{"id":1796,"date":"2006-10-16T09:38:44","date_gmt":"2006-10-16T07:38:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/v2\/?p=1796"},"modified":"2006-10-17T10:02:40","modified_gmt":"2006-10-17T08:02:40","slug":"hinweise-des-tages-247","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1796","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR+AM)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Thema &bdquo;Unterschicht&ldquo;<\/strong>\n<ul>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>Die SPD entdeckt, dass die Mitte den sozialen Abstieg f&uuml;rchtet<\/strong><br>\nHubertus Heil &uuml;ber die neue Drei-Drittel-Gesellschaft, Probleme der Unterschicht und Fehler des Sozialstaats.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/archiv.tagesspiegel.de\/drucken.php?link=archiv\/15.10.2006\/2834768.asp\">TAGESSPIEGEL<\/a>\n<p><em>Kommentar: Der Generalsekret&auml;r der SPD beklagt die Folgen rot-gr&uuml;ner Politik: <\/em><\/p>\n<blockquote><p>Unsere Gesellschaft droht in eine Drei-Drittel-Gesellschaft zu zerfallen: Das Drittel, dem es richtig gut geht, vererbt alle Chancen an seine Kinder. Dann gibt es die verunsicherte Mitte der Gesellschaft, die den sozialen Abstieg bef&uuml;rchtet. Schlie&szlig;lich das Drittel, das abgeh&auml;ngt ist, die neuen Armen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Zugleich verteidigt er diese Politik: <\/p>\n<blockquote><p>In der SPD gibt es einen wachsenden Stolz &uuml;ber den Mut der rot-gr&uuml;nen Bundesregierung, die &uuml;berf&auml;lligen Reformen anzupacken.<\/p><\/blockquote>\n<p><\/p><\/li>\n<p>F&uuml;r solche Versuche, die W&auml;hler zu t&auml;uschen, fand der SPD-Linke Ottmar Schreiner passende Worte:<\/p>\n<li>\n<blockquote><p>Armut und soziale Ausgrenzung sind nicht &uuml;ber uns gekommen; sie sind das Ergebnis der Politik von Gerhard Schr&ouml;der.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/archiv.tagesspiegel.de\/drucken.php?link=archiv\/15.10.2006\/2838136.asp\">TAGESSPIEGEL<\/a><\/p><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Der missverstandene Nobelpreistr&auml;ger<\/strong><br>\nAls der US-&Ouml;konom Edmund Phelps vor einigen Tagen den Nobelpreis f&uuml;r Wirtschaft gewann, wurde er vielfach als Kritiker des Wohlfahrtsstaats und als Gegner aktiver Arbeitsmarktpolitik dargestellt. Doch diese Deutung ist irref&uuml;hrend und gef&auml;hrlich, schreibt der Volkswirt Willi Semmler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-442425,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em>Kommentar: F&uuml;r den meist stramm neoliberalen SPIEGEL unter Stefan Aust ein ungewohnt nachdenklicher Beitrag zum Thema Sozialstaat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Verantwortung f&uuml;r den Lehrstellenmangel<\/strong><br>\nweisen die Massenmedien den Schw&auml;chsten unserer Gesellschaft zu: den sogenannten &raquo;Lernbeeintr&auml;chtigten&laquo;. Man k&ouml;nne, so t&ouml;nten kommerzielle wie auch &ouml;ffentlich-rechtliche Sender, die Arbeitgeber doch verstehen, wenn sie es ablehnten, infolge mangelhafter schulischer Leistungen unf&auml;hige (und infolge mangelhafter elterlicher Erziehung undisziplinierte) Lehrlinge einzustellen. Unbeachtet bleibt, dass ein gro&szlig;er Teil der Kinder und Jugendlichen heute in Verh&auml;ltnissen aufw&auml;chst, in denen es weder feste Arbeit noch geregelte Arbeitszeiten noch ausreichende Familieneinkommen gibt. Verschwiegen wird, dass nach Angaben der Wohlfahrtsverb&auml;nde zur Zeit jedes sechste Kind in Armut aufw&auml;chst, weil es mit seiner Familie auf Sozialhilfe-Niveau leben muss. Dass Lernbeeintr&auml;chtigung und Verhaltensgest&ouml;rtheit junger Menschen zumeist aus sozialer Benachteiligung erwachsen, schert die Kommentatoren nicht. Die rufen auch nicht Regierungen und Parlamente auf, die Sparma&szlig;nahmen bei Schulen und Bildungseinrichtungen abzubrechen und auf Gegenkurs zu gehen. Nicht die Wirtschaft, nicht die politischen Rahmenbedingungen, nicht unsere Gesellschaft &ndash; nein, die Jugendlichen selbst sollen an ihrem Elend schuld sein!