{"id":18271,"date":"2013-08-13T09:03:58","date_gmt":"2013-08-13T07:03:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18271"},"modified":"2015-11-09T13:16:37","modified_gmt":"2015-11-09T12:16:37","slug":"hinweise-des-tages-1942","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18271","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18271#h01\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18271#h02\">Harald Schumann: Landgrabbing in Deutschland &ndash; Kaufen Spekulanten den Osten auf?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18271#h03\">#Konsumlust<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18271#h04\">Mehr als 300 Millionen Euro f&uuml;r Porsche und Piech<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18271#h05\">Milliard&auml;re in Blue Jeans<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18271#h06\">Griechenland schafft milliardenschweren Prim&auml;r&uuml;berschuss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18271#h07\">Mehrheit der Deutschen hat Angst vor sozialer Kluft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18271#h08\">Paul Krugman &ndash; Milton Friedman, Unperson<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18271#h09\">Schienenlotsen bei der Bahn: Ausgelaugt und w&uuml;tend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18271#h10\">Niedrigl&ouml;hner &ndash; Wer meckert, putzt die Klos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18271#h11\">Demographie &ndash; Sozialabbau mit Hokuspokus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18271#h12\">Musterland Bayern &ndash; Modell f&uuml;r Deutschland?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18271#h13\">G&uuml;nther Wallraff &ndash; Im Gedenken an August Bebel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18271#h14\">Die Piraten machen ja nichts zu #PRISM und #Tempora<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18271#h15\">Warum Bildungspolitik nicht die bessere Sozialpolitik ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18271#h16\">Zwischent&ouml;ne mit Arno Gahrmann<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18271&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Auf dem Weg zum &raquo;tiefen Staat&laquo;?<\/strong><br>\nDass die repr&auml;sentative, die wohlfahrtsstaatlich-parlamentarische Demokratie ihre besten Zeiten hinter sich hat und dank Globalisierung und Neoliberalismus auch in den Staaten des Westens zunehmend durch ein Regime der &bdquo;Postdemokratie&ldquo; ersetzt wird, ist seit den Analysen von Colin Crouch und Wolfgang Streeck kaum noch bestreitbar.<br>\nParallel dazu werden nun aber offenbar seit Jahren w&auml;hrende, bewusst betriebene Strategien bekannt, auch Rechtsstaatlichkeit und Rechtssicherheit auszuh&ouml;hlen. Dabei geht es &ndash; ganz altmodisch &ndash; um die m&ouml;glichst geheim gehaltene Institutionalisierung eines &bdquo;Ausnahmezustandes&ldquo;, der die Sicherheitsbeh&ouml;rden der Bundesrepublik zum Souver&auml;n jedenfalls &uuml;ber die Sicherheit macht &ndash; vorbei an Parlament und Regierung. Speziell der rechtskonservative Bundesinnenminister, Hans-Peter Friedrich, m&ouml;chte &uuml;ber den Weg einer neuen Sicherheitsarchitektur &ndash; und gegen das Parlament und seinen Aufkl&auml;rungsanspruch &ndash; die Parallelwelt des Bundesamts und seiner Geheimstrukturen st&auml;rken. Dabei wird die wesentliche Mitschuld gerade dieser Institutionen am Sicherheitsversagen im Fall des NSU derzeit immer klarer. Offenbar will Friedrich damit einen autorit&auml;ren Backlash in undemokratische Zeiten proben. Zumindest in Ans&auml;tzen existiert auch in diesem Land also das, weswegen &ndash; unter anderem &ndash; der T&uuml;rkei die Aufnahme in die EU verweigert wird: ein &bdquo;tiefer Staat&ldquo; der Geheimdienste.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2013\/august\/auf-dem-weg-zum-%C2%BBtiefen-staat%C2%AB\">Bl&auml;tter<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Albtraum Sicherheit&rdquo;<\/strong><br>\nDie Dokumentarfilmerin Marita Neher besch&auml;ftigt sich seit Langem mit Sicherheitspolitik. In ihrem Film &ldquo;Freiheit oder Sicherheit&rdquo; aus dem Jahr 2011 hat sie Antiterrorma&szlig;nahmen nach 9\/11 zusammenfasst. Ihre Recherchen hat sie nun aktualisiert und in einem Buch ver&ouml;ffentlicht.