{"id":17902,"date":"2013-07-09T09:19:21","date_gmt":"2013-07-09T07:19:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17902"},"modified":"2015-11-09T13:04:15","modified_gmt":"2015-11-09T12:04:15","slug":"hinweise-des-tages-1917","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17902","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17902#h01\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17902#h02\">Rudolf Hickel &ndash; aus aus dem Euro, zur&uuml;ck ins Chaos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17902#h03\">Deutsche Ausfuhren im Mai 2013: &ndash; 4,8 % gegen&uuml;ber Mai 2012<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17902#h04\">Freihandelsabkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17902#h05\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17902#h06\">Paul Krugman: Defining Prosperity Down  &ndash;  Abgewertete Prosperit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17902#h07\">Lucas Zeise: Super-Mario ratlos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17902#h08\">Gauck lobt lettische Sparma&szlig;nahmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17902#h09\">Elite: Entscheidungstr&auml;ger in Deutschland &ndash; Werte und Einstellungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17902#h10\">Zeichen stehen weiter auf Rezession<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17902#h11\">Privatisierung von Kliniken: Auf Kosten der Patienten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17902#h12\">Verm&ouml;gensgef&auml;lle gr&ouml;&szlig;er als bei Nachbarn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17902#h13\">Umfrage in elf Staaten: Deutsche sind Europas Sorgenmeister<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17902#h14\">Piratenpartei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17902#h15\">G&ouml;ttergeschenke f&uuml;r Angela<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17902#h16\">Al-Jazeera &ndash; &bdquo;Wir waren die Anti-Stimme und wurden zur Nato-Stimme&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17902#h17\">Zu guter Letzt: De Maizi&egrave;res Karrieresprung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17902#h18\">Das Allerletzte: Snowden ist kein Held!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17902&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Bei Freund und Feind<\/strong><br>\nNeue Berichte best&auml;tigen die enge Zusammenarbeit des Bundesnachrichtendienstes (BND) mit der National Security Agency (NSA). Demzufolge sind BND-Mitarbeiter immer wieder in die NSA-Zentrale in Fort Meade gereist, um sich dort etwa &uuml;ber Fragen der Technik auszutauschen. Auch habe die NSA dem BND Analyse-Tools zur Auswertung abgefangener Daten geliefert. Dar&uuml;ber hinaus best&auml;tigt ein fr&uuml;herer Leiter eines &ouml;sterreichischen Dienstes, das &ldquo;Wissen&rdquo; &uuml;ber das NSA-Sp&auml;hprogramm Prism sei &ldquo;common understanding zwischen allen europ&auml;ischen Nachrichtendiensten&rdquo; gewesen. &Uuml;ber ein Geheimdienstzentrum der US-Streitkr&auml;fte, das in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden errichtet wird und einem Bericht zufolge auch von der NSA genutzt werden soll, lie&szlig;en sich US-Milit&auml;rs bereits vor Jahren mit der &Auml;u&szlig;erung zitieren, man wolle dort Informationen sammeln &ldquo;&uuml;ber die aktuelle Lage bei Freund und Feind und alles, was unsere Aufgabe beeinflussen kann&rdquo;. Dass die Geheimdienstkooperation des westlichen Blocks, die im sogenannten Anti-Terror-Krieg auch Verschleppung und Folter von Verd&auml;chtigen beinhaltete, auf Geheimabkommen der f&uuml;hrenden NATO-M&auml;chte aus den Nachkriegsjahrzehnten zur&uuml;ckgeht, wird mittlerweile auch von der Bundesregierung einger&auml;umt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58640\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutschland erlaubte den Amerikanern das Schn&uuml;ffeln<\/strong><br>\nRegierungssprecher Seibert verlangt, dass sich ausl&auml;ndische Geheimdienste an deutsche Gesetze und Regeln halten. Dar&uuml;ber d&uuml;rften sich Amerikaner und Briten freuen: Kanzler Adenauer hat dereinst Washington und London erlaubt, f&uuml;r Sp&auml;hangriffe das Grundgesetz zu brechen. Ein Freiburger Historiker hat herausgefunden, dass die geheimen Vereinbarungen noch heute gelten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/us-geheimdienst-in-der-bundesrepublik-deutschland-erlaubte-den-amerikanern-das-schnueffeln-1.1715355\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> Besonders bemerkenswert ist wieder der Hinweis auf die grundlegende Arbeit des Historikers Josef Foschepoth &ldquo;&Uuml;berwachtes Deutschland&rdquo; auf die <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17860\">Albrecht M&uuml;ller k&uuml;rzlich schon hingewiesen hatte<\/a>.<\/em><br>\n<em> Dazu gibt es in diesem Artikel der SZ auch noch einen Link zu einer Besprechung dieses wichtigen Dokumentes von Franziska Augstein zur &ldquo;Geschichte der Freiheit&rdquo; in dieser &ldquo;unserer Republik&rdquo; &ndash; eigentlich doch demokratisch &ldquo;geplant&rdquo;. <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/augsteins-auslese-ueberwachtes-deutschland-1.1522171\">Das ist jetzt zus&auml;tzlich noch sehr &ldquo;h&ouml;renswert&rdquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Angela Merkels historische Chance<\/strong><br>\nInzwischen scheint es, als habe Angela Merkel Ausma&szlig; und Ernst der Aff&auml;re erkannt. Auch ihr Kabinett ist aufgewacht. Der Erste, der dies zu sp&uuml;ren bekam, war Amerikas Au&szlig;enminister John Kerry. Spionage, das machen doch alle, begann er am vergangenen Dienstag ein Telefonat mit Guido Westerwelle. So &auml;hnlich hatte es vor ihm schon sein Pr&auml;sident bei einer Pressekonferenz gesagt. Westerwelle hielt hart dagegen: Die Sache sei sehr ernst&hellip;<br>\nWas aber kann Angela Merkel tun, um die Deutschen vor dem Zugriff der Geheimdienste zu sch&uuml;tzen? Vor allem sollte sie sich auf keinerlei Versprechen der amerikanischen Dienste verlassen. Und dabei w&auml;re es gar nicht schwer f&uuml;r sie herauszufinden, dass es sich bei der NSA, dem gr&ouml;&szlig;ten, teuersten und m&auml;chtigsten Geheimdienst aller Zeiten, um einen Serient&auml;ter handelt.<br>\nDie von ihrem Pr&auml;sidenten und obersten Befehlshaber am Brandenburger Tor beschworene Freundschaft interessiert die NSA nicht, auch nicht die so oft beschworenen gemeinsamen Werte. F&uuml;r die NSA ist jeder ein potentielles Aufkl&auml;rungsziel, auch ein Freund.<br>\nNach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes aus dem Jahr 2010 ist die Massenspeicherung von Daten verfassungswidrig. Dies sei mit dem Telekommunikationsgeheimnis, einem Grundrecht, unvereinbar, entschied das h&ouml;chste deutsche Gericht; schlie&szlig;lich lie&szlig;en selbst solche Verbindungsdaten R&uuml;ckschl&uuml;sse &bdquo;bis in die Intimsph&auml;re&ldquo; zu.