{"id":18143,"date":"2013-07-31T08:55:23","date_gmt":"2013-07-31T06:55:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18143"},"modified":"2013-07-31T10:57:09","modified_gmt":"2013-07-31T08:57:09","slug":"hinweise-des-tages-1933","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18143","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18143#h01\">WikiLeaks-Informant Bradley Manning: Keine Gnade f&uuml;r den Whistleblower<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18143#h02\">Jakob Augstein: Am Schmelzpunkt des sozialen Systems<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18143#h03\">Robert von Heusinger &ndash; Deutsche Bank: Regulierung wirkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18143#h04\">&lsquo;markt intern&rsquo; &ndash; Tag des Mittelstandes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18143#h05\">Krisenbek&auml;mpfung in der Euro-Zone: Hilfe von Freunden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18143#h06\">Austerity and Income Distribution in Europe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18143#h07\">Bank of Cyprus erh&ouml;ht Zwangsabgabe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18143#h08\">Wie viel Geld spart Sch&auml;uble durch den Niedrigzins?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18143#h09\">&ldquo;Raten&rdquo; oder Raten? &ndash; Das (un)heimliche Treiben der Ratingagenturen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18143#h10\">Redezeit: Prek&auml;re Besch&auml;ftigung &ndash; ein Dauerzustand?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18143#h11\">R&uuml;ckkehr in den Job?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18143#h12\">Warum sich Menschen f&uuml;r Kinder entscheiden?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18143#h13\">Lohn und Gerechtigkeit &ndash; Ist unsere Marktwirtschaft noch sozial?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18143#h14\">Solidarit&auml;t mit Inge H.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18143#h15\">Verantwortung: Je Glauben, desto Gesinnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18143#h16\">Weltwirtschaftlicher Preis 2013 verliehen an Gro Harlem Brundtland, Mo Ibrahim und Joseph E. Stiglitz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18143#h17\">IG-Bau-Chef Wieseh&uuml;gel &ndash; Brachialkritik zum Abschied<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18143#h18\">Plagiatsvorwurf gegen Norbert Lammert<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18143&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>WikiLeaks-Informant Bradley Manning: Keine Gnade f&uuml;r den Whistleblower<\/strong><br>\nHartes Urteil gegen den WikiLeaks-Informanten Bradley Manning: In nahezu allen Anklagepunkten hat eine Milit&auml;rrichterin den 25-J&auml;hrigen f&uuml;r schuldig befunden. Nur den Vorwurf der Unterst&uuml;tzung des Feindes lie&szlig; sie nicht gelten &ndash; damit setzt sie ein Signal.<br>\nDie erste und schwerste Anklage lautet auf Unterst&uuml;tzung des Feindes. Darauf steht theoretisch die Todesstrafe, doch die Regierung fordert f&uuml;r Manning nur lebensl&auml;ngliche Haft, ohne Chance auf vorzeitige Entlassung&hellip; &ldquo;Not guilty&rdquo; &ndash; nicht schuldig&hellip;<br>\nUnd dann macht Richterin Lind weiter, einen Anklagepunkt nach dem anderen. Guilty, sagt sie. Guilty, guilty, guilty. Am Ende h&ouml;rt Bradley Manning das bei insgesamt 20 von 22 Punkten. Schuldig der Spionage, schuldig der Weitergabe der geheimen Botschaftsdepeschen und der Irak-Kriegstageb&uuml;cher, schuldig des Diebstahls von Regierungseigentum, schuldig der Computerkriminalit&auml;t, schuldig des Versto&szlig;es gegen interne Regeln des Milit&auml;rs. Schuldig, schuldig, schuldig<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/wikileaks-informant-manning-schuldig-in-fast-allen-punkten-a-913984.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das scheint ja f&uuml;r die Spiegel-Journalisten ein positives Signal sein: Der Informant geht lebenslang ins Gef&auml;ngnis, aber die Pressefreiheit ist nicht ausgeh&ouml;hlt. So zynisch kann bornierter Professionalismus sein.