{"id":18203,"date":"2013-08-07T08:48:17","date_gmt":"2013-08-07T06:48:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18203"},"modified":"2013-08-07T08:48:17","modified_gmt":"2013-08-07T06:48:17","slug":"hinweise-des-tages-1938","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18203","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18203#h01\">Wolfgang Michal: &Uuml;berwachung und Verfassungsrecht &ndash; Die Kr&auml;nkung der Demokraten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18203#h02\">Fall Mollath &ndash; Die im Dunkeln sieht man nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18203#h03\">Prism: Es fehlen die konkreten Opfer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18203#h04\">IWF warnt Berlin vor scharfem Sparkurs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18203#h05\">Gef&auml;hrliche deutsche Illusionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18203#h06\">Mindestl&ouml;hne: In Westeuropa zwischen 8,65 und knapp 11 Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18203#h07\">Ulrike Herrmann: Hessische Verschw&ouml;rung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18203#h08\">Elite: Demografischer Wandel ist gr&ouml;&szlig;te Herausforderung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18203#h09\">EU-Gericht erlaubt Blick hinter die Kulissen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18203#h10\">Pr&auml;vention gegen Neonazis: Der B&uuml;rgermeister als Vorbild<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18203#h11\">Merkels CDU-Wahlkampagne: Herr Sauer m&ouml;chte mehr Streusel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18203#h12\">Studium als beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18203#h13\">Absicht oder Gewohnheit? Die Linke kommt im Deutschlandfunk deutlich seltener zu Wort als andere Parteien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18203#h14\">Ein Kapitalist, der auf Gewinne pfeift<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18203#h15\">Printjournalismus ist Auslaufmodell<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18203#h16\">In unserer Branche sind Viele frustriert<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18203&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wolfgang Michal: &Uuml;berwachung und Verfassungsrecht &ndash; Die Kr&auml;nkung der Demokraten<\/strong><br>\nProteste gegen die &Uuml;berwachung sind vorerst nutzlos, denn es ist mehr als unklar, ob Deutschland &uuml;berhaupt souver&auml;n ist. Verfassungsrechtlich gesehen droht ein Notstand der Demokratie&hellip;<br>\nWolfgang Lieb, in den neunziger Jahren Regierungssprecher im Kabinett von Nordrhein-Westfalens Ministerpr&auml;sident Johannes Rau, hat vor wenigen Tagen &bdquo;die Gretchenfrage&ldquo; gestellt: Ist das Grundgesetz nur Dispositionsmasse eines wie auch immer gearteten Besatzungsrechts? Gilt der Ausnahmezustand, ohne dass wir es wissen? Und kann es angehen, dass der BND einem ausl&auml;ndischen Geheimdienst dabei hilft, unsere Grundrechte zu brechen? Solche Fragen werden von bedingt abwehrbereiten Politikern gern als Hysterie, paranoider Wahn oder Alarmismus abgetan. Aber sie erreichen ein Publikum auch au&szlig;erhalb der kleinen Filter-Bubble, und sie f&uuml;hren zum Kern des Problems.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/ueberwachung-und-verfassungsrecht-die-kraenkung-der-demokraten-12369328.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Fall Mollath &ndash; Die im Dunkeln sieht man nicht<\/strong><br>\nDer Zustand des deutschen Strafverfahrens ist bei Weitem nicht so gut, wie er sein m&uuml;sste; er ist aber auch nicht so unglaublich schlecht, wie es viele B&uuml;rger bef&uuml;rchten.<br>\nDer Fall Mollath galt ihnen als das Exempel f&uuml;r die vermeintliche Verkommenheit der Justiz. Nun zeigt sich in diesem Fall, dass diese Justiz doch noch zur Selbstkorrektur in der Lage ist. Das Oberlandesgericht N&uuml;rnberg hat aus dem Untergebrachten Mollath, den die Justizmaschinerie zum Paragrafenobjekt degradiert hatte, endlich wieder den Menschen Mollath gemacht. Das verdient Respekt.<br>\nNach jahrelangen juristischen und psychiatrischen Irrungen, Wirrungen und Verschlingungen hat das Oberlandesgericht N&uuml;rnberg nun die Voraussetzungen f&uuml;r ein komplett neues Verfahren geschaffen. Es hat zu diesem Zweck mit wenigen schlichten S&auml;tzen den gordischen Knoten des Falles zerschlagen. So kann dem Angeklagten Mollath nun endlich die Fairness zuteilwerden, die der Rechtsstaat ihm schuldet &ndash; und nicht nur ihm.