{"id":17932,"date":"2013-07-11T08:52:16","date_gmt":"2013-07-11T06:52:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17932"},"modified":"2013-07-11T08:52:16","modified_gmt":"2013-07-11T06:52:16","slug":"hinweise-des-tages-1919","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17932","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17932#h01\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17932#h02\">Gauck will Schuldenabbau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17932#h03\">Britische Post: Regierung Cameron will Royal Mail privatisieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17932#h04\">French Investment Program Illustrates Why Europe Is Not Working<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17932#h05\">Mindestlohn: Mit 8,50 Euro Stundenlohn die Wirtschaft ankurbeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17932#h06\">&raquo;M&uuml;tterrenten&laquo; &ndash; Streit um Finanzierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17932#h07\">Freispruch f&uuml;r leitenden Beamten im F&uuml;hrerschein-Prozess<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17932#h08\">IPPNW-Faltblatt: &ldquo;Was ist sicher, preisg&uuml;nstig und f&ouml;rdert den Frieden?&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17932#h09\">Das gr&uuml;ne Schweigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17932#h10\">Landgericht M&uuml;nchen verurteilt Friedensaktivisten wegen einer Flugblattaktion gegen Leopard 2-Lieferungen an Saudi-Arabien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17932#h11\">Untersuchungsausscuss zu Mollath: Zahllreiche gravierende Fehler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17932#h12\">Aus Versehen f&uuml;r die Homo-Ehe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17932#h13\">Stifter au&szlig;er Kontrolle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17932#h14\">&ldquo;RAF &ndash; Terror im S&uuml;dwesten&rdquo; &ndash; Eine unpolitische Ausstellung im Haus der Geschichte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17932#h15\">Bundesweit sollen mehr als 100.000 Krippenpl&auml;tze fehlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17932#h16\">Bildungspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17932#h17\">T&uuml;rkei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17932#h18\">Das Letzte: &ldquo;Kostenneutral&rdquo; geht immer<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17932&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Snowden: &ldquo;NSA hat direkten Zugriff auf Daten&rdquo;<\/strong><br>\nW&auml;hrend sich Edward Snowden filmreif auf der Flucht befindet, hat der &ldquo;Guardian&rdquo; den zweiten Teil des Interviews mit ihm ver&ouml;ffentlicht. Darin erkl&auml;rt Snowden, wie die NSA an Nutzer-Daten kommt &ndash; n&auml;mlich ganz einfach: der Geheimdienst hat direkten Zugriff. Das bestritten Google, Facebook und Co. Bislang.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/Snowden-NSA-hat-direkten-Zugriff-auf-Daten-28737496.html\">Heute.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Regierung informiert &uuml;ber NSA-Aff&auml;re: Ich kann das nicht beantworten<\/strong><br>\nDie Regierung will die NSA-Aff&auml;re aufkl&auml;ren, gibt aber keine Infos preis. Und wenn, dann nur verschl&uuml;sselt.<br>\nEin Protokoll der Nichtinformation. Der Ort: Der gro&szlig;e Saal im Haus der Bundespressekonferenz, direkt hinter der Spree, ein paar hundert Meter vom Reichstag entfernt. Vor dem Eingang parken die schwarzen Limousinen der Ministeriumssprecher. Das Setting: Die erste Regierungspressekonferenz dieser Woche beginnt. Die Hauptstadtpresse will wissen: Was wusste die Regierung von den Aussp&auml;hattacken des US-Geheimdienstes? In der Mitte des Podiums sitzt Steffen Seibert, der wie immer adrett gescheitelte Sprecher der Bundeskanzlerin. Die Akteure: Staatssekret&auml;r Seibert (offizielle Abk&uuml;rzung StS), rund 50 Journalisten und ganz hinten, leider unsichtbar, der Gesunde Menschenverstand (GMV).<br>\nJournalist: (&hellip;) Gibt es jetzt eine Differenzierung zwischen dem, was unsere Freunde auf unserem Territorium machen, und dem, was unsere Freunde auf ihrem Territorium, aber mit unseren Daten machen?<br>\nStS Seibert: Ich kann Ihnen diese Frage an dieser Stelle nicht beantworten. Das muss ich leider sagen. (&hellip;)<br>\nGMV: Endlich sagt er mal, was sich sowieso alle denken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Regierung-informiert-ueber-NSA-Affere-\/!119599\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Snowden made the right call when he fled the U.S.