{"id":17675,"date":"2013-06-19T08:38:33","date_gmt":"2013-06-19T06:38:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17675"},"modified":"2013-06-19T08:38:33","modified_gmt":"2013-06-19T06:38:33","slug":"hinweise-des-tages-1903","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17675","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17675#h01\">F&uuml;r diesen Text bin ich aus der SPD ausgetreten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17675#h02\">Norman Birnbaum: &bdquo;Obama ist ein Gefangener von diesem Apparat&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17675#h03\">Asmussen warnt vor Turbulenzen an Zinsm&auml;rkten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17675#h04\">Interview: &ldquo;Man hat &uuml;berhaupt nicht vorgehabt, Griechenland zu retten&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17675#h05\">Mehr Reiche trotz defensiver Anlagestrategie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17675#h06\">Kapitalexport &ndash; Der Fluch des guten Geldes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17675#h07\">Sven Giegold: Steuergerechtigkeit: G-8 verpasst gro&szlig;en Sprung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17675#h08\">Beamte k&ouml;nnen &uuml;ber Rentner-Verm&ouml;gen lachen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17675#h09\">IAB: Makro&ouml;konomische Perspektive auf die Hartz-Reformen: Die Vorteile &uuml;berwiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17675#h10\">Rohe B&uuml;rgerlichkeit und der Sozialstaat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17675#h11\">Hochschulen sollen f&uuml;r ein neues Zulassungssystem zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17675#h12\">Warum die &ldquo;Niedrigzinsfalle&rdquo; auch ein gro&szlig;es Thema f&uuml;r die Sozialpolitik ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17675#h13\">Hohe Beitr&auml;ge: Privater Krankenversicherer behindert systematisch Tarifwechsel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17675#h14\">Infografik Migration<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17675#h15\">Deutsche Bahn sagt Griechenland ad<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17675#h16\">Die Lieblingsparteien der Lobbyisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17675#h17\">Edward Snowden: &ldquo;Die politische Kontrolle der &Uuml;berwacher ist wirkungslos&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17675#h18\">Warum w&auml;hlt (uns) keiner?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17675#h19\">Torsten Bultmann: Freiheit und Verantwortung der Wissenschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17675#h20\">Das Letzte: Ran an die Jobs!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17675&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>F&uuml;r diesen Text bin ich aus der SPD ausgetreten<\/strong><br>\n[&hellip;] Als leidlich &ouml;ffentlicher Grieche war mein Mail-Eingangsfach da wahrscheinlich ziemlich repr&auml;sentativ. St&auml;ndiger, dauernder Hohn tut weh. Er schmerzt besonders, wenn er auf L&uuml;gen beruht, wie in diesem Fall. Auf der Kampagne der BILD-Zeitung zum Beispiel, deren Hetz-Kampagne man in dem Leitsatz zusammenfassen k&ouml;nnte, f&uuml;r die Rettung Griechenlands &bdquo;sollte uns jeder Euro zu schade sein&ldquo;. Wie gesagt, man k&ouml;nnte sie so zusammenfassen, wenn die BILD es nicht selbst schon getan h&auml;tte. Rolf Kleine hat das so in der BILD geschrieben, nur nat&uuml;rlich in Versalien. F&uuml;r die Rettung &bdquo;sollte uns JEDER EURO zu schade sein&ldquo;.<br>\nRolf Kleine ist der neue Sprecher des SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbr&uuml;ck. [&hellip;]<br>\nGanz offensichtlich hat die Panik Peer Steinbr&uuml;ck in dieser Phase des Wahlkampfes ergriffen, in dem es f&uuml;r ihn eher schlecht l&auml;uft, und er hat sich einen &ndash; wie sagt man? Haudegen? Mann f&uuml;rs Grobe? Kommunikationsexperten? [&hellip;] F&uuml;r Peer Steinbr&uuml;ck darf man ganz offensichtlich ein Schwein sein, so lange man sein Schwein ist. Ich finde diesen Zynismus unertr&auml;glich.<br>\nJetzt kommt der Satz, f&uuml;r den ich aus der SPD ausgetreten bin:<br>\nIch m&ouml;chte nicht, dass Peer Steinbr&uuml;ck Bundeskanzler wird &ndash; weil ich ihn wegen der zynischen, &bdquo;der Zweck heiligt die Mittel&ldquo;-pragmatischen, die sozialdemokratischen Tugenden verachtenden Entscheidungen, die er hier unter Druck trifft, f&uuml;r ungeeignet halte, das Land zu f&uuml;hren.  [&hellip;]<br>\nDenn in diesem ganz bestimmten Fall kann ich nicht schweigen. Ich k&auml;mpfe seit Jahren &ouml;ffentlich gegen Typen wie Rolf Kleine. Ich kann nicht monatelang dar&uuml;ber schweigen, dass ein Mann, der dann auch mit meiner Unterst&uuml;tzung Kanzler der Bundesrepublik werden will, sich einen Mann ins Team holt, der genau das tut, was ich bek&auml;mpfe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/pantelouris.de\/2013\/06\/17\/fur-diesen-text-bin-ich-aus-der-spd-ausgetreten\/\">Michalis Pantelouris<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Chapeau f&uuml;r diesen Beitrag, der hoffentlich die Verantwortlichen im Umfeld von Peer Steinbr&uuml;ck zum NachDenken bringt. Michalis Pantelouris hat genau den richtigen Ton getroffen. Man merkt ihm an, wie schwer ihm dieser Schritt gefallen ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Norman Birnbaum: &bdquo;Obama ist ein Gefangener von diesem Apparat&ldquo;<\/strong><br>\nJa, der Drohnenkrieg, und sogar &ndash; man kann das allgemeiner aussprechen &ndash; Drohnenkrieg, Bespitzelungsprogramm, totaler &Uuml;berwachungsstaat. Diese Dinge hat Obama selbstverst&auml;ndlich geh&ouml;rt, aber er hat nicht genug getan, um die &ouml;ffentliche Meinung dagegen zu stimmen, und ist damit ein Gefangener von diesem Apparat und seiner initialen Kr&auml;fte geworden. Da wieder scheint es, dass er es f&uuml;r vern&uuml;nftiger gehalten hat, einen Kompromiss zu schlagen. Er zieht unsere Truppen aus Afghanistan und Irak zur&uuml;ck, dagegen geht der sogenannte namenlose Krieg und grenzlosen Krieg gegen den Terror fort. Jetzt gibt es den Vorschlag, noch in Syrien sich einzumischen, wobei niemand ein gutes Ende prophezeien konnte&hellip;<br>\nAber fassen wir es so zusammen, dass er glaubte, dass er hatte nicht genug &ouml;ffentliche Unterst&uuml;tzung, um sich mit dem Apparat anzulegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/thema\/2148050\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Asmussen warnt vor Turbulenzen an Zinsm&auml;rkten<\/strong><br>\nEZB-Direktoriumsmitglied J&ouml;rg Asmussen hat weitere Reformen in S&uuml;deuropa angemahnt. Die verschuldeten Staaten m&uuml;ssten ihre Haushalte z&uuml;gig sanieren. Sonst k&ouml;nnten die Anleihenm&auml;rkte erneut verr&uuml;ckt spielen. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Ohne weitere Strukturreformen und z&uuml;gige Fortschritte bei der Haushaltskonsolidierung kann es leicht zu erneuten Spannungen an den Staatsanleihenm&auml;rkten kommen&rdquo;, sagte Asmussen. &bdquo;Pause machen und Ausruhen ist keine wirkliche Option.&rdquo; [&hellip;]<br>\n&bdquo;Gerade in Zeiten geringen Wachstums werden die Rufe nach etwas mehr Zeit und weniger Reformdruck laut&rdquo;, sagte Asmussen. Die derzeitigen Diskussionen in der Europ&auml;ischen Union, die zur Aufweichung der Vorgaben gef&uuml;hrt haben, &bdquo;sind hier nicht sonderlich hilfreich. Denn sie strecken den Zeitrahmen zur Budgetkonsolidierung in einigen Staaten ungerechtfertigt lang und mindern so den Reformdruck&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/boerse-maerkte\/anleihen\/staatsanleihen-asmussen-warnt-vor-turbulenzen-an-zinsmaerkten-seite-all\/8367516-all.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Dazu kommentiert Gustav Horn sehr treffend auf Facebook:<\/em><br>\n<em>&bdquo;Bitte einrahmen, um k&uuml;nftigen &Ouml;konomen zu zeigen wie zu Beginn des 21. Jahrhunderts ma&szlig;gebliche Wirtschaftspolitiker gedacht haben, damit sie sich schaudern k&ouml;nnen bei der Vorstellung mitten in tiefen Rezession ihre &ouml;ffentlichen Haushalte konsolidieren zu wollen und gleichzeitig noch den Arbeitsmarkt unter Druck zu setzen, damit die Einkommen der Besch&auml;ftigten m&ouml;glichst niedrig sind.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Interview: &ldquo;Man hat &uuml;berhaupt nicht vorgehabt, Griechenland zu retten&rdquo;<\/strong><br>\nDie Globalisierungskritiker von Attac &Ouml;sterreich haben scharfe Kritik an den EU-Rettungsprogrammen f&uuml;r Griechenland erhoben &ndash; und sie mit konkreten Zahlen belegt. Lisa Mittendrein ist Mitglied des Vorstandes von Attac &Ouml;sterreich und eine derjenigen, die f&uuml;r den Bericht verantwortlich zeichnen. ARTE Journal hat sie dazu befragt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arte.tv\/de\/interview-man-hat-ueberhaupt-nicht-vorgehabt-griechenland-zu-retten\/7558038,CmC=7559184.html%E2%80%9C\">arte<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Mehr Reiche trotz defensiver Anlagestrategie<\/strong><br>\nDie Zahl der reichen Menschen steigt und sie verf&uuml;gen insgesamt &uuml;ber ein immer gr&ouml;&szlig;eres Verm&ouml;gen. Allein in Deutschland gab es im vergangenen Jahr 1,01 Millionen Menschen, die mehr als eine Million Dollar &ndash; derzeit rund 747.000 Euro &ndash; Anlageverm&ouml;gen besa&szlig;en. Das waren 6,7 Prozent mehr als noch 2011. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Dienstag ver&ouml;ffentlichte Studie der Unternehmensberatung Capgemini und der Royal Bank of Canada (RBC)&hellip;<br>\nNicht eingerechnet in das Verm&ouml;gen der sogenannten &bdquo;High Net Worth Individuals&ldquo; (HNWI) &ndash; also Personen mit hohem Reinverm&ouml;gen &ndash; werden selbst genutzte Immobilien und Sammlungen wertvoller Objekte und Verbrauchsgegenst&auml;nde. In Deutschland ist das Verm&ouml;gen der HNWI im Vergleich zu 2011 um 7,7 Prozent auf 3,4 Billionen Dollar gestiegen&hellip;<br>\nIm Vergleich zum Vorjahr gab es 2012 eine Million mehr HNWI, insgesamt sind es nun mehr als zw&ouml;lf Millionen. Die meisten von ihnen leben in den USA (3.436.000), gefolgt von Japan (1.902.000) und Deutschland (1.015.000). In diesen drei L&auml;ndern lebt damit mehr als die H&auml;lfte der reichen Personen&hellip;<br>\nDie Reichen in Deutschland setzten mit je 25,8 Prozent auf Immobilien und Bargeld\/Verm&ouml;genseinlagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/boerse-maerkte\/anlagestrategie\/world-wealth-report-mehr-reiche-trotz-defensiver-anlagestrategie\/8370102.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kapitalexport &ndash; Der Fluch des guten Geldes<\/strong><br>\nWir sind die Nummer eins. Keine Nation transferiert so viel Verm&ouml;gen in den Rest der Welt wie die deutsche. Fast 15 Prozent des globalen Kapitalangebots stammen aus der Bundesrepublik. Das ist mehr als der Exportweltmeister China oder der &Ouml;lgigant Saudi-Arabien auf den globalen M&auml;rkten abkippen, wie k&uuml;rzlich der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF)vorrechnete. Und wir bauen unsere Position sogar weiter aus; vor einem Jahr lagen Deutschland und China noch etwa gleichauf&hellip;<br>\nEin derart hoher &Uuml;berschuss ist nicht gerade ein Ausweis &uuml;berlegener wirtschaftspolitischer Staatskunst, sondern ein gef&auml;hrliches Ungleichgewicht. Eigentlich m&uuml;sste die EU-Kommission Berlin deswegen ermahnen. Denn der Kapitalexport ist das Spiegelbild einer Leistungsbilanz, die systematisch und hochgradig aus der Balance geraten ist, was nach den neuen Euro-Regeln eigentlich geahndet werden m&uuml;sste; &Uuml;bersch&uuml;sse &uuml;ber 6 Prozent und Defizite &uuml;ber 4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gelten als problematisch.