{"id":17892,"date":"2013-07-08T09:18:03","date_gmt":"2013-07-08T07:18:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17892"},"modified":"2015-08-10T09:42:57","modified_gmt":"2015-08-10T07:42:57","slug":"die-demokratie-nur-noch-ein-spielball-der-geheimdienste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17892","title":{"rendered":"Die Demokratie nur noch ein Spielball der Geheimdienste?"},"content":{"rendered":"<p>Kaum ein Verschw&ouml;rungstheoretiker h&auml;tte sich das nun bekannt gewordene Ausma&szlig; der &Uuml;berwachung durch die amerikanischen, britischen und franz&ouml;sischen sowie &ndash; in Kooperation mit ihnen &ndash; der deutschen Geheimdienste ausmalen k&ouml;nnen, doch die Verschw&ouml;rungstheorie ist zum Normalfall geworden.<\/p><p>Die Bundesregierung verh&auml;lt sich wie die drei weisen Affen: sie stellt sich blind, taub und stumm.<\/p><p>Angesichts des Ausma&szlig;es der Anhaltspunkte f&uuml;r die Verletzung eines grundlegenden, verfassungsgesch&uuml;tzten Menschenrechts l&auml;sst sich die Reaktion der Politik nur damit erkl&auml;ren, dass jedenfalls die Verantwortlichen dar&uuml;ber Bescheid wussten oder sich dem schwerwiegenden Vorwurf aussetzen, nicht gewollt zu haben, dar&uuml;ber Bescheid zu wissen.<\/p><p>Wenn sich Regierung und Parlament&auml;re herausreden, sie h&auml;tten das alles nicht geahnt, dann w&auml;re es umso schlimmer um die Demokratie bestellt. Das hie&szlig;e n&auml;mlich, dass die demokratischen Institutionen zum Spielball der Geheimdienste geworden sind. Von <strong>Wolfgang Lieb<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nAuf die Enth&uuml;llungen &uuml;ber die ann&auml;hernd totale &Uuml;berwachung des gesamten Brief-, Telefon und Internetverkehrs vor allem durch Edward Snowden gibt es derzeit im Prinzip drei Reaktionsformen:<\/p><ol>\n<li>Die Politik tut so als habe sie von nichts etwas gewusst und spielt den &Uuml;berraschten. (So wie etwa Au&szlig;enminister Westerwelle und der US-Botschafter Murphy <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/guido-westerwelle\/bundesaussenminister-und-us-botschafter-im-interview-ueber-den-abhoer-skandal-31162424.bild.html\">gestern in Bild am Sonntag<\/a>) Die Bundesregierung verweigert eine Bewertung und verspricht Aufkl&auml;rung und tut so, als handle es sich bei der Bespitzelung um einen Versto&szlig; gegen die H&ouml;flichkeit unter &bdquo;Freunden&ldquo;, ein Fauxpas, den man locker wieder aus der Welt schaffen k&ouml;nne. <\/li>\n<li>Ein gro&szlig;er Teil der ver&ouml;ffentlichten Meinung und der &Ouml;ffentlichkeit tut so, als sei die Schleppnetz&uuml;berwachung eben ein Fluch der Technik, der eben &uuml;ber uns gekommen ist und dass die totale Kontrolle der Kommunikation im Netz im Interesse der Terrorbek&auml;mpfung hingenommen werden m&uuml;sse. <\/li>\n<li>Wieder andere argumentieren, die elektronische Kommunikation sei eben wie das Verschicken einer Postkarte, die schlie&szlig;lich auch jeder lesen k&ouml;nne. Man sei schlie&szlig;lich selbst schuld, wenn man pers&ouml;nliche Daten ins Netz stelle oder per Telefon &uuml;bermittle. Jeder k&ouml;nne ja selbst entscheiden, was er an Daten preisgebe. Man k&ouml;nne ja seine Botschaften Verschl&uuml;sseln. <\/li>\n<\/ol><p>Alle diese Abwehrreaktionen verharmlosen die Tatsache, dass die gar nicht mehr bestreitbaren &Uuml;berwachungspraktiken der Geheimdienste ein Versto&szlig; gegen die Menschenrechte darstellt:<\/p><p>&bdquo;Jede Person hat das Recht auf freie Meinungs&auml;u&szlig;erung. Dieses Recht schlie&szlig;t die Meinungsfreiheit und die Freiheit ein, Informationen und Ideen ohne beh&ouml;rdliche Eingriffe und ohne R&uuml;cksicht auf Staatsgrenzen zu empfangen und weiterzugeben.