{"id":18002,"date":"2013-07-18T08:40:14","date_gmt":"2013-07-18T06:40:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18002"},"modified":"2013-07-18T08:40:14","modified_gmt":"2013-07-18T06:40:14","slug":"hinweise-des-tages-1924","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18002","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18002#h01\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18002#h02\">Bankenrettung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18002#h03\">Millionen-Geschenk f&uuml;r Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18002#h04\">Gustl Mollath erringt auch einmal einen Teilerfolg vor Gericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18002#h05\">Werner R&uuml;gemer: Ausgefeilte Knast&ouml;konomie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18002#h06\">Deutsche r&uuml;sten t&uuml;rkische Polizei auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18002#h07\">&ldquo;Atmosph&auml;re der H&ouml;rigkeit&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18002#h08\">Unser t&auml;glich Gift<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18002#h09\">Deutschland: Autobahn w&auml;chst, Schiene schrumpft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18002#h10\">Europ&auml;ische Stromerzeugung nach 2020: Beitrag erneuerbarer Energien nicht untersch&auml;tzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18002#h11\">Air Berlin geht zu Bertelsmann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18002#h12\">Piloten drohen Ryanair mit Streik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18002#h13\">Digitale Tagel&ouml;hner: Davon kann niemand leben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18002#h14\">Bye bye Netzneutralit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18002#h15\">Kaum Schutz vor Korruption in Redaktionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18002#h16\">Weichgesp&uuml;lte Empfehlungen des Wissenschaftsrats<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18002#h17\">Bildungsministerin verschlie&szlig;t die Augen vor dem Problem mit Masterstudienpl&auml;tzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18002#h18\">Versetzung gef&auml;hrdet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18002#h19\">Karrierestart mit Schuldenberg<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18002&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Friedrich erkl&auml;rt Sicherheit zum &ldquo;Supergrundrecht&rdquo;<\/strong><br>\nInnenminister Friedrich will, dass die Deutschen selbst mehr f&uuml;r den Datenschutz tun. Mit Blick auf &Uuml;berwachungsprogramme betonte er, dass die Sicherheit der B&uuml;rger Vorrang vor anderen Rechten habe.<br>\n&ldquo;Sicherheit ist ein Supergrundrecht&rdquo;, sagte Friedrich nach einer Sondersitzung des Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKGr) des Bundestages. Im Vergleich mit anderen Rechten sei sie herauszuheben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article118110002\/Friedrich-erklaert-Sicherheit-zum-Supergrundrecht.html\">welt.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> &bdquo;Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.&ldquo; Benjamin Franklin<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Mission Creep: When Everything Is Terrorism<\/strong><br>\nNSA apologists say spying is only used for menaces like &ldquo;weapons of mass destruction&rdquo; and &ldquo;terror.&rdquo; But those terms have been radically redefined.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theatlantic.com\/politics\/archive\/2013\/07\/mission-creep-when-everything-is-terrorism\/277844\/\">The Atlantic<\/a><\/li>\n<li><strong>Nichts zu verbergen?<\/strong><br>\nWenn Regierungen Informationen sammeln oder auswerten reagieren die meisten Leute sorglos, weil sie ja nichts zu verbergen h&auml;tten und das nur dann ein Problem ist, wenn man irgendwas falsch gemacht hat. Wenn man was falsch gemacht hat verdient man auch nicht, das zu verbergen.<br>\nDas Problem an diesem Argument &bdquo;nichts zu verbergen&ldquo; ist, dass es vom Thema ablenkt. Das Thema hei&szlig;t Privatsph&auml;re. Mit dieser Ablenkung werden aber in der Gesellschaft Eingriffe in die Privatsph&auml;re gerechtfertigt, mit der sich das Argument inhaltlich gar nicht besch&auml;ftigt. Viel mehr spricht es ihr von vorne herein die Existenzberechtigung ab. Denn wer nichts zu verbergen hat, braucht sich nicht vor dem Entdeckt werden f&uuml;rchten.<br>\nViele der Repliken bewegen sich ebenfalls jenseits des eigentlichen Punkts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linuxmintusers.de\/index.php?PHPSESSID=b31c4b7f294a4c0203283d94ff506d1b&amp;topic=12813.msg135793#msg135793\">LinuxMintUser.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Email exchange between Edward Snowden and former GOP Senator Gordon Humphrey<\/strong><br>\n&lsquo;I believe you have done the right thing in exposing what I regard as massive violation of the United States constitution&rsquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/commentisfree\/2013\/jul\/16\/gordon-humphrey-email-edward-snowden\">the guardian<\/a><\/li>\n<li><strong>Ex-Pr&auml;sident Carter verdammt US-Schn&uuml;ffelei<\/strong><br>\nDie Regierung Obama versucht, Europas &Auml;rger &uuml;ber Sp&auml;hprogramme abzuwiegeln. Nicht so Ex-Pr&auml;sident Jimmy Carter: Der Demokrat attackiert die US-Geheimdienste scharf. Die Aufdeckung durch Whistleblower Snowden sei &ldquo;n&uuml;tzlich&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/nsa-affaere-jimmy-carter-kritisiert-usa-a-911589.html\">Spiegel-Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Bankenrettung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Banken bekommen immer noch Milliarden-Hilfen<\/strong><br>\nIn der Eurokrise sind die Kosten f&uuml;r den Steuerzahler noch &uuml;berhaupt nicht abzusehen &ndash; nicht einmal f&uuml;r die Bankenrettung nach der Finanzkrise ist die Rechnung fertiggestellt. Noch st&uuml;tzt der Bund mehrere Banken.