{"id":17731,"date":"2013-06-24T08:49:26","date_gmt":"2013-06-24T06:49:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17731"},"modified":"2013-06-24T08:49:26","modified_gmt":"2013-06-24T06:49:26","slug":"hinweise-des-tages-1906","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17731","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17731#h01\">Vorwurf des Bundesrechnungshofs: Arbeitsagentur manipuliert Vermittlungsstatistik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17731#h02\">Stephan Schulmeister &ndash; Finanztransaktionssteuer unter Feuer: Gro&szlig;offensive von Banken, Gro&szlig;industrie, Wissenschaft und Bundesbank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17731#h03\">Internet&uuml;berwachung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17731#h04\">Bundesverfassungsgericht will Auskunft zum Fall Mollath<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17731#h05\">Der doppelte Ire &ndash; Debatte &uuml;ber Steuersparmodell des keltischen Tigers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17731#h06\">Hat Barclays den deutschen Staat massiv gesch&auml;digt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17731#h07\">Der bedr&uuml;ckende Alltag auf dem Jugendamt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17731#h08\">&ldquo;Die Tafeln&rdquo; in der Kritik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17731#h09\">Einmal arm, immer arm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17731#h10\">Politiker sollen prek&auml;re Besch&auml;ftigung besser regeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17731#h11\">Verfassungs- und sozialrechtliche Probleme einer &Auml;nderung der Beitragsbemessungsgrenze in der GKV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17731#h12\">Wasserversorgung: Europa bewegt doch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17731#h13\">Marode Stra&szlig;en und Br&uuml;cken: Forscher fordern Milliardeninvestitionen in Infrastruktur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17731#h14\">Dirk Niebel: Die Entwicklungsbremse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17731#h15\">Auf der anderen Seite des Bosporus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17731#h16\">Italiens autokratischer Politclown: Beppe Grillo und die Kritik aus den eigenen Reihen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17731#h17\">Tr&auml;nen l&uuml;gen nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17731#h18\">Rot-Rot-Gr&uuml;n: Linken-Politiker wollen &ldquo;T&uuml;r offenhalten&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17731&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Vorwurf des Bundesrechnungshofs: Arbeitsagentur manipuliert Vermittlungsstatistik<\/strong><br>\nVermittelt wird nur, wer leicht vermittelbar ist: Der Bundesrechnungshof wirft der Agentur f&uuml;r Arbeit nach Informationen des SPIEGEL vor, nach diesem Prinzip eine bessere Erfolgsbilanz vorzut&auml;uschen. Besonders Langzeitarbeitslose w&uuml;rden schlecht betreut.<br>\nIn dem Papier ist nach Informationen des SPIEGEL die Rede von &ldquo;Fehlsteuerungen&rdquo; und &ldquo;Entwicklungen, die dem gesetzlichen Auftrag zuwiderlaufen&rdquo;, die Pr&uuml;fer prangerten zudem &ldquo;Manipulationen&rdquo; zur Verbesserung der Erfolgsbilanz an und hielten es f&uuml;r n&ouml;tig, alle Agenturen auf gesch&ouml;nte Statistiken &uuml;berpr&uuml;fen zu lassen. Dabei legten sie gegebenenfalls auch &ldquo;personalrechtliche&rdquo; und &ldquo;strafrechtliche Konsequenzen&rdquo; nahe.<br>\nDer Rechnungshof hatte in einer Stichprobe sieben der 156 Arbeitsagenturen sowie sieben Regionaldirektionen drei Monate lang untersucht. &ldquo;Die Tatsache, dass wir in allen gepr&uuml;ften Agenturen Fehlsteuerungen festgestellt haben, zeigt, dass es sich um ein grunds&auml;tzliches Problem handelt&rdquo;, hei&szlig;t es im Fazit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/arbeitsagentur-manipuliert-laut-rechnungshof-vermittlungs-statistik-a-907356.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Einlassung der Bundesagentur, es gebe &ldquo;keine systematischen Manipulationen&rdquo; ist mehr als unglaubw&uuml;rdig. Das Controlling-System zwingt die Arbeitsagenturen zur &bdquo;Zielerreichung&ldquo; doch geradezu die quantitativen Ziele zu erreichen und was l&auml;ge also n&auml;her, als die &bdquo;Erfolgsbilanz&ldquo; mit solchen Erfolgen aufzuh&uuml;bschen, die am leichtesten erzielbar sind.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> In einem internen <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/130624-Brief.pdf\">Brief [PDF &ndash; 335 KB]<\/a> an die eigenen Mitarbeiter gibt die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit die Vorw&uuml;rfe sogar zwischen den Zeilen mit einer kruden Rechtfertigung zu:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;Es ist richtig, dass der genannte Pr&uuml;fbericht Fehlanreize im Steuerungssystem und Manipulationen bem&auml;ngelt. Aber  &ndash; und das verschweigt der &bdquo;Spiegel&ldquo; &ndash; er best&auml;tigt das System des F&uuml;hrens &uuml;ber Ziele und stellt fest, dass sich das System bew&auml;hrt hat und anerkannt ist.