<br>\nDeutschland liegt deutlich &uuml;ber dem Maximalwert: 2012 schloss die au&szlig;enwirtschaftliche Bilanz mit einem Plus von 7 Prozent des BIP ab. Dennoch ist es der Bundesregierung gelungen, ein Ungleichgewichteverfahren zur Unzeit (im Wahljahr) abzubiegen. Das zeigt, wie politisch sensibel das Thema ist &ndash; gro&szlig;e &Uuml;bersch&uuml;sse gelten hierzulande als Ausweis national&ouml;konomischer Potenz. Und wie gro&szlig; die Sprengkraft f&uuml;r den Rest der Welt ist, denn als relativ gro&szlig;e Volkswirtschaft exportiert Deutschland mit seinem Kapital auch Instabilit&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/deutschland\/deutschland-ist-weltmeister-im-kapitalexport-a-906217.html\">manager-magazin<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Sven Giegold: Steuergerechtigkeit: G-8 verpasst gro&szlig;en Sprung<\/strong><br>\nIm April haben der deutsche Finanzminister Sch&auml;uble und sein britischer Kollege Osborne mit vier weiteren europ&auml;ischen Kollegen klare Ma&szlig;nahmen gegen Steuerflucht und f&uuml;r Transparenz angek&uuml;ndigt: Schlie&szlig;ung der Steueroasen, automatischer Informationsaustausch f&uuml;r alle Kapitaleinkommen, das Ende des Missbrauchs des Bankgeheimnisses zur Steuerhinterziehung und die Offenlegung der tats&auml;chlichen Nutznie&szlig;er von Firmen.<br>\nDie Staats- und Regierungschefs der G-8 haben diese Ziele heute kleingekocht. In der Abschlusserkl&auml;rung machen sie deutlich, dass nur die Steuerbeh&ouml;rden erfahren sollen, an welchen Staat welche Zahlungen von Unternehmen erfolgt sind. Das von der Zivilgesellschaft entwickelte country-by-country reporting System (l&auml;nderbezogene Berichterstattung) sieht anders aus. Investoren und die &Ouml;ffentlichkeit sollen weiter im Dunkeln tappen. Ein Durchbruch ist das nicht.<br>\nDie Festlegung auf automatischen Informationsaustausch ist ein Fortschritt f&uuml;r die G8, jedoch fehlt in der Erkl&auml;rung jeglicher Zeitplan. Der Erfolg des automatischen Austauschs steht und f&auml;llt mit der Transparenz, wer hinter Briefkastenfirmen, Stiftungen &amp; Co steht. An diesem zentralen Punkt ist die G-8-Absichtserk&auml;rung schwach. Wir brauchen international &ouml;ffentliche Unternehmensregister, die Transparenz &uuml;ber wirtschaftlich Beg&uuml;nstigte schaffen &ndash; nicht nur nationale Aktionspl&auml;ne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2013\/steuergerechtigkeit-g-8-verpasst-grosen-sprung\/\">Sven Giegold<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Beamte k&ouml;nnen &uuml;ber Rentner-Verm&ouml;gen lachen<\/strong><br>\nEin durchschnittlicher Rentner verf&uuml;gt laut Bundesbank &uuml;ber ein Verm&ouml;gen von 186.000 Euro &ndash; ein Beamter im Ruhestand hat 420.000 Euro. Zahlen zeigen: Der Wohlstand kommt bei vielen Deutschen nicht an&hellip;<br>\nDurch Deutschland geht nicht ein Riss, sondern zwei &ndash; zumindest finanziell gesehen. Denn die Verm&ouml;gen sind innerhalb der Bundesrepublik sehr ungleich verteilt, wie eine Studie der Bundesbank nun ergab. In den Bundesl&auml;ndern Bayern, Baden-W&uuml;rttemberg und Hessen sind die privaten Haushalte besonders wohlhabend.<br>\nDas Median-Nettoverm&ouml;gen, bei dem sich die Haushalte in eine &auml;rmere und eine reichere H&auml;lfte teilen, liegt dort bei fast 106.000 Euro. Das ist knapp doppelt so viel wie in Gesamtdeutschland mit 51.400 Euro. Noch eklatanter aber ist der Unterschied, wenn man die drei Bundesl&auml;nder mit dem Osten vergleicht. Der Median liegt hier bei 21.440 Euro.<br>\nDoch damit nicht genug: Die selbstbewussten S&uuml;ddeutschen sind der Bundesbank-Studie nicht nur reicher als der Osten. Sie sind auch deutlich reicher als der Norden der Republik, wo das Median-Verm&ouml;gen bei 41.440 Euro liegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article117209612\/Beamte-koennen-ueber-Rentner-Vermoegen-lachen.html\">Die Welt<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.K.:<\/strong> DIE WELT besch&auml;ftigt sich erwartungsgem&auml;&szlig; nicht so sehr mit &ldquo;oben&rdquo; und &ldquo;unten&rdquo;, sondern legt den Fokus auf den Vergleich ganzer Berufsgruppen mit dem Lieblings-(Stammtisch-)Thema vermeintliche oder echte Beamtenprivilegien. (Wobei vornehm unter den Tisch f&auml;llt, dass bei Beamten \/ Pension&auml;ren nicht nur Arbeitslose &ldquo;fehlen&rdquo;, sondern auch Ungelernte, soziale Randgruppen, Minijobber, Leiharbeiter etc., deren gesellschaftliche Unterprivilegierung weder Bundesbank noch Springer-Presse veranlasst, sie getrennt zu betrachten von &ldquo;normalen&rdquo;  Arbeitnehmern \/ Rentnern.)<\/em><br>\n<em>Unter den zahlreich erw&auml;hnten regionalen Details der Bundesbank-Untersuchung (=zum bekannten West-Ost- und S&uuml;d-Nord-Gef&auml;lle in Deutschland) versteckt sich im Artikel aber die einzig wirklich interessante Nachricht:<\/em><br>\n<em>&ldquo;Die gute wirtschaftliche Entwicklung im S&uuml;den hat f&uuml;r die Menschen dort einen weiteren Vorteil: Sie sind im Vergleich zum Rest Deutschlands nicht nur besonders wohlhabend, die Ungleichheit bei den Verm&ouml;gen ist in dieser Region auch noch besonders niedrig. Im Umkehrschluss hei&szlig;t das, dass die Verm&ouml;gen in den &auml;rmeren L&auml;ndern auch noch ungleicher verteilt sind.