&ldquo; So hei&szlig;t es etwa in der Europ&auml;ischen Menschrechtskonvention. In Deutschland hat das Recht auf &bdquo;informationelle Selbstbestimmung&ldquo; nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts Verfassungsrang. <\/p><p>Da wurde etwa f&uuml;r die Aufarbeitung der gegen&uuml;ber der jetzt &ouml;ffentlich gewordenen &Uuml;berwachung durch die Geheimdienste geradezu dilettantisch anmutende Spitzelt&auml;tigkeit der Stasi in der ehemaligen DDR eine gro&szlig;e Beh&ouml;rde eingerichtet, aber wenn alle Menschen von staatlich beauftragten High-Tech-Kontrolleuren als potentielle Gefahrenquelle eingestuft und abgesch&ouml;pft werden, dann fragt unsere Kanzlerin nur noch nach der &bdquo;Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit&ldquo;.<br>\nWer gedacht hatte mit dem Zusammenbruch der DDR l&auml;ge die Bespitzelung hinter uns, hat sich gr&uuml;ndlich get&auml;uscht, sie hat im Gegenteil den Umfang von Yotta-Bytes erreicht, also von unvorstellbaren Datenmengen. <\/p><p>Kaum ein sog. Verschw&ouml;rungstheoretiker h&auml;tte sich das nun bekannt gewordene Ausma&szlig; der &Uuml;berwachung durch die amerikanischen, britischen und franz&ouml;sischen sowie &ndash; in Kooperation mit ihnen &ndash; der deutschen Geheimdienste ausmalen k&ouml;nnen, doch die Verschw&ouml;rungstheorie ist zum Normalfall geworden. <\/p><p>Man stelle sich nur einen Augenblick vor Snowden w&auml;re Koreaner, Chinese oder Russe und h&auml;tte &uuml;ber die Aussp&auml;hung der Geheimdienste in diesen L&auml;ndern &bdquo;gewhistelt&ldquo;. Der gesamte &bdquo;freie Westen&ldquo; h&auml;tte sie als Helden gefeiert und h&auml;tte sich &uuml;ber die totalit&auml;ren Praktiken dieser Staaten emp&ouml;rt und sich in seiner moralischen &Uuml;berlegenheit gesonnt. Nach Snowden bleibt eigentlich nur noch Spott f&uuml;r diese &Uuml;berheblichkeit. <\/p><p>Wenn man nur einmal kurz dar&uuml;ber nachdenkt, dass in Deutschland jedem Falschparker nachgesp&uuml;rt wird oder dass bei Sozialhilfeempf&auml;ngern die Bettmatratzen untersucht werden, ob nicht ein Sozialhilfebetrug vorliegt, so ist die Reaktion der Politik auf die totale Kontrolle gerade zu erschreckend. Die Bundesregierung verh&auml;lt sich wie die drei weisen Affen: sie stellt sich blind, taub und stumm. <\/p><p>Angesichts des Ausma&szlig;es der Anhaltspunkte f&uuml;r die Verletzung eines grundlegenden, verfassungsgesch&uuml;tzten Menschenrechts l&auml;sst sich die Reaktion der Politik nur damit erkl&auml;ren, dass jedenfalls die Verantwortlichen dar&uuml;ber Bescheid wussten oder sich dem schwerwiegenden Vorwurf aussetzen, nicht gewollt zu haben, dar&uuml;ber Bescheid zu wissen. Und das gilt zumindest f&uuml;r alle Chefs des Kanzleramtes, f&uuml;r Pofalla genauso wie f&uuml;r Steinmeier und deren Vorg&auml;nger. Das gilt auch f&uuml;r die parlamentarischen Kontrolleure nicht nur im Bundestag sondern auch in allen L&auml;nderparlamenten. <\/p><p>Wenn sich nun Regierung und Parlament&auml;re herausreden, sie h&auml;tten das alles nicht geahnt, dann ist es umso schlimmer um die Demokratie bestellt. Das hie&szlig;e n&auml;mlich, dass die demokratischen Institutionen zum Spielball der Geheimdienste geworden sind. <\/p><p>Nachdem die Politik schon in den F&auml;ngen der Finanzindustrie und der Banken erdr&uuml;ckt wird, kuscht sie nun offenbar auch noch vor den von ihr selbst installierten &bdquo;Diensten&ldquo;.