{"id":17868,"date":"2013-07-05T09:21:27","date_gmt":"2013-07-05T07:21:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17868"},"modified":"2013-07-05T09:21:52","modified_gmt":"2013-07-05T07:21:52","slug":"hinweise-des-tages-1915","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17868","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17868#h01\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17868#h02\">Edward Snowden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17868#h03\">Reall&ouml;hne in Deutschland sinken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17868#h04\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17868#h05\">How Austerity Kills<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17868#h06\">E Pluribus Unum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17868#h07\">Der EBR-Fachinformationsdienst . Eine wichtige Informationsquelle  f&uuml;r alle Betriebsr&auml;te und Vertrauensleute<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17868#h08\">Ein B&uuml;ndnis zwischen Mob und Elite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17868#h09\">Klassenloses Krankenhaus statt Wettbewerbsklinik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17868#h10\">Zukunftspakt: SPD plant 80-Milliarden-Paket f&uuml;r Investitionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17868#h11\">Wir beobachten derzeit, dass &ldquo;die Verdammten dieser Erde&rdquo; aufstehen und protestieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17868#h12\">Antisemitismus: M&uuml;nchner Moloch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17868#h13\">Menschenrechte im Spannungsfeld wirtschaftlicher und nationaler Interessen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17868#h14\">James Galbraith: How Come Europeans Understood the Political Economy of America So Much Better in 1861 than Today, and What Did Karl Marx Have to Do with That?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17868#h15\">AfD &ndash; &ldquo;Die Gier war gr&ouml;&szlig;er als die Vernunft&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17868#h16\">Abmahnwahn bei Urheberrechtsverletzungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17868#h17\">Zu guter Letzt: GEMA erhebt Geb&uuml;hren auf PRISM- und Tempora-Telefonmitschnitte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17868#h18\">Das Letzte: Das intellektuelle Niveau unserer vermeintlichen Eliten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17868&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Internet-Sicherheitsexperte Felix von Leitner &ndash; Der &Uuml;berwachung entgehen? Das macht richtig viel Arbeit!<\/strong><br>\nDer IT-Sicherheitsexperte Felix von Leitner ist unter dem Namen Fefe einer der einflussreichsten Blogger. Er sagt, dass im Prinzip alle alles &uuml;berwachen k&ouml;nnen. Was kann der einzelne Nutzer in seiner t&auml;glichen Kommunikation dagegen tun?<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/internet-sicherheitsexperte-felix-von-leitner-der-ueberwachung-entgehen-das-macht-richtig-viel-arbeit-12269438.html\">FAZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ptrace.fefe.de\/faz-interview-prism-tempora.html\">Hier das Interview in der Originalfassung<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Le Monde&rdquo;: Auch Frankreich &uuml;berwacht Kommunikation<\/strong><br>\nAuch in Frankreich gibt es nach Informationen der Tageszeitung &ldquo;Le Monde&rdquo; ein riesiges Geheimdienstprogramm zur &Uuml;berwachung der elektronischen Kommunikation.<br>\nWie das Blatt in seiner Freitagsausgabe berichtet, speichert der Auslandsnachrichtendienst DGSE systematisch Verbindungsdaten zu Telefongespr&auml;chen, SMS und E-Mails, die &uuml;ber franz&ouml;sische Leitungen gehen. Selbst Informationen zu Twitter- und Facebook-Nachrichten w&uuml;rden jahrelang illegal aufbewahrt und bei Bedarf ausgewertet.<br>\nZugriff auf die Daten habe neben dem Inlandsgeheimdienst unter anderem der Zoll, hei&szlig;t es in Bericht. Inhalte von Nachrichten oder Gespr&auml;che w&uuml;rden nicht aufgezeichnet. Zu dem &ldquo;Le Monde&rdquo;-Bericht gab die Regierung zun&auml;chst keine Stellungnahme ab.<br>\nIn der US-Spionage-Aff&auml;re hatte sich Frankreich zuletzt noch emp&ouml;rt ge&auml;u&szlig;ert. &ldquo;Wir fordern, dass das sofort aufh&ouml;rt&rdquo;, sagte Pr&auml;sident Fran&ccedil;ois Hollande und sprach sich sogar f&uuml;r einen Aufschub der Verhandlungen &uuml;ber das geplante transatlantische Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/auch-frankreich-ueberwacht-kommunikation-2034266.html\">stern.de<\/a>\n<p>Dazu: <strong>R&eacute;v&eacute;lations sur le Big Brother fran&ccedil;ais<\/strong><br>\nSi les r&eacute;v&eacute;lations sur le programme d&rsquo;espionnage am&eacute;ricain Prism ont provoqu&eacute; un concert d&rsquo;indignation en Europe, la France, elle, n&rsquo;a que faiblement protest&eacute;. Pour deux excellentes raisons : Paris &eacute;tait d&eacute;j&agrave; au courant. Et fait la m&ecirc;me chose.<br>\nLe Monde est en mesure de r&eacute;v&eacute;ler que la Direction g&eacute;n&eacute;rale de la s&eacute;curit&eacute; ext&eacute;rieure (DGSE, les services sp&eacute;ciaux) collecte syst&eacute;matiquement les signaux &eacute;lectromagn&eacute;tiques &eacute;mis par les ordinateurs ou les t&eacute;l&eacute;phones en France, tout comme les flux entre les Fran&ccedil;ais et l&rsquo;&eacute;tranger : la totalit&eacute; de nos communications sont espionn&eacute;es. L&rsquo;ensemble des mails, des SMS, des relev&eacute;s d&rsquo;appels t&eacute;l&eacute;phoniques, des acc&egrave;s &agrave; Facebook, Twitter, sont ensuite stock&eacute;s pendant des ann&eacute;es.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lemonde.fr\/societe\/article\/2013\/07\/04\/revelations-sur-le-big-brother-francais_3441973_3224.html\">Le Monde<\/a><\/p>\n<p>Dazu auf deutsch: <strong>Auch franz&ouml;sischer Geheimdienst &uuml;berwacht massenhaft Internetkommunikation<\/strong><br>\nAuch in Frankreich gibt es nach Informationen der Tageszeitung Le Monde ein riesiges Geheimdienstprogramm zur &Uuml;berwachung der elektronischen Kommunikation. Wie die Zeitung berichtet, speichert der Auslandsnachrichtendienst DGSE (Direction G&eacute;n&eacute;rale de la S&eacute;curit&eacute; Ext&eacute;rieure) systematisch Verbindungsdaten zu Telefongespr&auml;chen, SMS und E-Mails, die &uuml;ber franz&ouml;sische Leitungen gehen. Anders als beim britischen Programm &ldquo;Tempora&rdquo; fehle daf&uuml;r jede rechtliche Kontrolle. Die DGSE fange Signale von Computern und Telefonen innerhalb Frankreichs ab, betroffen seien auch Verbindungen zwischen Frankreich und dem Ausland, hei&szlig;t es in dem Bericht. Die Zeitung beruft sich auf namentlich nicht genannte Geheimdienstquellen und offizielle &Auml;u&szlig;erungen von Geheimdienstmitarbeitern. E-Mails, SMS und Verbindungsdaten etwa w&uuml;rden &uuml;ber Jahre gespeichert. Selbst Informationen zu Twitter- und Facebook-Nachrichten w&uuml;rden jahrelang illegal aufbewahrt und bei Bedarf ausgewertet. Zugriff auf die Daten habe neben dem Inlandsgeheimdienst unter anderem der Zoll, hie&szlig; es. Inhalte von Nachrichten oder Gespr&auml;che w&uuml;rden nicht aufgezeichnet. Dabei hatte sich Frankreich erst k&uuml;rzlich emp&ouml;rt &uuml;ber die Sammelwut der USA.