{"id":17801,"date":"2013-06-28T17:36:10","date_gmt":"2013-06-28T15:36:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17801"},"modified":"2013-06-28T17:36:10","modified_gmt":"2013-06-28T15:36:10","slug":"hinweise-des-tages-ii-113","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17801","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17801#h01\">Internet&uuml;berwachung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17801#h02\">California man could face a decade in jail for chalking &lsquo;no thanks big banks&rsquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17801#h03\">Merkel zu irischen Bankern: &ldquo;Daf&uuml;r habe ich nur Verachtung&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17801#h04\">Kapitalvernichtung im Ausland: Porsche f&uuml;r alle!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17801#h05\">Euro-Domina spielt Weihnachtsmann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17801#h06\">Euro Crisis sees Reloading of Germany&rsquo;s current Account surplus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17801#h07\">Rentenkassen sind prall gef&uuml;llt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17801#h08\">&Uuml;ber 50-J&auml;hrige finden kaum einen Job<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17801#h09\">Kolonialismus auf Samtpfoten: Die Handelspolitik der Europ&auml;ischen Union<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17801#h10\">Deutschland geht kaputt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17801#h11\">Bahnprivatisierung &ndash; Erfahrungen und notwendige Konsequenzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17801#h12\">Broder, Grass und die SPD<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17801&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Internet&uuml;berwachung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Merkel und das &ldquo;Neuland&rdquo; &ndash; Es geht um etwas anderes<\/strong><br>\nDas Internet sei &ldquo;Neuland&rdquo;, hat die Kanzlerin gesagt &ndash; und daf&uuml;r viel Spott geerntet. Dabei wird &uuml;bersehen, dass der Begriff das geheimdienstliche Spitzeln im Netz legitim erscheinen l&auml;sst. Ein Gastbeitrag von Juli Zeh<br>\nAm Anfang habe ich &uuml;ber &ldquo;Neuland&rdquo; gelacht. Da steht unsere Bundeskanzlerin neben dem m&auml;chtigsten Mann der Welt und hat nichts Besseres zu tun, als ganz Deutschland zum medialen Neandertal zu erkl&auml;ren. Sie sagt nicht, dass sich die Nutzungsm&ouml;glichkeiten im Internet so rasant entwickeln, dass es nicht immer leicht ist, das mediale Geschehen politisch zu begleiten. Sie behauptet vielmehr, das Netz sei &ldquo;f&uuml;r uns alle Neuland&rdquo;. Das ist der treudoofe Gestus einer Internet-Ausdruckerin, die scheinbar fehlende Medienkompetenz als gesellschaftliches Problem verkauft. So weit, so absurd.<br>\nPrompt gie&szlig;t die Netzgemeinde ihre H&auml;me &uuml;ber Angela Merkel aus. Wieder einmal zeigt sich, wie tief der digitale Graben ist, der sich noch immer durch die Gesellschaft zieht. Auf der einen Seite Menschen, die Briefe mit der Hand schreiben und auf ihrem Handy nur telefonieren wollen. Auf der anderen Seite &ldquo;digital natives&rdquo; und &ldquo;digital immigrants&rdquo;, die das Internet nicht als verbessertes Rohrpostsystem, sondern als Lebensraum betrachten.<br>\nDass beide Daseinsformen ihre Berechtigung haben, muss man nicht extra erw&auml;hnen. Auch im 21. Jahrhundert gibt es keinen Kommunikationszwang, und das Benutzen von Facebook, Twitter und Spotify macht einen Menschen nicht automatisch kl&uuml;ger oder moderner. Nat&uuml;rlich bringen technische Revolutionen ver&auml;nderte Identit&auml;ten hervor. Immer wieder erlebe ich, wie schwer es ist, Vertretern der Rohrpost-Theorie verst&auml;ndlich zu machen, dass und inwiefern mit dem Entstehen des Internets neue Weltbilder einhergehen. Schon jetzt ist der kulturelle Unterschied zwischen Offlinern und Onlinern innerhalb eines Stadtviertels wahrscheinlich gr&ouml;&szlig;er als zwischen &ldquo;digital natives&rdquo; in Berlin und Tokio.