{"id":17795,"date":"2013-06-28T09:03:52","date_gmt":"2013-06-28T07:03:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17795"},"modified":"2013-06-28T09:03:52","modified_gmt":"2013-06-28T07:03:52","slug":"hinweise-des-tages-1910","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17795","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17795#h01\">Prism<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17795#h02\">Wolfgang Michal  &ndash; Es gibt keine vierte Gewalt: Es gibt nur Medien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17795#h03\">EU-Regeln f&uuml;r Pleitebanken: &bdquo;Verrat an der versprochenen Bankenunion&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17795#h04\">Offener Brief an Merkel: &raquo;Stoppen Sie die Politik der Spardiktate&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17795#h05\">Sinn und Unsinn der Geldpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17795#h06\">Jugendarbeitslosigkeit: DIW: &bdquo;Diese Politik hilft eher den politischen Institutionen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17795#h07\">Initiativen auf EU-Ebene vor dem Hintergrund der Finanzkrise und der Euro-Stabilisierung seit 2008<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17795#h08\">Stephan Schulneister &ndash; Impact of the FTT on the profitability of financial market activities &ndash; the assessment of Goldman Sachs Research<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17795#h09\">Portugiesen sagen nein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17795#h10\">Arbeitsmarkt im Juni 2013<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17795#h11\">Alterung hilft Langzeit-Arbeitslosen &ndash; BA-Vorstand: Halbe Million Jobs durch Demografie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17795#h12\">Langzeitarbeitslos &ndash; 20 Jahre in der Dreht&uuml;r<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17795#h13\">Deutschland blockiert h&auml;rtere CO2-Auflagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17795#h14\">Chronologie der Kosten-Explosion bei S21<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17795#h15\">Das gr&uuml;ne Vakuum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17795#h16\">Schwarz-Gelb verhindert sch&auml;rfere Regeln gegen Abgeordnetenbestechung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17795#h17\">Die Krakenarme der Medienmultis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17795#h18\">Zu guter Letzt: Glosse: &Uuml;berwachungsstaat &ndash; Ist doch alles nicht so schlimm<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17795&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Prism<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Auch der Rechtsbruch kann Recht sein<\/strong><br>\nEdward Snowden mag etwas schier Skandal&ouml;ses aufgedeckt haben, aber dennoch hat er Gesetze gebrochen. So sehen es jedenfalls einige Medien und viele B&uuml;rger. Aber auf welche Weise ist es denn sonst denkbar, dass etwas wie Prism ans Tageslicht kommt?<br>\nDie wichtigste Frage zuerst: H&auml;tte es einen legalen Weg f&uuml;r Snowden gegeben? H&auml;tte er vorher die Erlaubnis seines Brotgebers einholen sollen oder den Staatsanwalt &uuml;ber diese Interna informieren m&uuml;ssen? Welche Aussicht auf Erfolg h&auml;tte es gehabt, seine Beh&ouml;rde auf Transparenz zu verklagen? Kann man in einem &Uuml;berwachungsstaat auf den Rechtsstaat hoffen?<br>\nDie Antwort er&uuml;brigt sich: N&uuml;chtern betrachtet sind Enttarnungen von dieser Tragweite nur m&ouml;glich, wenn man den Weg der Legalit&auml;t verl&auml;sst. Geheimniswahrung oder &bdquo;Straftat&ldquo; &ndash; einen Alternative gibt es nicht. Wer Snowden vorwirft, das Gesetz gebrochen zu haben, der spricht sich f&uuml;r die Geheimhaltung aus. Einen dritten Weg gibt es nicht: f&uuml;r ihn so wenig, wie f&uuml;r Assange oder Manning.<br>\nDem Whistleblower den Vorwurf der Illegalit&auml;t zu machen, ist absurd. Die Wahl lautet: schweigen oder ver&ouml;ffentlichen. Eine richtige Wahl ist das f&uuml;r jemanden, dessen Gewissen arbeitet, freilich nicht. F&uuml;r jemanden wie Snowden h&ouml;ren deshalb in gewisser Weise Gesetze sogar auf, G&uuml;ltigkeit zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/825748.auch-der-rechtsbruch-kann-recht-sein.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><strong>Internationale Datenaff&auml;re:  Die Au&szlig;enwelt der Innenwelt<\/strong><br>\nPl&auml;doyer f&uuml;r einen europ&auml;ischen Untersuchungsausschuss: Wenn die Menschen erfahren, seit wann und in welchem Ma&szlig;e sie ausspioniert werden, w&uuml;rden ihnen die Augen aufgehen. Die Fakten  anders als die Aussagen von Barack Obama und Angela Merkel vermuten lassen. Die erste Feststellung des Untersuchungsausschusses w&uuml;rde dann lauten, dass sich die amerikanische NSA zum m&auml;chtigsten, teuersten und zu einem der gef&auml;hrlichsten Geheimdienste aller Zeiten entwickelt hat. Die NSA l&auml;sst die gr&ouml;&szlig;ten Computer der Welt entwickeln, in Oak Ridge, Tennessee, wo Amerika die Atombombe baute. Die Speicher f&uuml;r erfasste Google-Suchen, Facebook-Eintr&auml;ge und E-Mails sind so gro&szlig; wie Flugzeughangars, gerechnet wird in Yottabytes, eine 1 mit 24 Nullen, 1000000000000000000000000.  