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Stephan Schulmeister &ndash; Finanztransaktionssteuer unter Feuer: Gro&szlig;offensive von Banken, Gro&szlig;industrie, Wissenschaft und Bundesbank<\/strong><br>\nIm Herbst 2012 einigen sich 11 EU-L&auml;nder unter F&uuml;hrung von Deutschland und Frankreich, die Finanztransaktionssteuer (FTS) 2014 einzuf&uuml;hren. Im Februar legt die EU-Kommission einen neuen Entwurf vor. Anfang April setzt die konzertierte Gegenoffensive ein: Innerhalb weniger Wochen publizieren drei der m&auml;chtigsten Spekulationsbanken, Citigroup, Goldman Sachs und Morgan Stanley &bdquo;wissenschaftliche&ldquo; Studien, welche geradezu verheerende Folgen der FTS f&uuml;r europ&auml;ische Banken behaupten, insbesondere f&uuml;r deutsche und franz&ouml;sische Institute. Zeitgleich publiziert das Deutsche Aktieninstitut eine Studie, wonach auch die Industrie schwer belastet w&uuml;rde. Vertreter der Gro&szlig;industrie &uuml;bernehmen den Ball und beziffern ihre Belastung mit vielen Millionen Euro. Schlie&szlig;lich warnt auch die Deutsche Bundesbank in Gestalt ihres Pr&auml;sidenten Weidmann vor der FTS. Selbst Sch&auml;uble geht in die Knie, eine Einf&uuml;hrung Anfang 2014 ist unm&ouml;glich, man m&uuml;sse alles neu &uuml;berdenken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/finanztransaktionssteuer-unter-feuer\/\">Arbeit &amp; Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Internet&uuml;berwachung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&Uuml;berwachungsprogramm Tempora: Es geht um unsere Freiheit<\/strong><br>\nDas britisch-amerikanische &Uuml;berwachungsprogramm Tempora markiert einen historischen Wendepunkt. Geheimdienste haben sich, unbemerkt von der &Ouml;ffentlichkeit, das Potential zur orwellschen Total&uuml;berwachung verschafft. Regierungen haben ihren W&auml;hlern gezielt verheimlicht, wie sie beobachtet werden. (&hellip;)<br>\nIn den n&auml;chsten Wochen und Monaten wird sich entscheiden, ob die demokratischen &Ouml;ffentlichkeiten der Welt stark genug sind, sich dem schrankenlosen, totalit&auml;ren Anspruch westlicher Geheimdienste entgegenzustellen &ndash; oder eben nicht.<br>\nDie Regierungen der betreffenden Staaten waren dazu offenbar nicht in der Lage. In vollem Bewusstsein, dass sie diese Art von &Uuml;berwachung demokratisch nicht w&uuml;rden rechtfertigen k&ouml;nnen, haben sie ihrem Wahlvolk systematisch verheimlicht, was hinter seinem R&uuml;cken geschieht. Es ist jetzt an diesem Wahlvolk, sich zu wehren &ndash; und an uns, deren Daten als Beifang im Tempora-Netz landen, unsere eigenen Volksvertreter zur Verteidigung unserer Freiheit anzuhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/kommentar-zu-tempora-ein-skandal-von-historischem-ausmass-a-907397.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Es ist zu hoffen, dass nicht weitere europ&auml;ische Staaten und deren Geheimdienste in diese oder weitere Skandale verwickelt sind. W&auml;ren Programme wie Prism und Tempora in Deutschland wirklich unm&ouml;glich? Technologisch jedenfalls wohl kaum.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Uncle Sam = Big Brother?<\/strong><br>\nIn George Orwell&rsquo;s novel 1984, &ldquo;Big Brother&rdquo; is the dictator of Oceania. No one knows whether Big Brother is a real person, or simply the personification of the dictatorship. Big Brother spies on every citizen through &ldquo;telescreens.&rdquo; Everyone is reminded constantly, &ldquo;Big Brother is Watching You.&rdquo;<br>\nLet&rsquo;s compare that to the recent revelations about the Orwellian-named National Security Agency (NSA), an arm of the U.S. Department of Defense. News reports in the Guardian and the Washington Post have uncovered a secret court order dated April 23, 2013, issued to Verizon. Verizon is the largest cell phone company in America. The court order requires Verizon to give to the NSA &ldquo;all call detail records or &lsquo;telephony metadata&rsquo; created by Verizon for communications (i) between the United States and abroad; or (ii) wholly within the United States, including local telephone calls.&rdquo; &ldquo;Call detail records&rdquo; are records of who you called, when you called, and how long you spoke.<br>\nThe court order in the news reports is classified, and it&rsquo;s marked &ldquo;Declassify on: April 12, 2038.&rdquo;<br>\nThere is no reason to think that the NSA singled out Verizon. So that implies that the NSA is collecting records of every telephone call that you and I make, even local telephone calls. In fact, Edward Snowden, the whistleblower who worked at the NSA, told reporters that he could get the records for the calls from the President&rsquo;s own personal cell phone.<br>\nThe NSA has not denied that it is collecting call records on every America. On the contrary, the NSA sees nothing wrong with it. I see three fundamental problems with this:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.michaelmoore.com\/words\/mike-friends-blog\/uncle-sam-big-brother\">Michael Moore<\/a><\/li>\n<li><strong>Noam Chomsky: American Government and Corporations Are at War With the American People<\/strong><br>\nChomsky responds to revelations of massive NSA spying.<br>\nThe actions of the US government in spying on its and other countries&rsquo; citizens have been sharply criticised by Noam Chomsky, the prominent political thinker, as attacks on democracy and the people.<br>\n&ldquo;Governments should not have this capacity. But governments will use whatever technology is available to them to combat their primary enemy &ndash; which is their own population,&rdquo; he told the Guardian.<br>\nIn his first public comment on the scandal that has enveloped the US, UK and other governments, as well as internet companies such as Google and  Microsoft, Chomsky said he was not overly surprised technology and corporations were being used in this way.<br>\n&ldquo;This is obviously something that should not be done. But it is a little difficult to be too surprised by it,&rdquo; he said. &ldquo;They [governments and corporations] take whatever is available, and in no time it is being used against us, the population. Governments are not representative. They have their own power, serving segments of the population that are dominant and rich.&rdquo;<br>\nChomsky, who has strongly supported the Occupy movement and spoken out against the  Obama administration&rsquo;s use of drones, warned that young people were much less shocked at being spied on and did not view it as such a problem.