{"id":18188,"date":"2013-08-06T08:40:49","date_gmt":"2013-08-06T06:40:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18188"},"modified":"2013-08-06T08:40:49","modified_gmt":"2013-08-06T06:40:49","slug":"hinweise-des-tages-1937","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18188","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18188#h01\">Georg Diez &ndash; Scheinriesin im Reich der Zwerge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18188#h02\">Jakob Augstein &ndash; B&uuml;ndnis der Angst: Wir Unverantwortlichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18188#h03\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18188#h04\">Jens Berger &ndash; Guter Bulle, b&ouml;ser Bulle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18188#h05\">Aktien werden noch 22 Sekunden gehalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18188#h06\">Nach dem Libor-Skandal soll ein weiterer Referenzzins manipuliert worden sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18188#h07\">Verzicht auf Garantiezins &ndash; Was die neuen Lebensversicherungen bringen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18188#h08\">80.000 Euro f&uuml;r polizeiliche Ausbildungs- und Ausstattungshilfe im Ausland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18188#h09\">Leiharbeit sorgt f&uuml;r Skandal in Pflegeheim<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18188#h10\">Jens Weinreich &ndash; Doping in Deutschland: die Berichte zum Forschungsprojekt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18188#h11\">Syrien &ndash; Der Westen ist schuldig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18188#h12\">Die Zukunftsverweigerung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18188#h13\">Studie entfacht Streit um Ganztagsschulen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18188#h14\">kritisch-lesen.de &ndash; Gesellschaft im Neoliberalismus<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18188&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Georg Diez &ndash; Scheinriesin im Reich der Zwerge<\/strong><br>\nDer Historiker Timothy Garton Ash hat das Zitat von Angela Merkel gerade mal wieder ins Gespr&auml;ch gebracht: Sie sei schon froh, dass das Klima in Deutschland so ist, wie es ist, hat Merkel mal gesagt, denn das muss man keine Siesta halten &ndash; wie die ungl&uuml;cklichen Spanier.<br>\nTimothy Garton Ash hatte auch noch ein paar lakonische grausame S&auml;tze &uuml;ber unsere Politiker parat, die besonders weh tun, weil er sich in seinem Essay &uuml;ber die &ldquo;neue deutsche Frage&rdquo; vorher so viel M&uuml;he gegeben hatte, fair und freundlich zu sein.<br>\n&ldquo;Die gesamte politische Klasse in Deutschland spricht diese sterile Lego-Sprache&rdquo;, schreibt er in der &ldquo;New York Review of Books&rdquo;, &ldquo;sie zimmern vorgefertigte Phrasen zusammen aus hohlem Plastik. Die meisten deutschen Politiker fliegen eher allein zum Mond, als dass sie einen bleibenden Satz formulieren.&rdquo; [&hellip;]<br>\nBleibt also sie, die Scheinriesin im Reich der Zwerge. In ein paar Jahren, wette ich, werden sich viele wundern, wie wir auf diese Nullpolitikerin hereinfallen konnten. In der Zwischenzeit allerdings regiert sie uns nach dem Gesetz der reinen Evidenz: Es gibt keine Prinzipien, Vorstellungen, Ideale, es gibt nicht mal Gr&uuml;nde &ndash; es gibt nur das, was es gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/diez-kolumne-zur-bundestagswahl-bitte-den-wahlkampf-stoppen-a-914420.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Diez liefert einige treffende Bonmots   &bdquo;Scheinriesin im Reich der Zwerge, Nullpolitiker &hellip; Merkels EasyJet-Pragmatismus verweist nur noch auf sich selbst: Ich will Kanzlerin sein, weil ich  Kanzlerin sein will.