{"id":18252,"date":"2013-08-09T17:22:50","date_gmt":"2013-08-09T15:22:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18252"},"modified":"2013-08-09T17:22:50","modified_gmt":"2013-08-09T15:22:50","slug":"hinweise-des-tages-ii-119","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18252","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18252#h01\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18252#h02\">Obama und Putin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18252#h03\">Fall Mollath<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18252#h04\">Deutschland muss raus aus der Export-Falle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18252#h05\">Wem helfen unsere Milliarden?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18252#h06\">Greece&rsquo;s unemployment rate May 2011 to May 2013<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18252#h07\">Staatliche Baustelle Commerzbank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18252#h08\">Exporteuropameister oder wie Hans-Werner Sinn den Spaniern Wettbewerbsf&auml;higkeit bescheinigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18252#h09\">Gutachten zur Weiterentwicklung der Regelbedarfsermittlung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18252#h10\">Erwerbseinkommen: Deutsche Geringverdiener im europ&auml;ischen Vergleich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18252#h11\">Hartz IV: 9,30 Euro mehr, damit es hell bleibt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18252#h12\">Zahlt Daimler nur vier Euro Stundenlohn f&uuml;r rum&auml;nische Fahrer?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18252#h13\">Hassan Rohani: Irans neuer Pr&auml;sident wettert gegen Israel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18252#h14\">Migration: Jenseits von Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18252#h15\">Afghanistan-Einsatz 900 Millionen teurer als geplant<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18252#h16\">Prager Machtpoker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18252#h17\">Aussichtslos? Die SPD im Wahlkampf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18252#h18\">Robert Misik erkl&auml;rt uns die Finanzkrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18252#h19\">Zu guter Letzt: Paranoide Wahnvorstellungen: Bayerns Justizministerin glaubt, Mollaths Freilassung sei ihr Verdienst<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18252&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Geheime Legalisierung des Verfassungsbruchs &ndash; eine Chronologie<\/strong><br>\n&bdquo;Im weltweiten Gewimmel der Funkwellen speichert die US-Regierung alle Signale, Befehle und Gespr&auml;che. Die National Security Agency (NSA), der geheimste aller Geheimdienste, lauscht rund um den Erdball und rund um die Uhr &ndash; auch in der Bundesrepublik.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linksfraktion.de\/nachrichten\/geheime-legalisierung-verfassungsbruchs-chronologie\/\">Linksfraktion<\/a><\/li>\n<li><strong>Staatstrojaner FinFisher: Vertrag bleibt geheim, Informationszugang w&uuml;rde die &ouml;ffentliche Sicherheit gef&auml;hrden<\/strong><br>\nWenn bekannt wird, wie das Bundeskriminalamt den international ber&uuml;chtigten Staatstrojaner einsetzt, wird die Funktionsf&auml;higkeit der Sicherheitsbeh&ouml;rden beeintr&auml;chtigt und damit die &ouml;ffentliche Sicherheit gef&auml;hrdet. Mit dieser Begr&uuml;ndung werden unsere Informationsfreiheits-Anfragen nach dem Dokument abgelehnt. W&uuml;rde man sensible Informationen schw&auml;rzen, blieben &ldquo;keine nennenswerten Informationen mehr &uuml;brig&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2013\/staatstrojaner-finfisher-vertrag-bleibt-geheim-informationszugang-wuerde-die-oeffentliche-sicherheit-gefaehrden\/\">netzpolitik.org<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Kollateralsch&auml;den des kalten B&uuml;rgerkriegs<\/strong><br>\n&laquo;Die Wahrheit zu sagen ist eine Pflicht. Aber diese Pflicht gilt nur gegen&uuml;ber jenen, die ein Anrecht auf die Wahrheit haben.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/uebersicht\/die-kollateralschaeden-des-kalten-buergerkriegs-1.18126416\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Dein Handy, eine Wanze<\/strong><br>\nEs gibt ja Leute, die nehmen vor einem pers&ouml;nlichen Gespr&auml;ch die Batterie aus dem Handy. Ich habe das auch schon gemacht, allerdings nur bei einigen, ganz wenigen Besprechungen. Dabei ging es um Verfahren, in denen die Beweise gegen meine Mandanten in einem umgekehrten Verh&auml;ltnis zu den meist &ouml;ffentlichkeitswirksam erhobenen Vorw&uuml;rfen standen. Dabei habe ich gedacht: Wie paranoid bist du denn?