Die Dominanz der amerikanischen Internet-Industrie macht das Land zum Postamt der Welt und den Zugriff auf die Daten besonders einfach. Die Standardmethode beider Geheimdienste ist einfach: Ihre Techniker zapfen die riesigen Kabel an, die Autobahnen der Weltkommunikation. Rein technisch w&auml;re eine Reihe von Varianten zu unterscheiden: die Daten direkt an den Verteilerknoten abzugreifen oder das sogenannte Splei&szlig;en des Kabels. Spezialeinheiten von Technikern schneiden in die Lichtwellen-Leiter hinein, um dort einen Abzweig zu den Speichern der Dienste zu montieren &hellip;<br>\nEin betr&auml;chtlicher Teil der jetzt enth&uuml;llten &Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen dient tats&auml;chlich der Terroristenjagd. Ebenso zweifelsfrei ist aber auch, dass die Suche nach Terroristen, so wichtig sie auch ist, nur den kleineren Teil der Abh&ouml;raktionen ausmacht. Sie muss als Begr&uuml;ndung herhalten, um auch all das zu rechtfertigen, was schon das Ziel von &bdquo;Echelon&ldquo; vor: fremde Regierungen auszuspionieren, Unternehmen, Banken, Journalisten, alles und jedes. &ndash; Die Speicher des BND sind viel kleiner, so dass statt der Schleppnetz-Methode gezielt Telefonnummern und Mail-Adressen &uuml;berwacht werden. Eine Kontrolle findet durch die G-10-Kommission des Bundestages nur statt, wenn deutsche Staatsb&uuml;rger betroffen sind. B&uuml;rger aller anderen Nationalit&auml;ten sind auch f&uuml;r den BND vogelfrei. Nur hilft all das &uuml;berhaupt nichts, weil Kommunikation heute immer und &uuml;berall international ist. Jeder, der telefoniert oder mailt, ist irgendwo ein Ausl&auml;nder. Die Staatsgrenzen sind nicht mehr die Grenzen der Staatsgewalt &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/internationale-datenaffaere-die-aussenwelt-der-innenwelt-12243822.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Georg Mascolo sagt u.a., dass es f&uuml;nfzigmal gelungen sei, Terroristen aufsp&uuml;ren und ihre Pl&auml;ne vereiteln. Nur worauf gr&uuml;ndet er die Aussage: &ldquo;Diese Behauptungen sind richtig, auch wenn sich die Zahl von f&uuml;nfzig verhinderten Anschl&auml;gen nicht nachpr&uuml;fen l&auml;sst.&rdquo; Sicherlich d&uuml;rften Anschl&auml;ge verhindert worden sein, aber Behauptungen bleiben Behauptungen. Bei etlichen Anschl&auml;gen standen die T&auml;ter unter sogar Beobachtung und dennoch &hellip; Offensichtlich ist das Datensammeln das eine und die F&auml;higkeit, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen, etwas ganz Anderes.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Auch der immer wieder als Fallbeispiel f&uuml;r den Erfolg von digitalen &Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen ins Spiel gebrachte &bdquo;Fall Sauerland-Gruppe&ldquo; bedarf einer Kommentierung. Wichtig ist hier vor allem, dass die Kommunikationsdaten, die die NSA offenbar auf die Spur der &bdquo;Sauerland-Gruppe&ldquo; gebracht haben, gerade eben nicht verdachtsunabh&auml;ngig gespeichert wurden, sondern aus einer gezielten &Uuml;berwachung pakistanischer Terrorverd&auml;chtiger stammten. Das hat jedoch mit Prism und Co. &uuml;berhaupt nichts zu tun.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Snowden: Deutschlandfunk glaubt an Recht auf Diffamierung<\/strong><br>\nWenn es um Assange, Snowden und Asyl in Ecuador geht, erleiden deutsche Journalisten partielle Rechtsamnesie<br>\nNicht nur das &ouml;ffentlich-rechtliche Fernsehen der Schweiz hat Probleme, die Realit&auml;t in Ecuador richtig einzusch&auml;tzen. Auch Friedbert Meurer vom Deutschlandfunk offenbart heute schmerzhafte Wissensl&uuml;cken im Bem&uuml;hen, schnell und populistisch gegen Ecuadors Menschrechtspolitik zu st&auml;nkern. Im Gespr&auml;ch mit dem ecuadorianischen Botschafter Jorge Jurado versteigt sich Friedbert Meurer zu der k&uuml;hnen Aussage, &ldquo;f&uuml;r schlechten Journalismus wird man in Deutschland nicht ins Gef&auml;ngnis gesteckt&rdquo;.<br>\nFalsch, Friedbert Meurer: In Deutschland sind sogar h&ouml;here Haftstrafen vorgesehen als in Ecuador. Und da nutzt es Ihnen gar nichts, auf einen medienrechtlich &auml;hnlich minderbemittelten RoG-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Christian Mihr zu verweisen (Rufmord ohne Grenzen). Schauen Sie doch einfach ins Gesetzbuch, bevor Sie sich und die &ouml;ffentliche Rundfunkanstalt disqualifizieren:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/amerika21.de\/blog\/2013\/06\/83465\/deutschlandfunk-ohne-medienrec\">amerika21.