<br>\nH&ouml;hepunkte des Buches sind die Interviews mit B&uuml;rgern, die Opfer der staatlichen Hatz auf vermeintliche Terroristen wurden. Wie zum Beispiel die beiden Studenten Rizwaan Sabir und sein Freund Hicham Yeeza. Sabir studierte an der Universit&auml;t von Nottingham in Gro&szlig;britannien und forschte dort unter anderem &uuml;ber Terroristen. F&uuml;r seine Dissertation &uuml;ber deren milit&auml;rische Taktiken lud er von der Internetseite des amerikanischen Justizministeriums das offen zug&auml;ngliche Handbuch der Al-Kaida herunter und schickte es in Kopie auch an seinen Freund Hicham. Daraufhin wurden beide verd&auml;chtigt, einen Terroranschlag vorzubereiten, und 2008 von den englischen Beh&ouml;rden verhaftet. Die Verfahren gegen sie wurden bald wieder eingestellt. Der Engl&auml;nder Sabir kam mit sechs Tagen Untersuchungshaft davon. Yeeza hingegen blieb ein halbes Jahr in Haft, die Polizei versuchte, ihn in sein Geburtsland Algerien abzuschieben. Nach einem zweij&auml;hrigen Rechtsstreit mussten die Beh&ouml;rden schlie&szlig;lich nachgeben, Yeeza darf in Gro&szlig;britannien bleiben.<br>\nDass (&hellip;) auch Unschuldige ins Netz der Anti-Terror-Fahnder geraten k&ouml;nnen, erscheint nahezu unvermeidlich, als ein wom&ouml;glich notwendiges &Uuml;bel, denn &ldquo;wo gehobelt wird&rdquo;, fallen bekanntlich Sp&auml;ne. Da die allermeisten Menschen keinerlei Terrorpl&auml;ne hegen und entsprechend davon ausgehen, dass man sie dessen auch nicht verd&auml;chtigen wird, glauben sie, vor falschen Anschuldigungen gefeit zu sein &ndash; nach dem Motto: &ldquo;Wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu bef&uuml;rchten.&rdquo; Aber das kann sich schnell als verh&auml;ngnisvoller Irrtum erweisen.<br>\nMarita Neher: &ldquo;Albtraum Sicherheit. Interessen und Gesch&auml;fte hinter der Sicherheitspolitik&rdquo;<br>\nS. Fischer Verlag, 240 Seiten, 14,99 Euro<br>\nISBN: 978-3-100-53705-8<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/andruck\/2204404\/\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Harald Schumann: Landgrabbing in Deutschland &ndash; Kaufen Spekulanten den Osten auf?<\/strong><br>\nKonzerne, Kapitalanleger und der westdeutsche Geldadel kaufen sich im gro&szlig;en Stil in die ostdeutsche Landwirtschaft ein und verdr&auml;ngen die eingesessenen Betriebe. Die Politik f&ouml;rdert das Gesch&auml;ft mit Milliardensubventionen. [&hellip;]<br>\nKonzerne und Investoren in der Mark Brandenburg? Beinharter Wettbewerb um Boden und Pachtpreise? Das hat so gar nichts mit dem zu tun, was sich St&auml;dter unter Landwirtschaft vorstellen. Doch die Sorgen der passionierten B&auml;uerin sind berechtigt. Kaum bemerkt von den Verbrauchern erf&auml;hrt die ostdeutsche Landwirtschaft einen radikalen Wandel. Gro&szlig;unternehmen und Kapitalanleger &uuml;bernehmen eine immer gr&ouml;&szlig;ere Zahl von Landwirtschaftsbetrieben samt den zugeh&ouml;rigen L&auml;ndereien. Und von der Ostsee bis nach Th&uuml;ringen klagen Landwirte &uuml;ber steigende Bodenpreise und unlauteren Wettbewerb.<br>\nMotor f&uuml;r diese Entwicklung ist die Finanzkrise. Weil der Kapitalmarkt kaum noch sichere Anlagen bietet, gilt Ackerland als begehrtes Investment. Darum findet der weltweite Einstieg des gro&szlig;en Kapitals in die Agrarproduktion, den Afrikas Bauern als Landraub (&bdquo;Landgrabbing&ldquo;) anprangern, auch in Europa statt und ganz besonders in der ostdeutschen Provinz. Zwar folgt das, anders als in vielen Entwicklungsl&auml;ndern, den Regeln des Rechtsstaats. Aber trotzdem ist das Gesch&auml;ft heftig umstritten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/landgrabbing-in-deutschland-kaufen-spekulanten-den-osten-auf\/8621948.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>#Konsumlust<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Abgeordnete der Linken entlarvt &ldquo;Besch&auml;ftigungswunder&rdquo; als Besch&auml;ftigungsmisere<\/strong><br>\nEuphemismus oder Zynismus? Die FAZ &uuml;berschrieb das, was die Bundestagsabgeordnete und arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linken, Sabine Zimmermann, mit einer Abfrage bei der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit ans Licht gebracht hat, mit: &ldquo;Arbeitsmarkt: Der Zweitjob bleibt weiter gefragt&rdquo;. Wer w&uuml;rde daraus nicht eine gewisse Attraktivit&auml;t herauslesen, einem Zweitjob nachzugehen. Das aber wird wohl kaum der Wirklichkeit gerecht.