{"id":18132,"date":"2013-07-29T13:39:14","date_gmt":"2013-07-29T11:39:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18132"},"modified":"2015-08-10T10:53:24","modified_gmt":"2015-08-10T08:53:24","slug":"hsh-nordbank-prozess-nur-die-spitze-des-eisbergs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18132","title":{"rendered":"HSH-Nordbank-Prozess \u2013 nur die Spitze des Eisbergs"},"content":{"rendered":"<p>Erstmals steht der gesamte Vorstand einer Pleitebank vor Gericht. Es geht um Untreue und Bilanzf&auml;lschung. Der von den HSH-Nordbank-Managern eingef&auml;delte Omega Deal bescherte der Bank &ndash; und schlussendlich dem Steuerzahler &ndash; einen Verlust von rund 500 Millionen Euro. Doch dies ist nur die Spitze eines Eisbergs aus riskanten Gesch&auml;ften, Inkompetenz und fragw&uuml;rdigen politischen Zielsetzungen. Eigentlich geh&ouml;ren auch die ehemaligen Landesv&auml;ter Peter Harry Carstensen und Ole von Beust auf die Anklagebank. Wie hoch die HSH-Nordbank-Rechnung f&uuml;r den Steuerzahler am Ende ausfallen wird, ist dabei noch nicht einmal seri&ouml;s abzusch&auml;tzen. Von <strong>Jens Berger<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nSeit letzter Woche sitzen sechs ehemalige Vorst&auml;nde der HSH Nordbank auf der Anklagebank des Hamburger Landgerichts. Ihnen wird Untreue und Bilanzf&auml;lschung vorgeworfen. Dabei geht es um den sogenannten Omega-Deal, der erst durch die Recherchen von <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/regional\/dossiers\/hshnordbank\/hshnordbank348.html\">NDR Info<\/a> &ouml;ffentlich bekannt wurde. Es w&auml;re jedoch fahrl&auml;ssig, den HSH-Nordbank-Skandal lediglich auf die Omega-Gesch&auml;fte zu reduzieren. Daran, dass es &uuml;berhaupt erst so weit kommen konnte, tr&auml;gt die Politik eine geh&ouml;rige Mitschuld. In einer Mischung aus Privatisierungswahn, provinzpolitischer Einflussnahme und Inkompetenz haben die ehemaligen Landesregierungen Hamburgs und Schleswig-Holsteins die Weichen f&uuml;r die Irrfahrt der HSH Nordbank gestellt. Was urspr&uuml;nglich frisches Geld in die Kassen dieser beiden L&auml;nder sp&uuml;len sollte, hat den Steuerzahler bereits jetzt mehrere Milliarden Euro gekostet und die Endabrechnung d&uuml;rfte noch wesentlich h&ouml;her ausfallen. Wie konnte es so weit kommen?<\/p><p><strong>Wenn Provinzpolitiker Wall Street spielen wollen<\/strong><\/p><p>Die HSH Nordbank AG ist das Ergebnis einer Fusion der Hamburgischen Landesbank und der Landesbank Schleswig-Holstein, an der neben den beiden Bundesl&auml;ndern auch der lokale Sparkassen- und Giroverband beteiligt ist. Anfangs war die HSH Nordbank eine Landesbank wie viele andere auch &ndash; man finanzierte politisch erw&uuml;nschte lokale Projekte und &uuml;berwies Jahr f&uuml;r Jahr die Dividende in zweistelliger Millionenh&ouml;he an die beiden beteiligten Bundesl&auml;nder. Doch dies reichte dem damaligen CDU-Ministerpr&auml;sidenten Carstensen und seinem Hamburger Kollegen von Beust nicht. Im damals nicht un&uuml;blichen Wahn vom gro&szlig;en Geld wollte man aus der HSH Nordbank einen Global Player im Finanzcasino machen, den man sp&auml;ter mit Milliardengewinn an die B&ouml;rse bringen wollte.