{"id":18264,"date":"2013-08-12T09:27:39","date_gmt":"2013-08-12T07:27:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18264"},"modified":"2015-08-11T09:21:31","modified_gmt":"2015-08-11T07:21:31","slug":"die-reputation-der-tafeln-wird-von-unternehmen-zur-imagepflege-und-zur-gewinnsteigerung-missbraucht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18264","title":{"rendered":"Die Reputation der Tafeln wird von Unternehmen zur Imagepflege und zur Gewinnsteigerung missbraucht"},"content":{"rendered":"<p>Dank der Sozialgesetzgebung in Deutschland, vor allem seit Gr&uuml;ndung der Bundesrepublik schien das Problem der Armut in Deutschland lange Zeit weitgehend &uuml;berwunden zu sein. Aber aufgrund der &bdquo;Reformen&ldquo; seit den 80er Jahren und versch&auml;rft seit der Jahrtausendwende f&uuml;hren Niedrigl&ouml;hne, prek&auml;re Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse, Arbeitslosigkeit, Erwerbsunf&auml;higkeit und Rentenk&uuml;rzungen millionenfach in Armut. Seit der Agenda 2010 zahlt der Staat Sozialhilfeempf&auml;ngern neben Miete und notd&uuml;rftiger Gesundheitsversorgung nur eine geringe Alimentation in H&ouml;he von derzeit 382 Euro, darin sind f&uuml;r Nahrungsmittel knapp 140 Euro enthalten. Die Zuwendung ist derart knapp gehalten, dass immer mehr Menschen in unserem Lande auf Tafeln, Suppenk&uuml;chen und Kleiderkammern angewiesen sind.<\/p><p>Zun&auml;chst als kurzzeitige Nothilfe gedacht, sind Tafeln inzwischen geradezu zu einem Konzern herangewachsen, der von Unternehmen alimentiert zu sein scheint. Die Unternehmen nutzen die positive Bewertung ihres Tafel-Engagements, um ihr soziales Image aufzubessern. Vielfach gewinnt man den Eindruck, dass eher die in der Tafelbewegung engagierten Unternehmen die Profiteure sind als die Menschen, die gesellschaftlich an den Rand gedr&auml;ngt wurden. Von <strong>Christine Wicht<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nSelbst eine akademische Ausbildung ist l&auml;ngst kein Garant mehr f&uuml;r eine gesicherte Existenz. Prek&auml;re Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse und das vor allem durch die Hartz-Gesetzgebung eingeleitete Lohndumping sind auf dem Vormarsch, sie haben dazu gef&uuml;hrt, dass viele Menschen in Deutschland von ihrer Arbeit nicht mehr leben k&ouml;nnen.<\/p><p>1,2 Millionen Menschen bekommen Hilfe zum Leben. Die Absenkung des Rentenniveaus hat dazu gef&uuml;hrt, dass zunehmend mehr Rentner nicht genug Geld zum Essen haben. Parallel zur Ausbreitung von Armut hat sich eine Tafellandschaft gebildet, zun&auml;chst als kurzzeitige Versorgung gedacht, haben sich die Tafeln mittlerweile als dauerhafte Institution etabliert. Ja, die Tafelbewegung ist inzwischen geradezu zu einem Konzern herangewachsen, der von Unternehmen alimentiert zu sein scheint.<\/p><p>Das Image der Wirtschaft hat in den letzten Jahren gelitten. Massenentlassungen trotz hoher Gewinne, Lohnsenkungen, Leiharbeit, befristete Arbeitsverh&auml;ltnisse, bei exorbitanten Managergeh&auml;ltern und millionenschweren Abfindungen, Korruptionsskandale oder das Ausnutzen von Steuerschlupfl&ouml;chern haben das Ansehen der Wirtschaft in der &Ouml;ffentlichkeit gesch&auml;digt. Das Engagement bei den Tafeln ist f&uuml;r viele Unternehmen eine Chance ohne gro&szlig;en Kostenaufwand ihr soziales Ansehen wieder aufzum&ouml;beln. Der Imagegewinn ist enorm.