<br>\nWohl weniger, als ich vermutete. Denn zumindest das FBI h&ouml;rt mittlerweile problemlos &uuml;ber das Handymikrofon zu, wenn Menschen sich von Angesicht zu Angesicht unterhalten.Das belegen laut dem Wall Street Journal diverse Unterlagen aus Gerichtsverfahren &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lawblog.de\/index.php\/archives\/2013\/08\/06\/dein-handy-eine-wanze\/\">Rechtsanwalt Udo Vetter auf seinem law blog. Der Artikel aus dem WSJ ist dort verlinkt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Obama und Putin<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Pepe Escobar &ndash; Vlad the Hammer vs Obama the Wimp<\/strong><br>\nThis is getting ridiculous. The President of the United States (POTUS) screamed and shouted because he wanted his spy (Edward Snowden) back. Snowden, following Russian laws, was granted temporary asylum. The White House was &ldquo;disappointed&rdquo;.<br>\nThen POTUS snubbed the bilateral summit with Russian President Vladimir Putin in Moscow coinciding with the Group of 20 in St Petersburg in early September. The Kremlin was equally &ldquo;disappointed&rdquo;. [&hellip;]<br>\nThe White House justified its decision by &ldquo;lack of progress&rdquo; on everything including missile defense, arms control, trade and commercial relations, global security issues, human rights and civil society. Nonsense; this was all about an impotent POTUS prevented from prosecuting his war against whistleblowers. Putin&rsquo;s foreign affairs adviser, Yury Ushakov, was closer to the truth when he said, &ldquo;The US is not ready to build relations on an equal basis.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.atimes.com\/atimes\/World\/WOR-01-090813.html\">Asia Times<\/a><\/li>\n<li><strong>Glen Greenwald &ndash; On Obama&rsquo;s cancellation of summit with Putin and extradition<\/strong><br>\nThe US frequently refuses extradition requests where, unlike with Snowden, it involves serious crimes and there is an extradition treaty [&hellip;]<br>\nThe US constantly refuses requests to extradite &ndash; even where (unlike Russia) they have an extradition treaty with the requesting country and even where (unlike Snowden) the request involves actual, serious crimes, such as genocide, kidnapping, and terrorism. Maybe those facts should be part of whatever media commentary there is on Putin&rsquo;s refusal to extradite Snowden and Obama&rsquo;s rather extreme reaction to it.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2013\/aug\/07\/obama-putin-extradition-snowden\">The Guardian<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Es tut uns leid, dass wir zu diesem Thema zwei englischsprachige Artikel und keinen deutschen Artikel empfehlen. Die gesamte deutsche Medienandschaft hat es jedoch wieder einmal nicht vollbracht, auch nur einen einzigen sinnvollen Artikel zu diesem Thema zu bringen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Fall Mollath<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Mollath will weiter k&auml;mpfen<\/strong><br>\nGustl Mollath erhofft sich vom anstehenden Wiederaufnahmeverfahren &ldquo;eine vollst&auml;ndige Rehabilitierung&rdquo;. Am Tag nach seiner Entlassung nach sieben Jahren in der forensischen Psychiatrie sagt Mollath in einem Interview mit der S&uuml;ddeutschen Zeitung, er werde in dem Verfahren die Auseinandersetzung mit seinen Gegnern suchen. Zugleich &uuml;bt Mollath Kritik an Bayerns Justizministerin Beate Merk, die so tue, als habe er ihr die Wiederaufnahme seines Falles zu verdanken.<br>\nF&uuml;r den Bereich der Psychiatrie fordert Mollath bessere Kontrollmechanismen, ohne dabei den ganzen Rechtsstaat infrage stellen zu wollen. &ldquo;Mein Fall ist in seiner Gesamtkonstellation vielleicht sehr speziell, aber er ist auch nur die Spitze eines Eisbergs.&rdquo; Die Psychiatrien in Deutschland bezeichnet Mollath als de facto rechtsfreien Raum. &ldquo;Der gr&ouml;&szlig;te Teil der Menschen ist auf Gedeih und Verderb den &Auml;rzten und dem Personal ausgeliefert.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/nach-der-entlassung-aus-der-psychiatrie-mollath-will-weiter-kaempfen-1.1741520\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Unter Verletzten. Ein Besuch bei Gustl Mollath in Bayreuth<\/strong><br>\nDie Zufahrt zur Postanschrift &ldquo;Nordring 2&rdquo; in Bayreuth befand sich nicht in meinem Navi der Marke Tom-Tom. Dennoch besuchte ich am 31. Juli von 11 bis 17 Uhr 30 die Forensische Psychiatrie des Bezirkskrankenhauses Bayreuth. Dabei konnte ich mit beiden Chef&auml;rzten, mit Pflegern und Patienten sprechen. Um 15 Uhr teilte mir die Klinikleitung mit, dass Gustl Mollath mich um 16 Uhr treffen w&uuml;rde. Wir unterhielten uns bis 17 Uhr 30, dem Ende der Besuchszeit. Was er in diesen, r&uuml;ckwirkend betrachtet m&ouml;glicherweise letzten Tagen seines Aufenthaltes in der geschlossenen Psychiatrie &uuml;ber diese sagte, bildet das Zentrum meines Berichtes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/39\/39646\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Regensburger Richter im geistigen Ausnahmezustand<\/strong><br>\nDas beste an der gestrigen Entscheidung des OLG N&uuml;rnberg in Sachen Mollath ist ihre pr&auml;gnante K&uuml;rze. Das Beschwerdegericht gab den Wiederaufnahmeantr&auml;gen in einer knappen, einfachen und geradlinigen Argumentation statt (Beschluss vom 6. August 2013 &ndash; 1 Ws 354\/13 WA) und wischte einen 115-seitigen Beschluss des LG Regensburg beiseite, der als Dokument gedanklicher Verrenkungen in Erinnerung bleiben wird &ndash; als H&ouml;chstleistung auf den Gebieten der Sachverhaltsverzerrungen und des Abwiegelns gegen&uuml;ber gerichtlichen Fehlleistungen (Beschluss vom 24. Juli 2013 &ndash; 7 Kls 151 Js 4111\/13 WA).