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/merkel-und-das-neuland-es-geht-um-etwas-anderes-2030451.html\">Stern<\/a><\/li>\n<li><strong>Netz-Hygiene<\/strong><br>\nDie US-Armee s&auml;ubert f&uuml;r ihre Mitarbeiter das Web, damit sie nicht auf Seiten sto&szlig;en, die sie &uuml;ber das PRISM-Programm aufkl&auml;ren drucken  versenden<br>\nDie US-Armee sperrt den Zugang auf den Dienstcomputern der Armeemitgliedern zu Seiten des Guardian, die Auskunft &uuml;ber das PRISM-Programm der NSA geben. Dies wurde der Zeitung Monterey Herald gestern von einem Sprecher der NETCOM auf Anfrage mitgeteilt.<br>\nZuvor hatte die Zeitung von Mitarbeitern der kalifornischen Milit&auml;rbasis Presidio of Monterey erfahren, dass die US-Website des Guardian &ndash; www.guardiannews.com nicht auf PRISM-Artikel auf der britischen Ausgabe weiterleitet. Zun&auml;chst wurde vermutet, dass die Sperre nur f&uuml;r Dienstrechner der Presidio-Milit&auml;rbasis gelte, doch erkl&auml;rte der NETCOM-Sprecher Van Vleet, dass der Zugang zu Berichterstattung &uuml;ber das NSA-&Uuml;berwachungsprogramm f&uuml;r alle Armeemitglieder &ndash; &bdquo;armywide&ldquo; -gefiltert wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/154528\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Jeff Jarvis &ndash; Snowdens Leak<\/strong><br>\nDas Vertrauen ins Netz ist schwer besch&auml;digt. Die Amerikaner m&uuml;ssen sich nun fragen, wie viele ihrer Prinzipien sie noch aufgeben wollen [&hellip;]<br>\nDie User hier in Amerika werden dem Netz als ein Raum f&uuml;r die freie Rede k&uuml;nftig misstrauen; sie werden sich &uuml;berlegen, dort Informationen zu speichern oder mit anderen zu teilen. Weil sie bef&uuml;rchten m&uuml;sen, dass die Regierung sie bespitzeln wird. Und die User in &Uuml;bersee &ndash; die sich zu Recht sorgen, dass ihnen noch weniger Schutz gew&auml;hrt wird als amerikanischen B&uuml;rgern &ndash; k&ouml;nnten unsere Websites meiden. [&hellip;]<br>\nDie Aktionen der NSA m&ouml;gen durch den Patriot Act legalisiert sein. Doch selbst beim rechtskonservativen Sender Fox News wurde die Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit dieser Aktionen und dieses Gesetz hinterfragt. Die Schl&uuml;sselfrage, vor die Edward Snowden uns stellt, lautet: Welche Prinzipien werden durch die Taten der Regierung geachtet beziehungsweise verletzt?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/the-guardian\/snowdens-leak\">Der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Vielleicht &uuml;berdenkt der &bdquo;Internet-Guru&ldquo; Jarvis ja auch noch seine Einstellung zum <a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/jeff-jarvis\/4946-die-grenzen-des-privaten\">&bdquo;deutschen Paradox&ldquo;<\/a>?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Glenn Greenwald &ndash; The personal side of taking on the NSA: emerging smears<\/strong><br>\nDistractions about my past and personal life have emerged &ndash; an inevitable side effect for those who challenge the US government<br>\nWhen I made the choice to report aggressively on top-secret NSA programs, I knew that I would inevitably be the target of all sorts of personal attacks and smears. You don&rsquo;t challenge the most powerful state on earth and expect to do so without being attacked. As a superb Guardian editorial noted today: &ldquo;Those who leak official information will often be denounced, prosecuted or smeared. The more serious the leak, the fiercer the pursuit and the greater the punishment.&rdquo; [&hellip;]<br>\nI&rsquo;m 46 years old and, like most people, have lived a complicated and varied adult life. I didn&rsquo;t manage my life from the age of 18 onward with the intention of being a Family Values US senator. My personal life, like pretty much everyone&rsquo;s, is complex and sometimes messy.<br>\nIf journalists really believe that, in response to the reporting I&rsquo;m doing, these distractions about my past and personal life are a productive way to spend their time, then so be it.<br>\nNone of that &ndash; or anything else &ndash; will detain me even for an instant in continuing to report on what the NSA is doing in the dark.