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/gustl-mollath-darf-psychiatrie-verlassen-die-im-dunkeln-sieht-man-nicht-1.1740528?commentspage=all:2:#comments\">SZ<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Prantl &uuml;bertreibt hier etwas. Das OLG N&uuml;rnberg h&auml;tte vermutlich nicht so schnell entschieden, wenn nicht das Eingreifen des Bundesverfassungsgerichts im Raum gestanden h&auml;tte und bei einer entsprechenden Entscheidung die bayerische Justiz bundesweit in ziemlich schlechtem Licht dagestanden w&auml;re. Man kann nur vermuten, aber nicht belegen, dass da Seehofer durchaus seine Hand im Spiel hatte. Es sind ja auch noch bald Landtagswahlen und bis dahin musste der Fall Mollath vom Tisch.<\/em><br>\n<em>Allerdings darf hier die journalistische Arbeit der S&uuml;ddeutschen Zeitung ausdr&uuml;cklich gelobt werden, ohne deren Aufgreifen und vehementen verfolgen des Falles Gustl Mollath sicher noch in der Psychiatrie s&auml;&szlig;e. Doch angesichts der unglaublichen Ansammlung an Ungereimtheiten, Fehlern, Schlampereien und Vertuschungen in diesem Fall darf die &ouml;ffentliche Aufarbeitung noch lange nicht zu Ende sein.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Die zynischen S&auml;tze der Beate Merk<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>&ldquo;Ich muss davon ausgehen, dass er zu Recht in der Psychiatrie sitzt.&rdquo;<\/li>\n<li>&ldquo;Herr Mollath ist gef&auml;hrlich. Man hat das auch unter anderem dadurch festgestellt, dass er schwere K&ouml;rperverletzungen an seiner Ehefrau begangen hat.  Das Gericht hat es festgestellt, aufgrund von Gutachten.&rdquo;<\/li>\n<li>&ldquo;Er sitzt in der Psychiatrie, weil er gef&auml;hrlich ist.&rdquo;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die bayerische Justizministerin Beate Merk (CSU) hat all diese S&auml;tze gesagt.<br>\n&ldquo;Zu der heutigen Entscheidung des Oberlandesgerichts N&uuml;rnberg in Sachen Gustl Mollath erkl&auml;rt Bayerns Justizministerin Dr. Beate Merk: &ldquo;Ich bin sehr zufrieden: Mein Ziel, das ich mit dem Wiederaufnahmeantrag und der sofortigen Beschwerde verfolgt habe, den Fall neu aufzurollen, ist erreicht&hellip;&ldquo;<br>\nBeate Merk, die Retterin von Gustl Mollath? Die Strategie der Ministerin so kurz vor den Landtagswahlen ist klar&hellip;<br>\nIn der &Ouml;ffentlichkeit wurde Merk immer mehr zum Gesicht einer kalten bayerischen Justizmaschine, in der Menschen einfach verschwinden k&ouml;nnen. Und jetzt, da Gustl Mollath frei ist, da klopft sie sich selbst auf die Schulter, l&auml;sst sich feiern?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/gustl-mollath-frei-die-zynischen-saetze-der-beate-merk-1.1740239\">SZ<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: Anw&auml;ltin: Gustl Mollath sollte sein Zimmer bis 15 Uhr r&auml;umen<\/strong><br>\nGustl Mollath ist ein freier Mann &ndash; vorerst jedenfalls. Im Interview erz&auml;hlt seine Anw&auml;ltin Erika Lorenz-L&ouml;blein, wie die Freilassung ablief. Ihr Mandant hatte nicht viel Zeit, nach sieben Jahren die Psychiatrie zu verlassen. Lorenz-L&ouml;blein ist sich sicher, dass im Fall Mollath noch so manches Kaninchen aus dem Hut gezaubert wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/panorama\/welt\/tid-32778\/der-letzte-tag-eines-justiz-opfers-in-der-psychiatrie-verteidigerin-mollath-hatte-sein-zimmer-bis-15-uhr-zu-raeumen-ohne-kartons-ohne-hilfe_aid_1064569.html\">Focus<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Prism: Es fehlen die konkreten Opfer<\/strong><br>\nBewegungsforscher erkl&auml;ren, warum der Protest gegen Prism und Co. bisher so gering ausf&auml;llt, was das Wetter damit zu tun hat und warum trotzdem Hoffnung bleibt. &ldquo;Der Sommer ist eine ung&uuml;nstige Zeit&rdquo;, erkl&auml;rt Peter Ullrich vom Institut f&uuml;r Protest- und Bewegungsforschung. Politikwissenschaftler Roland Roth sieht das genauso: &ldquo;Viele, die demonstrieren w&uuml;rden, sind jetzt in den Ferien. Das sind ja auch nur Menschen.&rdquo; Aber das, da sind sich beide einig, ist nur ein Faktor. Die &Uuml;berwachung durch den NSA ist eine abstrakte Bedrohung, meint Ullrich, &ldquo;es fehlt der klare Gegner&rdquo;. Der sei zwar bekannt, aber unfassbar. Das diffuse Problem der &Uuml;berwachung sei &ldquo;weniger gut angreifbar als eine klare Institution, ein klares Projekt.&rdquo; &ldquo;Die Leute wissen ja auch gar nicht, was mit diesen Daten passiert und ob daraus konkrete Folgen f&uuml;r sie erwachsen&rdquo;, erg&auml;nzt Roth. &ldquo;Es fehlt eine klare Opfergruppe.