{"id":18088,"date":"2013-07-25T08:52:49","date_gmt":"2013-07-25T06:52:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18088"},"modified":"2013-07-25T13:22:56","modified_gmt":"2013-07-25T11:22:56","slug":"hinweise-des-tages-1929","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18088","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18088#h01\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18088#h02\">Deutsche Ehrung f&uuml;r Edward Snowden: Verleihung des &ldquo;Whistleblower-Preises 2013&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18088#h03\">Die Schlacht um Aleppo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18088#h04\">Eurohawk<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18088#h05\">Dr. No muss vor Gericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18088#h06\">Fall Mollath<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18088#h07\">Nazis auf der Flucht : Die verbannte Nazi-J&auml;gerin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18088#h08\">Philosoph Otfried H&ouml;ffe: &ldquo;Der Staat ist die gierigste Instanz der Weltgeschichte&rdquo; <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18088#h09\">Absurder Bayern-Brandenburg-Vergleich zur Hartz-IV-Verbleibsdauer in Spiegel, Focus u.s.w.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18088#h10\">Bertelsmann: Arme Familie ohne &bdquo;Hartz IV&ldquo; oft &auml;rmer als arme Familie mit &bdquo;Hartz IV&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18088#h11\">Nochmals: Bezirkspersonalrat NRW der Bundesagentur zu Vermittlungsstatistiken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18088#h12\">Tod zweier Arbeiter: Bei Meyer Werft soll besser bezahlt werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18088#h13\">Nominierungen zur Bundestagswahl: Parteien stellen kaum Migranten auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18088#h14\">Portugal: Einfach weiterwursteln lautet die Devise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18088#h15\">Erg&auml;nzung zu: &bdquo;Sch&auml;uble was here &ndash; Holzf&auml;ller am Werk&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18088#h16\">Staatsverschuldung: Verrechnet!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18088#h17\">Die Neue Linke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18088#h18\">Der bewegte Mann<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18088&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>NSA-&Uuml;berwachung: Sch&auml;uble h&auml;lt Emp&ouml;rung &uuml;ber Sp&auml;haff&auml;re f&uuml;r &uuml;bertrieben<\/strong><br>\nDer US-amerikanische Geheimdienst NSA &uuml;berwacht Millionen Verbindungsdaten deutscher B&uuml;rger. F&uuml;r Bundesfinanzminister Sch&auml;uble ist das normale Geheimdienstarbeit, die Deutschland vor Terror sch&uuml;tze. Im Rest Europas rege man sich dar&uuml;ber nicht so auf.<br>\nBundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) versteht die Emp&ouml;rung in Deutschland &uuml;ber die Sp&auml;haff&auml;re nicht. &ldquo;Meine europ&auml;ischen Kollegen regen sich jedenfalls nicht dar&uuml;ber auf&rdquo;, sagte der fr&uuml;here Innenminister dem &ldquo;Schwarzw&auml;lder Boten&rdquo;.&rdquo;Ich bin nie der Meinung gewesen, dass Kommunikation, die weltweit erfolgt, nicht von Nachrichtendiensten &uuml;berpr&uuml;ft werden darf. Wie wollen Sie ansonsten den international operierenden Terrornetzwerken auf die Spur kommen?&rdquo; Zwar m&uuml;sse das im Rahmen rechtsstaatlicher Verfahren geschehen, schr&auml;nkte Sch&auml;uble ein. Er sei aber &ldquo;&uuml;berzeugt, dass wir einen Gro&szlig;teil unserer Sicherheit in Deutschland der Zusammenarbeit mit befreundeten Nachrichtendiensten zu verdanken haben&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/nsa-ueberwachung-schaeuble-haelt-empoerung-ueber-spaehaffaere-fuer-uebertrieben-a-912730.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Auch f&uuml;r Sch&auml;uble wird es langsam Zeit den Ruhestand anzupeilen. Dieser Mann lebt inzwischen nur noch in seiner eigenen hermetischen Gedankenwelt. Was sich nicht nur in seiner Stellungnahme zur Total&uuml;berwachung der Kommunikation durch die NSA zeigt, sondern auch in seinem agieren in der Eurokrise worunter Millionen Menschen in Portugal, Spanien und Griechenland leiden m&uuml;ssen. Sch&auml;uble beleidigt den Intellekt des Publikums, wenn er die gleiche abgedroschene Phrase wie Innenminister Friedrich herunterbetet, die &Uuml;berwachung und Speicherung s&auml;mtlicher Kommunikationsdaten sei notwendig um Terroristen auf die Schliche zu kommen. Da diese nat&uuml;rlich ganz offen &uuml;ber ihre Pl&auml;ne im Internet kommunizieren. Am besten noch mit der Betreffzeile &bdquo;How to kill president Obama&ldquo;. Uups, hoffentlich bekomme ich jetzt keine Schwierigkeiten ;-)<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Pr&auml;sident Gauck: Der Freund der Freiheit schweigt zur NSA-Aff&auml;re<\/strong><br>\nEr wollte ein unbequemer Pr&auml;sident werden. Das hatte Joachim Gauck angek&uuml;ndigt, als er f&uuml;r das h&ouml;chste Staatsamt zur Wahl stand. In der NSA-Aff&auml;re h&auml;tte er Gelegenheit dazu. Stattdessen sagt er fast nichts. Von einem, der die Freiheit zu seinem gro&szlig;en Thema gemacht hat, ist mehr zu erwarten.<br>\nAm Dienstag gab es nun wieder eine &Uuml;berraschung, die knappe Stellungnahme des Bundespr&auml;sidialamtes im &ldquo;Handelsblatt&rdquo;, der Bundespr&auml;sident habe sich bereits ausf&uuml;hrlich zu jener Spionage-Aff&auml;re ge&auml;u&szlig;ert, die mit dem K&uuml;rzel NSA verbunden ist, und verfolge die Debatte aufmerksam. In dieser Aff&auml;re geht es um das Verh&auml;ltnis von Deutschland zu den USA, um die Macht der Geheimdienste, den Amtseid der Kanzlerin und um das Lebensthema Gaucks &ndash; die Freiheit. Aber von ihm gibt es bisher nicht viel mehr als nebenbei zu erkl&auml;ren, er sei &ldquo;besorgt&rdquo;?<br>\nAls Gauck nicht mehr Bundesbeauftragter war, da fuhr er als freier Redner durch Deutschland, sah sich als Botschafter der Freiheit im Land der Sicherheit. Er reiste in die USA und schw&auml;rmte nach der R&uuml;ckkehr von dem unverkrampften Patriotismus der Amerikaner, von deren Liebe zur Freiheit, davon, dass sie immer erst sich und dann den Staat in der Pflicht s&auml;hen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/kommentar-gauck-schweigt-zur-nsa-affaere-a-912834.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>House Defeats Effort to Rein In N.S.A. Data Gathering<\/strong><br>\nThe 217-205 vote was far closer than expected and displayed the shifting allegiances and fierce lobbying on both sides of the issue.