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/commentisfree\/2013\/jun\/26\/nsa-revelations-response-to-smears\">The Guardian<\/a><\/li>\n<li><strong>Digitale Erste Hilfe gegen Geheimdienstspionage<\/strong><br>\nDie Politik wird noch viele Jahre brauchen, ehe sie den Rechtsstaat auf den &bdquo;Cyber-Raum&ldquo; ausdehnt. Es gibt jedoch schon jetzt wirksame Strategien der digitalen Ersten Hilfe gegen Geheimdienstspionage &ndash; anwenden muss sie jedoch jeder selbst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/internetueberwachung-digitale-erste-hilfe-gegen-geheimdienstspionage-12262643.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>California man could face a decade in jail for chalking &lsquo;no thanks big banks&rsquo;<\/strong><br>\nCalifornia man&rsquo;s protest against banking excess could put him in jail for more than a decade, while apparently landing him in the middle of the ongoing feud between the mayor of San Diego and the city attorney.<br>\nKFMB-TV reported on Tuesday that Jeff Olson has been charged with 13 counts of vandalism by City Attorney Jan Goldsmith for writing statements including &ldquo;No thanks big banks&rdquo; and &ldquo;Shame on Bank of America&rdquo; on the sidewalk outside a Bank of America location between February and August 2012.<br>\nIf convicted, Olson could spend up to 13 years in jail and be forced to pay the bank $13,000 in restitution.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rawstory.com\/rs\/2013\/06\/26\/california-man-could-face-a-decade-in-jail-for-chalking-no-thanks-big-banks\/\">The Raw Story<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Einem Aktivisten, der mit Kindermalkreide Anti-Banken-Slogans auf ein paar Bankfilialen schmiert, drohen nun bis zu 13 Jahre Knast und 13.000 US$-Strafe. So viel zum Thema Rechtsstaat USA. Man stelle sich nur einmal vor (Stichwort &bdquo;Pussy Riot&ldquo;), wie unsere Leitartikler sch&auml;umen w&uuml;rden, wenn der Prozess nicht in San Diego, sondern in Moskau stattfinden w&uuml;rde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Merkel zu irischen Bankern: &ldquo;Daf&uuml;r habe ich nur Verachtung&rdquo;<\/strong><br>\nIn Dublin sind sie seit Tagen Stadtgespr&auml;ch, nun rufen die skandal&ouml;sen Telefonmitschnitte der Anglo-Irish-Banker auch Kanzlerin Merkel auf den Plan: Auf dem EU-Gipfel warnte sie vor einer &ldquo;Sch&auml;digung der Demokratie&rdquo;. [&hellip;]<br>\nDer Ton dieser Banker sei f&uuml;r normale Menschen, die jeden Tag zur Arbeit gingen und ihre Steuern zahlten, nur schwer zu verkraften, sagte Merkel. Ein solches Verhalten sei &ldquo;eine richtige Sch&auml;digung der Demokratie&rdquo;. Und sie f&uuml;gte hinzu: &ldquo;Daf&uuml;r habe ich wirklich nur Verachtung.&rdquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/kanzlerin-angela-merkel-kritisiert-ex-manager-der-anglo-irish-bank-a-908285.html\">SPIEGEL Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.independent.ie\/blog\/listen-to-the-full-anglo-recordings-29367462.html\">Die Mitschnitte auf Independent.ie<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Ist &bdquo;Mutti&ldquo; wirklich so naiv? Was glaubt sie denn, wie sich die Telefongespr&auml;che der Spitzenmanager von HRE, IKB und Commerzbank  damals angeh&ouml;rt haben? Was werden diese Herren und ihre Kollegen wohl intern gesagt haben, als die Kanzlerin ihr Bekenntnis zur &bdquo;marktkonformen Demokratie&ldquo; in die Mikrophone diktiert hat? Es ist vielmehr schwer, sich vorzustellen, dass die Banker keinen Lachanfall bekommen, wenn Angela Merkel, Wolfgang Sch&auml;uble und einst Peer Steinbr&uuml;ck sich mit ernster Miene vor die Kameras gestellt und unter der Pr&auml;misse der Systemrelevanz Milliarden und Abermillarden Euros an Steuergeldern in die maroden Zockerbuden gepumpt haben. Die angebliche &bdquo;Verachtung&ldquo; ist dabei zweifelsohne beidseitig &ndash; dass die Banker die &bdquo;nicht marktkonforme&ldquo; Demokratie verachten, sollte bekannt sein. W&auml;re Angela Merkel mehr als eine marktkonforme Dampfplauderin w&uuml;rde sie ihre Lehren daraus ziehen und die &bdquo;Sch&auml;digung der Demokratie&ldquo; durch eine allzu gro&szlig;e Marktkonformit&auml;t &uuml;berdenken. Darauf k&ouml;nnen wir jedoch noch lange warten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Kapitalvernichtung im Ausland: Porsche f&uuml;r alle!