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.delegibus.com\/2013\/08\/07\/fall-mollath-regensburger-richter-im-geistigen-ausnahmezustand\/\">Oliver Garc&iacute;a via De Legibus<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar unseres Leser A.B.:<\/strong> Ad fontes! &ndash; Eine juristisch fundierte &ndash; auch trotz der vielen wissenschaftlich-akribischen Zitatverweise &ndash; gut lesbare Analyse. F&uuml;r Nichtjuristen vielleicht etwas anstrengend, aber gut verst&auml;ndlich. Wer der Sache auf den Grund gehen m&ouml;chte, wird f&uuml;r diese Anstrengung reich belohnt. Mitnichten erfolgt die Wiederaufnahme bspw. &ldquo;nur&rdquo; wegen einer juristischen Spitzfindigkeit um den Urkundsbegriff des Attests, wie das uninformierte Kommentatoren sich aus Agenturmeldungen zusammenreimen. Ein einziger Aufnahmegrund reicht! Es gibt noch viele andere. Deshalb entschieden die verfassungstreuen Richter des OLG N&uuml;rnberg: In die Tonne mit Brixners Schandurteil und ergo Freiheit f&uuml;r Gustl Mollath sofort. Es geht um elementare Grundrechte. &ndash; F&uuml;r den CSU-Staat Bayern ist das mal was ganz Neues. &ndash; Die B&uuml;rger\/innen in Bayern werden sich bei der Landtagswahl daran erinnern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Fall Mollath verdeutlicht Reformbedarf des Ma&szlig;regelrechts<\/strong><br>\nDer Fall Gustl Mollath hat sich in den letzten Monaten stark auf die &ouml;ffentliche Wahrnehmung der Psychiatrie in Deutschland ausgewirkt. In der Berichterstattung wird die Behandlung psychisch erkrankter Menschen f&auml;lschlicherweise mit der &bdquo;Besserung und Sicherung&ldquo; von psychisch kranken, verurteilten Straft&auml;tern im Ma&szlig;regelvollzug gleichgesetzt. Diese Gleichsetzung kann auf psychisch erkrankte Menschen stigmatisierend wirken. Gleichzeitig verweist die Debatte auf grundlegende strukturelle Probleme in der forensischen Psychiatrie. In den letzten 15 Jahren ist es in Deutschland zu einer Verdoppelung der forensisch-psychiatrischen Behandlungspl&auml;tze gekommen. Infolge der gesellschaftlichen Forderung nach mehr Sicherheit ist dabei auch die Verweildauer in der Forensik stark gestiegen. Bundesweit werden gegenw&auml;rtig rund 10.000 Patienten station&auml;r im psychiatrischen Krankenhaus auf Grundlage des Strafgesetzbuches behandelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news546713\">Deutsche Gesellschaft f&uuml;r Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) via Informationsdienst Wissenschaft (idw)<\/a>\n<p>passend dazu: <strong>Ma&szlig;regel f&uuml;r die Gesellschaft<\/strong><br>\nDer Fall Mollath hat die &Ouml;ffentlichkeit aufgeschreckt. Es geht aber nicht nur um die Unschuld eines Einzelnen. Das System der Psychiatrie muss dringend diskutiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/massregel-fuer-die-gesellschaft\">Freitag<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Deutschland muss raus aus der Export-Falle<\/strong><br>\nIn 45 Tage Tagen ist die Bundestagswahl gelaufen. Wer auch immer gewinnt, die neue Regierung muss unbedingt andere Priorit&auml;ten in der Wirtschaftspolitik setzen. Das bisherige Gesch&auml;ftsmodell der deutschen Wirtschaft ist auf Dauer nicht tragbar. Es basiert viel zu sehr auf einer verh&auml;ngnisvollen Abh&auml;ngigkeit von Exporten.<br>\n2012 lag der deutsche Leistungsbilanz&uuml;berschuss bei etwa 170 Milliarden Euro oder 6,4 Prozent der Wirtschaftsleistung. Was ist das Problem dabei? Deutschland verkauft viel mehr G&uuml;ter ins Ausland als es von dort einkauft. Dadurch h&auml;uft es Forderungen gegen&uuml;ber den am wenigsten wettbewerbsf&auml;higen L&auml;ndern an. Die Euro-Krise hat gezeigt, wie gef&auml;hrlich das ist: L&auml;nder wie Griechenland oder Portugal konnten ihre Rechnungen irgendwann nicht mehr zahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.handelsblatt.com\/handelsblog\/2013\/08\/08\/deutschland-muss-raus-aus-der-export-falle\/\">Handelsblog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wem helfen unsere Milliarden?