{"id":18120,"date":"2013-07-29T09:03:39","date_gmt":"2013-07-29T07:03:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18120"},"modified":"2013-07-29T09:03:39","modified_gmt":"2013-07-29T07:03:39","slug":"hinweise-des-tages-1931","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18120","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18120#h01\">SPD-Spitze erteilt Koalition mit Linkspartei Absage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18120#h02\">Ex-Innenminister: Schily nennt Furcht vor &Uuml;berwachungsstaat paranoid<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18120#h03\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18120#h04\">Eine beinahe perverse Konstruktion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18120#h05\">EBA: Wo die bestbezahlten Banker zuhause sind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18120#h06\">Geringes Interesse an der Blue Card<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18120#h07\">Vertretungslehrer: Sommerferien auf Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18120#h08\">Leiter der Minijobzentrale: Viele Minijobber bekommen ihre Rechte nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18120#h09\">Nur als Sklaven erw&uuml;nscht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18120#h10\">Sylt k&auml;mpft gegen die Vertreibung der Einheimischen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18120#h11\">Chinesische NGO: Bericht enth&uuml;llt schwere Missst&auml;nde bei Apples Zulieferern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18120#h12\">Der Tod ist ein Meister aus Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18120#h13\">Kampf um Ressourcen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18120&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>SPD-Spitze erteilt Koalition mit Linkspartei Absage<\/strong><br>\nAngesichts rechnerischer Chancen f&uuml;r Rot-Rot-Gr&uuml;n versucht die SPD-Spitze jede Debatte &uuml;ber ein B&uuml;ndnis mit der Linkspartei zu unterbinden.<br>\n&ldquo;Die Linke ist au&szlig;en-, europa- und b&uuml;ndnispolitisch nicht verl&auml;sslich. Ihre Wirtschafts- und Finanzpolitik folgt dem Motto &ldquo;W&uuml;nsch Dir was&rdquo;, sagte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbr&uuml;ck der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo;. Er wies &Auml;u&szlig;erungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) &uuml;ber die M&ouml;glichkeit einer Regierung von SPD, Gr&uuml;nen und Linken zur&uuml;ck. &ldquo;Frau Merkel versucht, Gespenster vorzuf&uuml;hren.&rdquo;<br>\nAuch der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel erteilte einem B&uuml;ndnis mit der Linkspartei nach der Bundestagswahl eine Absage. &ldquo;Rot-Rot-Gr&uuml;n ist nur eine rechnerische und keine politische Mehrheit&rdquo;, sagte er dem &ldquo;Tagesspiegel am Sonntag&rdquo;. Er halte nichts davon, &ldquo;die Stabilit&auml;t Deutschlands aufs Spiel zu setzen, nur um mit einer absolut unkalkulierbaren Partei ins Kanzleramt zu kommen. Wer jedes Risiko eingeht, um ins Kanzleramt zu kommen, wird nicht lange dort bleiben.&rdquo; Die Linke sei im &Uuml;brigen &ldquo;nicht eine Partei, sondern zwei, bestehend aus pragmatischen Linken im Osten und s&auml;mtlichen Sektierern und SPD-Hassern im Westen&rdquo;, so Gabriel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/inhalt.btw13-spd-spitze-erteilt-koalition-mit-linkspartei-absage.232d0245-029e-456c-81a5-a367ada3089d.html\">Abendzeitung M&uuml;nchen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Meine Prophezeiung, dass der Vorsto&szlig; der SPD-Linken Hilde Mattheis, wonach eine &bdquo;Offenheit&ldquo; gegen&uuml;ber der Linkspartei der SPD gut t&auml;te, der SPD-F&uuml;hrung nur als Vorlage diente, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18077#h12\">eine Absage an Rot-Rot-Gr&uuml;n zu bekr&auml;ftigen<\/a>, hat sich leider als richtig erwiesen.<\/em><br>\n<em>Dabei kann die SPD-Spitze noch so oft dementieren, die CDU  wird nicht davon ablassen, mit der Drohung von Rot-Rot-Gr&uuml;n in den Wahlkampf zu ziehen. So sagte Sch&auml;uble im Interview mit der Bild am Sonntag: &bdquo;Sollten Union und FDP nicht wieder eine Mehrheit bekommen, wird es nach meiner festen &Uuml;berzeugung eine SPD-gef&uuml;hrte Regierung unter Beteiligung der Linkspartei geben&ldquo;.