<\/p><p>Vielfach gewinnt man allerdings den Eindruck, dass eher die in der Tafelbewegung engagierten Unternehmen die Profiteure sind als die Menschen, die gesellschaftlich an den Rand gedr&auml;ngt wurden. <\/p><p><strong>Tafellandschaft<\/strong><\/p><p>Eigenen Angaben zufolge unterst&uuml;tzten die Tafeln im Jahr 2012 Woche f&uuml;r Woche rund 1,5 Millionen Menschen mit Lebensmittelspenden: die meisten &bdquo;Kunden&ldquo; der Tafeln sind Alleinerziehende, Rentner mit geringen Altersbez&uuml;gen, Arbeitslose und Geringverdiener. Knapp ein Drittel der Tafel-Nutzer waren Kinder und Jugendliche. Die Dunkelziffer der Personen, die eigentlich der Hilfe der Tafeln bed&uuml;rften, diese aber vor allem aus Gr&uuml;nden der Scham nicht nutzen, sch&auml;tzt nicht nur die Tafelbewegung weitaus h&ouml;her ein. Als vor&uuml;bergehende karitative Hilfe gedacht sind die Tafeln nun seit fast 20 Jahren in Deutschland aktiv. Ende Dezember 2012 z&auml;hlte der &bdquo;Bundesverband&ldquo; 906 Tafeln in Deutschland, 17 mehr als im Jahr zuvor. Mehr als die H&auml;lfte (59 Prozent) der Tafeln sind Projekte in Tr&auml;gerschaft der gro&szlig;en Wohlfahrtsverb&auml;nde bzw. gemeinn&uuml;tziger  Organisationen (AWO, Caritas, Diakonie, Deutsches Rotes Kreuz, Arbeitslosenverb&auml;nde, Stiftungen etc.). 41 Prozent sind eingetragene Vereine. Die Armenhilfe durch Tafeln ist gesellschaftlich anerkannt und genie&szlig;t hohes Ansehen. Die Medien loben die bundesweiten Aktionstage, auf denen sich Unternehmen f&uuml;r ihr Sponsoring feiern lassen. Gern werden auch Politiker als Gastredner zu solchen Anl&auml;ssen eingeladen. So trat dort etwa auch der ehemalige Vizekanzler und Bundesminister Franz M&uuml;ntefering auf, um &uuml;ber die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements zu referieren (<a href=\"http:\/\/www.tafel.de\/\">Jahresbericht 2012<\/a>). Gerade Franz M&uuml;ntefering, der die Agenda 2010 und die Rente mit 67 bis heute am vehementesten verteidigt. &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2006\/20\/Schreiner\">Nur wer arbeitet, soll auch essen<\/a>&ldquo;, so erkl&auml;rte er als Arbeits- und Sozialminister Hartz IV, und ausgerechnet er referiert bei der Tafelbewegung. Die auf die Tafeln Angewiesenen werden den Gastredner M&uuml;ntefering wohl nicht geh&ouml;rt haben, sie sind auch nicht dabei, wenn sich die Tafeln f&uuml;r ihre Logistik feiern. Anwesend sind vielmehr die Firmen, welche die Tafeln sozusagen pro bono und zur Demonstration ihres sozialen Engagements unterst&uuml;tzen.<\/p><p><strong>Pro bono<\/strong><\/p><p>Das bedeutet eine kostenlose Leistung zum Wohle der &Ouml;ffentlichkeit zu erbringen. Doch ganz so altruistisch ist das Engagement der Firmen, die sich bei der Tafel ins Zeug legen nicht, denn die Aktivit&auml;ten zielen vor allem darauf ab, sich einen positiven sozialen Anstrich zu geben. Das ist auch weitgehend gelungen, denn das Image der Tafeln ist &auml;u&szlig;erst positiv besetzt und wer sich f&uuml;r die Tafeln einsetzt, tut &ndash; so die allgemeine Meinung &ndash; Gutes.<\/p><p>Zu diesen Menschenfreunden geh&ouml;rt beispielsweise die Unternehmensberatung McKinsey, die den Tafeln beim Aufbau der logistischen Struktur f&uuml;r die Sammlung und Verteilung der Lebensmittel <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!39830\/\">beratend zur Seite stand<\/a>.<\/p><p>Auch Coca-Cola hat erkannt, dass es dem Marketing f&ouml;rderlich ist, wenn Mitarbeiter bei der Essensausgabe bei verschiedenen lokalen Tafeln <a href=\"http:\/\/www.cceag.de\/kundenservice\/automatenservice\/kontakt\/suedbayern\/aktivitaeten\/news7.html\">ihr soziales Engagement unter Beweis stellen<\/a>. <\/p><p>Die Metro Cash &amp; Carry, zu deren Firmengruppe Real und Galeria Kaufhof geh&ouml;ren, <a href=\"http:\/\/www.metrogroup.de\/internet\/site\/metrogroup\/node\/14105\/Lde\/index.html\">unterst&uuml;tzt seit vielen Jahren<\/a> die Arbeit der Tafelbewegung nicht nur mit Lebensmitteln, die Metro-Gruppe unterst&uuml;tzte auch finanziell den strukturellen Aufbau der Tafelbewegung.