<\/strong><br>\n&ldquo;Snowden believes that he has done nothing wrong. I agree wholeheartedly. More than 40 years after my unauthorized disclosure of the Pentagon Papers, such leaks remain the lifeblood of a free press and our republic. One lesson of the Pentagon Papers an Snowden&rsquo;s leaks is simple: secrecy corrupts, just as power corrupts.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.washingtonpost.com\/opinions\/daniel-ellsberg-nsa-leaker-snowden-made-the-right-call\/2013\/07\/07\/0b46d96c-e5b7-11e2-aef3-339619eab080_print.html\">The Washington Post<\/a><\/li>\n<li><strong>Ban betont Immunit&auml;t von Staatschefs<\/strong><br>\nNach der erzwungenen Landung des Flugzeugs von Boliviens Pr&auml;sident Evo Morales in Wien hat UN-Generalsekret&auml;r Ban Ki-moon die Unverletzlichkeit von Staatsoberh&auml;uptern betont. Sie h&auml;tten Immunit&auml;t, auch ihre Flugzeuge d&uuml;rften nicht angetastet werden, sagte Ban am Dienstag nach einem Treffen mit den Botschaftern mehrerer lateinamerikanischer L&auml;nder&hellip;<br>\nSolche Vorf&auml;lle m&uuml;ssten in der Zukunft ausgeschlossen werden, sagte Ban.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kleinezeitung.at\/nachrichten\/politik\/3352284\/ban-betont-immunitaet-staatschefs.story\">Kleine Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gauck will Schuldenabbau<\/strong><br>\nBundespr&auml;sident Joachim Gauck hat an die Regierungen in Europa appelliert, im Interesse k&uuml;nftiger Generationen den Abbau der Staatsschulden voranzutreiben. &ldquo;Neue Schulden zu machen ist keine Option f&uuml;r die Zukunft&rdquo;, sagte Gauck am Dienstag bei seinem Staatsbesuch in Estland. In der Hauptstadt Tallinn w&uuml;rdigte er den Sparkurs des baltischen Landes als Vorbild. &ldquo;Estland zeigt, dass es auch anders geht&rdquo;, sagte Gauck.<br>\n&ldquo;Wir sehen Schuldenst&auml;nde, die es der n&auml;chsten oder &uuml;bern&auml;chsten Generation unm&ouml;glich machen, diese Last zu schultern&rdquo;, sagte der Bundespr&auml;sident bei einem Mittagessen mit Parlamentariern. Mit der Einnahme von Schmerzmitteln k&ouml;nne die gegenw&auml;rtige Krankheit nicht kuriert werden, betonte er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.moz.de\/nachrichten\/deutschland\/artikel-ansicht\/dg\/0\/1\/1172428\/\">M&auml;rkische Oderzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nachdem unser Bundespr&auml;sident bislang als &bdquo;Prediger der Freiheit&ldquo; durch die Lande zog, schwingt er sich nun auch noch zum Austerit&auml;ts-Apostel auf. Und das ausgerechnet noch in Estland, wo in den vergangenen Jahren von den rechtsliberalen Regierungen die neoliberale Ideologie <a href=\"http:\/\/www.globalresearch.ca\/applying-the-neoliberal-hatchet-destroying-estonia-s-economy\/27273\">auf die Spitze getrieben wurde<\/a>. Aufgrund des Sparkurses ist die estnische Wirtschaft eingebrochen.<\/em> <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130711_hwt_01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p><em>Quelle: <a href=\"http:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2012\/06\/06\/estonian-rhapsdoy\/\">The New York Times<\/a><\/em><br>\n<em>Die Langzeitarbeitslosigkeit ist massiv gestiegen und Hundertausende m&uuml;ssen von einer Regelleistung von etwas &uuml;ber 70 Euro im Monat leben. Estland hat einen der gr&ouml;&szlig;ten Niedriglohnsektoren in Europa. Die Gesundheitsleistungen sind mit <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/berlin\/presse\/healthataglancegesundheitsausgabensinkenausnahmedeutschland.htm\">am st&auml;rksten eingebrochen<\/a>.  Die Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich ist mit am tiefsten. <a href=\"http:\/\/news.err.ee\/society\/bf96bfed-d1b6-4b27-82b5-9c84ccca3b84\">Immer mehr Esten wandern aus<\/a>.<\/em><br>\n<em>Estland geh&ouml;rt zu den Steuerdumpingl&auml;ndern in Europa, die Gewinnverschiebungen zum Gesch&auml;ftsmodell machen.<\/em><br>\n<em>Und wie es um die &bdquo;Freiheit&ldquo; und die Demokratie in Estland bestellt ist, haben unl&auml;ngst prominente estnische Intellektuelle in <a href=\"http:\/\/kloty.blogspot.de\/2012\/11\/charta-12.html\">einer &bdquo;Charta 12&ldquo; beschrieben<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Britische Post: Regierung Cameron will Royal Mail privatisieren<\/strong><br>\nDas &auml;lteste Postunternehmen der Welt soll privatisiert werden. Die britische Regierung will Royal Mail bis zum Herbst an die B&ouml;rse bringen. Der Schritt ist historisch: An die Privatisierung des Postamts traute sich nicht einmal Margaret Thatcher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/regierung-cameron-will-britische-post-royal-mail-privatisieren-a-910513.html\">Spiegel-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Und der SPIEGEL erstarrt in Ehrfurcht vor David Cameron: der traut sich sogar etwas, vor dem Thatcher zur&uuml;ckschreckte! Die Fragen &ldquo;ist das &uuml;berhaupt sinnvoll?