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Stinkefinger aus Quito<\/strong><br>\nNach US-Drohungen: Ecuador verzichtet auf Zollerleichterungen<br>\nEcuador gibt sich gelassen &ndash; und standfest: Nachdem f&uuml;hrende Repr&auml;sentanten der US-Administration dem s&uuml;damerikanischen Land am Mittwoch angedroht hatten, bestehende Zollerleichterungen zu streichen, wenn es dem NSA-Aussteiger Edward Snowden Asyl gew&auml;hre, verzichtete die Regierung in Quito am Donnerstag ihrerseits &raquo;einseitig und unwiderruflich&laquo; auf die 23 Millionen Dollar j&auml;hrlich umfassenden Privilegien, da diese zur Epressung mi&szlig;braucht w&uuml;rden. Informationsminister Fernando Alvarado bot den USA w&auml;hrend einer Pressekonferenz zudem an, ihnen &raquo;Wirtschaftshilfe&laquo; in gleicher H&ouml;he zu leisten, damit Washington in die Lage versetzt werde, die Menschenrechtslage im Land zu verbessern.<br>\nDamit hat die seit Tagen schwelende Auseinandersetzung zwischen Ecuador und den USA um eine m&ouml;gliche Asylgew&auml;hrung f&uuml;r Snowden einen neuen H&ouml;hepunkt erreicht. Bereits am Montag hatte Staatschef Rafael Correa &uuml;ber den Internetdienst Twitter erkl&auml;rt, seine Regierung werde &raquo;mit absoluter Souver&auml;nit&auml;t&laquo; die Entscheidung treffen, die man f&uuml;r angemessen halte. Am Mittwoch legte er nach und kritisierte auf gleichem Weg, da&szlig; es den internationalen Medien gelungen sei, die Aufmerksamkeit auf Snowden und die diesen unterst&uuml;tzenden &raquo;Schurkenstaaten&laquo; zu lenken und dadurch &raquo;die schrecklichen Dinge gegen das nordamerikanische Volk und die ganze Welt, die Snowden angeprangert hat, vergessen zu machen&laquo;. Die herrschende Weltordnung sei &raquo;nicht nur ungerecht, sondern unmoralisch&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/06-28\/037.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wolfgang Michal  &ndash; Es gibt keine vierte Gewalt: Es gibt nur Medien<\/strong><br>\nM&uuml;ssen die &Ouml;ffentlichkeitsarbeiter heute nicht eingestehen, dass die &Ouml;ffentlichkeit ein zahnloser Tiger ist? Ein Bettvorleger vor den King Size-Betten der Macht? [&hellip;]<br>\nHaben die Medien geholfen, Fehlentwicklungen zu korrigieren?<br>\nSie schreiben blo&szlig; dr&uuml;ber. Unbestechlich, integer, gutwillig. Ein bisschen sensationsgierig. Denn sie leben in ihrem kleinen Luhmannschen Subsystem. Und am Ende &ndash; wenn das politische Personal ausgewechselt ist &ndash; rufen sie die Gesellschaft zur M&auml;&szlig;igung auf und flechten den Neuen im Amt neue Kr&auml;nze aus Vorschusslorbeeren. 100 Tage Schonfrist. Das &Uuml;bliche. Zwar st&uuml;rzt jeder zweite Verteidigungsminister &uuml;ber einen Skandal, aber die Einflusslobbys im Beschaffungswesen bleiben die gleichen.<br>\nDer Whistleblower Edward Snowden hat vor kurzem gesagt, das Schlimmste, was er bef&uuml;rchte, sei, dass seine Enth&uuml;llungen einfach verpuffen, und dass alles immer so weiter geht. Genau das ist das Problem. Es gibt keine vierte Gewalt. Es gibt nur Medien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.carta.info\/60125\/es-gibt-keine-vierte-gewalt-es-gibt-nur-medien\/\">Carta<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>EU-Regeln f&uuml;r Pleitebanken: &bdquo;Verrat an der versprochenen Bankenunion&ldquo;<\/strong><br>\nMit M&uuml;he haben die EU-Finanzminister neue Haftungsregeln f&uuml;r Pleitebanken beschlossen. Doch Gro&szlig;britannien und Frankreich haben die Vorgaben erheblich aufgeweicht. In Deutschland ist die Emp&ouml;rung gro&szlig;.<br>\nDer Vorsitzende der Gr&uuml;nen-Bundestagsfraktion, J&uuml;rgen Trittin, und der Gr&uuml;nen-Finanzexperte Gerhard Schick machten die Bundesregierung daf&uuml;r verantwortlich, dass europ&auml;ische Steuerzahler weiter f&uuml;r Bankenrettungen gerade stehen m&uuml;ssten. &bdquo;Zwar schlagen die EU-Finanzminister die Haftung von Aktion&auml;ren, Gl&auml;ubigern und Einlegern vor. Die ist aber auf Druck der Finanzlobby so gestrickt, dass scheunentorgro&szlig;e Hintert&uuml;ren offen bleiben&ldquo; &hellip;<br>\nDem Beschluss der EU-Finanzminister zufolge sollen nur acht Prozent der Passiva einer Bank zwingend bei Gl&auml;ubigern eingetrieben werden. Ist diese Schwelle erreicht, dann darf jede Regierung in der EU selbst entscheiden, ob und welche Gl&auml;ubiger und Einleger sie an den Sanierungskosten beteiligt. Hinzu kommt, dass die Bankenabwicklungsfonds bei weitem nicht ausreichen, um eine gro&szlig;e Bank zu retten. Der Heimatstaat wird wie gehabt mit Kapitalspritzen helfen m&uuml;ssen. Wenn er das aus eigener Kraft nicht schafft, kann er einen Antrag auf direkte Bankenhilfe beim Eurorettungsfonds ESM stellen. Es kann also k&uuml;nftig im schlimmsten Fall passieren, dass deutsche Steuerzahler indirekt &uuml;ber den ESM Kredite an franz&ouml;sische Banken finanzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/eu-regeln-fuer-pleitebanken-verrat-an-der-versprochenen-bankenunion\/8414966.