<br>\nZimmermann hat von der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit die Zahlen zur H&ouml;he und Entwicklung der Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse nach Sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten, Geringf&uuml;gig entlohnten Besch&auml;ftigten und Geringf&uuml;gig entlohnten Besch&auml;ftigten im Nebenjob abgefragt. Das Ergebnis entlarvt das viel bem&uuml;hte Besch&auml;ftigungswunder als Besch&auml;ftigungsmisere. Nicht nur haben seit 2003 die geringf&uuml;gig entlohnten Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse seit den Gesetzes&auml;nderungen durch die rot-gr&uuml;ne Bundesregierung deutlich st&auml;rker zugenommen als die sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse insgesamt; die Zahl derjenigen, die neben ihrer sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigung noch einem Nebenjob nachgehen, hat noch einmal deutlich st&auml;rker zugenommen.\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130813_01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130813_01_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Wie sehr diese Entwicklung der rot-gr&uuml;nen Gesetzgebung geschuldet ist, zeigen die j&auml;hrlichen Ver&auml;nderungen. Den gr&ouml;&szlig;ten Sprung nach oben gab es nach In-Kraft-Treten der Neuregelung der geringf&uuml;gigen Besch&auml;ftigung 2003 durch die rot-gr&uuml;ne Bundesregierung&hellip;<br>\nDass die Misere weiter an Brisanz gewinnt, daf&uuml;r spricht, dass die Zahl derer, die neben ihrer sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigung noch einer Nebent&auml;tigkeit nachgehen m&uuml;ssen, die st&auml;rkste Steigerungsrate aufweist. Der Anteil derer, die neben ihrer sozialversicherungspflichtigen T&auml;tigkeit noch einen Nebenjob aus&uuml;ben, ist so bis zuletzt weiter gestiegen. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130813_02.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/130813_02_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/08\/zusatzeinkommenzweitjobbeschaftigungsverhaltnisse-abgeordnete-der-linken-entlarvt-beschaftigungswunder-als-beschaftigungsmisere\/#sthash.lRD30GVy.dpuf\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Konsumlust als Grund f&uuml;r Zweitjob?<\/strong><br>\nDer Anteil der Besch&auml;ftigten mit Zweitjob hat sich demnach innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt. Die Mitarbeiter des Arbeitsministeriums von Ursula von der Leyen (CDU) sind jedoch der Meinung, dass die Menschen nicht unbedingt aus Not einen zweiten Job haben. Es k&ouml;nne ja auch eine &ldquo;gestiegene Konsumlust&rdquo; der Grund daf&uuml;r sein. Doch dann gibt es da noch eine aktuelle Umfrage des Statistischen Bundesamtes.<br>\nDemnach kann sich jeder vierte deutsche Haushalt derzeit keinen Urlaub leisten. Wie passen diese Aussagen zusammen? Ist es &uuml;berhaupt denkbar, dass die Arbeitsministerin zugibt, dass 2,7 Millionen Menschen einen zweiten Job dringend brauchen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/detektor.fm\/politik\/konsumlust-als-grund-fuer-zweitjob-fast-27-millionen-haben-zwei-jobs\/\">detektor.fm<\/a><\/li>\n<li><strong>Jeder Elfte hat einen Zweitjob<\/strong><br>\nImmer mehr Arbeitnehmer in Deutschland verdienen sich mit einem Zweitjob ein steuerfreies Zubrot zu ihrem Hauptberuf &ndash; vor allem im Einzelhandel und der Gastronomie sind die Nebenjobs zu finden. An der Supermarktkasse, als Regaleinr&auml;umer oder auch als Kellner verdienen sich die meisten etwas zu ihrem sozialversicherungspflichtigen Job hinzu. Ende 2012 besserten knapp 2,66 Millionen Besch&auml;ftigte ihr Einkommen mit einem Minijob auf. Das waren rund 59.300 oder 2,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor &ndash; und ein neuer Rekord. Jeder Elfte aller 29,14 Millionen in Deutschland sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten hat damit einen Nebenjob.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print\/die_welt\/wirtschaft\/article118954786\/Jeder-Elfte-hat-einen-Zweitjob.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser H.H.:<\/strong> Die &ldquo;Experten&rdquo; der &ldquo;Welt&rdquo; k&ouml;nnen sich nat&uuml;rlich nicht vorstellen, dass die Zunahme von Zweitjobs evtl. mit dem nicht ausreichenden Lohn- und Gehaltsniveau zusammen h&auml;ngt. Da fabuliert man dann gerne auch von einer Zunahme der Konsumlust, wenngleich es auch daf&uuml;r nat&uuml;rlich keine belastbaren Zahlen gibt. Weniger zur&uuml;ckhaltend war man in dieser Beziehung gesten Abend bei den RTL-Nachrichten um 18.45 Uhr. Da wurde die Zunahme der Konsumlaune schon als Tatsache verkauft. Auch so kann man wunderbar manipulieren.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Mehr als 300 Millionen Euro f&uuml;r Porsche und Piech<\/strong><br>\nUnter Deutschlands Unternehmerfamilien haben in diesem Jahr die Porsches und die Piechs offenbar die h&ouml;chsten Dividenden kassiert. Nach Berechnungen der &bdquo;Wirtschaftswoche&ldquo; seien insgesamt 301 Millionen Euro an die beiden Familien ausgesch&uuml;ttet worden, die &uuml;ber ihre Porsche Automobil Holding knapp ein Drittel aller Volkswagen-Aktien halten.