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2013\/07\/25\/us\/politics\/house-defeats-effort-to-rein-in-nsa-data-gathering.html?gwh=72C6804E43F93BFA15A50D81DFA01D21\">The New York Times<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Deutsche Ehrung f&uuml;r Edward Snowden: Verleihung des &ldquo;Whistleblower-Preises 2013&rdquo;<\/strong><br>\nAlle zwei Jahre verleiht die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler den &ldquo;Internationalen Whistleblower-Preis&rdquo;.<br>\nMit ihm werden Menschen geehrt, die den Mut haben, Missst&auml;nde in ihrem Arbeitsumfeld aufzudecken &ndash; die also gewisserma&szlig;en die Alarmpfeife benutzen und aufmerksam machen wollen auf unethische und ungesetzliche Machenschaften.<br>\nSo wie j&uuml;ngst der fr&uuml;here Mitarbeiter des US-Geheimdienstes NSA, Edward Snowden. Er ist auch der diesj&auml;hrige Preistr&auml;ger, kann aber leider nicht selbst zur Verleihung nach Berlin kommen, weil er ja in Moskau festsitzt&hellip;<br>\nMitverleiher sind neben der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler e. V. die Deutsche Sektion der International Association of Lawyers Against Nuclear Arms [IALANA] und Transparency International Deutschland.<br>\nLivegespr&auml;ch mit Prof. Dr. Hartmut Gra&szlig;l, emeritierter Direktor am Max-Planck-Institut f&uuml;r Meteorologie in Hamburg<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/fileadmin\/user_upload\/Sendungen\/Leonardo\/2013\/07_Juni\/audio\/au130724Whistleblower-Preis.mp3\">WDR5 [Audio &ndash; mp3]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Schlacht um Aleppo<\/strong><br>\nEine Reise an die Front. Als die Rebellen im vergangenen Juli ihren Angriff auf Aleppo begannen, hatte ich mit Ayham und seinem Bruder Molham gesprochen. Molham war ein nachdenklicher, besonnener junger Mann, der so bald wie m&ouml;glich sein Architekturstudium in Aleppo fortsetzen wollte. Der schroffe, energische Ayham glich eher seinem Vater und brannte darauf, sich wieder ins Gefecht zu st&uuml;rzen. Ich hielt &uuml;ber Skype mit ihm Kontakt. Zuletzt war er in Salaheddine stationiert, dem ersten Stadtteil von Aleppo, den die Rebellen erobert hatten. Kurz darauf fiel er einem Heckensch&uuml;tzen zum Opfer. Als ich das letzte Mal hier war, hatten die Rebellen gerade Azaz eingenommen, eine alte und strategisch wichtige Stadt, die nur f&uuml;nf Kilometer von der Grenze entfernt liegt. Jetzt gleicht sie einer Geisterstadt. Die unterschiedlichen Gruppierungen, die unter der Fahne der locker strukturierten FSA k&auml;mpfen, konnten sich zwar unter enormen Verlusten im Norden Syriens durchsetzen. Doch sie brauchten die Unterst&uuml;tzung islamistischer Fundamentalisten wie der Al-Nusra-Front, die vor kurzem ihre Loyalit&auml;t gegen&uuml;ber Al-Qaida kundtat. Die Zusammensetzung der syrischen Aufstandsbewegung ver&auml;ndert sich t&auml;glich, und f&uuml;r eine Kampfeinheit braucht man nur ein paar Dutzend Mann. Molhams Truppe besteht aus 100 K&auml;mpfern. Bei unserem letzten Treffen war die Einheit nach einem arabischen Widerstandsk&auml;mpfer aus der Kolonialzeit benannt, Omar al-Mukhtar. Jetzt hei&szlig;t sie Abu Ayuub al-Ansari nach einem Vertrauten des Propheten Mohammed. Und das hat seine Bedeutung. In einem verfallenen Schulgeb&auml;ude direkt hinter der Front treffe ich die Aufst&auml;ndischen. Hier sieht man nicht die drei Sterne der FSA, sondern schwarze Plakate mit den Worten &bdquo;Es gibt keinen Gott au&szlig;er Allah&ldquo;. Molham sieht m&uuml;de aus und kommt mir &auml;lter vor als bei unserer letzten Begegnung. &bdquo;Derzeit zerbricht sich niemand den Kopf &uuml;ber die Zukunft Syriens. Wir wollen einfach dieses Regime st&uuml;rzen, koste es, was es wolle.&ldquo; Ereignisse wie der Tod seines f&uuml;nfj&auml;hrigen Cousins erf&uuml;llten ihn mit Hass. Und der werde t&auml;glich gr&ouml;&szlig;er. &bdquo;Ich habe Angst, dass er eines Tages gr&ouml;&szlig;er sein wird als unsere Tr&auml;ume.&ldquo; Danach frage ich Molham, was er dar&uuml;ber denkt, dass strenggl&auml;ubige Sunniten immer mehr Einfluss gewinnen. Obwohl die Regierung das Gegenteil behauptet, versichert er mir, dass die Mehrheit der islamistischen K&auml;mpfer Syrer seien, auch wenn ihre Anf&uuml;hrer und die milit&auml;rischen Experten oft aus dem Irak oder anderen L&auml;ndern kommen. Die meisten seien keine Extremisten, sie wollten einfach gegen das Regime k&auml;mpfen. Sie m&ouml;gen die Alawiten und die Schiiten nicht, aber gegen Christen haben sie nichts&ldquo;, erkl&auml;rt Molham. Sie seien gute K&auml;mpfer und w&uuml;rden respektiert, weil sie den Tod nicht f&uuml;rchteten. &bdquo;Wir sind mit ihnen im Kontakt und haben auch schon &uuml;ber gemeinsame Aktionen gesprochen.&ldquo; Dennoch macht er sich Sorgen, wie das Ganze enden wird. &bdquo;Wenn sie an die Macht kommen, werden sie alle anderen ausschalten wollen. Ich hoffe, wir m&uuml;ssen dann nicht gegen sie k&auml;mpfen.&ldquo;<br>\nBei meinem letzten Besuch in Syrien richtete sich der Zorn der Rebellen zum gro&szlig;en Teil gegen die Alawiten. Zu der Minderheit innerhalb des schiitischen Islam geh&ouml;ren die Familie Assad, viele hochrangige Funktion&auml;re des Regimes und die meisten Mitglieder der paramilit&auml;rischen Verb&auml;nde. Doch jetzt werden die Schiiten insgesamt als die Hauptfeinde betrachtet. In zwei Tagen sehe ich ein halbes Dutzend bewaffneter M&auml;nner, die offensichtlich keine Syrer sind. Ein gro&szlig;er, hagerer Afghane bewacht ein Geb&auml;ude, ein anderer f&auml;hrt auf einem Motorrad vorbei, und ein paar Nordafrikaner teilen sich ein Moped und eine Kalaschnikow. Was die Bewohner Aleppos davon halten, dass selbsternannte &bdquo;Gotteskrieger&ldquo; aus dem Ausland in die Stadt str&ouml;men, bleibt ungewiss. Als wir in Stadtgebiete kommen, in denen es von K&auml;mpfern der Al-Nusra-Front wimmelt, sagt Abdul Kareem, ich solle meine Kamera wegstecken. Als ich das letzte Mal hier war, drehten sich die Gespr&auml;che der Rebellen immer darum, dass die syrische Revolution dem Wohle aller dienen sollte, und es wurde betont, dass sie &ndash; mehr oder weniger offen &ndash; von allen Glaubensrichtungen im Land getragen werde. Jetzt frage ich Abdul Kareem: &bdquo;Gibt es &uuml;berhaupt Schiiten in der FSA?&ldquo; Das verneint er. &bdquo;Haben sie in Syrien noch eine Zukunft?&ldquo; &bdquo;Vielleicht nicht.&ldquo; Ich m&ouml;chte wissen, was er davon h&auml;lt, dass die Al-Nusra-Front immer st&auml;rker wird, je l&auml;nger der B&uuml;rgerkrieg dauert. &bdquo;99 Prozent von ihnen werden die Waffen niederlegen, wenn das Regime st&uuml;rzt. Es sind anst&auml;ndige Leute und sie sind nicht mit dem einverstanden, was ihre F&uuml;hrer sagen.