&rdquo;, &ldquo;zahlt der Staat drauf oder profitiert er?&rdquo; und &ldquo;wie geht es den Besch&auml;ftigten damit?&rdquo; werden &uuml;berhaupt nicht diskutiert &ndash; nur zwei Tage, nachdem er am Beispiel der Uniklinik Gie&szlig;en der Wahnsinn von Privatisierungen &ouml;ffentlichen Eigentums vorgef&uuml;hrt hat. Da ist wieder der gute alte SPIEGEL, der &ldquo;Reformen&rdquo; fordert, den Verkauf &ouml;ffentlichen Eigentums und die &ldquo;Konsolidierung der Staatsfinanzen&rdquo;, und zwar immer auf dem R&uuml;cken der Besch&auml;ftigten und der Schwachen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>French Investment Program Illustrates Why Europe Is Not Working<\/strong><br>\nAndrew Watt zeigt warum die scheinbar gute Nachricht eines franz&ouml;sischen Investitionsprograms vielmehr sehr gut illustriert, woran Europa wirtschaftspolitisch krankt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.social-europe.eu\/2013\/07\/french-investment-program-illustrates-why-europe-is-not-working\/\">Social Europe<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Mindestlohn: Mit 8,50 Euro Stundenlohn die Wirtschaft ankurbeln<\/strong><br>\nEin fl&auml;chendeckender Mindestlohn w&uuml;rde die Wirtschaft st&auml;rker als bisher vermutet ankurbeln. Bek&auml;me in Deutschland kein Besch&auml;ftigter weniger als 8,50 Euro brutto in der Stunde, w&uuml;rde dies zu Kaufkraftsteigerungen von rund 19 Milliarden Euro j&auml;hrlich f&uuml;hren. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des Pestel-Instituts im Auftrag der Gewerkschaften Ver.di und Nahrung-Genuss-Gastst&auml;tten, die am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. Die Effekte f&uuml;r den Binnenmarkt &ndash; Niedrigverdiener verkonsumieren den gr&ouml;&szlig;ten Teil ihres Einkommens &ndash; fallen damit gr&ouml;&szlig;er aus, als 2011 die Schweizer Prognos AG f&uuml;r die Friedrich-Ebert-Stiftung errechnet hatte. &ldquo;Das liegt vor allem daran, dass die Zahl der Minijobber dort untersch&auml;tzt wurde&rdquo;, sagte Matthias G&uuml;nther vom Pestel-Institut. So w&uuml;rden laut G&uuml;nther insgesamt rund 9 Millionen Besch&auml;ftigte von der Einf&uuml;hrung eines Mindestlohns in H&ouml;he von 8,50 Euro profitieren &ndash; und nicht nur rund 5 Millionen Personen, wie Prognos berechnet hatte.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2013%2F07%2F10%2Fa0049&amp;cHash=68c7f151a99d2e7c6adbac9e6b48fdcd\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.verdi.de\/themen\/nachrichten\/++co++f0d646de-e89b-11e2-b056-5254008a33df\">verdi<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde lehnt einen Mindestlohn von 8,50 Euro ab. Das wundert einen nicht. Von Profit, welcher nach Abzug der Kosten der eingesetzten Mittel anf&auml;llt, meint man da viel zu verstehen &ndash; von wirtschaftlichen Kreisl&auml;ufen wei&szlig; man umso weniger. Besonders sch&ouml;n ist die neueste Argumentation, die wohl im Lichte der skandal&ouml;sen Jugendarbeitslosigkeit in Europas Peripherie zu punkten vermeint: Bei einem Mindestlohn von 8,50 w&uuml;rde die Jugendarbeitslosigkeit steigen. Alle sind sich einig, dass junge Europ&auml;er unter 25 Jahren die Familienplanung wegen der Probleme auf dem Arbeitsmarkt aufschieben, aber gilt das nicht auch f&uuml;r sch&auml;big bezahlte junge Arbeitnehmer?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&raquo;M&uuml;tterrenten&laquo; &ndash; Streit um Finanzierung<\/strong><br>\nIn ihrem Wahlprogramm f&uuml;r die kommende Legislaturperiode k&uuml;ndigen CDU und CSU einen Ausbau der &raquo;M&uuml;tterrenten&laquo; an. &bdquo;Diese bessere Anerkennung ist durch die gute finanzielle Situation der Rentenversicherung und vorhandene Mittel aus dem Zuschuss des Bundes m&ouml;glich.&laquo;<br>\nDamit ist ein Streit um die Finanzierung vorprogrammiert.