{"id":17697,"date":"2013-06-20T09:29:56","date_gmt":"2013-06-20T07:29:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17697"},"modified":"2015-08-09T09:19:23","modified_gmt":"2015-08-09T07:19:23","slug":"obama-in-berlin-zur-pose-erstarrte-symbolik-und-leere-worthulsen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17697","title":{"rendered":"Obama in Berlin: Zur Pose erstarrte Symbolik und leere Worth\u00fclsen"},"content":{"rendered":"<p>Politik braucht Darstellung, zur Demokratie geh&ouml;ren Massenversammlungen, gro&szlig;e Reden brauchen S&auml;tze, die sich ins kollektive Ged&auml;chtnis eingraben. Nichts davon, war gestern bei Obamas und Merkels Auftritt auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor ausfindig zu machen. Die ganze Inszenierung war wie eine bombastische Attrappe, die jeden Augenblick zu zerbersten drohte. Da sa&szlig;en die Hauptakteure wie in einem Aquarium hinter einer riesigen schusssicheren Glaswand. Auf den umstehenden D&auml;chern wachten unverkennbar Scharfsch&uuml;tzen. Der Platz auf der westlichen Seite des Brandenburger Tors war leergefegt und die Stra&szlig;e des 17. Juni war menschenleer. Von <strong>Wolfgang Lieb<\/strong><br>\n<!--more--><br>\nDa war zwischen B&uuml;hne und dem platzierten Publikum ein riesiger Sicherheitsgraben. Die Trib&uuml;nen f&uuml;r die geladenen G&auml;ste waren sch&uuml;tter gef&uuml;llt. Spontaner Zulauf war ausgeschlossen. Die akribisch ausgew&auml;hlten und strengen Sicherheitskontrollen ausgesetzten Besucher mussten zwei Stunden in sengender Hitze ausharren &ndash; nicht einmal eigene Getr&auml;nke oder Sonnenschirme waren erlaubt &ndash; und wurden als mit F&auml;hnchen best&uuml;ckte Claqueure missbraucht. Eine derart unwirkliche &bdquo;Massenveranstaltung&ldquo; hat es wohl noch kaum irgendwo gegeben &ndash; nicht einmal in den Masseninszenierungen diktatorisch beherrschter Staaten. So gro&szlig; ist der Abstand und so tiefsitzend ist die Angst demokratischer Machthaber vor dem &bdquo;Demos&ldquo;, also dem gemeinen Volk. So grotesk ist die Inszenierung der Rede des amerikanischen Pr&auml;sidenten an die deutsche Bev&ouml;lkerung. Wenn man die Bilder der Reden von John F. Kennedy (&bdquo;Ich bin ein Berliner&ldquo;) vor dem Sch&ouml;neberger Rathaus oder Ronald Reagan (&bdquo;Mr. Gorbachev, tear down this wall!&ldquo;) vor der Mauer am Brandenburger Tor noch vor Augen hat, war der Auftritt Obamas geradezu eine Vergewaltigung der Versammlungsfreiheit und der spontanen Meinungs&auml;u&szlig;erung &ndash; sei es als Jubel oder sei es auch als Missbilligung. <\/p><p>Barack Obamas Begabung als begnadeter Redner konnte nicht &uuml;ber die ziemlich leeren Worte hinwegt&auml;uschen. (Hier der <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/ausland\/usa\/tid-31940\/obamas-rede-in-berlin-im-wortlaut-solange-es-atomwaffen-gibt-sind-wir-nicht-sicher_aid_1020261.html\">Wortlaut<\/a>). Das f&uuml;r die Medien spektakul&auml;rste Ereignis war wohl, dass er sich in der bulligen Hitze seines Jacketts entledigte. Das gr&uuml;&szlig;ende &bdquo;Hallo Berlin&ldquo; war angesichts der Szenerie eher gek&uuml;nstelt, denn die Berliner waren gerade nicht da. Er kokettierte damit, dass Angela Merkel gegen&uuml;ber ihren Vorg&auml;ngern im Amt weiblich und er gegen&uuml;ber