<\/strong><br>\nDeutsche Unternehmen sind exzellente Exporteure &ndash; aber miserable Auslandsinvestoren. Allein seit 2006 sind so 600 Milliarden Euro vernichtet worden. Ebensogut h&auml;tte man all die ausgef&uuml;hrten Porsches und Miele-K&uuml;chen gleich verschenken k&ouml;nnen, zum Beispiel an die Bundesb&uuml;rger. [&hellip;]<br>\nIm breiten Sortiment deutscher Exportschlager h&auml;tte sich sicher f&uuml;r jeden etwas gefunden. Volkswirtschaftlich vern&uuml;nftiger w&auml;ren allerdings zwei andere Varianten gewesen: Entweder das deutsche Geld im Ausland mit der gleichen Sorgfalt anzulegen, mit der deutsche Unternehmen ihre Exportg&uuml;ter produzieren. Oder aber das Geld in Bildung, Umwelt und Infrastruktur in Deutschland zu investieren &ndash; so wie es das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung fordert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/statt-geldvernichtung-im-ausland-geschenke-fuer-die-bundesbuerger-a-907845.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Oh jeh! Alleine dieser Satz: &bdquo;Denn volkswirtschaftlich kommt es letztlich auf das Gleiche heraus, ob man ein Auto f&uuml;r 100.000 Dollar in den USA verkauft und diese Summe dort anschlie&szlig;end in einer Investitionsruine versenkt &ndash; oder ob man das Auto gleich gratis &uuml;ber den Atlantik schickt.&ldquo; SPIEGEL Online sieht den Wald mal wieder vor lauter B&auml;umen nicht und beweist seinen Lesern, dass man von Volkswirtschaft nicht das Geringste versteht und volkswirtschaftliche Probleme ohne Sinn und Verstand auf die betriebswirtschaftliche Ebene reduziert. Es ist ja wei&szlig; Gott keine intellektuelle Herausforderung, zu erkennen, dass fortw&auml;hrende Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse f&uuml;r eine Volkswirtschaft nur so lange tragbar sind, wie die Volkswirtschaften, die auf der anderen Seite die Defizite erzielen, auf Kredit oder durch &bdquo;Kapitalvernichtung&ldquo; der &Uuml;berschussvolkswirtschaften in den Defizitl&auml;ndern querfinanziert werden. Auf die naheliegende Forderung, dass ein Abbau der Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse nicht nur die Symptome, sondern vielmehr die Ursache dieser Probleme bek&auml;mpfen w&uuml;rde, kommt man bei SPIEGEL Online offenbar nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Euro-Domina spielt Weihnachtsmann<\/strong><br>\nHaben Sie es auch schon bemerkt? Die Eurokrise f&uuml;hlt sich nicht mehr so schlimm an. Lange schmeckte sie nach Blut, Schwei&szlig; und Tr&auml;nen. Da musste eisern gespart werden, Budgets f&uuml;r Rentner, Arme und Kranke wurden gekappt, Tausende gefeuert. Unsere Kanzlerin nannte das Eurorettung &ndash; und erkl&auml;rte es f&uuml;r alternativlos.<br>\nHeute, keine 100 Tage vor der Bundestagswahl, ist die Krise irgendwie humaner geworden. Pl&ouml;tzlich steht der Mensch wieder im Mittelpunkt, vor allem der junge. Merkel hat ein Herz f&uuml;r joblose griechische und spanische Jugendliche entdeckt, die leider, leider &ndash; nat&uuml;rlich ohne Zusammenhang mit ihren Spardiktaten &ndash; ohne Perspektive dastehen. Da muss was getan werden, sagte sich die Kanzlerin. Schwupp standen sechs Milliarden Euro aus EU-Kassen bereit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!118908\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Euro Crisis sees Reloading of Germany&rsquo;s current Account surplus<\/strong><br>\nWho is running the largest current account surplus in the world? China? Saudi Arabia? Both wrong! These are only the number two and three countries. China had a record $420bn surplus in 2008, but that imbalance has more than halved since. As a share of GDP China&rsquo;s external imbalance is down from ten to two-and-a-half percent since the global crisis &mdash; evidence of a remarkable rebalancing. The oil price would need to be significantly higher still to make Saudi Arabia the number one.