&ldquo; Doch wie alle anderen syrischen Rebellen, mit denen ich sprach, ist er sicher, dass sie nicht aufzuhalten sind. Mit bissigem Unterton sagt er: &bdquo;Angenommen, jetzt gibt es hier 5000 Al-Nusra-K&auml;mpfer, dann werden es n&auml;chstes Jahr 50.000 sein, das verspreche ich dir.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt-sichten.org\/artikel\/15831\/die-schlacht-um-aleppo\">welt-sichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Lage in Syrien wird immer un&uuml;bersichtlicher. Immer mehr FSA-K&auml;mpfer wechseln zur Al-Nusra-Front. Gleichzeitig liefern sich Kurden und die Al-Nusra-Front einen verlustreichen Kampf, in dem die Kurden offenbar die Oberhand gewonnen haben und damit ihren Anspruch auf einen Autonomiestatus unterstreichen. Nachdem US-Stabschef, Martin Dempsey, in seinem Brief an den Kongress darlegte, dass alle milit&auml;rischen Optionen zu teuer und zu riskant w&auml;ren, kommt letztlich auch <a href=\"http:\/\/thehill.com\/images\/stories\/news\/2013\/07_july\/22\/dempsey.pdf\">seine Empfehlung [PDF &ndash; 972 KB]<\/a> zu &ldquo;helfen, eine gem&auml;&szlig;igte Opposition einschlie&szlig;lich ihrer milit&auml;rischen F&auml;higkeiten zu entwickeln und dabei den Druck auf das Regime Asad aufrechtzuerhalten&rdquo;, viel zu sp&auml;t.<\/em> <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Eurohawk<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Rechnungshof r&uuml;gt schwere Verfahrensfehler beim Euro-Hawk-Projekt<\/strong><br>\nDie Projektverantwortlichen beim Euro-Hawk haben nach Einsch&auml;tzung des Bundesrechnungshofes an entscheidenden Stellen versagt und h&auml;tten das Drohnen-Projekt schon vor Jahren grunds&auml;tzlich infrage stellen m&uuml;ssen. Ministerialr&auml;tin Angelika Bauch vom Rechnungshof sagte am Mittwoch als Zeugin vor dem Untersuchungsausschuss zur Euro-Hawk-Aff&auml;re, bereits 2009, aber sp&auml;testens 2011 h&auml;tte das Projekt vom Bundesverteidigungsministerium neu bewertet werden m&uuml;ssen. Bauch stellte fest: &bdquo;Das Projektcontrolling hat nicht funktioniert.&ldquo;<br>\n2009 sei klar geworden, dass der Euro-Hawk nicht auf eine Zulassung des amerikanischen Globel-Hawk-Systems aufbauen k&ouml;nne, sondern eine ganz neue deutsche Musterzulassung ben&ouml;tige. Die Voraussetzungen zur Beschaffung der Musterzulassung h&auml;tten von der deutschen Auftraggeberseite von Beginn an wesentlich besser vorbereitet und begleitet werden m&uuml;ssen, sagte Bauch. Tats&auml;chlich seien die gravierenden Unterschiede im Zulassungsverfahren der Amerikaner untersch&auml;tzt worden.<br>\nDie Projektplaner seien &bdquo;blau&auml;ugig&ldquo; an die Entwicklung herangegangen und h&auml;tten die Zulassungsfragen dem US-Unternehmen Northrop Grumman &uuml;berlassen, statt sich um die Details selbst zu k&uuml;mmern. Die deutsche Seite habe darauf vertraut, dass die Industrie schon wisse, welche Zulassungsmodalit&auml;ten genau gelten und das die Zulassung m&ouml;glich sei. Dies sei ein Fehler gewesen. &bdquo;Offensichtlich hat man die Tragweite der Risiken untersch&auml;tzt.&ldquo; Bauch r&uuml;gte, bei diesem &bdquo;leitungsrelevanten&ldquo; Projekt der Kategorie I habe die deutsche Vorhabenaufsicht und Fachaufsicht schlicht &bdquo;nicht funktioniert&ldquo;. Auch der Projektleiter habe das Ausma&szlig; der Probleme nicht vorausschauend erkannt.<br>\nErst Anfang Februar 2012 sei eine erste Information &uuml;ber die erheblichen Probleme mit der Musterzulassung auf Staatssekret&auml;rsebene weitergereicht worden. Die Ministerialr&auml;tin erinnerte in dem Zusammenhang daran, dass es sich beim Euro-Hawk-Projekt um einen Entwicklungsvertrag handelt, wobei der Auftraggeber das gr&ouml;&szlig;te Risiko tr&auml;gt. Bauch beklagte einen Mangel an &bdquo;Verantwortungskultur&ldquo;. Ihre Beh&ouml;rde habe bei der Bewertung des Vorhabens auch festgestellt, dass es im Verteidigungsministerium &bdquo;kein einheitliches Dokumentenmanagement gibt&ldquo;. Die Folge sei mangelhafte Transparenz bei solchen Beschaffungsvorhaben.<br>\nDie Entscheidung von Anfang 2010, aufgrund der Schwierigkeiten die Musterzulassung f&uuml;r den Prototypen der Drohne zun&auml;chst zur&uuml;ckzustellen, nannte Bauch &bdquo;schwierig&ldquo;. Ausschussmitglieder warfen die Frage auf, ob die deutsche Seite damit wom&ouml;glich auf vertragliche Zusagen freiwillig verzichtet habe. Bauch sagte, sogenannte &bdquo;Bem&uuml;hungsklauseln&ldquo; im Vertrag bez&ouml;gen sich auch auf Zulassungsfragen. Die Frage sei also, &bdquo;was ist geschuldet und was ist Teil des Bem&uuml;hens&ldquo;. Nach ihrer Ansicht h&auml;tte aufgrund der Planabweichungen eine &bdquo;Zwischenentscheidung&ldquo; herbeigef&uuml;hrt werden sollen, bevor neue &Auml;nderungsvertr&auml;ge vorgelegt wurden.<br>\nDie Rechnungshof-Expertin bezifferte das urspr&uuml;ngliche Auftragsvolumen auf 431 Millionen Euro. Mit elf &Auml;nderungsvertr&auml;gen h&auml;tten sich die Kosten zun&auml;chst auf 558 Millionen Euro erh&ouml;ht. Mit weiteren vertraglichen &Auml;nderungen sei die Summe um nochmals 110 Millionen auf aktuell 668 Millionen Euro gestiegen. Davon entfielen auf das Tr&auml;gersystem 305 Millionen und auf die Entwicklung der Aufkl&auml;rungssensorik ISIS 363 Millionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2013_07\/2013_396\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><strong>Euro-Hawk-Debakel: Interne Mail blamiert de Maizi&egrave;re im Ausschuss<\/strong><br>\n&ldquo;Hier zeichnet sich eine dramatische Kostenexplosion ab&rdquo;, hei&szlig;t es in einer neu aufgetauchten Mail aus dem Verteidigungsministerium. Sie legt nahe, dass de Maizi&egrave;re fr&uuml;h von Drohnen-Problemen wusste.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article118357272\/Interne-Mail-blamiert-de-Maiziere-im-Ausschuss.html\">Die Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Dr. No muss vor Gericht<\/strong><br>\nDer Ex-Vorstand der HSH Nordbank ist wegen Untreue angeklagt. Der Prozess gew&auml;hrt Einblicke in die absurden Gesch&auml;fte der Landesbanken&hellip;<br>\nSie machte den Plan, die Bank 2008 an die B&ouml;rse zu bringen, zur Makulatur. Die Gesch&auml;fte der HSH brachen damals zusammen, Hamburg und Schleswig-Holstein mussten 3 Milliarden Euro frisches Kapital in die Bank stecken und B&uuml;rgschaften im Wert von 10 Milliarden Euro geben. Dabei war die HSH Nordbank nur teilweise staatlich: Sie ist 2003 aus einer Fusion der Landesbanken Hamburgs und Schleswig-Holsteins hervorgegangen, als private Partner beteiligten sich mehrere Trusts&hellip;<br>\nDie Staatsanwaltschaft wirft dem damaligen Finanzvorstand Nonnenmacher und dessen Kollegen nun vor, das Omega-Gesch&auml;ft abgezeichnet zu haben, obwohl sie anhand der Kreditvorlage die Risiken nicht umfassend h&auml;tten absch&auml;tzen k&ouml;nnen. Damit h&auml;tten sie sich der Untreue in einem besonders schweren Fall schuldig gemacht.