<\/strong><br>\nDeutschland hat den Krisenl&auml;ndern bereits 86 Mrd. Euro gezahlt. So meldet es die &ldquo;FAZ&rdquo; mit Verweis auf neue Zahlen aus Berlin. Doch die &ldquo;Hilfen&rdquo; sind Kredite, also verzinst r&uuml;ckzahlbar, und die Empf&auml;nger sind keineswegs die Menschen in Griechenland, Portugal &amp; Co. Wem haben wir eigentlich &ldquo;geholfen&rdquo;? [&hellip;]<br>\nNach allem, was man wei&szlig;, flie&szlig;en mindestens zwei Drittel der Gelder &uuml;ber den Schuldendienst sofort in die Geberl&auml;nder zur&uuml;ck, also auch nach Deutschland. Den gr&ouml;&szlig;ten Batzen kassieren die Banken.<br>\nWir retten die Falschen &ndash; n&auml;mlich die Finanzinstitute des Nordens. Das ist seit langem klar. Nun l&auml;sst sich auch noch sagen, was diese fehlgeleitete Hilfe bewirkt hat: eine Verl&auml;ngerung und Vertiefung der Krise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/86-mrd-euro-fuer-was\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+lostineu%2Frfqp+%28Lost+in+EUrope+NEU%29\">Lost in EUrope<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Greece&rsquo;s unemployment rate May 2011 to May 2013<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/greece-unemployment-may13.gif\" alt=\"Greece's unemployment\" title=\"Greece's unemployment\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/rwer.wordpress.com\/2013\/08\/08\/greeces-unemployment-rate-may-2011-to-may-2013\/\">Real World Economics Review<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Staatliche Baustelle Commerzbank<\/strong><br>\nOb Kredite f&uuml;r riskante Hypotheken oder f&uuml;r die Pleite-Stadt Detroit: Die Commerzbank ist anscheinend &uuml;berall dabei, wo es Geld zu verlieren gibt &ndash; der deutsche Staat haftet &hellip;<br>\nIm Jahr 2009 musste die Commerzbank mit insgesamt 18 Milliarden Euro vom Staat gest&uuml;tzt werden &ndash; schlie&szlig;lich &uuml;bernahm der Staat auch ein Viertel der Anteile des Kriseninstituts &hellip;<br>\n&hellip; die Liste der L&ouml;cher auf der Staatsbaustelle Commerzbank ist lang, die &Uuml;bernahme der Dresdner war nur ein besonders tiefes Loch. Nachdem die Schiffsfinanzierung der Commerzbank dem Untergang geweiht war, riss auch die ein tiefes Loch in die Bilanz. Ob bei der Vergabe von Krediten f&uuml;r den Bau von Schiffen, bei der Immobilienfinanzierung am Hypothekenmarkt oder wie j&uuml;ngst bei der Pleite der amerikanischen Stadt Detroit &ndash; die Commerzbank scheint die Bank &uuml;berall dort zu sein, wo es Geld zu verlieren gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.de\/staatliche-baustelle-commerzbank\/a-17003914\">Deutsche Welle<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Exporteuropameister oder wie Hans-Werner Sinn den Spaniern Wettbewerbsf&auml;higkeit bescheinigt<\/strong><br>\nEin beliebte These von Hans-Werner Sinn geht so: &bdquo;Spanien, Griechenland und Portugal m&uuml;ssen l&auml;ngerfristig im Vergleich zum Durchschnitt der Eurozone um etwa 30 Prozent billiger werden, um wieder wettbewerbsf&auml;hig zu werden und selbst Frankreichs Preise m&uuml;ssen um 20 Prozent gegen&uuml;ber dem Durchschnitt fallen.&ldquo; [&hellip;]<br>\nAha, dann schauen wir uns doch an, wie das so aussieht mit Spaniens Export. Hier sehen wir gleich die Zeitreihen von Eurostat. [&hellip;]\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130809-EWU-Export.gif\" alt=\"EWU Export\" title=\"\"><\/p>\n<p>Es zeigt sich aber: Spaniens G&uuml;ter und Dienstleistungen sind sehr attraktiv im Ausland. Und so kann uns Herr Sinn eigentlich auch nicht mehr erkl&auml;ren, warum ein Barbier in Sevilla oder ein Fleischer in Barcelona seine Preise und L&ouml;hne um 30 Prozent senken soll?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weitwinkelsubjektiv.com\/2013\/08\/09\/spanien-ist-doch-wettbewerbsfaehig\/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=spanien-ist-doch-wettbewerbsfaehig\">WeitwinkelSubjektiv<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gutachten zur Weiterentwicklung der Regelbedarfsermittlung<\/strong><br>\nDie in &sect; 10 des Regelbedarfsermittlungsgesetzes (RBEG) festgelegten Berichte zur Weiterentwicklung der Regels&auml;tze hat das BMAS p&uuml;nktlich zum 01. Juli 2013 vorgelegt. Die &Uuml;berpr&uuml;fung zu den &bdquo;verdeckt Armen&ldquo; wurde dem IAB &uuml;bertragen. Insbesondere dieses IAB-Gutachten ist aufschlussreich. Es hat verschiedene Varianten der Herausrechnung der &bdquo;verdeckt Armen&ldquo; und von Aufstockenden aus der Referenzgruppe durchgerechnet nach zwei verschiedenen Modellen. Das Ergebnis bei den verdeckt Armen ist, dass je nach Simulationsmodell davon auszugehen ist, dass zwischen 34 und 44 Prozent aller Hartz-IV- bzw. Sozialhilfeberechtigten ihren Anspruch nicht realisieren. Als Gr&uuml;nde werden angef&uuml;hrt: Nur geringe Anspruchsh&ouml;hen, Unwillen, sich dem Procedere in den Jobcentern auszusetzen, sowie Unwissenheit und Scham.