{"id":17641,"date":"2013-06-17T09:13:17","date_gmt":"2013-06-17T07:13:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17641"},"modified":"2013-06-17T09:13:17","modified_gmt":"2013-06-17T07:13:17","slug":"hinweise-des-tages-1901","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17641","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17641#h01\">Stachel im welken Fleisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17641#h02\">T&uuml;rkei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17641#h03\">Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17641#h04\">Methode Merkel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17641#h05\">ICIJ publiziert Teile der Offshore-Leaks-Datenbank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17641#h06\">Deutschlands Exportsucht zerst&ouml;rt die Euro-Zone<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17641#h07\">The Shocking Amount of Wealth and Power Held by 0.001% of the World Population<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17641#h08\">Hartz IV gef&auml;hrdet die Gesundheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17641#h09\">Willkommen in der EU!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17641#h10\">Innenminister Friedrich verteidigt US-Datenschn&uuml;ffler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17641#h11\">Schlechte Nachrichten f&uuml;r Mieter und Internetnutzer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17641#h12\">&bdquo;Die Wahrheit liegt auf dem Platz&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17641#h13\">German Sociologists Boycott Academic Ranking<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17641#h14\">Zu guter Letzt: Nordirland errichtet Potemkin&rsquo;sche D&ouml;rfer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17641#h15\">Das Letzte: Das war f&uuml;r Berlin direkt (ZDF) als Berichterstattung &uuml;ber den Parteitag der LINKEN wichtig<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17641&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Stachel im welken Fleisch<\/strong><br>\nEs gibt noch linke Sozialdemokraten. Albrecht M&uuml;ller geh&ouml;rt dazu. Der 75-J&auml;hrige hat Karl Schiller, Willy Brandt und Helmut Schmidt gedient und danach den Glauben an die SPD verloren. Aber er ist immer noch in der Partei, als Stachel in ihrem welken Fleisch. Auch deshalb kommt er als Hauptredner zu den S-21-Gegnern.<br>\nMan muss nicht unbedingt der Sohn eines Z&uuml;ndholzgro&szlig;h&auml;ndlers sein, aber es hilft. Beim Blick auf die Wirtschaft. Und schon sind wir bei Albrecht M&uuml;ller. Als 16-J&auml;hriger, das ging damals, hat er seinen behinderten Vater im Opel Kapit&auml;n zu den Konferenzen gefahren und aufmerksam zugeh&ouml;rt, wor&uuml;ber die Herren geredet haben. &Uuml;ber den Markt, der bei den Z&uuml;ndh&ouml;lzern noch weniger ein freier war, als bei den anderen Waren, die in den 50er-Jahren gehandelt wurden. Damals, sagt der in Meckesheim bei Heidelberg Geborene, habe er mehr gelernt, als sp&auml;ter im Studium der Volkswirtschaft. &Uuml;ber Herren und Knechte und die Tritte unterm Tisch.<br>\nM&uuml;ller ist Sozialdemokrat seit 50 Jahren. F&uuml;r Wirtschaftsminister Karl Schiller hat er die Reden geschrieben, f&uuml;r Willy Brandt und Helmut Schmidt die Planungsabteilungen gef&uuml;hrt, von 1987 bis 1994 im Bundestag gesessen, und danach hat er gelitten. An seiner Partei, die eigentlich nicht mehr seine war, die mit half, den Reichtum von unten nach oben zu verteilen, die mit in den Krieg zog und den Menschen erz&auml;hlte, dass dies alles notwendig sei, um Frieden und Wohlstand in Deutschland und Europa zu erhalten. &ldquo;Die neue Strategie der SPD war&rdquo;, bilanziert der heute 75-J&auml;hrige, &ldquo;sich zu opfern&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/pulsschlag\/115\/stachel-im-welken-fleisch-1245.html\">Konext: Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>T&uuml;rkei<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Man muss die brutale Staatsgewalt in der T&uuml;rkei, Syrien, den USA, in Deutschland und anderswo in der Welt zusammendenken<\/strong><br>\nJedem an einer friedlichen Auseinandersetzung interessierten Menschen muss das brutale Vorgehen Erdogans und seiner Staatsgewalt gegen friedliche Demonstranten erschrecken und betroffen machen. Es macht auch keinen Sinn, Gewalt zu relativieren. Dient dies doch bewusst oder unbewusst nur dazu, Gewalt zu rechtfertigen. Und darin liegt vielleicht die Wurzel allen &Uuml;bels: Die Anwendung von Gewalt wird nicht grunds&auml;tzlich in Frage gestellt. Im Gegenteil, jeder Staatenlenker, sei es, dass er ein Land regiert oder auch nur eine Stadt, rechtfertigt den Einsatz von Gewalt, wenn er deren Anwendung auch zeitgleich mit erhobenem Zeigefinger in Richtung anderer staatlicher und nicht-staatlicher Gewaltt&auml;ter verurteilt.<br>\nNoch vor kurzem verurteilte derselbe Erdogan, der jetzt gegen seine eigene Bev&ouml;lkerung Krieg f&uuml;hrt, das Vorgehen Assads in Syrien. Was sollen deutsche Politiker wiederum schon gro&szlig; einwenden gegen die Gewalt in der T&uuml;rkei, angesichts der Polizei-Gewalt vor einigen Jahren beim G-8-Gipfel in Heiligendamm oder gegen Gegner von Stuttgart 21 oder erst k&uuml;rzlich gegen Demonstranten bei Blockupy in Frankfurt, angesichts der zeitgleichen Akzeptanz und Bef&ouml;rderung von Kriegsdrohnen, Guantanamo, der gewaltsamen Verteidigung &ldquo;deutscher Interessen&rdquo; am Hindukusch und massiver Waffenexporte in alle Herren L&auml;nder?<br>\nEs ist die breite und selbstverst&auml;ndliche Akzeptanz von Gewalt, die unsere Zivilisation, die genau deswegen immer noch keine ist, im Grunde genommen keinen Schritt voran gebracht hat bzw. uns immer wieder hinter bereits erreichte diplomatische Errungenschaften zur&uuml;ckfallen l&auml;sst. Doch die Gewalt beginnt schon viel fr&uuml;her.