<\/p><p>Um diesen Plan umzusetzen, holte man sich genau den &bdquo;richtigen&ldquo; Mann ins Haus &ndash; Christopher Flowers, ein ehemaliger Goldman-Sachs-Mann der mit seinem Private-Equity-Fonds &bdquo;JC Flowers&ldquo; zu den Gro&szlig;en im Gesch&auml;ft z&auml;hlte und an der Wall Street den, damals durchaus schmeichelhaft gemeinten, Beinamen &bdquo;Jedi-Meister der Finanzen&ldquo; trug. Als Flowers 2006 mit einem von ihm gef&uuml;hrten Konsortium f&uuml;r 1,25 Milliarden Euro 26% der HSH Nordbank &uuml;bernahm, brach in Kiel und Hamburg Jubel aus. Die Zeiten der Provinzbank waren gez&auml;hlt, nun drehte man am ganz gro&szlig;en Rad. Die geplanten Milliardenerl&ouml;se beim B&ouml;rsengang wischten s&auml;mtliche Bedenken der Landespolitik hinfort.<\/p><p>Binnen zwei Jahren wurde aus der Provinzbank de facto ein Hedge Fonds mit angeschlossener Regionalbank. In den Bilanzen befanden sich nun &bdquo;strukturierte Wertpapiere&ldquo; im &bdquo;Wert&ldquo; von 23 Mrd. Euro und ein sagenhaftes Portfolio im Volumen von 33 Mrd. Euro aus dem Bereich &bdquo;Schiffsfinanzierung&ldquo;. Die HSH Nordbank r&uuml;hmte sich nun, der weltgr&ouml;&szlig;te Schiffsfinanzierer zu sein. Doch bereits im Jahre 2007 zogen die ersten Wolken &uuml;ber der norddeutschen Zockerbude auf.<\/p><p><strong>Omega &ndash; ein Hochrisikogesch&auml;ft ganz im Zeichen der Zeit<\/strong><\/p><p>Die HSH Nordbank operierte bereits damals au&szlig;erhalb des regulatorischen Rahmens und h&auml;tte eigentlich bereits vor dem H&ouml;hepunkt der Finanzkrise eine Eigenkapitalspritze ben&ouml;tigt. Dies w&auml;re sp&auml;testens mit der Ver&ouml;ffentlichung der Jahresbilanz 2007 herausgekommen und h&auml;tte unweigerlich zu einer Abwertung durch die Ratingagenturen gef&uuml;hrt. Der geplante B&ouml;rsengang war damit akut gef&auml;hrdet. Um die Jahresbilanz ein wenig zu frisieren, entschloss sich der Vorstand der HSH Nordbank zu einem zeitlich gestaffelten Tauschgesch&auml;ft.<\/p><p>Die Idee dahinter ist relativ einfach. Die HSH Nordbank &bdquo;verkauft&ldquo; kurz vor dem Bilanzstichtag am 31.12.2007 ein eigenes Kreditpaket an eine andere Bank und verpflichtet sich, wenige Wochen sp&auml;ter ein Kreditpaket im gleichen Nennwert von dieser Bank zur&uuml;ckzukaufen. Da f&uuml;r vergebene Kredite Eigenkapital vorgehalten werden muss, w&uuml;rde somit die Eigenkapitalquote der Bank zum Stichtag k&uuml;nstlich h&ouml;her ausgewiesen k&ouml;nnen. Wer es gut mit den Finanzmagiern meint, kann hier von Bilanzkosmetik sprechen, wer es weniger gut meint nennt das Kind indes beim Namen &bdquo;Bilanzf&auml;lschung&ldquo;. <\/p><p>Nachdem die HSH Nordbank mit ihrem Tausch-Vorschlag bei zahlreichen anderen Banken (u.a. bei den Lehman Brothers) abblitzte, fand man im Sp&auml;therbst doch noch einen Interessenten. Doch die franz&ouml;sische BNP-Paribas wollte dem Tausch nur dann zustimmen, wenn die HSH Nordbank ihr im Gegenzug ein Paket aus hoch komplexen Papieren im &bdquo;Nennwert&ldquo; von 400 Millionen Euro abkauft. Damit war Omega 55 geboren. Der Vorstand der HSH Nordbank lie&szlig; sich kurz vor Torschluss auf diesen Deal ein, obwohl &ndash; und darum wird es im Prozess gehen &ndash; die eigenen Risikopr&uuml;fer ausdr&uuml;cklich vor den Risiken warnten. Hinzu kommt, dass der zweite Teil des Deals kunstvoll vor der Bankenregulierung versteckt wurde, so dass noch nicht einmal die BaFin wusste, welche Risiken die HSH Nordbank bei Omega 55 einging.