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Kommentar : &ldquo;Je gr&ouml;&szlig;er die Ungleichheit desto geringer der Gesamtwohlstand eines Landes&rdquo; &ndash; diese Feststellung verschiedener Studien gilt also nicht nur au&szlig;erhalb Deutschlands (in L&auml;ndern mit &ldquo;Raubtierkapitalismus&rdquo;). Sondern eben auch hier, wo die &ldquo;Soziale Marktwirtschaft&rdquo; seit Kohl-Schr&ouml;der-Merkel (befeuert u.a. von Springer) als &ldquo;Soziale H&auml;ngematte&rdquo; und &ldquo;Vollkasko-Mentalit&auml;t&rdquo; diffamiert wird.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Hinzu kommt, dass ein Vergleich von Pensionen und Renten nur dann Sinn macht, wenn man die Renten von Angestellten inklusive einer vorhandenen Betriebsrente betrachtet. Auch wenn man pers&ouml;nlich der Meinung ist, dass die Pensionen im Vergleich zur Rente ein wenig zu hoch sind, sollte man tunlichst aufpassen, sich nicht von der Strategie &bdquo;Teile und herrsche&ldquo; vereinnahmen zu lassen. Jetzige und k&uuml;nfitge Rentner sowie Pension&auml;re sollten vorrangig nicht &uuml;ber &bdquo;zu hohe&ldquo; Pensionen meckern, sondern aktiv daf&uuml;r k&auml;mpfen, dass die Renten nicht &bdquo;zu niedrig&ldquo; ausfallen. Dazu geh&ouml;rt neben einer R&uuml;cknahme diverser Rentengesetzte vor allem die Einf&uuml;hrung eines ordentlichen Mindestlohns und die Abschaffung prek&auml;rer Arbeitsverh&auml;ltnisse &ndash; den gr&ouml;&szlig;ten Einfluss auf die H&ouml;he der Rente haben n&auml;mlich die Arbeitseinkommen der sozialversicherten Arbeitnehmer. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>IAB: Makro&ouml;konomische Perspektive auf die Hartz-Reformen: Die Vorteile &uuml;berwiegen<\/strong><br>\nMakro&ouml;konomische Forschungsergebnisse zeigen, dass die Hartz-Reformen zur Verbesserung am Arbeitsmarkt beigetragen haben und dass der Effekt strukturell und permanent ist. Gest&uuml;tzt wurde die Reformwirkung durch konjunkturelle Effekte und die jahrelangen moderaten Lohnabschl&uuml;sse.<br>\nAllerdings gingen mit den Arbeitsmarktreformen auch negative Wohlfahrtseffekte einher; Lohnungleichheit und atypische Besch&auml;ftigung haben zugenommen.<br>\n&hellip; h&ouml;here Flexibilit&auml;t seitens der Arbeitgeber verringert nicht das Gesamtrisiko, ein Teil verschiebt sich lediglich auf die Arbeitnehmerseite, insbesondere auf einzelne Personengruppen, z. B. Geringqualifizierte. Atypische Erwerbst&auml;tigkeit wie Leiharbeit, befristete Besch&auml;ftigung oder Minijobs hat deutlich zugenommen und geht oft &ndash; obwohl sie mehr Teilhabe sichert als Arbeitslosigkeit &ndash; mit Abstrichen bei Umfang, Dauer und Entlohnung einher&hellip;<br>\nDer Reallohn-Index des Statistischen Bundesamts, der sich auf Bruttomonatsverdienste bezieht, ist zwischen 2003 und 2007 um 4 Prozent gesunken &ndash; nicht nur weil Teilzeitbesch&auml;ftigung stieg, sondern auch wegen niedriger Lohnabschl&uuml;sse. Auf dem Arbeitsmarkt ist die gestiegene Nachfrage auch das Spiegelbild des gesunkenen Preises. Die Kehrseite sind mehr Personen bzw. Bedarfsgemeinschaften, die ihr Gehalt oder Arbeitslosengeld I mit Grundsicherungsleistungen aufstocken oder einen Nebenjob annehmen m&uuml;ssen. Dar&uuml;ber hinaus verst&auml;rkte sich die bereits seit Jahrzehnten zunehmende Einkommensungleichheit durch einen &uuml;berproportionalen R&uuml;ckgang der L&ouml;hne der unteren Lohngruppen w&auml;hrend und in den ersten Jahren nach den Hartz-Reformen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/kurzber\/2013\/kb1113.pdf\">IAB [PDF &ndash; 635 KB]<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Da hat der wissenschaftliche Schreibtisch der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit mal wieder eine Auftragsarbeit erf&uuml;llt, um die Hartz-Reformen, auf deren gesetzlicher Basis N&uuml;rnberg zu arbeiten hat, zu rechtfertigen. Das war dringend n&ouml;tig geworden, da eine andere <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/41912_42409.htm\">Studie des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK)<\/a>  zu einem ganz anderen Ergebnis gekommen war, n&auml;mlich:<\/em><br>\n<em>Im Ergebnis h&auml;tten Hartz &amp; Co weder das Wachstum noch die Besch&auml;ftigung erkennbar beeinflusst.<\/em><br>\n<em>Erwerbst&auml;tigenzahl gestiegen, doch Arbeitsvolumen stagniert<\/em><br>\n<em>41,6 Millionen Menschen waren im Jahresdurchschnitt 2012 als Arbeitnehmer oder Selbst&auml;ndige erwerbst&auml;tig. Das waren knapp 2,7 Millionen mehr als 2003. Doch der Wachstumstrend begann keineswegs in den Agenda-Jahren, sondern schon viel fr&uuml;her, zeigen die Forscher. Schaut man auf die gesamte Phase seit der deutschen Vereinigung, so war der Tiefststand bereits im Jahr 1994 mit rund 37,5 Millionen Erwerbst&auml;tigen erreicht. Seitdem stieg die Zahl &ndash; mit konjunkturellen Schwankungen &ndash; an. Gleichzeitig ver&auml;nderte sich aber die Struktur der Erwerbst&auml;tigkeit: Die Vollzeitbesch&auml;ftigung ging sp&uuml;rbar zur&uuml;ck, Teilzeitstellen und selbst&auml;ndige T&auml;tigkeiten nahmen zu.<\/em><br>\n<em>Folge dieses Wandels: Das Arbeitsvolumen, also die Gesamtzahl der geleisteten Arbeitsstunden, lag 2012 kaum h&ouml;her als 1994. &ldquo;Gesamtwirtschaftlich fand also eine Umverteilung der Arbeit auf eine deutlich gr&ouml;&szlig;ere Anzahl von Erwerbst&auml;tigen durch Arbeitszeitverk&uuml;rzung statt&rdquo;, so Horn und Herzog-Stein. Unter dem Strich erweise sich der Einfluss der Strukturreformen auf die Erwerbst&auml;tigenentwicklung damit als klein, fassen die &Ouml;konomen zusammen. Zudem relativiere die Stagnation beim Arbeitsvolumen die eindrucksvolle Entwicklung der Erwerbst&auml;tigenzahlen ganz erheblich&hellip;<\/em><br>\n<em>Horns Fazit: &ldquo;Der zweite Blick enth&uuml;llt, dass die gute Besch&auml;ftigungsentwicklung in Deutschland prim&auml;r das Ergebnis einer guten Konjunktur und von flexiblen Arbeitszeiten ist.