<\/em> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Der Fall Manning ist um einiges komplexer als der Fall Snowden. Die Weitergabe des Armee-Videos &bdquo;Collateral Murder&ldquo;, das den Beschuss von Zivilsten und Journalisten im Irak durch einen US-Milit&auml;rhelikopter zeigt, verdient zweifelsohne das Pr&auml;dikat &bdquo;Whistleblowing&ldquo;, da Verbrechen des Staates offengelegt wurden. Anders sieht es jedoch beim Fall &bdquo;Cablegate&ldquo; aus. Die Ver&ouml;ffentlichung von mehr als 250.000 Depeschen der US-Botschaften und des State Departements, von denen rund die H&auml;lfte als geheim oder vertraulich eingestuft wurde, hat eine andere Qualit&auml;t. Hier wurden wahllos und willk&uuml;rlich Informationen der Regierung zu Ver&ouml;ffentlichung weitergegeben &ndash; ohne R&uuml;cksicht auf &bdquo;Kollateralsch&auml;den&ldquo; f&uuml;r Informanten und US-Diplomaten. Hier ging es nicht mehr darum, Verbrechen oder Missst&auml;nde aufzudecken, weshalb der Begriff &bdquo;Whistleblowing&ldquo; hier auch &uuml;berdehnt wird. Unter der Oberfl&auml;che geht es hier vielmehr um die grunds&auml;tzliche Frage, ob wirklich s&auml;mtliche Regierungsinformationen frei sein sollten &ndash; eine Frage, <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/4648\/willkommen-im-informationskrieg\">die man durchaus kritisch beantworten kann<\/a>. Als lupenreiner Whistleblower taugt Bradley Manning vor diesem Hintergrund jedenfalls nicht und dass er sich in diesem Zusammenhang strafbar gemacht hat, wird niemand ernsthaft bezweifeln k&ouml;nnen. Dennoch hat es einen schalen Beigeschmack, wenn er eine hohe Haftstrafe bekommt und die Piloten von &bdquo;Collateral Murder&ldquo; noch nicht einmal angeklagt wurden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Jakob Augstein: Am Schmelzpunkt des sozialen Systems<\/strong><br>\nDie Welt steckt in der Krise: Das Vertrauen in das kapitalistische System ist verlorengegangen. Was sind Begriffe wie Gerechtigkeit, Verantwortung oder Demokratie noch wert? Bei der Wahl sein Kreuzchen zu setzen, ist zu wenig&hellip;<br>\nSchuld und Verantwortung werden zu Begriffen, die nicht mehr meinen, was sie bedeuten. Geld ist eine Frage des Vertrauens. Aber es geht um viel mehr als um die Wiederherstellung des Vertrauens der M&auml;rkte in sich selbst. In Wahrheit geht es um eine Krise des Vertrauens in das System und seine Begriffe: Gerechtigkeit, Recht, Verantwortung, Gesetz, Pflicht, Gleichheit, Vernunft, Fortschritt, &Ouml;ffentlichkeit, Parlament, Regierung, Wahlen, Demokratie. Wir erleben die Aush&ouml;hlung und dann den Verlust dieser Begriffe&hellip;<br>\nEin tr&uuml;bsinniger Kapitalismus hat uns diese Begriffe geraubt. Wir haben unsere Verantwortung delegiert &ndash; und dann ist sie im Dickicht furchtsamer Politiker, gieriger Banker und verst&auml;ndnisvoller Journalisten einfach verschwunden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/augstein-kolumne-am-schmelzpunkt-des-sozialen-systems-a-913612.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Robert von Heusinger &ndash; Deutsche Bank: Regulierung wirkt<\/strong><br>\nEs stimmt zwar, dass der Gewinn des Geldhauses im zweiten Quartal entt&auml;uschte, die Aktien deshalb am Dienstag zu den gr&ouml;&szlig;ten Verlierern z&auml;hlten. Aber auch das hat mehr mit der neuen Solidit&auml;t im Hause Deutsche Bank zu tun, als mit einer wahren Ertragsschw&auml;che. [&hellip;]<br>\nBesser schauen dagegen die f&uuml;r den B&uuml;rger und Steuerzahler viel relevanteren Zahlen aus, n&auml;mlich die Eigenkapitalquote. Sie gibt an, mit wie viel haftendem Eigenkapital die risikogewichteten Anlagen unterlegt sind. Auf zehn Prozent bringt es die Bank inzwischen. Vor der Krise waren vier Prozent schon viel! Und selbst bei der Lieblingskennziffer aller Bankenkritiker, der Relation Bilanzsumme zu Eigenkapital, kommt die Deutsche Bank in die N&auml;he von drei Prozent. Das gilt zurzeit international als ausreichend, wenngleich die Ziffer sagt, dass jeder Euro Eigenkapital immer noch 33-mal ausgeliehen werden darf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/deutsche-bank-kommentar-regulierung-wirkt,1472780,23870456.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> &Uuml;ber Heusingers Kommentar kann man nur bitter schmunzeln. Bei der offiziellen Eigenkapitalquote werden die Risiken der Bilanzposten gewichtet. Papiere, die als besonders sicher gelten, fallen da nicht ins Gewicht. Vor der Finanzkrise galten jedoch auch viele strukturierte Papiere, die heute als toxisch gelten, als besonders sicher und bekamen ein AAA-Rating. Man sollte sich also nicht auf diesen Indikator verlassen. Wenn man sich dennoch einmal einen <a href=\"http:\/\/www.standardandpoors.com\/spf\/upload\/Ratings_EMEA\/2013-02-18_Top100RatedBanks.pdf\">internationalen Vergleich der gr&ouml;&szlig;ten Banken [PDF &ndash; 366 KB]<\/a> anschaut, f&auml;llt auf, dass die risikogewichtete Eigenkapitalquote der Deutschen Bank mit 5,8% keineswegs als internationaler Benchmark gelten kann. Die Bank of America weist hier 8,6% auf, japanische Banken haben meist mehr als 10% und auch die britischen Gro&szlig;banken sind besser aufgestellt als die Deutsche Bank. Dies kann jedoch nicht wirklich verwundern, schlie&szlig;lich haben die USA, Japan und Gro&szlig;britannien auch allesamt Gesetze erlassen, die ihre Banken zwingen, die Eigenkapitalquote zu erh&ouml;hen.