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/06\/man-muss-die-brutale-staatsgewalt-in-der-turkei-syrien-den-usa-in-deutschland-und-anderswo-in-der-welt-zusammendenken\/#sthash.rnTNk16k.dpuf\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><strong>Gesichter von Gezi<\/strong><br>\nMit Tr&auml;nengas, Wasserwerfern und blanker Gewalt hat die t&uuml;rkische Polizei am Wochenende den Gezi-Park ger&auml;umt. Wir waren kurz vorher noch dort und haben mit vier jungen Menschen gesprochen, die f&uuml;r die Regierung &ldquo;Terroristen&rdquo; sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jetzt.sueddeutsche.de\/texte\/anzeigen\/573068\/Gesichter-von-Gezi\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Aufnahme in die EU<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/kari_20130616_Sultan_kol.gif\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikatur_4900.html\">Klaus Stuttmann<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Syrien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&raquo;Syrien droht der Staatszerfall&laquo;<\/strong><br>\nChristiane Reymann ist Journalistin und aktiv in der Partei Die Linke sowie der Europ&auml;ischen Linkspartei. Zusammen mit Wolfgang Gehrcke hat sie das Buch &raquo;Syrien. Wie man einen s&auml;kularen Staat zerst&ouml;rt und eine Gesellschaft islamisiert&laquo; (PapyRossa-Verlag) herausgegeben<br>\nNoch im Sommer sollen in Genf auf Initiative Ru&szlig;lands, der USA und der UNO Friedensgespr&auml;che zu Syrien stattfinden. Sie waren vom 2. bis 8. Juni mit einer Delegation der internationalen Initiative &raquo;Peace in Syria&laquo; in Damaskus, haben dort mit Vertretern von Oppositionsgruppen sowie auf Ministerebene mit der Regierung und mit Pr&auml;sident Baschar Al-Assad gesprochen. Wie gro&szlig; ist die Bereitschaft zum Dialog?<br>\nSehr gro&szlig;, die Erwartungen sind fast zu hoch. Die Regierung ist gut vorbereitet. Die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen setzen gro&szlig;e Hoffnungen auf Genf. Es herrscht eine Stimmung wie &raquo;Das ist unsere letzte Chance&laquo;, was es nicht ist. Ich glaube nicht, da&szlig; sich der Krieg durch Gespr&auml;che in Genf beenden l&auml;&szlig;t, aber es wird eine wichtige Etappe auf dem Weg zum Frieden, wenn Frieden das Thema ist und nicht ein sogenannter Regime Change. (&hellip;)<br>\nPr&auml;sident Assad hat sich in einem Interview mit dem libanesischen TV-Sender Al-Manar (siehe jW vom 4. und 5. Juni) siegessicher gezeigt. Wie haben Sie die Stimmung in Damaskus erlebt?<br>\nAls wir in der Hauptstadt ankamen und unsere ersten Gespr&auml;che f&uuml;hrten, tobte noch der Kampf um Kusair. Am zweiten Tag kam dann die Meldung vom Sieg. Man hat unseren Gespr&auml;chspartnern physisch die Erleichterung angemerkt &ndash; Regierungsvertretern wie auch vielen anderen. Kusair war zwar kein Stalingrad, aber eine f&uuml;r sie sehr wichtige Schlacht.<br>\nMeiner Wahrnehmung nach vertraut die Regierung darauf, da&szlig; sie im Zweifelsfall, falls Genf scheitert, milit&auml;risch weitermachen und siegen kann. Das besorgt mich, weil es eine Art Hintert&uuml;r l&auml;&szlig;t. Dieser Krieg ist milit&auml;risch nicht zu gewinnen. Es kann sein, da&szlig; die Armee eine Zeitlang milit&auml;risch die Oberhand behalten kann. Aber das Land ist jetzt schon in einem so desastr&ouml;sen Zustand, da&szlig; ein Zerfall nicht unwahrscheinlich ist.<br>\nDie religi&ouml;sen Selbstdefinitionen bilden sich in Syrien in Windeseile heraus, und das in einer Sch&auml;rfe, die niemand erwartet hat. Mich erinnert das an das ehemalige Jugoslawien in den 90er Jahren, wo es auf einmal Katholiken, Orthodoxe und Muslime, Kroaten und Serben gegeben hat. Eine solche Dynamik ist nur ganz schwer zu bremsen und r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/06-14\/061.php\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Die j&uuml;ngsten Verlautbarungen aus Washington verhei&szlig;en nichts Gutes: Der angebliche Chemiewaffeneinsatz, den die US-Regierung offenbar ebenso beweisen kann wie seinerzeit im Irak, sollte wom&ouml;glich Ru&szlig;land zum Einlenken bewegen. Das Gegenteil scheint jedoch der Fall zu sein und die USA sollten ernsthaft ihre Einstellung zum milit&auml;rischen Engagement &uuml;berdenken und endlich Beitr&auml;ge f&uuml;r friedliche politische L&ouml;sungen leisten. Mit Obama steht nicht lediglich das Ansehen eines US-Pr&auml;sidenten, sondern das eines Friedensnobelpreistr&auml;gers auf dem Spiel.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>USA, Syrien und die Chemiewaffen<\/strong><br>\nGespr&auml;ch mit G&uuml;nter Meyer: Die USA wollen die Rebellen im Kampf gegen die Regierung von Pr&auml;sident Assad mit Waffen unterst&uuml;tzen. Das syrische Regime habe eine &ldquo;rote Linie&rdquo; &uuml;berschritten, so Obama. Syrien habe Chemiewaffen gegen die Opposition eingesetzt. Was hei&szlig;t das, fragen wir G&uuml;nter Meyer, Leiter des Zentrums f&uuml;r Forschung zur Arabischen Welt an der Johannes-Gutenberg-Universit&auml;t in Mainz<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/mediathek\/index.php?display=1&amp;mode=play&amp;obj=36892\">3sat<\/a>\n<p><strong>dazu auch: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/9959\/eine-giftgas-verschworung-der-assad-gegner\">G&uuml;nther Meyer &ndash; Eine Giftgas-Verschw&ouml;rung der Assad-Gegner?<\/a><\/strong> <\/p><\/li>\n<li><strong>Syria&rsquo;s Strategic Balance at a Tipping Point<\/strong><br>\nThe Syrian conflict has entered a critical phase with the fall of the town of Qusair to regime troops backed by Hezbollah fighters in the early hours of June 5. Both sides have made gains and suffered losses over the past six months, so this should be no different. But the discrepancy between the regime&rsquo;s underlying strengths and the armed opposition&rsquo;s enduring weaknesses is starting to tell.<br>\nIf the strategic equilibrium that has emerged since November 2012 tips further, it will be a decisive shift in the regime&rsquo;s favor. The political and military wings of the opposition must address their most serious shortcomings. If they do not, they will be in retreat, if not full flight, by the end of 2013.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/carnegie-mec.org\/2013\/06\/07\/syria-s-strategic-balance-at-tipping-point\/g95a\">Carnegie Middle East Center<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Niels Kardritzke:<\/strong> Die ist ein extrem interessanter (und realistischer) Bericht &uuml;ber die Lage in Syrien. Obwohl auf englisch, m&uuml;sste es gen&uuml;gend Leser geben, die sich f&uuml;r eine solche &ldquo;harte&rdquo; Analyse interessieren.