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Offener Brief an Merkel: &raquo;Stoppen Sie die Politik der Spardiktate&laquo;<\/strong><br>\nSozialdemokraten und Linke fordern Kehrtwende in der Europapolitik &ndash; Ergebnisse seien &raquo;von oben herab nicht mehr zu besch&ouml;nigen&laquo;<br>\nAnl&auml;sslich des EU-Gipfels und mit Blick auf die Krisenpolitik in der Europ&auml;ischen Union haben Sozialdemokraten und Linke in einem gemeinsamen Brief an Angela Merkel die Kanzlerin aufgefordert, &raquo;die Politik der Spardiktate und Mager&ouml;konomie&laquo; zu stoppen. Noch bestehe die Chance, hei&szlig;t es in dem Schreiben, das unter anderem von Linkenchefin Katja Kipping, den linken Sozialdemokratinnen Andrea Ypsilanti und Hilde Mattheis sowie dem Juso-Vorsitzenden Sascha Vogt unterzeichnet wurde, &raquo;dass die Krise der Europ&auml;ischen Union im Guten gel&ouml;st wird und Europa nicht weiter in Richtung Spaltung, Verarmung und Aufl&ouml;sung getrieben wird&laquo;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/825753.offener-brief-an-merkel-stoppen-sie-die-politik-der-spardiktate.html\">Neues Deutschland<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.forum-dl21.de\/service\/OffenerBriefEuropagehtanders.pdf\">Der Offene Brief [PDF &ndash; 110 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Sinn und Unsinn der Geldpolitik<\/strong><br>\nMit der Sorge &uuml;ber ein Ende der ultralockeren Geldpolitik stellt sich auch erneut die Frage, ob sie die Risiken wert war. Die Antwort ist ein klares Ja.<br>\nAllein erste zaghafte Hinweise, dass die Geldpolitik k&uuml;nftig weniger expansiv sein k&ouml;nnte, haben an den M&auml;rkten zu Unruhen gef&uuml;hrt, am deutlichsten hat sich das bei den Anleihen weltweit gezeigt.<br>\nHauptgrund f&uuml;r die Ausstiegsangst an den M&auml;rkten ist die Bereitschaft der US-Notenbank (Fed), ihr Kaufprogramm von Anleihen und verbrieften Hypothekenpapieren von 85 Milliarden Dollar pro Monat langsam auslaufen zu lassen, wenn &ndash; und nur wenn &ndash; sich die Lage der Wirtschaft im prognostizierten Ausmass verbessert. Fed-Chef Bernanke hat sich alle M&uuml;he gegeben, vor allem das anhaltend Expansive an seiner Geldpolitik zu betonen. Selbst die Leitzinsen will er eher l&auml;nger bei null Prozent belassen, als er das bisher kommuniziert hat. Die &uuml;bertriebene Marktreaktion auf die Ank&uuml;ndigungen war schon Thema dieses Blogbeitrags aus der letzten Woche und danach auch einer Analyse des &laquo;Fed-Orakels&raquo; Jon Hilsenrath vom &laquo;Wall Street Journal&raquo;.<br>\nWie letzte Woche festgehalten, zeigt die Marktreaktion, dass der Ausstieg aus der Geldpolitik mit bedeutenden Risiken verbunden ist, was auch Ben Bernanke noch einmal deutlich gemacht hat. Das bedeutet aber nicht, dass auf die Geldpolitik h&auml;tte verzichtet werden k&ouml;nnen bzw. dass sie ein Fehler war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.tagesanzeiger.ch\/nevermindthemarkets\/index.php\/13434\/sinn-und-unsinn-der-geldpolitik\/\">Never Mind the Markets<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Jugendarbeitslosigkeit: DIW: &bdquo;Diese Politik hilft eher den politischen Institutionen&ldquo;<\/strong><br>\nBis 2020 will die EU jugendliche Arbeitslose mit sechs Milliarden Euro in Lohn und Brot bringen &ndash; macht pro Kopf 174 Euro. Nach Ansicht des Arbeitsmarktexperten Karl Brenke steht Br&uuml;ssel unter dem Druck, Aktionen vorzuweisen. Ob diese sinnvoll seien oder nicht, sei eine andere Sache.<br>\nHerr Brenke, kann man mit sechs Milliarden Euro der Jugend in Europa eine Jobgarantie geben?<br>\nKarl Brenke: Nat&uuml;rlich nicht. Das Politb&uuml;ro kann nicht beschlie&szlig;en, wir schaffen jetzt f&uuml;r jeden einen Arbeitsplatz, insbesondere wenn er jung ist, das funktioniert so nicht. Man kann allenfalls Ma&szlig;nahmen auflegen, um das Problem der Jugendarbeitslosigkeit zu mildern. Da fragt man sich dann nat&uuml;rlich, was k&ouml;nnen das f&uuml;r Ma&szlig;nahmen sein. Sind das Ma&szlig;nahmen, die der Statistik helfen, oder sind es Ma&szlig;nahmen, die tats&auml;chlich den Jugendlichen helfen? Und Ma&szlig;nahmen, die letztendlich den Jugendlichen helfen, die sind eher rar&hellip;es wurde nach au&szlig;en hin gezeigt, dass die Politik t&auml;tig ist, aber man kann mit Arbeitsmarktpolitik letztendlich keine Arbeitspl&auml;tze schaffen. Und darum geht es &hellip;<br>\nMan nimmt eben ein bisschen wei&szlig;e Salbe, um nach au&szlig;en hin zu zeigen, wir tun etwas, aber letztendlich, die Probleme der Jugendarbeitslosigkeit in Europa sind zum einen, die Jugendarbeitslosigkeit ist nicht isoliert, sondern Ausdruck der Arbeitslosigkeit insgesamt und ist in S&uuml;deuropa besonders hoch &hellip;<br>\n&hellip;das Kernproblem ist hohe Arbeitslosigkeit generell im S&uuml;den und unzureichende Ausbildungssysteme im S&uuml;den.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/2158260\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Initiativen auf EU-Ebene vor dem Hintergrund der Finanzkrise und der Euro-Stabilisierung seit 2008<\/strong><br>\nIn der folgenden Aufstellung finden sich ausgew&auml;hlte Ma&szlig;nahmen, die auf europ&auml;ischer Ebene zur Bew&auml;ltigung der Finanz- und Wirtschaftskrise getroffen wur-den. Sie umfasst Datum und Titel einer Ma&szlig;nahme, den Inhalt der urspr&uuml;nglichen Vorschl&auml;ge, Angaben zum bisherigen zeitlichen Ablauf sowie relevante Links.