{"id":18178,"date":"2013-08-05T09:10:05","date_gmt":"2013-08-05T07:10:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18178"},"modified":"2013-08-05T09:10:05","modified_gmt":"2013-08-05T07:10:05","slug":"hinweise-des-tages-1936","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18178","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18178#h01\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18178#h02\">Redezeit: Wege aus der Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18178#h03\">33 Worte, die am 26. Juli 2012 um 12.10 Uhr die Welt ver&auml;nderten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18178#h04\">Ex-Goldman-Banker t&auml;uschte Kunden: Urteil gegen &ldquo;Fabulous Fab&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18178#h05\">Dax-Konzerne: Bilanzrisiken in Milliardenh&ouml;he<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18178#h06\">So gelingt die Karriere auch ohne Uni<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18178#h07\">Wohnen macht arm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18178#h08\">Deutschland exportiert so viel Strom wie nie zuvor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18178#h09\">China: Dicke Luft vertreibt Europ&auml;er<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18178#h10\">Generalbundesanwalt unterst&uuml;tzt Mollath<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18178#h11\">SPD und Gr&uuml;ne blocken Linkspartei ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18178#h12\">Abitur: Nach dem Turbo-Schwachsinn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18178#h13\">Studieren f&uuml;r den Arbeitsmarkt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18178#h14\">Jaja, liebes Handelsblatt, &hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18178#h15\">Der Spiegel &amp; Sarrazin &ndash; Das gutgl&auml;ubige Leitmedium<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18178&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Sch&ouml;ne neue &Uuml;berwachungswelt<\/strong><br>\nNun herrscht Gewissheit: Wir leben tats&auml;chlich in einer &Uuml;berwachungswelt. Diese Erkenntnis verdanken wir dem ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden. In den vergangenen Wochen ver&ouml;ffentlichte er in Kooperation mit dem britischen &bdquo;Guardian&ldquo; eine Reihe brisanter Dokumente, denen Interviews in Zeitschriften aller Welt folgten. Ihnen zufolge &uuml;berwachen angels&auml;chsische Nachrichtendienste fast unsere gesamte Kommunikation &ndash; auch und vor allem im Internet.<br>\n&Uuml;berraschend ist weniger die &Uuml;berwachung selbst, als vielmehr ihr ungeheures Ausma&szlig;. So sp&auml;ht der amerikanische Milit&auml;rgeheimdienst National Security Agency (NSA) insbesondere Kommunikationsdienste, Soziale Netzwerke sowie Cloud-Speicher aus &ndash; und das weltweit. Dazu fordert sein Sp&auml;hprogramm Prism gezielt private Nutzerdaten bei Konzernen wie Microsoft, Yahoo, Google oder Facebook an. Jeden Monat spioniert die NSA zudem mehr als eine halbe Mrd. Telefonate, SMS-Nachrichten und Emails deutscher B&uuml;rger aus.<br>\nAuch der britische Dienst Government Communications Headquarters (GCHQ) liest im gro&szlig;en Stil mit. Statt wie die NSA nur die Nutzerdaten abzufragen, zapft er seit Jahren im Rahmen seines Spionageprogramms Tempora mehr als 200 internationale und interkontinentale Glasfaserkabel direkt an, darunter auch das TAT-14 im Atlantik, das einen gro&szlig;en Teil der deutschen &Uuml;berseekommunikation weiterleitet. Die Briten teilen die abgesaugten Daten &ndash; sch&auml;tzungsweise 21&thinsp;000 Terabyte am Tag &ndash; mit den Vereinigten Staaten: 300 GCHQ- und 250 NSA-Agenten werten die Informationen gemeinsam aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2013\/august\/schoene-neue-ueberwachungswelt\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><strong>Alte Spionage-Vereinbarungen mit USA und GB aufgehoben<\/strong><br>\nDie Debatte &uuml;ber Sp&auml;haktionen ausl&auml;ndischer Geheimdienste in Deutschland hat eine erste Konsequenz. Nach 45 Jahren wurden am Freitag zwei Vereinbarungen mit den USA und Gro&szlig;britannien zur &Uuml;berwachung der Telekommunikation in der Bundesrepublik aufgehoben. Nach Ansicht des Freiburger Historikers Josef Foschepoth hat dies aber keinerlei praktische Auswirkungen. Auf der Basis eines Abkommens von 1959 d&uuml;rfen die Geheimdienste der USA, Gro&szlig;britanniens und Frankreichs demnach auch in Zukunft legal Internet und Telefone in Deutschland &uuml;berwachen, sagte Foschepoth der dpa.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Alte-Spionage-Vereinbarungen-mit-USA-und-GB-aufgehoben-1929262.html\">Heise Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Was genau bedeutet, dass die o.g. Abkommen aufgehoben worden seien? Sind sie ersatzlos gestrichen worden? Gibt es ersetzende Regelungen, die das Aussp&auml;hen weiterhin erlauben? Oder versucht die Bundesregierung weiterhin, das Volk in Deutschland mittels Agitation und Propaganda an der Nase herumzuf&uuml;hren?