<\/em><br>\n<em>Wenn man dieses Thema so aufgeregt und &auml;ngstlich angeht wie Steinbr&uuml;ck und Gabriel, braucht man sich nicht zu wundern, dass einen der politische Gegner damit jagt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> &hellip;wie kommt Gabriel darauf, dass die Linke eine Gefahr f&uuml;r die politische Stabilit&auml;t Deutschlands sei? Eine reale Gefahr f&uuml;r die demokratische Verfasstheit Deutschlands geht gegenw&auml;rtig von Merkel aus, die in ihrem Agieren in der NSA-Aff&auml;re mehr als deutlich gezeigt hat, dass ihr die B&uuml;rgerrechte und die staatliche Souver&auml;nit&auml;t Deutschlands keinen Pfifferling wert sind. Die anderer europ&auml;ischer Staaten sowieso nicht, wie das deutsche Austerit&auml;tsdiktat t&auml;glich belegt.<\/em><br>\n<em>Anstatt diese Steilvorlage zu nutzen pr&uuml;geln Steinbr&uuml;ck und Gabriel lieber auf die Linke ein. Damit ist klar, das Wahlziel der SPD ist die Gro&szlig;e Koalition. Steinbr&uuml;ck und Gabriel sollten wenigstens so couragiert sein und dies den W&auml;hlern offen sagen. Allerdings erweist die SPD der Demokratie damit ebenfalls einen B&auml;rendienst, da es nun letztendlich egal ist was man w&auml;hlt. Die neoliberale Politik wird so oder so fortgesetzt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ex-Innenminister: Schily nennt Furcht vor &Uuml;berwachungsstaat paranoid<\/strong><br>\nPrism und Tempora, Datenspeicherung und &Uuml;berwachung durch den US-Geheimdienst NSA &ndash; alles kein gro&szlig;es Problem f&uuml;r Otto Schily. Im Gespr&auml;ch mit dem SPIEGEL sagte Schily, man solle nicht so tun, als ob die gr&ouml;&szlig;te Gefahr f&uuml;r die Menschen in Deutschland von der National Security Agency ausgehe: &ldquo;Die gr&ouml;&szlig;te Gefahr geht vom Terrorismus und von der Organisierten Kriminalit&auml;t aus. Ich finde manches Get&ouml;se, was da im Moment zu h&ouml;ren ist, nicht angemessen.&rdquo;<br>\nDie SPD sollte die Aussp&auml;haff&auml;re deshalb auch nicht als Wahlkampfthema nutzen: &ldquo;Die gro&szlig;en Parteien haben nach meiner Einsch&auml;tzung bei diesem Thema kaum etwas zu gewinnen&rdquo;, sagte Schily, der vor 24 Jahren von den Gr&uuml;nen zur SPD &uuml;bertrat. F&uuml;r sozialdemokratische W&auml;hler sei die innere Sicherheit immer ein wichtiges Thema gewesen. Die SPD d&uuml;rfe ihre Reputation in diesem Bereich nicht aufs Spiel setzen. &ldquo;Law and Order sind sozialdemokratische Werte.&rdquo;<br>\nSchily sagte, die Furcht vor dem Staat trage &ldquo;teilweise wahnhafte Z&uuml;ge, auch bei manchen Politikern von FDP und Gr&uuml;nen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/nsa-ex-innenminister-schily-haelt-furcht-vor-ueberwachung-fuer-paranoid-a-913507.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers F.S.:<\/strong> Der Ex-Innenminister der SPD, Otto Schily, wei&szlig; genau was er sagt. Er reiht sich jetzt medienwirksam in die eiligst gerufene Phalanx der Bef&uuml;rworter der NSA-Total-&Uuml;berwachung aller B&uuml;rger ein. &ldquo;Law and order&rdquo; ist schlie&szlig;lich sein Leben. <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/schilys-katalog-handys-internet-und-telebanking-im-visier-a-163333.html\">Von ihm stammte schlie&szlig;lich der &ldquo;Otto&rdquo;-Katalog<\/a>. Das ist nicht vergessen.<\/em><br>\n<em>Lesen Sie dazu auch hier: Schily Geheimplan: &ldquo;Der Bundesinnenminister r&uuml;ttelt mit seinem zweiten Anti-Terror-Paket an den Grundfesten des Rechtsstaats und stellt alle B&uuml;rger unter Generalverdacht.&rdquo;, Schily Geheimplan: &ldquo;Der Bundesinnenminister r&uuml;ttelt mit seinem zweiten Anti-Terror-Paket an den Grundfesten des Rechtsstaats und <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/9\/9792\/1.html\">stellt alle B&uuml;rger unter Generalverdacht.<\/a>&rdquo; <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ich glaube, niemand hat etwas dagegen, dass in (vielleicht auch tausenden) Einzelf&auml;llen &ndash; bei schwerer Kriminalit&auml;t oder tats&auml;chlich zur Verfolgung von Terroristen &ndash; die Kommunikation im Internet &uuml;berwacht wird. Wenn aber Snowdens Angaben stimmen, dann geht es um das Absaugen s&auml;mtlicher Kommunikationsdaten aller B&uuml;rger, rund um die Uhr, und das ist in Deutschland eindeutig verfassungswidrig. Die massenhafte Kommunikations&uuml;berwachung war zumindest fr&uuml;her Organisationen wie der Stasi und der Gestapo vorbehalten, die daf&uuml;r von unserer so vorbildlich rechtsstaatlichen Bundesregierung harsch