<br>\n&Uuml;berdies der Bilanzf&auml;lschung angeklagt ist neben Nonnenmacher der fr&uuml;here Kapitalmarktvorstand Jochen Friedrich. Sie seien daf&uuml;r verantwortlich, dass die Bank in ihrem Zwischenbericht zum 1. Quartal 2008 einen &Uuml;berschuss von 81 Millionen Euro statt des tats&auml;chlichen Verlusts von 31 Millionen auswies.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Prozess-gegen-Jens-Nonnenmacher\/!120505\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Fall Mollath<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wiederaufnahme abgelehnt: Warum Mollath weiter warten muss<\/strong><br>\nDas Landgericht Regensburg hat entschieden: Der Fall Gustl Mollath wird nicht neu aufgerollt, der 56-J&auml;hrige muss vorerst weiter in der Psychiatrie bleiben. Was bedeutet der Beschluss und welche M&ouml;glichkeiten bleiben Mollath? Ein &Uuml;berblick.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/justiz\/fragen-und-antworten-zum-fall-gustl-mollath-a-912841.html\">Spiegel Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/media\/0,4906,31946,00.pdf\">Beschluss des Landgerichts Regensburg, in dem das Wiederaufnahmeverfahren abgelehnt wird [PDF &ndash; 3.5 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das Ausgangurteil des Landgerichts N&uuml;rnberg-F&uuml;rth, das 2006 Mollath f&uuml;r geistig krank erkl&auml;rte, weise zwar M&auml;ngel auf. Es gebe aber keine Anhaltspunkte f&uuml;r eine Rechtsbeugung; ein bewusster Regelversto&szlig; des Landgerichts N&uuml;rnberg-F&uuml;rth liege nicht vor. Formaler kann man kaum noch argumentieren, man stellt Fehler fest, h&auml;lt sie jedoch f&uuml;r unbeachtlich, weil die Pflichtverletzungen strafrechtlich verj&auml;hrt seien. Verj&auml;hrung geht also &uuml;ber einer m&ouml;glichen Freiheitsberaubung.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung RS zur Verj&auml;hrung:<\/strong> Also, weil der damals zust&auml;ndige Richter nicht mehr wegen Rechtsbeugung belangt werden kann, muss Mollath weiterhin hinter Schloss und Riegel bleiben, obwohl Fehler und Pflichtverletzungen zu seinem Ungunsten festgestellt worden sind?<\/em><br>\n<em>Dass Straftaten verj&auml;hren, ist klar. Aber seit wann verj&auml;hren Fakten?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Psychiatrischer Ma&szlig;regelvollzug &ndash; Nachdenken &uuml;ber Gustl M.<\/strong><br>\nDen Fall Mollath nutzt die Neue Richtervereinigung zu Reformvorschl&auml;gen f&uuml;r den Ma&szlig;regelvollzug. Das ist auch im Sinne der Bundesjustizministerin.<br>\nImmer mehr Straft&auml;ter sind zeitlich unbefristet in der Psychiatrie untergebracht. Johann Bader von der Neuen Richtervereinigung sieht darin das Symptom einer &bdquo;&auml;ngstlichen Gesellschaft, die nicht mit Risiken umgehen kann&ldquo;. Er fordert deshalb grundlegende Reformen am psychiatrischen Ma&szlig;regelvollzug.<br>\nDer Fall Gustl Mollath hat das Thema auf die politische Tagesordnung gesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Psychiatrischer-Massregelvollzug\/!120517\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Fall Mollath : Gefahr f&uuml;r das Ansehen des Rechtsstaates<\/strong><br>\nDie Entscheidung ist gefallen: Gustl Mollath muss in der Psychiatrie bleiben. Neue Fakten und Zeugen? Egal. Verfahrensfehler? Ja, aber nicht absichtlich begangen. Solche Methoden vermutete man bisher in ganz anderen politischen Systemen als im demokratischen Deutschland. Der Umgang mit dem Mann aus N&uuml;rnberg ist zum Verzweifeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/fall-mollath-gefahr-fuer-das-ansehen-des-rechtsstaats-1.1729840\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Mein Gott, es geht hier darum, ob ein Mensch zu Unrecht weggesperrt wird, und die gro&szlig;e Sorge ist das Ansehen des Rechtstaats? Das erinnert mich an die Sorgen mancher Eliten, wie rechtsextremistische Gewalttaten das Ansehen des Standort Deutschlands besch&auml;digen. Gibt es nicht vielleicht etwas wichtigeres, als das Ansehen? Die Substanz vielleicht?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Nazis auf der Flucht : Die verbannte Nazi-J&auml;gerin<\/strong><br>\nDas Simon-Wiesenthal-Center sucht mit Plakaten nach den letzten T&auml;tern aus der Zeit des Dritten Reichs. Die Aufarbeitung k&ouml;nnte in vielen F&auml;llen noch gelingen &ndash; wenn die Richterin Kirsten Goetze ihrer Arbeit nachgehen d&uuml;rfte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik\/nazis-auf-der-flucht-die-verbannte-nazi-jaegerin,10808018,23798820.html\">Berliner Zeitung<\/a> <\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Philosoph Otfried H&ouml;ffe: &ldquo;Der Staat ist die gierigste Instanz der Weltgeschichte&rdquo;<\/strong><br>\nUnd drittens bem&auml;ngeln wir die Gier, aber vergessen gern, dass eine der gierigsten Instanzen der Weltgeschichte der Staat ist. Inzwischen arbeiten wir die H&auml;lfte unserer Arbeitszeit nur f&uuml;r ihn&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wissen\/steuern-und-moral-der-staat-ist-die-gierigste-instanz-der-weltgeschichte-1.1719003\">SZ<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wir arbeiten die H&auml;lfte unserer Arbeitszeit f&uuml;r den Staat, das ist also die Erkenntnis eines &bdquo;gro&szlig;en&ldquo; Philosophen. Er bemerkt noch nicht einmal, dass er damit die dummdreiste Milchm&auml;dchenrechnung des selbsternannten &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8073\">Bundes der Steuerzahler<\/a>&ldquo; nachplappert, der die Abgaben f&uuml;r die gesetzliche Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung der &bdquo;gierigsten Instanz&ldquo; zuschl&auml;gt, gerade so als w&auml;re alles g&uuml;nstiger, wenn die sozialen Sicherungssysteme nicht als &ouml;ffentliche K&ouml;rperschaften sollten als private und profitorientierte Versicherungsunternehmen organisiert.<\/em><br>\n<em>Bezeichnenderweise auch die Auswahl der &Uuml;berschrift durch die S&uuml;ddeutsche Zeitung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Absurder Bayern-Brandenburg-Vergleich zur Hartz-IV-Verbleibsdauer in Spiegel, Focus u.s.w.