{"id":17836,"date":"2013-07-03T08:51:24","date_gmt":"2013-07-03T06:51:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17836"},"modified":"2015-11-09T12:58:53","modified_gmt":"2015-11-09T11:58:53","slug":"hinweise-des-tages-1913","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17836","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17836#h01\">Internet&uuml;berwachung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17836#h02\">Agenda 2010 als Vorbild &ndash; Merkels Nachhilfe f&uuml;r Schuldenstaaten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17836#h03\">EU-Ermittlungen auch gegen Deutsche Bank &ndash; Banken unter Kartellverdacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17836#h04\">WestLB verlor sechs Milliarden Euro in der Karibik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17836#h05\">Paul Krugman: Krieg gegen die Arbeitslosen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17836#h06\">Steuerschlupfl&ouml;cher teilweise gestopft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17836#h07\">Europameister in sozialer Ungleichheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17836#h08\">Neuer Fieberschub<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17836#h09\">Rechengr&ouml;&szlig;en der Sozialversicherung und sonstige Werte f&uuml;r das 1. Halbjahr 2013<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17836#h10\">GEW: &bdquo;Wir brauchen einen Kita-Gipfel&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17836#h11\">Der Lockruf der Krankenkassen wirkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17836#h12\">Die T&uuml;rkei vor der Demokratiefrage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17836#h13\">Merkel ohne Mehrheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17836#h14\">Zeitungsverleger: Internet als einziger Hoffnungstr&auml;ger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17836#h15\">50 Jahre Bundesliga &ndash; Vom &ldquo;Proletensport&rdquo; zum &ldquo;Kulturgut&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17836#h16\">Das Letzte: &bdquo;Leicht vermittelbar&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17836&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Internet&uuml;berwachung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>US-Datenskandal: Amerikas millionenfacher Rechtsbruch<\/strong><br>\nNach deutschem Strafrecht haben die Datenr&auml;uber aus den USA Gesetze gebrochen: Auf das Aussp&auml;hen von Daten und &ldquo;geheimdienstliche Agentent&auml;tigkeit&rdquo; stehen mehrj&auml;hrige Haftstrafen. Deutsche Ankl&auml;ger pr&uuml;fen schon, wie sie in dieser delikaten Angelegenheit verfahren sollen. [&hellip;]<br>\nDoch den T&auml;tern droht weit gr&ouml;&szlig;eres Ungemach: Die Datenspionage d&uuml;rfte &ndash; mindestens teilweise &ndash; als &ldquo;Geheimdienstliche Agentent&auml;tigkeit&rdquo; gelten. Nach Paragraf 99 des Strafgesetzbuchs wird verurteilt, wer &ldquo;f&uuml;r den Geheimdienst einer fremden&rdquo; Macht in Deutschland herumschn&uuml;ffelt &ndash; soweit &ldquo;die T&auml;tigkeit gegen die Bundesrepublik Deutschland gerichtet&rdquo; ist. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Praktizieren fremde Nachrichtendienste auf deutschem Boden nachrichtendienstliche Methoden, die massiv den Grundwerten unserer Verfassung zuwider laufen&rdquo;, sei auch dies ein Fall des Paragraf 99, hei&szlig;t es im f&uuml;hrenden deutschen Strafrechts-Handbuch, dem &ldquo;M&uuml;nchner Kommentar&rdquo;. [&hellip;]<br>\nWer hat wann genau wo welche Kabel angezapft? Fragen wie diese werden in den n&auml;chsten Wochen massenhaft auf die Karlsruher Bundesanwaltschaft zukommen, wenn sich &ndash; wie intern bef&uuml;rchtet &ndash; Staatsanwaltschaften aus ganz Deutschland mit ihrem &ldquo;Anfangsverdacht&rdquo; gegen Geheimdienstler in Gro&szlig;britannien und den USA hilfesuchend an die Staatsschutzermittler wenden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/analyse-von-thomas-darnstaedt-wie-kriminell-ist-die-nsa-a-909013.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Verwirrung um Snowden: Flugzeug von Pr&auml;sident Morales zu Wien-Stopp gezwungen<\/strong><br>\nPr&auml;sident Morales war an Bord &ndash; aber auch Edward Snowden? Eine aus Moskau kommende bolivianische Regierungsmaschine musste wegen entsprechender Ger&uuml;chte in Wien landen. Der Au&szlig;enminister des Landes wies die Vermutungen als &ldquo;enorme L&uuml;ge&rdquo; zur&uuml;ck. [&hellip;]<br>\nAls das Flugzeug bereits in der Luft war, seien sie informiert worden, dass sie den franz&ouml;sischen Luftraum nicht &uuml;berfliegen k&ouml;nnten. Deshalb sei die Maschine in Wien gelandet. [&hellip;] Saavedra sagte in einem sp&auml;teren Fernsehinterview, Frankreichs Regierung habe so ihren Fehler zugegeben. Portugal, Italien und Spanien verweigerten die &Uuml;berflugrechte jedoch, wurde Saaverdra weiter zitiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/snowden-geruechte-boliviens-praesidentenmaschine-muss-in-wien-landen-a-909108.