den seinen dunkelh&auml;utig ist. War das noch witzig, so folgte danach ein Klischee nach dem anderen. Er hofierte Merkel als Kind aus dem Osten, das zum Regierungsoberhaupt des vereinten Deutschlands wurde. Dem genius loci folgend durfte das Pathos nicht fehlen, dass keine Mauer &bdquo;dem Drang nach Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit standhalten&ldquo; k&ouml;nne. Ob er dabei auch an die immer dichteren Befestigungen und Grenzsicherungsanlagen seines Landes gegen&uuml;ber seinem s&uuml;dlichen Nachbarland Mexiko gedacht hat? W&uuml;rde er diesen Satz auch in Anwesenheit Netanjahus vor den Mauern gegen&uuml;ber Pal&auml;stina sagen? <\/p><p>Quasi als Mitbringsel zu seiner Frau und seine beiden T&ouml;chter brachte er auch noch &bdquo;die anhaltende Freundschaft des amerikanischen Volkes&ldquo; mit. Und dann durfte nat&uuml;rlich der Griff in die Kulturgeschichte von der Reformation, dem Land der Dichter und Denker bis hin zu Immanuel Kant nicht fehlen. Faschismus, Krieg und Blutvergie&szlig;en fing er damit auf, dass sich hier &bdquo;die Abgr&uuml;nde menschlicher Grausamkeit&ldquo; zeigten. &bdquo;Die Berliner&ldquo; und nicht etwa die Siegerm&auml;chte h&auml;tten &bdquo;eine Insel der Demokratie&ldquo; geschaffen. Die Luftbr&uuml;cke und der Marschall-Plan durfte ein amerikanischer Pr&auml;sident nat&uuml;rlich nicht unerw&auml;hnt lassen. <\/p><p>Das Freiheitspathos durfte nicht fehlen. Das Schicksal Berlins k&ouml;nne man in wenige Worte fassen: &bdquo;Wollen wir frei leben oder in Ketten? Unter Regierungen, die unsere Menschenrechte wahren oder unter Regimes, die diese unterdr&uuml;cken. Wollen wir in einer offenen Gesellschaft leben, die die Unverletzbarkeit des Einzelnen achtet oder in abgeschotteten Gesellschaften, die die Seele ersticken?&ldquo; <\/p><p>Das ist wohlfeile Rhetorik, doch was sagt uns diese f&uuml;r die gegenw&auml;rtige Weltlage?<\/p><p>Nichts gegen die Besinnung auf h&ouml;here Werte, aber Obama bzw. seine Redenschreiber hatten wohl selbst das Gef&uuml;hl, dass dieses Pathos angesichts der Wirklichkeit der Gegenwart ziemlich selbstgef&auml;llig klingen muss. Obama stieg wohl deshalb vom hohen Ross eines Predigers der Freiheit und mahnte, er komme hierher um zu sagen, &bdquo;dass Selbstgef&auml;lligkeit nicht das Wesen gro&szlig;er Nationen&ldquo; sei. <\/p><p>Leider hielt sich der Pr&auml;sident im weiteren Verlauf nicht an diese Einsicht. Kennedy zitierend erhob er wieder den Blick ins Universelle, auf die gesamte Menschheit. Und auf dieser Ebene l&auml;sst sich dann wieder leicht &uuml;ber die Bedrohung der &bdquo;Freiheit&ldquo;, &bdquo;Sicherheit&ldquo;, &uuml;ber die &bdquo;Qual des Hungers&ldquo; von hunderten Millionen Menschen, &uuml;ber &bdquo;die Angst der Arbeitslosigkeit&ldquo; schwadronieren. <\/p><p>Doch was sind Obamas Antworten auf diese realen globalen Herausforderungen? <\/p><p>&bdquo;Unser B&uuml;ndnis ist die Grundlage globaler Sicherheit. Unser Handel und unsere Wirtschaft ist der Motor der Weltwirtschaft.&ldquo; <\/p><p>Wo in der Welt, sei es in Afghanistan, im Irak, in Haiti, in Libyen &ndash; um nur einige der Kriegseins&auml;tze im 21. Jahrhundert zu nennen &ndash; hat &bdquo;unser B&uuml;ndnis&ldquo; mehr globale Sicherheit geschaffen?  