<\/strong><br>\nDer Spiegel, Focus und andere Online-Medien verbreiten in ihren &hellip; Ver&ouml;ffentlichungen einen absurden Bayern-Brandenburg-Vergleich. Es hei&szlig;t dort unter Bezugnahme auf eine DGB-Studie: &bdquo;In Bayern und Baden-W&uuml;rttemberg z&auml;hlen 37 Prozent der  Hartz-IV-Empf&auml;nger im erwerbsf&auml;higen Alter zur Gruppe derer, die 50 Monate und l&auml;nger auf Leistungen angewiesen seien. Den Spitzenplatz belege mit 73 Prozent Brandenburg. Der Durchschnitt liegt demnach bei 46 Prozent.&ldquo;<br>\nSpitzenplatz Brandenburg mit 73 Prozent gegen&uuml;ber 37 Prozent in Bayern und Baden-W&uuml;rttemberg? Dieser so von diversen Online-Medien verbreitete L&auml;ndervergleich, der sich auf den Berichtsmonat Juni 2011 (Bestand) bezieht, ist absolut falsch.<br>\nEin Blick in die DGB-Studie zeigt: Es f&auml;llt offensichtlich schwer, von einer Grafik die korrekten Daten abzuschreiben.<br>\nRichtig ist, dass vom DGB nach IAB-Daten ein Anteil von (gerundeten) 46 Prozent (46,2 Prozent) &bdquo;Erwerbsf&auml;hige mit mindestens 50 Monaten Leistungsbezug&ldquo;ermittelt wurde. Richtig sind auch die f&uuml;r Baden-W&uuml;rttemberg und Bayern genannten 37 Prozent (BW: 37,1 Prozent; BY: 37,5 Prozent)<br>\nAbsolut falsch sind in diesem Zusammenhang die genannten 73 Prozent f&uuml;r Brandenburg.<br>\nDie 73 Prozent (73,2 Prozent) sind der Anteil der erwerbst&auml;tigen Leistungsberechtigten &bdquo;mit mindestens 21 Monaten Leistungsbezug in 24 Monaten&ldquo;! Erwerbsf&auml;hige Leistungsberechtigte mit &bdquo;mindestens 50 Monaten Leistungsbezug&ldquo; waren in Brandenburg im Juni 2011 nicht 73 Prozent sondern 52,5 Prozent.<br>\nGeringf&uuml;gig &uuml;bertroffen wird dieser Wert &uuml;brigens von Sachsen (52,8 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (53,8 Prozent). So jedenfalls liest man es im DGB-Schaubild Nr. 5 (Anhang). \n<p>Nachrichtlich:<br>\nIm Dezember 2012 befanden sich in der Bundesrepublik Deutschland  49,0 Prozent (2,134 Millionen) der insgesamt 4,357 Millionen erwrbsf&auml;higen Leistungsberechtigten nach der 31-Tage-L&uuml;ckenregel vier Jahre (48 Monaten) und l&auml;nger im Bestand.<br>\nDie entsprechenden Quoten reichten von 39,8 Prozent in Bayernund 40,4 Prozent in Baden-W&uuml;rttemberg bis 55,1 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, 55,8 Prozent in Sachsen und 57,7 Prozent in Sachsen-Anhalt<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2013-07-24_absurder-bayern-brandenburg-vergleich.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe e.V. (BIAJ) [PDF &ndash; 123 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bertelsmann: Arme Familie ohne &bdquo;Hartz IV&ldquo; oft &auml;rmer als arme Familie mit &bdquo;Hartz IV&ldquo;<\/strong><br>\nEine Studie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung zum &bdquo;Wohnungsangebot f&uuml;r arme Familien in Gro&szlig;st&auml;dten&ldquo; (im Folgenden kurz: &bdquo;Bertelsmann-Studie&ldquo;) und insbesondere die Pressemeldung der Bertelsmann Stiftung &bdquo;Armut nicht nur eine Frage von Hartz IV&ldquo; sorgten am 22. Juli 2013 f&uuml;r Schlagzeilen: &bdquo;Eine aktuelle Studie der empirica AG im Auftrag der Bertelsmann Stiftung belegt: Wer als Familie weniger als 60 Prozent des orts&uuml;blichen mittleren Einkommens verdient, hat in 60 der 100 gr&ouml;&szlig;ten deutschen St&auml;dte nach Abzug der Miete im Durchschnitt weniger als eine Hartz IV-Familie.&ldquo; Als Spitzenwert wird von der Bertelsmann Stiftung die Stadt Jena pr&auml;sentiert: &bdquo;In Jena bleiben in einer Familie nach &Uuml;berweisung der Miete rechnerisch nur 666 Euro pro Monat.&ldquo;<br>\nDer sensationelle Befund:<br>\nWer als arme Familie kein Wohngeld und Kinderzuschlag beantragt oder, wenn noch &auml;rmer, kein &bdquo;Hartz IV&ldquo; beantragt, hat nach Abzug der Miete (und Kosten der Heizung) in der Regel weniger als eine arme Familie, die &bdquo;Hartz IV&ldquo; beantragt und deren Antrag bewilligt wird.<br>\nDiese Familien, die ihre Rechtsanspr&uuml;che, aus welchen Gr&uuml;nden auch immer, nicht durchsetzen bzw. nicht durchsetzen k&ouml;nnen oder wollen, sind Teil der &bdquo;verdeckten Armut&ldquo; &uuml;ber deren Gr&ouml;&szlig;enordnung aktuell im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der Regelbedarfs-Ermittlung gestritten wird.<br>\n&Uuml;ber die Zahl der Familien in den untersuchten Gro&szlig;st&auml;dten, die die ihnen zustehenden Leistungen beantragen bzw. nicht beantragen, wird in der Bertelsmann-Studie jedoch kein Wort verloren. Die Frage, wie sich deren Zahl mit dem zum Teil drastischen Anstieg der Mieten und Heizkosten ver&auml;ndert, wird nicht gestellt. Wie viele vierk&ouml;pfige Familien mit zwei<br>\nKindern z.B. in der Lichtstadt Jena leben, die 2011 ein monatliches Einkommen von lediglich 1.366 Euro (einschlie&szlig;lich Kindergeld und gegebenenfalls Wohngeld und Kinderzuschlag) hatten und davon 700 Euro f&uuml;r Unterkunft und Heizung (&bdquo;Mietkosten&ldquo;) aufbringen mussten, erf&auml;hrt man somit nicht. Stattdessen erf&auml;hrt man: Es gibt (rechnerisch) arme Familien in Jena, denen &bdquo;nach &Uuml;berweisung der Miete rechnerisch nur 666 Euro&ldquo; im Monat bleiben.<br>\n(siehe oben)<br>\nUnd eine offenbar ganz wichtige Botschaft:<br>\nDieser Betrag liegt 43 Prozent unter dem in der &bdquo;Bertelsmann-Studie&ldquo; ermittelten Regelbedarf einer &bdquo;Hartz IV-Familie&ldquo;. Hier die arme Familie ohne &bdquo;Hartz IV&ldquo; und da die im Verh&auml;ltnis dazu &bdquo;reiche Hartz IV-Familie&ldquo; f&uuml;r die die &bdquo;Mietkosten&ldquo; angeblich kein Problem darstellen&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2013-07-24_kdu-bertelsmann-studie-arme-familien.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe e.V. (BIAJ) [PDF &ndash; 123 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Nochmals: Bezirkspersonalrat NRW der Bundesagentur zu Vermittlungsstatistiken<\/strong><br>\nSiehe <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18077#h05\">Hinweis Ziffer 5 der gestrigen Hinweise des Tages<\/a> \n<p><em><strong>Ein Jobcenter-Mitarbeiter schreibt uns u.a. dazu erg&auml;nzend:<\/strong> Der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung ist es gleichg&uuml;ltig, ob der Saisonauftrag einer ZA-Firma 1000 Integrationen zu sowohl prek&auml;ren L&ouml;hnen und Arbeitsbedingungen als auch nur f&uuml;r ein oder zwei Monate befristet geschaffen hat, Hauptsache die Integrationszahlen f&uuml;r den jeweiligen Berichtsmonat haben gestimmt. Wenn dieser Auftrag auch noch zus&auml;tzliche F&ouml;rdermittel beansprucht, wird man das im Zweifel sogar positiv bewerten, immerhin verringert sich dadurch das jeweilige Jahresbudget. Wenn vor der Arbeitsaufnahme beispielsweise eine 4-w&ouml;chige Weiterbildung finanziert werden muss, dann gibt es kaum eine Agentur oder ein Jobcenter das nicht gleich noch den passenden Bildungstr&auml;ger an der Hand hat, bei dem die Kunden das ben&ouml;tigte Zertifikat ablegen k&ouml;nnen. Der unbedarfte Leser mag fragen, wo hier das Prinzip der Wirtschaftlichkeit bleibt, mit dem sich der der Vorstand der BA so gern schm&uuml;ckt; die Antwort ist klar: es wird mit F&uuml;&szlig;en getreten, Hauptsache die vorab definierten Controlling-Ziele werden erreicht. Nur in Bezug auf das &ldquo;F&uuml;hren durch Ziele&rdquo; w&auml;hnt sich die BA klar auf Augenh&ouml;he mit den von ihr so hochverehrten Wirtschaftsunternehmen.