<br>\nDies alles wird Angela Merkel wohl wissen, sie m&uuml;sste es l&auml;ngst wissen. Und nun muss sie handeln. Sie muss zuerst einmal Amerikaner und Briten dazu bringen, diese Praktiken sofort zu beenden. Wie das gelingen kann, l&auml;sst sich leicht nachlesen: In einer als &bdquo;geheim&ldquo; eingestuften Akte n&auml;mlich, die im Archiv des Kanzleramtes liegt. Es ist nichts weniger als das Versprechen der NSA, die Deutschen nicht l&auml;nger abzuh&ouml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/ueberwachung\/nsa-affaere-angela-merkels-historische-chance-12274336.html\">FAZ<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Ein geradezu idealtypischer Artikel f&uuml;r die triefende Merkel-Propaganda der Mainstreampresse. Netter Trick auch so zu tun als handle die NSA autonom und nicht auf Befehl des US-Pr&auml;sidenten. Niemand kann mir erz&auml;hlen, dass die Bundeskanzlerin nicht wei&szlig;, was der BND treibt. Wenn nicht, h&auml;tte, wie Wolfgang Lieb bereits ausgef&uuml;hrt hat, unsere parlamentarische Demokratie ein ernsthaftes Problem.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Schlapphut-Farce<\/strong><br>\nSeine gr&ouml;sste Furcht war, dass sich &laquo;nichts &auml;ndern wird&raquo;. Mehr als einen Monat nach dem Beginn des von ihm losgetretenen NSA-Geheimdienstskandals k&ouml;nnte Edward Snowdens Bef&uuml;rchtung wahr werden: Beinahe jeder Tag bringt neue Enth&uuml;llungen aus dem Reich der elektronischen Schn&uuml;ffelei, ver&auml;ndert aber hat sich nichts. Im Gegenteil: Zu einer Schlapphut-Farce ist geworden, was B&uuml;rger und Politiker h&auml;tte aufschrecken sollen.<br>\nin Deutschland vermutet inzwischen so mancher, dass die Kanzlerin wom&ouml;glich deshalb so m&uuml;de auf die Enth&uuml;llungen des &laquo;Spiegels&raquo; reagiert, weil ihr diese nicht wirklich neu sind. Immerhin ist das sogenannte Foreign Affairs Directorate der NSA laut dem Hamburger Nachrichtenmagazin zuvorkommend genug: Um Politikern die M&ouml;glichkeit des ehrlichen Dementis zu verschaffen, wird die Zusammenarbeit mit den jeweiligen Partnern, etwa dem BND, vor politischen Entscheidungstr&auml;gern versteckt. Also steht niemand im Regen, wenn auffliegt, wie &laquo;massiv die Privatsph&auml;re von Menschen missachtet wird&raquo;. Das jedenfalls sagt Edward Snowden. Und damit w&auml;re zum Teil erkl&auml;rt, warum die Europ&auml;er dem Partner in Washington nicht wirklich gram sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/ausland\/amerika\/Die-SchlapphutFarce\/story\/20696113\">Tagesanzeiger<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Bei der ganzen gespielten Aufregung um die Total&uuml;berwachung der Kommunikationsdaten durch die Geheimdienste schadet es nicht wieder einmal die Frage nach dem  &bdquo;cui bono&ldquo; zu stellen. Ist die massive Ausspionierung der eigenen B&uuml;rger etwa ein origin&auml;rer Bestandteil von Merkels &bdquo;marktkonformer&ldquo; Demokratie? Man kann das auch noch weiter spinnen. Wenn die NSA wirklich alle Kommunikation &uuml;berwacht, dann sollte es doch auch kein Problem sein den Zockern und Finanzspekulanten, den Schattenbanken und Offshore-Finanzpl&auml;tzen, auf die Spur zu kommen umso vielleicht den n&auml;chsten Finanzcrash zu verhindern? Hat man davon jemals etwas geh&ouml;rt? Es ist zu vermuten, dass man davon auch nichts h&ouml;ren wird, w&uuml;rde dies doch den Interessen der herrschenden Eliten zu wider laufen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>NSA hat Speicherbedarf im Yottabyte-Bereich<\/strong><br>\nIm Zusammenhang mit den Enth&uuml;llungen von Edward Snowden &uuml;ber das amerikanische Abh&ouml;rprogramm Prism werden vor allem die rechtlichen Aspekte diskutiert. Doch parallel dazu ist auch die technische Realisierung dieser immensen Abh&ouml;ranlage von Interesse.<br>\nDatenanforderungen werden automatisch generiert und berufen sich rechtlich auf sehr vage formulierte weitreichende Allgemeinanforderungen durch den Generalstaatsanwalt. Die Anforderungsflut ist hoch. Jeweils 200 solcher Anforderungen gehen pro Woche bei jedem der gro&szlig;e Provider ein. Diese beziehen sich jeweils auf rund 400 bis 1000 Nutzerkonten.<br>\nBei derart immensen Datenanforderungen haben mehrere Datenprovider das Verfahren vereinfacht und eine elektronische Zwischenablage geschaffen, in der die NSA ihre Datenw&uuml;nsche ablegt und wo sie dann sp&auml;ter die entsprechenden Daten abholen kann. Einem Bericht der New York Times zufolge soll u. a. Facebook einen solchen Datenaustausch erm&ouml;glichen. Anders ist es dagegen bei Google. Laut deren Sprecher Chris Gaither stellt Google seine Daten per sicherem FTP-Transfer der NSA zur Verf&uuml;gung.<br>\nAlle Daten werden bei der NSA in einem riesigen Rechenzentrum gespeichert, das im Laufe der Zeit zu klein geworden ist. Deshalb werden ab Herbst 2013 alle Daten in einem neuen Rechenzentrum in Bluffdale im US-Staat Utah gesammelt und aufbereitet. Das 1,7 Mrd. $ teure Zentrum soll als interne Cloud sowohl die eigenen Analysten am Hauptsitz in Maryland, als auch die anderen Agenturen wie FBI und CIA bedienen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vdi-nachrichten.com\/artikel\/NSA-hat-Speicherbedarf-im-Yottabyte-Bereich\/64914\/2\">vdi-nachrichten<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Rudolf Hickel &ndash; aus aus dem Euro, zur&uuml;ck ins Chaos<\/strong><br>\nVon rechts bis links, von der AfD bis in Teile der Linkspartei, mehren sich die Stimmen derer, die einen Austritt aus dem Euro fordern, sei es f&uuml;r Griechenland oder gar f&uuml;r Deutschland. Gegen diese auch in &bdquo;Bl&auml;tter&ldquo;-Beitr&auml;gen vertretene Position pl&auml;diert f&uuml;r eine wirkliche Wirtschafts- und Fiskalunion der &Ouml;konom und &bdquo;Bl&auml;tter&ldquo;-Mitherausgeber Rudolf Hickel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2013\/juli\/raus-aus-dem-euro-zurueck-ins-chaos?print\">Bl&auml;tter<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Gut gebr&uuml;llt L&ouml;we Hickel. Aber wo ist der L&ouml;sungsvorschlag?<\/em><br>\n<em>Ich teile Hickels Sorge &uuml;ber den Zerfall der Eurozone wegen des zu erwartenden Endes im Chaos. Aber wie Rudolf Hickel das Problem l&ouml;sen will, habe ich nicht erkennen k&ouml;nnen. Die Polemik gegen die Vorstellungen von Heiner Flassbeck zur notwendigen Angleichung der Lohnst&uuml;ckkosten alleine reicht nicht, auch nicht die Polemik gegen die Saldenmechaniker.<\/em><br>\n<em>Den Text von Rudolf Hickel habe ich nach konstruktiven Vorschl&auml;gen durchgesehen. Unten sind sie wiedergegeben. Wie will er denn &bdquo;konkurrenzf&auml;hige Wirtschaftsstrukturen &hellip; erst schaffen&ldquo;? Was ist ein &bdquo;wirtschaftsstruktureller Anpassungsprozess&ldquo;? Wie soll der konkret vor sich gehen ohne Anpassung der Wettbewerbsf&auml;higkeiten mithilfe der Lohnentwicklung. Nat&uuml;rlich reicht die Anpassung der Lohnst&uuml;ckkosten alleine nicht aus. Aber Hickels Vorschl&auml;ge sind ausgesprochen d&uuml;nn. Schauen Sie selbst, Ausz&uuml;ge aus dem Essay von Rudolf Hickel:<\/em><br>\n<em>&hellip;<\/em><br>\n<em>&raquo;Konkurrenzf&auml;hige Wirtschaftsstrukturen erst zu schaffen: Diese Aufgabe geh&ouml;rt auf die Agenda.&laquo;<\/em><br>\n<em>In Griechenland fehlt es v&ouml;llig an einer tragf&auml;higen, diversifizierten Exportwirtschaft. Diese l&auml;sst sich aber gerade nicht durch W&auml;hrungsabwertung schaffen. Vielmehr m&uuml;ssen konkur-renzf&auml;hige Wirtschaftsstrukturen &uuml;berhaupt aufgebaut werden, mit politischer Unterst&uuml;tzung.<\/em><br>\n<em>&hellip;<\/em><br>\n<em>Die heutige Krise des Eurosystems ist ma&szlig;geblich auf diese totale Ausblendung der systemischen Unterschiede zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Sp&auml;testens bei der Aufnahme Griechenlands 2001 h&auml;tten die &ouml;konomischen Schw&auml;chen erkannt und im Rahmen einer Euro-Wirtschaftsstrukturpolitik bek&auml;mpft werden m&uuml;ssen.