<\/em><br>\n<em>Ganz bitter sieht es jedoch bei der von Heusinger angesprochenen &bdquo;Relation Bilanzsumme zu Eigenkapital&ldquo; aus, dem ber&uuml;hmten &bdquo;Leverage Ratio&ldquo;. Hier wies die Deutsche Bank im letzten Jahr den zweitschlechtesten Wert Europas auf und landete in einem Vergleich der 50 gr&ouml;&szlig;ten Banken der Welt auf dem <a href=\"http:\/\/www.bloomberg.com\/news\/2012-03-26\/deutsche-bank-no-1-in-europe-as-leverage-hits-market-valuation.html\">siebtletzten Platz<\/a>. Ein Wert &bdquo;in der N&auml;he von drei Prozent&ldquo; ist da nur eine marginale Verbesserung, die den Hebel von 1:44 auf 1:33 senkt &ndash; Ende 2007 lag der Hebel &uuml;brigens noch bei schwindelerregenden 1:68. Doch auch drei Prozent ist noch viel zu niedrig. Die Deutsche Bank war und ist eine der unterkapitalisiertesten Gro&szlig;banken der Welt. Und dies wird dem Vorstand noch einige Kopfschmerzen bereiten, da die USA <a href=\"http:\/\/online.wsj.com\/article\/SB10001424127887323368704578595540397183694.html\">planen<\/a> , eine &bdquo;Leverage Ratio&ldquo; von 5% verbindlich vorzuschreiben. Um diesen Wert zu erreichen, m&uuml;sste die Deutsche Bank ihre Bilanzsumme um fast die H&auml;lfte schrumpfen oder ihr Eigenkapital fast verdoppeln. Erst wenn dies geschafft ist, kann man in Heusingers Loblied einstimmen und von einer &bdquo;neuen Solidit&auml;t&ldquo; sprechen. Bis dahin ist der Weg jedoch noch sehr lang und steinig.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&lsquo;markt intern&rsquo; &ndash; Tag des Mittelstandes<\/strong><br>\nDr. Gerhard Schick (B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen), Christian von Stetten (CDU), Dr. Sahra Wagenknecht (Die Linke), Dr. Volker Wissing (FDP) und Rita Schwarzel&uuml;hr-Sutter (SPD) stellten sich auf Einladung von &prime;markt intern&prime; im Rheingoldsaal der Rheinterrasse den Fragen der Moderatoren Dr. Frank Schweizer-N&uuml;rnberg und Prof. Dr. Malcolm Schauf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=-74jCJqkHZs\">markt intern via YouTube<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin L.E.:<\/strong> Bitte bitte verlinkt dieses Video einer Podiumsdiskussion mit Sahra Wagenknecht. Es ist am Ende Frau Wagenknecht, die, als einzige w&auml;hrend der ganzen Diskussion vom Mittelstandspublikum Applaus erh&auml;lt! Den beiden &ndash;  offenbar haupts&auml;chlich &ldquo;Welt-Online&rdquo;-konsumierenden &ndash; Moderatoren bleibt mehrfach die Luft weg angesichts der schlagenden Argumente. Ihre steigende Verunsicherung zu beobachten ist eine pure Freude!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Krisenbek&auml;mpfung in der Euro-Zone: Hilfe von Freunden<\/strong><br>\nWenn Mario Draghis vor einem Jahr abgegebenes Versprechen, alles Notwendige zur Rettung des Euro zu unternehmen, das Ziel gehabt hat, an den Finanzm&auml;rkten f&uuml;r Ruhe zu sorgen, war es erfolgreich. Der Euro existiert noch, kein Land hat sich aus der W&auml;hrungsunion verabschiedet, die Zinsspreads sind enger geworden, und es gab keine gro&szlig;en Pleiten von Banken oder gar Staaten. Zudem musste das Kaufprogramm f&uuml;r Anleihen (Outright Monetary Transactions, OMT), mit dem Draghi seine Ank&uuml;ndigung untermauert hatte, bisher nicht in Kraft gesetzt werden. Dass Draghi OMT nicht zu aktivieren brauchte, ist f&uuml;r einige Kommentatoren einer der Gr&uuml;nde, warum das Experiment bis jetzt gutgegangen ist. Erst wenn das Programm umgesetzt werden m&uuml;sste, w&uuml;rden sich seine M&auml;ngel offenbaren, meint Nicholas Spiro von Spiro Sovereign Strategy. Darren Williams von Alliance Bernstein sieht eine inkonsistente Haltung der EZB: W&auml;hrend L&auml;nder, die neu ein Hilfsprogramm beantragen w&uuml;rden, sich f&uuml;r OMT-K&auml;ufe qualifizieren, wenn sie den Marktzugang verloren haben, k&ouml;nnen sich bereits unter einem Rettungsschirm stehende Staaten nur bewerben, wenn sie einen vollen Marktzugang haben. Die gewonnene Zeit ist dabei schlecht genutzt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/uebersicht\/boersen_und_maerkte\/hilfe-von-freunden-1.18124604\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Austerity and Income Distribution in Europe<\/strong><br>\nAusterity hit debtor countries much harder in 2012 than in 2011. In Spain, Greece and Portugal growth fell dramatically. How this affects cohesion overall also depends on how falls in income within the debtor countries are distributed. If it affects especially the poor, then inequality will increase. Failing that, it could diminish, even if improved cohesion by means of general, albeit asymmetric shrinking of incomes is certainly hardly a desirable way to reduce inequality.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/10160.pdf\">Friedrich-Ebert-Stiftung Perspective [PDF &ndash; 98.1 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bank of Cyprus erh&ouml;ht Zwangsabgabe<\/strong><br>\nZur Abwendung der Staatspleite Zyperns werden die Einleger der Bank of Cyprus offenbar noch st&auml;rker zur Kasse gebeten als bisher bekannt. Zypern und seine internationalen Geldgeber h&auml;tten sich auf eine Zwangsabgabe von 47,5 Prozent f&uuml;r verm&ouml;gende Kunden der Bank geeinigt.