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Methode Merkel<\/strong><br>\nStuttgart 21 wird scheitern. Da ist sich Volker L&ouml;sch ganz sicher. Aus vielen Gr&uuml;nden. Der Regisseur und profilierte S 21-Gegner sieht ganz neue Schubkraft f&uuml;r den Protest, wenn das &bdquo;Prinzip Stuttgart 21&ldquo; als &bdquo;Methode Merkel&ldquo; erkannt und auf die Bundesebene gehievt wird. Auf die Gr&uuml;nen setzt er dabei allerdings nicht mehr. Ein Interview aus Anlass der Gro&szlig;kundgebung am 15. Juni. (&hellip;)<br>\nDer S 21-Protest steht also vor dem Aufbruch in eine neue Dimension?<br>\nAbwarten. Wir stehen vielleicht am Anfang von etwas Neuem. Wir haben schon so viel erreicht, warum soll da nicht noch mehr drin sein? Der Menschenschlag hier ist dickk&ouml;pfig und konsequent, lernf&auml;hig und streitlustig. Hier haben sich schon ganz andere die Z&auml;hne ausgebissen.<br>\nZusammenfassend drei kurze Fragen:<br>\nS 21 kommt: Wer hat was davon?<br>\nDie Bauwirtschaft, die Immobilienspekulanten und eine Politiker-Kaste, die ihre Klientelpolitik weiter betreiben m&ouml;chte.<br>\nWarum kommt S 21 nicht?<br>\nWeil der Widerstand in der Bev&ouml;lkerung zu gro&szlig; und zu nachhaltig ist. Weil er sich nicht kleinkriegen l&auml;sst. Weil er nicht aufh&ouml;ren wird. Weil irgendein Argument, irgendein Fakt oder irgendein Umstand dieses Projekt scheitern lassen wird.<br>\nUnd wenn S 21 doch kommt?<br>\nDann wird es nicht funktionieren. Allein schon aus technischen Gr&uuml;nden. Es ist nicht nur das d&uuml;mmste und am schlechtesten geplante Gro&szlig;projekt, es ist auch das Projekt mit den meisten technischen M&auml;ngeln. Es w&uuml;rde eine gigantische Bauruine, ein Ort der Apokalypse werden.<br>\nIn Ihrer Rede zur Verleihung des Lessing-Preises fantasieren Sie sich im Weimarer Altersheim f&uuml;r K&uuml;nstler ins &ldquo;Weimar 2033&rdquo;, in ein von Neo-Nazis freies Weimar. Was sieht Ihre Fantasie f&uuml;r &ldquo;Stuttgart 2033&rdquo;?<br>\n2033 wird in Stuttgart ein hochmoderner, funktionierender Kopfbahnhof in Betrieb sein. Die Stadt ist komplett autofrei, radikal begr&uuml;nt und mit vielf&auml;ltigen alternativen Wohn- und Lebensmodellen Vorbild f&uuml;r die lebenswerte Stadt der Zukunft. B&uuml;rgerschaft und Zivilgesellschaft sind durch den Sieg im Kampf gegen S 21 entscheidend gest&auml;rkt. Die Politik verhandelt alle wichtigen Entscheidungen, die die Allgemeinheit betreffen, direkt-demokratisch. Es gibt keine Armen mehr in Stuttgart, aber auch keine Milliard&auml;re. Alles in allem geht es gerechter zu. Es regiert irgendeine rot-gr&uuml;ne Koalition, Kanzlerin ist immer noch Angela Merkel. Aber das ist alles nicht mehr so wichtig, denn Parteien haben nur noch wenig Macht. Grube und Merkel haben sich wegen des Katastrophen-Projekts S 21 entschuldigt; nat&uuml;rlich halbherzig, gezwungen vom Druck der &ouml;ffentlichen Meinung, aber sie haben ihre Schuld daran geschickt auf andere geschoben. Stuttgart wird dauerhaft Kulturhaupstadt Europas, der VfB holt das Triple, und in den Stuttgarter Altersheimen lachen K 21-Veteranen immer wieder herzhaft &uuml;ber Merkels M&auml;rchen von der &ldquo;Alternativlosigkeit&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/pulsschlag\/115\/methode-merkel-1243.html\">Kontext<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>ICIJ publiziert Teile der Offshore-Leaks-Datenbank<\/strong><br>\nFirmenbesitzer, Manager, Anw&auml;lte: Die Investigativ-Journalisten von ICIJ machen die Namen aus den Offshore-Leaks-Daten zu Unternehmenskonstrukten in Steueroasen teilweise als Datenbank verf&uuml;gbar und durchsuchbar.<br>\nFragen und Antworten<br>\nSeit Samstagmorgen sind Hunderttausende Offshore-Leaks-Daten &ouml;ffentlich einsehbar und recherchierbar. Das Internationale Konsortium f&uuml;r Investigativen Journalismus (ICIJ) in Washington, das den immensen Datensatz vor etlichen Monaten von einer anonymen Quelle zugespielt bekam, macht damit wesentliche Informationen &uuml;ber ein Suchtool im Internet verf&uuml;gbar. Angezeigt werden Angaben zu Firmen, zu ihren Besitzer und Managern, sowie zu dazwischen geschalteten Verwaltern wie Anw&auml;lten und Banken.<br>\nWarum macht das ICIJ die Daten &ouml;ffentlich?<br>\nUm allen Journalisten und B&uuml;rgern weltweit die Recherche in diesen Daten zu erm&ouml;glichen &ndash; und um auf diese Art Transparenz zu schaffen in einer Umgebung, die von der Geheimhaltung lebe und so &ldquo;Betrug, Steuerhinterziehung, Geldw&auml;sche und andere Formen der Korruption&rdquo; erm&ouml;gliche, sagt ICIJ-Direktor Gerard Ryle. Das ICIJ folgt damit einem Verst&auml;ndnis von Transparenz, das in vielen L&auml;ndern erheblich st&auml;rker ausgepr&auml;gt ist als in Deutschland. In Schweden sind Steuerdaten von jedermann einsehbar, in den USA sind viele &ouml;ffentliche Datenbanken online verf&uuml;gbar, so dass jeder B&uuml;rger jederzeit selbst staatliche Daten pr&uuml;fen kann &ndash; von einfachen Grundbucheintr&auml;gen bis hin zu Gerichtsurteilen, mit vollen Namen oder Fotos und Identit&auml;ten von Festgenommenen. In der Tradition dieser Transparenzkultur ist die jetzige Ver&ouml;ffentlichung zu sehen &ndash; wobei die Datenbank sehr viele sensible Daten nicht enth&auml;lt, die in den Originaldaten noch enthalten waren: Kopien von Personalausweisen, Mailadressen, Kontodaten und anderes, was die Privatsph&auml;re der Betroffenen ber&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/steueroasen-icij-publiziert-teile-der-offshore-leaks-datenbank-1.1697150\">s&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Sven Giegold: Steuerflucht wird schwieriger<\/strong><br>\nSeit einigen Monaten sind die Regierungsverb&uuml;nde OECD, G 8, G 20 und EU so aktiv wie nie im Kampf gegen Steuerflucht und aggressive Steuervermeidung von Gro&szlig;unternehmen. Beim genaueren Hinsehen wird jedoch deutlich, dass es bei der Schlie&szlig;ung von Steueroasen f&uuml;r Privatpersonen deutlich besser vorangeht als bei den dreisten Steuerschiebereien transnationaler Unternehmen. Hier