&rdquo; Die Reformen der Agenda 2010 h&auml;tten wahrscheinlich die Effizienz der Arbeitsvermittlung verbessert und den Druck auf Arbeitslose, sich eine neue Besch&auml;ftigung zu suchen, erh&ouml;ht. Dies reiche aber nicht, um das &ldquo;Arbeitsmarktwunder&rdquo; zu erkl&auml;ren. &ldquo;Die Apologeten der Agenda 2010 verfallen bei ihren Feiern einer gro&szlig;en Illusion&rdquo;, sagt der &Ouml;konom.<\/em><br>\n<em>Siehe auch noch einmal &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16485\">Altkanzler Schr&ouml;der: &bdquo;Wer sich vorm Arbeiten dr&uuml;ckt, muss mit Sanktionen rechnen<\/a>&rdquo;.<\/em>  <\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung unseres Leser J.A.:<\/strong> &ldquo;Die Funktionsweise des Arbeitsmarkts hat sich verbessert&rdquo; &ndash; und was ist mit Kleinigkeiten wie dem Konjukturverlauf und dem Wirtschaftswachstum, sind die unwichtig f&uuml;r die Arbeitslosigkeit? Selbst wenn die Vollbesch&auml;ftigung seit 2009 zugenommen hat: 40 Stunden pro Woche in was f&uuml;r mies bezahlten Stellen? Es geht doch nur darum, die Leute &ldquo;vollbesch&auml;ftigt&rdquo; zu halten, auf die Qualit&auml;t oder die Bezahlung der Stellen wird &uuml;berhaupt nicht geachtet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Rohe B&uuml;rgerlichkeit und der Sozialstaat<\/strong><br>\nDer mit &bdquo;Hartz&ldquo; eingef&uuml;hrte Niedriglohnsektor, die Sanktionen, das Europ&auml;ische Lohndumping usw. &ndash; das sind alles Sachverhalte, die dort kritisiert wurden.<br>\nDaneben existiert aber noch ein anderer Aspekt, der h&auml;ufig etwas unterbelichtet bleibt und auf den Wilhelm Heitmeyer schon 2011 hinwies, als er festhielt, dass sich nicht nur eine Einkommensspaltung in der Gesellschaft beobachten l&auml;sst, sondern auch, dass sie &bdquo;ideologisch durch die Abwertung und Diskriminierung von statusniedrigen Gruppen durch die rohe B&uuml;rgerlichkeit getragen&ldquo; wird (Wilhelm Heitmeyer 2011). Diese &bdquo;rohe B&uuml;rgerlichkeit&ldquo; bewirkt eine &bdquo;Entsolidarisierung&ldquo;, einen &bdquo;R&uuml;ckzug aus der Solidargemeinschaft&ldquo; (Wilhelm Heitmeyer 2011). Genau diese Entsolidarisierung steht auch im Zusammenhang mit den &bdquo;Hartz-Reformen&ldquo;, in denen Wilhelm Heitmeyer (2012a: 19) ein &ouml;ffentliches &bdquo;Signalereignis&ldquo; sieht&hellip;<br>\nVor diesem Hintergrund erscheint &bdquo;Hartz IV&ldquo; als Chiffre f&uuml;r die Institutionalisierung bzw. Organisation der &bdquo;rohen B&uuml;rgerlichkeit&ldquo;: Die bed&uuml;rftigen &bdquo;Kunden&ldquo; waren fortan beh&ouml;rdlicherseits mit einem gesteigerten Ma&szlig; an Misstrauen konfrontiert und standen somit auf einmal auch verst&auml;rkt in der Bringschuld f&uuml;r ihre eigene Existenzsicherung, auf die sie in ihrer bed&uuml;rftigen Situation eigentlich einen legitimen Anspruch besa&szlig;en &ndash; einen Anspruch, der bei einem als &bdquo;ungehorsam&ldquo; ausgelegten Verhalten Gefahr laufen kann, entzogen zu werden&hellip;<br>\nWas aber weit weniger au&szlig;er Frage stehen d&uuml;rfte, das ist die Bedeutung der &bdquo;Hartz-Reformen&ldquo; f&uuml;r das Klima einer rohen B&uuml;rgerlichkeit: Sie stehen f&uuml;r die &bdquo;sozialstaatlich&ldquo; organisierte Entsolidarisierung und daf&uuml;r, den Schwachen in der Gesellschaft einen redlichen Diskurs &uuml;ber ihre legitimen (Existenz-) Anspr&uuml;che verweigert zu haben. Eine ehrliche Bilanz der &bdquo;Hartz-Reformen&ldquo; h&auml;tte auch diese Aspekte einzubeziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/++co++b4a826b6-d7fa-11e2-a40c-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Hochschulen sollen f&uuml;r ein neues Zulassungssystem zahlen<\/strong><br>\nNach einem Bericht von dpa (nicht im Netz) haben die Ministerpr&auml;sidenten auf ihrer Konferenz am 13. Juni in Berlin beschlossen, dass die Hochschulen ab 2015 das zentrale Studienzulassungssystem f&uuml;r Numerus-clausus-F&auml;cher vollst&auml;ndig selbst finanzieren sollen.<br>\nMit einem neuen &bdquo;Dialogorientierten Serviceverfahren&ldquo; (DoSV) sollen sowohl die Studienplatzbewerbung als auch die Einschreibung in F&auml;chern mit &ouml;rtlichen Zulassungsbeschr&auml;nkungen &uuml;ber das Internet erfolgen, damit soll die Arbeit der ehemaligen Zentralstelle f&uuml;r die Vergabe von Studienpl&auml;tzen (ZVS) abgel&ouml;st werden.<br>\nDas neue Verfahren werde zurzeit nur von rund 50 der 271 Hochschulen genutzt &ndash; teilweise weil sie sich gegen eine &bdquo;Zentralisierung&ldquo; wehren, teilweise aber auch deshalb, weil sie nicht &uuml;ber die entsprechende Rechner-Technik bzw. &ndash;Programme verf&uuml;gen, um mit dem zentralen Computer zu kommunizieren.<br>\nDer Bund habe f&uuml;r das neue Zulassungssystem bislang 15 Millionen Euro beigesteuert. Die Hochschulen wehrten sich massiv gegen die &Uuml;bernahme der Kosten. Das Deutsche Studentenwerk bef&uuml;rchtet nun, dass die Kosten f&uuml;r das DoSV auf die Studienbewerber abgew&auml;lzt w&uuml;rden.<br>\nWegen des Fehlens eines koordinierten Nachr&uuml;ckverfahrens blieben nach Sch&auml;tzungen regelm&auml;&szlig;ig rund 20.000 Studienpl&auml;tze in NC-F&auml;chern unbesetzt. Dadurch entst&uuml;nde den L&auml;ndern ein Schaden von gut einer halben Milliarde Euro pro Jahr.<br>\nQuelle: dpa-Dossier Bildung Forschung (nicht im Netz)\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Zum Zulassungschaos &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3804\">Hochschulzulassung oder das Chaos der Hochschul-Autonomie<\/a>&ldquo; und &bdquo;Hochschulzulassung: Vom Versgagen der Politik und der Scheu vor Verantwortung&ldquo;.