<\/p><p>Es kam, wie es kommen musste. Die Papiere der BNP Paribas verloren im folgenden Jahr rapide an Wert &ndash; was nicht verwundert, da es sich u.a. um Schuldverschreibungen von Lehman Brothers und isl&auml;ndischen Banken handelte. Im Oktober 2008 platzte die Bombe und der damalige Vorstand musste z&auml;hneknirschend eingestehen, dass man Abschreibungen im Wert von 1,1 Mrd. Euro vornehmen musste (davon rund 500 Mio. Euro aus dem Omega Deal) und kurz vor der Pleite steht. Am 3. November beantragte die HSH Nordbank Liquidit&auml;tshilfen i.H.v. 30 Mrd. Euro beim neu eingerichteten Bankenrettungsschirm SoFFin, im Februar 2009 mussten die L&auml;nder Hamburg und Schleswig Holstein drei Milliarden Euro Eigenkapital zuschie&szlig;en und zus&auml;tzlich Risiken im Wert von 10 Mrd. Euro abschirmen. Im Oktober 2009 besicherte der SoFFin HSH-Anleihen im Wert von 17 Mrd. Euro. Wie hoch die Verluste des SoFFin, die letzten Endes vom Steuerzahler ausgeglichen werden m&uuml;ssen, sein werden, ist nicht abzusch&auml;tzen. Die ehemaligen Vorst&auml;nde haben ihr Scherflein jedoch im Trockenen &ndash; Jens Dirk Nonnenmacher, der als Finanzvorstand f&uuml;r Omega 55 verantwortlich zeichnete, und sp&auml;ter Vorstandsvorsitzender der HSH Nordbank wurde, genehmigte sich Bonuszahlungen &uuml;ber 2,9 Mio. Euro und bekam bei seinem &ndash; nicht unbedingt freiwilligen &ndash; Abschied im Jahr 2011 noch einem eine fette Abfindung in H&ouml;he von 4 Mio. Euro. Wie kann ein Aufsichtsrat, in dem die Vertreter zweier Bundesl&auml;nder den Ton angeben, eigentlich solche Zahlungen genehmigen? Aufsichtsratsvorsitzender war zu diesem Zeitpunkt &uuml;brigens der ehemalige Deutsche-Bank-Chef Hilmar Kopper. Doch dies ist nicht die einzige Frage, die sich die Landespolitik stellen muss.<\/p><p><strong>Unter der Wasserlinie &ndash; Milliardenrisiken aus der Schiffsfinanzierung<\/strong><\/p><p>Die 500 Millionen Euro Verluste aus dem Omega-Deal sind jedoch nur die Spitze des Eisbergs. Die eigentlichen Risiken f&uuml;r die HSH Nordbank und den Steuerzahler liegen unter der Wasserlinie. Als die HSH Nordbank zum weltgr&ouml;&szlig;ten Schiffsfinanzierer wurde, expandierte der Welthandel mit schwindelerregenden Wachstumsraten von 20% pro Jahr. Die Frachtraten der internationalen Seeschifffahrt stiegen von Monat zu Monat auf neue Allzeitrekorde. Obgleich es bereits damals ernsthafte Zweifel gab, dass diese Entwicklung so weitergehen k&ouml;nnte, finanzierte man vor allem in Deutschland auf Teufel komm raus in neue Frachtschiffe &ndash; die Steuersparmodelle f&uuml;r Besserverdienende machten es m&ouml;glich. Da in Norddeutschland rund 60.000 Arbeitspl&auml;tze direkt an der Schifffahrtsbranche h&auml;ngen, die in Schleswig Holstein und Hamburg auch politisch sehr einflussreich ist, kannte man vor allem bei der HSH Nordbank offenbar keine Bedenken.<\/p><p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130729_harpex_chart.