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/textsicht.php?id=2642\">LINKSNET<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Lieben des Merz<\/strong><br>\nImmer unverhohlener sichert sich Friedrich Merz, als Abgeordneter augenscheinlich unterfordert, zus&auml;tzliche Einnahme- und Einflussquellen. &ldquo;Ist er nun vormittags Abgeordneter und nachmittags Lobbyist oder umgekehrt&rdquo; fragt Christian Humborg, bei Tranparency International zust&auml;ndig f&uuml;r politische Korruption. Letztlich aber m&uuml;sse der W&auml;hler entscheiden, wie viel er sich gefallen l&auml;sst. Und der hat Friedrich Merz nun schon dreimal mit einem Direktmandat in den Bundestag geschickt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.f-r.de\/in_und_ausland\/hintergrund\/?em_cnt=986715\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Unsere St&auml;rke ist die Breite<\/strong><br>\nEliteforscher Hartmann prophezeit eine zweigeteilte Universit&auml;tslandschaft mit einem ungleichen Wettbewerb: &bdquo;In 10 Jahren werden wir 25 forschende Unis haben. Die restlichen 75 Unis werden im Kern nur noch ausbilden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2006\/10\/14\/a0050.1\/textdruck\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Evaluierungswahn an den Hochschulen<\/strong><br>\nDie Wissensgesellschaft f&ouml;rdert selten kluges Denken: Der Wiener Philosoph Konrad Paul Liessmann &uuml;ber Reformgeist, verfehlte Bildungspolitik, den Evaluierungswahn und anderes unn&uuml;tzes Wissen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2006\/10\/13\/a0240.1\/textdruck\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Haftung der Manager<\/strong><br>\nOskar Lafontaine &uuml;ber den Einstieg des Staates bei EADS und die Verantwortung der Manager in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-aktuell.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=989141\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Die &Auml;lteren aufs Abstellgleis<\/strong><br>\nDie Unternehmensberatung Roland Berger empfiehlt Jobcentern, &auml;ltere Erwerbslose m&ouml;glichst abzuwimmeln. Intensivere Betreuung soll es nur noch bei Aussicht auf Vermittlung geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2006\/10-14\/054.php?print=1\">Junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Hungerlohn trotz Abschluss<\/strong><br>\n&bdquo;Insgesamt k&ouml;nnen sich die Unternehmen zunehmend auch f&uuml;r geringe L&ouml;hne aus dem Pool der Qualifizierten bedienen&ldquo;, sagte Professor Gerhard Bosch gestern bei der Vorlage einer Studie des Gelsenkirchener Instituts Arbeit und Technik (IAT) zum Thema Mindestl&ouml;hne. Von einer starken Zunahme des Niedriglohnsektors in den vergangenen Jahren h&auml;tten vor allem Geringqualifizierte nur wenig profitieren k&ouml;nnen. In ihrer Studie pl&auml;dieren die Wissenschaftler f&uuml;r die schrittweise Einf&uuml;hrung von Mindestl&ouml;hnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ksta.de\/html\/artikel\/1159354647188.shtml\">K&ouml;lner-Stadt-Anzeiger<\/a><\/li>\n<li><strong>Gegen die Ausbeutung von Praktikanten<\/strong><br>\nDGB reicht Petition beim Bundestag ein. Auch die Berliner IHK will Standards f&uuml;r Praktikanten und eine Mindestverg&uuml;tung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/archiv.tagesspiegel.de\/drucken.php?link=archiv\/14.10.2006\/2836098.asp\">TAGESSPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Angst geht