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/2.220\/abhoerskandal-weitet-sich-aus-auch-franzoesischer-geheimdienst-ueberwacht-massenhaft-internetkommunikation-1.1713094\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Inwieweit der Bundesnachrichtendienst oder ein anderer Geheimdienst in Deutschland genauso &uuml;berwacht, das wissen wir noch nicht. Vermutlich sieht es bei uns nicht viel anders aus. Das erkl&auml;rt auch die Zur&uuml;ckhaltung der Bundesregierung im Vorgehen gegen die Abh&ouml;rpraktiken der US-Geheimdienste.<br>\nDie umfassenden &Uuml;berwachungspraktiken sind nicht etwa ein Fluch der Technik, sondern sie sind politisch gewollt. Das kann man eigentlich nur damit erkl&auml;ren, dass die Regierungen ein grundlegendes Misstrauen gegen&uuml;ber ihrer Bev&ouml;lkerung haben. Und dieses Misstrauen der Eliten scheint auch berechtigt zu sein, wenn man sich die zunehmende Spaltung der Gesellschaft vor Augen h&auml;lt. Da ist es klar, dass die Regierungen zunehmend Angst vor ihrem Volk bekommen und zu pr&auml;ventiven &Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen greifen.<br>\nDie Terrorismusbek&auml;mpfung ist da nur ein willkommener Vorwand.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>USA registrieren Briefverkehr: Mal eben den Empf&auml;nger scannen<\/strong><br>\nFast 160 Milliarden Postsendungen bearbeitete die US-Beh&ouml;rde laut Jahresbericht im Jahr 2012 &ndash; und jede davon wurde abfotografiert.  Absender und Empf&auml;nger werden so festgehalten und auf Anfrage an Strafverfolgungsbeh&ouml;rden weitergeben &ndash; ohne dass vorher eine richterliche Genehmigung n&ouml;tig ist. Nicht nur Absender und Empf&auml;nger, auch wo die Post aufgeben wurde, kann so jederzeit nachverfolgt werden.  Ein &Uuml;berblick &uuml;ber Wege und Beziehungsgeflechte kann so erstellt werden. etwa Abh&ouml;rma&szlig;nahmen ohne viel Prozedere zu erm&ouml;glichen. Die Registrierung des Briefverkehrs, so schreibt die New York Times, soll ebenfalls auf das Jahr 2001 zur&uuml;ckgehen. Zw&ouml;lf Jahre sp&auml;ter oft in Vergessenheit geraten gab es nach dem 11. September eine Reihe von Anthrax-Anschl&auml;gen, bei denen Briefe mit dem Milzbranderreger an Regierungsstellen und Politiker verschickt wurden. F&uuml;nf Menschen starben durch die Briefe. Danach soll das &bdquo;Mail Isolation Control an Tracking&ldquo;-Programm installiert worden sein. Wie lange die Daten gespeichert werden, ist unklar, doch macht es erneut das Ausma&szlig; deutlich, in dem die USA bereit sind, ihre eigenen B&uuml;rger auszuspionieren. Viele Amerikaner &ndash; der Patriot Act wurde 2001 mit &uuml;berw&auml;ltigender Mehrheit beider Parteien im Kongress verabschiedet &ndash; nehmen die Einschr&auml;nkung von B&uuml;rgerrechten und Privatsph&auml;re f&uuml;r ein Gef&uuml;hl erh&ouml;hter Sicherheit seit Jahren in Kauf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/USA-registrieren-Briefverkehr\/!119287\/\">taz<\/a>\n<p>dazu: <strong>U.S. Postal Service Logging All Mail for Law Enforcement<\/strong><br>\nAs the world focuses on the high-tech spying of the National Security Agency, the misplaced card offers a rare glimpse inside the seemingly low-tech but prevalent snooping of the United States Postal Service.<br>\nMr. Pickering was targeted by a longtime surveillance system called mail covers, a forerunner of a vastly more expansive effort, the Mail Isolation Control and Tracking program, in which Postal Service computers photograph the exterior of every piece of paper mail that is processed in the United States &mdash; about 160 billion pieces last year. It is not known how long the government saves the images.<br>\nTogether, the two programs show that postal mail is subject to the same kind of scrutiny that the National Security Agency has given to telephone calls and e-mail&hellip;<br>\nAt the request of law enforcement officials, postal workers record information from the outside of letters and parcels before they are delivered. (Opening the mail would require a warrant.) The information is sent to the law enforcement agency that asked for it. Tens of thousands of pieces of mail each year undergo this scrutiny.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2013\/07\/04\/us\/monitoring-of-snail-mail.html?ref=todayspaper&amp;_r=0\">New York Times<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Anonymisierung im Netz: Mastercard und Visa schlie&szlig;en VPN-Anbieter aus<\/strong><br>\nAnonymisierungsdienste sind bei den zwei gro&szlig;en Kreditkartenfirmen offensichtlich nicht gern gesehen. Ein schwedischer Kooperationspartner darf auf deren Anweisung hin keine Zahlungen an sie mehr leisten. [&hellip;]<br>\nEiner der betroffenen VPN-Provider ist das iPredator VPN, das unter anderem von Peter Sunde betrieben wird, dem Mitgr&uuml;nder des BitTorrent-Verzeichnisses Pirate Bay. Im Zahlungsstopp sieht der Schwede den Versuch, die &Ouml;ffentlichkeit daran zu hindern, ihr Surf-Verhalten zu verbergen und sich gegen die &Uuml;berwachung durch Regierungen abzusichern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/mastercard-und-visa-schliessen-vpn-anbieter-aus-a-909361.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Edward Snowden<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Zwangsstopp in Wien: Moskau verurteilt Schikane gegen Morales<\/strong><br>\nDer unfreiwillige Stopp des bolivianischen Pr&auml;sidenten Morales in Wien erregt noch immer die Gem&uuml;ter. Er war aus Moskau gestartet, durfte Frankreich, Spanien und Portugal aber nicht &uuml;berfliegen. Die russische Regierung kritisiert die Sperrung des Luftraums. Paris gibt sich inzwischen zerknirscht. [&hellip;]<br>\nFrankreich hat das Vorgehen inzwischen bedauert. Au&szlig;enminister Laurent Fabius habe seinem bolivianischen Amtskollegen David Choquehuanca in einem Telefongespr&auml;ch sein Bedauern &uuml;ber die Verz&ouml;gerung bei der Ausstellung der Flugerlaubnis ausgedr&uuml;ckt, teilte das Ministerium mit. Es habe Verwirrung &uuml;ber den Eigent&uuml;mer der Maschine gegeben, hie&szlig; es. Selbstverst&auml;ndlich habe nie die Absicht bestanden, der Pr&auml;sidentenmaschine den Zugang zum franz&ouml;sischen Luftraum zu verweigern. Morales sei stets willkommen in Frankreich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/morales-in-wien-russlands-kritisiert-sperrung-des-luftraums-a-909428.