<br>\n&ldquo;Polls in the US indicate there is generational issue here that someone ought to look into &ndash; my impression is that younger people are less offended by this than the older generation. It may have to do with the exhibitionist character of the internet culture, with Facebook and so on,&rdquo; he said. &ldquo;On the internet, you think everything is going to be public.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.alternet.org\/chomsky-nsa\">alternet<\/a><\/li>\n<li><strong>Die M&auml;chtigen entziehen sich der Transparenz<\/strong><br>\nDer eidgen&ouml;ssische Datenschutzbeauftragte Hanspeter Th&uuml;r ist von der Internet&uuml;berwachung durch die USA nicht &uuml;berrascht: &ldquo;Wir analysieren aber die ausl&auml;ndische Gesetzgebung genau &ndash; wie etwa den amerikanischen &laquo;Patriot Act&raquo;. Daher war uns bereits seit l&auml;ngerem klar, dass dieses Gesetz die nun diskutierten &Uuml;berwachungsmassnahmen erm&ouml;glicht. Wir wurden jetzt best&auml;tigt. &hellip;  Wenn Clouds oder Server im Ausland genutzt werden, bietet unser Recht keinen Schutz und keine Rechtsmittel. &hellip; Es ist eine Tatsache, dass die sozialen Netzwerke systematisch und auch ohne dass das Netzwerk etwas davon weiss, analysiert werden. Diese Daten werden als &ouml;ffentliche Quelle betrachtet, wenn der User sie nicht sch&uuml;tzt. Je mehr Daten man zur Verf&uuml;gung stellt, desto mehr steigen die Risiken. Denn Schn&uuml;ffeln besteht heute im Auswerten, nicht mehr im Sammeln von Daten wie fr&uuml;her bei der Fichenaff&auml;re. An den Daten sind im &Uuml;brigen nicht nur die sozialen Netzwerke und die Geheimdienste interessiert, sondern alle denkbaren Akteure &ndash; von Unternehmen bis hin zu Kriminellen. &laquo;Big Data&raquo; wird als die neue &Ouml;lquelle der Wirtschaft bezeichnet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/schweiz\/die-maechtigen-entziehen-sich-der-transparenz-1.18102047?extcid=Newsletter_20062013%20MESZ_Top-News_am_Morgen\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein n&uuml;chternes und ern&uuml;chterndes Interview mit dem Schweizer Datenschutzbeauftragten, der durchblicken l&auml;sst, dass er internationale Datenschutzregeln f&uuml;r nicht durchsetzbar h&auml;lt, u.a. weil die Staaten nicht nur Terrorabwehr, sondern auch Wirtschaftsspionage betreiben. &ndash; Wie steht es eigentlich mit Spionage durch Erpressung des &ldquo;durchsichtigen&rdquo; B&uuml;rgers und Konsumenten?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bundesverfassungsgericht will Auskunft zum Fall Mollath<\/strong><br>\nDas Bundesverfassungsgericht hat das bayerische Justizministerium um Stellungnahme in der Causa Gustl Mollath gebeten. Ein Anwalt, der Verfassungsbeschwerde eingelegt hat, wertet das als Hinweis, dass Karlsruhe &ldquo;in der Causa notfalls selbst zu einer Entscheidung kommen&rdquo; will &hellip;<br>\nDie Beschwerde vor dem Verfassungsgericht ist begr&uuml;ndet mit mangelnder Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit der Unterbringung Mollaths. Was die unterstellte K&ouml;rperverletzung seiner Frau betreffe, so scheide eine Wiederholungsgefahr aus &ndash; Mollath ist zwischenzeitlich geschieden. Unterstellte Sachbesch&auml;digungen &ndash; die Mollath zu Last gelegten Reifenstechereien an Autos &ndash; als Anlass f&uuml;r eine Unterbringung seien &ldquo;erst recht nicht&rdquo; verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/post-aus-karlsruhe-fuer-justizministerin-merk-bundesverfassungsgericht-will-auskunft-zum-fall-mollath-1.1702867\">SZ<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Wenn Justiz, Psychiatrie und Politik gleichzeitig versagen<\/strong><br>\nIm Fall Gustl Mollath haben gleichzeitig Justiz, Psychiatrie und Politik versagt. Wurde hier bewusst das Recht gebeugt um einen unbequemen Mitwisser dubioser Bank-Praktiken aus dem Verkehr zu ziehen? Ein Gespr&auml;ch mit den Journalisten Uwe Ritzer und Olaf Przybilla, die mit Die Aff&auml;re Mollath ein wirklich lesenswertes Buch dar&uuml;ber geschrieben haben.<br>\nHandelt es sich beim &ldquo;Fall Mollath&rdquo; um eine Kette besonders ungl&uuml;cklicher Zuf&auml;lle oder ist hier eine Strategie erkennbar?<br>\nRitzer: Wir haben es sicherlich mit einem multiplen Organversagen des Rechtsstaates zu tun. Aber auch mit &uuml;blen Intrigen und dubiosen Machenschaften. Unter dem Strich ist Herrn Mollath gro&szlig;es Unrecht widerfahren und bei einigen Beteiligten haben wir durchaus den Eindruck, dass es kein Zufall, sondern Absicht war. Wir wollen jedoch keine Verschw&ouml;rungstheorien in die Welt setzen, wir halten uns an die recherchierten Fakten.<br>\nUnd da muss man feststellen, dass Herr Mollath einigen Leuten definitiv im Weg war. Die waren froh, wenn dieser unbequeme Mensch von der Bildfl&auml;che verschwand. Es gab nach jetzigen Erkenntnissen nicht die eine m&auml;chtige Person oder Institution im Hintergrund, die die F&auml;den zog. Was die Bank angeht: Zweifellos h&auml;tten hartn&auml;ckige Schwarzgeldermittlungen bei der Hypovereinsbank f&uuml;r Unruhe unter der solventen Kundschaft gesorgt. F&uuml;r Unruhe, die keine Bank haben will.<br>\nDie Staatsanwaltschaft ist den Vorw&uuml;rfen Mollaths nicht nachgegangen. Wie hat sie das begr&uuml;ndet?