{"id":17916,"date":"2013-07-10T08:49:51","date_gmt":"2013-07-10T06:49:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17916"},"modified":"2013-07-10T08:49:51","modified_gmt":"2013-07-10T06:49:51","slug":"hinweise-des-tages-1918","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17916","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17916#h01\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17916#h02\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17916#h03\">Lettland k&ouml;nnte ein zweites Zypern werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17916#h04\">Jens Berger &ndash; Ein Tropfen auf dem hei&szlig;en Stein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17916#h05\">Wachstumsf&ouml;rderung in Europa: Leere Worte des IWF<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17916#h06\">R&uuml;cksichtslosen Bankern droht in Gro&szlig;britannien Gef&auml;ngnis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17916#h07\">Geh&auml;lter von US-Vorstandschefs: Der Abstand wird gr&ouml;&szlig;er<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17916#h08\">JVA Offenburg: 500.000 Euro Mehrkosten wegen Teilprivatisierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17916#h09\">Aufschwung dank Hochwassersch&auml;den: Wiederaufbau bringt Wachstumsplus f&uuml;r Flutgebiete<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17916#h10\">Studie: Schutzfristen lassen B&uuml;cher verschwinden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17916#h11\">Wie die &bdquo;WirtschaftsWoche&ldquo; Jugendliche aufhetzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17916#h12\">Testk&auml;ufe und Repressalien: So jagt Aldi alte und teure Mitarbeiter vom Hof<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17916#h13\">Tennisberichterstattung in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17916#h14\">Globales Korruptionsbarometer 2013: Medien werden erstmals als korrupter wahrgenommen als &Ouml;ffentliche Verwaltung und Parlament<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17916&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&ldquo;Die NSA darf in Deutschland alles machen&rdquo;<\/strong><br>\nGeschichtsprofessor Josef Foschepoth hat dokumentiert, wie umfangreich die USA seit den Anf&auml;ngen der Bundesrepublik die Kommunikation kontrollieren. Im Interview erkl&auml;rt er, wieso die US-Geheimdienste auch nach der Wiedervereinigung freie Hand haben &ndash; und warum NSA-Whistleblower Edward Snowden auf keinen Fall nach Deutschland kommen sollte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/historiker-foschepoth-ueber-us-ueberwachung-die-nsa-darf-in-deutschland-alles-machen-1.1717216\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Anh&ouml;rung zur Vorratsdatenspeicherung beim EuGH: Gordischer Argumentationsknoten<\/strong><br>\nBei der Anh&ouml;rung zur Vorratsdatenspeicherung vor dem Europ&auml;ischen Gerichtshof (EuGH) verheddern sich die Bef&uuml;rworter in der selbstgestrickten Falle. [&hellip;]<br>\nDie Bef&uuml;rworter haben also die Wahl, entweder als Trickser dazustehen, die &uuml;ber Bande Grundrechte eher als Nebensache behandelt haben; oder als diejenigen, die eine Richtlinie mit vorangebracht haben, deren Sinn und Zweck verfehlt wurde, was dann die Frage aufwirft, was die Richtlinie &uuml;berhaupt bringen soll. Entweder die L&auml;nder speichern sowieso, dann ist die Richtlinie nicht notwendig, oder die L&auml;nder speichern eben nicht sowieso, dann m&uuml;sste eine Regelung getroffen werden, die hinreichend auch auf Aspekte wie Datenschutz&hellip; eingeht. Wie sich bei der Anh&ouml;rung zeigte, haben sich die VDS-Bef&uuml;rworter in eben dieser selbstgestrickten Falle hoffnungslos verheddert; was letztendlich der EuGH dazu sagen bzw. wie er urteilen wird, wird sich erst in einigen Monaten zeigen, doch schon jetzt ist klar, dass die VDS-Freunde keine gute Figur gemacht haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/5\/154609\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Kleinkriminelle statt Terroristen<\/strong><br>\nVor dem Europ&auml;ischen Gerichtshof wird nun dar&uuml;ber verhandelt, ob die Vorratsspeicherung gegen Grundrechte verst&ouml;&szlig;t. Wie auch immer das Verfahren ausgeht, eines ist schon heute klar: Der Nutzen ist &auml;u&szlig;erst fragw&uuml;rdig. [&hellip;]<br>\nDenn jetzt wissen wir zumindest schon mal eines: Die Regierungen haben uns all die Jahre an der Nase herumgef&uuml;hrt! Denn keine Sicherheitsbeh&ouml;rde hat durch die Daten auf Vorrat einen Terroranschlag verhindert. Dabei war uns genau das immer versprochen worden. Aber statt Terroristen zu stoppen, werden Stalker enttarnt, Diebe gefasst und Drogens&uuml;chtige geschnappt. Das war&rsquo; s. Die Vorratsdatenspeicherung als Fahndungsinstrument im Kampf gegen Kleinkriminelle. Geht&rsquo; s noch?!