kritisiert wurden und werden. Da fallen dann Begriffe wie &ldquo;Unrechtsstaat&rdquo;&hellip;<\/em><br>\n<em>Bedenkt man, dass Schily als Innenminister auch Verfassungsminister war und hier aber so gar nichts gegen die massenhafte Verletzung des Grundgesetzes einzuwenden hat, ist dieses Interview ein starkes St&uuml;ck. Und ein Hinweis darauf, warum die SPD kein Interesse an einer weiteren Verfolgung dieses Skandals hat &ndash; offenbar war sie in ihrer eigenen Regierungszeit tief in ihn verstrickt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung C.R.:<\/strong> Die SPD-Spitze sollte sich schnell und unmissverst&auml;ndlich von Schilys Aussagen distanzieren: Zum Beispiel sind &bdquo;law and order&ldquo; keine sozialdemokratischen Werte. Im Gegenteil: Ein Blick in die Geschichte beweist, dass viele Sozialdemokraten unter staatlicher Repression litten.<\/em><br>\n<em>Herr Schily scheint die Realit&auml;t nicht zur Kenntnis nehmen zu wollen. Es sind staatliche Organe (und ganz offensichtlich nicht lediglich die der USA), die offenbar &ndash; wenn den Erkenntnissen des Historikers Foschepoth gefolgt wird &ndash; sogar ganz legal die grundgesetzlich garantierten Rechte, z.B. das Postgeheimnis, einschr&auml;nken. Die offensichtliche Nicht-Souver&auml;nit&auml;t Deutschlands m&ouml;chte scheinbar keine im Bundestag vertretene Partei thematisieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Redezeit: &Uuml;berwachungsstaat?<\/strong><br>\nWelche Rechte Geheimdienste in Deutschland haben<br>\nJosef Foschepoth ist Professor f&uuml;r Neuere und Neueste Geschichte an der Universit&auml;t Freiburg. Seine StudentInnen k&ouml;nnen bei ihm das Seminar &ldquo;&Uuml;berwachtes Deutschland: Post- und Fernmelde&uuml;berwachung in der alten Bundesrepublik&rdquo; besuchen. Er hat zur Macht der Westalliierten bis zum Fall der Mauer auch ein Buch geschrieben.<br>\nSeit der NSA-Whistleblower Edward Snowden aufkl&auml;rte, in welchem Umfang die Deutschen noch heute &uuml;berwacht werden, sind die Recherchen des Historikers noch gefragter als zu ihrer Ver&ouml;ffentlichung im Jahr 2012. Josef Foschepoth erinnert daran, welche Vereinbarungen und Abkommen deutsche Politiker in den Nachkriegsjahrzehnten unterzeichneten und sagt: &ldquo;Die NSA darf in Deutschland alles machen. Nicht nur aufgrund der Rechtslage, sondern vor allem aufgrund der intensiven Zusammenarbeit der Dienste, die schlie&szlig;lich immer gewollt war und in welchen Ausma&szlig;en auch immer politisch hingenommen wurde&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/neugier-genuegt\/s\/d\/26.07.2013-10.05\/b\/redezeit-ueberwachungsstaat.html\">WDR 5<\/a><br>\nUnd als Podcast: <a href=\"http:\/\/gffstream-2.vo.llnwd.net\/c1\/m\/1374832149\/radio\/redezeit\/wdr5_redezeit_20130726.mp3\">WDR 5 Redezeit: &Uuml;berwachungsstaat? (Sendung vom 26.07.13) [Audio &ndash; mp3]<\/a><\/li>\n<li><strong>Wachsam gegen Bespitzelung<\/strong><br>\nDie &ouml;ffentliche Emp&ouml;rung &uuml;ber die massenhafte &Uuml;berwachung der Bev&ouml;lkerung durch in- und ausl&auml;ndische Geheimdienste rei&szlig;t nicht ab. Insgesamt mehrere tausend Menschen gingen am vergangenen Sonnabend trotz sommerlicher H&ouml;chsttemperaturen in rund drei Dutzend St&auml;dten gegen die Datenaussp&auml;hung durch den US-amerikanischen Geheimdienst NSA und den Bundesnachrichtendienst auf die Stra&szlig;e. Aufgerufen zu den Protesten hatten verschiedene B&uuml;rgerrechtsgruppen, Gliederungen von Linkspartei, Piraten und B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen sowie Aktivisten der &raquo;Occupy&laquo;-Bewegung. (&hellip;)<br>\nDer ehemalige Bundesinnenminister und SPD-Spitzenpolitiker Otto Schily attackierte hingegen die &Uuml;berwachungsgegner und unterstellte diesen &raquo;teilweise wahnhafte Z&uuml;ge&laquo;. &raquo;Die gr&ouml;&szlig;te Gefahr geht vom Terrorismus und von der Organisierten Kriminalit&auml;t aus&laquo;, fabulierte Schily gegen&uuml;ber dem Spiegel und hob die angebliche Zust&auml;ndigkeit der SPD im Bereich der Inneren Sicherheit hervor. &raquo;Law and Order sind sozialdemokratische Werte&laquo;, so der SPD-Rechtsau&szlig;en weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/07-29\/040.