<\/em><br>\n<em>Arbeiten Geheimdienste nicht unter dem Vorbehalt, gegen geltende Gesetze und Rechte anderer Staaten zu versto&szlig;en, um an bestimmte Informationen zu gelangen? Angesichts der Erkenntnisse des Historikers Foschepoth kann unterstellt werden, dass sich Geheimdienste im Zweifelsfall lediglich an die juristische Grundlagen des Heimatlandes und nicht an die anderer Staaten orientieren; <a href=\"http:\/\/gffstream-2.vo.llnwd.net\/c1\/m\/1374832149\/radio\/redezeit\/wdr5_redezeit_20130726.mp3\">dazu zum Nachh&ouml;ren<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Snowden enth&uuml;llt Namen der sp&auml;henden Telekomfirmen<\/strong><br>\nBislang geheime Powerpoint-Folien, die der SZ vorliegen, zeigen, was der britische Geheimdienst GCHQ alles kann: Installation von Trojanern, Desinformation, Angriffe auf Netzwerke. Vor allem offenbaren sie, wie der Dienst jegliches Gef&uuml;hl f&uuml;r Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit verloren hat &ndash; und welche privaten Internetanbieter beim Aussp&auml;hen behilflich sind. Es ist die Cr&egrave;me de la Cr&egrave;me der Branche, mit Macht &uuml;ber gro&szlig;e Teile der weltweiten Internetstruktur.<br>\nDie Pr&auml;sentation, das wird schnell klar, soll zeigen, was der Geheimdienst alles drauf hat: Angriffe auf Netzwerke etwa, gezielte Desinformation, das Installieren von Trojanersoftware. Das volle Programm eines Nachrichtendienstes eben. Das britische Government Communications Headquarters (GCHQ) kann alles, zumindest pr&auml;sentiert sich der Geheimdienst so in jenen Powerpoint-Folien, an die der Whistleblower Edward Snowden gelangt ist. Die S&uuml;ddeutsche Zeitung und der NDR bekamen jetzt Einblick in die Dokumente.<br>\nSeite f&uuml;r Seite offenbaren sie das Selbstverst&auml;ndnis eines Dienstes, der jegliches Gef&uuml;hl f&uuml;r Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit verloren hat, dem Digital-Wahn verfallen ist und mit seinem amerikanischen Partner, der National Security Agency (NSA), weltweit Millionen Menschen abh&ouml;rt und aussp&auml;ht. Vor allem aber liefert die Pr&auml;sentation das, was Snowden zu Beginn seiner Enth&uuml;llungen die &ldquo;Kronjuwelen&rdquo; nannte: die Namen jener Telekomfirmen, die den geheimen Diensten beim Aussp&auml;hen helfen oder helfen m&uuml;ssen.<br>\nIn den internen Papieren des GCHQ aus dem Jahr 2009 stehen sie nun aufgelistet: Verizon Business, Codename: Dacron, British Telecommunications (&ldquo;Remedy&rdquo;), Vodafone Cable (&ldquo;Gerontic&rdquo;), Global Crossing (&ldquo;Pinnage&rdquo;), Level 3 (&ldquo;Little&rdquo;), Viatel (&ldquo;Vitreous&rdquo;) und Interoute (&ldquo;Streetcar&rdquo;).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/internet-ueberwachung-snowden-enthuellt-namen-der-spaehenden-telekomfirmen-1.1736791\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Gibt es dazu auch ein deutsches Pendant?<\/em><br>\n<em>Interessant w&auml;re zu erfahren, welche deutschen Firmen f&uuml;r deutsche oder andere Geheimdienste t&auml;tig waren oder noch sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Offener Brief<\/strong><br>\nWir, die nachfolgenden Unterzeichnerinnen und Unterzeichner, fordern<br>\nunsere Regierung, unser nationales Parlament, die EU-Kommission, den Europ&auml;ischen Rat und das Europ&auml;ische Parlament auf:\n<ol>\n<li>Sich gegen jede Form anlassloser und unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;iger &Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen auszusprechen und danach zu handeln.<\/li>\n<li>Das Recht auf Privatsph&auml;re und Informationelle Selbstbestimmung zu achten und dieses sowohl auf nationaler Ebene wie auch in der EU-Datenschutz-Grundverordnung als auch der Datenschutzrichtlinie und den entsprechenden Normen f&uuml;r EU-Institutionen zu verankern und an erste Stelle zu r&uuml;cken.<\/li>\n<li>In internationalen Vertr&auml;gen den Schutz und die Achtung der Privatheit und entsprechende Rechtsmittel auch gegen &Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen durch Drittstaaten zu erwirken.<\/li>\n<li>Zu gew&auml;hrleisten, dass personenbezogene Daten, die in der EU verarbeitet werden, nicht ohne Rechtshilfeabkommen und ausreichenden Rechtsschutz an Beh&ouml;rden oder Organisationen in Drittl&auml;ndern &uuml;bermittelt werden.<\/li>\n<li>Das Grundrecht auf Gew&auml;hrleistung der Vertraulichkeit und die Integrit&auml;t informationstechnischer Systeme sicherzustellen.<\/li>\n<li>Internationale Kooperationen zwischen Strafverfolgungsbeh&ouml;rden, Justiz und Geheimdiensten nicht zur Umgehung innerstaatlichen Grundrechtsschutzes zu missbrauchen.<\/li>\n<li>Alle Vertr&auml;ge, Gesetze und Ma&szlig;nahmen, die die Informationelle Selbstbestimmung der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger des jeweils eigenen Landes und der EU betreffen, unmittelbar offenzulegen.<\/li>\n<li>Die Verletzung der Privatsph&auml;re ihrer jeweiligen B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger durch Unternehmen, Drittstaaten oder dort ans&auml;ssige Unternehmen rechtlich, wirtschaftlich und politisch zu sanktionieren.<\/li>\n<li>Eine individuelle Benachrichtigungspflicht der betroffenen B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger innerhalb m&ouml;glichst kurzer Frist nach Durchf&uuml;hrung jeder digitalen Einsichtnahme und &Uuml;berwachungsma&szlig;nahme einzuf&uuml;hren, ob durch Strafverfolgungsbeh&ouml;rden oder Geheimdienste.<\/li>\n<li>Projekte und Technologien zum informationellen Selbstschutz und freie und quelloffene Umsetzungen aktiv zu f&ouml;rdern und selbst verpflichtend zu nutzen.<\/li>\n<li>Staatliche &Uuml;berwachungspraktiken, die ohne rechtlichen Rahmen stattfinden, umgehend abzustellen.<\/li>\n<li>Whistleblowern, die gesellschaftlich relevante Missst&auml;nde aufzeigen, angemessenen rechtlichen Schutz zu garantieren.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.stopsurveillance.org\/\">stopsurveillance.org<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>My family&rsquo;s Google searching got us a visit from counterterrorism police<\/strong><br>\nOfficers showed up at our home on Long Island, New York, suspecting we were terrorists because we looked up info on pressure cookers and backpacks.