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> So, so, es hat in Paris &bdquo;Verwirrung &uuml;ber den Eigent&uuml;mer der Maschine gegeben&ldquo;. Seltsam, dass es beim Hinflug am 30. Juni keine &bdquo;Verwirrung&ldquo; gab. Eine einfache <a href=\"http:\/\/www.flightradar24.com\/data\/airplanes\/fab-001\/\">Google-Suche<\/a> h&auml;tte die &bdquo;Verwirrung&ldquo; ebenfalls beseitigt. Solche Erkl&auml;rungen sind vor allem eins: hochnotpeinlich! Im Zweifel sollten die offiziellen Stellen lieber schweigen, als einen derartigen Unsinn von sich geben, der vor allem den Intellekt der Bev&ouml;lkerung beleidigt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>The lonely flight of Edward Snowden<\/strong><br>\nAs a US State Department whistleblower, I think a lot about Edward Snowden. I can&rsquo;t help myself. My friendships with other whistleblowers like Tom Drake, Jesslyn Radack, Daniel Ellsberg, and John Kiriakou lead me to believe that, however different we may be as individuals, our acts have given us much in common. I suspect that includes Snowden, though I&rsquo;ve never had the slightest contact with him.<br>\nStill, as he took his long flight from Hong Kong into the unknown, I couldn&rsquo;t help feeling that he was thinking some of my thoughts, or I his. Here are five things that I imagine were on his mind (they would have been on mine) as that plane took off.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.atimes.com\/atimes\/World\/WOR-01-030713.html\">Asia Times<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Reall&ouml;hne in Deutschland sinken<\/strong><br>\nBescheidene Pr&auml;mien, Ausfall vieler Arbeitsstunden, zunehmende Inflationstendenz: Erstmals seit Ende 2009 konnten sich die Arbeitnehmer in Deutschland f&uuml;r ihren Lohn weniger kaufen. Doch die Experten sind zuversichtlich, dass sich das im Laufe des Jahres wieder &auml;ndert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/inflation-realloehne-in-deutschland-sinken-a-909391.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin R.K.:<\/strong> Schon die &Uuml;berschrift ist irref&uuml;hrend: W&uuml;rden die Lohnsteigerungen dem Produktivit&auml;tszuwachs plus der Inflationsrate entsprechen, k&ouml;nnte &ldquo;die zunehmende Inflationstendenz&rdquo; gar nicht zu Reallohnverlusten f&uuml;hren. Bei einem Plus der Wirtschaftsleistung von 0,1 % auch nur das Wort Wachstum zu verwenden, ist mutig. Fast so mutig, wie die Differenz zwischen Lohnsteigerungen und Lebenshaltungskosten in H&ouml;he von knapp 4 % &uuml;ber einen Zeitraum von 6 Jahren als einen Reallohnzuwachs zu bezeichnen. Damit ist ja noch nicht einmal der Produktivit&auml;tszuwachs abgedeckt, der mit Sicherheit &uuml;ber ca. 0,7 bis 0,8 % j&auml;hrlich liegt. Seltsamerweise sind die Reallohnverluste bei den h&auml;nderingend gesuchten Fachkr&auml;ften am h&ouml;chsten: Sollte der Arbeitsmarkt doch kein Kartoffelmarkt sein oder ist das Gerede vom Fachkr&auml;ftemangel nicht vielleicht genau das: Gerede? Immerhin k&ouml;nnen jetzt die ungelernten Niedrigl&ouml;hner als wichtige St&uuml;tze f&uuml;r das Wachstum in die Bresche springen. Das sollte mit dem enormen Lohnplus von 1,5 % &ndash; entsprechend maximal 10 &euro; monatlich mehr in der B&ouml;rse &ndash; der von der Schuldenkrise (auch so ein M&auml;rchen) gebeutelten Exportwirtschaft auf die F&uuml;&szlig;e helfen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> SPIEGEL Online suggeriert mal wieder, dass nicht die viel zu geringen Lohnsteigerungen, sondern die Inflation schuld daran sei, dass die Reall&ouml;hne sinken. Die Inflation (HICP) liegt in Deutschland derzeit bei 1,6% und damit noch unter der Zielmarke von 2,0%. H&auml;tten wir eine normale Inflation, w&auml;ren die Reall&ouml;hne noch st&auml;rker gesunken. Was SPIEGEL Online hier macht, ist Manipulation pur.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Reall&ouml;hne im 1. Quartal 2013 im Vorjahresvergleich leicht gesunken<\/strong><br>\nDie Reall&ouml;hne in Deutschland sind vom ersten Quartal 2012 bis zum ersten Quartal 2013 um durchschnittlich 0,1 % gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, erh&ouml;hten sich die Nominall&ouml;hne in diesem Zeitraum um 1,4 %, die Verbraucherpreise legten um 1,5 % zu.<br>\nDer Nominallohnindex spiegelt die Ver&auml;nderung der Bruttomonatsverdienste inklusive Sonderzahlungen der vollzeit-, teilzeit- und geringf&uuml;gig besch&auml;ftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wieder. Der vergleichsweise geringe Anstieg der Nominall&ouml;hne im ersten Quartal 2013 zum Vorjahresquartal ist unter anderem auf zwei Effekte zur&uuml;ckzuf&uuml;hren: Zum einen sind die Sonderzahlungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum geringer ausgefallen. Zum anderen ist die bezahlte Wochenarbeitszeit in diesem Zeitraum zur&uuml;ckgegangen. Der Anstieg der Bruttostundenverdienste ohne Sonderzahlungen lag mit + 1,8 % &uuml;ber der Wachstumsrate des Verbraucherpreisindex.<br>\nEin vollzeitbesch&auml;ftigter Arbeitnehmer verdiente in Deutschland im ersten Quartal 2013 ohne Sonderzahlungen durchschnittlich 3 398 Euro brutto im Monat. Die h&ouml;chsten Durchschnittsverdienste erhielten die Besch&auml;ftigten bei Banken und Versicherungen (4 543 Euro), in der Energieversorgung (4 477 Euro) sowie im Bereich Information und Kommunikation (4 475 Euro). Der niedrigste durchschnittliche Bruttomonatsverdienst wurde im Gastgewerbe (2 008 Euro) gezahlt.<br>\nZwischen 2007 und 2012 hat das Lohngef&auml;lle zwischen den einzelnen Arbeitnehmer-gruppen zugenommen. F&uuml;r Arbeitnehmer in leitender Stellung (+ 15,5 %) und f&uuml;r herausgehobene Fachkr&auml;fte (+ 12,8 %) lagen die Steigerungen der nominalen Bruttomonatsverdienste &uuml;ber dem Durchschnittswert aller Arbeitnehmer (+ 12,2 %). Fachkr&auml;fte (+ 10,9 %), angelernte Arbeitnehmer (+ 10,0 %) und ungelernte Arbeitnehmer (+ 9,8 %) konnten zwar auch die Steigerung der Verbraucherpreise kompensieren (+ 8,3 %), hatten aber nur unterdurchschnittlich hohe Wachstumsraten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130705_01.png\" alt=\"Reall&ouml;hne, Nominall&ouml;hne, Verbraucherpreise\" title=\"Reall&ouml;hne, Nominall&ouml;hne, Verbraucherpreise\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2013\/07\/PD13_221_623.html;jsessionid=E89C18F748B67C4E46A4249ED2127BEE.cae2\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> H&ouml;ren und lesen wir nicht nahezu t&auml;glich: mit der Wirtschaft geht es aufw&auml;rts, wir h&auml;tten einen Aufschwung usw. Im Geldbeutel der Arbeitnehmer kommt davon aber offenbar nichts an. Au&szlig;erdem gilt: Was sagen schon Durchschnittswerte aus?