<br>\nDeutschlands Steuerzahler haben in der heimischen Bankenbranche noch immer Milliarden an Rettungsgeldern im Feuer. Auf rund 18,2 Milliarden Euro (Stand 30.6.) summieren sich die Hilfen des Bankenrettungsfonds Soffin nach j&uuml;ngsten Angaben der Bundesanstalt f&uuml;r Finanzmarktstabilisierung (FMSA). Ende 2012 hatten sich die aus Steuergeldern finanzierten Garantien und Kapitalhilfen noch auf 22,5 Milliarden Euro belaufen&hellip;<br>\nDer L&ouml;wenanteil der noch ausgereichten Gelder sind rund 17,1 Milliarden Euro Eigenkapitalhilfen. Diese verteilen sich auf Hypo Real Estate (HRE\/9,8 Milliarden Euro), Commerzbank (5,1 Milliarden Euro), die WestLB-Nachfolgerin Portigon (2,0 Mrd Euro) und den Wiesbadener Immobilienfinanzierer Aareal Bank (300 Millionen Euro). Die D&uuml;sseldorfer Hypothekenbank nutzt einen Garantierahmen von 1,1 Milliarden Euro.<br>\nDas Engagement ist riskant: Seit seiner Gr&uuml;ndung im Zuge der Finanzkrise Ende Oktober 2008 bis zum Abschluss des vergangenen Jahres h&auml;ufte der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (Soffin) 21,5 Milliarden Euro Verlust an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/banken\/rettungsfonds-soffin-banken-bekommen-immer-noch-milliarden-hilfen\/8502188.html\">Wirtschaftswoche<\/a><\/li>\n<li><strong>Lucas Zeise: Wer &uuml;ber die Bankrettung entscheidet<\/strong><br>\nVerzeihung &ndash; es geht hier schon wieder um die greuliche Bankenunion, jenes Projekt, das die Staatsgarantie f&uuml;r die Geldh&auml;user von der nationalen auf die europ&auml;ische Ebene hieven soll. Dazu hat EU-Kommissar Michel Barnier in der vergangenen Woche einen Vorschlag gemacht. Darin steht, da&szlig; die EU-Kommission k&uuml;nftig entscheiden soll, ob eine Bank in Finanznot abgewickelt, verkauft, oder mit Hilfe von Staatsknete gerettet werden soll.&nbsp; In der Bundesrepublik funktioniert das so: Hier hat der Finanzminister der CDU\/CSU\/SPD-Koalition, ein gewisser Peer Steinbr&uuml;ck, ab Ausbruch der Finanzkrise 2007 entschieden, jede Bank in Deutschland, die in Pleitegefahr geriet, mit sehr viel Geld aus dem Staatss&auml;ckel zu retten. Steinbr&uuml;ck tat dies nat&uuml;rlich in Absprache mit seiner Kanzlerin Angela Merkel, die ihrerseits ganz Ohr f&uuml;r die Bed&uuml;rfnisse der Banker nach frischem Geld war. Die beiden (und ihre Zuarbeiter) handelten konsequent. Da wurde nicht gefragt, ob eine Bank gro&szlig; (wie die Dresdner Bank) oder klein (wie die IKB), systemwichtig (wie die Commerzbank) oder nicht (wie die Hypo Real Estate-HRE) war, da wurden Milliarden, nein Hunderte von Milliarden Euro schnell und unb&uuml;rokratisch verteilt. Der heutige Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble w&uuml;rde genauso handeln. Daf&uuml;r spricht das von der noch amtierenden Bundesregierung verabschiedete &raquo;Gesetz zur Reorganisation von Kreditinstituten&laquo;. Es hat den deutschen Staat nicht nur faktisch sondern auch dem Gesetz nach verantwortlich f&uuml;r die fortdauernde Existenz der hier residierenden Banken gemacht. Daf&uuml;r wurde &ndash; und das stand bei der &ouml;ffentlichen Darstellung des Gesetzes nat&uuml;rlich im Vordergrund &ndash; ein Fonds etabliert, in den die Institute nun einzahlen und aus dem vielleicht in 50 Jahren die Rettung einer popeligen Kleinbank wie die IKB bezahlt werden k&ouml;nnte. Der Ausflug in die j&uuml;ngere Geschichte soll zeigen, da&szlig; Sch&auml;uble ausnahmsweise gute Gr&uuml;nde hat, wenn er Barniers Vorschlag ablehnt. (Er hat auch schlechte, sozusagen typische Sch&auml;uble-Gr&uuml;nde: Vor der Bundestagswahl darf sichtbar kein Cent aus deutschen Steuerkassen an Nichtdeutsche flie&szlig;en; Sondervorteile f&uuml;r deutsche Banken und Unternehmen w&uuml;rden entfallen.) Sch&auml;uble wei&szlig;, da&szlig; die institutionalisierte Bankenrettung in Europa das zweite riesige Ausfalltor f&uuml;r Geld aus dem Bundeshaushalt darstellt. Ist die Bankenunion einmal da, werden viele Euros flie&szlig;en. Geht es beispielsweise um die Frage, ob eine mittelgro&szlig;e Bank gerettet werden soll &ndash; also um gro&szlig;e Summen, f&uuml;r die HRE wurden mehr als 100 Milliarden Euro aufgewendet &ndash; wird kein Euro-Gremium die Rettung verweigern und die Kommission schon gar nicht. &ndash; Wenn die Akteure sich nicht dar&uuml;ber einigen k&ouml;nnen, wer entscheidet, w&auml;chst bei unsereinem die Hoffnung, da&szlig; das Projekt scheitert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/07-13\/028.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Eine Gegenposition vertritt Sven Giegold in seinem Artikel &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/gastbeitraege\/gastbeitrag-rettet-die-bankenunion\/v_detail_tab_print\/8474214.html\">Rettet die Bankenunion! &ndash; Eine Bankenunion w&uuml;rde die Institute zwingen, notleidende Kredite abzuschreiben<\/a>. Eine europaweite Einlagensicherung k&ouml;nnte einen Ansturm im Pleitefall verhindern. Doch Deutschland verhindert beides.