<br>\nDreist &uuml;brigens, wie einige EU-Staaten-Rechtsvertreter in Luxemburg auftraten: Durch das Speichern und Auslesen von Daten k&ouml;nne ja nicht nur die Schuld, sondern auch die Unschuld nachgewiesen werden. Wo bitte sehr leben wir denn? Eine Antwort darauf hatte die EU-Kommission. Wir leben alle in Rechtsstaaten. Deshalb geht sie davon aus, dass mit der Vorratsdatenspeicherung kein Schindluder betrieben wird. An dieser Stelle recht sch&ouml;ne Gr&uuml;&szlig;e nach Ungarn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr2.de\/aktuell\/klartext\/vorratsdaten102.html\">WDR2 Klartext<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Frank Schirrmacher &ndash; Am L&uuml;gendetektor<\/strong><br>\nGefangen im digitalen Stromkreis: Die algorithmisch aufger&uuml;stete Informations&ouml;konomie macht aus pathologischen Verhaltensweisen Normen f&uuml;r die Gesellschaft. Wie lange wollen wir das noch verantworten? [&hellip;]<br>\nDer B&uuml;rger will Schutz vor einem &uuml;berm&auml;chtigen Staat ebenso wie Schutz vor einem v&ouml;llig unkontrollierten Markt. Das Informationszeitalter erlebt die Verschmelzung von beiden und, konsequent im Morgengrauen von Big Data, die Verschmelzung von Mensch und Maschine. Die unstrukturierten Daten, die die elektronische Zahnb&uuml;rste, das individuelle Bremsverhalten, die Bewegung (&bdquo;iPhones k&ouml;nnen jeden Menschen an seinem Gang identifizieren&ldquo;, sagt die CIA) mit der Kommunikation von Menschen und ganzen Gesellschaften vernetzen, er&ouml;ffnen ein nie dagewesenes strategisches Spiel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/big-data-und-nsa-am-luegendetektor-12276531.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Sascha Lobo &ndash; Wer lesen kann, kann auch schreiben<\/strong><br>\nDie Phalanx der Abwiegler, Herunterspieler und Unger&uuml;hrten formiert sich. Ist doch nicht schlimm, wenn die Geheimdienste uns &uuml;berwachen, sagen sie. Dabei verkennen sie die Dimension dessen, was uns droht: Wer Daten abzweigt, kann sie auch manipulieren. [&hellip;]<br>\nNachrichtendienste haben offenbar einen umfassenden Lesezugriff. Was aber ist mit einem Schreibzugriff? Projekte wie der Bundestrojaner zeigen, dass Datenmanipulation f&uuml;r Nachrichtendienste nichts grunds&auml;tzlich Unvorstellbares ist. Es ergibt sich so eine v&ouml;llig neue Dimension des Missbrauchs. Prism und Tempora d&uuml;rfen nicht nur vor dem aktuell bekannten Stand der Technologie diskutiert werden. Die zuk&uuml;nftige Entwicklung muss mitber&uuml;cksichtigt werden, ohne sich in Verschw&ouml;rungstheorien zu verlieren.<br>\nEs geht um die Frage, ab welchem Punkt sich ein Rechtsstaat durch systematische, heimliche &Uuml;berwachung selbst pervertiert. Die Antwort darauf ist nicht trivial. Aber wer diese Frage angesichts der Enth&uuml;llungen durch Edward Snowden gar nicht erst diskutieren m&ouml;chte, wei&szlig; entweder nicht, wie tief die digitale Vernetzung bereits in das Leben ausnahmslos aller Menschen eingreift. Oder er verh&auml;lt sich antidemokratisch, indem er ohne umfassende Kenntnis der Vorg&auml;nge und Technologien vorauseilend Unbedenklichkeitsbescheinigungen ausstellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/kolumne-von-sascha-lobo-snowden-wird-politisch-verfolgt-a-910147.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Wieso zeigt mir GMX nackte Frauen?<\/strong><br>\nManchmal fragt man sich schon, was die Firmen von einem denken, die Banner f&uuml;r Bauchwegwerbung oder Tankini-Trends schalten. Eine Ermittlung.<br>\nMan kann herausfinden, welche dieser Firmen auf den Seiten aktiv sind, die man besucht. Man muss daf&uuml;r nur ein Programm namens Ghostery in seinem Firefox Browser installieren, dann erscheint eine lila Liste mit Namen wie AdSpirit, Doubleclick oder Adition. Diese Unternehmen verteilen die Werbung auf den Internetseiten.<br>\nDer gr&ouml;&szlig;te Anzeigenverteiler in Deutschland neben Googles Werbeabteilung Doubleclick hei&szlig;t Adition. Ich finde Spuren von Adition mit Hilfe von Ghostery auch bei GMX. In D&uuml;sseldorf, wo Adition sitzt, lasse ich mir erkl&auml;ren, wie das mit der Werbung funktioniert&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Datenskandale-und-Online-Werbung\/!119314\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Pepe Escobar &ndash; Snowden: towards an endgame<\/strong><br>\nThe working title of the Edward Snowden movie is still The Spy Who Remains in the Cold. Here&rsquo;s where we stand:<br>\nSnowden could only fly out of Hong Kong because China allowed it.