<\/p><p>Die Mercedes Benz Vertriebs GmbH f&ouml;rdert die deutschen Tafeln seit 1998, damals mit einer einmaligen Spende von 100 gebrauchten Fahrzeugen des Typs Mercedes-Benz Vito samt Service-Vertrag. Seit dem Jahr 2000 erl&auml;sst der Hersteller von Premium-Autos den Tafeln beim Kauf eines Mercedes-Benz Sprinter oder Vito einen gro&szlig;en Teil der Kosten. <\/p><p>Die ADAC-Schutzbrief Versicherungs-AG stellt den Mitglieds-Tafeln des Bundesverbands Deutsche Tafel e.V. seit Jahren einen kostenlosen Fuhrparkschutzbrief mit Pannenhilfe zur Verf&uuml;gung, die ADAC-Rechtsschutz Versicherungs-AG f&uuml;r speziell auf die Tafel zugelassene Fahrzeuge eine kostenfreie Verkehrsrechtschutzversicherung.<\/p><p>Die BC Direct Group GmbH ist ein Direktmarketingunternehmen mit den Schwerpunkten Beratung, Druck und Lettershop. Das Unternehmen druckt, verpackt und versendet Mailings f&uuml;r den Bundesverband &ndash; von der Weihnachtspost bis zum Verbandsmagazin &ldquo;Feedback&rdquo;. <\/p><p>Die Spedition Emons mit Sitz in K&ouml;ln, transportiert f&uuml;r die Tafeln kostenlos gro&szlig;e Mengen an Warenspenden durch das Bundesgebiet. <\/p><p>Greive Sozialsponsoring &amp; Marketing vermittelt den lokalen Tafeln kostenlose Fahrzeuge ihrer Wahl &ndash; finanziert durch Sponsorenwerbung. Die Fahrzeuge gehen mit der &Uuml;bergabe ins Eigentum der Tafeln &uuml;ber. <\/p><p>Die Frankfurter Werbeagentur HUNDET89 East gestaltet pro bono Plakate, Werbeanzeigen, Schilder und Urkunden f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeitsarbeit des Bundesverband Deutsche Tafel e.V. <\/p><p>Das Unternehmen INFCO stellt den Tafeln im Rahmen seines Projektes WORLDWIDE RESPONSIBILITY in einem Kreislaufverfahren unentgeltlich Transportbeh&auml;lter f&uuml;r Obst und Gem&uuml;se (so genannte RPCs &ndash; Reusable Plastic Container) zur Verf&uuml;gung. <\/p><p>Die Hamburger Agentur Kirchhoff Consult AG unterst&uuml;tzt den Bundesverband seit Jahren bei der Erstellung &ndash; insbesondere mit dem Layout &ndash; der Verbands-Zeitschrift &ldquo;Feedback&rdquo;, beim Jahresbericht und beim Programmheft zum j&auml;hrlichen Bundestafeltreffen. <\/p><p>Der Verlag unterst&uuml;tzt den Bundesverband in Form von kostenlosen Anzeigen in den Verlags-Medien &bdquo;Lebensmittel Praxis&ldquo;, &bdquo;K&uuml;che&ldquo;, &bdquo;Convenience Shop&ldquo;. Zus&auml;tzlich kann sich der Bundesverband auf vom Verlag initiierten Branchen-Veranstaltungen kostenlos dem Fachpublikum pr&auml;sentieren. <\/p><p>Die Mitglieder der deutschen Lions Clubs sammeln seit vielen Jahren Spenden f&uuml;r die Tafeln, mit deren Hilfe unter anderem Transport-Fahrzeuge f&uuml;r die Tafeln finanziert werden. Die &ldquo;jungen Lions&rdquo;, die Leos, unterst&uuml;tzen den Bundesverband und einzelne Tafeln bei Aktionen und Veranstaltungen vor Ort.<\/p><p>Die M&uuml;nchener Anw&auml;lte M&uuml;ller-Bor&eacute; beraten den Bundesverband in Rechtsfragen zu verg&uuml;nstigten Konditionen, insbesondere zum Thema Markenrecht. <\/p><p>Die Procter &amp; Gamble Germany GmbH spendet den Tafeln regelm&auml;&szlig;ig gro&szlig;e Mengen an Waren des t&auml;glichen Bedarfs, z.B. Zahnb&uuml;rsten, Zahnpasta und andere Hygieneartikel. <\/p><p>Die Sodexo Services GmbH engagiert sich im Rahmen ihres internationalen Programms &bdquo;Stop Hunger&rdquo; seit Jahren f&uuml;r die Tafeln und unterst&uuml;tzt den Bundesverband finanziell. <\/p><p>Die Stiftunglife unterst&uuml;tzt in Kooperation mit den Lions Clubs Tafeln in ganz Deutschland beim Kauf von K&uuml;hlfahrzeugen. Jede Spende flie&szlig;t zu 100 % in das Projekt ein. Bis Januar 2012 hat die Initiative 260 Tafel-Fahrzeuge im Wert von rund 2 Millionen Euro finanziert. <\/p><p>Die Werner &amp; Mertz GmbH mit ihren Marken Tana, Erdal und Frosch unterst&uuml;tzt die Tafeln seit Sommer 2009 mit kostenfreien Schulungen in Fragen der Reinigung und Hygiene. Das Unternehmen spendet zudem Reinigungssets bzw. stellt den Tafeln seine Produkte zu Sonderkonditionen zur Verf&uuml;gung.