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/EU-Referat_Deutscher-Bundestag_EU-Massnahmen-seit-Finanzkrise-2008.pdf\">Deutscher Bundestag [PDF &ndash; 550 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Stephan Schulneister &ndash; Impact of the FTT on the profitability of financial market activities &ndash; the assessment of Goldman Sachs Research<\/strong><br>\nIn a recent research report Goldman Sachs tried to assess the impact of the FTT proposal of the European Commission on the profitability of financial market activities (Goldman Sachs, 2013)1<br>\n&ldquo;On a 2012 pro-forma basis, the FTT would amount to &euro;170 bn (or 92% of 2015E PBT, i. e., profits before taxes) for the 42 European banks we have analysed, on our estimates. By affected balance sheet category, the bulk of the impact stems from the European banks&rsquo; REPO books (&euro;118 bn), followed by derivatives (&euro;32 bn), equities (&euro;11 bn) and government bond books (&euro;4 bn). By bank, the impact extends across business models &ndash; investment, universal, global and domestic retail banks. Similarly, by geography, it has a reach well beyond the EU-11. Indeed, we show some of the most affected banks would be those in the UK and Switzerland. ). The main results are summarized as follows:<br>\nIndividually, we show that the most affected banks are the French and German institutions. The six French and German banks show a 2012 pro-forma FTT as a percentage of 2015E PBT ranging from 168% (BNP), up to 362% (DBK) and finally 423% (Natixis). But even pure-play retail lenders &ndash; the Italian\/Spanish domestic banks for example &ndash; stand to be significantly impacted (16%-130% of 2015E PBT).&rdquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/Stephan-Schulmeister-Finanztransaktionsteuer.pdf\">Stephan Schulneister [PDF &ndash; 100 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/Goldman-Sachs-Finanztransaktionsteuer.pdf\">Die Goldman-Sachs-Studie auf die sich Schulmeister bezieht [PDF &ndash; 560 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Portugiesen sagen nein<\/strong><br>\nGeneralstreik gegen K&uuml;rzungspolitik der Regierung in Lissabon. Gewerkschaften sprechen von gr&ouml;&szlig;ter Beteiligung seit Jahrzehnten<br>\nHunderttausende Menschen haben am Donnerstag mit einem 24st&uuml;ndigen Generalstreik das Wirtschaftsleben in Portugal weitgehend zum Erliegen gebracht. Wie Sprecher der Gewerkschaftsverb&auml;nde CGTP und UGT, die zu dem Ausstand aufgerufen hatten, am Nachmittag erkl&auml;rten, war die Beteiligung sowohl im privaten Bereich wie auch in den Staatsbetrieben und Beh&ouml;rden au&szlig;erordentlich hoch und erreichte h&auml;ufig 100 Prozent. Landesweit h&auml;tten 80 bis 90 Prozent der Besch&auml;ftigten die Arbeit niedergelegt, sagte CGTP-Sprecher Armando Farias am Nachmittag. Sein Generalsekret&auml;r Arm&eacute;nio Carlos zeigte sich gegen&uuml;ber Medienvertretern &uuml;berzeugt davon, da&szlig; die Regierung nach diesem vierten Generalstreik in den vergangenen zwei Jahren nicht mehr so weitermachen k&ouml;nne wie bisher. Diese Richtung hatte bereits die von der Gewerkschaft ausgegebene Losung vorgegeben: &raquo;Schlu&szlig; mit Ausbeutung und Verarmung, weg mit dieser Regierung!&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/06-28\/063.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt im Juni 2013<\/strong>\n<ul>\n<li>5,211 Millionen &ldquo;Arbeitslosengeld-Empf&auml;nger\/innen&rdquo; (SGB III und SGB II)<\/li>\n<li>4,460 Millionen Arbeitslosengeld II-Empf&auml;nger\/innen &ndash; 2.700 (0,1%) weniger als im Juni 2012<\/li>\n<li>2,865 Millionen registrierte Arbeitslose &ndash; 56.000 (2,0%) mehr als im Juni 2012<\/li>\n<li>Ver&auml;nderungsraten (registrierte Arbeitslose) in den L&auml;ndern (Juni 2012 &ndash; Juni 2013):\n<ul>\n<li>M&auml;nner und Frauen: &ndash;4,3% in Mecklenburg-Vorpommern bis +9,7% im Saarland<\/li>\n<li>Frauen &ndash;6,0% in Mecklenburg-Vorpommern bis +7,2% im Saarland (Bund: +0,5%)<\/li>\n<li>M&auml;nner: -3,0% in Mecklenburg-Vorpommern bis +11,9% im Saarland (Bund: +3,3%)<\/li>\n<li>unter 25 Jahre: -10,7% in Mecklenburg-Vorpommern,  bis +11,8% in Niedersachsen (Bund: +1,2%)<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>68,7% der Arbeitslosen sind im Rechtskreis SGB II (Hartz IV) registriert (Juni 2012: 70,9%)<\/li>\n<li>Von den 2,865 Millionen Arbeitslosen waren 897.000 (31,3%) im Rechtskreis SGB III (bei 156 Arbeitsagenturen!) und 1,967 Millionen (68,7%) im Rechtskreis SGB II (bei den 410 Jobcentern!) registriert.<\/li>\n<li>Als Arbeitsuchende waren im Juni 2013 insgesamt 5,033 Millionen Frauen und M&auml;nner registriert, 96.000 (2,0%) mehr als im Juni 2012. Die von der Statistik der BA ermittelte &bdquo;Unterbesch&auml;ftigung ohne Kurzarbeit&ldquo; betrug im Juni 2013 3,843 Millionen, 4.300 (0,1%) weniger als im Juni 2012.