&rdquo; &ndash; Nur stehen die entscheidenden Aussagen bezeichnenderweise im Konjunktiv. &ldquo;&hellip; eine neue, unvoreingenommene europ&auml;ische Aufsicht h&auml;tte keine Angst, durch ein hartes Vorgehen auf fr&uuml;heres eigenes Versagen als Aufseher hinzuweisen. Sie w&uuml;rde die Banken zwingen, notleidende Kredite abzuschreiben. Wenn diese Banken dann insolvent w&uuml;rden, w&uuml;rde eine neue europ&auml;ische Restrukturierungsbeh&ouml;rde sie dank eines neuen europ&auml;ischen Bankenabwicklungsrechts entweder effizient abwickeln oder mittels eines neuen europ&auml;ischen, aus einer Bankenabgabe gespeisten, Abwicklungsfonds in eine &bdquo;Good Bank&ldquo; und eine &bdquo;Bad Bank&ldquo; aufspalten und die systemnotwendigen Teile weiterf&uuml;hren. Und damit die Kunden der Bank ihre Gelder nicht abziehen, w&uuml;rde ein neues europaweites Einlagensicherungssystem daf&uuml;r sorgen, dass es keinen panikartigen Ansturm auf Banken mehr gibt.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Das beginnt bereits mit der Vorstellung der Kommission, die letztlich am Dr&uuml;cker sitzen soll, als einer Art guter und gerechter K&ouml;nig (&ldquo;eine neue, unvoreingenommene europ&auml;ische Aufsicht&rdquo;). Es gibt keine europ&auml;ische Institution, die so willf&auml;hrig den Interessen des Gro&szlig;kapitals gedient hat. Das Wei&szlig;buch zum Binnenmarktprogramm ist praktisch die Kopie eines Papieres des ERT (European Round Table of Industrialists) und hat die versprochenen gesamtwirtschaftlichen Erfolge (Wachstum und Besch&auml;ftigung) in keiner Weise gezeitigt. Oder: Die mit gro&szlig;em Eifer betriebene Erweiterung der Eurozone durch die Kommission ignoriert eine grundlegende Erkenntnis der &lsquo;scientific community&rsquo;, jenseits aller bestehenden Streitigkeiten zu diesem Thema: Einige L&auml;nder wurden zu fr&uuml;h in die W&auml;hrungsunion aufgenommen. Stattdessen werden &auml;rmste, &auml;u&szlig;erst wettbewerbsschwache L&auml;nder in die vor Schwierigkeiten platzende W&auml;hrungsunion aufgenommen. Lettland wird als neoliberaler Mustersch&uuml;ler geradezu gefeiert, dabei wird dieses sich als Steueroase gerierendes Land und einem &ldquo;pl&ouml;tzlich&rdquo; anwachsenden Handelsbilanzdefizit bald der n&auml;chste Rettungsfall f&uuml;r die Eurozone. &ndash; Nein, die durch kaum ein demokratisches Element kontrollier Kommission ist wie der durch eine &ldquo;Bankenabgabe gespeiste, Abwicklungsfonds&rdquo; (das w&uuml;rden in 10 Jahren etwa 60 Mrd. Euro sein) ein schlechter Witz.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Studie zur Bankenrettung in den Krisenl&auml;ndern &ndash; 35 Milliarden Euro Kosten durch fehlende Gl&auml;ubigerbeteiligung<\/strong><br>\nDie europ&auml;ische Bankenrettung ist eine fiskalische Katastrophe. Allein bei sieben Bankenrettungen in Europa h&auml;tten zusammen 35 Milliarden Euro Steuergelder gespart werden k&ouml;nnen. In Spanien w&auml;re europ&auml;isches Rettungsgeld ganz unn&ouml;tig gewesen, h&auml;tte man fr&uuml;hzeitig Gl&auml;ubiger an Verlusten beteiligt. Schuld sind die nationalen Regierungen, aber auch das miserable Krisenmanagement von Eurogruppe, Kommission, EZB und IWF.<br>\nDas ist das Ergebnis einer detaillierten Analyse von Bilanzen der Krisenbanken, die im Auftrag der gr&uuml;nen Fraktionen im Bundestag und Europaparlament von Hans Joachim D&uuml;bel (<a href=\"http:\/\/www.finpolconsult.de\/\">Finpolconsult<\/a>) erarbeitet wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gruene-europa.de\/studie-zur-bankenrettung-in-den-krisenlaendern-10390.html\">Europagruppe der Gr&uuml;nen<\/a>\n<p><em>Eine kurze Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse finden Sie <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2013\/studie-zur-glaubigerbeteiligung-wahrend-der-finanzkrise\/\">auf den Seiten von Sven Giegold<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Millionen-Geschenk f&uuml;r Griechenland<\/strong><br>\nDas Geld kommt von der staatlichen F&ouml;rderbank KfW. Sie soll ein 100 Millionen Euro Darlehn an einen neu zu gr&uuml;ndenden F&ouml;rderfonds f&uuml;r die griechische Wirtschaft vergeben. Die Kredite sind f&uuml;r griechische Mittelst&auml;ndler bestimmt. Eines der dr&auml;ngendsten Probleme der Euro-Krisenl&auml;nder besteht darin, dass Mittelst&auml;ndler nur noch zu sehr hohen Zinsen Kredite bekommen. Die KfW-Kredite haben jedoch einen Haken: Ihr Ausfallrisiko tr&auml;gt der Bund. Anders als bei Krediten, die &uuml;ber den Euro-Rettungsschirm vergeben werden, muss bei den KfW-Krediten nicht der Bundestag zustimmen. Die offizielle Sprachregelung des Bundesfinanzministeriums lautet: Der Bundestag werde beteiligt, sprich die Abgeordneten werden informiert, stimmen aber vermutlich nicht direkt ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/schaeuble-reist-nach-athen-millionen-geschenk-fuer-griechenland\/8508208.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Gustl Mollath erringt auch einmal einen Teilerfolg vor Gericht<\/strong><br>\nDas Oberlandesgericht Bamberg h&auml;lt eine neue Pr&uuml;fung des Falls Mollath f&uuml;r n&ouml;tig. Ein Teilerfolg f&uuml;r Gustl Mollath, der seit Jahren gegen seinen Willen in der Psychiatrie untergebracht ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/gustl-mollath-mollath-erringt-teilerfolg-vor-gericht,1472596,23736406.