<\/em><br>\n<em>&hellip;<\/em><br>\n<em>Vielmehr muss der wirtschaftsstrukturelle Anpassungsprozess, verkn&uuml;pft mit einem rational koordinierten Steuersystem, vorangetrieben werden &ndash; und zwar unter dem Dach einer W&auml;hrungs- und Wirtschaftsunion.<\/em><br>\n<em>&hellip;<\/em><br>\n<em>Ein &bdquo;Euro &ndash; aber anders&ldquo;, n&auml;mlich f&uuml;r eine Arbeitspl&auml;tze schaffende, soziale und &ouml;kologische Wirtschafts- und W&auml;hrungsunion &ndash;, das bleibt noch immer das Ziel emanzipatorischer Politik. Der Euro hat wie die gesamte Union jedoch nur dann &uuml;berhaupt eine Chance, wenn endlich durch demokratische Gestaltung das erforderliche Vertrauen der B&uuml;rger geschaffen wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Deutsche Ausfuhren im Mai 2013: &ndash; 4,8 % gegen&uuml;ber Mai 2012<\/strong><br>\nIm Mai 2013 wurden von Deutschland Waren im Wert von 88,2 Milliarden Euro ausgef&uuml;hrt und Waren im Wert von 75,2 Milliarden Euro eingef&uuml;hrt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorl&auml;ufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die deutschen Ausfuhren im Mai 2013 um 4,8 % und die Einfuhren um 2,6 % niedriger als im Mai 2012.<br>\nIm Vormonatsvergleich war die Entwicklung von Aus- und Einfuhren kalender- und saisonbereinigt gegenl&auml;ufig: W&auml;hrend die Ausfuhren gegen&uuml;ber April 2013 um 2,4 % sanken, nahmen die Einfuhren um 1,7 % zu.<br>\nDie Au&szlig;enhandelsbilanz schloss im Mai 2013 mit einem &Uuml;berschuss von 13,1 Milliarden Euro ab. Im Mai 2012 hatte der Saldo in der Au&szlig;enhandelsbilanz + 15,6 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag der Au&szlig;enhandelsbilanz&uuml;berschuss im Mai 2013 bei 14,1 Milliarden Euro&hellip;<br>\nIn die Mitgliedstaaten der Europ&auml;ischen Union (EU) wurden im Mai 2013 Waren im Wert von 50,0 Milliarden Euro versandt und Waren im Wert von 49,1 Milliarden Euro von dort bezogen. Gegen&uuml;ber Mai 2012 sanken die Versendungen in die EU-L&auml;nder um 7,1 % und die Eing&auml;nge aus diesen L&auml;ndern um 0,7 %. In die L&auml;nder der Eurozone wurden im Mai 2013 Waren im Wert von 32,3 Milliarden Euro (&ndash; 9,6 %) geliefert und Waren im Wert von 34,6 Milliarden Euro (&ndash; 0,5 %) aus diesen L&auml;ndern bezogen. In die EU-L&auml;nder, die nicht der Eurozone angeh&ouml;ren, wurden im Mai 2013 Waren im Wert von 17,7 Milliarden Euro (&ndash; 2,4 %) ausgef&uuml;hrt und Waren im Wert von 14,4 Milliarden Euro (&ndash; 1,3 %) von dort eingef&uuml;hrt.<br>\nIn die L&auml;nder au&szlig;erhalb der Europ&auml;ischen Union (Drittl&auml;nder) wurden im Mai 2013 Waren im Wert von 38,2 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 26,1 Milliarden Euro aus diesen L&auml;ndern importiert. Gegen&uuml;ber Mai 2012 nahmen die Exporte in die Drittl&auml;nder um 1,6 % und die Importe von dort um 5,9 % ab.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130709_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dass die Exporte in die Euro-Zone um fast zehn Prozent sanken, ist angesichts der Rezession vor allem in S&uuml;deuropa nicht weiter erstaunlich. Im Sinne einer ausgeglicheneren Leistungsbilanz k&ouml;nnte man meinen, dass diese Entwicklung beim Export von Waren eher positiv sei, aber die Importe  gingen &ndash; wenngleich nicht so stark wie die Exporte &ndash; gleichfalls um 0,5 Prozent zur&uuml;ck. Im Gegensatz zum Warenexport ist der Leistungsbilanz&uuml;berschuss insgesamt gegen&uuml;ber dem Vorjahresmonat sogar von 10 auf 11,2 Milliarden gestiegen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Freihandelsabkommen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Kalter Krieg 2.0<\/strong><br>\nDie EU hat die umstrittene Freihandels-Runde mit den USA er&ouml;ffnet. Die Verhandlungen genie&szlig;en &ldquo;h&ouml;chste Priorit&auml;t&rdquo;, sagten US-Pr&auml;sident Obama und Kanzlerin Merkel. Sie finden im Klima eines Kalten Krieges gegen die eigenen B&uuml;rger und den Rest der Welt statt &ndash; Big Brother l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en.<br>\nAuf diesen Tag haben die Atlantiker aller Lager seit Jahren gewartet: Am Montag haben in Washington die Gespr&auml;che &uuml;ber ein transatlantisches Freihandelsabkommen begonnen.<br>\nEs soll eine neue goldene &Auml;ra von Frieden, Wachstum und Wohlstand einleiten. Gleichzeitig soll es die Feinde des Westens eind&auml;mmen &ndash; die neue &ldquo;Wirtschafts-Nato&rdquo; werde Chinesen und Russen das F&uuml;rchten lernen, frohlocken die Marktliberalen.<br>\nWenn sie sich da mal nicht gewaltig t&auml;uschen. F&uuml;rchten m&uuml;ssen sich zuallererst die B&uuml;rger Amerikas und Europas, denn die neue Partnerschaft startet mit einer Attacke gegen ihre b&uuml;rgerlichen Grundfreiheiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/hasslicher-westen\/\">Lost in EUrope<\/a><\/li>\n<li><strong>Verhandlungen &uuml;ber Freihandelsabkommen &ndash; Mehr Konsum f&uuml;r weniger Geld<\/strong><br>\nFreiheit f&uuml;r Chicken Wings! Wenn die Freihandelszone kommt, k&ouml;nnen Europ&auml;er billigeres Fast Food essen, Amerikaner leichter Luxusautos fahren. Doch es geht nicht nur um den Konsum, sondern wom&ouml;glich auch um die Gesundheit. Was das Freihandelsabkommen Verbrauchern bringt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/verhandlungen-ueber-freihandelsabkommen-mehr-konsum-fuer-weniger-geld-1.1715063\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Joseph E. Stiglitz: Die Freihandelsfarce geht in die n&auml;chste Runde &ndash; Warum zu bef&uuml;rchten ist, dass man auch diesmal kaum dem Gemeinwohl dient<\/strong><br>\nDie EU und die USA haben neue Gespr&auml;che f&uuml;r ein Freihandelsabkommen aufgenommen. Warum zu bef&uuml;rchten ist, dass man auch diesmal kaum dem Gemeinwohl dient. (&hellip;) Angesichts dieser j&uuml;ngsten Geschichte scheint klar, dass es bei den Verhandlungen &uuml;ber die Schaffung von Freihandelszonen nicht darum geht, ein echtes Freihandelssystem zu begr&uuml;nden. Ziel ist vielmehr ein gesteuertes Handelssystem &ndash; eines, das jenen Partikularinteressen dient, die die Handelspolitik im Westen schon seit langem beherrschen. (&hellip;) Amerikas Handelsvereinbarung mit Chile etwa hindert Chile am Einsatz von Kapitalkontrollen, obwohl der Internationale W&auml;hrungsfonds inzwischen anerkennt, dass Kapitalkontrollen ein wichtiges Instrument &ldquo;macro prudential policy&rdquo; sein k&ouml;nnen. Auch andere Handelsvereinbarungen bestehen auf Finanzliberalisierung und Deregulierung. Dabei sollte uns die Krise von 2008 gelehrt haben, dass das Fehlen guter Regulierung den wirtschaftlichen Wohlstand gef&auml;hrden kann. (&hellip;) Wenn die Verhandlungsf&uuml;hrer ein echtes Freihandelssystem sch&uuml;fen, in dem das &ouml;ffentliche Interesse obenan st&uuml;nde und die Ansichten der normalen B&uuml;rger mindestens so viel Gewicht h&auml;tten wie die von Unternehmenslobbyisten, w&auml;re ich vielleicht optimistisch, dass das Ergebnis die Wirtschaft st&auml;rken und das Gemeinwohl f&ouml;rdern w&uuml;rde. In Wahrheit jedoch haben wir ein gesteuertes Handelssystem geschaffen, bei dem Konzerninteressen an erster Stelle stehen, und einen Verhandlungsprozess, der undemokratisch und nicht transparent ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1371171976320\/Die-Freihandelsfarce-geht-in-die-naechste-Runde\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<li><strong>Freihandelsabkommen: Der Investor ist unantastbar<\/strong><br>\nVon Montag an sprechen USA und EU &uuml;ber ein Freihandelsabkommen, das dem B&uuml;rger ein geheimes Rechtssystem beschert.