<br>\nSnowden could only arrive in Moscow because Russia knew it &ndash; in co-operation with China. This is part of their strategic relationship, which includes the BRICS group (along with Brazil, India and South Africa) and the Shanghai Cooperation Organization. No official source though would ever confirm it.<br>\nWith the Latin American offers of asylum (Venezuela, Bolivia, Nicaragua; even Uruguay would consider it), we&rsquo;re approaching the clincher: Moscow is now calculating whether &ndash; and how &ndash; to help [&hellip;]<br>\nMeanwhile, the US intelligence gambit of intercepting a non-adversarial presidential plane spectacularly backfired in true Mad magazine Spy vs Spy fashion. Obama had said he would not &ldquo;scramble fighter jets&rdquo; to catch Snowden; of course not, just ground them.  [&hellip;]<br>\nThe by now famous tweet by Alexei Pushkov, chairman of the foreign affairs committee at the Duma, and very close to President Vladimir Putin, about Venezuela&rsquo;s offer of asylum being Snowden&rsquo;s &ldquo;last chance&rdquo;, has been misinterpreted. Rather than a measure of Russia&rsquo;s exasperation, it should be seen as a measure of trepidation. Caracas did receive an extradition request from Washington. Venezuela President Nicolas Maduro said it has already been rejected. Caracas also received an asylum request from Snowden. [6]<br>\nMaduro was clear; Snowden &ldquo;will need to decide when he will fly here&rdquo;. If the movie does become Our Man in Caracas, it&rsquo;s up to Moscow to make it happen. Snowden can&rsquo;t fly through Havana, overflying European and very close to US airspace. Obama may &ldquo;scramble jets&rdquo; after all.<br>\nPutin&rsquo;s previous statement of offering asylum to Snowden as long as he stopped leaking was clearly designed to appease an enraged Obama administration. But is he prepared to authorize the smuggling of Snowden to South America in a Russian strategic bomber (or, better yet, a nuclear submarine)? And still there&rsquo;s no guarantee Our Man in Caracas would not be whacked, sooner or later, by a CIA contractor. The ball is now in Russia&rsquo;s court.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.atimes.com\/atimes\/World\/WOR-01-090713.html\">Asia Times<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Verzweifelte Immobilienschuldner in Spanien: Der Weg der Rettungsmilliarden f&uuml;r Spaniens Banken<\/strong><br>\nGl&uuml;ckliche Investoren, hoch verschuldete Immobilienbesitzer: So k&ouml;nnte die Kritik an dem Rettungspaket f&uuml;r spanische Banken zusammengefasst werden. Denn die Milliarden flie&szlig;en gleich weiter an die Gl&auml;ubiger. Viele betroffene Spanier m&uuml;ssen sich zudem mit Kreditaufk&auml;ufern herumschlagen. Der Bank f&uuml;r Internationalen Zahlungsausgleich zufolge hatten deutsche Banken im Jahr 2008 Forderungen gegen&uuml;ber Spanien in H&ouml;he von 315 Milliarden US-Dollar. Rechnet man Irland und Italien dazu, waren deutsche Banken in den drei Krisenl&auml;ndern mit fast 600 Milliarden US-Dollar beteiligt. Diese Summe ist inzwischen auf rund 208 Milliarden US-Dollar zur&uuml;ckgegangen. Die ausl&auml;ndischen Banken haben auf keinen Cent, den sie in Spanien investiert haben, verzichten m&uuml;ssen. Auch nicht auf die Zinsen. W&auml;hrend sich die Lage der &uuml;berschuldeten Familien, Arbeitslosen und Sparer in Spanien auch nach der Bankenrettung kaum gebessert hat, scheinen sich die Investitionen der Geldgeber auf dem spanischen Immobilienmarkt hingegen gelohnt zu haben. Finanzmarktexperte Juan Ignacio Crespo meint: Die Rettung spanischer Banken habe einen europaweiten Bankencrash mit schwerwiegenden Folgen auch f&uuml;r Deutschlands Finanzsystem verhindert und somit Spaniern wie Deutschen geholfen. Auf die Frage nach der Gerechtigkeit hat er allerdings eine ern&uuml;chternde Antwort: &ldquo;Wenn man einem Rentner das Ersparte abnimmt, ger&auml;t das System nat&uuml;rlich nicht in Gefahr. Das ist das Teuflische an dieser Situation. Wer hingegen Bankia viele Milliarden gegeben hat, ist ein Risiko f&uuml;rs System. Er wird viel besser behandelt werden, als jemand, der dort ein Sparbuch hat. Diesen Satz kennt doch jeder: Wenn Du der Bank 6.000 Euro schuldest, hast Du ein Problem. Wenn Du ihr sechs Milliarden Euro schuldest, hat die Bank ein Problem.