um<\/strong><br>\nDie Stimmung in den Belegschaften von Deutschlands gr&ouml;&szlig;tem IT-Dienstleister T-Systems ist mies. &raquo;Das Unternehmen wird jedes Jahr umgebaut und neu strukturiert &ndash; und dabei geht es nur um Kostenersparnis und Personalabbau&laquo;, kritisierte ver.di-Sekret&auml;r Lehmann. &raquo;Wir kommen mit der Arbeit gar nicht mehr hinterher&laquo;, best&auml;tigte ein Angestellter, der im Bereich &raquo;Remote-Entst&ouml;rung&laquo; t&auml;tig ist. Auch hier lagere der Konzern die Arbeit zunehmend in Billiglohnl&auml;nder wie Ungarn und Indien aus, berichtete er. &raquo;Das einzige, was z&auml;hlt, ist, dass es billiger wird &ndash; die Probleme, die dabei auftauchen, werden ignoriert.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2006\/10-14\/022.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Macho-Vorwurf gegen Allianz-Vorstand<\/strong><br>\nNeue Art von Jobabbau: Der M&uuml;nchener Versicherer soll seine Mitarbeiterinnen aufgefordert haben, Kinder zu kriegen &ndash; damit Stellen gestrichen werden k&ouml;nnen. Frauen sind emp&ouml;rt, demonstrieren d&uuml;rfen sie aber nicht. Der Chef f&uuml;hlt sich missverstanden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2006\/10\/14\/a0097.1\/text.ges,1\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Jedes f&uuml;nfte Windrad im Norden steht still<\/strong><br>\nDer auf dem &ldquo;Energiegipfel&rdquo; der Bundesregierung angek&uuml;ndigte beschleunigte Ausbau erneuerbarer Energien ger&auml;t wegen fehlender Stromleitungen ins Stocken. Die Stromnetze k&ouml;nnen das rapide wachsende Angebot an Windenergie nicht mehr verkraften. Windparks werden immer &ouml;fter abgeschaltet &ndash; auch bei Starkwind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/data\/2006\/10\/14\/1070589.html\">WELT<\/a><\/li>\n<li><strong>Menschenrechts-Experten bekr&auml;ftigen absolutes Folterverbot<\/strong><br>\nDas vom V&ouml;lkerrecht vorgeschriebene absolute Folterverbot ist nicht nur gef&auml;hrdet, sondern de facto bereits abgeschafft &ndash; vor allem durch den Anti-Terror-Kampf der USA. Zu diesem Urteil sind Juristen und Historiker bei einer zweit&auml;gigen Fachtagung in Berlin gelangt. Nun seien Europa und die Gerichte in der Pflicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.f-r.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=989095\">FR<\/a>\n<p>Siehe dazu auch die Pressemitteilung des Veranstalters Amnesty International:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www2.amnesty.de\/internet\/deall.nsf\/AlleDok\/7CE0415C2750AB3CC125720500566FA7?Open\">amnesty.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Friedensnobelpreis<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Erfolgsgeschichte Mikrokredit<\/strong><br>\nKleinkredite haben sich als der sicherste Weg aus der Armut erwiesen. Trotz hoher Zinsen ist die R&uuml;ckzahlquote besser als bei normalen Banken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2006\/10\/14\/a0114.1\/textdruck\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Friedensnobelpreis f&uuml;r einen Banker mit Kleingeld<\/strong><br>\nIn das allgemeine Loblied mischen sich kritische Stimmen, die die Preisvergabe zwar durchaus begr&uuml;&szlig;en, den Vorbildcharakter des Projekts allerdings bestreiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.f-r.de\/in_und_ausland\/hintergrund\/?em_cnt=989118\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Was wir vom Nobelpreistr&auml;ger lernen sollten<\/strong><br>\nW&auml;hrend Yunus daf&uuml;r ausgezeichnet wurde, dass er Finanzdienstleistungen auch f&uuml;r Leute erschwinglich gemacht hat, die sich erst noch aus der Armut befreien m&uuml;ssen, werden bei uns die Finanzdienstleistungen immer mehr zum Tummelplatz der Superreichen.