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Werner R&uuml;gemer: Ausgefeilte Knast&ouml;konomie<\/strong><br>\nDie Justizvollzugsanstalt (JVA) H&uuml;nfeld im Kreis Fulda ist das fr&uuml;heste &raquo;Public Private Partnership&laquo;-Projekt dieser Art in Deutschland. Privatisierte und teilprivatisierte Gef&auml;ngnisse gab es bis dahin nur in den USA und Gro&szlig;britannien. Der hessische Ministerpr&auml;sident Roland Koch (CDU) lobte bei der Einweihung am 7. Dezember 2005: &raquo;Ab sofort steht dem hessischen Strafvollzug in H&uuml;nfeld eine der modernsten, wirtschaftlichsten und sichersten Justizvollzugsanstalten Deutschlands zur Verf&uuml;gung.&laquo; Der Rechtausschu&szlig; des Landtags reiste eigens nach Gro&szlig;britannien, um das dort nach dem Muster von Public Private Partnership (PPP) privatisierte Gef&auml;ngnis Doncaster zu besichtigen. Im Januar 2000 berichtete die Arbeitsgruppe: Vollprivatisierung ist in Deutschland verfassungsrechtlich leider nicht m&ouml;glich, machbar sei nur eine Teilprivatisierung, und zwar nach Art der PPP. Die Bef&uuml;rworter behaupten bekanntlich seit Kanzler Gerhard Schr&ouml;ders (SPD) Zeiten, der das Muster seines damaligen sozialdemokratischen Amtskollegen Tony Blair aus Gro&szlig;britannien abgekupfert hatte: PPP sei f&uuml;r Staat und Kommunen finanziell und im Service wesentlich g&uuml;nstiger und diene zudem der Haushaltssanierung. Der Hessische Rechnungshof erstellte einen Kriterienkatalog, wonach die Kosten f&uuml;r einen herk&ouml;mmlichen staatlichen Gef&auml;ngnisbetrieb auf l&auml;ngere Sicht genau errechnet werden. Die Landesregierung &auml;nderte jedoch mit Hilfe von Alfen Consult ohne Begr&uuml;ndung den Kriterienkatalog. Ergebnis: Das Angebot des privaten Betreibers ergebe gegen&uuml;ber einem voll &ouml;ffentlichen Betrieb einen Kostenvorteil von 15 Prozent, also j&auml;hrlich 750000 Euro.<br>\n2012, vor der Neuausschreibung der privaten Dienstleistungen, untersuchte der Hessische Rechnungshof die Auftragsvergabe von 2003 und die seitherigen Erfahrungen. Die Ergebnisse waren verhalten formuliert, aber vernichtend. Das erste deutsche PPP-Projekt im Bereich Gef&auml;ngnisse, die JVA H&uuml;nfeld, sollte ein &raquo;Leuchtturmprojekt&laquo; werden. Es wurde wunschgem&auml;&szlig; in den Medien auch au&szlig;erhalb Hessens &ndash; FAZ, Handelsblatt und Welt vorneweg &ndash; als bundesweites Modell angepriesen. Tats&auml;chlich waren einige Landesregierungen diesem Vorbild gefolgt. Auch bei diesen Unternehmungen zeigten sich &auml;hnlich desastr&ouml;se Ergebnisse. Einige wurden gestoppt oder aufgegeben, andere werden wie bisher in Hessen verbissen fortgef&uuml;hrt.<br>\nIm Mai 2010 gab Roland Koch seinen R&uuml;cktritt als hessischer Ministerpr&auml;sident bekannt. Er hatte keine Lust mehr. Alle seine Leuchtt&uuml;rme waren ins Wanken geraten oder fielen gar in sich zusammen. Da blieb nur noch eine L&ouml;sung &ndash; der Privatisierungsfundamentalist ging dorthin, wo das Leben f&uuml;r einen solchen Politiker noch Spa&szlig; macht: in einen richtigen kapitalistischen Konzern, zu Bilfinger. Der war dem Exministerpr&auml;sidenten wegen Auftr&auml;gen am Flughafen Frankfurt am Main her gut bekannt und, nicht zuletzt, war Bilfinger Marktf&uuml;hrer bei PPP-Projekten. Die Folgekosten seiner und seiner Freunde Tr&auml;ume zahlen die B&uuml;rger &uuml;ber die von Koch durchgesetzte &raquo;Schuldenbremse&laquo;. Auch das geh&ouml;rt zu diesem Traum. Und da&szlig; er jetzt direkt am Hebel sitzt, dort, wo das hinausgeworfene Geld der B&uuml;rger schlie&szlig;lich landet. Ach so: Koch hat angek&uuml;ndigt, da&szlig; Bilfinger jetzt den Konzernbereich PPP ganz verkauft &ndash; er bringt zuviel &Auml;rger und schadet dem Image.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/07-15\/004.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wenn man sich die voraussehbaren aber von der hessischen Landesregierung nicht aufgef&uuml;hrten Kosten und die weitere M&auml;ngelliste, ja Betrugsvorw&uuml;rfe&nbsp; des Rechnungshofs durchliest, m&ouml;chte man am liebsten Strafverfahren f&uuml;r verantwortungslose Politiker fordern, wie sie j&uuml;ngst der britischer Premierminister f&uuml;r Banker forderte: &ldquo;Strafen, auch vor Gericht, f&uuml;r Banker, die sich verantwortungslos verhalten, da sage ich ja.&rdquo; Allein schon die Verl&auml;ngerung des Vertrages mit der Serco GmbH, trotz ihrer mehr als schlechten Performance zeigt eine beachtliche kriminelle Energie auf. Man wollte den Eindruck vermeiden, dass die Serco nach der dritten Ausschreibung zum dritten Mal die privaten Dienstleistungen H&uuml;nfeld &uuml;bernehmen w&uuml;rde und was machte man: &ldquo;Dieses Problem wurde mehr oder weniger &raquo;elegant&laquo; dadurch umgangen, da&szlig; sich Serco Deutschland vom englischen Mutterunternehmen rechtlich trennte und seitdem mit gleichem Personal als Steep GmbH weitermacht. Die Berater der K&ouml;lner Gro&szlig;kanzlei G&ouml;rg und der Alfen Consult machten im Auftrag der Landesregierung dieses Verfahren juristisch und kalkulatorisch passend. Auch hier k&ouml;nnte man von Betrug sprechen, aber Konzernjuristen nennen das eine &raquo;rechtliche Gestaltung&rdquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deutsche r&uuml;sten t&uuml;rkische Polizei auf<\/strong><br>\nDie Bundesregierung l&auml;sst seit Jahren die Sicherheitskr&auml;fte der T&uuml;rkei schulen und ausstatten. Trotz der Gewalt gegen Demonstranten h&auml;lt sie daran fest. Die Linkspartei fordert das Ende dieser Unterst&uuml;tzung.