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2013\/07\/07\/dlf_20130707_1840_b397e344.mp3\">Deutschlandradio [Audio &ndash; mp3]<\/a><\/li>\n<li><strong>Kredit gegen Kahlschlag<\/strong><br>\nDie Euro&ldquo;retter&ldquo; setzen Griechenland ein Ultimatum: Bis zum 19. Juli m&uuml;ssen tausende Staatsbedienstete gehen, sonst gibt es keine neuen Hilfskredite. Damit wollen sie Entschlossenheit demonstrieren &ndash; dabei sind Sch&auml;uble &amp; Co. vier Jahre nach Beginn der Krise mit ihrem Latein am Ende. &bdquo;Jobs and growth&ldquo; &ndash; mit diesem Slogan wirbt die EU f&uuml;r ihre &bdquo;Strategie 2020&ldquo;. Doch in Griechenland und den andern Krisenl&auml;ndern der Eurozone gilt er offenbar nicht. Dort hei&szlig;t es: Kahlschlag heute f&uuml;r Wachstum morgen &ndash; vielleicht. Denn bisher haben sich die Euro&ldquo;retter&ldquo; mit allen Prognosen blamiert &ndash; auch und gerade in Griechenland. Die Schuldenquote stieg von 129 Prozent zu Beginn des Schuldendramas 2009 auf gesch&auml;tzte 179 Prozent in diesem Jahr.  Die Wirtschaft schrumpfte um mehr als 20 Prozent &ndash; so etwas gab es bisher nur in Kriegszeiten.<br>\nUnd die Arbeitslosigkeit verdreifachte sich auf dem &bdquo;guten Weg&ldquo; von 9 Prozent in 2009 auf derzeit fast 27 Prozent. (&hellip;) Bis Ende 2013 m&uuml;ssen 25.000 Staatsbedienstete in eine Transfergesellschaft versetzt werden. Von dort aus sollen sie binnen einen Jahres einen neuen Job erhalten &ndash; oder sie werden endg&uuml;ltig rausgeschmissen. (&hellip;) Die sozialen Spannungen d&uuml;rften nach l&auml;nger anhalten. Denn der l&auml;ngst versprochene, immer wieder verschobene Aufschwung wird wohl auch 2014 wieder auf sich warten lassen. Die Troika rechnet gerade mal mit einem bescheidenen Wachstum von 0,6 Prozent. Und selbst das steht noch in den Sternen, wie die Experten aus IWF, EU-Kommission und EZB selbst einr&auml;umen. Der wirtschaftliche Ausblick bleibe &bdquo;unsicher&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Bericht&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/kredit-fur-kahlschlag\/\">Lost in EUrope<\/a><\/li>\n<li><strong>Portugal und Griechenland in der politischen Krise oder wie das Ende beginnen k&ouml;nnte<\/strong><br>\nOft werde ich gefragt, wie man sich vorzustellen hat, dass die Eurokrise einen Punkt erreicht, an dem es nicht mehr weiter geht und ein Auseinanderbrechen der Eurozone droht. Nun, vergangene Woche bewegte sich die W&auml;hrungsunion ganz nah an einem solchen Punkt, weil die Regierungen in Portugal und Griechenland in Gefahr waren, ihre Mehrheiten in den Parlamenten und damit ihre Handlungsf&auml;higkeit zu verlieren. Zwar fand sich in letzter Minute in beiden L&auml;ndern eine politische L&ouml;sung, aber das ist eher Zufall als System.<br>\nWenn die Troika fortf&auml;hrt, ungeachtet der dramatischen Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in ganz Europa, ihr Konditionen f&uuml;r Rettungsprogramme mit der Drohung des Geldentzugs durchzusetzen,  muss in den L&auml;ndern immer wieder neu ausgelotet werden, ob der point of no return gekommen ist oder nicht. Wenn die Schlie&szlig;ung eines staatlichen Rundfunks nicht ausreicht, vielleicht ist es die Entlassung von mehreren tausend Staatsbediensteten, die das Fass zum &Uuml;berlaufen bringt. Bricht dann eine europatreue Regierung auseinander und folgen Neuwahlen, werden irgendwann (das ist nur eine Frage der Zeit) Kr&auml;fte an die Macht kommen, die nicht mehr bereit sind, die Troika-Konditionen zu akzeptieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/portugal-und-griechenland-in-der-politischen-krise-oder-wie-das-ende-beginnen-konnte\/\">Flassbeck Economics<\/a><\/li>\n<li><strong>Zypern: de facto insolvent<\/strong><br>\n[&hellip;] F&uuml;r 2013 wird laut zyprischer Zentralbank ein nominales BIP von 16,400 Mrd. Euro erwartet (-8,3% zum Vorjahr), was einer Nettoauslandsverschuldung in Q1 in H&ouml;he von -126,9% des nominalen BIPs von 2013 entsprechen w&uuml;rde. Noch Ende 2007, also unmittelbar vor Einf&uuml;hrung des Euro zum 01.01.2008 wies das NIIP (Net International Investment Position) ein Nettoauslandsverm&ouml;gen von +11,7% des nominalen BIPs aus. So schnell ist wohl noch nie eine Volkswirtschaft in den Orkus (Status) einer de facto Insolvenz gest&uuml;rzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/zypern-de-facto-insolvent\/\">Querschuesse<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Lettland k&ouml;nnte ein zweites Zypern werden<\/strong><br>\nLettland tritt der Eurozone bei. Dabei macht die lettische Steuerpolitik das Land gef&auml;hrlich. Es k&ouml;nnte in die Fu&szlig;stapfen Zyperns treten und die n&auml;chste Steueroase in der EU werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/euro-einfuehrung-in-lettland-lettland-koennte-ein-zweites-zypern-werden,1472602,23637092.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Jens Berger &ndash; Ein Tropfen auf dem hei&szlig;en Stein<\/strong><br>\nDer Gipfel gegen Jugendarbeitslosigkeit hat sein Ziel verfehlt. Solange man die Austerit&auml;tspolitik nicht in Frage stellt, hat die verlorene Generation keine Perspektive<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/ein-tropfen-auf-den-heissen-stein\">Der Freitag<\/a>\n<p><strong>passend dazu: &Uuml;berweisungen nach Riga<\/strong><br>\nLettland kann zum 1. Januar kommenden Jahres den Euro einf&uuml;hren. Die EU-Finanzminister billigten am Dienstag mehrere Rechtsakte, die die Aufnahme ins gemeinsame W&auml;hrungsgebiet erm&ouml;glichen. Doch die meisten B&uuml;rger sind keineswegs begeistert dar&uuml;ber &ndash; aus gutem Grund. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Der Euro wird nicht anders eingef&uuml;hrt als das Christentum im 12. Jahrhundert&ldquo;, spitzt Ilgvars Misans sarkastisch zu. Er ist Historiker an der Rigaer Universit&auml;t und meint: &bdquo;Die Obrigkeit bestimmt: Das ist gut f&uuml;rs Volk. Also muss es gemacht werden. Fertig.&ldquo; Das sei kein demokratisches, sondern ein geradezu mittelalterliches Vorgehen. [&hellip;]<br>\nDie Regierung hat den B&uuml;rgern stattdessen ein schmerzhaftes Sparprogramm zugemutet. L&ouml;hne und Geh&auml;lter sanken massiv, weil sie an die tats&auml;chliche Produktivit&auml;t des Landes gebunden wurden. [&hellip;] Die Letten reagierten auf andere Weise. Zehntausende, vor allem qualifizierte junge Leute, verlie&szlig;en das Land Richtung Westen. Seit Beginn der Krise 2008 war das jeder zehnte Lette. Noch dramatischer wird es, wenn man eine andere Perspektive w&auml;hlt: Ein Viertel aller Letten im Alter bis 40 Jahre arbeitet heute in einem anderen EU-Land. Die Regierung kann nur darauf hoffen, dass sie wenigstens einen Teil ihrer Euro-Eink&uuml;nfte nach Hause &uuml;berweisen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft\/lettland-ueberweisungen-nach-riga,10808230,23637574.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wachstumsf&ouml;rderung in Europa: Leere Worte des IWF<\/strong><br>\nDer IWF spielt willig beim Kahlschlag in Griechenland mit<br>\nIn der Eurokrise agiert der Internationale W&auml;hrungsfonds derzeit mit einer Doppelb&ouml;digkeit, die ihresgleichen sucht. Am Dienstag verlangte IWF-Chef&ouml;konom Olivier Blanchard verst&auml;rkte Anstrengungen von der Politik, um die Krise zu &uuml;berwinden. Um aus dem Konjunkturtal zu finden, m&uuml;ssten die Industriel&auml;nder &ldquo;wachstumsf&ouml;rdernde Politik betreiben&rdquo;, mahnte Blanchard. &Uuml;berhastete Einsparungen seien nicht n&ouml;tig, stattdessen empfahl er eine Strategie zur &ldquo;mittelfristigen&rdquo; Senkung der Staatsschulden.<br>\nKeine 24 Stunden davor hat der W&auml;hrungsfonds deutlich gemacht, was er unter Wachstumsf&ouml;rderung versteht: Montagabend haben sich der Fonds und die Eurol&auml;nder darauf verst&auml;ndigt, weitere Milliardenhilfen nach Athen zu &uuml;berweisen. Als Bedingung daf&uuml;r m&uuml;ssen bis Ende Juli 4200 griechische Beamte in eine Besch&auml;ftigungsgesellschaft wechseln, bis Jahresende sollen es 25.000 sein<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1371172125192\/Wachstumsfoerderung-in-Europa-Leere-Worte-des-IWF\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>R&uuml;cksichtslosen Bankern droht in Gro&szlig;britannien Gef&auml;ngnis<\/strong><br>\nSchatzkanzler George Osborne unterst&uuml;tzte den Vorschlag einer Kommission, die Konsequenzen aus der Bankenkrise ausgearbeitet hatte. Das Gremium war nach dem Skandal um die Manipulation des international wichtigen Zinssatzes Libor im vergangenen Jahr einberufen worden. Entsprechende Gesetze sollen im Herbst vorgelegt werden. &ldquo;Das Verhalten einiger Banker hat das Ansehen eines ganzen Industriezweigs mit Hunderttausenden Angestellten besch&auml;digt, der eine wesentliche Bedeutung f&uuml;r unseren wirtschaftlichen Erfolg hat&rdquo;, teilten Finanzminister George Osborne und Wirtschaftsminister Vince Cable mit. &ldquo;Die Regierung ist entschlossen, die Standards im Bankensektor zu heben und ein st&auml;rkeres und sichereres Bankensystem zu schaffen&rdquo;, sagte Osborne. So soll der neue Straftatbestand des &ldquo;r&uuml;cksichtslosen Fehlverhaltens&rdquo; von Bankern in hohen Positionen geschaffen werden. Wer dessen schuldig befunden wird, dem droht auch eine Haftstrafe. Au&szlig;erdem soll die Auszahlung von Boni f&uuml;r Banker k&uuml;nftig bis zu zehn Jahre gestundet werden, um allzu riskantes Verhalten zu verhindern und die Verg&uuml;tung besser an den tats&auml;chlichen Erfolg anzupassen. Mit Blick auf Boni soll au&szlig;erdem festgelegt werden, dass diese zu hundert Prozent zur&uuml;ckgezahlt werden m&uuml;ssen, falls Banken vom Staat gerettet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/konsequenzen-aus-der-finanzkrise-ruecksichtslosen-bankern-droht-in-grossbritannien-gefaengnis-1.1716724\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Zun&auml;chst einmal gilt es festzuhalten, dass Schatzkanzler George Osborne versucht, einen Kommissionsvorschlag w&auml;hlergerecht zu pr&auml;sentieren. Was dann wirklich in ein Gesetz gegossen wird, d&uuml;rfte die Interessen des Bankenstandorts London nicht unber&uuml;cksichtigt lassen.  