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2013%2F08%2F05%2Fa0051&amp;cHash=e24d33f685b0fd218538d3432cfecd51\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Eigentlich sollten Journalisten am besten wissen, dass ein Skandal am besten anhand einer konkreten Person vermittelbar ist. Es m&uuml;sste eigentlich klar sein, dass Geheimdienste, die &uuml;ber Facebook, Apple, Microsoft, Yahoo, Google, Vodaphone &amp; Co. &auml;u&szlig;erst pr&auml;zise Pers&ouml;nlichkeitsprofile erstellen k&ouml;nnen, schon l&auml;ngst diese Daten benutzt haben, um an bestimmte Personen heranzukommen. Jenseits aller Terroristenjagd  Daten missbraucht oder manipuliert haben, um bestimmte Personen zu erpressen oder gef&uuml;gig zu machen &ndash; z.B. um unliebsame Politiker kalt zu stellen oder um Spionage zu betreiben. Es ist ja sch&ouml;n und gut, die Mails eines Unternehmens zu lesen, aber wieviel wertvoller w&auml;re es, &uuml;ber einen Mitarbeiter zu verf&uuml;gen, der Zugang zu Forschung und Entwicklung sowie Strategien des Unternehmens h&auml;tte. &ndash; Vielleicht regt folgendes Video etwas die Phantasie an und vermittelt einen kleinen Eindruck davon, wie transparent wir alle geworden sind. Ein Internetfahnder der R&uuml;stungsfirma  Raytheon, die &uuml;brigens eine Au&szlig;enstelle in R&uuml;sselsheim hat, zeigt wie dieser in k&uuml;rzester Zeit und mit <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=O1dgoQJAt6Y\">wenigen Klicks das Leben eines Mitarbeiters durchforstet<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>IWF warnt Berlin vor scharfem Sparkurs<\/strong><br>\nDeutschland sei der Stabilit&auml;tsanker in der Euro-Zone, lobt der IWF. Die gr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft sollte es mit dem Sparen aber nicht &uuml;bertreiben und mehr f&uuml;r die Binnenkonjunktur tun&hellip;<br>\nDer IWF pl&auml;diert unter anderem f&uuml;r h&ouml;here Reall&ouml;hne. Dies w&uuml;rde helfen, die Binnennachfrage zu st&auml;rken und die Wirtschaft weniger anf&auml;llig zu machen f&uuml;r externe Schocks, ohne die Wettbewerbsf&auml;higkeit zu gef&auml;hrden: &bdquo;Ein st&auml;rkeres und ausgewogeneres Wachstum in Deutschland ist entscheidend f&uuml;r eine nachhaltige Erholung in der Eurozone und den globalen Aufschwung.&ldquo;&hellip;<br>\nDer IWF erwartet f&uuml;r Deutschland in diesem Jahr weiter ein Wirtschaftswachstum von 0,3 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/iwf-analyse-iwf-warnt-berlin-vor-scharfem-sparkurs\/8603038.html\">Handelsblatt<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Was von solchen Ratschl&auml;gen des IWF zu halten ist, siehe Jens Bergers Beitrag &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17531\">Guter Bulle, b&ouml;ser Bulle &ndash; der IWF und seine unglaubw&uuml;rdige Selbstkritik<\/a>&ldquo;.<\/em><br>\n<em>Wie gering die &ouml;konomische Tiefensch&auml;rfe bei der Analyse der Euro-Krise beim IWF ist, zeigt allen der Satz: &bdquo;Angesichts des starken Au&szlig;enhandels sei Deutschland sehr anf&auml;llig f&uuml;r externe Schocks.&ldquo; Der IWF tut also so, als sei die Euro-Krise ein &bdquo;externer Schock&ldquo;, gerade so als ob Deutschland durch seine Exportlastigkeit und dann die Troika, zu der ja schlie&szlig;lich der IWF geh&ouml;rt, nicht zu diesem &bdquo;externen Schock&ldquo; beigetragen h&auml;tten.<\/em><br>\n<em>Der IWF lobt, dass Deutschland auf gutem Wege sei und das bei einem Wirtschaftswachstum das nahe einer Rezession ist.<\/em><br>\n<em>Besonders zynisch ist die Kommentierung durch Finanzminister Sch&auml;uble, dass Deutschland auf gutem Weg zum Abbau der Ungleichgewichte sei, der &Uuml;berschuss in der Leistungsbilanz gegen&uuml;ber der Eurozone sei seit 2007 r&uuml;ckl&auml;ufig! Da st&uuml;rzt man halb Europa in eine Rezession und w&uuml;rgt die Nachfrage ab und nimmt die Tatsache, dass die Europ&auml;er kein Geld mehr haben deutsche Waren abzukaufen, als Erfolg.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung J.A.:<\/strong> Der IWF ist mit der deutschen Lohnentwicklung zufrieden, die der Produktivit&auml;tsentwicklung weit hinterherhinkt (die L&ouml;hne sind im Durchschnitt mindestens um 15 Prozent zu niedrig) und fast die gr&ouml;&szlig;te Ungleichverteilung bei den Eink&uuml;nften in allen europ&auml;ischen L&auml;ndern aufweist, w&auml;hrend der Niedriglohnsektor der zweitgr&ouml;&szlig;te der EU ist?<\/em><br>\n<em>&ldquo;Deutschland [ist] beim Abbau der Leistungsbilanzungleichgewichte auf einem guten Weg&rdquo;, wenn es 2012 den zweith&ouml;chsten Leistungsbilanz&uuml;berschuss seiner Geschichte, 188 Mrd. Euro, erreicht hat?<\/em><br>\n<em>Frankreich soll &ldquo;Strukturreformen&rdquo;, &ldquo;Arbeitsmarktreformen&rdquo; und &ldquo;Rentenreformen&rdquo; ansto&szlig;en, den &ldquo;verkrusteten Arbeitsmarkt&rdquo; liberalisieren und die (preisliche) Wettbewerbsf&auml;higkeit erh&ouml;hen?<\/em><br>\n<em>Der neue IWF ist ganz der alte &ndash; dieselben Rezepte wie seit zwanzig, drei&szlig;ig, vierzig Jahren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Gef&auml;hrliche deutsche Illusionen<\/strong><br>\nHierzulande l&auml;uft es trotz Euro-Krise ganz gut? Nicht wirklich. Den Deutschen geht es wirtschaftlich schlechter als sie glauben, warnt ein gro&szlig;es Wirtschaftsinstitut: Das Wachstumspotenzial sei ebenso niedrig wie in Spanien. Die Politik m&uuml;sse dringend etwas &auml;ndern&hellip;<br>\n&ldquo;In einer langfristigeren Perspektive h&auml;lt die These, dass es uns wirtschaftlich so gut geht, der Wirklichkeit nicht stand&rdquo;, so Fratzscher (Chef des DIW).