gleichbedeutend mit deren Aufwertung zu leistungsbereiten, n&uuml;tzlichen und gemeinwohlorientierten Mitgliedern der Gesellschaft.<br>\nSollte sich diese Tendenz zur materiellen Entsicherung der Lebensverh&auml;ltnisse und zur neuerlichen &ldquo;Eingemeindung&rdquo; der Rentner in die normativen Strukturen der Erwerbsgesellschaft fortsetzen, so w&auml;re die Geschichte des Ruhestands eine ausgesprochen kurzlebige Epoche gewesen&hellip;<br>\nDie potenziell leistungsf&auml;higen Phasen des menschlichen Lebens werden zunehmend nach &ldquo;vorne&rdquo;, bis in das fr&uuml;hkindliche Alter, wie nach &ldquo;hinten&rdquo;, bis ans Lebensende, verl&auml;ngert. Dies aber ist nicht Ausdruck eines Strukturwandels des Alters und der Lebensgestaltung, den die sp&auml;tindustrielle &Auml;ra irgendwie mit sich bringt, sondern Teil einer sp&auml;tkapitalistischen Dynamik der &Ouml;konomisierung und Inwertsetzung immer weiterer gesellschaftlicher Lebensbereiche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2013\/06\/14.mondeText1.artikel,a0006.idx,1\">Le Monde diplomatique<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Heute erscheint die Juniausgabe der Le Monde diplomatique als Beilage zur taz, danach im Kiosk. Hier das <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/.aktaus\">Inhaltsverzeichnis<\/a><\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Auch h&ouml;her Qualifizierte zweifeln, ob sie ihre Arbeit bis zur Rente durchhalten k&ouml;nnen<\/strong><br>\nGut Ausgebildete gehen in ihrem Job auf und f&uuml;rchten sich eher vor dem Ruhestand als ihn herbeizusehnen. Wie viel ist dran an diesem Klischee?&hellip;<br>\nFast 60 Prozent der Befragten planen, vor dem gesetzlichen Rentenalter in den Ruhestand zu gehen. Und sie freuen sich darauf, endlich die Dinge nachholen zu k&ouml;nnen, f&uuml;r die im stressigen Berufsalltag keine Zeit war. Drei Viertel der 60-J&auml;hrigen unter den Befragten glauben, dass es ihnen besser gehen wird, wenn sie erst in Rente sind. Verst&auml;rkte R&uuml;cksichtnahme auf &Auml;ltere attestierten ihrem Arbeitgeber nur 16 Prozent aller Befragten. Vielmehr werde in vielen Betrieben und Einrichtungen bisher ein gesteigerter Verschlei&szlig; der Arbeitskr&auml;fte in Kauf genommen.<br>\nDas Fazit der Wissenschaftler: Die Rente mit 67 wird zumindest von denen, die es sich leisten k&ouml;nnen, &ldquo;unterlaufen&rdquo;, solange die betrieblichen Voraussetzungen f&uuml;r &ldquo;alternsgerechtes Arbeiten&rdquo; fehlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/14_43273.htm\">WSI Mitteilungen<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>OECD: International Migration Outlook 2013<\/strong><br>\nBev&ouml;lkerungsanteil: \n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130614_02.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Fiskalische Auswirkungen: <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130614_03.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/els\/mig\/imo2013.htm\">OECD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dass die Migranten in Deutschland einen negativen Einfluss von 1,13% des BIP haben f&uuml;hren laut Handelsblatt die OECD-Autoren darauf zur&uuml;ck, dass hier anteilig mehr Migranten im Rentenalter leben als in den meisten anderen OECD-L&auml;ndern.<\/em><br>\n<em>Ob die OECD wohl den positiven Einfluss der an Ausl&auml;nder ausbezahlten Renten auf die Nachfrage eingerechnet haben?