Der Vorsitzende der Kommission sowie des Finanzausschusses im Unterhaus, der Tory-Politiker Andrew Tyrie kritisierte, dass bereits bei der Beratung der Regierungsantwort im Unterhaus  zentrale Vorschl&auml;ge der Parlamentarier verworfen bzw. verw&auml;ssert wurden &ndash; z.B. bei der Abgrenzung spekulativer von kundenorientierten Bankgesch&auml;ften und dem vorzuhaltenden Eigenkapitalanteil im Verh&auml;ltnis zu Bilanzsumme. Und was den Straftatbestand des &ldquo;r&uuml;cksichtslosen Fehlverhaltens&rdquo; von Bankern betrifft, sollten wir erst einmal abwarten, bis so etwas justiziabel formuliert ist &ndash; wahrscheinlich bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Geh&auml;lter von US-Vorstandschefs: Der Abstand wird gr&ouml;&szlig;er<\/strong><br>\nLaut einer neuen Studie des Economic Policy Institutes bekommen Vorstandschef viel gr&ouml;&szlig;ere Gehaltserh&ouml;-hungen als ihre Mitarbeiter. Inzwischen verdienen sie im Schnitt 273 Mal so viel wie einfache Arbeiter. Zwischen 1978 und 2012 ist das Gehalt der Topmanager um 875 Prozent gestiegen. Das ist doppelt so schnell wie der gesamte Aktienmarkt und vor allem deutlich schneller als der Lohnanstieg von gerade mal 5,4 Prozent, den ein durchschnittlicher Arbeiter in Amerika im gleichen Zeitraum geschafft hat.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/i5e38V\/1395143\/Der-Abstand-wird-groesser.html\">SZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.epi.org\/publication\/ceo-pay-2012-extraordinarily-high\/\">EPI.org<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das &lsquo;promised land&rdquo; l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en, das Land, in dem  Milch und Honig nur f&uuml;r wenige Auserw&auml;hlte flie&szlig;en. Es gr&uuml;&szlig;t die Spitzenmanager des europ&auml;ischen Gro&szlig;kapitals, die auch hierzulande auf dem besten Wege sind, zum amerikanischen Vorbild aufzuholen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>JVA Offenburg: 500.000 Euro Mehrkosten wegen Teilprivatisierung<\/strong><br>\nEinen finanziellen Vorteil hat sich das Land Baden-W&uuml;rttemberg seinerzeit von der Teilprivatisierung der JVA Offenburg erhofft &ndash; doch daraus wird nichts. Durch sie entstehen dem Land 500.000 Euro Mehrkosten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.badische-zeitung.de\/nachrichten\/suedwest\/jva-offenburg-500-000-euro-mehrkosten-wegen-teilprivatisierung\">Badische Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.K.:<\/strong> Anders als bei Wasser und Gesundheitsversorgung l&auml;sst sich beim Knast kaum mehr zu Lasten der &ldquo;Kunden&rdquo; an der Qualit&auml;t des &ldquo;Produkts&rdquo; sparen, um die Rendite zu maximieren und um (buchungstechnisch) die Privatisierung als Erfolg darzustellen.<\/em><br>\n<em>Da private Betreiber sich aber nicht mit Kostendeckung begn&uuml;gen, sondern Gewinne sehen wollen, werden sie PPPs ganz einfach nur dann eingehen, wenn sie zu den bisherigen staatlichen (und k&uuml;nftig privaten, aber wie hier absehbar nicht senkbaren) Kosten eine attraktive Gewinn-Marge draufschlagen k&ouml;nnen.<\/em><br>\n<em>F&uuml;r den Steuerzahler also wieder einmal Privatisierung als Draufzahl-Gesch&auml;ft nach Ansage. Konnte wirklich kein Experte der Regierung sagen, dass die Privatisierung f&uuml;r den Staat als Auftraggeber hier teurer wird als die Eigenregie? Oder konnte einfach mal wieder nicht sein, was (ideologisch) nicht sein darf?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Aufschwung dank Hochwassersch&auml;den: Wiederaufbau bringt Wachstumsplus f&uuml;r Flutgebiete<\/strong><br>\nDie von der Flut gesch&auml;digten Bundesl&auml;nder Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Th&uuml;ringen k&ouml;nnen sich durch die Beseitigung der Flutsch&auml;den auf ein sp&uuml;rbares Plus beim Wirtschaftswachstum einstellen. Der Konjunkturexperte Udo Ludwig vom Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung Halle sagte dem FOCUS: &bdquo;Aufgrund der Erfahrungen aus dem Flut-Jahr 2002 rechnen wir mit einem zus&auml;tzlichen deutlichen Konjunkturschub in den von der Flut betroffenen Bundesl&auml;ndern, der schon ab dem zweiten Halbjahr 2013 sp&uuml;rbar werden wird.