<br>\nMehrfach hat sich Kanzlerin Angela Merkel dieser Tage emp&ouml;rt &uuml;ber die Polizeigewalt gegen Demonstranten in der T&uuml;rkei ge&auml;u&szlig;ert. &bdquo;Es gab schreckliche Bilder, auf denen man sehen konnte, dass viel zu hart vorgegangen wurde&ldquo;, sagte sie und forderte einen &bdquo;verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen Umgang mit Demonstranten&ldquo;. Nun stellt sich heraus, dass die t&uuml;rkische Polizei bei der Niederschlagung der Proteste in Istanbul auf Ausr&uuml;stung und Erfahrungen aus Deutschland zur&uuml;ckgreifen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik\/proteste-gegen-erdogan-deutsche-ruesten-tuerkische-polizei-auf,10808018,23734092.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&ldquo;Atmosph&auml;re der H&ouml;rigkeit&rdquo;<\/strong><br>\n&ldquo;Polizisten sagen nicht gegen andere Polizisten aus&rdquo;, sagt der Soziologe und ehemalige Polizeibeamte Rafael Behr im Gespr&auml;ch mit Kontext.<br>\nPrinzipiell gilt ein Ehrenkodex in der Kultur der Polizei: Kollegen werden weder an Vorgesetzte verraten noch anderen Instanzen ausgeliefert. Die Loyalit&auml;t untereinander ist gr&ouml;&szlig;er als die gegen&uuml;ber der Integrit&auml;t der Polizei. Polizisten wissen, dass sie als Zeugen die Wahrheit sagen m&uuml;ssen, andererseits gilt: Wir liefern keine Kollegen aus, wir sind eine solidarische Gefahrengemeinschaft, die zusammenh&auml;lt&hellip;<br>\nViele Polizisten bedienen sich eines Kompromisses. Sie sagen: Nichts gesehen, geh&ouml;rt, gerade weggeguckt, nicht genau gesehen. Sie bedienen sich, moralisch gesehen, einer Halbwahrheit oder Halbl&uuml;ge, um Kollegen zu sch&uuml;tzen. Menschlich verst&auml;ndlich, rechtsstaatlich besch&auml;mend&hellip;<br>\n&ldquo;Ist mir egal, wie alt ein Demonstrant ist, wenn ich ihn drei Mal auffordere zu gehen, und er ist immer noch da, ist das ein Straft&auml;ter.&rdquo; So funktioniert das: Die Polizei macht aus Demonstranten Straft&auml;ter, durch Nichtbefolgung polizeilicher Weisungen. Dann greifen die Schemata, ohne die Situation zu sehen und den, der mir gegen&uuml;bersteht&hellip;.<br>\nTraditionell so, dass sich Staatsanw&auml;lte mit Polizisten verbunden f&uuml;hlen, den Schulterschluss suchen. Das hat sich in den vergangenen Jahren allerdings ge&auml;ndert, weil die Herkunftsmilieus von Staatsanw&auml;lten sich ver&auml;ndert haben&hellip;<br>\nStaatsanwaltschaften und Polizei sind sogenannte Closed Shops.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/pulsschlag\/120\/atmosphaere-der-hoerigkeit-1303.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Unser t&auml;glich Gift<\/strong><br>\nImmer mehr Wissenschaftler sehen einen Zusammenhang zwischen der Zunahme von Krebserkrankungen, Immunschw&auml;chen, Diabetes, neurologischen Erkrankungen und der sich ver&auml;ndernden Ern&auml;hrung der Menschen. Der Wunsch, immer mehr Lebensmittel herzustellen und sie f&uuml;r l&auml;ngere Zeit haltbar zu machen, hat zu einem starken Anstieg von chemischen Zus&auml;tzen in der Nahrung gef&uuml;hrt. Nahrungsmitteln zu verarbeiten. Filmemacherin Marie-Monique Robin hat recherchiert, unter welchen Bedingungen Lebensmittel produziert, verarbeitet und konsumiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arte.tv\/de\/programm\/244,broadcastingNum=1558334,day=4,week=29,year=2013.html?fromRSS=true\">arte (video)<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wiederholungen: 18.07.2013 um 08:55 und 22.07.2013 um 09:00<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Deutschland: Autobahn w&auml;chst, Schiene schrumpft<\/strong><br>\nEuropas Schienennetz ist in den Jahren von 2000 bis 2011 geschrumpft, w&auml;hrend zur gleichen Zeit das Autobahnnetz gewachsen ist. Das geht aus k&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlichten Zahlen der EU-Kommission hervor. Den Abbau seiner Bundesschienenwege (minus 8 Prozent) trieb  Deutschland weit schneller voran als der EU-Durchschnitt (minus 2 Prozent).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.allianz-pro-schiene.de\/\">Allianz pro Schiene<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Europ&auml;ische Stromerzeugung nach 2020: Beitrag erneuerbarer Energien nicht untersch&auml;tzen<\/strong><br>\n&hellip;Ein vom DIW Berlin durchgef&uuml;hrter Vergleich aktueller Sch&auml;tzungen zeigt, dass von Seiten der Kommission die Kosten von Atomenergie und CO2-Abscheidung systematisch untersch&auml;tzt werden, w&auml;hrend die Kosten von erneuerbaren Energien &uuml;bersch&auml;tzt<br>\nwerden. Dies gilt insbesondere f&uuml;r die Fotovoltaik, deren Kapitalkosten heute bereits zum Teil unterhalb der Werte liegen, die die Kommission f&uuml;r 2050 erwartet. Im Gegensatz zu den erneuerbaren Energien k&ouml;nnen weder die Atomkraft noch die CO2-Entsorgung zu vertretbaren Kosten eine tragende Rolle im k&uuml;nftigen europ&auml;ischen Strommix spielen. Es ist daher unerl&auml;sslich, dass Europa konsequent auf den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien setzt. Dazu ist es notwendig, dass anspruchsvolle Ziele f&uuml;r erneuerbare Energien f&uuml;r das Jahr 2030 definiert werden, kombiniert mit klaren Emissionsreduktions- und Effizienzzielen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.424628.de\/13-29.pdf\">DIW [PDF &ndash; 432 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/umwelt\/2181189\/\">Der vermeintlich billige Strom aus Kohle und Kernkraft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Air Berlin geht zu Bertelsmann<\/strong><br>\n300 Mitarbeiter des Service arbeiten k&uuml;nftig f&uuml;r Arvato und m&uuml;ssen mit schlechteren Konditionen rechnen.