<br>\nSeine Behauptung macht er an Zahlen fest: 70 Prozent der Arbeitnehmer haben heute niedrigere Reall&ouml;hne als noch vor zehn Jahren. Auch die Produktivit&auml;t, die Deutschland gern von anderen L&auml;ndern einfordert, habe sich seit 1999 verschlechtert, und die Investitionsquote sei in diesen Jahren von &uuml;ber 20 Prozent auf 17 Prozent gesunken.<br>\nIn Letzterem sieht Fratzscher das Hauptproblem. Er identifiziert eine Investitionsl&uuml;cke von drei Prozent der Wirtschaftsleistung oder umgerechnet 80 Milliarden Euro. Dadurch habe Deutschland nur noch ein langfristiges Wachstumspotenzial von einem Prozent. Zum Vergleich: Ein solches Potenzial trauen &Ouml;konomen auch Spanien zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/warnung-des-instituts-fuer-wirtschaftsforschung-gefaehrliche-deutsche-illusionen-1.1740400\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Mindestl&ouml;hne: In Westeuropa zwischen 8,65 und knapp 11 Euro<\/strong><br>\nVon nunmehr 28 Mitgliedsstaaten der Europ&auml;ischen Union verf&uuml;gen 21 &uuml;ber einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn. Drei von ihnen &ndash; die Niederlande, Rum&auml;nien und der EU-Neuling Kroatien &ndash; haben die Lohnuntergrenze in den vergangenen Wochen angehoben. Die jeweils aktuellen Daten f&uuml;r Mindestl&ouml;hne in Europa und dar&uuml;ber hinaus liefert die neue Mindestlohn-Datenbank des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung&hellip;<br>\n&ldquo;Gesetzliche Mindestl&ouml;hne sind in weltweit mehr als 100 L&auml;ndern ein etabliertes Instrument gegen Lohndumping&rdquo;, sagt WSI-Mindestlohnexperte Dr. Thorsten Schulten, der die Datenbank wissenschaftlich betreut.<br>\nUnter den westeurop&auml;ischen Staaten haben zuletzt die Niederlande ihren Mindestlohn etwas erh&ouml;ht &ndash; zum zweiten Mal in diesem Jahr. Er liegt seit Anfang Juli bei 9,07 Euro brutto pro Stunde. In den westeurop&auml;ischen Euro-L&auml;ndern betragen die niedrigsten erlaubten Stundenl&ouml;hne aktuell zwischen 8,65 Euro in Irland und 10,83 Euro in Luxemburg. In Gro&szlig;britannien m&uuml;ssen umgerechnet mindestens 7,63 Euro gezahlt werden. Dieser Wert ist jedoch von der anhaltenden Schw&auml;che des Britischen Pfunds beeinflusst. Sonst w&uuml;rde der britische Mindeststundenlohn heute bei gut neun Euro und damit auf westeurop&auml;ischem Durchschnittsniveau liegen, erkl&auml;rt Schulten.<br>\nDie s&uuml;deurop&auml;ischen EU-Staaten haben Lohnuntergrenzen zwischen knapp drei Euro in Portugal und 4,06 Euro auf Malta. Etwas dar&uuml;ber liegt mit 4,53 Euro Slowenien. In Kroatien m&uuml;ssen aktuell mindestens 2,29 Euro gezahlt werden. Die anderen mittel- und osteurop&auml;ischen Staaten haben niedrigere Mindestl&ouml;hne. Allerdings holten mehrere davon in den vergangenen Jahren auf. So liegt der polnische Mindestlohn bei 2,21 Euro pro Stunde. Rum&auml;nien hat die Lohnuntergrenze am 1. Juli auf 1,06 Euro erh&ouml;ht. Zudem spiegeln die Niveauunterschiede zum Teil auch unterschiedliche Lebenshaltungskosten wider. Legt man Kaufkraftparit&auml;ten zugrunde, reduziert sich das Verh&auml;ltnis zwischen dem niedrigsten und dem h&ouml;chsten gesetzlichen Mindestlohn in der EU von 1:12 auf etwa 1:6.<br>\nAu&szlig;erhalb der EU verf&uuml;gen nach Daten der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) rund 80 weitere Staaten &uuml;ber eine allgemeine Untergrenze f&uuml;r L&ouml;hne. Exemplarisch betrachtet das WSI die Mindestl&ouml;hne in neun L&auml;ndern, darunter die Vereinigten Staaten, Australien, die T&uuml;rkei, Japan und Brasilien. Sie reichen von umgerechnet 1,42 Euro in Brasilien und 2,26 Euro in der T&uuml;rkei &uuml;ber 7,31 Euro in Japan bis zu 13,19 Euro in Australien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/media.boeckler.de\/12165\">Die WSI-Mindestlohndatenbank: Die aktuellen gesetzlichen Mindestl&ouml;hne im &Uuml;berblick [PDF &ndash; 37.5 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ulrike Herrmann: Hessische Verschw&ouml;rung<\/strong><br>\nDie Hessen m&uuml;ssen Kitageb&uuml;hren zahlen &ndash; und warum? Weil ihr sch&ouml;nes Steuergeld in den Landesfinanzausgleich flie&szlig;e, der dann kostenfreie Kinderg&auml;rten in den Empf&auml;ngerl&auml;ndern finanziere. Die Hessen bluten, w&auml;hrend die Berliner prassen. Diese Geschichte ist zu sch&ouml;n, um sie nicht im Wahlkampf auszubeuten. Der Haken dabei: Bouffiers Geschichte ist eing&auml;ngig, aber trotzdem falsch. Es