&ldquo; Alles richtig, aber offenbar trifft die br&auml;sige verschlafene, inhaltslose Art Merkels wieder einmal genau die mentale Verfasstheit der deutschen W&auml;hler. Sonst w&uuml;rden die Umfrageergebnisse anders aussehen. Allerdings muss man um der Fairness willen zugeben, dass es einer gewissen M&uuml;he bedarf sich f&uuml;r die beginnende hei&szlig;e Phase des Bundestagswahlkampfes zu interessieren. Von der SPD und Steinbr&uuml;ck ist nichts zu erwarten und Merkel propagiert das &bdquo;weiter so&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Jakob Augstein &ndash; B&uuml;ndnis der Angst: Wir Unverantwortlichen<\/strong><br>\nIm Jahr acht der Regierung Merkel ist Deutschland ein tr&auml;ges Land der Selbstt&auml;uschung. Wir wissen, dass Politik auf den kurzfristigen Erfolg zielt. Politik redet von Verantwortung, will sie aber zumeist nicht tragen. Aber eine Politikerin, die Verantwortung derart auf die leichte Schulter nimmt wie Angela Merkel, ist selten. Geradezu einzigartig dagegen ist ihr Erfolg. Laut der ARD-Umfrage Deutschlandtrend waren die Deutschen seit 1997 noch nie so zufrieden mit einer Regierung wie mit dieser. Es ist paradox: Immer mehr Journalisten und Wissenschaftler entsetzen sich &uuml;ber eine Regierung, die ihr Amt nur zu dem Zweck aus&uuml;bt, Herausforderungen abzuwenden. Aber was die Journalisten schreiben, ist den Leuten ganz gleichg&uuml;ltig. M&ouml;gen die sogenannten Meinungseliten der Kanzlerin Unt&auml;tigkeit vorwerfen &ndash; gerade daf&uuml;r lieben die Leute sie. Denn in Wahrheit teilen die Deutschen mit Angela Merkel die Angst vor der Zukunft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/jakob-augstein-merkel-und-die-deutschen-bilden-ein-buendnis-der-angst-a-914775.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man kann Augstein wie Diez nicht widersprechen. Nur an wen wendet sich Augstein? Am Schlussteil seiner Kolumne kann man ablesen, dass sich Augstein nicht aus seiner bildungsb&uuml;rgerlichen Perspektive befreien kann. Und die Frage ist, ob es den Privilegierten und Besserverdienern unter Merkle eigentlich so schlecht geht? Eigentlich nicht, die herrschenden Eliten k&ouml;nnen mit Merkels neoliberaler Politik doch zufrieden sein &ndash; die Banken werden gerettet, die spanischen, portugiesischen uns griechischen Staatsanleihen werden weiter bedient. Von dort wird keine Opposition zu erwarten sein. Und diejenigen, die davon unmittelbar betroffen sind haben vermutlich mehr damit zu tun mit den allt&auml;glichen Zumutungen und Beschwernissen eben dieser neoliberalen Politik zurecht zu kommen, als dass sie Interesse an hochtrabenden polit-philosophischen Er&ouml;rterungen h&auml;tten. Leider, hier muss man Augstein wieder zustimmen, gibt es keine Partei, au&szlig;er der Linken, welche die Interessen dieser Menschen politisch vertritt. Da die SPD hier ja nichts Besseres zu tun hat als jede M&ouml;glichkeit einer &Auml;nderung durch das selbstauferlegte Koalitionsverbot mit der Linken auszuschlie&szlig;en.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>NSA-Aff&auml;re: Br&uuml;ssel vertuscht Studie<\/strong><br>\nDer EU-Kommission ist seit mehr als zehn Jahren bekannt, dass US-Geheimdienste Zugriff auf personenbezogene Daten von EU-B&uuml;rgern haben &ndash; wegen des sogenannten Safe-Harbor-Abkommens. Br&uuml;ssel h&auml;tte seine B&uuml;rger vor dem Sp&auml;h-Programm Prism sch&uuml;tzen k&ouml;nnen&hellip;<br>\nEine Studie im Auftrag der EU-Kommission zeigte schon 2004, dass es weitreichende Missst&auml;nde beim sogenannten Safe-Harbor-Abkommen der EU mit den Vereinigten Staaten gibt. Ein Abkommen, das die Standards f&uuml;r den transatlantischen Datenaustausch von Unternehmen wie Google, Microsoft und Facebook regelt. Das Fazit der Studie: Die US-Beh&ouml;rden kontrollieren die Einhaltung der Standards nicht ausreichend.