<br>\nSo for 2012 the number one prize actually goes to: Germany! The world champion of 2012 ran up a current account surplus of almost $240bn. At a rocking seven percent of GDP, that&rsquo;s just slightly below Germany&rsquo;s pre-crisis record of almost $250bn in U.S. dollar terms. In euro terms 2012 actually set a new record for Germany. And that is an interesting part of the whole story, as the euro has depreciated by some 20 percent from its peak against the U.S. dollar.<br>\nThere is just one catch here. As one probably would not have guessed from the devastating and highly counterproductive policy prescriptions Germany has handed out to its crisis-stricken euro partners, Germany is actually highly vulnerable to crisis developments in Euroland. While still enjoying &ldquo;haven status&rdquo; as the markets remain anesthetized by Mr. Draghi&rsquo;s big bluff, Germany has built up huge financial exposures to its euro partner countries &ndash; which are subject to loss, especially in case of euro breakup. In case of euro breakup Germany would also lose its global protection shield that is currently keeping the world champion in current account surplus production &uuml;ber-competitive, as a new deutschmark would likely be welcomed by an abrupt appreciation that would see the German economy crater as a result.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/grafik_01_Bibow_Levy-Blog_Current-Account-1.jpg\" alt=\"Euro Crisis sees Reloading of Germany&rsquo;s current Account surplus\" title=\"Euro Crisis sees Reloading of Germany&rsquo;s current Account surplus\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.multiplier-effect.org\/?p=8750\">Multiplier Effect<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers E.J.:<\/strong> Ein in der Diskussion um die deutschen Export&uuml;bersch&uuml;sse bislang vernachl&auml;ssigtes Thema ist der Eurokurs. Die Tatsache, dass die &bdquo;Peripherie&ldquo; den Eurokurs &ndash; wie auch in diesem Artikel argumentiert wird &ndash; zu Gunsten deutscher Exporte puffert, ist nur die eine Seite. Umgekehrt gilt, dass die deutschen &Uuml;bersch&uuml;sse im Verh&auml;ltnis zum Weltmarkt den Euro f&uuml;r die Peripherie verteuern. Wenn Frankreichs Hollande sich also um den Eurokurs sorgt, w&auml;ren die deutschen &Uuml;bersch&uuml;sse ein geeigneter Ansatzpunkt. Auch w&auml;ren die &bdquo;Streuverluste&ldquo; einer erh&ouml;hten Binnennachfrage in Deutschland, von denen Orlando Pascheit vor ein paar Tagen gesprochen hat, ein deutscher Beitrag zur Steigerung der internationalen Wettbewerbsf&auml;higkeit der &bdquo;Peripherie&ldquo;. Ein niedrigerer Eurokurs k&auml;me aber auch wieder Deutschlands &bdquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&ldquo; zu Gute. H&ouml;here L&ouml;hne und Staatsausgaben in Deutschland als Beitrag zur Wettbewerbsf&auml;higkeit der Eurozone ? Vielleicht k&ouml;nnte sich Deutschland ja dazu herablassen, die Zinsvorteile bei der Staatsfinanzierung infolge der Eurokrise in erh&ouml;hte Binnennachfrage zu investieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Rentenkassen sind prall gef&uuml;llt<\/strong><br>\nDie Rentenkasse verbucht derzeit einen &Uuml;berschuss von knapp 30 Milliarden Euro. W&auml;hrend die Wirtschaft nun auf die automatische Beitragssenkung pocht, pl&auml;dieren die Gewerkschaften auf die Erh&ouml;hung der Altersbez&uuml;ge. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) forderte ebenfalls ein Ende der Debatte &uuml;ber niedrigere Beitr&auml;ge. Millionen Rentner warteten auf dringend erforderliche Leistungsverbesserungen, sagte Verbandspr&auml;sident Adolf Bauer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/gute-lage-am-arbeitsmarkt-rentenkassen-sind-prall-gefuellt\/8411250.