<br>\nEs droht wirklich nicht gleich die Annexion Europas durch die USA. Aber die Verhandlungen der Europ&auml;ischen Union mit den USA &uuml;ber das Freihandelsabkommen TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) werden uns bald unangenehm &uuml;berraschen, um es diplomatisch auszudr&uuml;cken. Das wird schon am Verhandlungsmandat deutlich, auf das sich die 27 EU-Staaten geeinigt haben. Und es soll schnell gehen: Schon in f&uuml;nfzehn Monaten, im Oktober 2014, soll das Abkommen stehen.<br>\nDer &Ouml;ffentlichkeit weitgehend unbekannt sind die sogenannten Schiedsgerichte. Sie gibt es in allen Freihandelsabkommen.Vor einem solchen Schiedsgericht kann der Investor gegen einen Staat wegen Benachteiligungen aller Art klagen; der umgekehrte Klageweg, Staat gegen Investor, ist nicht m&ouml;glich. Der Investor kann schon klagen, wenn der &bdquo;volle Schutz&ldquo; der Investitition etwa durch neue Umweltgesetze nicht mehr garantiert ist. Die Verhandlungen vor dem Schiedsgericht sind geheim, wie die Bundesregierung erst neulich in ihrer Antwort auf eine Anfrage der Gr&uuml;nen best&auml;tigte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/die.gazette\/posts\/478499705571564?_fb_noscript=1\">Die Gazette<\/a>\n<p><em><strong>Redaktionelle Anmerkung JK:<\/strong> Der vollst&auml;ndige Text zum Hinweis Nr. 12 von heute.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Griechenland: Der letzte Ferrari<\/strong><br>\nGriechenlands Defizite sinken, seine Wirtschaft scheint wieder Tritt zu fassen. Die Kluft zwischen dem, was die Griechen in aller Welt ausgaben und dem, was sie selbst dort verdienten, betrug vor Beginn der Krise zeitweise mehr als 15 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. In diesem Jahr soll der Fehlbetrag nur noch gut zwei Prozent erreichen. Dazu passen auch die neuesten Erfolgsmeldungen aus dem griechischen Fremdenverkehr: &Uuml;ber 17 Millionen Touristen werden in diesem Jahr erwartet. Das w&auml;re ein neues Allzeit-Hoch. Hinter all diesen sch&ouml;nen Zahlen verbirgt sich dennoch eine ziemlich h&auml;ssliche Wahrheit: Von einer echten Gesundung ist Griechenland noch immer Jahre entfernt. Wer mehr ausgibt als er einnimmt, dem bleiben letztlich nur zwei M&ouml;glichkeiten: Sparen bei den Ausgaben und der Versuch, auch die eigenen Einnahmen zu steigern. Griechenland hat bislang vor allem eisern gespart. Nach einer Analyse des &Ouml;konomen Michael Cembalest von JP Morgan ist der R&uuml;ckgang des griechischen Leistungsbilanzdefizits zu rund 90 Prozent auf kollabierende Importe &ndash; also h&auml;rtestes Sparen &ndash;  zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Eine solche Anpassung ist das extreme Gegenteil von dem, was Schwellenl&auml;nder aus fr&uuml;heren gro&szlig;en Leistungsbilanzkrisen herausgef&uuml;hrt hat. Das Problem der Griechen ist leider nicht nur, dass ihre Exportindustrie kaum Fortschritte macht. Es ist noch viel schlimmer: Eine solche Exportindustrie existiert bislang kaum. Griechenlands gesamte Warenausfuhr wird 2013 nicht einmal 16 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts erreichen. Selbst die Portugiesen kommen auf eine Exportquote von fast 30, die Iren mit ihren vielen Werkb&auml;nken internationaler Konzerne sogar auf knapp 55 Prozent. Bleibt also die Hoffnung auf den boomenden Tourismus. Doch selbst bei dieser Verdienstquelle gibt es ein kleines Problem. Es kommen zwar mehr Leute, aber sie geben offenbar weniger aus &ndash; was zum Teil auch daran liegen d&uuml;rfte, dass die Preise inzwischen gefallen sind. Bis der Tourismus wieder ein echter Geldbringer ist, wird noch einige Zeit vergehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.capital.de\/meinungen-newsbeitrag\/der-letzte-ferrari.html\">Capital<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein schlechter Scherz von Christian Sch&uuml;tte ist es allerdings, wenn er am R&uuml;ckgang  importierter Ferraris die Grenzen der Strategie des reinen Importverzichts aufzeigen m&ouml;chte. Er wei&szlig; doch ganz genau, dass die 21 importierten Ferraris im Jahr vor der Krise mit gro&szlig;er Wahrscheinlichkeit aus nicht gezahlten Steuergeldern finanziert wurden bzw. von der Clique angeschafft wurde, die u.a. Griechenland an die Wand gefahren haben. &ndash; Und nat&uuml;rlich sind die exportorientierten Entwicklungspfade erfolgreicher Volkswirtschaften wie Japan, Korea, Taiwan und China dadurch gepr&auml;gt, dass sie ihre jungen Industrien (infant industries) zun&auml;chst protektionistisch gesch&uuml;tzt haben, wohl wissend dass diese dem Konkurrenzdruck des Weltmarkts nicht standhalten w&uuml;rden. Griechenland kann, selbst wenn es wollte, als Mitglied des EU-Binnenmarktes solche Strategien wettbewerbsrechtlich nicht realisieren.<\/em><br>\n<em>Der Hinweis auf Irland ist zurzeit nicht gerade gl&uuml;cklich:  Der Mustersch&uuml;ler in Sachen Sparen steckt in einer Rezession (zwei Quartale BIP-R&uuml;ckgang). Die &uuml;blichen Argumente laufen auf <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/erste-rezession-seit-wirtschaft-in-irland-schrumpft-wieder-1.1707380\">sinkende Exporte und fallende Konsumausgaben hinaus<\/a>.<\/em><br>\n<em>Bei einer so starken Exportorientierung ist Irland gegen die Krise der europ&auml;ischen Handelspartner (Hauptabnehmer) nicht gefeilt und die &ldquo;Erholung&rdquo; in den USA (knapp 25 Prozent) greift noch nicht. Vor allem aber, wer soll sich &uuml;ber fallende Konsumausgaben wundern? Seit 2008  wurden sieben Sparpakete &ndash; 20 Prozent der irischen Wirtschaftsleistung &ndash; verabschiedet: Mindestlohn, Kindergeld und Heizkostenzusch&uuml;sse wurden gek&uuml;rzt, das Renteneintrittsalter erh&ouml;ht, Steuern erh&ouml;ht usw. Aus dem Blickfeld ger&auml;t dabei: Auch die Gl&auml;ubiger der irischen Pleitebanken m&uuml;ssen bedient werden. Ob da die Umwandlung hochverzinster Schuldscheine in langlaufende und niedrig verzinste Staatsanleihen wirklich hilft? Dies wurde in einer Nacht- und Nebelaktion umgesetzt<a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/europas-schuldenkrise\/irland\/kommentar-monetaere-staatsfinanzierung-in-irland-12060497.html\">, indem  die Irish Bank Resolution Corporation (IBRC) ehemals Anglo Irish (!) liquidiert wurde<\/a>.