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Snowdens Vater fordert Straffreiheit von Obama<\/strong><br>\nDer Vater von Edward Snowden hat US-Pr&auml;sident Barack Obama in einem Brief dazu aufgefordert, die strafrechtlichen Vorw&uuml;rfe gegen den fl&uuml;chtigen Whitsleblower fallen zu lassen. &ldquo;Wir fordern Sie und den Justizminister auf, die ausstehende Strafanzeige gegen Edward fallen zu lassen&rdquo;, schrieb Lon Snowdens Anwalt in dem vom Fernsehsender MSNBC ver&ouml;ffentlichten Brief. Er forderte Obama und Justizminister Eric Holder dazu auf, der von Snowden aufgedeckten missbr&auml;uchlichen Spionage durch den Geheimdienst NSA mit entsprechenden Gesetzen ein Ende zu bereiten.<br>\nLon Snowden, der die Enth&uuml;llungen seines Sohnes vor drei Wochen als tapfer und ehrenwert bezeichnet hatte, kritisierte die Regierung und den US-Kongress f&uuml;r ihr Vorgehen. Der Eifer der US-Regierung, den Computerspezialisten zu bestrafen, sei skrupellos und unvertretbar. Ziviler Ungehorsam sei nicht die erste, sondern die letzte Option f&uuml;r seinen Sohn gewesen. Die Geschichte der Freiheit sei zudem eine Geschichte des zivilen Ungehorsams.<br>\nJustizminister Eric Holder hatte der russischen Regierung in einem Brief zugesichert, dass die USA f&uuml;r Snowden nicht die Todesstrafe anstrebten und ihn auch nicht foltern w&uuml;rden &ndash; falls Russland den 30-J&auml;hrigen ausliefere.<br>\nDiesen Brief kritisiert der Anwalt von Snowdens Vater, Bruce Fein, nun scharf: &ldquo;Heute hat der Justizminister &ndash; offenbar in dem Glauben, er sei vers&ouml;hnlich &ndash; gesagt, dass Edward Snowden im Falle einer &Uuml;bergabe an die USA nicht get&ouml;tet oder gefoltert werde. Um das als Zugest&auml;ndnis zu verstehen, muss man schon eine sehr verzerrte Wahrnehmung haben&rdquo;, sagte Fein.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/130729_obama.pdf\">Snowden sen. Brief an Obama [PDF &ndash; 74 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/130729_snowdenagletter20130726.pdf\">Brief des US-Justizministers [PDF &ndash; 1.1 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Implizit gibt der US-Justizminister damit zu, dass in den USA gefoltert wird. Das ist skandal&ouml;s.<\/em><br>\n<em>Was der Minister hier offenbar zusagte, keine Folter und keine Forderung der Todesstrafe f&uuml;r Edward Snowden, ist in einem modernen, demokratischen Rechtsstaat das selbstverst&auml;ndlichste. Aber gelten diese Zusagen eigentlich &uuml;ber die Amtszeit der Obama-Regierung und dieses Ministers hinaus?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Is it Legal Malpractice to Fail to Get Holder to Promise not to Torture your Client?<\/strong><br>\nOne of the things I never expected to read was a promise by any United States official that a potential defendant in a criminal prosecution by our federal courts &ldquo;will not be tortured.&rdquo;<br>\nThe idea that the Attorney General of the United States of America would send such a letter to the representative of a foreign government, particularly Russia under the leadership of a former KGB official, was so preposterous that I thought the first news report I read about Attorney General Holder&rsquo;s letter concerning Edward Snowden was satire.  The joke, however, was on me. The Obama and Bush administrations have so disgraced the reputation of the United States&rsquo; criminal justice system that we are forced to promise KGB alums that we will not torture our own citizens if Russia extradites them for prosecution.<br>\nThe standard joke that came to mind when I read Holder&rsquo;s letter was the bartender who brings out glasses to three customers and asks &ldquo;which of you ordered his whiskey in a clean glass?&rdquo; We take it for granted that no restaurant or bar will knowingly serve us our drinks in a dirty glass. I always took it for granted that no U.S. attorney general would knowingly allow a criminal suspect in U.S. custody to be the victim of torture, raped, branded, or a host of other forms of brutality.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/neweconomicperspectives.org\/2013\/07\/is-it-legal-malpractice-to-fail-to-get-holder-to-promise-not-to-torture-your-client.html\">New Economic Perspectives<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Stephan Hebel &ndash; Doppeltes Staatsversagen<\/strong><br>\nAngela Merkel verhindert nicht nur die notwendige politische Kontrolle von Geheimdiensten und Armee. Sie l&auml;sst auch zu, dass beide eng mit Wirtschaftsinteressen verflochten sind. [&hellip;]<br>\nDer Soziologe Ulrich Beck hat dieser Tage einen anderen Begriff aus derselben Ecke geholt. In einem &bdquo;taz&ldquo;-Interview sagte Beck: &bdquo;Wir haben eine laufende Revolution der IT-Branche und der Kommunikationsmedien in Kooperation mit dem milit&auml;risch-industriellen Komplex, die permanent die Grund- und Freiheitsrechte relativiert, aush&ouml;hlt oder aufhebt.