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist schon erstaunlich, wie die SPD die gro&szlig;en Themen unserer Gesellschaft verpasst. Eigentlich m&uuml;sste auch schon in der SPD angekommen sein: Nicht nur Teilen der Bev&ouml;lkerung droht Altersarmut. Die gesetzliche Altersrente versorgt die gesamte Generation, die ab 2030 in den Ruhestand tritt, mit 43 Prozent des durchschnittlichen Nettolohns nicht ausreichend. Versicherer und Banken danken es, denn jeder der es sich leisten kann, versucht &uuml;ber die private Vorsorge gegenzuhalten &ndash; selbst wenn der informierte B&uuml;rger wei&szlig;, dass die gar nicht so seltenen Finanzmarktkrisen jede Hoffnung auf Absicherung zunichtemachen k&ouml;nnen. Nochmals, es geht nicht um die Wei&szlig;k&ouml;pfe, die sowieso bald abtreten, es geht um die jetzt aktive Bev&ouml;lkerung. Dieses Geschwafel von der Generationengerechtigkeit, dass die Rentenbeitr&auml;ge f&uuml;r die aktive Generation bezahlbar bleiben m&uuml;ssten. Hat irgendjemand einmal die heutige Generation gefragt, ob sie nicht auch einen Rentenbeitragssatz von 23 oder 25 Prozent bezahlen w&uuml;rde &ndash; in der Gewissheit, dass sie im Ruhestand ausk&ouml;mmlich leben k&ouml;nne. Eine Rentenreform, die dies zum Ziel h&auml;tte, w&auml;re ein durchaus aktuelles Wahlthema. Die jetzt diskutierten Beitragssenkungen dienen vor allem der Wirtschaft, denn die H&auml;lfte des Beitragssatzes bezahlt der Arbeitgeber. Die im Tagesspiegel genannten &ldquo;Begehrlichkeiten&rdquo; bestehen nur aufseiten der Wirtschaft der ihr h&ouml;rigen Politik und sind nicht im langfristigen Interesse der Gesamtbev&ouml;lkerung. &ndash; Also SPD, was wartest Du? Eine neue Rentenformel muss her. Und wie w&auml;re es mit der Abschaffung Beitragsbemessungsgrenze und der Sonderregelungen f&uuml;r Selbstst&auml;ndige und Beamte &ndash; wie in der Schweiz?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&Uuml;ber 50-J&auml;hrige finden kaum einen Job<\/strong><br>\nAm Arbeitsmarkt gibt es einen neuen Trend: Arbeitskr&auml;fte, die &auml;lter als 50 Jahre sind, werden h&auml;ufiger entlassen als fr&uuml;her.<br>\nMit 50 &laquo;altes Eisen&raquo;? In der Tat: Ein Marketingdirektor verlor seine Stelle wegen Umstrukturierung. Der 53-J&auml;hrige sucht seit &uuml;ber einem Jahr: &laquo;Es ist ein grosser Frust. Dabei habe ich mich stets weitergebildet.&raquo; Oder die Direktionssekret&auml;rin, die mit 51 anl&auml;sslich eines Chefwechsels gehen muss, sich um alles bewirbt, was mit KV zu tun hat, und trotzdem nicht angestellt wird. &laquo;65 Bewerbungen, vier Vorstellungsgespr&auml;che, keinen Job.&raquo; Viele mit einer &laquo;5&raquo; auf dem Buckel fliehen vermehrt in die (brotlose) Selbst&auml;ndigkeit.<br>\nF&uuml;r Pascal Scheiwiller, Managing Director von Lee Hecht Harrison (LHH), ist das keine &Uuml;berraschung. LHH ist der weltweit gr&ouml;sste Anbieter von beruflicher Neuorientierung und als einzige Outplacement-Firma in der ganzen Schweiz t&auml;tig. Scheiwiller spricht von Trendwende: &laquo;Die Jobsuche f&uuml;r &uuml;ber 50-J&auml;hrige ist schon l&auml;nger kein Honigschlecken. Neu ist, dass sie auch &uuml;berproportional h&auml;ufig entlassen werden.&raquo; In der Restrukturierungswelle von 2012 habe man dies zum ersten Mal beobachtet, sagt Scheiwiller. LHH erstellt regelm&auml;ssig einen K&uuml;ndigungs-Barometer. &laquo;41% der K&uuml;ndigungen im letzten Jahr betrafen Arbeitskr&auml;fte &uuml;ber 50. Das ist deutlich mehr als der Anteil dieser Altersgruppe an der Erwerbsbev&ouml;lkerung, der gut 30% betr&auml;gt&raquo;, sagt Scheiwiller.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nzzas\/nzz-am-sonntag\/ueber-50-jaehrige-finden-kaum-einen-job-1.18104151\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Sachlage d&uuml;rfte in Deutschland nicht wesentlich anders sein. Die Sichtweise der BA, dass sich die Problematik praktisch von selbst in Luft aufl&ouml;st (<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17795#h11\">heutiger Hinweis Nr. 11<\/a>) kan nur als grotesk bezeichnet werden. Absolut unverst&auml;ndlich, dass die Tatsache, dass Arbeitslose &uuml;ber 50 v&ouml;llig unabh&auml;ng von ihrer Qualifikation und ihrer Erwerbsbiographie als &ldquo;schwer vermittlebar&rdquo; eingestuft werden, in