<br>\nDie Unternehmen gelobten damals Besserung. Eine zweite Studie allerdings, die nur vier Jahre sp&auml;ter erscheinen sollte, machte dem &ldquo;Spiegel&rdquo; zufolge deutlich: In Sachen Datenschutz hat sich die Lage in der Zwischenzeit sogar noch verschlechtert. Die Ergebnisse waren angeblich so verheerend, dass die EU das Abkommen h&auml;tte k&uuml;ndigen m&uuml;ssen. Die Studie wurde nie ver&ouml;ffentlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/NSA-Affaere-Bruessel-vertuscht-Studie-article11112586.html\">n-tv<\/a><\/li>\n<li><strong>BND leitet massenhaft Metadaten an die NSA weiter<\/strong><br>\nDer Bundesnachrichtendienst (BND) &uuml;bermittelt in gro&szlig;em Umfang Metadaten aus der eigenen Fernmeldeaufkl&auml;rung an die NSA. Der deutsche Auslandsgeheimdienst geht inzwischen davon aus, dass sich sein Standort in Bad Aibling hinter einer der beiden Datensammelstellen (Sigads) verbergen k&ouml;nnte, &uuml;ber die der US-Geheimdienst laut Unterlagen aus dem Archiv des Whistleblowers Edward Snowden allein im Dezember vergangenen Jahres unter der &Uuml;berschrift &ldquo;Germany &ndash; Last 30 days&rdquo; rund 500 Millionen Metadaten erfasste.<br>\nMan gehe davon aus, &ldquo;dass die Sigad US-987LA und -LB&rdquo; den Stellen &ldquo;Bad Aibling und der Fernmeldeaufkl&auml;rung in Afghanistan zugeordnet sind&rdquo;, erkl&auml;rte der BND gegen&uuml;ber dem SPIEGEL. Unter Metadaten versteht man bei Telefonaten, E-Mails oder SMS die Verbindungsdaten, also unter anderem die Informationen, wann welche Anschl&uuml;sse miteinander verbunden waren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/bnd-leitet-laut-spiegel-massenhaft-metadaten-an-die-nsa-weiter-a-914682.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> So richtig gelingt es immer noch nicht die gesellschaftliche Dimension der &Uuml;berwachung s&auml;mtlicher Kommunikationsdaten zu erfassen. Zu unvorstellbar und zu monstr&ouml;s ist der gesamte Vorgang. Vor allem, dass dies von einem Land ausgeht, das bisher immer f&uuml;r die weltweite Durchsetzung der Demokratie eintrat bzw. dies zumindest propagiert hat.<\/em> <\/p>\n<p><em>Eines l&auml;sst sich aber mit Sicherheit sagen, dass mit der Enth&uuml;llung von Prism, Tempora und XKeyscore die gesamte demokratische Verfasstheit der westlichen Welt in Frage gestellt ist. Mit dem Zeitpunkt der Sichtbarmachung dieses ungeheuerlichen Spionagenetzwerkes durch Richard Snowden sind wir unbemerkt in einen neuen historischen Zeitabschnitt eingetreten.<\/em><\/p>\n<p><em>Bisher war der Begriff der Post-Demokratie ein Begriff f&uuml;r intellektuelle Plauderst&uuml;ndchen. Nun ist es unwiderlegbare Tatsache, dass alle b&uuml;rgerlichen Selbstbestimmungsrechte nichts mehr wert sind. Das perfide daran, dies geschieht nicht mit offen erkennbarer Repression einhergeht sondern quasi schmerzfrei. Der einzelne B&uuml;rger merkt davon erst einmal nichts und h&auml;tte ohne die Enth&uuml;llungen Edward Snowdens auch nichts bemerkt.<\/em> <\/p>\n<p><em>Erstaunlich dabei ist nur, dass die herrschenden Eliten offenbar das Internet und den dadurch m&ouml;glichen uneingeschr&auml;nkten globalen Informationsaustausch als so gef&auml;hrlich empfunden haben, dass dieser einen bisher noch nie gekannten umfassenden &Uuml;berwachung unterworfen wurde.<\/em><\/p>\n<p><em>Nicht minder erschreckend ist, dass es unter den ganzen vermutlich zehntausenden Menschen, die in diesem aberwitzigen &Uuml;berwachungsapparat t&auml;tig sind, bisher nur eine  einzige Person &ndash; Edward Snowden &ndash; gab, die &uuml;ber so viel moralische Aufrichtigkeit verf&uuml;gte, den gesamten Komplex &ouml;ffentlich zu machen. Es ist zu bef&uuml;rchten, dass dies nicht ohne Folgen f&uuml;r Leib und Leben von Edward Snowden bleiben wird. Hier sei etwa an die sogenannten Atomspione Julius und Ethel Rosenberg erinnert, die nach einem zweifelhaften Prozess in den USA zum Tode verurteilt und trotz heftiger nationaler und internationaler Proteste 1953 hingerichtet wurden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Im Steinbruch des Rechtsstaats<\/strong><br>\nDie US-Geheimdienste haben sich in der NSA-Aff&auml;re an der Substanz des Rechtsstaats vergriffen. Wenn der BND an den Aussp&auml;hungen beteiligt war, m&uuml;sste die deutsche Bundesanwaltschaft wegen illegaler Agentent&auml;tigkeit ermitteln. Denn Paragraf 99 des Strafgesetzbuches sch&uuml;tzt nicht nur Staatsgeheimnisse, sondern auch die Alltagskommunikation der B&uuml;rger.