<br>\nDie Einnahmen seien zweieinhalb Mal so hoch wie im Vorjahr. Die Porsches und Piechs h&auml;tten damit die Familie Merck &uuml;berholt, die in diesem Jahr 2013 von ihrem gleichnamigen Pharmakonzern Dividenden in H&ouml;he von 295 Millionen Euro erhalten habe.<br>\nAuf den R&auml;ngen drei bis f&uuml;nf folgen der Erhebung zufolge Mitglieder der BMW -Eigent&uuml;merfamilie Quandt. Die Beteiligung an dem Autohersteller habe Stefan Quandt 262 Millionen Euro gebracht und Johanna Quandt 251 Millionen. Susanne Klatten habe 248 Millionen Euro aus Aussch&uuml;ttungen von BMW, Altana und SGL Carbon bekommen.<br>\nLaut dem Magazin kommen sieben weitere Privataktion&auml;re in Deutschland auf Dividendeneinnahmen von mehr als 100 Millionen Euro. Genannt werden der Spediteur Klaus-Michael K&uuml;hne (194 Millionen Euro), die &ndash; an dem Schweizer Personalvermittler Adecco und dem Schokoladenhersteller Barry Callebaut beteiligte &ndash; Kaffeer&ouml;sterfamilie Jacobs (187 Millionen), die Familie Siemens (159 Millionen), die Familie Henkel (130 Millionen) und SAP -Gr&uuml;nder Hasso Plattner (103 Millionen).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/menschen-wirtschaft\/spitzenverdiener-mehr-als-300-millionen-euro-fuer-porsche-und-piech-12495458.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wer sich schon immer gefragt hat wer hinter den Kulissen die Politik bestimmt. Hier zumindest eine m&ouml;gliche Antwort. Und ausgesch&uuml;ttete Dividende ist v&ouml;llig leistungsloses Einkommen und wird hier mit 25 Prozent pauschal besteuert.<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Die Dividendenk&ouml;nige unter den Unternehmer-Clans<\/strong><br>\n2013 brachte vielen Gro&szlig;aktion&auml;ren Rekordeinnahmen. Wie viel Geld die Clans aus ihren Beteiligungen ziehen und verlieren, wie sie trickreich Gewinne tarnen und wie die Aussch&uuml;ttungsperspektiven der 30 Dax-Konzerne sind.<br>\nDie Kuponkaiser Merck, Quandt und Pi&euml;ch-Porsche sind mit ihren Rekordergebnissen in guter Gesellschaft. Laut einer Studie des Anlegerschutzverbandes DSW sch&uuml;tten die knapp 700 untersuchten b&ouml;rsennotierten Unternehmen nach der aktuellen Hauptversammlungssaison 36,7 Milliarden Euro aus. Das waren 5,4 Prozent mehr als im Vorjahr und der zweith&ouml;chste Wert aller Zeiten. &bdquo;Die Summe blieb knapp unter dem Rekordjahr 2008&ldquo;, sagt Studienautor Eric Fr&egrave;re, Professor an der privaten Fernuniversit&auml;t FOM.<br>\nDie DSW-Studie erfasst freilich nur einen Teil des rentablen Regens auf deutsche Investoren. Das Gros meidet meldepflichtige Anteile an gelisteten Unternehmen und bevorzugt Diskretion wie die Eigent&uuml;mer von Handelsriesen wie Aldi oder Lidl. Die beiden Discounter verteilen selbst gesch&auml;tzt jeweils gut 62 Milliarden Euro Umsatz so geschickt auf mehrere Dutzend kleine Gesellschaften, dass auch Branchenexperten den Gewinn und erst recht die Aussch&uuml;ttung an die Familien kaum sch&auml;tzen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/boerse\/stille-geldschwemme-knapp-unter-dem-rekordjahr-2008\/8616428-2.html\">Wirtschafts Woche<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Milliard&auml;re in Blue Jeans<\/strong><br>\nChrystia Freeland kennt die Welt der Globalmilliard&auml;re: Zwei Jahrzehnte lang hat sie die neuen Supereliten begleitet und erforscht<br>\nPittsburgh war einer der Schmelztiegel von Amerikas vergoldetem Zeitalter. Als die industrielle Revolution hier Fu&szlig; fasste, war Andrew Carnegie &uuml;ber den Gegensatz &ldquo;zwischen dem Palast des Million&auml;rs und der H&uuml;tte des Arbeiters&rdquo; erstaunt. Menschen hatten nie in so frappant unterschiedlichen materiellen Verh&auml;ltnissen gelebt, glaubte er, und das Ergebnis waren &ldquo;strenge Kasten&rdquo;, die in &ldquo;gegenseitiger Unkenntnis&rdquo; und &ldquo;gegenseitigem Misstrauen&rdquo; lebten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/39\/39681\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p>Chrystia Freeland: Die Superreichen. Aufstieg und Herrschaft einer neuen globalen Geldelite<br>\nWestend Verlag, 368 Seiten, 22,99 Euro<br>\nISBN: 978-3-86489-045-1<\/p>\n<p><strong>Dazu passt: Science-Fiction-Thriller &ldquo;Elysium&rdquo;<\/strong><br>\nIm Jahre 2154 wurden die Armen auf einer &uuml;berhitzten, ausgebeuteten, &uuml;berbev&ouml;lkerten Erde ihrem Schicksal &uuml;berlassen, w&auml;hrend die Wohlhabenden und Reichen sich auf eine luxuri&ouml;se Raumstation zur&uuml;ckgezogen haben; eine Art Super-Beverly-Hills mit wei&szlig;en Villen, azurblauen Swimmingpools und einer Wunderheilmaschine. Zu diesem Elysium genannten Himmelsrad, das blass durch den Smog herunterschimmert, blicken die auf Erden Prekarisierten auf, als sei die Gated Community im All das Paradies. Ein Ticket dorthin, das w&auml;re die Erl&ouml;sung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/kino\/science-fiction-thriller-elysium-matt-damon-als-klassenkaempfer-a-914338.html\">SPON<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wie man sieht ist die gesellschaftliche Realit&auml;t nicht mehr allzu weit von der Hollywoodphantasie entfernt. Nat&uuml;rlich darf man von einem Hollywood-Schinken keine allzu tiefgreifende Gesellschaftskritik erwarten, doch kann der verwendeten Metaphorik ein gewisser Charme attestiert werden. Denn schon jetzt befinden sich 80 Prozent des weltweiten Verm&ouml;gens in H&auml;nden einer hauchd&uuml;nnen Minderheit von <a href=\"http:\/\/www.taxjustice.net\/cms\/upload\/pdf\/The_Price_of_Offshore_Revisited_Presser_120722.pdf\">0.1 Prozent an Superreichen [PDF &ndash; 799 KB]<\/a> welche mit dem Lebensumfeld der Restbev&ouml;lkerung so gut wie nichts mehr zu tun haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Griechenland schafft milliardenschweren Prim&auml;r&uuml;berschuss<\/strong><br>\nDer griechische Staat hat in der ersten Jahresh&auml;lfte einen &Uuml;berschuss in Milliardenh&ouml;he erwirtschaftet. Diese Rechnung l&auml;sst jedoch die Zinsen f&uuml;r die Kredite au&szlig;en vor &ndash; und der Schuldenberg w&auml;chst. [&hellip;]<br>\nAber es gibt kaum andere M&ouml;glichkeiten, wenn Griechenlands Schulden schnell sinken sollen &ndash; au&szlig;er einem dramatischen Wirtschaftsaufschwung.<br>\nDoch der ist nicht in Sicht: Die griechische Wirtschaft schrumpft weiter. Immerhin ist die Konjunktur im zweiten Quartal nicht so stark eingebrochen wie bef&uuml;rchtet. Das Bruttoinlandsprodukt fiel zwischen April und Juni um 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal, wie das Statistikamt nun in einer ersten Sch&auml;tzung mitteilte (PDF). Von Reuters befragte &Ouml;konomen hatten im Schnitt ein Minus von 5,0 Prozent erwartet. Im ersten Vierteljahr war die Wirtschaft noch um 5,6 Prozent geschrumpft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/schuldenkrise-griechenland-schafft-milliardenschweren-primaerueberschuss-1.1744493\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wieder ein altbekannter Trick, man greift einen Teilaspekt einer Meldung auf, macht ihn zur Headline und dreht damit die Aussage ins Gegenteil. Die Botschaft ist klar, die brutalen Sparma&szlig;nahmen wirken, Griechenland erwirtschaftet einen Haushalts&uuml;berschuss. Liest man den Text ergibt sich das genaue Gegenteil, Griechenland befindet sich dank der Austerit&auml;tspolitik in einer abgrundtiefen Rezession und hat damit mit wenig Chancen jemals der Schuldenspirale zu entkommen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Dass die Wirtschaft &bdquo;nicht so schnell geschrumpft sei wie bef&uuml;rchtet&ldquo;, ist falsch. Die 5,0-Prozent-Sch&auml;tzung stammte von einem unabh&auml;ngigen griechischen Think-Tank. Die offizielle Roadmap der Troika sah ein Minus von 4,0 Prozent vor und diese Sch&auml;tzung wurde von der Realit&auml;t wieder einmal unterboten. Die Lage ist hoffnungslos. So lange die Wirtschaft derart kollabiert f&uuml;hren auch kleine &bdquo;Prim&auml;r&uuml;bersch&uuml;sse&ldquo; dazu, dass die Staatsschuldenquote weiter steigt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Mehrheit der Deutschen hat Angst vor sozialer Kluft<\/strong><br>\nKurz vor den Bundestagswahlen scheint es ein Thema zu geben, dass die Politiker zu sehr ausblenden. Einer Umfrage zufolge geben die Euro-Krise und ihre Folgen den Deutschen gro&szlig;en Grund zur Sorge &ndash; das f&uuml;hre zu Politikverdruss, warnen Experten.<br>\nNur 17 Prozent der Deutschen glauben laut einer Umfrage, dass das Schlimmste in der Euro-Krise schon vorbei ist. Jeder zweite hingegen bef&uuml;rchte Auswirkungen auf den Wohlstand, viele h&auml;tten Angst vor Altersarmut durch die Niedrigzinspolitik, wie aus einer Umfrage der Universit&auml;t Hohenheim und der ING-DiBa AG hervorgeht. [&hellip;]<br>\nLaut Umfrage meinen 91 Prozent der Befragten, dass sie die Euro-Krise noch lange besch&auml;ftigen wird. Vier von f&uuml;nf Deutschen bef&uuml;rchten, dass die Krise die Kluft zwischen Arm und Reich vergr&ouml;&szlig;ern werde. Der Zusammenhalt der B&uuml;rger im Land wird aus Sicht von 40 Prozent der Befragten leiden.