<\/p><p>Da alle gro&szlig;en Parteien &bdquo;Dreck am Stecken&ldquo; haben, ist klar, dass dieser Skandal vor der Bundestagswahl unter den Teppich gekehrt wird. <\/p><p>Dass es keine &ouml;ffentlichen Proteste gibt, ist auch ein Zeichen daf&uuml;r, wie ohnm&auml;chtig sich die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger f&uuml;hlen, wenn sie erfahren m&uuml;ssen, dass ihr Computer nicht mehr ihnen selbst, sondern den offenbar nicht mehr kontrollierten oder kontrollierbaren Geheimdiensten und der f&uuml;r diese verantwortlichen Regierungen geh&ouml;rt. <\/p><p>Wir sind bei Orwell 2.0 angekommen. In George Orwells Roman 1984 gab es wenigstens noch den Protagonisten Winston Smith, der sich gegen die allgegenw&auml;rtige &Uuml;berwachung auflehnte. Snowden ist der Held von Orwell 2.0, doch ihm ergeht es vermutlich wie dem Helden in Orwells vor &uuml;ber 60 Jahren geschriebenen Roman, er wird vom &bdquo;System&ldquo; zerbrochen werden.<\/p><p>Wenn die Regierenden der &bdquo;freien Welt&ldquo; wirklich ein Interesse h&auml;tten, sich aus ihren Machenschaften mit ihren Geheimdiensten zu befreien, dann m&uuml;ssten sie Edward Snowden als Kronzeugen aufnehmen, ihn als Zeugen der Anklage f&uuml;r die Aufkl&auml;rung eines Menschheitsverbrechens behandeln.<\/p><p>Dass das nicht geschieht, sagt eigentlich alles &uuml;ber die Schuldfrage. <\/p><p>Vielleicht machen mir jetzt mancher Leser oder manche Leserin den Vorwurf, ich h&auml;tte den schweren Fehler begangen und Vermutungen &uuml;ber das Vorgehen der Geheimdienste als Faktum genommen.<\/p><p>Um diesem Vorwurf zu entgehen, referiere ich die gewiss noch nicht umfassenden Informationen, die der heutige Spiegel enth&auml;lt: <\/p><p>Unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Obamas Zwerge&ldquo; berichtet der Spiegel (Printfassung) wie die Regierungen reihenweise vor Washington kuschten. Die Deutschen wollten angeblich von nichts gewusst haben, doch es werde jetzt klar, dass die Geheimdienste eng miteinander kooperierten.<\/p><p>So gebe es etwa in Darmstadt-Griesheim  den streng geheimen Horchposten, &bdquo;Dagger Complex&ldquo;, in dem Armee-Leute der 66th Military Intelligence Brigade arbeiteten, der auch von der NSA mitfinanziert werde. Es gebe Hinweise, dass &ndash; im Gegensatz zu den Behauptungen der Bundesregierung &ndash; diese &Uuml;berwachungseinrichtung eng mit dem BND und dem Verfassungsschutz zusammenarbeite&hellip;Auch Snowden sage, dass deutsche Beh&ouml;rden mit der NSA &bdquo;unter einer Decke stecken&ldquo;. <\/p><p>Derzeit baue die NSA ihre Infrastruktur in Deutschland mit gro&szlig;em Aufwand aus. Die bekannteste Abh&ouml;ranlage liege im bayerischen Bad Aibling. Die dort abgefangenen Signale w&uuml;rden auf das Gel&auml;nde der naheliegenden Manfall-Kaserne weitergeleitet. Hier residiere ganz offiziell die &bdquo;Fernmeldeweiterverkehrsstelle der Bundeswehr&ldquo;, hinter der sich der BND verberge. Dabei w&uuml;rden in Kooperation mit Abh&ouml;rspezialisten der NSA Telefongespr&auml;che, Faxe und alles, was sonst noch &uuml;ber Satelliten &uuml;bertragen werde, &bdquo;analysiert&ldquo;. BND-Chef Gerhard Schindler habe diese Zusammenarbeit mit dem US-Dienst inzwischen einger&auml;umt.