<br>\nPapst Urban VIII. hat einst das r&ouml;mische Colosseum zum &ouml;ffentlichen Steinbruch erkl&auml;rt. Heute, vierhundert Jahre sp&auml;ter, behandeln die Geheimdienste den Rechtsstaat so, wie einst der Papst das Colosseum behandelt hat. Der Papst baute aus dessen Tr&uuml;mmern Pal&auml;ste und Kirchen; die Geheimdienste bauen aus den Bruchst&uuml;cken des Rechtsstaats die Zitadellen der Sicherheit. Die US-Geheimdienste sind bei diesen Abbruch-und Aufbauaktionen zugleich Architekt, Bauherr und Generalunternehmer; die anderen westlichen Geheimdienste sind offenbar Subunternehmer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/rolle-des-bnd-im-spaehskandal-im-steinbruch-des-rechtsstaats-1.1738721\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Smartphone, die freiwillige Fu&szlig;fessel<\/strong><br>\nMotorola Mobility, jene Handysparte von Motorola, die seit dem vergangenen Jahr zu Google geh&ouml;rt, hat in der Nacht auf den gestrigen Freitag einen selbstbewussten Schritt in die Zukunft unternommen. Das Unternehmen stellte in New York mit bunten Cocktails und illuminiertem Glanz sein erstes Smartphone vor, das &bdquo;Moto X&ldquo;. Es soll nicht nur leichter, schneller und sparsamer im Stromverbrauch sein als die Produkte der Konkurrenz, sondern vor allem vernetzter. Was das bedeutet, hatten amerikanische Blogger schon vorher herausgefunden: Es potenziert die M&ouml;glichkeiten staatlicher oder sonstiger &Uuml;berwachung. [&hellip;]<br>\nNoch weiter reicht die Entdeckung von IT-Experten aus dem Blog &bdquo;Android Police&ldquo;. Sie betrifft nicht allein das Moto X, sondern alle Smartphones, die mit der neuesten Version des von Google entwickelten Betriebssystems Android ausgestattet sind: Auf ihnen l&auml;sst sich der Wlan-Empfang nicht mehr abschalten. Denn selbst wenn er scheinbar ausgeschaltet ist, k&ouml;nnen Positionsdaten an Google &uuml;bermittelt werden, sobald der Telefonbesitzer in die N&auml;he eines Netzes gelangt. Das bietet dem Internetgiganten die M&ouml;glichkeit, ohne den l&auml;stigen Stromverbrauch eines GPS-Systems zu agieren, vor allem aber ohne l&auml;stige Einwilligungserkl&auml;rungen seiner Nutzer alle ihre Bewegungen zu kartographieren. Mit zus&auml;tzlichem Aufwand l&auml;sst sich das Wlan zwar auch ganz abschalten, dennoch gilt: Unter Android 4.3. bedeutet &bdquo;aus&ldquo; nicht notwendig &bdquo;aus&ldquo;. Google l&uuml;gt seine Nutzer an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/ueberwachung\/neues-motorola-handy-das-smartphone-die-freiwillige-fussfessel-12317519.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>USA verl&auml;ngern Schlie&szlig;ung ihrer Botschaften<\/strong><br>\nWeiter Angst vor Terroranschl&auml;gen: Die USA setzen den Betrieb ihrer Botschaften die gesamte Woche &uuml;ber aus. Angeblich sollen Terroristen in einem abgeh&ouml;rten Gespr&auml;ch mit einer gro&szlig;en Attacke gedroht haben&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/weltweite-terrorwarnung-usa-verlaengern-schliessung-ihrer-botschaften-1.1738766\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nicht nur wir stellen uns diese Frage, sondern auch der gewiss konservative und amerikafreundliche Gabor Steingart vom Handelsblatt in seinem Morning Briefing: &bdquo;Die Frage, ob das eine berechtigte Sicherheitsma&szlig;nahme oder ein billiges Ablenkungsman&ouml;ver im Angesicht der Abh&ouml;raff&auml;re ist, kann heute Morgen nicht beantwortet, wohl aber gestellt werden.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Jens Berger &ndash; Guter Bulle, b&ouml;ser Bulle<\/strong><br>\nDer IWF wirkt wie ein Chirurg, der einem Patienten mit Kn&ouml;chelprellung das Bein amputiert hat. Seine Selbstgei&szlig;elung ist unglaubw&uuml;rdig.