<br>\nQuelle 1: DGB Newsletter Arbeitsmarktpolitik<br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bmas.de\/DE\/Themen\/Arbeitsmarkt\/Meldungen\/regelbedarfsermittlungsbericht.html\">Gutachten<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Erwerbseinkommen: Deutsche Geringverdiener im europ&auml;ischen Vergleich<\/strong><br>\nSeit den 1990er Jahren ist die Lohnungleichheit in Deutschland deutlich gewachsen. Diese Entwicklung wird kontrovers wahrgenommen: Einerseits k&ouml;nnte die zunehmende Verbreitung von Niedrigl&ouml;hnen die Chancen f&uuml;r Erwerbslose vergr&ouml;&szlig;ern, wieder in Arbeit zu kommen. Andererseits wird sie als Teil eines breiteren gesellschaftlichen &ndash; und sozialpolitisch problematischen &ndash; Trends zur Polarisierung der Erwerbseinkommen gesehen. Vor diesem Hintergrund liefert der Kurzbericht eine &lsquo;Momentaufnahme&rsquo; der Niedriglohnbesch&auml;ftigung in Deutschland und in 16 anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern im Jahr 2010. Die vergleichende Analyse zeigt die Bedeutung und die strukturelle Zusammensetzung des Niedriglohnsektors in den betrachteten L&auml;ndern. Dar&uuml;ber hinaus wird untersucht, inwieweit die beobachteten L&auml;nderunterschiede mit institutionellen und politischen Faktoren zusammenh&auml;ngen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.iab.de\/194\/section.aspx\/Publikation\/k130722301\">IAB<\/a>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130809_01.gif\" alt=\"Niedriglohnbesch&auml;ftigung in Deutschland\" title=\"Niedriglohnbesch&auml;ftigung in Deutschland\"><\/p>\n<p>Quelle 2: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/kurzgraf\/2013\/kbfolien15131.pdf\">IAB [PDF &ndash; 200 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung des DGB:<\/strong> 1,3 Mio. sind erwerbst&auml;tig und beziehen gleichzeitig ALG II. Ihr Lohn ist niedrig, 6,20 Euro im Durchschnitt. Der Kurzbericht r&auml;umt auch mit einem anderen Mythos auf: Geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigung, Leiharbeit, befristete Besch&auml;ftigung und niedrig entlohnte T&auml;tigkeiten bahnen nur selten den Weg in eine ungef&ouml;rderte Besch&auml;ftigung.<\/em><\/p>\n<p>Siehe dazu auch: <a href=\"http:\/\/www.iab.de\/194\/section.aspx\/Publikation\/k130705303\">&bdquo;Aufstocker im SGB II: Steinig und lang &ndash; der Weg aus dem Leistungsbezug&ldquo;<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Hartz IV: 9,30 Euro mehr, damit es hell bleibt<\/strong><br>\nBezieher von Arbeitslosengeld II k&ouml;nnen oft ihre Stromkosten nicht zahlen &ndash; weil ihr Regelbedarf als zu niedrig angesetzt ist, sagt die Caritas. &ldquo;Der Stromverbrauch von ALG-II-Empf&auml;ngern ist unter anderem deshalb h&ouml;her, weil sie h&auml;ufiger zu Hause essen und tags&uuml;ber h&auml;ufiger zu Hause sind als Personen mit einem Einkommen oberhalb der Grundsicherung&rdquo;, sagte Georg Cremer. Er spricht damit das Problem an, wie der Regelsatz berechnet wird. Zugrunde gelegt werden Statistiken, was der &auml;rmste Teil der Niedriglohnbezieher f&uuml;r den Alltagsbedarf ausgibt. Wenn das Geld f&uuml;r den Energiebedarf nicht reicht, sparen Hartz-IV-Bezieher oder allgemein einkommensschwache Haushalte oft beim Essen oder bei anderen allt&auml;glichen Dingen, um nicht im Dunkeln zu sitzen. Das klappt aber nicht immer. So ist 2011 312.000 Haushalten der Strom gesperrt worden, hat die Bundesnetzagentur im vergangenen Jahr zum ersten Mal bundesweit ermittelt. Zumindest Kranken, &Auml;lteren, Schwangeren oder Haushalten mit Kindern d&uuml;rfe der Strom nie gekappt werden, fordert die Caritas. Im Bundesarbeitsministerium wies man Kritik an der Berechnung des Regelsatzes am Montag zur&uuml;ck: &ldquo;Der Regelbedarf ist so ausgestaltet, dass er den existenznotwendigen Bedarf deckt&rdquo;, sagte eine Sprecherin der taz. Es gebe aus Sicht der Bundesregierung keinen Anlass, von diesem sorgf&auml;ltig entwickelten und von der Rechtsprechung bereits in vielen Urteilen best&auml;tigten Verfahren abzuweichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2013%2F08%2F06%2Fa0052&amp;cHash=0a5c2d55dad03a20d5b9abcdb7f07f45\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Caritas bem&auml;ngelt ja gerade die Methode der Bundesregierung, die 15 Prozent der Haushalte der untersten Einkommensgruppe als Grundlage f&uuml;r die Festlegung des Regelsatzes zu nehmen. Laut Caritas-Studie verbrauchen Hartz-IV-Empf&auml;nger mehr Strom als die 15 Prozent der Haushalte der untersten Einkommensgruppe. Ein-Personen-Haushalte im Grundsicherungsbezug verbrauchen durchschnittlich 165 kWh mehr im Jahr. Wenn Kinder in ALG II-Haushalten leben, ist die Situation noch dramatischer. Die Caritas kommt zu diesem Ergebnis nicht aufgrund einer popligen Stichrobe.  Sie hat Verbrauchsdaten von 80.000 einkommensarmen Haushalten <a href=\"http:\/\/www.caritas.de\/fuerprofis\/fachthemen\/sozialpolitik\/energiearmut\/energiearmutverhindern\">untersucht<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Zahlt Daimler nur vier Euro Stundenlohn f&uuml;r rum&auml;nische Fahrer?