<\/p><p>Die Mitarbeiter der Telekom AG verzichteten im Dezember 2010 auf firmeninterne Weihnachtsgeschenke. Von den damit ersparten Geldern spendete das Telekommunikations-Unternehmen 138.000 Euro an die Tafeln, die mit der Spende K&uuml;hlfahrzeuge finanzierten. <\/p><p>TNT Express ist einer der weltweit f&uuml;hrenden Anbieter von Business-to-Business-Expressdienstleistungen. F&uuml;r die Tafeln transportiert das Unternehmen seit Herbst 2010 kostenlos Warenspenden-Paletten &ndash; inzwischen von drei Standorten aus &ndash; durch das Bundesgebiet. Das Verteilernetz soll nach und nach noch weiter ausgebaut werden. <\/p><p>Die Trefz Logistik &amp; Spedition GmbH verschickt seit 1997 vom schw&auml;bischen Schwieberdingen aus Informationsmaterial &ndash; Faltbl&auml;tter, Plakate, das Magazin Feedback etc. &ndash; des Bundesverbands an s&auml;mtliche lokalen Tafeln. Im November 2007 versandte die Spedition in diesem Rahmen das 100.000ste kostenlose Paket. <\/p><p>Verg&ouml;lst Reifen und Autoservice r&auml;umt den Tafeln Rabatte auf seine Produkte und Dienstleistungen ein. Dazu z&auml;hlen Reifen, Fahrzeugreparaturen sowie ein 24-Stunden-Reifenpannen-Service f&uuml;r Nutzfahrzeuge. <\/p><p>Die Viessmann K&auml;ltetechnik AG bietet den Tafeln <a href=\"http:\/\/www.tafel.de\/de\/foerderer\/spender-sponsoren\/spenderliste.html#c863\">Sonderkonditionen bei Lieferung und Montage von K&uuml;hl- und Gefrierzellen<\/a>.<\/p><p>Viele andere &bdquo;Sponsoren&ldquo; w&auml;ren noch zu nennen. <\/p><p><strong>Soziales Engagement als unternehmerisches Kalk&uuml;l<\/strong><\/p><p>Was in der Gesellschaft als selbstlos und mitf&uuml;hlend wahrgenommen wird ist, ist allerdings in den meisten F&auml;llen unternehmerisch wohl kalkuliert. Kaum ein Wirtschaftsunternehmen verschenkt etwas, der Einsatz ist meist erheblich geringer als er scheint. Gegenzurechnen sind vor allem die Marketingeffekte und der Reputationsgewinn. Presseberichte &uuml;ber Tafelaktionen liefern kostenlose Werbung, nach dem Motto &bdquo;Tue Gutes und rede dar&uuml;ber&ldquo;. Aber neben diesem werblichen Nutzen gibt es auch ganz handfeste betriebswirtschaftliche Gewinne. Tafelspenden sind steuerlich absetzbar, Lebensmittelspenden sparen zudem oft Entsorgungsgeb&uuml;hren. <\/p><p>Aus der Armenhilfe ist ein Gesch&auml;ft geworden. Beispielsweise treten K&uuml;nstler auf Benefizveranstaltungen auf, doch die Halle, die Security, das Catering, die Werbeagenturen etc. arbeiten nicht etwa umsonst, nur der oder die K&uuml;nstler treten unentgeltlich auf. Ein Gro&szlig;teil der Einnahmen wandert in die Taschen der Veranstalter. Wohlt&auml;tigkeit ist gut f&uuml;r das Image, sie f&uuml;llt Hallen. Die zahlenden Besucher haben das Gef&uuml;hl mit ihrer (teilweise teuren) Eintrittskarte ein gutes Werk zu tun. F&uuml;r viele Firmen ist das soziale Engagement inzwischen ein wichtiges Aush&auml;ngeschild. <\/p><p>So schicken einige Firmen ihre Angestellten zu einem Aktionstag zur Tafel, sie sollen dort f&uuml;r einen Tag Essen austeilen. Die Firma wirbt dann (auf Kosten der Mitarbeiter) mit einem &bdquo;Social day&ldquo;. Solche Aktionen gleiten oftmals geradezu in eine Art Armutstourismus ab: etablierte B&uuml;rger machen mal einen Ausflug in die Parallelgesellschaft der Bed&uuml;rftigen.