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Dies ist ein unglaublicher Vorgang. Vier EU-L&auml;nder sperren ihren Luftraum f&uuml;r eine Regierungsmaschine, &bdquo;nur&ldquo; weil sie den Verdacht haben, dass eine Person an Bord ist, gegen die in den USA wegen eines vermeintlichen Verbrechens ermittelt wird, das noch nicht einmal als Kapitalverbrechen eingestuft werden kann? Das Verhalten der Europ&auml;er im Fall Snowden ist kaum von dem eines US-Vasallen zu unterscheiden. Snowden t&auml;te gut daran, bei seinem Asyl-Ansuchen einen weiten Bogen um die EU zu machen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Snowden nach Deutschland? Merkel k&ouml;nnte, wenn sie wollte<\/strong><br>\nSnowdens Schutz vor der US-Regierung w&auml;re auch ohne Asylantrag m&ouml;glich, vielleicht sogar noch vielversprechender, und zwar mit einer Aufenthaltserlaubnis. Die Krux an der Sache: Die Bundesregierung muss es politisch wollen&hellip;<br>\nParagraf 22 des Aufenthaltsgesetzes billigt genau das dem Innenministerium zu, wenn eine Aufnahme der &bdquo;Wahrung politischer Interessen der Bundesrepublik Deutschland&ldquo; dient. Das ist durchaus keine Seltenheit&hellip;<br>\nZwar hat Deutschland hat mit den USA ein Auslieferungsabkommen. Berlin muss also straff&auml;llige Fl&uuml;chtlinge grunds&auml;tzlich an Washington ausliefern. Doch sieht die Juristin Pelzer trotzdem eine rechtliche M&ouml;glichkeit, den USA das im Fall der F&auml;lle zu verweigern. N&auml;mlich dann, wenn die Regierung den Fall Snowden als politisches Verfahren einstufe. Auch dabei sei der politische Wille in Berlin entscheidend&hellip;<br>\n&ldquo;Wir appellieren an Sie, Edward Snowden eine Aufenthaltserlaubnis nach Paragraf 22 des Aufenthaltsgesetzes zu erteilen&ldquo;, schrieben die Gr&uuml;nen-Spitzenkandidaten Katrin G&ouml;ring-Eckardt und J&uuml;rgen Trittin an die Kanzlerin in einem Brief&hellip;<br>\nDie Vorsitzende der Linkspartei, Katja Kipping, r&auml;t Merkel gar, &ldquo;die Kanzlermaschine nach Moskau schicken und Edward Snowden nach Berlin holen&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/snowden-nach-deutschland-merkel-koennte-wenn-sie-wollte\/8435384.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Geheuchelte Emp&ouml;rung<\/strong><br>\nDie Emp&ouml;rung ist gro&szlig; in Deutschland. Ausgerechnet der Verb&uuml;ndete USA hat auch hierzulande Telefon- und Internetverbindungen &uuml;berwacht. Doch die angebliche Unwissenheit deutscher Politiker ist ein gef&auml;hrliches Spiel, kommentiert Elmar Theve&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/Geheuchelte-Emp%C3%B6rung-28615488.html\">Heute<\/a>\n<p><strong>dazu: Geheuchelte Emp&ouml;rung im Abh&ouml;rskandal?<\/strong><br>\nWenn es stimmt, was Elmar Theve&szlig;en, stellvertretender Chefredakteur des ZDF und Geheimdienstexperte,  gestern abend im ZDF-heute journal h&ouml;chst plausibel darlegte, so w&auml;re dem Abh&ouml;rskandal ein weiteres Kapitel hinzuf&uuml;gen, das geeignet w&auml;re, unsere Politiker in hohem Ma&szlig;e zu desavouieren und blo&szlig;zustellen. [&hellip;]<br>\nWenn es stimmt, dass die allenthalben ge&auml;u&szlig;erte Entr&uuml;stung &uuml;ber die bislang angeblich unbekannten Abh&ouml;rpraktiken der Geheimdienste nur vorget&auml;uscht ist, dann werden wir nicht nur von &ldquo;befreundeten&rdquo; Staaten an der Nase herumgef&uuml;hrt, sondern auch von unseren eigenen Politikern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/denkraum.wordpress.com\/2013\/07\/02\/geheuchelte-emporung-im-abhorskandal\/\">Denkraum<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Internet-Austauschknoten als Abh&ouml;rziele<\/strong><br>\nMindestens ein Teil des &uuml;ber den Internet-Knoten De-CIX laufenden Datenverkehrs wird f&uuml;r den BND und andere &ldquo;Bedarfstr&auml;ger&rdquo; ausgeleitet. Das best&auml;tigte ein Experte aus dem Umfeld des deutschen Austauschknotens gegen&uuml;ber heise online. [&hellip;]<br>\nSowohl Justizministerien Sabine Leutheusser-Schnarrenberger als auch der Vorsitzende der G10-Kommission Hans De With haben die Abh&ouml;rt&auml;tigkeit der deutschen Dienste best&auml;tigt. De With hat sogar Aussagen zum Umfang gemacht: Im Rahmen der strategischen Aufkl&auml;rung werde durchschnittlich auf rund 5 Prozent des Datenverkehrs zugegriffen, die vereinbarte Obergrenze von 20 Prozent des Datenverkehrs werde fast nie ausgesch&ouml;pft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/ix\/meldung\/NSA-Abhoerskandal-PRISM-Internet-Austauschknoten-als-Abhoerziele-1909604.html\">iX<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Diese Meldung ist hoch interessant. Dies w&auml;re doch einmal ein Thema, bei dem es sich f&uuml;r die gro&szlig;en Medien lohnen w&uuml;rde, investigastiv zu ermitteln.