<br>\nGanz schlechte Noten bekommen die Politiker. Nur jeder Zehnte glaubt, dass die Politiker der Bev&ouml;lkerung in Fragen der Euro-Krise die Wahrheit sagen. Zudem bem&auml;ngelt eine gro&szlig;e Mehrheit die Verst&auml;ndlichkeit der Politiker-Aussagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/euro-krise-mehrheit-der-deutschen-hat-angst-vor-sozialer-kluft-1.1745326\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Das ist wohl Manipulation f&uuml;r Fortgeschrittene. Die Befragten haben (angeblich) nicht etwa Angst vor (zu) niedrigen Zinsen, sondern vor &bdquo;Altersarmut durch die Niedrigzinspolitik&ldquo;. Die Unterstellte Kausalkette ist klar: Niedrigzinspolitik macht arm. Das h&auml;tten die monetaristischen Falken aus der Bundesbank auch nicht &bdquo;sch&ouml;ner&ldquo; sagen k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Paul Krugman &ndash; Milton Friedman, Unperson<\/strong><br>\nVor kurzem gab Senator Rand Paul, potentieller Pr&auml;sidentschaftskandidat und selbsternannter Experte in Sachen Geldpolitik, Bloomberg Businessweek ein Interview. Das lief nicht besonders gut. Mr. Paul sagte beispielsweise, Amerika habe &ldquo;ein j&auml;hrliches Defizit von einer Billion Dollar&rdquo;; Tats&auml;chlich soll sich das Defizit f&uuml;r 2013 auf nur $642 Milliarden belaufen, und es ist weiter im Sinken begriffen.<br>\nDer wohl interessanteste Moment kam aber, als Mr. Paul gefragt wurde, wen er denn im Idealfall zum Leiter der Federal Reserve machen w&uuml;rde, und er Milton Friedman vorschlug  &ndash; &ldquo;er ist zwar kein &Ouml;sterreicher, aber er w&auml;re besser als das, was wir jetzt haben.&rdquo; Der Interviewer wies ihn dann sanft darauf hin, dass Friedmann  &ndash;  der, falls er denn noch lebte, jetzt 101 Jahre alt w&auml;re  &ndash;  tats&auml;chlich tot ist. Gut, sagte Mr. Paul, &ldquo;dann nehmen wir doch einfach die Toten, jedenfalls h&auml;tte man dann wahrscheinlich wirklich keine funktionierende Federal Reserve mehr.&rdquo;<br>\nDas f&uuml;hrt nun zu einer interessanten Frage: Was ist aus Friedman&rsquo;s Rolle als Ikone der Freien Marktwirtschaft geworden? Die Antwort auf diese Frage sagt eine Menge dar&uuml;ber aus, was mit dem modernen Konservativismus passiert ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2013\/08\/12\/opinion\/krugman-milton-friedman-unperson.html\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Schienenlotsen bei der Bahn: Ausgelaugt und w&uuml;tend<\/strong><br>\nFahrdienstleiter sind die Lotsen des Schienenverkehrs. Doch erst das Mainzer Bahnhof-Chaos lenkt das &ouml;ffentliche Interesse auf ihren Berufsstand &ndash; und offenbart: Nach dem Personalabbau der vergangenen Jahre fehlt dem Konzern eine ganze Generation. [&hellip;]<br>\nDoch auch wenn die Anforderungen hoch sind, die Entlohnung ist es kaum: Zwischen 2200 und 3000 Euro brutto verdient ein Fahrdienstleiter je nach Dienstalter. Hinzu kommt die Schichtzulage in H&ouml;he von knapp 200 Euro und Pr&auml;mien f&uuml;r Sondereins&auml;tze &uuml;ber die normale Dienstzeit hinaus. Gro&szlig;e Spr&uuml;nge lassen sich davon nicht machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/bahnhof-mainz-fahrdienstleiter-gibt-einblick-in-das-bahn-chaos-a-916168.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> 2.200 bis 3.000 Euro brutto findet der SPIEGEL also &ldquo;nicht hoch&rdquo; als Lohn f&uuml;r diese harte Arbeit. Au&szlig;erdem hat die Bahn angeblich zu viele Stellen abgebaut. Frage: ist die Bahn denn noch wettbewerbsf&auml;hig, wenn sie mehr Leute einstellt und diese besser bezahlt? Hat nicht auch der SPIEGEL jubiliert, weil Fernbusse &ldquo;endlich&rdquo; der viel zu teuren deutschen Bahn <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/bus-start-up-wie-die-bahn-kreative-konkurrenz-zerstoert-a-725896.html\">Konkurrenz machen d&uuml;rfen<\/a>?<\/em><br>\n<em>Gab es da nicht mal ein Hamburger Nachrichtenmagazin, da&szlig; viele Jahre lang Deutschland und den Deutschen zu hohe Anspr&uuml;che unterstellt hat und zur &ldquo;Lohnm&auml;&szlig;igung&rdquo; aufgefordert hat? Hat diese Art von Journalismus nicht den Shareholder-Value-Kapitalismus gro&szlig;geschrieben und die Arbeitnehmerrechte winzig klein? Wie bigott kann man eigentlich sein?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Niedrigl&ouml;hner &ndash; Wer meckert, putzt die Klos<\/strong><br>\nRund acht Millionen Menschen schuften in Deutschland als Niedrigl&ouml;hner, oft zu unw&uuml;rdigen Bedingungen. Die meisten verhalten sich still &ndash; aus Angst. Denn sonst k&ouml;nnte es sein, dass ihre Arbeit noch unangenehmer wird, als sie sowieso schon ist.