<br>\nQuelle: Financial Times (Printausgabe)<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wie viel Geld spart Sch&auml;uble durch den Niedrigzins?<\/strong><br>\nDer Bund nimmt mit seinen Staatsanleihen j&auml;hrlich rund 250 Milliarden Euro am Kapitalmarkt auf und refinanziert damit vor allem auslaufende Schuldtitel. Und da Deutschland in der derzeitigen Krisensituation in Europa bei Investoren als zuverl&auml;ssiger Schuldner gilt und sich zudem die Zinssenkungen der EZB auch auf die Refinanzierungskosten auswirken, muss der Bund Anlegern derzeit nur rund 1,6 Prozent Zinsen f&uuml;r zehnj&auml;hrige Staatsanleihen bieten. Jetzt hat das Institut f&uuml;r Weltwirtschaft (IfW) das Zinsniveau von 2009 bis heute mit dem von 1999 bis 2008 verglichen und ausgerechnet, wie viel Zinsen Sch&auml;uble gespart hat. Es sind rund 80 Milliarden Euro. Da sich die Ersparnis auf die gesamte Laufzeit der jeweiligen Anleihen bezieht, wird auch Sch&auml;ubles Nachfolger noch von den derzeit niedrigen Zinsen profitieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/technologie\/das-technologie-update\/tagesfrage\/bundesfinanzministerium-wie-viel-geld-spart-schaeuble-durch-den-niedrigzins\/8565058.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&ldquo;Raten&rdquo; oder Raten? &ndash; Das (un)heimliche Treiben der Ratingagenturen<\/strong><br>\nOb sie wollen oder nicht: Viele Institutionen und Privatunternehmen folgen weiterhin den Ratings der Agenturen, weil ihnen das so in Gesetzen und Statuten vorgeschrieben wird. Prompt lassen sich die Ratingagenturen ihre Bewertungen f&uuml;rstlich bezahlen &ndash; oft ohne zu verraten, wie sie zustande kommen.<br>\n Nun erz&auml;hlen der erste deutsche Rating-Analyst an der New Yorker Wall Street, ein Ex-Leiter von Moody&rsquo;s politisch brisantem L&auml;nderrisiko-Komitee, der Chef-Analyst einer deutschen Landesbank, ein geschasster Reformer von Standard &amp; Poor&rsquo;s und ein Wirtschaftsprofessor, wie es hinter den Kulissen zugeht: Dabei wird einer zuf&auml;lligen Caf&eacute;-Bekanntschaft die Verantwortung f&uuml;r Dutzende von Banken-Ratings &uuml;bertragen.<br>\nEin Veteran berichtet, wie &ldquo;Quants&rdquo; und &ldquo;Fundis&rdquo; miteinander um Modelle und Buchstaben ringen &ndash; und wie die Klitschen der Familien Poor, Moody und Fitch, die zuerst nur die Eisenbahnen des Wilden Westens rateten, zu Entscheidern f&uuml;r globale Finanzstr&ouml;me mutierten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/dasfeature\/2153753\/\">dlf<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Redezeit: Prek&auml;re Besch&auml;ftigung &ndash; ein Dauerzustand?<\/strong><br>\nDass die deutsche Wirtschaft seit einigen Jahren trotz Eurokrise boomt, f&uuml;hren Teile aus Politik und Wirtschaft auf die von Gerhard Schr&ouml;der eingeleiteten Hartz-IV-Gesetze zur&uuml;ck. Damit seien erheblich mehr Besch&auml;ftigungsm&ouml;glichkeiten geschaffen worden, die zu einer Zunahme der Besch&auml;ftigten und mehr Leistungsf&auml;higkeit der Wirtschaft gef&uuml;hrt habe. Eine v&ouml;llig falsche Sichtweise, sagt dazu Gerhard Bosch, Professor f&uuml;r Arbeits- und Wirtschaftssoziologie an der Uni Duisberg-Essen. Deutschland habe ein H&ouml;chstma&szlig; an prek&auml;rer Besch&auml;ftigung, so Bosch, also Verg&uuml;tungen unter dem Minimum, was zwingend eine Neuordnung des Arbeitsmarktes erforderlich mache. Wie diese Neuordnung aussehen sollte, er&ouml;rtert Gerhard Bosch im Gespr&auml;ch mit Ralph Erdenberger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gffstream-5.vo.llnwd.net\/c1\/m\/1371808988\/radio\/redezeit\/wdr5_redezeit_20130621.mp3\">WDR5 [Audio &ndash; mp3]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>R&uuml;ckkehr in den Job?<\/strong><br>\nWenn Hartz-IV-Empf&auml;nger zu sp&auml;t kommen oder einen Job ablehnen, bekommen sie weniger Geld. Inge Hannemann will die Bez&uuml;ge nicht k&uuml;rzen, weil das menschenunw&uuml;rdig sei. Daraufhin suspendierte das Jobcenter in Hamburg-Altona seine rebellische Mitarbeiterin. Hannemann zog vor Gericht, klagte auf Wiedereinstellung.