<br>\nWenn die Union diese Leistungen durch ein zus&auml;tzliches Kindererziehungsjahr f&uuml;r Geburten vor 1992 ausweiten will, dann muss sie f&uuml;r eine entsprechende Gegenfinanzierung &uuml;ber Steuermittel sorgen. Alles andere w&auml;re eine Ausweitung der Fehlfinanzierung gesamtgesellschaftlicher Aufgaben, die zu Lasten der Beitragszahlerinnen und Beitragszahler geht. Diese m&uuml;ssten damit am Ende den Preis f&uuml;r die Befriedung des unionsinternen Rentenstreits zahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-portal.de\/uploads\/sopo\/pdf\/2013\/2013-07-08-Finanzierung_Muetterrente_PS.pdf\">Sozialpolitik Portal [PDF &ndash; 73.2 KB]<\/a> <\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Freispruch f&uuml;r leitenden Beamten im F&uuml;hrerschein-Prozess<\/strong><br>\nEr hatte jungen Menschen entgegen den Weisungen der Zentrale in N&uuml;rnberg den F&uuml;hrerschein aus Mitteln der Agentur f&uuml;r Arbeit finanziert. Obwohl der Staatsanwalt eine Geldstrafe forderte, sprachen die Richter den Beamten frei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.saarbruecker-zeitung.de\/sz-berichte\/saarland\/Freispruch-fuer-leitenden-Beamten-im-Fuehrerschein-Prozess;art2814,4854327\">Saarbr&uuml;cker-Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>IPPNW-Faltblatt: &ldquo;Was ist sicher, preisg&uuml;nstig und f&ouml;rdert den Frieden?&rdquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ippnw.de\/commonFiles\/pdfs\/Atomenergie\/Was_ist_sicher_preiswert_und_foerdert_den_Frieden.pdf\">IPPNW [PDF &ndash; 723 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die Energiewende geht in ihrer Bedeutung und in ihrer &ldquo;politischen Sprengkraft&rdquo; weit &uuml;ber energiepolitische Aspekte im engeren Sinne hinaus und behandelt letztlich sehr grunds&auml;tzliche Fragen der Wirtschaftspolitik, der Demokratie und der Au&szlig;enpolitik!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Das gr&uuml;ne Schweigen<\/strong><br>\nDie Gr&uuml;nen waren einst angetreten, Stuttgart 21 zu verhindern. Jetzt sind sie an der Macht &ndash; und schweigen. Blo&szlig; nicht mit dem Thema in den Wahlkampf ziehen, sch&ouml;n still halten und darauf hoffen, dass es der brave B&uuml;rger honoriert. Das schafft gewaltigen Verdruss bei denen, die ihnen vertraut haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/pulsschlag\/119\/das-gruene-schweigen-1280.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Landgericht M&uuml;nchen verurteilt Friedensaktivisten wegen einer Flugblattaktion gegen Leopard 2-Lieferungen an Saudi-Arabien<\/strong><br>\nDas Landgericht M&uuml;nchen hat den Heidelberger Friedensaktivisten Hermann Theisen wegen einer Flugblattaktion zu einer Geldstrafe von 2.600 Euro (65 Tagess&auml;tze &agrave; 40 Euro) verurteilt.<br>\nVor einem Jahr hatte Theisen Flugbl&auml;tter an die Mitarbeiter von Krauss-Maffei Wegmann in M&uuml;nchen verteilt, um damit gegen die geplante Lieferung von Leopard 2-Panzern an Saudi-Arabien zu protestieren. Die zivilgesellschaftliche Debatte um geplante R&uuml;stungslieferungen in ein Land, in dem es immer wieder zu schweren Menschenrechtsverletzungen kommt, sollte mit der Flugblattaktion in die R&uuml;stungsfirma hineingetragen werden. Bei Krauss-Maffei Wegmann sollte damit eine interne Diskussion &uuml;ber die Frage entstehen, ob eine Leopard 2-Lieferung an Saudi-Arabien mit den &ldquo;Politischen Grunds&auml;tzen&rdquo; der Bundesregierung zum R&uuml;stungsexport in Einklang gebracht werden kann. Dar&uuml;ber schweigt sich die Firmenleitung von Krauss-Maffei Wegmann ebenso beharrlich aus, wie die Mitglieder des Bundessicherheitsrates. Das widerspreche aber den Grunds&auml;tzen einer pluralistisch-demokratischen Teilhabe der Zivilgesellschaft an politisch bedeutsamen Fragen, so Theisen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lebenshaus-alb.de\/magazin\/008036.html#ixzz2YgT1sWYj\">Lebenshaus Schw&auml;bische Alb<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Untersuchungsausscuss zu Mollath: Zahllreiche gravierende Fehler<\/strong><br>\nBayerns Opposition zieht nach dem Mollath-Untersuchungsausschuss eine vernichtende Bilanz und kritisiert vor allem die Staatsanwaltschaft. Die Regierungsparteien kommen zu einem ganz anderen Urteil.