<br>\nDie Folgen sind offensichtlich: Der Kredit ist in allen Industriel&auml;ndern auf dem R&uuml;ckmarsch. W&auml;hrend die Bankkredite an Unternehmen bis 1992 laufend zugenommen haben, sind sie seither von 146 auf 125 Milliarden Franken zur&uuml;ckgegangen. Real gesehen bedeutet das einen R&uuml;ckgang von fast 30 Prozent. Die &laquo;normale&raquo; Wirtschaft mit ihren oft tiefen Margen und harten Preisk&auml;mpfen ist f&uuml;r die vornehmen Banken eine fremde Welt geworden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blick.ch\/news\/wirtschaft\/vontobel\/artikel47026?layout=popup\">BLICK<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Briten sch&uuml;tzen sich vor US-Regulierung<\/strong><br>\nDie britische Regierung will mit einem neuen Gesetz verhindern, dass die Londoner B&ouml;rse unter den Hammer der amerikanischen Finanzmarkt-Regulierung ger&auml;t. London hat bisher indirekt von der US-amerikanischen SOX-Gesetzgebung profitiert. Eine Reihe von ausl&auml;ndischen Unternehmen hat sich in den letzten Jahren gegen eine B&ouml;rsenkotierung in New York entschieden und London den Vorzug gegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/2006\/10\/13\/bm\/articleEKCST.print.html\">NZZ<\/a>\n<p><em>Kommentar: Deregulierungswettbewerb allerorten. Der Sarbanes-Oxley Act of 2002 (SOX) ist ein US-Gesetz zur Verbesserung der Unternehmensberichterstattung in Folge der Bilanzskandale von Unternehmen wie Enron oder Worldcom. Ziel des Gesetzes ist es, das Vertrauen der Anleger in die Richtigkeit der ver&ouml;ffentlichten Finanzdaten von Unternehmen wiederherzustellen. (siehe Wikipedia).<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Debatte um eine unipolare Weltordnung ist vorbei. Die USA sind nur noch eine Macht unter mehreren.<\/strong><br>\nHeute sieht sich der Westen mit einer rasanten Expansion chinesischen &ouml;konomischen und politischen Einflusses konfrontiert, w&auml;hrend die USA auf einem Tiefstand ihrer &ldquo;Soft Powers&rdquo; angelangt sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/121086.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Eine soziale Stadt ist nicht b&ouml;rsenf&auml;hig<\/strong><br>\nLutz Freitag, Pr&auml;sident des Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmer, warnt vor Reits. Bundesfinanzminister Peer Steinbr&uuml;ck (SPD) verfolgt trotz Gegenwind aus der SPD weiter die Pl&auml;ne in Deutschland Real Estate Investment Trusts (Reits) &ndash; an der B&ouml;rse notierte Immobilienfirmen &ndash; ab dem n&auml;chsten Jahr zuzulassen.(Interview)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.f-r.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=990052&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell&amp;em_ivw=fr_wirstart&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Berlin soll alle Wohnungen verkaufen<\/strong><br>\nFinanzsenator Sarrazin will durch Privatisierung 4,1 Milliarden Euro einnehmen \/ SPD-Politiker rechnet nicht mit Mietanstieg \/ Reiche Bundesl&auml;nder kritisieren Haushaltspolitik des Senats<br>\nBERLIN. Vor der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts &uuml;ber finanzielle Nothilfen f&uuml;r Berlin macht sich Finanzsenator Thilo Sarrazin f&uuml;r den Totalverkauf der st&auml;dtischen Wohnungsbaugesellschaften stark. &ldquo;Hinreichende Argumente gegen die Privatisierung &ouml;ffentlicher Wohnungsbest&auml;nde gibt es nicht&rdquo;, hei&szlig;t es in einem internen Papier des SPD-Politikers, das der Berliner Zeitung vorliegt. Rund 4,1 Milliarden Euro k&ouml;nnte das Land durch den Verkauf der sechs st&auml;dtischen Gesellschaften einnehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/print\/politik\/595057.html\">BerlinOnline<\/a><\/li>\n<li><strong>Drastischer