stimmt zwar, dass die Hessen f&uuml;r die Kita zahlen und die Berliner f&uuml;r die letzten drei Jahre nicht &ndash; doch mit dem L&auml;nderfinanzausgleich hat das nichts zu tun. Der Landesfinanzausgleich setzt n&auml;mlich nicht bei den Ausgaben an, sondern bei den Einnahmen. Er soll f&uuml;r ein bisschen Gerechtigkeit sorgen, weil das Steueraufkommen zwischen den L&auml;ndern sehr ungleich verteilt ist. Wo viele Gro&szlig;unternehmen sitzen, die gut bezahlte Arbeitspl&auml;tze bieten, da fallen f&uuml;r die L&auml;nder hohe Einkommens-, Umsatz- und K&ouml;rperschaftsteuern an. Wo diese Konzerne fehlen, sind auch die Einnahmen der L&auml;nder d&uuml;rftiger. Dieses Gef&auml;lle wird vom L&auml;nderfinanzausgleich zwar korrigiert &ndash; aber nicht v&ouml;llig ausgeglichen. Auch nach dem L&auml;nderfinanzausgleich sind Hessen oder Bayern reicher als Bremen oder das Saarland. Daher m&uuml;sste es sich Hessen eigentlich leisten k&ouml;nnen, kostenfreie Kitapl&auml;tze anzubieten. Die interessante Frage ist also: Wo l&auml;sst Bouffier eigentlich das viele Geld, das die hessischen Finanz&auml;mter kassieren? Auf diese Frage muss der CDU-Ministerpr&auml;sident erst antworten, wenn die W&auml;hler nicht mehr auf die Legende hereinfallen, die Berliner w&uuml;rden das Geld stehlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2013%2F08%2F06%2Fa0093&amp;cHash=250c9eb5a9ac70a333423fb2a72d4095\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Elite: Demografischer Wandel ist gr&ouml;&szlig;te Herausforderung<\/strong><br>\nDer demografische Wandel ist f&uuml;r 60 Prozent der Spitzen-F&uuml;hrungskr&auml;fte in Deutschland die dringlichste gesellschaftliche Herausforderung. An zweiter Stelle steht f&uuml;r die Elite die Wirtschafts-, Staats- und Finanzkrise (48 Prozent). Die Sicherung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und die &Uuml;berwindung sozialer Ungleichheit betrachten nur 28 Prozent als wichtigstes Problem. Dies zeigt die Befragung von 354 Top-Entscheidungstr&auml;gern in Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Justiz, Milit&auml;r, Kirchen und Medien durch ein Forscherteam des WZB. Es ist die erste umfassende F&uuml;hrungskr&auml;fte-Befragung in Deutschland seit 1995.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wzb.eu\/de\/pressemitteilung\/elite-demografischer-wandel-ist-die-groesste-herausforderung\">WZB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> An dieser &bdquo;Elitestudie&ldquo; des Wissenschaftszentrums Berlin kann man die ganze Misere der Eliten unseres Landes ablesen. Sie plappert den Meinungsmainstream nach, z.B. demografischer Wandel. Darin zeigt sich die bornierte Betrachtungsweise, dass es f&uuml;r unsere &bdquo;Elite&ldquo; keine Stellschrauben zu deren Bew&auml;ltigung gibt (etwa Produktivit&auml;tsfortschritte, h&ouml;here Erwerbst&auml;tigenquote (auch von Frauen), Zuwanderung etc.). Dass die &Uuml;berwindung von sozialer Ungleichheit nur f&uuml;r Wenige ein Problem ist, zeigt wie asozial unsere &bdquo;Elite&ldquo; denkt. Bildung und Wissenschaft sch&auml;tzen nur 19 Prozent als Problem ein. Darin zeigt sich, wie kurzfristig der Horizont unserer &bdquo;Elite&ldquo; ist. 90 Prozent der Befragten w&uuml;rden bei wirklich wichtigen Gesetzen den B&uuml;rgern lieber keine direkte Mitentscheidung erm&ouml;glichen. Das zeigt das zynische Verh&auml;ltnis unserer &bdquo;Eliten&ldquo; zum gemeinen Volk. Von wegen Leistungselite, es handelt sich um ein wiedererwachendes &bdquo;Herrenmenschentum&ldquo;. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>EU-Gericht erlaubt Blick hinter die Kulissen<\/strong><br>\nDieses Urteil d&uuml;rfte der deutschen Automobil-Lobby wenig gefallen: Der Europ&auml;ische Gerichtshof erlaubt Umweltverb&auml;nden Zugriff auf interne Informationen von Ministerien. So k&ouml;nnte ans Licht kommen, was Interessengruppen hinter verschlossenen T&uuml;ren treiben.<br>\n&bdquo;M&auml;chtige Industrielobbys in Deutschland k&ouml;nnen sich in Zukunft nicht mehr darauf verlassen, dass Details ihrer Einflussnahme auf die Umweltpolitik vor der &Ouml;ffentlichkeit verborgen bleiben&ldquo;, teilte der Umweltverband am Dienstag mit und verwies auf ein &bdquo;wegweisendes&ldquo; Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs (EuGH). Danach r&auml;umt das oberste europ&auml;ische Gericht der Umwelthilfe einen Anspruch auf Einsichtnahme in interne Akten des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) ein. Zugleich werde in dem Urteil (Az. C-515\/11) das deutsche Umweltinformationsgesetz als nicht vereinbar mit der zugrunde liegenden EU- Richtlinie ger&uuml;gt<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/autolobby-eu-gericht-erlaubt-blick-hinter-die-kulissen\/8603784.