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/untersuchungsausschuss-zu-mollath-zahlreiche-und-gravierende-fehler-1.1717207\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Aus Versehen f&uuml;r die Homo-Ehe<\/strong><br>\nKonservative Abgeordnete haben ungelesen f&uuml;r ein neues Ehegesetz gestimmt, das gleichgeschlechtliche Gemeinschaften rechtlich gleichstellt. Am Freitag merkten sie dann, dass der Text an einem entscheidenden Punkt gegen&uuml;ber dem Entwurf ge&auml;ndert worden war: Wurde Ehe in der ersten Fassung ausschlie&szlig;lich als Gemeinschaft von Mann und Frau definiert, bezog sich die verabschiedete Version auf &ldquo;soziale Rechte und Vorteile einer zivilen Gemeinschaft, frei von Diskriminierung&rdquo;. Als sie merkten, dass sie damit der Einf&uuml;hrung der Homo-Ehe in dem mittelamerikanischen Land zugestimmt haben k&ouml;nnten, baten sie Pr&auml;sidentin Laura Chinchilla, das Gesetz nicht zu unterzeichnen. Die lehnte ab und unterschrieb, womit es rechtskr&auml;ftig wurde. Die &Auml;nderung war von einem Abgeordneten der linksgerichteten Partei Frente Amplio, Jos&eacute; Villalta, eingebracht worden. Das Gesetz sei einstimmig verabschiedet worden. &ldquo;Das Problem ist, dass es Abgeordnete gibt, die nicht lesen, wor&uuml;ber sie abstimmen&rdquo;, sagte er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2013%2F07%2F08%2Fa0069&amp;cHash=6bd5f33f98969bc41cf9eb961f94aac1\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Einen Moment l&ouml;st die Meldung die Vorstellung aus, wie sch&ouml;n es w&auml;re, wenn sich hierzulande in puncto Bankenregulierung, Mindestlohn und manch anderem progressives Gedankengut so einschleichen w&uuml;rde. Nat&uuml;rlich lesen auch die meisten unserer Abgeordneten die verabschiedeten Gesetze nicht, was schon die gar nicht so seltene Unterbesetzungen bei den Beschl&uuml;ssen des Parlaments aufzeigt. Die Wirklichkeit besteht darin, dass in den Aussch&uuml;ssen ausgekungelte Vorlagen an der Masse der Parlamentarier vorbei beschlossen werden &ndash; so z.B. bei der Abstimmung zum inzwischen korrigierten Meldegesetz in Juni 2012. Diese Korrektur erfolgte erst nach der Skandalisierung dieses Gesetzes durch die <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2012-07\/meldegesetz-bundestag-opposition\">Berichterstattung mancher Zeitung und die Emp&ouml;rung vieler Blogger im Internet<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Stifter au&szlig;er Kontrolle<\/strong><br>\nBosch und Bertelsmann geh&ouml;ren dazu. Ebenso der Unternehmensberater Roland Berger, die Gro&szlig;verlegerin Friede Springer und SAP-Milliard&auml;r Dietmar Hopp. Sie alle sind mit einer gemeinn&uuml;tzigen Stiftung eng verbunden. 1999 lag die Zahl der Stiftungen b&uuml;rgerlichen Rechts in Deutschland bei rund 8.000. Heute sind es 19.551. Ein beispielloser Boom, erm&ouml;glicht vor allem durch die Steuergesetze der Regierungen Schr&ouml;der und Merkel. Wer stiftet, darf heute bis zu einer Million Euro von der Steuer absetzen. Was dazu f&uuml;hrt, dass der Fiskus im Einzelfall ann&auml;hernd 500.000 Euro zur Stiftungsfinanzierung zuschie&szlig;t. Hinzu kommt: Gemeinn&uuml;tzige Stiftungen zahlen weder K&ouml;rperschaftsteuer noch Gewerbesteuer, auch von Erbschaftsteuer und Schenkungsteuer sind sie befreit. Kein Zweifel, Stiftungen tun Gutes. Sie f&ouml;rdern Bildung, Wissenschaft, Kunst und Kultur. Sie lindern Armut oder wollen Umweltschutz und V&ouml;lkerverst&auml;ndigung voranbringen. Doch viele Stifter vertreten knallharte Interessen. Sie zielen darauf, Schulen, Universit&auml;ten, Kultur und Soziales nach eigenem Gusto umzubauen. Unternehmer gr&uuml;nden Stiftungen, um den Fortbestand ihrer Firma zu sichern, um Steuern zu sparen oder politisch Einfluss zu nehmen. Verm&ouml;gende Privatleute stiften, um ihre sozialen Netzwerke auszubauen. Privater Nutzen, von der &ouml;ffentlichen Hand mit Millionensummen gef&ouml;rdert. H&ouml;chste Zeit, zu &uuml;berlegen, was sich am Stiftungswesen &auml;ndern muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2013%2F07%2F09%2Fa0093&amp;cHash=b8ac907291657c33862d28a3c0ccd623\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&ldquo;RAF &ndash; Terror im S&uuml;dwesten&rdquo; &ndash; Eine unpolitische Ausstellung im Haus der Geschichte<\/strong><br>\nBezeichnenderweise bleibt die Ausstellung ihrerseits in einer moralischen RAF-Kritik stecken, die idealistisch verk&uuml;rzt ist. Die RAF wird im Wesentlichen moralisch wegen ihrer Gewalttaten an den Pranger gestellt und mit Blick auf die fehlende R&uuml;cksichtnahme gegen&uuml;ber den Opfern ihrer bewaffneten Aktionen. Dagegen wird als Ausweg bzw. &Uuml;berwindungsstrategie die wiederum im Wesentlichen verk&uuml;rzt moralisch begr&uuml;ndete Absage an jede Form der gewaltsamen politischen Auseinandersetzungen gestellt. Dies kulminiert in dem Video zu einer Diskussion zwischen dem &ldquo;guten&rdquo; linken Theologen Helmut Gollwitzer, der sich zur Gewaltlosigkeit bekennt, und einer &ldquo;b&ouml;sen&rdquo; Karola Bloch, die ein eher peinliches Salonbekenntnis f&uuml;r die revolution&auml;re Gewalt ablegt.