<\/em><br>\n<em>Siehe auch die <a href=\"http:\/\/www.studentenwerke.de\/presse\/2013\/130613a.pdf\">Pressemitteilung des Deutschen Studentenwerks (DSW) [PDF &ndash; 24.1 KB]<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Warum die &ldquo;Niedrigzinsfalle&rdquo; auch ein gro&szlig;es Thema f&uuml;r die Sozialpolitik ist<\/strong><br>\nDie Rentenversicherung und die Krankenversicherung sind die beiden gro&szlig;en Systeme des deutschen Sozialstaats &ndash; diese beiden Versicherungszweige bringen es auf mehr als die H&auml;lfte des gesamten Sozialbudgets, also aller Sozialleistungen in Deutschland. Demnach entfielen nach dem amtlichen Sozialbudget 2011 von den 767,6 Mrd. Euro Sozialleistungen 32% auf die Rentenversicherung und 24,5% auf die Krankenversicherung (gesetzliche und private Krankenversicherung zusammen)&hellip;<br>\nVor diesem Hintergrund ist der Vorsto&szlig; von Herbert Rische, dem Pr&auml;sidenten der Deutschen Rentenversicherung (DRV) von Interesse, den dieser in einem Interview mit der &ldquo;Rheinischen Post&rdquo; ge&auml;u&szlig;ert hat:<br>\n&raquo;Ich kann mir ein Modell vorstellen, nach dem die Menschen zus&auml;tzlich zu ihrer gesetzlichen Rente, &uuml;ber freiwillige Zahlungen weitere Anspr&uuml;che bei der Rentenversicherung erwerben. Solche Zahlungen lie&szlig;en sich auch mit einer betrieblichen Altersvorsorge oder anderen Altersvorsorgeprodukten kombinieren. Von Versicherten haben wir oft solche Nachfragen. Wir sollten hier die T&uuml;ren &ouml;ffnen.&laquo;  Rische geht davon aus, dass die Deutsche Rentenversicherung mit einem solchen Angebot konkurrenzf&auml;hig w&auml;re.<br>\nEs kann allerdings nicht wirklich verwundern, dass es so gut wie keine Resonanz auf diesen Versuchsballon der DRV in der Politik gegeben hat. Man kann sich vorstellen, welche Lobby-Gesch&uuml;tze der finanzindustrielle Komplex auffahren w&uuml;rde, um so eine Konkurrenz zu verhindern.<br>\nAber auch wenn wir uns vorstellen, es w&uuml;rde eine solche private Altersvorsorge-Alternative in der Hand der Deutschen Rentenversicherung geben &ndash; sie m&uuml;sste wie die private Konkurrenz angesichts der Kapitaldeckung in dieser S&auml;ule der Altersvorsorge das anzusparende Kapital rentierlich anlegen (k&ouml;nnen) &ndash; und w&uuml;rde damit sogleich vor ein Problem gestellt werden, mit dem die privaten Versicherungsunternehmen schon l&auml;ngst zu k&auml;mpfen haben: Der seit l&auml;ngerem anhaltenden Niedrigzinsphase, f&uuml;r deren Ende es in der absehbaren Zeit keine erkennbaren Anzeichen gibt. Das bringt die kapitalgedeckten Systeme in schweres Fahrwasser.<br>\nWas lernen wir aus beiden Beispielen? Vielleicht mal wieder einen gewissen Respekt vor dem Umlageverfahren in den vielgeschm&auml;hten Sozialversicherungssystemen und die Richtigkeit einer grundlegenden Skepsis gegen&uuml;ber kapitalgedeckten Systemen, die zu lange als die &ldquo;bessere&rdquo; Alternative durch die politische Landschaft segeln konnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de\/2013\/06\/17.html\">Stefan Sell<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Hohe Beitr&auml;ge: Privater Krankenversicherer behindert systematisch Tarifwechsel<\/strong><br>\nTricksen, t&auml;uschen, verunsichern: Wer bei seiner privaten Krankenversicherung in einen g&uuml;nstigeren Tarif wechseln will, hat es oft schwer. Die Unternehmen sprechen von Einzelf&auml;llen. Doch ein internes Papier der Gothaer zeigt: Kunden abzuwimmeln hat offenbar System.<br>\nKonkret geht es um den sogenannten Mehrleistungsausschluss. Hinter der sperrigen Formulierung verbirgt sich das Prinzip, dass Kunden beim Tarifwechsel auf die Mehrleistungen des neuen Tarifs verzichten, um keinen Risikozuschlag zahlen zu m&uuml;ssen. Wohlgemerkt: Es handelt sich dabei um Leistungen, die sie auch im alten Tarif nicht hatten. Die Gothaer, die Signal Iduna und die Allianz versuchen, den Kunden vom Mehrleistungsausschluss abzuhalten, indem sie Nachteile suggerieren, die gar nicht existieren. Das zeigen zahlreiche F&auml;lle, die SPIEGEL ONLINE vorliegen.<br>\nWarum, das steht schwarz auf wei&szlig; im internen Schreiben der Gothaer: &ldquo;Die Leistungseinschr&auml;nkung ist grunds&auml;tzlich mit Mehraufwand und Abgrenzungsproblemen verbunden.&rdquo; Und dann hei&szlig;t es fettgedruckt: &ldquo;Dem Versicherungsnehmer ist daher vorrangig der medizinische Wagnisausgleich anzubieten.&rdquo; Das bedeutet: Den Kunden wird nahegelegt, lieber einen Risikozuschlag zu zahlen, statt auf Leistungen zu verzichten, die sie auch bisher nicht hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/pkv-gothaer-signal-allianz-behindern-tarifwechsel-a-905797.html\">Spiegel Online<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser S.P.:<\/strong> Derartige Vorf&auml;lle werden sich in dieser oder anderer Form immer wiederholen, denn schlie&szlig;lich handelt es sich bei private Versicherungsunternehmen um gewinnorientierte Unternehmen, deren erstes Interesse nicht das Wohl ihrer Versicherten, sondern ein m&ouml;glichst hoher Gewinn ist.<\/em><br>\n<em>Wie k&ouml;nnte es auch anders sein?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Infografik Migration<\/strong><br>\nDer Verein \/e-politik.de\/ e.V. hat eine interaktive Infografik zum Thema Migration produziert.<br>\nIm Mittelpunkt der Infografik steht eine interaktive Weltkarte, auf der f&uuml;r alle L&auml;nder schnell und intuitiv Daten zum Thema Migration abgerufen werden k&ouml;nnen: Gesamtbev&ouml;lkerung, Anteil Migranten und Herkunft der Migranten.<br>\nDar&uuml;ber hinaus k&ouml;nnen weitere Informationen zum Thema Migration abgerufen werden. Eine Reihe von Schwerpunktthemen, wie Eliten-Migration, Flucht und Vertreibung oder Urbanisierung gehen weiter ins Detail.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.e-politik.de\/lesen\/wissenswerteinfografik\/\">Verein \/e-politik.de\/ e.V.