<\/li>\n<li>Nach vorl&auml;ufigen, hochgerechneten Daten hatten im Juni 2013 851.000 (arbeitslose und nicht arbeitslose) Frauen und M&auml;nner Anspruch auf das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld (SGB III) und 4,460 Millionen Anspruch auf Arbeitslosengeld II. Bereinigt um die Zahl der etwa 100.000 sog. Aufstocker\/&ldquo;Parallelbezieher&ldquo; (Bezug von Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II) hatten im Juni 2013 etwa 5,211 Millionen erwerbsf&auml;hige Frauen und M&auml;nner Anspruch auf Arbeitslosengeld (SGB III) bzw. Arbeitslosengeld II, 65.000 mehr ein Jahr zuvor.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2013-06-27_alo0613t.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) [PDF &ndash; 535 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/statistik.arbeitsagentur.de\/Statischer-Content\/Arbeitsmarktberichte\/Monatsbericht-Arbeits-Ausbildungsmarkt-Deutschland\/Monatsberichte\/Generische-Publikationen\/Monatsbericht-201306.pdf\">Monatsbericht Juni 2013 der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit [PDF &ndash; 1.45 MB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Alterung hilft Langzeit-Arbeitslosen &ndash; BA-Vorstand: Halbe Million Jobs durch Demografie<\/strong><br>\nDie Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) setzt darauf, dass die Chancen Langzeitarbeitsloser in Zukunft automatisch steigen &ndash; und zwar infolge der Alterung der Gesellschaft. Der Fachkr&auml;ftemangel werde zur Perspektive f&uuml;r viele, die bislang leer ausgingen.<br>\nDas Vorstandsmitglied der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA), Heinrich Alt, sieht in der alternden Gesellschaft steigende Chancen f&uuml;r Langzeitarbeitslose. Die &bdquo;demografische Entlastung&ldquo; sei ein positiver Faktor, sagte Alt in einem Interview der Zeitschrift Superillu. &bdquo;2025 haben wir in Deutschland rund drei Millionen Menschen weniger auf dem Arbeitsmarkt als heute. Damit steigen auch die Chancen derjenigen, die bislang bei der Jobvermittlung doch oft leer ausgegangen sind &ndash; Alleinerziehende, Ungelernte, Migranten oder &Auml;ltere.&ldquo;<br>\nEine existenzsichernde Integration in den Arbeitsmarkt sei zwar nicht f&uuml;r jeden Langzeitarbeitslosen m&ouml;glich, sagte Alt, der bei der BA den Bereich Grundsicherung verantwortet.<br>\nInsbesondere bei &Auml;lteren gebe es aber schon jetzt gute Fortschritte:<br>\n&bdquo;Die Anforderungen der EU, die Erwerbsquote &Auml;lterer zu steigern, haben wir inzwischen &uuml;bererf&uuml;llt&ldquo;, so Alt. Er &bdquo;sehe kurz- und mittelfristig f&uuml;r rund eine halbe Million&ldquo; Hartz-IV-Empf&auml;nger &bdquo;gute bis sehr gute Chancen am Arbeitsmarkt&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/arbeitsmarkt\/alterung-hilft-langzeit-arbeitslosen-ba-vorstand-demografie-schafft-halbe-million-jobs-_aid_1027771.html\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Schon in zw&ouml;lf Jahren sollen also 0,5 von 2 Millionen Langzeitarbeitslosen eine Stelle finden k&ouml;nnen, ohne Zutun der BA, einfach so &ndash; phantastisch&hellip; Dann sind aber viele der heute Langzeitarbeitslosen schon in Rente. Und was ist mit den anderen 1,5 Millionen? Warum ist eigentlich im tollsten Arbeitsmarkt in Deutschland seit Menschengedenken &ldquo;&auml;lterer Langzeitarbeitsloser&rdquo; ein Synonym f&uuml;r &ldquo;unvermittelbar&rdquo;?<br>\nNebenbei: hie&szlig; es nicht bisher, bis 2025 w&uuml;rde die Anzahl der Arbeitskr&auml;fte um 6 Millionen sinken, w&auml;hrend bei Alt nur von 3 Millionen die Rede ist? Das ist schon ein gro&szlig;er Unterschied, und in beiden F&auml;llen Kaffeesatzleserei.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Langzeitarbeitslos &ndash; 20 Jahre in der Dreht&uuml;r<\/strong><br>\nVon Arbeitslosen verlangt der Staat viel, die Vermittlungserfolge der Arbeitsagenturen sind k&uuml;mmerlich. Heinz Georg von Wensiersky wurde als Mittvierziger entlassen. Seitdem konnte der Maschinenbautechniker nie wieder beruflich Tritt fassen.<br>\nHeinz Georg von Wensiersky ist ein Durchhangler. Zuletzt hat er eine Kur von der Rentenversicherung genehmigt bekommen, ein Riesenerfolg: &ldquo;Die bringt mir genau die drei Wochen, die noch gefehlt haben.&rdquo; Danach wird er sich wieder arbeitslos melden, zum letzten Mal. Sobald das Arbeitslosengeld ausl&auml;uft, kann er nahtlos in die vorgezogene Rente gehen. Im Juli 2014 wird der Niedersachse 63 Jahre alt, Abschl&auml;ge bei der Rente nimmt er in Kauf, &uuml;ppig wird sie ohnehin nicht ausfallen &ndash; nach so vielen beruflichen Nackenschl&auml;gen.<br>\nDabei hatte er es einst zum stellvertretenden Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer gebracht. Der Stolz ist ihm anzuh&ouml;ren: &ldquo;Ich war doch nur Volkssch&uuml;ler. Das habe ich mir alles erarbeitet.&rdquo; Erst wurde Wensiersky technischer Zeichner, dann Konstrukteur im Anlagenbau. Bei einem Hildesheimer Rohrleitungsbauer leitete er bald Projekte und stieg in die Gesch&auml;ftsleitung auf. Doch 1994 schickte der Mutterkonzern den Betrieb in die Insolvenz, Bauprojekte im Osten hatten nicht gen&uuml;gend Geld gebracht. Mit 43 stand er auf der Stra&szlig;e.