<br>\nIm &Uuml;brigen zeigt die Statistik des Bundesamtes eine deutliche Abweichung der Reall&ouml;hne von den Tarifl&ouml;hnen. Letztere liegen nach Angaben des WSI-Tarifarchivs im 1. Halbjahr 2013 auch unter denen des Vorjahres, die Steigerung liegt aber immerhin <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/41914_43507.htm\">durchschnittlich bei 2,8 Prozent<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>S&uuml;deuropa dr&uuml;ckt sich vor Reformen: Die Schuldenkrise kehrt mit voller Wucht zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDie Schuldenkrise ist wieder da. Diesmal m&uuml;ssen gleich drei L&auml;nder auf einen Schlag zugeben, dass sie vor dem Abgrund stehen: Portugal, Zypern und &ndash; wieder einmal &ndash; Griechenland. Waren die Fortschritte nur ein gro&szlig;er Schwindel?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/staatsverschuldung\/tid-32202\/regierungskrisen-pleitebanken-neuer-schuldenschnitt-pseudo-fortschritte-der-krisenlaender-die-schuldenkrise-kehrt-mit-voller-wucht-zurueck_aid_1034535.html\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers O.S.:<\/strong> Jetzt gibt es nur zwei M&ouml;glichkeiten: Entweder die Autorin hat nichts verstanden von dem, was da in den letzten Wochen und Monaten geschehen ist, dann hat sie ihren Job verfehlt, oder hier wird mit Vorsatz gegen diese s&uuml;dlichen L&auml;nder Europas &bdquo;geschossen&ldquo;, dann hat sie ihren Job allerdings auch verfehlt. Wie man darauf kommen kann, dass sich die Krise in den vergangenen Wochen und Monaten entspannt habe, ist ein gro&szlig;es R&auml;tsel, genauso, wie Finanzm&auml;rkte eben diesen L&auml;ndern diese Entspannung abnehmen konnten, die hier als von ihnen vorget&auml;uscht unterstellt wird. Dass auf der Hauptseite sogar noch mit der versch&auml;rfend formulierten &Uuml;berschrift &bdquo;Im S&uuml;den regiert wieder der Schlendrian&ldquo; auf diesen Artikel hingewiesen wird, ist absolut inakzeptabel und weist schon auf die Intention der Autorin und den Zweck des Artikels hin.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Portugal: Existenzkrise eines Mustersch&uuml;lers<\/strong><br>\nPortugal galt gemeinsam mit Irland lange Zeit als Mustersch&uuml;ler des &ouml;konomisch-finanziellen Restrukturierungsprogramms von EZB, Europ&auml;ischer Kommission und Internationalem W&auml;hrungsfonds (IWF). Kritiker hatten dagegen wiederholt darauf hingewiesen, dass die vordergr&uuml;ndigen Erfolgsmeldungen t&auml;uschen; die wirtschaftliche Basis der Krisenstaaten in der s&uuml;dlichen Peripherie ist viel zu fragil, um drastische Sparhaushalte unbeschadet &uuml;berstehen zu k&ouml;nnen. Jetzt kommt die bittere Wahrheit ans Licht &hellip;<br>\nDoch die Austerit&auml;tspolitik macht die Sanierung der &ouml;ffentlichen Finanzen zunichte. Das Haushaltsdefizit in Portugal ist in den ersten drei Monaten dieses Jahres erneut gestiegen. Es liegt bei 4,2 Mrd. Euro, entsprechend 10,6% des viertelj&auml;hrlichen Bruttoinlandprodukts (BIP), gegen&uuml;ber 7,9% im ersten Quartal 2012 &hellip;<br>\nEs geht also darum, die bisherigen Ans&auml;tze &ndash; rigorose Austerit&auml;tspolitik oder unbedachte und schlecht vernetzte Investitionen in die &ouml;ffentliche Infrastruktur &ndash; durch eine St&auml;rkung der binnenwirtschaftlichen Entwicklungspotenziale zu ersetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/portugal-existenzkrise-eines-musterschuelers\/\">Sozialismus Aktuell<\/a><\/li>\n<li><strong>Kinderarbeit wird in Griechenland zunehmend zum Problem<\/strong><br>\nSp&auml;testens wenn die Sommerferien beginnen, m&uuml;ssen immer mehr junge Griechen arbeiten gehen. Das d&uuml;rfen sie zwar laut Gesetz erst ab 15 Jahren, die Realit&auml;t sieht jedoch anders aus: Sie arbeiten schwarz, schuften f&uuml;r ein bis zwei Euro die Stunde &ndash; teilweise auch w&auml;hrend der Schulzeit &hellip;<br>\nNour geh&ouml;rt zu den gesch&auml;tzten 100.000 Kindern und Jugendlichen, die in Griechenland arbeiten &hellip;<br>\nDie Krise und die hohe Arbeitslosigkeit der Eltern hat dazu gef&uuml;hrt, dass viele Kinder Jobs haben: Es sind meistens unterbezahlte Hilfsjobs. Sie arbeiten zum Beispiel in Restaurants, als Erntehelfer oder aber auch im Supermarkt, in Autowaschanlagen. Die Familien befinden sich meistens in einer schlimmen finanziellen Lage und das Kind versucht in die Rolle des Erwachsenen zu schl&uuml;pfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/europaheute\/2165490\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Gewerkschaften in Spanien<\/strong><br>\nMit 2,5 Millionen Mitgliedern und elf Millionen Besch&auml;ftigten, die von gewerkschaftlich ausgehandelten Tarifvertr&auml;gen profitieren, sind Spaniens Gewerkschaften weiterhin die wichtigsten sozialen Organisationen im Lande. Aber in der andauernden Krise hat sich Spanien zu einem Schulbeispiel f&uuml;r die Instrumentalisierung der &Auml;ngste vor Arbeitslosigkeit f&uuml;r einen neoliberalen Umbau der Arbeitsbeziehungen entwickelt. Die Gewerkschaften bringt dies in eine zwiesp&auml;ltige Lage.<br>\nSpanien ist ein Schulbeispiel f&uuml;r die Instrumentalisierung der massenhaften Angst vor der Arbeitslosigkeit f&uuml;r einen neoliberalen Umbau der Arbeitsbeziehungen im Sinne von Lohnk&uuml;rzungen, Arbeitszeitverl&auml;ngerungen, Aush&ouml;hlung des Fl&auml;chentarifvertrages, Schw&auml;chung der Gewerkschaften und Deregulierung des Arbeitsmarktes &hellip;<br>\nDie Gewerkschaften verf&uuml;gen in der andauernden Krise seit 2008 &uuml;ber keine wirksamen Instrumente zur Sicherung der Besch&auml;ftigung, Einkommen und Arbeitnehmerrechte und erleiden eine Schw&auml;chung infolge der Arbeitsmarktreformen (2010 und 2012) und sozialen K&uuml;rzungen &hellip;<br>\nDie Krise der Demokratie in Spanien und die Heterogenisierung des sozialen Protests haben die Gewerkschaften in eine zwiesp&auml;ltige Lage gebracht: Auf der einen Seite sind sie zentrale Protestbewegung und soziale Opposition gegen die neoliberale Politik; auf der anderen Seite sind sie Teil des politischen Systems und seiner Institutionen und werden von vielen zivilgesellschaftlichen Protestbewegungen daf&uuml;r kritisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fes.de\/gewerkschaften\/publist-europa.php\">Friedrich-Ebert-Stiftung, Studie<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>How Austerity Kills<\/strong><br>\nCountries that slashed health and social protection budgets, like Greece, Italy and Spain, have seen starkly worse health outcomes than nations like Germany, Iceland and Sweden, which maintained their social safety nets and opted for stimulus over austerity. (Germany preaches the virtues of austerity &mdash; for others.)  