<\/em><br>\n<em>Sonst w&auml;ren jedes Jahr bis etwa 2023 etwa 3 Mrd. Euro f&auml;llig geworden. Jetzt erfolgt die R&uuml;ckzahlung erst zwischen 2038 und 2053 und der Zinssatz wurde 5,8 Prozent auf nunmehr j&auml;hrlich 3 Prozent gesenkt. Auch vor dem Hintergrund des BIP-R&uuml;ckgangs ist die Staatsschuldenquote jetzt auf 190 Prozent gestiegen. Wer den Film &bdquo;Staatsgeheimnis Bankenrettung&ldquo; von Arpad Bondy und Harald Schumann gesehen hat, wei&szlig;:  Irland kann diese Schulden nicht zur&uuml;ckzahlen. &ndash; Sollten in naher Zukunft auch die spezifisch, irischen Steuerpraktiken nicht mehr zu halten sein, muss Irland zus&auml;tzlich f&uuml;rchten, dass die f&uuml;r den Export verantwortlichen multinationalen Konzerne auch nicht mehr zu halten sind. Die irischen Exporte sind nur zu einem geringen Teil Produkte oder Dienstleistungen irischer Firmen. Das besondere irische Modell eines exportorientierten Entwicklungspfades w&auml;re am Ende. Der ausgebliebene Aufbau eines eigenen modernen Wirtschaftssektors wird durch die Differenz zwischen Bruttoinlandsprodukt und des Bruttonationaleinkommen (fr&uuml;her Bruttosozialprodukt) deutlich. Bei letzterem werden die Prim&auml;reinkommen abgezogen, die an die &uuml;brige Welt geflossen sind. Da die Transfers der EU sich am BNP ausrichten, hat Irland, weltweit bereits als gr&uuml;ner Tiger gelobt, immer noch Unterst&uuml;tzung seitens der EU erhalten. &ndash; Die Chance als englischsprachiger Br&uuml;ckenkopf des Auslandskapitals in der W&auml;hrungsunion zu dienen hatte Griechenland nie.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Historiker Fleischer: Doppelmoral gibt es auf beiden Seiten &ndash; aber die deutsche wiegt schwerer<\/strong><br>\nDie Griechen litten schlimmer als alle anderen westlichen Opfer der NS-Besatzung. Der deutsch-griechische Historiker Hagen Fleischer erkl&auml;rt, was das mit der Eurokrise zu tun hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/griechen-und-deutsche-historiker-fleischer-doppelmoral-gibt-es-auf-beiden-seiten-aber-die-deutsche-wiegt-schwerer\/8449930.html\">Der Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Paul Krugman: Defining Prosperity Down  &ndash;  Abgewertete Prosperit&auml;t<\/strong><br>\nDer Arbeitsmarktbericht vom vergangenen Freitag war nicht schlecht. Bei unserer noch immer andauernden Wirtschaftsflaute m&uuml;ssten wir aber monatlich mehr als 300.000 neue Arbeitspl&auml;tze schaffen und zumindest 200.000&hellip;<br>\nStellen Sie sich doch selbst mal diese schwierige Frage: Was genau w&uuml;rde uns wieder zu Vollbesch&auml;ftigung verhelfen?<br>\nAuf die Fiskalpolitik k&ouml;nnen wir uns ganz sicher nicht verlassen. Die Gruppe der Austerit&auml;tsanh&auml;nger hat zwar eine verheerende Niederlage in der intellektuellen Diskussion erlitten, aber Stimulus ist noch immer ein negativ besetztes Wort, und auf absehbare Zeit zumindest ist ein speziell auf die Arbeitsplatzbeschaffung angelegtes Programm eher unwahrscheinlich.<br>\nEnergische geldpolitische Ma&szlig;nahmen seitens der Federal Reserve etwa in der Art, wie sie jetzt von der Nippon Ginko ( der japanischen Zentralbank) unternommen werden, k&ouml;nnten funktionieren. Aber die Fed ist weit davon entfernt, energischere Schritte zu unternehmen und spricht ganz im Gegenteil von einer &ldquo;Abschw&auml;chung&rdquo; ihrer Bem&uuml;hungen. Derlei Andeutungen haben schon richtigen Schaden angerichtet&hellip;<br>\nSelbst wenn es bei uns kein Programm zur Arbeitsplatzbeschaffung gibt und geben wird, k&ouml;nnen wir denn nicht auf die nat&uuml;rlichen Selbstheilungskr&auml;fte der Privatwirtschaft z&auml;hlen? Nicht unbedingt&hellip;<br>\nDieser Prozess der Selbstheilung kann aber nicht gedeihen, wenn die Politik ihn ausstampft, insbesondere durch ein Anheben der Zinss&auml;tze.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2013\/07\/08\/opinion\/krugman-defining-prosperity-down.html?_r=0\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Lucas Zeise: Super-Mario ratlos<\/strong><br>\nNormalerweise versprechen Notenbanker nicht, wie hoch ihre Zinsen in zwei Wochen sein werden, die sie von den Banken f&uuml;r Kredite abverlangen. Die Zusage, die Zinsen &uuml;ber eine l&auml;ngere Zeit, also mehr als ein Jahr lang niedrig zu halten, ist deshalb zumindest ungew&ouml;hnlich. Wenn Draghi und sein EZB-Rat jetzt diese Taktik versuchen, kann man nicht wirklich annehmen, da&szlig; sie so bl&ouml;d sind zu glauben, allein dadurch komme Schwung in die Euro-Zone. &raquo;Die Wirtschaft geht noch immer nach unten, aber mit vermindertem Tempo, die Verschlechterung wird langsamer&laquo;, charakterisierte der EZB-Chef die Lage und prognostizierte, in diesem Jahr und im n&auml;chsten werde es dank sich erholender Weltkonjunktur und anziehender Binnennachfrage zu einer Verbesserung kommen. Wie er darauf kommt, da&szlig; die Weltkonjunktur sich erholen werde, wenn die USA tiefer in die Krise geraten und das Wachstum in China und den anderen Schwellenl&auml;ndern immer noch schw&auml;cher wird, bleibt sein Geheimnis. Die Kr&auml;ftigung der Binnennachfrage in Euro-Land werde sich dank der lockereren Geldpolitik der EZB einfinden, sagte Draghi auch. Merkel, Bernanke und Draghi f&uuml;hren uns Politikrituale vor. Sie dienen dem unmittelbaren Zweck, Finanzmarkt und Politikbetrieb am Laufen und die Proteste dagegen zu schw&auml;chen. Super-Marios Ratlosigkeit ist nicht gespielt. Denn ein Politikwechsel, der auf Kosten der wirklich Verm&ouml;genden ginge, bleibt selbstverst&auml;ndlich ausgeblendet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/07-06\/024.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es geh&ouml;rt inzwischen zur Normalit&auml;t &ouml;ffentlicher Verlautbarungen, dass unsere Spitzenbeamten in einem Atemzug sich solch vollkommen widerspr&uuml;chliche Aussagen leisten k&ouml;nnen: Die Verschlechterung werde langsamer und  in diesem Jahr und im n&auml;chsten werde es dank sich erholender Weltkonjunktur und anziehender Binnennachfrage zu einer Verbesserung kommen. Wohlgemerkt die Negativfaktoren werden geringer, aber sie bestehen weiterhin. Sollen wir tats&auml;chlich glauben, dass noch in diesem Jahr die Eurozone w&auml;chst? Oder ist die frohe Botschaft einfach die, dass die Verschlechterung noch langsamer ablaufen w&uuml;rde. Die Skepsis Zeises gegen&uuml;ber weltwirtschaftliche Impulsen wird bez&uuml;glich Chinas von Michael Pettis geteilt.  Er geht davon aus, dass Ausrichtung der chinesischen Wirtschaft auf den Export und die Fehlallokation von Kapital in <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/wirtschaft\/uebersicht\/chinas-wachstum-wird-viele-enttaeuschen-1.17015405\">grossem Stil zu geringeren Wachstumsraten f&uuml;hren<\/a>, als allgemein erwartet w&uuml;rde.<\/em><br>\n<em>Dass die lockere Geldpolitik die Wende br&auml;chte, weil sie die Binnennachfrage st&auml;rke, ist fraglich.  Die Unternehmen in den kriselnden Volkswirtschaften sind nach wie vor mit versch&auml;rften Kreditbedingungen konfrontiert und  selbst die EU-Kommission geht davon aus, dass die Arbeitslosenquote 2013 in der EU 11 Prozent und im Euro-W&auml;hrungsgebiet 12 Prozent erreicht und 2014 bei diesen Werten stagniert. Wo soll da die Binnennachfrage herkommen? Etwa von der &ldquo;Wachstumslokomotive&rdquo; Deutschland mit einem Wachstum von 0,3 Prozent in diesem Jahr? &ndash; Und nat&uuml;rlich sagen alle: &ldquo;Das Tempo der Strukturreformen muss unbedingt beibehalten werden&rdquo; (hier Kommissionsvizepr&auml;sident Olli Rehn)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gauck lobt lettische Sparma&szlig;nahmen<\/strong><br>\nBei einem Staatsbesuch in Lettland hat Bundespr&auml;sident Joachim Gauck zu mehr Reformbereitschaft in Europa aufgerufen. Dabei lobte er die Sparma&szlig;nahmen, mit denen sich das Land fit f&uuml;r den Euro gemacht habe.<br>\nDen geplanten Beitritt Lettlands zum Euro bezeichnete Gauck als &ldquo;Zeichen der Hoffnung&rdquo; f&uuml;r ganz Europa. &ldquo;Wir sind davon &uuml;berzeugt, dass aus dem Osten Europas ein neuer Hoffnungsimpuls kommen muss und kommen kann&rdquo;, meinte Gauck in Riga. Je weiter westlich man komme, desto sorgenvoller blickten die Menschen auf das Projekt Europa.