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/berufsleben\/langzeitarbeitslos-20-jahre-in-der-drehtuer-a-907840.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Wieder ein anschauliches Beispiel &uuml;ber die absurde Brutalit&auml;t des Hartz IV Systems und die Bl&ouml;dsinnigkeit der Fachkr&auml;ftemangel-Propaganda. Welchen Sinn macht es ganze Erwerbsbiographien einfach auszul&ouml;schen und die Lebensleistung eines Menschen, der sich nichts hat zuschulden kommen lassen komplett zu vernichten? Nicht zu vergessen, dass mit dem Hartz IV System die Betroffenen ihrer b&uuml;rgerlichen Freiheitsrechte faktische beraubt werden, da sie keinerlei freie Entscheidungen hinsichtlich ihrer Lebensplanung mehr treffen k&ouml;nnen sondern von der Willk&uuml;r bzw. dem Wohlwollen ihrer Sachbearbeiter bei der Arbeitsagentur abh&auml;ngig sind.<\/em><\/p>\n<p>Dazu: <strong>Bundesagentur f&uuml;r Arbeit: &ldquo;Wir sind kein Betr&uuml;gerladen&rdquo;<\/strong><br>\nDer oberste Arbeitsvermittler der Bundesrepublik gl&auml;nzt durch Abwesenheit. Die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit hat rund 50 Medienvertreter des Landes nach Lauf bei N&uuml;rnberg geladen. Nur Frank-J&uuml;rgen Weise ist nicht da. Er ist am Mittwoch nach Berlin gereist, um dort den Bundestagsabgeordneten hinter verschlossenen T&uuml;ren Rede und Antwort zu stehen.<br>\nWeise hat enormen Erkl&auml;rungsbedarf seitdem der SPIEGEL &uuml;ber einen vertraulichen Bericht des Bundesrechnungshofs berichtet hat, in dem die Arbeit der 156 Agenturen extrem schlecht wegkommt. Die Pr&uuml;fer hatten anhand von Stichproben festgestellt, dass Problemf&auml;lle auf dem Jobmarkt in den Agenturen systematisch vernachl&auml;ssigt werden.<br>\nGrund ist das interne Zielsteuerungssystem der Bundesagentur. Vereinfacht gesagt: Je mehr vermittelt wird, desto besser schneidet eine Agentur ab &ndash; ganz egal, wer in Arbeit gebracht wurde und welche Qualit&auml;t die Vermittlung hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/manipulationsvorwurf-bundesagentur-fuer-arbeit-verteidigt-sich-a-907997.html\">SPON<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Bez&uuml;glich des Zitates von Peter Clever, der f&uuml;r die Arbeitgeber im Verwaltungsrat der Bundesagentur sitzt: &ldquo;Uns gehen die N&ouml;te und Sorgen der Arbeitslosen nicht am Arsch vorbei.&rdquo; Es darf gelacht werden!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Deutschland blockiert h&auml;rtere CO2-Auflagen<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat auf europ&auml;ischer Ebene die Einf&uuml;hrungen sch&auml;rferer Abgas-H&ouml;chstwerte f&uuml;r Autos vorerst verhindert. Gr&uuml;ne und SPD werfen der Kanzlerin vor, damit Lobbyarbeit f&uuml;r Daimler, VW und BMW zu betreiben.<br>\nAuf deutschen Druck hin verschoben die EU-Botschafter eine f&uuml;r Donnerstag geplante endg&uuml;ltige Festlegung auf h&auml;rtere Kohlendioxid-Grenzwerte bei Neuwagen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) setzte sich dabei pers&ouml;nlich f&uuml;r die Interessen der deutschen Oberklasse-Hersteller ein, hie&szlig; es &uuml;bereinstimmend &hellip;<br>\nIn Br&uuml;ssel war zu h&ouml;ren, Deutschland habe massiven Einfluss auf die anderen EU-Staaten ausge&uuml;bt, um einen Verz&ouml;gerung der Entscheidung zu erreichen. Ein EU-Diplomat sagte, Merkel pers&ouml;nlich habe zum H&ouml;rer gegriffen und unter anderem Irlands Premierminister Enda Kenny angerufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/autoindustrie-deutschland-blockiert-haertere-co2-auflagen\/8415950.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Selbst der stellvertretende Chefredakteur des Handelsblatts meint: &bdquo;Ein Pyrrhussieg d&uuml;rfte das werden. Den Trend zu sauberen und weniger umweltbelastenden Autos wird niemand aufhalten k&ouml;nnen, auch die deutsche Automobilindustrie nicht. Besser w&auml;re es gewesen, sich den neuen Auflagen zu stellen. Irgendwann kommen sie sowieso.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Chronologie der Kosten-Explosion bei S21<\/strong><br>\nSeit den ersten Pl&auml;nen f&uuml;r eine Tieferlegung des Stuttgarter Hauptbahnhofs 1994 sind die prognostizierten Kosten f&uuml;r das umstrittene Bahnprojekt deutlich gestiegen. Wir dokumentieren die Kosten-Explosion.