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2013\/aug\/01\/government-tracking-google-searches\">The Guardian<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Soviel zur Haltung, &bdquo;ich habe doch nichts zu verbergen, ist mir doch egal wenn ein Geheimdienst meine Kommunikationsdaten &uuml;berwacht&ldquo;!<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Redezeit: Wege aus der Krise<\/strong><br>\nDer &Ouml;konom Prof. Michael Kr&auml;tke entwirft Perspektiven f&uuml;r Europa<br>\nEin Ende der europ&auml;ischen Sparpolitik zugunsten kluger Investitionen f&uuml;r Wachstum und Besch&auml;ftigung fordert der &Ouml;konom Michael Kr&auml;tke, Professor f&uuml;r Politische &Ouml;konomie an der Lancaster University. Er pl&auml;diert f&uuml;r die Beibehaltung des Euros und f&uuml;r die Aufnahme weiterer L&auml;nder in die W&auml;hrungsunion. &ldquo;Bei den gegenw&auml;rtigen Krisenerscheinungen haben wir es mit einem B&uuml;ndel von Krisen zu tun&rdquo;, beschreibt Kr&auml;tke. &ldquo;Da ist zun&auml;chst die Bankenkrise und &ndash; durch staatliche Bankenrettungen &ndash; eine hohe Staatsverschuldung.&rdquo; Dass die Regierungen &ndash; vor allem die deutsche Regierung &ndash; darauf mit strikter Sparpolitik reagieren, h&auml;lt er f&uuml;r falsch, weil auf diese Weise eine Absatzkrise ausgel&ouml;st wird.<br>\nKr&auml;tke fordert eine St&auml;rkung der EU, um gemeinsam globale Herausforderungen (Klimaschutz, Beseitigung der Hungerkrise) bew&auml;ltigen zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/neugier-genuegt\/s\/d\/02.08.2013-10.05\/b\/redezeit-wege-aus-der-krise.html\">WDR 5<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/gffstream-4.vo.llnwd.net\/c1\/m\/1375436360\/radio\/redezeit\/wdr5_redezeit_20130802.mp3\">WDR5 Redezeit [Audio &ndash; mp3]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>33 Worte, die am 26. Juli 2012 um 12.10 Uhr die Welt ver&auml;nderten<\/strong><br>\n&ldquo;But there is another message I want to tell you. Within our mandate, the ECB is ready to do whatever it takes to preserve the euro. And believe me, it will be enough.&rdquo; Diese Worte &auml;usserte Mario Draghi, Chef der Europ&auml;ischen Zentralbank, am 26. Juli 2012 um 12.10 Uhr w&auml;hrend einer Rede in London. Die beiden Elefanten an der europ&auml;ischen Peripherie, Spanien und Italien, standen damals an den Finanzm&auml;rkten unter enormem Druck, die Rendite zehnj&auml;hriger spanischer Staatsanleihen bewegte sich gegen 8%. Das europ&auml;ische Finanzsystem wankte, die Aktienkurse der Grossbanken sanken immer weiter.  Punktgenau markierte seine Rede die Trendwende an den M&auml;rkten, wie obige Grafik zeigt. Die Bondrenditen Spaniens (rote Kurve) und Italiens (blaue Kurve) begannen zu sinken, die Aktienkurse der Banken (graue Kurve, Stoxx 600 Banken-Index) begannen zu steigen.<br>\nDraghi gelang das, was zuvor zwanzig Krisengipfel der Euro-Staatschefs, unz&auml;hlige Beteuerungen der Politiker und die bereits geschn&uuml;rten Hilfspakete f&uuml;r Griechenland, Irland und Portugal nicht geschafft hatten: Er beruhigte die Finanzm&auml;rkte. Dauerhaft. Allein mit Worten. Ein Jahr ist seither vergangen. Bisher wurde Mario Draghi noch nicht herausgefordert; er musste noch keinen Tatbeweis erbringen, was &laquo;Whatever it takes&raquo; genau bedeutet, sollte die Panik an den M&auml;rkten eines Tages wieder hochkochen. Ob er noch ein weiteres Jahr erh&auml;lt?\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130805_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.fuw.ch\/article\/der-chart-des-tages-106\/\">FuW<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Zwei Punkte: Selbstverst&auml;ndlich ist es das Verdienst des neuen Notenbankchefs, diese Entscheidung &uuml;berhaupt getroffen zu haben. Allerdings h&auml;tte sie schon viel fr&uuml;her herbeigef&uuml;hrt werden m&uuml;ssen. Es lag ja vor der Nase eines jeden, dass Gro&szlig;britannien und die USA eben aufgrund ihres unbegrenzten Willens, jederzeit Staatsanleihen ihrer L&auml;nder aufzukaufen, nie Opfer wettfreudiger Spekulanten wurden. Und in der Tat wurde Draghi noch nicht gezwungen einzugreifen. Und hier liegt ein gro&szlig;es Hindernis, das der Chef der Bundesbank, Jens Weidmann, wie eine Monstranz vor sich her tr&auml;gt: Voraussetzung f&uuml;r den Aufkauf durch die EZB ist, dass das Land Hilfe beim Euro-Rettungsfonds ESM beantragt und sich strengen Bedingungen unterwirft, um die Staatsfinanzen zu sanieren. Kurzum es kann zu der Situation kommen, dass ein Land wie Italien mit hoher Staatsverschuldung z.B. durch gar nicht so unwahrscheinliche Neuwahlen das &ldquo;Vertrauen&rdquo; der M&auml;rkte verliert ( siehe die vor&uuml;bergehend beigelegte Regierungskrise in Portugal) und diese italienische Staatsanleihen losschlagen und die Renditen bzw. der Zins f&uuml;r diese in die H&ouml;he gehen. Nun greift die EZB ein, fordert aber von Italien das &uuml;bliche, im Verh&auml;ltnis zum bestehenden weitaus radikalere Sparprogramm &agrave; la Troika, wonach Italiens Staatsverschuldung wie allen anderen F&auml;llen in weitersteigen w&uuml;rde mit un&uuml;bersehbaren Folgen f&uuml;r Italien bzw. Europa. &ndash; Draghi, Weidmann, was nun?