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Personalrat hat mit seiner Reaktion eines von unz&auml;hligen Beispielen genannt, wohin der Controlling-Wahn im &ldquo;operativen Gesch&auml;ft&rdquo; (wie es neuerdings gern genannt wir) f&uuml;hrt, ich will einige andere Beispiele anf&uuml;hren. Die Kundenkontaktdichte (auch eine wichtige Zielgr&ouml;&szlig;e) wird genau dann verfehlt, wenn ein pers&ouml;nlicher oder telefonischer Kontakt nach exakt beispielsweise 6 Wochen nicht hergestellt werden konnte, erscheint der Kunde auch nur einen Tag sp&auml;ter, bleibt das Ziel dennoch verfehlt. Wenn eingekaufte Ma&szlig;nahmen nicht ausreichend besetzt werden k&ouml;nnen, weil es nicht gen&uuml;gend geeignete Kunden gibt, werden Anweisungen erlassen, wie viele Zuweisungen zu diesen (nicht selten v&ouml;llig nutzlosen) Ma&szlig;nahmen pro Team bzw. pro Mitarbeiter bis zum Stichtag x auszufertigen sind. Wenn Sie glauben, im Folgejahr w&uuml;rde man auf den Einkauf dieser Ma&szlig;nahmen verzichten bzw. deren Umfang verringern, muss ich Sie entt&auml;uschen. Das hehre Ziel einer JEDEN Dienststelle ist es, die eingestellten Mittel im Kalenderjahr zu 100% zu verbrauchen, um im Folgejahr keinen Cent weniger zur Verf&uuml;gung gestellt zu bekommen. Prinzip der Wirtschaftlichkeit? Fehlanzeige. <\/em><\/p>\n<p><em>Individuelle, ma&szlig;geschneiderte L&ouml;sungen im Sinne der beruflichen Zukunft des Kunden? Keine Spur, es geht um Zahlen, Zielwerte und um Karrieren. Vergessen Sie die Hochglanzbrosch&uuml;ren die in Ihren Arbeitsagenturen ausliegen, in denen Ihnen erkl&auml;rt wird, dass Sie als Kunde im Mittelpunkt stehen. Das gilt sehr wahrscheinlich f&uuml;r einige Arbeitsvermittler, Ihre pers&ouml;nlichen Ansprechpartner, die t&auml;glich den schmalen Grat zwischen dem Zwang zum Erreichen ihrer Zielwerte und ihrem wom&ouml;glich noch erhaltenen Verst&auml;ndnis von Kundenorientierung gehen m&uuml;ssen und damit, wie im Falle von Frau Hannemann, auch manchmal bis an die Grenzen ihrer M&ouml;glichkeiten sto&szlig;en, aber es gilt nicht und galt noch nie f&uuml;r &ldquo;Ihre Agentur f&uuml;r Arbeit&rdquo; oder &ldquo;Ihr Jobcenter&rdquo;.<\/em><\/p>\n<p><em>Abschlie&szlig;end l&auml;sst sich festhalten, dass sich die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung in N&uuml;rnberg seit Jahren ausschlie&szlig;lich durch Selbstgerechtigkeit, Ignoranz, Unwissen &uuml;ber das t&auml;gliche Versagen ihres eigenen Systems und v&ouml;lliger Inkompetenz auszeichnet. Und wenn Sie glauben ich &uuml;bertreibe m&ouml;chte ich Ihnen versichern, dass sehr viele mir bekannte Kolleginnen und Kollegen nichts anderes zu berichten h&auml;tten, w&uuml;rde man sie fragen und w&uuml;rde ihnen endlich einmal jemand zuh&ouml;ren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Tod zweier Arbeiter: Bei Meyer Werft soll besser bezahlt werden<\/strong><br>\nDurch den Tod von zwei Arbeitern in Papenburg k&ouml;nnten sich die Arbeitsbedingungen vieler Menschen verbessern. Die Meyer Werft in Papenburg, in der die beiden aus Rum&auml;nien stammenden Opfer eines Wohnungsbrandes arbeiteten, gab sich jetzt eine Sozialcharta und will ferner mit der IG Metall einen Tarifvertrag gegen Lohndumping und f&uuml;r gesundheitsvertr&auml;gliche Arbeitspl&auml;tze abschlie&szlig;en. Darauf verst&auml;ndigten sich Firmenchef Bernhard Meyer und Meinhard Geiken, Chef des IG Metall-Bezirks K&uuml;ste, am Montagabend bei einem Gespr&auml;ch mit Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD). &bdquo;Wir wollen nicht in eine Ecke ger&uuml;ckt werden, in die wir nicht geh&ouml;ren&ldquo;, sagte Meyer. Am 13. Juli war in einem Haus in Papenburg ein Feuer ausgebrochen, in dem rund 30 Rum&auml;nen und Bulgaren untergebracht waren, zwei Rum&auml;nen starben an einer Rauchvergiftung, die Staatsanwaltschaft ermittelt. Angeblich arbeiten die Osteurop&auml;er f&uuml;r einen Stundenlohn von 3,50 Euro auf der Meyer Werft &ndash; und zwar als Mitarbeiter eines Subunternehmers. Fast die H&auml;lfte der &bdquo;Belegschaft&ldquo; der Meyer Werft wird von solchen Werkvertragsunternehmen gestellt.&nbsp; So steht denn auch in der neuen &bdquo;Sozialcharta&ldquo; der Hinweis, dass die &bdquo;Arbeitsteilung der Werft f&uuml;r die internationale Wettbewerbsf&auml;higkeit unverzichtbar&ldquo; sei. Doch nun will Meyer verst&auml;rkt darauf achten, wie die Mitarbeiter der Subunternehmen behandelt werden. &bdquo;Der Mindestlohn darf einen Bruttostundenlohn von 8,50 Euro nicht unterschreiten&ldquo;, hei&szlig;t es in der Charta. Arbeitszeit- und Arbeitsschutzbestimmungen sollen f&uuml;r die Werkvertragsarbeiter ebenso gelten wie f&uuml;r die Stammbelegschaft der Werft. Nach Erhebungen der IG Metall waren im vergangenen Herbst rund 5000 Werkvertragsarbeitnehmer im Schiffbau hierzulande t&auml;tig, das entspricht einem Anteil von 28 Prozent. Bei der Meyer Werft wird nun erstmals eine Regelung angestrebt, die auf die Branche und dar&uuml;ber hinaus ausstrahlen k&ouml;nnte. Nach Erhebungen der IG Metall waren im vergangenen Herbst rund 5000 Werkvertragsarbeitnehmer im Schiffbau hierzulande t&auml;tig, das entspricht einem Anteil von 28 Prozent. Bei der Meyer Werft wird nun erstmals eine Regelung angestrebt, die auf die Branche und dar&uuml;ber hinaus ausstrahlen k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/tod-zweier-arbeiter-bei-meyer-werft-soll-besser-bezahlt-werden\/8537470.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Nominierungen zur Bundestagswahl: Parteien stellen kaum Migranten auf<\/strong><br>\nPhilipp R&ouml;sler ist der wohl prominenteste deutsche Politiker mit Migrationshintergrund. Auch nach der Bundestagswahl werden an seine Prominenz nur wenige Migranten heranreichen &ndash; denn die Parteien stellen kaum Migranten auf. Nicht einmal vier Prozent derer, die im September auf Parteilisten oder direkt f&uuml;r den Bundestag kandidieren, haben einen Migrationshintergrund, sind also Nachkommen von Einwanderern oder selbst eingewandert.