<br>\nRitzer: Sie beharrt bis heute darauf, dass seine Anzeigen nicht konkret genug gewesen seien, zu oberfl&auml;chlich. Wir halten das f&uuml;r grotesk und namhafte Strafrechtler und Steuerrechtsexperten sehen das genauso. In Mollaths Anzeigen standen Dutzende Namen, teilweise sogar Anschriften von angeblichen T&auml;tern und m&ouml;glichen Zeugen drin. Genug um zu ermitteln &ndash; wenn man ermitteln will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/39\/39368\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.G.:<\/strong> Wie es scheint, ist der Fall Mollath wohl eher ein Fall Beate Merk. Eine Justizministerin, die derartige Zust&auml;nde in Justiz und Politik zul&auml;sst und obendrein offenbar auch noch Landtag und Untersuchungsausschuss bel&uuml;gt, sollte umgehend zur&uuml;cktreten. Besonders haarstr&auml;ubend: In Bayern muss jeder Richter zuvor als Staatsanwalt gearbeitet haben, d.h. vorauseilender Gehorsam, Corpsgeist, usw. werden -zuungunsten institutioneller Unabh&auml;ngigkeit- auch noch staatlich gef&ouml;rdert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der doppelte Ire &ndash; Debatte &uuml;ber Steuersparmodell des keltischen Tigers<\/strong><br>\nEin Ausschuss des amerikanischen Senats behauptete im Mai, Irland habe Apple einen K&ouml;rperschaftssteuersatz von zwei Prozent gew&auml;hrt. Irlands Premierminister, Enda Kenny, reagierte ungehalten: Irlands Steuersatz sei gesetzlich verankert, klar und transparent. Es gebe keine Spezial-S&auml;tze f&uuml;r einzelne Firmen. &ndash; Das stimmt. Der Satz betr&auml;gt zw&ouml;lfeinhalb Prozent. Blo&szlig;: was ist steuerbar? Der irische Finanzexperte Jim Stewart erkl&auml;rt den Mechanismus, der den Spitznamen &ldquo;der doppelte Ire&rdquo; tr&auml;gt: Es handle sich um eine Firma mit zwei Standorten gleichzeitig: Sie sei rechtlich in Irland eingetragen, dort aber nicht steuerpflichtig, weil der irische Fiskus davon ausgehe, dass sie nicht von Irland aus geleitet oder kontrolliert werde. Stewart nennt eine Adresse in Bermuda: In diesem B&uuml;rogeb&auml;ude bef&auml;nden sich viele dieser Firmen, aber es treffe nicht zu, dass sie von dort kontrolliert w&uuml;rden. &ndash; Neben dieser Unternehmenseinheit mit der gespaltenen Pers&ouml;nlichkeit gibt es in der Regel noch eine irische Firma, die tats&auml;chlich etwas herstellt oder verkauft. Dieser Betrieb saugt oft die globalen Konzerngewinne auf, die au&szlig;erhalb Amerikas anfallen. Anschlie&szlig;end sch&uuml;ttet er eine Milliardensumme an die Inhaberin der geistigen Eigentumsrechte aus, was den in Irland zu versteuernden Gewinn dramatisch schm&auml;lert. In Bermuda gibt es keine K&ouml;rperschaftssteuer. &ndash; Danny McCoy, der Chef des irischen Arbeitgeberverbandes IBEC, meint, Irland schade damit keinem anderen EU-Land: Eine Erh&ouml;hung des Satzes n&uuml;tze weder Irland noch der EU, die Firmen gingen dann in die Schweiz, nach Norwegen oder Singapur. McCoy meint, gerade bei den Grossfirmen des digitalen Zeitalters m&uuml;sse die OECD neue internationale Regeln schaffen; niemand bef&uuml;rworte den derzeitigen Zustand, dass gar keine Steuern bezahlt w&uuml;rden. Aber Irland ist &auml;u&szlig;erst verwundbar: Nach Angaben der amerikanischen Handelskammer in Irland tragen US-Firmen 70 Prozent zum irischen K&ouml;rperschaftssteuer-Aufkommen bei; sei bestreiten mehr als ein Viertel der gesamten Wirtschaftsleistung und rund 90 Prozent der enorm hohen Exporte. So braucht das Land gerade jetzt, in der tiefsten Wirtschaftskrise seiner Geschichte, m&ouml;glichst viele Freunde im Ausland. Die zw&ouml;lfeinhalb Prozent sollten dabei nicht im Brennpunkt der Kritik stehen, sondern die weit lukrativeren Hehlerdienste Irlands auf globaler Ebene.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2013\/06\/17\/dlf_20130617_0924_d3a6c51d.mp3\">Deutschlandradio &ndash; Podcast<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Hat Barclays den deutschen Staat massiv gesch&auml;digt?<\/strong><br>\nDas Bundesfinanzministerium verd&auml;chtigt die britische Gro&szlig;bank Barclays der Steuerhinterziehung. Durch eine schnelle, komplizierte Folge von Aktiengesch&auml;ften sollen mehr Steuern erstattet als zuvor gezahlt worden sein. Barclays bestreitet die Vorw&uuml;rfe.Die britische Bank Barclays soll Aktiengesch&auml;fte dazu genutzt haben, mit Handelspartnern den deutschen Fiskus jahrelang um bis zu 280 Millionen Euro pro Jahr zu prellen. Das berichtet die &bdquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&ldquo; am Samstag unter Berufung auf ein Schreiben des Bundesfinanzministeriums an die Obersten Finanzbeh&ouml;rden der L&auml;nder. Darin hei&szlig;e es, die L&auml;nder sollten pr&uuml;fen, ob ein &bdquo;hinreichender Anfangsverdacht f&uuml;r eine Steuerhinterziehung&ldquo; bestehe. Das Finanzministerium in Berlin st&uuml;tze sich bei seinem Verdacht auf die Barclays-Papiere der britischen Steuerbeh&ouml;rde.<br>\nBisher soll es keine staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen Bank-Mitarbeiter geben, sondern nur ein Pr&uuml;fverfahren der Finanzbeh&ouml;rden, die untersuchen, ob das britische Geldinstitut dem deutschen Fiskus etwaige Sch&auml;den erstatten muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/banken\/britische-grossbank-unter-verdacht-hat-barclays-den-deutschen-staat-massiv-geschaedigt_aid_1023021.html\">Focus<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der bedr&uuml;ckende Alltag auf dem Jugendamt<\/strong><br>\nKaum eine Woche vergeht, in der nicht ein Baby in einer M&uuml;lltonne gefunden wird oder ein Kind aus einer verwahrlosten Wohnung befreit werden muss. Die Presse berichtet, die &Ouml;ffentlichkeit reagiert geschockt, und im gleichen Atemzug wird die Frage gestellt: Und wo war das Jugendamt? Sie tun, was sie k&ouml;nnen, aber es reicht nicht aus. Nicht nur in Berlin verschickten Vertreter der Jugend&auml;mter einen Brandbrief, mit dem eine deutliche Erh&ouml;hung des Personals gefordert wird. Das Beispiel einer Mitarbeiterin, die 120 Familien betreuen soll, machte Furore. Aber passiert ist bisher nichts. Die Jugend&auml;mter sind chronisch unterbesetzt, der psychische Druck auf die Mitarbeiter ist enorm. Susanne Arlt hat Berliner Mitarbeiterinnen des Jugendamts f&uuml;r die Reportage begleitet und Einblick in ihren Arbeitsalltag erhalten. Sie sagt: &ldquo;Wer beim Jugendamt arbeitet, der steht unter potenziellem Beschuss. &hellip; Aber die Mitarbeiter auf dem Amt haben manchmal &uuml;berhaupt keine Chance, den hohen Anspr&uuml;chen gerecht zu werden. Das habe ich verstanden, als ich zwei von ihnen begleitet habe.