gen&uuml;gt es nicht, Informationen auszutauschen. Staaten m&uuml;ssen sich vielmehr auf Regeln einigen, wer bei verflochtenen Unternehmen das Besteuerungsrecht auf welches Einkommen hat. Das greift tief in die Souver&auml;nit&auml;t von Staaten ein. Wie arm sich Konzerne rechnen k&ouml;nnen, haben Amazon, Google, Starbucks &amp; Co hinl&auml;nglich bewiesen. Doch ganz einfache Antworten gibt es darauf nicht. Gerade in der EU m&uuml;ssen Mitgliedsl&auml;nder bereit sein, die Regeln zur Berechnung ihrer Steuerbasis anzugleichen. Das wird aber nicht gen&uuml;gen. Auch Mindeststeuers&auml;tze auf Unternehmensgewinne sind notwendig, um dem Steuertreiben Einhalt zu gebieten. Dabei k&ouml;nnen diese Mindeststeuers&auml;tze in &auml;rmeren Staaten niedriger sein als in reichen, da sie ja auch weniger Bildung, Infrastruktur und Sicherheit f&uuml;r die Investoren bieten. Doch davon sind wir noch weit entfernt, denn die Ideologie von der segensreichen Wirkung des Steuerwettbewerbs ist noch tief verankert, auch in unserer Bundesregierung. Dabei ist doch offensichtlich, dass offene Grenzen auch gemeinsame Regeln f&uuml;r alle Wettbewerber brauchen. &ndash; Tragisch waren die letzten Wochen f&uuml;r die Finanztransaktionssteuer. Nachdem elf Staaten sich in der EU zusammengetan haben, um die Steuer in einer &ldquo;verst&auml;rkten Zusammenarbeit&rdquo; in der EU einzuf&uuml;hren, steckt nun der Teufel im Detail. Kaum ein Tag vergeht, an dem die Finanzindustrie und von ihnen bezahlte Spindoktoren und Studienschreiber nicht neues St&ouml;rfeuerwerk entz&uuml;nden. Viele Gegner der Steuer haben nun die Strategie gewechselt und verlangen dreiste Ausnahmen &ndash; wohl wissend, dass wesentliche Ausnahmen wie auf Derivate, Investmentfonds &amp; Co der Tod der Steuer sind, weil sie dann mithilfe von Finanzalchemie leicht umgehbar wird. Gut m&ouml;glich, dass die Finanzindustrie Erfolg haben wird und die Spekulationssteuer zu einer Ministeuer auf wenige Finanzprodukte geschrumpft wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=hi&amp;dig=2013%2F06%2F15%2Fa0180&amp;cHash=d07afe9c50c95a5419da21ec64d49f04\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Kann man wirklich davon sprechen, dass in Europa der automatische Informationsaustausch zu Privatpersonen vorangekommen ist? Beim letzten Treffen der EU-Regierungen, dezidiert dem Thema Steuern gewidmet, haben das kleine  Luxemburg und &Ouml;sterreich die EU wieder einmal ausgebremst. Die automatische &Uuml;bermittlung von Kontendaten soll erst dann beschlossen werden, wenn dies f&uuml;r Schweiz und Liechtenstein gelten werde. Und  zu den Steuervermeidungsstrategien der Gro&szlig;konzerne, die durch die gro&szlig;en Unterschiede der Unternehmensbesteuerung in den Mitgliedstaaten erm&ouml;glicht werden, wurde bereits im Vorwege beschlossen, &uuml;ber diese erst gar nicht zu sprechen. Manche, vor allem die Finanzindustrie werden von dem merkelschen &ldquo;Wir m&uuml;ssen sehen, was m&ouml;glich ist&rdquo; tief beeindruckt sein. So erfreulich es ist, dass das Journalistennetzwerk ICIJ kurz vor Beginn des G8-Gipfels mit Ver&ouml;ffentlichung von Offshore-Leaks-Daten den Druck an  die Bek&auml;mpfung von Steuerflucht und Steueroasen erinnern wollte, der Gipfel wird wohl im Schatten des Waffenangebots der USA an syrische Rebellen ablaufen. &ndash;  Das Netzwerk stellte am Samstag die Namen und Daten von 120.000 Treuhandgesellschaften und Firmen und 130.000 involvierten Personen, die in Steueroasen ihren Sitz haben, <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/steueroasen-icij-publiziert-teile-der-offshore-leaks-datenbank-1.1697150\">ins Internet<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deutschlands Exportsucht zerst&ouml;rt die Euro-Zone<\/strong><br>\nDeutschland ist besessen vom Export &ndash; meint der US-&Ouml;konom Adam S. Posen. Damit schade es nicht nur den Krisenl&auml;ndern, sondern beraube deutsche Arbeitnehmer auch ihres gerechten Lohns.<br>\nBillige Arbeit ist keine Basis, auf der reiche L&auml;nder miteinander konkurrieren sollten. Doch genau diese billige Arbeit ist der Hauptgrund des deutschen Exporterfolgs der letzten zw&ouml;lf Jahre. Der Export wiederum war f&uuml;r Deutschland die einzige Quelle wirtschaftlichen Wachstums. Die Vorstellung, dass Handels&uuml;bersch&uuml;sse den wirtschaftlichen Rang eines Landes bestimmten, ist in der Bundesrepublik nun schon allzu lange verbreitet. Das und die Probleme der Euro-S&uuml;dl&auml;nder wiegen die Deutschen in einem falschen Gef&uuml;hl der Sicherheit. Die Deutschen denken, dass alles in bester Ordnung sei mit der Wirtschaftspolitik der schwarz-gelben Koalition und der deutschen Wirtschaft &uuml;berhaupt. Das ist nicht der Fall.<br>\nNiemand kann das Mini-Wunder leugnen, das der deutsche Arbeitsmarkt in der vergangenen Dekade erlebt hat. Der R&uuml;ckgang der Arbeitslosenrate von elf auf unter sechs Prozent, und das in Zeiten der Schulden- und Euro-Krise, ist als historisch zu bezeichnen. Wie schon oft erw&auml;hnt, ging dies einher mit der Vermehrung der Minijobs und der Leiharbeit.<br>\nDie Inhaber dieser Jobs genie&szlig;en nicht den Schutz und die Vorz&uuml;ge, die f&uuml;r fr&uuml;here Generationen selbstverst&auml;ndlich waren. Lediglich im vergangenen Jahr &uuml;bertrafen die Lohnsteigerungen die Summe von Inflation und Produktivit&auml;tswachstum, konnten die deutschen Arbeitnehmer also die Fr&uuml;chte ihrer Arbeit genie&szlig;en. Deutschland hat eine interne Abwertung betrieben, um wieder wettbewerbsf&auml;hig zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article117134282\/Deutschlands-Exportsucht-zerstoert-die-Euro-Zone.html\">welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>The Shocking Amount of Wealth and Power Held by 0.001% of the World Population<\/strong><br>\nMany now know the rhetoric of the 1% very well: the imagery of a small elite owning most of the wealth while the 99% take the table scraps.<br>\nIn 2006, a UN report revealed that the world&rsquo;s richest 1% own 40% of the world&rsquo;s wealth, with those in the financial and internet sectors comprising the &ldquo;super rich.