<br>\nDie im Wesentlichen auf die Verurteilung nicht legitimer Gewaltaus&uuml;bung und deren Opfer gest&uuml;tzte Kritik an der RAF erscheint aber nicht ausreichend tragf&auml;hig, vor allem auch f&uuml;r die Zukunft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/macht-markt\/119\/beschraenkte-einsichten-1291.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Bundesweit sollen mehr als 100.000 Krippenpl&auml;tze fehlen<\/strong><br>\nVon 1. August an haben Eltern einen rechtlichen Anspruch auf einen Krippenplatz. Doch drei Wochen vor dem Stichtag sollen dem Deutschen St&auml;dtetag zufolge noch Zehntausende Betreuungsm&ouml;glichkeiten fehlen. Das Familienministerium dementiert die Sch&auml;tzung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bildung\/schaetzung-des-deutschen-staedtetags-bundesweit-sollen-mehr-als-krippenplaetze-fehlen-1.1716714\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Bildungspolitik<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Pisa-Kritik: &ldquo;Wir f&ouml;rdern gut ausgebildete Ungebildete&rdquo;<\/strong><br>\nSch&uuml;ler, die Goethe nicht mehr kennen &ndash; daf&uuml;r aber die Gesetze der Markwirtschaft verinnerlicht haben: Die &Ouml;konomie hat die Bildungsinstitutionen eingenommen, sagt Bernhard Heinzlmaier, Gr&uuml;nder des Instituts f&uuml;r Jugendkulturforschung mit Standorten in Wien und Hamburg. In seinem Buch &ldquo;Performer, Styler, Egoisten &ndash; &uuml;ber eine Jugend, der die Alten die Ideale abgew&ouml;hnt haben&rdquo; erkl&auml;rt er, welchen Anteil Pisa an der Bildungsmisere tr&auml;gt, und warum es so schwierig ist, junge Leute f&uuml;r humanistische Bildung zu begeistern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bildung\/bildungskritiker-bernhard-heinzlmaier-wir-foerdern-gut-ausgebildete-ungebildete-1.1716852%20\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Hochschule und Wirtschaft: Mehr Praxis im Studium<\/strong><br>\nHochschulrektorenkonferenz diskutiert &uuml;ber Verzahnung von Wirtschaft und Hochschule<br>\nUnternehmen bem&auml;ngeln, dass Hochschulabsolventen zwar fachlich versiert sind, ihnen aber oft soziale Kompetenzen fehlen. Kommunikationskurse und praxisorientierteres Arbeiten k&ouml;nnten die L&ouml;sung sein. Dar&uuml;ber ber&auml;t nun die Hochschulrektorenkonferenz auf der Nexus-Tagung in Berlin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/2172852\/\">DLF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Auf die Idee eine Tagung &uuml;ber die Verzahnung von Hochschule und Arbeitswelt, die ja schlie&szlig;lich auch etwas mit Wirtschaft und Praxisorientierung zu tun hat, kommt die Hochschulrektorenkonferenz wohl nicht. Da m&uuml;sste man ja schlie&szlig;lich mit Betriebsr&auml;ten oder Gewerkschaften diskutieren und nach sozialen Kompetenzen aus Arbeitnehmersicht fragen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Lehrer in Baden-W&uuml;rttemberg ver&auml;rgert &uuml;ber Bildungspolitik<\/strong><br>\nGro&szlig;e Reformversprechen &ndash; doch bisher kaum Erfolge. Zwei Jahre nach Amtsantritt der gr&uuml;n-roten Landesregierung &auml;rgern sich viele Lehrer in Baden-W&uuml;rttemberg &uuml;ber fehlende Fortschritte in der Bildungspolitik. Gleichzeitig k&auml;mpft das zust&auml;ndige Ministerium mit internen Problemen.<br>\nErstens hat die gr&uuml;n-rote Landesregierung von Baden-W&uuml;rttemberg angek&uuml;ndigt, bis zum Jahr 2020 11.600 Lehrerstellen zu streichen. Sie begr&uuml;ndet das mit dem R&uuml;ckgang der Sch&uuml;lerzahlen&hellip;<br>\nDie GEW h&auml;lt dagegen, dass die Anforderungen an die Lehrer mit Inklusion, Ganztagesschule und Gemeinschaftsschule aber immer gr&ouml;&szlig;er werden, und dass daher die Lehrerzahl eher steigen m&uuml;sse, auf keinen Fall jedoch abgebaut werden d&uuml;rfe.<br>\nZweitens hat Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheu&szlig;er Anfang des Jahres hingeschmissen und neuer Kultusminister wurde SPD-Mann Andreas Stoch, der bis dahin zwar als erfahrener und intelligenter Parlamentarier galt, aber nicht als ausgewiesener Bildungspolitiker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/2172758\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><strong>Bayerns Sch&uuml;ler gehen auf die Barrikaden<\/strong><br>\nEiner der Hauptkritikpunkte der Kampagne ist das starre bayerische Schulsystem, bei dem Kinder schon nach der vierten Klasse auf eine Schulform festgelegt werden. Julia Pollert von der Stiftung &ldquo;Gesellschaft macht Schule&rdquo;:<br>\n&ldquo;Wir sehen, dass wir letztendlich schon in sehr fr&uuml;hen Jahren eine gesellschaftliche Spaltung vorprogrammieren durch dieses System.