<br>\nNach einem Treffen mit dem lettischen Pr&auml;sidenten Andris Berzins hob Gauck ausdr&uuml;cklich die einschneidenden Sparma&szlig;nahmen hervor, mit denen Lettland sich f&uuml;r den Euro fit gemacht habe. &ldquo;Ich kann mir nicht vorstellen, dass der deutsche &ouml;ffentliche Dienst die Einschr&auml;nkungen h&auml;tte ertragen k&ouml;nnen, die hier die Mitarbeiter erduldet haben&rdquo;, sagte er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.de\/gauck-lobt-lettische-sparma%C3%9Fnahmen\/a-16934419\">Deutsche Welle<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wiederum gibt Gauck Einblick in sein sehr schlichtes Weltverst&auml;ndnis. Von einem Bundespr&auml;sidenten erwartet man sich eigentlich mehr als das nachbeten der &uuml;blichen neoliberalen Propagandafloskeln.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Elite: Entscheidungstr&auml;ger in Deutschland &ndash; Werte und Einstellungen<\/strong><br>\nIm Mittelpunkt der Befragung standen die Werte und Einstellungen der gesellschaftlichen Elite. Als Motiv f&uuml;r die Aus&uuml;bung der jeweiligen Spitzenfunktionen nannten fast alle Befragten den Wunsch, die Gesellschaft mitgestalten zu wollen (92 Prozent). Gesellschaftliche Verantwortung nennen zwei Drittel der Befragten als wichtigsten pers&ouml;nlichen Antrieb. Ehrgeiz dagegen spielt f&uuml;r 31 Prozent der M&auml;nner und 23 Prozent der befragten Frauen eine zentrale Rolle.<br>\nW&auml;hrend die positiv besetzten Motive Gestaltungswille und Verantwortung h&auml;ufig f&uuml;r sich selbst als Werte genannt werden, gelten den Spitzenkr&auml;ften die anderen Entscheidungstr&auml;ger als weniger gemeinwohlorientiert. Nur 22 Prozent der Befragten glauben, dass der Wunsch &bdquo;Verantwortung zu &uuml;bernehmen&ldquo; das wichtigste oder zweitwichtigste Motiv f&uuml;r andere F&uuml;hrungskr&auml;fte ist.<br>\nDie Befragung, die zwischen Oktober 2011 und Oktober 2012 stattfand, liefert Einsichten in die Einstellungen der Elite &uuml;ber weitere gesellschaftliche Themen wie Spenden, Entwicklungshilfe, Zufriedenheit mit Institutionen sowie Integration von Migranten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news541204\">idw<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &bdquo;Die Sicherung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und die &Uuml;berwindung sozialer Ungleichheit betrachten nur 28 Prozent [der Managerelite] als wichtigstes Problem.&ldquo; Nun, das sollte nicht &uuml;berraschen. Gesellschaftliche Verantwortung geh&ouml;rt im Zeitalter des Shareholder Value sicher nicht zum Jobprofil von Spitzenmanagern. Dies zeigt wieder die unbedingte Notwendigkeit von gesellschaftlichen Regulierungsmechanismen f&uuml;r den Kapitalismus und seinen Protagonisten. Auch das spricht f&uuml;r sich: &bdquo;Gro&szlig;e Einigkeit besteht in Deutschlands Elite bei einigen Fragen zur Demokratie: 90 Prozent der Befragten w&uuml;rden bei wirklich wichtigen Gesetzen den B&uuml;rgern lieber keine direkte Mitentscheidung erm&ouml;glichen.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu passend zur weiteren Lekt&uuml;re: M&auml;rkte und Moral &ndash; Korruption, Eigennutz, Verantwortung<\/strong><br>\nEigentlich ist die Sache klar: Korruption ist von &Uuml;bel. &bdquo;Bestechung zerst&ouml;rt Gesellschaften&ldquo;, schrieb die S&uuml;ddeutsche Zeitung im M&auml;rz 2013, das Label good governance d&uuml;rfen nur solche L&auml;nder beanspruchen, in denen Korruption nicht oder kaum vorkommt. Die einhellige Verurteilung von Korruption spiegelt sich in den internationalen und nationalen Korruptionsbek&auml;mpfungsprogrammen<br>\neindrucksvoll wider. Warum aber sind dann die Erfolgsmeldungen von der Front der Korruptionsbek&auml;mpfung so rar? Warum nimmt, im Gegenteil, die Korruption offenbar weiter zu, und das nicht nur in exotischen Gefilden, die gerne als Bananenrepubliken bezeichnet werden?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wzb.eu\/de\/publikationen\/wzb-mitteilungen\">WZB<\/a><\/p>\n<p><strong>Und: DAX-Vorstandsgeh&auml;lter auf international sehr hohem Niveau<\/strong><br>\nDie DAX-Unternehmen verzeichneten im vergangenen Jahr einen ma&szlig;vollen Anstieg der Vorstandsgeh&auml;lter. Mit 2,5 Prozent ist das Wachstum gegen&uuml;ber 2011 (8 Prozent) zwar deutlich niedriger, insgesamt weist der Trend jedoch ungebrochen nach oben. Mit einem Gehalt von 3,2 Millionen Euro verdienten die DAX-Vorst&auml;nde im Schnitt 53 Mal mehr als die Angestellten ihrer Unternehmen. Spitzenverdiener unter den DAX-Managern ist trotz seines teilweisen Gehaltsverzichts der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG, Martin Winterkorn, mit 14,5 Millionen Euro. Auch bei den durchschnittlichen Geh&auml;ltern des Gesamtvorstands steht Volkswagen mit 6,8 Millionen Euro auf Rang eins. Eine &Uuml;berraschung zeigt sich auf Platz zwei. Dort ist nun Adidas mit einem Durchschnittsgehalt von knapp 4,7 Millionen Euro zu finden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news541202\">idw<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zeichen stehen weiter auf Rezession<\/strong><br>\nEnde Juni jubelten die Medien &uuml;ber die gestiegenen Ums&auml;tze im Einzelhandel, die scheinbar zu den Weissagungen der GfK passen sollten. Ein Sonderfall, denn meistens best&auml;tigen die Daten aus Wiesbaden die gemessene Kauflaune aus N&uuml;rnberg nicht und weisen eher R&uuml;ckg&auml;nge und Stagnation aus. Dann interessieren sich aber auch die Medien nicht daf&uuml;r. Sie orientieren sich streng an den Sch&ouml;nwetterzahlen des GfK-Konsumklimaindex. (&hellip;) Der sogenannte Mustersch&uuml;ler ist von der Krise keineswegs ausgenommen. Das zeigt, wie heute das Statistische Bundesamt mitteilt, unter anderem ein starker Einbruch der Exporte im Monat Mai um 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Vor allem die Ausfuhren in die L&auml;nder der Eurozone gingen weiter zur&uuml;ck. Die volkswirtschaftliche Schw&auml;che Frankreichs, des wichtigsten deutschen Handelspartners, schl&auml;gt voll durch und kann nicht mal eben so durch Exporte in Drittl&auml;nder kompensiert werden. Das einseitig orientierte deutsche Wirtschaftsmodell wankt gewaltig, das belegen auch die weiter r&uuml;ckl&auml;ufigen Auftragseing&auml;nge im Monat Mai, die vergangene Woche vom Bundeswirtschaftsministerium einger&auml;umt werden mussten. Politik und Medien wollen das aber nicht als Zeichen einer Rezession verstehen, sondern setzen weiterhin auf positive Stimmungsmache oder konstruieren absurde Kausalzusammenh&auml;nge. (&hellip;) Au&szlig;erdem sind die Nominall&ouml;hne um 1,4 Prozent und die Verbraucherpreise um 1,5 Prozent gestiegen. W&uuml;rde die Inflation normal, wie in der Eurozone vereinbart, bei zwei Prozent liegen, sehe es noch d&uuml;sterer an der Lohnfront aus.  (&hellip;) Die Frage ist nur, ob die Medien endlich ihren Job erledigen und das Scheitern dieser Regierung beim Namen nennen oder ob es ihnen besser gef&auml;llt, in Seifenoper-Manier und losgel&ouml;st von politischen Inhalten lediglich &uuml;ber Koalitionskonstellationen zu fabulieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/tautenhahn.blog.de\/2013\/07\/08\/zeichen-stehen-rezession-16221190\/\">Andr&eacute; Tautenhahn<\/a>\n<p><strong>Passend dazu schreibt Heiner Flassbeck: Auftragseingang: Der wichtigste Indikator rutscht weiter ab und die Investitionen gehen erneut zur&uuml;ck<\/strong><\/p>\n<p>Vergangenen Donnerstag wurde der wichtigste Indikator f&uuml;r die deutsche Konjunktur, der Auftrags-eingang in der Industrie, ver&ouml;ffentlicht. Im Mai sind die Auftr&auml;ge weiter gesunken. Das allerdings war dem Gro&szlig;teil der deutschen Presse keine Meldung wert. Wenn man am Freitag &bdquo;Auftragseingang Deutschland&ldquo; bei Google suchte, bekam man nur eine einzige Meldung aus den &bdquo;deutschen Leitme-dien&ldquo;, n&auml;mlich von der WELT. Zwar wird jede noch so dubiose Umfrage, die Jubelmeldungen zul&auml;sst, breit aufgemacht, eine ernsthafte Information ihrer Leser streben die Medien allerdings nicht an, es gen&uuml;gt ja, die richtige Stimmung zu verbreiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/auftragseingang-der-wichtigste-indikator-rutscht-weiter-ab-und-die-investitionen-gehen-erneut-zuruck\/\">flassbeck-economics<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Privatisierung von Kliniken: Auf Kosten der Patienten<\/strong><br>\nSie sollte zu einer wegweisenden Krankenhausversorgung f&uuml;hren. Doch die Privatisierung der Uni-Kliniken Gie&szlig;en und Marburg droht, im Desaster zu enden. Auch in kleineren Privatkliniken zeichnen sich gef&auml;hrliche Trends ab &ndash; zu Lasten der Patienten.<br>\nOb &ouml;ffentlicher Personenverkehr, st&auml;dtische Immobilien oder Wasser- und Energieversorger: Vor einer Privatisierung ist die Euphorie oft gro&szlig;. Weg mit der Beamtengem&uuml;tlichkeit &ndash; und schon wird alles besser. Doch die Realit&auml;t sieht in vielen F&auml;llen anders aus. Weder kommt es etwa zu den vollmundig versprochenen Preissenkungen, noch kann von einer Verbesserung der Versorgungsqualit&auml;t die Rede sein.<br>\nAuch im Gesundheitssystem landen immer mehr Kliniken unter dem Hammer. Doch wie sinnvoll sind Privatisierungen in dem Bereich wirklich? Und wie wirkt sich ein solcher Schritt auf die Versorgung der Patienten aus?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/gesundheit\/diagnose\/privatisierung-von-kliniken-auf-kosten-der-patienten-a-909728.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unsers Lesers J.A.:<\/strong> Ganz erstaunlicher Erkenntnisfortschritt f&uuml;r den SPIEGEL. Allerdings fordert der weiterhin unverdrossen Privatisierungen in Griechenland, Portugal und Spanien &ndash; anscheinend gelten dort andere kapitalistische Gesetze.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Ob es sich um einen Erkenntnisfortschritt handelt, darf noch bezweifelt werden. Die Taktik ein Schritt vor, zwei Schritte zur&uuml;ck, kennt man vom SPIEGEL schon seit langem. Es ist daher auch keinesfalls auszuschlie&szlig;en, dass die Privatisierung von Klinken demn&auml;chst vom SPIEGEL wieder als gro&szlig;er Erfolg gefeiert wird.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Leider sind ma&szlig;gebliche Politiker in Deutschland immer noch dem Privatisierungswahn verfallen. Darunter auch der SPD-Kanzlerkandidat Steinbr&uuml;ck, der 80 Milliarden Euro pro Jahr in die Modernisierung des Landes stecken will und sich das Geld vor allem bei privaten Investoren besorgen will.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Verm&ouml;gensgef&auml;lle gr&ouml;&szlig;er als bei Nachbarn<\/strong><br>\nIm europ&auml;ischen Vergleich sind Verm&ouml;gen in Deutschland besonders ungleich verteilt. Auf die Dauer sorgt eine hohe Konzentration der Verm&ouml;gen daf&uuml;r, dass sich auch die Einkommensungleichheit weiter verfestigt.<br>\nSeit kurzem liegen auf europ&auml;ischer Ebene erstmals detaillierte, vergleichbare Informationen zur Verm&ouml;genssituation privater Haushalte vor. Die deutschen Daten hat die Bundesbank erhoben &ndash; und wertet sie nun sukzessive aus. Im Durchschnitt gilt: Netto &ndash; also abz&uuml;glich der Schulden &ndash; besa&szlig;en deutsche Privathaushalte Ende 2010 ein Verm&ouml;gen von 195.200 Euro. Der Median &ndash; der Wert, der die Haushalte in eine reichere und eine &auml;rmere H&auml;lfte teilt &ndash; liegt allerdings deutlich niedriger: bei 51.400 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/43517_43532.htm\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Umfrage in elf Staaten: Deutsche sind Europas Sorgenmeister<\/strong><br>\nGute Wirtschaftslage, niedrige Arbeitslosigkeit, hohe L&ouml;hne &ndash; und doch sehen die Menschen nirgendwo mehr Probleme als in Deutschland. Das ist das Ergebnis einer europaweiten Umfrage. Am wenigsten Sorgen machen sich die krisengesch&uuml;ttelten Iren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/gfk-umfrage-in-elf-staaten-deutsche-sind-europas-sorgenmeister-a-909610.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> &ldquo;Gute Wirtschaftslage, niedrige Arbeitslosigkeit, hohe L&ouml;hne&rdquo; &ndash; wie der Autor das mit Deutschland &ndash; knapp vor der Rezession, Massenarbeitslosigkeit mit 4 Millionen Arbeitslosen offiziell und erzwungener Teilzeitarbeit, Lohn- und Sozialdumping sondergleichen &ndash; in Verbindung bringt, ist wirklich faszinierend. &ldquo;Typisch deutsch&rdquo; mu&szlig; dann aber wohl angesichts von mickrigsten Inflationsraten von 1,5% die irrationale Angst vor der kurz bevorstehenden Hyperinflation sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Piratenpartei<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Piraten und der Krieg<\/strong><br>\nAuf einer Konferenz in Potsdam soll die Haltung der Piratenpartei zu Auslandseins&auml;tzen der Bundeswehr gekl&auml;rt werden<br>\nDerzeit ringt die Piratenpartei um eine eigene Haltung zu Milit&auml;reins&auml;tzen. Mitte Juli ist dazu eine Konferenz in Potsdam geplant. Deutlich wird, wie sehr die gesamte Debatte noch immer in der Sprache transatlantischer Lobby-Netzwerke gefangen ist, welche nun auch die Piraten umgarnen. Der Kampf um die Deutung der Begriffe und die Besetzung von Positionen ist in vollem Gange.<br>\nDabei ist weiterhin unklar, ob sich die Piraten zu einer relevanten Kraft entwickeln k&ouml;nnen. Nach ihrem H&ouml;henflug im Fr&uuml;hjahr 2012 verharren sie in den Umfragen mittlerweile bei nur noch 3 Prozent. Der Einzug in den Bundestag erscheint zweifelhaft. Andererseits hat die Partei bislang mehr als 30.000 Mitglieder gewinnen k&ouml;nnen, immerhin gut halb so viel, wie die etablierte Konkurrenz von den Gr&uuml;nen oder der FDP. Inzwischen liegt auch ein Grundsatzprogramm vor, sowie ein umfangreiches Wahlprogramm, das Aussagen zu den meisten Politikfeldern macht &ndash; auch zur Au&szlig;enpolitik.<br>\nBei den Antr&auml;gen zu diesem Thema wurde auf dem letzten Parteitag im Mai in Neumarkt allerdings &ndash; eher altmodisch und intransparent &ndash; heftig getrickst. Bei der Abstimmung &uuml;ber die Tagesordnung hatten die Parteimitglieder einen Antrag der AG Friedenspolitik mit dem Titel &ldquo;Friedenslogik statt Sicherheitslogik&rdquo; eigentlich weit oben, auf Platz 2, gesetzt. Der Antrag forderte eine &ldquo;friedenspolitische Wertorientierung der Au&szlig;en- und Verteidigungspolitik&rdquo; und stellte fest: &ldquo;Wir halten die Idee der &lsquo;vernetzten Sicherheit&rsquo; keinesfalls f&uuml;r einen Ersatz, da sie auf milit&auml;rische St&auml;rke z&auml;hlt.