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&lsquo;Incredible strain&rsquo; in relations between Ecuador and WikiLeaks founder Julian Assange over his involvement in Edward Snowden NSA whistleblower affair<\/strong><br>\nRelations between the Ecuadorean government and WikiLeaks founder Julian Assange are becoming &ldquo;incredibly strained&rdquo; over the latter&rsquo;s involvement in the Edward Snowden affair, The Independent has learned.<br>\nIf unresolved, the tensions &ndash; which were confirmed by a Quito source on Monday &ndash; could bring into question Mr Assange&rsquo;s own position within the Andean nation&rsquo;s London embassy. He claimed asylum there more than a year ago in order to avoid extradition to Sweden.<br>\nEcuador&rsquo;s President Rafael Correa was furious with his own diplomat Fidel Narvaez, who &ndash; in conjunction with Mr Assange &ndash; organised the handing of a safe passage letter to Mr Snowden. He called the move, which was apparently made without consulting the central government, a &ldquo;serious error&rdquo;, for which the consul was likely to be punished. And WikiLeaks&rsquo; involvement in the debacle also angered Quito.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.independent.co.uk\/news\/world\/politics\/exclusive-incredible-strain-in-relations-between-ecuador-and-wikileaks-founder-julian-assange-over-his-involvement-in-edward-snowden-nsa-whistleblower-affair-8681776.html\">Independent<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Es stellt sich in der Tat die Frage, ob Edward Snowden nicht einen gro&szlig;en Fehler begangen hat, als er sich dem Selbstdarsteller Julian Assange anvertraute. Ecuador scheint als sicherer Hafen <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/world\/2013\/jul\/02\/ecuador-rafael-correa-snowden-mistake\">zumindest auszuscheiden<\/a>. Es sieht so aus, als sei Edward Snowden nur der Bauer in einem Schachspiel.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Agenda 2010 als Vorbild &ndash; Merkels Nachhilfe f&uuml;r Schuldenstaaten<\/strong><br>\nAm Mittwoch kommen die 28 Arbeitsminister der EU und einige Regierungschefs in Berlin zusammen. Die Kanzlerin will den Problem-Staaten sagen, wie sie auf die gewaltige Jugendarbeitslosigkeit reagieren sollen. Dabei geht es auch um ein Mittel, das in Deutschland einen schlechten Ruf hat: Leiharbeit&hellip;<br>\nWas die Kanzlerin als offene Debatte darstellt, einen &ldquo;Austausch von Best-Practice-Beispielen&rdquo;, ist f&uuml;r die angereisten Minister eine Nachhilfestunde in Sachen Arbeitsmarktpolitik. Der Lehrplan steht, doch die Bundesregierung will nicht sagen, was die Inhalte sind, und welche deutschen Best-Practice-Beispiele eine Rolle spielen. Der Konferenz solle &ldquo;nicht vorgegriffen&rdquo; werden, sagt eine Regierungssprecherin. Es sei allerdings bekannt, dass die Arbeitsagenturen &ldquo;differenzierte Hilfestellungen anbieten, damit der &Uuml;bergang von der Schule ins Berufsleben gelingt&rdquo;, deutet sie an.<br>\nAndererseits ist oft von &ldquo;Strukturreformen&rdquo; die Rede, Merkel erw&auml;hnt den Begriff immer wieder. Was damit konkret gemeint ist? Die Kanzlerin sagt nur, Deutschland habe &ldquo;insbesondere durch die Arbeitsmarktpolitik in den neuen Bundesl&auml;ndern erhebliche Erfahrungen&rdquo;.<br>\nAls sie die Konferenz im Mai ank&uuml;ndigte, waren ihre Sprecher allerdings auskunftsfreudiger. n-tv.de fragte nach, auf welcher Grundlage die Bundesregierung zu Aussagen &uuml;ber funktionierende und nicht funktionierende Arbeitsmarktpolitik gekommen sei und wie die Ergebnisse auss&auml;hen. Als Antwort schickte die Regierung einen Evaluationsbericht der Agenda 2010, auch Hartz-Reformen genannt. Nach Ansicht der Bundesregierung f&uuml;hrte das Paket dazu, dass die Arbeitslosenzahlen sanken und Deutschland die Finanzkrise besser verkraftete als andere L&auml;nder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Merkels-Nachhilfe-fuer-Schuldenstaaten-article10910876.html\">n-tv<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Was soll man noch sagen? Das deutsche Austerit&auml;tsdiktat hat die Volkswirtschaften von Griechenland, Spanien und Portugal in eine tiefe Rezession getrieben. Mit der Folge explodierender Arbeitslosenzahlen, insbesondere der Jugendarbeitslosigkeit. Und Merkel f&auml;llt nichts anderes ein als zu empfehlen die betroffenen L&auml;nder sollten die deutsche Agenda 2010 kopieren. Dabei kann gerade die deutsche Agendapolitik als eine der wesentlichen Ursachen der Eurokrise angesehen werden. In welcher Welt lebt diese Frau eigentlich?