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ex-Goldman-Banker t&auml;uschte Kunden: Urteil gegen &ldquo;Fabulous Fab&rdquo;<\/strong><br>\nDer ehemalige Goldman-Sachs-H&auml;ndler Fabrice Tourre habe Anleger bewusst zum Kauf fauler Hypothekendarlehen verleitet, befand ein Zivilgericht in Manhattan. Tourre drohen nun eine Geldstrafe und ein Berufsverbot. Dar&uuml;ber wird sp&auml;ter entschieden. Der Banker mit dem Spitznamen &laquo;Fabulous Fab&raquo; wurde kurz nach der Finanzkrise zur Symbolfigur f&uuml;r die &Uuml;berheblichkeit der Wall Street. In einer sp&auml;ter ver&ouml;ffentlichten E-Mail an seine Freundin scherzte er, dass er Schrottpapiere auch an &laquo;Witwen und Waisen&raquo; verkauft habe. Im Verfahren bedauerte er diese Aussage. Die Entscheidung des Gerichts stellt einen der gr&ouml;ssten Siege f&uuml;r die US-B&ouml;rsenaufsicht SEC dar, die das Zivilverfahren angestossen hatte. Zwar mussten sich bereits zahlreiche Banken f&uuml;r ihr Verhalten zu Zeiten der Finanzkrise verantworten, doch kaum einzelne Banker. Goldman Sachs selbst hatte den Fall im Rahmen eines Vergleichs schon vor drei Jahren mit der Zahlung von 550 Mo. $ beigelegt. Die B&ouml;rsenaufsicht warf Goldman Sachs und dem verantwortlichen Banker Tourre vor, die Kunden beim Verkauf des Wertpapiers in die Irre gef&uuml;hrt zu haben. Die Bank habe ihren Kunden verschwiegen, dass der m&auml;chtige Hedgefonds Paulson &amp; Co. bei der Auswahl der enthaltenen Hypotheken mitgewirkt und dann auf ein Scheitern von &laquo;Abacus&raquo; gewettet habe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftsnachrichten\/urteil-gegen-fabelhaften-fab-1.18126678\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es bleibt ein bitterer Nachgeschmack. Es liegt doch sp&auml;testens nach dem <a href=\"http:\/\/www.brandeins.de\/archiv\/2010\/auf-sicht\/die-schrott-haendler.html\">Auftritt von Goldman-Sachs vor dem Senat<\/a> auf der Hand, dass der der H&auml;ndler in die Gesamtstrategie des Hauses eingebunden war. Der Konzern konnte sich freikaufen. Tourre ist ein Bauernopfer f&uuml;r das Publikum, der f&uuml;r sein Schweigen die Sache auf Rosen gebettet &uuml;berstehen wird.<\/em> <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Dax-Konzerne: Bilanzrisiken in Milliardenh&ouml;he<\/strong><br>\nUngedeckte Pensionsanspr&uuml;che und k&uuml;nftig in der Bilanz auszuweisende Leasingkosten summieren sich bei den 30 Dax-Konzernen zu Bilanzrisiken von rund 75 Milliarden Euro. Den L&ouml;wenanteil der nicht gedeckten Pensionslasten tragen wenige Konzerne. Eine Unterdeckung von 6,7 Milliarden Euro hat allein Daimler. Knapp 4,2 Milliarden Euro fehlen bei der Allianz, 3,8 Milliarden bei der Deutschen Lufthansa, 2,5 Milliarden Euro bei der Deutschen Post. Im Gegenzug gibt es Dax-Konzerne, deren Konto sogar im Plus ist. &Uuml;ber die gr&ouml;&szlig;ten &Uuml;bersch&uuml;sse aus R&uuml;ckstellungen und ausgelagertem Pensionsverm&ouml;gen verf&uuml;gen Siemens (958 Mio. Euro) und die Deutsche Bank (926 Mio. Euro). Bei m&ouml;glicherweise in einigen Jahren zu bilanzierenden Leasingschulden liegt laut WirtschaftsWoche die Deutsche Telekom vorn: die zus&auml;tzlichen Schulden aus Mietkaufvertr&auml;gen liegen bei 13,4 Milliarden Euro. Erhebliche Extra-Schulden haben auch Daimler (8,5 Mrd. Euro), die Deutsche Post (5,1 Mrd.), die Deutsche Bank (4,0 Mrd.), Volkswagen (3,8 Mrd.), Lufthansa (3,5 Mrd.) und Siemens (2,6 Mrd.).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/boerse\/exklusive-studie-dax-konzerne-bilanzrisiken-in-milliardenhoehe\/8586386.html\">WirtschaftsWoche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>So gelingt die Karriere auch ohne Uni<\/strong><br>\nJahrelang zog es Abiturienten nur an die Universit&auml;t &ndash; deswegen fehlen jetzt tausende ausgebildete Fachkr&auml;fte. Wirtschaftsvertreter fordern ein Umdenken &ndash; und werben f&uuml;r die Berufsausbildung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article118660505\/So-gelingt-die-Karriere-auch-ohne-Uni.html\">DIE WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Dass ausgerechnet f&uuml;r Kranken- und Altenpfleger der &ldquo;Engpassfaktor&rdquo; so schlimm ist (34 bzw. 37 als arbeitssuchend gemeldete Kr&auml;fte auf 100 offene Stellen), hat wohl am allerwenigsten mit der Alternative Studium und erheblich mehr mit den unterirdischen Arbeitsbedingungen f&uuml;r Pflegekr&auml;fte zu tun. Interessant aber, dass man aus der Grafik beil&auml;ufig erf&auml;hrt, dass der &ldquo;Engpassfaktor&rdquo; bei Wirtschaftsinformatikern bei 136 und bei Medizinern bei 159 liegt &ndash; f&uuml;r zwei offene Stellen gibt es drei Bewerber, d. h. rein rechnerisch bleiben Tausende Hochausgebildete arbeitslos. Ganz schlimmer Fachkr&auml;ftemangel!<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Handwerkspr&auml;sident pl&auml;diert f&uuml;r Rente ab 70<\/strong><br>\nHandwerkspr&auml;sident Otto Kenztler hat sich wegen des zunehmenden Fachkr&auml;ftemangels f&uuml;r einen sp&auml;teren Rentenbeginn ausgesprochen. &bdquo;Wer kann, soll bis 70 arbeiten&ldquo;, sagte Kentzler dem Magazin &bdquo;Focus&ldquo;. Viele &Auml;ltere seien fit, sagte er. &bdquo;Selbst wenn sie nur halbe Tage arbeiten, ihre Erfahrung kann uns helfen.&ldquo; Das durchschnittliche Renteneintrittsalter liegt derzeit bei 61,2 Jahren f&uuml;r M&auml;nner und 61 Jahren f&uuml;r Frauen und damit so hoch wie zuletzt vor 20 Jahren.<br>\nEinzelne Betriebe m&uuml;ssten bereits jetzt Auftr&auml;ge ablehnen, weil ihnen die Fachkr&auml;fte fehlten, f&uuml;gte der Pr&auml;sident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks hinzu. Die Handwerksbetriebe m&uuml;ssten sich deshalb noch st&auml;rker als moderne und technologiegetriebene Arbeitgeber pr&auml;sentieren, um f&uuml;r Schulabg&auml;nger attraktiv zu sein. F&uuml;r den Nachwuchs sieht der Handwerkspr&auml;sident goldene Zeiten aufziehen: &bdquo;Wer nicht auf den Kopf gefallen ist, bekommt auf alle F&auml;lle eine Anstellung. Die n&auml;chste Generation kann im Prinzip von Vollbesch&auml;ftigung ausgehen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/vollbeschaeftigung\/fachkraeftemangel-handwerkspraesident-plaediert-fuer-rente-ab-70-12341757.