<br>\nInge Hannemann musste heute eine Niederlage hinnehmen. Das Hamburger Arbeitsgericht hat ihren Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verf&uuml;gung zur&uuml;ckgewiesen. Damit bleibt die als Hartz-IV-Rebellin bekannt gewordene Sachbearbeiterin eines Hamburger Jobcenters auch weiterhin vom Dienst freigestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/wirtschaftundgesellschaft\/2197320\/\">dlf<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung eines betroffenen Lesers:<\/strong> &Uuml;brigens erhielt ich neulich von einem Bekannten den Flyer eines Jobcenters, in denen Teilnehmern der Informationsveranstaltung eines Zeitarbeitsunternehmens, das wieder einen &ldquo;Gro&szlig;auftrag&rdquo; zu vergeben hatte, pauschal ein &ldquo;Einstiegsgeld&rdquo; (&sect;16b SGBII) angeboten wurde, wenn ihnen ein Vertrag mit einem Stundenlohn von unter x&euro; angeboten werden w&uuml;rde. Wieder ein Hinweis darauf, wohin das vielgepriesene &ldquo;F&uuml;hren durch Ziele&rdquo; in der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit f&uuml;hrt: Mittelverschwendung als Quersubventionierung von Lohndumping, diesmal zugunsten der Arbeitnehmer, deren Motivation, einen unterbezahlten Job f&uuml;r den es auf dem freien Markt keine Interessenten gibt, mit einer &ldquo;gro&szlig;z&uuml;gigen Zuwendung&rdquo; erh&ouml;ht werden soll. Zus&auml;tzlich durfte ich mich auch an einer Pr&auml;sentation erfreuen, in der den Mitarbeitern eines Jobcenters aufgezeigt wird, welcher &ldquo;Vorteils&uuml;bersetzungen&rdquo; man sich w&auml;hrend eines Kundengespr&auml;ches bedienen sollte, um die ZA-Branche ins rechte Licht zu r&uuml;cken. Selbstverst&auml;ndlich fehlt auch nicht der Hinweis darauf, dass ein Job, ganz gleich ob gut oder schlecht bezahlt, allemal besser ist, als sich staatlich &ldquo;alimentieren&rdquo; zu lassen. Arbeit st&auml;rke ja auch das Selbstwertgef&uuml;hl&hellip; Auch der Hinweis auf den &ldquo;Klebeeffekt&rdquo;, der in der Realit&auml;t eher bei verschwindenden 7 &ndash; 8 % liegt, wird hier als gro&szlig;e Chance vermarktet.<\/em><br>\n<em>Zusammenfassend muss ich konstatieren, dass sich die BA, insbesondere Jobcenter in strukturschwachen Regionen, aller &ouml;ffentlichen Kritik zum Trotz, auch heute noch vielfach eher als verl&auml;ngerte Rekrutierungsabteilungen von Personalservicegesellschaften hervortun, als erwerbslosen Menschen langfristige Perspektiven in sicheren und armutsfesten Besch&auml;ftigungen zu bieten. Warum? Weil nur kurzfristige Zielerreichungen intern als Erfolge gefeiert werden, hier geht es um Kennzahlen und nicht um die Lebenswirklichkeit. Die damit ausgel&ouml;sten dramatischen gesellschaftlichen Verwerfungen sind im Geiste der BA nichts weiter als Kollateralsch&auml;den, ganz im Sinne der vulg&auml;r&ouml;konomischen &ldquo;Experten&rdquo;-Ideologie, alles sei sozial was Arbeit schaffe. Wenngleich es vielerorts mittlerweile schon F&uuml;hrungskr&auml;fte gibt, deren Zugang zur volkswirtschaftlichen Realit&auml;t bereits g&auml;nzlich verschlossen ist, weil sie sich w&auml;hrend ihrer Arbeitszeit mit nichts anderem mehr besch&auml;ftigen, als der Auswertung und &ldquo;Analyse&rdquo; interner Statistiken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Warum sich Menschen f&uuml;r Kinder entscheiden?<\/strong><br>\nAb 1. August k&ouml;nnen daheim erziehende Eltern Betreuungsgeld beantragen &ndash; doch das Interesse ist noch gering. Die Entscheidung f&uuml;r Kinder h&auml;nge eben nicht vom Geld ab, meint die Familienforscherin Christiane Dienel. Wichtiger sei es, in die Zukunft vertrauen zu k&ouml;nnen &ndash; zum Beispiel durch eine feste Partnerschaft und einen stabilen Sozialstaat.<br>\nSo gut wie keiner will die sogenannte Herdpr&auml;mie, wertfreier auch Betreuungsgeld f&uuml;r daheim erziehende Eltern genannt. In den meisten Bundesl&auml;ndern ist das Interesse an diesen 100 bis 150 Euro monatlich tats&auml;chlich so gut wie nicht vorhanden. Beispiele: Th&uuml;ringen null Antr&auml;ge, Mecklenburg-Vorpommern 44 Antr&auml;ge, und in Bayern, wo der Familienzuschuss umfangreich beworben wurde, sind es bisher schlappe 500 Interessenten. Im Moment kann man also sagen, das Betreuungsgeld ist ein Flopp&hellip;<br>\nDienel: &bdquo;Ich bin &uuml;berzeugt davon, dass die Hauptgr&uuml;nde, warum sich Menschen f&uuml;r Kinder entscheiden, tats&auml;chlich eben nicht in der wirtschaftlichen Situation liegen, sondern in der Frage, was man sich von der Zukunft erwartet und ob man sich traut, diese Zukunft anzugehen. Also letztlich das, was Vertrauen stiften kann. Dazu geh&ouml;rt eben eine feste Partnerschaft und geh&ouml;rt insofern ganz sicher die Ehe, weil die Ehe nat&uuml;rlich dieses Dauer-Versprechen noch &uuml;berzeugender transportieren kann als eine Partnerschaft, die nicht rechtlich abgesichert ist. Dazu geh&ouml;ren sicher auch alle anderen Dinge, die einem Zukunftshoffnung geben k&ouml;nnen: Ein stabiler Sozialstaat, der verl&auml;sslich funktioniert, gute Infrastrukturen, Kinderbetreuung, Schulen, die nicht gleich wieder geschlossen werden. Sicherlich auch Dinge wie Freundschaft, Verwandtschaft und auch Glaube&hellip;<br>\nIch denke, dass heutige Familien, auch mit beiden erwerbst&auml;tigen Eltern am Ende mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen, intensiver etwas mit ihnen zusammen unternehmen als die, sagen wir mal, 1950er-Familie in Westdeutschland.