Was will Obama tun, um mehr globale Sicherheit zu schaffen? Etwa Waffen nach Syrien liefern?<\/p><p>Und hat nicht die j&uuml;ngst die &bdquo;Ern&auml;hrungs- und Landwirtschaftsorganisation&ldquo; der UNO (FAO) gemeldet dass trotz oder gerade auch wegen &bdquo;unseres&ldquo; Handels und &bdquo;unserer&ldquo; Wirtschaft, der Hunger in der Welt wieder <a href=\"http:\/\/www.fao.org\/news\/story\/en\/item\/161819\/icode\/\">zugenommen hat<\/a>. Wie m&uuml;sste der &bdquo;Motor der Weltwirtschaft&ldquo; laufen, dass k&uuml;nftig nicht l&auml;nger einer von acht Menschen weltweit jeden Abend hungrig schlafen gehen m&uuml;sste? <\/p><p>Vor dieser Wirklichkeit bietet Obama nur leere Worth&uuml;lsen: &bdquo;Unsere Werte und Prinzipien ermahnen uns dazu, dass wir an das Leben der Menschen denken, die wir nie kennenlernen werden. Europa und Amerika k&ouml;nnen als Vorbild vorangehen, Dinge tun, die andere L&auml;nder nicht bereit sind zu tun. Heben wir also heute den Blick und denken an diesem Tag an einen Frieden mit Gerechtigkeit, den sich unsere Generation f&uuml;r die Welt w&uuml;nscht.&ldquo;<\/p><p>In seiner Rede folgen nun rhetorische Wortspiele mit dem Begriffspaar &bdquo;Frieden mit Gerechtigkeit&ldquo;. Er postuliert religi&ouml;se, ethnische und Toleranz gegen&uuml;ber unterschiedlichen sexuellen Orientierungen sowie die Gleichberechtigung &bdquo;unserer Frauen und T&ouml;chter&ldquo;. Das ist gut so, aber das sind wohlfeile Appelle an die &bdquo;Mauern in unseren Herzen&ldquo; und noch lange kein politisches Programm &ndash; gerade auch nicht f&uuml;r die USA selbst.<\/p><p>&bdquo;Frieden mit Gerechtigkeit bedeutet eine freie Wirtschaft, die die Talente und der sch&ouml;pferischen Kraft des Einzelnen freien Lauf gibt&ldquo;, stellte Obama fest. Das ist die alte Leier vom amerikanischen Mythos des Tellerw&auml;schers, der zum Million&auml;r aufsteigt. Aber was hat der amerikanische Pr&auml;sident dagegen getan oder tun k&ouml;nnen, dass in seinem Land das h&ouml;chste Ma&szlig; an Ungleichheit unter allen hochentwickelten L&auml;ndern herrscht und die Kluft auch unter seiner Pr&auml;sidentschaft eher noch <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2012\/august\/der-preis-der-ungleichheit\">zugenommen hat<\/a> (Joseph Stiglitz).<\/p><p> &bdquo;Andere Modelle lenken das Wirtschaftswachstum von oben nach unten&ldquo;, f&uuml;gt er seiner Verherrlichung der &bdquo;freien Wirtschaft&ldquo; an. W&auml;re es aber nicht gerade gut, wenn das Wirtschaftswachstum st&auml;rker von oben nach unten gelenkt w&uuml;rde?  Aber nehmen wir diesen Satz als Versprecher, denn etwas sp&auml;ter mahnt der Pr&auml;sident: &bdquo;Wir brauchen Wirtschaftssysteme, die f&uuml;r alle Menschen da sind, nicht nur f&uuml;r diejenigen, die an der Spitze stehen.&ldquo; Aber auch das ist wiederum nichts weiter als eine folgenlose rednerische Wendung.<\/p><p>Wir d&uuml;rften &bdquo;unseren Blick nicht abwenden von der Schande der zunehmenden Ungleichheit oder dem Schmerz der Jugendlichen, die arbeitslos sind&ldquo;. Wem redet Obama dabei eigentlich ins Gewissen? Wer tr&auml;gt denn f&uuml;r diese Schande und die Schmerzen nicht zumindest politische Mitverantwortung? <\/p><p>Interessant und interpretationsbed&uuml;rftig ist der folgende Bedingungssatz: &bdquo;Amerika wird zu Europa stehen, wenn Sie die Europ&auml;ische Union st&auml;rken.