As scholars of public health and political economy, we have watched aghast as politicians endlessly debate debts and deficits with little regard for the human costs of their decisions. Over the past decade, we mined huge data sets from across the globe to understand how economic shocks &mdash; from the Great Depression to the end of the Soviet Union to the Asian financial crisis to the Great Recession &mdash; affect our health. What we&rsquo;ve found is that people do not inevitably get sick or die because the economy has faltered. Fiscal policy, it turns out, can be a matter of life or death. &ndash;  At one extreme is Greece, which is in the middle of a public health disaster. The national health budget has been cut by 40 percent since 2008, partly to meet deficit-reduction targets set by the so-called troika &mdash;  the International Monetary Fund, the European Commission and the European Central Bank &mdash; as part of a 2010 austerity package. Some 35,000 doctors, nurses and other health workers have lost their jobs. Hospital admissions have soared after Greeks avoided getting routine and preventive treatment because of long wait times and rising drug costs. Infant mortality rose by 40 percent. New H.I.V. infections more than doubled, a result of rising intravenous drug use &mdash; as the budget for needle-exchange programs was cut. After mosquito-spraying programs were slashed in southern Greece, malaria cases were reported in significant numbers for the first time since the early 1970s.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2013\/05\/13\/opinion\/how-austerity-kills.html?pagewanted=all&amp;_r=2&amp;\">NYT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Artikel soll auf das Buch der Autoren &ldquo;The Body Economic: Why Austerity Kills&rdquo; aufmerksam machen, das hoffentlich bald in das Deutsche &uuml;bersetzt wird.  Der Arzt Sanjay Basu und der Gesundheits&ouml;konom David Stuckler beziehen sich auf viele Studien und Daten, die bis in die &ldquo;Gro&szlig;e Depression&rdquo; zur&uuml;ckreichen und nicht nur Griechenland oder Italien, sondern auch die Situation nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion erfassen. In ihren dargebotenen Zahlen zeigen sie auf, dass Krisen nicht nur an sich krankheitsf&ouml;rdernd sind, sondern dass die Antwort, Austerit&auml;tsprogramme, in vielen L&auml;ndern und in unterschiedlichem historischem Kontext Arbeitslosigkeit, Selbstmorde, Infektionen, chronische Krankheiten und Depressionen ansteigen lassen. So weisen sie z. B. nach, dass in Griechenland stressbedingte Erkrankungen wie Krebs, Herz-Kreislauf-Leiden oder Diabetes seit 2008 st&auml;ndig angestiegen sind: &ldquo;Recessions can hurt. But Austerity kills.&rdquo; Sie schlie&szlig;en daraus, dass  der Gesundheitsetat in den Krisenl&auml;ndern angehoben werden m&uuml;sste. So st&auml;rkte Franklin D. Roosevelts im Rahmen seines &ldquo;New Deal&rdquo;  die &ouml;ffentliche Gesundheitsf&uuml;rsorge. Als Folge reduzierte sich die Zahl der Totgeburten, die Todesf&auml;lle durch Pneumonie und die Zahl der Selbstmorde. Sie begegnen den als &ouml;konomisch alternativlos geltenden Austerit&auml;tsrezepten mit dem Nachweis &ouml;konomischer Langzeitsch&auml;den. Sie zeigen, wie z.B. in den die baltischen Staaten (auch in Lettland als neuestem Mitglied der W&auml;hrungsunion) nach einer radikalen &lsquo;Schocktherapie&rsquo; die Lebenserwartung absank, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und die Selbstmordrate dramatisch anstiegen. W&auml;hrend L&auml;nder wie Polen und Slowenien die Krisen der Transformation pragmatisch moderierten und sehr viel &ldquo;ges&uuml;nder&rdquo; blieben. &bdquo;Es ist keine unab&auml;nderliche Konsequenz, dass sich der Gesundheitszustand der Bev&ouml;lkerung nach wirtschaftlichen Rezessionen verschlechtern muss. Es ist eine politische Entscheidung&ldquo; folgern sie. &ndash; Die Frage ist, so zynisch das klingen mag, ob die neoliberalen Nutzenmaximierer nicht sogar insgeheim wollen, dass die Schwachen aussortiert werden. Vielleicht sollte man die an sich zutreffende Aussage: &bdquo;W&auml;re Austerit&auml;tspolitik ein Medikament, das in klinischen Studien getestet w&uuml;rde, h&auml;tte man es aufgrund seiner t&ouml;dlichen Nebenwirkungen schon l&auml;ngst aus dem Verkehr gezogen&ldquo; in diesem Lichte sehen. &ndash; Siehe auch das <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=MHpo6tJ8HHw&amp;list=FLoJJGnlhEj28RxfTwqP7f9A&amp;index=1\">Interview mit den Autoren auf Democracy Now<\/a>!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>E Pluribus Unum<\/strong><br>\n[&hellip;] Of course, our democratic ideal has always been accompanied by enormous hypocrisy, starting with the many founding fathers who espoused the rights of man, then went back to enjoying the fruits of slave labor. Today&rsquo;s America is a place where everyone claims to support equality of opportunity, yet we are, objectively, the most class-ridden nation in the Western world &mdash; the country where children of the wealthy are most likely to inherit their parents&rsquo; status. It&rsquo;s also a place where everyone celebrates the right to vote, yet many politicians work hard to disenfranchise the poor and nonwhite.<br>\nBut that very hypocrisy is, in a way, a good sign. The wealthy may defend their privileges, but given the temper of America, they have to pretend that they&rsquo;re doing no such thing. The block-the-vote people know what they&rsquo;re doing, but they also know that they mustn&rsquo;t say it in so many words. In effect, both groups know that the nation will view them as un-American unless they pay at least lip service to democratic ideals &mdash; and in that fact lies the hope of redemption.