&ldquo;<br>\n&bdquo;Milit&auml;risch-industrieller Komplex&ldquo;? In der alten Bundesrepublik war es allemal die Linke gewesen, die die Wortsch&ouml;pfung des ehemaligen US-Pr&auml;sidenten Dwight D. Eisenhower aufgegriffen hatte. Es ging um Kritik an der engen Verflechtung zwischen der R&uuml;stungsindustrie und dem Milit&auml;r beziehungsweise den Politikern, die die milit&auml;rische Ziele definierten. Es ging um die These, dass staatliches Handeln mehr am Profitinteresse der Wirtschaft orientiert sei als am Wohl der ganzen Gesellschaft. Und das, so die von Marx inspirierte Kritik, nicht nur im milit&auml;rischen Bereich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/leitartikel-doppeltes-staatsversagen,1472602,23847604.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Eine beinahe perverse Konstruktion<\/strong><br>\nSteuerpolitisch waren es vier verlorene Jahre: Die Koalition betreibt kraftvolles Nichtstun &ndash; und nimmt noch immer die falschen Steuern ein. Mit fiesen Kniffen belastet das deutsche System ausgerechnet die viel hofierte Mittelschicht am st&auml;rksten. Wer arbeitet, muss hohe Steuern zahlen, wer erbt oder beschenkt wird, kommt dagegen g&uuml;nstig davon. Das ist wahrhaft zynisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/steuergerechtigkeit-eine-beinahe-perverse-konstruktion-1.1732200\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Analyse und Empfehlungen von Claus Hulverscheidt von der eigentlich neoliberalen SZ liegen zwischen den Wahlprogrammen von Gr&uuml;nen und der LINKEn. Interessant.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>EBA: Wo die bestbezahlten Banker zuhause sind<\/strong><br>\nAls die Finanzkrise ihren H&ouml;hepunkt erreichte, beherrschten Bilder von arbeitslosen britischen Investmentbankern weltweit die Titelseiten. Die Tristesse scheint nun &uuml;berstanden: Drei Viertel aller hochbezahlten Topbanker in der EU sitzen in den britischen Finanzzentren City of London und Canary Wharf. Das geht aus Statistiken der europ&auml;ischen Bankenaufsicht EBA hervor, die am Montag in London ver&ouml;ffentlicht wurden. Demnach kamen im Vereinigten K&ouml;nigreich im Jahr 2011 insgesamt 2436 Banker auf einen Jahresverdienst von einer Million Euro oder mehr &ndash; gemessen an den 3175 Spitzenverdienern unter Europas Bankern ist das ein Anteil von fast 77 Prozent. Deren Durchschnittsverdienst lag &ndash; feste und variable Verg&uuml;tungen inbegriffen &ndash; im Durchschnitt bei 1,44 Millionen Euro. Insgesamt kamen die britischen Banker auf einen Gesamtverdienst von 3,5 Milliarden Euro. Auf Platz zwei, aber weit abgeschlagen hinter den Briten, liegen deutsche Banker, von denen 170 mehr als eine Million Euro verdienten, im Durchschnitt mit 1,84 Millionen Euro indes mehr als ihre britischen Kollegen. Selbst in Krisenl&auml;ndern konnten einige Banker erstaunlich viel verdienen: Besonders in Spanien sind immerhin noch 125 Spitzenbanker Million&auml;re und verdienten im Durchschnitt je 2,4 Millionen Euro. F&uuml;r das Jahresende k&uuml;ndigte die EBA einen detaillierten Bericht &uuml;ber die Verg&uuml;tungspraxis der Banken in der EU an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken\/eba-bericht-wo-die-bestbezahlten-banker-zuhause-sind\/8501616.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Geringes Interesse an der Blue Card<\/strong><br>\nDeutschland sucht h&auml;nderingend nach Fachkr&auml;ften. Die Bundesregierung hat zu diesem Zweck die Blue Card eingef&uuml;hrt, die die Zuwanderung erleichtern soll. Doch das Interesse ist gering.<br>\nDeutschland tut sich einem Zeitungsbericht zufolge schwer mit der Anwerbung hoch qualifizierter Zuwanderer. Die vor einem Jahr eingef&uuml;hrte Blue Card, die mehr ausl&auml;ndische Fachkr&auml;fte ins Land locken soll, treffe kaum auf Resonanz, berichtete die Zeitung &bdquo;Die Welt&ldquo; (Samstagausgabe). Bis Ende Juni habe das Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge 8.879 Blue-Card-Inhaber gez&auml;hlt. Davon seien allerdings nur 2.536 Personen (28,56 Prozent) wegen der Blauen Karte eingereist. Die restlichen Inhaber der Karte haben sich demnach bereits in Deutschland aufgehalten. &bdquo;Bei den restlichen Inhabern liegt ein Statuswechsel aus einem anderen Aufenthaltsstatus heraus vor&ldquo;, wird das Bundesamt zitiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/medienbericht-geringes-interesse-an-der-blue-card\/8556908.