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p><p><em>Harpex<\/em><\/p><p>Doch der Boom fand im Jahr 2008 sein j&auml;hes Ende. Seit Mitte 2008 kollabierten die Frachtpreise im freien Fall und d&uuml;mpeln seitdem auf Krisenniveau. Der Baltic Dry Index, der ein Indikator f&uuml;r den Sch&uuml;ttgutfrachtpreis ist, notierte im Mai 2008 bei 11.793 &ndash; heute liegt er bei 1.117 &ndash; fast genau ein Zehntel des alten Werts. Auch der Harpex (Harper Petersen Charterraten Index), der den Frachtpreis f&uuml;r Container misst, d&uuml;mpelt seit langem vor sich hin. Musste man 2008 noch 233.988 US$ bezahlen, wenn man einen Ozeanriesen f&uuml;r einen Tag chartern wollte, so bezahlte man Anfang Dezember 2008 nur noch 2.316 US$. Dies entspricht dem Mietpreis f&uuml;r einen Ferrari, nur dass man f&uuml;r ein Auto nicht mindestens 20 Mann Besatzung mitbezahlt. Ein Schiff dieser Gr&ouml;&szlig;enordnung verursacht dem Besitzer rund 19.000 US$ Kosten pro Tag. Bei den heutigen Charterpreisen schaffen es nur wenige Reedereien kostendeckend zu arbeiten. Es herrscht ein massives &Uuml;berangebot von Frachtkapazit&auml;ten, tausende Frachtschiffe liegen auf offener See vor Anker und produzieren mit einer Notbesatzung laufende Kosten. Die Frachtschiffe, die noch fahren, sind oft mit 12 Knoten unterwegs, um wenigstens die <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/environment\/2010\/jul\/25\/slow-ships-cut-greenhouse-emissions\">Treibstoffkosten zu sparen<\/a>. <\/p><p>Mit der Krise der Frachtschifffahrt steigen auch die Risiken der Schiffsfinanzierung. Wenn der Endkunde, meist ein geschlossener Fonds, der nur ein oder zwei Schiffe betreibt, in die Insolvenz geht, haben die Finanzierer nur noch das Schiff selbst als Sicherheit. In einem &uuml;bers&auml;ttigten Markt gibt es jedoch keine K&auml;ufer f&uuml;r diese Schiffe, so dass die Banken in schlimmsten Fall auf einer Flotte unverk&auml;uflicher Schiffe sitzenbleiben. Die HSH Nordbank hatte urspr&uuml;nglich mit einer Ausfallrate von nur einem Prozent kalkuliert. Dieser Risikopuffer ist nun aber l&auml;ngst &uuml;berholt. Sollten die Abschreibungen &ndash; was realistischer ist &ndash; eher zwanzig bis drei&szlig;ig Prozent betragen, k&auml;men auf die HSH Nordbank noch Abschreibungen von bis zu zehn Milliarden Euro zu. Geld, dass dann entweder die beiden beteiligten Bundesl&auml;nder oder der Steuerzahler &uuml;ber den SoFFin zahlen m&uuml;sste.<\/p><p><strong>Die Vermeidung eines Blutbads durch ein Blutbad<\/strong><\/p><p>Der Traum von der Wall Street an der Waterkant ist ausgetr&auml;umt. Statt an die B&ouml;rse zu gehen, ist die HSH Nordbank zu einem Milliardengrab geworden. Selbst der Wall-Street-Star Christopher Flowers hat sich im hohen Norden ein blaues Auge geholt. Sein Anteil ist durch die Eigenkapitalaufstockung der Bundesl&auml;nder auf 10,7% geschrumpft. Aber das ist letzten Endes eigentlich egal, da 26% von Null genau so viel sind wie 10,7% von Null. Das ist, so paradox es sich anh&ouml;ren mag, jedoch wom&ouml;glich noch nicht einmal der schlimmste Ausgang f&uuml;r die beiden beteiligten L&auml;nder. <\/p><p>Wie eine Bankenprivatisierung unter Flowers Regie aussehen kann, mussten die Japaner leidvoll erfahren. Im M&auml;rz 2000 &uuml;bernahm ein von ihm gef&uuml;hrtes Konsortium die chronisch in Schieflage vor sich hin d&uuml;mpelnde japanische LTCB f&uuml;r rund 900 Millionen Euro aus dem Besitz des Staates. Vier Jahre sp&auml;ter brachte er die komplett umstrukturierte Bank unter dem Namen Shinsei an die B&ouml;rse. Sein Gewinn bei diesem Coup wird auf rund 750 Millionen Euro gesch&auml;tzt. Zahlen musste dies im Endeffekt der japanische Steuerzahler &ndash; Flowers hatte &uuml;ber ein Zusatzabkommen, das von Goldman Sachs eingef&auml;delt wurde, die &bdquo;schlechten&ldquo; Schulden der Bank beim Staat abgeladen.