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Immer mal wieder wird der sog. Fachkr&auml;ftemangel beschworen. Schade, dass die FAZ &uuml;ber die Aussagen der Arbeitgeberseite so unkritisch berichtet:<\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em>Prognosen &uuml;ber Vollbesch&auml;ftigung zu Zeiten der n&auml;chsten Generation sind unseri&ouml;s;<\/em><\/li>\n<li><em>Die niedrigen L&ouml;hne, z.B. in der Gastronomie und Pflege, sind eindeutig ein Indiz gegen den &bdquo;Fachkr&auml;ftemangel&ldquo;. Handwerksbetriebe sollten daher vor allem auch soziale Arbeitgeber sein, faire L&ouml;hne und Geh&auml;lter zahlen und die Arbeitsbedingungen verbessern.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wohnen macht arm<\/strong><br>\nDer Lohn reicht nicht zum Leben? Gut f&uuml;r den Vermieter!<br>\nWer aus welchen Gr&uuml;nden als arm zu gelten hat, ist so schwer zu entscheiden, dass sich schon die Verwendung des Wortes Armut ohne Definition nebst mehrseitiger Begr&uuml;ndung eigentlich verbietet. Besonders umstritten ist der Begriff der relativen Armut: Wer 60 Prozent eines mittleren Einkommens bezieht, soll arm sein? Dann m&uuml;sste die Armut ja ausgerechnet dort wachsen, wo viele Reiche zuziehen!<br>\nEiner Untersuchung der Bertelsmann Stiftung ist es zu verdanken, dass diese unbefriedigende Debatte sich nun auf neue Fakten st&uuml;tzen kann. Ob man mit 60 Prozent eines normalen Einkommens arm ist, mag Ansichtssache sein. Sicher ist, dass ein solches Einkommen in deutschen Gro&szlig;st&auml;dten kein menschenw&uuml;rdiges Leben erm&ouml;glicht. (&hellip;)<br>\nDieses Minimum, das hat nun die Bertelsmann Stiftung herausgefunden, ist immer noch mehr, als Geringverdienern zum Leben bleibt, die gezwungen sind, zum aktuellen Preis eine Wohnung anzumieten. Das gilt nicht &uuml;berall, aber in sechzig von hundert untersuchten Gro&szlig;st&auml;dten ist es so.<br>\nWas daraus folgt? Nun, f&uuml;r jeden etwas anderes! F&uuml;r die betroffenen Haushalte bedeutet es, dass sie ihr knappes Einkommen als sogenannte Aufstocker durch Sozialleistungen auf Hartz-IV-Niveau erg&auml;nzen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2013\/31\/staedte-mietwohnungen-armut-menschenwuerde\">ZEIT ONLINE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Muss man eigentlich als Journalist einer Qualit&auml;tszeitung Ahnung vom Thema haben oder wenigstens ein paar Zahlen sammeln und zusammenrechnen k&ouml;nnen? Ganz offensichtlich nicht, wenn man diesen Unfug in der ZEIT liest.<\/em><br>\n<em>Erstens verwechselt der Schreiber dieses Artikels offenbar den mittleren Lohn, der f&uuml;r die Berechnung der relativen Armut herangezogen wird, mit dem Durchschnittslohn &ndash; denn der mittlere Lohn &auml;ndert sich absolut minimal, wenn ein paar Reiche irgendwo zuziehen. Und nat&uuml;rlich wird wieder das Konzept der relativen Armut in Frage gestellt; dabei ist nat&uuml;rlich auch ein gutverdienender Ingenieur im Milliard&auml;rsviertel eine objektiv arme Sau (hohe Mietkosten, Gastronomie, Einkaufsm&ouml;glichkeiten&hellip;).<\/em><br>\n<em>Und zweitens wird behauptet, dass Hartz-IV-Betroffene auf Steuerzahlerkosten &ldquo;in der Lage sind, hohe Mieten zu zahlen&rdquo;. Das steht da w&ouml;rtlich: &ldquo;Sich um ein h&ouml;heres Einkommen oder eine niedrigere Miete zu bem&uuml;hen lohnt sich f&uuml;r sie nicht, weil diese Anstrengungen nicht ihnen selbst zugutek&auml;men, sondern dem Haushalt ihrer Stadt. F&uuml;r die Vermieter hei&szlig;t es, dass sie keinen Grund haben, ihre Forderungen zu m&auml;&szlig;igen, weil ihre Mieter ja nicht nur gezwungen, sondern dank &ouml;ffentlicher F&ouml;rderung auch in der Lage sind, hohe Mieten zu zahlen.&rdquo; Anscheinend ist dem Autor (bzw. Abschreiber?) dieser Bertelsmann-Propaganda nicht bekannt, dass die &ldquo;hohen Mietkosten&rdquo;, die vom Staat &uuml;bernommen werden, selten 350 Euro f&uuml;r eine Einzelperson bzw. 800 Euro f&uuml;r eine dreik&ouml;pfige Familie &uuml;berschreiten und die Mietkosten&uuml;bernahme selbst in einfachen Lagen oft die tats&auml;chlichen Mieten nicht deckt.<\/em><br>\n<em>Der wirkliche Skandal &ndash; dass Menschen in sehr gro&szlig;er Zahl zu wenig zum Leben verdienen &ndash; wird mit keinem Wort diskutiert &ndash; die k&ouml;nnen ja schlie&szlig;lich aufstocken. Aber sch&ouml;n, dass mal wieder gegen Hartz-IV-Empf&auml;nger gehetzt werden konnte, die die Mittelschicht aussaugen. Auf jeden Fall wird selbst f&uuml;r die viel zu knapp bemessene Mietpauschale ganz offensichtlich mehr Geld gesteckt als in die Ausbildung von Journalisten. M&ouml;glicherweise sollte auch mehr Geld in die Journalistenausbildung &ndash; oder wenigstens in die Anwerbung kompetenter Journalisten &ndash; investiert werden. Das Geld f&uuml;r die ZEIT ist jedenfalls zum Fenster hinausgeworfen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Deutschland exportiert so viel Strom wie nie zuvor<\/strong><br>\nDie deutschen Stromausfuhren stiegen im ersten Halbjahr um fast 50 Prozent an. Damit exportiert Deutschland in diesem Jahr so viel Strom wie nie zuvor. F&uuml;r den enormen Zuwachs gibt es zwei Gr&uuml;nde.