&rdquo;<br>\nNeben Chancengerechtigkeit fordert der Bildungsflash unter anderem: ganzheitliche Bildung statt sturem Auswendiglernen, mehr fr&uuml;hkindliche F&ouml;rderung, bessere Ausbildung von Erziehern und Lehrern.<br>\nMit der Sch&uuml;lerkampagne &ldquo;Wir sind viele&rdquo; setzt sich der Bildungsflash au&szlig;erdem daf&uuml;r ein, dass Sch&uuml;ler selbst aktiv werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/2172679\/\">DLF<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>T&uuml;rkei<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Spaziergang endet im Knast<\/strong><br>\nDie t&uuml;rkische Polizei hat in Istanbul fast alle f&uuml;hrenden Leute der Taksim-Plattform festgenommen. Insgesamt 30 Mitglieder von verschiedenen B&uuml;rgerinitiativen und Berufsverb&auml;nden, die zusammen die Taksim-Plattform bilden und von denen die Besetzung des Geziparks Ende Mai ausging, waren am Dienstagmittag noch in Polizeigewahrsam. Sie waren am fr&uuml;hen Montagabend festgenommen worden, als sie den offiziell wiederer&ouml;ffneten Gezipark am zentralen Taksimplatz betreten wollten. Am Montag hatte der Gouverneur von Istanbul, Avni H&uuml;seyin Mutlu, unter gro&szlig;em Presserummel den Park feierlich wiederer&ouml;ffnet, nachdem er drei Wochen lang seit der R&auml;umung des Geziparklagers nur von Polizisten und G&auml;rtnern betreten werden durfte. Doch die &Ouml;ffnung des Parks erwies sich als Bluff. Als die Taksim-Plattform am fr&uuml;hen Abend ebenfalls im Park spazieren gehen wollte, erkl&auml;rte die Polizei die Gr&uuml;nanlage wieder f&uuml;r geschlossen. Auf Tausende weitere Besucher ging die Polizei mit Wasserwerfern, Tr&auml;nengas und Plastikgeschossen los. Augenzeugen berichteten am Dienstagmorgen auf einer Pressekonferenz, dass die Polizei am Montagabend in ganz Beyoglu eine Hatz auf vermeintliche oder tats&auml;chliche Demonstranten veranstaltete und insgesamt 80 Leute festnahm. &ldquo;Die Polizei&rdquo;, klagte ein Teilnehmer auf Twitter, &ldquo;f&uuml;hrt hier Krieg unter Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit.&rdquo; Von den 80 Festgenommenen waren am Dienstagnachmittag nach 48 Leute in Haft, einschlie&szlig;lich der 30 BI-Mitglieder. Bewaffnete Anh&auml;nger von Ministerpr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan sollen nach Informationen &uuml;ber Twitter, wie schon am Samstag, auch Montagnacht wieder aufgetaucht sein. Diese mit Messern und Kn&uuml;ppeln bewaffneten Islamisten verbreiten Angst und Schrecken unter friedlichen Demonstranten. Mehrere Youtube-Videos zeigen, wie solche Schl&auml;ger auf Demonstranten losgingen, ohne dass die anwesenden Polizisten eingriffen. Als dann am sp&auml;ten Samstagabend doch noch zwei mit Schlachtermessern bewaffnete M&auml;nner von der Polizei festgenommen wurde, lie&szlig; sie ein Richter am Sonntag gleich wieder gehen. Ganz anders geht es den festgenommenen Anti-Erdogan-Demonstranten. Etliche von ihnen sitzen seit Wochen in Untersuchungshaft, t&auml;glich werden es mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2013%2F07%2F10%2Fa0058&amp;cHash=db9bda4652ac8c580b90a055a0909ba3\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Instrumentalisierte Migranten<\/strong><br>\nWas sich im D&uuml;sseldorfer Rheinpark abgespielt hat, war eine Machtdemonstration. Der t&uuml;rkische Premier Recep Tayyip Erdogan hat seine Anh&auml;nger in Deutschland gerufen, und mehr sind gekommen als noch unl&auml;ngst in K&ouml;ln gegen ihn demonstriert haben. So bitter die Erkenntnis auch sein mag: Der R&uuml;ckhalt f&uuml;r den selbstherrlichen neoosmanischen Pascha ist auch unter den Auslandst&uuml;rken immer noch enorm. So befremdlich der &uuml;berbordende Personenkult sein mag, der bei zahlreichen Demonstranten zu besichtigen war: Dass nicht nur die Erdogan-Gegner, sondern auch dessen Unterst&uuml;tzer in der Bundesrepublik auf die Stra&szlig;e gehen, ist selbstverst&auml;ndlich v&ouml;llig legitim. Aber nicht nur der gro&szlig;e Hass auf die t&uuml;rkische Demokratiebewegung, der sich auf dem Platz artikulierte, erschreckt. F&uuml;r die in D&uuml;sseldorf Versammelten sind die Protestierenden vom Gezi-Park nicht zum Symbol f&uuml;r die gro&szlig;e Sehnsucht nach einer freiheitlich-demokratischen und humanistischen Gesellschaft geworden, sondern geben nur Anlass f&uuml;r absurde Verschw&ouml;rungstheorien &uuml;ber b&ouml;se ausl&auml;ndische M&auml;chte, die die T&uuml;rkei zerst&ouml;ren wollten. &ndash; Wem es derart offensichtlich um die Instrumentalisierung der t&uuml;rkeist&auml;mmigen Migranten f&uuml;r die innenpolitischen Interessen der AK-Partei in der T&uuml;rkei geht, der schadet nicht nur der Integration, sondern ist ihr erkl&auml;rter Gegner.