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2013\/07\/05\/opinion\/krugman-e-pluribus-unum.html?partner=rssnyt&amp;emc=rss&amp;_r=1&amp;\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der EBR-Fachinformationsdienst . Eine wichtige Informationsquelle  f&uuml;r alle Betriebsr&auml;te und Vertrauensleute<\/strong><br>\nDie Akademie f&uuml;r Europ&auml;ische Betriebsr&auml;te (EWC Academy) informiert  rund um den Europ&auml;ischen Betriebsrat und angrenzende Themen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ebr-news.de\/022013.htm#1\">EBR-Fachinformationsdienst<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ein B&uuml;ndnis zwischen Mob und Elite<\/strong><br>\nOb Arbeiter oder Angestellter &ndash; viele Menschen dieses Landes glauben, dass Ausl&auml;nder ihnen den Arbeitsplatz wegnehmen. H&ouml;here Gesellschaftsschichten applaudieren: Die genetische Wettbewerbsf&auml;higkeit der Bev&ouml;lkerung sei gef&auml;hrdet. Der Rassismus wirkt klassen&uuml;bergreifend.<br>\nZwei j&uuml;ngere Episoden aus meinem Alltag: Eine prek&auml;r besch&auml;ftigte Person klagt &uuml;ber ihre berufliche Stagnation. Ausl&auml;nder seien schuld, die nach Deutschland k&auml;men und den Sozialstaat unbezahlbar machten. Wegen denen m&uuml;sse er prekarisiert schuften. Die andere Episode: Ein Unternehmer spricht von der Zuwanderung qualifizierter Arbeitskr&auml;fte. Er betont, man d&uuml;rfe nicht die falschen Menschen ins Land holen, die Leistungskraft nicht geschm&auml;lert werden &ndash; dieser Ex-Senator aus Berlin h&auml;tte schon in die richtige Kerbe geschlagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/826471.ein-buendnis-zwischen-mob-und-elite.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Klassenloses Krankenhaus statt Wettbewerbsklinik<\/strong><br>\nEs gibt Alternativen zum real existierenden Gesundheitswesen &ndash; Teil 15 der nd-Serie<br>\n&raquo;In ein paar Jahren wird das Gesundheitswesen unbezahlbar sein&laquo;, droht uns die ver&ouml;ffentlichte Meinung seit Jahren. Und warum? Es liegt angeblich am demografischen Wandel, am medizinisch-technischen Fortschritt, der Freibiermentalit&auml;t der Patienten. Mit solchen &raquo;Argumenten&laquo; werden Privatisierungen im Gesundheitswesen als unumg&auml;nglich vorangetrieben; &auml;rztliche Leistungen aus dem Katalog der gesetzlichen Krankenkassen gestrichen, Zuzahlungspflichten begr&uuml;ndet. Derweil verdient nicht nur die Pharmaindustrie Unsummen. Doch wer kritisiert hier was und warum? Nadja Rakowitz wirft einen kritischen Blick auf das real existierende Gesundheitssystem &ndash; und zeigt, dass Alternativen sogar innerhalb kapitalistischer Verh&auml;ltnisse m&ouml;glich sind. Klarheit statt Mythen: hier t&auml;glich in einer nd-Reihe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/m\/artikel\/826466.klassenloses-krankenhaus-statt-wettbewerbsklinik.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zukunftspakt: SPD plant 80-Milliarden-Paket f&uuml;r Investitionen<\/strong><br>\nBessere Infrastruktur, neue Wohnungen, mehr Mittel f&uuml;r Bildung und Pflege: Die SPD will im Fall eines Wahlsieges bis zu 80 Milliarden Euro pro Jahr in die Modernisierung des Landes stecken. Das Geld soll laut einem Beschlusspapier vor allem von privaten Investoren kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/spd-plant-80-milliarden-paket-fuer-investitionen-a-909351.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> W&uuml;rde eine hypothetische SPD-Regierung einfach die Steuern angemessen erh&ouml;hen, dann m&uuml;&szlig;te der Staat f&uuml;r die (w&uuml;nschenswerten) Investitionen weder Tilgung noch Zinsen  zahlen. W&uuml;rde der Staat entsprechend mehr Schulden machen, dann w&uuml;rden wenigsten die Zinsen entfallen (da sich der Staat zurzeit zu Minizinsen verschulden kann). Stattdessen pr&auml;sentiert Steinbr&uuml;ck als &ldquo;sozialdemokratische&rdquo; L&ouml;sung den Vorschlag, durch korruptionsanf&auml;llige &Ouml;PP-Projekte privates Kapital zu &ldquo;mobilisieren&rdquo; und den &ldquo;Investoren&rdquo; auch noch risikofrei hohe Renditen obendrauf zu zahlen. So sieht also die &ldquo;Sozialdemokratie&rdquo; des 21. Jahrhunderts aus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wir beobachten derzeit, dass &ldquo;die Verdammten dieser Erde&rdquo; aufstehen und protestieren<\/strong><br>\nDer Friedens- und Konfliktforscher Prof. Werner Ruf &uuml;ber den Zusammenhang zwischen Arabischem Fr&uuml;hling, Istanbul, Brasilien und Blockupy.<br>\nWir beobachten, wie Menschen, denen ihr Leben nichts mehr wert ist, diesem in Selbstmorden ein Ende setzen, es &ndash; zum weit gr&ouml;&szlig;eren Teil &ndash; auf der Flucht, etwa &uuml;ber das Mittelmeer, aufs Spiel setzen oder Risiken bei Massendemonstrationen gegen die elenden Verh&auml;ltnisse, denen sie ausgesetzt sind, eingehen, ganz einfach, weil ihnen ihr Leben ohne Perspektive ohnehin als sinnlos erscheint&hellip;<br>\nDie genannten Entwicklungen sind tats&auml;chlich weltweit zu beobachten &ndash; und haben auch nicht erst mit der viel beachteten Arabellion begonnen, sondern bereits lange zuvor in Spanien. Die Ursache ist dabei stets dieselbe: Die Durchsetzung des Neo-Liberalismus f&uuml;hrt weltweit zu immer mehr Armut, Elend und Perspektivlosigkeit.<br>\nDiese Ordnung, dieser zunehmende Konflikt zwischen den wenigen, die immer reicher werden, und jenen, denen zunehmend das N&ouml;tigste zum Leben fehlt, findet ihren Ausdruck beispielsweise darin, dass die j&uuml;ngste Hungersnot in Somalia zwar Tausende von Leben kostete und zugleich die Getreidepreise an den B&ouml;rsen auf das Drei- bis Vierfache emporschnellen lie&szlig;&hellip; Diese Spekulation auf Hunger verdeutlicht exemplarisch, wie die Not der Vielen den Reichtum der Wenigen organisiert und auch erst m&ouml;glich macht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/39\/39413\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Antisemitismus: M&uuml;nchner Moloch<\/strong><br>\nGestern erschien in der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo;, einer linksliberalen b&uuml;rgerlichen Zeitung, eine Karikatur, mit der zwei Beitr&auml;ge &uuml;ber den Nahen Osten illustriert wurden. Man sieht ein Wesen, das nur sehr bedingt einem Menschen &auml;hnelt. Es hat einen gro&szlig;en Kopf, ein breites Maul, abstehende Ohren und zwei H&ouml;rner auf der Stirn. In der linken Hand h&auml;lt es eine Gabel, in der rechten Hand ein Messer. Vor ihm steht eine weibliche Gestalt mit einem reichlich gedeckten Tablett, &uuml;ber das sich das Monster gleich hermachen wird. In der Unterzeile liest man:<br>\n&ldquo;Deutschland serviert. Seit Jahrzehnten wird Israel, teils umsonst, mit Waffen versorgt. Israels Feinde halten das Land f&uuml;r einen gefr&auml;&szlig;igen Moloch. Peter Beinart beklagt, dass es dazu gekommen ist.