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Pr&auml;vention gegen Neonazis: Der B&uuml;rgermeister als Vorbild<\/strong><br>\nEine Studie zeigt: Das Verhalten der Lokalpolitiker ist entscheidend, um den Einfluss von Neonazis einzud&auml;mmen.  In der nordrhein-westf&auml;lischen Stadt in der N&auml;he von Aachen hatten 2008 &ldquo;Autonome Nationalisten&rdquo;, &ldquo;Freie Kameradschaften&rdquo; und die NPD den Tod des 19-j&auml;hrigen Kevin P. genutzt, um gegen eine offene Gesellschaft zu hetzten. P. war von einem Mann ausl&auml;ndischer Herkunft erstochen worden. Die NPD stilisierte ihn umgehend zum M&auml;rtyrer. Bereits einen Tag nach der Tat kamen 170 Rechtsextreme zu einer Mahnwache. Wenige Tage sp&auml;ter marschierten 800 Rechte auf. Weitere Aktionen unter dem Motto &ldquo;Gegen Ausl&auml;ndergewalt und Deutschfeindlichkeit! &ndash; Mord! Trauer! Widerstand!&rdquo; folgten. &ldquo;Am Anfang hatte die Stadt versucht, den Vorfall zu ignorieren. &ldquo;Einzelne Anwohner nahmen an den Aufm&auml;rschen teil&rdquo;, sagt Fabian Virchow, Leiter der Forschungsstelle Rechtsextremismus\/Neonazismus an der FH-D&uuml;sseldorf. Die bisher unver&ouml;ffentlichte Studie zu Stollberg belegt, dass sich mit der &ldquo;eindeutigen Positionierung des B&uuml;rgermeisters&rdquo; ein &ldquo;Stimmungswechsel&rdquo; entwickelte. So h&auml;tten weitere Personen gewagt, sich gegen rechts auszusprechen und zu engagieren. Das hatte positive Folgen f&uuml;r die Stadt &ndash; und f&uuml;r den B&uuml;rgermeister. Eine Stra&szlig;enumfrage habe gezeigt, &ldquo;der Zuspruch f&uuml;r ihn war hoch, das Engagement wurde sehr begr&uuml;&szlig;t, sagt Virchow.<br>\nQuell: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2013%2F08%2F05%2Fa0086&amp;cHash=54a182d2152970596ef1a1e4a371c04a\">taz<\/a>\n<p><strong>Siehe auch: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2013%2F08%2F05%2Fa0084&amp;cHash=409481d656a7ed9d4fe26449dc8e6fb0\">Wehrhafte B&uuml;rokratie<\/a><\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Leider gilt die Vorbildfunktion auch im Negativen. Ein besonders unappetitliches Beispiel war die Polarisierung bzw. Fokussierung des hessischen Wahlkampfes durch Roland Koch auf die Frage: Doppelte Staatsangeh&ouml;rigkeit oder Integration? Unter der Parole &ldquo;Ja zu Integration &ndash; Nein zu doppelter Staatsangeh&ouml;rigkeit&rdquo; lief die ber&uuml;chtigte Unterschriftensammlung. Nat&uuml;rlich gibt es in der Bev&ouml;lkerung eine latente Xenophobie &ndash; sie ist zutiefst menschlich. Aber mit deren  Instrumentalisierung durch als &ldquo;Autorit&auml;ten&rdquo; geltende Spitzenpolitiker wird die Hemmschwelle zur Fremdenfeindlichkeit abgesenkt. Und darf sich diese erst einmal breitmachen, ist der Schritt zu weiteren menschenfeindlichen Ausgrenzungen nicht mehr weit. Leider f&auml;llt die Gegenreaktion von Politikern in gleichrangiger Position (und derselben Partei zugeh&ouml;rig) aus. Es gibt einfach Fragen, die nicht Wahlk&auml;mpfe geh&ouml;ren. Was hat sich die SPD in der anstehenden Wahl gedacht, die doppelte Staatsb&uuml;rgerschaft f&uuml;r Zuwanderer zum Wahlkampfthema zu machen. Prompt hat Unionsfraktionschef Volker Kauder der &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung erz&auml;hlt, die Union sehe die dauerhafte doppelte Staatsb&uuml;rgerschaft weiterhin kritisch und werde das Thema &ldquo;in jedem Fall im Wahlkampf ansprechen&rdquo;. Mit dem kurzsichtigen Kalk&uuml;l, bestimmte W&auml;hlergruppen anzusprechen, werden integrationspolitische Bem&uuml;hungen weitgehend  konterkariert.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung RS:<\/strong> Es war gerade diese Kampagne und die Begleitmusik in den Medien und in der Bev&ouml;lkerung, weshalb ich mich damals entschieden habe, dass ich auch dann die deutsche Staatsangeh&ouml;rigkeit nicht will, wenn ich dabei meine amerikanische behalten darf. Vorher h&auml;tte ich das gerne gemacht, aber bei allem Verst&auml;ndnis daf&uuml;r, dass man Bedenken wegen m&ouml;glicher Loyalit&auml;tskonflikten hat, hat mich die Art und Weise, wie diese Kampagne lief und in der Bev&ouml;lkerung wohlwollend aufgenommen wurde, derma&szlig;en angewidert, dass ich es mir nicht mehr vorstellen konnte, neben meiner amerikanischen Staatsangeh&ouml;rigkeit (die ich nie und nimmer aufgeben werde) deutscher Staatsb&uuml;rger zu werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Merkels CDU-Wahlkampagne: Herr Sauer m&ouml;chte mehr Streusel<\/strong><br>\nAchtung, Phrasenalarm! Mit inhaltsleeren Slogans wie &ldquo;Starke Wirtschaft&rdquo;, &ldquo;Sichere Arbeit&rdquo; oder &ldquo;Mehr f&uuml;r Familien&rdquo; l&auml;utet die CDU ihre Plakatkampagne zur Bundestagswahl ein. In einem Werbeheftchen gibt sich Angela Merkel ganz pers&ouml;nlich und verr&auml;t Vorlieben ihres Gatten Joachim