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2013\/05\/01\/drk_20130501_1305_df77df7f.mp3\">Deutschlandradio &ndash; Podcast<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&ldquo;Die Tafeln&rdquo; in der Kritik<\/strong><br>\nEtwa 1.000 Tafeln in Deutschland verteilen Lebensmittel, die in Superm&auml;rkten nicht mehr zu verkaufen sind, an Bed&uuml;rftige. Dar&uuml;ber ist jetzt ein Glaubenskrieg ausgebrochen. Ein bundesweites Aktionsb&uuml;ndnis organisiert den Widerstand.<br>\n&ldquo;Es kann doch nicht darum gehen, arme Menschen mit Lebensmittelm&uuml;ll abzuspeisen und sie in eine Almosen&ouml;konomie abzudr&auml;ngen&rdquo;, sagt G&uuml;nther Salz vom Verein &ldquo;Kritisches Aktionsb&uuml;ndnis 20 Jahre Tafeln sind genug&rdquo;. Mit den Tafeln w&uuml;rden nicht die Ursachen der Armut bek&auml;mpft und der Staat werde aus seiner Verantwortung f&uuml;r die sozial Schwachen entlassen.<br>\nDer Sozialarbeiter Ralf Bl&uuml;mlein versorgt seit mehr als 20 Jahren Menschen, die zu wenig zum Leben haben: &ldquo;Wir bedienen ja nicht nur Hartz IV-Empf&auml;nger und Rentner, sondern auch viele Wohnungslose. Und gerade die Rentnerinnen und Rentner werden immer mehr. Also reden wir hier auch von Altersarmut.&rdquo; Ralf Bl&uuml;mlein ist &uuml;berzeugt, dass es immer Armut geben wird, deshalb sollten die Tafeln weiter bestehen.<br>\nTats&auml;chlich empfinden die Besucher den Gang zur Tafel ein St&uuml;ck weit als Dem&uuml;tigung und sind dennoch dankbar, dass es sie gibt. Die akademische Debatte ist ihnen ziemlich egal. Sie haben f&uuml;r eine weitere Woche Essen f&uuml;r sich und ihre Kinder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/politik-weltgeschehen\/mittagsmagazin\/sendung\/deutsche-tafel-lebensmittel-essen-nahrung-kritik-armut-100.html\">Das Erste<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Insbesondere seit der Einf&uuml;hrung der Hartz-Gesetzgebung erhalten die Tafeln enormen Zulauf. Das von Armut betroffene Menschen die Tafeln aufsuchen, kann und sollte ihnen nicht &uuml;bel genommen werden. Wenn die Politik dieser Entwicklung tatenlos zusieht und dennoch den Anschein eines tadellos funktionierenden Wohlfahrtstaates in Deutschland erweckt, dann sollte und muss das in einem Wahljahr Konsequenzen haben. Weitere Informationen sind u.a. <a href=\"http:\/\/www.aktionsbuendnis20.de\/\">hier zu finden<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Einmal arm, immer arm<\/strong><br>\nUntere soziale Schichten haben bekannterma&szlig;en kaum M&ouml;glichkeiten aufzusteigen &ndash; die Arm-Reich-Schere geht in Deutschland immer weiter auf. Professor Michael Hartmann, Soziologe an der TU Darmstadt zeigt, warum wir weit entfernt sind von sozialer Gerechtigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/swr2\/wissen\/-\/id=661224\/1muyzmy\/\">SWR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Politiker sollen prek&auml;re Besch&auml;ftigung besser regeln<\/strong><br>\nDie IG Metall hat die gr&ouml;&szlig;te Besch&auml;ftigtenbefragung in Deutschland durchgef&uuml;hrt. Mehr als eine halbe Million Menschen machten mit. Sie fordern einen politischen Kurswechsel, eine neue Ordnung auf dem Arbeitsmarkt sowie faire, sichere Arbeit. Und: Sie wollen mehr beteiligt werden in betrieblichen aber auch in politischen Prozessen.<br>\nWer fragt, bekommt Antworten. Die IG Metall hat die Besch&auml;ftigten gefragt. Und sie hat von mehr als einer halben Million Menschen klare und deutliche Antworten erhalten. \n<ul>\n<li>Die Besch&auml;ftigten wollen von der Politik deutliche Zusagen f&uuml;r eine neue Ordnung auf dem Arbeitsmarkt. Sie wollen sichere und faire Arbeit.<\/li>\n<li>Die Besch&auml;ftigten wollen faire Alters&uuml;berg&auml;nge und sie wollen Beruf und Familie vereinbaren k&ouml;nnen.<\/li>\n<li>Die Besch&auml;ftigten wollen f&uuml;r sich und ihre Kinder gerechte Bildungschancen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&ldquo;Die Besch&auml;ftigten wollen unbefristete, fair bezahlte Arbeit. Niedriglohn und prek&auml;re Besch&auml;ftigung sollen einged&auml;mmt werden&rdquo;, betonte der Erste Vorsitzende der IG Metall Berthold Huber anl&auml;sslich einer Pressekonferenz zur Besch&auml;ftigtenbefragung.<br>\nErgebnisse im Detail: Besch&auml;ftigte wollen sichere und faire Arbeit<br>\n88 Prozent der Befragten bezeichnen einen unbefristeten Arbeitsvertrag als &ldquo;sehr wichtig&rdquo;, 83 Prozent halten ein ausreichendes und verl&auml;ssliches Einkommen f&uuml;r &ldquo;sehr wichtig&rdquo;. Prek&auml;re Besch&auml;ftigung wird strikt abgelehnt. &Uuml;ber 90 Prozent der Befragten fordern, dass der Niedriglohnsektor einged&auml;mmt wird. Und 63 Prozent halten das f&uuml;r &ldquo;sehr wichtig&rdquo;. &ldquo;Das hei&szlig;t das konkret: Die Politik muss Leiharbeit und Werkvertr&auml;ge regulieren, grunds&auml;tzlich muss gelten &ldquo;gleiche Arbeit &ndash; gleiches Geld&rdquo;, betonte Huber.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.igmetall.