&rdquo; More than a third of the world&rsquo;s super-rich live in the U.S., with roughly 27% in Japan, 6% in the U.K., and 5% in France. The world&rsquo;s richest 10% accounted for roughly 85% of the planet&rsquo;s total assets, while the bottom half of the population &ndash; more than 3 billion people &ndash; owned less than 1% of the world&rsquo;s wealth.<br>\nLooking specifically at the United States, the top 1% own more than 36% of the national wealth and more than the combined wealth of the bottom 95%. Almost all of the wealth gains over the previous decade went to the top 1%. In the mid-1970s, the top 1% earned 8% of all national income; this number rose to 21% by 2010. At the highest sliver at the top, the 400 wealthiest individuals in America have more wealth than the bottom 150 million. (&hellip;)<br>\nIn early 2013, Oxfam reported that the fortunes made by the world&rsquo;s 100 richest people over the course of 2012 &ndash; roughly $240 billion &ndash; would be enough to lift the world&rsquo;s poorest people out of poverty four times over. In the Oxfam report, &ldquo;The Cost of Inequality: How Wealth and Income Extremes Hurt Us All,&rdquo; the international charity noted that in the past 20 years, the richest 1% had increased their incomes by 60%. Barbara Stocking, an Oxfam executive, noted that this type of extreme wealth is &ldquo;economically inefficient, politically corrosive, socially divisive and environmentally destructive&hellip;We can no longer pretend that the creation of wealth for a few will inevitably benefit the many &ndash; too often the reverse is true.&rdquo;<br>\nThe report added: &ldquo;In the UK, inequality is rapidly returning to levels not seen since the time of Charles Dickens. In China the top 10% now take home nearly 60% of the income. Chinese inequality levels are now similar to those in South Africa, which is now the most unequal country on Earth and significantly more unequal than at the end of apartheid.&rdquo; In the United States, the share of national income going to the top 1% has doubled from 10 to 20% since 1980, and for the top 0.01% in the United States, &ldquo;the share of national income is above levels last seen in the 1920s.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.alternet.org\/economy\/global-power-elite-exposed\">AlterNet<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Hartz IV gef&auml;hrdet die Gesundheit<\/strong><br>\nDas Jobcenter Ennepe-Ruhr zahlt Diabetes-Krankem 6 Monate kein Geld &ndash; nicht mal f&uuml;r dringend n&ouml;tige Medikamente. (Brigitte Vallenthin)<br>\nSelbst nach einem Gerichtsbeschluss im Eilverfahren sah sich das Jobcenter Ennepe-Ruhr-Kreis (EN)nicht an Recht und Gesetz gebunden und verweigerte &ndash; wie zuvor bereits 6 Monate &ndash; weiterhin einem an Diabetes Erkrankten die ihm von der 33. Kammer des Sozialgerichts Dortmund zugesprochene Leistung. In einem Brief forderte der Betroffene jetzt Amtsleiter Heiner D&uuml;rwald auf, die Anordnung des Sozialgerichts Dortmund vom 27. Mai durch Zahlung zu befolgen. Andernfalls wird das Jobcenter bald Besuch vom Gerichtsvollzieher bekommen. (&hellip;)<br>\nVier Tage nach dem Gerichtstermin ging per Fax der Beschluss ein: Keine Miete und noch nicht einmal 10% der zustehenden Leistungen f&uuml;r die zur&uuml;ckliegenden Monate. Lediglich als Almosen der Regelsatz von 382,- &euro; f&uuml;r die zwei Monate &ndash; &bdquo;l&auml;ngstens jedoch bis zum 30.06.2013&ldquo;. Bis zu diesem Datum sind nur noch gut zwei Wochen. Und der 52-J&auml;hrige Diabetes-Kranke hat vom Jobcenter immer noch nicht einmal die Almosen-Zuteilung des Sozialgerichts f&uuml;r Mai und Juni erhalten &ndash; von der Frage, wovon er ab Juli leben soll gar nicht zu reden.<br>\nWird Jobcenter-Chef Heiner D&uuml;rwald dem Steuerzahler noch Gerichtsvollzieherkosten aus der Tasche ziehen?<br>\nSeit dem 29. Mai hat der &bdquo;Kunde&ldquo; mit zahlreichen Telefonaten und pers&ouml;nlichen Vorsprachen im Jobcenter versucht, an sein Geld zu kommen. Gleich im Eingangsbereich der Beh&ouml;rde wurde er abgewimmelt. Schlie&szlig;lich am 11. Juni kam er dann doch noch bis zum Vorgesetzten seiner Sachbearbeiterin. Das Ergebnis wie zuvor: &bdquo;wir zahlen nicht&ldquo;.<br>\nInzwischen hat er an den Amtschef seines Jobcenters, Heiner D&uuml;rwald, geschrieben und ihm Gelegenheit zur Zahlung gegeben, damit dem Steuerzahler die Kosten f&uuml;r den Besuch des Gerichtsvollziehers erspart bleiben. Jetzt wartet die Hartz4-Plattform gespannt, ob der Verwaltungschef die Bindung an Recht und Gesetz so ernst nimmt, dass er den titulierten Rechtsanspruch gegen seine Beh&ouml;rde doch noch freiwillig erf&uuml;llt. Andernfalls hat der Betroffene keine andere Wahl, als unter Wahrung der Gerichtsfrist noch vor Ende des Monats Vollstreckungsantrag gegen das Jobcenter Ennepe-Ruhr-Kreis beim Gericht zu stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/2013\/06\/14\/hartz-iv-gefahrdet-die-gesundheit\/#more-12610\">Hinter den Schlagzeilen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Willkommen in der EU!<\/strong><br>\nDie deutsche &Ouml;ffentlichkeit glaubt nun, dass die t&uuml;rkische Europauntauglichkeit nachdr&uuml;cklich unterstrichen sei. Das ist mutig f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit eines Landes, in dem in der j&uuml;ngsten Vergangenheit Kapitalismuskritiker und Bahnhofsgegner mehrfach krankenhausreif gepr&uuml;gelt wurden.<br>\nNa ja, mutig &ndash; oder einfach nur betriebsblind. Vielleicht handelt es sich ja auch im besten psychoanalytischen Sinne um die unbewusste Verlagerung eigenen Versagens auf ein anderes Objekt. Mit freundlicher Unterst&uuml;tzung der Polis nat&uuml;rlich. Es ist in jedem Falle ein Gutteil Chuzpe dabei, die Ereignisse in der T&uuml;rkei als Feigenblatt zu verwenden.<br>\nMir war n&auml;mlich so, als habe amnesty international vor einigen Jahren erst erkl&auml;rt, dass ausgerechnet im europatauglichen Deutschland die Polizeigewalt floriere. Von Schl&auml;gern in Uniform schrieben manche Zeitungen damals. Schl&auml;ge und Schikane w&auml;ren demnach &uuml;blich &ndash; und t&ouml;dliche Ausg&auml;nge h&auml;tte es schon mehrfach gegeben. Die Berichte der letzten Jahre, aus Heiligendamm, Stuttgart und Frankfurt, haben doch zudem belegt, dass dieses Land ein Expansionsfeld f&uuml;r aggressive junge Leute ist, die sich im &Ouml;ffentlichen Dienst zum Wohle der Allgemeinheit austoben wollen. Gut, ist ja wahrscheinlich nicht weiter schlimm, denn amnesty international hat dieses Ph&auml;nomen der gesamten EU attestiert. Ist halt ein Trend &ndash; was will man da machen?