<\/strong><br>\n&bdquo;Testfahrer klingt nach Traumjob. Doch rum&auml;nische Mercedes-Erprober sollen weniger als vier Euro Stundenlohn verdienen. Dahinter stecken zudem umstrittene Werkvertr&auml;ge. Hat Daimler ein Problem?&hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swp.de\/ulm\/nachrichten\/politik\/Zahlt-Daimler-nur-vier-Euro-Stundenlohn-fuer-rumaenische-Fahrer;art4306,2145208\">S&uuml;dwestpresse<\/a>\n<p>Siehe dazu: <strong>Guter Ruf in Gefahr<\/strong><br>\n&bdquo;Juristisch ist Daimler wohl fein raus. Der Autobauer beauftragt einen Dienstleister, der f&uuml;r ihn Fahrzeuge testet. Sicherlich, so die Annahme, werden dabei alle Gesetze eingehalten, Sozialbeitr&auml;ge entrichtet und Steuern gezahlt. Dem Autokonzern spart dieses Arrangement Geld &hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swp.de\/ulm\/nachrichten\/politik\/KOMMENTAR-WERKVERTRAeGE-Guter-Ruf-in-Gefahr;art4306,2144911\">S&uuml;dwestpresse<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Hassan Rohani: Irans neuer Pr&auml;sident wettert gegen Israel<\/strong><br>\nDie Welt blickt mit gro&szlig;en Erwartungen auf den neuen iranischen Pr&auml;sidenten. Doch vor seiner Vereidigung am Wochenende kn&uuml;pft Hassan Rohani gegen&uuml;ber Israel an die Rhetorik seines Vorg&auml;ngers Mahmud Ahmadinedschad an. Die staatliche Nachrichtenagentur Isna zitierte Rohani am Freitag mit den Worten: &ldquo;Die islamische Welt muss gegen&uuml;ber dem zionistischen Regime Einheit zeigen, da dieses Regime eine alte Wunde ist, die seit Jahren in ihrem K&ouml;rper steckt und beseitigt werden muss.&rdquo; Israels Premierminister Benjamin Netanjahu reagierte umgehend auf die Worte aus Teheran. Er sagte am Freitag, Rohani habe damit sein wahres Gesicht gezeigt &ndash; fr&uuml;her als erwartet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/iran-rohani-nennt-israel-alte-wunde-a-914490.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Im Grunde ist Hassan Rohani chancenlos. Es scheint fast so, dass eigentlich niemand m&ouml;chte, dass Rohani als relativ moderater Politiker ein Neuanfang in Verh&auml;ltnis des Irans zum Westen gelingt. Tats&auml;chlich sagte Rohani, dass die Besetzung Pal&auml;stinas und das Leid des pal&auml;stinensischen Volkes &ldquo;eine alte Wunde f&uuml;r die islamische Welt&rdquo; sei. Daher sollten alle Muslime den &ldquo;Kuds-Tag&rdquo; (Jerusalem-Tag) nutzen, um an diese Wunde zu erinnern sowie &ldquo;gegen die Verbrechen des zionistischen Regimes&rdquo; <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/iran-israel102.html\">Protest einzulegen<\/a>.<br>\nNun kann man sich fragen, warum die  iranische (!) Nachrichtenagentur ISNA, die von Spiegel und vielen anderen Zeitungen &uuml;bernommene, diese viel aggressivere an den fr&uuml;heren Pr&auml;sidenten Mahmud Ahmadinedschad erinnernde &Uuml;bersetzung anbot. Die Antwort d&uuml;rfte einfach sein: Auch wenn Ahmadinedschad h&auml;ufig falsch &uuml;bersetzt wurde, wenn er z.B. vom zionistische Regime sprach, was im Westen h&auml;ufig als Israel &uuml;bersetzt wurde, waren sich die Iraner des eigentlichen Kerns der &Auml;u&szlig;erungen Ahmadinejads und anderer iranischer F&uuml;hrer bewusst. Es ging nicht um einen Regimewechsel, sondern um die Vernichtung des Staates Israel. (Siehe hierzu die durchaus plausiblen <a href=\"http:\/\/jer-zentrum.org\/ViewArticle.aspx?ArticleId=154\">Ausf&uuml;hrungen von  Joshua Teitelbaum)<\/a><br>\nInsofern hat die iranische Nachrichtenagentur nur das wiedergegeben, was bislang wirkliche Leitlinie des iranischen Regimes war. Bezeichnender hat Ahmadinejad nie den falschen &Uuml;bersetzungen westlicher Medien widersprochen. Und hier kann man heute auf einen Neubeginn durch Rohani hoffen. Die Falschmeldungen &uuml;ber seine &Auml;u&szlig;erungen wurden in k&uuml;rzester Zeit in allen iranischen Medien als solche benannt. &ndash; Die Politik mag oder kann vielleicht nicht, aber wenigstens die Medien sollten Hassan Rohani eine Chance einr&auml;umen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Migration: Jenseits von Europa<\/strong><br>\nDie Krise in S&uuml;deuropa kehrt den Migrationsstrom um: Die hohe Arbeitslosenrate treibt Portugiesen in ehemalige Kolonien. &ldquo;Besser nichts tun in Maputo als nichts tun in Portugal&rdquo;, sagt Ricardo Jorge Martins Brito. Der Architekt w&uuml;rde gern in Mosambik bleiben. Doch alles ist gar nicht so einfach. &ldquo;Viele Portugiesen finden einen Job&rdquo;, hat der Soziologe Lopes beobachtet, &ldquo;aber oft nicht in dem Bereich, in dem sie ausgebildet sind.