<br>\nDeutschland exportiert in diesem Jahr so viel Strom wie nie zuvor. Nach den Zahlen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) flossen im ersten Halbjahr dieses Jahres im Saldo 14,9 Terawattstunden (Milliarden Kilowattstunden) ins Ausland. Das sind fast 50 Prozent mehr als im Vorjahrszeitraum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article118645559\/Deutschland-exportiert-so-viel-Strom-wie-nie-zuvor.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wir erinnern uns an die Warnung, dass in Deutschland die Lichter ausgehen w&uuml;rden, wenn die AKWs abgeschaltet werden&hellip;<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Mehrheit f&uuml;r R&uuml;ckkauf<\/strong><br>\nGute Chancen f&uuml;r Rekommunalisierung der Stromnetze in Hamburg.<br>\nSieben Wochen vor dem Volksentscheid &uuml;ber die Rekommunalisierung der Stromnetze in Hamburg starten die Bef&uuml;rworter einen Veranstaltungsmarathon. &raquo;Die Unterst&uuml;tzung ist gro&szlig;&laquo;, sagt Wiebke Hansen, Kampagnenleiterin der Initiative &raquo;Unser Hamburg &ndash; Unser Netz&laquo;. Sie spricht von Hunderten aktiven B&uuml;rgern und 45 zivilgesellschaftlichen B&uuml;ndnispartnern.<br>\nAm 22. September soll die Hamburger Bev&ouml;lkerung neben der Bundestagswahl auch noch entscheiden, ob das gesamte Stromnetz der Hansestadt 2015 wieder in die &ouml;ffentliche Hand geholt wird, wie die Aktivisten fordern. Ab 1997 waren CDU, FDP, SPD und Schill-Partei am Verkauf des Stromnetzes beteiligt. Die Hamburger Electricit&auml;ts-Werke (HEW), die seit &uuml;ber hundert Jahren die Stromversorgung der Stadt gew&auml;hrleistet hatten, wurden bis 2002 schrittweise an Vattenfall verkauft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/08-03\/046.php\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>China: Dicke Luft vertreibt Europ&auml;er<\/strong><br>\nSo schlimm wie seit Beginn des Jahres war es um Pekings Luftqualit&auml;t seit Beginn der Aufzeichnung der Werte aber noch nie bestellt.Das gibt inzwischen auch das chinesische Umweltministerium zu. Es ver&ouml;ffentlichte am Mittwoch Zahlen, denen zufolge die Luftqualit&auml;t seit Jahresbeginn in 76 St&auml;dten an jedem zweiten Tag &ldquo;ungesund&rdquo; war. Die Bewohner von Pekings Nachbarstadt Shijiazhuang etwa sahen im Schnitt nur an drei Tagen im Monat klaren Himmel. Als besonders gef&auml;hrlich gelten zu hohe Feinstaubwerte. In Peking lagen sie im Januar zeitweise bei &uuml;ber 700 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Das ist das 28-Fache des Grenzwerts, den die Weltgesundheitsorganisation (WHO) f&uuml;r unbedenklich h&auml;lt. Angesichts dieser dramatischen Werte erw&auml;gt nicht nur eine Mehrheit der in China lebenden Europ&auml;er, das Land zu verlassen. SinoJobs hat auch Chinesen befragt. Von ihnen antworteten 41 Prozent, dass sie bereits planten, auszuwandern oder zumindest vor&uuml;bergehend im Ausland zu leben. Schon beklagen ausl&auml;ndische Unternehmen, sie h&auml;tten Probleme, Posten in China zu besetzen. Insbesondere Eltern kleiner Kinder wollten nicht die Gesundheit des Nachwuchses der eigenen Karriere opfern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2013%2F08%2F02%2Fa0061&amp;cHash=04df36f9c65023e9cb7cd4733ffa9729\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> In nahezu 90 Prozent der chinesischen Gro&szlig;st&auml;dte herrscht schlechte oder &auml;u&szlig;erst schlechte Luftqualit&auml;t hei&szlig;t es in einem <a href=\"http:\/\/german.china.org.cn\/environment\/txt\/2013-03\/31\/content_28408999.htm\">Bericht des Instituts f&uuml;r Umwelt an der Renmin-Universit&auml;t China in Peking<\/a>.<\/em><br>\n<em>&ndash; Nachdem das westliche Kapital durch Verlagerung von Produktion in die Schwellenl&auml;nder nicht nur die hohen L&ouml;hne im Westen umgehen, sondern auch die Kosten f&uuml;r Umweltschutz und Arbeitnehmerschutz ungehindert durch irgendwelche WTO-Regeln in betr&auml;chtlichem Umfang reduzieren konnte, wird es dort selbst den Agenten des westlichen Kapitals unbehaglich. Nat&uuml;rlich haben die Millionen chinesischer Arbeiter nicht die Wahl, in das Ausland zu gehen, wie die Umfrage von SinoJobs suggeriert. Das Ganze nennt sich dann globaler Wettbewerb, an dessen Ende es nur noch Verlierer gibt: Die Arbeiter in S&uuml;dostasien, die unter miserabelsten Bedingungen malochen und unsere Besch&auml;ftigten, die gezwungen werden, ihre Standards in Richtung dritte Welt anzupassen, oder eben raus aus dem globalen &ldquo;Wettbewerb&rdquo; rausfliegen. Und selbst das Kapital streicht nur in der kurzen Frist fantastische Gewinne ein. Die Krise in Europa demonstriert &uuml;berdeutlich, wie sehr die in Ostasien produzierenden Unternehmen auf die Nachfrage aus dem Westen angewiesen sind. In dieser Spirale wird irgendwann einmal nicht nur der chinesische Arbeiter, sondern auch der europ&auml;ische Arbeiter sich keinen VW leisten k&ouml;nnen. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Generalbundesanwalt unterst&uuml;tzt Mollath<\/strong><br>\nGeneralbundesanwalt Harald Range kritisiert nach Informationen der S&uuml;ddeutschen Zeitung im Fall Mollath das Oberlandesgericht (OLG) Bamberg.<br>\nDas Gericht hatte im August 2011 die fortdauernde Unterbringung des N&uuml;rnbergers in der Psychiatrie angeordnet. Die Bamberger Richter h&auml;tten &laquo;nicht hinreichend belegt und konkretisiert&raquo;, weshalb von Mollath nach wie vor eine Gefahr ausgehen solle, zitiert die Zeitung aus einer 25-seitigen Stellungnahme Ranges an das Bundesverfassungsgericht.<br>\nDas OLG habe ferner keine Belege daf&uuml;r genannt, dass Mollath auch k&uuml;nftig &laquo;erhebliche Straftaten&raquo; begehen k&ouml;nnte. Die Tatsache, dass Mollath Therapien verweigere, sei als Begr&uuml;ndung nicht ausreichend. Zudem gen&uuml;ge der OLG-Beschluss &laquo;nicht den Anforderungen f&uuml;r die Pr&uuml;fung der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit&raquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/justiz-streit--generalbundesanwalt-unterstuetzt-mollath-,1472596,23901428.