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>EU-Ermittlungen auch gegen Deutsche Bank &ndash; Banken unter Kartellverdacht<\/strong><br>\n13 Gro&szlig;banken haben &Auml;rger mit der Europ&auml;ischen Union. Sie sollen im Handel mit Kreditausfallversicherungen getrickst haben. Nun drohen ihnen Geldstrafen. Auch die Deutsche Bank ist mal wieder involviert&hellip;<br>\nDie Banken sollen anderen Unternehmen den Zugang zum CDS-Markt verwehrt haben, indem sie sich mit den entscheidenden Plattformen verschworen. Zu den Opfern sollen die Deutsche B&ouml;rse in Frankfurt und die B&ouml;rse Chicago Mercantile Exchange geh&ouml;ren, die auf dem Markt selbst t&auml;tig werden wollten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/eu-ermittlungen-auch-gegen-deutsche-bank-banken-unter-kartellverdacht-1.1709737\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>WestLB verlor sechs Milliarden Euro in der Karibik<\/strong><br>\nDanach kamen zum Stichtag 31. M&auml;rz 2008 exakt 25,3 Prozent der toxischen Wertpapiere der WestLB, die auf die Zweckgesellschaft Phoenix &uuml;bertragen wurden, von Aktivit&auml;ten auf den Caymans und 1,3 Prozent von Niederlassungen auf Jersey. Phoenix ist eine Zweckgesellschaft, in die die WestLB im ersten Quartal 2008 ihre nicht mehr handelbaren Wertpapiere ausgliederte. Der Wert des Portfolios betrug 23 Milliarden Euro. Diese &bdquo;toxischen&ldquo; Papiere landeten Ende 2009 in der Bad Bank der WestLB, der Ersten Abwicklungsanstalt (EAA)&hellip;<br>\nBereits vor wenigen Wochen war bekannt geworden, dass die WestLB teilweise seit 1975 Briefkastenfirmen in &Uuml;bersee unterhielt. Die Niederlassungen auf den Caymans, auf den Bermudas, Jersey oder den niederl&auml;ndischen Antillen existieren noch immer. Die letzte dieser Gesellschaften wurde 2004 gegr&uuml;ndet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken\/zockerei-der-landesbank-westlb-verlor-sechs-milliarden-euro-in-der-karibik\/8432664.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Paul Krugman: Krieg gegen die Arbeitslosen<\/strong><br>\nIst das Leben zu einfach f&uuml;r die Arbeitslosen? Sie sehen das vielleicht nicht so, und ich ganz bestimmt auch nicht. Aber erstaunlicherweise denken so viele, wom&ouml;glich fast alle Republikaner. Und danach handeln sie dann auch: Es gibt eine landesweite Bewegung, die Arbeitslosen zu bestrafen, und zwar beruht die auf der Pr&auml;misse, man k&ouml;nne die Arbeitslosigkeit dadurch beseitigen, dass man das Leben der Arbeitslosen noch erb&auml;rmlicher macht&hellip;<br>\nAber der Kampf gegen die Arbeitslosen beruht nicht ausschlie&szlig;lich auf Grausamkeit, er ist eher eine Verbindung von sch&auml;biger Gesinnung und wirtschaftlicher Fehleinsch&auml;tzung&hellip;<br>\nGanz allgemein meinen die modernen Konservativen, unser Volkscharakter werde durch Sozialprogramme verdorben&hellip;<br>\nEine Lohnk&uuml;rzung mag einem Besch&auml;ftigten helfen, den Job zu behalten, indem sie ihn oder sie als Arbeitskraft billiger macht als die Mitbewerber; Aber eine K&uuml;rzung der L&ouml;hne aller Besch&auml;ftigten senkt doch blo&szlig; auch das Einkommen aller Besch&auml;ftigten  &ndash;  und sie verschlimmert die Schuldenlast, die ja einer der Hauptgr&uuml;nde daf&uuml;r ist, dass unsere Wirtschaft nicht auf die Beine kommt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2013\/07\/01\/opinion\/krugman-the-war-on-the-unemployed.html?_r=0\">New York Times, Paul Krugman &bdquo;War on the Unemployed&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Steuerschlupfl&ouml;cher teilweise gestopft<\/strong><br>\nAngebliche Einigung beim Gipfel der G-8-Staaten, aber was folgt daraus? Auf den Fortschritt-Seiten vom 15.\/16. Juni forderte Sven Giegold, die Steuerschlupfl&ouml;cher f&uuml;r Unternehmen zu schlie&szlig;en. Giegold wies in seinem Artikel darauf hin, dass nach jahrelangen Kampagnen gegen die Steuerflucht dem Geldverschieben privater Personen relativ gut beizukommen sei: Nach Vorbild der USA k&ouml;nne man die Banken zur Lieferung von Steuerdaten verpflichten. Das Problem liege nun vor allem bei den Unternehmen. Denn die einzelnen Staaten einigten sich nicht auf einheitliche Regeln f&uuml;r die Unternehmensbesteuerung, nicht mal in der EU.  Der britische Finanzminister George Osborne gab sich euphorisch: &ldquo;Mehr Fortschritt in den vergangenen 24 Stunden als in den 24 Jahren zuvor&rdquo;, verk&uuml;ndete er danach in Sachen Steuerflucht. So m&uuml;ssten Firmen ihre wahren Eigent&uuml;mer k&uuml;nftig den Steuerbeh&ouml;rden offenlegen. Steuer-NGOs waren weit weniger begeistert, denn sie sahen nur Absichtserkl&auml;rungen und keine Einstimmigkeit. Auch fordern Steueraktivisten seit Langem, dass Informationen nicht nur den Finanz&auml;mtern bekannt sein m&uuml;ssten, sondern auch &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen Registern. Dagegen sperren sich aber viele G-8-L&auml;nder, darunter Deutschland. Auch ist in der Erkl&auml;rung der G 8 keineswegs die Rede von einer Aufschl&uuml;sselung der Daten nach einzelnen L&auml;ndern. Das aber ist gerade der Knackpunkt bei multinationalen Firmen. Sven Giegold meint zum Gipfel: &ldquo;Die Festlegung auf automatischen Informationsaustausch ist ein Fortschritt f&uuml;r die G 8. Aber dessen Erfolg steht und f&auml;llt mit der Transparenz, wer hinter Briefkastenfirmen, Stiftungen &amp; Co. steht. An diesem zentralen