&ldquo; Spricht er damit die Kanzlerin direkt an? Pl&auml;diert er damit f&uuml;r eine andere Wirtschafts- und Finanzpolitik in Europa? Dazu h&auml;tte man gerne mehr geh&ouml;rt. <\/p><p>Der gr&ouml;&szlig;te Nachrichtenwert der Rede Obamas, wird in den Medien und von Au&szlig;enminister Westerwelle seiner Aussage zur Reduktion der amerikanischen Atomwaffen beigemessen:<\/p><p>&bdquo;Nach gr&uuml;ndlicher &Uuml;berpr&uuml;fung habe ich bestimmt, dass wir die Sicherheit Amerikas und unserer Verb&uuml;ndeten sicherstellen k&ouml;nnen und auch weiterhin strategisch abschrecken k&ouml;nnen, wenn wir unsere strategischen Atomwaffen, unsere einsatzbereiten Sprengk&ouml;pfe um bis zu einem Drittel senken. Und ich strebe Verhandlungen zur Abr&uuml;stung mit Russland an, um den Stand des Kalten Krieges hinter uns zu lassen.&ldquo; <\/p><p>Damit hat Obama immerhin die Bedrohung anerkannt, die allein von der Existenz von Atomwaffen ausgeht. Nat&uuml;rlich hat er diese Ank&uuml;ndigung an die Bedingung gekn&uuml;pft, dass Russland mitzieht. Aber ist nicht sein eigener Kongress eine mindestens genauso gro&szlig;e H&uuml;rde? Haben die Republikaner nicht bisher alle Abr&uuml;stungsschritte blockiert? <\/p><p>Und vor allem: Was w&auml;re erreicht, wenn von den 17.000 vorhandenen atomaren Sprengk&ouml;pfen ein Drittel abgebaut w&uuml;rden? Das derzeitige Atomwaffenpotential reichte aus, um die Menschheit mehrfach auszul&ouml;schen. Was w&auml;re also gewonnen, wenn man dieses Vernichtungspotential um ein Drittel verringern w&uuml;rde? <\/p><p>Eine f&uuml;r Deutschland hoffnungsfrohe Botschaft w&auml;re gewesen, wenn Obama angek&uuml;ndigt h&auml;tte, dass er die in unserem Land stationierten Atombomben abziehen wollte. Konkreter w&auml;re es auch gewesen, wenn er Anstrengungen um die Schaffung atomwaffenfreier Zonen an den Konfliktherden dieser Welt versprochen h&auml;tte. <\/p><p>Was ist das f&uuml;r ein Fortschritt, wenn das Atomwaffenpotential f&uuml;r die strategische Abschreckung voll und ganz erhalten bleibt? Ist die Senkung der einsatzbereiten Atomsprengk&ouml;pfe nicht nur ein Lockvogel der Atomm&auml;chte gegen&uuml;ber anderen Staaten mit atomaren Ambitionen um die Dominanz der Atomwaffenbesitzer zu bewahren? <\/p><p>Zum Pathos von Barack Obama geh&ouml;rt seit langer Zeit sein Eintreten f&uuml;r den Klimaschutz. So auch wieder in Berlin. Doch war es nicht der weltweit zweitgr&ouml;&szlig;te Treibhausgas-Emittent USA, der beim letzten Klimagipfel in Doha jeden Fortschritt blockiert hat? <\/p><p>Man will ja Obama seinen guten Willen nicht absprechen, aber er ist gut im Ank&uuml;ndigen von gro&szlig;en Visionen, aber ein gefangener des Apparats. Er ist ein Ank&uuml;ndigungspr&auml;sident, der anders als etwa Franklin D. Roosevelt die Unterst&uuml;tzung, die er in der Mehrheit seiner Landsleute f&uuml;r viele seiner Vorst&ouml;&szlig;e erh&auml;lt, nicht gegen die konservativen und finanzstarken Kr&auml;fte in seinem Land einsetzt und mobilisiert. <\/p><p>Schon vor seiner ersten Pr&auml;sidentschaft &ndash; als Bush-Freundin Merkel ihn in Berlin nicht vor dem Brandenburger Tor sondern nur vor der Siegess&auml;ule sprechen lie&szlig; &ndash; hat er die Schlie&szlig;ung  von Guantanamo angek&uuml;ndigt. Dass er dieses