&nbsp; Wie der &bdquo;Mediendienst Integration&ldquo; in einer Umfrage unter den Parteizentralen in Bund und L&auml;ndern herausfand, sind Migranten bei Gr&uuml;nen und Linken am st&auml;rksten vertreten. F&uuml;r die Gr&uuml;nen gehen bundesweit 23 Migrantinnen und Migranten ins Rennen, f&uuml;r die Linke 18 &ndash; ebenso viele wie in der SPD &ndash; und f&uuml;r die FDP und die Piraten neun beziehungsweise sieben. Die CDU hat bundesweit nur sechs Migranten aufgestellt, die bayerische Schwester CSU keinen einzigen. Noch geringer d&uuml;rfte der tats&auml;chliche Anteil von Migranten im neuen Bundestag sein. Er l&auml;ge nach den &ndash; freilich etwas unsicheren &ndash; Sch&auml;tzungen des Mediendiensts f&uuml;r die Zahl der aussichtsreichen Pl&auml;tze bei nur drei Prozent aller Abgeordneten. Ihr Anteil an der deutschen Wohnbev&ouml;lkerung betr&auml;gt dagegen knapp 20 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/nominierungen-zur-bundestagswahl-parteien-stellen-kaum-migranten-auf\/8532334.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Portugal: Einfach weiterwursteln lautet die Devise<\/strong><br>\nEs wird in Portugal keine &ldquo;Regierung der nationalen Rettung geben&rdquo;. In einer Fernsehansprache gestand Pr&auml;sident An&iacute;bal Cavaco Silva am Sonntagabend ein, dass sein Vorschlag an der Haltung der Opposition gescheitert ist. Die Sozialistische Partei (PS) weigert sich, in eine solche gro&szlig;e Koalition einzutreten. Die Sozialisten hatten die Verhandlungen zwar aufgenommen, lehnten ein erneutes Sparprogramm in H&ouml;he von 4,7 Milliarden Euro, das bereits mit der Troika abgestimmt ist, aber ab. Zu gro&szlig; seien die Opfer, die die Bev&ouml;lkerung bereits gebracht habe. Die Sozialisten fordern Neuwahlen. Doch auch die wird es nicht geben. &ldquo;Die beste L&ouml;sung ist die Fortsetzung der aktuellen Regierung&rdquo;, beschloss Cavaco Silva. &ldquo;Wir m&uuml;ssen den europ&auml;ischen Partnern zeigen, dass Portugal ein regierbares Land ist&rdquo;, erkl&auml;rte er diesen Schritt. Genau danach sah es zuletzt nicht aus. Die Koalition des Konservativen Pedro Passos Coelho und seiner konservativen Sozialdemokratische Partei (PSD), der auch Cavaco Silva angeh&ouml;rt, mit der kleineren CDS-PP von Au&szlig;enminister Paulo Portas drohte zu zerbrechen. Dass [dies]er jetzt doch im Amt bleibt, liegt nicht zuletzt daran, dass er einen besseren, einflussreicheren Posten f&uuml;r sich heraushandeln konnte. Er wird k&uuml;nftig Vizepremier. In seine Zust&auml;ndigkeit werden die Verhandlungen mit der Troika fallen. Wenn Portas gegen&uuml;ber der Troika &uuml;berhaupt ein Druckmittel hat, um seinem Land etwas Luft zu verschaffen, dann die Gefahr des v&ouml;lligen Zusammenbruchs des s&uuml;dwesteurop&auml;ischen Staates, der das benachbarte Spanien, aber auch Italien und Frankreich anstecken k&ouml;nnte. Portugal braucht eine erneute Lockerung der Sparziele. Denn das Versprechen, das Defizit von 6,4 Prozent 2012 auf 5,5 Prozent bis Ende dieses Jahres zu senken, kann nicht gehalten werden. Es sind die Zinsen f&uuml;r die Staatsanleihen, die das kleine Land ersticken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2013%2F07%2F23%2Fa0059&amp;cHash=598b8b636bd240b9d47cf35b03a824b6\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das harte Sparprogramm hat Portugal&nbsp; in die schwersten Rezession seit den 1970er Jahren gef&uuml;hrt, die Arbeitslosigkeit liegt auf Rekordniveau. Nach Ausgabenk&uuml;rzungen in der &ouml;ffentlichen Verwaltung, speziell bei Geh&auml;ltern, einer Mehrwertsteuererh&ouml;hung, Einfrierung der Renten, Verl&auml;ngerung der Arbeitszeit, Reduktion der Feiertage kommen jetzt Einschnitte im Gesundheitsbereich, bei Arbeitslosengeld und Renten, die Reduzierung der Zahl der Beamten, eine Lockerung des K&uuml;ndigungsschutzes und eine Schuldenbremse auf die Portugiesen zu. Der ohnehin schwache Sozialstaat wird am Ende dieses Prozesses nicht mehr vorhanden sein. &ndash; Europa als Absurdistan. Europaweit wird z.B. die Lockerung des K&uuml;ndigungsschutzes als Rezept gegen die Krise anempfohlen bzw. von der Troika durchgesetzt und keiner stellt sich die Frage, welchen Firmen das noch zugute kommen soll, wenn z.B. laut einer Liste der Creditreform die Zahl der Firmenpleiten in Portugal um <a href=\"http:\/\/www.creditreform.de\/Deutsch\/Creditreform\/Presse\/Archiv\/Insolvenzen_Europa\/2012-13\/Unternehmensinsolvenzen_in_Europa_2012-13_de.pdf\">42 Prozent zugenommen hat [PDF &ndash; 1.3 MB]<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Erg&auml;nzung zu: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18073\">Sch&auml;uble was here &ndash; Holzf&auml;ller am Werk<\/a>&ldquo;<\/strong><br>\nIn Griechenland haben sich f&uuml;nf B&uuml;rgermeister mit einem Offenen Brief gegen die Politik der pauschalen Entlassungen gestellt, die von der Regierung Samaras\/Venizelos betrieben wird und letzte Woche im Parlament abgesegnet wurde. Verfasser des Offenen Briefes sind die B&uuml;rgermeister der beiden Gro&szlig;st&auml;dte Athen (1,2 Millionen Einwohner) und Thessaloniki (810 000), der drittgr&ouml;&szlig;ten griechischen Stadt Patras (200 000) der sechstgr&ouml;&szlig;ten Stadt Volos (130 000) und der neuntgr&ouml;&szlig;ten Ioannina (90 000).<br>\nDie Initiative fand in der griechischen &Ouml;ffentlichkeit aus zwei Gr&uuml;nden gro&szlig;e Beachtung. Erstens ist sie ein Anzeichen daf&uuml;r, dass sich der Konflikt zwischen der Zentralregierung und den Kommunen im Zuge der Krise und der Sparprogramme weiter versch&auml;rft. Zweitens k&ouml;nnte angesichts des politischen Profils der f&uuml;nf B&uuml;rgermeister auch eine neue politische Kraft auf nationaler Ebene entstehen. So erkl&auml;rte der B&uuml;rgermeister von Volos, Panos Skotini&oacute;tis, die Gruppe der F&uuml;nf sei nat&uuml;rlich keineswegs politisch neutral und ihre Initiative k&ouml;nnte zur Gr&uuml;ndung einer neuen gesellschaftlich-politischen Koalition f&uuml;hren.<br>\nAllen f&uuml;nf B&uuml;rgermeistern ist gemeinsam, dass sie auf Initiative lokaler Wahlb&uuml;ndnisse gew&auml;hlt wurden, die das politische Spektrum von Links bis Mitte-Links abdecken. Sie waren aber ausdr&uuml;cklich keine Parteikandidaten und haben &ouml;ffentlich die Klientelwirtschaft der etablierten Parteien kritisiert.<br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/130725_schaeuble_was_here_gr_brief_der_bm.pdf\">Lesen Sie die &Uuml;bersetzung des Offenen Briefes von Niels Kadritzke hier [PDF &ndash; 49 KB]<\/a>.<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Staatsverschuldung: Verrechnet!