<\/p><p>Auch Discounter haben erkannt, dass sie mit der Tafel ihr Ansehen aufwerten und dabei sogar noch den Umsatz steigern k&ouml;nnen. Auf breiter Basis gibt es eine Zusammenarbeit zwischen gemeinn&uuml;tzigen Organisationen und solchen Unternehmen. <\/p><p>Der Netto-Markendiscounter z&auml;hlt sich zu den wichtigsten F&ouml;rderern der bundesweiten Tafeln. Hehre Worte &uuml;ber gesellschaftliche Verantwortung sind auf der Netto-Website zu lesen und nat&uuml;rlich, dass der Discounter Bed&uuml;rftige bundesweit mit Lebensmitteln versorgt. Kunden werden mit der &bdquo;Kaufe-ein-Teil-mehr-Aktion&ldquo; angehalten, ein Teil mehr f&uuml;r Bed&uuml;rftige zu kaufen. Mit der Aktion &bdquo;Kaufen, Sparen und Gutes tun&ldquo; sollen Netto-Kunden angereizt werden, gleich zwei Artikel von Unilever kaufen konnten, <a href=\"https:\/\/www.netto-online.de\/Die-Tafeln.chtm\">30 Cent des Kaufpreises erh&auml;lt die Tafel<\/a>. Dass der Discounter damit seinen Umsatz erh&ouml;ht, ist eine willkommene Begleiterscheinung. Die Spende kommt allerdings nur von den Kunden, aber Netto profitiert werblich davon, dadurch dass die Presse lobend von der Aktion berichtet.<\/p><p>Der Bundesverband Deutsche Tafel e. V. konnte im letzten Jahr auf Geldspenden in H&ouml;he von rund 2,3 Millionen Euro zur&uuml;ckgreifen. Allein rund 1,5 Millionen Euro, stammen aus den Erl&ouml;sen des Lidl-Pfandspenden-Projektes, bei dem die Kunden des Discounters ihr Flaschenpfand an die Tafeln spenden. Lidl dr&uuml;ckt Arbeits-, Sozial- und Umweltstandards in aller Welt und <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/archive\/lidl\/www.attac.de\/lidl-kampagne\/indexd5b4.html?id=107\">beutet auch die eigenen Besch&auml;ftigten aus<\/a>. Die in die Kritik geratenen Besch&auml;ftigungsbedingungen, die Behandlung der Mitarbeiter\/innen und die (bis vor kurzem bezahlten) Niedrigl&ouml;hne scheinen den Tafelbetreibern nicht so wichtig zu sein. Was sich als karitative Aktion darstellt, ist eher ein Lockmittel f&uuml;r ein bestimmtes K&auml;ufersegment auf das der Discounter abzielt. Es sind doch gerade Discounter wie Lidl, die von den &Auml;rmeren und Armen profitieren wollen. Wachsende Armut treibt den Discountern doch immer mehr Kunden zu.<\/p><p>Nicht nur Lidl sondern auch Aldi S&uuml;d, Combi-Markt, Edeka, Extra-Baumarkt, die zur B&uuml;nting-Gruppe geh&ouml;rende Famila-Warenmarktkette, Globus-SB-Warenh&auml;user, Kaufland, Marktkauf geh&ouml;ren zu den regelm&auml;&szlig;igen Unterst&uuml;tzern der Tafeln, <a href=\"http:\/\/www.tafel.de\/spenden-helfen\/geld-spenden\/pfandspende-nutzen.html\">auch der Baumarkt toom spendet Flaschenpfand<\/a>.<\/p><p>Als Lebensmittelhersteller spenden die Maggi GmbH und Wagner Tiefk&uuml;hlprodukte GmbH regelm&auml;&szlig;ig gro&szlig;e Mengen ihrer Produkte an die Tafeln. Ebenso stellt der Konzern Kraft Foods den Tafeln regelm&auml;&szlig;ig Marken-Lebensmittel, z.B. Frischk&auml;se, Nudeln und Kaffee, zur Verf&uuml;gung. Auch REWE, Netto, Kaiser&rsquo;s und Penny haben &auml;hnliche Kampagnen zur Profilierung und Umsatzsteigerung gestartet, in welchen Kunden Wechselgeld oder gleich ein Produkt der Hausmarke direkt an Bed&uuml;rftige spenden kann. <\/p><p>Der Fahrzeugfonds, mit dem der Bundesverband die Tafeln bei der Anschaffung von Transportern unterst&uuml;tzt, wurde von der NRW-Bank mit 20.000 Euro erg&auml;nzt. Viele Speditionen transportieren Sachspenden f&uuml;r die Tafeln zu verg&uuml;nstigten Konditionen, manche auch kostenfrei. Bundesweit sind rund 5.000 Tafel-Fahrzeuge, nebenbei als Werbetr&auml;ger, im Einsatz.