Punkt ist die G-8-Abschlusserkl&auml;rung unklar. Vor allem brauchen wir international &ouml;ffentliche Unternehmensregister, die Transparenz &uuml;ber wirtschaftlich Beg&uuml;nstigte herstellen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=hi&amp;dig=2013%2F06%2F29%2Fa0163&amp;cHash=9b927e504a2640d1ec24a815d0562da8\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Europameister in sozialer Ungleichheit<\/strong><br>\nDie Berliner Republik weist bei der Verm&ouml;gensverteilung mit einem Gini-Koeffizienten von 76 die gr&ouml;&szlig;te soziale Schieflage im Euroraum aus. So verf&uuml;gt der Medianhaushalt mit 51.400 Euro nur &uuml;ber 26% des Verm&ouml;gens des Durchschnittshaushalts (195.200 Euro). Im Durchschnitt des Euroraums liegt der entsprechende Wert bei 47%. Das hat zum einen mit der wachsenden Ungleichheit bei den Prim&auml;reinkommen (drastisch sinkende Lohnquote) in den letzen 20 Jahren zu tun, zum anderen aber auch mit der die Verm&ouml;genden in diesem Land enorm beg&uuml;nstigenden Steuerpolitik (Abschaffung Verm&ouml;genssteuer, Steuersenkungen f&uuml;r Unternehmen und Verm&ouml;gensbesitzer)&hellip;<br>\nMit weitem Abstand ist das Einkommen pro Haushalt in Luxemburg am h&ouml;chsten: Im Durchschnitt liegt es bei 83.700 Euro pro Jahr. Der Median liegt immerhin noch bei 64.800 Euro. &Uuml;ber weit weniger, aber immer noch mehr als die meisten anderen Euro-L&auml;nder, verf&uuml;gen Belgien (49.500 Euro\/Median: 33.700 Euro), die Niederlande (Durchschnitt: 45.800 Euro\/Median:40.600 Euro), Finnland (Durchschnitt: 45.100 Euro\/Median: 36.300 Euro) und Deutschland (43.500 Euro\/Median: 32.500 Euro). Zum Vergleich: In der Eurozone liegt das durchschnittliche Einkommen pro Haushalt bei 37.800 Euro, der Median nur bei 28.600 Euro &ndash; ein Unterschied von 32%. Das ist deshalb so wichtig, weil eben genau diese Abweichung einen Hinweis auf die Verteilung der Einkommen gibt. Auch hier zeigt sich der Zahlmeister Deutschland als Spitzenreiter in Sachen sozialer Spaltung. Er ist bei den Einkommen der Haushalte nach Belgien das Land mit der h&ouml;chsten Abweichung (34%) zwischen Durchschnitts- und Medianwert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/heft_nr_7_8_juli_2013\/detail\/artikel\/europameister-in-sozialer-ungleichheit\/\">Sozialismus<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Neuer Fieberschub<\/strong><br>\nDie Eurokrise versch&auml;rft sich wieder, vor allem in Portugal: Dort tritt der Finanzminister zur&uuml;ck &ndash; aus Protest gegen das verfehlte Spardiktat. Aber auch aus Rom und Athen kommen schlechte Nachrichten. Der Sommer wird hei&szlig;. Beim EU-Gipfel spielte die Eurokrise keine Rolle, genauso wenig wie die NSA-Spionageaff&auml;re. Die Chefs, Kanzlerin Merkel voran, wollen mit schlechten Nachrichten nichts mehr zu tun haben. Doch nun kommt es ganz dicke: Erst meldete das Statistikamt Eurostat einen neuen H&ouml;chsttand der Arbeitslosigkeit in Euroland. (&hellip;)  Dann folgten die Schreckensnachrichten aus den Krisenl&auml;ndern. In Italien erreicht die Arbeitslosenquote mit 12,2 Prozent den h&ouml;chsten Wert seit 36 Jahren &ndash; den Reformvorgaben aus Br&uuml;ssel und Ex-Premier Monti sei dank. Gleichzeitig k&uuml;ndigte die neue Regierung in Rom eine neue Welle von Sparma&szlig;nahmen an. Auch eine Solidarit&auml;tssteuer ist im Gespr&auml;ch. Da all dies den Wahlversprechen widerspricht, droht eine weitere Regierungskrise. Derweil bereitet sich die Troika in Griechenland auf neue Kraftproben vor. Sie will die neue Regierung in Athen zwingen, bis Jahresende 4000 Beamte zu entlassen und mehr als 10.000 weitere aufs Abstellgleis zu schieben. Zudem stehen massive Einschnitte im Gesundheitswesen bevor; ganze Klinken m&uuml;ssen schlie&szlig;en. Wenn die Griechen nicht spuren, dreht die Troika Ende Juli den Geldhahn zu. Es geht um 8,1 Mrd. Euro &ndash; also ums &Uuml;berleben. Ein hei&szlig;er Sommer steht auch Portugal bevor. Dort ist Finanzminister Gaspar zur&uuml;ckgetreten, der bisher als treuer Diener der Troika und &ldquo;Architekt&rdquo; der drastischen Sparma&szlig;nahmen galt. Hier geht es um 4,7 Mrd. Euro neuer K&uuml;rzungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/neuer-fieberschub\/\">Lost in EUrope<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Rechengr&ouml;&szlig;en der Sozialversicherung und sonstige Werte f&uuml;r das 1. Halbjahr 2013<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.portal-sozialpolitik.de\/uploads\/sopo\/pdf\/2013\/2013-01-00-Rechengroessen-1-Hj.pdf\">Portal Sozialpolitik [PDF &ndash; 386 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wieder einmal ein Beitrag von Johannes Steffen von der Arbeitnehmerkammer Bremen der f&uuml;r alle, die sich f&uuml;r Sozialpolitik eine Fundgrube darstellt.<\/em><br>\n<em>Wer nach Fakten und Daten zur Renten-, Kranken-, Pflegeversicherung und zur F&uuml;rsorge sucht wird hier f&uuml;ndig.