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: OECD-Bilanz: Viele Zuwanderer verlassen Deutschland schnell wieder<\/strong><br>\nDeutschland, ein Traumland f&uuml;r Zuwanderer? Von wegen. Laut OECD bleibt mehr als die H&auml;lfte der Griechen und Spanier nicht mal ein Jahr. Trotz Fachkr&auml;ftemangel tun Firmen und Kommunen offenbar zu wenig, um die Gastarbeiter zu halten. (&hellip;) Die Idee: S&uuml;deuropa k&auml;mpft mit dramatisch hoher Jugendarbeitslosigkeit, die Mittelst&auml;ndler in S&uuml;ddeutschland hingegen suchen h&auml;nderingend Personal. Warum also nicht junge und erfahrene Fachkr&auml;fte aus S&uuml;deuropa nach Deutschland einfliegen lassen &ndash; und so eine Win-win-Situation schaffen? Doch so einfach, wie es sich viele Politiker vorstellen, ist es nicht. Zahlen der Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zeigen nun: Viele Zuwanderer verlassen Deutschland schnell wieder. Laut dem Migrationssausblick der OECD hat sich in den vergangenen Jahren nur jeder zweite Grieche und sogar nur jeder dritte Spanier l&auml;nger als ein Jahr in Deutschland aufgehalten. Das ist ein Warnsignal f&uuml;r die schrumpfende und alternde Bundesrepublik. Deutschland schafft es offenbar nicht, Zuwanderer auch im Land zu halten. Von einer Million Zuwanderer blieb 2012 unterm Strich nur ein knappes Plus von nicht einmal 400.000 Menschen, wenn man die Zahl der Fortz&uuml;ge im selben Zeitraum ber&uuml;cksichtigt. In die T&uuml;rkei wanderten etwa 4000 Menschen mehr ab, als umgekehrt nach Deutschland einreisten. (&hellip;) Und doch: Eine schnelle Integration in den deutschen Arbeitsmarkt will vielerorts nicht gelingen. Das mag auch daran liegen, dass sich die neuen Zuwanderer dieses Mal selbst eher als Gastarbeiter sehen. Sie sind es pl&ouml;tzlich, die einen kurzfristigen Engpass auf dem Arbeitsmarkt &uuml;berbr&uuml;cken wollen. &ldquo;Wenn es den Heimatl&auml;ndern wirtschaftlich wieder besser geht, wollen gerade die jungen Leute wieder zur&uuml;ck&rdquo;, sagt Johann Fuchs, Analyst beim Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/oecd-deutschlands-einwanderer-wandern-oft-wieder-aus-a-905446.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Dieser &ldquo;Spiegel&rdquo;-Beitrag greift wieder einmal tief in die Mottenkiste der neoliberalen Denkschemata: &ldquo;Fachkr&auml;ftemangel&rdquo;, &ldquo;schrumpfende&rdquo; und &ldquo;alternde&rdquo; Bev&ouml;lkerung, Zuwanderung aus europ&auml;ischen Krisenstaaten = &ldquo;Win-win-Situation&rdquo;. Auch das der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit angeschlossene Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) bewegt sich in diesem neoliberalen Deutungsmuster. Was verleitet den &ldquo;Spiegel&rdquo; und das IAB angesichts weiter steigender Arbeitslosigkeit und Jugendarbeitslosigkeit in den s&uuml;deurop&auml;ischen Krisenstaaten eigentlich zu der fixen Annahme, der nur kurzzeitige Aufenthalt von Arbeitnehmern aus diesen Staaten lie&szlig;e sich mit dem Argument &ldquo;Verbesserung der Arbeitsmarktlage in den Heimatl&auml;ndern&rdquo; (in den Worten des &ldquo;Spiegel&rdquo;: die ausl&auml;ndischen Arbeitnehmer w&uuml;rden durch die kurzzeitige Zuwanderung einen &ldquo;kurzfristigen Engpass auf dem Arbeitsmarkt&rdquo; in ihren Heimatl&auml;ndern &uuml;berbr&uuml;cken) erkl&auml;ren?