<\/p><p>Die Tafeln greifen auf ca. 50 000 ehrenamtliche Helfer zur&uuml;ck. Viele arbeiten &ndash; wohl gemerkt umsonst &ndash; nicht selten 40 Stunden und mehr in der Woche, darunter sehr viele Frauen. Au&szlig;erdem stellt der Bundesfreiwilligendienst den Tafeln insgesamt 5.000 Arbeitsstunden zur Verf&uuml;gung. Der Dienst dauert mindestens sechs, h&ouml;chstens 18 Monate und steht Frauen und M&auml;nnern ab 16 Jahren offen. Auch Rentner, Arbeitslose und Teilzeitkr&auml;fte k&ouml;nnen den BFD ableisten. Die Bundesfreiwilligen erhalten f&uuml;r ihr Engagement ein &bdquo;Taschengeld&ldquo; von bis zu 330 Euro. F&uuml;r den Staat ist es nat&uuml;rlich g&uuml;nstiger Bundesfreiwillige zu rekrutieren, statt die Sozialhilfe zu erh&ouml;hen oder die Armut zu bek&auml;mpfen.<\/p><p>Der zur Bertelsmann-Gruppe geh&ouml;rende TV-Senders Super RTL hat im letzten Jahr 12. 000 Euro Spielzeug-Pakete f&uuml;r die Tafeln gesammelt.In der Vorweihnachtszeit hat der Sender zum f&uuml;nften Mal unter dem Aktionstitel &bdquo;Kinder helfen Kindern&ldquo; gebrauchtes, gut erhaltenes Spielzeug f&uuml;r bed&uuml;rftige Kinder zusammengetragen (<a href=\"http:\/\/www.tafel.de\/fileadmin\/pdf\/Publikationen\/Tafeln_JB12_online.pdf\">Jahresbericht 2012 [PDF &ndash; 9.8 MB]<\/a>) und hat damit viele Stunden Sendezeit quotentr&auml;chtig gef&uuml;llt.<\/p><p><strong>Es geht um die Herstellung einer Win-Win-Situation<\/strong><\/p><p>Die Bertelsmann-Stiftung, die sich die F&ouml;rderung des ehrenamtlichen Engagements auf die Fahne geschrieben hat, schreibt in einem Leitfaden mit dem Titel <a href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/bst\/de\/media\/xcms_bst_dms_27379_27380_2.pdf\">&bdquo;An einem Strang ziehen&ldquo; &ndash; Gemeinn&uuml;tzige Kooperationen mit Wirtschaftsunternehmen [PDF &ndash; 341 KB]<\/a>:<\/p><blockquote><p><em>&hellip;dass es allerdings darauf ankommt, dass alle Beteiligten von der Kooperation profitieren: die Gemeinn&uuml;tzigen, die Unternehmen und nat&uuml;rlich die Nutznie&szlig;er, also im Falle der Tafel die Menschen.<\/em><\/p><\/blockquote><p>Dieser Leitfaden richtet sich an Stiftungen und andere gemeinn&uuml;tzige Organisationen, die die Wirkung ihrer Projekte durch Zusammenarbeit mit Wirtschaftsunternehmen erh&ouml;hen wollen. Des Weiteren richtet sich der Leitfaden an Unternehmensstiftungen, die Orientierung bei der Gratwanderung zwischen Gemeinn&uuml;tzigkeit und Wirtschaftlichkeit suchen und an Unternehmen, die damit beauftragt sind, die gemeinn&uuml;tzigen Aktivit&auml;ten des Unternehmens zu planen und umzusetzen. <\/p><p>Weiter hei&szlig;t es in dem Leitfaden:<\/p><blockquote><p><em>&hellip;Viele gemeinn&uuml;tzige Organisationen erkennen, dass ihnen die Wirtschaft wichtige Impulse geben kann. Viele Ans&auml;tze und Methoden der Unternehmensf&uuml;hrung werden mittlerweile auf gemeinn&uuml;tzige Organisationen &uuml;bertragen, die oft selbst zu Unternehmern werden und wirtschaftliche Zweckbetriebe aufbauen. Die sich verwischenden Grenzen zwischen den Sektoren sind zeitgem&auml;&szlig;. Sie entsprechen der Erkenntnis, dass sich heute kaum noch ein soziales oder kulturelles Problem in unserer komplexen Gesellschaft im Alleingang l&ouml;sen l&auml;sst. Dies gilt insbesondere f&uuml;r grenz&uuml;berschreitende Fragen wie Umwelt, Klimawandel oder Hunger. Aber auch viele Probleme auf der lokalen Ebene k&ouml;nnen nur dauerhaft gel&ouml;st werden, wenn die verschiedenen Akteure innerhalb einer Gemeinde an einem Strang ziehen&hellip;<\/em><\/p><\/blockquote><p>Diese Aussagen zeigen deutlich, dass es bei diesem