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/thema\/2197249\/\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Lohn und Gerechtigkeit &ndash; Ist unsere Marktwirtschaft noch sozial?<\/strong><br>\nDeutschland geht es gut &ndash; auch in der Krise. In den letzten Jahren wurden zahlreiche neue Jobs geschaffen, die Steuereinnahmen sprudeln, die meisten Unternehmen machen gute Gewinne und der Dax hat ein neues Allzeithoch erreicht. Aber viele Menschen haben den Eindruck, an diesem Wohlstand nicht ausreichend beteiligt zu sein. Sie verstehen nicht, dass Manager mehrere Millionen Euro pro Jahr kassieren, w&auml;hrend die Krankenschwester Schwierigkeiten hat, die steigenden Miet- und Stromkosten zu bezahlen. &ndash; G&auml;ste in der Sendung: Dr. Dominik H. Enste, Wirtschaftsethiker beim Institut der deutschen Wirtschaft K&ouml;ln; Dr. Dierk Hirschel, Chef&ouml;konom von Verdi; Johannes P&ouml;ttering, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Unternehmensverb&auml;nde NRW.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gffstream-2.vo.llnwd.net\/c1\/m\/1370545671\/radio\/fhgespraeche\/wdr5_funkhausgespraeche_20130606_2100.mp3\">WDR [Audio &ndash; mp3]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Zu lesen f&uuml;r diejenigen, die sich kr&auml;ftig &uuml;ber die mit so gro&szlig;er Selbstverst&auml;ndlichkeit vorgetragenen dreisten Arbeitgeberargumente &auml;rgern m&ouml;chte. &ndash; Dierk Hirschel schl&auml;gt sich tapfer. &ndash; &ldquo;Wirtschaftsethiker&rdquo; Dominik H. Enste vom arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft h&auml;tte vielleicht in den von ihm mitverfassten &ldquo;Internationaler Gerechtigkeitsmonitor 2013&rdquo; schauen und sich bescheiden sollen. Im zitierten Gerechtigkeitsindex der Bertelsmann Stiftung steht Deutschland in der OECD auf Rang 15 nach Island, Schweden, D&auml;nemark, Norwegen, Finnland, Niederlande, Schweiz, &Ouml;sterreich, Frankreich, Neuseeland, Vereinigtes K&ouml;nigreich, Kanada und Tschechien. Also viel Nachholbedarf, selbst wenn in den eigenen Berechnungen des IW Deutschland im Gesamtindex zur Gerechtigkeit auf Platz 7 landet. Seltsamerweise in der Einkommensgerechtigkeit im internationalen Vergleich 2012 auf Rang 14. &ndash; &Auml;rger setzt allerdings auch Kr&auml;fte frei.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Solidarit&auml;t mit Inge H.<\/strong><br>\nHartz-IV-Kritikerin erf&auml;hrt gro&szlig;e Unterst&uuml;tzung. Hamburger Arbeitsgericht sieht keinen Anspruch auf Weiterbesch&auml;ftigung im Jobcenter. Linke wertet Urteil als &raquo;Politikum&laquo;<br>\nDer Maulkorb gegen eine Hamburger Jobcenter-Mitarbeiterin hat jetzt einen richterlichen Segen. Das Arbeitsgericht der Hansestadt lehnte am Dienstag einen Antrag auf einstweilige Verf&uuml;gung von Inge Hannemann ab, die auf Wiederbesch&auml;ftigung an ihrem alten Arbeitsplatz geklagt hatte. Sie war vom Dienst suspendiert worden, weil sie &ouml;ffentlich auf Mi&szlig;st&auml;nde im Jobcenter des Stadtteils Altona hingewiesen hatte. Unter anderem kritisierte Hannemann die Praxis, Arbeitslosen die Unterst&uuml;tzung zu k&uuml;rzen, wenn sie Termine nicht wahrnahmen. Das gestrige Urteil hat allerdings nur vorl&auml;ufigen Charakter, bis das Gericht im August einen Beschlu&szlig; im Hauptsacheverfahren f&auml;llt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/07-31\/056.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Verantwortung: Je Glauben, desto Gesinnung<\/strong><br>\nBesonders M&auml;nner sprechen &ouml;ffentlich ganz gern von Verantwortung. Aber was meinen sie damit? Einige &Uuml;bersetzungen von Arno Frank<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=hi&amp;dig=2013%2F07%2F27%2Fa0025&amp;cHash=2c9a27139d9339bc5de8bdbc453efda3\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Thomas de Maizi&egrave;re: <\/em><br>\n<em>&ldquo;Wir leben in einer Kultur der Verantwortung&rdquo;<\/em><br>\n<em>&ldquo;Der Preis von Einfluss ist Verantwortung&rdquo;<\/em><br>\n<em>&ldquo;Verantwortung, die aus einem festen Glauben &uuml;bernommen wird, tut gut, uns selbst und allen&rdquo;<\/em><br>\n<em>Die Mehrfachnennung von Thomas de Maizi&egrave;re ist wohl der tagespolitischen Aktualit&auml;t geschuldet. Die allgemeine Einsch&auml;tzung lautet, dass ein R&uuml;cktritt de Maizi&egrave;res aufgrund der Wahlen kaum wahrscheinlich sei. Sollten allerdings immer neue Details ein schiefes Licht auf den Minister werfen, der in der &Ouml;ffentlichkeit als Inbegriff der Seriosit&auml;t gilt, d&uuml;rfte auch das Image der Kanzlerin leiden. Was die politische Verantwortung de Maizi&egrave;res betrifft, l&auml;sst sich dar&uuml;ber streiten, wie informiert der Minister war oder h&auml;tte sein sollen. Allerdings spricht es nicht f&uuml;r die Effizienz des Ministers, dass er sich anscheinend bei Amtsantritt damit begn&uuml;gte, sich die vom Ministerium benannten 10 wichtigsten Angelegenheiten