<br>\nSo viel Lob hat der IWF schon lange nicht mehr bekommen. Der Internationale W&auml;hrungsfonds habe endlich aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt, sagen selbst linke Kritiker. Die Botschaft h&ouml;r ich wohl, allein mir fehlt der Glaube. Was ist dran, wenn die UNO-Organisation aus Washington die &bdquo;Rettungsagenda&ldquo; der Troika attackiert? Wenig &ndash; schlie&szlig;lich ist der IWF Teil der Troika.<br>\nTats&auml;chlich ist die Strategie des Fonds an Doppelz&uuml;ngigkeit kaum zu &uuml;berbieten. Wenn es ernst wird, ziehen n&auml;mlich alle Mitglieder der Dreiertruppe an einem Strang. Ansonsten spielt der IWF &bdquo;guter Bulle, b&ouml;ser Bulle&ldquo; &ndash; und beruhigt sowohl die geschundenen Seelen der Opfer der IWF-Politik als auch die zunehmend kritischen Mitglieder des Fonds.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/!121085\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Aktien werden noch 22 Sekunden gehalten<\/strong><br>\nDer Z&uuml;rcher Finanzprofessor Marc Chesney kritisiert die Banken scharf. Er findet es zudem falsch, dass sich die Uni von der UBS sponsern l&auml;sst, und macht einen Vergleich zwischen Banken und Restaurants.<br>\nSie sind Finanzprofessor &ndash; und Sie f&uuml;rchten sich vor einer neuen Finanzaristokratie. Weshalb?<br>\nChesney: Ich f&uuml;rchte um das Wohl der Demokratie. Die grossen Einkommensunterschiede, die vor allem im Finanzsektor anzutreffen sind, lassen sich durch nichts mehr rechtfertigen. Der Hedgefonds-Manager John Paulson verdiente beispielsweise im Jahr 2007 rund 3,7 Milliarden Dollar, etwa 80&rsquo;000-mal mehr als das Durchschnittseinkommen in den USA. Der ehemalige CEO von Lehman Brothers, Richard Fuld, soll zwischen 2000 und 2007 rund 500 Millionen Dollar verdient haben &ndash; und hat dabei die Bank in die Pleite getrieben. Das ist &ouml;konomisch unsinnig und moralisch verwerflich.<br>\n&Ouml;konomisch unsinnig ja, aber warum ist es gef&auml;hrlich f&uuml;r die Demokratie?<br>\nChesney: Der neue Geldadel ist so reich geworden, dass er Medien kaufen kann wie unsereiner ein St&uuml;ck Brot. Politiker stehen unter dem Einfluss von starken Lobbys. Die Konzentration von Reichtum und Macht in der Finanzindustrie ist gef&auml;hrlich geworden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/wirtschaft\/Aktien-werden-noch-22-Sekunden-gehalten\/story\/29524892\">Tagesanzeiger<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Nach dem Libor-Skandal soll ein weiterer Referenzzins manipuliert worden sein<\/strong><br>\nEs geht wieder einmal um Manipulation eines Referenzzinses, den Isdafix. Die Vermutung, dass da etwas nicht stimmen k&ouml;nnte, die haben die amerikanischen Beh&ouml;rden schon l&auml;nger. Seit dem Fr&uuml;hjahr interessieren sie sich f&uuml;r Isdafix, der als Referenzzinssatz f&uuml;r Zinsswap-Derivate dient. Das klingt zun&auml;chst exotisch, dieser Referenzzins spielt aber im Handel zwischen den Banken eine gro&szlig;e Rolle. Denn nach diesem Referenzzins richten sich die Gesch&auml;fte, mit denen sich etwa Unternehmen gegen Zins&auml;nderungsrisiken absichern.<br>\nNun hat die amerikanische Derivateaufsicht CFTC Belege gefunden, dass auch hier manipuliert worden ist&hellip; Sie haben, so berichtet es die amerikanische Nachrichtenagentur Bloomberg, Telefongespr&auml;che aufgezeichnet und E-Mails ausgewertet. Aus denen soll hervorgehen, dass H&auml;ndler an der Wall Street Mitarbeiter des Broker-Hauses ICAP angewiesen haben, Zins-Swaps, also Zinstauschprodukte, zu kaufen oder zu verkaufen, bis der Referenzzinssatz die gew&uuml;nschte H&ouml;he erreicht hatte&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/wirtschaftammittag\/2203809\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Verzicht auf Garantiezins &ndash; Was die neuen Lebensversicherungen bringen<\/strong><br>\nLebensversicherer wie Allianz oder Ergo bieten seit kurzem neue Policen, die komplett auf den Garantiezins verzichten. Die Assekuranzen sind so ihr Zinsversprechen los, aber was hat der Sparer von den neuen Modellen?