<\/em><\/p>\n<p><em>Ist es dem &ldquo;Spiegel&rdquo; und dem IAB jemals in den Sinn gekommen zu fragen, ob die seit den 90er Jahren miserable Lohnentwicklung in Deutschland nicht gerade auch gut ausgebildete Fachkr&auml;fte davon abschreckt, l&auml;nger als n&ouml;tig in Deutschland zu arbeiten? Da&szlig; diese also m&ouml;glicherweise versuchen, in europ&auml;ischen Nachbarl&auml;ndern besser bezahlte sowie sozial besser abgesicherte Arbeitspl&auml;tze zu finden? Hierzulande ist man ja nicht einmal in angeblichen &ldquo;Boomzeiten&rdquo; dazu bereit, den Besch&auml;ftigten den lohnpolitischen Verteilungsspielraum (EZB-Zielinflationsrate zuz&uuml;glich Produktivit&auml;tswachstum) zuzugestehen. Ist es dem &ldquo;Spiegel&rdquo; und dem IAB jemals in den Sinn gekommen zu fragen, ob die auf die Meinungsbildung der bundesdeutschen Bev&ouml;lkerung einwirkende sch&auml;bige Stimmungsmache in zahlreichen deutschen Leitmedien (bei weitem nicht nur jenen des Springer-Konzerns) gegen die s&uuml;deurop&auml;ischen Staaten und deren Bev&ouml;lkerungen von den Zuwanderern aus diesen Staaten m&ouml;glicherweise als absto&szlig;end und herabw&uuml;rdigend erlebt und empfunden wird?<\/em><\/p>\n<p><em>Wenn der &ldquo;Spiegel&rdquo; den Zuzug von gut ausgebildeten Facharbeitern und Akademikern aus den europ&auml;ischen Krisenstaaten als &ldquo;Win-win-Situation&rdquo; bezeichnet, dann verschweigt er, da&szlig; sich die deutsche Exportwirtschaft zun&auml;chst mittels parasit&auml;rem Lohndumping (und dem damit einhergehenden an-die-Wand-konkurrieren der europ&auml;ischen Krisenstaaten) auf Kosten zahlreicher europ&auml;ischer Staaten und deren Bev&ouml;lkerungen bereichert hat und die so ma&szlig;geblich mitverursachte Krise innerhalb dieser Staaten dann durch die v.a. von der Bundesregierung diktierte &ldquo;Spar&rdquo;- und &ldquo;Reformpolitik&rdquo; weiter versch&auml;rft wurde. Nun schickt sich die deutsche Wirtschaft im Verein mit der hiesigen Politik an, in den europ&auml;ischen Krisenstaaten ausgerechnet jene mit hohem Kosten- und Zeitaufwand ausgebildeten Facharbeiter und Akademiker anzuwerben, die von ihren Heimatl&auml;ndern in den kommenden Jahren dringend f&uuml;r die R&uuml;ckgewinnung ihrer Wettbewerbsf&auml;higkeit ben&ouml;tigt werden (mit dem &ldquo;Neben&rdquo;-Effekt, da&szlig; die L&ouml;hne und Geh&auml;lter hierzulande auch in den k&uuml;nftigen Jahren unter Druck bleiben). &ldquo;Win-win&rdquo; sieht anders aus!<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Mangelhafte Integration kostet Deutschland Milliarden<\/strong><br>\nDeutschland k&ouml;nnte den Fachkr&auml;ftemangel lindern, wenn Zuwanderer auf dem Arbeitsmarkt zum Zuge k&auml;men. Stattdessen verlassen viele Zuwanderer das Land rasch wieder &ndash; und dem Staat entgehen Einnahmen in Milliardenh&ouml;he&hellip;<br>\nDeutschlands Staatseinnahmen k&ouml;nnten um 0,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes wachsen, wenn Menschen mit ausl&auml;ndischen Wurzeln auf dem Arbeitsmarkt genauso vertreten w&auml;ren wie deutsche Arbeitnehmer. Allein bei hochqualifizierten Migranten entgehen der Bundesregierung m&ouml;gliche Mehreinnahmen von mehr als 3,5 Milliarden Euro. Das geht aus dem am Donnerstag ver&ouml;ffentlichten Internationalen Migrationsausblick der Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor&hellip;<br>\nLaut OECD erh&ouml;hte sich zwischen 2007 und 2011 die Zahl der Einwanderer aus Griechenland um 73 und aus Spanien um knapp 50 Prozent. Kr&auml;ftige Zuw&auml;chse gab es im selben Zeitraum zudem bei Portugiesen und Italienern (35 Prozent).