Sauer&hellip;<br>\nWahlentscheidend wird das Streuseldefizit der Kanzlerin sicher nicht sein. Dass es die Wahlwerbung sein wird, ist allerdings auch schwer vorstellbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/cdu-stellt-erste-wahlplakate-fuer-merkel-vor-a-914889.html\">Spiegel Online<\/a> \n<p><strong>Dazu: Merkel und muntere Menschen<\/strong><br>\nSch&ouml;ne heile CDU-Welt: Die Merkel-Partei setzt bei der ersten Plakatwelle auf fr&ouml;hliche Familien und knappe Claims. Die Kanzlerin gibt es zun&auml;chst nur in Miniformat, daf&uuml;r millionenfach&hellip;<br>\nEin gl&uuml;ckliches Deutschland ohne NSA-Aff&auml;re, Staatsschuldenkrise oder Kitaplatz-Suche&hellip;<br>\nDie am Montag ver&ouml;ffentlichte Plakatwelle ist nur die erste von dreien. Insgesamt 20 Millionen Euro exklusive Bayern l&auml;sst sich die CDU den Wahlkampf kosten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/plakate-zur-bundestagswahl-merkel-und-muntere-menschen-2047362.html\">stern.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Studium als beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit<\/strong><br>\n&ldquo;Ein Studium ist nach wie vor die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit&rdquo;, ergibt eine aktuelle Studie zu Karriereverl&auml;ufen von Hochschulabsolventen. Doch was meint das eigentlich? Und ist wirklich alles Gold, was gl&auml;nzt? Studis Online hat sich die Studie genauer angeschaut.<br>\nGanz grunds&auml;tzlich gilt die Gutwetterlage&hellip; nicht f&uuml;r alle Akademiker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/Karriere\/art-1562-his-absolventenstudie2013.php\">Studis Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Absicht oder Gewohnheit? Die Linke kommt im Deutschlandfunk deutlich seltener zu Wort als andere Parteien<\/strong><br>\nDer Deutschlandfunk bezeichnet sich selbst als das &ldquo;mit Abstand reichweitenst&auml;rkste Informationsprogramm in der Bundesrepublik.&rdquo;&hellip;<br>\nWirtschaft und Gesellschaft &ndash; Analyse und Meinung hat nunmehr &uuml;ber die vergangenen vier Monate das Online-Archiv des Deutschlandfunks unter anderem danach ausgewertet, wie h&auml;ufig die im Bundestag vertretenen Parteien im Deutschlandfunk in Interviews zu Wort kommen&hellip;<br>\nUnsere Auswertung verweist auf eine deutliche Benachteiligung der Linken. Diese Benachteilung ergibt sich auch, wenn man den Oppositionsstatus gegen&uuml;ber den Regierungsparteien Rechnung tr&auml;gt. Kann es innerhalb eines Monats noch aufgrund einzelner Themenschwerpunkte (z.B. Parteitage, Themen, die mit einer Partei st&auml;rker in Verbindung gebracht werden, etc.) zu einer ungleichen Behandlung der Parteien kommen, so ist dies &uuml;ber mehrere Monate hinweg kaum zu rechtfertigen. Die Medienpr&auml;senz von Parteien ist eine entscheidende Gr&ouml;&szlig;e daf&uuml;r, wie demokratisch und wie ausgewogen die Meinungsbildung in der Bev&ouml;lkerung beeinflusst wird. Vor einer Bundestagswahl kommt diesem Sachverhalt umso mehr Bedeutung zu. \n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130807_01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130807_01_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/08\/absicht-oder-gewohnheit-die-linke-kommt-im-deutschlandfunk-deutlich-seltener-zu-wort-als-andere-parteien\/#sthash.qKUl4ll1.dpuf\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ein Kapitalist, der auf Gewinne pfeift<\/strong><br>\nExpansion statt Profit: Der K&auml;ufer der &bdquo;Washington Post&ldquo; ist bekannt f&uuml;r ungew&ouml;hnliche Praktiken. Gewerkschafter k&ouml;nnen ihn gar nicht leiden&hellip;<br>\nGewinne sind Jeff Bezos tats&auml;chlich schnuppe. Anders als etwa Apple setzt der 49-J&auml;hrige auf Expansion. Seine Firmen sollen auf immer neuen Gesch&auml;ftsfeldern wachsen. Daf&uuml;r dr&uuml;ckt der Erfinder des weltgr&ouml;&szlig;ten Online-H&auml;ndlers Geh&auml;lter und Preise. Kunden macht er zu seinen besten Mitarbeitern, indem er sie als Rezensenten f&uuml;r sich arbeiten l&auml;sst.<br>\nKlar, f&uuml;r Gewerkschafter ist Bezos eine Hassfigur: Seit Monaten streiken deutsche Mitarbeiter f&uuml;r einen besseren Tarifvertrag. Allein in Deutschland hat Amazon acht Versandlager mit rund 9.000 Besch&auml;ftigten, Tendenz steigend.