zivilgesellschaftlichen Engagement um die Herstellung einer sog. Win-Win-Situation geht. <\/p><p><strong>Hauptgewinner sind die Spender<\/strong><\/p><p>Es wurde ein neuer Markt geschaffen, der inzwischen pr&auml;chtig floriert. Die Tafelnutzer sind zwar auch Gewinner dieser &bdquo;Kooperation&ldquo;, die Hauptgewinner sind aber eher die selbsternannten &bdquo;Spender&ldquo;. <\/p><p>Der Begriff <em>zivilgesellschaftliches Engagement<\/em> wird inzwischen geradezu inflation&auml;r gebraucht. Er wird mit Kampagnen und Veranstaltungen positiv besetzt (z.B. Social day, Ehrenamtmessen). Die B&uuml;rger sollen sich in ihrer Freizeit unentgeltlich engagieren, um dadurch den R&uuml;ckzug des Sozialstaates zu &uuml;berdecken. Ganz im Sinne von Peter Sloterdijks &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/kapitalismus\/die-zukunft-des-kapitalismus-8-die-revolution-der-gebenden-hand-1812362.html\">Revolution der gebenden Hand<\/a>&ldquo; sollen Verm&ouml;gende und Unternehmen (steuerlich) entpflichtet werden und sich nach eigenem Gutd&uuml;nken freiwillig  selbstverpflichtend sozial engagieren. So findet eine Verschiebung von ehemals staatlichen Aufgaben hin zu privaten Initiativen statt, um beim Staat Personalkosten einzusparen und die &ouml;ffentlichen Haushalte zu entlasten. <\/p><p>Der verstorbene Bertelsmann-Konzernpatriarch Reinhard Mohn, dessen Bertelsmann-Stiftung im &Uuml;brigen <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4212\">ma&szlig;geblich an der Agenda 2010 beteiligt war<\/a>, sieht in seinem Buch &bdquo;Menschlichkeit gewinnt&ldquo;, die &bdquo;B&uuml;rgergesellschaft&ldquo; als Ausweg aus der Situation in der sich nach seiner Meinung der Staat befindet: mit seinem riesigen Heer an Angestellten sei er v&ouml;llig damit &uuml;berfordert, die ihm zugewiesenen Aufgaben zu bew&auml;ltigen (S. 110). Mohn sieht den gesellschaftspolitischen Einsatz als unentgeltliche Variante f&uuml;r staatliche Leistungen, wer anders denkt, wird von Mohn aufgekl&auml;rt: &bdquo;Eine Bezahlung f&uuml;r ihren Einsatz stellt eine Gewohnheit des Denkens in der Vergangenheit dar&ldquo; (S. 111).<\/p><p>Es wird inzwischen f&uuml;r alles M&ouml;gliche gesammelt, aktuell f&uuml;r Flutopfer, an Schulen werden Staffell&auml;ufe f&uuml;r einen guten Zweck veranstaltet. Sch&uuml;ler k&ouml;nnen auf diese Weise auf ehrenamtliche Leistungen trainiert werden. In glamour&ouml;sen Fernsehshows, in Zeitungen, Radiosendern, insbesondere um Weihnachten, wird f&uuml;r soziale Zwecke gesammelt was das Zeug h&auml;lt. Spender lassen sich feiern, es werden regelrechte Spenderwettbewerbe inszeniert. <\/p><p><strong>Die wichtigste Aufgabe der Tafelbewegung m&uuml;sste sein, sich selbst wieder abzuschaffen<\/strong><\/p><p>Nichts gegen ehrenamtliches Engagement, aber wenn damit die Debatte in den Hintergrund gedr&auml;ngt wird, was politisch ge&auml;ndert werden m&uuml;sste, damit z.B. <a href=\"https:\/\/www.verdi.de\/themen\/wirtschaft-finanzen\/++co++6533f540-fc15-11e1-751e-0019b9e321cb\">auch durch Um(fair)teilung<\/a> genug f&uuml;r alle Menschen und deren elementare Lebensbed&uuml;rfnisse zur Verf&uuml;gung steht, dann ist das ein b&ouml;ses Ablenkungsman&ouml;ver auf Kosten der Benachteiligten in dieser Gesellschaft. <\/p><p>Auch bei der Tafelbewegung geht es l&auml;ngst nicht mehr nur um soziales Engagement, es geht darum, dass Armut zum Gesch&auml;ft gemacht wird. Zur Glaubw&uuml;rdigkeit der Tafelbewegung m&uuml;sste es geh&ouml;ren, dass gerade eine Organisation, die t&auml;glich mit Hunger und Not von Menschen konfrontiert ist, sich lautstark und genauso engagiert, wie sie die Einwerbung von Spenden betreibt, sich daf&uuml;r einsetzt, dass Armut auf der politischen Ebene bek&auml;mpft wird, statt einfach hinzunehmen, dass sich die Armut in der Gesellschaft verfestigt. Und daraus noch eine Erfolgsgeschichte f&uuml;r die eigene Institution macht.