&hellip;<br>\nIn der langen Geschichte der deutschen Lebensversicherung l&auml;uten die Angebote eine neue &Auml;ra ein: das Ende des Mindestzinses, gepaart mit dem vagen Versprechen auf h&ouml;here Renditen als bei der klassischen Police. Seit die Finanzkrise im Herbst 2008 ihre volle Wucht entfaltete, seit die Notenbanken mit Niedrigzinsen und billigem Geld Staaten am Leben halten, leiden Versicherer unter ihren Zinsversprechen.<br>\nFazit: Nur wenn die erzielbaren Renditen wieder auf Niveaus des vergangenen Jahrhunderts hochgingen, rechnete sich eine neue Police wirklich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/vorsorge-versicherung\/nachrichten\/verzicht-auf-garantiezins-was-die-neuen-lebensversicherungen-bringen\/8578422.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>80.000 Euro f&uuml;r polizeiliche Ausbildungs- und Ausstattungshilfe im Ausland<\/strong><br>\nZur &bdquo;Unterst&uuml;tzung der Grenzschutzbeh&ouml;rden der mittel- und osteurop&auml;ischen Staaten sowie der polizeilichen Ausbildungs- und Ausstattungshilfe f&uuml;r die T&uuml;rkei sind 2011 insgesamt 73.490 Euro und voriges Jahr 40.000 Euro zur Verf&uuml;gung gestellt worden. Im laufenden Haushaltsjahr sieht die Planung 80.000 Euro vor, macht die Bundesregierung in ihrer Antwort (17\/14402) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (17\/14280) deutlich.<br>\nDie Koordinierung der Ausbildungs- und Ausstattungshilfe der deutschen Polizei erfolge generell durch die Bund-L&auml;nder-Koordinierungsstelle. Dabei w&uuml;rden unter anderem praktische Erfahrungen ausgetauscht mit dem Ziel, die Instrumente der Ausbildungs- und Ausstattungshilfe &bdquo;noch effektiver&ldquo; einzusetzen. Ma&szlig;nahmen der polizeilichen Aufbauhilfe w&uuml;rden in der Regel von den Empf&auml;ngerl&auml;ndern selbst initiiert und dann von den zust&auml;ndigen deutschen Beh&ouml;rden gepr&uuml;ft, hei&szlig;t es in der Antwort weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2013_08\/2013_411\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die t&uuml;rkischen Polizisten scheinen jedenfalls bei der R&auml;umung des Gezi-Parks viel von der Ausstattung und von der Ausbildung durch ihre deutschen Kollegen profitiert zu haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Leiharbeit sorgt f&uuml;r Skandal in Pflegeheim<\/strong><br>\nGegen die Leitung des Heimes Casa Reha in Mainz-Finthen wird wegen Verdachts auf fahrl&auml;ssige K&ouml;rperverletzung ermittelt. Der Grund: zu wenig und schlecht ausgebildetes Personal. 20 Bewohner sollen zu wenig zu trinken bekommen haben, offene Wunden sollen stundenlang nicht versorgt worden sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/deutschlandheute\/2203240\/\">dlf<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Jens Weinreich &ndash; Doping in Deutschland: die Berichte zum Forschungsprojekt<\/strong><br>\nDas Bundesinstitut f&uuml;r Sportwissenschaft (BISp) hat gerade wortlos sechs pdf-Dateien zum vielbesprochenen Dopingforschungsprojekt &ldquo;Doping in Deutschland von 1950 bis heute aus historisch-soziologischer Sicht im Kontext ethischer Legitimation&rdquo; online gestellt.<br>\nSo muss das sein.<br>\nIch fasse diese Dokumente an dieser Stelle kurz zusammen. 804 Seiten sind es nicht. Was da zur Verf&uuml;gung gestellt wurde und was weshalb nicht, wird noch zu kl&auml;ren sein. Work in progress.