<br>\nGeringe Profite, gierige Expansion: Bezos sucht st&auml;ndig neue Gesch&auml;ftsfelder &ndash; und investiert dort ohne gro&szlig;e Fuchsereien. Amazon w&auml;chst deshalb derzeit so aggressiv wie kein vergleichbares Unternehmen&hellip;<br>\nPolitisch steht Jeff Bezos den Demokraten nahe. Barack Obama pries Amazon erst vor Kurzem als Jobmaschine. Der Besitzer &ndash; gesch&auml;tztes<br>\nVerm&ouml;gen: 25 Milliarden Euro &ndash; und seine Frau haben im vergangenen Jahr einer B&uuml;rgerinitiative f&uuml;r die Schwulenehe im US-Bundesstaat Washington 2,5 Millionen Dollar gespendet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Amazon-Chef-Jeff-Bezos\/!121341\/\">taz<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> M&ouml;chte die taz uns demonstrieren, wie gut sie die neoliberale Rhetorik verinnerlicht hat, oder sich gar bei Jeff Bezos als &Uuml;bernahmekandidat einschmeicheln? <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/reportage-dokumentation\/dokus\/sendung\/hr\/13022013-ausgeliefert-leiharbeiter-bei-amazon-100.html\">War da nicht was<\/a>?<\/em><br>\n<em>Aber nein, Bezos sind &ldquo;Gewinne schnuppe&rdquo; (leicht erkennbar am Privatverm&ouml;gen von lediglich 25 Milliarden Dollar), weil er auf &ldquo;Expansion&rdquo; setzt. (Andere w&uuml;rden Bezos&rsquo; Gesch&auml;ftsstrategie mit &ldquo;Monopolisierung von M&auml;rkten&rdquo; umschreiben &ndash; ein hartes Wort, das bei der taz niemals aufs Papier k&auml;me.) Amazon ist eine &ldquo;Jobmaschine&rdquo; &ndash; das w&auml;re ganz gro&szlig;artig, wenn es nicht viel mehr &ldquo;Jobs&rdquo; &ndash; nein, richtige, ordentlich bezahlte Stellen &ndash; z. B. von fachkundigen Buchh&auml;ndlern zerst&ouml;ren w&uuml;rde. Aber nur die Gewerkschaften k&ouml;nnen ihn nicht leiden &ndash; die alten Miesepeter und Betonk&ouml;pfe, die immer was zu meckern haben.<\/em><br>\n<em>Schlie&szlig;lich &ldquo;steht Jeff Bezos den Demokraten nahe&rdquo;, ist also ein guter Mensch.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Printjournalismus ist Auslaufmodell<\/strong><br>\nDer Printjournalismus ist in der Krise. Nun wurde die &ldquo;Washington Post&rdquo; an Amazon-Chef Bezos verkauft. Journalismus auf gedrucktem Papier wird es nicht mehr lange geben, meint Medienforscher Stephan Weichert im Interview mit tagesschau.de&hellip;<br>\nVerlagschef Mathias D&ouml;pfner wird unter Achtung des Erbes von Axel Springer nicht von heute auf morgen auch die &ldquo;Welt&rdquo;-Gruppe oder die &ldquo;Bild&rdquo;-Gruppe verkaufen. Aber ich glaube, wenn Friede Springer irgendwann komplett aus dem Konzern ausgeschieden ist, wird sich D&ouml;pfner doch ein Herz nehmen und sagen, ich verkaufe jetzt das komplette Printgesch&auml;ft. Und dann hat der Axel-Springer-Verlag nichts mehr mit Journalismus zu tun. So k&ouml;nnte das Worst-Case-Szenario f&uuml;r die ganze Branche aussehen: dass sich die privatwirtschaftlich organisierten Unternehmen irgendwann alle Schritt f&uuml;r Schritt von den journalistischen Angeboten trennen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/interview-weichert100.html\">Tagesschau.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>In unserer Branche sind Viele frustriert<\/strong><br>\nEs ist nur eine kleine Notiz, eigentlich. Der Journalist Michalis Pantelouris ist kein Journalist mehr. Vorerst nicht, und wenn es nach ihm geht, vielleicht auch nie mehr. Seit dem 1. August ist er Angestellter bei ArteFact, einer Direktvertriebsfirma f&uuml;r hochwertiges Oliven&ouml;l. Vor einigen Jahren h&auml;tten viele Kollegen vermutlich gesagt: Pantelouris hat sie nicht mehr alle. 2013 gibt es nur Gratulationen zum Umstieg. Pantelouris zu MEEDIA: &ldquo;In unserer Branche sind viele Leute extrem frustriert.&rdquo;[&hellip;]<br>\n&ldquo;Die Bedingungen daf&uuml;r, Qualit&auml;t im Journalismus herzustellen, werden immer schwieriger&rdquo;, sagt Pantelouris. &ldquo;Ich h&ouml;re im Journalismus nur noch von Leuten, die aussteigen wollen.&rdquo; Viele seien &ldquo;extrem frustriert&rdquo;. Nicht nur die Freien, die schlecht bezahlt werden. Auch Festangestellte bei gro&szlig;en Magazinen (Anmerkung: denen es vielleicht viel zu gut geht). &ldquo;Das System scheint Qualit&auml;t immanent zu verhindern&rdquo;, sagt Pantelouris, Journalisten lebten zunehmend in einem Zustand der &ldquo;Dem&uuml;tigung&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/print\/in-unserer-branche-sind-viele-leute-frustriert\/2013\/08\/05.html\">Meedia<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die NachDenkSeiten w&uuml;nschen Michalis Pantelouris viel Gl&uuml;ck in seinem &bdquo;neuen Leben&ldquo;. Es ist jammerschade, dass es meist die Besten sind, die aus Frust das Feld verlassen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-18203","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18203","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=18203"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18203\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18206,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18203\/revisions\/18206"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=18203"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=18203"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=18203"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}