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/landesschau-aktuell\/bw\/-\/id=1622\/nid=1622\/did=10690352\/m7yz7j\/index.html\">SWR Landesschau aktuell<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das gr&uuml;ne Vakuum<\/strong><br>\nGisela Erler ist mit der &ldquo;Politik des Geh&ouml;rtwerdens&rdquo; kl&auml;glich gescheitert. Aufgeben will Winfried Kretschmanns Staatsr&auml;tin f&uuml;r B&uuml;rgerbeteiligung trotz Kritik von allen Seiten nicht. Doch der als &ldquo;Sponti-Oma&rdquo; bel&auml;chelten Gr&uuml;nen l&auml;uft die Zeit davon &hellip;<br>\nIn der Tat, die B&uuml;rgerschaft beteiligt sich &ndash; und wie. Als Gisela Erler wenige Stunden nach dem tragischen Unfalltod des Stuttgarter Polizeipr&auml;sidenten Thomas Z&uuml;fle von ihrem Handy postet, bricht ein Sturm der Entr&uuml;stung los. Die 67-J&auml;hrige hat sich zwischen alle St&uuml;hle gesetzt: Erst nennt sie Stuttgart-21-Gegner &ldquo;entt&auml;uscht und verbittert&rdquo;, dann lobt sie Z&uuml;fle und den Widerstand wegen ihrer &ldquo;gro&szlig;en historischen Leistung&rdquo; der friedlichen R&auml;umung des Schlossgartens 2012 und preist schlie&szlig;lich die Landesregierung, die dies &ldquo;gest&uuml;tzt und gef&ouml;rdert&rdquo; habe. Im Netz verlangen daraufhin etliche nichts Geringeres als ihren R&uuml;cktritt &hellip;<br>\nEine unkonventionelle Quereinsteigerin mit Sitz und Stimme im Kabinett, aber ohne Apparat, beackert ehrenamtlich in einem fast elf Millionen Einwohner z&auml;hlenden Land mit sieben Mitarbeitern ein Feld, in das andere Pioniere ganz andere Ressourcen stecken &hellip;<br>\n&ldquo;Wir wollen die B&uuml;rgerbeteiligung in allen relevanten Bereichen fest verankern und daf&uuml;r einen neuen regulatorischen und institutionellen Rahmen schaffen&rdquo; &ndash; so steht es im gr&uuml;n-roten Koalitionsvertrag. Sehr viel Zeit zur Weichenstellung bleibt nicht mehr. Verbindliches m&uuml;sse endlich auf den Tisch, verlangen Mitstreiter, zur B&uuml;rgerbeteiligung bei kommunalen Projekten und solchen des Landes oder zur Rolle der Regierungspr&auml;sidien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/pulsschlag\/117\/das-gruene-vakuum-1266.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Schwarz-Gelb verhindert sch&auml;rfere Regeln gegen Abgeordnetenbestechung<\/strong><br>\nDer Bundestag hat strengere Regeln gegen die Korruption von Abgeordneten abgelehnt. Einen entsprechenden Gesetzentwurf von Rot-Gr&uuml;n haben Union und FDP mit ihrer Mehrheit abgeschmettert. Die SPD spricht von einer Blamage f&uuml;r die Demokratie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/union-und-fdp-verhindern-schaerfere-regeln-gegen-abgeordnetenbestechung-a-908264.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die Krakenarme der Medienmultis<\/strong><br>\nNur Vielfalt kann gew&auml;hrleisten, dass wir uns gem&auml;&szlig; Grundgesetz frei und ungehindert aus verschiedenen Quellen informieren k&ouml;nnen. Doch von diesem Ideal ist unsere Presselandschaft weit entfernt. Statt Pluralit&auml;t herrscht &ouml;de Einfalt &ndash; gedruckt oder im Internet. Gro&szlig;stadtregionen mit zwei oder mehr Medienh&auml;usern, die wirklich miteinander konkurrieren, sind selten geworden. Stattdessen hat sich bei den Mediennutzern nach dem Zweiten Weltkrieg die Meinung verfestigt, Massenmedien m&uuml;ssten m&ouml;glichst parteipolitisch neutral (&ldquo;unparteiisch&rdquo;), wirtschaftlich unabh&auml;ngig und damit bei allen Themen stets &ldquo;objektiv&rdquo; sein &ndash; welch ein weltfremder Bl&ouml;dsinn &hellip;<br>\nDer Blick auf einen Pressekiosk t&auml;uscht Vielfalt vor, die nicht existiert. Hinter dem bunt erscheinenden Bl&auml;tterwald stecken in Wahrheit vorwiegend zehn f&uuml;hrende Medienh&auml;user. Sie beherrschen das Milliardengesch&auml;ft der Massenmedien &ndash; von Zeitungen &uuml;ber Zeitschriften bis zu H&ouml;rfunk und Fernsehen&hellip;Die Folge dieses Meinungs-Oligopols: So ziemlich jeder Erwachsene kommt regelm&auml;&szlig;ig mit den m&auml;chtigen Meinungsmachern in Kontakt, ohne sie als Ganzes wahrzunehmen &hellip;<br>\nPublizistisch haben heute vermutlich kaum hundert Multimillion&auml;re sowie einige Funktion&auml;re und Spitzenpolitiker der &ouml;ffentlich-rechtlichen Anstalten das Sagen. Ihr Geld und Einfluss bestimmen die Richtung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/denkbuehne\/117\/die-krakenarme-der-medienmultis-1260.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Glosse: &Uuml;berwachungsstaat &ndash; Ist doch alles nicht so schlimm<\/strong><br>\nDank des gejagten Edward Snowden wissen wir nun:<br>\nPrism (USA) und Tempoara (Gro&szlig;britannien) hei&szlig;en die aktuellen Progr&auml;mmchens, die unsere Daten sammeln und analysieren. Und nat&uuml;rlich alles nur zu unserer Sicherheit. Nur, wenn du ein Feind bist, sind Deine Daten f&uuml;r die Schlapph&uuml;te mit Cyberbrille interessant. Also haben wir auch alle nix zu bef&uuml;rchten. Wir haben ja schlie&szlig;lich nichts zu verbergen, gell!<br>\nIst also alles kein Problem. Glaubt man den Umfragen. &ldquo;Weitermachen liebe harmlose, dem demokratischen Rechtsstaat verpflichteten, Geheimdienstorganisationen.&rdquo;<br>\nUnd nat&uuml;rlich ist es nicht politisch korrekt, wenn wir jetzt wieder mit Stasivergleiche kommen. Die waren die B&ouml;sen. Wir und unsere Verb&uuml;ndeten sind ja die Guten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dnzs-politik.blog.de\/2013\/06\/27\/ueberwachungsstaat-schlimm-16170357\/\">DNZS<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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