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Mollath-Gutachter unter Plagiatsverdacht<\/strong><br>\nGutachter Klaus Leipziger sorgte daf&uuml;r, dass Gustl Mollath in die Psychiatrie eingewiesen wurde. Nun ger&auml;t der Psychiater selbst unter Verdacht. Seine Doktorarbeit soll ein Plagiat sein.<br>\nHat Klaus Leipziger, Chefarzt der Forensischen Psychiatrie im Bezirkskrankenhaus Bayreuth und zentraler Gutachter im Fall Gustl Mollath, bei der Erstellung seiner Dissertation abgeschrieben? Martin Heidingsfelder, Deutschlands bekanntester Plagiatsj&auml;ger, ist davon &uuml;berzeugt und hat am heutigen Freitag die Universit&auml;t Ulm &uuml;ber seine Recherchen informiert.<br>\nNach Angaben Heidingsfelders sind er und seine Mitarbeiter bereits bei &ldquo;einer ersten kurzen Lekt&uuml;re&rdquo; der Doktorarbeit auf ein &ldquo;eindeutiges Plagiat&rdquo; gesto&szlig;en. Eine genauere Durchsicht der Arbeit habe dann weitere Plagiate zu Tage gef&ouml;rdert, die auf <a href=\"http:\/\/www.politplag.de\/index.php\/Free-Gustl-Mollath\">seiner Internetseite<\/a> dokumentiert seien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/panorama\/kritik-an-doktorarbeit-mollath-gutachter-unter-plagiatsverdacht-2046386.html%20\">stern.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Ob ein Plagiatsverdacht bei der Dissertation des fragw&uuml;rdigen Mollath-Gutachters Leipziger Gustl Mollath helfen wird, kann bezweifelt werden. Selbst wenn sich der Plagiatsvorwurf als richtig erweisen sollte: Das m&ouml;gliche Plagiat einer Dissertation ist das eine, ein Gutachten in einer gerichtlichen Verhandlung ist etwas anderes und kann lediglich durch ein anderes Gutachten bzw. eine erneute richterliche Entscheidung aufgehoben werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>SPD und Gr&uuml;ne blocken Linkspartei ab<\/strong><br>\nVor dem Hintergrund der Umfragewerte der Parteien glaubt Linksfraktionschef Gregor Gysi, dass die SPD in naher Zukunft beim Thema Regierungskooperation auf die Linkspartei zugehe. Bereits jetzt gebe es gro&szlig;e inhaltliche Schnittmengen etwa bei Mindestl&ouml;hnen, gleicher Bezahlung von M&auml;nnern und Frauen und der Abschaffung des Betreuungsgeldes, sagte der Linken-Fraktionschef. &raquo;Ihr Wahlprogramm kann die SPD mit uns am besten umsetzen.&laquo; (&hellip;)<br>\nEin rot-rot-gr&uuml;nes B&uuml;ndnis schloss Steinmeier deshalb erneut aus und glaubt auch nicht, dass Parteichef Sigmar Gabriel seine Haltung &auml;ndern k&ouml;nnte, wenn es eine Mehrheit f&uuml;r SPD, Linke und Gr&uuml;ne geben sollte. Solche Spekulationen seien Unsinn. In den j&uuml;ngsten Umfragen liegen Schwarz-Gelb und Rot-Rot-Gr&uuml;n fast gleichauf. Steinmeier hatte ein B&uuml;ndnis mit der Linken schon 2009 als Kanzlerkandidat ausgeschlossen. Der linke Parteifl&uuml;gel w&uuml;nscht sich allerdings mehr Offenheit f&uuml;r diese Option.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/829220.spd-und-gruene-blocken-linkspartei-ab.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Insbesondere die SPD-Spitze setzt die Ausschlie&szlig;eritis von rot-rot-gr&uuml;nen B&uuml;ndnissen wie in den vergangenen Jahren fort. Wie sie das eigene Wahlprogramm umsetzen m&ouml;chte, verschweigt sie hingegen.<\/em><br>\n<em>Auff&auml;llig ist, dass der gegenw&auml;rtige Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Herr Steinmeier, seinem eigenen Bundesparteivorsitzenden, Herr Gabriel, implizit offenbar unterstellt, ein solches B&uuml;ndnis &ndash; trotz mehrfacher Ablehnungen &ndash; eingehen zu k&ouml;nnen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Holt die Linke aus der Ecke<\/strong><br>\nDie Linkspartei vertritt unzufriedene W&auml;hler, SPD und Gr&uuml;ne wollen aber partout nicht mit ihr koalieren. Das ist ein Irrtum (&hellip;)<br>\nIn der realen Politik bleibt die Linkspartei jedoch au&szlig;en vor. SPD und Gr&uuml;ne schlie&szlig;en weiterhin jede Zusammenarbeit mit ihr nach der Bundestagswahl aus. Damit begeben sich beide Parteien aus mehreren Gr&uuml;nden in eine Falle.<br>\nErstens: Ohne die Linke ist Rot-Gr&uuml;n weit von der Macht entfernt. Zusammen kommen SPD und Gr&uuml;ne nach den Umfragen derzeit nur auf maximal 38 bis 39 Prozent &ndash; weniger als die Union alleine. Deshalb hat Linken-Fraktionschef Gregor Gysi recht, wenn er sagt: Nur mit der Linkspartei hat die SPD eine realistische Chance, den Kanzler zu stellen und zusammen mit den Gr&uuml;nen einen Politikwechsel einzuleiten. (&hellip;)<br>\nDabei gibt es, wie schon Willy Brandt feststellte, seit der Einheit in Deutschland eine strukturelle Mehrheit links der Mitte. Bei vier der sechs Bundestagswahlen seitdem lagen Rot-Rot-Gr&uuml;n zusammengenommen vor oder zumindest fast gleich auf mit Schwarz-Gelb. Und auch jetzt kommt das linke Lager in den Umfragen gemeinsam auf etwa 46 Prozent, ungef&auml;hr gleich viel, wenn nicht sogar etwas mehr als das b&uuml;rgerliche Lager. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2013-07\/rot-rot-gruen\">ZEIT ONLINE<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Abgesehen davon, dass der Autor Ludwig Greven wieder einmal auf die abgestandenen Parolen angeblichen &bdquo;Linkssektierer&ldquo; im Westen und auf &bdquo;Obersektierer&ldquo; Oskar Lafontaine zur&uuml;ckgreift oder um den Artikel in der betulichen Zeit unterzubringen zur&uuml;ckgreifen muss, hat er weitgehend recht.