<br>\nIn Wiesbaden baue die US-Armee streng bewacht ein neues &bdquo;Consolidatet Intelligence Center&ldquo;, ein Hightech-Kontrollzentrum. Frankfurt a.M., eine digitale &bdquo;Herzkammer&ldquo;, sei f&uuml;r inl&auml;ndische und ausl&auml;ndische Geheimdienste eine unersch&ouml;pfliche Quelle f&uuml;r Informationen. Nach Angaben Snowdens greife die NSA eine halbe Milliarde Kommunikationsvorg&auml;nge in Deutschland ab. Der BND d&uuml;rfe bis zu 20 Prozent dieser Daten abzweigen.<br>\nDie NSA stelle z.B. dem BND Spezial-Tools zur Verf&uuml;gung, um den aus dem Nahen Osten eingehenden Telefon- und Inernetverkehr auszuwerten.<\/p><p>Die Bundesregierung bestreite, dass der US-Dienst wiederum Zugriff auf die ausgewerteten Daten habe. Eine Kooperation gebe es nur in Form von fertigen Geheimdienstberichten (&bdquo;finished intelligence&ldquo;).  <\/p><p>Anders als &ouml;ffentlich zugegeben, gebe es jedoch zwischen dem deutschen Auslandsdienst und der NSA in klar umgrenzten Einzelf&auml;llen ein gemeinsames Vorgehen (&bdquo;Joint Operations&ldquo;). In Bad Aibling arbeite ein NSA-Team eng mit dem BND zusammen.<br>\nW&auml;hrend die deutschen Dienste den strengen Regeln der G-10-Gesetzgebung unterl&auml;gen, arbeiteten ausl&auml;ndische Dienste weitgehend unkontrolliert.<\/p><p>Ist es wirklich denkbar, dass bei so viel N&auml;he der eine Partner nicht wusste, was der andere tat, fragt der Spiegel.<\/p><p>Der Pr&auml;sident des Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz, Hans-Georg Maa&szlig;en, bestreitet laut Spiegel &bdquo;Erkenntnisse&ldquo; dass Internetknotenpunkte in Deutschland durch die NSA ausspioniert w&uuml;rden. Auch Lauschangriffe der USA auf die Bundesregierung seien ihm nicht bekannt.<\/p><p>Dass mit einer Freundschaft auch Herrschaft verbunden sein k&ouml;nne, zeige der Fall Snowden so klar wie kaum ein anderer. Die Odyssee des bolivianischen Pr&auml;sidenten zeige besonders deutlich, wie die Herrschaftsverh&auml;ltnisse seien. Auch wenn noch nicht alle Einzelheiten gekl&auml;rt seien, zeige sich, dass europ&auml;ische Politiker eine Menge Angst vor den Amerikanern h&auml;tten. <\/p><p>Angst vor dem Zorn der USA regiere gerade die Welt. Der Westen mache sich l&auml;cherlich durch Unterw&uuml;rfigkeit. Aber selbst China und Russland h&auml;tten offenbar kein Interesse daran, die Praktiken der NSA &ouml;ffentlich zu machen.<\/p><p>In einem Interview mit dem ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten und Geheimdienstkontrolleur Claus Arndt, sagt dieser u.a.: Nach dem Zusatzabkommen zum Nato-Truppenstatut von 1959 sei die Bundesrepublik zur Zusammenarbeit mit den USA zum Schutze von deren Truppen verpflichtet. Was das in der Praxis bedeutet, sagt Claus Arndt auch: &bdquo;Man muss dazu wissen: Aus amerikanischer Sicht gab es nichts, was nicht f&uuml;r die Sicherheit ihrer Truppen relevant war.&ldquo; In der Praxis seien wir nicht souver&auml;n.<\/p><p>Der Spiegel berichtet weiter &uuml;ber einen Fragenkatalog, den der Entwickler von Verschl&uuml;sselungs- und Sicherheitssoftware Jacob Appelbaum &ndash; lange bevor die Enth&uuml;llungen zum &ouml;ffentlichen Thema wurden &ndash; Edward Snowden geschickt hat und den dieser beantwortet hat.<br>\nDort sagt Snowden: &bdquo;Die (NSA-Leute &ndash; Red.) stecken unter einer Decke mit den Deutschen, genauso, wie mit den meisten anderen Staaten.