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>GEW: &bdquo;Wir brauchen einen Kita-Gipfel&ldquo;<\/strong><br>\nDer Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz wird f&uuml;r die Kommunen zum gro&szlig;en Problem, wenn nicht Bund und L&auml;nder bei der Finanzierung helfen, sagt Norbert Hocke. Der Erziehungsgewerkschafter fordert einen Kita-Gipfel und einen neuen Beruf: die Kindheitsp&auml;dagogin&hellip;<br>\nWir m&uuml;ssen eine neue Finanzierung bekommen, weil die Kommunen auf Dauer nicht in der Lage sind, hier diesen Rechtsanspruch, nach dem Kindergarten jetzt den Krippenplatz &ndash; und ich gehe mal davon aus, dass wir bald einen Ganztagsrechtsanspruch auch bekommen -, dass wir in dieser Frage die Kommunen nicht h&auml;ngen lassen. Die Kommunen sind das schw&auml;chste Glied, und deshalb m&uuml;ssen die anderen gesellschaftlichen Gruppierungen, Bund und L&auml;nder, viel, viel st&auml;rker als bisher einsteigen. Und dazu braucht es einen Gipfel, um sich dar&uuml;ber auseinanderzusetzen und auszutauschen&hellip;<br>\nEs wird eine Durststrecke geben, die nur dadurch &uuml;berwunden werden kann, wenn man jetzt beginnt, z&uuml;gig an drei Stellschrauben zu drehen. N&auml;mlich erstens die Erzieher-Kind-Relation deutlich zu verbessern, das bedeutet zwar, dass man augenblicklich noch mehr Personal braucht. Zweitens muss man die Leitungskr&auml;fte von der Arbeit, der Gruppenarbeit freistellen. Und drittens brauchen wir eine Vor- und Nachbereitungszeit f&uuml;r das Personal. Wir m&uuml;ssen ein qualifiziertes System hinbekommen, was den Arbeitsplatz Kita deutlich attraktiver macht. Wir m&uuml;ssen aktuell wegkommen von Teilzeitbesch&auml;ftigungen. Die f&uuml;hren dazu, dass dieser Beruf nur ein Zuverdienerberuf im Westen geworden ist und kein eigenst&auml;ndiger Beruf. Und wir m&uuml;ssen deutlich die Ausbildungskapazit&auml;ten an den Hochschulen deutlich nach oben fahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/2163607\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Der Lockruf der Krankenkassen wirkt<\/strong><br>\nDie private Krankenversicherung (PKV) k&auml;mpft verzweifelt um neue Kunden. Um hohe Abg&auml;nge auszugleichen, steckt die kleine Branche immer mehr Geld in die Anwerbung von Angestellten und Selbstst&auml;ndigen. Trotzdem gingen im vergangenen Jahr erstmals mehr Privatpatienten zur&uuml;ck zu den Krankenkassen als umgekehrt neue angelockt wurden. Die Folge: Die Kosten f&uuml;r einen neuen Kunden schossen hoch &ndash; auf einen Rekordwert.<br>\n&bdquo;Die Abschlusskosten der Privatversicherer sind abstrus und bis zu etwa hundert Mal h&ouml;her als in der gesetzlichen Krankenversicherung. Das ist reine Geldverschwendung&ldquo;, kritisiert dementsprechend der Vorstandschef der Techniker Krankenkasse, Jens Baas. Darunter leiden die neuen Kunden: Sie bezahlen die hohen Anwerbekosten &ndash; mit ihren ersten Beitr&auml;gen.<br>\nSolche Trends in der Branche werden erst richtig deutlich, wenn man die Wanderungsbewegungen zwischen PKV und GKV sowie die jeweils neuen Vertragsabschl&uuml;sse langfristig betrachtet. Das f&auml;llt in den Rechenschaftsberichten der PKV-Branche unter den Tisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/vorsorge-versicherung\/nachrichten\/pkv-gegen-gkv-der-lockruf-der-krankenkassen-wirkt-\/8421014.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die T&uuml;rkei vor der Demokratiefrage<\/strong><br>\nOffensichtlich besteht Erdogans gro&szlig;es Ziel darin, der T&uuml;rkei beim hundertj&auml;hrigen Jubil&auml;um der Republik im Jahr 2023 als unangefochtener Staatschef vorzustehen. Manche Beobachter versuchen diesem Bestreben durch neue Begriffe wie &bdquo;autorit&auml;re Demokratie&ldquo; beizukommen. Speziell durch die j&uuml;ngsten Proteste wird jedoch immer klarer, dass Demokratie, Transparenz und die Bek&auml;mpfung von Korruption zusammen geh&ouml;ren, genauso wie Presse-, Versammlungs- und Meinungsfreiheit, Genderfragen und Chancengleichheit.<br>\n&Uuml;ber die Spaltung der t&uuml;rkischen Gesellschaft entlang unterschiedlicher &bdquo;Lebensweisen&ldquo; ist in den letzten Jahren viel diskutiert worden, doch nicht tiefgehend genug. Die wachsenden autorit&auml;ren Machtgeflechte und Beziehungen auf wirtschaftlicher und politischer Ebene werden oft &uuml;bersehen und der Blick ausschlie&szlig;lich auf eine entpolitisierte kulturelle Sph&auml;re gelenkt. Die These, dass islamische L&auml;nder einen neuen Weg der &bdquo;nichtwestlichen Modernisierung&ldquo; suchen und finden m&uuml;ssten, gilt es ebenfalls zu diskutieren, auch auf Grundlage der wirtschaftlichen Entwicklungen. Beispielsweise wirft der Umbau der Metropole Istanbul viel Profit f&uuml;r die neuen Konservativen ab. Um missliebige Gesch&auml;ftsleute aus dem &bdquo;s&auml;kularen Lager&ldquo; auszuschalten, werden manchmal auch marktwirtschaftliche Regeln &uuml;bergangen. Erdogan vertritt selbst eine neue Schicht anatolischer Gesch&auml;ftsleute, die ihre eigenen Interessen auch gegen die &bdquo;westliche Dominanz&ldquo; umsetzen wollen. H&auml;tte es nicht tats&auml;chlich den Kolonialismus des Westens gegeben, Erdogan h&auml;tte es weit schwerer, die Muslime immerfort als Opfer darzustellen &ndash; und sie auch tats&auml;chlich so zu begreifen. Seine AKP sieht sich tats&auml;chlich ein St&uuml;ck weit ausgestattet mit der Mission, &bdquo;die Muslime zu retten&ldquo;. Aus diesem Blickwinkel haben die Forderungen des s&auml;kularisierten, st&auml;dtischen B&uuml;rgertums gar keine Bedeutung. Sie sind bestenfalls naiv oder gar Teil einer gro&szlig;en Verschw&ouml;rung gegen die historische Entwicklung des Islam.