<br>\nAir Berlin will zwei Dienstleistungsabteilungen mit insgesamt 300 Mitarbeitern zusammenf&uuml;hren und diese zum 1. Oktober verkaufen. Das erfuhr der Tagesspiegel aus Mitarbeiterkreisen. Konkret geht es um 220 Angestellte des Service Centers und 80 des Kundenservices. Sie sollen k&uuml;nftig f&uuml;r den Kundenkontaktdienstleister Arvato aus dem Bertelsmann-Konzern arbeiten und von dort aus Air-Berlin-Passagiere betreuen &ndash; mit einem besseren IT-System, als ihnen heute zur Verf&uuml;gung steht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/air-berlin-geht-zu-bertelsmann\/8505656.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Piloten drohen Ryanair mit Streik<\/strong><br>\nRyanair-Chef Michael O&rsquo;Leary will das Pilotenb&uuml;ndnis in seinem Unternehmen nicht akzeptieren und sagte der &bdquo;Zeit&ldquo;: &bdquo;Die RPG existiert nicht.&ldquo; Ryanair dulde die Arbeit von Gewerkschaften im Unternehmen nicht, da diese &bdquo;sich dem Wandel verweigern, selbst wenn der notwendig ist&ldquo;, sagte O&rsquo;Leary der Zeitung. Mit Gewerkschaften ausgehandelte Arbeitsbedingungen &ndash; wie etwa bei anderen Fluggesellschaften &ndash; d&uuml;rften das Gesch&auml;ftsmodell des Billigflieger Ryanair erheblich in Frage stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/handel-dienstleister\/billigflieger-piloten-drohen-ryanair-mit-streik\/8509410.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Digitale Tagel&ouml;hner: Davon kann niemand leben<\/strong><br>\nSchon einige Millionen Nutzer sind auf Plattformen wie Freelancer.com, Amazon Mechanical Turk oder Guru gemeldet. Alleine bei der US-Plattform TopCoder haben etwa 480.000 Softwareentwickler, Mediengestalter und sonstige Spezialisten ihr Profil hinterlegt, mehr als jeder Zweite aus Asien. Fett hervorgehoben ist auf der Internetseite der Hinweis an die Kunden, niemand m&uuml;sse angestellt werden. Auf solchen Plattformen k&ouml;nnen Unternehmen mit einem offenen Aufruf Auftr&auml;ge vergeben. Wer sich meldet, der hilft dabei, die Aufgabe zu l&ouml;sen &ndash; unabh&auml;ngig von den anderen. Der Auftraggeber sucht sich zum Schluss eine L&ouml;sung aus. Es drohe die massenhafte Vernichtung guter, sicherer und hochqualifizierter Arbeitspl&auml;tze und eine verheerende Konkurrenz von Arbeitskr&auml;ften, warnt Bert Stach, bei der Gewerkschaft Verdi f&uuml;r IT-Unternehmen zust&auml;ndig. &ldquo;Das Prinzip der Verlagerung von Arbeit kann einen Gro&szlig;teil der Stellen der knapp 900.000 Besch&auml;ftigten der IKT-Branche in Deutschland treffen&rdquo;, warnen in dem Berliner Crowdsourcing-Cloudworking-Papier Arbeitnehmervertreter, unter anderem von HP, T-Systems, SAP und IBM Deutschland.<br>\nDie Globalisierung ver&auml;ndert die Arbeitswelt, wieder einmal: Textilfabriken wanderten schon in den Sechzigerjahren von Europa und den USA in den S&uuml;den, sp&auml;ter folgten andere Industrien. Heute stehen dort die Werkb&auml;nke f&uuml;r viele Produkte. Seit den Neunzigern verlagerten Unternehmen dann auch Dienstleistungen wie die Entwicklung von Software, die Betreuung von IT-Netzen oder Callcentert&auml;tigkeiten in den S&uuml;den. Sie ersetzten festangestellte Belegschaften im Norden durch solche im S&uuml;den oder vergaben Auftr&auml;ge an Subunternehmer mit festen Belegschaften. Bei der Auslagerung &uuml;ber spezielle Internetplattformen werden dagegen Teile der Kernbelegschaften ersetzt durch einzelne Selbst&auml;ndige, die im Wettbewerb stehen &ndash; das ist neu. Jeder Einzelne k&auml;mpft um Auftr&auml;ge, ob aus Johannesburg, Frankfurt oder S&atilde;o Paulo. Es drohe ein Unterbietungswettbewerb, warnt Stach. Etwa 145 Dollar habe ein Einzelner bei Freelancer.com im Schnitt in den vergangenen f&uuml;nf Jahren verdient, also knapp 30 Dollar im Jahr, &ldquo;davon kann niemand leben&rdquo;, sagt er. Es gibt verschiedene Entlohnungsmodelle f&uuml;r diese Auftragsarbeiter. Bei einigen Plattformen erhalten sie f&uuml;r einen Mikrojob einen vorher angegebenen Betrag, so wie bei Clickworker. Andere setzen auf Wettbewerb, beispielsweise das Unternehmen 99 Designs, welches B&uuml;ros in San Francisco, Melbourne, Berlin, Paris und London unterh&auml;lt. Daf&uuml;r fertigen weltweit Grafiker Entw&uuml;rfe auf Kundenanfragen, ob f&uuml;r die Gestaltung einer Visitenkarte, eines T-Shirts oder einer Website. Bezahlt wird gew&ouml;hnlich nur derjenige, dessen Entwurf der Kunde kauft &ndash; wer auf Platz zwei oder drei landet, geht leer aus. Grunds&auml;tzlich eignet sich jede T&auml;tigkeit, um sie unabh&auml;ngig von Zeit und Raum zu erbringen &ndash; auch qualifizierte Jobs wie Programmieren oder Konstruieren. Der amerikanische IT-Dienstleister IBM geh&ouml;rt zu den Pionieren und will Teile seiner Arbeit in Zukunft von solch einem Heer Freiberufler erledigen lassen. Die Vorteile der neuen Arbeitsorganisation f&uuml;r eine Firma hat ein IBM-Manager bereits 2010 in einer US-Fachzeitschrift aufgef&uuml;hrt: Es g&auml;be keine Geb&auml;udekosten, keine Renten