<br>\nWas ist jetzt eigentlich der gro&szlig;e Unterschied zwischen t&uuml;rkischen und deutschen Kn&uuml;ppeln? Mancher wird nun sagen, dass die Gewalt in der T&uuml;rkei unvergleichlich sei. Das sag&rsquo; mal einer dem erblindeten Typen aus Stuttgart, der wei&szlig; was &uuml;ber Unvergleichlichkeiten zu berichten. Platzwunden sind immer unvergleichlich, keine sieht aus wie die andere. &Uuml;berhaupt so ein d&auml;mliches Wort &ndash; wie auch dieses &ldquo;unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig&rdquo;, das einige moderaten Kritiker des Frankfurter Stra&szlig;enterrors in den Mund nahmen. Was soll denn das sein, unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig? Welches Verh&auml;ltnis und in welcher Relation dazu ist gemeint?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2013\/06\/willkommen-in-der-eu.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Innenminister Friedrich verteidigt US-Datenschn&uuml;ffler<\/strong><br>\nEtliche deutsche Politiker haben die Netz&uuml;berwachung durch den US-Geheimdienst NSA scharf kritisiert. Andere T&ouml;ne kommen jetzt von CSU-Mann Hans-Peter Friedrich. Der Innenminister meint: So darf man mit Freunden nicht umgehen.<br>\nIm Skandal um die &Uuml;berwachung des Internets in den Vereinigten Staaten hat Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) die USA vor deutscher Kritik verteidigt. &bdquo;So geht man nicht mit Freunden um, die im Kampf gegen den Terrorismus unsere wichtigsten Partner sind&ldquo;, sagte der Minister der &bdquo;Welt am Sonntag&ldquo;. Friedrich betonte, Deutschland sei von Datenzulieferungen aus den USA abh&auml;ngig. Es sei bekannt, &bdquo;dass es die US-Geheimdienste sind, die uns immer wieder wichtige und richtige Hinweise gegeben haben&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/prism-skandal-innenminister-friedrich-verteidigt-us-datenschnueffler\/8355624.html\">tagesspiegel<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Negativpreis f&uuml;r Innenminister Friedrich<\/strong><br>\nDie Journalistenorganisation Netzwerk Recherche hat Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) den Negativpreis &ldquo;Verschlossene Auster&rdquo; verliehen. Damit werde die restriktive Haltung von Friedrich in der Auseinandersetzung um Auskunftsrechte von Journalisten bei Bundesbeh&ouml;rden und die Blockadehaltung des Ministeriums beim Informationsfreiheitsgesetz (IFG) gew&uuml;rdigt, hie&szlig; es in einer Mitteilung des Netzwerks Recherche. Zudem habe Friedrich, der auch Sportminister ist, die Ver&ouml;ffentlichung der Medaillenvorgaben der Sportf&ouml;rderung bei den Olympischen Spielen 2012 gerichtlich zu verhindern versucht. (&hellip;) Die Vergabe des Kritikpreises &ldquo;Verschlossene Auster&rdquo; ist allj&auml;hrlich ein H&ouml;hepunkt bei der Tagung der Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche. Diese wenig schmeichelhafte Auszeichnung erhalten Menschen oder Organisationen, die sich Journalisten gegen&uuml;ber abschotten und Informationen verweigern. Im Jahr der Finanzkrise 2009 hatte sie der Bundesverband deutscher Banken erhalten, 2012 war der Weltfu&szlig;ballverband FIFA als &ldquo;Informationsblockierer des Jahres&rdquo; dran. Auch der fr&uuml;here Bahnchef Hartmut Mehdorn und die Katholische Kirche sowie der Discounter Aldi waren schon Preistr&auml;ger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/medien\/netzwerk-recherche-negativpreis-fuer-innenminister-friedrich,1473342,23347034.html\">fr<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Es ist bezeichnend f&uuml;r den CSU-Innenminister Friedrich, da&szlig; er im Zusammenhang mit der weltweiten Datenschn&uuml;ffelei des US-Geheimdienstes NSA wieder einmal versucht, mit nebul&ouml;sen und unbewiesenen Behauptungen die Einschr&auml;nkung von Freiheitsrechten zu rechtfertigen. Im Tagesspiegel hei&szlig;t es unter der &Uuml;berschrift &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/prism-skandal-innenminister-friedrich-verteidigt-us-datenschnueffler\/8355624.html\">Innenminister Friedrich verteidigt US-Datenschn&uuml;ffler<\/a>&ldquo;:<\/em><br>\n<em>&ldquo;&bdquo;So geht man nicht mit Freunden um, die im Kampf gegen den Terrorismus unsere wichtigsten Partner sind&ldquo;, sagte der Minister der &bdquo;Welt am Sonntag&ldquo;. Friedrich betonte, Deutschland sei von Datenzulieferungen aus den USA abh&auml;ngig. Es sei bekannt, &bdquo;dass es die US-Geheimdienste sind, die uns immer wieder wichtige und richtige Hinweise gegeben haben&ldquo;. Friedrich sagte, die US-Geheimdienste h&auml;tten geholfen, mehrere Anschl&auml;ge bereits in der Vorbereitungsphase zu verhindern und Menschenleben zu retten. Deutschland sei daher &bdquo;sehr dankbar f&uuml;r die gute Zusammenarbeit&ldquo;.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Wird von Politikern versucht, grundlegende b&uuml;rgerliche Freiheitsrechte einzuschr&auml;nken, dann wird zumeist die Standard-Rechtfertigung &ldquo;Kampf gegen den Terrorismus&rdquo; vorgeschoben. Es wird behauptet, die Aufrechterhaltung eines bestimmten Grundrechtes f&ouml;rdere terroristische Anschl&auml;ge und gef&auml;hrde damit Menschenleben. Stichhaltige Beweise werden zumeist nicht geliefert, vielmehr spekulieren politische Hardliner vom Schlage des CSU-Innenministers Friedrich darauf, das Sch&uuml;ren von Bedrohungs&auml;ngsten w&uuml;rde die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger davon abhalten, gegen das Schleifen b&uuml;rgerlicher Freiheitsrechten aufzubegehren. Doch selbst f&uuml;r den Fall, da&szlig; das vorgebrachte Argument &ldquo;Terrorismusbek&auml;mpfung&rdquo; zumindest ein K&ouml;rnchen Wahrheit enthalten sollte, w&auml;re im Rahmen einer G&uuml;terabw&auml;gung zu pr&uuml;fen, ob der vorgegebene Zweck &ndash; die Terrorismusbek&auml;mpfung &ndash; das anvisierte