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2013\/juli\/die-tuerkei-vor-der-demokratiefrage\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Merkel ohne Mehrheit<\/strong><br>\nLegt man die j&uuml;ngste ZDF-Umfrage zu Grunde, h&auml;ngt der Wahlausgang vom Ergebnis der FDP ab. Misslingt ihr die R&uuml;ckkehr in den Bundestag, hat die Union ihren Partner verloren. &bdquo;SPD bricht ein&ldquo; &ndash; &uuml;berschrieb das ZDF seine Umfrage. Dabei m&uuml;sse deren folgenreichste Aussage lauten: &bdquo;Merkel ohne Mehrheit&ldquo;. K&auml;me es dazu, st&uuml;nde nicht nur die Union vor Problemen&hellip;<br>\n40 Prozent der SPD-W&auml;hler k&ouml;nnen sich nun eine Koalition mit der Linken vorstellen, 53 Prozent lehnen sie ab. Gro&szlig; ist die L&uuml;cke nicht mehr. Sie lie&szlig;e sich sicher leicht schlie&szlig;en.<br>\nEs w&auml;re SPD-Chef Gabriel, der Rot-Rot-Gr&uuml;n durchholen m&uuml;sste. Reibungslos liefe das sicher nicht ab. Die Bef&uuml;rworter setzen auch auf die Hilfe von NRW-Ministerpr&auml;sidentin Kraft. Als Chefin des gr&ouml;&szlig;ten SPD-Verbandes und Sprecherin der SPD-L&auml;nder k&ouml;nnte sie in der Koalitionsdiskussion den Ausschlag geben&hellip;<br>\nOb Rot-Rot-Gr&uuml;n greift, entscheiden auch die Gr&uuml;nen. Sie st&uuml;nden vor der Wahl, mit der Union zu koalieren, eine rot-gr&uuml;ne Minderheitsregierung zu wagen oder sich auf Rot-Rot-Gr&uuml;n einzulassen. Auch die Gr&uuml;nen haben sich bisher um eine Entscheidung gedr&uuml;ckt&hellip;<br>\nSogar die Linke w&auml;re herausgefordert, sollte Schwarz-Gelb scheitern. Sie m&uuml;sste sich entscheiden, ob sie weiter Oppositionspartei bleiben will, oder ob sie H&uuml;rden abbaut, die einer Koalition mit SPD und Gr&uuml;nen im Wege stehen.<br>\nWelche Koalition sich f&auml;nde, hinge davon ab, wie entschlossen die Oppositionsparteien die &Auml;ra Merkel beenden wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/post-von-horn.de\/2013\/06\/30\/merkel-ohne-mehrheit\/?utm_source=Neolox+Mailings&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=Parteien+in+Verlegenheit&amp;utm_content=Mailing_6220643\">Post von Horn<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Allerdings ist jede Hoffnung, dass Merkel abgew&auml;hlt werden k&ouml;nnte, wohl vergeblich. Glaubt man dem Handelsblatt, dann will Steinbr&uuml;ck und die SPD eine gro&szlig;e Koalition nicht ausschlie&szlig;en und im &Uuml;brigen bleibe die SPD dabei, nur eine rot-rot-gr&uuml;ne Koalition einschlie&szlig;lich einer <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/bundestagswahl-steinbrueck-will-grosse-koaltition-nicht-ausschliessen\/8431938.html\">Tolerierung auszuschlie&szlig;en<\/a>. Mit solchen &Auml;u&szlig;erungen verfestigt Steinbr&uuml;ck das Grunddilemma dieses Wahlkampfes f&uuml;r die SPD. Sie hat keine glaubw&uuml;rdige und damit w&auml;hlermobilisierende Machtoption. Die SPD verstellt sich  nicht nur die einzig klare Perspektive auf eine Kanzlermehrheit, sondern die Partei verbannt damit auch die einzige Konstellation, mit der ein grundlegender Politikwechsel m&ouml;glich w&auml;re, ins Wolkenkuckucksheim. Damit bleibt f&uuml;r die W&auml;hlerinnen und W&auml;hler das Gef&uuml;hl der Unsicherheit oder gar der Gleichg&uuml;ltigkeit, denn eine fehlende Machtoption hinterl&auml;sst die entmutigende Stimmung, die man so beschreiben k&ouml;nnte: Egal wie die Wahl ausgeht, die gr&ouml;&szlig;te Wahrscheinlichkeit ist, dass Merkel mit welcher Koalition auch immer dran bleibt.<\/em><br>\n<em>Weil nach durchg&auml;ngiger Erfahrung die bestehende Regierung, zumal durch den &bdquo;Kanzlerbonus&ldquo;, wenn nicht noch etwas Gravierendes passiert &ndash; und darauf setzt Merkel erkennbar ihre Hoffnung &ndash; bei den unentschiedenen W&auml;hlerinnen und W&auml;hlern immer einen leichten (Stimmen-)Vorteil genie&szlig;t und die SPD eben &ndash; wegen einer fehlenden realistischen Machtoption &ndash; nicht auf einen plausiblen Mitl&auml;ufereffekt (Bandwagon- oder Go-With-the-Winner-Effekt) setzen kann, darf man sich von den Last-Minute-W&auml;hlern &ndash; und das werden immer mehr &ndash; nicht allzu viel versprechen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zeitungsverleger: Internet als einziger Hoffnungstr&auml;ger<\/strong><br>\nDer Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger sieht auf der Jahrespressekonferenz die Zeitungen in einem &ldquo;Transformationsprozess&rdquo; in Richtung Internet&hellip;<br>\nBei den gedruckten Zeitungen seien die Vertriebsums&auml;tze zwar um 1,4 Prozent gewachsen, gleichzeitig seien aber die Nettowerbeums&auml;tze um neun Prozent gefallen &ndash; auf insgesamt 3,43 Milliarden Euro. Damit sei der Gesamtumsatz aller Tages-, Wochen- und Sonntagszeitungen im Vergleich zum Vorjahr um 3,3 Prozent gesunken auf nun mehr 8,23 Milliarden Euro gegen&uuml;ber noch 8,5 Milliarden Euro 2011. Auch die Gesamtauflage der Zeitungen sank &ndash; ging im ersten Quartal 2013 um fast vier Prozent zur&uuml;ck: von 23,08 auf 22,23 Millionen Exemplare&hellip;<br>\nAngesichts solch tr&uuml;ber Entwicklungen sieht der BDZV als einzigen Hoffnungsschimmer, das Internet, sprach von einer &ldquo;exzellenten Entwicklung&rdquo;. Rund 660 Zeitungsportale w&uuml;rden inzwischen 41 Prozent der Deutschen erreichen, etwa 29 Millionen regelm&auml;&szlig;ige Nutzer. Damit seien die Zeitungen die Nachrichtenquelle Nr. 1 im Netz. Rund 450 Apps von Zeitungsverlagen g&auml;be es inzwischen, knapp 290 davon kostenpflichtig. Mehr als 40 Zeitungstitel h&auml;tten die Bezahlung im Netz eingef&uuml;hrt, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/wirtschaftammittag\/2163306\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>50 Jahre Bundesliga &ndash; Vom &ldquo;Proletensport&rdquo; zum &ldquo;Kulturgut&rdquo;<\/strong><br>\nWas in Deutschland heute von der breiten &Ouml;ffentlichkeit diskutiert wird, sind weniger Fragen der gro&szlig;en Politik, es geht vielmehr um die Leistungen deutscher Clubs in der Champions League und die Aussichten der Nationalmannschaft bei der WM 2014 in Brasilien. Dies sind offenbar die bewegenden Fragen der Zeit, egal ob man mit Taxifahrern, Wissenschaftlern, Kulturschaffenden oder politischen Redakteuren spricht. Wir leben in Zeiten der europ&auml;ischen Finanzkrise; die Staaten in S&uuml;deuropa leiden unter der von der EU verordneten Sparpolitik, die Jugendarbeitslosigkeit in jenen L&auml;ndern nimmt ein angsterregendes Ausma&szlig; an; in Griechenland wird Angela Merkel gar mit Hitler verglichen. Wir k&ouml;nnen das nicht verstehen &ndash; niemand in Deutschland denkt an Krieg, Aggression oder auch nur an Herrschaft &uuml;ber Europa &ndash; wir denken an Brasilien, wir wollen das Spanien- und Italien-Trauma &uuml;berwinden (jene Mannschaften, an denen die deutsche Fu&szlig;ball-Nationalmannschaft zuletzt immer scheiterte)&hellip;<br>\nWird im Fu&szlig;ball geheilt, was sonst in der Bundesrepublik als problematisch, ja als gef&auml;hrlich angesehen wird? Auf den ersten Blick sieht dies fragw&uuml;rdig aus&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/apuz\/163802\/vom-proletensport-zum-kulturgut\">Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> Bewegen wir uns mit unserem Engagement auf den Nachdenkseiten in Deutschland mit unserem alles so ber&uuml;hrenden &ldquo;Euro-&rdquo; und &ldquo;Finanzkrise&rdquo; in der allgemeinen &ouml;ffentlichen Wahrnehmung &ldquo;nur noch&rdquo; in einer etwas &ldquo;randst&auml;ndigen  &ldquo;Subkultur&rdquo;?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Das Letzte: &bdquo;Leicht vermittelbar&ldquo;<\/strong><br>\nEin Betroffener schreibt uns:<br>\nEine Personalsachbearbeiterin eines Unternehmens, bei welchem ich mich beworben hatte, berichtete mir heute, dass viele Arbeitsvermittler ihren Klienten gegen&uuml;ber behaupten w&uuml;rden, sie seien sehr gut vermittelbar, so dass es auch bei der aktuellen Stellenanzeige zu einer un&uuml;berschaubar gro&szlig;en Flut an Bewerbungen kam, die sich von 80 bis 200 Bewerbungen bewegen k&ouml;nnen, von denen die meisten es allerdings nicht einmal bis in die engere Auswahl von ca. 5 Bewerbungen schaffen. Das macht den Personalabteilungen der Unternehmen sehr viel unn&ouml;tige Arbeit, die &ndash; wie man zwar nicht hatte aussprechen, aber so doch indirekt hatte zum Ausdruck bringen wollen &ndash; schon bei der Auswahl der zu selektierenden VERMITTLUNGSVORSCHL&Auml;GE eingespart werden k&ouml;nnte.<br>\nEs schonte auch Ressourcen, die Arbeitssuchende v&ouml;llig unn&ouml;tig in vollkommen &uuml;berfl&uuml;ssige, weil inad&auml;quate Bewerbungsanstrengungen stecken m&uuml;ssen.<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-17836","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17836","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=17836"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17836\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28467,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17836\/revisions\/28467"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=17836"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=17836"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=17836"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}