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-A1DB05D9-3F1B6065\/internet\/style.xsl\/die-ig-metall-hat-die-beschaeftigten-gefragt-11963.htm\">IGM<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/IG_Metall-Befragung_Arbeit-sicher-und-fair.pdf\">Die Befragung: Ergebnisse, Zahlen, Fakten [PDF &ndash; 1.1 MB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Verfassungs- und sozialrechtliche Probleme einer &Auml;nderung der Beitragsbemessungsgrenze in der GKV<\/strong><br>\nAls Reformvorschlag f&uuml;r die Weiterentwicklung der Gesetzlichen Krankenversicherung werden von Gewerkschaften, Parteien und Verb&auml;nden verschiedene Modelle einer B&uuml;rgerversicherung vertreten. In diesen B&uuml;rgerversicherungsmodellen wird die Beitragsbemessungsgrenze unterschiedlich behandelt &ndash; die Grenze, bis zu der Beitr&auml;ge vom Einkommen geleistet werden m&uuml;ssen. Der Autor geht aus rechtswissenschaftlicher, insbesondere verfassungs- und sozialrechtlicher Sicht der Frage nach, welchen Spielraum der Gesetzgeber bei der Gestaltung dieses Aspekts einer B&uuml;rgerversicherung hat. Ein zentraler Aspekt ist dabei der Stellenwert des Solidarprinzips und des Versicherungsprinzips in der Sozialversicherung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/wsi_6420.htm?produkt=HBS-005525\">WSI<\/a> (dort auch der Download)<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wasserversorgung: Europa bewegt doch<\/strong><br>\nEU-Kommissar Barnier nimmt die Wasserwerke von seiner geplanten Konzessionsrichtlinie aus. Die Wasserversorgung muss nicht EU-weit ausgeschrieben werden, Deutschlands Wasserwerken droht nicht &ndash; wie bef&uuml;rchtet &ndash; eine Privatisierungswelle. Das ist ein Erfolg der B&uuml;rgerbewegung &bdquo;Right2Water&ldquo;. Mehr als 1,5 Millionen Unterschriften sammelte die Bewegung und war damit die erste erfolgreiche B&uuml;rgerinitiative, die die EU-Kommission zwang, sich mit einem Thema zu befassen. Dazu muss es nun gar nicht mehr kommen. Barnier gibt auf. &ndash; Transparent freilich ist der Wassermarkt damit noch nicht. Fast unbemerkt verabschiedete der Bundesrat in der Vorwoche eine kleine &Auml;nderung am deutschen Kartellrecht. &Ouml;ffentliche Geb&uuml;hrenordnungen sind demnach von Kartellverfahren ausgeschlossen. &bdquo;Das ist ein harter Schlag f&uuml;r alle Wasserverbraucher&ldquo;, schimpfte Kartellamtspr&auml;sident Andreas Mundt. Kommunen nutzen n&auml;mlich gerne Wasserpreise um andere Dinge wie Sportvereine quer zu subventionieren. Das Kartellamt aber soll die Wasserpreise k&uuml;nftig nicht mehr pr&uuml;fen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/meinung\/kommentar-zu-wasserversorgung-in-der-eu-europa-bewegt-doch,10808020,23482314.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Marode Stra&szlig;en und Br&uuml;cken: Forscher fordern Milliardeninvestitionen in Infrastruktur<\/strong><br>\nStra&szlig;en, Schienen, Br&uuml;cken und Kan&auml;le: Das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung pl&auml;diert nach SPIEGEL-Informationen f&uuml;r massive Investitionen in die Infrastruktur. In den vergangenen Jahren soll sich ein Erneuerungsbedarf von einer Billion Euro aufgestaut haben.<br>\nDas Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) fordert nach SPIEGEL-Informationen ein enormes Investitionspaket: J&auml;hrlich sollten 75 Milliarden Euro ausgegeben werden, unter anderem um die Infrastruktur in Deutschland zu modernisieren. In den vergangenen Jahren seien Deutschlands Stra&szlig;en, Schienen, Br&uuml;cken und Kan&auml;le substantiell vernachl&auml;ssigt worden, hei&szlig;t es in einer Studie, die das DIW in dieser Woche ver&ouml;ffentlichen will. Zudem m&uuml;sste viel mehr Geld in den Bildungssektor investiert und Anreize f&uuml;r private Investitionen etwa im Energie- und Telekommunikationssektor gesetzt werden.<br>\nDie Investitionsl&uuml;cke, die Staat und Wirtschaft seit Ende der neunziger Jahre zugelassen h&auml;tten, belaufe sich j&auml;hrlich auf eine Gr&ouml;&szlig;enordnung von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts, hei&szlig;t es vom DIW. So habe sich ein Erneuerungsbedarf von einer Billion Euro aufgestaut. Einen gro&szlig;en Teil der erforderlichen Investitionen solle der Staat bereitstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/diw-fordert-milliardeninvestitionen-in-infrastruktur-a-907378.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wenn tats&auml;chlich j&auml;hrlich 3% des BSP zu wenig in die Infrastruktur investiert werden, was ist denn dann die &ldquo;Konsolidierungspolitik&rdquo; wert? Die angepeilte &ldquo;schwarze Null&rdquo; bei den Staatsausgaben bedeutet doch nur, da&szlig; die Infrastruktur auf Verschlei&szlig; gefahren wird &ndash; und da&szlig; die angeblich &ldquo;h&ouml;chsten Steuereinnahmen aller Zeiten&rdquo; lange nicht ausreichen. Das direkte Ergebenis der vielen unn&uuml;tzen Steuergeschenke an Unternehmen und Reiche, die Kohl, Schr&ouml;der und Merkel beschlossen haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Dirk Niebel: Die Entwicklungsbremse<\/strong><br>\nStatt am Kabinettstisch f&uuml;r eine koh&auml;rente Politik im Interesse von Entwicklung und Frieden einzutreten, hat die BMZ-Spitze die bundesdeutsche Entwicklungspolitik zunehmend entkernt und zur Erf&uuml;llungsgehilfin nationaler Interessen degradiert.<br>\nDies belegt nicht zuletzt das &bdquo;Wei&szlig;buch Entwicklungspolitik&ldquo;, das Niebel im April 2013 vorlegte.