des Verteidigungsministeriums schildern zu lassen. Er h&auml;tte auch eine eigene Liste mitbringen k&ouml;nnen, beispielsweise mit der Frage: Welche Projekte &uuml;berschreiten die Summe von 100 Millionen Euro. Aber wichtiger noch: Wie glaubw&uuml;rdig ist es, in einer solch offensiven Weise den Einsatz von Drohnen zu fordern, ohne &uuml;ber den monet&auml;ren Rahmen des Projekts informiert sein? Gut, man kann dar&uuml;ber streiten, aber f&uuml;r den Umgang mit der Aff&auml;re ist der Minister voll verantwortlich. Wie ist es mit der viel ger&uuml;hmten Seriosit&auml;t, dem Pflichtbewusstsein dieses Ministers bestellt, wenn er der allgemeinen politischen Praxis folgt und wie die R&uuml;cktreter der letzten Zeit nur noch damit besch&auml;ftigt ist, in fast kindlicher Weise nach jeder Enth&uuml;llung eine neue Verteidigungslinie aufzubauen? &ndash; Ganz abgesehen von dem immer seltsamer werdenden Konstrukt der politischen Verantwortung, auf welche Julian <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=hi&amp;dig=2013%2F07%2F27%2Fa0023&amp;cHash=86b48e189ba20eefda0022e332d8e1b6\">Nida-R&uuml;melin in einem Gespr&auml;ch mit Jan Feddersen und J&ouml;rg Koopmann eingeht<\/a>. Wo bleibt die Cleverness des Berufspolitikers. Er h&auml;tte doch in Absprache mit der Kanzlerin seinem R&uuml;cktritt anbieten k&ouml;nnen: Er habe sich wohl zu wenig informiert und die falschen Schlussfolgerungen gezogen. Gleichzeitig h&auml;tten die beiden Staatssekret&auml;re St&eacute;phane Beemelmans und R&uuml;diger Wolf, wie jetzt geschehen, die Verantwortung &uuml;bernehmen k&ouml;nnen und sich vor den Minister stellen k&ouml;nnen. Frau Merkel h&auml;tte mit dem Hinweis auf die jahrelange Fehlentwicklung des Projekts das Angebot zur&uuml;ckweisen k&ouml;nnen. Oder ist das zu machiavellistisch gedacht?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Weltwirtschaftlicher Preis 2013 verliehen an Gro Harlem Brundtland, Mo Ibrahim und Joseph E. Stiglitz<\/strong><br>\nDas Institut f&uuml;r Weltwirtschaft (IfW) hat heute in einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Landeshauptstadt Kiel und der IHK Schleswig-Holstein zum neunten Mal den Weltwirtschaftlichen Preis verliehen. &bdquo;Auf ganz unterschiedliche Art und Weise zeigen unsere diesj&auml;hrigen Preistr&auml;ger, wie wichtige weltwirtschaftliche Probleme l&ouml;sungsbezogen angegangen werden k&ouml;nnen. Joe Stiglitz hat verdeutlicht, wie Regierungen ein informationsbedingtes Marktversagen verhindern k&ouml;nnen. Mo Ibrahim hat die Rolle von Regierungen auf andere Weise erl&auml;utert: Durch seinen Index of Governance hat er eine Rangskala entwickelt, die Transparenz, Unkorrumpierbarkeit und Effizienz von Regierungsf&uuml;hrung in Afrika misst. Gro Harlem Brundtland hat ein weit gefasstes politisches Konzept f&uuml;r nachhaltige Entwicklung geschaffen, das zeigt, wie Umwelt und Entwicklung in Einklang gebracht werden k&ouml;nnen&ldquo;, hob IfW-Pr&auml;sident Dennis Snower in seiner Laudatio hervor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ifw-kiel.de\/medien\/medieninformationen\/2013\/weltwirtschaftlicher-preis-2013-verliehen-an-gro-harlem-brundtland-mo-ibrahim-und-joseph-e-stiglitz\">IfW<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man muss dem Institut f&uuml;r Weltwirtschaft nicht nahestehen. Es ist weitgehend neoklassisch fundiert und einige Forscher h&auml;ngen nur allzu deutlich neoliberalen Glaubensgrunds&auml;tze an, dennoch kommt man in Au&szlig;enwirtschaftsfragen bzw. globalen Wirtschaftsfragen trotz der genannten Einschr&auml;nkungen nicht an ihm vorbei. Der Preis an Joseph E. Stiglitz u.a.  signalisiert,  dass es dem Institut ernst ist mit der von seinem Pr&auml;sidenten aufgestellten Forderung: &ldquo;Wir brauchen Menschen, die die F&auml;higkeit haben, die wichtigen Probleme der Weltwirtschaft zu antizipieren und l&ouml;sungsbezogen darauf zu reagieren. Wir brauchen Menschen, die im gleichen Atemzug auch f&uuml;r mehr Gerechtigkeit k&auml;mpfen. &hellip; Wir brauchen Menschen, die ausgetretene Pfade verlassen und Etabliertes in Frage stellen. Wir brauchen Menschen, die den Mut mitbringen, ihre Prinzipien umzusetzen und sich durch nichts und niemanden von ihrem vision&auml;ren Weg abbringen lassen, auch wenn es zun&auml;chst Einzelk&auml;mpfertum bedeuten kann. Wir brauchen Menschen wie Joe Stiglitz, Mo Ibrahim und Gro Harlem Brundtlandt.