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/oecd-studie-mangelhafte-integration-kostet-deutschland-milliarden\/8343722.html\">Handelsblatt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Unsere Toten in Bangladesch<\/strong><br>\nDer Fabrikeinsturz in Dhaka ist nur eine von vielen Katastrophen in der Fertigungsindustrie. Die europ&auml;ischen Textilkonzerne geben vor, sich um bessere Arbeitsbedingungen zu bem&uuml;hen. Aber hinter den Kulissen dr&uuml;cken ihre Eink&auml;ufer auf die Preise&hellip;<br>\nWenn in Bangladesch eine Fabrik abbrennt oder einst&uuml;rzt, zahlt die BGMEA den Opfern eine Entsch&auml;digung: Verletzte erhalten 100 000 Taka (1 000 Euro) f&uuml;r die medizinische Versorgung, die Familie eines Todesopfers bekommt 600 000 Taka (6 000 Euro). Der Fabrikbesitzer und auch die Justiz halten sich v&ouml;llig heraus. Aber diese Brosamen kommen nur bei wenigen Gl&uuml;cklichen an. Denn die Listen der Opfer stellt die BGMEA selbst zusammen. Und die meisten Besch&auml;ftigten haben keinen Arbeitsvertrag, weil ihre Einstellung nur m&uuml;ndlich vereinbart wurde. Zahlreiche Opfer k&ouml;nnen also ihre Betriebszugeh&ouml;rigkeit gar nicht belegen. Und sich ein Bein brechen oder ins Herdfeuer fallen kann ja jeder.<br>\nBei dem Brand in der Tazreen-Fabrik ist die Beweislage noch komplizierter, weil viele Leichen nicht mehr identifiziert werden konnten, erz&auml;hlt Saydia Gulrukh, die Opferfamilien betreut&hellip;<br>\nDie Tazreen-Ruine rauchte noch, als die Premierministerin bereits im Namen der Regierung erkl&auml;rte, die Brandursache sei ein &ldquo;Sabotage-Akt&rdquo;, was in Bangladesch so viel bedeutet wie: Die Islamisten sind schuld&hellip;<br>\nDie europ&auml;ischen Markenhersteller kalkulieren mit einem Gewinnfaktor von sieben, das hei&szlig;t, sie verkaufen die Produkte aus Bangladesch zum Siebenfachen, manchmal auch zum Zehnfachen des Einkaufspreises.<br>\n&ldquo;F&uuml;r die Profitgier gibt es keine Grenzen&rdquo;, kommentiert Paquet. Er hat erlebt, wie alte Kunden von einem Tag auf den anderen zu einem Konkurrenten wechseln, der einen bestimmten Artikel f&uuml;r 10 Cent weniger anbietet: &ldquo;Hier herrscht eine unglaubliche Doppelmoral. Stellen Sie sich vor, im selben Augenblick, als die Firmenchefs von H &amp; M bei der Premierministerin sa&szlig;en, um bessere Arbeitsbedingungen in den Fabriken von Bangladesch zu fordern, handelten ihre Einkaufsmanager einen 15-prozentigen Rabatt auf die Preise ihrer Lieferanten aus. Damit m&uuml;sst ihr klarkommen, der Rest interessiert uns nicht&rsquo;, das ist ihre Philosophie.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2013\/06\/14.mondeText1.artikel,a0004.idx,0\">Le Monde diplomatique<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wir schn&uuml;ffeln zur&uuml;ck<\/strong><br>\nInternet-Provider erlauben Geheimdiensten den Zugang zu ihren Daten, Geheimgerichte nicken das gro&szlig;e Datensaugen ab. Ed Snowden wurde das zu viel und er verriet die Geschichte dem Guardian. DRadio Wissen geht jetzt in die Offensive. Wir finden heraus, wie die Schn&uuml;ffelei funktioniert, wir versuchen uns zu sch&uuml;tzen und schn&uuml;ffeln zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wissen.dradio.de\/nsa-prism-wir-schnueffeln-zurueck.33.de.html?dram:article_id=249525\">Deutschlandradio<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&bdquo;Das stimmt so nicht&ldquo; &ndash; Falscher Presse-Hype um Monsanto-R&uuml;ckzug aus Europa<\/strong><br>\nMonsanto gibt Europa auf, schrieb die tageszeitung  (taz) am 31. Mai. Und alle jubeln. Die Presse. Die Gentechnik-Kritiker ebenfalls. In Deutschland, in Europa, selbst in &Uuml;bersee. Doch Monsanto reagiert noch am gleichen Tag mit einer eigenen Meldung auf der Unternehmenswebseite mit den Worten: &bdquo;Das stimmt so nicht.