&ldquo; Vor allem beim Baugewerbe, verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor, etwa bei Ingenieur- und Architektenleistungen sei mit einem Plus zu rechnen. Im Jahr 2002 verzeichneten laut Ludwig die gesch&auml;digten L&auml;nder Sachsen, Bayern und Sachsen-Anhalt Wachstumsraten zwischen 1,6 und 1,9 Prozent &ndash; entgegen dem bundesdeutschen BIP-Wachstum von damals null Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/aufschwung-dank-hochwasserschaeden-wiederaufbau-bringt-wachstumsplus-fuer-flutgebiete_aid_1036133.html\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man sieht schon, wie andere Bundesl&auml;nder begierig auf ihre Fl&uuml;sse starren, in der Hoffnung auf wachstumssteigernde Hochwassersch&auml;den. Wie gl&uuml;cklich doch Bangladesch sein muss (!?) &ndash; Es ist schon erstaunlich oder vielleicht gerade nicht, wie diese Meldung ohne jede Kommentierung durch die Medien geisterte.<\/em> <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Studie: Schutzfristen lassen B&uuml;cher verschwinden<\/strong><br>\nDas Urheberrecht in Verbindung mit jahrzehntelangen Schutzfristen sorgt daf&uuml;r, dass B&uuml;cher aus dem Handel und damit der &Ouml;ffentlichkeit verschwinden. Zu diesem Ergebnis kommt nun eine Studie, in der die Verf&uuml;gbarkeit von B&uuml;chern, gestaffelt nach dem Ver&ouml;ffentlichungsjahr f&uuml;r die USA untersucht wird. Ihr zufolge ist die Zahl der verf&uuml;gbaren Titel etwa aus den 1920er-Jahren deutlich niedriger als die der Titel aus dem Jahrzehnt davor. Grund daf&uuml;r sei, dass Werke, die in den USA vor 1923 erstmals ver&ouml;ffentlicht wurden, gemeinfrei (Public Domain) sind. Dagegen endet f&uuml;r sp&auml;ter ver&ouml;ffentlichte Werke die Schutzfrist erst nach 95 Jahren oder aber (seit 1976) 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers.<br>\nF&uuml;r die Studie seien mehr als 2300 B&uuml;cher aus dem Sortiment des Online-H&auml;ndlers Amazon zuf&auml;llig ausgew&auml;hlt worden. Es habe sich dann gezeigt, dass darunter deutlich mehr aus den 1850er-Jahren waren als aus dem Jahrzehnt nach 1950. L&auml;sst man die gesch&auml;tzte Gesamtzahl an jeweils j&auml;hrlich ver&ouml;ffentlichten Titeln einflie&szlig;en, sind die Unterschiede noch gr&ouml;&szlig;er. Das strafe die Behauptung L&uuml;gen, nur bei urheberrechtlich gesch&uuml;tzten Werken w&uuml;rde es sich lohnen, sie zu verkaufen. Stattdessen sorge der Urheberrechtsschutz daf&uuml;r, dass B&uuml;cher bereits nach wenigen Jahren aus dem Handel verschwinden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Studie-Schutzfristen-lassen-Buecher-verschwinden-1912841.html\">Heise<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wie die &bdquo;WirtschaftsWoche&ldquo; Jugendliche aufhetzt<\/strong><br>\nDurch Zufall bin ich jetzt erstmals auf das Heft &bdquo;WirtschaftsWoche Schule: Einfacher, als du denkst (2\/2013)&ldquo; gesto&szlig;en, das der regul&auml;ren WiWo (Nummer 27, vom 1.7.2013) beiliegt. Das Heft widmet sich auf 17 redaktionellen Seiten den Schulden. Thematisiert wird die ganze Bandbreite von privaten Schuldenfallen von Jugendlichen, &uuml;ber Verbindlichkeiten von Fu&szlig;ballclubs bis nat&uuml;rlich die aktuelle EU-Krise. [&hellip;]<br>\nUnd letzteres auf so abenteuerliche Weise, dass ich inst&auml;ndig hoffe, dass niemals ein Sch&uuml;ler dieses Presseerzeugnis zu Gesicht bekommt.<br>\nEine Bildergeschichte in zehn Akten, versehen mit je einem kleinen Text, versucht die Schuldenkrise der Euro-Zone zu erkl&auml;ren &ndash; liefert aber nur tiefsitzenden Ressentiments gegen&uuml;ber S&uuml;deurop&auml;ern Z&uuml;ndstoff.<br>\nDas f&auml;ngt schon bei den Bildern an. Die Nordeurop&auml;er sind freilich alle blond und schlank. Der dargestellte S&uuml;dl&auml;nder tr&auml;gt Schnurrbart und dunkle Haarpracht. W&auml;hrend die germanische Frau das Haus putzt oder gerade von der Arbeit kommt, liegen die faulen Mittelmeeranrainer im Liegestuhl oder cruisen mit ihrem neuen Mercedes durch die Gegend.<br>\nDie Story ist schnell wiedergegeben. Nord- und S&uuml;dfamilien wollen in ein gemeinsames Haus (symbolisch f&uuml;r die Euro-W&auml;hrungsgemeinschaft) ziehen, um Kosten zu sparen. Alle verpflichten sich, keine neuen Schulden zu machen. Doch aus dem Westen zieht ein Sturm (die Finanzkrise) auf, der das Haus besch&auml;digt. Da der S&uuml;dler &uuml;ber seine Verh&auml;ltnisse gelebt hatte, m&uuml;ssen nun die reichen Nordfamilien das Haus alleine reparieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/sensatzionell.blogspot.de\/2013\/07\/wiwo-schulden.html?m=1\">senSATZionell<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Testk&auml;ufe und Repressalien: So jagt Aldi alte und teure Mitarbeiter vom Hof<\/strong><br>\nJeder Mitarbeiter ist grunds&auml;tzlich verd&auml;chtig. Das sei das Prinzip Aldi, sagt ein ehemaliger Manager des Discounters. Um teure Mitarbeiter loszuwerden, suche der Lebensmittelriese gezielt nach Abmahnungsgr&uuml;nden und lege Kassierer mit fiesen Testk&auml;ufen herein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/unternehmen\/tid-32264\/jeder-mitarbeiter-ist-verdaechtig-testkaeufe-und-repressalien-so-jagt-aldi-alte-und-teure-mitarbeiter-vom-hof_aid_1038313.html\">Focus<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Kleine