Mittel &ndash; die massive Grundrechtseinschr&auml;nkung &ndash; rechtfertigt. Zudem sollten sich politische Hardliner wie Bundesinnenminister Friedrich zun&auml;chst einmal an an die eigene Nase fassen und sich f&uuml;r eine Beendigung jener v&ouml;lkerrechtswidrigen und inhumanen milit&auml;rischen, au&szlig;enpolitischen und &ouml;konomischen Praktiken stark machen, die der Ausbreitung des weltweiten Terrorismus immer wieder aufs Neue Vorschub leisten: Das F&uuml;hren von v&ouml;lkerrechtswidrigen Kriegen, der weltweite Einsatz von Kampfdrohnen (denen zudem zahlreiche unschuldige Zivilisten zum Opfer fallen und deren Einsatz terroristischem Handeln immer &auml;hnlicher wird, wie Stephan Hebel k&uuml;rzlich in einem Beitrag f&uuml;r die Frankfurter Rundschau treffend feststellte), R&uuml;stungsexporte an diktatorische Regime oder auch die Kumpanei mit polit-&ouml;konomischen Eliten in Diktaturen zu Lasten der dortigen Bev&ouml;lkerungsmehrheiten. Aber diesbez&uuml;glich herrscht gerade auch bei Bundesinnenminister Friedrich v&ouml;llige Funkstille. Hans-Peter Friedrich sowie zahlreichen weiteren auf seiner politischen Linie liegenden Politikern sei folgender, Benjamin Franclin (einer der Gr&uuml;nderv&auml;ter der Vereinigten Staaten) zugeschriebene Ausspruch ins Stammbuch geschrieben: &ldquo;Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vor&uuml;bergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: BND weitet Internet-&Uuml;berwachung aus<\/strong><br>\nDer BND liest mit: Nicht nur die amerikanische NSA, auch der deutsche Auslandsgeheimdienst kundschaftet internationalen Mailverkehr aus. Nun soll die Netz&uuml;berwachung sogar ausgebaut werden.<br>\nDer Bundesnachrichtendienst (BND) will die &Uuml;berwachung des Internets trotz des Skandals um die amerikanische Datenspionage massiv ausweiten. Wie der &bdquo;Spiegel&ldquo; berichtet, hat der deutsche Auslandsgeheimdienst dazu ein 100-Millionen-Euro-Programm aufgelegt, das sich &uuml;ber die kommenden f&uuml;nf Jahre streckt. Mit dem Geld wolle der BND die Abteilung &bdquo;Technische Aufkl&auml;rung&ldquo; um bis zu 100 neue Mitarbeiter aufstocken und in gro&szlig;em Umfang neue Rechen- und Serverkapazit&auml;ten aufbauen. In einer ersten Tranche habe die Bundesregierung bereits f&uuml;nf Millionen Euro freigegeben.<br>\nMit den neuen Kapazit&auml;ten will der BND dem Bericht zufolge &auml;hnlich wie die amerikanische NSA sicherstellen, dass der grenz&uuml;berschreitende Datenverkehr m&ouml;glichst umfassend &uuml;berwacht werden kann. Im G-10-Gesetz ist festgelegt, dass der Geheimdienst bis zu 20 Prozent der Kommunikation zwischen der Bundesrepublik und dem Ausland auf verd&auml;chtige Inhalte pr&uuml;fen darf. Aufgrund technischer Probleme w&uuml;rden die Beamten bislang aber nur knapp f&uuml;nf Prozent der E-Mails, Telefonate, Facebook-Konversationen oder Skype-Unterhaltungen auswerten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/datenverkehr-bnd-weitet-internet-ueberwachung-aus,1472596,23360912.html\">FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Das sehr kostenintensive Schn&uuml;ffeln erfolgt mit der wohlkingenden Begr&uuml;ndung, so lie&szlig;en sich verd&auml;chtige E-Mails und SMS aufsp&uuml;ren, die auf Terrorismus sowie auf Waffen- und Menschenhandel hindeuten. Welcher Waffenhandel ist hier gemeint? Auch beispielsweise jene deutschen R&uuml;stungsexporte an das salafistische Regime in Saudi-Arabien, die von diesem im Bedarfsfalle nicht nur zur Unterdr&uuml;ckung der eigenen Bev&ouml;lkerung benutzt werden, sondern von den saudische Truppen bereits eingesetzt wurden, um die Demokratiebewegung im Nachbarstaat Bahrain blutig niederzuschlagen? Vor heimischem Wahlpublikum schwingt CSU-Bundesinnenminister Friedrich gerne populistisch die Salafisten-Keule. Den &ldquo;christlichen&rdquo; Bundesinnenminister scheinen bei der Belieferung des saudischen Salafistenregimes mit deutschen R&uuml;stungsg&uuml;tern jedoch keinerlei Gewissensbisse zu plagen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Schlechte Nachrichten f&uuml;r Mieter und Internetnutzer<\/strong><br>\nPeer Steinbr&uuml;ck hat sein &ldquo;Kompetenzteam&rdquo; komplettiert und seinen Sprecher ausgewechselt<br>\nDiese Woche gab der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbr&uuml;ck bekannt, dass er seinen bisherigen Pressesprecher Michael Donnermeyer durch einen Mann namens Rolf Kleine ersetzt hat. Der hat einen etwas merkw&uuml;rdigen Humor und war bis zum Sonntag Lobbyist bei der FirmaDeutsche Annington. (&hellip;)<br>\nDer Glaubw&uuml;rdigkeit von Steinbr&uuml;cks Versprechen, sich f&uuml;r Mieter einzusetzen, war dieser Wechsel deshalb nicht unbedingt dienlich. Kleine ist allerdings nicht die einzige Personalie sein, die der SPD im Wahlkampf eher schaden als n&uuml;tzen d&uuml;rfte: In Steinbr&uuml;cks am 10. Juni komplettiertem &ldquo;Kompetenzteam&rdquo; ist n&auml;mlich mit der ehemaligen Justizministerin Brigitte Zypries ausgerechnet die Frau f&uuml;r Verbraucherschutz zust&auml;ndig, deren Auskunftsanspruchs gegen Access-Provider dem IT-Fachanwalt Thomas Stadler zufolge die Filesharing-Massenabmahnungen &ldquo;&uuml;berhaupt erst m&ouml;glich&rdquo; machte.<br>\nDass sie nicht wusste, was ein Browser ist, hinderte die unbelehrte Mutter der Vorratsdatenspeicherung nicht daran, die Rechtslage f&uuml;r Internetnutzer in Deutschland auch bei mehreren anderen Gelegenheiten entscheidend zulasten der Verbraucher zu verschlechtern &ndash; zum Beispiel durch ein neu eingef&uuml;hrtes Verbot von &ldquo;Umgehungstechnologie&rdquo; im Urheberrechtsgesetz. Die 59-J&auml;hrige passt allerdings insofern gut zu Steinbr&uuml;ck, als der Kanzlerkandidat selbst potenzielle Verschlechterungen f&uuml;r Internetnutzer in Aussicht stellt &ndash; etwa eine &ldquo;Verbesserung&rdquo; des ab 1. August g&uuml;ltigen Leistungsschutzrechts f&uuml;r Presseverlage, die er unl&auml;ngst auf einem Kongress des Verbandes Deutscher Lokalzeitungen ank&uuml;ndigte.