<br>\nDie japanische Presse sprach damals von einem &bdquo;Blutbad&ldquo;. Etliche Firmenkunden der LTCB mussten Konkurs anmelden, und der Gesamtschaden f&uuml;r den japanischen Staat wird auf rund 33 Milliarden Euro gesch&auml;tzt. Von Flowers gab es nur ein freundliches &bdquo;Sayonara&ldquo; &ndash; er musste den Japanern noch nicht einmal Steuern auf seine Gewinne zahlen, da seine Fonds in Steueroasen heimisch sind. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Flowers Pl&auml;ne f&uuml;r die HSH Nordbank ein &auml;hnliches Szenario vorgesehen hatten. Die Finanzkrise und der eigenwillige Omega Deal von Nonnenmacher und Co. machten Flowers jedoch einen Strich durch die Rechnung.<\/p><p><strong>Wer &uuml;bernimmt die politische Verantwortung<\/strong><\/p><p>Es ist wichtig und richtig, dass der ehemalige HSH-Vorstand sich nun vor Gericht verantworten muss. In einer besseren Welt st&uuml;nden jedoch nicht nur der Vorstand, sondern auch der Aufsichtsrat und die politisch Verantwortlichen vor Gericht. Dies gilt insbesondere f&uuml;r den ehemaligen Ministerpr&auml;sidenten Peter Harry Carstensen und seinen Finanzminister Rainer Wiegard, wie die bemerkenswerten Aussagen der ehemaligen schleswig-holsteinischen Wirtschafsministers Werner Marnette <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/a-617645.html\">eindrucksvoll belegen<\/a>. Carstensen und Wiegard w&auml;ren wohl bereits mit der Aufsicht der Sparkasse B&uuml;delsdorf heillos &uuml;berfordert gewesen &ndash; ihr verantwortungsloses &bdquo;Spiel&ldquo; mit der HSH Nordbank hat nicht nur ihr eigenes Bundesland &uuml;ber Generationen hinweg finanziell schwer belastet, sondern auch &ndash; &uuml;ber den SoFFin &ndash; jeden deutschen Steuerzahler geschadet. <\/p><p>Neben Carstensen und Wiegard tragen auch auf Hamburger Seite der damalige Erste B&uuml;rgermeister Ole von Beust und sein Finanzsenator Michael Freytag die politische Verantwortung. Die vier genannten Herren, die &uuml;brigens alle von der CDU kommen, bekleiden heute keine politischen &Auml;mter mehr. Freytag ist heute Chef der Schufa, von Beust verdient sich ein paar Euro extra als Berater von Roland Berger und Peter Harry Carstensen wurde erst vor wenigen Wochen von Joachim Gauck das Gro&szlig;e Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband <a href=\"http:\/\/www.bundespraesident.de\/SharedDocs\/Reden\/DE\/Joachim-Gauck\/Reden\/2013\/03\/130314-Verdienstorden-Carstensen.html\">verliehen<\/a> &ndash; einer der h&ouml;chsten Orden, die die Bundesrepublik kennt. Gerechtigkeit sieht anders aus.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/dbb9bc4dbdb8402c8a1249a65168ae74\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erstmals steht der gesamte Vorstand einer Pleitebank vor Gericht. Es geht um Untreue und Bilanzf&auml;lschung. 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