&ldquo;<br>\nDie anderen Beh&ouml;rden fragten die NSA nicht, woher sie die Hinweise hat, und die NSA fragt diese Beh&ouml;rden nach nichts. So k&ouml;nnen sie ihr politisches F&uuml;hrungspersonal sch&uuml;tzen, falls herauskommen sollte, wie massiv weltweit die Privatsph&auml;re von Menschen missachtet wird.<\/p><p>Nach <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/geheimdienst-affaere-amerika-darf-deutsche-abhoeren-12273496.html\">Recherchen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung<\/a> k&ouml;nnen sich die amerikanischen Geheimdienste bei Aussp&auml;haktionen in Deutschland auf Rechtsgrundlagen berufen, die noch aus der alten Bundesrepublik stammen. Gem&auml;&szlig; Verwaltungsvereinbarungen von 1968 d&uuml;rfen die Geheimdienste der Westalliierten BND und Verfassungsschutz um Aufkl&auml;rungsma&szlig;nahmen ersuchen; die deutschen Dienste haben Rohdaten zu &uuml;bergeben. Das begr&uuml;ndet ein Recht der Amerikaner auf in Deutschland nachrichtendienstlich erhobene Daten. Bis vergangenes Jahr waren die Vereinbarungen als geheim eingestuft. Nach Angaben der Bundesregierung sind sie weiter in Kraft, wurden jedoch seit 1990 nicht mehr in Anspruch genommen. Wie die F.A.S. erfuhr, wird die Zusammenarbeit zwischen den amerikanischen Geheimdiensten und dem BND durch mehrere Absichtserkl&auml;rungen geregelt, die weiterhin als streng geheim eingestuft sind.<br>\nDar&uuml;ber hinaus haben fr&uuml;here Bundesregierungen den Amerikanern das Recht zugesichert, sie d&uuml;rften &bdquo;im Fall einer unmittelbaren Bedrohung&ldquo; ihrer Streitkr&auml;fte &bdquo;angemessene Schutzma&szlig;nahmen&ldquo; ergreifen. Das schlie&szlig;t gem&auml;&szlig; dem Truppenvertrag von 1952 und dem Zusatzabkommen zum Nato-Truppenstatut von 1962 das Recht ein, eigene Nachrichten in Deutschland zu sammeln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kaum ein Verschw&ouml;rungstheoretiker h&auml;tte sich das nun bekannt gewordene Ausma&szlig; der &Uuml;berwachung durch die amerikanischen, britischen und franz&ouml;sischen sowie &ndash; in Kooperation mit ihnen &ndash; der deutschen Geheimdienste ausmalen k&ouml;nnen, doch die Verschw&ouml;rungstheorie ist zum Normalfall geworden.<\/p>\n<p>Die Bundesregierung verh&auml;lt sich wie die drei weisen Affen: sie stellt sich blind, taub und stumm.<\/p>\n<p>Angesichts des Ausma&szlig;es der<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17892\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[184,126,11],"tags":[901,305,1554,1111,1556],"class_list":["post-17892","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-ueberwachung","category-erosion-der-demokratie","category-strategien-der-meinungsmache","tag-geheimdienste","tag-menschenrechte","tag-orwell-2-0","tag-snowden-edward","tag-usa"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17892","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=17892"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17892\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17894,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17892\/revisions\/17894"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=17892"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=17892"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=17892"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}