&rdquo; &Uuml;berhaupt ist es mit den Arbeitspl&auml;tzen so eine Sache. Nat&uuml;rlich braucht Mosambik Arbeitskr&auml;fte mit spezieller Ausbildung, etwa Ingenieure f&uuml;r den Bergbau. Aber das sind vergleichsweise wenige. Denn es kommen vor allem Marketingleute und Architekten. Gerade die braucht hier doch niemand, sagt Carla Cort&ecirc;z. Sie ist Anfang 30 und arbeitet in Maputo als selbstst&auml;ndige Architektin. Den Portugiesen fehle auch der kulturelle Hintergrund, sagt sie, um die Stadt auf eine angemessene Art und Weise neu zu gestalten. Die arbeitsuchenden Portugiesen haben nicht nur mit Vorurteilen zu k&auml;mpfen, sondern auch mit einer mosambikanischen Regierung, die streng geworden ist. Offiziell ist die Besch&auml;ftigung von Ausl&auml;ndern ohnehin reglementiert. Je nach Gr&ouml;&szlig;e der Firma d&uuml;rfen nur 5 bis 10 Prozent Ausl&auml;nder angestellt werden, so steht es im Artikel 31, Arbeitsgesetz. Deshalb arbeiten viele ohne Vertrag, so wie Ricardo Jorge Martins Brito. Inzwischen wird auch die Vergabe der Touristenvisa genauer gepr&uuml;ft. Ad hoc an der Grenze erhalten Portugiesen keines mehr. Ende Juli etwa wurden auf dem Flughafen 27 Portugiesen erwischt, die offenbar keine g&uuml;ltigen Visa besa&szlig;en. 19 wurden gleich mit dem Flugzeug nach Hause geschickt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2013%2F08%2F08%2Fa0085&amp;cHash=236a952e44cefbce11d66a9f4f72de7b\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Afghanistan-Einsatz 900 Millionen teurer als geplant<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat sich verrechnet: Wie Daten aus dem Verteidigungsministerium zeigen, liegen die realen Kosten f&uuml;r die Auslandseins&auml;tze der Bundeswehr weitaus h&ouml;her als bislang angenommen &hellip;<br>\nWie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion hervorgeht, die Handelsblatt Online vorliegt, sind in den vergangenen zehn Jahren allein beim ISAF-Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan Mehrkosten von insgesamt 872,3 Millionen Euro aufgelaufen. Das Papier zeigt, dass es der Bundesregierung lediglich in den beiden ersten Jahren des Einsatzes (2002 und 2003) gelang, das selbst gesetzte Budget einzuhalten. Seither &uuml;berstiegen die realen Kosten regelm&auml;&szlig;ig die Sch&auml;tzkosten &ndash; und das teilweise im dreistelligen Millionenbereich. Vorl&auml;ufiger H&ouml;hepunkt der Fehlplanungen war dabei das Jahr 2010: Rund eine Viertelmilliarde Euro musste in diesem Jahr vom Ministerium mehr aufgewendet werden als prognostiziert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/bundeswehr-afghanistan-einsatz-900-millionen-teurer-als-geplant\/8611240.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Prager Machtpoker<\/strong><br>\nDie gro&szlig;e politische B&uuml;hne f&uuml;r Milos Zeman ist bereitet. Vor der Vertrauensabstimmung wird der Pr&auml;sident im Parlament den Abgeordneten pers&ouml;nlich ins Gewissen reden. Die von ihm ins Amt gehievte &Uuml;bergangsregierung sei die beste L&ouml;sung f&uuml;r das Land: &ldquo;Das sind Profis und keine Amateure. Das sind Menschen, die ihre Aufgaben verstehen. Sie fangen nicht erst an nachzudenken, wenn sie auf ihren Ministersesseln Platz nehmen.&rdquo; Das Lob von h&ouml;chster Stelle ist keine &Uuml;berraschung. Die Mehrzahl der neuen Kabinettsmitglieder der &Uuml;bergangsregierung stammt aus dem Umfeld der linken Splitterpartei von Milos Zeman. Bereits kurz nach seinem Amtsantritt Anfang des Jahres hatte Milos Zeman angek&uuml;ndigt, sich aktiv in das politische Tagesgesch&auml;ft einmischen zu wollen. Als erster direkt gew&auml;hlter Pr&auml;sident des Landes habe er ein st&auml;rkeres Mandat als seine Vorg&auml;nger Havel und Klaus. Die schwere innenpolitische Krise nach dem R&uuml;cktritt der Mitte-Rechts-Regierung gebe Zeman nun die Gelegenheit f&uuml;r eine politische Umgestaltung des Landes, meint der Politikwissenschaftler Jiri Pehe. Tats&auml;chlich kann die &Uuml;bergangsregierung auch ohne die Unterst&uuml;tzung des Parlamentes vorerst gesch&auml;ftsf&uuml;hrend im Amt bleiben. Laut Verfassung darf sich Pr&auml;sident Zeman unbegrenzt Zeit lassen bis zur Vergabe eines neuen Regierungsauftrages. Dieser Bruch mit den bisherigen politischen und parlamentarischen Traditionen sei ihm egal, erkl&auml;rte Zeman in mehreren Interviews. Manche Verfassungsgewohnheiten seien eben absolut idiotisch.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/europaheute\/2206526\/\">Deutschlandradio &ndash; Text<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2013\/08\/07\/dlf_20130807_0912_525b04a1.mp3\">Deutschlandradio &ndash; MP3<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wie erwartet, hat das Parlament Regierungschef Rusnok das Vertrauen verweigert. Rusnok erhielt am Mittwoch 93 Stimmen, 100 Abgeordnete stimmten gegen die Regierung. Und wie erwartet, hat auch Pr&auml;sident Milos Zeman reagiert: &ldquo;Ich versichere, dass ich innerhalb der n&auml;chsten Wochen keinen zweiten Regierungsauftrag vergeben werde, selbst wenn man mich auf dem Rad foltern sollte.