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jensweinreich.de\/2013\/08\/05\/doping-in-deutschland-die-ersten-berichte-zum-forschungsprojekt\/\">Jens Weinreich<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Syrien &ndash; Der Westen ist schuldig<\/strong><br>\nDer Westen, wenn diese etwas volumin&ouml;se Bezeichnung gestattet ist, hat in Syrien schwere Schuld auf sich geladen &ndash; nicht, wie oft gesagt wird, weil er mit seiner Unterst&uuml;tzung des Widerstands gegen eine tyrannische Herrschaft zu z&ouml;gerlich gewesen w&auml;re, sondern im Gegenteil: weil er die illegitime Wandlung dieses Widerstands zu einem m&ouml;rderischen B&uuml;rgerkrieg erm&ouml;glicht, gef&ouml;rdert, betrieben hat. Mehr als hunderttausend Menschen, darunter Zehntausende Zivilisten, haben diese vermeintlich moralische Parteinahme mit dem Leben bezahlt. Und es werden viel mehr sein, wenn dieser Totentanz irgendwann ein Ende findet.<br>\nDiese Strategie ist eine Variante dessen, was seit der Invasion des Irak vor zehn Jahren &bdquo;demokratischer Interventionismus&ldquo; hei&szlig;t: das Betreiben eines Regimewechsels mit milit&auml;rischen Mitteln zum Zweck der Etablierung einer demokratischen Herrschaft. Im Irak besorgten die Invasoren das eigenh&auml;ndig. Der Kriegsgrund wurde, wie wir wissen, zwischendurch umstandslos ausgewechselt: Waffen hin oder her &ndash; jedenfalls befreie man ein unterdr&uuml;cktes Volk. Auch dieses Ziel rechtfertige den Angriff.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/syrien-der-westen-ist-schuldig-12314314.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>dazu: Doping &ndash; Geschichten aus Monsterland<\/strong><br>\nAuf 800 Seiten bemisst sich der Bericht einer Historiker- und Soziologengruppe zum Doping im deutschen Sport; die Kernerkenntnis lautet: Diese Geschichte muss umgeschrieben werden. Staatlich gef&ouml;rderte Leistungsmanipulation gab es nicht nur im Ostteil des Landes; dort ist fl&auml;chendeckendes Doping seit Langem nachgewiesen und von Gerichten abgeurteilt. Auch der Westen hielt mit allen verbotenen Mitteln dagegen.<br>\nSieht man den Aufwand an Steuermitteln, der in diese Art von Spitzensportf&ouml;rderung floss, begreift man, warum bei der Aufarbeitung des DDR-Dopings im vereinigten Land zwei Gruppen notorisch bremsten: die Funktion&auml;re West, die ungern in einschl&auml;gige Stasi-Papiere schauten &ndash; und der f&uuml;r Medaillen zust&auml;ndige Teil der Politik, der im Innenministerium siedelt, sich aber eher als eine Art patriotisches Energieministerium verstand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/sport\/doping-in-deutschland-geschichten-aus-monsterland-1.1737967\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die Zukunftsverweigerung<\/strong><br>\nUm das Politische bei den Parteien zu finden, reicht heute eine Lupe nicht aus. Warum es in diesem Wahlkampf um rein gar nichts geht. Und warum das eine L&uuml;ge und eine Zumutung ist. [&hellip;]<br>\nEs ist ein Totalitarismus der gegebenen Verh&auml;ltnisse, es ist das Gef&auml;ngnis einer Gegenwart, die das Vergangene genauso wie das K&uuml;nftige ausgesperrt hat aus dem Diskurs, es ist, als ob sich hier schon der Mentalit&auml;tswandel der alternden Gesellschaft zeigte: Die Zukunft k&ouml;nnen sich unsere Parteien nur als Fortschreibung der Gegenwart vorstellen, mit einem stabilen Euro, niedrigeren Mieten oder Steuern, saubererem Strom.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/politik-in-pausenstimmung-die-zukunftsverweigerung-12342343.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Studie entfacht Streit um Ganztagsschulen<\/strong><br>\nDemnach geht fast jeder dritte Sch&uuml;ler (30,6 Prozent) mittlerweile ganztags zur Schule. Das Angebot liege aber weit unterhalb der Nachfrage: Mehr als 70 Prozent der Eltern w&uuml;rden demnach ihre Kinder gerne auf eine Ganztagsschule schicken. In einer Erhebung von 2010 waren es den Angaben zufolge noch 63 Prozent. Dem Klemm-Papier zufolge unterscheidet sich das Angebot der Bundesl&auml;nder stark: W&auml;hrend in Sachsen fast 80 Prozent der Sch&uuml;ler eine Ganztagsschule besuchten, seien es in Bayern nur gut elf Prozent.