<\/em> <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Abitur: Nach dem Turbo-Schwachsinn<\/strong><br>\nEs ist eine der Absurdit&auml;ten im Bildungssystem, dass hiesige Sch&uuml;lerInnen das Abitur so schnell wie m&ouml;glich machen sollen, am besten nach 12 Jahren &ndash; und dass genau dieses Turboabitur dann f&uuml;r ungewollte Entschleunigung sorgt. Auch in diesem Jahr werden Zehntausende von Abiturienten vor hohen Anforderungen des Numerus clausus stehen und dar&uuml;ber nachdenken, wie sie die Zeit herumkriegen beim Warten auf den begehrten Studienplatz.  Mit 18 Jahren sucht man zwar seine Identit&auml;t, aber nicht unbedingt einen Beruf, den man dann bis zum 67. Lebensjahr aus&uuml;ben soll. Daf&uuml;r ist es eine zu fr&uuml;he Lebensphase. Es hat seinen Grund, warum etwa in den USA die ersten Jahre an den Colleges Basisstudieng&auml;nge angeboten werden und die Fachentscheidung erst sp&auml;ter verlangt wird. Die Engp&auml;sse an den Universit&auml;ten nutzen daher viele Abiturienten f&uuml;r eine selbstgemachte Zwischenphase, und das hat durchaus sein Gutes. Wer erst mal in Neuseeland &Auml;pfel pfl&uuml;ckt, im Altersheim SeniorInnen versorgt oder den Rettungssanit&auml;ter macht, verschwendet keine Zeit. Allerdings sollten sich danach in &uuml;berschaubarer Zeit Bildungsperspektiven er&ouml;ffnen, sonst muss die Politik mit Studienpl&auml;tzen nachbessern. &ndash; Wenn der Andrang der Studienbewerber ab dem kommenden Jahr rein statistisch abnimmt, muss sich die Lage entspannen. Im besten Fall haben sich dann auch die Normen ver&auml;ndert: Schnell fertig zu werden, ist dann kein Zeichen von Elite mehr. Die Idee der &ldquo;Turbo-Abschl&uuml;sse&rdquo; in viel zu jungen Jahren ist Schwachsinn gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2013%2F08%2F02%2Fa0092&amp;cHash=5882e848d6f9dd645599dc52ea40b880\">taz<\/a>\n<p><strong>Siehe auch: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2013%2F08%2F02%2Fa0041&amp;cHash=d9b89835c71f6eb57b1abdddb6d338b2\">Psychologie nur mit Einser-Abi<\/a><\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Studieren f&uuml;r den Arbeitsmarkt?<\/strong><br>\nDie Sozialwissenschaften wird es bald nicht mehr geben; sie sind nicht arbeitsmarktf&auml;hig. Als diese Sitzungsnotiz im Juni drei Studenten der Universit&auml;t K&ouml;ln erreicht, ist ihre Entr&uuml;stung gro&szlig;. Sie machen sie &ouml;ffentlich und bilden ein B&uuml;ndnis &ndash; mit Erfolg: Die Abschaffung scheint vom Tisch, aber eine Kernfrage bleibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr3.de\/zeitgeschehen\/oekonomisierungdersowi100.html\">WDR 3<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Der neoliberalen Ideologie sind die Sozialwissenschaften schon seit langer Zeit ein Dorn im Auge. Klassischer Weise regt dieser Wissenschaftszweig zum kritischen Denken an und m&ouml;chte ein m&ouml;glichst breites Wissen vermitteln.<\/em><br>\n<em>Mindestens seit Mitte der 1990er Jahre ist zu beobachten, dass sozialwissenschaftliche Studieng&auml;nge unter Druck geraten sind: U.a. sind emeritierte (kritische)Professoren durch weniger kritische ersetzt worden, die mehr Wert auf Empirie und Statistik legen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Jaja, liebes Handelsblatt, &hellip;<\/strong><br>\n&hellip; manchmal sagt so ein RSS-Feed mehr als man verraten wollte:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.auchdieserschwachsinnmussinsinternet.de\/2013-08\/s1375452902\">&gt;b&rsquo;s weblog<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers V.B.:<\/strong> Hintergrund: woher soll das Handelsblatt schon wissen, ob der Goldpreis steigt oder f&auml;llt? Also flugs zwei Artikel ins Redaktionssystem, einen jeweils f&uuml;r beide F&auml;lle. Und dann publiziert man halt den mit der Erkl&auml;rung, der zutrifft. Dumm nur, dass durch einen Fehler beide im RSS sichtbar wurden&hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Der Spiegel &amp; Sarrazin &ndash; Das gutgl&auml;ubige Leitmedium<\/strong><br>\nIm &bdquo;Fall Sarrazin&ldquo; scheitert der Spiegel bis heute am eigenen Aufkl&auml;rungsanspruch: Statt selbst zu recherchieren, verbreiten die Redakteure lediglich, was Prominente ihnen in den Block diktieren&hellip;<br>\nDas Versagen der deutschen Medien im Fall Sarrazin l&auml;sst sich exemplarisch am Leitmedium Spiegel zeigen. Das Nachrichtenmagazin druckte (zeitgleich mit der Bild-Zeitung) vorab Ausz&uuml;ge aus &bdquo;Deutschland schafft sich ab&ldquo;. Das sei keine leichte Entscheidung gewesen&hellip;<br>\nDer Spiegel, der f&uuml;r andere Themen ganze Rechercheteams abstellt, brachte weder ausreichend Zeit noch Kompetenz auf, um Sarrazins Quellen nachzusp&uuml;ren und den ideengeschichtlichen Bez&uuml;gen seiner Argumentation auf den Grund zu gehen. Die Diskussion dar&uuml;ber, ob Sarrazin tats&auml;chlich rassistisch und eugenisch argumentiert, h&auml;tte sich durch die Abkl&auml;rung der Quellenlage vermutlich schnell erledigt&hellip;<br>\nWas die Causa Sarrazin betrifft, grenzt die Haltung des einstigen deutschen &bdquo;Sturmgesch&uuml;tzes der Demokratie&ldquo; beinahe an Arbeitsverweigerung. Das ist eines Nachrichtenmagazins mit diesem Aufkl&auml;rungsanspruch nicht w&uuml;rdig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2013\/08\/01\/spiegel-sarrazin-das-leitmedium\/\">Migazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ob &bdquo;gutgl&auml;ubig&ldquo; der richtige Begriff f&uuml;r diese Berichterstattung des Spiegels ist?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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