&rdquo; &ndash; Nat&uuml;rlich ist die Demokratie ist Osteuropa noch nicht gefestigt (Ungarn) und allseits herrscht Korruption, aber dass dieser Nachbar unter beiden Aspekten eine fragw&uuml;rdige Tendenz aufzeigt, haben wohl viele nicht gedacht. Die Tschechische Republik entwickelt sich &ouml;konomisch besser als viele andere osteuropischen Staaten, hat aber in zentralen Institutionen immer noch Nachholbedarf. Inzwischen werden weiter wichtige Posten in staatsnahen Betrieben und in der Verwaltung mit Anh&auml;ngern der neuen Regierung besetzt. Siehe zur Korruption in der der Tschechischen Republik <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1369363613162\/Presse-Buerochefin-des-tschechischen-Ministerpraesidenten-in-Haft\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2012-07\/tschechien-korruption-eu\">hier<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Aussichtslos? Die SPD im Wahlkampf<\/strong><br>\nGut sechs Wochen vor der Wahl ist die SPD weit abgeschlagen in den Umfragen. Eine eigene Mehrheit f&uuml;r Rot-Gr&uuml;n scheint nahezu unm&ouml;glich. Der Wahlkampf der SPD droht zum reinen Schaulaufen zu werden. Und doch verweigert sich die Parteispitze jeder anderen Konstellation. Eine Beteiligung an einer gro&szlig;en Koalition schlie&szlig;t Peer Steinbr&uuml;ck ebenso aus wie Rot-Rot-Gr&uuml;n, dabei scheint dies rechnerisch die einzige Chance f&uuml;r einen Regierungswechsel. Vor allem die Parteilinke ist frustriert, dass die SPD auf diese Machtoption von vorneherein verzichtet hat und fordert jetzt ein radikales Umdenken. Monitor hat verzweifelte Genossen begleitet, die oft selbst nicht mehr wissen, wof&uuml;r sie eigentlich noch k&auml;mpfen sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/sendungen\/2013\/0808\/spd.php5\">WDR Monitor<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Robert Misik erkl&auml;rt uns die Finanzkrise<\/strong><br>\nSeit &uuml;ber f&uuml;nf Jahren besch&auml;ftigt der Finanzsektor die europ&auml;ische &Ouml;ffentlichkeit und Politik und stellt beide vor kniffelige Aufgaben. Die gro&szlig;en Wellen der Problematisierung sind allerdings abgeebbt. Vielmehr ist die Euro- oder Finanzkrise hier in Europa unsere stetige Begleiterin geworden. Wir lernen mit ihr zu leben, &auml;hnlich einer chronischen Krankheit, gegen die Ma&szlig;nahmen ergriffen wurden, die von Experten und Beteiligten sehr kontrovers eingesch&auml;tzt werden.<br>\nMit &bdquo;Erkl&auml;r mir die Finanzkrise&ldquo; geht ein weiteres Buch an den Start, das der Welt Aufhellung &uuml;ber das Werden und mutma&szlig;liche Vergehen der aktuellen Krise des Finanzsystems verspricht. Es basiert auf einer Vortragsreihe, die der Autor an der Volkshochschule Ottakring\/Wien gehalten hat. Entsprechend richtet sich das Buch an Leserinnen und Leser ohne abgeschlossenes Wirtschaftsstudium oder andere Fachexpertise, sondern an Interessenten, die manch komplexe Zusammenh&auml;nge besser verstehen wollen. Den geneigten LeserInnen soll das &bdquo;Ohnmachtsgef&uuml;hl weich[en]&ldquo; und sie sollen bef&auml;higt werden, sich selbst ein Bild zu machen, wie Misik immer wieder herausstellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/++co++8e49b0aa-fdb3-11e2-8b9a-52540066f352\">Gegenblende<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Mir hat es auch sehr gut gefallen. Das kleine B&uuml;chlein ist wunderbar und vor allem denjenigen zu empfehlen, die sich von Fachartikeln erschlagen f&uuml;hlen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Paranoide Wahnvorstellungen: Bayerns Justizministerin glaubt, Mollaths Freilassung sei ihr Verdienst<\/strong><br>\n&ldquo;Ich bin sehr zufrieden: Mein Ziel, das ich mit dem Wiederaufnahmeantrag und der sofortigen Beschwerde verfolgt habe, den Fall neu aufzurollen, ist erreicht&rdquo; &ndash; S&auml;tze wie dieser sind es, die Angeh&ouml;rigen von Beate Merk (56) Tr&auml;nen der Verzweiflung in die Augen treiben. Denn die bayerische Justizministerin hat sich offenbar in eine Welt aus Phantasien und Wahnvorstellungen zur&uuml;ckgezogen, die keinen Bezug mehr zur Wirklichkeit hat: Sie glaubt, ihr alleine sei die Freilassung des mutma&szlig;lichen Justizopfers Gustl Mollath zu verdanken<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2013\/08\/paranoide-wahnvorstellungen-bayerns.html?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+blogspot%2FrkEL+%28Der+Postillon%29\">Der Postillon<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-18252","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18252","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=18252"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18252\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18257,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18252\/revisions\/18257"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=18252"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=18252"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=18252"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}