&rdquo; Karikaturen dieser Art geh&ouml;rten zum visuellen Repertoire des &ldquo;St&uuml;rmer&rdquo; &ndash; der h&auml;ssliche, gefr&auml;&szlig;ige Jude, ein Moloch in Menschengestalt, der im Begriff ist, sich die Welt einzuverleiben. So weit wie die SZ ist bis jetzt noch keine b&uuml;rgerliche Zeitung in Deutschland gegangen. In dieser Karikatur tritt &ldquo;Israel&rdquo; an die Stelle des &ldquo;Juden&rdquo;, die &ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo; setzt dort an, wo der St&uuml;rmer 1945 aufh&ouml;ren musste. Aber es kommt noch besser.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print\/die_welt\/kultur\/article117658272\/Muenchner-Moloch.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Vielleicht bedarf es der radikalen, oftmals einseitigen Grundhaltung eines Henryk M. Broders, um andererseits hellwach und fr&uuml;hzeitig antisemitische Ph&auml;nomene in unserer Gesellschaft aufzuzeigen. Seine Kritik w&auml;re allerdings h&auml;ufig wirkungsvoller, wenn er nicht um des Effektes wegen immer noch eins draufsetzen w&uuml;rde. Die SZ setze dort an, &ldquo;wo der St&uuml;rmer 1945 aufh&ouml;ren musste.&rdquo; Das ist Quatsch.<br>\nEine wie auch immer zustandengekommene Fehlleistung, die sich in der erb&auml;rmlichen ersten Reaktion der verantwortlichen Redakteurin fortsetzt, macht aus der SZ noch keinen &ldquo;St&uuml;rmer&rdquo;. Abgesehen davon ist die SZ auch keine linksliberale Zeitung, wie Broder anf&auml;nglich attestiert, vielleicht um sie in sein Weltbild von der antisemitischen Linken einzuordnen. Das &auml;ndert aber nichts an dem fatalen Vorgang, den das andere Springer-Blatt, die Bildzeitung verharmlosend umschreibt: &ldquo;So beleidigt die &bdquo;S&uuml;ddeutsche&ldquo; Israel&rdquo;. Es geht nicht darum, dass Israel beleidigt wird &ndash; in Sachen Beleidigung sollte die &ldquo;Bild&rdquo; die Klappe halten. Derjenige, der diese Karikatur &uuml;ber eine durchaus sachliche Buchbesprechung zweier B&uuml;cher gesetzt hat bzw. diejenigen, die daran keinen Ansto&szlig; nahmen, m&uuml;ssen sich fragen lassen, was sie in einem liberalen Leitmedium zu suchen haben. Die in vielen Belangen lesenswerte SZ sollte uns die Leser &uuml;ber diesen Vorgang aufkl&auml;ren. Wenn die zust&auml;ndige Redakteurin Franziska Augstein im SZ-Blog die Vorw&uuml;rfe zun&auml;chst mit den Worten zur&uuml;ckweist: &ldquo;Nur die Feinde Israels sehen Israel in der Weise, die dem abgebildeten Monster &auml;hnelt&rdquo;, stellt sich eher die Frage, wie sieht Frau Augstein Israel. Verschlimmert wird dieser Vorgang dadurch, dass auch der Karikaturist, Ernst Kahl, in eine v&ouml;llig falsche Ecke gestellt wird. In der &ldquo;J&uuml;dischen Allgemeinen&rdquo; weist Kahl darauf hin, dass das Bild, das hier Israel d&auml;monisiert, urspr&uuml;nglich f&uuml;r die Zeitschrift &ldquo;Der Feinschmecker&rdquo; gezeichnet wurde:<br>\nEinem gr&uuml;nlichen, pickligen Monster mit spitzen Ohren und H&ouml;rnern wird von einer Frau <a href=\"http:\/\/www.juedische-allgemeine.de\/article\/view\/id\/16410\">ein k&ouml;stliches Fr&uuml;hst&uuml;ck serviert<\/a>.<br>\nLeider bringt Broder sich bzw. den Karikaturisten wieder um des Effektes wegen am Ende des Artikels in eine Schieflage, wenn erschreibt: &ldquo;Die Juden aber werden nicht den Kopf des Karikaturisten fordern, es wird keine Fatwa aus Jerusalem geben. Das wei&szlig; auch der Antisemit. Denn er ist nicht nur niedertr&auml;chtig, er ist auch feige.&rdquo; Er wei&szlig; doch ganz genau, dass die Karikatur in einem ganz anderen Zusammenhang entstanden ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Menschenrechte im Spannungsfeld wirtschaftlicher und nationaler Interessen<\/strong><br>\nAnnette Groth, studierte Soziologin, ist die Sprecherin f&uuml;r Menschenrechtspolitik der Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag. Schon vorher war sie beruflich in verschiedenen Organisationen (auch f&uuml;r die UNO und Brot f&uuml;r die Welt) in Sachen Menschenrechte t&auml;tig. F&uuml;r ihre Fraktion ist sie Mitglied im Ausschuss f&uuml;r Menschenrechte und humanit&auml;re Hilfe und im Ausschuss f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Au&szlig;erdem ist sie stellvertretendes Mitglied im Ausw&auml;rtigem Aus-schuss, Mitglied im Migrationsausschuss des Europarates und Vorsitzende der Deutsch-Griechischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestags. Groth war auf Einladung von Pax Christi Mitglied der deutschen Delegation in der Free Gaza Flottille, die Ende Mai 2010 Hilfsg&uuml;ter nach Gaza bringen wollte. Sie war an Bord des Schiffs Mavi Marmara, auf dem neun Menschen ums Leben kamen, als der Konvoi von der israelischen Marine gestoppt und angegriffen wurde. Bei einer &ouml;ffentlichen Veranstaltung von Business Crime Control e.V. und KunstGesellschaft e.V. in Frankfurt am Main am Sonntag, den 30. Juni berichtete Annette Groth &uuml;ber ihre Arbeit und Erfahrungen und zeigte auf, welche Erfolgschancen Menschenrechtspolitik heute hat und welche Faktoren dieser so wichtigen Arbeit Grenzen setzen.<br>\nDer Frankfurter Internet-Radiosender Radio99Prozent war dabei und zeichnete diese Frankfurter Matinee teilweise auf. Die anschlie&szlig;ende Publikumsdiskussion wurde auf mehrfachen Wunsch aus dem Publikum nicht aufgezeichnet; so ist das Publikum entsprechend der ironischen Einleitung von Moderator Hans See vor Abh&ouml;rma&szlig;nahmen sicher.<br>\nDer Audiomittschnitt im mp3-Format (ca. 26 MB, ca. 57 Minuten Laufzeit) ist hier als Download abrufbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/martin-betzwieser\/menschenrechte-im-spannungsfeld\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>James Galbraith: How Come Europeans Understood the Political Economy of America So Much Better in 1861 than Today, and What Did Karl Marx Have to Do with That?<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bit.ly\/16SoGNc\">James Galbraith [MP3]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Hier die Rede, die James Galbraith letzten Freitag in Berlin unter dem Titel &ldquo;How Come Europeans Understood the Political Economy of America So Much Better in 1861 than Today, and What Did Karl Marx Have to Do with That?&rdquo; <a href=\"http:\/\/utip.gov.utexas.edu\/Speech\/JG%20Berlin%20JFKI%202013.mp3\">gehalten hat [MP3]<\/a>. Es ist mir schon &ouml;fters aufgefallen, wie sowohl rechts und links auf beiden Seiten des Atlantiks Missverst&auml;ndnisse &uuml;ber die jeweils andere Seite des Atlantiks instrumentalisieren. Jamie Galbraith spricht &uuml;ber die historische Entwicklung dieser gegenseitigen Missverst&auml;ndnisse.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>AfD &ndash; &ldquo;Die Gier war gr&ouml;&szlig;er als die Vernunft&rdquo;<\/strong><br>\nMartina Geiger ist sauer. Sie versteht nicht, was da schief gelaufen ist. &ldquo;Ich f&uuml;hle mich an Stasi-Zeiten erinnert&rdquo;, sagt sie. Dabei sollte es doch um Demokratie gehen und darum, dass alle mitreden d&uuml;rfen. Sie sagt das nicht nur so, sie h&auml;tte sich das wirklich gew&uuml;nscht. Geiger sieht sich als Idealistin. Und das ist ihr Problem.