&ldquo; Auch Gentechnik-Expertin Heike Moldenhauer vom Bund f&uuml;r Umwelt und Naturschutz Deutschland kann keinen R&uuml;ckzug aus Europa erkennen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mariannefalck.de\/?p=207\">Marianne Falck<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Schluss mit PISA?<\/strong><br>\nGewerkschaft streitet &uuml;ber PISA-Kritik. Wolfram Meyerh&ouml;fer, Professor f&uuml;r Mathematikdidaktik, erkl&auml;rt, warum es bei den Pisa-Tests nicht um Wissen, Bildung oder Verstehen geht<br>\nAuf ihrem Gewerkschaftstag vom 12. bis 16. Juni wird die Bildungsgewerkschaft GEW auch dar&uuml;ber diskutieren, was von den PISA- und &auml;hnlichen Studien zu halten und ob diesen zuk&uuml;nftig vielleicht sogar mit genereller Ablehnung zu begegnen ist. Telepolis sprach hierzu mit Wolfram Meyerh&ouml;fer, Professor f&uuml;r Mathematikdidaktik an der Universit&auml;t Paderborn, der derlei &ldquo;Vergleichsstudien&rdquo; seit langem kritisiert und die gewerkschaftliche Auflehnung hiergegen wissenschaftlich fundiert und unterst&uuml;tzt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/39\/39307\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Noch 4 Tage: Lobbyismus an Schulen zur&uuml;ckdr&auml;ngen!<\/strong><br>\nLobbyismus macht auch vor dem Klassenzimmer nicht halt. Lobbyisten erstellen Unterrichtsmaterialien, veranstalten Schulwettbewerbe oder bilden Lehrer fort. Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler werden so zum Ziel von Meinungsmache und Manipulation.<br>\nWir haben untersucht, mit welchen Methoden Lobbyisten Einfluss auf den Unterricht nehmen und welche Motive dahinter stecken. Das Ergebnis haben wir in unserem Diskussionspapier &bdquo;Lobbyismus an Schulen&ldquo; ver&ouml;ffentlicht. Es zeigt: Die Einflussnahme auf Kinder und Jugendliche wird professionell organisiert und ist Teil langfristiger und umfassender Lobbystrategien. Die Politik muss dieses Problem endlich erkennen und dagegen aktiv werden.<br>\nUnterzeichnen Sie unseren Protestbrief an die Bildungsminister der L&auml;nder! Wir &uuml;bergeben die Unterschriften am 17. Juni an Stephan Dorgerloh, Pr&auml;sident der Kultusministerkonferenz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2013\/04\/aktion-lobbyismus-an-schulen-zuruckdrangen\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Von der Plagiatsdiskussion zu den Arbeitsverh&auml;ltnissen in der Promotion<\/strong><br>\nDie Wissenschaft, und vor allem die Promovierenden, k&ouml;nnen nicht wirklich zufrieden sein. Die Diskussion ist &uuml;ber die Skandalisierung bisher nicht hinausgekommen. Die Plagiatsskandale in Deutschland wurden in einer Weise diskutiert, die den Zehntausenden Promovierenden hierzulande, ihrem Alltag, Aufgaben und Herausforderungen in keiner Form gerecht wurde&hellip;<br>\nNun m&uuml;ssen die Diskussionen &uuml;ber Plagiate, Betrug und Prestigepromotionen &uuml;berf&uuml;hrt werden in eine Debatte nicht nur zur Qualit&auml;t der Promotionen, sondern auch und vor allem zur Qualit&auml;t der Promotionsbedingungen. Wird diese Ebene aus der Debatte ausgeklammert, dann kann es zu keiner wirklichen Verbesserung der Promotion kommen und es wird keine breite Unterst&uuml;tzung &ndash; seitens der Promovierenden &ndash; f&uuml;r eine Reform der Promotionsphase geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/++co++8a9d0032-cf60-11e2-918c-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Twitter &ndash; Mit Tweets gegen Autokraten<\/strong><br>\nOb beim Hochwasser in Ostdeutschland, auf dem Taksim-Platz in Istanbul oder dem