und keine Kosten f&uuml;r das Gesundheitswesen, was enorme Einsparungen erm&ouml;gliche. Das seien Arbeiten ohne irgendeine soziale Absicherung, warnt Stach und mahnt politische Reformen an, ein Vorbild k&ouml;nne die K&uuml;nstlersozialkasse sein, &uuml;ber die in Deutschland freiberufliche K&uuml;nstler und Autoren sozialversichert sind, auch weil<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/digitale-tageloehner-davon-kann-niemand-leben-1.1717998\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Umsetzung des Vorschlags von Bert Stach, einer speziellen Sozialkasse, ist sicherlich hilfreich, &auml;ndert aber nichts an der zentralen Aussage: Davon kann niemand leben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bye bye Netzneutralit&auml;t<\/strong><br>\nNetzneutralit&auml;t beinhaltet die Gleichbehandlung von allen Daten&uuml;bertragungen im Internet. Diese Neutralit&auml;t k&ouml;nnte jetzt wackeln, denn die EU-Kommission soll planen, dass Kommunikationsfirmen Inhalte im Internet gegen Bezahlung schneller oder in besserer Qualit&auml;t transportieren d&uuml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/wirtschaftundgesellschaft\/2181536\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Kaum Schutz vor Korruption in Redaktionen<\/strong><br>\nStudie h&auml;lt interne Regelwerke der Medienbranche f&uuml;r weitgehend unwirksam<br>\n&Uuml;ber Korruption im Journalismus liest man selten etwas. Das liegt nicht nur daran, dass die Branche sich ungern selbst blo&szlig;stellt&hellip;<br>\nJournalisten sehen sich gern als Vierte Gewalt im Staate, deren edelste Aufgabe die Kontrolle von Politik und Wirtschaft ist. Doch was, wenn Journalisten sich kaufen lassen? Sind die internen Richtlinien bei Verlagen und Rundfunkanstalten ausreichend, um hier vorbeugen zu k&ouml;nnen? Der Journalistenverbund Netzwerk Recherche wollte es genauer wissen. Mit Hilfe der Organisation Transparency International (TI), der TU Dortmund und der gewerkschaftsnahen Otto-Brenner-Stiftung erstellte man die Kurzstudie: &raquo;Gefallen an Gef&auml;lligkeiten: Journalismus und Korruption&laquo;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/827686.kaum-schutz-vor-korruption-in-redaktionen.html\">ND<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.netzwerkrecherche.de\/Publikationen\/Studien\/Gefallen-an-Gefaelligkeiten-2013\/\">Gefallen an Gef&auml;lligkeiten &ndash; Journalismus und Korruption<\/a> &ndash; Kurzstudie von netzwerk recherche in Kooperation mit Transparency International Deutschland, dem Institut f&uuml;r Journalistik der TU Dortmund und der Otto Brenner Stiftung.<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Weichgesp&uuml;lte Empfehlungen des Wissenschaftsrats<\/strong><br>\nDer Wissenschaftsrat hat seine Empfehlungen zur Zukunft des deutschen Wissenschaftssystems beschlossen und der &Ouml;ffentlichkeit vorgestellt. Die Vorschl&auml;ge erscheinen weniger radikal als erwartet, so wurde die Forderung nach Studiengeb&uuml;hren gestrichen. Selbst Opposition und Gewerkschaften applaudieren, vor allem wegen der Forderung nach mehr Geld f&uuml;r die Hochschulen. Was versteckt sich aber wirklich hinter den Empfehlungen?&hellip;<br>\nDas Wort &ldquo;Profilierung&rdquo; taucht auf 119 Seiten allein 64 mal auf, &ldquo;Differenzierung&rdquo; immerhin 53 mal. Fakt ist: Die Aufspaltung der Hochschulen nach den Regeln des Wettbewerbs ist der Leitgedanke des Gutachtens&hellip;<br>\nMichael Hartmann, Soziologe und Eliteforscher an der Technischen Universit&auml;t Darmstadt, meint denn auch, die &ldquo;Grundlinie ist beibehalten worden&rdquo;. In absehbarer Zeit werde zwar weder das Konzept der Bundesuniversit&auml;ten umgesetzt noch das Vorhaben, ein Hand voll internationale Leuchtturme aufzubauen, &auml;u&szlig;erte er sich gegen&uuml;ber Studis Online. &ldquo;Aber das Konzept, die Hochschullandschaft weiter aufzuspalten in finanz- und einflussstarke Forschungsuniversit&auml;ten und solche Hochschulen, die nur noch f&uuml;r die Massenausbildung da sind, bleibt weiter bestimmend.&rdquo;<br>\n(Dennoch:) Der Wissenschaftsrat will nicht ein paar Leuchtt&uuml;rme in einem Meer von Nieten. Er m&ouml;chte gerne zweierlei: &Uuml;berflieger und Qualit&auml;t in der Breite&hellip;<br>\nEs ist vor allem diese Empfehlung, mehr Geld in die Hand zu nehmen, die der Expertise viel Zuspruch verschafft hat&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/art-1558-wissenschaftsrat-zukunft2022.php\">Studis Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Bildungsministerin verschlie&szlig;t die Augen vor dem Problem mit Masterstudienpl&auml;tzen<\/strong><br>\nDie Erfolgsmeldung von Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) zur Situation der Masterstudienpl&auml;tze schaffe einen falschen Eindruck, sagt Erik Marquardt. Der Studierendenvertreter meint, es gebe zu wenig Studienpl&auml;tze und die H&uuml;rden f&uuml;r einen Masterplatz seien zu hoch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/2181331\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Versetzung gef&auml;hrdet<\/strong><br>\nDie Zeit des Frontalunterrichts ist vorbei, jetzt hilft nur noch individuelle F&ouml;rderung. Je l&auml;nger Gr&uuml;n-Rot regiert, desto gr&ouml;&szlig;er werden die hausgemachten Probleme ausgerechnet auf dem Feld der Bildungspolitik. Fehler reiht sich an Fehler.