&rdquo; In der Begr&uuml;ndung des Antrags wurden &ldquo;als alternativlos dargestellte milit&auml;rische Interventionen&rdquo; kritisiert. Im &ldquo;Liquid Feedback&rdquo;, dem parteiinternen Programm zur Vorabstimmung und Meinungsbildung, hatte dieser Antrag im Vorfeld 78 Prozent Zustimmung erhalten. Er schien somit gute Chancen zu haben, auf dem Parteitag ins offizielle Wahlprogramm &uuml;bernommen zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/39\/39452\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Aktivismus macht noch keine Partei<\/strong><br>\nDie Aeroflot-Maschinen aus Moskau landen in Berlin, N&uuml;rnberg, M&uuml;nchen, D&uuml;sseldorf, Hannover. Und &uuml;berall stehen schon Menschen mit Schildern, auf denen der Name eines Mannes steht, den die einen als Held verehren und die anderen als Verr&auml;ter verdammen: Edward Snowden. Der ist nat&uuml;rlich nicht an Bord, ist irgendwo in den Untiefen der internationalen Diplomatie verlorengegangen. Und ganz nebenbei hat er den Piraten, die am Wochenende zu der deutschlandweiten Flughafen-Aktion aufgerufen haben, ein perfektes Wahlkampfthema geschenkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/piratenpartei-und-prism-aktivismus-macht-noch-keine-partei-1.1715133\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>G&ouml;ttergeschenke f&uuml;r Angela<\/strong><br>\nDas Zweite Deutsche Fernsehen, ZDF, bricht mit der Gepflogenheit des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks, zumindest in der Woche vor einer Wahl auf politische Meinungsumfragen und Ergebnisvorhersagen zu verzichten. Intendant Thomas Bellut will das ZDF-Politbarometer noch am 19. September, nur drei Tage vor der Bundestagswahl, orakeln lassen: &raquo;Wenn am Sonntag Wahl w&auml;re, dann &hellip;&laquo; Freilich: Das &raquo;wenn &hellip; w&auml;re, dann&laquo; entf&auml;llt. Am besagten Sonntag wird wirklich gew&auml;hlt. Die Sorge, mit den ohnedies fragw&uuml;rdigen Demoskopiedaten die W&auml;hler unvertretbar zu beeinflussen, ist beim CDU-dominierten &raquo;Jesus-TV&laquo; in Mainz der Neigung gewichen, auf journalistischen Restanstand zu pfeifen&hellip;<br>\nKanzlerin Merkel bekommt, da Demoskopie noch stets den Mehrheitsf&uuml;hrer privilegiert, vom ZDF ein zweites, ihrer Wahl f&ouml;rderliches G&ouml;ttergeschenk. Das erste war Friede Springers Beschlu&szlig;, am 22. September alle Haushalte kostenlos mit einer Extra-BILD-Zeitung zu bepflastern. Angela Merkel mu&szlig; um den Ausgang des B&uuml;rgerentscheids ohnehin nicht bangen. Opposition, die den Namen verdient, beschr&auml;nkt sich auf den medial heftig angefeindeten kleinen Kreis um Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine. Merkel bestimmt nach dem 22. September, wer unter ihr ins Kabinett kriechen darf: Sozialdemokraten oder Gr&uuml;ne. Mit den Gelben wird es diesmal wohl eher nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sopos.org\/aufsaetze\/51d1931604b39\/1.phtml\">Ossietzky &uuml;ber sopos<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers W.H.:<\/strong> Der Fernsehrat hat diese Manipulation offenbar bereits abgenickt. Ich erinnere mich noch an das christlich-demokratische Engagement von Bellut in seiner Zeit im HR: Durch permanente und aufmunternde Meldungen hatte er die Beteiligung an Kochs Postkartenaktion gegen die doppelte Staatsb&uuml;rgerschaft &uuml;ber das erforderliche Quorum bugsiert&hellip;..<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Al-Jazeera &ndash; &bdquo;Wir waren die Anti-Stimme und wurden zur Nato-Stimme&ldquo;<\/strong><br>\nWeltnetz.tv-Korrespondentin Karin Leukefeld spricht mit dem ehemaligen Al-Jazeera-Journalisten Aktham Suliman &uuml;ber die Gr&uuml;nde f&uuml;r seinen Ausstieg bei dem arabischen Sender.<br>\n&bdquo;Man war urspr&uuml;nglich bei Al Jazeera, weil Al Jazeera freier war als andere arabische Medien. Weil Al Jazeera aktiver, professioneller war. Und pl&ouml;tzlich entdecken wir, da&szlig; die ganzen Krankeiten der arabischen Medien &ndash; vor allem der staatlichen arabischen Medien &ndash; bei Al Jazeera sehr pr&auml;sent geworden sind. Und da haben wir &ndash; nicht nur ich, sondern viele Kollegen haben aufgeh&ouml;rt &ndash; angefangen, uns zu fragen, was mache ich &uuml;berhaupt noch hier. Dann blieb nur noch die eine Antwort: wegen des Geldes. Das war aber nicht der urspr&uuml;ngliche Gedanke. Und so fand dann ein Prozess statt, in dem man versucht hatte, Diskussionen anzusto&szlig;en, Kritik auszu&uuml;ben, die letzte Hoffnung vielleicht heraus zu zaubern. Aber da war nichts mehr! Es war ganz klar: wir sind ein staatlicher Sender geworden &ndash; von Katar. Und Katar betreibt eine ganz merkw&uuml;rdige und umstrittene Politik in der Region im Zusammenhang mit anderen Akteuren weltweit. Und wir sind sozusagen die gekauften Journalisten, die die technische, die professionelle Arbeit zu erledigen haben, aber die Politik wird von oben aufgesetzt. Und das war dann genug.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/weltnetz.tv\/video\/484\">Weltnetz TV<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: De Maizi&egrave;res Karrieresprung<\/strong>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130709_02.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130709_02_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikatur_4923.html\">Stuttmann Karikaturen<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Allerletzte: Snowden ist kein Held!<\/strong><br>\nDatensch&uuml;tzer und B&uuml;rgerrechtler haben einen neuen Helden: Edward Snowden, Ex-Geheimdienstler, der die &Uuml;berwachungs-Exzesse seiner Branche enth&uuml;llt hat und sich mutig gegen seine eigene Regierung stellt.<br>\nJa, es gab sie wohl, die Abh&ouml;r-Exzesse. Ja, die USA haben offenbar sogar befreundete Regierungen bespitzelt.<br>\nAber das macht Edward Snowden noch lange nicht zu einem Helden.<br>\nDenn Snowden ist daf&uuml;r verantwortlich, dass jeder Terrorist der Welt in den letzten Tagen sein Handy weggeworfen, seine E-Mail-Adresse abgeschaltet hat.<br>\nEr ist daf&uuml;r verantwortlich, dass nun jeder detailliert im Internet und in allen Zeitungen der Welt nachlesen kann, wie die USA und ihre westlichen Verb&uuml;ndeten die gef&auml;hrlichsten M&auml;nner dieses Planeten jagen.<br>\nJa, wir wissen jetzt, wie umfassend die USA das Internet &uuml;berwachen. Wir k&ouml;nnen das als Sieg unserer B&uuml;rgerrechte feiern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/news\/standards\/onlineueberwachung\/snowden-ist-kein-held-31170614.bild.html\">BILD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ob sich der Autor dessen bewusst ist? Das ist orwellsches Neusprech in Reinform: Totale &Uuml;berwachung ist der Sieg, der B&uuml;rgerrechte.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-17902","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17902","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=17902"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17902\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28469,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17902\/revisions\/28469"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=17902"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=17902"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=17902"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}