<br>\n&ldquo;B&uuml;ro hab&rsquo; ich mir abgeschminkt&rdquo;, sagt Katja Schultze (Name ge&auml;ndert). Bis vor sechs Jahren arbeitete sie f&uuml;r eine Bank. Dann kam McKinsey, und ihre Stelle wurde eingespart. Seitdem ist sie Putzfrau. &ldquo;Mit 50 brauchen Sie sich nirgendwo mehr zu bewerben&rdquo;, sagt sie. &ldquo;Aber Hartz IV &ndash; das wollte ich auf gar keinen Fall.&rdquo; Heute ist sie 56. Sie wird Putzfrau bleiben, bis zum Schluss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/berufsleben\/geringverdiener-acht-millionen-menschen-schuften-fuer-niedriglohn-a-915811.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Demographie &ndash; Sozialabbau mit Hokuspokus<\/strong><br>\n&ldquo;Demografie ist nicht unser Schicksal&rdquo;, haben kluge Forscher schon vor vielen Jahren geschrieben. Daran hat sich nichts ge&auml;ndert. Doch in den K&ouml;pfen angekommen ist die Botschaft trotzdem nicht, und das ist kein Wunder angesichts des Lautst&auml;rke, mit der immer neue Hiobsbotschaften im Zusammenhang mit der Alterung der Bev&ouml;lkerung verk&uuml;ndet werden.<br>\nEs gibt einige Akteure in der Sozialpolitik, die sehr gewandt mit Horrorszenarien arbeiten. Bedrohungen werden heraufbeschworen, um die Bev&ouml;lkerung von scheinbar alternativlosen Grausamkeiten zu &uuml;berzeugen, die sie sonst nie mittragen w&uuml;rde. Die meisten B&uuml;rger halten n&auml;mlich gerne an ihrer gesetzlichen Renten-, Kranken- oder Arbeitslosenversicherung fest. Weil sie darauf angewiesen sind, oder weil sie einmal darauf angewiesen sein k&ouml;nnten. Und weil sie das wissen.<br>\nWas aber, wenn man ihnen erz&auml;hlt, dass die gesetzliche Krankenversicherung bis zum Jahr 2060 eine Unterfinanzierung von unglaublichen 1,1 Billionen Euro aufweisen wird, m&ouml;glicherweise sogar bis zu 3,4 Billionen Euro? Dann k&ouml;nnte man schon auf die Idee kommen, dass das deutsche Krankenversicherungssystem umgebaut werden muss, wie das der deutsche Volkswirt fordert, der diese Zahlen vergangene Woche ver&ouml;ffentlicht hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/leitartikel-zur-demografie-sozialabbau-mit-hokuspokus,1472602,23973372.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Musterland Bayern &ndash; Modell f&uuml;r Deutschland?<\/strong><br>\nAls Dr. Wilhelm Schl&ouml;tterer am 29. Juni 2013 unter diesem Titel einen Vortrag bei der Mitgliederversammlung des gemeinn&uuml;tzigen Vereins Business Crime Control e.V. h&auml;lt, wird Gustl Mollath noch in der Psychiatrie festgehalten und es ist nicht abzusehen, dass er in absehbarer Zeit wieder frei kommen wird.<br>\nWilhelm Schl&ouml;tterer ist promovierter Jurist, Ministerialrat im Ruhestand, seit mehr als 30 Jahren CSU-Mitglied und Autor des Bestsellers &uuml;ber Steuerhinterziehung und Rechtsbeugung mit Hilfe bayerischer Spitzenpolitiker: &ldquo;Macht und Machtmissbrauch. Franz Josef Strau&szlig; und seine Nachfolger. Aufzeichnungen eines Ministerialbeamten&rdquo; (M&uuml;nchen 2010). Am Beispiel der psychiatrisierten und entlassenen hessischen Steuerfahnder und am bayerischen Justizskandal um Gustl Mollath, der sieben lange Jahre in der geschlossenen Psychiatrie festgehalten wurde, zeigt er die be&auml;ngstigenden Fehlentwicklungen unseres &ldquo;demokratischen Rechtsstaats&rdquo;, vor allem das problematische Verh&auml;ltnis von Wirtschaft und Staat und die Rolle der Psychiatrie bei der Unsch&auml;dlichmachung gef&auml;hrlicher Whistleblower auf.<br>\nDer Frankfurter Internet-Radiosender Radio99Prozent nahm die Veranstaltung auf und stellt einen <a href=\"http:\/\/r99p.de\/Members\/radio\/audio\/r99p330_130629m.mp3\">Download im mp3-Format (ca. 1 Stunde, 42 Minuten \/ ca. 55.9 MB) zur Verf&uuml;gung<\/a>.