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2013%2F07%2F08%2Fa0095&amp;cHash=ce13697869e8ba89ede2d13dc8fe6884\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es erf&uuml;llt einen mit Unbehagen, wie viele Menschen, die z.T. hier geboren wurden, hier gro&szlig; wurden und einen deutschen Pass besitzen, anscheinend ein recht reaktion&auml;res T&uuml;rkentum in ihren Herzen tragen, das als &rdquo; Deutschtum&rdquo; von uns nicht akzeptiert wird. In Hinblick auf den kulturellen Hintergrund der hier lebenden t&uuml;rkischen Zuwanderer wird meist auf den religi&ouml;sen Hintergrund verwiesen. Die Bedeutung des T&uuml;rkentums geht aber weit &uuml;ber die religi&ouml;se Zuschreibung hinaus. Er wird recht deutlich in der Erl&auml;uterung des alten Paragrafen 301 des T&uuml;rkischen Strafgesetzbuches * &uuml;ber die Beleidigung des T&uuml;rkentums: &ldquo;Der Zweck des Ausdrucks T&uuml;rkentum, der in dem Paragrafen verwendet wird, ergibt sich aus der Existenz einer eigenen und gemeinsamen Kultur aller T&uuml;rken, egal wo diese leben. Diese Existenz erweitert den Begriff der t&uuml;rkischen Nation und umfasst auch diejenigen Mitglieder, die au&szlig;erhalb der T&uuml;rkei leben und derselben Kultur angeh&ouml;ren.&rdquo; Wer meint dieser Hinweis sei weit hergeholt, sollte sich die Rede des Abgeordneten, Mevl&uuml;t Cavusoglu, der t&uuml;rkischen Regierungspartei AKP auf dieser nach au&szlig;en hin friedlichen und gut organisierten Demo vergegenw&auml;rtigen, die so beginnt: &ldquo;Unser Vaterland ist die T&uuml;rkei. Gleichg&uuml;ltig, wo wir leben, die Verbindung mit dem anatolischen Boden ist st&auml;rker.&rdquo; Das T&uuml;rkentum bietet gerade f&uuml;r aus welchen Gr&uuml;nden auch immer schlecht integrierte t&uuml;rkische Zuwanderer und deren Nachkommen einen psychologisch plausiblen R&uuml;ckzugsraum in einer ihnen noch immer fremden Welt &ndash; woran wir gewiss nicht ganz unschuldig sind. Aber ist es legitim, dass die t&uuml;rkische Regierung &ndash; ein t&uuml;rkischer Minister vor Ort und &uuml;ber Video zugeschaltet Regierungschef Erdogan &ndash; in Deutschland diese Schichten in der Pers&ouml;nlichkeitsstruktur unserer zugewanderten Mitb&uuml;rger ausreizen und instrumentalisieren darf, um Stimmung gegen die Opposition im Lande und Werbung f&uuml;r das Verhalten Erdogans zu machen? Der AKP-Abgeordnete spricht weiter &uuml;ber &Auml;gypten, den Milit&auml;rputsch gegen Mohammed Mursi und die Haltung des Westens: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/fernsehen\/das-erste\/sendungen\/report-muenchen\/videos-und-manuskripte\/erdogan-anhaenger100.html\">&ldquo;Wo ist den nun ihre &ndash; [der Westen] sogenannte Demokratie, ihr Rechtsstaat, ihre Menschenrechte? Hier k&ouml;nnt Ihr ihr doppeltes Gesicht; ihre doppelten Standards erkennen. Wir, die T&uuml;rkei, stehen dagegen f&uuml;r Demokratie, Rechtsstaat und Menschenrechte.&rdquo;<\/a> <\/em><br>\n<em>Jetzt versteht man erst das Motto der Gro&szlig;kundgebung: &ldquo;Respekt f&uuml;r die Demokratie&rdquo;<\/em><br>\n<em>* Im 2008 modifizierten Paragrafen 301 wurde der Begriff T&uuml;rkentum durch das Wort Nation ersetzt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Letzte: &ldquo;Kostenneutral&rdquo; geht immer<\/strong>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130711_hwt_02.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130711_hwt_02_small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/photo.php?fbid=600325800002352&amp;set=a.215048278530108.64538.100000748110148&amp;type=1&amp;ref=nf\">Lothar Boos&rsquo;s Photos auf Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(RS\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-17932","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17932","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=17932"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17932\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17940,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17932\/revisions\/17940"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=17932"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=17932"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=17932"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}