[1] Die Bilanz seiner Amtszeit offenbart, dass es der derzeitigen BMZ-F&uuml;hrung nicht vorrangig darum geht, die existenziellen N&ouml;te der Menschen zu lindern, die von Armut, Hunger, Konflikten und den Folgen des Klimawandels betroffen sind. Stattdessen soll Entwicklungspolitik vor allem deutschen Unternehmen zugutekommen &hellip;<br>\nAus diesem Grund hat die Bundesregierung in den vergangenen Jahren verst&auml;rkt auf die sogenannten &bdquo;Entwicklungspartnerschaften&ldquo; mit Unternehmen gesetzt. Dabei handelt es sich um Kooperationsprojekte zwischen Staat und Wirtschaft, denen eine &bdquo;win-win-Situation&ldquo; zugeschrieben wird: Profitieren sollen sowohl die beteiligten Unternehmen, als auch die Partnerl&auml;nder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2013\/juni\/dirk-niebel-die-entwicklungsbremse\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Auf der anderen Seite des Bosporus<\/strong><br>\nAlle Welt guckt auf die Demonstranten am Taksimplatz und das europ&auml;ische Istanbul. Ein Besuch im asiatischen Teil der Stadt. Die islamisch gepr&auml;gte Mehrheit in den Istanbuler Vororten steht weiter zu Ministerpr&auml;sident Erdogan, auch wenn ihre Begeisterung f&uuml;r seinen Kurs nach den Tr&auml;nengasattacken auf Demonstranten br&ouml;ckelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2013%2F06%2F21%2Fa0081&amp;cHash=14285bbf0ebbd1fe83017bdd61cefe77\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/proteste-in-istanbul-erdogan-in-der-wagenburg\/8389924.html\">Der Tagesspiegel meldet<\/a>, dass Erdogan Meinungsumfragen &uuml;ber die politische Zusammensetzung der Protestbewegung in Auftrag gegeben habe. Demnach sei ihm Protestbewegung egal &ndash; weil seine AKP-W&auml;hler nicht dazugeh&ouml;rten. &ldquo;Nur 1,2 Prozent der Besetzer des Istanbuler Gezi-Parks, des Epizentrums der Proteste, seien AKP-W&auml;hler gewesen, sagte Erdogan. Gut drei Viertel der Parkbesetzer waren nach den Meinungsumfragen W&auml;hler der s&auml;kularen Oppositionspartei CHP, weitere 16 Prozent Anh&auml;nger der Kurdenpartei BDP.&rdquo;<br>\nDie im Artikel der taz genannte Umfrage, wonach die AKP nur noch auf 36 Prozent der W&auml;hlersympathien z&auml;hlen k&ouml;nne, zeigt allerdings, dass Erdogan die Auswirkungen seiner Haltung nicht gen&uuml;gend ber&uuml;cksichtigt hat. W&auml;re das ein Wahlergebnis, so w&auml;re die AKP zwar noch die st&auml;rkste Kraft, aber die Oppositionsparteien CHP und MHP h&auml;tten demnach zusammen etwas mehr als die AKP, rund 37 Prozent.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Italiens autokratischer Politclown: Beppe Grillo und die Kritik aus den eigenen Reihen<\/strong><br>\nSie wollten die italienische Politik revolutionieren: Die 5-Sterne-Bewegung des Komikers Beppe Grillo &uuml;berzeugte Anfang des Jahres ein Viertel der W&auml;hler. Doch nun k&auml;mpft die Protestbewegung verst&auml;rkt mit internen Konflikten, die sogar eine Spaltung m&ouml;glich erscheinen lassen. Besonders der autorit&auml;re F&uuml;hrungsstil von Beppe Grillo st&ouml;&szlig;t auf Kritik. Das Parlament verstr&ouml;me &ldquo;Leichengeruch&rdquo; bloggte Beppe Grillo, und die Senatorin Adele Gambaro sagte daraufhin einem Fernsehsender, Grillo m&uuml;sse jetzt &ldquo;andere T&ouml;ne anschlagen&rdquo; sonst schade er der Arbeit der 5-Sterne-Abgeordneten. Der Stimmenverlust bei den Kommunalwahlen in diesem Monat sei seine Schuld. Beppe Grillo hat diese Kritik nicht geschluckt, er blies zum Gegenangriff. Adele Gambaro geh&ouml;re ausgeschlossen, verk&uuml;ndete er, und viele seiner Fans klatschten Beifall. &ldquo;Mit wem kann ich noch offen reden? Mit wem mich austauschen?&rdquo;, fragt ein junger Senator im sozialen Netzwerk Facebook. Es zirkuliert das Ger&uuml;cht, eine Reihe unzufriedener Abgeordneter wolle der Bewegung den R&uuml;cken kehren und eine unabh&auml;ngige Parlamentsgruppe gr&uuml;nden. Denn Grillo verletzt Mitglieder, die sich mit Herzblut und Idealismus eingesetzt haben. Nun merken sie, dass sie von Grillo an der Kandare gehalten werden. Dabei leisten die 5-Sterne-Abgeordneten in Rom und in den regionalen Parlamenten durchaus Beachtliches, zumal die meisten von Ihnen keine Profipolitiker sind. Im Regionalparlament der Lombardei etwa bringen sie konsequent Gesetzesvorschl&auml;ge ein, die zu weniger B&uuml;rokratie und mehr Transparenz f&uuml;r die B&uuml;rger f&uuml;hren w&uuml;rden. Auch auf kommunaler Ebene engagieren sich die 5-Sterne-Politiker f&uuml;r Themen, die ihnen im Wahlkampf am Herzen lagen: Gew&auml;sserschutz, die F&ouml;rderung alternativer Energiequellen, einen besseren Zugang zum Internet und direkte Kommunikation mit den Institutionen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/europaheute\/2148926\/\">Deutschlandradio<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2013\/06\/19\/dlf_20130619_0911_b41dfd16.mp3\">Deutschlandradio &ndash; Podcast<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Von den Medien weitgehend unbeachtet, zumindest als nebens&auml;chlich eingeordnet, haben in Italien Teilkommunalwahlen stattgefunden, die mit den Stichwahlen in einigen St&auml;dten am 10. Juni beendet waren.  Im Vergleich zu den nationalen Wahlen Ende Februar b&uuml;&szlig;te Grillos Bewegung in einigen Kommunen zwei Drittel ihres Stimmenanteils ein. In keiner der gr&ouml;&szlig;eren St&auml;dte, in denen gew&auml;hlt wurde, erreichten die Grillo-Kandidaten die Stichwahl. In den Gro&szlig;st&auml;dten Catania und Messina etwa stimmten 4,1, bzw. 2,5 Prozent der W&auml;hler f&uuml;r &ldquo;F&uuml;nf-Sterne-Bewegung&rdquo;. Bei den Parlamentswahlen im Februar waren es noch 31,9 und 27,7 Prozent gewesen. Das ist f&uuml;r Grillo besonders bitter, galten doch die Regionalwahlen in Sizilien im vergangenen Herbst als Durchbruch der &ldquo;F&uuml;nf-Sterne-Bewegung&rdquo;. Insgesamt verlor die F&uuml;nf-Sterne-Bewegung gegen&uuml;ber den Parlamentswahlen im Februar  rund die H&auml;lfte ihres Stimmenanteils. Grillo hat sich eindeutig verspekuliert, indem er auf weitere Aufl&ouml;sungserscheinungen des Parteiensystems setzte. Allerdings hatten auch viele Beobachter erwartet, dass die traditionellen Parteien, die die Regierung bilden, weiter verlieren w&uuml;rden. In obigem Beitrag werden die Verluste der zunehmenden Zerstrittenheit der der 5-Sterne&rdquo; zugeschrieben. Es versteht sich, dass Grillos autorit&auml;res Auftreten auch im eigenen Lager zunehmend auf Widerstand st&ouml;&szlig;t, aber der Streit begann eigentlich erst richtig mit der Analyse der Kommunalwahlen. Grillo hatte aufgrund des politischen Versagens der italienischen &bdquo;Linken&ldquo; mit