<br>\nDie SPD-Kultusministerin wurde von der eigenen Landtagsfraktion kalt abserviert. Ihr Nachfolger im Amt, Andreas Stoch, legt sich &uuml;bermotiviert mit der Lehrerschaft an. Und der P&auml;dagoge und gr&uuml;ne Ministerpr&auml;sident ist erfolglos mit seinen Disziplinierungsversuchen. Trotz mehrerer Klassenbucheintr&auml;ge tanzen Winfried Kretschmann die sozialdemokratischen Bildungspolitiker auf der Nase herum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/pulsschlag\/120\/versetzung-gefaehrdet-1304.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Weitere interessante Beitr&auml;ge in der Kontext: Wochenzeitung morgen als Beilage in der taz, danach im Kiosk:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Exklusiv!  Die vertuschten Phantome von Heilbronn: Die Polizei hat nach dem Mord an der Polizistin Mich&egrave;le Kiesewetter in Heilbronn im Jahr 2007 insgesamt 14 Phantombilder erstellen lassen, ver&ouml;ffentlicht wurden sie nie. Wir tun es, weil wir der Meinung sind, dass die &Ouml;ffentlichkeit ein Recht darauf hat.<\/em><\/li>\n<li><em>An Katastrophe vorbeigeschrammt: Da flog doch fast das Dach weg, beim Gewittersturm vor einem Jahr. Einsturzgefahr, nachdem die Bahn den S&uuml;dfl&uuml;gel des Bahnhofs f&uuml;r das umstrittene Projekt Stuttgart 21 abgerissen hatte. F&uuml;r die Staatsanwaltschaft kein Grund zu ermitteln..<\/em><\/li>\n<li><em>Stadt unter Strom: Kommt die Stuttgarter Energieversorgung wieder komplett in kommunale H&auml;nde? Oder darf der bisherige Platzhirsch Energie Baden-W&uuml;rttemberg (EnBW) kr&auml;ftig mitmischen? Interessenkonflikte sind seit Stefan Mappus&rsquo; EnBW-Deal programmiert.<\/em><\/li>\n<li><em>Das sichtbare Herz des Widerstands: 1068 Tage, 25 632 Stunden, bei sibirischem Frost oder afrikanischer Hitze, an Heilig Abend und im Sommerloch, zu Sto&szlig;zeiten und morgens um vier: Unsere Fotografen haben drei Jahre Mahnwache gegen Stuttgart 21 in einer Bildergalerie eingefangen. <\/em><\/li>\n<li><em>Arme Schweine: Nur wer Kohle hat, wettert Anstifter Peter Grohmann, oder wahlweise Knete, Steine, M&auml;use, kann mitreden.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/\">Kontext: Wochenzeitung<\/a> <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Karrierestart mit Schuldenberg<\/strong><br>\nStudenten in den USA zahlen jedes Semester mindestens einen vierstelligen Betrag an Studiengeb&uuml;hren. An Privatuniversit&auml;ten sind die Tarife noch h&ouml;her. Zwei Drittel der Studierenden m&uuml;ssen deswegen einen Kredit aufnehmen. Die Schuldenlast bremst auch die Wirtschaft&hellip;<br>\nRund 39 Millionen Amerikaner zahlen noch einen solchen Kredit aus Studienzeiten zur&uuml;ck. Die US-Zentralbank hat ausgerechnet, dass s&auml;mtliche Bildungsschulden sich auf rund eine Billion Dollar summieren &ndash; das ist eine 1 mit 12 Nullen. Diese Summe ist gr&ouml;&szlig;er als der Gesamtbetrag der Kreditkartenschulden aller Amerikaner&hellip;<br>\nDeshalb beginnt f&uuml;r Millionen Hochschulabsolventen nach dem Abschluss die Aufholjagd: Sie schuften jahrelang, um ihre Schulden abzubezahlen. Und das wiederum bremst die heimische Wirtschaft. Wer will schon eine Hypothek f&uuml;r ein Haus aufnehmen oder andere Gro&szlig;ausgaben t&auml;tigen, wenn auf Jahre hinaus Schulden aus der Studienzeit beglichen werden m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/2181502\/\">DLF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Als ich in den siebziger Jahren an der Universit&auml;t von Minnesota studiert habe, habe ich als Minnesota-Einwohner pro Jahr ca. $1.000 Studiengeb&uuml;hren bezahlt. Diese Geb&uuml;hren, plus B&uuml;cher und Lebenskosten habe ich mit einer Kombination von Studienkredite (teilweise mit drei, teilweise mit sieben Prozent Zinsen), Stipendien und Teilzeitarbeit finanziert. Nach dem Studium habe ich eine gutbezahlte Arbeit bekommen, und es war leicht, die Studienschulden zur&uuml;ckzuzahlen. An anderen staatlichen Universit&auml;ten in anderen Bundesstaaten w&auml;re es &auml;hnlich gewesen.<\/em><br>\n<em>Heute ist das anders. Jetzt sind die <a href=\"http:\/\/onestop.umn.edu\/pdf\/tuition_ugrad_2013-2014.pdf\">Studiengeb&uuml;hren [PDF &ndash; 599 KB]<\/a> f&uuml;r Einwohner des Bundesstaats Minnesota ca. $16.000, f&uuml;r Studenten von au&szlig;erhalb Minnesotas etwa $6.000 mehr. Damit zahlt allein f&uuml;r Studiengeb&uuml;hren ein Student aus dem Bundestaat $64.000 f&uuml;r das &uuml;bliche Studium von vier Jahren, und dazu kommen noch B&uuml;cher und Lebenskosten. &Auml;hnlich sieht es in anderen Bundesstaaten aus.<\/em><br>\n<em>Das ist eine gravierende Kostensteigerung, die durch den R&uuml;ckzug des Staates aus der Finanzierung des Bildungswesens entstanden ist, die mit der eher mageren Gehaltsentwicklung bei Hochschulabsolventen bei weitem nicht auszugleichen ist.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(RS\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-18002","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18002","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=18002"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18002\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18005,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18002\/revisions\/18005"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=18002"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=18002"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=18002"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}