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wenn man die anzuwerbenden Fachkr&auml;fte so vorz&uuml;glich behandelt wie die schon vorhandenen &ndash; mit st&auml;ndig sinkenden L&ouml;hnen und immer schlechteren Arbeitsbedingungen -, und angesichts der Tatsache, dass es keinen wirklichen Fachkr&auml;ftemangel gibt und die Wirtschaft stagniert, kein Wunder.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Vertretungslehrer: Sommerferien auf Hartz IV<\/strong><br>\nNoch nie gab es so viele Vertretungslehrer wie heute. Als Saisonkr&auml;fte arbeiten sie ein knappes Jahr, im Sommer beziehen viele Hartz IV. Die Bundesl&auml;nder halten die Junglehrer hin &ndash; und sparen Geld auf Kosten der Sozialkassen. (&hellip;)<br>\nQualifizierte Arbeitskr&auml;fte werden so zu L&uuml;ckenb&uuml;&szlig;ern ohne klare Perspektive, kritisiert auch die Bildungsgewerkschaft GEW. Sie prangert an, dass es einen stabilen Trend zu immer mehr Aushilfslehrern mit Fristvertr&auml;gen gibt. Z&auml;hlte die Gewerkschaft in den neunziger Jahren gerade mal rund 10.000 Vertretungslehrer bundesweit, habe sich deren Zahl mittlerweile verf&uuml;nffacht.<br>\n&ldquo;Die L&auml;nder versuchen heute, nicht mehr die beste L&ouml;sung zu finden, sondern die kosteng&uuml;nstigste&rdquo;, sagt Ilse Schaad, GEW-Expertin f&uuml;r Angestellten- und Beamtenpolitik. Der Vertretungsbedarf in dem gro&szlig;en System Schule sei vorhersehbar. &ldquo;Wir wissen, dass t&auml;glich mehr als tausend Lehrer vertreten werden m&uuml;ssen. Daf&uuml;r k&ouml;nnte man ohne Weiteres auch unbefristet Lehrer anstellen&rdquo;, sagt Gewerkschafterin Schaad. (&hellip;)<br>\nViele der zu den Ferien entlassenen Lehrer werden nach den Ferien zwar wieder eingestellt &ndash; in der Zwischenzeit ist jedoch die Arbeitsagentur f&uuml;r sie zust&auml;ndig. Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben die jungen Lehrer meist nicht. Genau wie Annika Weber bleibt ihnen f&uuml;r die Sommerwochen nur Hartz IV und die Hoffnung auf den n&auml;chsten Fristvertrag. Und vielleicht, so hofft die examinierte Lehrerin, einmal eine echte Stelle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/schulspiegel\/abi\/vertretungslehrer-beziehen-in-den-sommerferien-hartz-iv-a-904968.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Es ist ja schon blamabel, dass Deutschland das einzige Land in Europa mit einem dreigliedrigen Schulsystem ist. Skandal&ouml;s ist es, wenn die Lehrkr&auml;fte um die sozio-&ouml;konomische Existenz f&uuml;rchten m&uuml;ssen, weil die zust&auml;ndigen L&auml;nder lediglich nach Kassenlage Personal-Entscheidungen treffen.<\/em><br>\n<em>Dennoch hei&szlig;t es, der wichtigste Rohstoff in Deutschland sei das Wissen, da Rohstoffe in der deutschen Erde fehlen. Wie sollen denn jungen Menschen gut lernen und Lehrkr&auml;fte gut lehren, wenn die berufliche Perspektive durch die neoliberale Ideologie infrage gestellt wird?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Leiter der Minijobzentrale: Viele Minijobber bekommen ihre Rechte nicht<\/strong><br>\nBezahlter Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall: Das sind Arbeitnehmerrechte, die auch Minijobbern zustehen. Eigentlich. Denn oft werden sie ihnen nicht zugestanden, kritisiert der Leiter der Minijob-Zentrale Erik Thomsen.<br>\nDer Leiter der Minijobzentrale, Erik Thomsen, hat Arbeitgeber kritisiert, die Mini-Jobbern ihre Arbeitnehmerrechte vorenthalten. Es sei ein Problem, &bdquo;dass fast die H&auml;lfte der Mini-Jobber nicht die Rechte bekommen, die ihnen zustehen: bezahlten Urlaub und Lohnfortzahlung bei Krankheit. Da muss sich etwas &auml;ndern&ldquo;, forderte Thomsen im Interview mit dem Berliner &ldquo;Tagesspiegel&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/leiter-der-minijobzentrale-viele-minijobber-bekommen-ihre-rechte-nicht\/8558680.html\">Der Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Nur als Sklaven erw&uuml;nscht<\/strong><br>\nDas nieders&auml;chsische Steinfeld ist mit der Versorgung obdachloser Rum&auml;nen und Bulgaren &uuml;berfordert. Als Lohnsklaven der Fleischindustrie sind sie beliebt.