Versprechen nach f&uuml;nf Jahren nun an gleicher Stelle wiederholt, ist geradezu peinlich. <\/p><p>Ob er den Einsatz von Kampfdrohnen einer &bdquo;strengen Kontrolle&ldquo; unterziehen will, &auml;ndert nichts an der Tatsache, dass unter seiner Pr&auml;sidentschaft die v&ouml;lkerrechtswidrige gezielte T&ouml;tung durch Angriffsdrohnen massiv ausweitet wurde &ndash; wobei keineswegs &bdquo;nur&ldquo; angebliche Terroristen ermordet wurden. Allein diese Tatsache l&auml;sst sein Eintreten f&uuml;r die Menschenrechte in einem fahlen Licht erscheinen. <\/p><p>Angesichts der j&uuml;ngsten Enth&uuml;llungen &uuml;ber die Bespitzelung der US-Sicherheitsdienste von Journalisten und im Hinblick auf die Tatsache, dass US-Geheimdienste weltweit Internet-Nutzer &uuml;berwacht haben, waren die Einlassungen Obamas wonach er &bdquo;das Streben nach Sicherheit mit dem Schutz der Privatsph&auml;re in Balance&ldquo; halten will, besonders grotesk. <\/p><p>Seine Aussage, die &Uuml;berwachungsprogramme seien &bdquo;an Gesetze gebunden&ldquo;, ist angesichts der Erfahrungen die der Whistle-Blower Edward Snowden <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/datenschutz\/2013-06\/snowden-chat-nsa-guardian\/komplettansicht\">berichtet<\/a> geradezu l&auml;cherlich. Oder noch schlimmer, Obama wei&szlig; nicht wor&uuml;ber er redet. <\/p><p>Die Formulierung, dass die &Uuml;berwachungsprogramme &bdquo;nicht auf die Kommunikation von B&uuml;rgern&ldquo; sondern &bdquo;auf Bedrohung unserer Sicherheit&ldquo; zielten, h&auml;tte auch von Machthabern &bdquo;von der anderen Seite der Mauer&ldquo; stammen k&ouml;nnen. Statt James Madison h&auml;tte Obama besser einen anderen Gr&uuml;ndungsvater der Vereinigten Staaten, n&auml;mlich Benjamin Franklin zitiert: &bdquo;Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.&ldquo;<\/p><p>Viel Hoffnung, dass seinen Worten Taten folgen, habe ich aus seiner Berliner Rede nicht ziehen k&ouml;nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik braucht Darstellung, zur Demokratie geh&ouml;ren Massenversammlungen, gro&szlig;e Reden brauchen S&auml;tze, die sich ins kollektive Ged&auml;chtnis eingraben. Nichts davon, war gestern bei Obamas und Merkels Auftritt auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor ausfindig zu machen. Die ganze Inszenierung war wie eine bombastische Attrappe, die jeden Augenblick zu zerbersten drohte. Da sa&szlig;en die Hauptakteure<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17697\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[198,11],"tags":[366],"class_list":["post-17697","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-einzelne-politiker-personen-der-zeitgeschichte","category-strategien-der-meinungsmache","tag-obama-barack"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17697","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=17697"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17697\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27120,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17697\/revisions\/27120"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=17697"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=17697"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=17697"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}