<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Deutsche Bahn sagt Griechenland ad<\/strong><br>\nEs ist eine Schmiergeld-Aff&auml;re, die die Frankfurter Staatsanwaltschaft aufgedeckt hat. Allein in Griechenland soll die Bahn-Tochter DB International 315.000 Euro &ldquo;abgezweigt&rdquo; haben, um Auftraggeber zu bestechen. Auch in anderen L&auml;ndern wurde so verfahren. Nun startet die Bahn einen Neuanfang und zieht sich aus korruptionsanf&auml;lligen Staaten zur&uuml;ck.<br>\nDie Deutsche Bahn (DB) ist w&auml;hlerisch geworden. Gesch&auml;fte in Griechenland: eingestellt. In Algerien, Libyen und Ruanda: auch nicht mehr erw&uuml;nscht. Thailand: ebenfalls kein Bedarf mehr. Anlass: Erkenntnisse aus einem Ermittlungsverfahren der Frankfurter Staatsanwaltschaft wegen Korruption bei der Bahn. Die Tochterfirma DB International (DBI) hat im vergangenen Jahrzehnt und vielleicht auch fr&uuml;her schon in etlichen Staaten kr&auml;ftig geschmiert, um Beratungs- und Planungsauftr&auml;ge f&uuml;r Eisenbahnprojekte zu bekommen. Beispielsweise in Griechenland bei der Metro, die den Flughafen mit der Stadt, dem Hafen und Korinth verbindet. 315.000 Euro sind laut Ermittlungsergebnissen aus den Bahn-Kassen abgezweigt worden, um griechische Auftraggeber zu bestechen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/korruption-im-ausland-deutsche-bahn-sagt-griechenland-ade-1.1699072\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Es ist schon tolldreist, wie hier die Verantwortlichkeiten umgekehrt werden. Nicht etwa die Bahn, die sich laut Anklage der Staatsanwaltschaft der Zahlungen von Korruptionsgeldern schuldig gemacht hat, sondern die Staaten, in denen die Bahn die Gelder verteilt hat, werden an den Pranger gestellt. Dabei geh&ouml;ren zur Korruption immer zwei Seiten &ndash; einer, der sich schmieren l&auml;sst und einer der schmiert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Lieblingsparteien der Lobbyisten<\/strong><br>\nAuf die Frage, mit welchen Parteien die Zusammenarbeit am konstruktivsten ist, benennt eine deutliche Mehrheit der Public Affairs-Verantwortlichen in Unternehmen und Verb&auml;nden die momentan regierenden Parteien CDU und FDP, w&auml;hrend die SPD im Mittelfeld landete und eine Zusammenarbeit mit Linken und Piraten gar nicht genannt wird.<br>\nDoch in der Berliner Republik bereitet man sich mental schon auf einen Wechsel vor: Laut der j&auml;hrlichen Public Affairs-Umfrage von MSL Germany erwarten 56 Prozent der befragten PA-Manager eine Gro&szlig;e Koalition nach der Bundestagswahl im September. Schwarz-Gr&uuml;n und Rot-Gr&uuml;n gelten unter den Lobbyisten als wenig realistisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.polisphere.eu\/blog\/die-lieblingsparteien-der-lobbyisten\/\">polisphere<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Edward Snowden: &ldquo;Die politische Kontrolle der &Uuml;berwacher ist wirkungslos&rdquo;<\/strong><br>\nDie NSA bel&uuml;ge die &Ouml;ffentlichkeit und tue, was sie wolle, sagt der Whistleblower Snowden. Im Chat beim &ldquo;Guardian&rdquo; berichtet er, dass niemand die &Uuml;berwacher &uuml;berwacht&hellip;<br>\nDie &Uuml;berwacher von NSA, FBI, CIA und DIA sehen fast alles, was sie sehen wollen. Es gibt zu wenig Schutz gegen sie, weil die politische Kontrolle schlampig ist und zu wenige Menschen ihre Inhalte verschl&uuml;sseln. So l&auml;sst sich zusammenfassen, was Edward Snowden am Montagabend in einem Livechat beim Guardian erz&auml;hlte&hellip;<br>\nSnowden beschrieb auch, dass die bestehenden juristischen Grenzen mit vorgeschobenen Begr&uuml;ndungen umgangen und ausgehebelt w&uuml;rden, um mehr Daten zu bekommen. Mitunter gen&uuml;ge statt eines Gerichtsbeschlusses auch die Einsch&auml;tzung eines Analysten, dass eine &Uuml;berwachung notwendig sei.<br>\nKontrolle durch die Politik sei damit praktisch nicht vorhanden, schrieb Snowden. Die technische Kontrolle der &Uuml;berwachungssysteme sei, sofern &uuml;berhaupt vorhanden, ebenfalls wirkungslos.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/datenschutz\/2013-06\/snowden-chat-nsa-guardian\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Warum w&auml;hlt (uns) keiner?<\/strong><br>\nDer gr&ouml;&szlig;te Feind der SPD ist nicht etwa die Linkspartei, die den Sozialdemokraten mit ihrem steten Rufen nach mehr sozialer Gerechtigkeit das Wasser abgr&auml;bt, sondern der Nichtw&auml;hler. &Uuml;ber 2 Millionen B&uuml;rger haben bei der Bundestagswahl 2009 der SPD den R&uuml;cken gekehrt, um lieber gar nichts zu w&auml;hlen. Damit d&uuml;rften die Sozialdemokraten diejenige Partei gewesen sein, die ihre W&auml;hler am effektivsten in die Passivit&auml;t getrieben hat&hellip;<br>\nDenn mit Blick auf andere L&auml;nder in Europa sowie die USA zeigt sich, dass Deutschland beim R&uuml;ckgang der Wahlbeteiligung einen Spitzenplatz einnimmt. So ging seit 1983 die Wahlbeteiligung in Deutschland um 18,3 Prozent zur&uuml;ck&hellip;<br>\nDie FES-Studie zeigt dabei deutlich, dass die soziale Situation gro&szlig;en Einfluss darauf hat, ob die B&uuml;rger w&auml;hlen gehen oder nicht&hellip;<br>\nBesonders aufmerken sollten die Sozialdemokraten, was die Stimmung unter den SPD-affinen Nichtw&auml;hler angeht: Sie sind mit der Demokratie und dem Grundgesetz im Allgemeinen sogar etwas zufriedener als der durchschnittliche Nichtw&auml;hler. Die Zufriedenheit mit der tats&auml;chlichen Politik in Deutschland ist bei ihnen jedoch schlechter&hellip;<br>\nDass ein Regierungswechsel hin zu Rot-Gr&uuml;n etwas grunds&auml;tzlich zum Positiven &auml;ndern w&uuml;rde, glaubt die Mehrheit der W&auml;hler jedoch nicht. Nur 10 Prozent der Nichtw&auml;hler gehen davon aus, eine rot-gr&uuml;ne Koalition w&uuml;rde besser regieren als Schwarz-Gelb. SPD-nahe Nichtw&auml;hler sind mit 16 Prozent nur geringf&uuml;gig optimistischer. Ins Gr&uuml;beln bringen sollte die Strategen im Willy-Brandt-Haus jedoch, dass die H&auml;lfte der Nichtw&auml;hler davon ausgeht, mit einem Regierungswechsel w&uuml;rde sich im Vergleich zur jetzigen Regierung nichts &auml;ndern.