&rdquo; Denis Snower begr&uuml;ndet den Preis f&uuml;r Stiglitz <a href=\"http:\/\/www.ifw-kiel.de\/medien\/medieninformationen\/2013\/Pressemappe_Juni_WWP2013.pdf\">wie folgt [PDF &ndash; 259 KB]<\/a>:<\/em><br>\n<em>&ldquo;Unsere Aufgabe ist es, dieses ganzheitliche System zu verbessern. Deshalb muss die wirtschaftspolitische Leitfrage nunmehr lauten: Welche Rahmenbedingungen muss die Regierung setzen, damit das politisch-&ouml;konomisch-soziale System Wohlstand in weitem Sinne erzeugt? Joe Stiglitz hat sich in diesem Zusammenhang mit der Rolle der Regierung besch&auml;ftigt und dabei insbesondere deren Funktion bei der Bek&auml;mpfung von Ungleichheit thematisiert. Au&szlig;erdem hat er die Konsequenzen von Informationsdefiziten im Verh&auml;ltnis zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern erl&auml;utert. Joe Stiglitz bringt den Mut auf, sich gegen den Mainstream seines Faches zu stellen und das zu propagieren, was er f&uuml;r richtig h&auml;lt. Und er ist ein unersch&uuml;tterlicher Optimist: Die meisten Menschen h&auml;tten eine Seite, die das moralisch Richtige tun will, ist sein Credo. Woran es fehlt, sind oft die richtigen Rahmenbedingungen.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>IG-Bau-Chef Wieseh&uuml;gel &ndash; Brachialkritik zum Abschied<\/strong><br>\nIm Herbst will Klaus Wieseh&uuml;gel Arbeitsminister werden: Die SPD wollte ein Signal an die Arbeitnehmer setzen, als sie ihn in Steinbr&uuml;cks Schattenkabinett berief. Doch nun rechnen zahlreiche Gewerkschafter massiv mit ihrem scheidenden IG-Bau-Chef ab&hellip;<br>\nNach dem Streit um Agenda 2010 und Rente mit 67 wollte die SPD ein Signal an die Gewerkschafter unter der W&auml;hlerschaft setzen: Seht her, Sozialdemokraten und Gewerkschaften haben sich vers&ouml;hnt; wir wollen jetzt sogar einen von euch zum Arbeitsminister machen&hellip;<br>\nAm Donnerstag verschickte eine Gruppe, die anonym bleiben will und nach eigenen Angaben aus &ldquo;ehren- und hauptamtlichen Funktion&auml;ren&rdquo; besteht, einen &ldquo;Brandbrief&rdquo; an die &ldquo;lieben Kolleginnen und Kollegen&rdquo;, in dem sie schreibt: &ldquo;Unsere Organisation sieht sich in ihrer Existenz bedroht.&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/ig-bau-chef-wiesehuegel-brachialkritik-zum-abschied-1.1733963\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Plagiatsvorwurf gegen Norbert Lammert<\/strong><br>\nErgiebigste Gesamtquelle f&uuml;r regelwidrige &Uuml;bernahmen scheint ein Sammelband des Politologen Wolfgang J&auml;ger zur Parteienforschung zu sein. Insgesamt gibt der Verfasser vor, eine Literaturrezeption geleistet zu haben, die er in diesem Umfang nicht selbst erbracht hat. Einen erheblichen Teil der als verwendet angegebenen Literatur hat er ganz offenbar nicht gelesen; dies wird insbesondere anhand der &Uuml;bernahme zahlreicher charakteristischer Fehler aus der Sekund&auml;rliteratur deutlich. Genuine Fehler des Verfassers &ndash; also solche, die nicht mit &Uuml;bernahmen aus Sekund&auml;rquellen im Zusammenhang stehen &ndash; habe ich in der Regel nicht erfasst. Die Arbeit enth&auml;lt einen Hauptteil von 116 Seiten, auf denen ein wissenschaftlicher Diskurs stattfindet. Inhaltsverzeichnis, Vorwort des Herausgebers, Vorbemerkung, Dokumentation, Literaturverzeichnis und Sachregister habe ich nicht gesondert untersucht. Der 91 Seiten umfassende Dokumentationsteil, dessen einzelne Punkte und Unterpunkte nicht in der Gliederung aufgef&uuml;hrt sind, besteht lediglich aus der Reproduktion von Satzungen, Antr&auml;gen, Gesch&auml;ftsberichten, Rundschreiben etc. pp.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lammertplag.wordpress.com\/\">lammertplag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der Titel der Dissertation von Norbert Lammert lautet: &bdquo;Lokale Organisationsstrukturen innerparteilicher Willensbildung. Fallstudie am Beispiel eines CDU-Kreisverbandes im Ruhrgebiet&ldquo;. Es ist auff&auml;llig, dass Politiker, die offensichtlich ihre berufliche Karriere in der Politik suchen, offenbar zur Karrieref&ouml;rderung einen Doktortitel anstreben. Warum also nicht ein Thema w&auml;hlen, bei dem sich politische Arbeit mit dem Erwerb wissenschaftlicher Meriten verbinden? Dieser Verdacht dr&auml;ngt sich auf. Hier hat man Zugriff auf alle internen Unterlagen und m&ouml;glicherweise auch auf Zuarbeit. So war es jedenfalls bei Kristina Schr&ouml;der (geborene K&ouml;hler) die den hochtrabenden Titel w&auml;hlte: &bdquo;Gerechtigkeit als Gleichheit? Eine empirische Analyse der objektiven und subjektiven Responsivit&auml;t von Bundestagsabgeordneten&ldquo; w&auml;hlte. Was auf deutsche hei&szlig;t: Wie sich die Wertvorstellungen von CDU-Bundestagsabgeordneten von CDU-Mitgliedern an der Basis unterscheiden. Dazu hat Schr&ouml;der 1000 Parteimitglieder befragt und die Frageb&ouml;gen wurden sozusagen in wissenschaftlicher Amtshilfe von der Bundeszentrale der CDU verschickt.<\/em><br>\n<em>Den Doktoranden kann man m&ouml;glicherweise nur vorhalten, dass sie ihre Doktorarbeit mit ihrer Parteiarbeit verbunden haben. Die viel wichtigere Frage ist, warum solche Doktorarbeiten &uuml;berhaupt von den Fakult&auml;ten angenommen wurden und wohl immer noch werden.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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