heftigen Angriffen auf die korrupte Politikerkaste Zehntausende auf &ouml;ffentlichen Pl&auml;tzen versammeln und f&uuml;r die Wahl seiner Bewegung gewinnen k&ouml;nnen. Allerdings hatten die  W&auml;hler, wie sie nun einmal sind, erwartet, dass er den gewonnenen Gestaltungsspielraum auch nutzen w&uuml;rde, statt sich jeder Zusammenarbeit mit anderen politischen Kr&auml;ften zu verweigern. Man kann einfach nicht gegen Berlusconi als Mutter aller italienischen S&uuml;nden wettern und dann durch eine generelle Blockadehaltung diesen wieder an die Macht bringen. Die Verluste &ldquo;F&uuml;nf-Sterne-Bewegung&rdquo; sind umso gravierender einzusch&auml;tzen, da die Wahlbeteiligung gegen&uuml;ber dem Votum vor f&uuml;nf Jahren um rund 15 Prozentpunkte  einbrach. &ndash; Erfreulich sind die Verluste der Lega Nord, die mit Treviso sogar ihr symbolisches Zentrum verlor.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Tr&auml;nen l&uuml;gen nicht<\/strong><br>\nAuf dem Parteikonvent der SPD am letzten Sonntag sollte Kanzlerkandidat Peer Steinbr&uuml;ck der &Ouml;ffentlichkeit neu vorgestellt werden: als Mensch. Das hat funktioniert. (&hellip;)<br>\nEr wehrt die tr&ouml;stende Hand seiner Frau ab. Wenn man ihn jetzt zum Sprechen n&ouml;tigte, w&uuml;rde er losheulen. Nun reagiert die Moderatorin, spricht in die peinigende Stille: &bdquo;Ich glaube, das war jetzt gerade so ein Moment, den unser Kandidat so schlecht aushalten kann, weil er viel einstecken musste in letzter Zeit.&ldquo; Das entpfropft erl&ouml;senden Applaus. B&ouml;ttinger redet noch weiter: &bdquo;weil die Medien, und ich geh&ouml;re als Teil der Medien dazu, meine Damen und Herren&ldquo; &ndash; inzwischen haben sich die Leute im Saal erhoben, nun zieht auch das Pr&auml;sidium nach &ndash; &bdquo;weil Medien oft nicht anerkennen, dass sie es mit Menschen und mit Pers&ouml;nlichkeiten zu tun haben&ldquo;. Ist es ein barmherziger Applaus, der die Stille f&uuml;llt? Ist es ein Applaus warmen Mitgef&uuml;hls? Beides trifft wohl zu, auf die einen dies, auf die anderen jenes.<br>\nMan kann es nicht auseinanderhalten. Muss man auch nicht. Seitdem wird dar&uuml;ber geredet, warum Steinbr&uuml;ck weinen musste. Er ist ja wahrlich nicht der erste Politiker, dem das widerf&auml;hrt. Manche Leute haben nah am Wasser gebaut, andere weit weg. Aber diese Szene war nicht wie so viele andere, wo einer einfach ger&uuml;hrt ist.  Was genau ist da mit Steinbr&uuml;ck passiert? Manche meinen, er war ger&uuml;hrt vom Kummer seiner Frau. Doch als B&ouml;ttinger ihm die Br&uuml;cke baute, hatte er sich schon wieder gefangen. Nur: in der Br&uuml;cke war ein Loch. Das war der Satz: &bdquo;Mensch, was hab ich mir da eigentlich angetan?&ldquo; Die rettende Frage daraufhin hat Steinbr&uuml;ck schon nicht mehr geh&ouml;rt, da war er schon durchs Loch gefallen. Ins Selbstmitleid.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/peer-steinbrueck-traenen-luegen-nicht-12240498.html\">faz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Rot-Rot-Gr&uuml;n: Linken-Politiker wollen &ldquo;T&uuml;r offenhalten&rdquo;<\/strong><br>\nParteivize Troost und Ex-Vorsitzender Ernst pl&auml;dieren f&uuml;r Gespr&auml;chsbereitschaft &ndash; Ziel sei, Merkel abzuw&auml;hlen und soziale &ldquo;Kernforderungen&rdquo; durchzusetzen<br>\nAngesichts der politischen Umfragen haben Politiker der Linken appelliert, eine Zusammenarbeit mit SPD und Gr&uuml;nen nach der Bundestagswahl nicht auszuschlie&szlig;en. Der stellvertretende Parteivorsitzende Axel Troost sagte gegen&uuml;berder &bdquo;Leipziger Volkszeitung&ldquo;, die Linke sei &bdquo;gut beraten, f&uuml;r die Zeit nach der Wahl nicht alle T&uuml;ren zuzuschlagen&ldquo;. Wenn Schwarz-Gelb &bdquo;nur mit unseren Stimmen abgew&auml;hlt werden kann, m&uuml;ssen Gespr&auml;che m&ouml;glich sein&ldquo;. (&hellip;)<br>\nIn Umfragen kommen SPD und Gr&uuml;ne kommen in Umfragen derzeit zusammen auf Werte von 37 bis 40 Prozent. Die Linke wird von den Demoskopen mit 6 bis 8 Prozent bewertet.<br>\nVor allem die SPD-Spitze hat eine Kooperation mit der Linkspartei in der Vergangenheit immer wieder br&uuml;sk abgelehnt. Zuletzt hatte Parteichef Sigmar Gabriel erkl&auml;rt, bei der Linkspartei m&uuml;ssten die Sozialdemokraten &ldquo;sicher noch zehn Jahre&rdquo; warten. &ldquo;Dann werden die Klugen dort so weit sein, sich zu &uuml;berlegen, was man mit uns gemeinsam machen kann.&rdquo; Auch die Gr&uuml;nen haben der Linkspartei immer wieder vorgeworfen, &ldquo;nicht regierungsf&auml;hig&rdquo; zu sein. Die Frage einer Zusammenarbeit auf Bundesebene wird auch in der Linken kontrovers diskutiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.axel-troost.de\/article\/7210.rot-rot-gruen-linken-politiker-wollen-tuer-offenhalten.html\">Axel Troost<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Die SPD-Spitze sollte dieses Gespr&auml;chsangebot zumindest nicht sofort wieder kategorisch ausschlie&szlig;en. Mit dem &bdquo;Ausschlie&szlig;eritis&ldquo;-Ph&auml;nomen hat die SPD weder im Bund noch in den L&auml;ndern gute Erfahrung gemacht. Stattdessen sollten sie sich der mahnenden Worte Willy Brandts aus seiner Abschiedsrede erinnern:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Darf die SPD es zulassen, dass ein B&uuml;rgerblock mit seinen publizistischen Hilfstruppen dar&uuml;ber entscheidet, ob dann, wenn die parlamentarische Konstellation dies m&ouml;glich macht, die SPD teilhat an der Regierungsverantwortung oder nicht? Wollten und wollen wir zulassen, dass die Rechte uns unserer Bewegungsfreiheit beraubt und uns von ihren Gnadenerweisen abh&auml;ngig macht? Ich meine: Darauf d&uuml;rfen Sozialdemokraten sich auch in Zukunft nicht einlassen.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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