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/schulspiegel\/wissen\/bertelsmann-stiftung-fordert-rechtsanspruch-auf-ganztagsschule-a-914848.html\">Spiegel Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/cps\/rde\/xbcr\/SID-CE8E9BD8-6E660A1D\/bst\/xcms_bst_dms_38554_38555_2.pdf\">Ganztagsschulen in Deutschland &ndash; eine bildungsstatistische Analyse, von Prof. em. Klaus Klemm, im Auftrag der Bertelsmann Stiftung [PDF &ndash; 3.0 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Immer mal wieder gibt die Bertelsmann Stiftung Studien in Auftrag, deren voraussehbaren Ergebnisse, dieser Stiftung das Image des Engagements f&uuml;r bessere Bildung und mehr Chancengleichheit verschaffen sollen. Ein Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Ganztagsschule h&ouml;rt sich gut an und eine staatliche Investitionsoffensive zu fordern, noch besser. Dabei ist es doch gerade diese Stiftung, die seit ihrer Gr&uuml;ndung die Mission hat, die Steuern zu senken und den Staat zur&uuml;ckzudr&auml;ngen &ndash; auch im Bereich der Schule und der Hochschulen. St&auml;ndig fordert sie Kosteneinsparungen und Rationalisierungen auch bei den Bildungseinrichtungen und vor allem privates finanzielles Engagement der Wirtschaft und der Eltern. Da eine komplette Privatisierung der Bildungseinrichtungen unrealistisch ist, soll die Bildung funktionell privatisiert werden. Und da bietet nat&uuml;rlich der Bertelsmann Konzern seine Dienstleistungen an, von arvato bis zu elektronischen Lernunterlagen.<\/em><br>\n<em>Man kann als sicher voraussetzen, dass die Stiftung kaum eine Initiative startet, hinter der nicht die kommerziellen Interessen des Konzerns stehen.<\/em><br>\n<em>Dass der renommierte Bildungsforscher und Professor im Ruhestand, Klaus Klemm, sich f&uuml;r die Zwecke der Stiftung instrumentalisieren l&auml;sst, stimmt traurig. Aber so ist es leider wohl, wenn man auf Forschungsmittel  von privater Seite angewiesen ist, dann muss man halt mit den W&ouml;lfen heulen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>kritisch-lesen.de &ndash; Gesellschaft im Neoliberalismus<\/strong><br>\nDabei bedeutet Neoliberalismus nicht &uuml;berall das gleiche: Die Folgen von Strukturanpassungsprogrammen im globalen S&uuml;den sind zum Beispiel andere als die der Flexibilisierung von Arbeitsverh&auml;ltnissen im globalen Norden. In dieser Ausgabe wollen wir uns den Auswirkungen der neoliberalen &Ouml;konomisierung der Gesellschaft widmen und beziehen uns dabei zumeist auf Gesellschaften des globalen Nordens. Innerhalb linker Kritiken am Neoliberalismus stand in den letzten Jahren vor allem der Ab- beziehungsweise Umbau des Sozialstaats im Zentrum. Kritisiert wurden und werden eine zuvorderst auf Aktivierung setzende Arbeitsmarktpolitik, Deregulierungen und Privatisierungen, insbesondere die der &ouml;ffentlichen Daseinsvorsorge. Daneben wurde in den letzten Jahren auch vermehrt der radikale Umbau der Gesellschaft entlang neoliberaler Kriterien in den Blick genommen und der Neoliberalismus als ein politisches Projekt des Kapitalismus gefasst. In dieser Ausgabe wollen wir uns einiger Facetten dieses neoliberalen Projekts widmen und eine vorl&auml;ufige und unabgeschlossene Bestandsaufnahme aktueller und vergangener Analysen zum Neoliberalismus liefern und sowohl auf Formen der Unterdr&uuml;ckung und Ausbeutung eingehen als auch darauf, wie sich Neoliberalismus in den Alltag einschreibt und sich auch in Bereichen wie Psychologie oder in Liebesbeziehungen niederschl&auml;gt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kritisch-lesen.de\">kritisch-lesen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-18188","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18188","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=18188"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18188\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18191,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18188\/revisions\/18191"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=18188"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=18188"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=18188"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}