<br>\nAlarm schl&auml;gt die B&uuml;rgermeisterin der nieders&auml;chsischen Gemeinde Steinfeld, nahe Vechta: Zehn bis 15 Menschen leben dort im Wald, in selbst gebastelten Behausungen oder schlafen unter der Dorflinde. Die Kommune sei davon &uuml;berfordert, sagt B&uuml;rgermeisterin Manuela Honkomp und wandte sich an den Landkreis, an Bundes- und Europaabgeordnete. Das Problem: Die Obdachlosen im Wald sind haupts&auml;chlich Rum&auml;nen und Bulgaren und haben keinen Anspruch auf Sozialleistungen&hellip;<br>\nDoch Rum&auml;nen und Bulgaren sind EU-B&uuml;rger, die Freiz&uuml;gigkeit genie&szlig;en. Erst, wenn die Ausl&auml;nderbeh&ouml;rde ihnen diese individuell aberkennt, d&uuml;rfen sie sich nicht mehr in Deutschland aufhalten. Dass sie keine Fl&uuml;chtlinge sind, sondern EU-Ausl&auml;nder, ist gerade das Problem: Sie haben keinen Anspruch auf soziale Sicherung<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Arbeitsmigranten\/!120692\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Nat&uuml;rlich ist es richtig, diesen Menschen auch mit Sozialleistungen helfen zu wollen. Was aber &uuml;berhaupt nicht angehen kann, dass sie f&uuml;r ein Taschengeld angestellt werden, der Arbeitgeber die Profite einsteckt und die Kommune &ndash; also die &ouml;ffentliche Hand &ndash; die Existenz sichern soll. Mir ist nicht klar, wie so ein Wirtschaftssystem hei&szlig;t oder funktionieren soll &ndash; Kapitalismus ist es nicht, denn da gibt es einen echten Arbeitsmarkt und L&ouml;hne vom Arbeitgeber. Dass solche Zust&auml;nde &uuml;berhaupt geduldet werden und es immer noch keinen Existenz sichernden Mindestlohn gibt, ist f&uuml;r mich nicht begreifbar.<\/em><br>\n<em>Und ebenfalls unfassbar: die taz gibt brav die Firmenverlautbarung weiter, dass Steinemann &ldquo;Schwierigkeiten&rdquo; habe, &ldquo;in der Region gen&uuml;gend Arbeitskr&auml;fte zu finden&rdquo;. Hmm&hellip; wenn sie einen echten Arbeitslohn zahlen w&uuml;rde &ndash; sagen wir, 12 Euro pro Stunde, g&auml;be es das Problem nicht.<\/em><br>\n<em>Menschen f&uuml;r 3 Euro pro Stunde in diese schlimme Arbeit zu locken, mag &ldquo;schwierig&rdquo; sein.<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Die miesen Gesch&auml;fte der deutschen Schlachth&ouml;fe<\/strong><br>\nMit billigen Arbeitskr&auml;ften aus Osteuropa sparen viele deutsche Schlachth&ouml;fe offenbar Personalkosten &ndash; und ziehen so an der Konkurrenz aus Frankreich, Belgien und &Ouml;sterreich vorbei, wie die &ldquo;Welt&rdquo; berichtet. Aber die Kritik an der umstrittenen Gesch&auml;ftspraxis wird immer lauter &ndash; auch in Deutschland. Die Gewerkschaft prangert die Personalpolitik der Unternehmen als &ldquo;organisierte Lohndr&uuml;ckerei&rdquo; an. Der Chef des &ouml;sterreichischen Verbandes der landwirtschaftlichen Veredelungsproduzenten, Hans Schlederer, nennt im Gespr&auml;ch mit der Zeitung die Arbeitsbedingungen in der Bundesrepublik sogar &ldquo;moderne Sklaverei&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.t-online.de\/wirtschaft\/jobs\/loehne-gehaelter\/id_64700510\/lohndumping-in-der-fleischbranche-die-miesen-geschaefte-der-deutschen-schlachthoefe.html\">T-Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Sylt k&auml;mpft gegen die Vertreibung der Einheimischen<\/strong><br>\nGerade die einheimischen Inselbewohner k&ouml;nnen immer h&auml;ufiger der Versuchung nicht widerstehen die eigene Immobilie zu H&ouml;chstpreisen zu verkaufen. Die Million&auml;re w&uuml;nschen allerdings in den meisten F&auml;llen die perfekt ausgestattete Immobilie, in die man nur noch einziehen muss. F&uuml;r ein &ldquo;normales&rdquo; Reihenhaus in List oder H&ouml;rnum geben die &ldquo;Urlauber&rdquo; ihre Millionen allerdings nicht aus. Die angebotenen Summen sind jedoch trotzdem eine extreme Verlockung der echten Sylter, sich vom Eigenheim zu trennen. In der Folge sind die Einheimischen im Sommer die Exoten auf der<br>\neigenen Insel und im Winter die Wenigen, in deren H&auml;usern und Wohnungen ein Licht brennt. Die Schulen mangels Kindern geschlossen werden und den Vereinen laufen die Mitglieder davon.