Mitgliederschwund bei SPD und CDU<\/strong><br>\nBei SPD und CDU sind die Mitgliederzahlen weiter deutlich zur&uuml;ckgegangen. Seit dem Start der Gro&szlig;en Koalition verloren beide Parteien erneut fast 40.000 Beitragszahler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,442712,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em>Anmerkung: Ich bin schon gespannt, wie die Parteien den Mitgliederschwund erkl&auml;ren wollen. Wozu braucht man noch Mitglieder, die st&ouml;ren nur bei der Interessen-orientierten Politik der Parteieliten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Counterspinner<\/strong><br>\nDie Medien-Watchdog-Organisation FAIR versteht sich seit 20 Jahren als Vork&auml;mpfer der Antizensur in den USA. Und ist heute wichtiger denn je<br>\nAus New York<br>\n<a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2006\/10\/16\/a0129.1\/textdruck\">Adrienne Woltersdorf<\/a>\n<p><em>AM: Na ja, wir versuchen es mit den NachDenkSeiten auch.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Mindestlohn<\/strong><br>\n&hellip;muss unterschiedliche Gegebenheiten ber&uuml;cksichtigen, meint das Institut Arbeit und Technik<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news?print=1&amp;id=178886\">idw-online<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Exzellenzinitiative bedeutet das Ende der Volluniversit&auml;t<\/strong><br>\n(leider ohne link aber interessant:)<br>\nIn der SZ steht im Feuilleton von Johan Schloemann ein Text unter der &Uuml;berschrift : Die Exzellenzinitiative bedeutet das Ende der Volluniversit&auml;t &ndash; wo u.a. zu lesen ist : Gewiss hat also der Pr&auml;sident des Wissenschaftsrates recht, wenn er feststellt : Die Exzellenzinitiative habe eine Hebelwirkung, &ldquo;die weit &uuml;berproportional zu den eingesetzten Mitteln ist&rdquo;. Dieser Hebel kann auch nicht ohne Auswirkungen auf den ohnehin beweglicher werdenden F&auml;cherkanon bleiben. Wenn n&auml;mlich Reputation nicht mehr langfristig geschaffen , sondern kurzfristig beantragt wird, dann gibt es immer weniger &Uuml;bereinstimmung, welche Themen und F&auml;cher nicht nur n&uuml;tzlich, sondern auch notwendig sind.. Letzteres , die Notwendigkeit, lie&szlig; sich ja bislang schon nicht zweifelsfrei beweisen, ja die Wissenschaft wehrte sich mit Recht gegen eine solche Beweispflicht &ndash; vielmehr brauchte es eine gewisse disziplin&auml;re Eigenentwicklung und Institutionalisierung, um die Unentbehrlichkeit glaubhaft zu machen. Noch verteidigt der Heidelberger Universit&auml;tspr&auml;sident seinen gescheiterten Antrag : &ldquo;Wir werden das Prinzip Volluniversit&auml;t nicht nach 620 Jahren aufgeben, das tun ja auch Harvard und Stanford nicht&rdquo;. Aber wie lange l&auml;sst sich das durchhalten, wenn das &Uuml;bergewicht projektbezogener F&ouml;rderung immer gr&ouml;&szlig;er wird?<br>\nSp&auml;testens wenn diese Wirkungen der Parallelwelten an den Universit&auml;ten der Wissenschaftspolitik aufgefallen sind, wird man merken, dass zwischen dem volkswirtschaftlichen Ziel, noch mehr junge Leute studieren zu lassen und der gew&uuml;nschten Eliteforschung ein struktureller Widerspruch besteht. Die Exzellenzinitiative l&ouml;st ihn nicht, sie l&auml;sst ihn weiter klaffen.<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR+AM)<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-1796","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1796","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1796"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1796\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1796"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1796"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1796"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}