<br>\nAls Kreisvorsitzende der Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD) sollte Geiger jetzt eigentlich auf der Stra&szlig;e stehen und Unterschriften sammeln. Wenn bis 15. Juli keine 2000 Unterst&uuml;tzer-Unterschriften gesammelt wurden, wird das AfD-K&auml;stchen auf den bayerischen Bundestags-Wahlzetteln fehlen &ndash; und die Anti-Euro-Partei h&auml;tte neun Millionen potenzielle W&auml;hler weniger. Der Einzug in den Bundestag w&auml;re f&uuml;r die AfD dann wohl gegessen. &ldquo;Ohne Bayern&rdquo;, sagt der D&uuml;sseldorfer Parteienrechtsexperte Martin Morlok, &ldquo;d&uuml;rfte es sehr, sehr schwer werden, &uuml;ber f&uuml;nf Prozent zu kommen.&rdquo;<br>\nDie Zeit dr&auml;ngt, aber Martina Geiger hat keine Lust, Unterschriften zu sammeln: &ldquo;Unser Kreisverband sammelt nicht, weil wir diese Partei einfach nicht mehr unterst&uuml;tzen k&ouml;nnen.&rdquo; Wenn Geiger &ldquo;diese Partei&rdquo; sagt, meint sie nicht die AfD als solche, sondern diejenigen, die das Sagen haben. F&uuml;r Geiger sind diese Leute ein &ldquo;Rattenpack&rdquo;, andere bezeichnen den F&uuml;hrungszirkel um den bayerischen AfD-Landeschef Andr&eacute; W&auml;chter als &ldquo;Gauner&rdquo;, &ldquo;Kriminelle&rdquo; oder &ldquo;Diktatoren&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/vorwuerfe-gegen-bayerischen-afd-landesvorstand-die-gier-war-groesser-als-die-vernunft-1.1712527\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Abmahnwahn bei Urheberrechtsverletzungen<\/strong><br>\nWie Anw&auml;lte mit Abmahnungen Profit machen<br>\nIm Netz k&ouml;nnen urheberrechtlich gesch&uuml;tzte Werke wie Musik und Filme rasend schnell und massenhaft verbreitet werden &ndash; zum Schaden der Urheber. Manchmal kommen aber auch Verbraucher zu Schaden: Es hat sich eine Abmahnindustrie etabliert, vor der niemand sicher ist. Nicht einmal diejenigen ohne Internetzugang &hellip;<br>\nLaut einer Umfrage des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen wurden bereits rund 4,3 Millionen Deutsche im Alter ab 14 Jahren abgemahnt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/ewelten\/2165552\/\">DLF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die NachDenkSeiten k&ouml;nnen den &bdquo;Abmahnwahn&ldquo; nur best&auml;tigen. In Deutschland gibt es derzeit (noch) keine staatliche, aber eine zivilrechtliche Zensur.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: GEMA erhebt Geb&uuml;hren auf PRISM- und Tempora-Telefonmitschnitte<\/strong><br>\nBerlin, Karlsruhe (dpo) &ndash; Sind wir bald alle reich? Die Gesellschaft f&uuml;r musikalische Auff&uuml;hrungs- und mechanische Vervielf&auml;ltigungsrechte (GEMA) darf nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts Geb&uuml;hrenanspr&uuml;che Deutscher B&uuml;rger gegen&uuml;ber ausl&auml;ndischen Geheimdiensten, die deren Telefongespr&auml;che abh&ouml;ren, geltend machen. Je nach Zahl der von NSA und GCHQ mitgeschnittenen und abgespielten Telefonmitschnitte d&uuml;rfen von der GEMA vertretene &bdquo;K&uuml;nstler&ldquo; mit Aussch&uuml;ttungen zwischen 20 und 1000 Euro monatlich rechnen. Karlsruhe begr&uuml;ndete die Entscheidung kurz und knapp. &bdquo;Wo ein Mitschnitt ist, ist auch ein Urheber&ldquo;, lautet der Urteilsspruch. &bdquo;Dessen Rechte macht &ndash; wie auch bei anderen Tontr&auml;gern &ndash; die GEMA geltend.&ldquo; Die GEMA begr&uuml;&szlig;te das Urteil und will sich nun umgehend an die Arbeit machen. &bdquo;In einem Ferngespr&auml;ch per Telefon oder Skype steckt eine Menge M&uuml;he. Diese M&uuml;he soll nicht umsonst gewesen sein&ldquo;, hei&szlig;t es auf der Webseite der Gesellschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2013\/07\/gema-erhebt-gebuhren-auf-prism-und.html\">Der Postillon<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Letzte: Das intellektuelle Niveau unserer vermeintlichen Eliten<\/strong><br>\nUnter der Schlagzeile &bdquo;Held oder Verr&auml;ter&ldquo; lie&szlig; gestern die Bild-Zeitung Promis und Vertreter unserer geistigen Eliten &uuml;ber Edward Snowden <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/politik\/ausland\/politik-ausland\/held-oder-verraeter-31115340.bild.html\">urteilen<\/a>. Unter anderem l&auml;sst sich Prof. Ernst Elitz, Gr&uuml;ndungsintendant Deutschlandradio aus:\n<blockquote><p>&bdquo;Wer mit seiner Daten-Beute bei Regimen wie China oder Russland Zuflucht sucht, die ihre B&uuml;rger auf fiese Weise &uuml;berwachen, der kann kein Held sein. Snowden ist ein doppelter Verr&auml;ter: an seinem Land und an der Idee der Menschenrechte.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> China und Russland sind also &bdquo;fiese&ldquo; &Uuml;berwacher, ein Held ist, der die &Uuml;berwachung dieser L&auml;nder offen legt. Die USA sind in Elitz` Augen wohl die guten und befreundeten &Uuml;berwacher, wer deren &Uuml;berwachung offen legt, ist Verr&auml;ter. Er verr&auml;t sein Land und die Menschenrechte.<\/em><\/p>\n<p>Ulrich Wickert, TV-Journalist: <\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;F&uuml;r die Amerikaner ist Snowden ein Verr&auml;ter. F&uuml;r alle, die abgeh&ouml;rt werden, ist er ein Held. F&uuml;r mich ist er weder noch: Wir alle mussten doch davon ausgehen, dass unsere Gespr&auml;che abgeh&ouml;rt und unsere E-Mails gelesen werden k&ouml;nnen &ndash; nat&uuml;rlich auch von Geheimdiensten.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Und weil wir alle davon ausgehen mussten, dass unsere Gespr&auml;che von den Geheimdiensten abgeh&ouml;rt und unsere E-Mails gelesen werden k&ouml;nnen, ist ja auch alles in Ordnung.<\/em> <\/p>\n<p>&Auml;hnlich auch der Ex-Spiegel-Chef Stefan Aust:<\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;&hellip; ich finde die Aufregung &uuml;ber den NSA-Skandal sonderbar, weil doch alles seit Jahren bekannt ist.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-17868","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17868","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=17868"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17868\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17872,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17868\/revisions\/17872"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=17868"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=17868"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=17868"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}