<br>\nDie SPD-affinen Nichtw&auml;hler sind sogar zu 60 Prozent dieser Meinung &ndash; was ein starker Grund f&uuml;r sie sein d&uuml;rfte, bei der kommenden Wahl zu Hause zu bleiben. Die SPD-Anh&auml;nger unter den Nichtw&auml;hlern scheinen von ihrer Partei entt&auml;uscht, noch bevor sie &uuml;berhaupt an der Regierung ist&hellip;<br>\nAuch auf die Frage, wie die Parteien und insbesondere die SPD die Nichtw&auml;hler wieder mobilisieren k&ouml;nnten, liefert die Studie eine Antwort. Lager&uuml;bergreifend meinen sie, die Wahlbereitschaft w&uuml;rde steigen, wenn die Politiker wieder ein offenes Ohr f&uuml;r die wirklichen Sorgen und N&ouml;te der Menschen h&auml;tten (insgesamt: 87 Prozent, SPD-Affine: 92 Prozent, CDU-Affine: 91 Prozent). 72 Prozent der Nichtw&auml;hler sehen steigende Wahlbereitschaft dann, wenn sich die SPD wieder mehr um die kleinen Leute k&uuml;mmert.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/39\/39352\/1.html\">Telepolis<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/dialog\/10076.pdf\">Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung &bdquo;Nichtw&auml;hler in Deutschland&ldquo; [PDF &ndash; 3.7 MB]<\/a>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130619_01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/cps\/rde\/xbcr\/SID-90A054CD-44C8E457\/bst\/xcms_bst_dms_37985_37986_2.jpg\">Bertelsmann Stiftung<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu nochmals &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16779\">Wer sind die Nichtw&auml;hler?<\/a>&ldquo;<\/em><br>\n<em>Diese Studie des Max-Planck-Instituts f&uuml;r Gesellschaftsforschung zeigt eindeutig, dass der R&uuml;ckgang der Wahlbeteiligung von westdeutschen Arbeitern zu den Wahlverlusten der SPD beigetragen hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Torsten Bultmann: Freiheit und Verantwortung der Wissenschaft<\/strong><br>\nEs hat sich herumgesprochen, dass im Dezember 2012 die baden-w&uuml;rttembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer im Namen ihres Ministeriums ein Positionspapier ver&ouml;ffentlichte, das den ungeheuer bedeutungsschweren Titel &raquo;Verantwortung der Wissenschaft statt gesetzlicher Zivilklauseln&laquo; tr&auml;gt.1 Es d&uuml;rfte sich dabei um eine Reaktion auf die anhaltenden &ndash; und nicht entschiedenen &ndash; Auseinandersetzungen innerhalb der Gr&uuml;nen und auf den politischen Druck aus der Hochschul&ouml;ffentlichkeit handeln, verbindliche Zivilklauseln einzuf&uuml;hren. Gleich auf der ersten Seite hei&szlig;t es: &raquo;Zivilklauseln, die auf das Verbot von Forschungsvorhaben zielen, deren Ergebnisse milit&auml;risch nutzbar sein k&ouml;nnten, sind rechtlich nicht zul&auml;ssig. Sie schr&auml;nken die im Grundgesetz garantierte Wissenschaftsfreiheit in unzul&auml;ssiger Weise ein und sie gef&auml;hrden die Autonomie und Leistungsf&auml;higkeit der Wissenschaft.&laquo;<br>\nPolitisch ist dies eine Rolle r&uuml;ckw&auml;rts, da sich die &Ouml;ffentlichkeit hartn&auml;ckig daran erinnert, dass sowohl die Gr&uuml;nen als auch die SPD im Landtagswahlkampf, der dann zur Abl&ouml;sung der schwarz-gelben Mappus-Regierung gef&uuml;hrt hat, das Gegenteil versprochen haben: die verbindliche Einf&uuml;hrung einer Zivilklausel nicht nur im KIT-Gesetz, sondern auch im Landeshochschulrecht.<br>\nDie Berufung auf ein Grundrecht (Grundgesetz Art. 5 Abs. 3) als Begr&uuml;ndung f&uuml;r die Ablehnung der Zivilklausel ist nat&uuml;rlich eine gro&szlig;e M&uuml;nze und verlagert die Debatte ins Grunds&auml;tzliche. Ich will daher im Folgenden einige &Uuml;berlegungen anbieten, wie sich die gesellschaftlichen Vorstellungen &uuml;ber die &rsaquo;Freiheit der Wissenschaft&lsaquo; in der historischen Perspektive entwickelt haben, versuche mich dann an einer rechtlich-politischen Einordnung der aktuellen Kontroverse und nenne zum Schluss einige Argumente f&uuml;r die Zivilklausel als Erm&ouml;glichung von Freiheit und (gesellschaftlicher) Emanzipation.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zivilklausel.uni-koeln.de\/vortrag_freiheit-und-verantwortung.htm\">zivilklausel.uni-koeln<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Das Letzte: Ran an die Jobs!<\/strong><br>\n[&hellip;] Jetzt sind die Arbeitslosen am Zug. Die Jammer-Ausrede &bdquo;Ich finde einfach keinen Job&ldquo; zieht nicht mehr! [&hellip;] Hier geht es nur um eines: den Willen, ehrlich und hart zu malochen.<br>\nWer diesen Willen nicht hat, verwirkt auch das Recht auf dauerhafte St&uuml;tze durch den Staat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/news\/standards\/bild-kommentar\/ran-an-die-jobs-30853046.bild.html\">Bild<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Mehr Hetze geht nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-17675","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17675","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=17675"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17675\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17683,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17675\/revisions\/17683"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=17675"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=17675"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=17675"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}