Steuern und gro&szlig;e L&uuml;gen<\/strong><br>\nSchon lange lese ich die &bdquo;Wirtschaftswoche&ldquo; nicht mehr. Kaum jemand erinnert sich, dass deren Vorg&auml;nger einst &bdquo;Volkswirt&ldquo; hie&szlig; und eine richtig gute Zeitung war. Selbst die online-Version dieses Kampfblattes findet sich nicht auf meiner Lesezeichenleiste. Dagegen muss man, um zu wissen, wie der Mainstream tickt, immer mal wieder ins Handelsblatt schauen, das neben vielen Fehlsch&uuml;ssen auch ab und zu ins Schwarze trifft. Das Handelsblatt versucht wenigstens ein Mindestma&szlig; an Seriosit&auml;t zu wahren. Deswegen war ich schon erstaunt, am Dienstag eine wilde Revolvergeschichte &uuml;ber den Steuerb&uuml;rger als &bdquo;ausgequetschte Zitrone&ldquo; im Handelsblatt online zu lesen. Bis ich merkte, dass es eine &Uuml;bernahme aus der Wirtschaftswoche war, war es zu sp&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/kleine-steuern-und-grose-lugen\/\">Flassbeck Economics<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Tennisberichterstattung in Deutschland<\/strong><br>\nWolfgang Scheffler, Frankfurter Allgemeine (7. Juli 2013): &ldquo;Das wichtigste Tennisturnier der Welt in Wimbledon wurde zum Minderheitenprogramm. Man darf gespannt sein, ob Sabine Lisicki bei ARD und ZDF einen Sinneswandel bewirkt hat.&rdquo; Zum Gesagten sei angemerkt: Schwand das &ouml;ffentliche Interesse an Tennis nur, weil ARD und ZDF nicht mehr davon berichteten? Scheffler sieht an der Realit&auml;t im sportiven Deutschland vorbei. Denn er stellt es so hin, als sei das Interesse f&uuml;r eine Sportart alleine von der Berieselung abh&auml;ngig. Ist es aber nicht. Sport ist in Deutschland immer dann massentauglich, wenn es einen Deutschen gibt, der dort Erfolge einsammelt. W&auml;re Vettel nicht Schumacher gefolgt, w&auml;re die Formel 1 nur noch eine Randnotiz. Der Radsport ist nach dem Abgang Ullrichs dort angelangt, wo er &uuml;ber Jahrzehnte war: Im &ouml;ffentlichen Niemandsland. Sollte ein neuer Pedaleur mit Tour-Ambitionen aus Deutschland kommen, wird das Interesse pl&ouml;tzlich wieder entfacht und alle Doping-Schm&auml;hungen sind dann erst mal ausgeblendet. Eine Begeisterung der Massen f&uuml;r Tennis gab es in Deutschland nie. Es gab stets nur eine Begeisterung der Massen f&uuml;r &ldquo;deutsches Tennis&rdquo;. (&hellip;) Gleich wie, dass in den Kommentarspalten ausgerechnet jetzt Aufrufe zu mehr Tennis im Fernsehen zu lesen sind, hat nichts mit Liebe zum Sport zu tun, sondern das sind Ausformungen einer d&uuml;mmlich chauvinistischen Wir-sind-wieder-wer!-Mentalit&auml;t, die genau so lange herh&auml;lt, wie es deutsche Erfolge darin gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2013\/07\/kurz-kommentiert.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Globales Korruptionsbarometer 2013: Medien werden erstmals als korrupter wahrgenommen als &Ouml;ffentliche Verwaltung und Parlament<\/strong><br>\nDie Antikorruptionsorganisation Transparency International hat heute die Ergebnisse des Globalen Korruptionsbarometer 2013 vorgestellt. Die Bev&ouml;lkerungsumfrage in 107 L&auml;ndern untersucht, wie korrupt einzelne Sektoren wahrgenommen werden. In Deutschland schneiden auf einer Skala von eins (&uuml;berhaupt nicht korrupt) bis f&uuml;nf (h&ouml;chst korrupt) Justiz (2,6), Polizei (2,7), aber auch das Bildungswesen (2,7) besonders gut ab.<br>\nSpitzenreiter &ndash; im negativen Sinne &ndash; sind die politischen Parteien (3,8) und die Privatwirtschaft (3,7). Auch weltweit werden die politischen Parteien am h&auml;ufigsten als die korruptesten Institutionen wahrgenommen. Auff&auml;llig ist das vergleichsweise schlechte Abschneiden der Medien (3,6) in Deutschland. Sie rangieren erstmals hinter der &Ouml;ffentlichen Verwaltung (3,4) und dem Parlament (3,4). Nichtregierungsorganisationen liegen mit 3,0 Punkten im Mittelfeld.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.transparency.de\/2013-07-09-GCB-2013.2322.0.html\">Transparancy International<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-17916","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17916","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=17916"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17916\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17919,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17916\/revisions\/17919"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=17916"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=17916"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=17916"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}