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/martin-betzwieser\/musterland-bayern-modell-fuer-deutschland\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>G&uuml;nther Wallraff &ndash; Im Gedenken an August Bebel<\/strong><br>\nAls G&uuml;nter Wallraff k&uuml;rzlich im Berliner Willy-Brandt-Haus einen Preis entgegennahm, der nach August Bebel benannt ist, befa&szlig;te er sich in seiner Dankesrede mit dem Denken und Wirken des Mitbegr&uuml;nders der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands und reflektierte dabei sein eigenes ambivalentes Verh&auml;ltnis zur SPD, die zur Zeit ihr 150j&auml;hriges Bestehen feiert. Vor allem befa&szlig;te er sich mit unsozialen Verh&auml;ltnissen, die nach politischen Antworten verlangen. Die Medienkonzerne zeigten kein Interesse. Ossietzky druckt eine leicht &uuml;berarbeitete, gek&uuml;rzte Fassung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sopos.org\/aufsaetze\/51ebd29442870\/1.phtml\">Ossietzky<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die Piraten machen ja nichts zu #PRISM und #Tempora<\/strong><br>\nPirat Daniel Schwerd ist stocksauer &uuml;ber die Berichterstattung in der Presse. Die beklagt die zu geringe Sichtbarkeit der Partei angesichts der Steilvorlagen aus den USA und Gro&szlig;britannien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.carta.info\/60602\/die-piraten-machen-ja-nichts-zu-prism-und-tempora\/\">carta<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Dieses Ph&auml;nomen kennt man von der Linkspartei. Wenn es keine &ndash; teils an den Haaren herbeigezogenen &ndash; internen Querelen gibt, werden die Linkspartei und die Piraten von den Medien totgeschwiegen. Und da es sowohl bei der Linkspartei als auch bei der Piratenpartei an der Personalfront in letzter Zeit ruhig geworden ist, nehmen die Medien beide Parteien schlicht nicht mehr zur Kenntnis. Gut, dass es noch das Internet gibt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Warum Bildungspolitik nicht die bessere Sozialpolitik ist<\/strong><br>\nEs gibt wohl nur wenige politische Aussagen, &uuml;ber die von links bis rechts ein derart weitreichender Konsens zu bestehen scheint, wie &uuml;ber die Feststellung, dass Bildungspolitik die bessere Sozialpolitik sei. Bisweilen wird dieses Diktum gar noch ins Superlativ gesteigert: Bildungspolitik, hei&szlig;t es dann, sei die beste Sozialpolitik &uuml;berhaupt. Eine fragw&uuml;rdige Behauptung. [&hellip;]<br>\nDazu passt auch, dass gerade Akademikerinnen und Akademiker offensichtlich nur sehr schwer einen Einstieg ins Berufsleben finden. 27 Prozent der Absolventinnen und Absolventen erhalten in Deutschland zun&auml;chst lediglich eine befristete Besch&auml;ftigung. Und 28 Prozent von ihnen &ndash; insbesondere aus den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften [6] &ndash; machen nach ihrem Abschluss noch mindestens ein Praktikum. Einmal mehr trifft dies vor allem Frauen, bei denen 32 Prozent betroffen sind. 45 Prozent der von M&auml;nnern und Frauen unmittelbar nach Studienabschluss absolvierten Praktika dauern dabei l&auml;nger als drei Monate, und 40 Prozent aller Praktika sind unbezahlt.[7] Hier ist prek&auml;re Besch&auml;ftigung beinahe zum Normalzustand geworden &ndash; und zwar gerade f&uuml;r einen wesentlichen Teil derer, die &uuml;ber h&ouml;chste Bildungsabschl&uuml;sse verf&uuml;gen.<br>\nPrek&auml;re Besch&auml;ftigung trifft Menschen mit akademischer Ausbildung aber keineswegs nur in der Phase des Berufseinstiegs. Zumindest kurz verwiesen sei etwa auch auf die prek&auml;ren Besch&auml;ftigungsbedingungen im universit&auml;ren Mittelbau, in der Erwachsenenbildung oder in der so genannten Kreativwirtschaft (Medien, Werbung, Kultureinrichtungen usw.) Und ein Blick nach Griechenland oder Spanien zeigt, dass von der aktuellen Krise gerade auch junge, gut ausgebildete Menschen massiv getroffen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/811\">annotazioni<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zwischent&ouml;ne mit Arno Gahrmann<\/strong><br>\nDer Wirtschaftswissenschaftler Arno Gahrmann<br>\nMusik und Fragen zur Person<br>\nIm Gespr&auml;ch mit Michael Langer<br>\nArno Gahrman, Jahrgang 1945, arbeitete nach fr&uuml;heren T&auml;tigkeiten in einem Ingenieurb&uuml;ro, einem Forschungsinstitut und einem Kreditinstitut bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2010 als Professor f&uuml;r Finanzierung und Investition an der Hochschule Bremen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/zwischentoene\/2208005\/\">Deutschlandfunk Zwischent&ouml;ne<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(JK\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-18271","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18271","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=18271"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18271\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28480,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18271\/revisions\/28480"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=18271"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=18271"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=18271"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}