<br>\nVon der in Steinbr&uuml;cks Team f&uuml;r &ldquo;Netzpolitik und Digitales&rdquo; zust&auml;ndigen Gesche Joost darf man &auml;hnlich wenig erwarten wie von Zypries und ihm selbst: Die 38j&auml;hrige arbeitete im Design Research Lab der Deutschen Telekom und sitzt derzeit auf einer Stiftungsprofessur des Konzerns, was gewisse Zweifel daran aufwirft, wie unabh&auml;ngig sie sich in anstehenden politischen Entscheidungen zur Netzneutralit&auml;t wohl verhalten wird und kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/39\/39325\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&bdquo;Die Wahrheit liegt auf dem Platz&ldquo;<\/strong><br>\nBei seinem Gru&szlig;wort auf dem GEW-Gewerkschaftstag empfing den SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel gleich ein nicht gerade SPD-freundliches Transparent: &bdquo;1863 f&uuml;r Arbeitervereine &ndash; 2013 gegen Tarifvertrag f&uuml;r Lehrkr&auml;fte&ldquo;. Gabriel, der zun&auml;chst den Ex-Vorsitzenden Ulrich Th&ouml;ne als &bdquo;stramme, kritische und laute Stimme im DGB&ldquo; gew&uuml;rdigt hatte, der, wenn es n&ouml;tig war, auch gegen die Sozialdemokraten gewettert habe, wich, ganz Politprofi, spontan von seinem Redemanuskript ab.<br>\nGabriel sagte, ohne sich aus der Fassung bringen zu lassen:&bdquo; Na klar, brauchen wir heute gut ausgebildete Fachkr&auml;fte und Menschen, die in der Lage sind, ein selbstbestimmtes Leben zu f&uuml;hren&rdquo; (Beifall). Genau darum sei es schon 1863 gegangen. Das verbinde doch SPD und GEW.<br>\n1863 sei die Sozialdemokratie aus den Arbeiterbildungsvereinen hervorgegangen. Von Anfang an in der Geschichte der Sozialdemokratie sei Bildung wichtig gewesen, betonte Gabriel: Denn die Idee eines &bdquo;freien, selbstbestimmten Menschen, der in der Lage ist, ein gelingendes Leben zu f&uuml;hren, unabh&auml;ngig von Herkunft, Geschlecht und Rasse, ist Aufgabe der SPD-Politik damals wie heute. Ohne Bildung geht das aber nicht.&ldquo;<br>\nF&uuml;r seinen Schlenker zu den gescheiterten Tarifverhandlungen f&uuml;r angestellte Lehrkr&auml;fte und der Nullrunde bei der Beamtenbesoldung in NRW musste Gabriel weit ausholen, Globalisierung und EU-Krise bem&uuml;hen, um die Haltung der rot-gr&uuml;nen Landesregierung zu verteidigen. Den L&auml;ndern fehle das Geld, denn die Verursacher der Finanzkrise seien immer noch nicht zur Verantwortung gezogen.<br>\n&bdquo;Deshalb m&uuml;ssen wir endlich&ldquo;, so Gabriel, &bdquo;eine andere Steuerpolitik durchsetzen, die umverteilt, damit wir Ressourcen haben, damit mehr Mittel in bessere Finanzierung und Bezahlung von Bildung flie&szlig;en k&ouml;nnen. Daf&uuml;r brauchen wir eure politische Unterst&uuml;tzung&rdquo;, appellierte der SPD-Chef mit Blick auf die Bundestagswahl: (Zwischenruf aus den hinteren Reihen: &bdquo;ich glaub` dir kein Wort&ldquo;).&ldquo; Man m&uuml;sse schlie&szlig;lich auch sagen, woher das Geld f&uuml;r Bildung denn kommen soll (m&auml;&szlig;iger Beifall).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/Die_Wahrheit_liegt_auf_dem_Platz.html\">GEW<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Fr&uuml;her konnte sich die SPD der Unterst&uuml;tzung durch den DGB und seine Gewerkschaften sicher sein. Diese Zeiten sind insbesondere seit der rot-gr&uuml;nen Schr&ouml;der-Regierung vorbei. Zu gro&szlig; ist der Schaden, den seit diesen Regierungsjahren viele aus der Arbeitnehmerschaft ertragen m&uuml;ssen.<\/em><br>\n<em>Dass die SPD aus der Opposition heraus in Wahlkampfzeiten die N&auml;he zu den Gewerkschaften sucht, ist verst&auml;ndlich. Offensichtlich ist jedoch auch, dass die SPD in Regierungsverantwortung sich nicht ausreichend f&uuml;r die Mitglieder von Gewerkschaften einsetzt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>German Sociologists Boycott Academic Ranking<\/strong><br>\nby Klaus D&ouml;rre, Stephan Lessenich, and Ingo Singe, Friedrich-Schiller-University, Jena, Germany<br>\nUniversities and institutions of higher education across the globe are being impacted by structural change, guided by principles of the entrepreneurial university. The imposition of New Public Management principles means that universities are increasingly being managed like private enterprises. Resources are being allocated according to performance records and target agreements. Academic capitalism has entered Germany, and its main instruments are university department rankings and league tables. The downside is an academic routine biased towards quantitative performance indicators (research funding, number of doctorates and graduates) and a neglect of qualitative criteria. Work in academia has changed fundamentally in both design and content. Teaching and research are increasingly being obstructed by the growth of administrative responsibilities. There is a logic of escalation inherent in performance measurement exercises (&ldquo;more and more and never enough&rdquo;), resulting in work intensification, stress, and overload amongst all groups of the academic workforce. Negative effects on the quality of research and teaching are increasingly being felt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.isa-sociology.org\/global-dialogue\/2013\/04\/german-sociologists-boycott-academic-ranking\/\">Global Dialogue<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Nordirland errichtet Potemkin&rsquo;sche D&ouml;rfer<\/strong><br>\nMit Fotoplakaten schummelt sich die nordirische Region f&uuml;rs G8-Gipfeltreffen sch&ouml;n: Leerstehende L&auml;den werden zu scheinbar florierenden Gesch&auml;ften. Die Konferenz der acht wichtigsten Wirtschaftsnationen findet dieses Jahr in einer Gegend statt, die besonders unter der Finanzkrise zu leiden hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/Nordirland-errichtet-Potemkinsche-D%C3%B6rfer-28333682.html\">heute.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Besser kann man die Wahrheit &uuml;ber &ldquo;Wachstum durch Austerit&auml;t&rdquo; nicht abbilden!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das Letzte: Das war f&uuml;r Berlin direkt (ZDF) als Berichterstattung &uuml;ber den Parteitag der LINKEN wichtig<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/kanaluebersicht\/aktuellste\/1624710#\/kanaluebersicht\/1624710\">ZDF Mediathek ab 18.02<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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