<br>\nDie Gemeinden der Insel proben nun den Aufstand. Durch das ge&auml;nderte Baurecht ist nun f&uuml;r jeden, der auf Sylt bauen will, eine Dauerwohnpflicht vorgeschrieben. Die &ldquo;Einwanderer&rdquo; m&uuml;ssen sich auf der Insel mit ihrem Erstwohnsitz anmelden und das ganze Jahr dort wohnen. Wer trotzdem nur einen Zweitwohnsitz anmeldet, muss sein Eigentum zur Ferienvermietung anbieten. Ob dies den Million&auml;ren gef&auml;llt, oder ob sie dies auch umsetzen bleibt zu bezweifeln. Die Makler beklagen das sinken der Immobilienpreise auf Sylt durch die Verpflichtung dauerhaft auf der Insel zu wohnen, jedoch bleibt auch hier anzuzweifeln ob dieser Umstand die auf Sylt ans&auml;ssigen Makler in die Armut treiben wird..<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/infoportal-nordfriesland.de\/index.php\/news\/106-sylt-kaempft-gegen-die-vertreibung-der-einheimischen\">Infoportal Nordfriesland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Chinesische NGO: Bericht enth&uuml;llt schwere Missst&auml;nde bei Apples Zulieferern<\/strong><br>\nApple hatte die Kritik an den Arbeitsbedingungen bei seinem gr&ouml;&szlig;ten Zulieferer Foxconn ernst genommen, sich vor Ort umgesehen und teilweise Auftrage an neue Firmen vergeben. Jetzt stellt sich aber heraus, es hat sich kaum etwas ge&auml;ndert.<br>\nIm Gegenteil: Die Arbeitsbedingungen in den chinesischen Fabriken, die Apple-Produkte wie iPad und iPhone herstellen, sind schlimmer als bislang bekannt. Das behauptet ein umfangreicher Report der Nichtregierungsorganisation China Labor Watch (CLW), der diese Woche ver&ouml;ffentlicht werden soll. Der SPIEGEL hat zudem vor Ort in Shanghai recherchiert und Autoren des Reports getroffen.<br>\nDie Vertragsfabriken von Apple versto&szlig;en laut CLW systematisch gegen chinesisches Arbeitsrecht. Mehr als 10.000 Sch&uuml;ler und Studenten m&uuml;ssen in den Fabriken unter teils gef&auml;hrlichen Umst&auml;nden arbeiten, so der Report. Vermittelt werden sie von ihren Lehrern und Schulen, die angeblich einen Teil des Lohns f&uuml;r sich einbehalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/clw-prangert-missstaende-bei-apple-zulieferern-in-china-an-a-913512.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der Tod ist ein Meister aus Deutschland<\/strong><br>\n&raquo;Wir haben im Sch&auml;del nur ein Wort: Export! Export!&laquo; schrieb Theobald Tiger, alias Kurt Tucholsky, 1931 in der Weltb&uuml;hne. Gut achtzig Jahre sp&auml;ter ist die deutsche R&uuml;stungsindustrie vollauf bem&uuml;ht, dieses kritische Aper&ccedil;u zu verifizieren, indem sie mittlerweile im weltweiten Vergleich auf Platz drei im globalen Gesch&auml;ft mit dem Tod vorger&uuml;ckt ist. J&uuml;rgen Gr&auml;sslin, Sprecher der Deutschen Friedensgesellschaft &ndash; Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) und anderer r&uuml;stungskritischer Organisationen, Gr&uuml;ndungs- und Vorstandsmitglied des R&uuml;stungsInformationsB&uuml;ro e. V. in Freiburg und seit den 1990er Jahren profiliertester deutscher R&uuml;stungsgegner, hat diesen Skandal zum Anlass genommen, sein &raquo;Schwarzbuch Waffenhandel&laquo; vorzulegen.<br>\n&hellip;niemand, der sich fundiert und seri&ouml;s mit dem &raquo;tr&uuml;ben Gesch&auml;ft&laquo;, als das der eingangs genannte Kurt Tucholsky den &raquo;w&uuml;sten Waffenhandel&laquo; apostrophiert, auseinandersetzen will, (kommt) an J&uuml;rgen Gr&auml;sslins Schwarzbuch vorbei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/sopos.org\/aufsaetze\/51ebd28cc0347\/1.phtml\">Ossietzky<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kampf um Ressourcen<\/strong><br>\n&bdquo;In Syrien habe ich mit Oppositionellen gesprochen, die sagen, dass sich nach ihrer Einsch&auml;tzung Syrien immer mehr in eine Art Somalia verwandelt. Das hei&szlig;t, es gibt Gebiete, die unter Kontrolle von bewaffneten Gruppen sind. Von Warlords, also kleinen Kriegsf&uuml;rsten, die ein bestimmtes Gebiet f&uuml;r sich beanspruchen. Sie geben sich mit der Besetzung und Kontrolle von zB. einer &Ouml;lquelle oder dem Zugang zu Wasser zufrieden, weil sie damit Geld machen k&ouml;nnen. F&uuml;r das Geld bekommen sie von irgendwoher Waffen, womit sie diese Ressourcen verteidigen k&ouml;nnen. Dies hat eigentlich nichts mehr mit den Gr&uuml;nden zu tun, aus denen m&ouml;glicherweise Leute am Anfang des Krieges gesagt haben: wir ben&ouml;tigen Waffen, um das Regime zu bek&auml;mpfen. Sondern es findet eine Fragmentierung des Landes und von Gebieten statt, in denen bewaffnete Gruppen, also Kriegsf&uuml;rsten, die Kontrolle &uuml;bernehmen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/weltnetz.tv\/video\/489\">Weltnetz.tv<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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