der &ouml;ffentlichen Diskussion keinerlei Rolle spielt. Man muss sich so aber nicht mehr wundern, dass es heute in vielen Unternehmen drunter und dr&uuml;ber geht, wenn Berufserfahrung und Fachwissen als wertlos eingestuft werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kolonialismus auf Samtpfoten: Die Handelspolitik der Europ&auml;ischen Union<\/strong><br>\nSoll sp&auml;ter niemand behaupten, man h&auml;tte es nicht gewusst: Wird das geplante Freihandelsabkommen zwischen der Europ&auml;ischen Union und Indien tats&auml;chlich abgeschlossen &ndash; im Juni findet eine weitere Gespr&auml;chsrunde statt &ndash;, droht der indische Milchsektor durch subventioniertes Milchpulver und Butterfett aus der EU niederkonkurriert zu werden &ndash; mit verheerenden Folgen f&uuml;r die sch&auml;tzungsweise 90 Millionen Menschen, die in diesem Wirtschaftszweig arbeiten. Dabei hatte gerade dieser Sektor bereits 1999 die fatalen Folgen von Handelsliberalisierungen zu sp&uuml;ren bekommen: In jenem Jahr &ouml;ffnete die indische Regierung den durch hohe Z&ouml;lle gesch&uuml;tzten Milchsektor f&uuml;r Importe aus anderen Staaten. Die Konsequenz: Der Milchpreis fiel ins Bodenlose und gef&auml;hrdete die Existenz von Millionen Kleinbauern. Nach massiven Protesten musste die indische Regierung die Z&ouml;lle wieder einf&uuml;hren. Auch dem indischen Einzelhandel, mit 37 Millionen Besch&auml;ftigten der zweitgr&ouml;&szlig;te Arbeitsmarkt, drohen bei Abschluss des EU-Indien-Freihandelsabkommens extreme soziale Verwerfungen. Zw&ouml;lf Millionen kleinere Einzelh&auml;ndler k&ouml;nnten einer Studie zufolge ihre Existenzgrundlage verlieren.[2] Wenn aber schon ein aufstrebender Schwellenstaat wie Indien einige seiner Wirtschaftssektoren nicht vor den dramatischen &ouml;konomischen und sozialen Folgen des Freihandels sch&uuml;tzen kann, wie steht es dann erst um L&auml;nder, die wirtschaftlich weitaus schw&auml;cher sind &ndash; wie etwa die sogenannten Entwicklungsl&auml;nder der afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten (AKP-Staaten)? Derzeit versucht die EU, ihre Handelsbeziehungen gerade mit diesen Staaten mittels der &bdquo;Wirtschaftspartnerschaftsabkommen&ldquo; (Economic Partnership Agreement, EPA) neu zu verhandeln &ndash; im Kern l&auml;uft auch dies auf die Ausweitung des Freihandels hinaus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2013\/juni\/kolonialismus-auf-samtpfoten\">Bl&auml;tter<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Im Grunde setzt die EU nur fort, was im EU-Binnenmarkt schon l&auml;ngst Realit&auml;t ist. Die weniger entwickelten L&auml;nder wurden und werden vom Exportkapital des EU-Kerns niederkonkurriert. So kam z.B. Osteuropa erst gar nicht dazu, in seinen noch jungen Marktwirtschaften konkurrenzf&auml;hige Produktionen zu entfalten. Und was bedeuten Freihandelsabkommen mit einem Schwellenland wie Indien f&uuml;r die EU selbst? Sozial- und Umweltklauseln hat die EU auf Druck des indischen Verhandlungspartners  schon l&auml;ngst fallen gelassen. Kinderarbeit z.B. ist zwar offiziell verboten, doch in vielen Branchen vom Steinmetzhandwerk bis zur Textilindustrie arbeiten Kinder f&uuml;r einen Hungerlohn. Indien f&uuml;rchtet, dass die EU damit neue Handelsbarrieren begr&uuml;nden k&ouml;nnte. In Zukunft werden bei den Produkten, mit denen Indien eines Tages direkt mit der EU konkurrieren wird, hiesige Unternehmen nicht nur mit niedrigen L&ouml;hnen, sondern auch mit Unternehmen zu tun haben, denen soziale Standards, Arbeitnehmerrechte oder Umweltstandards keine Kosten verursachen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Deutschland geht kaputt<\/strong><br>\n7,2 Milliarden Euro fehlen jedes Jahr f&uuml;r Schienen, Stra&szlig;en und Schleusen. Das Fundament des Wohlstands br&ouml;ckelt [&hellip;]<br>\nDas Land altert schleichend, auf den ersten Blick merkt man es nicht. Deutschlands Verkehrsnetz ist das gr&ouml;&szlig;te und dichteste Europas, das Land lebt von seiner Lage im Herzen des Kontinents und davon, dass Waren schnell herankommen oder weggebracht werden. Infrastruktur ist ein anderes Wort f&uuml;r Unterbau, sie ist die Wohlstandsbasis dieses Landes. Aber der Unterbau zerbricht. In der kommenden Woche wird das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung eine neue Studie vorstellen. Darin steht, dass Deutschland im internationalen Vergleich zu viel spart und zu wenig investiert. Das betrifft die Energieversorgung, das Bildungssystem &ndash; und die Verkehrswege.