<\/strong><br>\nEs war eine jahrelange &ouml;konomische Gewissheit: Bei mehr als 90 Prozent Staatsverschuldung rutschen L&auml;nder in die Armut ab. Das sagte ein ber&uuml;hmter Wissenschaftler, daran hielten sich Politiker in der Euro-Krise. Bis ein Student zu zweifeln begann. Rekonstruktion eines Rechenfehlers.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2013\/27\/staatsverschuldung-rechenfehler-thomas-herndon\">Zeit.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die Neue Linke<\/strong><br>\n&ldquo;Der schlimmste neoliberale Finger, daran sind wir seit Jahrzehnten gew&ouml;hnt, ist der ber&uuml;chtigte W&auml;hrungsfonds IWF.<br>\nDoch halt &ndash; etwas verst&ouml;rt dieses Bild. In sch&ouml;ner Regelm&auml;&szlig;igkeit &uuml;berrascht der IWF mit Studien und Selbstkorrekturen. Dieser Tage wurde wieder einmal ein mit &ldquo;Streng vertraulich&rdquo; &uuml;berschriebenes IWF-Papier bekannt, in dem die Technokraten eingestehen, sie h&auml;tten die Auswirkungen der Austerit&auml;tspolitik auf Griechenland arg untersch&auml;tzt, zudem sollten viel mehr der griechischen Staatsschulden einfach gestrichen werden.<br>\nDer Kulturwandel im Washingtoner Fonds ist mittlerweile derart signifikant, dass die EU-B&uuml;rokraten den W&auml;hrungsfonds am liebsten los werden w&uuml;rden. Dessen Ziele &ldquo;passen nicht mehr mit den Zielen der Europ&auml;ischen Union zusammen&rdquo;, sagte Kommissionspr&auml;sident Jose Manuel Barroso dieser Tage.<br>\nVerkehrte Welt: Der IWF, traditionell die Speerspitze neoliberaler Gegenreform, passt nicht mehr zu Europa, weil er zu links ist.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.misik.at\/sonstige\/die-neue-linke.php\">Robert Misik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.B.:<\/strong> Man sollte vorsichtig sein, den IWF schon f&uuml;r die angesprochenen kleinen Schritte in die richtige Richtung &uuml;berschw&auml;nglich zu loben. Robert Misik bekommt am Ende seines Textes noch die Kurve und merkt ganz zu Recht an, dass der IWF nach wie vor auch beinharte neoliberale Politik verordnet. Was bleibt, ist die Feststellung, dass das politische Europa den neoliberalen IWF in rasender Geschwindigkeit rechts &uuml;berholt hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Der bewegte Mann<\/strong><br>\nDer Hohenloher Frank Hansen hat viel Geld und ist unzufrieden. Weil Reichtum in Deutschland ungerecht verteilt ist und auch sonst vieles schiefl&auml;uft. In der &ldquo;Bewegungsstiftung&rdquo;, die sozialen Protest unterst&uuml;tzt, hat er eine Heimat gefunden.<br>\nDie Bewegungsstiftung entstand 2002 im Umfeld der Globalisierungskritiker. Sie hat ihren Sitz in Verden und trat an, die zerst&ouml;rerischen Kr&auml;fte des Kapitalismus zu z&auml;hmen, den neoliberalen Glauben an die &Uuml;berlegenheit der M&auml;rkte zu ersch&uuml;ttern und f&uuml;r soziale und &ouml;kologische Gerechtigkeit zu streiten. Seit der Gr&uuml;ndung flossen mehr als zwei Millionen Euro aus Ertr&auml;gen des Stiftungskapitals an Projekte wie LobbyControl, an Clean-clothes-Kampagnen, an Campact, an Aktionen von terres des femmes oder in eine Ausfallb&uuml;rgschaft zu Antiatomkraftdemos nach Fukushima. Doch die Stiftung will mehr sein als eine Geldweiterleitungsmaschine an Protestbewegungen. &ldquo;Wir sind auch ein Netzwerk, das Projekte ber&auml;t und begleitet und vernetzt&rdquo;, sagt Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Matthias Fiedler&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/s-klasse\/121\/der-bewegte-mann-1632.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a> \n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Die Themen der neuen Ausgabe der <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/\">Kontext: Wochenzeitung<\/a> (heute als Beilage in der taz, danach am Kiosk) u.a.:<\/em> <\/p>\n<ul>\n<li><em>Kein Bock auf W&uuml;hltisch: Hemdenfabrikant Mark Bezner rechnet ab mit Mega-Quatsch-Runden gegen Ausbeutung in Bangladesch und dem verh&auml;ngnisvollen Drang zu immer billigeren Produkten<\/em><\/li>\n<li><em>Gigantische Absurdit&auml;ten: An Gro&szlig;projekten hing noch nie die Zukunftsf&auml;higkeit eines Landes &ndash; allenfalls die von unseligen Allianzen aus Wirtschaft und Politik. Ein dreit&auml;giges Forum in den Stuttgarter Wagenhallen vom 26. bis 28. Juli informiert und sucht Auswege. <\/em><\/li>\n<li><em>Die zerrissene Frau: Bilkay &Ouml;ney gilt wahlweise als r&uuml;de im Ton, unvorsichtig in ihren politischen &Auml;u&szlig;erungen oder als &uuml;berforderte Quotenfrau. Die Opposition sucht nach Fehlern der SPD- Integrationsministerin und die eigene Partei  unterst&uuml;tzt sie nicht. Frohes Schaffen!<\/em><\/li>\n<li><em>Der Klan als NSU-J&auml;ger: Der s&auml;chsische Verfassungsschutz soll einen Ku-Klux-Klan-F&uuml;hrer daf&uuml;r eingesetzt haben, das NSU-Trio zu verfolgen. Und dies obwohl der ehemalige V-Mann in Baden-W&uuml;rttemberg als unzuverl&auml;ssig galt und deshalb angeblich abgeschaltet worden war.<\/em><\/li>\n<li><em>Mitgehangen, mitbefangen: Die Er&ouml;rterung zum Grundwassermanagement wurde wegen Befangenheit abgebrochen. Der Sitzungsleiter vom Regierungspr&auml;sidium hatte &uuml;ber Tiefbahnhofgegner abgel&auml;stert. Doch wie unabh&auml;ngig ist die Beh&ouml;rde selbst? Der Datenschutzbeauftragte pr&uuml;ft ein m&ouml;gliches Fehlverhalten des RP-Pr&auml;sidenten Schmalzl (FDP).<\/em><\/li>\n<li><em>Der neue &Ouml;kodiktator ist da! In unserer Comicserie l&ouml;sen der Ministerpr&auml;sident und seine Mannen auch in der 10. Folge gewohnt souver&auml;n alle Regierungs- und Koalitionsprobleme. Heute die schwierige Suche nach einer Tunnelpatin. Tunnel I: Der Comic.<\/em><\/li>\n<li><em>O heilige Barbara, hilf!: Der Verkehrsminister kommt mit dem Hubschrauber, f&auml;hrt 150 Meter mit dem Mercedes, Pfarrer singen und die Heilige Barbara, Patronin der Pyrotechniker und Totengr&auml;ber, wacht &uuml;ber alle. Da kann nichts mehr schief gehen, beim Tunnel-Anschlag auf der Alb.<\/em><br>\n<em>Tunnel II: Die Realit&auml;t<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-18088","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18088","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=18088"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18088\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18101,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18088\/revisions\/18101"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=18088"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=18088"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=18088"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}