<\/p><p>H&auml;ufig wird damit argumentiert, dass die Lebensmittel ohne Tafel auf dem M&uuml;ll landen w&uuml;rden, deshalb seien die Tafeln eine sinnvolle Einrichtung. Es wird dabei jedoch h&ouml;chst selten darauf hingewiesen, welche &bdquo;Reformen&ldquo; zur zunehmenden Armut beigetragen haben, die die Tafelbewegung von einer Nothilfeeinrichtung erst zu einem dauerhaften Konzern anwachsen lie&szlig;en. Es wird in den Hintergrund gedr&auml;ngt, dass gerade auch  Firmen, die heute die Tafeln unterst&uuml;tzen, durch ihre politische Einflussnahme, aber vor allem durch ma&szlig;loses Gewinnstreben und die Einf&uuml;hrung von Gesch&auml;ftsmodellen, die auf Armutsl&ouml;hnen basieren, und dar&uuml;ber hinaus durch die Ausnutzung von Steuerschlupfl&ouml;chern auch ihren Teil zur Ausbreitung von Armut in Deutschland beigetragen haben. <\/p><p>Die Tafelbewegung wird erst dann wieder zu einer karitativen Einrichtung die in einzelnen Notf&auml;llen hilft, wenn die Menschen in Arbeit kommen und vor allem auch wieder von ihrer Arbeit und damit auch von ihrer Rente leben k&ouml;nnen, wenn sie grunds&auml;tzlich eine staatliche Absicherung f&uuml;r unverschuldete Not haben. Aber daf&uuml;r m&uuml;ssten die Firmen L&ouml;hne und Geh&auml;lter zahlen, die vor Armut trotz Arbeit und vor Altersarmut sch&uuml;tzen, und eben nicht nur spenden, in der Erwartung, dass damit ihre Lohnpolitik und die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen mit einem sozialen Anstrich &uuml;berdeckt wird.<\/p><p>So paradox es erscheinen mag: Die wichtigste Aufgabe der Tafelbewegung m&uuml;sste sein, sich selbst wieder abzuschaffen. Aber dazu ist das Beharrungsverm&ouml;gen, auch von urspr&uuml;nglich informellen Institutionen wohl zu gro&szlig;. So wurde ein sozialer Skandal zu einem Erfolgsmodell.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dank der Sozialgesetzgebung in Deutschland, vor allem seit Gr&uuml;ndung der Bundesrepublik schien das Problem der Armut in Deutschland lange Zeit weitgehend &uuml;berwunden zu sein. Aber aufgrund der &bdquo;Reformen&ldquo; seit den 80er Jahren und versch&auml;rft seit der Jahrtausendwende f&uuml;hren Niedrigl&ouml;hne, prek&auml;re Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse, Arbeitslosigkeit, Erwerbsunf&auml;higkeit und Rentenk&uuml;rzungen millionenfach in Armut. Seit der Agenda 2010 zahlt der Staat<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18264\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[140,85,145,132],"tags":[1406,308,275,288,312,636],"class_list":["post-18264","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hartz-gesetze-buergergeld-grundsicherung","category-pr","category-sozialstaat","category-ungleichheit-armut-reichtum","tag-charity","tag-existenzminimum","tag-mckinsey","tag-prekaere-beschaeftigung","tag-reformpolitik","tag-tafeln"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18264","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=18264"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18264\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18266,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18264\/revisions\/18266"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=18264"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=18264"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=18264"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}