<br>\nDie Regierung kennt das Problem, aber sie unternimmt nichts. Und so ist dies nicht nur eine Geschichte &uuml;ber ein eigentlich reiches Land, dem es immer schwerer f&auml;llt, seinen Reichtum zu erhalten. Sondern auch eine Geschichte &uuml;ber die Kurzsichtigkeit von Politikern und das Scheitern einer Sparpolitik, die nur aufs K&uuml;rzen staatlicher Ausgaben setzt und dar&uuml;ber das Investieren in die eigene Zukunft vergisst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2013\/26\/infrastruktur-schienen-strassen\/komplettansicht\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Bahnprivatisierung &ndash; Erfahrungen und notwendige Konsequenzen<\/strong><br>\nIn Deutschland scheint es mit der Finanzkrise ab 2009 schlagartig still um ein Thema geworden zu sein, das in den 15 Jahren vor dieser Krise &auml;u&szlig;erst scharf und von einer breiten &Ouml;ffentlichkeit debattiert wurde: Bahnprivatisierung. Der eigentlich f&uuml;r Ende der 2000er Jahre vorgesehene B&ouml;rsengang, von Ex-Bahnchef Hartmut Mehdorn vehement angestrebt, wurde allerdings in erster Linie nur deshalb abgesagt, weil heute nicht einmal ann&auml;hernd die gew&uuml;nschten Einnahmen erzielt werden k&ouml;nnten. Vom Tisch ist die Bahnprivatisierung damit noch nicht. Sie vollst&auml;ndig abzublasen, w&auml;re aber das einzig Richtige angesichts der Erfahrungen, die in den letzten 20 Jahren in Gro&szlig;britannien, Neuseeland und auch in Deutschland gemacht wurden.<br>\nEin kurzer Blick zur&uuml;ck: Im Zuge der neoliberalen Wende der 1970er Jahre ideologisch vorbereitet, wurde ab den 1980er Jahren die &ouml;ffentliche Daseinsvorsorge in zahlreichen Staaten liberalisiert und ehemals staatliche Unternehmen privatisiert. Einen H&ouml;hepunkt fand diese Entwicklung in den 1990er Jahren. Damals wie heute sind die Begr&uuml;ndungen die gleichen: Private, so wird wieder und wieder kolportiert, seien g&uuml;nstiger und effizienter als staatliche Unternehmen. Zudem erhoffte man sich durch den Verkauf der Unternehmen gr&ouml;&szlig;ere Einnahmen f&uuml;r die &ouml;ffentliche Hand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/994\">anntazioni<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Broder, Grass und die SPD<\/strong><br>\nEs war ein spannender und erkenntnisreicher Abend im Willy-Brandt-Haus. Allerdings verlief er nicht ganz so, wie der &ldquo;Welt&rdquo;-Kolumnist es darstellt [&hellip;]<br>\nDas ist richtig, es ging dann nat&uuml;rlich auch um aktuelle Politik. Broder unterschl&auml;gt nur einfach die andere H&auml;lfte der Wahrheit. [&hellip;] Gravierender ist, dass Broder verschweigt, dass Steinbr&uuml;ck an dieser Stelle Grass heftig widersprochen hat. Dem Zerrbild der S&ouml;ldnerarmee hielt Steinbr&uuml;ck das Ideal der Bundeswehr als B&uuml;rgerarmee entgegen. Man kann davon halten, was man will, die Einlassung eines &ldquo;Vortragsreisenden&rdquo; (Broder) war das nicht. Sondern Leidenschaft, Lust am Streitgespr&auml;ch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/michael-angele\/broder-grass-und-die-spd\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-17801","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17801","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=17801"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17801\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17805,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17801\/revisions\/17805"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=17801"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=17801"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=17801"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}