Kampf gegen die totale &Uuml;berwachung im Netz: Twitter ist &uuml;berall dabei. Dabei ist Twitter mehr als nur ein Kurznachrichtendienst. Tweets dienen dem Protest &ndash; und das kann unangenehme Folgen haben. Ein Beispiel daf&uuml;r ist die Bloggerin Hudi al-Adschmi aus Kuwait. Sie wurde gerade zu elf Jahren Gef&auml;ngnis und schwerer k&ouml;rperlicher Arbeit verurteilt. In Kuwait ist das die h&ouml;chste Strafe, die jemals gegen einen Twitter-Nutzer verh&auml;ngt wurde. Seit einiger Zeit gehen kuwaitische Beh&ouml;rden st&auml;rker gegen Internetaktivisten vor. Sie f&uuml;rchten ein Erstarken der Opposition. In Kuwaits Nachbarstaaten sind die Strafen f&uuml;r Internetaktivisten noch h&ouml;her. Menschenrechtsorganisationen machen darauf aufmerksam, dass die Golfstaaten die Meinungsfreiheit im Netz stark beschr&auml;nkt haben. Manchen Politikern macht Twitter scheinbar Angst. Ein Beispiel daf&uuml;r ist der t&uuml;rkische Ministerpr&auml;sident Erdogan: &ldquo;Es gibt jetzt eine neue Plage namens Twitter. Dort werden bodenlose L&uuml;gen verbreitet. F&uuml;r mich sind die Sozialen Medien die schlimmste Bedrohung der Gesellschaften.&rdquo; Dabei hat Erdogan selbst 2,5 Millionen Follower bei Twitter. Unabh&auml;ngig davon hat sich Twitter in der T&uuml;rkei zur zentralen Plattform entwickelt, von der aus der Protest organisiert wird. &ndash; Manchmal wird Twitter aber auch &uuml;berbewertet. So zum Beispiel im Zusammenhang mit den Protesten in &Auml;gypten. Dort wurden laut einer Studie von US-Forschern nur 30 Prozent der Tweets in &Auml;gypten selbst abgegeben. In der T&uuml;rkei allerdings, liegt die Quote bei mehr als 80 Prozent. Andere &ndash; wie Arno Frank von taz.de &ndash; wiederum warnen vor den Schattenseiten von Twitter: &ldquo;Von den Opfern des anonymen Cybermobbings soll gar nicht erst gesprochen werden, auch nicht von dem ozeanischen D&uuml;nnpfiff, den die meisten parasozialen und hyperbanalen Alltagstweets darstellen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2013\/06\/11\/dradiowissen_mit_tweets_gegen_20130611_957b5696.mp3\">DRadio Wissen [Audio &ndash; mp3]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Mein Sohn war w&auml;hrend eines Dreitagetrips auch auf dem Taksim-Platz und unterhielt sich dort mit einigen Demonstranten. Diese berichteten, die t&uuml;rkische Polizei habe in mehreren St&auml;dten Twitter-Nutzer wegen angeblicher Anstiftung zur Gewalt festgenommen h&auml;tten. Tausende Internetseiten, darunter auch YouTube, seien gesperrt. Twitter spiele eine entscheidende Rolle. Witzig aber bezeichnend: Als Erdogan von seiner Nordafrikareise zur&uuml;ckkam, wartete die Maschine drei Stunden auf den Flughafen, bis gen&uuml;gend bezahlte (so das Ger&uuml;cht) &ldquo;Jubelperser&rdquo; herangekarrt worden waren. Der Taksim-Platz wusste sofort Bescheid. Einem Mitglied der Delegation wurde die Warterei wohl zu bunt und er machte seinem Unmut per Twitter Luft.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-17592","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17592","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=17592"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17592\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17600,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17592\/revisions\/17600"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=17592"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=17592"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=17592"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}